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Pflanzenwelt => Rosarium => Thema gestartet von: uliginosa am 03. März 2021, 17:05:03

Titel: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: uliginosa am 03. März 2021, 17:05:03
Nun habe ich extra drei Tage Urlaub genommen, um den Rosenschnitt mit einem Dickicht lange nicht geschnittener Kletterer zu beginnen.
Mit tatkräftiger Hilfe meine starken Tochter.

Und habe zugesehen, wie sie an einem dicken Erinnerung an Brodt-Trieb ansetzt und habe noch die alte Astschere gelobt, ... und dann ist der eine Holzgriff abgebrochen.  :o

Zum Glück haben die Baumärkte wieder offen, aber wenn ich gucke, was es da so gibt - geeignet für junge, frische Äste -  :-X

Deshalb meine Frage an euch: Welche Zweihandastscheren sind zu empfehlen? Nicht nur für dünntriebige Rambler sondern auch für harttriebige Kletterer?
Da gibt es gerad ein Angebot von der schweizer F-Firma, oder was sonst?

Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: thuja thujon am 03. März 2021, 17:32:57
Meinst du mit Astschere die mit den 2 bis halbmeterlangen Griffen die man so weit aufmachen muss oder eine Rosenschere die für 2 Hände gedacht ist?

Astschere (äste bis 5cm) habe ich ein paar gute alte, die gibts aber nimmer zu kaufen und hilft dir deswegen nicht weiter, vor ein paar Tagen hatte ich die Felco in der Hand, die machte einen guten Eindruck. Würde ich wohl kaufen, wenn mir meine 5 anderen zuwenig wären. 

Egal für was du dich entscheidest, probiere vorher aus wie weit man die Scheren aufmachen muss, damit die Klinge maximal geöffnet ist. Manche sind so blöd konstruiert, das bei kleinen Menschen fast die Spannweite der Arme nicht reicht um sie komplett zu öffnen. Man kann deswegen auch nicht überkopf schneiden, sondern ist von der Reichweite limitiert.

Die Fiskars sind oft so welche fehlkonstruierten, da spielt es dann auch keine Rolle ob sie teuer sind weil sie einen Carbongriff haben.

Vielleicht ist das auch nur ein Macken von mir, ich komme mit denen nicht klar.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: uliginosa am 03. März 2021, 19:22:26
Meine Erfahrungen mit Astscheren beschränken sich auf dieses Modell, das bis heute Nachmittag immer prima funtkioniert hat.
Nur in engen Sträuchern war es manchmal ein Problem, sie ausreichend zu öffnen.

Ganz so alt, wie sie aussieht ist sie nicht,  ;) etwa seit 15 Jahren habe ich sie.

Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: uliginosa am 03. März 2021, 19:26:40
Nun habe ich mir beim Nachbarn dieses Monster ausgeliehen, von dem er selber nicht ganz begeistert ist.
Der eine Aluarm ist auch schon leicht gebogen.

Werde ich morgen vormittag mal ausprobieren.

Das Problem ist, die Felco könnte ich nur bestellen, da kann ich sie nicht mal vorher in die Hände nehmen.  :-\

Hie ist auch ein Foto, wie sie geöffnet aussieht
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: goworo am 03. März 2021, 19:28:08
Da kann man doch gut einen neuen Holz-Handgriff dran machen. :D
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: uliginosa am 03. März 2021, 19:30:21
Ja, wegschmeißen will ich sie nicht!

Aber das geht eben nicht von heute auf Morgen, erst mal ein passendes Holzteil finden ...
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Conni am 03. März 2021, 19:38:41
Ich bin auch seit Tagen am Rosenschnitt und nehme für altes Holz gern die Zübat von Silky.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Gartenplaner am 03. März 2021, 19:51:26
Die Astscheren von Fiskars sind sehr gut und sehr robust.

Ich hab meine Alte mehr als 10 Jahre, damit schon arg gemurkst, trotzdem tut sie immer noch den Dienst, nur der Schnitt ist nicht mehr ganz so sauber, deshalb hab ich letztes Jahr Ersatz gekauft, ich glaube, die PowerGear™ II Bypass-Getriebeastschere L78 ists, Griff 70cm lang, schneidbare Astdicke 5cm
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Rieke am 03. März 2021, 19:54:55
Bei uns gibt es 2 große Astscheren, Felco und Fiskars. Die Felco-Schere finde ich deutlich besser, leichtgängiger, obwohl sie älter ist als die von Fiskars. GG meint allerdings, daß er wegen der besseren Hebelwirkung mit der Fiskars-Schere durch dickere Äste durchkommt. Er neigt dazu, die Grenzen von Werkzeugen auszutesten  :-\. Ich würde jedenfalls die Felco wieder kaufen, obwohl sie nicht direkt billig ist.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Wühlmaus am 03. März 2021, 20:23:22
Über Jahre hatte ich solch ein Teil wie die jetzt gebrochene Schere von uliginosa. Als diese brach, habe ich mir eine Fiskars PowerGear mit Bypass gekauft. Primär brauche ich sie zum Baumschnitt.
Die Übersetzung ist super, aber wie Thuja schrieb: man muss sie für dickere Äste wirklich weit öffnen.  Steht man auf der Leiter ist das ungünstig  :P Arbeitet man vom Boden aus, ist es kein Problem.
Für den Rosenschnitt nehme ich gerne die Giraffe von Fiskars. Der Sicherheitsabstand gefällt mir 8)
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Deviant Green am 03. März 2021, 20:39:59
Ich finde auch die Gardena Comfort Astschere 500 BL super. Leicht und kräftig. Ich hab bereits diese und eine Felco 200 kaputt gemacht. Seitdem verzichte ich auf Gewaltakte und nehme für dickere Äste eine Säge. 

