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News: Wer von einem zweijährigen Aprikosensämling überholt wird, ist für eine Schnecke keine Konkurrenz! (bristlecone)
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News: Wer von einem zweijährigen Aprikosensämling überholt wird, ist für eine Schnecke keine Konkurrenz! (bristlecone)

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|8|8|Es geht nicht nur um Marmelade. (anonymes Zitat aus der Gartenküche)

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Autor Thema: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans  (Gelesen 145007 mal)

cydorian

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Du tust gerade so, als ob du für jeden neugeschriebenen Buchstaben hier bezahlen müsstest

Brauchbarkeit und Hilfe um gute Pfirsiche gedeihen zu lassen sind auch ohne Geld erstrebenswert, oder :-) ? Threads, die durch ihr Eigengewicht kollabieren und damit mit viel Mühe gesammelte tolle Informationen tief drin begraben werden, sind ausgesprochen schade. Was soll problematisch am Hinweis sein, mehr auf Neues zu gehen, statt immer wieder dieselben Fragen zu wiederholen?

Meine hab ich im Dezember behandelt. Schwierig war diesmal nicht, Tage mit ausreichender Temperatur zu haben, sondern mit wenig Wind. Kein Mittel kann bei Wind verwendet werden, ist ja logisch. Meistens ist das Weihnachtstauwetter ideal, aber diesmal war eh immer Tauwetter.

Handhabung und Anwendung in den entstehenden sehr niedrigen Konzentrationen (vergleichbar mit frei käuflichen Produkten wie Wofasteril) halte ich generell für sehr einfach. Als Imker muss ich regelmässig mit Flaschen voller Ameisensäure (60% oder vorher 85%!), Oxalsäure und Milchsäure (auch mit Spritzflasche gesprüht) hantieren. Zugelassene und verschiebene Tierarzneimittel, nebenbei bemerkt. Ist gefährlicher und schwieriger. Im Nachbarbezirk wär fast jemand gestorben, weil er versehentlich verdampfte Ameisensäure eingeatmet hat und sofort einen heftigen Asthmaanfall bekommen hat.
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Mediterraneus

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #376 am: 03. Januar 2015, 15:44:20 »

Du wirst in einem öffentlichen Forum nicht hinbekommen, gezielte Information in Kürze zusammenzustellen, dazu antworten zuviele. Dazu müsste man eine Broschüre schreiben.

Ich weiß nicht, wie oft ich mich im Feigenthread schon wiederholt habe, weil immer wieder die gleichen Fragen kamen. Das ist halt ein Forum, und da steht für mich die Unterhaltung mit Gleichgesinnten halt mal im Vordergrund. Auch wenn man sich wiederholen muss (oder sich selbst zitieren muss, wenn man sich wiederfindet ;D )

Ich finde die Dokumentation über die Peressig-Versuche jedenfalls sehr unterhaltsam und eine interessante Alternative.
Trotzdem sollte hie und da auch auf die Alternative ohne Spritzen hingewiesen werden. Da wiederhole ich mich immer wieder gerne. Und du dich. Zum Kräuseln ;D
« Letzte Änderung: 03. Januar 2015, 15:45:46 von Mediterraneus »
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ladysandy

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #377 am: 03. Januar 2015, 15:58:02 »

Also ich habe auch Pfirsischbäume. Einen uralten Weinbergpfirsisch, einen jungen Weinbergpfirsisch, einen jungen Saftpfirsisch und einen Zwergpfirsisch.

Bis auf den Zwergpfirsisch der im Kübel vor meinem Haus steht, sind alle Pfirsische gleichermaßen von der Krankheit betroffen. Bei den ganz jungen Bäumen nehme ich die Befallenen Blätter ab, wenn ich zufällig davor stehe. Hier in der ganzen Moselregion, wo der rote Weinbergpfirsisch als regionale Delikatesse gilt, sind eigentlich ALLE Pfirsischbäume betroffen. Niemand unternimmt was. Die Bäume blühen wunderschön im Frühjahr und allesamt tragen reichtlich zur Erntezeit. Die Früchte sind immer genießbar.
Es sieht halt nur so blöde aus ::) .

Die Spritzmittel finde ich alle sehr aufwändig oder teuer. Ich lasse sie einfach. Den Bäumen geht es dennoch gut, treiben nach Befall immer wieder neu aus. Die Früchte schmecken prima und sind genießbar.

Mir hat es den Anschein, als gehöre das zu den Bäumen einfach dazu ;)
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Natura

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Und ich finde, es kann nicht oft genug wiederholt werden, dass es eben auch ohne Spritzen gehen kann.
Wer spritzen will, kann das ja gerne tun. Wenns mit Peressigsäure funktioniert, schön! Wenn es nur ein Placebo ist, dann auch schön!

