garten-pur

Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 13:54:45

Titel: Obstclub / Vermischtes
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 13:54:45
Falls es schon ein Querschnittsthema gibt - ich habe keines gefunden - dann hören wir diesen Faden gleich wieder auf.

Grund für das Thema ist, dass ich bei meiner doch recht großen Fläche, mit meinen Obsternten recht unzufrieden bin und daran was ändern möchte.

Die alten Bäume im Bestand sind ungepflegt bzw. ausgewachsen und segnen langsam das Zeitliche und tragen nicht 'mehr' richtig. Die im Zeitraum vor 5-10 Jahren gepflanzten Bäume - Zwetschge, Klarapfel, Sauerkirsche - sind - bei ehrlicher Betrachtung nix geworden, auch wenn tw. noch Hoffnung besteht.

Eine ganz junge Reneklode und ein junger Boskoop sind nicht gut gewachsen - Ertrag bleibt abzuwarten.


Ich könnte mir vorstellen nochmal einen scharfen Schnitt zu machen und eine Obstwiese richtig neu anzulegen. Der Platz wäre ca. 12 x 12 m, aber jetzt noch mit Baumbestand - s.o. der nicht zufriedenstellt. Bei einer Neuanlage müssten dann aber wahrscheinlich auch die Bäume mit weg, die noch Hoffnung haben, weil der Platz richtig aufgeteilt werden muss.

Im alten Bestand und ziemlich gut am Rand verteilt stehen Boskoop, Goldparmäne, Augustapfel (rot) Name vergessen, Sauerkirsche mit Monilia.

Wie habt Ihr Eure Ostgärten angelegt und Entscheidungen über Erhalt oder Neupflanzung von Bäumen gefällt?

Ach so, ich habe noch nie mit Chemie etwas gegen Ostschädlinge gespitzt - befallen sind die Bäume natürlich auch mit allerlei ungesunden Sachen.

L.G.
Gänselieschen




Titel: Re:Obstclub - Sauerkirschen
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 14:34:24
Guten Tag und hallo Gänselieschen,

da hast Du einen schönen Bereich thematisiert, da auch ich vor der Frage stehe, wie ich in den nächsten fünf Jahren den Garten umorganisiere, da ich von Jahr zu Jahr mehr Verantwortung für dieses wundervolle Land übernehmen darf.

Bei meinem Herzstück "Sauerkirschen" habe ich geplant, um die fünfzehn Bäume zu pflanzen mit einem Abstand von 3 Metern in jede Richtung - ein bißchen knapp vielleicht, aber ich denke, das wird schon fluppen.

Aber bin ich noch auf der Suche nach den richtigen Sorten. Ich probiere alle Sorten aus, die mir interessant erscheinen, um dann in zwei Jahren zu wissen, welche Bäume bei der Großanlage zum Zuge kommen werden.

Dabei hat sich gezeigt, daß Sorten sehr standortorientiert sind. Während auf unserem eigentlich sehr guten Lehm-Tonbelag die Safir bei mir Schwierigkeiten hat, kann Zuccalmaglio diese Erfahrungen bei sich nicht bestätigen.

Daher ist es wohl nicht zu vermeiden, die einzelnen Sorten auf dem eigenen Boden auszuprobieren, auch mit der Option, "durchgefallene" Sorten wieder auszupflanzen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Marsch_Düne am 08. Juni 2011, 14:37:14
Hallo Gänselieschen,

womit bist Du genau unzufrieden?

Fruchten sie zu wenig?

Kennst du die Unterlagen deiner Obstbäume?
Auf schwachwüchsigen Unterlagen sollten die Bäume mit 5-10 Jahren eigentlich gut fruchten oder wenigstens damit beginnen. Auf starkwüchsigen Unterlagen wäre es nicht ungewöhnlich, das sich die Bäume Zeit lassen.

Viele meiner Obstgehölze sind jetzt im vierten Jahr und zeigen erste nennenwerte Erträge.
Die Sauerkirschen tragen seit dem Pflanzjahr. Nicht viel aber für eine Woche Kirschen naschen reicht es.
Die schwachwüchsigen Äpfel tragen seit sie ein Jahr alt sind. Allerdings habe ich die ersten Jahre nicht ausgedünnt, daher alternieren Klarapfel und 'Jonagold' (ist er vielleicht gar nicht).
Nur der Boskopp, der schon als Jungbaum im Garten stand als ich ihn übernahm, blüht nicht einmal trotz seiner mind. 6 Jahre. Da er kräftig wächst, ist es vielleicht eine Sämlingsunterlage. Also nicht verwunderlich, er braucht halt noch Zeit.
Die Zwetschen tragen seit sie ein Jahr alt sind und es wird jedes Jahr mehr. Nur die Mirabelle hat nicht ein einziges Mal geblüht. Sie braucht wohl noch etwas. Der Baum wächst und gedeit gut.
Titel: Re:Obstclub - Apfelbaum (gesunde Bäume)
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 14:42:02
Da ich möglichst biologisch vorgehen will, werde ich mich vor allem für gesunde Bäume entscheiden.

Bei den Apfelbäumen stehe ich da vor einer schwierigen Entscheidung.

Nachdem ich mich für einen Rubinola-Hochstamm entschieden habe, der wohl in diesem Herbst gepflanzt wird, steht die Frage nach dem richtigen zweiten Baum.

Da die Rubinola ein Septemberapfel ist, der nicht lange gelagert werden kann, aber vorzüglichen Apfelsaft ergeben soll, sollte es ein Winterapfel sein, der auch im Hinblick auf die Bestäubung paßt.

Hier bieten sich an die Sorten Topaz und Reanda. Wenn es im Hinblick auf den Geschmack geht, kann die Entscheidung eigentlich nur Topaz lauten.

Allerdings ist Topaz feuerbrandgefährtdet und bei den Auswirkunken des Klimawandels ist mir da nicht ganz wohl in der Haut.

Die Reanda soll geschmacklich durchschnittlich sein, allerdings heißt es, daß der Baum sehr gesund ist, so daß er für einen biologischen Anbau sehr geeignet sein soll.

Im Moment würde ich mich für einen Reanda- Halbstamm als Zweitbaum entscheiden.
Titel: Re:Obstclub - Pflaumenbäume
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 14:43:42
Hier kann ich nur schreiben, daß meine Wahl auf die Sorten Katrinka und Toptaste fallen würden, die ich allerdings auch noch ausprobieren müßte.
Titel: Re:Obstclub: Neuanfang
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 14:44:46
Ich würde an Deiner Stelle, vollkommen neu anfangen und alle Bäume entfernen, wenn die Bäume wirklich lediglich Anlaß zur Hoffnung geben.

Aber gerade Apfelhochstämme lassen sich bis zu zehn Jahren Zeit, bis sie tragen, dafür leben sie länger und sind auch gesünder als die kleineren Baumvarianten.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 15:09:14
Schön - das Thema ist es wohl auf jeden Fall wert.

Irgendwie hätte ich auch Lust auf einen totalen Neuanfang mit den richtig ausgewählten Sorten - es tut aber schon der Gedanke weh auch die Bäume zu enfernen, die vielleicht noch ne Chance verdient hätten.

Was mich stört: der fehlende bzw. geringe Ertrag, schlechter Wuchs/Kronenaufbau bei den beiden Jungbäumen. Ich schließe nicht aus, dass die Schuld bei mir liegt.

Ich kenne keine der verwendeten Unterlagen - weiß auch nicht z.B. bei der Sauerkirsche und dem Klarapfel, ob das Halbstämme sind - wie hoch werden denn Halbstämme dieser Arten??

Der kleine Boskoop muss bleiben - aus sentimentalen Gründen. Er hatte im allerersten Jahr zwei Riesenfrüchte, im zweiten Jahr bestimmt 20 Riesenfrüchte - die wurden Opfer einer Rehattacke - da gingen gleich die Äste mit hinüber. Seit dem sieht der Baum schlimm aus, wie ein Spalierbaum, hat eine Krankheit nach der anderen und trägt nicht mehr. Wahrscheinlich war es alles zu früh und ich hätte die Früchte entfernen müssen. Er hatte nur noch einen richtigen Ast - den Haupttrieb - den habe ich in diesem Jahr dann auch noch gekappt - machte überhaupt keinen Sinn - da oben wollte er Früchte ansetzen.

Der Klarapfel hat auch im zweiten oder dritten Jahr richtig doll getragen und danach nicht mehr. Ich habe auch regelmäßig geschnitten - den würde ich auf jeden Fall nochmal im nächsten Jahr beobachten, ob er richtig Fruchtholz bildet. Der steht auch außerhalb der Wiese, fast im Bauerngarten. Die Krone gefällt mir gut so, nach dem diesjährigen Schnitt - aber er dies Jahr fast nicht geblüht - kein Fruchtholz mehr da.

Zwetschge 'Hanita' hat auch kaum ordentlich getragen, immer Krankheiten, Astbruch - ich weiß aus dem Forum, dass es sortentypisch ist - die würde ich jedenfalls fällen - vielleicht dann auch Katinka oder Toptaste.

Die Sauerkirsche hat immer kleine, oft kranke Früchte und wenig. Ist allerdings eine moniliaresistente Sorte - allerdings hat sie dies Jahr auch etwas Monilia. Aber den Baum könnte ich auch fällen und eine Sorte pflanzen, die für den Sandboden bei mir richtig empfohlen wird.

Apfelbäume würde ich nicht neu pflanzen - hier steht noch ein richtig alter Boskoop - in guten Apfeljahren kann ich soviel einwecken und verarbeiten, dass es bis zum nächsten guten Jahr reicht - dazu Klarapfel - das reicht mir eigentlich.

Einen nicht zu riesigen Birnbaum könnte ich mir noch vorstellen - resistent gegen Birnengitterrost und einen Pfirsich - Halbstamm.

Weichen müssten auch einige Ziergehölze, die zu üppig geworden sind: Pfaffenhütchen, Flieder und wenn es unbedingt sein muss auch noch die Eberesche.

Die hat auch ne verkorkste Geschichte. Gekauft als 'Essbare Eberesche' einem übereifrigen Sensemann zum Opfer gefallen und von ganz unten neu ausgetrieben. Ein sehr hoher Baum, schön gewachsen, ganz gerade - typisch Eberesche - aber der Fruchtbehang extrem oben und ich habe noch nie etwas geerntet - weiß also noch nicht, ob die Bitterstoffe stark sind oder nicht - das wäre das Ausschlaggebende. Der Baum steht allerdings sehr blöd für eine gute Planung.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 08. Juni 2011, 15:20:05
Wie habt Ihr Eure Ostgärten angelegt und Entscheidungen über Erhalt oder Neupflanzung von Bäumen gefällt?

Sachen, die vergreist sind und/oder nicht standortangepasst, fliegen raus. Es bringt nichts, Jahre mit päppeln und abwarten zu verschwenden.

Ein zugrundeliegendes Problem hast du benannt, an dem ich auch knabbere: Man hat Fläche und Bäume, aber irgendwie reicht das Obst trotzdem jedes Jahr nicht. Irgendwas ist immer. Dieses Jahr hatten wir Frost. Nur Birnen, Zwetschgen und ein paar Kirschen haben überlebt, an den Birnen zeigte sich wie jedes Jahr Frostspannerfrass, so dass die Früchte verkrüppelt sind. Letztes Jahr war es besser mit dem Raupenfrass, daraufhin haben mir Vögel alle Früchte verpickt. Wir haben generell einen unheimlich starken Schädlingsdruck. Letzte Woche habe ich einen kleinen Jungbaum entfernen müssen, den ein Weidenbohrer ausgehölt hat, ein andere wurde von einem Wildschwein umgerissen, Blattläuse lassen jedes Jahr zuverlässig Neutriebe verkümmern, die San Jose Schildlaus ist jährlich an den Äpfeln und so weiter und so fort.

Bei Jungpflanzungen stellen sich bei 70% aller gepflanzten Sachen heraus, dass sie nichts werden. Ganze Sortengruppen entpuppen sich als untauglich. Sämtliche Süsskirschen zum Beispiel. Sieht man sich in der Gegend um, findet man nur Bäume mit sehr viel Totholz drin, Gummifluss, die Boden-Klimakombination sorgt für einen ständigen Zweigmoniliadruck, bei allen Sorten.

Nach Jahren bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass Obstbau ohne eine Kombination aus Pflanzenschutz und sehr viel Engagement (das ein Privater kaum leisten kann) unmöglich geworden ist. Das werden einige hier sicher anders sehen, für gute Gegenden mag das auch zutreffen. So eine Gegend scheint das bei dir aber nicht zu sein.

Mein grundsätzlicher Rat wäre, sich in deiner Gegend nach erfolgreichen Sorten und Anbautechniken umzusehen, um davon zu lernen. Eine andere Erfahrung ist, je schwieriger die Lage desto grössere und starkwachsendere Bäume zu pflanzen. Schwächerwachsende Unterlagen ergeben generell pflegeintensivere Bäume. Überdenke deine pauschalisierte Haltung zum Pflanzenschutz. Was ist für dich "Chemie"? Neemöl gegen Frostspanner? Backpulver gegen Regenfleckenkrankheit? Bodenverbessernde Massnahmen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 15:35:21
Das mit dem Überdenken werde ich Überdenken - so wie ich meine Einstellung zu einer ergänzenden Düngung überdacht habe. Rein Bio funktioniert einfach nicht gut. Jeder meiner Bäume hat den Befall seines typischen Schädlings. Wie Du schreibst - irgendwas ist immer.
Ich kenne bisher garkeine Schädlingsbekämpungsmittel. Regenfleckenkrankheit - was ist das??


Ich glaube nicht, dass meine Ecke hier ungünstig ist für Obstbau. Wir liegen zwar in einer Senke, aber das bietet z.B. auch Schutz vor Winden - kann aber auch mal im Vorfrühling eine Frostschneise bilden.

Verzichten will ich nicht auf eigenes Ost - ich will es besser machen als bisher. Welches Obst liebt eigentlich sandigen Boden?

Wahrscheinlich sollte ich wirklich den Schnitt machen. Das hieße Roden und Pflanzen im Oktober oder?? Oder Pflanzung im Frühling?? Je eher desto besser vielleicht?

Dann kann ich in den Sortenthemen mal nach den Favoriten für meine Zwecke schauen.

Ne Quitte wäre auch schön - die sollen recht dankbar und nicht empfindlich sein.

So wie meine Bäume jetzt stehen - ist alles blockiert auf Jahre - allein das muss der Grund sein, es neu zu machen. Vielleicht die Große Grüne Reneklode auch gleich nochmal mit raus.


L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2011, 15:46:03
Interessantes Thema ;D

Als erstes muss ich mal loswerden, weil Konterkater soviele Re.-apfelsorten und Rubinolas und Topazes genannt hat. Das klingt mir sehr nach aktuellen Empfehlungen für Apfelsorten, die den typischen 0815- Supermarktapfelgeschmack haben. Darauf bin ich auch schon reingefallen, damals mit Rewena und Remo. Die sind alle beide Mist. Wachsen krüppelig und kaum vom Fleck, aber haben riesige Äpfel dran. Ein Stock mit Apfel dran. Toll. Und sowas wird empfohlen. Und nebendran wächst ein jahrzehntealter "Wintergoldparmäne" mit leckersten Früchten.
Es sollte einem zu Denken geben, wenn sich diese "Empfehlungen" alle paar Jahre ändern.
Die Zwetschge" Hanita" wurde auch mal hochgelobt, heute ist sie (außer im Geschmack) nicht zu gebrauchen.
Die einzigen Sorten, die BLEIBEN, sind die alten Obstsorten. Teilweise haben sie Schwächen, aber sie werden immer wieder angebaut und sind geschmacklich nicht zu toppen. Und regional schlagen sie die Supermarktler auf jeden Fall. Man muss sich halt mal kundig machen, was in meiner Region auf meinem Boden mit welcher Unterlage am besten wächst (z.B. Kleingartenverein, Nachbarn,Pomologen etc.)

Deshalb würde ich Altbewährtes pflanzen. Vielleicht zum Testen ein bis zwei neue Sorten.
Ich hab mir beispielsweise letztes Jahr als Ersatz für ne Hauszwetschge eine "Toptaste" zugelegt. Hochgelobt. Ich hoffe, sie hat keinen noch unentdeckten Haken ;)

Und ich würde von den "Veteranen" im Garten auf jeden Fall die gesunden Bäume lassen. Auch wenn ich nur alle 2 Jahre oder so ernte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2011, 15:53:13
Noch zum Thema Pflanzenschutz:
Ich hab noch nie was gespritzt auf meiner Hochstamm-Streuobstwiese. Mindestens die Hälfte der Früchte fällt aufgrund Schädlingsbefall oder Trockenheit ab. Und immer bleiben massig Früchte übrig.
Der eine Baum hat in einem Jahr keine Früchte, dafür trägt der andere dann besonders gut.

Eigenes Obst muss schmecken. Nicht gut aussehen.
Wenn ich gemaltes Obst haben will (mit 0 Geschmack), muss ich es mir kaufen ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: BigBee am 08. Juni 2011, 16:04:43
Schöne Idee, der Obstclub. Mein Jonagold (Unterlage unbekannt) 5 Jahre alt hat immer massig Fruchtansatz, fällt dann alles runter oder verfault am Baum ;D.

Hoffe hier dazuzulernen. :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 16:11:16
Hallo Bumblebee,

Jonagold, ja mit Jonagold hast Du Dir einen Baum geangelt, mit dem Du wohl nur Probleme haben wirst.

Er gilt als noch schwieriger zu handhaben als die Cox Orange - und das will was heissen. Ich würde den Jonagold-Baum dieses Jahr noch fällen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: BigBee am 08. Juni 2011, 16:15:37
Ups, das ist jetzt niederschmetternd. Echt keine Hoffnung? Ehrlich gesagt, hab ich schon mit dem Gedanken gespielt- aber ich habe Hemmungen, einen Apfelbaum zu fällen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 16:15:42
Interessantes Thema ;D

Als erstes muss ich mal loswerden, weil Konterkater soviele Re.-apfelsorten und Rubinolas und Topazes genannt hat. Das klingt mir sehr nach aktuellen Empfehlungen für Apfelsorten, die den typischen 0815- Supermarktapfelgeschmack haben. ... Es sollte einem zu Denken geben, wenn sich diese "Empfehlungen" alle paar Jahre ändern.

Eine Frage habe ich:

Warum werden trotz der unendlich erscheinenden Zahl von bewährten Apfelbäumen neue Apfelsorten auf den Markt gebracht, obwohl die eine lange Zeit brauchen, bis sich diese eventuell auf dem Markt durchgesetzt haben?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 08. Juni 2011, 16:18:32
- Im Zweifel muß man Abstriche an Geschmacks- und sonstigen
  Vorlieben machen zugunsten der standörtlich (Boden, Klima,
  Topografie) eher geeigneten Sorten

- Bereitschaft zum Verzicht bei standörtlichen Extremfällen, z.B.
  Kirschen oder Walnüsse auf stauendem Lehm.

- Bereitschaft zur Geduld, wenn man sich für starkwüchsige
  Kombinationen entscheidet wg. Wartezeit bis zum ersten
  nennenswertem Ertrag

- Auch die Obstvielfalt in der Nachbarschaft kann eine Rolle spielen
  wg. Befruchtungsverhältnissen (ggfls. brauche ich dann keinen
  eigenen Befruchterbaum und kann Platz für etwas anderes haben).

- Die eierlegenden Wollmilchsäue gibt es auch beim Obst nicht

- Auch aufgrund des bei den meisten beschränkten Platzes müssen
  Abstriche, insbesondere im Blick auf Erntemenge und Obstvielfalt
  gemacht werden

- die Mythen von alt und neu sind Quark. Unabhängig von der Frage
  wo denn alt anfängt, gibt es in beiden Gruppen Gutes und Schlechtes.

- Die hinsichtlich der persönlichen Vorlieben und mehr noch hinsichtlich
  des Standortes "richtige" Wahl der Unterlage. Und selbst wenn ich
  diese gefunden habe: Wo bekomme ich die in der von mir favorisierten
  Sorten- Unterlagenkombination her? Die Baumschulen/Gartencenter
  liefern leider weitgehend immer nur dieselben Kombinationen.
  Hier wird man um eine Auftragsveredlung oft nicht herumkommen
 (oder man macht es selber).

- Gänselieschen hat Sandboden und 12 m x 12 m zur Verfügung.
  Das ist nicht sehr viel und schließt schwachwachsende Kombinationen
  aus, es sei denn, man beschäftigt sich sehr mit der Sache und nimmt
  sich viel Zeit dafür und nimmt ggfs. auch sogen. chem. Pflanzen-
  schutz in Kauf.
  Also mittelstarke Unterlagen (bei starken wird man je nach Art
  lediglich 2-4 Hochstämme pflanzen können).
  Zu bedenken wäre, daß auf den zu rodenden Standorten präventiv
  nur neue Bäume aus einer anderen Obstgruppe zu stehen kommen
  sollten.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 08. Juni 2011, 16:20:43
Und immer bleiben massig Früchte übrig.

Dann ist ja alles in Ordnung. Oder wenn nur die Optik ein Problem ist. Anderswo bleibt leider oft genug gar nichts übrig. Die wegen Raupenfrass angefressenen und verkrüppelten (verwachsen, klein, Steinzellen) Birnen begleiten mich zum Beispiel seit Jahren und es gab in fünf Jahren nur ein Jahr, in dem genug Kirschen zu ernten waren (und das bei drei grossen Bäumen!).

Altbewährte Sorte oder nicht, je nach Standort versagt mal dieses, mal jenes und mal sehr viel. Zu bedenken ist, dass auch im Bioanbau Pflanzenschutz und intensive Pflege betrieben wird. Wer nichts macht, überlebt nicht.

Für eine Neuanlage würde ich so vorgehen: Hochstämme im 8m - Raster pflanzen. Dazwischen, also mit jeweils 4m - Abstand kurzlebigere und weniger wüchsige Sachen setzen, bei denen es auch nicht schade ist, wenn Bäume versagen. Aber man wahrt sich die Chance, schon vor Hochstamm-Ertragseintritt etwas zu ernten und kann gleichzeitig viel ausprobieren.

Wenn die Hochstämme mal so gross sind, dass sie in die schwachen Sachen hineinwachsen, sind die meistens sowieso schon am Ende und man nimmt sie raus. Wenn man es erlebt...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 16:21:44
Ich stehe ja wirklich am Anfang meiner Überlegungen.

Die zwei alten Bäume, die immer mal was Gutes bringen sind der riesige alte Boskoop - da haben wir grad massig totes Holz rausgesägt - der bleibt und dieser extrem gut schmeckende rote Augustapfel - die Sort wurde hier im Forum schon öfter erwähnt. Nicht lagerfähig aber sehr saftig und wirklich gut.

Die 'wahrscheinlich Goldparmäne' ist ca. 9 m hoch und hat leider nur noch einen seitlichen Hauptast ganz oben - manchmal gibt es gutes Fallobst - inzwischen weiß ich, dass diese Goldparmäne wahrscheinlich auch der Befruchter des Boskoop ist - bleibt also auch. Hat sich sogar recht nett entwickelt seit dem der letzte andere Ast abgebrochen und sauber gesägt war. Ist mein 'Baumbart', ein Baum mit Namen fällt man sowieso nicht

Damit ist es an Äpfeln genug - wenn sie denn tragen - stehena auch alle nicht auf der vorgesehenen Wiese ;).

Es ist wirklich so - das, was ich selbst gepflanzt habe ist enttäuschend. Der Klarapfel ist evt. mal verschnitten, aber die anderen Sorten taugen nichts. Hanita und Sauerkirsche - beides Murks. Boskoop auch Murks - da müsste man auch mehr wissen von der Unterlage - aber der bleibt trotzdem. Reneklode - hm. naja.

Wenn ich die Wiese gut frei mache, dann habe ich wahrscheinlich Platz für ca vier neue Obstbäume. Da müsste ich nur genau wissen, was geht. Meine Nachbarn haben alle kaum noch Obst und die umliegenden Kleingartenanlagen sind verschrien wegen diktatorischer Führung. Ich wüsste nicht, wo zu fragen lohnt. Denke schon, dass ich hier im Forum am Besten aufgehoben bin.


Sandiger durchlässiger Boden, leichte Senke - es wird nicht so schwer werden, die richtigen Sorten zu finden. Hoffe ich :D

L.G.

Wird grad überarbeitet - hat sich alles verkreuzt. :)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 16:21:58
"Als erstes muss ich mal loswerden, weil Konterkater soviele Re.-apfelsorten und Rubinolas und Topazes genannt hat. Das klingt mir sehr nach aktuellen Empfehlungen für Apfelsorten, die den typischen 0815- Supermarktapfelgeschmack haben. ... Es sollte einem zu Denken geben, wenn sich diese "Empfehlungen" alle paar Jahre ändern." Zitat Mediterraneus

Ich habe lange recherchiert, bis ich meine engere Wahl getroffen habe.

Bei den neuen Sorten sind anscheinend Topaz, Rubinola und Goldrush die Sorten, die sich etablieren werden.

Goldrush würde ich sehr gerne pflanzen, allerdings braucht dieser Baum wohl Weinbauklima, während die Rubinola "überall" eingesetzt werden kann.

Rubinola soll besser schmecken als der Supermarktapfel Elstar. Sie soll sehr gesund sein, UND die Früchte müssen nicht ausgedünnt werden. Alles in Allem ein sehr interessanter Apfelbaum, der meinen Pioniergeist reizt.

Und die Mutter ist Cox Orange, somit ist in die Wahl eingeflossen, daß die Tochter zum Zuge kommt, nachdem die Mutter leider gefällt werden mußte.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2011, 16:24:38
Interessantes Thema ;D

Als erstes muss ich mal loswerden, weil Konterkater soviele Re.-apfelsorten und Rubinolas und Topazes genannt hat. Das klingt mir sehr nach aktuellen Empfehlungen für Apfelsorten, die den typischen 0815- Supermarktapfelgeschmack haben. ... Es sollte einem zu Denken geben, wenn sich diese "Empfehlungen" alle paar Jahre ändern.

Eine Frage habe ich:

Warum werden trotz der unendlich erscheinenden Zahl von bewährten Apfelbäumen neue Apfelsorten auf den Markt gebracht, obwohl die eine lange Zeit brauchen, bis sich diese eventuell auf dem Markt durchgesetzt haben?

Gegenfrage: Wieviele neue Sorten aus den Achtziger, Neunziger Jahren kennst du, die es heute noch gibt? Wurden alle von noch neueren abgelöst. ;)
Und wieviele alte Sorten, teilweise Jahrhunderte alt, kennst du mit Namen? Warum nur? ;) ;)

Viele neue Sorten haben Sortenschutz. D.h. der Züchter verdient mit jedem verkauften Baum. Ist der Sortenschutz abgelaufen, wirft man eine neue Sorte auf den Markt, an der man wieder verdienen kann.
Zumal verlangt der Kunde den typischen Supermarktgeschmack (Elstar, Golden Delicious..). Säuerliche Äpfel sind nicht beliebt. Nussige Äpfel sind unbekannt. Zimtige Äpfel sind unbekannt. Nach Erdbeeren und Orangen schmeckende Äpfel sind unbekannt.....
Viele wissen gar nicht mehr, wie lecker und wie unterschiedlich Äpfel schmecken können.


Ich möchte neue Sorten nicht grundsätzlich schlecht machen. Gerade in Sachen Resistenzen bei schwierigen Obstarten (Scharka bei Zwetschge, Monilia bei Sauerkirsche) bringt es echt viel, auf eine neue Sorte zu setzen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 16:34:30
Ach, ich schreib neu. Wird mir zu kompliziert.

Wartezeit von 10 Jahren - bissel hart - bin ja auch schon so mittelalt. So nach drei bis spätestens fünf Jahren sollte ein Ertrag einsetzen. Vielleicht ein Baum mit 10 Jahren für die die nach mir kommen.

Raster ist ein gutes Stichwort - ich mache einen Plan, dann kann ich auch nochmal vermessen. Ein paar Sachen s.o. wollte ich ja lassen (Weigelie, Kiefer extrem langsamwüchsig - jetzt ca. 2,50 hoch) - die stören dann aber ggf. nicht.

Wieviel Platz zum Nachbarn lässt man eigentlich bei Ostbäumen?

Für mich ist die Unterscheidung von Hochstamm und Halbstamm und schwache Unterlage noch sehr verwirrend. Hochstamm klingt für mich nach Beerenobst und sehr klein - scheint aber im Obstbau das Gegenteil zu sein.

Gesucht werden dann:

Sauerkirsche, Birne, Zwetschge, Große grüne Reneklode und ggf. Quitte. Könnte man schön anordnen.

Vor der Wiese - in Sonnenrichtung steht allerdings noch ein Hühne von Holunder - der muss dann auch noch weg - die Fläche wird nachmittags extrem beschattet inzwischen. Unglaublich, wie schnell und doch heimlich so ein Holunder sich auswächst - auch nicht mehr zu beernten.

Kann man den auf Manneshöhe kappen - übersteht der das??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2011, 16:35:35
"Bei den neuen Sorten sind anscheinend Topaz, Rubinola und Goldrush die Sorten, die sich etablieren werden.


...auf dem Markt. Topaz kann man ja schon kaufen.

Ich würde mir jedoch keinen Apfelbaum in den Garten holen, mit genau der Sorte, die ich im Supermarkt und sonst überall kaufen kann. Aber das ist meine Meinung.
Ich mag halt lieber was geschmacklich ganz tolles, oder eher ausgefallenes oder historisches oder fast vergessenes. Deshalb hab ich ja meinen Garten, damit ich das anbauen kann, was mir schmeckt und sich vom Masseneinheitsbrei ( und Geldverdienen) abhebt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 16:37:08
Bis neue Sorten bei den Baumschulen ankommen, das dauert. Sie müssen wirklich glasklare Vorteile haben, damit sie auf dem Markt nennenswerte Anteile erwerben können. Und Forschung ist teuer.

Topaz und Rubinola kommen aus der Zeitregion vor dem Milleniumswechsel, wobei die Topaz einen schnellen Start hinlegte, und die Rubinola langsam und stetig kommt. Ich denke, daß mit der Rubinola in Zukunft auf jeden Fall zu rechnen ist.

Neue Sorten bringen auch Chancen, wie Du es ja selber auch geschrieben hast.

Schorf heißt ein Problem bei Apfelbäumen und die neuen Sorten sind auch unter diesem Punkt gezüchtet worden, wenn auch befürchtet wird, daß Schorf diese Resistenz durchbrechen kann.

Die neuen Sauerkirschsorten sind wohl allesamt gewappnet gegen die Monillia-Spitzendürre, leider nicht gegen den Sprühfleckenerreger.

Und bei Toptaste und Katinka müssen wir wohl beachten, daß diese Bäume Hochleistungssorten sind, die Qualitätsansprüche an den Boden stellen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: BigBee am 08. Juni 2011, 16:44:06
Gänselieschen,

Du musst den Holunder regelmäßig beschneiden. Der verträgt das. So kann er gut beerntet werden. Wird im professionellen Holunderanbau auch gemacht. Ich habe meinen im Herbst nach der Ernte der Beeren dann alsbald zurückgeschnitten. Heuer fantastische Blütenernte. Ich hab 'Haschberg'

LG
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 16:46:21
Dann fallen die beiden bei mir aus - den Boden für eine Staude aufzumöbeln geht ja noch - aber für einen Baum - dann muss eine andere Sorte her. Sie sollte jedenfalls als Befruchtersorte für eine Reneklode geeignet sein - schon mal obligatorisch.

Den langen Sauerkirschenfaden ziehe ich mir allein mal bei einer Flasche Rotwein rein ;D

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 16:47:43
@ bumblebee - nun ist er aber ungeschnitten und ein immenser Baum geworden - ich würde also gnadenlos in ca. 30-40 cm dicke Stämme schneiden. Da bleibt kein Zweiglein mehr grün. Trotzdem machen?

Ich habe die Sorte 'Wilder Brandenburger' 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 16:48:05
Wartezeit von 10 Jahren - bissel hart - bin ja auch schon so mittelalt. So nach drei bis spätestens fünf Jahren sollte ein Ertrag einsetzen. Vielleicht ein Baum mit 10 Jahren für die die nach mir kommen.

Wieviel Platz zum Nachbarn lässt man eigentlich bei Obstbäumen?

Für mich ist die Unterscheidung von Hochstamm und Halbstamm und schwache Unterlage noch sehr verwirrend. Hochstamm klingt für mich nach Beerenobst und sehr klein - scheint aber im Obstbau das Gegenteil zu sein.

Gesucht werden dann:

Sauerkirsche, Birne, Zwetschge, Große grüne Reneklode und ggf. Quitte. Könnte man schön anordnen.

Vor der Wiese - in Sonnenrichtung steht allerdings noch ein Hühne von Holunder - der muss dann auch noch weg - die Fläche wird nachmittags extrem beschattet inzwischen. Unglaublich, wie schnell und doch heimlich so ein Holunder sich auswächst - auch nicht mehr zu beernten.

Kann man den auf Manneshöhe kappen - übersteht der das??

L.G.

Es gibt eine Baumschule, die ältere Hochstämme anbietet, so daß Jahre erkauft werden können, die Bäume kosten dann aber auch mehr als 300 Euro.

Bei einer Wartezeit von fünf Jahren würde ich die Unterlage MM111 empfehlen, nur die ist sehr schwer zu bekommen - vielleicht hast Du ja Glück.

Und bedenke bitte den Sandboden, wie es Cydorian bereits ausgedrückt hat. Je kleiner der Baum, desto anfälliger ist er, und die Hochstämme, die Platz brauchen, sind die höchsten Bäume bis rund 6-7 Meter.

Sauerkirschempfehlungen für windgeschützte Gegenden: Ungarische Traubige und Morina. Bei Jade und Achat beobachte ich noch, sie sollen sehr vielversprechend sein.

Holunder treibt wieder aus, zumindest in unserem Garten. Wir haben unsere Holunder auf knapp einen Meter gestutzt - das war kein Problem für sie.

Wieviel Meter bis zum Nachbarn? Das hängt von der Baumsorte ab.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: BigBee am 08. Juni 2011, 16:53:07
@ bumblebee - nun ist er aber ungeschnitten und ein immenser Baum geworden - ich würde also gnadenlos in ca. 30-40 cm dicke Stämme schneiden. Da bleibt kein Zweiglein mehr grün. Trotzdem machen?

Ich habe die Sorte 'Wilder Brandenburger' 8)

Ohlala 8)

Nun, das ist dann schon heftig. Aber wenn Du ihn eh niedermachen wolltest....
Nee weiss ich nicht, ob das dann noch gutgeht. Tut mir leid.
LG
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 16:55:05
Erstmal ein Dankeschön in die neue Obstclub-Runde :)


Vielleicht könnte ich mit dem Nachbarn ja vereinbaren, dass er von seiner Seite ernten darf? Das Fallobst gehört ja sowieso ihm - aber vielleicht will er ja kein Fallobst haben? Momentan wächst zu ihm rüber ein wilder Haselnussbusch - der ist schon riesig - das passiert alles so heimlich über die Jahr - mitten in der Hecke - wenn der ihn noch nicht stört, dann dürfte es ein Obstbaum - vielleicht 2m vom Zaun weg erst recht nicht. Grübel.

Ich glaube ich gucke mal, was wir hier so an Baumschulen haben in der Umgebung - ich kenne wirklich nichts. Ein Gartencenter 'Arnold' in der Nähe von Schöneiche fällt mir ein - die sind gut sortiert - aber ob die selbst veredeln? Keine Ahnung.

Diese Unterlage, gilt die für alle Bäume, die ich pflanzen will, egal welche Sorte - was ist denn das für ein Baum, der da untergelegt wird?

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Toffeeholix am 08. Juni 2011, 16:55:46
Welche Bäume wachsen denn bei dir in der Nachbarschaft auf vergleichbaren Böden, sind pflegeleicht - und vor allem - schmecken dir?

Das würde ich erst einmal erforschen, dann kennst Du eventuelle Befruchter.

Unsre "große grüne Reneclaude" hat auch 10 Jahre bis zum ersten Tragen gebraucht, das Warten hat sich aber gelohnt.

Ich schmeiß geschmacklich enttäuschende Bäume auch wieder raus, wir haben sowieso zuviele Bäume.

Das sind aber schon mal Sorten, die mach Anderer oberlecker findet

Gruß Anne
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juni 2011, 16:58:34
Eben das weiß ich überhaupt nicht - kein Kontakt in die Kleingartenanlagen und die anderen Nachbarn haben kaum Obst - aber ich könnte ja trotzdem mal fragen gehen. In meiner Straße stehen 9 Häuser - recht übersichtlich das Ganze. Der Rest ist Wald und Fluß.

Schmecken tut mir alles - es gab mal eine Apfelsorte bei mir, die hat nicht geschmeckt, alte Bäume komische gelbe Äpfel. Später hat man mir erzählt, dass das so Sorten sind, die gut und robust sind und deshalb dem guten Kompott und Mus vom Boskoop zugesetzt werden - aus Produktivitätsgründen also.

Habe mir grad erlesen, dass meine Sauerkirsche seit dem zweiten oder dritten Standjahr an der Sprühfleckenkrankheit leidet. Als dies das erste Mal auftrat war der Baum im August fast kahl. Die Krankheit kommt immer wieder, nicht ganz so stark, aber immer da. Irgendjemand sagte mir damals, dass dies dem Baum nicht schaden würde. Nun sieht es aber nach diesen Jahren als Gesamtbild anders aus. Ist das der Grund, dass der Baum trotz recht schönen Wuchses kaum trägt??
L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 08. Juni 2011, 19:01:54
Mehrere Jahre hintereinander Sprühfleckenkrankheit schädigt den Baum, weil er kaum Photosynthese betreiben kann.
Das kann natürlich auch den Blütenansatz verringern.

Scheint aber eine der leichter zu bekämpfenden Krankheiten zu sein. Laub entsorgen! vergraben oder verbrennen.

http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/hausgarten/obst/o-17.htm

---------
Holunder werden mit 1 m Stammhöhe gezogen, dann kann man leichter beernten. Quasi ein Busch auf einem Stiel, die abgetragenen Äste rotierend erneuern. Darunter mulchen, wenn kein Wühlmausproblem, denn der Holunder mag es feucht.
-----------

Eine Frage möchte ich hier im Obstclub auch loswerden. Ähnlich den meisten hier habe ich Altbestand an Obst übernommen, einiges gerodet oder umveredelt und diverses dazugepflanzt. Mit dem Erfolg bin ich nicht bei allem zufrieden. Von manchem habe ich erst eine Handvoll verkostet. Anderseits: Irgendwas gibt es auch im schlechtesten Sommer, nur darf man nicht seinen Aufwand rechnen...
U.a. habe ich eine Aprikose Hargrand, angeblich selbstfruchtbar (was wohl nicht stimmt). Habe im 2. Jahr hintereinander Monilia durch Blüteninfektion, dieses Jahr habe ich die zahlreichen Blüten gespritzt, aber dennoch geht es schon an die Hauptäste (Gummifluss). Früchte noch nie geerntet, auch dieses Jahr alle abgefallen.
Jetzt überlege ich zu fällen und durch eine Reneklode zu ersetzen (auch dies ein Obst, was man reif nicht zu kaufen bekommt - meine Motivation). Graf Althanns trägt früher als Große Grüne und ist wohl nicht so anspruchsvoll mit dem Boden. Was sind Eure Erfahrungen - lohnt es sich oder ist das auch wieder so ein Ausfallkandidat? muss ich auch da Monilia befürchten? ich las so etwas.

Ach so, Obst für Sandboden: Reben (Düngung), Kirschen, Pfirsiche. Wie im Obstbaugebiet Werder, alles sandige Böden. Hauptsache, der Boden fällt nicht zu trocken.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Toffeeholix am 08. Juni 2011, 19:14:44
Graf Althanns trägt früher als Große Grüne und ist wohl nicht so anspruchsvoll mit dem Boden. Was sind Eure Erfahrungen - lohnt es sich oder ist das auch wieder so ein Ausfallkandidat? muss ich auch da Monilia befürchten? ich las so etwas.

Mir schmeckt die "Große Grüne" um Längen besser, gesund sind beide.

Gruß Anne
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: flammeri am 08. Juni 2011, 19:33:03
Hallo zusammen,
ich denke, man sollte bei Obstbäumen viel Wert auf Unterlagen legen, das wird häufig vernachlassigt. Aus Bequemlichkeit kauft man dann die normale Baumschulware und hat viele Probleme.
Ich habe alle meine Obstbaume nur so im Internet kriegen können, so auch auf Unterlage MM109 und MM111. Gutes Beispiel dazu: bei unserem kalten Klima krigt man in unseren Baumschulen Süßkirschen nur auf Colt, bekanntlich die frostempfindlichste Unterlage...
Und von der Vorstellung, im Garten nichts tun und tolles Obst ernten, habe ich mich schon lange verabschiedet. Ich setzte auf vorbeugende Spritzungen mit sanfteren Mitteln und Brühen. Wenn
eine Krankheit sich bereits breitgemacht hat, hift nur noch die schwere chemische Keule ::)
Von den hochgepriesenen Re-Apfelsorten halte ich nicht viel, es gibt keine stabile Resistenz. Aber meine Pi-Sorten wachsen gesund und
die Katinka auf Wavit ebenso. Ich halte auch nicht viel vom Zwergenwuchs, meiner Meinung nach muß ein gut
tragender Baum auch eine gewisse Größe haben.
LG Lisa
PS: ein etwa 7 m hoher Holunder, den ich nicht mehr haben wollte und der gefällt wurde, sprießt leider munter weiteram Stammansatz, der ist anscheinend nicht totzukriegen, also gnadenlos kappen erlaubt 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 08. Juni 2011, 19:46:58
Das kann ich nur vollkommen unterstreichen, auf die Unterlage zu achten.

Am besten wurzelechte Bäume pflanzen, wenn das nicht geht, dann nur ausgewählte Unterlagen wie Sämling (Apfel), MM111 (Apfel/schwer zu bekommen) oder Gisela 5 (Kirschen) einsetzen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Hummelchen am 08. Juni 2011, 21:01:38
Das Gänselieschen stellt meine Fragen. :D
Ich habe auch ca. 12x12m für eine Obstwiese geplant. Und ebenso unnütze, verschnittene, krüpplige alte Bäume übernommen.
Wenn ich richtig denke, müsste ich also auf 12x12m 9 Standplätze erhalten, in jedem 4x4m-Quadrat mittig einen Baum, versetzt also 5 Hochstämme in jede Ecke und die Mitte und 4 Halbstämme in die Lücken.
Mein Apfelbaum Nr. 1 ist der Klarapfel. Was würdet ihr empfehlen? Hochstamm? Und welcher Befruchter?

Ich finde den Thread supertoll und absolut nötig.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 08. Juni 2011, 21:48:36
Für Hochstämme rechnet man einen Baumabstand von 8-10 m bei Apfelbäumen. Und darunter gedeihen dann auch keine anderen Bäume mehr recht. Da schon zwei alte Hochstämme vorhanden sind, der Boskoop und der Augustapfel, ist eigentlich nicht mehr viel Platz für was anderes, oder?

Reiner Sandboden ist mager, der Fruchtansatz ist entsprechend dürftig zu erwarten, insbesondere wenn man schwachwüchsige Unterlagen hat! Gebe den Bäumen was zu futtern, will sagen gib ihnen im März tüchtig Kompost an die Füße, dann wird es vielleicht was. Sandboden hält das Wasser auch nicht gut, ein weiteres Problem...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 09. Juni 2011, 06:46:55
Es spart Standraum, wenn man anstatt einer Rundkrone eine Längskrone erzieht, d. h. nicht drei bis vier gleichmäßig verteilte Leitäste sondern nur zwei sich gegenüber (+ die Stammverlängerung). Das paßt sehr gut für Halbstämme auf mittelstarkwachsender Unterlage und geht wohl bei allen Obstarten.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 10:05:29
Habe heute das Terrain nochmal abgeschritten - es sind mindestens 12 x 12 m, keine feste Grenze zum übrigen Garten, mit wenigen Bestands-Einschränkungen - und der Überlegung die Eberesche dann doch noch zu fällen. Ich habe kaum Blütendolden gesehen. Hat jemand Erfahrungen mit eßbarer Eberesche - o.k. eßbar sind alle, aber es gibt eine Sorte, der hat man die Bitterstoffe etwas herausgezüchtet - die sollte es eigentlich sein.

Sowohl der alte Riesenboskoop und auch der Augustapfel stehen außerhalb dieser Fläche - der Boskoop wirft natürlich im Tagesverlauf mal seinen Schatten drüber aus Süd/Ost. Der Augustapfel steht im Norden - überhaupt kein Problem und auch ein rel. kleiner Baum - höchstens 3m mit einer breiten lichten Krone. Die Äpfel bleiben leider momentan recht klein - waren schon größer. Der Klarapfel steht eigentlich auch außerhalb dieser Fläche, direkt auf der Kante meines Bauerngartens. Damit müsste nur der nächste Baum auf der Obstwiese etwas weiter von der virtuellen 12m Kante weg, damit die sich in der Krone nicht behindern.

Das mit dem Holunder freut mich sehr - der wird also gekappt - bringt schonmal was für die dahinter liegende Obstwiese - wie schön das klingt :)

Habe mir ein Konzept gemacht zu den für mich wichtigen Tipps, wenn es dann an den Kauf der Bäume gehen soll. Insbesondere wegen der Unterlagen. Was ist eigentlich besser - Herbst oder Frühjahrspflanzung?? Zum Wechsel der Baumarten: Sicher gilt, wo ein Kirschbaum stand keinen mehr hin etc. Gilt das generell für Steinobst, oder könnte ich die Plätze von Kirsche und Zwetschge tauschen?

Nochmal zur Sprüfleckenkrankheit - der Baum hat wirklich wieder wenig geblüht - trotzdem einige Früchte sind dran, aber viel zu wenig - nun kommt der Frost genau zur Blüte dazu - man hat nie ein genaues Urteil, woran es lag. Würde sagen die Sauerkirsche ist ca. 3-4 m hoch - vielleicht auch schon eine Veredlung auf dieser Gisela 5.

Ganz sicher kam bei uns der Frost in die Apfelblüte - der Boskoop hätte dies Jahr wieder enorm getragen - Fruchtbehang habe ich noch nicht kontrolliert.

@ Ayamo - das täuscht, weil es nichts gegen die Sprühfleckenkrankheit gibt, ist sie eigentlich schwer zu bekämpfen - ich habe das Laub immer entsorgt - hat nix genützt. Schrotschuss hatte meine Zwetschge 'Hanita' regelmäßig. Auch keine Bekämpfung möglich.


Habe noch eine alte Sauerkirsche -dazu hatte ich mal einen eigenes Thema gemacht - die hat stark Monilia - immer wieder und fault auch im Stamm langsam weg. Sie hat ein Gnadenbrot, weil sie erstmal schön blüht und die Vögel den Baum lieben, er sieht auch toll aus mit den glänzenden vier Stämmen - aber der Count down läuft. Auch außerhalb der Obstwiese - dort würde ich jedenfalls einen Baum auf Sämlingsunterlage nachpflanzen, der groß werden darf. Vielleicht doch einen Apfel, aber das hat Zeit.


Wein - verlockend :), es gibt da einen niedrigen Zaun zum Bauerngarten - Süd/Westen, Sonne bis Abends 8) 8) 8)

Fakt ist - an Überversorgung haben meine Bäume bisher nicht gelitten, weder Düngung, noch Kompost, noch zusätzliches Wasser - nur ziemlich regelmäßig geschnitten. Auweia.

L.g.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2011, 10:27:00
Das kann ich nur vollkommen unterstreichen, auf die Unterlage zu achten.

Am besten wurzelechte Bäume pflanzen, wenn das nicht geht, dann nur ausgewählte Unterlagen wie Sämling (Apfel), MM111 (Apfel/schwer zu bekommen) oder Gisela 5 (Kirschen) einsetzen.
100% Zustimmung! Auf Gisela5 bei Kirschen sollte man bestehen, wenns denn ein Süßkirschenbaum sein muss.

@gänselieschen:
Deine Wiese sieht jetzt noch groß aus. Beachte aber bitte, dass gerade Hochstämme von Apfel sehr groß werden können. Ich habe einen Rambour mit 12 m Durchmesser. Da wär dein Garten schon gefüllt ;)
Man kann jedoch auf einen Hochstamm mehrere Sorten veredeln lassen. Wenn die dann noch ziemlich gleich wachsen, gibt das auch einen harmonischen Baum. Man kann dann von nur einem Baum verschiedene Sorten ernten. Das ist enorm platzsparend. Gute Baumschulen machen das. Man kann das aber auch selbst, wenn man veredeln einigermaßen beherrscht.

Empfehlen auf Sandboden kann ich auch Birne. Die haben mit schwerem Boden etwas Probleme. Gibt aber u.Umständen auch große Bäume, die aber meist schmal wachsen (Baumwuchsform in etwa so, wie die Frucht aussieht). Auf Quitte veredelt ist die Fruchtqualität besser, der Baum bleibt kleiner.

Quitte an sich kann man sehr gut als Strauch irgendwo in der Hecke ziehen (ist auch ein toller Zierbaum im Vorgarten, rund ums Jahr schön anzuschauen). Wie etwa Holunder und auch Eberesche.

Die Pflanzabstände zum Nachbarn sind in jedem Bundesland anders geregelt. Müsste man im Internet aber finden. Bei mir in Bayern gilt: Bäume über 2m Höhe müssen 2 m von Grenze weg, bis 2m Höhe müssen 0,5 m von Grenze weg.

Beachte bitte auch, wenn du die komplette Fläche voll pflanzt, hast du irgendwann einen Obstwald, der darunter alles schattig macht. Das muss man mögen ;)

Es gibt beim Obst auch ausgesprochen handliche Obstarten. Pfirsich zum Beispiel. Einen Pfirsichbaum muss man regelmäßig scharf zurückschneiden, auch komplettes Zurückschneiden schadet nicht. So bleibt er sehr handlich. Bei Pfirsich auf Sand am besten wurzelechte Pfirsiche (aus Kern) oder auf Pfirsichsämling veredelte Bäume (nicht auf Pflaume veredelt, wie meistens angeboten)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 09. Juni 2011, 10:44:38
Das Thema hatten wir übrigens schon öfter, z.B. hier: http://forum.garten-pur.de/index.php?board=25;action=display;threadid=27331;start=0

Die vorgeschlagenen Pflanzabstände orientieren sich am Sandboden von Gänselieschen, wo es normalerweise eher ein Problem ist, kräftigen Wuchs zu bekommen. Das hat sie ja schon erlebt.

Von grossen Düngeaktionen rate ich ab. Fang jetzt nicht an, dort Kompost oder Asche abzuladen. Das wird ohnehin nur manche Stoffe bringen und davon dann zu viel, z.B. Phosphor, Kalium. Man kriegt damit für einige Zeit übermässige Triebigkeit mit hohem Schnittaufwand, macht sich die Frosttoleranz kaputt. Besser mässig organisches Material zuführen, regelmässig jährlich im Frühjahr. Je zwei Eimer Pferdemist um die Baumscheibe herum zum Beispiel.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 11:25:46
Danke Euch - es ist momentan die Planung oder die Veränderung des Bestehenden - aber das Thema soll schon darüber hinaus gehen - allgemeine Fragen zum Obstanbau - Zeiten bestimmter Arbeiten - Erfolge - Misserfolge - Einstellungen - mal ein spezielles Problem - keinesfalls nur 'meine neue Obstwiese' - das hat sich grad so ergeben. Wenn ich das Wort Obstwiese weglasse, sind es lauter Einzelprobleme ;D ;D ;D

Schaue mir den Link aber natürlich an :D danke dafür.


Ja, Pfirsich wäre auch zu überlegen - und neue Apfelbäume auf Sämlingsunterlage plane ich für diese Fläche nicht. Gilt Gisela 5 auch für Sauerkirschen, denke schon, oder?

Quitte als Strauch nach außen - gute Idee! Als Ersatz für Haselnuss in der Hecke und lumpige vergreiste Schneebeeren. Wie schnell/langsam wächst Quitte und worauf muss man beim Kauf achten.
Birnen- oder Apfelquitte - Euer Plädoyer?

@ cydorian - mit dem Wuchs, war ich eigentlich zufrieden, Kirsche hat sicher die Endhöhe erreicht und die Zwetsche 'Hanita' ist auch riesig geworden - aber die Erträge sind unbefriedigend. Zumindest Wässern werde ich mit Sicherheit in Zukunft mehr.

@ Mediterraneus, im Gegenteil - sie wirkt kleiner, weil sie im Grunde ja schon fast genauso - nur andere Bäume - bepflanzt ist und von dem Riesenholunder fast erdrückt wird. Sie wird erstmal wieder groß wirken, wenn eingige der großen Bäume weg sind und die neuen 'Babys' da stehen.

Hat jemand Eberesche zum Verzehr gepflanzt? Ist mir eine dringende Frage, der Baum fällt wirklich ins Gewicht bei einer Neuanlage, wenn er bleiben sollte - ein sehr schöner Baum, sehr hoch, ziemlich schmal und sehr grade.

l.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2011, 11:32:29
Gisela 5 nur für Süßkirschen (lass mich aber eines besseren belehren)
Sauerkirschen (brrrr) am besten wurzelecht.

Ich bin bei der Quitte umgeschwenkt von Birnen- auf Apfelquittenfan. Ich habe eine Apfelquitte "Lescovac", sie hat sehr weiches Fleisch und wächst nicht so stark.
Gut soll auch die Quittenunterlage "Quitte aus Angers" (= Quitte A) sein (als Baum auswachsen lassen, bzw einen Wurzelausläufer einpflanzen).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 09. Juni 2011, 11:39:11
Hat jemand Eberesche zum Verzehr gepflanzt? Ist mir eine dringende Frage, der Baum fällt wirklich ins Gewicht bei einer Neuanlage, wenn er bleiben sollte - ein sehr schöner Baum, sehr hoch, ziemlich schmal und sehr grade.

Hoher Baum begünstigt aber nie Ernte nicht gerade. Die Früchte dieser "süssen" Sorten sind kulinarisch trotzdem kein Highlight, geeignet sind die Beeren aber für die Verarbeitung. Nett, aber entbehrlich.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 12:23:12
Dann schwebt das Damoklesschwert jetzt auch über der Eberesche - außerdem habe ich auch vor dem Haus noch Eine gepflanzt - von der habe ich auch schon Marmelade gemacht - die ist bitter, obwohl sie es nicht sein sollte - aber dennoch ein Geschmackserlebnis besonderer Art. Wir haben - so habe ich mal gelesen - sowieso viel zu wenig Bitterstoffe in unserer Nahrung. Überall wird das rausgezüchtet - alles ist mild und zuckrig - die Bitterstoffe sind sehr gesund und nützlich für den Menschen.

Kann man von der Eberesche mit Steckholz eine Vermehrung machen? Die ist doch so wüchsig.

@ Mediterraneus - Sauerkirschen sind der Hit - mir kommt keine Süßkirsche ins Haus - außer der unsinnigen geschonkenen "Säulenkirsche Silvia" - von der sind grad alle - wirkllich alle - Triebspitzen verlaust und verkrüppelt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: flammeri am 09. Juni 2011, 13:39:16
Zum Thema Süßkirsche versus Sauerkirsche: auf gescheiter Unterlage (großwüchsig) sind Süßkirschen robuster als Sauerkirschen und schmecken eindeutig besser, vor allem bei Sandboden. Die Sprühfleckenkrankheit ist häufig bei Süßkirschen anzutreffen, bei Dir hats eh die Sauerkirsche erwischt, also auch da kein Vorteil gg. Süßkirsche.
Sauerkirschen sind auf Dauer sehr moniliaanfallig und meiner Meinung nach sehr schwierig über eine lange Zeit wirklich gesund und wüchsig zu erhalten, der Schnitt ist für Sauerkirsche wichtig, damit sie nicht vergreist.
Also wirklich gut überlegen...
PS. ich spritze vorbeugend gg. Sprühfleckenkrankheit mit ,ich glaube, Amistar vor und nach der Blüte. Bei Ausbruch hilft es nicht mehr, da nur Schutzwirkung.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 13:48:25
Mir schmecken Süßkirschen einfach nicht - da muss man doch ein Pfund essen, bevor es nach irgendwas schmeckt. Mit Sauerkirschen kann man auch eindeutig mehr machen: Marmelade, Likör, Torten - allein die starke Farbwirkung in anderen Mischungen - für mich gibt es keinen Wechsel zur Süßkirsche - auch wenn ich einräume, dass ich vielleicht noch nicht die richtigen Sorten probieren konnte.

Es gibt inzwischen moniliasesistente Sorten - siehe Thema 'Eine Sauerkirsche soll her' - Monilia ist kein Argument mehr. Es gibt sogar schon Sorten, die fruchten am zweijährigen oder einjährigen Holz und können quasi fast mit der Heckenschere geschnitten werden.

Ich dachte, es gäbe kein zugelassenes Spritzmittel für die Sprühfleckenkrankheit ???