Gardena hat einen wirklich unkomplizierten Kundendienst.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Deviant Green am 03. März 2021, 20:42:19
Den Griff würde ich mir übrigens drechseln lassen. Es gibt nichts besseres als alte Gartengeräte, denen neues Leben eingehaucht wurde.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Gartenlady am 03. März 2021, 20:55:21
Connis Vorschlag, eine Säge zu verwenden, gefällt mir am besten, eine gute Säge ist einer schwerfälligen Astschere überlegen.  Ich sage das, obwohl ich eine super Astschere mit Teleskopgriffen habe, diese habe ich vor ca. 35 Jahren geschenkt bekommen von einem Handwerker, nachdem ich seine Schere bewundert hatte  ;D

Trotzdem ist sägen wesentlich leichter bei harten Rosentrieben. Ich hatte gerade die Gärtner beauftragt, zwei unmäßig wuchernden Kletterern einen hoffentlich letalen Schnitt zu verpassen, natürlich mit Säge.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Gartenplaner am 03. März 2021, 21:18:13
Ich hab vor Jahren meine freiwachsenden Cornus sanguinea nach 5 Jahren auf den Stock gesetzt, mit der Astschere konnte ich 4m hohe Stämme in nullkommanix umlegen, sägen hätte da wesentlich länger gedauert und wäre wesentlich anstrengender gewesen, die dicksten Stämme musste ich nämlich leider sägen, die waren zu dick für die Astschere.
Mir fiel es jedenfalls leichter, kurz Kraft auf höherem Level für die Hebelarme der Astschere aufzubringen, als im Dickicht kniend länger auf mittlerem Niveau Kraft zum Sägen aufzubringen.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: uliginosa am 03. März 2021, 21:28:46
Soviel Input!  :D

Ich habe mir gerade auch schon die Sägen angeguckt, da werde ich auch eine brauchen, wenn ich an manche Rosenstämme denke.
Unsere klapprige Klappsäge war vor Jahrzehnten mal ein Werbegeschenk ...

Und die Scheren, so viel verschiedene und keine zum Anfassen!  :o

Und den Griff drechslen lassen - nur von wem?  ???
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: AndreasR am 03. März 2021, 21:44:50
Mein Vater hat sich vor Jahren auch so eine Fiskars PowerGear gekauft, war schweineteuer, aber das Ding ist wirklich nicht kaputtzukriegen, obwohl wir sicherlich nicht zimperlich bei der Benutzung sind. Ordentlich geschärft bekommt man mit wenig Kraftaufwand selbst sehr dicke, harte Äste geschnitten. Der Nachteil ist wie gesagt, dass man sie bisweilen sehr weit öffnen muss, und das ist im Rosengestrüpp sicher nicht so optimal.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Gartenplaner am 03. März 2021, 22:01:01
Ja, bei der Armöffnung muss man in Gestrüpp manchmal ein bisschen Mikado spielen und strategisch überlegen  ;D

Schweineteuer?
Die oben verlinkte Felco-Astschere kostet 110€, die Fiskars 60€ beim Globus Baumarkt, ich hab meine glaub ich von Obi zu gleichem Preis.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: RosaRot am 03. März 2021, 22:06:03

Zitat
Und den Griff drechslen lassen - nur von wem?  ???

In Halle findet sich sicher ein Drechsler, der Dir einen Griff drechseln kann.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: uliginosa am 03. März 2021, 22:35:04
Jetzt habe ich eine Säge und eine Astschere bestellt.  8)


Und in Halle gibt es einen Arzt, der Drechsler heißt, tatsächlich einen Drechsler und einen Möbeltischler ...  ;)

Vielen Dank an alle und gute Nacht!  :-*
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Gartenlady am 04. März 2021, 08:57:23
Hier kommen 1-2-Mal im Jahr die Gärtner und kümmern sich um Hecken und Gehölze, ich kann das nur noch eingeschränkt.

Sie arbeiten mit Felco-Handscheren und mit Sägen, eine Astschere habe ich bei ihnen noch nie gesehen. Die sind sind tatsächlich oft hinderlicher als hilfreich.

Einen riesigen chinesischen Wacholder haben die Gärtner letzte Woche vom Schneebruch befreit, das war so schlimm dass der Baum eigentlich gefällt werden muss, aber sie haben alles mit Handsägen bewältigt, die Motorsäge kam nicht zum Einsatz. Eine scharfe Handsäge ist Gold wert.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: thuja thujon am 04. März 2021, 11:59:34
Eine Säge ist auch viel Pflanzenschonender als eine Astschere.