Wie Kasi schon schrieb, es geht auch ohne :D
Ich habe von einer alten Frau gehört, dass sie ihre Pfirsichbäume nur mit Wasser abspritzt und das hilft ihrer Meinung nach auch.
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hargrand

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #379 am: 03. Januar 2015, 21:39:14 »

Leider eher im Gegenteil. :-\
Ein Regen hätte die gleiche Wirkung, nämlich brauchen die Sporen feuchtigkeit zum befallen.
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Aspidistra

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #380 am: 03. Januar 2015, 21:46:03 »

Hier in der ganzen Moselregion, wo der rote Weinbergpfirsisch als regionale Delikatesse gilt, sind eigentlich ALLE Pfirsischbäume betroffen. Niemand unternimmt was. Die Bäume blühen wunderschön im Frühjahr und allesamt tragen reichtlich zur Erntezeit. Die Früchte sind immer genießbar.
Es sieht halt nur so blöde aus ::) .

Die Spritzmittel finde ich alle sehr aufwändig oder teuer. Ich lasse sie einfach. Den Bäumen geht es dennoch gut, treiben nach Befall immer wieder neu aus. Die Früchte schmecken prima und sind genießbar.

Mir hat es den Anschein, als gehöre das zu den Bäumen einfach dazu ;)

Bei mir blühen und fruchten die Pfirsiche trotz Kräuselkrankheit auch immer gut und die Pfirsiche sind ok und schmecken gut :D.
So gesehen würden mich die gekräuselten Blätter nicht stören.
Allerdings verkürzt die Kräuselkrankheit die Lebensdauer der Bäume stark.
Diesen Winter wird wieder ein Baum absterben. :'(
(Ich habe schon mal versuchsweise kaukasischen Rankspinat drangepflanzt um den Baum noch ein wenig "zu nutzen".)
« Letzte Änderung: 03. Januar 2015, 21:46:40 von Aspidistra »
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Mediterraneus

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #381 am: 04. Januar 2015, 09:44:11 »

Pfirsichbäume werden ansich nicht sehr alt. Zumindest nicht so wie Apfel oder Birne.

Werden sie nicht stark geschnitten, vergreisen sie sehr schnell. Auch Monilia und Gummifluss treten oft auf. Das führt auch zum Absterben.
Treibt der Baum nach dem üblichen Kräuselbefall wieder gesund und kräftig nach und bildet ein dichtes Blätterdach, dann denke ich liegts nicht an der Kräuselkrankheit, dass er nicht alt wird. Auch sollte man etwas ausdünnen, so dass mehr Blätter als Pfirsiche am Baum verbleiben, damit sich der Baum nicht erschöpft.

Man muss halt immer wieder mal einen neuen Baum nachziehen. Geht ja recht schnell, vom Kern bis zum ertragsfähigen Baum vergehen nur wenige Jahre.
« Letzte Änderung: 04. Januar 2015, 09:45:36 von Mediterraneus »
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wanda26

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #382 am: 04. Januar 2015, 10:23:15 »



Man muss halt immer wieder mal einen neuen Baum nachziehen. Geht ja recht schnell, vom Kern bis zum ertragsfähigen Baum vergehen nur wenige Jahre.

Hi,
am Besten gleich mehrere!
Dann kann man ziemlich schnell die erkennen und ausmerzen, die besonders unter der Kräuselkrankheit leiden.
Optimal ist es - wenn man den Platz hat -noch zwei oder drei bis zur ersten Frucht kommen zu lassen und dann nochmal zu selektieren.
Die Unterschiede bei den "Geschwistern" können erheblich sein!

lg wanda
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Aspidistra

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #383 am: 04. Januar 2015, 10:37:19 »

Ich habe ja immer mehrere Selbstgezogene in der Pipeline aber letztes Jahr habe ich mir mal einen Benedict gekauft - mal sehn. Jetzt muss ich nur mit den Kernen zum Stecken aufpassen, dass ich keine Genvermischung bekomme. Vielleicht wäre aber gerade das interessant ::).

Aber hier in unserem "Nichtpfirsichklima" mit Staunässe halten die Bäume wirklich nicht sehr lange. Obwohl ich die Pfirsiche als einzige Bäume jedes Jahr penibelst schneide. Ich denke ein wesentlicher lebensverkürzender Faktor ist die Kräuselkrankheit. Man kann direkt beobachten, wie sie jedes Jahr bei den einzelnen Bäumen stärker auftritt und irgendwann ganze Äste nicht mehr mit Kräuselblätterabwurf und neuem Austrieb reagieren sondern weitgehend kahl mit einigen gelben gekräuselten Blättern verbleiben.

« Letzte Änderung: 04. Januar 2015, 14:50:48 von Aspidistra »
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Eva

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #384 am: 07. Mai 2015, 16:24:59 »

Hm. Ganz offenbar zu spät gelesen.