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: flammeri am 09. Juni 2011, 13:58:58
Soweit ich weiß, ist Amistar zugelassen. Es ist eigentlich ein Mittel, das vorbeugend gg. einige Pilzkrankheiten eingesetzt werden kann. Man kann es auch bei Weinreben anwenden, immer aber mit Wartezeiten, da systemisch. Habe ich da bisher aber nicht gebraucht. Tja, die Frage stellt sich immer: nicht spritzen und kranke Bäume haben und die Früchte im Geschäft kaufen, die mit Sicherheit mit viel mehr chemischen Mittel behandelt werden oder versuchen vorzubeugen und wissen, wie man behandelt hat. Ich wähle das kleinere Übel, sozusagen ::)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 09. Juni 2011, 14:39:19
Zur Thematik Süßkirsche und Sauerkirsche:

Sicherlich reine Geschmackssache, allerdings bevorzuge ich die saftigen Sauerkirschen, die schon so süß sein können, daß Experten sich nicht sicher sind, ob der Baum eine Süß- oder Sauerkirsche ist (Ungarische Traubige).

Monillia - Spitzendürre ist bei den fünf Sorten, die ich habe, bislang kein ernstzunehmendes Problem gewesen.

Dafür allerdings die Sprühfleckenkrankheit bei der Safir, und wie sich abzuzeichnen scheint, auch bei der Jade und der Achat; das Immunsystem der "Ungarische Traubige" und der Morina kommt mit dem Pilz offenkundig zurecht.

Ein Mittel gegen die Sprühfleckenkrankheit ist bislang nicht zugelassen, es gibt aber allgemein gegen bestimmte Pilze Chemikalien.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 09. Juni 2011, 14:42:05
Zu den anderen Fragen:

Herbstpflanzung ist besser als die Frühjahrpflanzung, damit die Wurzeln Zeit haben, in der Winterschlafzeit der Krone wachsen zu können.

Unterlage bei Sauerkirschen möglichst wurzelecht; die Bäume werden dann rund 4-5 Meter hoch. Bei der Verwendung von Gisela 5 werden die Bäume etwas kleiner, was aber mit Nachteilen erkauft werden muß.

******************

Bei der Generationenfolge der Bäume gilt die Regel: Steinfrucht nicht auf Steinfrucht und Kernfrucht nicht auf Kernfrucht.

Allerdings hat mir ein kompetent erscheinender Fachmann einer Baumschule gesagt, daß ein Apfelbaum auf einen Apfelbaum folgen kann, wenn der Nachfolger rund 1 Meter neben dem alten Standort gepflanzt wird.

Er würde in einem solchen Fall davon abraten, die Erde auszutauschen, da Strukturschäden im Boden auftauchen, die erst nach einen halben Jahr behoben seinen.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Hummelchen am 09. Juni 2011, 14:46:20

Unterlage bei Sauerkirschen möglichst wurzelecht; die Bäume werden dann rund 4-5 Meter hoch.

Was heißt das denn? Wenn wurzelechte Unterlage, kann ich dann nicht gleich nen Kern in den Boden stecken? Ich hab das mit den Unterlagen nie richtig verstanden. :-[
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 09. Juni 2011, 14:50:34
Soweit ich weiß, ist Amistar zugelassen. Es ist eigentlich ein Mittel, das vorbeugend gg. einige Pilzkrankheiten eingesetzt werden kann. Man kann es auch bei Weinreben anwenden, immer aber mit Wartezeiten, da systemisch.
da fällt mir ein Schrieb von eurem (wie ich finde zu recht geschätzten) Daniel. vom 31.07.2010 ein:
"für den Pflanzenschutz in Deutschland gilt ganz klar:Alles was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten!"
und der Wirkstoff von Amistar hat außer im Wein keine weitere Obstzulassung. Von daher ist auch nicht bekannt, wie lange die Wartezeit z. B. bei Kirschen sein müßte.
Grüße Floris
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 09. Juni 2011, 14:54:21
Was heißt das denn? Wenn wurzelechte Unterlage, kann ich dann nicht gleich nen Kern in den Boden stecken?
nein, keinen Kern, denn daraus entwickelt sich nicht mehr die gleiche Sorte, wenn schon dann einen Steckling. Aber ich dachte bei Kirschen ginge das nicht.
Und überhaupt "wurzelechte Unterlage"?
entweder wurzelecht oder auf Unterlage dacht ich bisher. Jetzt bin ich verwirrt :-\
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Hummelchen am 09. Juni 2011, 15:04:22
entweder wurzelecht oder auf Unterlage dacht ich bisher. Jetzt bin ich verwirrt :-\

Das genau meinte ich. Danke, Floris
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2011, 15:04:49

Unterlage bei Sauerkirschen möglichst wurzelecht; die Bäume werden dann rund 4-5 Meter hoch.

Was heißt das denn? Wenn wurzelechte Unterlage, kann ich dann nicht gleich nen Kern in den Boden stecken? Ich hab das mit den Unterlagen nie richtig verstanden. :-[

Kern in den Boden stecken ist auch wurzelecht. Allerdings wenn man aus Samen vermehrt, treten Eigenschaften von Mama und Papa auf. Die Sauerkirsche (oder Süßkirsche, oder Birne..) aus einem Samen ist also nicht die gleiche Sorte, wie die Frucht, aus der der Kern stammt.
Normalerweise braucht die Frucht (Mama) zur Bestäubung immer einen Papa (= Blüte eines anderen Baumes gleicher Art).
Das ist wie beim Menschen. Je nachdem kommt das Kind mehr nach der Mama, oder mehr nach dem Papa.

Dann kommt "Vermehrung" Nr. 2. Das Klonen.
Dabei erhält man 100% die gleiche Pflanze. Beim Menschen ist das verboten. Bei Klonschaf "Dolly" hats funktioniert.
Man versucht also bei den Obstsorten, immer wieder ein Klonschaf"Dolly" zu bekommen.

-Das geht entweder durch einen Steckling. Ein Stück Pflanze in Erde stecken. Zieht Wurzeln. Somit hab ich genau die gleiche Pflanze mit genau den gleichen Früchten.
oder
-Das geht mit Veredelung.
Bei Veredelung "klont" man die Sorte, die man haben will auf eine andere Pflanze (Wurzel). Im Fall der Sauerkirsche säht die Baumschule ganz viele Kerne aus. Lauter "wilde" Sauerkirschen quasi. Auf diese wilden Sauerkirschen wird dann die Edelsorte (die man haben will) draufveredelt. Diese beiden Teilstücke wachsen zusammen. Somit hab ich die Wurzel einer "wilden" mit dem Reis einer Edelsorte, die zu einem Baum heranwachsen. Das Oberteil der Pflanze und das Unterteil sind also eigentlich 2 verschiedene Pflanzen. Die Wurzel nennt man Unterlage.

Wenn ich das nach dem Prinzip mache, hab ich noch ein Problem: Wurzel A hat andere Erbinformationen wie Wurzel B. B wächst beispielsweise viel stärker.
Eine Schattenmorelle auf B veredelt, würde also größer werden, als eine Schattenmorelle, die auf A veredelt ist. Man kann das Baumwachstum also durch die Unterlage (Wurzel) steuern.

Damit da eine Ordnung reinkommt, hat man die Unterlagen genormt. Um schon im Vorhinein sagen zu können, wie groß der Baum später mal wird.
Gisela 5 ist beispielsweise irgendwann mal ausgesäht worden. Dann hat man in Gießen (Giesela = Gießener Selektion Nr. 5) festgestellt, dass diese Gisela5 besonders langsam wächst. Und somit auch alle Kirschensorten, die man da drauf veredelt.
Diesen Sämling Gisela 5 gabs ja aber nur 1 Mal. Also hat man diesen Sämling wieder weitervermehrt. Geklont. Wie ist erstmal egal.
So bekam man unendlich viele Gisela 5 raus. Dieses Giselas wurden dann an die Baumschulen weiterverkauft. Wenn die Baumschule nun einen schwachwachsenden Kirschbaum haben will, muss sie nur eine Wurzel von Gisela 5 benutzen.

Noch mehr verwirrt? ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Hummelchen am 09. Juni 2011, 15:08:19
Mediterraneus, soweit hab ich das verstanden. Sind dann aber nicht alle Unterlagen wurzelecht? Wenn sie doch aus Kernen stammen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2011, 15:14:29
Mediterraneus, soweit hab ich das verstanden. Sind dann aber nicht alle Unterlagen wurzelecht? Wenn sie doch aus Kernen stammen?

Man bezeichnet eine Pflanze als wurzelecht, wenn sowohl das Oberteil als auch die Wurzel die gleiche Pflanze sind. Wenn sie quasi nicht veredelt ist.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 15:15:42
Wohl eben nicht - wenn der gesähte Baum nicht als solcher weiterwachsen darf, sondern nur die 'Unterlage' für eine Veredlung bildet.

Dann ist also eine Sämlingsunterlage - von der hier auch gesprochen wurde - immer noch nicht wurzelecht?? Dann dürfte es doch außerordentlich schwer sein, einen sicher wurzelechten Baum zu bekommen??

Ist also Gisela 5 für Sauerkirschen eine Sämlingsunterlage - aber eben eine schwachwachsende Unterlage??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 15:16:21
So meinte ich das ;D, hat sich gekreuzt
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2011, 15:17:57
Was heißt das denn? Wenn wurzelechte Unterlage, kann ich dann nicht gleich nen Kern in den Boden stecken?
nein, keinen Kern, denn daraus entwickelt sich nicht mehr die gleiche Sorte, wenn schon dann einen Steckling. Aber ich dachte bei Kirschen ginge das nicht.
Und überhaupt "wurzelechte Unterlage"?
entweder wurzelecht oder auf Unterlage dacht ich bisher. Jetzt bin ich verwirrt :-\

"wurzelechte Unterlage" ist ein Versprecher. Bei "Wurzelecht " gibt es keine Unterlage. Weil der Baum noch seine "echten" Wurzeln hat.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 09. Juni 2011, 15:20:19
Uffff, binsch ja wieder beruhigt :)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Hummelchen am 09. Juni 2011, 15:21:29
Ich verstehe es immer noch nicht. :-[


Unterlage bei Sauerkirschen möglichst wurzelecht; die Bäume werden dann rund 4-5 Meter hoch. Bei der Verwendung von Gisela 5 werden die Bäume etwas kleiner, was aber mit Nachteilen erkauft werden muß.


Was ist eine wurzelechte Unterlage? Kannst du es bitte nochmal erklären, so mit Mama und Papa und Onkel und Tante von mir aus? :-*
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Hummelchen am 09. Juni 2011, 15:23:27
Ahhh, alles klar. Dankeeeeeeeeeeee
Mama, Papa, Onkel und Tante haben sich erledigt. :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 15:27:52
Aber die Differenzierung nach Sämlingsunterlage oder einer geklonten Unterlage müsste es doch geben - dürfte sich aber, wenn die Vermehrung gelungen ist, ja nicht weiter auswirken, oder?

L.:g.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2011, 15:31:18
Wohl eben nicht - wenn der gesähte Baum nicht als solcher weiterwachsen darf, sondern nur die 'Unterlage' für eine Veredlung bildet.

Dann ist also eine Sämlingsunterlage - von der hier auch gesprochen wurde - immer noch nicht wurzelecht?? Dann dürfte es doch außerordentlich schwer sein, einen sicher wurzelechten Baum zu bekommen??

Ist also Gisela 5 für Sauerkirschen eine Sämlingsunterlage - aber eben eine schwachwachsende Unterlage??

L.G.

Wenn der gesähte Baum nicht weiterwachsen darf, wird er abgeschnitten und eine andere Sorte wird aufgepfropft. Dann ist der ursprünglich gesähte Baum die Unterlage von der aufgepfropften Sorte. Richtig.

Sämlingsunterlage: Bei der Sämlingsunterlage werden ganz viele Kerne ausgesäht (bei Apfel beispielsweise). Jeder wächst aber anders, meistens aber sehr stark. Diese Sämlinge werden dann als Unterlagen(Wurzeln) hergenommen. Deshalb wachsen auf "Sämling" veredelte Bäume meistens stark, aber unterschiedlich (Weil Sämling 1 ja eine ander Pflanze ist wie Sämling 2 usw.)
Man weiß bei Sämlingen also nicht 100 % , wie man dran ist.
Hat man einen bestimmten Sämling entdeckt, der beispielsweise besonders schwach wächst, oder resistent gegen irgendeine Wurzelkrankheit ist, so wird er "getauft" und selbst weitervermehrt. Alles was dann auf diesem bestimmten Sämling veredelt wird, wächst gleich stark und hat die gleichen Wurzelkrankheitsresistenzen.
Solche getauften und getesteten Wurzeln ergeben sehr berechenbare Bäume. Sie heißen dann eben Gisela5 bei Kirschen, dann gibts Apfelunterlagen, wie z.B. A2 oder MM106. Ein Fachmann weiß dann genau, dass z.b. die A2 beim Apfel sehr starkwüchsig ist und für einen großen Apfelbaum geeignet ist.

Gisela5 war auch mal ein Sämling, der halt aus anderen herausgepickt worden ist, weil sie so schwach wächst. Alle Gisela 5s haben die gleichen Eigenschaften.

und JAA, es ist außerordentlich schwer, einen wurzelechten Baum zu bekommen.

Aber gerade bei deinen geliebten Sauerkirschen ist es so langsam gängig, solche wurzelechten Bäume zu vermehren . Und man hat festgestellt, dass es Sauerkirschen sehr gut bekommt, auf eigenen Füßen , äh Wurzeln zu stehen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 15:36:40
Soweit klar - beantwortet aber die Frage nicht ganz - heutige Gisela 5 sind also Steckhölzer - Klone? Keine Sämlinge wieder von Gisela 5.


@Mediterraneus 42 - Quitte ist also normalerweise schnellwachsend?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Hummelchen am 09. Juni 2011, 15:37:44
Die Unterlage ist also für die Wuchseigenschaften des Baumes wichtig, das Edelreis bestimmt die Sorte. Warum wird die Unterlage dann aber fast nirgendwo angegeben? Es ist doch wichtig, ob ich mir einen kleinbleibenden oder großwerdenden Baum in den Garten hole. Maximal finde ich Angaben wie Buschbaum oder Hochstamm.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 09. Juni 2011, 15:47:32
Neben eklatanten Erziehungsmängeln in der Baumanzucht (Kronenstruktur) sind die Auszeichnungen der Obstbäume in Gartencentern, Baumärkten und sogar oft in den Baumschulen (nach m. Erfahrung sogar mehrheitlich) zum heulen (Sorte (wirklich diese?), Unterlage und gfls. noch Zwischenveredlung Fehlanzeige).

Ich glaube es gibt da z.B. vom BdB (Baumschulverband) sogar selbst
gesetzte Standards. Aber selbst bei Baumschulen die diesem Verband angehören, ist das Erfüllen dieser Standards leider nicht selbstverständlich.
Von Gartencentern und Baumärkten erwarte ich inzwischen fast nichts mehr anderes.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2011, 15:47:38
Soweit klar - beantwortet aber die Frage nicht ganz - heutige Gisela 5 sind also Steckhölzer - Klone? Keine Sämlinge wieder von Gisela 5.


@Mediterraneus 42 - Quitte ist also normalerweise schnellwachsend?

Nein es ist noch komplizierter :-X Gisela 5 wird meines Wissens meristemvermehrt, also im Labor.(das ist keine Gentechnik, es wird quasi aus einem winzigen Pflanzenteil auf einer Nährlösung eine neue Pflanze herangezogen) Die Vermehrung über Steckhölzer wäre auch möglich, dauert aber ewig. Man bekäme da nicht genug Pflanzen hin.
Sämlinge von Gisela5 wären wieder verschieden wie die Mutter.

Quitte wächst unterschiedlich. Es gibt auch sehr schwachwachsende Quitten(z.b. die Quitte aus Angers).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2011, 15:53:08
Die Unterlage ist also für die Wuchseigenschaften des Baumes wichtig, das Edelreis bestimmt die Sorte. Warum wird die Unterlage dann aber fast nirgendwo angegeben? Es ist doch wichtig, ob ich mir einen kleinbleibenden oder großwerdenden Baum in den Garten hole. Maximal finde ich Angaben wie Buschbaum oder Hochstamm.

Ganz genau.
Die Unterlage wird nirgens angegeben, weil sich kaum noch jemand dafür interessiert und es für Otto-Normal völlig wurscht ist. Es muss nur billig sein.

Wenn sich jemand ernsthaft Gedanken über einen Obstbaum macht, dann ist es freilich ungeheuer wichtig, auf was er wächst. Deshalb ist es auch wichtig, dass dieses Wissen nicht verloren geht. Dass die Leute in eine richtige Baumschule gehen, dort einen Wunschbaum kaufen, auch wenn er 3 Eurofuffzich mehr kostet als beim Aldi. ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Hummelchen am 09. Juni 2011, 15:54:28
Neben eklatanten Erziehungsmängeln in der Baumanzucht (Kronenstruktur) sind die Auszeichnungen der Obstbäume in Gartencentern, Baumärkten und sogar oft in den Baumschulen (nach m. Erfahrung sogar mehrheitlich) zum heulen (Sorte (wirklich diese?), Unterlage und gfls. noch Zwischenveredlung Fehlanzeige).

Ich glaube es gibt da z.B. vom BdB (Baumschulverband) sogar selbst
gesetzte Standards. Aber selbst bei Baumschulen die diesem Verband angehören, ist das Erfüllen dieser Standards leider nicht selbstverständlich.
Von Gartencentern und Baumärkten erwarte ich inzwischen fast nichts mehr anderes.



Also wird es über kurz oder lang überall so sein, wie mit Gemüsesetzlingen. Apfel rot, Apfel gelb, Pflaume blau steht dann auf den Etiketten. :(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 16:13:03
Nun ja nicht, weil wir anfangen uns mit den Details zu beschäftigen :) Habe grad mal geschaut - bei Horstmann werden keine Unterlagen genannt, oft nicht einmal die Endhöhe.

Quitten sind also in der Regel wurzelecht?

Könnte ich eine auf Quitte A veredelte Birne tiefer setzen und hätte dann unten den Quittenbusch - aus der durchtreibenden Unterlage - und oben einen wüchsigen Birnbaum - oder reicht dann die Kraft nicht mehr für eine ordentliche Birne.

Sonst soll man ja auch immer aufpassen, dass die Unterlage nicht durchtreibt - z.B. bei veredelten Rosen - aber das Durchtreiben kann ja gewollt sein 8)

Wir hatten im Garten meiner Eltern mal eine blaue Pfaume, recht klein, aber ne typische Pflaume, der Baum fing an zu kränkeln, irgendwann musste mein Vater immer mehr rausschneiden und dann trugen auf einmal andere Äste - gelbe kleine runde Pflaumen, die nicht vom Stein abgingen, aber sehr lecker waren. Viel mehr Früchte als der ursprüngliche Baum - aber eben 'Spillinge' oder wie die heißen. Sicher war da auch die Unterlage durchgetrieben.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Juni 2011, 16:25:54
Das ist stark:

Eben gefunden:

Sauerkirsche 'Ungarische Traubige' (wurzelecht)

mit folgenden Eigenschaften:
- kleinbleibend (höchstens 3m)
- früher fruchtend als die großen Bäume
- Buschbaum

Das kann doch nicht sein ??? ???

Ich sag' noch nicht, wer das anbietet ;)

Noch ein 'Angebot'

"für Kleingärten und den Hobbybereich sind wurzelechte Sauerkirschen auch als 2jährige Bäume im C7,5 erhältlich"

Nach meinen neuen Erkenntnissen ist auch das Unfug - wenn C7,5 eine Unterlage ist.

Ich habe jetzt ungefähr auf 10 verschiedenen Seiten gelesen, dass wurzelechte Sauerkirschen auf jeden Fall schwachwüchsig sind - das wäre das Gegenteil von dem, was sich nach meinem bisherigen Kenntnisstand ergibt ??? ??? ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: flammeri am 09. Juni 2011, 17:58:11
C7,5 ist die Topfgröße also Container 7,5 Liter.
Wenn die Unterlage durchtreibt, stirbt meist die Edelsorte ab, da die Kraft in die eigene Pflanze gesteckt wird.
Bei Pflaumen treiben haufig die Unterlagenwurzeln aus, also auch meterweit entfernt, da würde es dann 2 Bäume geben, die Edelsorte müßte trotzdem gut wachsen.
Ich habe das mal meinem Sohn versucht zuerklären und er fand es witzig, daß z.B. exakt der gleiche Baum wie z.B. Pinova millionenfach in den verschiedenen Gärten steht...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 10. Juni 2011, 08:32:31
Das ist stark:

Eben gefunden:

Sauerkirsche 'Ungarische Traubige' (wurzelecht)

mit folgenden Eigenschaften:
- kleinbleibend (höchstens 3m)
- früher fruchtend als die großen Bäume
- Buschbaum

Das kann doch nicht sein ??? ???

Meine wurzelechte Ungarische Traubige ist mittlerweile etwas größer als 5 Meter geworden, sie steht im fünften Jahr auf unserem Boden und sie trägt viele Kirschen, leider für die Vögel.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 10. Juni 2011, 08:35:45
So wie Mediterraneus es schon beschrieben hat:

Bei wurzelechten Bäumen hat der Baum die eigenen Wurzeln.

Das bedeutet, daß die Wurzeln genau die Nährstoffe aus dem Boden ziehen, die der Baum oben haben will.

Bei einer Veredlung zum Beispiel auf Gisela 5 zieht die Wurzel die Nährstoffboden aus dem Boden, die Gisela 5 braucht, die allerdings etwas verschieden sind zu den Ansprüchen des Baumes, der wirklich oben ist.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 10. Juni 2011, 08:38:23
Es hat sich gezeigt, daß wurzelechte Bäume gesünder sind und die größeren und süßeren Früchte ausbilden,

was voraussetzt, daß es möglich ist, einen Baum wurzelecht zu ziehen.

Bei Sauerkirschen klappt das gut, bei Süßkirschen und Kernobst nicht oder nicht so gut.

Es wird allerdings geforscht, ob bestimmte Birnbäume wurzelecht gezogen werden können, da die Hoffnung besteht, daß diese Bäume der Feuerbrandgefahr trotzen können.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Juni 2011, 09:22:38
Auf jeden Fall liegt in der wurzelechten Kultur viel Potential.

Das gilt auch für viele anderen Gehölze, nicht nur für Obst.

Allerdings wird man auf Veredelungen nicht verzichten können, gerade wenn man Zwergbäume braucht, oder man einen ungeeigneten Boden für die Obstart hat, sie auf diesem schlechten Boden also als "wurzelecht" nicht gut wachsen würde. Oder wenn man gewisse Resistenzen braucht (beim Wein etwa gegen Reblaus).

Bei sehr schwerem Boden wachsen Pfirsiche beispielsweise nicht gut "wurzelecht", sie werden deshalb grundsätzlich auf Pflaume veredelt. Wenn ich so einen Boden hab, muss ich halt Pfirsich auf St. Julien A (=eine gängige Pflaumenunterlage) nehmen.

Dann passiert aber ggf. das, was Konterkater oben schrieb. Die Pflaumenwurzel holt Nährstoffe für einen Pflaumenbaum aus dem Boden, "übergibt" diese Pflaumennährstoffe dann an der Veredelungsstelle an den aufveredelten Pfirsich. Ich habe beobachtet, dass Pfirsich auf Pflaume bei mir mehr Kräuselkrankheit hat. Vielleicht hängt das mit den Pflaumennährstoffen aus der Wurzel zusammen?
Ein sehr interessanter Denkansatz....
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 10. Juni 2011, 09:55:19
Meine Frage nochmal - alles wurzelechten Sauerkirschen wurden als kleinbleibende Bäume angeboten - die müssten doch aber riesig werden - über 7m - ich verstehe das nicht.

Habe mal den alten Boskoop kontrolliert, ganz wenige Früchte - dann hat der Frost wirklich reingeschlagen. An der Sauerkirsche sind einige mehr, als ich dachte, Pflaume auch wenige - da waren die Fruchtansätze erfroren - eine Nacht und alles war schwar. Der Augustapfel scheint ganz ordentlich zu tragen, nicht ganz so üppig, aber vielleicht werden die Früchte größer. Klarapfel nichts.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 10. Juni 2011, 10:45:02
Gänsel....,

warum "müssten" wurzelechte Sauerkirschen 7 m hoch werden??

Unabhängig davon halte ich die 3m-Angabe des Anbieters aber zumindest für gewagt.... (siehe auch konterkaters 5m Ung. Traubige).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Juni 2011, 11:12:28
Sie is aber auch hartnäckig... ;)

Eine wurzelechte Sauerkirsche wächst so, wie es ihr in den Genen liegt. Sie hat weder eine "bremsende" Unterlage, noch eine "starke" Unterlage.

Die Sorte "Ungarische Traubige" oder "Schattenmorelle" sind ja auch mal aus einem Kern entstanden. Ich weiß jetzt nicht, ob "Ungarische Traubige" für eine Sauerkirsche eher stark oder schwach wächst.
Sie wächst halt, wie eine Sauerkirsche normalerweise (ohne Veredelung) wachsen würde.
Meines Wissens wachsen Sauerkirschen wesentlich schwächer als Süßkirschen. Es gibt also keinen so großen Baum.

Die Wuchshöhen, die die Verkäufer angeben, sind natürlich sehr "gartenfreundlich" und geben meist die Höhe in etwa 10 Jahren an. Der Baum an sich wird aber im Alter noch größer werden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 10. Juni 2011, 11:18:03
Na wenn ich doch was lernen will ;)

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum,......

Nee, oben stand mehrmals, dass die wurzelechten Sorten meist große Bäume ergeben, aber vielleicht bezog sich das wirklich nur auf Äpfel und Birnen. Kann ja nochmal schnökern gehen.

Die 'Ungarische Traubige' war bissel frostempfindlich, oder - hatte ich im Sauerkirschenthema gelesen. Morina war der Favorit und recht schwachwüchsig - richtig?

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Juni 2011, 11:39:24
...ich mag ja eigentlich gar keine Sauerkirschen, hab ich das schon mal erwähnt? ;)

Ist ja schön, wenn es heutzutage noch wissbegierige Kinder gibt ;D

Eine absolute Rarität und ein Geschmackswunder soll ja die "Königin Hortense" sein. Da wurd mir schon oft vorgeschwärmt. Sie soll wie eine säuerliche Süßkirsche schmecken.

Ist die robust, oder eher ein Hätschelkind? Ist ja ne alte französische Sorte, wenn ich recht informiert bin.

Nochmal zur Wuchsstärke: Die bezieht sich natürlich immer auf die jeweilige Obstart. Äpfel und Birnen werden große Bäume, Süßkirschen werden sehr groß, Nussbäume noch größer. Pfirsich ist eher klein, auch Quitte.
Und innerhalb der Obstarten gibts dann auch Unterschiede. Bei Äpfeln wird Boskoop wohl größer als ein Klarapfel.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 10. Juni 2011, 14:05:49
medit...,

Das ist schön anschaulich erklärt.



Gänsel...,

wurzelechte Bäume (= ohne unterveredelte Unterlage) von Äpfeln und Birnen gibt es bisher m.W. nicht. Als wissenschaftlichen Versuch vielliecht irgendwo, aber nicht in der gärtnerischen Praxis.
Eben weil sich diese Obstarten für Steckholzanzucht o.ä. nicht eignen.
Und sobald man Sorten von diesen Arten über Samen vermehren würde und diese Sämlinge wurzelecht (ohne Unterlage) aufziehen würde, hätte man nicht mehr die echte Ausgangssorte, sondern einen genetisch nicht mehr identischen Nachkommen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 10. Juni 2011, 14:19:58
Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum,......

Bei den meisten deiner Obstbäume kommen wurzelechte Gehölze eh nicht in Frage. In Frage kommen sie bei Aprikosen und Sauerkirschen, vielleicht noch Pfirsich. Bei diesen Sorten hat man im Privatgarten auch Vorteile neben den ebenfalls vorhandenen Nachteilen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 10. Juni 2011, 19:01:35
Na wenn ich doch was lernen will ;)

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum,......

Nee, oben stand mehrmals, dass die wurzelechten Sorten meist große Bäume ergeben, aber vielleicht bezog sich das wirklich nur auf Äpfel und Birnen. Kann ja nochmal schnökern gehen.

Die 'Ungarische Traubige' war bissel frostempfindlich, oder - hatte ich im Sauerkirschenthema gelesen. Morina war der Favorit und recht schwachwüchsig - richtig?

L.G.

Die Morina ist schwach wüchsig, ich habe sie deshalb wahrscheinlich auch aus diesem Grund als Halbstamm bekommen.

Und sie leifert auch sehr saure Kirschen, während die Ungarische traubige sehr süße Sauerkirschen hervorbringt.

Die Morina hat bei mir ein wenig Schrotschuß, aber kein Monilia-Befall und keine Sprühflecken.

Aber der Baum sieht nicht gerade hübsch aus für eine Kirsche. Ich würde der Morina den Beinamen Trauerhängekirsche geben.

Außerdem hat es den Anschein, daß sie nur am einjährigen Holz Früchte hervorzaubert. Die Äste sind sehr kahl vom Stamm aus und nur an der Spitze hängen Kirschen,

während die Ungarische Traubige, die Safir und wahrscheinlich auch die Jade und die Achat mehrmals an der gleichen Stelle Kirschen produzieren.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 10. Juni 2011, 19:03:27
Apfelbäume können sehr groß werden bis 9 Meter (Boskoop),

Birnenbäume sind vielleicht 7m groß,

Süßkirschen ebenso

und Sauerkirschen sind wurzelecht bei 4 bis 5 Metern angesiedelt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Starking007 am 11. Juni 2011, 21:27:40
Na ja, Birne und Süßkirschen machen auch mal 12 Meter und mehr!
Je nach Sorte Standort Unterlage usw.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 14. Juni 2011, 13:28:26
Gut, dann habe ich jetzt eine Marschrichtungszahl.

Und nun nochmal die Erklärung, was einen Halbstamm auszeichnet??

Halbstamm bei Sauerkirsche Morina wächst stärker als wurzelecht ??

Danke Euch und L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Juni 2011, 13:37:59
Gut, dann habe ich jetzt eine Marschrichtungszahl.

Und nun nochmal die Erklärung, was einen Halbstamm auszeichnet??

Halbstamm bei Sauerkirsche Morina wächst stärker als wurzelecht ??

Danke Euch und L.G.

Die Bezeichnungen Busch, Halbstamm, Hochstamm bezeichnen die Höhe des Stammes. Quasi ab welcher Höhe die Äste aus dem Stamm kommen. Diese Äste bleiben dann immer in der Höhe, sie wachsen nicht nach oben.
Ein Busch bekommt so ab 50 cm (?) die Äste , ein Hochstamm so ab 1,6 m (?). Das ist irgendwo genormt in Deutschland. Legt mich bitte nicht mit den genauen Höhen fest.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 14. Juni 2011, 14:20:12
Also eine Schnitttechnik - hat nichts mit der Unterlage oder einem wurzelechten Baum zu tun??

Langsam dämmert es ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 14. Juni 2011, 21:54:42
Nein, die Schnitttechnik hängt im wesentlichen von der Wuchsstärke eines Baumes ab, oder von der Frage, ob der Baum ein Hochstamm ist oder nicht.

Und ob die Früchte am einjährigen Holz zu finden sind oder am mehrjährigen Holz.

Von Hochstämmen einmal abgesehen, gibt es keine allgemiene Schnittechnik, sondern sie ist von Baumsorte zu Baumsorte häufig verschieden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Juni 2011, 09:56:49
Aber der Baum wird doch nicht von allein ein Hochstamm, sondern jemand hat ihn auf eine bestimmte Stammhöhe gezogen - geschnitten - und von dort mit dem Kronenaufbau begonnen - das meine ich - der ist doch nicht in Stammhöhe veredelt oder so ??? ???

Oder besser: Wie wird ein Baum ein Hochstamm oder ein Halbstamm?? Und warum wächst der Halbstamm stärker als eine normale wurzelechte Züchtung?

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 17. Juni 2011, 13:37:18
In der ganzen Diskussion zeigt sich in mehrfacher Hinsicht, wie wichtig der präzise Umgang mit den richtigen Begrifflichkeiten ist.

Es gibt Hochstämme (Stammhöhe ca. ab 1,80 m+), die sind fußveredelt (= unten/am gebräuchlichsten) oder aber solche die kopfveredelt sind (kurz vor dem ersten (Leit)astabgang veredelt. Das macht man z.B. bei Sorten, denen man selbst nicht genug zutraut, ausreichend stark- oder geradewüchsig zu sein, um einen vernünftig starken oder geraden Stamm auszubilden.
Darüberhinaus gibt es noch Hochstämme, die aus 3 verschiedenen Pflanzen bestehen, mithin 2 x veredelt sind. Zum einen Fußveredelung mit einer Zwischensorte auf eine Unterlage. Diese Zwischensorte dient aufgrund ihrer allg. Robustheit oder ihrer starken Wüchsigkeit oder wegen anderer Eigenschaften (z.B. frost- oder krebsfest) als sogenannter Stammbildner. Auf diesen Stammbildner wird dann als Kopfveredelung die eigentlich gewünschte "Edel"sorte aufveredelt.

Unabhängig davon werden Hochstämme als solche erzogen, in dem sie aufgeastet werden. Das ist unabhängig davon, ob gar nicht, 1x oder 2x veredelt wurde. Es werden Jahr für Jahr nur die obersten Kronentriebe belassen und die unteren entfernt. So wird der Baum (Stamm) immer höher.

Und natürlich gilt dieses Erziehnungsprinzip entsprechend abgestuft auch für Halbstämme oder Büsche, die sich vom Hochstamm u.a. durch die Stammhöhe bis zum Leistastabgang unterscheiden.
Hochstämme so gut wie immer und Halbstämme überwiegend werden auf starkwüchsigen Unterlagen erzogen. Büsche auf schwächeren bis mittelstarken Unterlagen.
Das ist aber primär unabhängig von der Kronen- und Stammform.

Das Halbstämme grundsätzlich stärker wachsen als wurzelechte (= nicht veredelte) Bäume kann wohl kaum einer beurteilen (woher hast du diese Aussage?)
Das kommt wohl sehr auf die verwendete Unterlage an.
Ich kenne zu Vergleichen von wurzelechten Bäumen zu veredelten so gut wie keine vergleichenden Aussagen zur Wuchstärke.

Und ganz zum Schluß: In der zeitgenössischen Praxis von Baumschule oder Gartencenter gibt es beim Kernobst so gut wie keine wurzelechten Angebote. Beim Steinobst sind sie sehr selten.
Für die Zukunft mag die Forschung da andere Resultate zeitigen. Aber im Augenblick taugt das nur für theoretische Überlegungen.
Die, zugegeben, interessant sein könnnen.

Ich meine, daß evtl. Vorteile von wurzelechten Bäumen immer auch von deren negativen Eigenschaften mit begleitet werden.
Dem kann ich durch Verwendung einer Unterlage, die bestimmte Eigenschaften mitbringt, gegensteuern.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 17. Juni 2011, 16:19:48
Hier werde ich zu gegebener Zeit noch viel nachlesen.

Kurze Zwischenfrage: Bei mir im Garten hat sich wild am Boden ein Weinstrauch etabliert. Klein, vermutlich von dem Weinstock an der Grenze (das Grundstück ist noch verwildert und erst in einen Garten zu verwandeln.)

Ich erinnere mich dunkel, dass Wein veredelt sein muss, wg. Gesundheit und auch deswegen, um den kommerziellen Weinbau nicht durch unveredelte Sorten zu gefährden. Stimmt das?

Durch die Diskussion um wurzelechte Unterlagen kam ich auf das Thema und auf die Frage, ob ich den Wein bergen/schützen soll, derzeit wird sonst eher drübergelatscht. Wäre wenn, dann nur als Experiment zu betrachten, und: Ich werde später einige Weinstöcke pflanzen - also einen Schädlings- oder Krankheitsverbreiter möchte ich nicht.

Danke für Infos!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 17. Juni 2011, 16:37:51
Hallo Martina,

Deinem Profil zu Folge schätze ich, daß die Weingegend von Dir nicht all zu weit weg ist. Obwohl eine wilde Rebe sicher nicht zur Verwüstung der Weinberge führen wird, solltest Du doch verdedelte Reben nehmen. Außerdem wirst Du von dem wilden Wein vermutlich keine tollen Trauben bekommen. Bestelle Dir am besten ein paar Weinreben und erfreue Dich daran.

Zur Sortenwahl kannst Du Dich auch in den entsprechenden Weinthreats austoben und sehr gut beraten lassen!! Schnell wirst Du feststellen, daß Du zu wenig Platz hast und die wilde Rebe ist dann sowieso im Weg!!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 17. Juni 2011, 16:45:15
Danke, Apfelfreund, ich sehe das genau so wie Du, wir planen ja kleine Weinterrassen, und da werde ich sehr auf die Sorten achten (und die Infos hier genauerst erstöbern.). Selbst kenne ich eine Sorte, "Regent", die auch im neuen Garten stehen soll, die hat mich echt hier überzeugt.

Was ist es denn, warum die unveredelten Weinstöcke vermieden werden sollen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: sandor am 17. Juni 2011, 17:03:47
Hallo Martina,

da Stichwort heißt "Reblaus" (googeln)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 17. Juni 2011, 17:17:07
Danke! Mach ich. :)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 20. Juni 2011, 12:56:05
@ Zuccalmaglio - vielen Dank für Deine Erklärung :)

Es ist dann im Groben schon so, wie ich dachte.

Die Aussage, dass ein Halbstamm kräftiger wächst als z.B. ein Hochstamm (weiß jetzt wirklich nicht mehr genau ob auch von wurzelecht die Rede war) findet sich etwas weiter oben. Sonst wäre ich garnicht auf die Idee gekommen, so etwas zu fragen.

Es ist also immer eine Frage der Unterlage - egal welche Baumform - und das der Schnitt über Halb oder Hochstamm entscheidet stimmt dann insoweit also doch. Je nachdem, wo ich die erste Astgabelung zulasse, ist die Stammhöhe gegeben. Mit Schnitttechnik habe ich wahrscheinlich den Konterkater in die Irre geführt. Aber Erziehung ist es schon, wenn ich unten so lange alles entferne, bis mir die Stammhöhe zusagt.

Wahrscheinlich sind Hoch- oder Halbstämme in der Regel jedenfalls älter, als andere junge Obstbäume, die veredelt wurden und dann sofort verkauft werden können.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 20. Juni 2011, 21:06:37
@gänseblümchen,

ja, so ist es.

Eine kleine Relativierung: Gleiche Sorte auf gleicher Unrterlage. Hochstamm und Halbstamm. Die Wuchsstärke (Triebigkeit oder Triebkraft) der beiden Kombinationen ist gleich. Nur wird in der adultem
Phase die Krone des Hochstammes tendenziell etwas kleiner bleiben. Aber das sind Marginalien
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Juni 2011, 07:09:01
Jetzt verwirr sie doch nicht noch mehr! :-X ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 21. Juni 2011, 08:12:58
o.k., hast ja recht
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 23. Juni 2011, 14:10:59
Hat mich nicht verwirrt - ich nehme es nur eben recht genau - und diese vielen tw. unsauberen Formulierung führen dann einen Laien erst richtig in die Irre.

Das die Krone eines Hochstammes kleiner bleiben wird, als bei dem Halbstamm ist klar - die Gesamthöhe des Baumes hängt von der Unterlage - oder dem durch die 'echte Wurzel' gegebenen Erbgut ab.

Ist insgesamt schon ne Menge für mich rumgekommen in der Diskussion - ich verstehe natürlich inzwischen überhaupt nicht mehr, wie ich mir quasi fünf Bäume in den Obstgarten pflanzen konnte, ohne bei einem Einzigen zu wissen, ob er wurzelecht ist oder auf einer Unterlage wächst.

1. Klarapfel ?
2. Sauerkirsche - wahrscheinlich keine Unterlage
3. Zwetschge 'Hanita' ?
4. Große grüne Reneklode ?
5. Roter Boskoop - hier ist die Unterlage deutlich sichtbar - ein dicker runder Gnubbel, der genau ebenerdig gekommen ist bei der Pflanzung. Der Stamm darauf ist deutlich dünner.

Mein Elan zur Neuanlage ist grad bissel abgeflacht - habe 'entdeckt' das die Sauerkirsche verhältnismäßig mehr dran hat als im letzten Jahr.

Auf der Wiese im Herbst für Licht sorgen - soviel ist sicher. Hanita weg - auch sicher, aber die anderen Bäume - ich glaube die bekommen noch ein Jahr. Ich möchte einfach sicher gehen, nach meinen letzten Schnittmaßnahmen, ob nicht doch im kommenden Jahr der erhoffte Ertrag kommt - vor allem beim Klarapfel - der älteste meiner selbst gepflanzten Obstbäume.


Wie haltet Ihr es mit den Baumscheiben von Obstbäumen:

Keine
unbepflanzte
bepflanzte - wenn ja womit

??

Danke

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Juni 2011, 14:44:19
Eine gute Schülerin, lob! ;D

Gänselieschen, es ist auch schöner, wenn so eine Obstwiese aus mehreren Generationen von Bäumen besteht. Alte, mittlere und frisch gepflanzte.

Die Alten mitunter auch für die Tiere, weniger wegen dem Ertrag. In hohlen Stämmen können viele Tiere leben, der Specht kommt und viele anderen Tiere auch. Die Mittleren stehen in vollem Ertrag, und die jungen Bäuem sorgen für die Zukunft der Wiese.

Deshalb macht es gar nichts, wenn du nach und nach erneuerst.
Hau die Krücken raus und ersetze sie. Wenn du nicht sicher bist, lass den Kandidaten stehen (und erneuere ggf. später)

LG vom Mainviereck

Ach ja. Baumscheiben: Bei jungen Bäumen die ersten ca. 5 Jahre auf jeden Fall empfehlenswert. Ich mulche die mit Rasenschnitt.
Man kann aber auch bepflanzen, allerdings sollte die Bepflanzung keine große Konkurrenz zu den Baumwurzeln sein
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 23. Juni 2011, 15:11:47
Danke :)

Ich habe inzwischen auf drei Baumscheiben verschiedene Minzen - da komme ich zumindest nicht durcheinander - natürlich jede Menge Unkraut - weil ich nicht nachkomme. Auf einer Agastachen, die Reneklode hat Akeleien drunter, der kleine Boskoop eine Katzenminze und Vergissmeinnicht - der hat aber auch eine ideelle Bedeutung.

Die bepflanzten Baumscheiben habe im Grunde einen wesentlichen Nachteil - man kann nicht einfach bei Trockenheit einfach mal den Schlauch dort liegen lassen. Das stört mich - seit der diesjährigen - Obstbäume wässern - Diskussion - zunehmend.

Es war sinnvoll die Minzen zu separieren, aber vielleicht gelingt mir das auch noch anders. Der eine Baum - die Eberesche - wird im Herbst auch wegkommen - da muss ich die Baumscheibe sowieso räumen. Ach ja, Geraniümer stehen da auch noch.

Ich brauche trotzdem noch Platz für

Apfelquitte
Birne
Zwetschge
und evt. eine zusätzliche Sauerkirsche - "Ungarische Traubige"

gerodet werden:

1 riesiger Holunder - der die Wiese inzwischen sehr beschattet - bis auf Manneshöhe

1 Pfaffenhütchen (über 3m hoch)
1 Zwetschge Hanita (über 3-4 m hoch)
1 Eberesche (über 4m hoch)
1 Fliederbusch - auch ziemlich groß
1 riesiger Haselnuss - der allerdings auf der Grundstücksgrenze/Nordseite wächst - aber der Kronenbereich eine ca. 2m vom Zaun gepflanzten neuen Baumes würde davon natürlich sehr profitieren. Man kann ja auch Platz nach außen schaffen. Wäre was für die Birne, die ja einen schmaleren Wuchs hat.

Quitte gibt es doch als "Strauch", oder besser Buschbaum?

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Juni 2011, 17:10:57
Na da hast du ja noch einiges vor ;D

Quitte bekommt man meistens als Busch bzw. Buschbaum zu kaufen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 23. Juni 2011, 17:40:11
Hallo Gänselieschen,

Quitten gibt es sehr viele Sorten. Sicher weißt Du, daß man Quitten verarbeiten mußt, man kann sie nicht roh essen. Ich liebe Quitten, habe selber eine Konstantinopeler Apfelquitte. Diese Sorte habe ich als Busch gekauft. Nach zwei Jahren waren bereits die ersten Früchte dran. Ich schneide den Busch jedes Jahr stark zurück, der Neuaustrieb ist gut einen Meter, ich schneide dann auf 3 oder 4 Augen zurück. Der Ertrag ist jedes Jahr sehr hoch, trotz eines Standortes auf der NOrdseite meines Hauses. Sonne kommt da nur von 8-11 Uhr hin. Der Boden ist eher sandig. Also, du wirst viel ernten und solltest Dir rechtzeitig Gedanken machen, was Du mit all den Früchten willst. Die Produkte sind köstlich, ich mache nur Gelee und Marmelade. Ach so, der Busch ist jetzt etwa 6 Jahre alt und hat einen Kronendurchmesser von etwa 3m. Die Krone beginnt bei 60cm Stammhöhe und ist etwa 3m hoch. Ein Ende ist nicht in Sicht. Die Konstantinopeler Quitte ist etwa apfelgroß( 200g) wenn Du die Sorte Vranja nimmst, können die Früchte auch 1kg(!!!!!) schwer werden. Das ist ein echter Hingucker. Die Blüte hat einen sehr hochen Zierwert und ist reichlich.

Wenn ich lese, daß Du Dein Pfaffenhut wegnehmen willst, blutet mir einwenig das Herz, denn in der Größe ist es schon eine Rarität. Der Nutzen für die heimische Vogelwelt ist von unschätzbarem Wert, der Zierwert ist doch auch fantastisch. Die rot-orangen Früchtchen sind doch schön anzusehen, und wenn dann noch das Rotkehlchen davon futtert.....(Hast Du schon ein schlechtes Gewissen? :D

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 24. Juni 2011, 09:58:18
ich verstehe natürlich inzwischen überhaupt nicht mehr, wie ich mir quasi fünf Bäume in den Obstgarten pflanzen konnte, ohne bei einem Einzigen zu wissen, ob er wurzelecht ist oder auf einer Unterlage wächst.

Wie schon gesagt, die Wurzelecht-Geschichte ist für dich ziemlich irrelevant. Komischerweise kommt diese Diskussion häufig auf, obwohl sie in der Praxis wenig wert ist. Betrifft eh nur deine Sauerkirsche.

Du kaufst alle diese Bäume auf einer Unterlage, die eine von dir gewünschte Wuchskraft erbringt. Über Unterlagen wurde ja einiges geschrieben. Mach eine Zeichnung deiner Fläche, trage die Bäume mit Pflanzpunkten ein und achte darauf, dass sie genug Kronenraum haben. Ein Boskoop braucht zum Beispiel 8m Kronenraumdurchmesser, wenn er auf einer Sämlingsunterlage steht. Das ist natürlich viel, auf der Unterlage M9 wären es nur 3m. Über die Vor- und Nachteile stärker und schwächer wachsender Unterlagen steht jede Menge im Thread.

Du kannst auch eine Zeichnung erstellen und wir sagen dir, welche Unterlage für welchen Baum du brauchst, damit er mit dem Kronenraum auskommt, den du gerne hättest.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 24. Juni 2011, 12:50:04
Danke für Eure Antworten - um die Zeichnung werde ich mich wirklich kümmern. Dafür muss ich aber alles, was bleibt genau vermessen und einzeichnen. Kann noch bissel dauern - aber die Aktion hat ja Zeit bis zum Herbst. Wahrscheinlich muss man nur bestimmte Bäume rechtzeitig bestellen.

Für die Birne habe ich noch keine Idee - dass es keine Resistenz gegen Birnengitterrost gibt, habe ich schon gelesen, aber vielleicht gibt es ja weniger anfällige Sorten ???

@ Apfelfreund - ja, das mit dem Verarbeiten der Quitten weiß ich - ich hatte erst einmal welche - am Tollsten war der Duft solange die Früchte unverarbeit in der Küche standen - umwerfend. Das Ergebnis hatte mich noch nicht so überzeugt - lag aber sicher an mir. Apfelquitte steht fest - und auch die von Dir genannte Sorte steht schon auf der Liste der möglichen Sorten. Die Vranja werde ich wieder streichen ;D

Das Pfaffenhütchen blüht immer reichlich - hat aber immer sehr wenige Früchte gehabt - entweder waren die immer vorher gefressen - diese hübschen Hütchen - ich mag sie auch - haben den Garten eher nicht geziert. Es war auch ein wilder Sämling. An anderer Stelle habe ich noch mehrere Pfaffenhütchen - eins davon trägt reichtlich und schmückt entsprechend.
Das Roden wird mir bei jedem der genannten Gehölze sauer werden - am Meisten bei der Eberesche - die trägt auch schlecht und ist wirklich im Weg.

L.G.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 24. Juni 2011, 19:48:45
Hallo Gänselieschen, wenn Du den Duft der Quitten liebst, wirst Du früher oder später auch tolle Produkte fertigen, gut, daß Du Geduld hast, Anregungen gibt es dann wohl wieder hier. Vielleicht kannst Du ja auch mal schildern, wie Du sie verarbeitet hast, und wann geerntet, dann kann man hier eventuell Verbesserungen vorschlagen.

Birnen sind toll!! Ich habe z.B. die Sorte Tongern. Sie ist im Oktober bei mir reif und der Geschmack ist leicht säuerlich. Aber nicht im Sinne von unreif, die Süße ist auch da und das Aroma ist gigantisch. Die Birne ist bis jetzt unempfindlich gegen allerlei Pestilenzen. Birnengitterrost hat sie auch, mal mehr mal weniger, ich liebe sie! Übrigens ist Wacholder ein oder der Zwischenwirt der Pilzerkrankung Birnengitterrost. Also, wenn Du bei Deiner Rodungsaktion noch Wacholder im Garten hast, raus damit!!

Ich habe noch die Sorte Conferenze, sie ist superreichtragend, aber nicht so lecker für mich, dieses Jahr haben viele Früchte jetzt schon Schorf. Williams Christ habe ich auch, der Baum ist noch jung und die Früchte hatten auch immer irgentwas. Bedenke bei Birnen, daß Du sie in der Regel nicht länger als 4-6 Wochen lagern kannst, also schaffe Dir nicht den starkwüchsigsten Baum, auf Sämling veredelt an. Meine sind auf Quitte veredelt. Pflanzabstand ist 4 m, der Kronendurchmesser etwa 2,5 - 3 m nach 4-5 Jahren. Diese Größe kann ich durch Schnitte beibehalten.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Juni 2011, 20:58:06
Die "Wurzelecht-Geschichte" kann durchaus auch bei etwa Quitten interessant sein. Wenn man beispielsweise einen Wurzelschößling eines Quittenbaumes der Nachbarschaft weiterkultiviert. Das wird durchaus was.

Auch selbstgesteckte Pfirsichkerne ergeben meist gute Bäume.

Bei Birne im Hausgarten würde ich mittlerweile auch auf die Quittenunterlage tendieren. Es sei denn , man möchte einen großen Solitärbaum. Es gibt neuerdings auch feuerbrandresistente Birnen, die zudem gut schmecken sollen, z.B. Harrow Sweet. Diese soll ähnlich der Williams sein, nur viel robuster.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 24. Juni 2011, 23:19:00
Mit den Wurzelschösslingen bei Quitten wäre ich seeeehr vorsichtig! Was ist wenn der Quittenbusch auf Quitte A oder C veredelt ist? Dann hat der Wurzelschössling nichts mit der darauf veredelten Sorte zu tun!!!!!

Sämlingsunterlage bedeutet übrigens, dass beim Apfel Kerne vom Bittenfelder Sämling oder Grahams Jubiläum und in den Niederlanden vom Boskoop ausgesät werden. Die entstehenden Jungbäume haben die Eigenschaft stark zu wachsen. Darauf wird dann die gewünschte Sorte veredelt. So wächst die darauf veredelte Sorte auch stark. Veredeln ist nichts anderes als Klonen auf einer Wurzel mit unterschiedlichen Wuchseigenschaften, sprich Wuchsstärke. Bei Birnen ist das genauso. Als Sämlingsunterlage nimmt man hier ausgesäte Kerne der Kirchensaller Mostbirne. Die Jungbäume wachsen stark und die darauf veredelten Sorten entwickeln große Bäume. Sollen die Bäume nicht so groß werden, nimmt man als Wurzel Quitten. Dies funktioniert mit der Unterlage Quitte A( starker Busch) und Quitte C(kleinwüchsiger Busch) Bei einigen Birnen muß man allerdings auf die Quittenunterlage erst die Birnensorte Gellerts Butterbirne veredeln und darauf dann die gewünschte Sorte, da die direkte Veredelung auf die Quittenunterlage bei einigen Birnen unverträglich ist.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Juni 2011, 23:38:29
Mit den Wurzelschösslingen bei Quitten wäre ich seeeehr vorsichtig! Was ist wenn der Quittenbusch auf Quitte A oder C veredelt ist? Dann hat der Wurzelschössling nichts mit der darauf veredelten Sorte zu tun!!!!!


Eben! Quitte A ist Quitte aus Angers und hat gute Fruchteigenschaften ;D.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 25. Juni 2011, 09:49:10
Die Eigenschaften von Quitte aus Angers kenne ich nicht, auch weiß ich nicht, wie diese Unterlage vermehrt wird. Bei Apfelsämlingen ist es jedenfalls so, daß z.B. beim Bittenfelder Sämling Kerne ausgesät werden und somit der Sämling keine identischen Eigenschaften hat. Jeder Kern bringt andere Fruchteigenschaften mit, nur die Wuchstärke ist identisch.

Fakt bleibt bei den Quitten aber auf jeden Fall, wenn auf Quitte C eine Sorte draufveredelt wurde, um die Wucheigenschaften von Quitte C zu erhalten, ist der Wurzelschößling auf keinen Fall identisch mit der Sorte, die darauf veredelt wurde. Hat man die Sorte Vranja oder Konstantinopeler auf Quitte C gekauf, wird der Wurzelschößling nicht Vranja bzw Konstantinopeler ergeben!!!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juni 2011, 21:31:18
Es müsste ja dann Quitte aus Angers-Sämling heißen (veredelt auf Quitte A Sämling)?

Es ist klar, dass die Schößlinge Nachkommen der Unterlage sind, und nicht des aufveredelten Baumes (Es sei denn, die Veredelungsunterlage wurde unter die Erde gebracht.)
Man kann Quitte auch per Steckling vermehren, dann hat man wieder die Ursprungssorte. Hab z.B. eine Cydonia "Krymska" aus Steckling.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: max. am 25. Juni 2011, 21:47:05
Zitat
...Die Eigenschaften von Quitte aus Angers kenne ich nicht, auch weiß ich nicht, wie diese Unterlage vermehrt wird....

wie die unterlagen vermehrt werden, weiß ich auch nicht. durch rißlinge oder durch sämlinge, vermute ich.
aber die eigenschaften kenne ich ein wenig:
apfelförmig, deutlich kleinfrüchtiger als konstantinopler, sehr aromatisch.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juni 2011, 22:01:03
Na, was will man denn mehr? Die Größe ist bei Quitten eh nicht wichtig. Im Gegenteil, je größer die Oschies sind, desto größer muss das Beil zum zerteilen sein ;D
Geschmack ist wichtig.

Ich glaube nicht, dass Quitte A durch Samen vermehrt wird. Sie soll ja gewisse Wuchseigenschaften sichern, und diese würden durch generative Vermehrung verloren gehen. Es heißt aber, "Unterlage:Quitte A". Wäre es ein Sämling von Quitte A, müsste es heißen "Unterlage Quittensämling".

Wer weiß es?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: max. am 25. Juni 2011, 22:11:10
das vermute ich auch, weiß es aber nicht.
ich habe aber mehrere unterlagen aus "quitte a", die vom birnenveredeln übrig waren, zu spalierbäumen gezogen. die fruchtqualität war -wie gesagt-überragend.
die bäume sind aber (durch gartenverlust) hinüber.
die (birnen)quitten im neuen garten sind nicht ganz so aromastark - dafür sind die früchte prächtiger.
@ mediterraneus:
bei euch gibt es doch ein quittenprojekt irgendwo in der nähe von würzburg. kennst du das?


Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juni 2011, 22:18:35
Du meinst sicher das Quitten-Projekt von Herrn Wittur :

http://www.mustea.de/

Ist zwar nur 60 km östlich von hier, ich war aber noch nicht dort. Dort gibt es auch einen Quittenlehrpfad. Da muss ich unbedingt mal hin. Die Quittensorten dort sind immer schon ausverkauft :(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: max. am 25. Juni 2011, 22:23:22
genau!
danke dir.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. Juni 2011, 09:38:47
@ Mediterraneus - wenn Du dort warst und etwas besonders Spannendes erfährst - dann lass es uns wissen. Ich werde meine Bäume sicher irgendwan im September kaufen, um sie dann in Ruhe bis Ende Oktober zu pflanzen.

Bin am WE mit Argusaugen durch meinen Garten gegangen, habe die Wiese aus allen Richtungen nochmal begutachtet.

Wenn die o.g. Bäume im Herbst gefällt werden, dann sieht es für neue Bäume schon richtig gut aus.

