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Garten- und Umwelt => Pflanzengesundheit => Thema gestartet von: Prunus persica am 16. Mai 2017, 19:14:54

Titel: Verkümmerter Austrieb beim Pfirsich
Beitrag von: Prunus persica am 16. Mai 2017, 19:14:54
Hallo,

einer meiner Pfirsichsämlinge bereitet mir Sorgen: Nachdem er kräftig geblüht hat, treibt er nur wenig aus. Dort wo er austreibt ist der Austrieb verkümmert und zeigt kein Wachstum. Stattdessen trocknen die Blätter langsam ein, siehe Bild. Der Ast mit gesunden Blättern im Vordergrund des Bildes gehört zu einem anderen Pfirsichbaum. Hat jemand eine Idee was die Ursache sein könnte und ob der Baum noch zu retten ist?

Der Pfirsichbaum steht in einem Kübel geschützt auf meinem Balkon und hatte letztes Jahr zum ersten Mal einen sehr leckeren gelbfleischigen Pfirsich getragen. Da der Balkon sehr geschützt ist (Wände an drei Seiten) denke ich, dass Spätfrostschäden eher unwahrscheinlich sind. Das Substrat ist auch ausreichend feucht (hängt an Blumat-Wasserversorgung).

Überraschenderweise ist ein weiterer Pfirsichsämling der selben Sorte aber an einem anderen Standort ohne erkennbaren Grund während des Winters verstorben. Auch dieser Baum stand in einem Kübel gut geschützt auf der Terrasse direkt am Haus.

Über Tipps, was die Ursache des verkümmerten Austriebs sein könnte und was man dagegen tun kann, wäre ich sehr dankbar. Vielen Dank.
Titel: Re: Verkümmerter Austrieb beim Pfirsich
Beitrag von: Prunus persica am 16. Mai 2017, 19:16:22
Ein weiteres Photo:
Titel: Re: Verkümmerter Austrieb beim Pfirsich
Beitrag von: Staudo am 16. Mai 2017, 21:43:45
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der einen Wurzelschaden, vielleicht durch den Winter, hat.
Titel: Re: Verkümmerter Austrieb beim Pfirsich
Beitrag von: Prunus persica am 18. Mai 2017, 22:50:58
Wenn der einen Wurzelschaden hat, kann man da noch irgendwas machen? Kann ein Rückschnitt was bringen? Über den Winter war der Topf in Kokosmatten einpackt wie auch die Jahre zuvor.
Titel: Re: Verkümmerter Austrieb beim Pfirsich
Beitrag von: cydorian am 19. Mai 2017, 09:45:10
Mehr als einen scharfen Rückschnitt zu probieren bleibt dir nicht. Obstbaumkultur im Topf über Jahre hinweg ist immer schwierig und der letzte Winter hatte sehr kühle Wochen. Töpfe frieren leider von aussen und allen Seiten her zu, so dass die untenliegenden Feinwurzeln viel schneller gefrostet werden wie es im Freiland je passiert. Dann noch im gefrorenen Zustand Sonne auf den Stamm, dann hast du gefriergetrockneten Pfirsich.

Wenn du Glück hast, sind noch genug intakte Wurzeln vorhanden, so dass sie nach einem Rückschnitt den kleineren Baum versorgen können.
Titel: Re: Verkümmerter Austrieb beim Pfirsich
Beitrag von: thuja thujon am 22. Mai 2017, 08:43:57
Das häufigste Problem bei Topfobst ist die sich verändernde Struktur von organischen Substraten wie Kübelpflanzenerde.
Nach 2-3 Jahren herrscht da regelmäßig Staunässe drin weil die weitestgehend zersetzten Fassern nicht mehr genug Wasser ableiten können.

So mickern die Bäume hauptsächlich wegen Luftmangel.

Umtopfen hilft, am besten in mineralische Susbtrate, die auch über Jahre strukturstabil bleiben und nicht schon nach einer Saison verbraucht sind.

Ab dann sollte man mit gezielt düngen und angepasstem wässern vernünftigen Wuchs spriessen lassen.