Ich selbst benutze meine Astscheren auch so gut wie nicht mehr zum Pflanzen schneiden.
Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn abgeschnittenes handhabungsfähig kleingeschnitten werden muss, ob für den Häcksler, den Schubkarren oder für den Container.
Vorteil: man kann einmal durchs Schlachtfeld gehen und portionieren, ohne sich zu bücken, danach einmal aufsammeln. Spart alles in allem unheimlich viel Zeit.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Gartenlady am 04. März 2021, 12:06:10
Ja, das stimmt, dafür verwende ich die Astschere auch gerne.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: Secret Garden am 04. März 2021, 12:22:19
Für mich ist eine Astschere auch unverzichtbar, schon allein als "Armverlängerung". Beim Herausschneiden von Basistrieben möchte ich doch nicht mit der Handschere unter die Sträucher kriechen.
.
Außerdem kommt man durch die beidhändige Bedienung auch mit wenig Kraft zum Ziel. Bei stärkeren Ästen kommt dann die Säge zum Einsatz.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: uliginosa am 04. März 2021, 12:58:35
Auch für uns ist die Astschere unverzichtbar:
GG hat am Wochenende die Quitte damit geschnitten, den dünnen Austrieb und auch dickere Äste, lang wie er ist brauchte er nur für den mittleren Bereich eine Leiter.

Ich kann damit große Rosensträucher einkürzen und schneiden, über Kopf, im Strauch und mit der Kraft beider Arme.
Die Felco nehme ich nur für Kleinzeug und dünne Triebe - wenn ich den gesamten Rosenschnitt mit der kleinen Schere bewältigen wollte, würde ich meine rechte Hand völlig überlasten. 

Und auf die Säge freue ich mich für den unteren Bereich, wenn dicke alte Triebe bodennah abgesägt werden müssen. Die habe ich bisher sorgenvoll betrachtet und überlegt, wie ich denen beikommen kann.

Zum Schnittgut auf Bündellänge einkürzen nehme die Astschere auch gern.
Leider weder für "Häcksler, den Schubkarren oder für den Container"
Ich binde Bündel zusammen, die so groß sind, dass ich sie gerade noch tragen kann: die schmale Treppe hoch zur Straße vorbei an noch unbeschnittenen Rosen.  :-X ;D

Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: goworo am 04. März 2021, 14:57:59

Und den Griff drechslen lassen - nur von wem?  ???
Muss der Griff am Ende wirklich diese Verdickung haben? Ich würde das einfach mal mit einem passenden Rundstab ausprobieren. Evtl. könnte man auch einen passenden Fahrrad-Lenkergriff drüber schieben. Und schließlich könnte man auch mit Heimwerkermitteln (Bohrmaschine) schnell eine Drechselbank improvisieren.
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: uliginosa am 21. März 2021, 20:30:14
Nachdem ich letztes WE noch ohne neue Astschere auskommen musste, weil ups uns am frühen Freitag Nachmittag uns nicht angetroffen hat und die Schere dann erst am Montag Nachmittag  >:( abgeholt werden konnte, habe ich gestern mit Silky, großer und kleiner Felco meine große Ghislaine de F. ausgelichtet, die zwischen Carport und Haus am halben Bogen steht und Triebe bis in die Dachrinne hatte.

Für die dicken Basistriebe war die Säge genau richtig. Mit der langen Schere konnte ich auf einem Stuhl stehend über Kopf die Triebe auf herausziehbare Stücke einkürzen.  :)

Wie gut, dass die Rose so wenig Stacheln hat ...
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: rosenschule am 13. April 2021, 21:17:05
Warum nicht einfach nach einem passend aussehenden Hacken-oder Schaufelstiel suchen und den passend absägen? Kann man doch so wie es aussieht problemlos mit den 2 Schrauben wieder drankriegen. Aber zu den Felco-Astscheren: Davon haben wir hier in der Gärtnerei 5 Stück im Einsatz, und seit wir die haben ist der Druckluftkompressor mit den pneumatischen Scheren stillgelegt... die sind jeden Euro wert, den Sie kosten. Wir verkaufen die auch mit voller Überzeugung an unsere Privatkunden: ist eine Anschaffung fürs Gärtnerleben (oder mehrere). Noch besser ist nur die Felco Akkuschere, die wir seit vier Wochen haben, allerdings sind die 1500.- die die kostet selbst hier schwer zu amortisieren...
Titel: Re: Hilfe, die Astschere ist gebrochen!
Beitrag von: fructus am 13. April 2021, 21:49:12
Von der Fiskars habe ich leider auch schon einen Arm geschrotetes, weil ich statt Armkraft Beinkraft eingesetzt habe. Das Holz war härter... Leider ist bei Alu dann nichts mehr zu reparieren. Ich wäre froh über so eine schöne alte reparable Holz-Astschere. Ich nehme inzwischen daher auch gerne wieder die Silky-Säge.