Die Reneklode steht leider bissel ungünstig - im Thema dazu hatte ich schon Einiges geschrieben. Die hat einen sehr merkwürdigen Kronenaufbau - ist aber sehr wüchsig und gesund. Würde mir leid tun, die auch wegzunehmen.

Wie gesagt - ich glaube - die Sauerkirsche bleibt - die hat wirklich mehr Früchte dies Jahr, und wenn ich im Sommer nochmal ein paar innere Äste auf nach außen zeigende runternehme und außen noch einmal 'abrasiere' dann hoffe ich mal, dass es im nächsten Jahr richtig gut wird. Egal, welche Sorte es ist - ich habe sie damals definitiv als sehr moniliaresistent gekauft -und das ist sie auch. Habe ganze fünf Zweige mit Monilia gesehen.

Ist eigentlich der Schnitt bei Pflaume und Reneklode auch im Sommer sinnvoll?. Dann könnten die zielgerichtet zum Entwickeln ausgewählten Zweige sich bis zum Winter noch stärker entwickeln - so denke ich jedenfalls.

Auch einige senkrechte vom Klarapfel will ich demnächst noch rausschneiden. An den Enden der Seitenäste schneide ich ab jetzt nichts mehr.

Zur Birne - dass man Birnen zum Einwecken vor der eigentlichen Reife erntet - davon habe ich mal gehört - aber ich habe sie auch gern saftig und daran scheitert es bei manchen Sorte. Torngern oder Conference - werden die richtig saftig, wenn man sie bis zur Endreife dran lässt??

Für die Quitte habe ich einen prima Platz gefunden. Nicht mal richtig auf der Obstwiese, sondern am Zaun. Ich werde dort alte Schneebeeren roden und dann hat die Quitte dort irre viel Platz. Quitte kommt doch auch mit Halbschatten klar - so habe ich gelesen??

Nachtrag: @ Apfelfreund, habe grad nochmal geschaut - bei mir hätte sie ähnliche Bedingungen wie bei Dir ggf. sogar bissel länger Sonne. Also guter Platz.

Ich hatte nach Rezept Gelee' versucht - soll ja schon von sich aus gut gelieren - war aber nix, dann habe ich noch normalen Glierzucker dazu genommen - es ist weiterhin viel zu dünn. Außerdem habe ich noch Mus gemacht und mit Apfelmus zusammen verarbeitet - das finde ich sehr interessant -auch weil die Konsistenz etwas grober bleibt durch die Quitten.
Inzwischen habe ich auch einen Dampfentsafter - könnte für Quitten auch eine Möglichkeit sein.

Aber erstmal muss ein Baum - Buschbaum - her. ;D

Und dann kommt der Tag - wo ich es nicht schaffe, mein Obst zu verarbeitern - geschweige denn zu essen? ;)

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 27. Juni 2011, 12:17:05
Deshalb sollte die Obstherstellung so geplant werden, daß nicht alles gleichzeitig reif wird und darauf hoffen, daß die Pflanzen sich dann auch an ihren Produktionsplan halten.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. Juni 2011, 14:01:01
Wieder zurück in die Planwirtschaft - hatte eben auch seine Vorteile ;).

Sieht aber ganz gut aus - wenn es mal so werden würde:

Beerenobst - Juni/Juli
Sauerkirschen - Juli
Klaräpfel - Juli/August
Augustäpfel - August
Zwetschgen - August/September
Holunder - September
Reneklode - wahrscheinlich nie ;)
Goldparmäne - September/Oktober
Birne - Oktober
Boskoop - Oktober
Quitte - Oktober/November

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: BigBee am 27. Juni 2011, 15:34:23
Perfekt ;) :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 27. Juni 2011, 15:36:42
Boskoop schmeckt erst, wenn etwas gelagert, deshalb kannst du ihn auch nach hinten raus schieben, bis März etwa.

Quitten lassen sich auch bis Dezember lagern und gewinnen an Aroma.

So bist du im Oktober nicht so gestresst ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: BigBee am 27. Juni 2011, 15:56:19
Mehr als perfekt! ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. Juni 2011, 16:06:48
Was ich mich freu ;),

dazu kommt leider, dass die beiden großen Apfelbäume - Goldparmäne und Boskoop - gemeinschaftlich nur alle zwei Jahre richtig tragen. Dies Jahr nur die Goldparmäne - der Boskoop ist fast komplett in der Blüte erfroren. Die Goldparmäne habe ich bislang nur als übles Fallobst angesehen - aber seit es mit dem Obst weniger geworden ist - und der zweite große Hauptast abgebrochen war - sind zum Erstaunen diese Äpfel von der Qualität wieder besser geworden.

Vom Augustapfel fehlt mir leider die Sorte - wir hatten sie mal hier im Forum - auch als Erntebild - rotbackige, rel. kleine Äpfel - sehr schmackhaft und saftig. Vielleicht weiß das ja jemand auf Anhieb - das Thema habe ich nicht mehr gefunden.

Mit dem Lagern, das hatte ich bei sehr guten Ernten schon mal probiert. Irgendwann wurden selbst die schönsten Äpfel mal schlecht. Ich spritze nichts - schon garnicht die Riesenbäume - daher haben sie natürlich auch mal ne Stelle oder einen Schädling - dann ist die Lagerhaltung bissel schwierig.

Ich hab' noch einen nicht isolierten Kellerraum zur Nordwand hin. Der hat richtig Kellerklima und müffelt auch so. Dort will ich vor diesem Winter eine Aktion machen - alles raus, was nur geht, Baustoffe, Trödelkisten.
Dann lege ich eine Schicht Tonpflastersteine auf den Boden - unverfugt - damit soll man im Winter durch kurzes Begießen die Temperatur nochmal senken können und die Luftfeuchtigkeit erhöhen - aber dazu muss wirklich alles andere dort raus. Da überwintern bisher ganz prima Dahlien und Kübelpflanzen - für Obst aber wahrscheinlich immer noch bissel zu warm. Einige Löcher z.B. an Rohren kann man noch dicht machen. Mal sehn' was da geht. Tür isolieren...

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 27. Juni 2011, 17:05:49
Die Sorte Tongern ist saftig ohne Ende, ist dabei aber nicht so matschig, wie z.B. eine reife Williams Christ. Conference ist weicher und nicht ganz so saftig.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. Juni 2011, 17:08:27
Dann kommt sie auf meine Planungsliste - danke!

Habe grad etwas von guten Befruchtern für die Sorte 'Tongern' gelesen - brauchen Birnen unbedingt eine Befruchtersorte?? Keine Ahnung, ob bei mir in der Nähe noch irgend jemand ne Birne hat - ich habe keine mehr. Die war komplett dem Gitterrost zum Opfer gefallen. Der rechte Nachbar hat immer noch Wacholder >:(

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 27. Juni 2011, 17:23:58
Kleine Zwischenfrage hier nach erfolgloser Forumssuche: Wie und wann mache ich Johannisbeer-Stecklinge?

Danke :)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. Juni 2011, 17:28:55
Ich würde sagen jetzt, von jungen einjährigen Trieben. Habe aber auch schon mal was gelesen von Stecklingen, die dann erst im Oktober geschnitten wurden und zum Überwintern waagerecht eingeschlagen wurden. Dann erst im Frühling gepflanzt.

Kannst Du nicht einen jungen Trieb zum Boden biegen und 'Absenken'. Anritzen, Stein drauf und auf Bewurzelung warten.

Wenn Du den alten Strauch jetzt nach der Ernte stark zurückschneidest, bekommst Du starke junge Triebe, die wären dann allerdings erst im Herbst fertig zum Schneiden - das wäre die Überwinterungsvariante wahrscheinlich.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: brennnessel am 27. Juni 2011, 18:13:41
Mir schrieb einmal eine alte Gartenfreundin aus Lettland, man sage dort: "Johannisbeeren kann man 13 Monate im Jahr bewurzeln!" ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 28. Juni 2011, 09:14:02
Okay, also Johannisbeerstecklinge jederzeit ...

Absenker machen wird schwierig. Der Stock steht an der Grenze, gehört der Nachbarin, die allerdings wegen ihrer wuchernden Haseln den Strauch vermutlich seit Urzeiten nicht mehr gesehen und somit abgeschrieben hat. In ziemlicher Dunkelheit hat er 2 Fruchttrauben hervorgebracht, was für seinen Überlebenswillen spricht.

Einen Stock in rot hätte ich gern, also probiere ich es halt mal mit halbverholzten Trieben, wenn Ihr meint, die wurzeln eh brav.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juni 2011, 10:29:51
Zum Lagern:
 So lange wie möglich im Freien lassen. Obst in Steigen, luftig, trocken. Irgendwo auf Terrasse, Garage, Schuppen etc.
Leichte Fröste schaden nicht, ggf. mit Decken, Jute etc. mal ne Nacht abdecken.
Das Obst ist dann im Dezember noch so wie bei der Ernte (ein paar faulen, ist aber normal, Monilia).

Wenn es zu kalt wird, muss mans dann reinräumen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 28. Juni 2011, 12:47:07
....aber bitte nicht in der Sonne, sondern immer im Schatten.

Trocken und luftig sehr richtig. Dabei aber so kühl wie möglich. Und das kann im belüfteten Keller dann kühler sein als draußen.

Das mit dem Frost kann man nicht so generell unproblematisch sehen.
Leichter Frost macht einigen Apfelsorten bei der Lagerung nichts.
Andere bekommen schon bei unter +2 Grad Kältefleischbräune.
Hinsichtlich der andern Obstarten fehlt mir da die Erfahrung.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Juni 2011, 13:16:22
Rambur, Boskoop, Wintergoldparmäne und Welschisner vertragen Frost. Bei mir kompletten Winter auf Dachboden ohne Isolierung, Kisten stehen auf dem Boden und werden im Winter mit alten Teppichen abgedeckt. Sie frieren bei Dauerfrost langsam an, da dort nicht geheizt wird. Welschisner hält dort bis April knackig, Wintergoldparmäne bis Jan, Rambur bis Februar/März. Im wärmeren Keller klappt das nicht.
Wichtig scheint auch eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sein, die ich bei mir im Keller nicht so hinkriege (kein gemauerter Naturkeller, leider).

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Juni 2011, 14:29:33
So niedrige Temperaturen wie möglich - ist mir auch noch gut in Erinnerung - im Keller können es schon mal über 10 grad werden in warmen Wintern. Die Luftfeuchtigkeit bekomme ich jedenfalls hin - die Wände waren irgendwann mal verputzt - aber der ist schon sehr brüchig wegen Salpeter etc. Inzwischen ist das Haus außen herum zwar im Boden gesperrt - aber nicht die Horinzontale - war leider zu teuer. Also haben wir noch genug Feuchtigkeit - einmal ein Vorteil 8) und die Nordwand ist unverputzt und unisoliert - endlich auch mal ein Vorteil.

Wenn es nicht zu viel ist - und das erwarte ich leider auch nicht - könnte ich mal einen Platz in der Garage vorsehen - zum Abdecken findet sich sicher genug - ist nur blöd wegen ggf. Automief.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Juli 2011, 14:54:24
Nachfrage zu 129

Brauchen Binen eine Befruchtersorte, oder sind sie selbstfruchtbar??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 04. Juli 2011, 21:05:45
Wenn Du nicht gerade einsam auf dem Land wohnst, wo im Umkreis von mehreren Kilometern kein Baum steht, dann brauchst Du eine Befruchersorte. Ansonsten mach Dir nicht soviel Streß, irgentwie verlieren sich immer ein paar Pollen auf den Blüten, jedenfalls bei mir.

Tongern hat bei mir mal mehr und mal weniger Birnengitterrost. Schön finde ich bei Tongern auch, daß sich das Laub im Herbst so orangerot verfärbt!! Sieht toll aus.

Schenke Deinen Nachbarn gleich auch einen Birnenbaum. Bei Birnengitterrost frage dann ganz dumm nach, ob sie Wacholder haben... ::)Vielleicht schenkst Du auch eine gute Befruchtersorte, sag, damit sich Deiner nicht so einsam fühlt, dann kann gar nichts mehr passieren... 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. Juli 2011, 13:01:12
Vielleicht nicht mal so eine schlechte Idee - was kommt als Befruchtersorte bei Tongern denn gut - oder reicht nicht eine zweite Tongern beim Nachbarn??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Bienenkönigin am 06. Juli 2011, 21:50:58
Hallo zusammen,
erstmal eine Frage zu Stachelbeeren: Seit vorigem Jahr frisst irgendwer innerhalb von 1-2 Tagen meine Büsche kahl. Nur das Laub und nicht die Beeren. Dies passiert so Anfang -Mitte Mai. Vielleicht Spanner? Hab mal ein paar Raupen gesehen, aber das waren nicht soviele daß sie alles kahl fressen könnten. Danach sind sie? auch noch mal jetzt im Juni aktiv gewesen, aber an den Jostas. Also wer ist das und was kann ich wann dagegen tun?

Apfelfreund: Wann schneidest du deine Quitte so zurück?

Liebe Grüße

Stephanie
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. Juli 2011, 09:55:35
Doch, das sind die Raupen, so kleine grünliche Dinger, die fressen im Handumdrehen alles kahl. Und wenn man es merkt, dann ist es meist schon zu spät.

Man kann die Dinger abschütteln, weil sie sich bei Gefahr fallen lassen. Aber was drunter halten, sonst kriechen die wieder rauf und du hast nix gekonnt.

In Frage kommen einige Raupen: Frostspanner, Kohlweißling.

Es schadet den Sträuchern nicht wirklich, die treiben wieder aus. Aber ich weiß, dass das unheimlich nervt. Hatte ich auch an meinen Hochstämmchen mal und viel zu spät gemerkt.

Quitte weiß ich auch noch nicht, habe noch keine. Man muss sie wohl garnicht regelmäßig schneiden - man kann aber.

L.G
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 08. Juli 2011, 08:10:58
... oder die Larven der Stachelbeerblattwespe. Erkennbar sind sie daran, dass sie mehr Beine haben als Schmetterlingsraupen. Dies haben (glaube ich) maximal 10 (3 Paar echte Beine und 4 Paar Bauchfüße), die sogenannten Afterraupen der Blattwespen haben noch mehr Bauchfüße.
Blattwespen sind recht standorttreu, d. h. wenn du nichts dagegen machst, werden sie recht regelmäßig jedes Jahr wieder auftreten.
Grüße Floris
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juli 2011, 08:18:40
Den Kahlfraß, den ich vor ca. 6 Jahren mal hatte, bin ich ohne weitere Maßnahmen wieder losgeworden. Seit dem hatte ich noch ein einziges Mal ein paar Raupen - aber da ich die eher gesehen hatte, wurde es nicht so verheerend.

Habe grad mal nachgeschaut - ich glaube es waren diese grün-gelben Räupchen der Stachelbeerblattwespe. Regelmäßiges Mulchen unter den Büschen - bei mir waren es Hochstämme - soll gut sein - vielleicht habe ich deshalb nichts mehr gehabt - der Boden liegt bei mir selten frei.

Ich las grad was von Befall an Johannisbeeren - ich meine mich eindeutig erinnern zu könnnen, dass einzig die Stachelbeeren befallen waren.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 08. Juli 2011, 08:40:05
ich hab´sie an beiden Arten, interessanterweise aber nur dort wo die Sträucher im Staudenbereich und unter Bäumen stehen, der Boden also auch ungestört bedeckt bleibt. Da mache ich auch nichts dagegen.
Meine "Ertragssträucher", nicht sehr weit weg, werden von mir intensiv beäugt. Bisher halten sich die Blattwespen aber im Hintergrund auf, zu ihrem Glück.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Juli 2011, 08:42:40
Naja, die haben wahrscheinlich noch nichts davon gehört, dass sie dort, wo gemulcht wird nicht vorkommen. Ich denke, auch eine dichte Unterpflanzung erfüllt den gleichen Zweck - sehr merkwürdig.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 09. Juli 2011, 12:12:13
@ Stephanie, ich schneide meine Konstantinopeler Quitte im auslaufenden Winter, also Ende März Anfang April zurück. Die Peitschen sind dann etwa einen Meter lang und ich kürze sie auf maximal 9 Augen zurück. Noch ist die Quitte jung, etwa 6 Jahre, irgentwann muß ich wohl auch mal ins alte Holzr schneiden, damit sie mir nicht zu hoch wird.


@Gänselieschen Als Befruchtersorte nimmt man niemals die gleiche Sorte!! Also schenke Deinem Nachbarn nicht die Tongern, die Du Dir kaufen willst. Leider habe ich keine Befruchterlisten, aber ich denke, daß es fast egal ist, was Du Deinem Nachbarn gibst. Meine Tongern stand viele Jahre alleine und hat immer gut getragen. Jetzt habe ich weitere Birnenbäume und Tongern trägt nicht mehr. Nehme Birnenbüsche, die werden nur 3m hoch und etwa 3-4m breit.

In erster Linie beabsichtigst Du ja auch nicht einen Befruchtungspartner zu finden, sondern Deinen Nachbarn davon zu überzeugen, daß der Wachholder weg muß ;D Die positiven Befruchtungsverhältnisse sind ja nur Beiwerk... 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 10. Juli 2011, 23:16:31
Obwohl ich schon Jahrzehnte lang ab und an durch die Kölner Flora (Bot.Garten) schleiche, sind mir die bestimmt 10 m hohen Bäume von Diospyros lotus und D.virg. bisher nicht aufgefallen. Blindfisch, der ich bin. Ich wußte gar nicht, daß die so groß werden.

In der Flora gibt es seit ein paar Jahren einen Fernsehgarten, wohl in Kooperation mit dem WDR. Da ist auf ca. 300-400 qm ein bisschen Stauden, Gmüse, Obst, Buchs etc. aufgepflanzt. Sieht ganz nett aus und wird wohl von einem Gärtnermeister, der auch auf WDR 3 Beitäge macht, mit betreut.

Neu ist jetzt daneben eine kleine Obstwiese, die danach aussieht als wäre sie dieses Frühjar (oder im Herbst) aufgepflanzt worden. Leider abgezäunt, so daß ich die Sortenschilder an den Bäumen nicht alle lesen konnte.
Ca. 10-12 Hochstämme (Äpfel, Birnen, Plaumen und eine Süßkirsche) und 2 Buschbäume. Einen Teil der Sorten fand ich auch vernünftig gewählt.

Aber die Hochstämme sind teilweise nur ca. 5 m auseinander gepflanzt, z.T. auch vielleicht 6-8m.
Das ist natürlich viel zu wenig und ich befürchte schon, daß sie die Raumprobleme später, wie viele Gartenbesitzer in diesem Lande auch, versuchen mit Schnitt zu lösen.
Was natürlich Unsinn wäre.

Außerdem frage ich mich, warum man bei den Pflaumen z.B. 2 x "Nancy" und eine Reneclaue pflanzt.
Warum nicht 3 verschiedene Sorten?
Die Ananasrrenette als Hochstamm werde ich mit Interesse verfolgen. Ob sie die wohl im Schnitt hart rannehmen? Ansonsten hätten sie permanent mit Vergreisungserscheinungenn zu tun.
Zu fragen wäre noch, wie man später 3 Birnenhochstämme als Altbäume vor dem Gitterrost bewahren will. Aber vielleicht haben die in der Flora ja Spritzmöglichkeiten, die so hoch reichen.
Der Erziehungszustand der Bäume war auch nicht formidabel. Meist keine vernünftige Leistastauswahl- und Aufbau und z.T. ziemlich wirre Jungkronen. Das wird, falls das so weitergeht, später nicht zur Stabilität und zum "luftigen" Baum beitragen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juli 2011, 14:09:04
Zuccalmaglio, du bist zu perfekt für diese Welt ;)

Statt Ananasrenette hätte ich auch lieber deinen Namensvetter-Apfel genommen ;D

Ich vermute mal, die haben die Bäume genommen, die ein "Gönner" zur Verfügung gestellt hat.
Die Pflanzabstände gehen ja noch gerade so. Manche Bäume wachsen ja eher aufrecht, eher aber nicht die Mirabellen :(
Der fachgerechte Schnitt wird vielleicht erst in einer künftigen Gartensendung gezeigt :-X
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 11. Juli 2011, 16:14:07
@ medi....

...das sagt meine Frau auch immer ...

Ich weiß nicht, Zuccalm. ist zwar ein wenig triebstärker als die Mutter Ananasrenette, verlangt aber auch einen kräftigen Rückschnitt, was bei groß-und/oder hochkronigen Kronen nicht so der Bringer ist....

Die Abstände sind m.E. viel zu gering angesichts solcher Sorten wie
J. Lebel, Rheinischer Krummstiel, Schneiders Knorpel u.a.
Neben einer von vorherein verkorksten Kronenerziehung ist der nicht ausreichende Baumabstand der Kardinalfehler in den meisten Gärten.

Aber bei so etwas im öffentlichen Schauraum unter (vermuteter) fachlicher Betreuung finde ich das ziemlich traurig.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Juli 2011, 07:10:37
Ich vermute mal, diese öffentliche Pflanzung bleibt ggf. nicht die nächsten 50 Jahre bestehen ;)
So werden die Kronen nie ihre endgültige Größe erreichen.

Aber du hast schon recht, es soll ja ein gutes Beispiel sein, zum Nachmachen geeignet.

Zuccalmaglio wächst bei uns noch vereinzelt auf Streuobstwiesen. Wird nicht mehr geschnitten. Baum trug immer gut, aber kleine Früchte, was aber sortentypisch ist. Muss mal schauen, ob der Baum noch steht.
Zumindest die Ananasrenette sollte mit dem Abstand zurechtkommen, wenn da allerdings die Kirsche direkt nebendransteht...
Es ginge noch schlimmer...z.b. mit Walnuss oder Marone dazwischen :-X
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 12. Juli 2011, 09:27:26
Bäume in Bot. Gärten stehen normalerweise für die Ewigkeit, auch wenns nur Obst ist ......

Zucc. finde ich für die Streuobstwiese nicht geeignet. Hatte selber einen. Einfach zu schwachwüchsig und damit zu viel Arbeits-/Schnittaufwand mit z.T. sehr, sehr kleinen Früchten bei zu wenig Schnitt.
Andersrum scheint es aber auch nicht optimal. Bei mir auf M26 für die Sorte relativ großfrüchtig mit viel Glasigkeit im Fruchtfleisch. Andere Äpfel daneben ohne diese, deshalb wird`s eher nicht an den Bodenverhältnissen liegen. Die Früchte auch sortenuntypisch übergroß und mit viel mehr Backenrot als die fast rein gelben vom Hochstamm bzw. Sämling. Dort ist bei Sonnenfrüchten nur ein Hauch Rot zu sehen.
Ein Vorteil der schwachen Unterlage ist der halbwegs regelmäßige Ertrag von ca. 100 zu 50 im Alternnanzjahr.

Vermutlich ist der Mittelweg, sprich eine M7 oder MM111 Unterlage hier
die vernünftigste Lösung. Ich werde dieses Jahr die Ernte noch abwarten und schauen was mit der Glasigkeit ist. Vielleicht wirds mit den Jahren besser. Sonst werde ich mir die Sorte auf M7 wieder besorgen oder veredeln lassen und den anderen Baum roden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Juli 2011, 13:21:46
Vielleicht ist es ein geheimes Versuchsprojekt in Sachen neuer Schnitttechnik :P

Hier gibt es typischerweise Apfel nur auf Hochstamm als Streuobst. Vorwiegend für die Mostherstellung (Äppelwoi für die Hessen), früher für den Eigenbedarf an Most.
Daneben wurden "gute Äpfel" eingelagert.
Ich vermute, der Zuccalmaglio kam in den Wein. Obwohl die Früchte jetzt nicht soo klein waren. Lecker sind sie :-*
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Juli 2011, 13:31:45
Das klingt für meinen Anfängerhorizont schon ziemlich speziell - aber auf Abstände achten werde ich wohl schaffen.

Bin momentan am Überlegen, ob ich einen von mir gepflanzten Walnussbaum doch noch mit roden sollte. Der wird mir später aus dieser Richtung auch die Obstwiese beschatten. Noch geht es - aber er wächst wirklich gut. Im Vorgarten steht auch ein Walnussbaum - ein schwächeres aber älteres Exemplar - der trägt - das müsste eigentlich für eine Familie auf Dauer auch reichen.
Schade eigentlich - schöner Baum - aber den anderen Obstbäumen wird er irgendwann das Licht nehmen bei seiner Endgröße.

Freu' mich dies Jahr sehr über mein Beerenobst. Habe eine ziemich späte rote Johannisbeere, ein Hochstämmchen, ca. 8 Jahre alt, der trägt dies Jahr besonders gut. Hatte ihn schön zugehängt mit ner Gardine - gestern geerntet- 4 kg.

Und hier mal ein Foto



Rote Johanna nah.JPG




Rote Johanna.JPG



L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Juli 2011, 14:37:35
Hilfe, wo hatte ich meine Frage zu den angestochenen Stachelbeeren gestellt?? Ich finde sie nicht mehr wieder.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 12. Juli 2011, 15:45:38
Garten und Umwelt - Pflanzengesundheit - Raupen auf Stachelbeeren/Johannisbeeren, Seite 2 :)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Juli 2011, 16:08:16
Danke :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 13. Juli 2011, 07:25:05
Garten und Umwelt - Pflanzengesundheit - Raupen auf Stachelbeeren/Johannisbeeren, Seite 2 :)

 ;D ;D ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 14. Juli 2011, 08:53:57
Schön, wenn Ihr Euch freut ;)

Wenn jetzt nicht bald das erste Fallobst vom einzigen in diesem Jahr tragenden Apfelbaum kommt - hat es sich bei mir für's Erse ausgeobstelt.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Damax am 15. Juli 2011, 13:59:27
 als ich noch alles beim Gärtner kaufte und auf seine Ratschläge
horchte, war ich im selben Zustand wie Du (und meine Bäume auch).
Dann verwendete ich die empfohlenen TypenUnterlagen und Sorten
der Landwirtschaftskammer, es wurde nicht anders.

 nun, da ich alles selbermache, meine Freude am Pfropfen und Pflanzen
habe, klappt es bestens. Es wäxt und gedeiht und die Mäuse sind auch
kein Thema mehr.
 Nur sind halt derweilen 20 Jahre vergangen ..................
  ............... damax
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: AndreaeS am 15. Juli 2011, 20:16:09
Mal eine Frage.

Vorige Woche habe ich auf einem Wochenmarkt eine sehr leckere und besonders große Süßkirschensorte gesehen, diese wurde auch als XXL ausgewiesen. Ich habe gleich mal bei diesem Verkaufsstand nachgefragt. Mir wurde gesagt es handelt sich dabei um die Sorte "Satin". Kennt diese hier jemand ?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Most am 15. Juli 2011, 21:08:33
Meine Apfelbäumchen sind prall voll mit Früchten. Die Aeste biegen sich unter der Last bis zum Boden.



apfelbäumchen 1 2011.jpg



apfelbäumchen 2 2011.jpg


Das Zweite wächst auch schon ganz schief. Wird Zeit, dass ich bald ernte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 17. Juli 2011, 20:14:25
Hallo Most, ist das nicht ein prächtiger Anblick?? Habe den Mut und reduziere die Äpfel um die wurmstichigen und mickrigen und deformierten Äpfel!! Dann nehme noch mehr heraus. Die verbleibenden werden um so schöner. Außerdem schwächst Du den Baum nicht; er wird Dir auch nächstes Jahr wieder genug Obst liefern. Wenn Du nicht reduzierst, kann es passieren, daß Du nächstes Jahr kaum Äpfel hast; das nennt man Alternanz!!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Aprikosenmöchtich am 17. Juli 2011, 20:38:25
ja, dem Baum muß man wohl helfen:
redzieren
abstützen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 25. Juli 2011, 15:15:11
Bisschen Zeit wieder gefunden, hier lernt man so viel, lieben Dank.

Ich stell mal hier die beiden Fragen, die ich habe:

- Wo im Garten stellt man am besten Herbsthimbeeren hin?

- Gleiches für einen Marillenbaum, und: Wo finde ich geeignete Sorten für meine Gegend und meinen Boden?


Danke im voraus, auch Links reichen!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. Juli 2011, 10:46:06
Mein Freund hat auch so einen stark tragenden Apfelbaum - wir haben schweren Herzens ausgelichtet und außerdem noch abgestützt. Rein äußerlich sieht er dem Baum auf dem rechten Foto sehr ähnlich.

Bei dem Regen am WE hat sich ein sehr kleiner Apfelbaum schräg gelegt - steht total im Sumpf. Wir haben ihn neu angepflockt und gebunden - aber hat er dennoch Chancen? Fast ausgewurzelt auf einer Seite. Das kann bei dem Gelände offenbar immer wieder passieren.

Ich beschäftige mich im Hintergrund immer weiter mit der Suche nach den passenden Obstbäumen. Ist nicht einfach, die o.g. favorisierten Sorten überhaupt zu finden. Würdet Ihr Obstbäume online irgendwo bestellen - ggf. zurückschicken, wenn der Wuchs nicht stimmt?? Oder in jedem Fall eine Baumschule vor Ort suchen??
Es gibt auch nicht alles bei einem Anbieter. Bei mir würden es wohl drei Bäume werden - und drei Anbieter - irgendwie blöd.

Meine Sauerkirsche hat wieder schwer mit der Sprühfleckenkrankheit zu kämpfen. Was tun außer absammeln des Laubes und entsorgen?? Habe gelesen, dass dies grad in nassen Sommern viel der Fall ist. Inzwischen muss man ja sagen, dass es ein nasser Sommer geworden ist.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 27. Juli 2011, 11:01:22
@ Gänselieschen
Habt Ihr so sumpfiges Gelände? Oder ist der Baum vom Wind gefällt worden? dann könnte ja Anpflocken Sinn machen.


Bei mir im Zweitgarten gibt es eine dünne wasserführende Schicht in ca. 1m Tiefe. Einer meiner Nachbarn meinte, dies sei für Apfelbäume nicht gut, die würden kümmern, weil sie zu nasse Füsse bekämen. Spontan hätte ich bei Kümmerwuchs eher auf Wühlmausbefalle getippt. Wie sind Eure Erfahrungen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 27. Juli 2011, 12:07:04
Tja Gänselieschen,

drei Pflanzen und drei Baumschulen - das kenne ich.

Suchen, suchen, suchen, und finden.

Ich habe mittlerweile zwei Baumschulen ausfindig gemacht, bei denen ich

a) meine Pflanzen finden kann und

b) zufrieden sein kann mit dem Service.

Eine ist in Bommerholz bei Witten in der Nähe von Dortmund, eine sehr große Baumschule, bei denen Pflanzen wie Toptaste und Rubinola zu erhalten sind und die andere Baumschule ist in Erfurt.

Hier bekomme ich die modernen Sauerkirschsorten auf wurzelechter Grundlage.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 27. Juli 2011, 12:09:09
Im Hinblick auf die Sprühfleckenkrankheit bin ich dieses Jahr im Moment sehr positiv überrascht.

Keine nennenswerten Erscheinungen, selbst bei der Saphir nicht. Hoffentlich bleibt das so.

Ich habe allerdings dieses Jahr jedes Blatt entfernt, welches Anzeichen machte, gelb zu werden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 27. Juli 2011, 12:18:14
Die Brombeeren sind reif und in großer Fülle erschienen - äußerst wohlschmeckend.

Pünktlich zu diesem Ereignis wird das Wetter sommerlich 8).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. Juli 2011, 12:20:13
@ Oile, das Bäumchen steht an der Küste in meinem sozusagen "Zweitgarten" - der Garten meines Partners. Dort war früher alles Sumpf, zum Bau der Siedlung wurde entwässert, aber die Unterlage ist sicher in geringer Tiefe weiter undurchlässig. Wenn es zu stark geregnet hat, ist die Wiese total patschig. Der Baum steht ca. drei Jahre. Ein ganz kleiner Apfelbaum aus dem Supermarkt :-\, ich habe ihn nicht gekauft, ich nicht.... Da stand soviel drauf wie: Apfel, gelb ;D ;D Hatte im letzten Jahr zwei wunderbare gelbe Äpfel, in diesem hängen ca. 10 kleine rote Äpfel dran - oh Wunderbaum.
Aber - Wühlmäuse gibt es in diesem Garten nicht - immer wenn ich klage, heißt es : Komm' doch zu mir (kein Giersch, keine Wühlmäuse, wüchsiges Gemüse, gut tragendes Obst (Apfel, Pfirsich, Brombeeren), wenig Frostschäden....

@ Konterkater: also das Pro zur Suche einer Baumschule - nicht online bestellen. War mir im Grunde schon klar.
Blätter absammeln bei ca. 3,50 Höhe ist gaaaaanz schlecht. Die Inkubation beträgt ca. 6 Tage - ging auch alles ziemlich schnell. Nun fällt das Laub.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 27. Juli 2011, 16:41:50
Bei dem Gartencenter in Erfurt habe ich telefonisch mit Versand bestellt.

Die beiden Kirschbäume haben ohne Laub im November vier Tage Postlagerung überstanden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 27. Juli 2011, 16:44:24
Es gibt Leitern, da kommt auch Frau 6 Meter hoch. Es darf natürlich keine Höhenangst vorliegen.

Ich klettere sehr gerne hoch. Der Ausblick 6 Meter höher ist phantastisch. Alles kann unter einem anderen Winkel betrachtet werden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 27. Juli 2011, 17:12:30
Ich stelle aus passendem Anlass (ein gar arg buntes Prospektchen von A.. & S ... wieder mal erhalten) die Frage:

Da dieser Versender offenbar alle möglichen Obstsorten als Säulen, diverse Exoten etc. hat, und alles ist ur-super-einfach 8) - warum mach ich mir die Mühe, lese mich wuschig mit Unterlagen etc pp, fahnde nach Krankheiten, Befruchtern, exemplarischen Sorten?

Sind diese Säulendinger wirklich so geschmacklos und sinnlos, weil die Bäume das nicht tun, was sie sollen? Nirgendwo in "besseren" Foren las ich was Gutes über die Säulenbäume, speziell abseits von Apfel, aber ist dieses "Wissen" noch aktuell?

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 28. Juli 2011, 08:12:05
Ich unternehme mal einen Versuch, eine brauchbare Antwort zu liefern.

Hier im Forum wurden wiederholt negative Erfahrungen mit Säulenobst geschildert.

Das liegt wohl vor allen Dingen daran, daß es sich um Auslesen schwachwüchsiger Pflanzen handelt, die in der Regel wesentlich mehr Pflegebedarf haben und auch nicht so widerstandsfähig sind als starkwüchsige Pflanzen.

Beim folgenden Link hat sich ein Baumschulbetreiber mit Säulenobst geäußert, und darauf hingewiesen, daß zum Beispiel Seitentriebe bei Kirsche und Birne recht häufig sind und daß die Sortenauswahl per se stark eingeschränkt ist:

http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartenpraxis/nutzgarten/experten-tipps-fuer-saeulenobst-26811



Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 28. Juli 2011, 09:19:06
Danke Konterkater ... es bleibt also immer noch eine pure Ausweichmöglichkeit, wenn man keinen "richtigen" Baum platzmässig unterbringt ...

Also werde ich doch weiterforschen, allenfalls ein paar "McIntosh" als Säulen, um optisch einen Abgrenzung zum nächsten Gartenraum zu schaffen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 01. August 2011, 08:07:18
Ich wollte nur mal verkünden, dass an meiner "Hanita" ca. 7 wunderbare dicke Pflaumen hängen, jetzt wo sie blau werden, kann man sie endlich zählen ;D ;D ;D.

7 Pflaumen - den Rest hatte der Spätfrost geschafft. Der Baum hatte grad abgeblüht - nach dem Frost fand ich lauter winzige schwarze Fruchtansätze. 2 Pflaumen fielen im laufe der Zeit schon ab, leicht verfärbt und schon angefressen.

7 Pflaumen, die ich sicher gütlich mit Wespen, Amseln, Ameisen, Meisen, Monilia und Pflaumenwickler teilen muss.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Bienenkönigin am 01. August 2011, 20:32:33
Hallo Zusammen,
ich habe nochmal eine Frage zu einer meiner Quittenbäume. Im Frühjahr trieb sie erst nur spärlich aus, berappelte sich dann aber so Ende Mai und blühte nur vereinzelt. Da sie voriges Jahr sehr viel getragen hat, dachte ich sie macht mal eine Pause.
Nun trieb sie aber im Juli nochmal viele neue kleine Äste und blüht jetzt an diesen wie sonst im Frühjahr. Ist das jetzt eine Notblüte vor ihrem Sterben und wenn ja was hat sie? Muß ich mir Sorgen machen und was könnte ich tun? Der Baum ist jetzt 7Jahre alt

Vielen Dank und liebe Grüße
Stephanie
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 03. August 2011, 10:33:54
@ Bienenkönigin, da habe ich leider keine Ahnung von, vielleicht findet sich noch jemand für Deine Frage.

Bei mir gibt es auch etwas Neues. Hier wurde ja schon geschrieben - die "Hanita" sei recht brüchig. Heute morgen hängt ein großer Ast runter, einfach gebrochen. Wir hatten weder Sturm noch sonstwas, dicker Behang ist ja nun auch nicht. Die hat ja einen recht steilen Wuchs, diese spitzen Winkel lassen sich einfach nicht vermeiden. Wenn ich mir vorstelle, die hängen dick voll - da ist doch so etwas vorprogrammiert. Mist, jetzt geht die Eierei wieder los. Erst dachte ich an irgendein Tier - aber das scheint mir gewagt - so schwere Tiere, die klettern gibt es ja nun doch nicht - und meine 7 Pflaumen hängen ansonsten auch noch dran. Die Wespen sind schon gut dabei.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 03. August 2011, 13:24:20
An Hanita können keine Pflaumen hängen ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 03. August 2011, 13:30:49
Na toll - und ich dachte nu kommt nochmal'n Tipp wegen dem Astbruch ;D ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 03. August 2011, 16:15:56
Schade, daß Du nicht im Saarland lebst. Dort wird, wie auch in anderen Gegenden Mitteleuropas kein Unterschied gemacht zwischen Pflaume und Zwetsch(g)e.

Danke für Deine Beschreibung. Unter anderem Deine Aussagen werden mich wohl davon abhalten, eine Hanita zu pflanzen.

Vielleicht ist die Hanita durch die vielen Regenfälle geschwächt worden. Zu viel Wasser auf einmal in der aktiven Zeit von April bis Oktober verträgt ein Obstbaum normalerweise nicht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 03. August 2011, 16:44:10
Aber lecker ist sie - und recht große Früchte. Ich habe sie auch als Befruchter für die Große grüne Reneklode gedacht - ob sich das mal ergibt, wird sich zeigen. Vielleicht ist die "Hanita" bis dahin sowieso erledigt und ich pflanze an anderer Stelle eine Hauszwetschge. Noch hat die Reneklode nicht geblüht.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 03. August 2011, 18:34:38
Wegen des Geschmacks ist die Hanita vor einigen Jahren auch hoch gelobt worden.

Jetzt dürften die beiden Hauptsorten aufgrund des Geschmacks und des Ertrages Katinka und Toptaste heißen.

Die Hauszwetschge ist Scharka anfällig. Ich wäre da sehr vorsichtig.

Allerdings stellt sie im Gegensatz zu Katinka und Toptaste wohl nicht so hohe Ansprüche an den Boden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 04. August 2011, 10:36:28
Es geht ja nebenbei auch um eine mögliche Befruchtersorte für die Reneklode - bisher habe ich da nur Hauszwetschge und Zwetschge "Hanita" gelesen. Ich habe jetzt zwei Früchte abgemacht, die waren schon bissel angefressen, nicht ganz reif, aber trotzdem schon lecker. Wenn es mehr wären, würde das für Kuchen noch gehen, bevor die Wespen zum Endspurt ansetzen.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Starking007 am 05. August 2011, 22:58:30
Befruchtunsprobleme bei Zwetschgen, Pflaumen, Reneklauden?
Hab zumindest ich noch nicht erlebt, in Büchern und Angebotskatalogen steht viel......
Hauszwetschge bei uns: Scharka ohne Ende!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 06. August 2011, 16:25:08
Gänselieschen, man kann nur lesen, was jemand geschrieben hat. Und das ist wohl schon etwas her.

Toptaste gibt es erst seit kurzem. Glaube nicht, dass es da schon Befruchtungstabellen gibt. Diese Tabellen sind für den Hausgebrauch eh eher unbedeutend, da es da nicht auf maximalen Ertrag ankommt.
Bestäubt wird durch alle andern zur gleichen Zeit blühenden Pflaumenverwandtschaften.

Ob die neuen Sorten das halten, was sie versprechen bleibt abzuwarten. Vielleicht entdeckt man in einigen Jahren gravierende Nachteile bei den momentanen Favoriten, wie z.B. Toptaste.
Hab Toptaste erst seit letztem Herbst, hing leider noch nix dran :(

Pflaumen und Zwetschgen sind schon verschieden, in Gebieten wo sie nicht soo häufig vorkommen, mag das anders sein ;)
Man macht in Frankreich z.b. auch Unterschiede bei Pfirsichen. Da gibts Brugnolen und solche Sachen.

Die fränkische Hauszwetschge wächst hier noch gut (aber wie lange)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Most am 06. August 2011, 21:15:26
Hallo Most, ist das nicht ein prächtiger Anblick?? Habe den Mut und reduziere die Äpfel um die wurmstichigen und mickrigen und deformierten Äpfel!! Dann nehme noch mehr heraus. Die verbleibenden werden um so schöner. Außerdem schwächst Du den Baum nicht; er wird Dir auch nächstes Jahr wieder genug Obst liefern. Wenn Du nicht reduzierst, kann es passieren, daß Du nächstes Jahr kaum Äpfel hast; das nennt man Alternanz!!

ich hatte ihn abgestützt und Früchte rausgenommen. Jetzt habe ich ihn abgeerntet. Die Früchte begannen am Baum zu faulen und sind abgefallen.
Dieser Baum blüht bei uns immer nur alle 2 Jahre.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 11. August 2011, 23:58:33
Komme gerade aus dem Urlaub zurück und stelle fest, das Apfelsorte Reglindis jetzt schon voll- bis leicht überreif ist. Auch z.B. Blenheim und Zuccalmaglio mit deutlichem Entwicklungsvorsprung gegenüber sonstigen Jahren.

Im Urlaub bekam ich am Bodensee eine angebliche Zibarte vorgesetzt. Ca. 1 cm im Durchmesser, dunkelblau und zuckersüß.
Kennt sich jemand mit Zibarten aus bzw. gibt es die in so extrem süßlichen, nicht im mindesten adstringierenden oder säuerlichen Formen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Giaco85 am 12. August 2011, 20:13:12

Im Urlaub bekam ich am Bodensee eine angebliche Zibarte vorgesetzt. Ca. 1 cm im Durchmesser, dunkelblau und zuckersüß.
Kennt sich jemand mit Zibarten aus bzw. gibt es die in so extrem süßlichen, nicht im mindesten adstringierenden oder säuerlichen Formen?

Es gibt eine Bodensee-Zibarte, welche sich von denen des Schwarzwaldes, der Schwäbischen Alb und des Alpen Vorlandes deutlich unterscheidet. In 2008 konnte ich im Urlaub am Bodensee auch entsprechende Bäume anschauen und Früchte verkosten.
Allerdings waren die Früchte grün-weißlich-bläulich und die Reife war Anfang September. Die Früchte waren deutlich größer als der allgemein bekannten Zibarten.
Vom Geschmack her waren sie nicht adstringierend, nur noch leicht säuerlich.

Es kann sich natürlich auch um einen Bastard zwischen den verschiedenen Prunus Arten (Krieche x Zibarte) gehandelt haben.

Vielleicht erkennst Du auf dem Bild dieBodensee-Zibarte wieder.

VG
Giaco


Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 14. August 2011, 18:56:52
giaco85,

die sahen in etwas so aus wie die rundblauen Kriechen auf dem von dir eingestellten Bild.

Ich denke auch, das es eine vielzahl von Typen, Bastarden bzw. Sämlingen. In der neuen Obst & Garten ist auch gerade ein Artikel von Hartmann zu Krieche, Spilling, Zibarte und Co. erschienen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: AndreaeS am 14. August 2011, 19:06:24
In der neuen Obst & Garten ist auch gerade ein Artikel von Hartmann zu Krieche, Spilling, Zibarte und Co. erschienen.

Diese Zeitschrift ist Online und man kann auch darin blättern:

Obst & Garten
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 29. August 2011, 13:10:10
Danke für den Tipp :)

Bei mir gibt es jetzt ein paar Falläpfel von Goldparmäne und einem Augustapfel.
Ansonsten hat es sich ausgeobstelt für dieses Jahr.

Bei meinem Freund wollen die Pfirsiche nicht reifen - sehen toll aus - groß und rotbackig, aber sind noch steinhart. Merkwürdig ist auch, dass die Pfirsiche an einem Ast sehr klein bleiben und noch grün sind. Es fehlt einfach die Sonne. Auch die Brombeeren bleiben sauer, obwohl sie schon ganz leicht abgehen.

Ich werde jetzt meine Liste machen für die neuen Bäume und dann mal "losmarschieren" wo was zu bekommen ist.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 31. August 2011, 01:42:34
Allerdings aus den sauren Brombeeren Marmelade zu machen, ergibt eine besonders fruchtige Marmelade.

Wie mit den Süß- und Sauerkirschen. Die sauren Kirschen können hervorragend verarbeitet werden, die süßen sind für den Frischverzehr.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 31. August 2011, 08:46:07
Allerdings aus den sauren Brombeeren Marmelade zu machen, ergibt eine besonders fruchtige Marmelade.

Schön, ja - auch das Mischen mit Holunder. Ich nehme das Gelee gerne, wenn keine Preiselbeermarmelade da ist. Auch für Salatdressings.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 31. August 2011, 09:17:37
Ich habe von den Brombeeren bislang schon mal Likör gemacht und auch Marmelade. Die haben einfach zu wenig Charakter - typischer Fall von moderner Sorte würde ich sagen. Ich weiß leider nicht, welche Sorte es ist. Keine Stacheln, große Früchte, leicht spitz auslaufend - wenn sie besonders groß sind.
Ich denke, die muss ich unbedingt mischen. Auch die reine Brombeerkonfitüre schmeckt nur so la la.
Aber jetzt sind wir schon beinahe in der Gartenküche gelandet.

Ich habe vor drei Jahren "Loch Ness" oder so gepflanzt - bisher sind in jedem Spätfrühling die Triebe zurückgefroren und ich hatte noch niemals nicht eine einzige Beere zum Kosten.
In diesem Jahr sind danach wieder ca. fünf schöne neue Triebe gewachsen. Noch habe ich auch keine Gerüst oder Zaun gebastelt. Die sind nur locker über den niedrigen Zaun vom Bauerngarten gelegt.

Wie soll ich, wenn der Winter kommt, mit der Brombeere verfahren?? Im letzten Jahr hatte ich alle Triebe nach unten gelegt und dick abgedeckt - diese Decke hatte ich leider zu früh entfernt. Wenn das richtig war - würde ich es wieder genauso machen - und wirklich warten, bis kein Frost mehr droht. Ich hätte nicht gedacht, dass Brombeeren so empfindlich sind.
Bei meinem Freund wachsen sie ohne Probleme an einem dicken Gestell - da könnte garnichts mehr auf die Erde gebogen werden - ist aber Ostseeklima.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 31. August 2011, 09:47:12
Brombeeren sind eigentlich nicht empfindlich ... bei mir jedenfalls nicht.

Ich schneide die abgetragenen Ruten komplett bis etwas unter Bodenniveau ab - habe gelesen, soll helfen, die Rutenkrankheit zu vermeiden.

Die neuen Triebe bleiben, wie sie sind, evtl. werden sie schon angebunden (ja, klar jetzt schon leiten!). Im Frühjahr gern dick Kompost und das wars dann schon ...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Rieke am 31. August 2011, 10:52:20
Ich kenne Brombeeren auch als unempfindlich mit Hang zum Wuchern. Ich habe allerdings eine stachlige Brombeere im Garten. Sie ist aromatisch, vorausgesetzt, sie bekommt genug Sonne. Jetzt schmecken die Früchte nicht mehr so gut, aber im Hochsommer sind sie richtig lecker. Die Sorte weiß ich nicht, die war schon da. Möglicherweise ist es ein Sämling von der Brombeere des Nachbarn.

Winterschutz hat die Brombeere nie bekommen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 31. August 2011, 10:53:50
Hm, dann muss Loch Ness empfindlicher sein - es war wirklich der Frost, der beide Jahre den Austrieb komplett verfroren hat, so dass nichts mehr kam.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 31. August 2011, 11:04:47
Ich habe eine alte dornenlose Sorte am neuen Grundstück entdeckt, als ich eine Ecke provisorisch aufgeräumt habe. Sie hat grosse Früchte, trotz wenig Licht. Ich plane, Ableger zu machen, mal sehen, wie sie dann mit ein wenig Sonne schmecken. Derzeit meine ich, ist sie besser als meine bisherigen (vermutlich Loch Ness). Immerhin sind sie sehr gesund und keine Teilreife oder andere Fruchtschäden zu erkennen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 31. August 2011, 11:15:01
Ich dachte eigentlich, dass Loch Ness eine sehr schmackhafte Sorte sei ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 31. August 2011, 11:32:26
Naja - Brombeeren, wie Heidelbeeren auch, finde ich aufgrund der fehlenden Säure manchmal ein wenig matt im Aroma. Relativ gesehen stimmt das ja vielleicht, dass Loch Ness sehr aromatisch ist, mir fehlen die Vergleiche, bzw. die wilden Brombeeren sind trotzdem noch etwas intensiver im Geschmack.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 31. August 2011, 13:01:45
Naja - Brombeeren, wie Heidelbeeren auch, finde ich aufgrund der fehlenden Säure manchmal ein wenig matt im Aroma.

Also dann hast du noch keine älteren dornenlose Brombeersorten probiert: Säure pur ! :P
Die Marmelade ist lecker, aber pur essen ätzt dir die Schleimhäute weg.

Die neueren dornenlosen Brombeeren sollen besser sein (Nessy etc)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 31. August 2011, 13:06:49
Also dann hast du noch keine älteren dornenlose Brombeersorten probiert: Säure pur ! :P

Nein, offenbar nicht - danke für die Warnung! ;D

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 31. August 2011, 13:26:45
Ich hoffe dann mal auf ne Geschmacksprobe im nächsten Jahr. Die diesjährigen Ruten von Nessy sehen gut aus - und ich lege sie dann doch flach über den Winter. Man sollte ja aus Schaden klug werden.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 31. August 2011, 13:29:40
Das hatte ich bei meinem Post ganz vergessen, daß es auch stachellose Brombeeren gibt :).

Wir haben zwei stachelbehaftete Sorten. Eine Sorte mit vollkommen grünen Trieben - vollkommen lecker - und eine mit eher roten Trieben - nicht ganz so toll, aber auch sehr schmackhaft.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 31. August 2011, 13:44:06
Gänselieschen, Dein Erfrieren der Brombeeren wundert mich wirklich.

Kann es sein, dass die unter der Abdeckung vielleicht verfault sind? Ich hab wirklich nie nicht irgendwas abgedeckt, meine wachsen am (Maschendraht)-Zaun, etwas geschützt durch Sträucher. Du hast ja die gleiche Klimazone ???

Wobei ... "verfault" - ich glaub, bevor das passiert, treibt die Brombeere eher neu aus entlang eines eingegrabenen Triebes - so hab ich meine vermehrt.

Wobei mir die Sorte Loch Ness nicht gefällt, da die Früchte oft angestochen sind (ich meine Wanzen hier als Übeltäter ausmachen zu können). Da fehlt dann vllt. wieder die Durchlüftung? Umgekehrt fehlte sie im neuen Garten ja auch, und diese Brombeere hat keine einzige unschöne Frucht bis jetzt gehabt.

Merkwürdig`...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 01. September 2011, 00:18:14
Wobei mir die Sorte Loch Ness nicht gefällt, da die Früchte oft angestochen sind (ich meine Wanzen hier als Übeltäter ausmachen zu können).
Das ist bei all meine Brombeersorten so.
Ganz schlimm trifft es immer die Apache. Nicht eine Frucht ist je ohne Milben oder Wanzenbefall >:(
Ich bin schon am überlegen ob ich die Sorte ganz rausreiße. Eigentlich schade, denn die Früchte sind zuckersüß. Auch der Ertrag ist bei Apache sehr gering.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 01. September 2011, 08:28:22
Elro, interessant, was Du sagst. Manche Jahre konnten wir kaum was roh essen, gekocht und als Gelee gings wieder. Ich habe von den Brombeeren hier angewurzelte Stecklinge, die ich mit übersiedeln wollte, aber ich glaub, ich überleg mir das nochmal, da ich im neuen Garten diese alte Sorte gefunden habe, die diesen Nachteil nicht hat. 500 Meter weiter wird sich ja nicht ein völlig anderes Kleinbiotop gebildet haben? Es ist der gleiche Hang, nur eben ganz oben nicht in der Mitte.

Sollte sich diese Sorte weiterhin als besser erweisen, vermehre ich doch besser die. Grosse, süsse gesunde Brombeeren, gesundes Laub und das, nachdem dieser Garten 5 Jahre brach lag und sogar eine gravierende Änderung der Verhältnisse durchgemacht hat? Das ist doch schon ein Pluspunkt. Mit einer tollen Brombeersorte habe ich genug. Sobald Material vorhanden wäre, kann ichs ja hier weitertauschen, dann wüssten wir vielleicht, wie sich diese Sorte woanders bewährt.

Diese Brombeere ist irgendwann vom Vorbesitzer bewusst gepflanzt worden, er hat extra 3 Steher und Spanndrähte angebracht, alles unter von Waldreben überwachsenen Eibengestrüpp gefunden - ein alter Garten birgt immer Überraschungen! Durch die grosse alte Eibe steht die Pflanze mittlerweile am dunkelsten Ort des Gartens, neben einem Farn, Efeu am Boden, da, wo ich im Prinzip den Schattengarten plane.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 01. September 2011, 09:10:50
Ich bin mir sicher, dass sie beide Jahre erfroren ist. In diesem Jahr hatte ich die Abdeckung entfernt und mich noch über die schönen gesunden Triebe gefreut - dann kam der Frost - nun hat es ja in diesem Jahr vieles dahingerafft, was sonst nicht passiert - die gesamte Apfelblüte - alle Walnüsse - dann hoffe ich jetzt einfach mal auf die nächste Saison.

Damals hatte ich drei Loch Ness gekauft - im Kompost eingeschlagen über den Winter, weil ich nicht mehr zum Pflanzen kam - davon hatte auch nur eine überlebt, was ich auch schon ungewöhnlich fand.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 01. September 2011, 10:33:18
Jetzt wird's ernst :) :) :)

Habe jetzt eine Baumschule gefunden, die fast alle meiner gesuchten Sorten führt, bin aber immer noch bischen am Zweifeln, weil man ja die Bäume vorher nicht ansehen kann.

Hat jemand hier Erfahrungen mit der Baumschule Christoph Abel aus Möhnesee-Stockum. Die sind unheimlich gut sortiert.

Nun nochmal zu den ausgesuchten Bäumen:

1. Ungarische Traubige - haben sie nur als Busch, die haben überhaupt nur Büsche bei Sauerkirschen

2. Konstantinopeler Apfelquitte - als Busch

3. Hauszwetsche - Hochstamm - Wackelkandidat

4. Pflaume "Victoria" - als Busch - hier hat mich die beschriebene Robustheit der Sorte beeindruckt - wäre auch eine Befruchtersorte für die Große Grüne Reneklode, wenn die 'Hanita' irgendwann ausfällt.

5. Birne Tongern - Hochstamm - hier bin ich noch unschlüssig, wie das mit der Befruchtung werden wird, weil ich nicht weiß, wie es hier in der Umgebung mit Birnbäumen bestellt ist - vermute eher schlecht - oder soll ich statt der Apfelquitte ne Birnenquitte nehmen - wäre die als Befruchter geeignet??

Außerdem habe ich in sieben Baumschulen um Berlin nach diesen Sorten per Mail angefragt - mal sehen - was da so rauskommt.

Die o.g. Baumschule bietet die Bäume als Busch für 18,50 an, als Hochstämme kosten sie ca. 30 € - ist das teuer oder normal??

Vielen Dank

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 01. September 2011, 22:36:40
Elro, interessant, was Du sagst. Manche Jahre konnten wir kaum was roh essen, gekocht und als Gelee gings wieder.
Ich gehe zum ernten mit zwei Schüsseln, eine für gute Früchte und eine für Früchte mit div. Makeln. Die Früchten werden auch getrennt eingefroren. Die "Schlechten" landen dann im Entsafter und die "Guten" überall sonst ;)
Natürlich könnte ich die befallenen Früchte auch entsorgen, mache ich aber nur wenn es ganz schlimm ist. Hauptsache weg mit den Bäh-Früchten und nicht auf dem Boden vergammeln lassen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 02. September 2011, 19:29:07
Die Preise sind schon in Ordnung. Allerdings ist die Hauszwetsche sehr anfällig. Die Tongern würde ich mir als Busch zulegen, denn einen Hochstamm kannst Du nicht abernten und verwerten. Viktoria ist lecker, nehme doch noch die Große grüne Reneklode, eine der besten Sorten! Konstantinopler ist klasse, unempfindlich und nicht anspruchsvoll. Sie wächst bei mir an der Nord-Ost Seite vom Haus und ist jedes Jahr voll toller Früchte.