Den Pfirsichbaum im Gemeinschaftsgarten hat die Kräuselkrankheit ganz übel erwischt, es sind kaum intakte Blätter dran, alles kräuselt bzw. fällt sogar schon runter, die Blüten hätten zwar angesetzt, aber die Früchtchen werden schon grau (wer sollte sie auch ernähren).

Alles befallene Blattwerk ab und in den Restmüll ist klar. Dann ist aber kaum noch was dran, der Baum wird auf wenige Ästchen unten außen ziemlich nackig werden - kann/soll man dann auch gleich zurückschneiden, oder ist das noch eine zusätzliche Belastung, die der Baum grad gar nicht brauchen kann. Der Baum ist ca. 2 m hoch, hat einen schönen geschützten Platz vor einer Mauer, steht da seit zwei Wintern. Für mein Gefühl könnte von den Ästen schon was ab, die Frage ist nur, ob das jetzt gleichzeitig mit dem Entblättern passieren sollte oder später im Jahr. Ich fürchte, die Nachtriebe werden hauptsächlich nur an den Spitzen kommen, dann ist ein Rückschnitt im Sommer auch nicht mehr drin.
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Lizzy

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #385 am: 07. Mai 2015, 20:00:26 »

Meine Pfirsichbäume kräuseln dieses Jahr auch ganz stark obwohl ich gespritzt habe. Vermutlich habe ich den Zeitpunkt verpasst. Ich hätte schon im Herbst oder Dezember spritzen sollen. Einer ist mir dieses Jahr kaputtgegangen einer letztes Jahr.
Werde mich mal auf die Suche nach kräuselkrankheitstoleranten Sorten machen.
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Urmele

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #386 am: 07. Mai 2015, 20:05:35 »

Ich würde die Seitentriebe alle auf Stummel (2Augen) schneiden, dann kann der Baum mit den wenigen verbleibenden Augen kräftig durchtreiben.
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Christina

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #387 am: 07. Mai 2015, 20:06:23 »

Ich habe es in diesem Jahr auch versäumt zu
spitzen. Mein Kernechter vom Vorgebirge hat sehr gut angesetzt, und kaum gekräuselte Blätter. Meine Nektarine hat es übel erwischt. In den Jahren in denen ich Wasserstoffperoxydmischung gespritzt habe hatte er es kaum.
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b-hoernchen

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #388 am: 07. Mai 2015, 21:34:59 »

Alles befallene Blattwerk ab und in den Restmüll ist klar. Dann ist aber kaum noch was dran, der Baum wird auf wenige Ästchen unten außen ziemlich nackig werden - kann/soll man dann auch gleich zurückschneiden

Dass kräuselnde Blätter entfernen nichts bringt, wurde auch schon hier im Forum gesagt. Oder würdest du einem Lungenkranken, dessen Lungen 50% ihrer Funktion verloren haben, die Lunge ganz entfernen?
Meine Erfahrung: Dran lassen, bis sie selber runterfallen, der Baum weiß schon, wann das Blattg völlig hinüber ist.
Stattdessen: Düngen, päppeln, bei Trockenheit gießen. Auch den Totalrückschnitt würde ich vermeiden. Hätte ich meinem im ersten Jahr kränkelnden Gelbfleischigen nach den "Regeln der Kunst" die dürren Triebe 30cm weit ins gesunde Fleisch zurückgeschnitten, gäb's den Baum heute nicht mehr. Er hat mir die schonende Behandlung gedankt und im ersten Jahr noch einen Pfirsich mit mehr als einem halben Pfund geschenkt, neben anderen nicht ganz so schweren. Im dauarauffolgenden Winter 2 x behandelt - heute ist das mein größter Pfirsichbaum.

Ich weiß nicht, ob Pilzmittel gegen Spitzendürre zum jetzigen Zeitpunkt noch helfen, aber lieber ein chemisches Mittel kaufen, als den Baum ruinieren. Bei Hautpilz würdest du doch ein Medikament nehmen - und dann sogar an dir selbst applizieren. Im Prinzip sind die Pflanzenschutzmittel gegen Pilzerkrankungen denen in der Humanmedizin ähnlich.
« Letzte Änderung: 07. Mai 2015, 21:37:03 von b-hoernchen »
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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #389 am: 13. Mai 2015, 16:06:01 »

Meine Pfirsichbäume kräuseln dieses Jahr auch ganz stark obwohl ich gespritzt habe....

Nunja, meine kräuseln dieses Jahr auch besonders stark, obwohl ich noch nie gespritzt habe ;D

"Andross" ist am schlimmsten.

Man wird sehen, was kommt. Die letzten Jahre hat er sich gut geschlagen, wurde allerdings auch umgesetzt und auf Stock geschnitten.
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
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