Zum Thema Reneklauden sehe doch auch meine schönen Bilder aus England hier auf Seite 4

http://forum.garten-pur.de/index.php?board=25;action=display;threadid=20525;start=45
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. September 2011, 11:30:01
Vielen Dank für die Antwort - jetzt, wo es losgehen soll, kommen doch eher die ernsthaften "Probleme" und eben auch weniger Antworten.

Eine "Große grüne Reneklode" habe ich vor zwei Jahren schon gepflanzt - der Baum wächst gut - hat aber leider einen ziemlich blöden Kronenaufbau. Davon hatte ich schon mal in einem Thema geschrieben. Die Krone ist einseitig und hat keinen Haupttrieb. Ich habe mich dennoch entschieden, den Baum zu behalten. Die trägt ja spät - und ich möchte die drei Jahre nicht verloren haben. Wann hat die bei Dir das erste Mal getragen??

Auf meine Mails an ca. 6 Baumschulen habe ich genau eine Antwort bekommen - mit dem Inhalt, ich könnte mich vor Ort in einem Verkaufsgespräch informieren. Keine Auskunft, ob die Sorten überhaupt vorrätig sind. Bin etwas frustriert.

Vielleicht lasse ich das wirklich mit der Hauszwetschge und nehme noch die "Viktoria" und gut ist. Der Platz ist ja auch begrenzt.

Ich befürchte langsam doch, dass es nicht anders gehen wird, als die Bestellung online zu machen.

L.G.
Gänselieschen

PS: bei den Fotos s.o. läuft mir wirklich das Wasser im Mund zusammen. Bei einer Bekannten gab es auch mal eine Sorte gelb/rosa Pflaumen - in den Baum hat dann leider der Blitz eingeschlagen - er brach auseinander und die verbliebene Hälfte ging dann auch irgendwann weg.
Wir hatten bei meinen Eltern auch mal einen Pflaumenbaum - große rote Pflaumen, die nicht vom Stein abgingen. Der Baum war eher klein und trug unregelmäßig und irgendwann haben meine Eltern ihn weggenommen.

Ich sitze leider mit meinem Garten auch in einem ziemlichen Frostloch - es ist einfach ein Versuch mit der Reneklode - so lange der Baum nicht so riesig ist - könnte ich mir auch vorstellen ihn separat zu schützen.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 06. September 2011, 13:56:48
Ok, dann halt auch ne Antwort von mir ;D

Bist wohl ne Pflaumenliebhaberin, oder?
Was machst du denn mit den vielen Pflaumen? Zum Kuchenbacken sind sie aufgrund des Nässens wohl weniger geeignet ,zumindest der hier übliche "Quetschaploaz"= Zwetschgenblechkuchen geht mit Pflaumen nicht, weil der Saft den ganzen Kuchen überschwemmt.
Zum Backen/Verarbeiten bräuchte man dann eher Zwetschgen, die schön stabil bleiben (auch beim Einwecken).
Am sinnvollsten wäre ein Baum mit 3 verschiedenen Sorten(dazu gehören z.B bei Pflaumenbäumen: Mirabellen, Zwetschgen, Reneclauden, Miracose etc.). Diese sind halt nicht so häufig zu kriegen, und schon gar nicht in der gewünschten Kombination.
Bestimmte Baumschulen fertigen jedoch so einen Baum auf Bestellung an. Er kann dann halt erst ein Jahr nach Bestellung gekauft werden.
Oder du suchst dir einen "Kundigen", der dir einen vorhandenen Baum umveredeln kann.

Quitte ist gut.
Tongern klingt gut.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 06. September 2011, 14:17:53
 ;D Gänselieschen, wenn Du jemand findest, der Dir so einen 3er Baum macht, sag ihm, er möge 2 produzieren, ich will auch einen!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 09:32:42
Das mit den verschiedenen Pflaumensorten hat sich eher aus der Unentschlossenheit ergeben - ich weiß nichts über so dreifach aufgepfropfte Bäume - würde aber immer irgendwie denken, dass die nicht so langlebig sind und anfälliger.

Ich habe heute noch von einer Berliner Baumschule Antwort bekommen - den einzigen Baum, den sie von meinen Sorten hätten, das wäre die Konstantinopeler Apfelquitte, und zwar für

40 -60 Euro.

Da legst di nieder.

Es ist frustrierend.

Zufällig jemand an Bord, der schon mal bei dem o.g. Onlineanbieter bestellt hat:

Baumschule Christoph Abel aus Möhnesee-Stockum

L.G.
Gänselieschen

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 12:39:53
Mal ne Frage:

Wenn ein Apfelbaum (Roter Boskoop) nur alle zwei Jahre trägt - in diesem Jahre wäre er dran gewesen, aber alle Blüten sind erfroren - macht er dann nächstes Jahr wieder Pause oder nicht??

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 07. September 2011, 13:08:27
Normalerweise müßte der Boskop nächstes Jahr wieder blühen.

Hast du keine Baumschule bei dir in der Nähe? Wo ungefähr ist das denn?
Wäre es nicht besser, du würdest auf den ganzen Onlinequatsch verzichten und bei einer Baumschule in der Nähe mehrere Auftragsveredlungen mit genau den Arten/Sorten-unterlagenkombinationen in Auftrag geben?
Das ganze dauert dann eben ein (bis zwei) Jahre länger. Dafür hast du auch einjährige Veredlungen, die du entsprechend erziehen kannst.
Den Aufpreis würde ich in Kauf nehmen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 07. September 2011, 13:12:36
Offen gestanden, habe ich letztens im Web in Sachen Obstbaumschule in Ö (Wiener Raum, Tulln) gesucht und wurde auch nicht recht fündig.

Vielleicht verrät jemand ja seine Geheimtipps in der entsprechenden Gegend? Die Links der offiziellen Organisationen/Vereine führen ja zu Webseiten der Gärtner, bloss ist das alles furchtbar ungeordnet, nicht vollständig und wenig aussagekräftig.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. September 2011, 13:16:27
Gänselieschen, ich kenne nur zwei gute Onlinebaumschulen, das eine ist der Artländer-Pflanzenhof - www.pflanzenhof-online.de (Qualität ok, gute Preise) und für Fortgeschrittene die Baumschule Ritthaler in der Pfalz (sehr viele Sorten, auch sehr Seltenes, die veredeln auch nach Wunsch, aber teurere Versandkosten) www.baumschuleritthaler.de

Die sollten deine Wünsche erfüllen können (bis auf die Sauerkirsche, vermute ich).

Ansonsten würde ich mich zuccalmaglio anschließen, und eine Obstbaumschule in der Nähe aufsuchen. Die Konstantinopeler Apfelquitte sollte es dort geben, ist eine Standartsorte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 13:17:12
Also ich habe für Berlin und Umland geschaut und auch ca. 5 noch entfernungsmäßig passende Baumschulen gefunden und angeschrieben - nur von zweien kamen Reaktionen. Auf blauen Dunst hinfahren - dafür habe ich leider keine Zeit.

Ich könnte natürlich auch nochmal versuchen, es per Telefon zu klären - dachte einfach, per E-Mail wäre heute schon machbar.

Ich möchte nicht mehr 2 Jahre warten - jetzt, wo ich mich entschlossen habe. Etwas Gewicht hat der Zeitfaktor dann doch noch.

L.G.
Gänselieschen

Hat sich grad noch gekreuzt - ja der Versand ist auch bei dieser hier sehr teuer. Aber es ist die einzige Variante an eine 'Tongern' zu kommen, die mir hier so warm empfohlen wurde.

Habe die von mir o.g. Baumschule mal per Mail nach einigen Details zu den Sorten gefragt - an der Antwort kann ich vielleicht auch schon sehen, wie man dort behandelt wird - als Onlinekunde.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Rieke am 07. September 2011, 13:27:03
Weil die Berliner Baumschulen nicht die Obstsorten hatten, die wir haben wollten (und einem keine Informationen über die Unterlagen geben konnten), haben wir auch bei verschiedenen Internet-Anbietern bestellt, allerdings nicht bei dem von dir genannten. Das hat weitgehend problemlos geklappt, die Bäume und Sträucher sind gut angewachsen und qualitativ waren sie auch in Ordnung.

Ich vermute, daß die Berliner Baumschulen die Obstbäume auch nichts selbst ziehen, sondern sich schicken lassen.

Etwas OT: Der einzige richtige Flopp waren die Hainbuchen, die wir uns von einer Berliner Firma haben liefern lassen, da ist eine einzige von 20 angewachsen >:(.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 13:31:42
Es ist schon erstaunlich, aber offenbar spielen Sorten und Veredlungen von Obstbäumen hier nicht so eine Rolle - dabe ist doch z.B. das Havelland eine berühmte Obstbauecke. Es war nur eine Baumschule aus Berlin dabei - die anderren waren Brandenburg.

Ein paar Tage habe ich ja noch, einige Arbeiten sind auch noch dran, bevor die Bäume den Platz hätten, den sie brauchen.

Mal sehen, was mir die erwählte Online-Schule antwortet. Davon werde ich es wohl abhängig machen.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 13:35:50
Jetzt geht es los - habe grad noch zwei Antworten bekommen:

Hier eine Baumschule aus Biesenthal - klingt sehr vernünftig:

bei uns können Sie aus eigener Produktion die Birne (brauchen immer Fremdbestäuber) und die Quitte bekommen. Preis für Niederstamm ca. 15,- €. Das genannte Seinobst sind Lizenssorten, die Sie auch bei uns bestellen können, die aber nicht aus eigener Produktion stammen.

Und eine weitere Baumschule aus Berlin hat geantwortet, dass sie alle Sorten von ihren Züchtern beschaffen können - d.h. die veredeln wirklich nicht selbst.

Bin doch recht erfreut - was sagt ihr - Biesenthal?? Von mir keine dreiviertel Stunde.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Rieke am 07. September 2011, 13:39:40
Nachtrag: Tongern habe ich auch bei Boysen gesehen (ich war neugierig, was für eine Sorte das ist), ebenso die Apfelquitte.

Hast du das hier vom BUND Lemgo über Tongern gelesen?

Zitat
daher ist der Baum für Hochstämme wenig geeignet, besser für Zwergbäume und Wandspaliere. Er gedeiht noch recht gut auf Quitte und ist auf dieser Unterlage auch noch für kleinere Formen geeignet. Er verlangt warmen, nahrhaften Boden und etwas geschützte Lage, wenn seine Früchte sich gehörig ausbilden sollen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 07. September 2011, 13:48:53
40-60 Euro für Konstantinopler Quitte ist viel zu teuer.

Die Birne Tongern würde ich schon wegen Birnengitterrost nicht als starkwachsende Kombination pflanzen. Solche großen Bäume sind später nicht behandelbar. Ich kenne die Sorte nicht, aber wenn sie mittelstark oder starkwüchsig ist, als Unterlage Quitte A, wenn sie selbst schwachwüchsig ist, dann Pyrodwarf als Unterlage.

Gegen Mehrsortenbäume hat mein Bauchgefühl was, auch wenn es dem Grunde nach eine vernünftige Idee ist. Aber wenn es ein Mehrsortenpflaumenbaum würde, dann mit der scharkaresistenten, späten "Jojo" - Zwetsche als erste aufveredelte Sorte. Dann vielleicht noch eine früh reifende Mirabelle und eine Pflaume/Zwetsche/Reneclaude mit mittlerer Reifezeit. Unterlage St.Julien A, als Busch oder Halbstamm gezogen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. September 2011, 13:52:07
Toptaste, Aprimira und irgendeine Reineclaude, schleck ;D

(Das waren meine Geschmackssieger in der bay. Landesanstalt für Gartenbau, Jojo war auch nicht schlecht, aber innen leicht mehlig)

Ne Quitte als Buschbaum sollte 15 - 20 Euro kosten, das kostet sie bei Ritthaler auch, bei Artländer auch.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 07. September 2011, 13:53:09
Bei nur einer Birnensorte käme je nach Lage noch ein Befruchtungsproblem dazu. Vielerorts sind Birnen wg. dem Birnengitterrost gerodet worden, die dann als Befruchter nicht mehr zur Verfügung stehen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 14:02:32
Das mit der Befruchtung schwingt mir auch seit Wochen im Hinterkopf herum - habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, einen Birnbaum in der Nachbarschaft zu verschenken ;). In ca. 300m Entfernung beginnt eine riesengroße, uralte Kleingartenanlagen: Anlage "Erptal" und Anlage "Wiesengrund. Wenn diese Entfernung nicht zu groß ist - dann besteht schon die Hoffnung, dass es dort noch Birnbäume geben könnte.

@ Rieke, ja hatte ich gelesen. Kommt meiner Neigung entgegen nicht so stark zu schneiden. Und auf Quitte A wäre gut - vielleicht könnte ich da mit der Baumschule in Biesenthal sogar drüber reden. Birne verlangt aber generell nahrhaften Boden und ist auch für ne geschütze Lage dankbar - ich habe beides nicht - mal sehen, was wird 8)

Ja, wie gesagt - über die 40 - 60 Euro habe ich nur gelächelt - überalle kosten die Büsche ca. 15 - 18,50. Unglaublich - schon die Spanne - da liegt ein ganzer Baum als Spanne zwischen. :o

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 07. September 2011, 15:13:51
Hallo zusammen,

im Punkt Online-Bestellung füge ich hinzu, daß die Lieferung vorzugsweise spät sein sollte, wenn die Bäume von Natur aus keine Blätter mehr haben - also Ende Oktober/Anfang November).

Dann überstehen die Pflanzen in der Regel auch den Aufenthalt von einer Woche in irgendeinem Paketdepot.

So´n Paketdepot ist nicht gerade sexy für ´ne Pflanze, wer aber Winterschlaf hält ....
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 16:41:21
Nun sieht es ja fast danach aus, als könnte ich meinen Bedarf hier in der näheren Umgebung befriedigen - wäre ja wirklich toll. Und preislich durchaus auch o.k.

Mein Internetanbieter liefert für ca. 40 € mit Kurier - da gäbe es ggf. auch nicht so viele Standzeiten.

Langsam wird das Bild klarer - nur der momentane Baumbesatz stört noch ;D ;D ;D.

Zur Erinnerung: Weichen müssen noch folgende Bäume/Büsche

Vogelbeere, Pfaffenhütchen, Haselnussbusch, Flieder, Holunder ("nur" auf Mannshöhe zu stutzen)

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 17:10:36
Habe grad ne neue Antwort von der Baumschule in Biesenthal bekommen:

"ich habe noch mal nachgesehen, es handelt sich um Bosc’s Flaschenbirne nicht um Tongern. Die sind sich aber sehr ähnlich. Sie ist auf Birne veredelt. Die Entfernung der Bäume sollte möglichst nicht mehr als 50 m betragen. Ich denke die Ung. Tr. müsste sowohl veredelt als auch auf eigener Wurzel zu bekommen sein. Wir führen von Jan. bis März Wunschveredlungen aller Art durch – je früher umso besser".

Das heißt doch - es wird ein Riesenbirnbaum - oder sehe ich das falsch??

Und - ich könnte dort die Veredlungen bestellen, die ich möchte - das geht dann in Richtung eines gemischten Pflaumenbaumes ;) ich werde dort morgen mal anrufen, das wird langsam zu umständlich per Mail.

Vielleicht können die mir dann auch eine Birne auf Quitte A veredeln.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. September 2011, 17:43:34
Nun suche ich intensiv wegen der Birne und habe hier folgendes entdeckt - es werden als Entfernungen, die noch ausreichend sind - sofern Bienen da sind - auch schon 1km angegeben.

http://forum.garten-pur.de/Obst-Forum-25/birnbaum_-welcher-partner_-17805_0A.htm

Auch zur angebotenen Sorte "Bosc's Flaschenbirne" habe ich eine Aussage gefunden - allerdings steht da was von mieser Lagerfähigkeit - in der Sortenbeschreibung steht - hart geerntet haltbar bis Februar :o Zur Robustheit findet man wenig - sollte aber da sein, wenn sie bei uns vor Ort in einer Baumschule gezüchtet wird. Ach ja, und ne Veredlung auf Quitte A wird als frostempfindlicher eingestuft als auf Birne ??? ???

Ggf. die Birne als Zweisortenbaum mit Clapps Liebling - eben wegen der Befruchtung - vielleicht habe ich die richtige Baumschule gefunden :)

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Aprikosenmöchtich am 07. September 2011, 19:35:38
Nun suche ich intensiv wegen der Birne und habe hier folgendes entdeckt - es werden als Entfernungen, die noch ausreichend sind - sofern Bienen da sind - auch schon 1km angegeben.

Bienen fliegen generell dahin, wo sie mit geringstem Aufwand den größten Ertrag einbringen können...
so zum Beispiel lassen sie bei mir die von den Völkern ca 30m entfernt stehende Goldparmäne links legen um auf den ca 150m entfernten Apfelbaum des Nachbarn zu fliegen
sie arbeiten wirtschaftlich
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. September 2011, 07:18:15
Gänselieschen: Zur Lagerfähigkeit von Birnen:

Wenn du keinen perfekten Keller hast, kannst du das Birnenlagern eh vergessen. Boscs ist meines Wissens gar nicht lagerfähig, wie fast alle Birnen (wenn dann so 14 Tage ;) )

Nur ausgesprochende Wintersorten lassen sich lagern, diese sind allerdings sehr spät zu ernten und haben sehr hohe Boden und Wärmeansprüche.

Birne auf Quitte ist schon frostempfindlicher, aber nicht frostempfindlicher als Quitte alleine. Wo Quitte wächst, geht Birne auf Quitte allemal. Die Quitte als Unterlage bewirkt bei der aufveredelten Birnensorte einen schwächeren Wuchs und eine bessere Fruchtqualität.
Dieser Birnbaum ist dann auch ein Flachwurzler (Quitte= Flachwurzler).
Birne auf Birne ist ein Pfahlwurzler (ein Problem bei schweren undurchdringlichen Böden)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 08. September 2011, 09:25:33
"Veredlung auf Birne" muß ja nicht zwangsläufig "auf Sämling" (starkwüchsig) bedeuten. Leider wieder ein Beispiel dafür, daß die Bedeutung der richtigen Begrifflichkeit einfach ignoriert (auch gerade von sogen. Profibetrieben) wird und so weitere Fragen und Unsicherheiten provoziert werden.

"auf Birne" kann auch Veredlung z.B. auf Pyrodwarf oder eine andere Birnenunterlage (OHF etc.) bedeuten.
Pyrodwarf als Unterlage z.B. bringt etwas wüchsigere Bäume als auf Quitte A. Riesenbäume werden das trotzdem nicht.

Clapps, meine ich mich zu erinnern, hat guten Pollen und taugt als Befruchter. Ich meine auch, bei mir wäre sie eher bei den spät blühenden gewesen. Wie das mit Pollen und Zeit bei Tongern ist, weiß ich nicht.

Nochmal. Wegen der Gefahr des Birnengitterrostes sollte bei einer Birnenpflanzung auch bereit sein, notfalls (!) chemisch einzugreifen. Wenn denn Mittel und Kniffe aus der Biokiste nichts oder zu wenig bringen sollten.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. September 2011, 09:42:43
Vielen Dank für die vielen Informationen.

Bin gespannt, was mir der Herr aus der Baumschule heute erzählen wird.

Vielleicht lasse ich mir die Birne - falls es eben nicht passt - doch extra anfertigen.

Was meint Ihr zu der Idee mit dem Doppelbaum bei Birnen ?. Für Pflaumen scheint es ja durchaus häufiger genutzt zu werden.

Gestern habe ich meine Nachbarin gefragt, ob sie denn vielleicht auch einen Birnbaum pflanzen würden. Sie wollten auch, aber ihr Gärtner (selbst ernannter) hätte ihnen leider von einer Birne abgeraten, weil bei uns so viele Holunder wachsen würden.

Ich glaube, hier gibt es auch ein Thema mit "Birne Holunder" - habe ich gestern im Überfliegen gesehen - mal sehen, was da drin steht.
(schon erledigt - war nur eine Sortenanfrage)

Also die Frage in die Runde - was hat dieser "Gärtner" gemeint?

Nun wollen sie eine Pflaume pflanzen - vielleicht kann man das ja noch beeinflussen ;) und wenn, dann wäre es sogar auch wieder gut, wenn wir die Sorte abstimmen würden.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: pinat am 08. September 2011, 10:50:53
Der Gärtner hat sicher Wacholder gesagt, und nicht Hollunder. Wacholder sind Zwischenwirte des Birnengitterrostes.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. September 2011, 12:40:12
Das denke ich auch, wahrscheinlich hat meine Nachbarin das irgendwie vermehrt. Ich habe auch mal im Netz gegoogelt - da gab es auch einen Hinweis auf so eine Verwechslung, aber keinen Hinweis darauf, dass Holunder der Birne irgendeine Krankheit überhelfen könnte.

Nur den Hinweis, das Holunder und Birne eine prima Kombination in der Gartenküche sind :D :D

Ich werde meiner Nachbarin mal bissel auf die Sprünge helfen ;).

Die Baumschule hat heut noch mitgeteilt, dass sie auf Birne veredelt, weil diese Bäume bei uns wüchsiger sind als die auf Quitte und eben in unserer rauhen, eher nicht so für Birne geeigneten Gegend, einfach widerstandsfähiger sind. Ich müsse schon mit einem recht großen Baum rechnen, der spät fruchtet.

Das ist dann mein Baum für die Zukunft ;)

L.G.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. September 2011, 13:37:43
Habe jetzt mit der Baumschule telefoniert:

Die Birnenunterlage ist: Kirchensaller Mostbirne (weiß nicht, ob richtig geschrieben). Wird ein großer Baum, oder Busch, der Ertrag setzt spät ein - ca. 7-8 Jahre.

Auch er hat noch nie etwas von einer Unverträglichkeit mit Holunder gehört.

Falls meine Nachbarin keine Birne will, machen wir eine zweite Veredlung mit Clapps Liebling. Ich kaufe den Baum, er bleibt dort stehen und wird veredelt, das kostet nochmal 15 Euro und den Baum bekäme ich dann im nächsten Jahr.

Für die Pflaume werde ich mir einen Dreisortenbaum zusammenstellen lassen ;) 8) Details auch gern als pm

Die Ungarische Traubige - wird er versuchen auf Sämlingsunterlage zu bekommen.

Konstantinopeler Apfelquitte - nehme ich als Busch.

Das heißt ggf., dass ich erstmal nur zwei Bäume pflanze - aber die Entscheidungen sind gefallen.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 08. September 2011, 15:07:50
Es bleibt dir bei so einem, trotz sandigem Boden relativ groß werdenden Birnbaum, zu wünschen, daß der Birnengitterrost nicht zu sehr zuschlägt. Ab einer gewissen Größe sind solche Bäume vom Privatmann bzw. Liebhaber kaum noch zu behandeln.

Im übrigen halte ich auch auf solchen Böden Birnen auf Pyrodwarf o.ä. bei richtiger Pflege für ausreichend wüchsig.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. September 2011, 16:28:30
Aha, die Entscheidungen sind gefallen (bist du dir da wirklich sicher :-X )

@zuccalmaglio:

Es gibt auch mit Birnengitterrost Birnen. Sie sind auch "mit" viel hübscher, sie sind "orange panaschiert", also die Blätter ;D

Spaß beiseite, man kann auch mit Birnengitterrost leben. Es gibt Jahre, da trägt der Baum nicht (ob aufgrund BGR oder anderen Faktoren) und wie dieses Jahr, wo die Bäume nahezu befallsfrei sind und es viele Birnen gibt.

Muss man mit leben und die Welt geht nicht unter.

Der Feuerbrand hat auch nicht alle Apfel und Birnenbäume dahingerafft, wie es vor Jahren prophezeit wurde, gottseidank!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. September 2011, 18:03:55
Ich glaube, die Nachbarin ist auch bekehrt - am WE sprechen wir nochmal am Gartenzaun drüber.

Clapps Liebling ist nicht besonders robust - besser wäre die Conferenz-Birne geeignet. Sind dann beide auf der stärkeren Unterlage - eine große Wahl habe ich nicht. Die andere Unterlage kennt der Baumschüler - aber hat er nicht. Wenn es lebensnotwendig wäre - vielleicht würde er mir auch welche auf Pyrodwarf veredeln - das wirft uns dann aber drei Jahre zurück.

Durch richtigen Schnitt kann man das Wachstum auch noch etwas beeinflussen - aber sicher nicht grundlegend.

Etwas abhängen tut die Endhöhe wohl auch noch von der Veredlungssorte - er hatte mir auch irgendeine andere Sorte "abgelehnt", die als Befruchter in Frage käme - mit der Bemerkung - die wird zu groß.

L.G.
Gänselieschen

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 08. September 2011, 20:00:41
Die Birnenunterlage ist: Kirchensaller Mostbirne (weiß nicht, ob richtig geschrieben). Wird ein großer Baum, oder Busch, der Ertrag setzt spät ein - ca. 7-8 Jahre.

Sollte man auf dieser Unterlage nur pflanzen, wenn man wirklich viel Platz hat. Als Busch erzieht man solche Bäume nicht. Wenn die Baumschule sie bietet, würde ich besser OHF333 nehmen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. September 2011, 07:24:28
Die Birnenunterlage ist: Kirchensaller Mostbirne (weiß nicht, ob richtig geschrieben). Wird ein großer Baum, oder Busch, der Ertrag setzt spät ein - ca. 7-8 Jahre.

Sollte man auf dieser Unterlage nur pflanzen, wenn man wirklich viel Platz hat. Als Busch erzieht man solche Bäume nicht. Wenn die Baumschule sie bietet, würde ich besser OHF333 nehmen.

OHF zu kriegen, ist fast wie Lotto spielen. Hab hier einige Baumschulen abgeklappert, wenn überhaupt gibts Pyrodwarf.
OHF (Old Home x Farmingdale) soll feuerbrandresistent sein, und selbst recht gute Birnen tragen. Wäre versuchenswert, diese Unterlage mal auswachsen zu lassen. Wollte ich versuchen, habs aber aufgegeben, da OHF in Deutschland nicht so benutzt wird. (Farold 69 soll übrigens die beste Unterlage dieser Kreuzungen sein, OHF 333 die schlechteste).

Kannst du dazu was sagen? Mehr konnte ich nicht rauskriegen, gab hier mal nen Thread dazu.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. September 2011, 09:36:35
Ich hatte auch gleich mit nach OHF gefragt - hat er nicht - eben auch nicht Pyrodwarf. Er meinte wegen Busch und Halbstamm, dass wirklich der einzige Unterschied die Ausgangshöhe für den Kronenansatz sei - auch die Gesamthöhe wird davon nicht beeinflußt - dies hieße für mich jedoch höhere Äste und eine stärkere Bruchgefahr.
Wenn die Endhöhe ähnlich ist, dann kann man eigentlich auch gleich den Halbstamm nehmen - ist wahrscheinlich stabiler.

Ich glaube den Platz habe ich gefunden. Bis der Baum richtig hoch ist, sind wahrscheinlich andere Sachen in der Nähe auch wieder weg. Ich würde ihn ca. 3m entfernt von dem Nachbarzaun pflanzen - zum Nachbarn, der nun hoffentlich fast in ähnlicher Höhe auch eine Birne pflanzt. Die noch vorhandene uralte Schneebeerengestrüppmonsterhecke, eine große Heckenrose und ein Haselnussbusch - alles fast direkt auf der Grundstücksgrenze - können munter gerodet, gestutzt und geschnitten werden. Und es ist eine sehr sonnige Seite - die mir keinen Schatten in den Garten wirft dort am Rand.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 09. September 2011, 12:34:52
Vor ein paar Jahren habe ich eine grössere Bestellung verschiedener Birnen bei Ganter in Wyhl auf OHF333 gekauft. Das Problem mit dieser Unterlage ist:

Birnen sind in Deutschland Langsamdreher, geringes Verkaufsvolumen, geringe Beschäftigung damit. Die Obstplantagen vernachlässigen sie und die Privaten haben keine Lust mehr dazu, weil die Deutschen lieber chinesischen Stinkwacholder in ihren "Gärten" ziehen wie einen Birnbaum und die Baumschulen diesen anfälligen Wacholdermüll ungehemmt seit Jahrzehnten verkaufen. Stichwort Birnengitterrost. Übrig bleiben die Gemeinden, die robuste (und mit wenig brauchbaren Früchten) starkwachsende Hochstammbirnbäume als vorgeschriebene Ausgleichsmassnahmen pflanzen, wenn wertvolle Böden zubetoniert wurden.

OHF333 ist auf den meisten Böden zu wuchsstark für die Plantagen, aber zu schwach für die Landschaft. Die Wuchskraft und sonstigen Eigenschaften sind aber ideal für einen pflegeleichten Privatgarten. Leider orientiert sich alles an den Plantagen. Um die Bedürfnisse der paar Privatleute mit Obstwünschen scheren sich weder die Züchtung noch die Baumschulen. Das selbe Problem bei Äpfeln, wo Sorten auf mittelstark wachsenden Unterlagen auch schwer zu beschaffende Glücksfälle darstellen.

Feuerbrand würde ich auch nicht unterschätzen, gegen den Bäume auf Unterlagen wie OHF333 weniger anfällig sind. Gewiss waren die letzten beiden Jahre besser, aber das Jahr zuvor habe ich im Allgäu bis in höchste Lagen eine Feuerbrandkatastrophe erlebt, die vielen Bäumen das Leben gekostet hat. Viele Bäume sind jetzt einfach nicht mehr da oder haben sich nicht mehr richtig erholt. Da waren z.B. uralte Birnbäume meiner Grosseltern dabei, unbestimmbare Sorten die in höchster Lage jährlich noch gute und süsse Birnchen gebracht haben.

Anderswo hauen Plantagen Strepomycin auf die Bäume und machen damit nebenbei den Honig kilometerweit zu Sondermüll, während bei Privatleuten die Äste verdorren und manche gute Sorten am Strassenrand und Obstwiese fallen, still verschwinden. Nach offizieller Lesart ist Feuerbrand damit "kein Problem" mehr, weil ja keine kommerziellen Interessen gefährdet sind und man sich mit der Sondergenehmigung für Strepotmycin als Dauereinrichtung arrangiert hat.


Zu Erziehung noch einmal: Man erzieht Kernobst auf starkwachsender Unterlage nicht als Busch. Der Kronenraum wird sehr gross, durch die niedrig angesetzten Äste einer Buscherziehung kann man aber nicht mehr unter dem Baum durchgehen, dort mähen oder aufkommendes Strauchwerk bequem beseitigen. Das endet meistens so, dass man die unteren Äste dann doch noch absägt und einen Halb- oder Hochstamm bekommt mit einem Astansatz in 1,2m bis 2m Höhe.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. September 2011, 13:10:16
@ cydorian, insbesondere Dein letzter Absatz leuchtet mir sehr ein. Ein Busch scheint mir bei der zu erwartenden Größe regelrecht widersinnig.

Aber wenn es nun dort keine andere Unterlage gibt - nun hatte ich mich so gefreut, endlich in meiner Nähe eine recht ergiebige Möglichkeit gefunden zu haben. Oder ich bitte einfach gezielt für's nächste Jahr eben auch um eine Veredlung auf OHF333 und darum müsste er sich dann eben kümmern. Wie gesagt Platz ist - aber wenn die Krankheitsresistenz auch auf OHF besser ist ??? ???

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 09. September 2011, 15:04:38
Wenn du für eine wirklich passende Unterlage ein Jahr warten musst aber dann den Baum sicher bekommst, dann würde ich warten.

Wenn es unsicher ist ob du das wirklich bekommst würde ich jetzt pflanzen und eben einen Baum auf weniger passender Unterlage nehmen. Das wird dann wohl Kirchensaller sein, die Standardunterlage für wuchsstarke Hochstämme. Das ist immer noch besser wie sich alles zu verkneifen und es bei langweiligen Schneebeeren und Haselnuss zu belassen. Grössere Bäume haben auch ihre Vorteile. Es ist auch noch nicht gesagt, ob es überhaupt ein grosser Baum wird, wenn der Birnengitterrost zu oft und zu stark kommt, dann wird er kümmern.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: AndreaeS am 11. September 2011, 00:26:18
Ich habe heute in meinem Garten an einem Apfelbaum eine merkwürdige Entdeckung gemacht, die ich in der Form so auch noch nie gesehen habe und mir noch nie woanders jemals aufgefallen ist. Wie kann es sein, dass an einen Apfelbaum an einer einzigen Apfeltraube, wo mehrere zusammenhängen, davon zwei verschiedenartige Sorten hängen ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: partisanengärtner am 11. September 2011, 00:37:38
Eine Chimäre oder eine Knospenmutation. Beides kommt sehr selten aber doch gelegentlich vor. (?)
Wenn man wieder Bilder einstellen kann wär ich sehr gespannt auf Bilder deines Apfelwunders.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: AndreaeS am 11. September 2011, 00:48:29
Eine Chimäre oder eine Knospenmutation. Beides kommt sehr selten aber doch gelegentlich vor. (?)

Achso das gibt es also.

Wenn man wieder Bilder einstellen kann wär ich sehr gespannt auf Bilder deines Apfelwunders.

Ja, ich habe Bilder gemacht, dass war mir das wichtigste um meine Aussage in Form eines oder mehreren Bildern auch beweisen zu können. Es ist doch gut das ich meine Digicam quasi fast qermanent, im wahrsten Sinne des Wortes am Mann trage.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: AndreaeS am 11. September 2011, 00:55:50
Hier eine kleine Voransicht, beim draufklicken dann die volle Größe.

(http://img825.imageshack.us/img825/8538/p9100005b.th.jpg) (http://img845.imageshack.us/img845/1626/p9100002.th.jpg)

Ich glaube anhand des Bildes kann man leicht erkennen, dass es zwei völlig verschiedenartige Sorten nebeneinander sind.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: AndreaeS am 11. September 2011, 11:28:38
Hats euch die Sprache verschlagen ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 11. September 2011, 12:20:36
Das sieht nicht nach zwei Sorten oder einer Mutation aus, sondern nach einem reifen und einem unreifen Apfel. Der Reife ist vermutlich notreif geworden, z.B. wegen Apfelwicklerbefall.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: AndreaeS am 11. September 2011, 13:12:24
Fakt ist, dass die Äpfel nicht unreif sind, denn die sehen ansonsten, bis auf den einen, alle gleich aus von dieser Sorte. Kann man auch als Vergleich im Hintergrund sehen

Was ich aber noch erwähnen muss, sieht der rechte "entartete" Apfel so aus, wie die Äpfel des nebenstehenden Apfelbaumnachbars nur ein paar Meter weiter. Kann hier ein Zusammenhang mit der Bestäubung zu Grunde liegen ?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 11. September 2011, 13:33:41
Was ich aber noch erwähnen muss, sieht der rechte "entartete" Apfel so aus, wie die Äpfel des nebenstehenden Apfelbaumnachbars nur ein paar Meter weiter. Kann hier ein Zusammenhang mit der Bestäubung zu Grunde liegen ?

Nein. Nur der Apfelkern hat eine andere genetische Ausstattung, nicht die Frucht drumrum.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 11. September 2011, 20:20:19
Wenn es sich doch um eine Mutation handeln sollte, behalte diesen Zweig im Auge; nächstes Jahr dürfte dann diesselbe Erscheinung auftreten, dauert aber eben noch ein Jahr... ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. September 2011, 08:54:39
Da häng' ich mich gleich nochmal ran.

Mein Freund hat einen Apfelbaum - für 1,99 - im Supermarkt gekauft. Erst mal ohne Worte.

Der steht im ca. vierten Jahr. Im letzten oder vorletzten Jahr trug er zwei recht große, richtig gelbe Äpfel.

In diesem Jahr hat er relativ viele, sehr kleine, rot überhauchte Äpfelchen - sehen bald aus wie Zieräpfel.

Was ist da passiert??

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 12. September 2011, 13:38:49
Bei 1,99 Euro stellt man solche Fragen nicht :-X
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. September 2011, 13:41:54
Das ist jetzt aber nicht fair - wissen möcht' ich es trotzdem >:(. Es ist der selbe Baum, keine wilden Austriebe von unten - ich kann es mir mit dem, was ich so weiß, einfach nicht erklären. Der Baum stand eine Zeitlang in Staunässe - kann das die Folge sein - wäre meine einzige Erklärung dafür? Der Regen in diesem Jahr hatte ihn fast ausgewurzelt.

Egal wie billig dieser Baum war - abgesehen davon, dass ich so einen Baum sicher nicht gekauft hätte - manche leute ticken eben anders ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 12. September 2011, 14:00:11
 ;D ich kann es mir auch nicht erklären ;)

Vielleicht kann man ihn umtauschen? :-X ;) Frag doch mal im Supermarkt an der Kasse ....
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. September 2011, 14:04:01
Du bist ja richtig böse :-X 8), ich möchte es nur wissen, als interessierte Gärtnerin, mehr nicht.

Vielleicht hat ja noch jemand nen ernsthaften Erklärungsversuch - ich plädiere für die Staunässe.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 12. September 2011, 14:16:40
Vielleicht parthenokarpe Früchte oder Kleinfrüchtigkeit wegen Überlastung. Dann kann sich auch die Deckfarbe verändern.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. September 2011, 14:35:56
Danke für den Tipp, das mit den kernlosen Äpfeln habe ich zur Überprüfung in Auftrag gegeben.

Das Bäumchen hatte enormen Stress, war nach dem Winter fast auf die Seite gekippt, so aufgeweicht war der Boden. Staunässe pur. Vielleicht ist das ja auch so eine Art Überlastung. Es sind nicht übermäßig viele Früchte, das kann nicht die Überlastung sein.

L.g.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. September 2011, 14:44:14
Überprüfung abgeschlossen - Kerngehäuse ist vorhanden :).

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 12. September 2011, 16:02:24
Das mit der Staunässe kann hinkommen.

Während Birn-, Zwetschgen- und Kirschbäume bei Staunässe pur länger als eine Woche bereits den Löffel abgeben können (Erstickungsgefahr),

ertragen Apfelbäume in dieser Hinsicht mehr, aber nicht ohne Folgen.

Nur den wilden stacheligen Brombeeren macht Staunässe pur offenkundig nix aus.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 13. September 2011, 09:16:01
Im Grunde müsste man das Bäumchen dort wegpflanzen, denn das kann ja immer wieder passieren. In dem Garten steht noch ein Pfirsich, der zuverlässig jedes Jahr die schönsten Pfirsiche trägt. Immer etwas Kräuselkrankheit, aber im Rahmen. Gespritzt wird nicht - ich mache soweit ich rankomme immer die gekräuselten Blätter ab.

Ein weiterer Apfelbaum - tolle Sorte - trägt auch jedes Jahr und mit viel Ertrag.

Die Beiden stehen etwas weiter am Rand - der ganz Kleine steht aus meiner Sicht fast in einer Senke. Diese Schicht auf der sich alles staut, gibt es im ganzen Garten, aber dort in der Mitte - denke ich - läuft das Wasser regelrecht zusammen.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 13. September 2011, 09:25:59
Hier mal ein Foto von den ursprünglichen Äpfeln - waren ganz schmackhaft - aber wenig Säure.



Apfelbaum.JPG



L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 13. September 2011, 15:39:15
Wenn Du eine tiefste Stelle hast, an der das oberirdische Wasser zusammenlaufen könnte,

dann gäbe es eventuell die Möglichkeit, dieses Wasser mit einer nicht teuren Pumpe abzupumpen oder

an der tiefsten Stelle einen Teich ohne Folie auszuheben.

Der Teich wäre bei Regen dann überflutet und bei Trockenheit ausgetrocknet. Ein echt natürlicher kleiner Teich, der ökologisch sehr wertwoll wäre.

Der übrige Boden würde deutlich weniger Wasser führen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 13. September 2011, 15:42:32
Ich habe einmal an unserer tiefsten Stelle nach einem Starkregen einen Spaten Boden ausgehoben, was eigentlich nicht gemacht werden soll.

Das Wasser, das da zusammenfloss, war vollkommen klar.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 13. September 2011, 16:15:48
Ist ne tolle Idee - ich würde das sofort machen - ist aber nicht mein Garten.

Sondern der mit einer dicken Kirschlorbeerhecke, nagelscherenkurzem Rasen und Kriechendem Wacholder bepflanzte Garten meines "Nichtgärtners". Ich kann das ja mal anregen - der Wacholder müsste dann weg - ne gute Idee ;D. Und für den kleinen Apfelbaum hätte ich auch einen besseren Platz.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 26. September 2011, 14:20:11
Bin mit meiner Teichempfehlung nicht durchgedrungen ;D

Habe inzwischen die Obstbäume bestellt - nun muss ich sehen, dass hier der Platz geschaffen wird zum Pflanzen.
Was denkt Ihr, wann sind Haselnuss und Eberesche ohne Laub - mir fehlt irgendwie die Vorstellung. Kann ich solange warten, bis sie kahl sind?? Oder wird das dann für die Obstbäume mit der Pflanzung zu spät??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 26. September 2011, 15:46:37
Der Boden sollte trocken sein, wenn das Pflanzloch ausgegraben wird, da die Bodenstruktur zu stark belastet wird, wenn der Boden naß ausgehoben wird. Das kann´ste also schon heute machen.

Nur vorsichtig sein, daß Laub nicht tiefer als 35cm rein fällt bzw. Du solltest das Laub dann wieder entfernen.

*****************

Solange es nicht friert, solange kann´ste pflanzen. Daß Bäume am besten ohne Laub sind bei der Pflanzung, bezieht sich überwiegend auf den Transport.

Hab´n sie Blätter, dann besteht bei dem Transport mit dem Auto die Gefahr, daß sie austrocknen bei der Fahrt im offenen Wind. Hab´n sie keine Blätter, dann kann diese Gefahr vernachläßigt werden.

Und wenn sie per Paket geschickt werden, dann ist es besser, wenn sie wenig Stoffwechsel machen - die Pflanzen.

*****************

Einpflanzen kannst Du die Bäume mit oder ohne Laub. Aber bitte nicht die Blätter mit der Hand entfernen, wenn Dir die Bäume ohne Blätter besser gefallen.
 

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 26. September 2011, 15:50:50
Das war schon mal toll - danke.

Mir ging es eher um die Belaubung der Bäume, die ich fällen muss ;D. Damit würde ich nämlich gern warten, bis die Bäume kahl sind. macht sich für die Verwertung einfach besser. Aber noch ist wirklich alles grün.

Die Obstbäume hole ich persönlich ab, und dann sollten sie auch gleich gepflanzt werden. Wenn ich zur Pflanzung reichlich komplett verrotteten Pferdemit untergrabe - ist doch sicher perfekt, oder??

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 26. September 2011, 17:18:56
Wenn ich zur Pflanzung reichlich komplett verrotteten Pferdemit untergrabe - ist doch sicher perfekt, oder??

Davon und von anderer Düngung zur Pflanzung wird meistens abgeraten. Manche raten jedoch zu einer Startgabe von Mykorrhiza Pilzen. Besser den Baum erst einmal ein Jahr anwachsen lassen. Danach düngen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 26. September 2011, 17:28:13
Gut, dass ein Obstfachmann das sagt, ich wollte schon reflexartig schreiben: Bei der Herbstpflanzung nicht klotzen!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 26. September 2011, 20:03:13
Unterschreibe ich auch,

nur Kirschbäume fahren voll drauf ab, etwas Stickstoffkalk ins Pflanzloch zu bekommen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 27. September 2011, 07:24:21
Also wenn der Mist gut verrottet ist, täte ich bei Gänsellieschens Sandboden auch was einarbeiten.

Vielleicht nicht gerade direkt an die Wurzeln, aber so im Umkreis würde ich ordentlich verrotteten Mist einarbeiten, halt nicht tiefer als ca 30 cm.
Bis die Baumwurzeln dann dahinwachsen, ist der starke Düngeeffekt vorbei.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. September 2011, 14:19:00
Danke Euch, mir ist auch noch so, als hätte ich vor langer Zeit mal gelesen, dass dieses organische Material unter dem Baum, den Boden noch bissel erwärmt und dadurch auch beim Anwachsen hilft. Damals glaube ich war von Getreidestroh die Rede.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 28. September 2011, 10:23:35
Das ist korrekt.

Beim Verrottungsprozeß entsteht sehr viel Wärme, weil all die Lebewesen energiereiche Verbindungen zu energiearmen Verbindungen abbauen (exotherme Reaktionen :D). Die dabei freigewordene Energie können die Lebewesen offenkundig nicht vollständig für sich nutzen. Dadurch wird es sehr warm.

Ich verwende großzügig Gehäckseltes für die Befüllung eines Obstbaumpflanzlochs, wobei das Gehäckselte auch verrottet wird. Nur ist bei der Verwendung von dem Holz mit der großen Oberfläche darauf zu achten, daß das Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis größer wird. Daher sollte bei Verwendung von Gehäckseltem ein Stickstoffdünger verwendet werden.

Kalkstickstoff (CaCN2 mit zusätzlichen Stickstoffverbindungen) ist hierfür sehr gut geeignet.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. September 2011, 10:45:44
Das beruhigt mich dann doch - etwas bleibt eben immer hängen ;). Natürlich werde ich die Wurzeln nicht direkt in das organische Material stopfen, sondern ca. 5-10 cm Erde dazwischen lassen, aber falls es ein extrem kalter Winter wird - bissel wird es helfen.

Ich habe z.B. alle meine Rosen so gepflanzt, Düngung, Wärme wie auch immer.

Separat düngen werde ich auf jeden Fall nicht - aber der reine Sand, den wir hier haben, wird den jungen Bäumen nicht viel bieten können für den Start im Frühling. Daher ist bestimmt etwas Verbesserung des Bodens gut. Birne braucht ja sowieso guten Boden.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Oktober 2011, 10:46:14
So, ich habe am WE angefangen zu "roden".

Der Pflanzplatz für die Quitte ist fertig - war ein schönes Stück Arbeit. ca. 5 m2 alte Schneebeeren roden und einen Holunder (ca. 10 cm Durchmesser) beseitigen einschließlich Wurzel.

Ein Fliederbusch ist auch ausgegraben - es werde Licht :D

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 04. Oktober 2011, 19:36:04
Ich habe auch ein Pflanzloch ausgehoben, und - oh Schreck - an die Stelle, wo ich den Baum pflanzen wollte, liegt ein unterirdischer Gartenschlauch, der noch verwendet werden soll.

Den Schlauch auszubuddeln wäre zu anstrengend, also wollte ich den Baum, den bereits vor drei Jahren gepflanzten Morinabaum, einen halben Meter weiter außerhalb setzen.

Heute habe ich gesehen, daß der Wurzelraum der Morina bereits so groß ist, daß ein Umpflanzen gefährlich wäre, also beschloß ich, die schwachwüchsige Morina dort stehen zu lassen, wo sie steht.

Nun habe ich vorgesehen, eine Ungarische Traubige einen halben Meter weiter innen zu pflanzen.

Mal sehen, ob es mir gelingt, die bereits bestellte Achat abzubestellen, und dafür eine Ungarische Traubige zu bestellen.

Eigentlich war es vorgesehen, die bereits vor drei Jahren gepflanzte Morina in Reihe zwei Mitte stehend, auf die Außenposition Reihe zwei rechts außen zu setzen, und dann zwischen Safir und Morina einen starkwachsenden Baum zu pflanzen.

Ich habe mich da für die Achat entschieden, um diesem Baum besser kennen lernen zu können.

Nur jetzt, wo ich die Morina nicht umpflanzen kann, ist nun die Außenposition Reihe zwei rechts außen unbesetzt, und - oh Schreck - auf Außenposition rechts außen Reihe eins steht bereits eine Achatpflanze.

Ich wollte nicht zwei gleiche Pflanzen nebeneinander haben, so daß ich auf Außenposition rechts außen Reihe zwei keine weitere Achat pflanzen kann.

Warum das alles? Nun ich wollte einen starkwachsenden Baum (Ungarische Traubige, Achat) immer neben einen schwachwachsenden Baum (Morina, Jade, Stevensbaer) setzten.

In der Reihe eins links außen steht eine Ungarische Traubige, in der Reihe eins Mitte steht eine Jade, Reihe eins rechts außen ist mit einer Achat besetzt.

In der Reihe zwei links außen steht eine Safir, in der Mitte die Morina (etwas unglücklich).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. Oktober 2011, 09:22:44
Schwer nachzuvollziehen, aber dennoch verständlich. Bei Dir sollen sich schwach- und starkwachsende Kirschen abwechseln.

Pflanzlöcher habe ich noch nicht gemacht - wer weiß, was ich da noch so finde - vielleicht was für die Abteilung "Gartenschätze".

Meine Baumschule hat sich noch nicht zurück gemeldet, ob sie nun die wurzelechte Ungarische Traubige beschaffen könnnen. Ich werde mal vorsichtig dort anrufen - auf die Bestellung kam auch noch keine Antwort - aber vielleicht ist es ja nicht üblich.

Je intensiver ich mir die Wiese betrachte - desto mehr geeignete Pflanzplätze finde ich noch. Bin hocherfreut - ich hatte bei vier neuen Obstbäumen schon etwas Bedenken. Es ist eben so, dass mein Garten beidseitig dort an der Wiese zwischen 2m bis 3,50 zugewachsen ist. Wenn ich diese Flächen mitrechne, dann habe ich wirklich genug Platz.

L.G.
Gänselieschen

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. Oktober 2011, 15:33:13
So,
ich habe mit der Baumschule telefoniert. Sieht alles gut aus - aber die Sauerkirsche ist wurzelecht nicht zu bekommen, nur auf einer starkwüchsigen Veredlung 'prunus irgendwas', ne Wildkirsche oder so - wäre damit sicher o.k. Jedenfalls nicht die mickrige Gisela 5.

Und ein kleines Problem gibt es noch - die Vogelbeere, die ich noch fällen lassen will - gehört natürlich in die gleiche Familie, wie alle meine neuen Bäume. d.h. ich muss mindest einen Abstand von 1,50 zu diesem Platz einhalten.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 05. Oktober 2011, 18:51:40
Hallo Gänselieschen,

ich hatte gestern meinen Spaß damit gehabt, den Text zu schreiben.

Ich hätte es auch einfacher ausdrücken können, aber mir war einfach danach.

Wenn Du Dich dazu entschlossen hast, die Ungarische Traubige wurzelecht zu bekommen, dann würde ich an Deiner Stelle keine Kompromisse machen, denn die Wetterkapriolen werden eher noch stärker werden, und dann ist es ratsam, möglichst stabile Bäume zu haben, und stabiler als wurzelecht geht kaum.

Es heißt nun suchen, suchen und suchen; ein Gartencenter in Erfurt bietet bereits ausdrücklich von sich aus wurzelechte Kirschbäume an, beschränkt sich dabei allerdings auf die neuesten Sorten Achat und Jade.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: gartengogel am 05. Oktober 2011, 22:41:21
Hallo Gänselieschen,

es gibt eine Baumschule, die aus Prinzip überwiegend wurzelechtes Obst vermehrt, sie nennt sich "Ahornblatt". Die Preise allerdings sind gewöhnungsbedürftig.

An Kirschen haben sie sogenanntes Urobst und sonstiges Obst im Programm.

Gruß GG
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 11. Oktober 2011, 11:06:06
Nö - ich habe jetzt umgeschwenkt und auf einer Unterlage bestellt, die mit Prunus anfängt - soll ne Wildkirsche sein - starkwüchsig und durchaus robust - habe dazu ein längeres Telefonat mit der Baumschule gehabt. Ich mag mich einfach nicht mehr verzetteln und möchte mit einmal hinfahren meine Schätzchen nach Hause holen.

Allerdings habe ich sogar schon überlegt, ob ich auf meine wilde Böschung zum Flüsschen - meine Knöterich-Oase - auch noch einen Obstbaum setze - nen riesengroßen - wer will mir das verwehren - ist ja keiner da, der sich drum kümmert. Und ist der Baum erstmal angewachsen und groß..... vielleicht noch ne Birne.... oder eben ne wurzelechte Kirsche, wenn sie mir über den Weg läuft.

Befruchten sich eigentlich Süß - und Sauerkirschen auch gegenseitig??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 13. Oktober 2011, 18:37:22
Guten Abend Gänselieschen,

das kann durchaus sein, allerdings sind Sauerkirschen für Sauerkirschen besser geeignet.

In meinem Taschenatlasobstbuch steht bei der Ungarischen Traubigen explizit, daß Süßkischen geeignet sind für die Befruchtung der Ungarischen Traubigen.

Bei den anderen Sauerkirschsorten fehlt dieser Hinweis.

Aber es wird gelegentlich dargelegt, daß die Ungarische Traubige gar keine richtige Sauerkirsche sei, sondern daß sie im Bereich der Sauerkirschen zwar stehe, allerdings auch im Überlappungsfeld mit den Süßkirschen.

Ein Anzeichen dafür ist zum Beispiel der starke aufrechte Wuchs, der für eine Sauerkirsche eher untypisch ist. Die Ungarische Traubige ist ein wirklich schöner Kirschbaum, der von der Ästhetik her mit den meisten Süßkirschen durchaus mithalten kann.

Und sie wird groß. Ich halte sie auf etwas über 5 Meter - sie wird bestimmen, wie hoch in einigen Jahren das Kirschnetz werden wird. Und sie treibt mit ihrer Größe die Kosten für das Netz in die Höhe.

Dafür rechne ich mit vielen leckeren und gesunden Kirschen, die von den Gesundheitswerten eigentlich nur noch von den schwarzen Johannisbeeren übertroffen werden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Oktober 2011, 17:34:14
Danke :D

Ich habe noch ne Frage,

mein Karnickeldraht geht zur Neige - nun will ich aber dann die neuen Bäume gegen Wühlmäuse schützen und das Pflanzloch ordentlich mit Draht auskleiden.

Es gibt nirgends unverzinkten Kükendraht von der Rolle. Es gibt aber Kükendraht - grün- der scheint also irgendwie ummantelt und drunter hoffentlich kaputtbar.

Welcher Draht wird in der Erde eher verwittern - und das soll er ja, damit die Wurzeln wachsen könnnen - der Verzinkte oder der Grüne??
Oder wo kauft Ihr.

Bei Hermann Meyer gibts nur für Gewerbetreibende.

L.g.
gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 17. Oktober 2011, 19:16:35
Am besten verrottet (irgendwann) ungeschütztes Material, also weder verzinkter und schon garnicht kunststoffbeschichteter Draht.
Verzinkten Maschendraht (Weite 13 mm) gibt es in jedem Baumarkt auf der Rolle, unverzinkter dürfte schwer zu bekommen sein - meiner Meinung nach ist das aber egal. Falls Du jemanden kennst, der sehr viel Salzsäure hat, kannst der ihn auch entzinken. ;)
Kunststoffummanteltes Gitter ist viel zu teuer, um in der Erde versenkt zu werden, und bevor das verrottet, sind die Bäume sicher schon vergreist.


P.S. War eben auch im Bayerischen Fernsehen zu sehen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 17. Oktober 2011, 20:44:41

Es gibt nirgends unverzinkten Kükendraht von der Rolle.

Wo hast denn gesucht? Ich nehme immer den ganz normalen Kükendraht (ohne Gründ), den gibt es bei Ba.h..s, sicher auch bei H...ch und beim Baustofflieferanten im Ort.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Oktober 2011, 12:26:16
@ Oile, Na der Normale ist doch aber in der Regel verzinkter Draht. Irgendwann verrottet der auch, aber die Wurzeln der jungen Obstbäume werden sicher nach 3-4 Jahren doch empfindlich eingeschnürt. Ich kann ja noch mal gucken gehen, aber es würde mich wundern wenn normale Baumärkte unverzinkten Draht haben.

Offenbar sehen aber die Obstbaumpflanzer im Bayr. Fernsehen keine Probleme, wenn man verzinkten Draht nimmt?? Merkwürdig.

Ach ja, der grüne Draht ist nicht teurer als der verzinkte, bei der dünnen Stärke hätte ich gehofft, dass der noch schneller in der Erde kaputt geht, als verzinkter Draht.

@ Thüringer: wie lange gibst du dem verzinkten Draht in der Erde??

L.G.
Gänslieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Aella am 28. Oktober 2011, 17:39:28
ich wusste nicht so recht wohin damit...einen neuen thread nur dafür wollte ich auch nicht starten.
also hier :)

ich war vorhin auf dem wochenmarkt und habe beim gemüsehändler diese zwetschgen entdeckt.
xxl-zwetschgen :o muss ich haben! die sind noch viel größer als ein großes hühnerei!

also mal 4 stück gekauft, recht spät für zwetschgen, aber wahrscheinlich braucht diese sorte länger, weil sie so groß wird ;)

der gemüsemann wusste auch die sorte, es ist die "president".
probiert habe ich bereits eine. seeehr gut! der stein löst sich gut, schön festfleischig und süß mit deutlicher säure. bestimmt auch hervorragend zum backen, ich mag es nämlich nicht, wenn zwetschgenkuchen so furchtbar süß ist.

ist diese sorte denn kernecht? wenn ja, würde ich diese nämlich gleich einpflanzen :D

(http://666kb.com/i/by6ocw0w1r5aep1ml.jpg)
(http://666kb.com/i/by6odyvtaoob9w5tp.jpg)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 29. Oktober 2011, 19:50:30
Ich kenne die President nicht aus eigener Anschauung. Aus deutscher Ernte? Sind die so lange lagerfähig und so groß?

Ich meine mich zu erinnern, President sei selbststeril. Weiß es aber nicht genau. Wenn das so ist, so sind im Stein jedenfalls die Erbanlagen von President (Mutter) und Vater (unbekannt.) Sprich, wenn du den Stein pflanzt, wird in jedem Fall eine Hybride herauskommen. Und das kann dann mit der Ursprungssorte auch kaum noch etwas zutun haben.

Aber selbst im Fall der Eigenbestäubung werden die Gene mehr oder weniger neu gemischt, so daß oft annähernd gleiche Früchte herauskommen, aber nie hundertprozentig gleiche.
Das ist nur mit Veredlung eines Reises (Klon) möglich.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 29. Oktober 2011, 20:05:09
Spare Dir die Zeit den Kern einzupflanzen, um dann nach 8 oder mehr Jahren das Ergebnis festzustellen. Kaufe dir die Sorte und riskiere die 15-20 Euro und spare Dir die lange Zeit des Wartens. Du kannst ja trotzdem einen Kern einpflanzen und nach dem ersten oder zweiten Ertrag immer noch entscheiden, was Du mit dem Sämling willst, kaufe Dir aber unbedingt vorher die echte Sorte. Auch kannst Du beim Kauf bestimmen, wie groß der Baum werden soll, frage nach der Unterlage! St Julien Unterlage machen etwa 4 m hohe Bäume/ Büsche, Myrobylane machen Bäume mit großen Kronen. Nehme lieber St Julien Unterlagen, dann hast Du auch noch Platz für eine weitere Sorte oder zwei!! ;D ;D

Die Sorte Valor ist übrigens ähnlich groß!

Wenn Du aber was wirklich leckeres suchst, dann pflanze die große grüne Reneklaude, sie ist nicht wirklich groß, aber im Geschmack unübertroffen!!! Siehe auch hier http://forum.garten-pur.de/index.php?board=25;action=display;threadid=20525;start=45#bot

ab dem vierten Beitrag!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Aella am 30. Oktober 2011, 10:21:21
vielen dank für eure antworten. ich dachte,wenn die sorte kernecht ist, könnte ich einen "zweig" ziehen und dann auf einen anderen baum veredeln. aber dann kann ich es wohl lassen und mir ein bäumchen später mal kaufen :)

die große grüne reneclaude steht sowieso auf meinem "haben will" zettel.

ob es aus deutscher ernte war, weiß ich nicht. ich bin einfach mal davon ausgegangen, da der bauer auf dem markt fast nur eigene sachen verkauft und den sortennamen der zwetschge wusste. nachgefragt, ob aus eigener ernte, habe ich leider nicht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 03. November 2011, 08:17:58
Danke an Gänselieschen, daß sie diesen Thread geschaffen hat, um die kleinen Obstfragen erörtern zu können, und dafür keinen jeweils eigenen Thread kreieren zu müssen.

Wir haben nun unsere Kiwi gefällt. Ein war ein ganz anderes Erlebnis, als einen anderen Baum zu fällen.

Je näher wir der Wurzel kamen, um so dunkler Richtung schwarz gehend wurde die Mitte des Stammes. Diese dunklere Färbung wurde Richtung Wurzel auch immer größer.

Richtig pechschwarz waren dann die kleinen 0,5cm bis 1cm langen schlanken Käfer. im Stamm knapp über dem Boden. Drei Exemplare haben wir gesehen.

Wir gehen davon aus, daß die Kiwi es auch ohne unsere Rodung nicht mehr lange gemacht hätte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 03. November 2011, 08:29:23
Damit ist nun ein freier Raum geschaffen im Bereich des aufgeschütteten Bereiches unseres Gartens.

Auf der einen Seite steht nun die Rubinola, die einen Raum von 25m² erhalten hat, um sich entfalten zu können.

Auf der anderen Seite wird die Topaz stehen.

Dazwischen und rund um die Rubinola, die ja einige Jahre brauchen wird, um groß zu werden, ist nun viel Platz.

Da südlich von der Topaz eine hundertjährige Eiche steht, die zusammen mit einem anderen hohen und langsam wachsenden Baum ihren Kernschatten in der Mittagszeit auf die Fläche wirft, ergeben sich folgende Sonnenzeiten für die Fläche.

Der Rubinolaraum hat morgens Vollsonne bis rund 12:00 Uhr MEZ.

Ab 15:00 Uhr MEZ gibt es wieder Vollsonne bis zum Abend im Sommer.

Der Topazraum hat bis rund 10:45 Uhr MEZ Vollsonne und ab 14:30 Uhr wieder.

Die Eiche und der andere Baum sind nicht blickdicht.

Wir wollen nun Johannisbeeren und/oder Himbeeren im frei gewordenen Raum pflanzen.

Der Boden hat einen für Johannisbeeren optimalen pH-Wert von rund 5,7.

Er ist nahrungsreich, wasserhaltig und mit vielen Regenwürmern bestückt (=> gute Sauerstoffversorgung).

Ist es denkbar, im Topazraum weiße und im Rubinolaraum rote Johhanisbeeren zu pflanzen?

Und können süße Himbeeren (Herbst- bzw. Sommerhimbeeren) erwartet werden?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 03. November 2011, 09:48:28
Kein Problem für Bäume und Sträucher. Die Bäume musst du nur die ersten Jahre, die Beeren immer vom Gras freihalten.

ph aber bitte nicht noch saurer und die Sträucher doch mindestens 3 m von den Baumstämmen weg
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Rieke am 03. November 2011, 13:12:42
Ich habe Himbeeren an eine ziemlich schattige Stelle gepflanzt, mit Sonne nur morgens und im Sommer am Spätnachmittag wieder und das Aroma ist gut.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 03. November 2011, 13:20:14
Herbsthimbeeren bräuchten im Herbst bei tiefstehender Sonne auch unbedingt ebensolche. Sonst schimmelts.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 04. November 2011, 18:42:18
Wenn Herbsthimbeeren bei tiefstehender Sonne Sonnenstrahlen brauchen, dann wird das den endgültigen Ausschlag für die Johannisbeeren mit sich bringen.

Zwei weiße und zwei rote Sorten - Rolan und Jonkheer van tets sowie weiße Versailler und noch eine weiße Sorte.

Gleich die Frage:

Können weiße Johannisbeeren auch rote befruchten und umgekehrt?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 05. November 2011, 01:18:45
ja
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 05. November 2011, 06:33:43
Gut
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 14. November 2011, 13:36:39
Viel passiert in zwei Wochen :D.

Mein Garten ist um vier Obstbäume reicher.

@ Konterkater - meine Ungarische Traubige wird etwa die Sonnenzeiten haben, wie deine Rubinola. Ganz früh Baumschatten einer Ulme, dann Sonne bis Mittags, dann wieder ne Ulme und danach Sonne bis Abends.
Im Grunde gilt das für fast alle meiner Bäume. Die Mittags-Ulme bei den Nachbarn ist gigantisch groß und wirft immer Schatten, je nachdem, wie hoch die Sonne im Jahr steht.

In den letzten beiden Wochen habe ich den Sonnenverlauf mal beobachtet - viel Sonne im Herbstgarten - hätte ich nicht gedacht - aber das liegt wirklich an den laubfreien Bäumen. Trotzdem schön. Im Frühling ist es ja lange genauso.

Gepflanzt sind alle geplanten Bäume und (leider) auch die zweite Birne. Mein Nachbar konnte sich nicht entschließen, Banause :-\

- Ungarische Traubige (Unterlage: Vogelkirsche)
- Konstantinopeler Apfelquitte (Buschbaum)
- Bocs-Flaschenbirne
- Conference-Birne

Im Februar mache ich einen Schnittkurs (Theorie und Praxis) in der Baumschule mit, 35 € für mind. vier Stunden und einen Obstbaum seiner Wahl darf man dann auch noch mitnehmen. Ich werde damit die geplante Pflaume (Dreisortenbaum) bezahlen (und für jede zusätzliche Veredlung 10€).

Pflanzschnitt bei der Kirsche und der Flaschenbirne war sehr deutlich und sehr einfach.

Bei der Apfelquitte bin ich unentschlossen. Die hat jetzt zwei gleichhohe Triebe, die sich kreuzen (könnte man aber erziehen). Das reicht doch aber nicht aus, oder?? Ich würde dazu neigen diese beiden Triebe weit runter zu schneiden, auf eine Handbreit und dann aus jedem Zweig zwei neue Triebe ziehen - das wären dann Hohlkrone und vier Triebe. Wäre das o.k.?

Die Conference ist schon sehr kräftig, also älter. Die Veredlung (trotz wurzelecht) ist kaum noch zu sehen, Stammdurchmesser bereits ca. 3 cm. Die hat viel zu viele Äste oben, bestimmt 10 gleichwertige. Da bin ich noch überfragt und habe mich nicht getraut zu schneiden. Wenn nicht, dann warte ich mit diesem "Pflanzschnitt" bis zum Februar, nach meinem Kurs.

Auch die Reneklode habe ich jetzt nochmal geschnitten - das soll den gewünschten Austrieb verstärken - und ich baue ja immer noch die Krone auf, die war doch einseitig. Habe mit dem Frühjahrschnitt zwei schöne Äste in die richtige Richtung bekommen, das wird langsam.

Die Eberesche habe ich per Hand abgesägt, tat mir leid, aber das Licht wird gebraucht. Der Stumpf ist noch drin, das wird nicht schaden, vielleicht lasse ich einen Busch stehen, wenn sie nochmal gut austreibt. Das Pfaffenhütchen habe ich im Hauptaustrieb gekürzt und stark ausgelichtet - es darf bleiben.

Für den Holunder und die Haselnuss brauche ich Manpower, kommt Zeit kommt Power.... bei Hor..ach gibt es ne Boschsäge (35er Blatt) für 89 €, die ginge für so Kleinkram, vielleicht ja doch Fraupower, mal sehen. Meine alte Kettensäge brachte mir leider mal ein Nachbar kaputt wieder. Aber das ständige Saubermachen und Kette spannen hatte mich damals auch genervt, bin noch bissel unentschlossen.

Ich überlege grad die ganze Zeit, ob meine Ungarische Traubige auf 25 m2 kommt, wird knapp werden...

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 14. November 2011, 19:39:20
Hallo Gänselieschen,

die Frage kann ich Dir leider nicht beantworten, denn auch meine zweite ungarische Traubige steht auf der eigenen Wurzel.

Und wieder schön anzusehen, daß die Äste dieses Sauerkirschbaumes nach oben gucken :D.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 15. November 2011, 12:22:06
Und genau die habe ich schweren Herzens alle auf Saftwaage eingekürzt, auf nach außen stehende Knospen und den Leittrieb ca. eine Hand höher auch gekürzt. Tat mir sehr wehe - aber im Buch steht das genau so.

Vielleicht wird sie dann keine 5m hoch, sondern 7m ;) Vogelkirsche - mal googeln - wie hoch die wohl werden würden. Grad mal geschaut 20 - 30 m, das kann es ja wohl dann doch nicht sein ;D

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Torador am 28. November 2011, 13:47:17
Hallo liebe Obstler,

leider brachte die Suche keinen tollen Tipp (aber die ist auch echt Verbesserungswürdig! ;) )

Nachdem mein Partner die großen "Pflanzprojekte" lieber auf das Frühjahr verschieben möchte, da ihm ein ganz schlauer Mensch gesagt hat, das wäre besser. Nunja, ich möchte aber noch ein paar Beeren pflanzen ;D

Meine Standort: ab 12 Uhr den ganzen Tag Sonne, ein Teil der Fläche nur bis 18 Uhr im Sommer.
Länge ca 30 m, breite ca. 2-3m, Sand mit einigen Lehmstellen

Meine Auswahl:

Himbeere 'Aroma Queen' mind. 2 oder 3 Stück, denn ich liebe Himbeeren ;D

Brombeere 'Navaho'

Rote Johannisbeere 'Rolan' oder Rote Johannisbeere 'Junifer'

Weiße Johannisbeere 'Weiße Langtraubige'

habt ihr noch Empfehlungen für die "Naschecke"?
Irgendwas sehr pflegeintensives oder anfälliges dabei?


Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. Dezember 2011, 14:24:19
Meine wichtigsten Beeren sind Schwarze Johannisbeeren - die fehlen in deiner Liste komplett. Natürlich sind die zum Naschen nur bedingt lecker, aber in Marmeladen sind sie unentbehrlich.

Auch keine Stachelbeeren - die Säure ist auch wichtig für Marmelade. Und ein Stachelbeerkuchen im Sommer muss auch sein ;).

Ansonsten weiß ich nicht, ob eine Brombeere selbstfruchtbar wäre, oder ne zweite dazu muss.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 07. Dezember 2011, 08:57:06
@torador,

auf 30 x 2(3)m passt noch einiges mehr hin, auch bei Einhaltung von vernünftig großen Abständen.
Junifer und Weiße Langtraubige kenne ich nicht. Geschmacklich kenne ich keine bessere rot/weiße Johannisbeere als Weiße Versailler. Leider
kleine und auch verrieselungsanfällige Träubchen und deshalb meist geringer, aufwändig zu erntender Ertrag. Für die Masse bzw. den Kuchen oder Aufgesetzten habe ich Rovada (rot) und Blanka (weiß), beide mit sehr langen und daher gut zu erntenden Trauben und ohne ernsthaften Krankheitsbefall.
 
@gänsel...

Brombeeren sind ausreichend selbstfertil. Navaho ist bei mir ziemlich von dieser Mücke oder Milbe befallen. Komme gerade nicht auf den Namen. Die Früchte haben bitter schmeckende, rot krüppelige Stellen.
Die ebenfalls dornenlose Loch Ness hat davon weit weniger Befall.
Schmecken tun sie beide erst im vollreifen Stadium. D.h., man muß punkt- bzw. tagesgenau ernten. Sonst hart und geschmacksfrei oder matschig.

Ich überlege mir deshalb, vielleicht doch wieder die alte Theodor Reimers zu pflanzen, auch wenn die Wuchstärke, die Bedornung und die kolportierte Winterfrostanfälligkeit gegen sie sprechen. Das mit dem Winterfrost war bei mir in der Kölner Bucht allerdings nie ein Problem.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. Dezember 2011, 10:25:49
Ich habe von ursprünglich drei Loch Ness, die ich vor drei-vier Jahren mal ganz spät im Herbst geliefert bekam nur eine retten können - aber die hat noch nie getragen, weil immer im Spätwinter die Kahlfröste die einjährigen Triebe komplett hingerichtet hatten.
In jedem Jahr musste ich dann auf Neutrieb von ganz unten warten und hatte so bisher nicht mal eine einzige Beere zum Testen.

Noch habe ich deshalb auch kein Gestell o.ä. gebraucht. Ich könnte also auch wieder alle einjährigen Triebe - andere gibt es ja nicht - schön flach auf die Erde legen und vor dem Frost mit Blättern schützen. Diesmal warte ich dann aber mit dem Abdecken, bis wirklich alles vorbei ist.

Muss man die einjährigen Triebe, von denen man ja im kommenden Jahr ggf. ernten könnte - noch in der Länge einkürzen - sind wirklich extrem lang geworden und gakeln da jetzt so rum?

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 13. Dezember 2011, 20:07:59
In unserem Garten mickerten einige in den letzten 2-3 Jahren als Ersatz und Erweiterung gepflanzte Schwarze-Johannisbeer-Hochstämmchen aus für mich nicht erkennbaren Gründen. Diese habe ich im Herbst in einen anderen, weniger privilegierten Bereich des Gartens umgesetzt nach dem Motto "Entweder sie wachsen dort vernünftig oder werden geschreddert".
Den Boden der alten Standorte habe ich aufgefrischt und mit neuen Bäumchen bestückt, u.a. mit "Ben Moore". Hat jemand von Euch schon praktische Erfahrungen mit dieser Sorte, und wenn ja, welche?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Torador am 17. Dezember 2011, 18:08:39

So, nun hab ich vor ein paar Tgaen noch ein paar Beeren gepflanzt.
Nun bin ich aber unsicher, soll ich die Himbeeren jetzt oder im Frühjahr schneiden?
Bei der Pokusa stand überhaupt nichts bei, trägt die am 1 ährigen oder 2jährigen Holz?
Sanibell (2jährig) sollte ich jetzt nicht zurückschneiden, sondern erst nach der ersten Ernte, oder?
Aroma Queen ist 1jährig, also alles ab? Die wurde aber mit ca. 40 cm Stängel geliefert und hat noch grüne Blätter?

Bin so unsicher, überall steht was anderes.

Die Bormbeere "Navaho" lass ich einfach erstmal in Ruhe, richtig?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Dezember 2011, 18:16:42
Die Herbsthimbeeren Pokusa und Aroma Queen werden im Winter bis zum Boden zurückgeschnitten (also jetzt möglich, kannste aber auch erst im Spätwinter machen).

Die Herbsthimbeeren und die "normale" würde ich nicht mischen, sondern getrennt kultivieren, wegen dem unterschiedlichen Schnitt. Sonst wächst irgendwann alles durcheinander, und man kann die Ruten nicht mehr unterscheiden.

Brombeere würd ich lassen. Entweder die friert im ersten Winter eh ab, oder sie kommt durch. Die Brombeeren sind etwas frostempfindlich.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Torador am 17. Dezember 2011, 18:44:53
Danke für die schnelle Antwort, auf Dich ist Verlaß ;D

Okay, dann Spätwinter. Ähm, also so richtig bodennah oder doch ein paar cm rausgucken :-\ Sorry, bin doch so richtiger Anfänger ::)

Ach ja, die Sanibell hab ich ans Ende der Reihe gepflanzt. Hoffe da bring ich nichts durcheinander. Alle so ca. 50 - 60cm auseinander. 30 cm stand auf der Anleitung, aber das war mir irgendwie zu eng.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Dezember 2011, 19:30:33
Ja, warte besser bis zum Spätwinter. Weil sie erst frisch gepflanzt sind.

Kannst dann mal schauen, wo eine Knospe direkt am Boden ist, darüber würd ich abschneiden. Aber schon bodengleich.
Ich hau meine radikal so tief wie möglich weg.

Die 30 cm Abstand sind schon ok, aber nur, wenn man nur eine Sorte setzt. Weiter ist besser.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. Dezember 2011, 16:04:35
Ich hätte auch große Bedenken, verschiedene Sorten Himbeeren in einer Reihe zu pflanzen - egal wie weit die Abstände sind - die vermehren sich durch Ausläufer - irgendwann hat sich das erledigt mit dem Auseinanderhalten der Sorten - davon bin ich ziemlich überzeugt.

Darf ich nochmal an meine Brombeerfrage erinnern - soll ich die extrem langen Ranken doch noch etwas einkürzen (vor oder nach dem Winter)??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Starking007 am 21. Dezember 2011, 18:11:07
Brombeerranken sind bis 6m normal!
Warte bis nach dem Winter, dann mußt du weniger zurückschneiden ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 03. Januar 2012, 13:13:15
Noch ein nachträgliches Danke! :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 13. Februar 2012, 13:17:20
Es ist soweit, am Sonnabend besuche ich in der Baumschule, bei der ich im Herbst die vier neuen Obstbäume gekauft habe, einen Schnittkurs. Von 9-13 Uhr. Therie und Praxis - ich freue mich sehr drauf und hoffe auf ganz viele neue, umsetzbare Erkenntnisse.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 13. Februar 2012, 19:17:41
einen Schnittkurs. Von 9-13 Uhr. Therie und Praxis
Viel zu kurz aber ein Anfang.

Letzte Woche hat hier ein Obst- und Gartenbauverein einen Schnittkurs angeboten, aufgeteilt in Theorie und Praxis an zwei Tagen. Der theoretische Teil war abends und ging vier Stunden, der praktische Teil ist verschoben worden wegen zu starkem Frost. Der theoretische Teil war aber sehr gut und der Referent hatte fünf verschiedene Jungbäume mitgeschleppt um einiges auch praktisch zu zeigen.
Was mir besonders gut gefallen hat war, daß das Hauptthema die Unterlage war. Das finde ich das wichtigste Thema überhaupt, denn nur wenn ich weiß was ich da gekauft habe, kann ich den Baum richtig erziehen.
Ich habe schon sehr viele Schnittkurse besucht und eigentlich bin ich nur hin weil sonst nichts los war aber selbst ich habe da 1-2 Neuigkeiten erfahren.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 14. Februar 2012, 09:54:47
Die Erfahrungen von Elro kann ich nur bestätigen.

Viele Bäume brauchen einen individuellen Erziehungsschnitt.

Daher kann ein Schnittkurs nur die allgemeinen Begriffe und Techniken erklären, und hier hapert es häufig.

Beim individuellen Baum muß die Baumbesitzerin dann individuell entscheiden, welche Techniken sie anwenden wird - evt. mit Beratungen hier im Forum - immer wieder gerne :D.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 14. Februar 2012, 10:46:54
Ich glaube, die sind ganz gut drauf dort. Bei meinen neuen Bäumen kenne ich die Unterlagen und wie ich bei älteren Bäumen eingreifen kann, werden die mir hoffentlich auch erzählen.
Meine Aufnahmefähigkeit ist nicht so gut, dass ich glaube, dass ich alles, was mir in zwei Tagen in einem Schnittkurs erzählt würde, auch mit nach Hause nehmen kann. Die Hälfte würde ich sowieso vergessen. Ich hoffe auf grundlegende Erkenntnisse, die ich mir dann auch für die Zukunft merken kann.

Und für alle Fälle habe ich ja immer noch Euch :D

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Starking007 am 15. Februar 2012, 21:55:51
Schnittkurs: Ich selber halte "Crash-Kurse", ich bin der Meinung, dass, wer`s in 15 Minuten nicht begreift, um was es geht, der begreift es nie.
Lernen kann er es dann selber.
Detaillieren und erweitern kann man aber immer.
Die Aufnahmefähigkeit des menschlichen Gehirns ist wie der Arbeitsspeicher im PC begrenzt.
Ich möchte den sehen, der nach 4 Stunden intensiven Erklärens und Zeigens noch was aufnehmen kann.
Und die alten Laber-Sprüche: Alles was sich kreuzt oder nach Innen...
halte ich für Schmarrn.
Ich werde mich hüten Begriffe und Techniken zu erklären!
Ich erkläre dass der Baum lebt!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 16. Februar 2012, 17:33:15
Dann bin ich mal gespannt:

Wie wird eine Schattenmorelle richtig erzogen?

Wie wird eine Ungarische Traubige richtig erzogen?

Wie wird eine Safirkirsche richtig erzogen?

Und wie wird die Morina richtig erzogen?

Ungarische Traubige: starker aufrechter Wuchs, Kirschen fruchten am mehrjährigen Holz, Stamm sehr dünn und windanfällig

Safirkirsche: aufrechter Wuchs, sehr dicht, Kirschen fruchten am mehrjährigen Holz, sehr anfällig für Sprühfleckenkrankheit

Morina: sehr schmale Krone, Äste hängen schlaff, Kirschen fruchten am einjährigen Holz
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 17. Februar 2012, 00:11:18
Das mit Safir und und Sprühfleckenkrankheit mag für den beobachteten Einzelstandort durchaus stimmen. Generalisierende Schlüsse darf man aber daraus nicht ziehen.
Die Krankheit hält sich bei mir (auf Maxma) seit Jahren im Marginalbereich. Sprich, sie ist vernachlässigbar. Und räumlich sind wir soweit nicht auseinander.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 17. Februar 2012, 07:57:12
Und hier ist es wieder, das Obst-"Geheimwissen" ....

Ich gestehe, allmählich zipft mich das wirklich an. Es ist nahezu unmöglich für einen Konsumenten, alleine und selbstständig rauszufinden, welche Sorte, welche Unterlage geeignet ist, und auch die spätere Erziehung der Bäume scheint Glückssache zu sein.

(Ausnahmen bilden für mich die Erziehung von Palmetten und Kordons, das ist vom Prinzip her super einfach, wenn man gut bebilderte und beschriebene Erklärungen hat.)

Nervt nur mich das so?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Starking007 am 17. Februar 2012, 16:28:21
Nur als Beispiel zur Kirsche: Ist mir egal, welche Sorte das ist.
Sieht doch ein Blinder ob die Blütenknospen gaanz vorne sitzen oder an seitlichen kurzen Zweigen, und wer gut sieht, erkennt auch wo letztes Jahr die Kirschen hingen, man sieht auch noch ob der Baum letztes Jahr Läuse hatte, wann er wie geschnitten wurde, wie er wächst und vieles mehr.
Jeder Baum ist wie ein Buch, das muss man lesen lernen und nicht auswendig können ohne den Inhalt begriffen zu haben.
Das geht soweit, dass man oft an einem Stückchen Wurzel ablesen kann, was die Pflanze will.
Geheimwissen ist da nicht! Sortenwahl ist allerdings mühselig.

PS: In der TCM haben sie das für den Menschen schon lange drauf und das glaubt inzwischen fast jeder,
bloß bei den Pflanzen tut man sich schwer.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 19. Februar 2012, 11:56:20
@Zuccalmaglio:

Weiß ich doch und letztes Jahr hatte meine Safir auch keine große Anzahl von Sprühflecken, erstmalig seit dem ersten Standjahr.

Und an Martina777:

Richtig, Intuition spielt eine große Rolle bei dem Großziehen von Pflanzen.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 20. Februar 2012, 13:35:15
Zeit um Bäume zu schneiden :)

Der Schnittkurs war sehr gut, Wetter hat schön mitgespielt - auch schön viel Praxis - aber im eigenen Garten am Nachmittag sah dann alles wieder bissel anders aus :-\

Ich habe am Sonnabend die Hauptäste meiner Sauerkirsche jedenfalls jetzt drastisch mit der Säge eingekürzt - zum Ernten war er schon zu hoch und dadurch auch viel zu dicht - und soweit ich es hinbekam auch alle Peitschen - der Baum neigt nicht extrem zur Peitschenbildung - weggeschnitten. Es sind noch eine ganze Menge Zweige übrig, die aussehen wie einjährige Triebe - mal sehen, ob die mir nun noch in diesem Jahr ein paar Kirschen bescheren. Der Neuaustrieb von der diesjährigen Aktion müsste dann eigengentlich schon für nächstes Jahr eine richtig gute Ernte bringen - ich bin gespannt, ob das jetzt so richtig war. Sprühflecken bekommt der Baum leider auch jedes Jahr.

Meine Zwetschge Hanita habe ich - entgegen meines Vorhabens - doch fast in Ruhe gelassen. Sie ist viel zu hoch, um oben irgendeinen Leitast zu finden und zu kürzen. Ich hatte sie in der Vergangenheit hin und wieder auch beschnitten - ich finde den Baum auch luftig genug. Wir habe noch einen verkreuzten Ast gefunden und weggesägt - das war es dann aber auch. Sieht aus, als wäre ne ganze Menge Fruchtholz dran. Lauter schöne kurze Spieße - hoffentlich kommt in diesem Jahr kein Frost.

Bei den Bäumen, mit denen ich nach der Pflanzung im Herbst noch gewartet habe, habe ich jetzt den Pflanzschnitt nachgeholt.

Die Conference-Birne scheint schon bissel älter zu sein, hatte mindestens 10 gut verteilte Kronenäste - und ich habe es dennoch geschafft einen Ast wegzuschneiden, den ich für den Kronen aufbau gebraucht hätte :'( :'(. Ich könnte mich immer noch schwarz ärgern. Hoffe nun auf den diesjährigen Austrieb und dann sehen wir weiter. Der Baum hat ja noch Zeit.

Bei der Konstantinopeler Apfelquitte - der ich auch noch keinen Pflanzschnitt verpasst hatte - bietet sich offenbar eine Y-Krone an? Was meint Ihr dazu? Der Mensch in der Baumschule meinte, dass sich auch in der Y-Krone genügend Holz bildet, dass der Baum die nötige Stabilität bekommt und nicht auseinanderbricht.
Ansonsten müsste ich einen der beiden Leittriebe als Konkurrenz beseitigen und ganz von vorn anfangen.

L.G:
Gänselieschen

Ansonsten Garteninspektion: Himbeeren sehen gut aus, die Brombeere kann ich noch nicht beurteilen. Hochstämmchen untersuche ich demnächst, vor allem auf Wühlmausschäden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: sunnyzwerg am 20. Februar 2012, 13:44:45
Hallo!!
Kurze Frage kann ich jetzt meinen Kirschbaum schneiden und wenn ja wie schneide ich ihn am besten!?
Danke für die antworten!!

Lg
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 20. Februar 2012, 13:53:48
Ja - klar kannst Du jetzt schneiden.

Wie du schneidest hängt davon ab, wie der Baum jetzt aussieht.

Ich habe meinen ca. 8 Jahre alten Sauerkirschbaum jetzt s.o. radikal geschnitten - er trug schlecht und war leider auch von Anfang an nicht richtig geschnitten worden - Asche auf's Haupt.

Sauerkirschen tragen am einjährigen Neuaustrieb. D.h. man könnte mit oder nach der Ernte alle Äste, die getragen haben abschneiden. Dann erzwingt man einen schönen Neuaustrieb, auf den sich der Baum dann ab dem Sommer auch gut vorbereiten kann und die nächste Ernte wird wieder gut. Aber jetzt zu schneiden, wenn man es vorher versäumt hat, ist auch immer möglich.

Von Süßkirschen habe ich keine Ahnung.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Februar 2012, 14:06:11
Ja - klar kannst Du jetzt schneiden.

Von Süßkirschen habe ich keine Ahnung.

L.G:

 ;D ;)


...Ich würde meine Süßkirsche im Sommer zur Erntezeit schneiden. Dann kannst du am Boden an den abgeschnittenen Ästen ernten.

Süßkirschen werden komplett anders als Sauerkirschen geschnitten. Sauerkirschen, wie es Gänselieschen beschrieben hat. Sie tragen am einjährigen Holz.

Süßkirschen schneidet man normalerweise nicht. Wenn dann von Anfang an immer die geradeauswachsenden Mitteltriebe weg und die zwei Seitentriebe stehen lassen. Und das dann zur Erntezeit, bzw. kurz danach. Bei Schnitt im Winter gibts bei Süßkirschen Gummifluss und die Schnittwunden heilen schlecht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 20. Februar 2012, 15:23:55
Hey - das ist aber ein ganz fies zusammengeklautes Zitat - immer diese Journalisten.

Ich befleißige mich am Rumschneiden an dieser "Möchtegernsäulenkirsche Silvia", die mir meine gutmeinende Schwester geschenkt hat. Die schneide ich, wie mirs passt. Inzwischen hat sie vier Leittriebe (oben, links, rechts, vorn), weil sie nah am Zaun steht. Und am ganzen Stamm verteil kleine Dinger - würde sagen - Fruchspieße - ich lach mich kaputt, wenn die dies Jahr blüht und trägt. Reines Experiment - am Liebsten hätte ich sie garnicht erst gepflanzt ;D.

Deine Schnitttechnik für Süßkirschen habe ich nicht verstanden - am wievieljährigen Holz tragen die nun? Heißt das, dass man immer zwei Konkurrenztriebe lässt und den Mitteltrieb schneidet - das werden doch dann immer mehr Verzweigungen?? ???

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Februar 2012, 15:35:06
  m
  s m s
  s m s
  m
  m
  m

Wenn das das Ende eines Seitenastes (nicht Mitteltrieb) ist (m = Mitte, s =Seitentrieb):

Dann kann man von außen bis zum 3. m die Mitte wegschneiden und so die etwas kürzeren Seitentriebe stehen lassen.
Ein Jahr später hat man am Ende von s auch wieder eine Mitte und 2 Seiten. Dann wieder Mitte raus. So kann man das starke Wachstum von Süßkirschen etwas bremsen.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 20. Februar 2012, 15:45:33
Ist ja im Grunde das, was ich meinte, aber die Verzweigungen werden doch dann deutlich zu viel - wann nimmt man den ganzen Seitentrieb ab - nach 3 Jahren?

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Februar 2012, 15:54:20
Man nimmt bei Süßkirschen nix ab. Man schneidet so gut wie nie ins alte dicke Holz.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: sunnyzwerg am 20. Februar 2012, 20:43:57
Hallo danke für eure antworten! Gekauft hatte ich den Baum als zwergkirsche nun wächst er heran und die früchte sind ziemlich klein und sehr sauer also kann das dann auch eine Sauerkirsche sein???

Lg
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Februar 2012, 08:35:48
AAlso: Die Süßkirsche heißt so, weil die Früchte süß sind.

Die Sauerkirsche heißt so, weil die Früchte...... ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. Februar 2012, 10:18:37
Wo kommt denn der Baum her, dass nicht mal dran stand, ob das eine Süß- oder Sauerkirsche ist ???

Unreife Süßkirschen sind wohl nicht sauer, sondern schmecken nach nichts - ist das korrekt? - dann müsste es schon eine Sauerkirsche sein.

ggf. machst Du mal ein Foto?

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Februar 2012, 10:22:55
Unreife Süßkirschen sind wohl nicht sauer, sondern schmecken nach nichts - ist das korrekt? - dann müsste es schon eine Sauerkirsche sein.

L.G:

Ja, ich vermute auch ;)...

....nein nein nein....ich beherrsche mich diesmal :-X
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. Februar 2012, 10:25:32
Bitte beherrsch dich nicht - man kann nur dazu lernen ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: sunnyzwerg am 21. Februar 2012, 13:52:49
Also danke nochmal jedoch möchte ich auch noch was dazu sagen : bei uns (in österreich)gibt es in gartencenter und bauhäuser wo man Obstbäume kaufen kann Kirschbäume und Weichsein zu kaufen Sauerkirschen gibt es gar nicht da ich ja kein gelernter Gärtner bin nehme ich an das Weichsein gleich Sauerkirschen sind!? Denn Weichsein sind auch sauer!
Ich habe einen zwergkirschbaum gekauft wie gesagt Kirschbaum aber es waren saure Früchte dran daher haben die wahrscheinlich falsch ettiketiert!?
Aber sorry für die fragen..
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. Februar 2012, 14:01:02
Ich glaube, Weichseln habe ich schon mal im Zusammenhang mit Sauerkirschen gehört.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 21. Februar 2012, 14:14:24
Ich habe einen zwergkirschbaum gekauft wie gesagt Kirschbaum aber es waren saure Früchte dran daher haben die wahrscheinlich falsch ettiketiert!?
Tja, eine Sauerkirsche ist halt auch eine Kirsche auch wenn Du bei dem Wort Kirschbaum wohl eher an eine Süßkirsche gedacht hast.

Zwergsüßkirschen gibt es nicht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Wiesentheo am 21. Februar 2012, 14:14:59
Man nimmt bei Süßkirschen nix ab. Man schneidet so gut wie nie ins alte dicke Holz.
Was ist, wenn man einen riesig gewordenen Baum hat?. Die Süßkirsche muß geschnitten werden und das radekal !
Vollkommen runter schneiden, alsdo auf Stumpf setzen?
Das soll heißen, bis auf dicke Aststümpfe.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 21. Februar 2012, 20:30:36
Kirschen sollten generell nur im Sommer geschnitten werden.

.... uuuuuuuund nicht alle Sauerkirschen tragen nur am einjährigen Holz. Es gibt Sorten, die auch am mehrjährigen Holz fruchten.

Und Sauerkirschen können auch süß und saftig sein (z.B. Ungarische Traubige).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Februar 2012, 08:10:38
Man nimmt bei Süßkirschen nix ab. Man schneidet so gut wie nie ins alte dicke Holz.
Was ist, wenn man einen riesig gewordenen Baum hat?. Die Süßkirsche muß geschnitten werden und das radekal !
Vollkommen runter schneiden, alsdo auf Stumpf setzen?
Das soll heißen, bis auf dicke Aststümpfe.

Das ist ja das Problem bei Süßkirschen. Sie werden riesig. Und "Kleinhalten" funktionert da nicht so richtig.
Ähnlich wie bei der Walnuss.
Auf Stumpf setzen kann in die Hose gehen.

Und Weichseln und Sauerkirschen sind das gleiche. Weichseln sagt man eher in Süddeutschland und Österreich.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2012, 11:17:54
@ Konterkater - dann habe ich ein Problem- weil ich die Sorte des von mir vor ca. 10 Jahren gepflanzten Kirschbaumes nicht mehr weiß.
Wir hatten hier ja schon mal bissel rumgerätselt:

Wenige Peitschentriebe
kaum Monilia - im Grunde resistent
aber viel Sprühfleckenkrankheit
bisher kaum richtigen Ertrag, Früchte relativ klein

Was hattest Du da nochmal vorgeschlagen??

Die ungarische Traubige habe ich ja erst im Herbst gepflanzt - dennoch - trägt die am ein- und mehrjährigen Holz??

Was meint Ihr zur Y-Krone bei der Apfelquitte?? siehe oben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 22. Februar 2012, 15:57:59
Hallo Gänselieschen,

ob die Ungarische Traubige am einjährigen oder mehrjährigen Holz fruchtet, kann ich noch nicht mit Sicherheit angeben, ich hoffe allerdings, daß sie am mehrjährigen Holz trägt - wie die Safirkirsche.

In diesem Jahr kann ich Dir die Antwort geben.

Auf jeden Fall entwickelt die Ungarsiche Traubige nicht die Peistschentriebe, die die Morina hervorbringt.

*****************

Was die zehnjährige Pflanze angeht, kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Die Safirkirsche ist es wohl nicht, denn die trägt mit die größten Früchte im Vergleich. Und die Morina, die kleinere Kirschen hervorbringt, ist nahezu immun gegen die Sprühfleckenkrankheit.

Die Jade und die Achat gab es vor zehn Jahren noch nicht und soviele Monilia-resistente Sauerkirschsorten gibt es nicht.

Aber da waren noch andere Sauerkirschsorten im Rennen vor 10 Jahren, die ich allerdings nicht kenne (Koröser Weichsel zum Beispiel).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: flammeri am 23. Februar 2012, 16:01:11

Was meint Ihr zur Y-Krone bei der Apfelquitte?? siehe oben.
Ich würde Y-Krone generell meiden, weil sie häufig verdichtet und auch schwieriger zu handhaben ist und normalerweise zum Ausbrechen neigt. Wenns nicht anders geht, kann man das noch bei Quitte verantworten, da ihr Hokz sehr hart und elastisch, also nicht brüchig ist.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 23. Februar 2012, 16:55:50
Ich hatte mal gelesen dass man Quitten nicht so viel schneiden soll.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 29. Februar 2012, 12:36:10
Na da haben wir die Auswirkungen der sehr kalten Tage im Februar.
Meine umfangreiche Bestellung in einer bekannten Obstbaumschule ist auf fast nix zusammengeschrumpft. :'(
Einige Bäumchen konnte ich noch woanders ordern aber für die gesuchte Lübecker Prinzessinbirne (Spindelbusch) habe ich keinen Anbieter mehr gefunden. Hat noch jemand einen Tipp für mich (gern auch als PM)

Auch eine seltene Reneklode (Späte Chamb.Reneklode) gibt es dieses Jahr leider nicht. Aber da werde ich warten müssen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 29. Februar 2012, 12:48:11
Wolltest Du liefern lassen, oder selbst abholen - ich habe meine Bäumchen alle selbst geholt, weil ich das so wollte.

Die Baumschule ist in Biesenthal - du könntest denen ja mal Deinen Wunschzettel mailen. Die werden sich sicher zurückmelden, was sie noch da haben. Schick mir ne pn, dann schicke ich Dir die Mailadresse zu.

@ Konterkater, dann bleibt es wohl mit der älteren Sauerkirsche für immer ein Rätsel. Ich könnte mich wirklich ärgern, dass ich damals den Zettel nicht aufgehoben habe, ich habe wirklich fast alles gesammelt da - habe ja auch nicht viele Bäume gepflanzt - aber die Kirsche ist weg. Jedenfalls habe ich so geschnitten, als trüge sie am einjährigen Holz - mal sehen, wie es geworden ist.

Bin immer noch nicht sicher, was ich mit der Quitte mache. Schneide ich den zweiten Trieb weg, oder nicht?? ??? Das gäbe dann ggf. einige neue Leittriebe für einen "normalen" Kronenaufbau. Ich habe auch gelesen, dass man Quitte nicht sehr schneiden muss - man kann sie aber schneiden, wie jeden anderen Baum auch.

Es gibt ja auch Leute (oft Ältere) die meinen, dass man Pflaumen nicht schneiden muss - auch da sagen die aktuellen Baumzüchter etwas ganz anderes.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 29. Februar 2012, 12:55:09
Danke für Dein Angebot.
Na ich wollte liefern lassen, weil ich soweit nicht fahren kann. Aber es liegt ja nicht am liefern. Sie haben große Frostschäden an den Wurzeln und können daher nicht liefern. Muss ein ziemlicher Verlust sein für die Baumschule.

Gestern habe ich mir meine Apfelquitte mal angesehen. Da werde ich aber doch noch 2 querwachsende Zweige rausschneiden. Obwohl man ja sagt Quitten werden nicht geschnitten..... ;)
Aber so kommt doch gar nicht genug Licht ins innere Bäumchen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 29. Februar 2012, 13:10:00
Das mit dem Nichtschneiden ist wahrscheinlich ne Legende. Wenn der Baum nach innen wachsende Triebe hat - weg damit - es sei denn, die liegen so, dass Du sich umlenken kannst, weil der Baum zu wenig Seitenäste hast.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 29. Februar 2012, 13:36:10
Ich habe mir heute ein umfangreiches Lehrbuch über Obstbäume erziehen und schneiden gekauft. Ist ja mächtig interessant. Schon wegen meinem geplanten Spalieranbau habe ich das Buch brauchen können. Nun bin ich wohl mit Tipps ausreichend versorgt. ;)

Danke für die PM, E-Mail ist schon weg. ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Februar 2012, 13:39:31
Meine Quitte wurde noch nie geschnitten. Ich wollte das einfach mal ausprobieren. Wächst super. Ist bei mir auch im Ziergarten als "Ziergehölz".

Bin immer mehr der Meinung, das mit dem Schnitt wird zu ernst gesehen. Aber der ordnungsliebende Deutsche braucht nun mal Regeln (duck... und weg) ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 29. Februar 2012, 13:58:33
Meine Birnenquitte (als Busch) habe ich auch nie geschnitten, nur sachte aufgeastet.

Sie sieht aus wie ein grosser perfekt gewachsener Bonsai - und sie tut das ganz von alleine.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 29. Februar 2012, 14:21:54
Das ist sehr interessant zu lesen - ich reiße mich auch nicht nach unnützer Arbeit.

Martina, was meinst Du mit aufasten - ableiten auf besser nach außen stehende Triebe?

Grundsätzlich muss es allerdings auch bei der Quitte darum gehen, immer genug Fruchtholz zu haben, d.h. auch ein Seitenast einer Quitte muss mal gegen einen jungen Trieb "ausgetauscht" werden. Ganz ohne Schnitt würde der Baum doch vergreisen - oder sind Quitten wirklich so schwachwüchsig?


L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 29. Februar 2012, 14:42:25
Ach hier auf den Streuobstwiesen stehen sehr alte Quitten und manche haben auch lange keine Baumschere mehr gesehen. Die Massen an Quitten die trotzdem jedes Jahr dran reifen deuten nicht auf ein vergreisen hin.
Ich denke eine Quitte ist viel pflegeleichter als ein Apfel oder die Birne.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 29. Februar 2012, 15:20:06
Gänselieschen, ich habe drunter eine Steinbank stehen. Das heisst, ich habe untere störende Äste ganz nah am Stamm gekappt, so dass man sich gut hinsetzen kann. Er wirkt so eher wie ein niedriger Hochstamm mit harmonischer Krone (und den Baum muss ich verlassen!). Im Zweifel rate ich, die Finger von der Quitte zu lassen, ganz ehrlich.

Nachtrag, eines habe ich schon gemacht, das habe ich ganz vergessen: Die Äste nach und nach mit Gewichten waagrecht geleitet, die mir zu steil waren. (Hier ist wieder der Bonsaizugang, keine Ahnung, ob man das "darf". Funktioniert hat der Plan aber.)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 29. Februar 2012, 16:25:03
O.k. dann mache ich aus dem Ding jetzt ne Y-Krone, einmal werde ich die beiden - einzigen - Triebe aber oben jetzt einkürzen und dann darf er wachsen - außer nach innen.

Das mit dem waagerecht Leiten ist völlig o.k., soweit ich mich an das erinner, was ich vor zwei Wochen in der Baumschule gelernt habe. Da bestand ein Großteil der Arbeit wirklich im Beschweren der Seitenäste.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 01. März 2012, 08:48:10
Okay, interessant, danke Gänselieschen.

Im Prinzip tut man bei z.b. waagrechten Palmetten auch nichts anderes nur halt bis ins Extrem.

Ich habe die Gewichte verwendet, die ich von alten Waagen hatte. Das war ideal, weil viel Auswahl da war.


Zur Y-Krone ... haste da ein Foto? Ich würde wenns nicht notwenig ist, das Y vermeiden und einen der Triebe stammnah abschneiden. Mit der Zeit verwächst sich diese Stelle, wenn Du das ordentlich machst. (-> das wär aber meine Privatmeinung ohne das Bäumchen gesehen zu haben.)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 01. März 2012, 10:50:16
Das sind eben genau die Alternativen. Stell Dir das einfach jetzt wie eine Stimmgabel vor - mehr ist an dem Bäumchen nicht dran.

Der Herr in der Baumschule meinte, dass sich auch in der Y-Krone mittig genug Holz bilden würde, dass sie stabil bleibt. Und oben wurde gesagt, dass Quitte nicht brüchig sondern irgendwie Hart/elastisch sei. Beides spräche für Y.

Man - schwere Entscheidung, notwendig ist nichts - freie Entscheidung.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 01. März 2012, 13:02:35
Das sind eben genau die Alternativen. Stell Dir das einfach jetzt wie eine Stimmgabel vor - mehr ist an dem Bäumchen nicht dran.

Der Herr in der Baumschule meinte, dass sich auch in der Y-Krone mittig genug Holz bilden würde, dass sie stabil bleibt. Und oben wurde gesagt, dass Quitte nicht brüchig sondern irgendwie Hart/elastisch sei. Beides spräche für Y.

Man - schwere Entscheidung, notwendig ist nichts - freie Entscheidung.

L.G.

Kann das sein, dass dieses Bäumchen das letzte in der Baumschule war und der Verkäufer es nur ein bißchen schöngeredet hat? (Nach dem Motto, die Olle wird den Krüppel schon kaufen :-X ) ;)

nein im Ernst, die Quitte wird schon wachsen. Entweder 2 ästig als Y, oder vorübergehend einästig. Eine Verzweigung wird sich dann schon einstellen.
Oder einfach komplett ohne Nachdenken einfach wachsen lassen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Dicentra am 01. März 2012, 22:27:45
Ich würde Y-Krone generell meiden, weil sie häufig verdichtet und auch schwieriger zu handhaben ist und normalerweise zum Ausbrechen neigt. Wenns nicht anders geht, kann man das noch bei Quitte verantworten, da ihr Hokz sehr hart und elastisch, also nicht brüchig ist.
Hm, besagte Baumschule besitzt auch einen Pflanzstreifen mit Pflaumenbäumen (zum Sortentest), alle mit Y-Krone erzogen. Eigentlich sahen die Bäume für mein laienhaftes Verständnis recht gut proportioniert aus, vor allem wuchsen sie nicht so steil in den Himmel, wie es meine tun. Im Erwerbsbau scheint die Y-Krone bei Pflaumen wohl favorisiert zu werden, ist das richtig? Spräche denn etwas gegen diese Kronenform bei Pflaumen/Zwetschgen für den Privatgebrauch?

LG Dicentra
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 02. März 2012, 07:13:44
Also, ich weiss nicht. Eine Y-Krone stellt den Besitzer doch vor zusätzliche Herausforderungen ... finde ich jetzt nicht so praktisch. (Wie immer, rein persönliche Meinung.)

Ich habe eine Nacht drüber geschlafen - ich würde das Y nicht lassen, wäre es mein Bäumchen. Immer noch, ohne es gesehen zu haben, aber es klingt sehr jung, da geht ja noch alles.

Gänselieschen, nicht falsch verstehen, das ist nur meine persönliche Ansicht und soll Dich zu nichts drängen, ganz im Gegenteil, find ich sogar ganz spannend, wie sich ein Y so nach und nach entwickelt, ob das in einem Privatgarten auch eine sinnvolle Form sein kann.

(Ich hab ja immer Hohlkronen vor meinem geistigen Auge, weil im Elterngarten die meisten freistehenden Bäume so geschnittten waren - das scheint derzeit keine beliebte Form zu sein. Oder schlicht nicht praktisch für Unkundige?)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 02. März 2012, 12:40:09
Sorry Dicentra - das waren alles Hohlkronen - keine Ypsilone ::).

Hohlkronen lassen sich offenbar sehr schön schneiden - immer genug Licht innen. Wäre mein Fall, wenn ein Baum sich dafür anbietet - meine Reneklode geht in diese Richtung - die hat einfach keinen gut stehenden Leitast in der Mitte.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 02. März 2012, 21:01:21
wobei ich das ja schon mal betont habe, dass ich meine Y-Bäume im Sommer immer stütze. Die Gefahr dass diese Gabel ausreißt ist mir doch zu groß.
Obwohl es bei meinen ganz im Sinne der Y-Erziehung gar keine echte Gabel ist. Die Einjährige Veredlung wurde bogig zur Seite geneigt, so dass sich ein starker Trieb für den zweiten Arm bildete. Man sieht es heute noch, dass die verschieden stark sind.
Ich habe die From nur deshalb gewählt, weil sich zwetschenartige so recht einfach auf gut 3 m Höhe halten lassen. Bei der Quitte geht das auch bei einer normalen Rund- oder Längskrone.
Hohlkronen mag ich nicht. Da ziehen sich dann die Leitäste immer so steil nach oben, weil sie die fehlende Stammverlängerung meinen ersetzen zu müssen.

Grüße Floris
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Dicentra am 04. März 2012, 23:54:46
Ja, Gänselieschen, abends vor dem Einschlafen, als ich so darüber nachdachte, fiel mir auch auf, dass es Quatsch war, aber da hatte ich keine Lust mehr zum Aufstehen und Ändern. Naja, jedenfalls kannte ich Hohlkronen eigentlich immer nur im Zusammenhang mit Sauerkirschen. Meine Pflaumenbäume eignen sich vom Wuchs her nicht für eine Hohlkrone, die haben schon einen ziemlich ausgeprägten Mitteltrieb.

Deine Quitte ist ja noch sehr klein, ich würde sie nicht mit einer Y-Krone erziehen.

LG Dicentra
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. März 2012, 09:55:05
Schere war auch ncoh nicht im Einsatz - ich war ja nicht da - es ist nur ein Schnitt - aber der alles Entscheidende ;D ;D ;D

Kann man eigentlich jetzt noch nen Apfelbaum schneiden, der es wirklich nötig hat?? Ich würde denken ja - besser jetzt noch als erst im kommenden Herbst. Was sagt Ihr??

LG:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 08. März 2012, 12:15:48
So die ersten neuen Obstbäumchen für dieses jahr sind in der Erde. :) Dieses Jahr werde ich alle mit Drahtkörbe pflanzen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 08. März 2012, 12:38:18
Zwiebelchen, da bin ich gespannt über deine Erfahrungen - mich hat abgeschreckt, dass Obstbäume mit Drahtkörben Schwierigkeiten in Trockenzeiten bekommen sollen.

Bei Rosen habe ich so etwas noch nicht beobachtet in den letzten 5 Jahren.

Schere war auch ncoh nicht im Einsatz - ich war ja nicht da - es ist nur ein Schnitt - aber der alles Entscheidende ;D ;D ;D

Kann man eigentlich jetzt noch nen Apfelbaum schneiden, der es wirklich nötig hat?? Ich würde denken ja - besser jetzt noch als erst im kommenden Herbst. Was sagt Ihr??

Wieso noch?
GG hat noch gar nicht angefangen mit dem Obstbaumschnitt. 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. März 2012, 14:19:36
Gänselieschen ist ihrer Zeit eben weit voraus ;)

Obstbaumschneiden geht übrigens auch im Sommer (oft sogar bessers fürs Gehölz).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. März 2012, 14:54:19
O.k. , das weiß ich ja, aber der Frühlingsschnitt sollte sinnvoller Weise schon passiert sein, bevor die Bäume anfangen auszutreiben.

Aber ich bin meiner Zeit gern bissel voraus - es gibt genug, wo ich dem Traditionellen eng verhaftet bin ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Natura am 08. März 2012, 17:37:29
Die Obstbäume treiben im Moment noch nicht aus. Manchmal heißt es im März soll man keine Bäume mehr schneiden, andere sagen Pflegeschnitt geht noch. In unserer Nachbarstadt hat letzten Samstag ein Schnittkurs vom Umweltamt stattgefunden, dann brauchst du auch keine Bedenken zu haben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 08. März 2012, 19:27:07
Zwiebelchen, da bin ich gespannt über deine Erfahrungen - mich hat abgeschreckt, dass Obstbäume mit Drahtkörben Schwierigkeiten in Trockenzeiten bekommen sollen.


Wieso sollen die Schwierigkeiten bekommen? Ich habe kleinmaschigen Kaninchendraht genommen. Ihn an der Seite zusammengeschnürt und unten als Boden umgelegt. Darin das Bäumchen gestellt und dann alles mit Erde fest ausgefüllt. So wie man sonst auch die Pflanzung vornimmt. Oben den Draht dann bis kurz vor den Stamm rangebogen und mit Erde bedeckt. Nur festtreten ging nicht. Ich habe aber sorgfältiger angegossen wie sonst. So das die Erde schön nachrutschen kann.
Ich weiß mir nicht anders zu helfen. Die verflixten Wühlmäuse machen viel Schaden. Da ringsherum große Weideflächen sind, werde ich wohl das Problem auch nicht lösen können. Wir haben 4 Katzen und einige Mäusebussarde kreisen hier auch stets am Himmel. Heute wollte ich eine alte Rose verpflanzen da war auch viel abgefressen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 08. März 2012, 19:32:50
Woher wohl das Gerücht kommt, daß man im März keine Bäume schneiden soll?

Bestimmt weil man mal gehört hat, daß zwischen März und Oktober keine Bäume gefällt werden dürfen und auch keine starken Einschnitte wie Hecke auf Stock sägen.
Oft werden solche Sachen durcheinander gebracht.
Das hat aber gar nichts mit Obstbaumschnitt und Pflegemaßnahmen zu tun.
Ich war vor ein paar Wochen bei einem theoretischen Schnittkurs. Da hieß es je später um so besser, auch nach der Blüte ist ein guter Zeitpunkt.
Also alles ganz gelassen angehen ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 08. März 2012, 20:11:15
Sommerschnitt ist - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - besser:

http://www.baumpflege-schweiz.ch/pdf/sommer_winterschnitt.pdf
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: partisanengärtner am 08. März 2012, 20:19:40
Herbst ist so ziemlich der schlechteste Zeitpunkt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Konterkater am 08. März 2012, 20:55:40
Stimmt genau!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. März 2012, 18:06:19
So, meine Quitte ist jetzt nur noch ein Stängel. Habe den zweiten Trieb komplett entfernt und den Haupttrieb zu 2/3 eingekürzt. Nun bin ich um ein Jahr zurück.

L.g.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. März 2012, 12:19:34
Der Club auf der zweiten Seite ::)

Wie sieht es aus in Euren Obstgärten?

Ich habe den Eindruck, dass ich meine beiden Sauerkirschen recht erfolgreich beschnitten/besägt habe. Der Älteren habe ich im letzten Jahr sehr viel Holz rausgesägt und versucht, auch alle trockenen Monilia-Triebe zu entfernen (soweit ich rankam). Die hat in diesem Jahr richtige kurze Blütentriebe bekommen. Ich halte den Baum eigentlich nur wegen der Blüte - getragen hat er noch nie, trotz Blüte. Könnte dies Jahr anders werden.

Wenn es weiter so warm ist, sollten die Kirschen bald anfangen zu blühen, vielleicht Ostern schon Kirschblüte 8)?

Insbesondere die neugepflanzten Bäume vom Herbst lassen sich Zeit mit dem Austrieb.

Argwöhnisch beäuge ich die Zwetschge 'Hanita' und die Große grüne Reneklode - die hat erstmals ganz deutlich sichtbare Blütenknospen - die Hanita auch. Letztere habe ich mir als Befruchtersorte gedacht, auch wenn ich im Netz nur einmal den Hinweis darauf fand, dass die Hanita dafür geeignet sei. Nun könnte ich zumindest das erste Mal sehen, ob die Blüte gleichzeitig stattfindet :)

Die Beerensträucher sehen gut aus, sogar meine Brombeere scheint noch keinen Spätfrost bekommen zu haben. In diesem Jahr werde ich versuchen die Triebe zu den Eisheiligen irgendwie nochmal bis zur Erde runterzubiegen und zu schützen.

Erdbeerbeet ist geputzt, der locker im Herbst drüber verstreute Pferdemist eingearbeitet, die alten Blätter ab - die hatten alle Rost - ist eine Neuanpflanzung und alle Jungpflanzen bekam ich mit Rost (privat). Und der Neutrieb ist eindeutig ohne Rost - wie mir von den Erdbeerspezialisten auch hoffnungsvoll verkündet wurde.

Mein Rhabarber ist hin - da kommt nichts mehr - große Trauer :'( der war schon nach dem letzten Winter wühlmausgeschädigt und hat diesen offenbar nicht überlebt - ob Wühlmäuse weiß ich allerdings nicht - jedenfalls weg issa.

So sieht's bei mir aus.

L.G:
Gänselieschen

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 28. März 2012, 13:51:32
Im ersten Jahr hier im neuen Garten haben die Wühlmäuse auch erst den Rhabarber und dann den Meerrettich verspeist. Aber nun haben sie ja leckere Obstbäume, Zwiebelblumen, Rosen, Stauden und dann Gemüse >:( >:( da lassen sie das saure und scharfe Zeugs in Ruhe. :'(

Na da hoffe ich mal dass Deine Sauerkirsche Früchte trägt. Ich weiß gar nicht ob die Befruchter benötigen. Aber bei mir hier spielt das keine so große Rolle. Wir haben einen sehr großen Vogelkirschbaum der sorgt bei allen Kirschen für Nachwuchs. ;)

In meinen Obstgarten geht es voran. Außer den Wühlmausopfern zeigt alles einen sehr guten Austrieb. Dieser Tage werde ich mich mit dem Schnitt des Pfirsich- und Nektarinenbaums beschäftigen. Habe schon mehrmals nachgelesen und warte nun auf die schöne Blüte. Danach wird "gesäbelt".
Auch die Aprikose muss noch in Form gebracht werden. Da haben sich ziemlich lange Triebe gebildet. Aber da bin ich mir noch nicht so sicher wie ich es machen muss.
Die alten Obstbäume habe ich fast in Ruhe gelassen. Nur bei 2 Apfelbäumen habe ich etwas ausgelichtet. Aber das war noch zu wenig. Da könnte ich im Sommer noch weiter oben die Wasserschosser rausschneiden. Aber die Bäume sind ziemlich hoch. Drei alte Apfelbäume auf der Weide sind letztes Jahr wohl aus Altersgründen ziemlich auseinander gefallen. Ein Baum ist ganz abgebrochen, die anderen beiden haben große Äste verloren. Ich habe wenigstens die Bruchstellen gerade absägen lassen. Hier spielen die alten Bäume leider keine so große Rolle mehr. Vielen sind sie eher eine Last. Ein Dorf weiter im Tal gibt es sehr große Streuobstwiesen die von den Besitzern gemeinschaftlich so richtig gut gepflegt werden. Es ist eine Augenweide. :D Ich freue mich immer wenn ich da vorbei fahre und die Männer werkeln sehe.

Ich habe ja viele kleine Bäumchen gepflanzt dieses Frühjahr. Es fehlt noch eine Lieferung mit Süßkirsche, Sauerkirsche und Reneklode. Hier im Garten haben wir ja eine Reneklode, die letztes Jahr erstmals einen nennenswerten Ertrag hatte. Sie benötigt unbedingt einen Befruchter. Nur wenn die Blütezeit der Pflaumen und Mirabellen gleichzeitig fällt, wie letztes Jahr, dann klappt das. Nun habe ich noch eine kleine Reneklode bestellt. Dann gibt es hoffentlich jedes Jahr diese süßen Früchte. War ein echter Genuß. :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. März 2012, 17:30:28
Ja die Wühlmäuse - elendes Pack.

Meine neuen Obstbäume habe ich alle gut verpackt mit Karnickel- bzw. Kükendraht gepflanzt. Ich glaube, früher waren hier nicht so viele Wühlmäuse, und ich hatte auch ne Katze, die Wühlmäuse gefangen hat - meine jetzigen Miezen sind da leider nicht drauf spezialisiert.

Sauerkirschen brauchen eigentlich keinen Befruchter - tragen aber besser, wenn noch weitere Bäume in der Nähe sind. Ich habe jetzt einen alten, der irgendwann komplett weggefault sein wird, leider, der Stamm sieht schon übel aus, einen ca. 10 Jahre alten, der noch gut in Form ist - leider unbekannte Sorte aber moniliaresitent und ein neues Bäumchen - die Ungarische Traubige.

Ja, auf die Befruchtung der Reneklode bin ich sehr gespannt. Wenn es klappt - geht mein Konzept ja auf. Wenn nicht - ein Dreisortenbaum ist in der Baumschule in Arbeit - da ist eine Hauszwetschge mit drauf - die passt auf jeden Fall. Weißt Du, wie alt Deine Reneklode ist, die das erste Mal getragen hat? Meine steht im vierten Jahr und kann auch schon länger in der Baumschule gestanden haben.

L.G:
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: celli am 28. März 2012, 19:10:13
Nachdem ich das die letzten Jahre habe schleifen lassen, habe ich dieses Jahr mal wieder etwas großflächiger die Schere angesetzt. Die jahrelang vor sich hinwachsende Süßkirsche sieht nach dem Beschneiden etwas komisch aus, vielleicht auch nur ungewohnt. ;D Aber da ist zur/nach der Ernte sowieso noch mal schneiden angesagt. Die dreijährige Aprikose hat ihren ersten Schnitt auch hinter sich, nachdem ich das letzes Jahr verpasst habe. Die eine Seite der "Zweisortenpflaume" wurde auch beschnitten, da bin ich gespannt, ob die weiterhin so unterschiedlich wachsen. Johannes- Stachel- und Heidelbeeren wurden ebenfalls gelichtet. Der letztes Jahr neugepflanzte selbstgezogene Pfirsich hat den Winter gut überstanden, der zweite im Topf überwinterte wohl eher nicht. :P Aber im Grunde hatte ich für den auch nicht mehr so richtig Platz. 8) An der letztes Jahr gepflanzten Brombeere, wo ich gedacht habe, die hat den Winter nicht überstanden, sind frische Knospen sichtbar. :D Der letztjährig gepflanzte Apfelbaum wurde noch mal umgesiedelt. Die Erdbeeren fristen in Mutters alten Balkonkästen ihr dasein, die Erneuerung des Hochbeetes zieht sich etwas in die Länge. :-\ Aber im Großen und Ganzen kann Ostern kommen. 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 28. März 2012, 22:10:38
Hier im Garten steht die Reneklode Graf Althanns. Wir sind erst vor 3 Jahren hergezogen und mir wurde von dem Vermieter gesagt diese Pflaume hat noch nie getragen. Aber sie konnten es nicht wissen. Hier wohnte die Mama und sie ist schon 9 Jahre nicht mehr hier.
Es war also ein großer ausgewachsenen Baum und er hat dann auch sehr gut geblüht jedes Jahr. Sicher steht er schon über 10 Jahre hier. Vielleicht hatte er auch schon mal Früchte aber es hat niemand darauf geachtet. Letzten Sommer habe ich ihn nun endlich bestimmen können weil er Früchte hatte. Diese Sorte ist nun wirklich selbststeril und darum habe ich mir noch einen kleinen Baum Quillins Reneklode bestellt, der wird da in die Nähe gepflanzt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 29. März 2012, 14:27:55
@ Celli, welche Sorten hast Du denn drauf, auf Deinem Zweisortenbaum - ich denke, es ist durchaus möglich, dass Du immer auf einer Seite mehr schneiden musst, wenn die Sorte wüchsiger ist.

Ich habe einen Dreisortenbaum bestellt, der wird in der Baumschule grad für mich zusammengebastelt - da gehe ich fest davon aus, dass die eine Sorte - aus Mutters Garten - extrem wüchsig ist - die werde ich richtig im Zaum halten müssen, damit der Baum eine ordentliche Form behält.

Wie alt war der Pfirsich, als Du ihn nach draußen gepflanzt hast - meinst Du, dass die Sorte brauchbar ist aus nem Stein - ich dachte das ist bei der Sämlingsvermehrung - und das ist es ja dann wohl - eher ein Zufallssämling ??? Könnte sein Du investierst Zeit und Platz in einen Baum, der nicht wirklich was wird ::)

Wahrscheinlich müsstest Du die Erdbeeren für diese Saison in den Kästen lassen, oder? Vielleicht nochmal düngen, denn die haben bestimmt zu wenig Erde.

Ich muss auch Hochbeete (halbe Komposter) umsetzen und neu machen, aber das lasse ich noch liegen - wird erst nach den Eisheiligen aktuell.

@ Zwiebelchen - auf jeden Fall müsste ja schon irgendein Befruchter für die Graf Althanns in der Nähe stehen - sonst hätte er nicht im letzten Jahr getragen. Oft sind es Zwetschen, die dafür gehen, aber auch wilde Pflaumen, habe ich gelesen.

L.G:
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: celli am 29. März 2012, 17:33:39
@ Celli, welche Sorten hast Du denn drauf, auf Deinem Zweisortenbaum - ich denke, es ist durchaus möglich, dass Du immer auf einer Seite mehr schneiden musst, wenn die Sorte wüchsiger ist.

Ich habe einen Dreisortenbaum bestellt, der wird in der Baumschule grad für mich zusammengebastelt - da gehe ich fest davon aus, dass die eine Sorte - aus Mutters Garten - extrem wüchsig ist - die werde ich richtig im Zaum halten müssen, damit der Baum eine ordentliche Form behält.

Die genauen Sorten weis ich nicht, der Zettel ist mir abhanden gekommen, ist eine gelbe und eine blaue Sorte. Nehme aber auch an, das sie sich weiterhin unterschiedlich entwickeln.

Zitat
Wie alt war der Pfirsich, als Du ihn nach draußen gepflanzt hast - meinst Du, dass die Sorte brauchbar ist aus nem Stein - ich dachte das ist bei der Sämlingsvermehrung - und das ist es ja dann wohl - eher ein Zufallssämling ??? Könnte sein Du investierst Zeit und Platz in einen Baum, der nicht wirklich was wird ::)

Der war glaube ich von Anfang letzten Jahres, ist mittlerweile rund einen Meter hoch. Gepflanzt habe ich ihn im Herbst. Keine Ahnung ob das was wird, ich probiers halt mal. Mein Nachbar hatte davon ursprünglich zwei Bäume, ist eine kleine aber sehr reichtragende Sorte, was ideales zum Marmelademachen.

Zitat
Wahrscheinlich müsstest Du die Erdbeeren für diese Saison in den Kästen lassen, oder? Vielleicht nochmal düngen, denn die haben bestimmt zu wenig Erde.

Mal gucken, so weit sind die noch nicht. Möchte das eigentlich noch bis Ostern erledigt haben, mal sehen wie das Wetter mitspielt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 29. März 2012, 20:42:56
Letztes Jahr haben durch die Witterung die Mirabelle und die Reneklode zur gleichen Zeit geblüht und die Pflaumen im hinteren Gartenteil begannen gerade mit der Blüte. Das ist nur selten der Fall das alle zur gleichen Zeit blühen. Normalerweise beginnt die Mirabelle und ist schon durch mit der Blüte wenn die Reneklode ihre Blüten öffnet. Dieses Jahr muss ich das gut beobachten. Wenn es nicht paßt dann kann ich ja mal in der Umgebung nachsehen ob irgendeine Pflaume oder Wildpflaume blüht und Zweige abschneiden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Himbär am 05. April 2012, 20:29:17
Hallo zusammen!

Leider habe ich keinen Garten, möchte aber unbedingt leckeres Obst selber ernten. Deshalb habe ich unter anderem einen Apfel- und einen Pfirsichbaum im Kübel. Damit das ganz nicht in Baumquälerei endet sind die Kübel entsprechend groß, ca. 100L für den Apfel, ca. 70L für den Pfirsich. Wenn es mit dem Garten irgendwann mal etwas werden sollte, wachsen sie eventuell auch in der Erde nochmal gut an, das wird sich zeigen...

Die Bäume sind beide noch sehr jung, den Apfel (auf M26) habe ich vor drei Jahren als zweijährige (?) Veredelung gekauft, den Pfirsich (St. Julien A) vor zwei Jahren. Leider kann ich es nicht lassen, ständig Veredelungsexperimente zu machen, weshalb die Bäume nicht so richtig in die Pötte (naja, eigentlich sind sie da ja schon drin ::) ...) kommen.

Letztes Jahr hatte ich an beiden Bäumen das erste mal Ernte: Die Äpfel (Berlepsch, Ananasrenette, Weißer Winterkalvill) sahen "sortentypisch aus", waren krankheitsfrei, wirklich lecker, aber nicht mal golfballgroß :o ! Dasselbe bei den Pfirsichen... da ist zu allem Überfluss noch einer meiner "Leitästchen" rausgebrochen wegen des Fruchtbehangs. Der Neutrieb war letztes Jahr mehr als spärlich... im Vergleich zum Vorjahr 10cm statt ca. 80cm.

Was mache ich falsch? Liegt das wirklich nur an den Kübeln? Oder muss man bei so jungen Bäumen grundsätzlich direkt nach der Blüte tabula rasa mit allen Früchten machen?


Mein "Schlachtplan" für dieses Jahr sähe so aus:
- keine Kapuzinerkresse mehr drunter pflanzen
- Ende Juni soviele Früchte wegknipsen, dass nur noch ein pro ca. 10cm Astlänge bleibt. Oder muss da mehr weg?
- Eher etwas zuviel als etwas zu wenig gießen, war letztes Jahr vielleicht zu wenig.

Ich dünge übrigens einmal im Jahr mit Beerendünger und habe kürzlich Kompost gegeben.


Habt Ihr noch irgendwelche Ideen, was man da machen könnte? ??? ??? ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Starking007 am 05. April 2012, 20:41:02
Hast du schon funktionierendes Obst in Kübeln gesehen?
Ich nicht!

(Ich weis, ein paar hier sollen das haben)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 05. April 2012, 23:01:05
@ Zwiebelchen:

Kann es sein, daß Deine Pflaumenbäume von der Sägewespe befallen werden? Bei mir war es genauso: Wahnsinnsblüte und keine(!) Früchte. Jedes Jahr hatte ich eine andere Ausrede, warum nichts dran war: die ersten Jahre sagte ich mir der Baum ist noch zu jung. Danach war mal Frost, dann war das Frühjahr zu trocken, dann zu naß, dann waren keine Insekten im Baum. Irgentwann gingen mir die Ausreden aus. Ich nahm die Blüten buchstäblich unter die Lupe und...! Ich stellte fest, daß in jeder Blüte sich eine Frucht entwickelte, diese aber ein Minimini Fraßloch hatte. Nach der Blüte fielen die Früchtchen dann stecknadelkopklein ab. Alle(!) hatten dieses Fraßloch. Beim Aufpulen entdeckte ich eine winzige Raupe. Es ist nicht die Obstmade, die kommt viel später; es ist die Larve der Pflaumensägewespe. Ich also ab in die Gärtnerei auf der Suche nach der chemischen Keule. Der Gärtner wollte mir was gegen die Pflaumenmade verkaufen. Ich weigerte mich das zu kaufen. Dann sagte er mir gegen die Pflaumensägewespe hilft nur Decis, das gibt es aber nur für Profis. Irgentwo anders bekam ich einen Rest unter dem Ladentisch verkauft. Ich spritze das zweimal innerhalb einer Woche in die Blüte und habe seit dem mehr Pflaumen als ich essen kann. Wirklich!!!!! Leider habe ich nur noch für dieses Jahr einen winzigen Rest. Was ich nächstes Jahr nehmen soll weiß ich noch nicht. Hier im Forum hat mir auch noch keiner eine Alternative sagen können ??? ??? ???


Viel Erfolg bei der Suche und Recherche!!

Dein Apfelfreund
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Himbär am 07. April 2012, 15:14:46
@starking007

Hmm, also ich habe noch nie Obst in Kübeln gesehen, deshalb kenne ich leider auch niemanden mit Erfahrungen... Was man so hört, soll man vor allem Probleme mit Krankheiten haben, die ich aber gar nicht habe (obschon ich mitten in einer Obstbauregion wohne, was den Krankheitsdruck bestimmt nicht verringert, z.B. haben sie ein paar hundert Meter weiter gleich ein ganzen Aprikosenfeld wegen Scharka gerodet.).

Ich hänge jetzt doch nochmal zwei Bilder an: gerade der Pfirsich sah seltsam aus... wieso hatte der so früh so viele gelbe Blätter bekommen? Ist das vielleicht ganz simpel Wassermangel gewesen? Irgendwelche Gründe muss es ja geben...



Apfel 2011 910x1024.JPG





Pfirsich 2011 1024x768.JPG



Ach ja, bei zwei anderen Leuten, die ähnlich junge Bäume in ihren Gärten hatten, war der Austrieb letztes Jahr ähnlich schlecht :( .

Frohe Oster Euch allen!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Felix am 08. April 2012, 20:35:33
@Himbär

das kann bei den Pfirsichen an folgenden Gründen liegen:
Durch Wassermangel färben sich die Blätter schon recht früh (Juli/August) gelb. Es kann aber auch ein Nährstoffmangel (Eisen, etc.) sein, was ich bei einer Containerhaltung nicht ausschließen würde. Teilweise verfärben sich Blätter die im Frühling unter der Kräuselkrankheit gelitten haben. Hier sind man dann meistens noch kleine rote Punkte auf den Blättern.

Ich würds mal mit einem Eisenpräparat, Volldünger und ausreichend Wasser probieren.

Beste Grüße

Felix
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Himbär am 11. April 2012, 13:44:30
@Felix

Danke, das werde ich so mal ausprobieren...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. April 2012, 15:12:58
Jaaaa, ich weiß, dass Rhabarber kein Obst ist - dennoch - in einem Thema hier hatte ich geschrieben, dass ich meine, er sei tod. Ist er jedenfalls nicht. Er ist recht spät ausgetrieben und auch im einzelnen Austrieb sehr mickrig, kommt aber munter ans Licht.
Ich werde ihn in diesem Jahr jetzt vorsorglich nicht beernten und im ordenlich Futter geben, damit er sich mal wieder erholt. An einer Stelle will ich mal was rausnehmen, dort steht er mit zu viel Wurzeldruck und Schatten - und mir mal eine neue Stelle suchen.
Jedenfalls freu ich mich, dass der Rhabarber doch noch da ist - ich hatte schon wieder übergroße Wühlmaussorgen - denn Gänge waren auch am Rhabarber reichlich. Geht schon seit dem letzten Winter so.

L.G:
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: anfänger am 12. April 2012, 19:14:09
Hat hier einer die Navaho Bigandearly-Brombeere? Ist die wirklich winterhart oder sollte ich Winterschutz in Zone 7b anbringen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Blaugurke am 12. April 2012, 19:21:19
 ;D So - heute sind noch zwei Mirabellen-Bäumchen und ein "Blutapfel" gesetzt worden - fehlt nur noch der Herbscalvill - aber der ist jetzt auch auf dem Weg zu uns. ;D

Ärgerlich: Der "kleine Regenguss" von was weiß ich wieviel Litern hat mir gerade ein paar hundert Quadratmeter Rasensaat zusammengespült. :-\
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Christina am 12. April 2012, 19:42:26
Hat hier einer die Navaho Bigandearly-Brombeere? Ist die wirklich winterhart oder sollte ich Winterschutz in Zone 7b anbringen?

Ich habe die Navahobrombeere. Was ist Begandearly? Eine Auslese davon? Hier in 7b ist sie absolut hart. Auch diesen ekligen Winter hat sie problemlos überstanden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: anfänger am 12. April 2012, 19:50:12
Ist eine Auslese. Fruchtet schon im Juli! Relativ neu. So verlängert man die Erntezeit der Brombeeren, deswegen habe ich sie Heute bei Lubera bestellt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Blaugurke am 22. April 2012, 14:55:48
Einfach mal so zum Aufregen >:( : Dieses Frühjahr macht mich fertig! Immer wieder Fröste, die vor allem der Kiwi und der Feige zugesetzt haben und dann andauernd heftigste Hagelschauer. Geht das so weiter kann ich wohl auf Obst verzichten... Abgesehen davon: Wetterprognose "verspricht" auch weiterhin nichts was an oder gar über 15° gehen könnte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 22. April 2012, 15:00:03
ab Mittwoch solls ja wieder warm werden :D 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Blaugurke am 22. April 2012, 17:11:22
ab Mittwoch solls ja wieder warm werden :D 8)

Wenn man der Vorhersage trauen darf, wird es bei uns schön kühl bleiben...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 23. April 2012, 14:09:09
Juhu - die Zwetschge 'Hanita' und die Große grüne Reneklode erfüllen meine Erwartungen - sie blühen gleichzeitig . Ich rechne nun nicht gleich mit Früchten an der Reneklode - sie ist recht klein noch und so - aber die theor. Möglichkeit ist schon mal da.

Diese Navahobrombeere - schmeckt sie schön aromatisch und intensiv?? Meine Loch Ness hat es doch schon wieder erwischt - nur noch ein nicht frostgeschädigter Zweig - ich könnte mir vorstellen, dass ich nochmal ne andere Sorte probiere.

L.G:
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 24. April 2012, 16:17:59
Rein vom Aroma würde ich die Theodor Reimers vorziehen. Da muss man aber leidensfähig sein oder ihr perfekte Bedingungen bieten. Bei mir waren es meterweise Triebe und ein doch recht bescheidener Ertrag, dazu ein ungestümer Ausbreitungsdrang, der für Wochenend-Gärtner ungeeignet ist.
Das Aroma von Navaho ist ok, und sie hat diesen Winter auch in meinem Frostloch überlebt. Keine Stacheln, keine Ausläufer.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 24. April 2012, 18:10:27
Hm, o.k. klingt so lala - so ist die bei meinem Herzblatt im Garten auch. Sieht wirklich toll aus und schmeckt und riecht - wenn man es ganz genau nimmt fast bissel nach Moschus - richtig unangenehm. Verarbeitet geht das weg - frisch garnicht lecker.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zwiebelchen am 24. April 2012, 18:20:13
Hast Du manchmal die Brombeermilbe drin? Da schmecken die Früchte so scheußlich. Sind auch nicht gleichmäßig dunkel gefärbt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 25. April 2012, 13:08:18
Die Früchte sahen ziemlich perfekt aus - mein Herzblatt meint auch, die schmecken toll und ist fast persönlich beleidigt, wenn ich meine, dass die Sorte nix taugt.

Falls doch - was würde man denn dagegen tun - und kommt die jedes Jahr wieder, wenn nix dagegen gemacht wird?

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: tubutsch am 25. April 2012, 15:52:53
Ich war vorhin im Garten und habe gesehen, dass mein Aprikosenbaum alle Blätter hängen lässt. :-[ :o Es hat weder gefroren noch kann ich ein Wühlmausloch entdecken. Überhaupt, kann eine Wühlmaus einen großen Aprikosenbaum innerhalb von 24 Stunden zur Strecke bringen. Zumindestens vorgestern war er noch in Ordnung. Leider muss ich gleich weg. Ich werde morgen ein Foto reinstellen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: zwerggarten am 25. April 2012, 15:58:09
meist ist es das sog. schlagtreffen, das einen aprikosenbaum auf diese weise dahinrafft - meines wissens eine meist multikausale pilzliche erkrankung... ::) :P :-\
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: tubutsch am 25. April 2012, 16:08:51
Bis vorgestern sah er aber noch kerngesund aus. Außerdem steht er erst das dritte Jahr in meinem Garten. Pilzerkrankungen habe ich sonst an keinen Bäumen. ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 25. April 2012, 16:14:09
Meiner treibt auch nur noch ganz zaghaft an drei Triebspitzen aus. Das geht ganz schnell, wenn die eingehen. :'(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: zwerggarten am 25. April 2012, 16:26:58
zu aprikosen (und auch krankheiten) gibt es hier eine thread-übersicht, ansonsten ggf. noch im unterforum pflanzengesundheit.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Mai 2012, 13:13:13
Zurück aus dem Urlaub musste ich feststellen, dass die Obstblüte vorbei ist - die Apfelbäume haben in der Zeit auf und fertig geblüht - bissel schade - ich liebe den Anblick.

Meine Zwetschge wird von Raupen abgefressen - hattet ihr das schon mal und kann man da überhaupt jetzt was machen. Der Baum ist zum Absammeln sowieso zu groß. Fressen die dann auch die angesetzten kleinen Früchte? Treibt der Baum wieder neu aus? Sieht wirklich schlimm aus.

Sauerkirschen trotz guter Blüte kaum Fruchtansatz - keine Bienen, war zu kalt.

Aber ich glaube, es wird ein gutes Apfeljahr - die Fruchknoten sind schon deutlich zu sehen.

Und - an der Reneklode habe ich zwei Fruchtansätze ausmachen können - große Freude. Die 'Hanita' und die 'Große Grüne Reneklode' passen also.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Mai 2012, 10:02:18
Ich hol' mal meine Frage nochmal hoch - an meiner Zwetschge 'Hanita' fressen jede Menge Raupen den Baum kahl. Sowas hatte ich noch nie - die sind klein und ganz grün. Was kann man da noch tun - oder muss man abwarten, Ernte wird hin sein und der Baum muss sich selbst helfen??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 09. Mai 2012, 10:05:03
Wenn der Baum wirklich noch klein ist, kannst Du die Raupen einzeln zerquetschen.


[size=0](Das ist ernst gemeint.)[/size]
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 09. Mai 2012, 10:08:38
Die hatte ich zwei Jahre lang an einer Aprikose. Da der Baum noch klein war, haben wir sie abgesammelt. Nach zwei Jahren war Ruhe, sie sind genauso plötzlich verschwunden, wie sie aufgetaucht sind.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Mai 2012, 10:19:32
Nee Staudo, die 'Hanita' ist älter, ich konnte sie oben nicht mal mehr richtig schneiden, weil meine Leiter zu kurz war. Die Reneklode - paar Meter weiter - könnte ich absammeln - aber die hat zum Glück nichts.

Also warte ich mal ab, blödes Viehzeug, immer ist irgendwas. Ggf. ist auch die Zeit, in der man die Stachelbeeren beobachten muss, da war es auch mal schlimm - und zu spät gemerkt.

@ Isatis, waren die Raupen auch recht klein und grasgrün?
L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 09. Mai 2012, 10:41:50

 Isatis, waren die Raupen auch recht klein und grasgrün?


Ja, trotz Absammeln war der Baum ziemlich kahl, er hat sich aber erholt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Mai 2012, 10:49:19
Meiner sieht auch richtig schlimm aus und die sind bestimmt noch nicht fertig. Hast Du ne Ahnung, welches Insekt das ist?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 09. Mai 2012, 10:54:47
Also warte ich mal ab, blödes Viehzeug, immer ist irgendwas. Ggf. ist auch die Zeit, in der man die Stachelbeeren beobachten muss, da war es auch mal schlimm - und zu spät gemerkt.


Meine Stachelbeere war schon dran - ein Trieb ist ziemlich kahl, gefunden habe ich nur eine Raupe.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 09. Mai 2012, 11:19:04
Raupen der Frostspanner, Eulenfalter und an Stachelbeeren der Stachelbeerspanner und andere Kleinschmetterlingsraupen. Nix besonderes, treten periodisch auf und führt auch schon mal zum totalen Kahlfrass. An kleinen Bäumen absammeln.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Mai 2012, 11:22:35
Gut, dann werde ich so tun 8) Jedenfalls pirsche ich mich mit Lesebrille mal an die Stachelbeeren ran...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 09. Mai 2012, 13:54:06
An Stachelbeeren hilft auch, mit dem Finger gegen die Ruten zu schnippen (aber nicht dort, wo gerade ein Stachel sitzt), nachdem man abgesammelt hat. Das peitscht die Schädlinge runter, die man übersehen hat.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Mai 2012, 14:56:46
Ich habe aber gehört, dass die alle wieder raufkriechen - die lassen sich ja sogar fallen, wenn man die sammeln will. Deshalb soll man ja möglichst beim Absammeln noch ein Tuch unter den Stamm legen, damit die Raffinierten auch mit eingesammelt werden können ;D

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 09. Mai 2012, 17:30:24
Von den Viechern hat meine Quitte auch ein paar :P
Die ist aber noch klein, die konnte ich absammeln ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 14. Mai 2012, 10:16:53
Habe jetzt auch an den Sauerkirschen und am Klarapfel Raupen gefunden - am Klarapfel zwei Sorten - Äpfel sollen da wachsen - nicht Raupen - beide Bäume zu groß zum Absammeln.

Ein kleiner Birnbaum hatte auch bissel was - da ging das mit dem Absammeln und Zerquetschen.

Keine Ahnung, ob ich bisher einfach nur bissel blind dafür war - jedenfalls habe ich den Eindruck, dass es das erste Jahr mit Raupenbefall ist.

Vielleicht begnügen sich die Raupen ja mit einem Teil der Blätter - die Bäume sind ja größer - andererseits - warum sollten sie ??? ??? Wenn nicht zu viele Blätter sterben müssen - dann bleibt vielleicht das Obst auch hängen - mir wurde auch schon geraten, jetzt noch zu spritzen - ich werde es tunlichtst lassen - dann könnte ich auch im Laden Obst kaufen.

Die Stachelbeeren haben noch nix.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: brennnessel am 14. Mai 2012, 13:52:01
Könntest du die Raupen abschütteln (Vlies etc. drunter ausbreiten)?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 15. Mai 2012, 16:41:23
Das wird nicht gehen - die Bäume sind ca. 10 Jahre alt - ne Sauerkirsche und ein Klarapfel. Das ist der Lauf des Öls - wird schon wieder werden.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 15. Mai 2012, 17:06:11
Grundsätzlich möchte ich allgemein den Tipp geben, daß bei Raupen und Läusebefall es unbedingt sinnvoll ist, in der Umgebung ab Anfang März Nistkästen für Meisen aufzuhängen! Die füttern bei mir gerade ihre Brut mit den Raupen und Läusen. Das ist jedes Jahr so! Wenn viele Katzen oder auch nur eine in der Nähe lebt, unbedingt die Kästen so aufhängen, daß die Katzen da nicht rankommen! ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 15. Mai 2012, 17:53:00
Das ist mein Problem - ich habe einen neuen kleinen Kater - knapp ein Jahr der Racker - und alle Meisenkästen scheinen in diesem Jahr unbewohnt.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Mai 2012, 14:32:10
Ich habe jetzt erstmal die Futterstelle mit Karnickeldraht gesichert.

Aber mal ne ganz andere Frage - ich habe die neuen Obstbäume noch nicht gegossen im Frühling - das sollte man bei diesem Wetter doch sicher machen, oder? Wenn ja - wie oft wässert Ihr junge Bäume??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: brennnessel am 22. Mai 2012, 14:42:03
Das kommt auf die Art des Bodens an. Er sollte jedenfalls nie austrocknen, bis der Baum wieder genug Wurzeln hat!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Mai 2012, 14:52:00
Oh - ich habe zwar in die Pflanzlöcher Unmengen fast komplett verrotteten Pferdemist gegeben - aber eigentlich haben wir heir die Sandwüste. Vielleicht sollte ich mal ne Handbreit in die Tiefe buddeln, um das zu kontrollieren. Aber bei dem wenigen Niederschlag seit dem Winter, wird es eher trocken sein. Alle Bäume sind gut ausgetrieben, werden aber teils von Schädlingen zerfressen.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Mai 2012, 15:08:02
Mach lieber schnell, Gänselieschen. Nachbars grosser vom Berufsgärtner frisch im Frühjahr ausgepflanzter Obstbaum hier ist grad am Vergehen, und das nachdem er toll ausgetrieben und geblüht hat.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. Mai 2012, 13:05:49
Ich habe inzwischen gut gegossen und die Bäumchen auch gemulcht, der kleine Kirschbaum ist wirklich sehr zerfressen und eine Birne auch - nicht schön für den Start. Der Kirschbaum wächst auch langsam zu von allen Seiten naht das Beikraut - da müsste ich dringend mal mit Schere und Grabegabel ran...

Ansonsten sehen die Bäumchen aber angewachsen aus. Die Quitte hat keine Schädlinge und wunderbare samtige Blätter :D

Die Beeren haben gut angesetzt - sogar meine alte weiße Johannisbeere hat in diesem Jahr - scheint es - etwas größere Beeren, nachdem ich sie ausgelichtet habe.

Die Erdbeeren fangen ganz langsam an sich zum Gelb zu verfärben, Einzelne werden leicht rosa - und dort finde ich auch schon die ersten von Amseln angepickten Beeren - wahre Detektive, die finden alles. Ich muss drangehen und mir was ausdenken.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 30. Mai 2012, 14:11:03
Noch`n Grund, warum Bäume zwar mickern bzw. nicht richtig vorwärts kommen. Ich habe das gerade wieder bei Nachbarn bei einem Pflaumenbaum beobachten können und bei meinem eigenene Gemüse. Ein Teil der Paprika und der Staudensellerie wurden von einem Freund von mir gesetzt. Er hatte der Eile wegen mit einem Ausstecher ein kreisrundes Loch gemacht und die getopften Jungpflanzen in diese Löcher gesetzt (ohne den Wurzelballen aufzulockern !). Diese beiden Arten kommen nun nicht aus den Füssen, während es drumherum wie verrückt wächst. Genauso die Pflaume beim Nachbarn. Sie ist zwar nicht krank, verharrt aber fast völlig im Pflanzstatus. Auf meine Nachfrage hin meinte er, er habe ein kreisrundes Loch ausgehoben und den Topfballen dort hineingesetzt (ohne den Ballen bzw. die Wurzeln aufzulockern. Er dachte, das sei gerade das richtige).

Ich denke, das einige Schwierigkeiten beim anwachsen einem solchen Verhalten geschuldet sind.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. Mai 2012, 15:47:24
Nun ja - meine Bäume hatten riesige Pflanzlöcher und haben auch keine Anwachssorgen - scheint es erstmal - nur jede Menge Schädlinge und Fresser tummeln sich drauf - und das nervt mich sehr ::) ::)

Das Pflanzloch sollte bei Gehölzen ja immer mindest doppelt so groß sein wie der Ballen. Meine Bäume hatten keinen Ballen - die waren frisch gerodet - insofern hatte sich das mit dem Ballen lockern sowieso erledigt ;D ;D

Bei mir fristet grad eine Hamamelis ein trauriges Dasein in einem Baumschulentopf - da werden sich die Wurzeln schon sehr drängeln - den Ballen schneide ich mit der Hippe alle 5cm auf.

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: tomkyf am 30. Mai 2012, 15:49:02
habe in diesem jahr ein paar blüten an meiner indianerbanane gehabt. es scheint sich daraus eine frucht zu entwickeln,bin echt gespannt drauf.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. Mai 2012, 15:56:32
Indianerbanane - Gewächshaus - Freiland - was ist das? Klingt interessant.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: tomkyf am 30. Mai 2012, 16:02:06
freiland,kommt aus nordamerika, asimina triloba glaub ich,wenn ich es richtig geschrieben habe.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. Mai 2012, 16:13:16
Klingt interessant, was ich drüber eben gelesen habe

hier

Bissel widersprüchlich die Angabe zur Frosthärte - erst wird geschrieben, dass es gut frostharte Sorten gibt - was wahrscheinlich nicht heißt, dass die mit -20 Grad klarkommen und später wird ganzjährig das kalte GH genannt.

Auch die Sache mit der Bestäubung haben sie hinbekommen - es gibt sie wohl noch nicht so lange, die selbstfruchtbare Sorte.

Wie lange steht die Pflanze bei Dir und was für Klima herrscht bei Euch so in 6a??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. Juni 2012, 19:24:33
Der Obstclub auf Seite 3 - unerhört.

Habt Ihr in diesem Jahr etwas gegen den massiven Blattlausbefall an Obstbäumen unternommen? Ich habe nichts gemacht - bedaure es inzwischen - der Austrieb der neuen jungen Obstbäume ist jämmerlich zugerichtet.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 25. Juni 2012, 10:31:05
Naja - offenbar habe ich als Einzige dieses Problem ;D oder alle anderen sind permanent mit Läusesammeln beschäftigt.

In den letzten Tagen habe ich schon zweimal einen kleinen Schwarm Schwanzmeisen in meinem verlausten Zwetschgenbaum gesehen - ich glaube die frühstücken dort ;D ;D

Ansonsten sind auffällig wenig Schäden oder Schädlinge am Beerenobst. Kein Mehltau, kein Rost, auch keine abgefressenen Blätter oder angestochene Stachelbeeren - hier stimmt es jedenfall in diesem Jahr.

Junifall war sehr stark, bei Äpfeln und Zwetschgen - die Äpfel hängen immer noch recht voll - aber der Mai war ja auch sehr trocken.

Wie sieht es bei Euch aus?

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Urmele am 25. Juni 2012, 20:22:48
Die Apfelbäume hängen voll, bis jetzt ist auch noch nicht viel runtergefallen, vielleicht kommt das noch. Vielleicht werfen die Bäume aber auch keine Früchte ab weil es hier ständig viel geregnet hat und sie immer genug Wasser haben?
Die Mirabellen hängen so hoch (Sämlingsbaum und riesig) dass ich sie erst erkennen kann wenn sie gelb werden ;D
Johannisbeeren, Rote und Weiße, hängen voll und werden jetzt reif.
Stachelbeeren sind noch hart und unreif.
Die Weinreben sind bis auf eine Sorte durch mit der Blüte.
Pilzerkrankungen sind bis jetzt kein Problem.
Die Bäume sind lausfrei, werden aber auch regelmäßig von Meisen und Spatzen abgesucht.
Alles in allem schaut es nach einer guten Ernte aus. :D

Edit:
Im Kirschbaum feiern seit einigen Tagen die Stare und Amseln ein lautstarkes Erntefest
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 26. Juni 2012, 05:39:48
Also bei mir hier oben an der Packeisgrenze fängt Regent gerade an zu blühen. >:(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Urmele am 26. Juni 2012, 07:29:59
 :o Apfelfreund wie kann das sein? Du gärtnerst in 8a und ich in 6b :o

Hier ist es Phillip der noch nicht blüht.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 27. Juni 2012, 05:40:53
Wir haben dieses Jahr keine 3 Wochen über 20 Grad gehabt.... :'(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 27. Juni 2012, 14:49:50
Klimazone besagt nur die ungefähre Wintertiefsttemperatur.
dafür sind bei mir in Baden Würtemberg im gegensatz zur Nordsee die Winter kälter, aber die Sommer wärmer :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 27. Juni 2012, 17:25:30
Leider nutzt ein warmer Sommer nix, wenn einem Feigen & Co im Winter wegfrieren. Ich wohne auch in einer Wärmezone, trotzdem hauts mir die Feigen jedes Jahr weg.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 27. Juni 2012, 17:59:41
Es ist sicher auch ein Unterschied, ob die Feige in einem Hausgarten oder auf einer Obstwiese wächst.
Bei mir haben Feigen mehrere Jahre auf der Wiese überlebt, aber keine Früchte bekommen. Als dann noch einer meinte Schafe halten zu müssen und sich nicht um die Viecher gekümmert hat, die dann ständig ausgebüchst sind und Feigen sind nicht nur in Südeuropa begehrtes Viehfutter, hab ichs aufgegeben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 28. Juni 2012, 15:52:37
Es ist sicher auch ein Unterschied, ob die Feige in einem Hausgarten oder auf einer Obstwiese wächst.
Bei mir haben Feigen mehrere Jahre auf der Wiese überlebt, aber keine Früchte bekommen. Als dann noch einer meinte Schafe halten zu müssen und sich nicht um die Viecher gekümmert hat, die dann ständig ausgebüchst sind und Feigen sind nicht nur in Südeuropa begehrtes Viehfutter, hab ichs aufgegeben.


Sicher hat es aber doch in der Zeit bei Euch Schafsbraten gegeben, oder? Denn wenn sie auf Deine Wiese ausbüchsen, können sie auch weiter... ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 28. Juni 2012, 17:12:21
Eine teuflisch gute Idee ;D.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Juni 2012, 08:18:20
Feigengemästete Schafe sollen ein besonders gutes Fleisch liefern ;)

Eine Feige braucht Schutz im Winter. Wenn eine Hauswand im Hintergrund ist, gehts auch im Süden mit den kälteren Wintern. Aber das gehört in den Feigenthread (mein Lieblingsthread ;D )

Die Obstbäume hängen hier brechend voll (außer die alternierenden).
Birnen soviel wie selten zuvor.
Hauszwetschgen brechend voll.
Äpfel(z.B. Goldparmäne) brechend voll. Boskoop gottseidank keinen einzigen Apfel. Glück gehabt. Zu sauer. brrrr
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 29. Juni 2012, 09:58:12
Das mit der Hauswand ist auch oft nicht mehr so das wahre. In Zeiten von Vollwärmeschutz speichern und schützen Wände nach aussen hin heute oft gar nix mehr. Alles blau auf dem Infrarotbild :-) Da ist eine besonnte Südseite dann sogar negativ: Scheint die Sonne mittags auf die Pflanze und kommt dann wieder eine deutliche Frostnacht, ist das tödlich.

Zitat
Boskoop gottseidank keinen einzigen Apfel. Glück gehabt. Zu sauer. brrrr

Nun sag bloss, diese herrlichen Apfelkuchen mit Boskoop sind dir zu sauer? Interessant ist deine Aussage auf jeden Fall, denn seltsamerweise ist das auch bei mir der einzige Baum, der dieses Jahr nichts bzw. wenig hat, während die -zig Anderen sich mit Überbehang quälen. Das gilt auch für andere triploide Renetten.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 29. Juni 2012, 18:41:58
Boskop ist mit der Blüte ja ziemlich früh dran. Vielleicht liegt es daran.

Hier hatten dieses Jahr bei den Äpfeln wenige Tage Blühunterschied großen Einfluss. Die Boskop des Nachbarn und ein paar andere unbekannte früher blühende Bäume der Nachbarn sind nur dünn behangen. Die nur 2 oder 3 Tage später aufgeblühten Sorten wie z.B. mein Blenheim und Zuccalmaglio sind schon voller und späte wie z.B. Golden D. sind gut behangen. Es gab zwar keinen Frost, aber mit zunehmendem Monatsverlauf wurden die anfangs kühlen Tagestemperaturen immer etwas mehr und es blieb trockener. Wenn auch immer noch deutlich unter 20 C.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 11:48:19
Was brauch ich nen sauren Apfel, den ich nur für Kuchen verwenden kann (und selbst da kratzt er im Hals, bäh)??
Wenn es doch soviele gutschmeckende und ebenfalls für Kuchen verwendbare Sorten gibt.
Ich freu mich jedenfalls immer, wenn es keine Boskoop gibt ;D

Hier mal einer meiner Favoriten, die (Winter-)Goldparmäne :-*

(Bild von letzter Woche)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 11:50:15
Öhringer Blutstreifling (Mostapfel) hängt eigentlich jedes Jahr voller tiefroter Äpfel.

Übrigens der zweite reine Weinapfel (Roter Trierer) auf der Streuobstwiese hat keinen einzigen Apfel.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 11:51:17
Fränkische Hauszwetschge hängt voll...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 11:52:30
alter Birnhochstamm (siehe Thread Birnen) hängt voll....
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 11:57:11
jetzt wirds exotischer: Percoche "Andross" ohne Spritzen, ohne Schnitt, einfach nur gepflanzt und sich selbst überlassen. Ist ein Versuch. Scheint aber zu gehen. Hat leicht gekräuselt, das hat sich ausgewachsen und Früchte sind drangeblieben ;D

Veredelungsunterlage ist Pfirsich-Mandel-Bastard GF irgendwas (677?).

Jedenfalls keine Pflaume als Unterlage. Pfirsichbäume auf Pflaume sind eine ebensolche, kräuseln bis zum Abwinken :P
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 12:01:19
Weinstock "Romulus" hängt voll...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 12:02:39
Maulbeere "Illinois Everbearing" letzte Woche. Inzwischen hab ich schon einige verspeist :-*
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 30. Juni 2012, 12:23:29
Boskoop kratzt nicht, der hat keine Gerbstoffe. Bei uns wächst er nur in den Tallagen, weil unsere Gegend viel zu trocken ist, leider ein generelles Problem für die meisten Renetten. Er kratzt auch nicht wegen möglicher Allergien, denn er ist einer der wenigen Äpfel die auch von den meisten Apfelallergikern vertragen werden. Nachdem in 95% der Neuzüchtungen nach 1950 Golden Delicious im Stammbraum drinsteckt und der stark allergieauslösend wirkt, ist das heute ein besonderer Wert.
Pfannkuchen, Mus, Kuchen kratzen auch nicht :-) Für Gerichte wie Ofenschlupfer ist er unverzichtbar. Apfelmost draus ist auch klasse, besser wie aus den meisten Mostsorten, denn er enthält viel Säure, viel Zucker und viel Aroma.

Deine Goldparmänen habe ich auch, die kannst du alle haben. Deiner sieht auch schon recht vergreist aus, typisch für diese Sorte. Die Äpfel sind an Weihnachten schon schrumpelig und abgebaut, der Baum zickig, zudem eine Sorte die in den letzten Jahren ziemlich unter Sonnenbrand gelitten hat. Auch eher was für Norddeutschland.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 12:28:37
Ich habe bei der Goldparmäne den Verdacht, die braucht unsere Sommertrockenheit im Lee des Spessart, und die schlechten Buntsandsteinböden um haltbare, intensiv süße, nussige und knackige Früchte zu bekommen. Außer ab und zu etwas Fruchtschorf und manchmal glasige Früchte hatt ich noch keine Probleme. Die Früchte sind klein, ok, passen aber super in die Hosentasche.
Andernorts macht die Goldparmäne nur Probleme und gilt als megaempfindlich.

Trotz Schrumpeligkeit ab Mitte Dezember sind sie trotzem knackig, spritzig und superhonigsüß mit gutem Gewürz.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 12:32:11
Wenn ich einen Schnitz Boskoop esse, spüre ich meine sämtlichen Zähne ächzen :P

Winterrambour ist jedoch fruchtig, superlecker im Kuchen, superlecker pur hält bis April und ist universell nutzbar. Nicht nur für Backen und Co mit viel Zucker wie der Boskoop.

Geschmäcker sind ja gottseidank verschieden (sonst wär der Boskoop längst ausgerottet ;) )
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 30. Juni 2012, 12:41:03
Winterrambour hat kaum Säure und noch weniger Aroma. Leere Riesenäpfel. Aber schöne, gesunde Bäume. Eher was für die Beschattung der Sitzecke...

Das sind Sorten, die auch nicht viel Zucker haben. Sie schmecken nur deswegen süss, weil noch weniger Säure drin ist. Ich will viel, viel, viel von allem :-)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 13:29:06
Wenn von allem zuviel drin ist, schmecke ich keine Feinheiten mehr raus (Der Glutamat-Effekt)

Ach ja, Kirschen gibts dieses Jahr auch noch. Schneiders späte Knorpelkirsche von letzter Woche. Mittlerweile sind sie schwarz (oder gefressen)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 30. Juni 2012, 13:47:39
Wenn von allem zuviel drin ist, schmecke ich keine Feinheiten mehr raus (Der Glutamat-Effekt)

Verdünnen kann ich alles. Konzentrieren nichts.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Himbär am 30. Juni 2012, 14:58:53
tststs... jetzt ist der Boskoop plötzlich ein schlechter Apfel :o ...

Ist wohl kaum noch jemand gewöhnt, dass Lebensmittel auch Charakter haben können ;D ! Ich bevorzuge zwar den Berläpsch, weil er einfach noch mehr Geschmack und einen intensiveren Duft hat, aber ein Boskoop ist auch wunderbar... für Kuchen und Bratäpfel und richtig unverschämt guten Apfelsaft... ::) !

@Mediterraneus: Hast Du schon probiert, sie ausreifen zu lassen?! (Keine Sorge, ist nicht ernst gemeint die Frage ::) ). Wenn man Dein anderes Klasse-Obst anschaut, scheinst ja nur an einer simplen Antiboskooperitis zu leiden ;) ...

Lg,
Himbär
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 30. Juni 2012, 15:12:54
Dieser Gedankenaustausch zeigt einmal mehr, wie differenziert man dies alles betrachen sollte.
Geschmacksvorlieben, verschiedenste Standorte mit unterschiedlichem Ergebnis hinsichltich Frucht und Baum, Verwertungszweck etc.
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es zum Glück noch nicht. Das wäre ziemlich langweilig.

Boskop kann ich roh nicht runterbringen. Aber für Kuchen und Saft finde ich ihn gut.
Andererseits mag ich z.B. Äpfel mit flachem Aroma wie den Winterrambour sehr gern frisch. Aber nur die ersten 4-8 Wochen nach der Ernte. Dann wird er mir zu mürb und mild.
Überaromatische Sorten wie GD und div. Nachkommen mag ich nicht. Das hat für mich mich einen ähnlichen Effekt wie stinkendes Parfüm.

Wer es nussig-aromatisch und süß-sauer mag, für den dürfte Blenheim statt Goldparmäne die bessere Sorte sein. Leider wie Goldparmäne auch nichts für schwere Böden, dafür bei mir in über 12 Jahren jetzt ohne Schorf und Mehltau und ein absolut regelmäßiger Träger. Leichter Nachteil ist die schon weit vor der Reife auftretende Fruchtfäulnis. Diese Früchte muss man herausnehmen. Deshalb auch nur für
kleinere Baumformen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 16:06:16
Also ich habe festgestellt, dass viele Leute bloß nachplappern, dass Boskoop der ideale Backapfel ist.
Diese Sorte war wohl irgendwann mal weitverbreitet im Marktanbau und wurde halt fürs Backen empfohlen. Und da hat halt die Oma aus der Stadt immer Boskoop gekauft, fürs Backen. Was anderes Gutes hat sie ja gar nicht gekriegt.

Hier auf dem Land im Streuobstgebiet gibt es eine unheimliche Vielfalt an alten Apfelsorten, deren Namen man kaum noch kennt. Alle wurden verwertet, vermostet, verbacken, Apfelbrei usw.
Und hier gibt es plötzlich auch Omas, die den Boskoop erst nehmen würden für Backen etc. wenn andere Sorten einen Totalausfall haben. Und selbst dann sagte meine Oma: Uuu ist der Apfelbrei sauer! ;D

Will jetzt nicht sagen, dass es auch hier Leute gibt, die Boskoop fürs Backen nehmen. Aber toll lagerfähig ist der eben auch nicht. Wird total schnell runzelig.

Winterrambour wird sehr wachsig im Lager und spritzt noch im März beim Aufschneiden vor Saft. Seine angenehme leicht herbe Fruchtigkeit büßt er bei mir nicht ein.
Auch "Welschisner" ist ein guter Backapfel. Auch nicht aromenüberfrachtet, aber schön säuerlich fruchtig, ohne dass es alles zusammenzieht wie beim Boskoop.
Zudem braucht man nur 2 Riesenäpfel zu schälen, und es reicht für nen Kuchen ;) Das fand auch schon meine Oma praktisch.

Richtig lecker finde ich vom Geschmack auch "Kronprinz Rudolf", Zuccalmaglio, Berlepsch (wobei der fast schon zu intensiv aromatisiert für mich ist), Edelborsdorfer, Kanadarenette, Landsberger, Gravensteiner, Roter Herbstkalvill.....

Wozu da noch Boskoop?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 30. Juni 2012, 17:03:16
Also ich habe festgestellt, dass viele Leute bloß nachplappern, dass Boskoop der ideale Backapfel ist.

Die Leute plappern vieles. Dürfen sie, sollen sie, Unterhaltung ist legitim und wichtig. Ich habe Apfelkuchenbacken jedenfalls exzessiv ausprobiert und auch diverse andere Verwertungsformen. Dabei habe ich dasselbe festgestellt wie bei anderen Obstsorten, zu denen viele Leute "bäh" sagen: Es gibt Verarbeitungs- und Verwertungsformen, die aus ziemlich zweifelhaften Sachen echte Spitzenprodukte hervorbringen.

Der gescholtene Golden Delicious zum Beispiel, den ich auch mit einer Obstwiese übernehmen "musste": Aus den unreifen (!) Äpfeln lässt sich ein Spitzen-Apfelgelee herstellen. Apfelgelee ist nämlich oft eine öde Sache, ein dünner Schwabbel. Nicht so dieses Zeug, das sogar mit tropischen Aromen glänzt, dazu eine schöne Farbe gibt und einen irren Duft. Zu blumig? Nö, nicht auf dem Frühstücksbrot.

Die Renetten sind alle gut zum backen, weil das Aroma gut ist und sie weder hart bleiben noch zerfallen, sondern die Stücke glasig-kompakt bleiben. Das Argument mit der Säure bei Boskoop nehme ich als Spass, das ist sicher nicht ernst gemeint. Wer sich nämlich wirklich mal selber in die Apfelkuchenwelt traut, der merkt gleich zu Anfang dass die meisten Rezepte Zitronensaft oder andere Säure (z.B. Weisswein) zu den Äpfeln wollen. Säure ist essentiell für Apfelkuchen und die modernen Sorten bringen das gar nicht mehr. Entsprechend flach-süsslich würden die Ergebnisse werden. Säure und Zucker bringen die Aromen erst richtig heraus und deshalb wird immer mit zusätzlich Zucker und zusätzlich Säure gebacken.

Ein Backapfel hat also dreierlei: Er behält beim backen die richtige Konsistenz (da gibt es grosse Unterschiede), er hat viel Zucker und viel Säure. Das Aroma muss mit Teig und anderen Zutaten harmonieren, aber das werte ich als persönliche Ansichtssache. Die Konsistenz nicht, wenn aus den Stücken schmieriger Apfelschaum entsteht ist das ein Fehler und nicht mehr nur Geschmackssache. Boskoop ist da schon ganz gut, so wie einige -zig andere Äpfel auch, insbesondere aus der Renettengruppe. Da sind Schätze darunter. Letztes Jahr konnte ich erstmalig Damason-Renetten ausprobieren. Optisch nicht der Brüller, aber von den Fruchteigenschaften ein Hit und gut lagerfähig.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 17:18:25
Da magst du Recht haben. Kommt drauf an, was man draus macht.

Ich glaube auch nicht, dass du keinen andern Apfel außer Boskoop kennst. ;)

Aber oft ist das halt so. Viele meinen, Boskoop ist der einzige Apfel zum Backen neben Pink Lä.iiih...dy und Delicious. Und überhaupt gibts doch bloß maximal 5 Apfelsorten, oder?
Und dem ist halt nicht so.

Und das mit dem Optischen: ist ganz oft so, dass "häßliches" Obst, von der Norm-Stange abweichendes, oft das viel bessere ist. Auf die inneren Werte kommt es an, nicht auf Uniformität und Einheitsgeschmack.

Ich hab mal in einem französischen Markt den häßlichsten Apfel gekauft, den es gab. Dachte mir, wenn die Franzosen so ein Obst verkaufen, dann muss das gut sein.
Es war eine graue Kanadarenette. Super! :-*
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 01. Juli 2012, 01:31:09
Ich kenne den Boskoop seit der Kindheit und wir haben ihn im Winter roh, gebacken oder als Bratapfel gegessen. Und ich liebe es wenn er schrumplig wird, dann hat er noch mehr Aroma und ist auch für Beißfaule genießbar ;)

Eine andere Sorte in der Richtung, die mir sehr gefällt ist die Zabergäu Renette. Auch die esse ich gerne roh.

Dagegen würde ich nur gezwungerner Maßen einen Golden Delicious essen. Den mag ich weder roh noch verarbeitet, ich find ihn fad.
Das ist aber nur mein Geschmack.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Himbär am 11. Juli 2012, 18:44:46
Hmmm, über Geschmack lässt sich offenbar tatsächlich nicht streiten :), über Apfelmus sage ich höchstens "Uhh ist das süß" 8) ! Wie Cydorian sagt, wird bei sehr vielen Apfelrezepten Zitronensaft verlangt. Gut es mag sein, dass das hauptsächlich der Fall ist, weil die Äpfel wegen des Vitamin C langsamer braun werden sollen... aber ein Apfelgericht mit zu wenig Säure ist mir persönlich zu fad.

Wenn Äpfel länger liegen, bilden sich viele aromareiche Ester, die das Aroma immer blumiger werden lassen. Einen lange gelagerten Boskoop empfinde ich als gefällig, immerhin wird er gewöhnlich nicht mehlig. Trotzdem esse ich ihn nur selten roh, da gibt es bessere. Ärgerlich nur, dass es so arg zur Stippigkeit neigt, mit solchen Exemplaren ist nicht viel anzufangen.

Ich sage ja gar nicht, dass der Boskoop ein Zauberapfel wäre, aber an Backwaren und Bratäpfel aus dem Boskoop habe ich persönlich viel Freude, deutlich bessere Äpfel dafür kenne ich kaum. Das mag aber auch daran liegen, dass ich leider nicht soviele Sorten kenne. Die meisten sind mir zu süß oder bleiben unerfreulich hart. Wer den Boskoop als schlecht für's Backen bezeichnet, legt geschmacklich offenbar einfach Wert auf andere Dinge.

Letzte Woche sind zum ersten mal meine Jenaer Rosenäpfel reif geworden. Leider habe ich das erst gecheckt, als der erste schon als mehliges Etwas vom Baum gefallen ist. Die, die noch gut waren, haben mich doch sehr an den Discovery erinnert. Nicht so meins leider, aber nächstes Jahr dürfte dann der Gelbe Bellefleur das erste Mal tragen. Wirklich umgehauen hatte mich die Ananasrenette. Sollte ich mal einen eigenen Garten haben, wird davon definitiv ein ganzer Baum her müssen :) . Auf meinem Balkonbaum gibt's immer nur Probierportionen :) .

Leider sind meine Crede's Quittenrenetten nicht angewachsen. Kennt den jemand von Euch, wie stark ausgeprägt ist denn das Quittenaroma?

Lg,
Himbär
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 14. Juli 2012, 23:40:17
Ich habe eine Frage zu Erdbeeren:
Ich letztes Jahr u.a. Malvina und Darroyal gepflanzt. Daroyal trug sehr gut. Malvina setzte schon zur gleichen Zeit BLüten an, die aber abtrockneten. Jetzt blüht sie etwas und hat ein paar riesige Früchte produziert (1-2 / Pflanze), die alle in der Mitte "hohl" waren. Was läuft da falsch? Sie sollte eigentlich sehr reich tragen. Ich vermute fast, ich habe die falsche Sorte bekommen, da ich immer davon ausging, dass Malvina sehr, sehr dunkelrot durchgefärbt ist (und das sind die Riesenerdbeeren nicht).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 15. Juli 2012, 15:56:16
Sehr grosse Früchte haben häufig stärkere Kavernenbildung, das ist soweit normal. Die Fruchtgrösse könnte auch durch den geringen Behang grösser sein. Mehr als abwarten, was nächstes Jahr los ist, wirst du aber ohnehin nicht können. Ausser, du willst gleich wieder roden und neu bepflanzen...

Bei mir zieht so langsam die Apfelsaison herauf. Einzelne Klaräpfel schon gut, der Fruchtfall ergibt seit einer Woche viel Apfelmus. Angesichts des rekordhohen Behangs der anderen Bäume (nach zwei Jahren Ausfall) kommen allerdings gewisse Probleme ans Licht. Hat jemand eine Ahnung, wo man heutzutage noch hölzerne Obstkisten herbekommt? Das Plastikzeug lässt sich nicht staplen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hml am 15. Juli 2012, 20:03:19
Nach der Beschreibung ist das definitiv Malwina, die hat nämlich wie alle Spätblüher ein Problem mit dem Erdbeerblütenstecher der die Blüten absticht, die dann vertrocknen. Da hilft nur mehrmals spritzen mit Caypso, 3 Tage Wartezeit, oder auf Spätsorten wie Malwina verzichten. Ich beobachte die Blüte sehr genau und sobald ich abgestochene Blüten finde spritze ich, dieses Jahr ging es erstaunlicherweise ohne. Ansonsten ist der Ertrag von Malwina nicht hoch eher mittel aber der Geschmack ist super, sagen auch meine Kunden.

Gruß
HML
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 15. Juli 2012, 20:32:42
Spritzen werde ich definitiv nicht. Aber ich werde das beobachten. Zur Not verzichte ich auf Malvina.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: brennnessel am 16. Juli 2012, 06:11:36
Cydorian, magst nicht Karton"obstkisten" nehmen, wie man sie in den Supermärkten bekommen kann? Ich nehme die schon jahrelang für meine Kartoffeln. Dazu sammle ich schon im Sommer. Die sind gut stapelbar und auch sehr stabil.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 16. Juli 2012, 09:26:06
Teilweise mach ich das mangels Alternativen, aber nur wenn ich wusste was vorher drin war. Stapeln geht damit auch nicht gut, bei feuchtem Wetter fangen sie an durchzuhängen und gegen die drunterstehenden Äpfel zu drücken. Glücklicherweise ist der Lagerraum nicht zu trocken, früher sind sie immer zu schnell schrumpelig geworden.

Einige dieser Kisten sind belastet. Viele Obstsorten, deren Schalen nicht gegessen werden werden im Tauchbad mit Fungiziden behandelt, damit sie länger in Lager und Laden stehen können, ohne zu schimmeln. Diese Mittel landen damit auch im Karton.

Holzobstkisten waren einfach und praktisch. Am besten war das französische Format, die sind etwas kleiner wie die deutschen, gut zu transportieren, leicht zu staplen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: brennnessel am 16. Juli 2012, 10:18:20
aha, daüber hatte ich noch nie nachgedacht ::) !
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 16. Juli 2012, 10:22:37
Aber sammeln sich diese Gifte nicht auch im Holz? Ist doch auch ein aufnahmefähiges Naturmaterial?
Man kann die Kisten zwar auswischen, aber im Holz werden auch Rückstände bleiben.

Wenn mans ganz genau nimmt, sollte man dann nur Kisten von Bio-Obst nehmen, da gehn dann auch Kartons.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Eva am 16. Juli 2012, 10:37:04
Naja, die Obstkisten halten z.T. jahrzehntelang während Kartons alle ein, zwei Jahre zum Wegwerfen sind. Bei uns sind immer noch die Kartoffel- und Apfelkisten in Gebrauch, die meine Großeltern nach dem Krieg aus Holz vom ehemaligen Schießstand/Truppenübungsplatz zusammengenagelt haben. Ganz selten mal geht ein Hölzchen davon kaputt, das kann man ausbessern.

Allerdings gibt es zunehmend mehr kleine Kistchen, weil mein Vater die großen nicht mehr so gut hin und her heben kann.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: July am 16. Juli 2012, 10:54:38
Ich nehme immer blaue Kunststoffkisten wo Champignons drin waren. Die bekomme ich über eine Freundin deren Sohn in einem Restaurant arbeitet und die Kisten mitbringt, da ist kein Pfand drauf, die werden sonst entsorgt.
Ob die belastet sind? Ob Champignons auch so behandelt werden?
Ist ja schlimm in der heutigen Welt :o

Pappe oder Holz kann ich in meinem feuchten Keller nicht hinstellen, dieschimmeln dann irgendwann.
LG von July

.....und lagerbare Äpfel haben wir gar nicht, die halten nur bis Weihnachten wenn überhaupt
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 16. Juli 2012, 11:31:31
Nach der Beschreibung ist das definitiv Malwina, die hat nämlich wie alle Spätblüher ein Problem mit dem Erdbeerblütenstecher der die Blüten absticht, die dann vertrocknen. Da hilft nur mehrmals spritzen mit Caypso, 3 Tage Wartezeit, oder auf Spätsorten wie Malwina verzichten. Ich beobachte die Blüte sehr genau und sobald ich abgestochene Blüten finde spritze ich, dieses Jahr ging es erstaunlicherweise ohne. Ansonsten ist der Ertrag von Malwina nicht hoch eher mittel aber der Geschmack ist super, sagen auch meine Kunden.
...

Ist das die gleiche Art, die auch Himbeer- und Rosenblütenknospoen zum Abfallen bringt? ???
Die gibt es hier auch immer mehr, scheint mir. >:(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 16. Juli 2012, 20:05:00
Obstholzkisten gibt es bei Baywa.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 05. August 2012, 15:46:17
Hier noch was zu den Kartons zur Apfellagerung, diesen hier hab ich gestern aus dem Discounter mitgenommen, man sieht Rest irgendeines Stoffs, der sich in den Karton gezogen hat wo die Früchte lagen sowie folgenden Aufdruck:

(http://home.arcor.de/cydora/b/bayleton.jpg)

Bayleton - das ist Triadimefon. Irgendwie nicht so richtige Behältnis, um seine Bioäpfel drin zu lagern....
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 03. September 2012, 16:15:40
Wir saßen gerade beim Nachmittagstee als es in unserer Quitte raschelt und dann:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 03. September 2012, 16:17:37
Der Stamm ist auseinandergebrochen. Ich hätte doch einen Teil der Früchte entfernen sollen.

Nun hoffe ich, einen Stammausschlag hochziehen zu können. Nur wie unterscheidet man das Edelreis von der Unterlage? Die Veredlungsstelle ist nicht erkennbar.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: RosaRot am 03. September 2012, 16:18:44
Nicht zu fassen oder doch. Hing sie zu voll?
Bei mir ist mal ein Juniperus sabina so auseinander gebrochen. Sohn und ich haben ihn umgehend mit einem Seil wieder zusammengezurrt, ganz fest, dann ward er beschnitten, nun wächst er weiter als wäre nichts. Hat ein Jahr gekurt.
Aber mit einer Quitte geht das vielleicht nicht? Die soll ja tragen und nicht nur herumstehen...

P.S. gestützt haben wir den Juniperus zunächst auch noch.
Das ginge doch mit der Quitte auch, bis nach der Ernte.?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 03. September 2012, 16:22:17
Ja, sie hängt einfach brechend voll. Die Ernte warten wir noch ab und dann werden wir den Baum absägen und mal schauen, ob einer der Stammausschläge etwas taugt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 03. September 2012, 16:28:41
Das sieht ja schrecklich aus - der arme Baum. Da ich zu entscheiden hatte ob Hohl oder Y-Krone, als ich im Herbst gepflanzt habe - bin ich nun froh, kein Y gewählt zu haben. War auch ne Quitte.

Ich drück dir die Daumen, dass noch was zu retten ist.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: partisanengärtner am 03. September 2012, 19:47:24
Manche Unterlagen sollen besser sein als einige Edlen, zumindest im Aroma.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 03. September 2012, 22:39:12
Der Stamm ist auseinandergebrochen. Ich hätte doch einen Teil der Früchte entfernen sollen.
Kannst Du nicht den Stamm verschrauben?

Bei Natura steht im Garten ein uralter Quittenbaum, Durchmesser des Stammes bestimmt 60-80cm, dieser Baum ist durchbohrt und verschraubt.
Vielleicht meldet sie sich noch und kann ein Bild zeigen.
Ich könnte mir vorstellen, daß die zwei Hälften noch weiter leben können.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 04. September 2012, 07:26:29
Ach, ich säge ihn einfach ab, wenn die Früchte ab sind. Der Baum ist groß und schwer. Die Plackerei mit ausdünnen, aufrichten und verschrauben will ich mir nicht antun.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: zwerggarten am 04. September 2012, 07:38:30
unser baumfreund! ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 04. September 2012, 07:59:07
Unterlage von Quittensorten ist meistens die Unterlage Quitte A. Bei dieser Unterlage handelt es sich meines Wissens um die "Quitte aus Angers", was ansich auch eine gute Sorte ist.

Die Unterlage treibt sicherlich aus und du bekommst einen neuen mehrstämmigen Busch.

Bei der aufveredelten Sorte kannst du Steckhölzer machen. Quitten wachsen auch gut wurzelecht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 12. September 2012, 17:04:27
Staudo, Du kannst mit Neuaustrieb, draufveredeln und anderen Tricks rumkaspern und in 3 oder 4 Jahren das Ergebnis feststellen; oder Dir jetzt für 15 Euro einen neuen Baum Deiner Wahl kaufen. ;D ;D ;D ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 26. November 2012, 09:43:11
Ich habe gestern noch zwei Bäume gepflanzt.

Die geschonkene - leider 2. - Konstantinopeler Apfelquitte und endlich mein "Dreisorten-Pflaumenbäumchen".

Beide Bäume stehen nicht optimal - aber es gab keinen anderen Platz mehr. Die Quitte wird recht wenig Sonne bekommen, die Pflaume etwas mehr. Ich spekulieren darauf, dass der Spitzahorn vom Nachbarn es nicht mehr lange macht, und dort dann mehr Licht kommt. Auch mein eigener großer Boskoop, der Schatten wirft, wird demnächst auch mal wieder radikaler runtergeschnitten. Aber ab Mittag ist Ulmenschatten - daran wird sich nichts drehen lassen. Jetzt im November ist es schön hell - alles ohne Laub - leider kein Maßstab.

Habt Ihr Erfahrungen mit Bäumen im Halbschatten?

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Rieke am 26. November 2012, 12:44:30
Unsere Quitte steht relativ schattig, nur am Nachmittag sonnig und scheint damit recht gut zurecht zu kommen. Der Ertrag ist sehr gut, ob das Aroma mit mehr Sonne besser waere, weiss ich nicht.

Ein Apfelbaum (Ontario) steht leider sehr schattig und ausserdem im Wurzelbereich von Nachbars grossen Fichten. Da habe ich schon den Eindruck, dass das Aroma leidet.

Ich habe letztes Jahr trotzdem eine Reneclaude in diesn Gartenteil gepflanzt, die besseren Plaetze sind alle schon besetzt (Rosisten wissen ueberhaupt nicht, was ein echtes Platzproblem ist, eine Rose kann man immer noch irgendwo dazwischen quetschen, aber mit Obstbaeumen geht das nicht). Vielleicht faellt der Nachbar ja irgendwann die Fichten ...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 26. November 2012, 13:49:50
@ Rieke - du machst mir Mut :D. Die zweite Quitte sozusagen, die ist mir zugeflogen. Das Dreisortenbäumchen hatte ich im letzten Jahr bestellt - aber der dafür vorgesehene Platz ist nicht frei geworden. Ich wollte auch einen alten Holunder extrem kappen - und habe mir das nochmal überlegt. Das Bäumchen ist auch noch sehr zierlich - ich könnte es sicher auch im nächsten, oder übernächsten Jahr nochmal umpflanzen. Habe sowieso in Draht gepflanzt - wäre auch dadurch nicht so schwierig.
Egal wo - langsam wird es überalle eng oder schattig :D. Und die einzige freie Wiese will ich auch frei halten - sonst kann man nirgendwo mehr spielen oder so.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 28. November 2012, 14:48:27
Meine Konstantinopeler steht auch sehr absonnig, noch dazu auf recht schlechtem schweren Boden.
Sie wächst und trägt ausgezeichnet.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Februar 2013, 15:39:51
Mal ne Frage - die Zeit des jährlichen Schnittes naht für meine Obstbäumchen.

Es wird der zweite Schnitt werden. Nun hat die Ungarische Traubige sehr bescheiden ausgetrieben - selbst die Stammverlängerung und die Leitäste sind höchstens 30 cm ausgetrieben und nur ca. bleistiftstark. Wie soll ich da noch was schneiden - es wäre ein Erziehungschnitt im 2. Jahr - der scheint mir irgendwie garnicht recht nötig ??? Andererseits hätte ich gern, dass der Baum stärker wächst.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Februar 2013, 15:47:28
Ach, der Obstclub ist wieder da :D

Sauerkirschen würd ich ganz pauschal gar nicht im Winter schneiden, sondern nach der Ernte ziemlich stark. Dann bekommst du kräftige Austriebe, die dann im nächsten Jahr blühen.
Oder blüht und trägt die Ungarische Traubige auch gut am alten Holz?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Februar 2013, 16:28:59
Das ist doch noch ein Baby :D das blüht und fruchtet noch garnicht. Ich will sie gut erziehen, für später und der Austrieb nach der Pflanzung und dem Schnitt 2011/2012 ist sehr gering. Deshalb weiß ich nicht recht, was ich tun soll. Klar, ich könnte einfach sehen, wie es im Sommer aussieht, würde aber auch andererseits gern einen Neutrieb anregen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 18. Februar 2013, 16:29:05
Reifen die Triebe dann schon noch aus?

Das scheint mir zu spät :-\

bezieht sich aus Medis post ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Februar 2013, 16:30:25
Es stimmt schon, Sauerkirschen schneidet man besser im Sommer, da bluten sie nicht so sehr und man kann die abgetragenen Langtriebe wegschneiden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Februar 2013, 16:38:17
Reifen die Triebe dann schon noch aus?

Das scheint mir zu spät :-\

bezieht sich aus Medis post ;)

Das ist doch je nach Kirsche schon im Juni. Quasi der Johannistrieb.

Sauerkirschen brauchen frisches Holz. Wenn ich jedes Jahr im Frühjahr stark zurückschneide, hab ich nie eine Ernte.

Ich bin allerdings jetzt nicht der Sauerkirsch-Spezialist, ich habe selbst gar keine ;)

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Februar 2013, 16:57:46
Dann formuliere ich jetzt mal allgemeiner:

Was macht man bei Jungbäumen, wenn der Austrieb im Jahr nach der Pflanzung mickrig ist.

a) diesen mickrigen Austrieb auf eine passende Knospe einkürzen?
b) nochmal in das alten Holz zurückschneiden - quasi den Baum um ein Jahr zurückwerfen und erneut einen starken Pflanzschnitt durchführen?
c) ein Jahr keinen Schnitt machen

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Februar 2013, 17:06:23
czäääh *spuck*
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 18. Februar 2013, 17:08:43
Reifen die Triebe dann schon noch aus?

Das scheint mir zu spät :-\

bezieht sich aus Medis post ;)

Das ist doch je nach Kirsche schon im Juni. Quasi der Johannistrieb.

Sauerkirschen brauchen frisches Holz. Wenn ich jedes Jahr im Frühjahr stark zurückschneide, hab ich nie eine Ernte.

Ich bin allerdings jetzt nicht der Sauerkirsch-Spezialist, ich habe selbst gar keine ;)



oder eben im August ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Februar 2013, 17:17:40
@ Hargrand - erwachsene Kirschen bestimmt im Sommer nach der Ernte - keine Frage. Bei mir liegen die Dinge bissel anders - und das ist keine leichte Sache.

Vielleicht kommt ja Konterkater nochmal vorbei - wo steckt der überhaupt - und kann uns mal einen Tipp geben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2013, 11:15:09
Dann muss ich wohl doch mal in der Baumschule ganz naiv anrufen und fragen, dort wo ich die Bäume herhab.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Februar 2013, 11:22:55
Ja, nix los im Obstforum, gell. Sind wohl alle wieder im Keller ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2013, 11:30:31
Nee, die pflanzen chillis, Tomaten und suchen Kartoffelsorten für 2013 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 22. Februar 2013, 11:35:09
Genau. ;D

Oder sie schneiden ein paar Kirschzweige für die Vase.
Oder gucken nach dem Zuwachs der jungen Reineclaude ( ganz gut - nur im Spätsommer litt sie unter Wassermangel.)

Und gucken unter den Obstbäumen nach Frühlingsblühern.
Geht auch nicht mehr, seit da Schnee liegt.

Manche arbeiten auch. Wie ich, eigentlich. ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Februar 2013, 11:36:22
Also ich denke über Ribiseln und Stachelbeeren nach.

Habe mMn einen passenden Platz im Garten gefunden, der für diese Gewächse sinnvoll und geeignet ist, und überleg mir die Sorten.

Werden sollens je mind. 1 rote, schwarze und weisse Ribisel und sowohl eine rote als auch eine grüne Stachelbeere.

Und weil die -rz- meinen Rharbarber gefressen hat, brauch ich auch da mindestens einen neuen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Februar 2013, 12:39:02
Gänselieschen: Die Frage hab ich jetzt erst gelesen ...

Ohne Sortenangabe und am besten Fotos kann ich mir da leider gar nichts vorstellen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2013, 12:57:12
Ich brauche eher eine Faustregel, was man berücksichtigen sollte, wenn der Neutrieb nicht so stark war, wie erhofft. Lässt man ein Jahr Schnitt aus, oder schneidet man in den schwachen Neutrieb.

Insbesondere handelt es sich um die Ungarische Traubige, um eine Konstantinopeler Apfelquitte und eine Bois Flaschenbirne.

Aussagekräftige Fotos bekomme ich nicht hin - da bin ich mir sicher, leider.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Februar 2013, 13:01:32
Bei Birnen hab ich aktuell null Ahnung.

Die Quitte kenne ich als äussert schnittverträglich, aber auch als einen Baum, der sich gut selbst aufbaut. Meine eigene hab ich nur bonsaiartig (= nach meinem Wunsch des späteren Aussehens) geschnitten, war aber auch ein Spindelbusch, der sich so aufgebaut hat, wie ich wollte. Neuaustriebe habe ich gar nicht geschnitten, bzw. nach innen oder steil nach oben wachsende Triebe. Im ersten Jahr wuchs der kaum erkennbar, ich hab ihn gelassen und nur geleitet (mit Gewichten). Nach vielen Jahren ist er fast ohne mein Zutun wunderbar pyramidal verzweigt und sehr harmonisch.

Sauerkirschen kenne ich leider auch nicht, der Schnitt von Kirschen ist ja nicht ident, leider. Da weiss sicher wer anderer mehr als ich.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2013, 13:04:38
Bei meiner Quitte musste ich nach dem Pflanzen eine einschneidende Entscheidung treffen - Y-Krone oder einen Hauptast wegschneiden. Ich habe mich der Mehrheit hier gebeugt und habe radikal eine Seite von dem Y-Trieb weggeschnitten. Nun sollten sich Äste für Leiäste neu bilden und damit sieht es recht schlecht aus, wenn ich das bei meinem Gartenrundgang richtig gesehen habe.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Februar 2013, 13:04:53
Ich brauche eher eine Faustregel, was man berücksichtigen sollte, wenn der Neutrieb nicht so stark war, wie erhofft. Lässt man ein Jahr Schnitt aus, oder schneidet man in den schwachen Neutrieb.

Insbesondere handelt es sich um die Ungarische Traubige, um eine Konstantinopeler Apfelquitte und eine Bois Flaschenbirne.

Aussagekräftige Fotos bekomme ich nicht hin - da bin ich mir sicher, leider.

Im Zweifel lässt du die Bäume erst mal zur Ruhe kommen. Vielleicht war das Wurzelwachstum unzureichend. Ich denke, die Pflanze braucht dann zum Wachsen jedes Grün, jedes Blättchen, das Energie liefern kann.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Februar 2013, 13:06:18
Stört irgendein Ast momentan? (Wenn nein, würd ichs gut sein lassen.) Steile Äste würde ich in die Waagrechte ableiten.

PS: Ich hätt das Y auch korrigiert, das war ein guter Rat und eine gute Entscheidung. Quitten können so schwer tragen, allein deswegen hätte ich pers. kein Y gewollt.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Februar 2013, 13:15:00
Es stört nichts, bei den wenigen Zuwächsen - o.k. dann halte ich die Füße still, das bleibt auch im nächsten Winter noch überschaubar. Es gibt auch so noch genug Bäume zu schneiden.

Mein Klarapfel bekommt wieder einen Schnitt, da schneide ich vor allem Neutrieb raus, der nach innen wächst und versuche den Schwerpunkt der Krone zu verändern. Der Baum wächst ziemlich einseitig zum Licht und hat ziemlich tief angesetzt einen kleineren Leitast - mit Fruchholz, sieht aber irgendwie merkwürdig aus - das würde ich sicher auch mal mit Foto zeigen können.

Die Reneklode ist sehr wüchsig, auch etwas einseitig, da bastel ich auch in der schlecht beästeten Richtung herum, für einen Kronenaufbau. Sie hat auch sehr lange Astverlängerungen gebildet - da bin ich noch unsicher, wie weit ich die runternehme - die sehen so schön gesund aus.... Der Baum hatte im letzten Jahr die ersten zwei Früchtchen dran - Eine kam zur Reife. Gepflanzt habe ich wohl 2008 oder 2009.

Eine Conference Birne musste ich letztes Jahr, obwohl bei mir Neupflanzung, stark schneiden, die hatte bestimmt 10 Äste, die alle Leitäste sein wollten, da gibt es jetzt jede Menge Triebe, über die ich mir erstmal Klarheit verschaffen muss, aber auf jeden Fall muss viel weg.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 22. Februar 2013, 18:26:23
Es gibt viele Möglichkeiten, warum ein neu gepflanzter Baum nicht richtig wachsen will.
Düngermangel wär der am einfachsten zu behebende, stehen die Bäume im Gras oder haben sie eine Baumscheibe?
Bodenmüdigkeit, was wuchs da vorher?
Gibt es Viecher, die an den Wurzeln fressen?

Hat es alte Bäume in der Umgebung? Ich hatte junge Bäume gepflanzt, die erst einmal gut gewachsen sind. Dann haben die Bäume in der Umgebung eine Krankheit bekommen, ich vermute Monilia, aber Feuerbrand hätte es auch sein können. Die alten Bäume haben sich nach einem Jahr erholt, die Jungbäume wollten nicht mehr richtig wachsen, zumindest einige Sorten. Nachdem dann drei Jahre später ein paar alte Zwetschgenbäume gefällt wurden, hat man zusehen können, wie die Jungbäume sich erholten und wieder zu wachsen angefangen haben.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Februar 2013, 11:35:40
Meistens brauchen die einfach nur Zeit zum richtigen Einwurzeln. Ist die Wurzel kräftig genug, dann explodieren plötzlich auch die Bäume.

Ich würde denen eine schöne freie Baumscheibe voller Mist gönnen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Kastlunger am 23. Februar 2013, 14:33:16
Also die Bäume sollte man immer schneiden.
Sonst vergreist dir das "alte holz" und dann hast du gar nix mehr!

Bei uns in Südtirol haben wir einen wunderbaren rhytmus entwickelt was wachstum angeht!
Im sommer werden auch nochmal geschnitten (wassertriebe)
Damit die früchte besser belichtet werden!!!

Das wurzelwachstum ansich kann man nicht so sehrverbessern! Wichtig ist den baum nicht zu tief pflanzen! Wenns möglich ist wäre ne bodenanalyse auch nicht schlecht! Das erkennt man aber an den blätten in sommer wenn was fehlt! Bei ner erstpflanzung würde ich aber immer vorher eine Bodenanalyse machen! damit der baum danach richtig startet!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Februar 2013, 15:24:06
Wenn aber nix wäxxt, dann kammer nix abschneiden ;)
(Außer ein gezielter Schnitt unten mittig vielleicht)


Und ein zwei Jahre alter frisch gesetzter Obstbaum vergreist erst mal nicht.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 23. Februar 2013, 15:37:53
Leider doch, dafür gibt es auch hier im Forum reichlich Beispiele.

Aber weil es ungewöhnlich ist sollte man sich schon überlegen woran es jeweils liegen könnte, wenn ein junger Baum nicht wachsen will, die Möglichkeiten dafür wurden ja genannt.

Wenn ein einzelner Trieb zu schwach bleibt ist es wichtig die anderen, die davongeeilt sind, wieder zurückzunehmen, oder man schaut ob es Alternativen gibt und disponiert um.

Grüße Floris
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 23. Februar 2013, 17:05:16
Ach ja, eine Möglichkeit fällt mir noch ein: Wenn man manchmal falsche Sorten in Baumschulen bekommt, könnte auch eine falsche Unterlage mal möglich sein.

Schwachwachsende Unterlagen wachsen bei mir überhaupt nicht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 24. Februar 2013, 23:29:25
Ich brauche eher eine Faustregel, was man berücksichtigen sollte, wenn der Neutrieb nicht so stark war, wie erhofft. Lässt man ein Jahr Schnitt aus, oder schneidet man in den schwachen Neutrieb.

Insbesondere handelt es sich um die Ungarische Traubige, um eine Konstantinopeler Apfelquitte und eine Bois Flaschenbirne.

Aussagekräftige Fotos bekomme ich nicht hin - da bin ich mir sicher, leider.

Im Zweifel lässt du die Bäume erst mal zur Ruhe kommen. Vielleicht war das Wurzelwachstum unzureichend. Ich denke, die Pflanze braucht dann zum Wachsen jedes Grün, jedes Blättchen, das Energie liefern kann.

Ich würde auch bei wenig Neuaustrieb ein bißchen abschneiden, und wenn es nur 3 cm sind. Das hemmt die Apikaldominanz und fördert damit den Neuaustrieb - und das möchtest du ja.

Neben möglichem Düngen und nötigenfalls Wässern ist v.a. viel Geduld immer günstig ... 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 25. Februar 2013, 08:16:45
Aber weil es ungewöhnlich ist sollte man sich schon überlegen woran es jeweils liegen könnte, wenn ein junger Baum nicht wachsen will, die Möglichkeiten dafür wurden ja genannt.

Wenn ein junger Baum im ersten Jahr kaum wächst, würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen. Der wurde ausgegraben, wurzelnackt transportiert, wieder gepflanzt - es reicht doch schon, wenn er in Ruhe anwächst ...

Woher stammt diese Ungeduld? Das sind doch keine Wachstumsmaschinen ...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Februar 2013, 10:05:49
Wenn ein junger Baum im ersten Jahr kaum wächst, würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen. Der wurde ausgegraben, wurzelnackt transportiert, wieder gepflanzt - es reicht doch schon, wenn er in Ruhe anwächst ...

Woher stammt diese Ungeduld? Das sind doch keine Wachstumsmaschinen ...

Man will aber doch was zum Schneiden haben ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 04. März 2013, 07:52:54
Man will aber doch was zum Schneiden haben ;)

 ;D

Aaalso ... es liegt ja hier noch Schnee (immer noch 10 cm plus, es taut nur sehr verhalten), und ab März kann man frischgepflanzte Obstbäume ja schneiden, das muss ich auch. Ab Mitte März soll gedüngt werden.

Meine Fragen:

Soll ich jetzt schon schneiden?

Womit dünge ich?

Lieben Dank im voraus für die Nachhilfe!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 04. März 2013, 08:11:42
Ja, du kannst jetzt auf jeden Fall schneiden.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 04. März 2013, 08:18:32
Danke, Mediterraneus!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 19. März 2013, 14:25:32
Ich bin überhaupt noch nicht zu meinem Baumschnitt gekommen.

Wie seid Ihr denn im Plan - alles geschafft - oder musstet Ihr auch wegen des Wetters verschieben?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 19. März 2013, 14:28:36
Geschnitten und bereits Gehäckselt :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 19. März 2013, 14:30:44
Vor 2 Wochen geschnitten und in die Vase gestopft (treibt schon :) )
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 19. März 2013, 14:51:04
Vor 2 Wochen geschnitten und in die Vase gestopft (treibt schon :) )

ah, Barbarazweige ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 19. März 2013, 14:59:11
Vor 2 Wochen geschnitten und in die Vase gestopft (treibt schon :) )

ah, Barbarazweige ;D

 ;D Eher eine Würdigung der paar Ästchen, die ich meinen Bäumelchens rauben musste.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 19. März 2013, 15:29:53
Bei uns war es einfach nicht so das Wetter zum Bäume beschneiden, ich hätte es gern frostfrei gehabt. Aber draußen ist eh alles zurück, da kann ich sicher auch noch im März schneiden, ohne den Austrieb zu beeinflussen. So hoffe ich jedenfalls.

Die paar Kirschzweige, die ich Weihnachten herum geschnitten und dann draußen vergessen hatte, die haben inzwischen in der Vase auch schon ausgeblüht. Die lagen vorher bestimmt 3-4 Wochen draußen rum. Hat denen nichts getan.

Wenn ich am Sonntag schneide, wird es dennoch nichts mehr bis Ostern - ne Woche dürfte eindeutig zu kurz sein zum Antreiben. Mist.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 19. März 2013, 15:40:35
Je später im Winter die Zweige geschnitten werden, umso schneller blühen sie. Ich würde es probieren.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 19. März 2013, 17:42:18
Angefangen bei zwei Spindelbäumen und einer Birne, dann hat es geschüttet was das Zeug hält und nun warte ich seit 10 Tagen auf besser Wetter ;D
Am Wochenende könnte es klappen, langt auch noch.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 19. März 2013, 19:19:54
Dann bin ich etwas beruhigt.
Sonntag muss was werden - oder Sonnabend schon. Obwohl der Wetterbericht ja weiter auf Winter macht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 03. April 2013, 11:13:09
Meine Quitte (Wudonia, in Sachsen veredelt) ist im letzten Jahr unter der Last der Früchte zusammengebrochen. Lohnt es sich, die Unterlage hochwachsen zu lassen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 03. April 2013, 11:24:45
Kennst du denn die Unterlage?

Ich habe jetzt zwei Quitten, die recht jung noch sind. An denen kann ich mir einen starken Fruchtbehang überhaupt noch nicht vorstellen. Die Eine war als Y schon beinahe vorgezogen - habe auf Empfehlung hier aus dem Forum - doch eine Stammverlängerung gemacht und das Y beseitigt. Die wäre sicher auch irgendwann bruchgefährdet.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 03. April 2013, 11:34:35
Meine Quitte (Wudonia, in Sachsen veredelt) ist im letzten Jahr unter der Last der Früchte zusammengebrochen. Lohnt es sich, die Unterlage hochwachsen zu lassen?

Ja, wenn sie nicht auf Weißdorn veredelt ist.

Wahrscheinlich ist die Unterlage die Quitte A (= die Sorte "Quitte aus Angers"), die hat zwar nicht die Eigenschaften von Wudonia, ist aber auch nicht schlecht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 03. April 2013, 12:48:39
Danke. Dann werde ich in absehbarer Zeit wieder einen Quittenbaum haben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 03. April 2013, 13:21:06
Das ist interessant. Meine Quitte ( baumarkt) treibt nämlich Auslaeufer, die eindeutig auch Quitte sind.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 03. April 2013, 13:50:26
Danke. Dann werde ich in absehbarer Zeit wieder einen Quittenbaum haben.

Wenn du Platz hast, kannste ihn auch als "Mehrstämmer" wachsen lassen. Wird wahrscheinlich von allein eh erst mal so werden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 04. April 2013, 20:54:08
Auf Wunsch der GG`in heute einen Säulenapfel Rondo gepflanzt (auf MM 111). Dann lass ich mich mal überraschen von dem, was da in Zukunft kommt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 05. April 2013, 11:11:31
Auf Wunsch der GG`in heute einen Säulenapfel Rondo gepflanzt (auf MM 111). Dann lass ich mich mal überraschen von dem, was da in Zukunft kommt.

Welch ein Frevel ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 05. April 2013, 17:42:57
ja ja, das ganze Leben ist ein Kompromiß.

Aber zugegeben, in die Lücke hätte auch noch nicht einmal eine Spindel gepaßt
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Starking007 am 05. April 2013, 21:21:54
Ein Trost: Rondo ist der Beste!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 06. April 2013, 13:51:48
Ein Trost: Rondo ist der Beste!

Ich dachte "Goldlane" ?

Rondo soll Gravensteinerduft haben, klingt gut.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: allgaeu am 07. April 2013, 19:06:26
Hab Rondo auch schon gegessen. Der Apfel schmeckt auch mir sehr gut. Knackig und aromatisch. Die meisten Säulenäpfel werden schnell weich und sind fade. Positiv überrascht war ich letzten Herbst von Sunlight (wie Goldlane von Minitree). Hatte ihn damals auf der Messe in Friedrichshafen probiert und nicht so toll gefunden. Hab den Baum dann nur mit weil er günstig war und schrorfresistent sein soll. Am Baum ausgereift schmeckt der richtig gut. Zwar mit etwas Säure aber richtig knackig und sehr saftig und süß. Für den hab ich damals sogar einen Elstar liegen gelassen. Den Pomgold kann ich auch noch empfehlen er ist aber nicht schorfresistent.

Tipp: Die Säulenbäume hängen oft zu voll. Ausdünnen bringt Äpfel mit wesentlich besserem Aroma und Süße hervor.

Die Reifezeitpunkte und die geschmacklichen Eigenschaften einiger Züchtungslinien sind in folgendem Link dargestellt.
http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1289763_l1/index.html
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 16. Mai 2013, 14:39:03
Schubs....

Nun haben die Kirschen abgeblüht, einige weinige Bienchen und Hummeln habe ich gesehen - aber nicht viel. Heute habe ich mal bissel gezupft - wenig befruchtet - so scheint es .

Wie sind eure Prognosen - die Blüte war gut - auch bei den Äpfeln ist ne Menge los. Sogar mein verkorkster kleiner Boskoop hatte viele Blüten - mal sehen, was es bringt.

Zwetschge 'Hanita' hat mäßig geblüht (wie immer) aber gleichzeitig mit der 'Großen Grünen Reneklode' - für die sie Befruchter ist - schau mer Mal.

Sogar mein junger Birnbaum hat geblüht - aber der Befruchterkumpel natürlich noch nicht.

Quitten haben noch nicht geblüht, aber die winzige 'Ungarische Traubige'

Brombeere 'Loch Ness' ist das erste Mal seit der Pflanzung vor ca. vier Jahren nicht zurückgefroren - könnte also mal eine Kostprobe liefern.

Himbeeren 'Williamette' - steht gut

Die anderen Beeren sehen auch hoffnungsvoll aus, Erdbeeren sehr viel Laub, aber auch kräftige Blüten.

Und bei Euch??

Ach ja - und der ca. 10jährige Walnussbaum blüht wieder nicht ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 17. Mai 2013, 23:43:11
bei uns sind die Äpfel gerade zwischen noch nicht aufgeblüht und vollblüte :D

Die Marone ecker 1 treibt auch blüten :D

mein dieses frühjahr gesetzter Kirschhalbstamm hatte schon viele Blüten, alle befruchtet, nützt jedoch leider nix, dieses Jahr lass ich ihm keine Früchte ;) :'(

Die Aprikosen sind mittlerweile tischtennisballgroß :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 18. Mai 2013, 23:42:36
die Äpfel sind hier in Colonia schon 4-5 Tage lang durch. Lediglich mein Gelber Münsterl. Borsdorfer hatte heute noch 2-3 Nachblüten sowie ein mir nicht bekannter Baum in der Nachbarschaft einige Nachblüher.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 19. Mai 2013, 00:03:52
Süß- und sauerkirsche haben reichlich gblüht und gut angesetzt.

Die Aprikose hat kaum geblüht, die meisten Knospen sind vertrocknet/erfroren(?) Ein paar weniger Früchtchen haben angesetzt.

die Äpfel sind weitgehend durch mit der Blüte.
Der Rote Elstar fiel den Wühlmäusen zum Opfer und auf einen von 2 Blütentrieben der Strauchpfingstrose. :'(

Die Quitten blühen gerade. :D

Johannis- und Jockelbeeren haben gut angesetzt.
(Im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten hier im Garten, wo sie zum eingehen neigen. :P )

Die Erdbeeren sollten eigentlich kompostiert werden. Da keiner dazu kam blühen sie nun doch, aber eher spärlich.

Meine junge Graf Althanns-Reineclaude hat geblüht! ::) Aber ich weiß nicht, ob es einen Befruchter gab, ob bei Nachbars noch eine Pflaume geblüht hat. ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 19. Mai 2013, 08:21:25
Die beiden großen Kirschbäume haben geblüht und sehen jetzt krank aus. Nächsten Winter kommt die Zwetschge, die dazwischen steht und auch nicht gesund ist, weg.

Ein kleiner junger Kirschbaum, der weiter weg steht, hat geblüht und angesetzt. Die Birnen muss ich bald ausdünnen und die Äpfel haben fast ausgeblüht.

Die Quitte blüht gerade und die Fruchtmandel hat das erste Mal einen Fruchtansatz :D.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 19. Mai 2013, 18:14:27
Geblüht haben hier am Alpenrand alle Obstbäume in der Region reichlich.
Durch die lange kalte Witterung sind Ende der Kirsch- und Anfang der Apfelblüte zeitlich fast "zusammengerutscht".
Allerdings waren zur Zeit der Kirschblüte extrem wenige Bienen unterwegs, war halt noch zu kalt. Der nächste Imker ist knapp einen Kilometer weit weg, da habe ich mit dem Pinsel nachgeholfen, jetzt sieht man wenigstens vereinzelte Befruchtete am Baum.
Die Apfelblüte ist gerade vorbei und zuletzt sind die Bienen dann doch gekommen. Aber wieviele befruchtet sind, kann ich noch nicht sagen, .
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. Mai 2013, 10:53:56
Bei mir sieht es ähnlich aus - ich habe mit einem Freund gesprochen, der Bienen hat - es war mit um und unter 10 Grad während der Kirschblüte einfach zu kalt für die Bienen. Also nicht, dass es keine Bienen gibt - es war einfach zu kalt - das finde ich ja dann schon eher beruhigend.

Die Äpfel haben ganz gut geblüht -aber zum Fruchtansatz kann ich noch nichts sagen.

Bei der Zwetschge 'Hanita', die schwach geblüht hat, sind einzelne Fruchtansätze zu sehen - aber es dauert immer eine Weile, bis ich den richtigen Blick habe.

viel mehr Sorge macht mir, dass die Blätter der Zwetschge und die der Reneklode von kleinen grünen Raupen extrem zerlöchert sind - keine Ahnung, ob das noch schlimmer wird, oder der Zenit schon überschritten ist. Was hätte/kann man dagegen überhaupt machen? Welcher Schädling könnte das sein? Spritzt Ihr Eure Obstbäume?

L.G.
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Mai 2013, 15:10:35
Keiner ne Idee, wer an meinen Pflaumenbäumen die Blätter frisst? ???

Leimringe hätten geholfen sagt Tante Google - Frostspanner, die besonders den jungen Zwetschgen und Renekloden zu schaffen machen. Der Schuss dürfte dann wohl raus sein.

Im Herbst mache ich dann wohl erstmals überhaupt Leimringe an alle Obstbäume ran.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Mai 2013, 15:17:18
Jetzt gönn der Natur halt auch ein paar Blätter. Es werden wohl nicht alle abgefressen werden.

Das feuchtkalte Wetter hier scheint ungünstig für Ungeziefer. Allerdings günstig für Pilze aller Art.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 23. Mai 2013, 09:08:17
Das würdest du nicht sagen, wenn du meinen Baum vor Augen hättest. Aber spritzen werde ich nicht. Wenn ich es recht überlege, hatte ich das Problem im letzten Jahr schon - und habe nichts unternommen. Dadurch ist es sicher jetzt noch stärker geworden. Ich sollte einen Gartenkalender führen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 23. Mai 2013, 16:52:57
Ich hatte die auch mal, der Spuk war ganz plötzlich vorbei, spätere Blätter blieben ganz und einen richtigen Schaden haben die Bäume nicht bekommen. Das dauert nicht mehr lang. So zwei, drei Jahre lang, dann war Ruhe.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. Mai 2013, 17:07:25
Meine im Herbst gepflanzten Obstbäumchen haben alle brav ausgetrieben, es geht ihnen weiterhin gut - bis auf die Marille. Viele Blätter schrumpeln ein, vertrocknen und fallen ab - was kann das sein? Trockenheit kann ich ausschließen, die Wühlmäuse kommen nur bis an die Drahtkörbe, Raupen oder ähnliches Getier sehe ich keines.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Mai 2013, 17:09:41
Monilia?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. Mai 2013, 17:18:31
 :-\ Bissle recherchiert, ja, ich fürchte, es könnte Monilia sein. Da muß ich also zurückschneiden, hab ich das richtig verstanden?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Mai 2013, 17:20:38
Bei Monilia trocknen die frischen Triebe ein. Betrifft vor allem Sauerkirschen, aber auch Pflaumen, Aprikosen.

Man schneidet dann bis ins gesunde Holz zurück.

Wenn das aber nur einzelne Blättchen sind, dann kanns auch was anderes sein.
Bei Monilia stirbt ein Zweigstück komplett ab.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. Mai 2013, 17:22:22
Ja, fies. Ich muß schauen, wie weit das sein soll, es trocknen (bislang) nicht alle Blattspitzen ein - und viele Triebe hab ich bei meiner jungen Spindel noch nicht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. Mai 2013, 17:38:09
Das ist die Seite, wo es noch besser aussieht:



marille2013_1.jpg

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. Mai 2013, 17:40:19
hier ist es schon weiter fortgeschritten:



marille2013_2.jpg


Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 23. Mai 2013, 17:58:24
das sieht wie ich finde nicht wirklich nach monilia aus.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 23. Mai 2013, 20:16:14
Vielleicht Monilia. Das katastrophale Wetter zur Unzeit hat eine gigantische Zweigmoniliakatastrophe verursacht. Mir ist eine Aprikose (Orangered) komplett eingegangen, bei Reineclauden, Pfirsiche und Kirschen häufen sich absterbende Äste.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 24. Mai 2013, 09:10:41
Hm - ich werde das Bäumchen weiter beobachten und hoffen, dass es sich wieder berappelt.

Hier war (und ist) das Wetter nicht gut, es ist häufig sehr nass - zwar stehen alle Obstbäume am Hang, aber tw. ist es sicher auch staunaß, da kann ich gar nichts tun. Dieser Fakt begünstigt ja leider Monilia, wie ich gelesen habe.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 24. Mai 2013, 09:18:51
Vielleicht Monilia. Das katastrophale Wetter zur Unzeit hat eine gigantische Zweigmoniliakatastrophe verursacht. Mir ist eine Aprikose (Orangered) komplett eingegangen, bei Reineclauden, Pfirsiche und Kirschen häufen sich absterbende Äste.
:o :-\ :'(

meine Orangered und ungarische Beste hatten jeweils nur circa 2-3 Triebspitzen verloren, reicher Fruchtansatz! :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 24. Mai 2013, 10:23:53
Irgendwie hätte ich auch erstmal gemeint, dass das eher nach nem Frostschaden, als nach Monilia aussieht. Aber das Schadbild kenne ich nur von Kirschen - an den blühenden Zweigen. Das kann man sicher ganz schlecht vergleichen.

Meine beiden (Hanita und Reneklode) sehen lädiert aus - aber das kalte Wetter ist sicher für die Raupen auch nicht so prickelnd - vielleicht gehen sie ja ein.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 24. Mai 2013, 10:46:35
aber das kalte Wetter ist sicher für die Raupen auch nicht so prickelnd - vielleicht gehen sie ja ein.

Kann ich nicht sagen. Meine Kirschen sind fast schon abgefressen. Vor einer Woche war noch nichts. Das übliche Raupenkroppzeug aus Spannern und Eulen sitzt in den Blättern. Heute morgen war ich schon draussen, mit Neem behandeln. Bringt aber wohl nichts mehr.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 24. Mai 2013, 11:21:00
Kann ich nicht sagen. Meine Kirschen sind fast schon abgefressen.

Dann bekommt zumindest deine Vogelbrut dieses Jahr weniger auf den Tisch... :P

Bei mir sieht´s auch nicht besser aus..., deswegen erlaube ich mir den Scherz. Meisen und Frostspannerraupen.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 24. Mai 2013, 12:01:59
Das zu ergänzen war ich zu faul :-)

Es läuft so: Kirschen von diesen Bäumen gibts nur, wenn der Behang im Frühjahr wirklich gut ist. ist er nur schwach, weil z.B. wieder mal die Raupen gefressen haben, gibts keine Kirschen, weil die Vögel schnell abräumen. Nur bei wirklich gutem Behang hat man eine Chance, auch etwas zu bekommen.

Mir ist das auf Dauer zu blöde und ich habe auch keine Lust, endlos Zeit gegen Raupen und Vögel zu verschwenden, ich mühe mich nicht ab damit immer nur Schädlinge fressen. Von fünf Jahren ein Jahr mit Kirschenernte ist mir zu wenig. Eine Kirsche habe ich schon umgesägt, die anderen werden irgendwann folgen. An den Platz kommt ein Bittenfelder Apfel für Saft, auch wenn ich da wahrscheinlich zu Lebzeiten nicht viel ernten werde, diese Bäume tragen erst nach Jahrzehnten gut.

Der Kirschanbau wird eh immer problematischer. Nachdem nun neue späte Arten der Kirschfruchtfliege und eine ganzer Schwung von invasiven Fruchtfliegen aus Asien da sind (z.B. Kirschessigfliege, Drosophila suzukii), die unsere supertollen Importexperten fleissig nach Europa schaufeln nehmen die Probleme immer nur weiter zu.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 24. Mai 2013, 12:09:54
Ach jetzt höre aber aueff :o, da kann man ja depressiv werden. Habe im Herbst 2011 eine Ungarische Traubige gepflanzt - ein winziges Bäumchen - das hat in diesem Jahr reich geblüht und viele Kirschen dran. Eine angefressene habe ich gesehen und wenige Blätter, die nur noch aussehen wie Gespinnst. Was ist das eigentlich?

Das Bäumchen ist so klein, dass ich es natülich locker mal gegen beißende und saugende Insekten spritzen und dann mit einem Netz gegen Vögel versehen könnte . Aber will ich das wirklich??
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. Juni 2013, 17:10:32
Meine Apfelbäume sehen inzwischen genauso zerfressen aus, wie die Pflaumen. Zusätzlich sehen bei der Reneklode die Zweigspiten extrem verkrüppelt aus - ich befürchte, dass das diese Monilia ist, die Zweige befällt und nicht nur Kirschblüten/Zweige.

Kann man da jetzt irgendwas machen? Oder fördert ein Schnitt die falschen Triebe und das wäre noch schlimmer?

Benutzt ihr alle diese Leimringe im Herbst?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 05. Juni 2013, 19:02:35
Hier treiben Raupen ihr Unwesen. Ich ignoriere sie.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. Juni 2013, 15:47:26
Wie geht das? :o ich könnte heulen, wenn ich meine zerfressenen Bäume ansehe :'(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 06. Juni 2013, 16:12:52
Leimringe bringen nur dem Verkäufer was, das hatten wir schon öfter. Er hält vielleicht Frostspanner ab, aber es gibt noch ein gutes Dutzend weiterer Kleinfalter, deren Raupen trotz Leimring Schaden anrichten.

Neemöl bringt vielleicht was, aber das wäre dieses Jahr auch schiefgegangen, der Regen wäscht es sofort ab. Und Vögel fressen viel lieber später mein Obst, wie im Frühjahr die Raupen.

Es geht aber noch dieses Jahr, hatte schlimmeres befürchtet. Es gab auch schon Jahre, in denen alle Bäume ratzekahl gefressen wurden. Das passiert innerhalb von zwei Tagen. Fotos habe ich noch - nur noch kahle Grossbaumgerippe in einer Sommerwiesenlandschaft.

Für Hobbyobstbau ist jedenfalls hohe Frusttoleranz Voraussetzung. Die kommerziellen Plantagen applizieren bei Äpfeln in Deutschland im Schnitt 15 Behandlungen mit diversen Pflanzenschutzmitteln. Ohne alles ists eben etwas unsicherer.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. Juni 2013, 17:27:31
Aua - dann lieber kein Obst. Ein paar Pfläumchen habe ich sogar schon entdeckt - trotz Raupenfraß - Kirschen gibt es auch (saure), Klaräpfel wohl nicht, Renekloden auch nicht..

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 06. Juni 2013, 21:31:50
Arten und Sorten breit streuen, damit irgendwas durchkommt. Bei mir wirds (hoffentlich) das Jahr der Pfirsiche, die haben alle gut angesetzt, drei junge Bäume zum ersten Mal. Eigentlich sollte man ausdünnen, schwache Früchte an zu dicht besetzten Ästen wegnehmen. Das Risiko ist mir aber zu hoch, die leider häufiger gewordenen Hagelereignisse dünnen auch aus, nach 2x "ausdünnen" bleibt kaum was übrig.

Zum Ausgleich ging eine grosse Aprikose in der nasskalten Zeit komplett ein, war mit Sicherheit Monilia - wie üblich.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Christina am 06. Juni 2013, 22:03:59
Hier wird es Birnen satt geben. Äpfel haben auch genügend angestzt, James Greeve wie immer sehr viel. Süßkirschen gibt es das 2.Jahr in Folge sehr wenige, Sauerkirschen (Schattenmorelle) geht. Sie überrascht mich auch etwas, hatte ich bei der Wetterlage während der Blüte mit deutlich mehr Monila gerechnet. Aprikose hat wie immer nix, dafür aber schwarz gepunktete Blätter. Die Süßkirsche hat es auch mehr als sonst.
Pflaumen und Renecloden und Nektairen gibts wenige. Pfirsichbaum ist eingegangen, schneller als gedacht, im letzten Jahr kränkelte nur ein Ast. Es ist der Kernechte vom Vorgebirge, Kräuselkrankheit hat er eigentlich kaum gehabt. Vielleicht hatte er sein Alter einfach erreicht. Nachwuchs gibt es schon, aber der wird erst ab nächstes Jahr tragen.

Stachelbeeren habe auch sehr wenig angesetzt. Johannis- und Erdbeeren sind gut befruchtet worden. Ich habe das ganze Frühjahr festgestellt, daß sehr wenige Bienen und Hummeln geflogen sind, es war wohl einfach zu kalt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 07. Juni 2013, 08:13:11
Behang bei Kirschen, Pflaumen, Pfirsich u. Mandel in der Nachbarschaft und bei mir mittel. Bei Äpfeln sehr gut. Trotz noch ausstehendem Junifruchtfall werde ich kräftig ausdünnen müssen.

Vermehrt kleine schwarze, 1cm lange Räupchen in den Kirschen. Der Schaden hält sich, ich vermute auch durch die vielen Meisen, in Grenzen. Bei den Äpfeln doch nicht wenig Gespinstmotte, die man bei nicht zu großen Bäumen aber manuell beherrschen kann.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 07. Juni 2013, 08:20:07
Die Äpfel tragen heuer das 1. Mal - ganz verwunderlich; stehen Sie doch erst seit letztem Herbst bei uns im Garten. Aus derselben Lieferung eine Zwetschke hat nichtmal eine Frucht. Aber dafür wird's heuer Marillen geben - wenn nicht noch was dazwischenkommt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 11. Juni 2013, 18:44:26
Bild von "Conference", aufgenommen vor einer Stunde. Totalschaden - das schaffen Platzregen und Kälte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 11. Juni 2013, 18:45:35
So sieht jede einzelne Frucht aus....
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfelfreund am 11. Juni 2013, 19:02:43
Bild von "Conference", aufgenommen vor einer Stunde. Totalschaden - das schaffen Platzregen und Kälte.

Zugegeben, ich habe da nicht so viel Erfahrung wie Du, aber meinst Du nicht, daß sich die Risse wieder herauswachsen?

Wenn die Blütenstände so wie bei Dir aussehen ohne Schäden, sollte man dann eine Fruchtreduzierung auf etwa zwei Birnen durchführen? Um schön große Früchte zu erhalten und um nächstes Jahr auch wieder was zu ernten?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 11. Juni 2013, 19:32:10
Sind denn alle Birnen oder nur die Conference betroffen?

Viele Birnen sehen bei mir ähnlich aus. Zum Glück nicht alle und auch nicht so vollständig wie bei Dir, es sind eher Flecken. Es sieht wie Schorfflecken aus.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 11. Juni 2013, 20:15:18
Conference ist zu 100% betroffen, die vier anderen Sorten teilweise bis gar nicht. Am wenigsten die "Frühe von Trevoux". "Stuttgarter Gaisshirtle" hab ich mir noch nicht angesehen.

Die Birnen werden auch nichts mehr, die Risse und Narben in diesem frühen Stadium machen das Fruchtfleisch steinzellig und holzig. Mal sehen, was der Baum in den nächsten Wochen von selbst abwirft, ich werde den Rest nochmal kräftig reduzieren damit der Blütenansatz nächstes Jahr gut ist, wie Apfelfreund bereits vorgeschlagen hat.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Juni 2013, 10:56:32
Das sieht ja wirklich schlimm aus.

Habt Ihr auch den Eindruck, dass es in diesem Jahr weniger Birnengitterrost gibt, als im Vergangenen? Meine beiden Birnen sind ja noch sehr klein, die Conferenz hat aber schon geblüht, hatten aber auch im letzten Jahr schon Rost.

Die große grüne Reneklode hat total verkrüppelten Zweigenden. Wie eine Mischung zwischen einer Art Blasenwuchs und Monilia - kenne ich nicht. Egal, was es ist - soll ich die befallenen Zweige einfach wegschneiden? Dann ist allerdings der gezielte Schnitt im Eimer - aber ehe sich das weiter ausbreitet??

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Juni 2013, 11:20:24


Die große grüne Reneklode hat total verkrüppelten Zweigenden. Wie eine Mischung zwischen einer Art Blasenwuchs und Monilia - kenne ich nicht. Egal, was es ist - soll ich die befallenen Zweige einfach wegschneiden? Dann ist allerdings der gezielte Schnitt im Eimer - aber ehe sich das weiter ausbreitet??

L.G.

Das hab ich auch bei "Toptaste" und "Aprimira". Bei starkem Befall wird die Triebspitze dürr. Es sind wohl irgendwelche Läuse in Massen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Juni 2013, 11:28:48
Also du schneidest demnach erstmal nichts weg?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 12. Juni 2013, 12:58:45
medit..,

wie lange hast du die Toptaste schon bzw. kannst du schon was zu Baum und Frucht sagen?

Ich habe vor, sie mir im Herbst zuzulegen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 15. Juni 2013, 10:33:23
Ich habe die Toptaste im letzten Frühjahr gepflanzt. Zur Frucht kann ich noch nichts sagen. Sie trägt dieses Jahr die ersten 2 Früchte.

Meine ist auf St. Julien A veredelt. Der Wuchs ist kräftig und relativ breit. Sie scheint insoweit unproblematisch zu sein. Die Astabgangswinkel sind gut. Der Baum lässt sich gut erziehen. Bei mir ist die Pflanze bisher gesund.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Juni 2013, 15:59:05
Hat mal jemand einen Tipp?

An all meinen Stachelbeeren und auch an der schwarzen Honigbeeren werden Beeren frühreif und fallen ab - alle sind angepiekt und haben eine Made. Ist von den noch grünen Beeren jetzt noch was zu retten? Im letzten Jahr musste ich zusehen, wie wirklich alle Beeren irgendwann abgefallen waren... :'(

Spritzen ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 18. Juni 2013, 07:54:14
Puh - bei Stachelbeeren hab ich null Ahnung, Gänselieschen, sorry. Hoffe, Dir kann jemand helfen!

Ich habe entdeckt, dass die Preiselbeeren blühen - und bin entzückt, wie nett die kleinen Blütchen aussehen:



2013 preiselbeeren.jpg

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Juni 2013, 13:36:19
wirklich hübsch - und zu den Stachelbeeren kann ich ja mal googeln.

Es ist schon sehr deutlich, dass hier viel mehr zu Gemüse und Zierpflanzen gepostet wird, als zu Obst. Dabei ist es eigentlich so dankbar, Beeren zu pflanzen. Wenig Pflege und meist sichere Erträge - es sei denn, man hat solche biestigen Schädling.

Bisher kannt ich nur diese fiesen Raupen, die die Sträucher blitzartig kahl fressen - aber die können ja noch kommen ;D. Da gab es auch nix, außer absammeln, runterschütteln etc.

Der erste Versuch bei Tante Goo war erfolglos - da ist wirklich nur von Raupen an den Blättern die Rede. Die Blätter sind aber alle gesund - befallen sind nur die Früchte. Das hatte ich schon im letzten Jahr und nun wieder.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 18. Juni 2013, 13:46:35
Absolut Null bei Goo...le, nur Schäden an Blättern oder Fruchfall wegen Nährstoffmangel z.B. Kali. Kein einziger Link zu massenhaft frühreifen Früchten wegen Maden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Juni 2013, 14:11:00
Ich habe die Toptaste im letzten Frühjahr gepflanzt. Zur Frucht kann ich noch nichts sagen. Sie trägt dieses Jahr die ersten 2 Früchte.

Meine ist auf St. Julien A veredelt. Der Wuchs ist kräftig und relativ breit. Sie scheint insoweit unproblematisch zu sein. Die Astabgangswinkel sind gut. Der Baum lässt sich gut erziehen. Bei mir ist die Pflanze bisher gesund.

ich hab meine ein jahr länger, kann aber alles so bestätigen. ernte hatt ich noch keine.
ich hab die sorte damals in veitshöchheim im versuchsbetrieb gekostet, war eindeutig die beste.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 22. Juni 2013, 19:01:55
Meine Toptaste trägt mit viel Glück fünf Früchte, der Rest ist abgefallen >:( Jetzt steht das Teil schon seit 2009/10 und hat noch nicht einmal ein Versucherle gebracht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 22. Juni 2013, 19:58:19
Auch das ist Geschmackssache. Toptaste ist so wie marmeladige alkoholreiche Weine tatsächlich oft ein Verkostungssieger. Der süss-saftige Stil von Toptaste (regelmässig über 100° OE!) klebt einem aber schnell Mund und Magen zu, wenn man mal mehr wie ein paar Probierfrüchte isst. Beim Zuckergehalt ist sie gut, aber das Aroma (Würze, nicht Zucker!) bleibt mässig, gut steinlösend ist sie auch nicht.

Leuten, die auf volle Süsse stehen würde ich sie sofort empfehlen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 22. Juni 2013, 22:26:06
gut steinlösend ist sie auch nicht.
Echt? Das hätte ich jetzt nicht gedacht.
Wenn das Ding wenigstens mal tragen würde...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 23. Juni 2013, 14:11:39
Sie ist schon mittelmässig und damit hinreichend steinlösend, aber erst spät im Reifeprozess. Man erntet diese Sorte aufgrund der Süsse und frühen Blaufärbung oft zu früh, dann ist auch die Steinlösigkeit nicht gut. Das wird auch beschönigend als ein "langes Erntefenster" verkauft, das die Sorte aber gar nicht hat wenn man sich nicht solche Nachteile einfangen will.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 23. Juni 2013, 16:56:59
Aha, danke, das ist gut zu wissen wenn meine 3-5 Zwetschgen heuer reif werden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 23. Juni 2013, 23:12:14
Hat mal jemand einen Tipp?

An all meinen Stachelbeeren und auch an der schwarzen Honigbeeren werden Beeren frühreif und fallen ab - alle sind angepiekt und haben eine Made. Ist von den noch grünen Beeren jetzt noch was zu retten? Im letzten Jahr musste ich zusehen, wie wirklich alle Beeren irgendwann abgefallen waren... :'(

Spritzen ???

Bei mir fallen auch die Stachelbeeren massenhaft ab, bevor sie richtig reif werden.
Hab einige probiert, sind noch sauer und nicht saftig.
Wegen der Maden muss ich nochmal schauen - die sind mir noch nicht aufgefallen.
Wollte schon düngen...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 25. Juni 2013, 09:50:02
Vielleicht findest du etwas. Wäre ja mal gut. Ich habe weiter Leute befragt - alte Gärtner. Die kennen sowas garnicht. Und bei mir sind alle Sträucher befallen.

Es ist wie verhext - jede Pflanze hat ihren persönlichen Schädling - und der ist auch da in diesem Jahr. Und den Rest schaffen die Schnecken.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: realp am 04. Juli 2013, 19:01:45
Heute die ersten Kirschen geerntet ! Zwar hatte es viele Blüten, aber keine Bienen und windstill. Man hätte meinen können, dass es dieses Jahr (wie letztes Jahr) keine einzige gäbe. Aber der Baum trägt ungefähr die Hälfte eines guten Kirschenjahres. Mal sehn, was uns die Vögel übrig lassen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 04. Juli 2013, 21:57:55
Vielleicht findest du etwas.

Ich sehe wirklich keine Maden. Allerdings haben die heruntergefallenen Beeren eine dunklere Stelle an der (noch) hellroten Schale (Sorte ist Hinnonmäki rot).
Ist das Sonnenbrand?

Auch bei einer gelben Stachelbeere fallen die Beeren noch unreif ab. Die schmecken irgendwie richtig trocken, viel trockener als andere unreife Stachelbeeren. Der Strauch steht seit Urzeiten im Garten, hatte aber nie richtig getragen, weil immer im Schatten großer Bäume stehend.
Die Bäume wurden 2011 gefällt, der Strauch hat jetzt endlich Licht und massenhaft Beeren angesetzt - und nun das!

Auch beim Nachbarn liegen jede Menge Stachelbeeren auf der Erde... .

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 04. Juli 2013, 23:05:32
Kannst du Trockenheitsschäden ausschließen?

Für´s Verrieseln sind einige Sorten der Johannisbeeren besonders anfällig, das ist bekannt, aber bei schlechter Wasserversorgung tritt das auch bei Stachelbeeren, Kirschen, Äpfeln, Reben (Riesling!) ... auf.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: zwerggarten am 04. Juli 2013, 23:08:48
in diesem jahr hatte meine gelbrote süßkirsche so viele früchte angesetzt wie die ganzen letzten jahre zusammen nicht... "dank" des ständigen regens sind die früchte dann aufgeplatzt und "dank" der kirschenfliege angestochen und nun hängt der ganze baum voller pilzmumienbüschel, die auch noch die letzten gesunden früchte mitreißen. :(

geht das anderen auch so und wenn nicht, was habt ihr anders gemacht? :-\
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Natura am 04. Juli 2013, 23:27:49
Unsere dunkelroten Süßkirschen sind genauso, aber das ist jedes Jahr mehr oder weniger der Fall.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 04. Juli 2013, 23:39:23
Heute einen Eimer leckere Büttners Rote Knorpel geerntet, teils auch geplatzt aber vernarbt und nicht faul.
Ich habe den Baum zum plündern der ganzen Nachbarschaft preis gegeben, denn ich kann nicht so viele Kirschen brauchen. Morgen werde ich noch einmal ernten und das reicht mir. Meist will Keiner Kirschen, zumindest nicht wenn er selbst ernten muß ;D

Von der polnischen Riesenjohannisbeere habe ich heute auch geerntet. Das erste mal trägt der Busch reich, riesige Früchte, zuckersüß und lecker aaaber das ernten war sowas von mühsam. Die Biester wachsen in Büscheln ohne auch nur einen Ansatz von Stiel direkt am Trieb, ich konnte sie fast nicht ernten. Nächstes mal muß ich wohl mit einem Messer am Zweig abschneiden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Natura am 04. Juli 2013, 23:45:02
Bei unseren Kirschen waren auch erst viele vernarbte, nicht faule. Aber je reifer sie werden desto fauler werden sie auch.
Sind die Riesenjohannisbeeren schwarze? Diese haben ja die Angewohnheit ziemlich ohne Stiel zu wachsen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 05. Juli 2013, 00:06:55
Sind die Riesenjohannisbeeren schwarze? Diese haben ja die Angewohnheit ziemlich ohne Stiel zu wachsen.
Ja schwarze.
So wie wachsen habe ich das noch nicht gesehen, ich habe ja schon über 30 Jahre schwarze Johannisbeeren aber die machen bei pflücken noch mehr Mühe weil sie so dick sind kommt man nicht dran.
Interessant wäre jetzt der Vergleich Bona und Riesenjohannisbeere, es stand mal irgendwo, daß die Sorten gleich sind.

Also entweder liegt es am Standort oder sie haben doch kleine Unterschiede. Die Bona hatte etwas längere Fruchtstiele und schmeckt etwas säuerlicher, das kann aber auch daran liegen, daß die Beeren noch nicht so reif wie die Riesenjohannisbeere waren. Bei der Riesenjohannisbeere fielen einzelne Früchte schon überreif ab.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 02. August 2013, 09:45:57
Der Club auf Seite Drei - und jetzt ist doch Obstzeit - tss.

Bei den Stachelbeeren hat sich der Fruchfall dann gegeben. Und das, was wie ein Einstich aussah, kann wie oben von jemandem gesagt, auch nur so eine kleine trockene Stelle gewesen sein. Wenn ich es richtig bedenke, habe ich einfach vorausgesetzt, dass es Maden sind. Die waren dann wie notreif und fielen ab.

Ein paar Beeren konnte ich aber noch ernten, bzw. naschen.

Bei mir haben jetzt Wühlmäuse beide Hochstämme der schwarzen Johannisbeeren geliftet und das alte, immer gut tragende Hochstämmchen einer weißen Johannisbeere ist total raus und liegt locker im Zaun. Das mit den Wühlmäusen ist momentan richtig doll schlimm. Maulwürfe sind auch am Graben. Da kann ich mich an einen Hochsommer erinnern, da begann es auch so im Juli und wurde dann zu einem totalen Chaos - insbesondere die Maulwürfe. Ich bekomme schon wieder Hektikflecken, wenn ich einige Stellen im Garten ansehe.

Ansonsten kaum Obst - keine Kirschen, die paar, die an meinem Minibaum waren, sind alle vor der Reife noch abgefallen. Die Hanita hat total gesiebte Blätter und nur vereinzelt ein paar Früchte. Der alte Boskoop macht seine Zweijahrespause und hat nur Krepelzeug dran. Die 5 Klaräpfel, die am Baum dran waren, sind während meines Urlaubs abgefallen und wurden von Getier verspeist.
Beide jungen Birnbäumchen (Bosc Flachenbirne, Conference) sind befallen mit Birnengitterrost. Der Sommerapfel hat minikleine Früchte.

Wahrscheinlich mache ich irgendwas falsch - ein Baum müsste doch mal so richtig toll tragen - aber Misserfolg auf der ganzen Linie - das tut richtig weh.

Ach ja, als Schmankerl sind noch während meines Urlaubs die kleine Apfelquitte und mein Dreisorten-Pflaumenbaum komplett mit Zaunwinde und Hopfen überwuchert. Die Bäume waren garnicht mehr zu sehen.
Gestern Abend habe ich den Pflaumenbaum sorgsam ausgeputzt, heute mache ich die Quitte. Die Fläche müsste insgesamt tief gesäubert werden.

So, genug gejammert, aber ich habe echt die Nase ziemlich voll. Da hat aber auch garnichts gepasst, Wetter nicht, Bienen nicht, Wasser nicht - so vermute ich jedenfalls.

An den Beeren hatte ich Freude - bis ich die Wühlmausschäden sah. Die Himbeeren waren auch gut - aber ich bin zur Haupterntezeit in den Urlaub gefahren :-\

So, jetzt ist aber wirklich genug.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 02. August 2013, 09:55:41
 :'( du arme. :-\

ich erfreue mich gerade an himmlisch leckeren Aprikosen :D

Himbeeren gibts zu hauf, Johanissbeeren auch, und mein Quittenbaum hat das erste Jahr angesetzt und gleich ne ordentliche menge :)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 02. August 2013, 10:07:36
Meine Aprikose hat es nun mit Sicherheit hinter sich. Das war ja ein frischgepflanztes Bäumchen vom letzten Herbst ... man sah zwar noch eine Zeitlang Grün beim vorsichtigen Kratzen, aber ich habs dann doch zurückgeschnitten - da war dann kaum mehr Leben in den Zweigen.

Sehr ärgerlich, da Wunschveredelung. Wüßte ich, was der Grund fürs Dahinscheiden war, könnte ich den Baumschuler ja gezielt um Rat bitten, denn ich sollte wohl besser die Sorte wechseln?

Die Unterlage wechseln kann ich ja nicht, ausserdem ist es die nicht, denn die anderen Bäumchen mit gleicher Unterlage leben noch.

Was würdet Ihr raten? Ausgetrieben hats ja, und danach sind die Blätter von der Spitze her verdorrt, allmählich hats dann auch die Triebspitzen erwischt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 02. August 2013, 10:19:13
Danke für dein Mitgefühl Hargi - da ist echt der Wurm drin. So, wie sich bei mir die Obstbäume benehmen, frage ich mich, wie es früher möglich war, dass die Bäume so alt und so groß wurden. Immer, wenn jemand einen alten Garten übernahm, gab es dort alte - gute - Bäume, die einfach da waren und auch was dran hatten.

Bei mir stehen auch zwei alte Apfelbäume.Einer hat keine besonderen Äpfel und nur noch einen Galgen-Ast. Der andere Baum ist ein Boskoop, der aber dringend mal etwas besägt werden müsste. Er ist zu dicht und die Früchte häufig minderwertig. Eben alternierend und unzuverlässig.

Die Bäume, die ich gepflanzt habe, sind alle irgendwie nicht wirklich der Bringer.

Von Aprikosen und Pfirsichen lasse ich sowieso die Finger, weil meine Eltern damit 6km weiter auch nur schlechte Erfahrungen gemacht haben. Richtig Glück mit Obst haben sie dort auch nicth. Da war auch alter Baumbestand, der sich dann verabschiedete. Dabei war auch noch eine ganz leckere Pflaume mit sehr großen roten Pflaumen, die aber nicht vom Stein abgingen. Kein großer Baum, wahrscheinlich auch auf einer schwachen Unterlage - der ging dann auch irgendwann ein.

Ich werde mich aber nicht geschlagen geben. Wahrscheinlich fange ich einfach im nächsten Jahr doch mal an zu spritzen. Früher waren die Leute da auch nicht so zimperlich wie wir heute. Die Spritzmittel müssten auf jeden Fall ja "besser" im Sinne von Gesundheitsgefährdung oder Umweltschädigung geworden sein.

Dafür brauche ich dann aber einen ausgeklügelten Plan und das nötige Zubehör, sonst schaffe ich es dann doch nicht.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 02. August 2013, 10:40:00
 >:( ne Gänsel, sooo nicht! :o

gespritztes Obst kannst auch im Laden kaufen :-*

Hier wird null,garnix gespritzt und ich bin trotzdem sehr zufrieden :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 02. August 2013, 11:15:25
Aber bei mir hat wirklich jeder Baum seine hausgemachte Krankheit - das bringt doch nichts. Man wartet und wartet und hegt und pflegt und nichts kommt dabei raus als Enttäuschung.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 02. August 2013, 11:27:59
Früher hatte man halt noch regionale Sorten, bzw. Verwertungssorten.

Heute bekommt man nur noch "Tafel"obstsorten. (Bosc, Conference, Boskoop). Die waren auch damals schon empfindlich und brauchten "Könner" um gutes Obst zu ernten. Früher war man mit Pastorenbirne und Katzenkopf zufrieden, die brauchen wenig Pflege, sind halt keine solchen Geschmacksbomben.

Die Verarmung an Sorten macht es den Schädlingen und Krankheiten halt besonders leicht und viele Neuzüchtungen scheinen auch für Schädlinge ein "Lecker-Gen" mit eingebaut zu haben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 02. August 2013, 12:58:12
Ich habe eigentlich gedacht, dass ich zumindest bei den Birnen gute Sorten gewählt habe.

Zwetschge 'Hanita' war ein Zufall - die Kritik am Wuchs und der Brüchigkeit hatte ich erst später gelesen.

Die Sauerkirsche (ca. 8 Jahre alt) ist moniliaresistent - trägt aber kaum.

Bei Klarapfel - dachte ich - kann man nichts falsch machen - auch unzuverlässig.

Große grüne Reneklode - die braucht hoffentlich einfach nur noch Zeit - Befruchter sollte die 'Hanita' sein. Wenn ich mich also doch von ihr trennen sollte, was ich langsam in Erwägung ziehe - dann muss hoffentlich der 3-Sortenbaum als Befruchter soweit sein.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Dicentra am 03. August 2013, 23:29:35
Bei uns ist dieses Jahr ein schlechtes Pflaumenjahr. Die jungen Bäume tragen trotz üppiger Blüte im Frühjahr gar nichts und der alte Baum deutlich weniger als im Vorjahr. Vielleicht lag es an der Kälte zur Blütezeit und/oder an mangelndem Bienen/Hummelflug, keine Ahnung.

Die Johannisbeeren sind durch - 8 kg rote und gute 3 kg schwarze, letzteres ist wirklich wenig. Ich überlege schon, die 'Titania' rauszuwerfen und mir dafür eine zweite 'Silvergieters Schwarze' heranzuziehen. Geschmacklich finde ich die alte Silvergieters sowieso besser als 'Titania'. Der zweite rote Johannisbeerstrauch fliegt zum Herbst wahrscheinlich raus. Er wird sowieso nur vom benachbarten Hartriegel überrannt, die Beeren kommen kaum zur Reife und eigentlich sind mir 8 kg Beeren von einem Strauch auch genug.

Taybeeren gab es heuer sehr reichlich, damit bin ich zufrieden. Und der kleine Sauerkirschbaum hat immerhin ein halbes Kilo Früchte geliefert, das war für den Anfang schon nicht schlecht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 03. August 2013, 23:39:17
Meine Pflaumenbäume tragen richtig viel.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Dicentra am 03. August 2013, 23:45:29
Ehrlich gesagt bin ich nicht mal so böse darüber, dass ich dadurch eine Atempause bekomme ;). Die letzten Wochen war ich gefühlt nur mit Einkochen beschäftigt. Aber letztlich bestätigt das nur meinen Eindruck davon, dass in unserer Gegend kaum Bienen und Hummeln unterwegs waren.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 03. August 2013, 23:55:21
Ich koche wenig ein. Das meiste an Beeren friere ich erstmal ein und verarbeite es dann bei Bedarf weiter.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Dicentra am 03. August 2013, 23:59:43
Der Tiefkühler ist noch voll mit Pflaumen vom Vorjahr... :-X. Ich bin einfach nicht dazu gekommen, irgendwas davon zu verbrauchen. Deswegen musste ich mir was einfallen lassen, wie ich die Johannisbeerschwemme bewältige: Sirup, Likör und Konfitüre in allen möglichen Varianten. Zum Glück gibt es Oma und Nichte als Abnehmer.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 04. August 2013, 10:02:58
Wenn wirklich zu viel da ist, Saft machen. Der trinkt sich schnell und leicht.

Erst dachte ich auch, ich hätte zu viel Zwetschgen. Aber beispielsweise "Elena" zeigt sich jetzt ziemlich geschädigt, siehe Bild. "Kathinka" war letzte Woche reif und ist geerntet, Aroma war diesmal nicht so kräftig, wahrscheinlich wegen Überbehang.

Rote Johannisbeeren sind schon lange durch. Aber irgendwie werden die nie was in unserem trockenen Klima auf Kalk. Jedes Jahr verrieselt, Büsche wachsen schlecht... wenn man in die Gärten sieht, gehts anderen Leuten mit Johannisbeeren genau so wie mir. Bei Verwandten in kühlfeuchtem Klima mit tiefgründigem Boden 100km weiter: Jeder Busch trägt jedes Jahr kiloweise. Dieselben Sorten wie meine...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Dicentra am 04. August 2013, 11:24:15
Oh je, Deine 'Elena' sieht wirklich nicht gut aus ... woher kommen die Schäden? Trockenheit, die Kälte im Frühjahr?

Ja, Johannisbeeren mögen es nicht kalkig, aber trocken wohl noch weniger, weil sie ja flach wurzeln. Das habe ich an dem zweiten Strauch gemerkt, der mir (wortwörtlich) aus dem Blickfeld geraten war. Nachdem ich ihn durch radikalen Rückschnitt des Cornus alba sozusagen ans Licht geholt hatte, sah ich das Elend: das Laub war zum Teil vertrocknet und fiel bereits ab, die Beeren waren in der trockenen Dunkelheit rosa geblieben. Nach kräftigem Wässern hat er sich wieder erholt, aber die Beeren werden jetzt nicht mehr rot, sondern schrumpeln zusammen. Naja, ich werde ihn ausgraben und verschenken, so ihn einer haben will.

Die Sorte 'Rovada' ist eine späte, deswegen sind die roten Johannisbeeren bei uns jetzt erst fertig gewesen. Nach meiner Konfitürenliste vom Vorjahr waren sie aber diesmal ungefähr 2 Wochen später dran - die Verspätung durch den langen Winter haben sie nicht mehr aufholen können.

Ansonsten gebe ich sowohl den Johannisbeeren als auch der Taybeere regelmäßig den Grasschnitt an die Füße, das scheinen sie zu mögen.

LG Dicentra
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 04. August 2013, 13:52:54
Um die Johannisbeeren mulchen und wässern hab ich auch durch. Hat nichts gebracht. Sorten, die sortenbedingt leichter verrieseln und nicht wirklich wuchsstark sind (z.B. Jonker van Tets) braucht man gar nicht zu probieren, sinnlos.

Der flache Boden behindert die Wurzeln nicht direkt. Aber die Bodenfeuchtigkeit fällt in Trockenperioden nach rund zehn Tagen sehr stark ab, weil tiefere Schichten fehlen, aus denen sonst immer noch etwas Feuchtigkeit aufsteigt.

Was die Elena hat, weiss ich nicht. Aber ich schätze, das ist hitzebedingt. Der Platz ist recht warm, sie wächst zwar, aber die Früchte fallen nach Hitzeperioden ab. Andere Zwetschgen sind da weniger empfindlich.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2013, 08:22:56
Ja, die Johannisbeerkultur ist eine der schwierigsten und gelingt nur wirklichen Könnern 8) ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. August 2013, 08:47:27
Vorsicht - Ironie ;D ;D

Es ist manchmal eben einfach wie verhext. Ich habe vier Hochstämmchen, zwei Schwarze, ein Rotes und ein Weißes. Aber solche üppigen Ernten wie o.g. kenne ich auch nicht. Für mich hat es immer für Marmelade oder Likör gereicht. Selbst die, werden nicht jährlich alle. Die Ernte ist Fummelkram - mehr möchte ich eigentlich garnicht haben.

Nun hängt der weiße Stamm im Zaun und unter den Schwarzen haben auch die Wühltiere gegraben. Die Blätter sind alle noch grün, aber so eine Arte Neu-Pflanzung mache ich dann doch lieber erst im Herbst, wenn die Vegetationszeit sowieso vorbei ist. Die scheinen ja klar zu kommen - wenn es zu trocken wird, bekommen sie eben noch extra Wasser.

Wahrscheinlich sind Büsche einfach langlebiger und haben auch den Wühlmäusen mehr entgegen zu setzen, weil sich sich besser von unten regenerieren können.

Der Boden ist entweder gemulcht oder zugewuchert mit Minze, Brennnesseln und Giersch sowie einigen Stauden. Gedüngt wird im Frühling mit Blaukorn. Früher gab es auch mal Pferdemist über den Winter - da haben sich dann die Wühlmäuse besonders wohl gefühlt ;D ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2013, 08:54:24
Stämmchen sind halt ein "Kunstprodukt" und die Johannisbeere ist ein Strauch und will auch so wachsen. Da muss man halt Kompromisse finden ;D

Hier wachsen sie sogar in einem
Garten total vernachlässigt in hohem Gras. Die Besitzer sind schon Jahre verstorben, die Johannisbeeren halten durch.

Ich bin von meiner schwarzen "Bona" total begeistert. Endlich süße schwarze Johannisbeeren ohne Wanzengeschmack.

"Rotet", meine Rote steht recht Schattig in einer Strauchrabatte. Trägt aber auch gut, nicht verrieselt, Beeren halten ewig lange am Strauch.

Gemulcht wird mit Rasenschnitt vom Nachbarn
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. August 2013, 09:02:59
Früher war eben alles besser ;D - meine Eltern hatten immer Hochstämmchen. Die waren kräftig, zuverlässig und richtig langlebig. Solches Krepelzeugs, wie man tw. heute kauft, gab es damals nicht.

Die Schwarzen haben immer ne einseitige Krone, da geht einfach nichts.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 05. August 2013, 09:11:34
Vielleicht kannten sich deine Eltern nur gut aus mit der Pflege von Hochstämmchen? Die vergreisen schnell. Ich ernte immer noch Johannisbeeren. Verrieselt ist heuer gar nichts - trotz Sandboden. Aber jetzt werfen sie ihr Laub, wie jedes Jahr um diese Zeit.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 05. August 2013, 09:34:35
Vielleicht kannten sich deine Eltern nur gut aus mit der Pflege von Hochstämmchen?

Wie pflegt man die denn?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. August 2013, 09:42:14
 ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 05. August 2013, 10:09:23
Ja, die Johannisbeerkultur ist eine der schwierigsten und gelingt nur wirklichen Könnern 8) ;)


pfft ;D - ich bin grade beschäftigt, mir meine Johannisbeeren und eigentlich kompletten Obstgarten erstmal heranzuziehen und gratuliere Euch allen zu der schönen Ernte und Einkochnotwendigkeit - ich sehne mich schon danach, selber jammern zu können 8)

Ein paar Wühltiere werd ich hoffentlich noch fangen, noch motivierter bin ich jetzt, da ich gestern vom Hundetrainer erzählt bekommen habe, dass diese eine perfekte Hundenahrung wären.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. August 2013, 10:12:47
Naja - da hätte ich Zweifel. vor allem daran, dass der Fifi die auch fängt. Maulwürfe ausbuddeln, das bekommen manche Hunde offenbar hin.

An Beeren hat man wirklich ziemlich zuverlässig Freude, das wird schon. Bissel was beachten muss man beim Schneiden, aber das ist auch nicht schwer. Ich hatte nur einmal bissel Stress mit Raupen im Stachelbeerstämmchen. Ehe ich die gesehen hatte, waren die Schäden unübersehbar und das Bäumchen fast kahl. Aber auch davon hatte es sich dann erholt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 05. August 2013, 10:21:46
Fangen täte ich, Gänselieschen, wie jetzt ja auch. Nur kriegt meine Beute die ansässige Dohle. Bedenken hab ich schon auch, weil diese Wühltiere ja verwurmt sein werden, allerdings werden Hunde wie Freigängerkatzen ohnehin entwurmt. Die Logik dahinter ist die, dass es um artgerechte Nahrung ging. Ich werd beim nächsten TA-Besuch noch eine weitere Meinung dazu einholen ...

Zum Schneiden werde ich sicher noch Fragen haben, heuer sind grad meine Stecklinge (das Holz hat beim Schneiden nach Schwarzen Johannisbeeren gerochen) im 1. Jahr Ausgepflanztsein und sehen gut aus, meist eintriebig. Ich lass sie mal wachsen, ev. pflanze ich um, sobald ich den endgültigen Platz kenne - eine Idee wo, hab ich eh schon.

Beim Garten-Erobern habe ich diese Pflanze da gefunden, wo mein Vorgänger seinen Obstgarten angelegt hat. Das war ein kluger Mann, nachdem, was er pflanzte und wie er baute, also habe ich seiner gewählten Sorte eine Chance gegeben.

Eine rote Johannisbeere gibts auch noch, da schneide ich Stecklinge nach der großen Hitze.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2013, 10:25:05
Also echt jetzt, mit Johannisbeeren kommen bereits Kindergartenkinder klar. Die sind etwa so schwierig wie Kresse auf Küchenkrepp 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 05. August 2013, 10:26:30
Ich kenne aus dem Elterngarten auch keine Probleme mit Johannisbeeren - eher, dass es jedes Jahr urviele waren und ich ewig beim Einkochen mithelfen musste ;D

Ich mag aber grundsätzlich keine Hochstämmchen (das tut mir optisch weh, am meisten allerdings bei Rosen - obwohl ich die Logik dahinter einsehe) und werde nur normale Büsche haben. Und da muss man ja nur, meine ich zumindest bis jetzt, nur überalterte Triebe ganz rausschneiden, wie etwa bei Forsythien. Also, wenns so ist, das krieg ich hin.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 05. August 2013, 12:52:43
Also echt jetzt, mit Johannisbeeren kommen bereits Kindergartenkinder klar.

Endlich die Lösung! Der Fruchtbehang ist abhängig von Alter und Intelligenz des Besitzers. Wieso bin ich da nicht früher draufgekommen? Werde meine Kleinkinder drauf ansetzen, damit endlich was was reinkommt :-)

Sind übrigens ausnahmslos Büsche, keine mit Stämmchen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Staudo am 05. August 2013, 13:08:50
Mein Enkel (anderthalb) findet rote Johannisbeeren als Stämmchen ganz toll. Da hat er die Früchte in Augenhöhe und kann sie sich einzeln abpolken.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 05. August 2013, 13:10:59
Der Dackel meiner Eltern bevorzugte die Strauchform.

Herrlich zu sehen, wie er die Johannisbeeren zwischen den leicht geöffneten Zähnen runterzog ...

Zur Erziehungsform selber finde ich Hochstämmchen wegen der leichteren Ernte toll - lebe aber in einer Gegend, wo es heftig stürmen kann, würde also schon alleine deswegen sinnvollerweise auf Strauchform umsteigen müssen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. August 2013, 13:48:23
Wenn ich an die etwas weitere Zukunft denke, an Rücken und Co, dann würde ich weiterhin auf Hochstämmchen setzen. Vielleicht habe ich auch das nächste Mal mehr Glück mit den Auserwählten.

Bei mir steht auch noch ein Riesenbusch weiße Johannisbeeren. Den habe ich tw. schon radikal ausgelichtet. Dennoch bleiben die Früchte klein und die Trauben kurz. Den beernte ich nie - das ist ein reiner Naschstrauch. Und wenn "Naschbesuch" da ist, dann darf er genau dort naschen ;). Da sind Äste dabei, die haben am Boden vermutlich einen Durchmesser von 6 cm. Der Strauch wächst unnötig breit, aber mit Auslichten allein ist nichts zu machen. Jetzt hat er eine ganz blöde kahle Mitte und ist immer noch sehr breit.

Wenn ich den jetzt mal komplett bodennah abschneide (was auch der Beseitigung von Giersch und Efeu an dieser Stelle entgegekommen würde), kann es da passieren, dass er garnicht mehr austreibt?? Oder klappt so eine Verjüngung?

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2013, 13:59:24
Also echt jetzt, mit Johannisbeeren kommen bereits Kindergartenkinder klar.

Endlich die Lösung! Der Fruchtbehang ist abhängig von Alter und Intelligenz des Besitzers. Wieso bin ich da nicht früher draufgekommen? Werde meine Kleinkinder drauf ansetzen, damit endlich was was reinkommt :-)

Sind übrigens ausnahmslos Büsche, keine mit Stämmchen.

manche sind eben überqualifiziert ;)

Du kennst den Spruch mit den dümmsten Bauern und den dicksten Knollenfrüchten? ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 05. August 2013, 15:01:34
Du kennst den Spruch mit den dümmsten Bauern und den dicksten Knollenfrüchten? ;D

Demnach müsste ich dumm genug sein, um in Johannisbeeren zu ersaufen, denn meine Kartoffeln gelingen jedes Jahr erstaunlich gut, trotz des schwierigen Bodens. Ich hab vor zwei Wochen 50kg "Annabelle" in den Keller gestellt, irgendwann folgen die anderen Späteren, teilweise empfindliche Sorten. Letztes Jahr mit Riesenteilen drunter bis zu 750g. Eine Frucht = eine Mahlzeit.

Stachelbeeren aller Sorten gelingen übrigens auch erstklassig. Die wachsen hier auch wild wie Unkraut, auch auf Extremstandorten. Es besteht also noch Hoffnung für die Gattung "ribes" :-)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2013, 15:04:51
Also Kartoffeln werden bei mir wiederum gar nix :-X
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 05. August 2013, 21:56:33
Hier gab es wieder eine Riesenernte von verschiedenen Johannisbeeren und Stachelbeeren. Ganz ehrlich, der Ertrag mit 2,5-3,5 kg pro Busch oder Baum ist mir zu hoch. Ich versuche nun auf Spalierform umzustellen und Büsche die ich doppelt habe auszugraben und zu verschenken.

Wichtig ist mulchen und wenn Möglich keine Quecke oder so als Unterbewuchs zuzulassen. Das mögen die Beerensträucher nicht, da wären mir mal die Sträucher fast eingegangen weil wir früher nur um die Beeren rum gemäht haben. Seit ich mulche habe ich wahre Monstersträucher.

Was mir gar nicht gefällt ist, daß die Äpfel dieses Jahr sehr winzig klein sind, auch leiden sie unter der Trockenheit.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. August 2013, 09:37:24
Bei mir sind auch die Augustäpfel, die bald reif sein müssten, total winzig. Da werde ich einfach nur etwas Saft von machen. Sonst nimmt die Schnippelei kein Ende. Und damit es schmeckt, kommen noch ein paar unreife Bosköppe dazu.

Gestern Abend hat es mich gepackt und ich habe meine Große grüne Reneklode beschnitten. Die hatte einen total blöden Kronenaufbau und es ist mir in drei Jahren nicht gelungen einen dritten Hauptast zu ziehen. Jetzt habe ich den mickrigen dritten Ast weggeschnitten und alles, was nach innen wuchs oder in Bögen nach au8en runterhing. Jetzt ist es eindeutig eine Y-Krone und sieht irgendwie deutlich besser aus.

Wenn ich nicht möchte, dass der Baum zu hoch wird, was kann ich da tun? Soll ich alle senkrechten stärkeren Triebe runtersetzen? Davon gibt es einige ca. 10, die alle etwa gleich hoch sind und noch keine Seitentrieb haben. Die Endhöhe dieser Triebe ist ca. 3m.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 06. August 2013, 12:02:02
Senkrechte Triebe gehören komplett weg
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Dicentra am 06. August 2013, 13:02:26
Vielleicht kannten sich deine Eltern nur gut aus mit der Pflege von Hochstämmchen?
Wie pflegt man die denn?

Ja, klar, der richtige Schnitt und so, trotzdem gibt es limitierende Faktoren. Mein erstes (und einziges) Johannisbeerhochstämmchen (schwarz) hatte ich regelmäßig geschnitten, gedüngt, betüddelt, trotzdem brach eines schönen Tages einfach die Krone am Ansatz auseinander. Das Holz war dort morsch geworden. Sie können sich eben nicht aus dem Boden verjüngen wie ein Strauch. Ich habe dann ein paar gute Zweiglein gerettet und mir einen neuen Strauch herangezogen. Hochstämmchen pflanze ich nicht mehr.

@Medi: Du bist ganz böse ;).

@cydorian: Ist schade, dass die Johannisbeeren bei Dir nicht wollen, dafür hast Du vielleicht Glück mit anderen Obstsorten. Oder halt mit Kartoffeln ;). Hier wachsen Pflaumenbäume außerordentlich gut, dafür habe ich immer Schwierigkeiten mit den Sauerkirschen.

LG Dicentra
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 06. August 2013, 13:20:25
Die richtige Kunst bei Johannisbeeren ist glaub ich erst, sie als "Säule" zu ziehen, wie neuerdings angeboten. "Kieroyal als Säule". Toll, bei einem Strauchobst, das regelmäßig verjüngt werden will, bzw. sich von selbst durch neue Triebe aus der Basis verjüngt. Hat man dann jedes Jahr eine andere Säule?
Oder könnte man Gänselieschens krakeliges Hochstämmchen durch wegschneiden aller Triebe bis auf einen auch als Säule bezeichnen ? ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 06. August 2013, 13:22:57
@Medi: Du bist ganz böse ;).


Nein. Nicht ganz ;D ;) ;) ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Dicentra am 06. August 2013, 13:24:55
Wa, sowas gibts :o ? Hülfe! Da möchte man ja am liebsten jedem interessierten Kunden eine Predigt halten.

Irgendeiner hatte kürzlich innerhalb eines Tages die beiden Heidelbeersträucher komplett abgeräumt. Tja, wer zu spät kommt, den bestrafen die Vögel.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. August 2013, 13:41:06
@ Hargrand - es sind keine Wasserschosse, wie du vielleicht denkst, die auf den Oberseiten alter Äste schießen. Es sind normale Astaustriebe aus stärkeren, zurückgesetzten Ästen. Wenn ich die komplett wegschneide, dann habe ich ein blankes Y , fast ohne jeden Zweig ;D

Hallo Dicentra :D waren denn deine Heidelbeeren schon reif? Meine brauchen noch einige Zeit.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 06. August 2013, 13:42:52
Meine Heidelbeeren sind eingenetzt und mittlerweile fast alle reif :D

(nachdem alle Kirschen gefressen wurden, nicht von mir)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 06. August 2013, 13:52:47
@ Gänselieschen
Warum hast Du die bogig nach außen hängenden Äste weggeschnitten?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. August 2013, 14:07:50
Weil ich mal gelesen habe, dass die nach unten hängenden Bögen ab der Kurve keinen Saftfluss mehr haben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: andreasNB am 06. August 2013, 14:25:15
Ohne es zu wissen,
rein intuitiv würde ich die Triebe um wenigsten zwei Drittel zurücknehmen. Dabei sollte das letzte stehenbleibende Auge in die Richtung zeigen, in welcher der Ast weiterwachsen sollen.
oder
Binde doch einen passend stehenden Ast nach unten und in die Richtung, wo dem Baum ein Hauptast fehlt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. August 2013, 14:34:49
Letzteres habe ich ohne Erfolg versucht. Ich habe auch versucht starke Triebe von den beiden Y-Trieben rüberzuleiten, um den Baum auf der kahlen Seite "aufzufüllen". Das hat alles nicht geklappt. Die Y-Äste haben inzwischen einen Durchmesser von ca. 5-6 cm und der eine Ast, den ich rüberleiten wollte war immer noch bei 2cm und wurde sichtbar schlechter versorgt als der Rest des Baumes, was man an langsamerem Wachstum und Pilzbewuchs sehen konnte. Den habe ich jetzt weggeschnitten und aus.

Bei den hängenden Trieben habe ich auch etwas gezögert. Typisch ist das mit den Kurven ja bei älteren Apfelbäumen, aber der Saftfluss nach unten funktioniert sicher auch bei Pflaumen nicht. Allerdings haben die eben biegsamere Äste und Renekloden kenne ich noch garnicht. Nun sind die jedenfalls weg. Ich möchte kurzes Fruchholz, oder Fruchspieße.

Etwa diese Länge zum Einkürzen könnte ich mir auch vorstellen. Die Triebe stehen sehr steil und haben noch keine Zweige. Wahrscheinlich ist es der Neuaustrieb von diesem Jahr. Ich kann das kaum auseinanderhalten. Zumindest müsste die Krone offener werden, wenn ich nach außen ableite. Obwohl die obersten Triebe ja meist senkrecht wachsen.

Gestern die Schnittaktion war eigentlich dem Platz geschuldet. Ständig habe ich mich an den Peitschen vorbeibücken müssen.

L.G:

Habe jetzt nochmal bissel gegoogelt. Mit dem Schnittzeitpunkt im Sommer liege ich gut - der Baum trägt ja noch nicht. Sonst wäre es direkt nach der Ernte günstig.

Die Leitäste und die Seitenäste auf nach außen sitzenden Knospen einkürzen ist also richtig. Und das jedes Jahr. Dann greife ich heute Abend nochmal zur Schere.


Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 06. August 2013, 20:27:59
Fruchtholz und insbesondere Fruchtspieße bekommst Du an mehrjährigem Holz. Dazu darfst Du die Langtriebe nicht stark schneiden. Wichtig ist die Gerüstäste aufzubauen (diese dürfen auch angeschnitten werden) und die sich daran bildenden Langtriebe als späteres Fruchtholz möglichst unangetastet zu lassen. Die werden dann später nur verjüngt. Ungünstig stehende Langtriebe werden ganz herausgenommen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 06. August 2013, 22:01:06
Die richtige Kunst bei Johannisbeeren ist glaub ich erst, sie als "Säule" zu ziehen, wie neuerdings angeboten. "Kieroyal als Säule". Toll, bei einem Strauchobst, das regelmäßig verjüngt werden will, bzw. sich von selbst durch neue Triebe aus der Basis verjüngt. Hat man dann jedes Jahr eine andere Säule?
Bei Säulen oder Spalierform wird alle drei Jahre ein neuer Bodentrieb hochgezogen, wenn er dann die richtige Höhe hat wird der alte Trieb abgeschnitten. So verjüngt sich die Säule.
Eigentlich ähnlich wie bei Brombeeren, nur daß die jedes Jahr gegen neue Triebe ausgetauscht werden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 08. August 2013, 16:17:51
Träuble sind alle geerntet, ein kleiner Teil ist Kuchen, der größere Teil gärt gerade 8).
Die Stachelbrombeeren Theodor Reimers werden nach und nach reif und schmecken, wenn sie weich sind wirklich aromatisch, besser als die stachellosen.

Die ersten Birnen, Frühe aus Trévoux fallen teils runter und werden teils angepickt. Hoffentlich nicht zu viele, sonst bei den anderen Sorten hat es dieses Jahr nicht sehr viele Birnen. Nur ein alter Mostbirnenbaum, dessen Früchte Ende August/Anfang September reifen ist übervoll.

Äpfel, manche Sorten sehen einfach nur traurig aus, manche gesund, es wird welche geben, aber nicht zu viele.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 08. August 2013, 19:53:45
...weggeschnitten und alles, was nach innen wuchs oder in Bögen nach au8en runterhing. Jetzt ist es eindeutig eine Y-Krone und sieht irgendwie deutlich besser aus.

Bei meinen (wilden) Kirschpflaumen tragen eindeutig die nach unten hängenden Äste am besten. Alles was senkrecht nach obe wächst, kann ich wegschneiden, das trägt praktisch nichts an Frucht. Ich konzentriere mich voll auf die wenigen, waagrecht abstehenden Zweige.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. August 2013, 15:33:08
Uij?

Ich habe es auch noch nicht zu Ende gebracht, irgendwie werde ich immer unsicherer. Wahrscheinlich bekommt jemand beim Treffen am 1.9. eine Schere und dann machen wir eine Vorführung draus ;D

Heute lag eine angefressene Pflaume ca. 20 m vom Baum entfernt. Offenbar geht das mit der Plünderei doch auch schon wieder los. Ich sollte die 10 Pflaumen, die da vielleicht noch dran sind, abmachen. Auch wenn sie noch nicht ganz reif sind. :-\
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. August 2013, 15:34:37
Fruchtholz und insbesondere Fruchtspieße bekommst Du an mehrjährigem Holz. Dazu darfst Du die Langtriebe nicht stark schneiden. Wichtig ist die Gerüstäste aufzubauen (diese dürfen auch angeschnitten werden) und die sich daran bildenden Langtriebe als späteres Fruchtholz möglichst unangetastet zu lassen. Die werden dann später nur verjüngt. Ungünstig stehende Langtriebe werden ganz herausgenommen.

So kenne ich das theoretisch auch, aber an diesem Baum weiß ich einfach garnicht mehr, was überhaupt noch Äste und was Langtriebe sind - die sehen alle irgendwie gleich aus.

Machen würde ich es gern so, wie o.g.

Danke Dir!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 21. August 2013, 17:39:59
Die Ausdrucke sind einfach eine Kategorisierung von im Baum befindlichen Trieben. Als Äste bezeichnet man dabei mehrjähriges Holz, welches wiederum Träger von Seitentrieben ist. Diese Seitentriebe sind wenn sie mehrjährig sind und ihrerseits Seitentriebe aufweisen ebenfalls Äste. Als Langtrieb bezeichnet man diesjährige oder vorjährige Triebe, also noch relativ junges Holz. Diese haben meist noch keine Seitentriebe, was aber nicht zwingend ist (vorzeitige Triebe).

Das ist meine Definition der Begriffe, es gibt auch graduell andere Definitionen. Faustregel: Äste sind schon älteres Holz (z.B. die Leitäste oder Fruchtäste), Langtriebe sind junges Holz.

Lass Dich von den Begrifflichkeiten nicht zu sehr verwirren. Wichtig ist, nicht wild draufloszuschnippeln und praktisch jeden Trieb/Ast anzuschneiden. Anschnitte sind ein Mittel für den Aufbau der Gerüstäste (also die Leitäste und die Stammverlängerung). Alles andere, was also später mal Früchte bringen darf/soll, wird möglichst gar nicht geschnitten. Gut stehende Langtriebe werden ungeschnitten gelassen oder bei Korrekturbedarf auf Seitentriebe abgeleitet. Ungünstig stehende werden ganz entfernt.

Das sind alles nur allgemeine Hinweise. Es gibt immer Ausnahmen und notwendige Abweichungen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. August 2013, 17:43:57
Wahrscheinlich muss ich mich einfach entscheiden, was ich als Astverlängerung annehme und was als seitlichen Langtrieb. Junges Holz ist alles, denn ich hatte auch schon die Astverlängerungen tiefer gesetzt, weil diese Reneklode über 2m lange Verlängerungen schiebt. Ich finde es erstaunlich, wie stark sie wächst. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich dachte eher, es wird ein kleinerer Baum. Nun zeigt sich wahrscheinlich grad, dass das ein Irrtum ist.

Aber ich werde wirklich am nächsten Sonntag die Berliner fragen, die Woche kann der Baum auch noch ungeschnitten stehen.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 21. August 2013, 22:51:06
Ich habe im letzten Jahr eine Toptaste und eine Große Grüne Reneklode bestellt und gepflanzt. Dieses Jahr haben beide Bäumchen wenige Früchte. Bei beiden Bäumen sind die Früchte blau.... Ich ärgere mich ziemlich, weil ich die Reneklode unbedingt haben wollte und es jetzt langsam eng wird.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. August 2013, 07:54:20
Ob die Toptaste wohl eine selbige ist? ;D

Ich bin mit meiner Toptaste nicht zufrieden. Die Hälfte der Früchte ist der Monilia zum Opfer gefallen, 5 hab ich geerntet, Anfang August. Alle wurmig.

Ich dachte, die Sorte sei später dran. Ist vielleicht auch keine Toptaste :P

Hab gestern versucht, in einige Zweige Mirabellen einzuokulieren. Da weiß man wenigstens, was man hat.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 22. August 2013, 09:20:06
Tja keine Ahnung was ich da für Bäume erhalten habe, zumal die als Reneklode bezeichnete Pflanze nun die ist, deren Früchte der Beschreibung der Toptaste nahe kommen (große blaue Zwetschgen). Ich hatte nur 2 Früchte, weil der Baum zu allem Überfluss noch einen Rindenschaden aufwies, der anfing zu schimmeln. Hab daher weiter unten ein Auge reinokuliert und ziehe den Baum neu hoch. Die Früchte hängen am Zugast, den Rest der Krone habe ich entfernt. Die 2 Früchte waren am WE noch unreif ab. Da waren eindeutig Vögel zu Gange. Eine Frucht war schon essbar, hätte aber noch ein wenig Zeit benötigt. Wirklich spät ist das auch nicht....

Der zweite Baum hat kleinere runde Pflaumen. Zunächst hatte ich gehofft, die Label seien nur vertauscht worden. Die Früchte werden jetzt aber auch blau. Könnte eine Graf Altans sein, wenn es denn wenigstens eine Reneklode ist.

Es war übrigens der Lieferant, wo wir beide unsere Jujube bezogen haben. Hab sie gestern mal angemailt. Bin auf die Antwort gespannt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. August 2013, 09:34:21
Möglicherweise war heuer auch kein Zwetschgen-Jahr.
Wir haben auch eine Toptaste letzten Herbst gepflanzt und hatten heuer nicht eine einzige Frucht. Im Vergleich dazu, hatten die ebenfalls im letzten Herbst gepflanzten Apfelbäume sehr viele Früchte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. August 2013, 09:55:20
Wenn Du letztes Jahr gepflanzt hast, ist es aber normal, dass heuer noch keine Früchte da sind - Zwetschkenjahr hin oder her.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. August 2013, 09:59:09
@ Carot, das klingt ja wirklich etwas durcheinander. Toptaste ist ja schlecht zu bekommen. Ich hätte gern eine Veredlung damit an einem Drei-Sorten-Baum gehabt. Das hat der Züchter nicht hinbekommen - irgendwas mit Sortenschutz.

Heute früh bin ich endlich mal weiter hinten in den Garten gekommen - alle Zwetschgen der Hanita lagen angefressen unten. Der Bissgröße nach zu urteilen, war es kein ganz kleines Tier. Ich finde die Zweige für Waschbären wären aber zu dünn zum Kletter, Ach, ich weiß auch nicht. Jedenfalls sind die wenigen Zwetschgen auch hin. Die beiden, die ich vorfristig genascht habe, waren wieder so lecker, dass ich den Baum sicher nicht beseitigen werden. Alle Blätter sind perforiert - es ist wirklich ziemlich doof. Habe auch schon wieder vergessen, was ich dazu hier im Forum herausbekommen hatte - an Maßnahmen oder so.

Meine große grüne Reneklode hat in diesem Jahr nur an einem Seitenast geblüht und keine einzige Frucht gehabt. Ich habe den Baum noch nicht so geschnitten, wie es sein müsste. Der hat in der Krone fast nur junge Triebe und den Seitenast habe ich jetzt auch abgeschnitten.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. August 2013, 10:46:13
Kann es sein, dass du gar kein Gänselieschen bist, sondern ein Schneidelieschen? ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. August 2013, 10:47:37

Es war übrigens der Lieferant, wo wir beide unsere Jujube bezogen haben. Hab sie gestern mal angemailt. Bin auf die Antwort gespannt.

Ach, muss man da jetzt auch Angst haben, bezüglich der Sortenechtheit? :-\

bin gespannt, was der blaue Gartenschop dazu meint 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. August 2013, 11:00:05
Äh Medi, eher nicht ;D. Ich bin eigentlich recht zögerlich mit der Schere. Aber ich hoffe einfach, dass ich die jetzt noch jungen Bäume durch den richtigen Schnitt noch gut erziehen kann. Bei all meinen bisher gepflanzten - inzwischen größeren Bäumen - habe ich zu wenig geschnitten in den ersten Jahren - auch bei der Hanita.

Im Herbst habe ich noch eine Konstantinopeler Apfelquitte gepflanzt und einen Dreisortenpflaumenbaum. Bei letzterem habe ich überhaupt keine Idee zum Schnitt, weil man ja insbesondere noch aufpassen muss, dass die Veredlungen nicht versehentlich geschnitten werden. die sind zwar gekennzeichtnet, aber leider nicht mit der Sorte des Astes. Bei einem habe ich einen Zweig einer kleinen gelben Mirabelle o.ä. aus dem Garten meiner Eltern mitgegeben. Die würde ich gern vor vorn herein im Wachstum zügeln, weil sie sonst die anderen beiden Sorten überwächst. Die Äste sind aber total unterschiedlich dick und ich weiß nicht, was was ist. Beim Abholen des Baumes war der Züchter leider nicht da. Es war vielleicht keine gute Idee so ein Bäumchen zu bestellen, wenn man noch so wenig Ahnung hat, wie ich.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. August 2013, 11:08:22
Wenn Du letztes Jahr gepflanzt hast, ist es aber normal, dass heuer noch keine Früchte da sind - Zwetschkenjahr hin oder her.
Du meinst für eine Zwetschke ? Bei den Äpfeln dürfte das ja nicht gelten !
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. August 2013, 11:15:33
Die ersten Jahre nach der Pflanzung sind ja nicht repräsentativ für den Baum an sich. Da ist alles noch nicht ganz so, wie es normalerweise bei einem tragfähigen Baum sein sollte.
Nur irgendwann, wenn der baum eingewurzelt und angepasst ist, sollte sich ein Ertrag einstellen.

@gänselieschen: Ich hör dich immer nur vom Schneiden sprechen ;D Immer die Schere in der Hand. Deinen Mehrsortenbaum würd ich erst mal einfach wachsen lassen, bevor eine Sorte abgeschnitten wird. Wenn dann ein Ast besonders stark wächst, kannste ihn immer noch zügeln. Aber erst mal wachsen lassen und schauen, was er macht. So ein Mehrsortenbaum sieht nie so harmonisch aus, wie ein Einsortenbaum, da man ja mehrere Sorten mit unterschiedlichen Wuchseigenschaften hat.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. August 2013, 11:31:46
Ja, ich spreche davon, weil ich unsicher bin, wie ich es anstellen soll ;D. Habe aber an der Reneklode in diesem Jahr noch nicht geschnitten, bis auf den Anfang eines Schnittes vor ca. 2 Wochen. Ich bin sicher, dass ich in der Vergangenheit wirklich viel zu wenig geschnitten habe und möchte die gleichen Fehler einfach nicht wiederholen. Meine Obstbäume sind nicht besonders gelungen. Und dazu kommen noch alle Arten von typischen Krankheiten, weil ich bisher nie gespritzt habe.

Dann werde ich es mit dem Dreisortenbaum wirklich so machen und beobachten, wie er sich entwickelt. Übermäßig zugelegt hat er seit dem Herbst sowieso noch nicht.

Danke Dir!

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. August 2013, 11:37:03
Ich bin mir auch unsicher beim Obstbaumschnitt. Und manchmal auch etwas ähem "alternativ" ;D

Mein Motto: Geschnitten ist schnell, wachsen dauert ewig. 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. August 2013, 12:19:47
Meinst du mit alternativ - nicht schneiden ;D?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 22. August 2013, 13:16:16
Meinst du mit alternativ - nicht schneiden ;D?

Auch, ja.

Oder einfach mal so, mitten im Sommer.

Jedenfalls mag ich mich nicht strikt an irgendwelche Regeln halten. Diese genauen Regeln gibt es sowieso nicht. Wenn du 2 Fachleute gleichzeitig deinen Baum schneiden lässt, kriegen die sich garantiert in die Wolle. Jeder will anders ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 22. August 2013, 18:23:40
So, die gestrige Reklamation ist jetzt schon abschließend bearbeitet. Nach der Übermittlung von Fotos der Früchte erfolgte eine Entschuldigung mit dem Hinweis, dass es sich um einen Einzelfall handele. Ferner wurde zugesagt eine neue Große Grüne Reneklode zu übersenden. Also die Reklamationsbearbeitung ist schon einmal sehr zügig und kundenfreundlich.

Tja jetzt muss ich nur noch einen Platz für meinen Wunschbaum finden. Hab ja nun schon 2 Pflaumen (welche Sorten auch immer), einen Pflaumen-Mehrsortenbaum (selbst okuliert) und im Herbst bekomme ich einen Spilling (den will ich auch unbedingt haben). Zum Glück liebe ich Pflaumen und Zwetschgen....
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 22. August 2013, 23:31:19
Ich bin mit meiner Toptaste nicht zufrieden. Die Hälfte der Früchte ist der Monilia zum Opfer gefallen, 5 hab ich geerntet, Anfang August. Alle wurmig.

Ich dachte, die Sorte sei später dran. Ist vielleicht auch keine Toptaste :P
Ich hatte vor drei Jahren auch eine Toptaste gekauft, dieses Jahr sieht es so aus als ob der inzwischen 3,5m hohe Baum eine handvoll Früchte trägt. Noch sind die Früchte steinhart, zwei wurden letzte Woche von starken Windböen runter geworfen. Ich hatte sie geöffnet, sie waren aber noch ganz hart und unreif.
Mal sehen wann es soweit ist.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 23. August 2013, 08:09:46
Hmm. Hab ich etwa keine Toptaste erwischt? :-\

Ok, meine Früchte waren auch wurmig, die sind dann ja oft früher reif, bzw. fallen notreif ab (hoff).
Elke, du bist soweit zufrieden mit ihr?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 23. August 2013, 09:04:43
Der Wuchs ist gut, jetzt warte ich auf die ersten Früchte.

Im Frühjahr bekam ich Reiser von Haroma, die wurde mir als die allerfeinste angepriesen. Ich hatte sie Auf St.Julien A veredelt und sind angewachsen. Jetzt rätsele ich nur wohin mit noch einem Baum ::)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 23. August 2013, 09:14:33
@ Medi, so ist das wohl.

Ich bin gestern auch nochmal um die Große Grüne geschlichen. Es sind natürlich nicht alles junge Aste. Aber es gibt keine erkennbaren Leitäste. Der, den ich als dritten ziehen wollte, war zu tief und unterversorgt. Das hatte keinen sinn, nun ist er ab.

Der Rest sieht verdammt gleichwertig aus, bis auch eben das starke Y. Vielleicht lese ich mal bissel zur Y-Krone und werde dann schlauer.

Sicher muss man auch vieles, was nach innen wächst wegnehmen - aber es ist ja keine Hohlkrone.

@ Elro, bei mir ist auch das Ende der Fahnenstange erreicht. Ich muss einige andere Bäume und Sträucher krass einkürzen oder beseitigen, damit alle jungen Obstbäume genug Licht bekommen. Wären sie jetzt bereits größer, wäre es kein Problem.

In der Baumschule, in der ich im März 2012 einen Kurs machte, wurden alle Pflaumen als Hohlkrone erzogen. dort schien auch alles sehr einfach. Wir haben dann die Stellen, die wir schneiden wollten mit Wäscheklammern markiert und dann wurden alle Bäume durchgesprochen und geschnitten. Es schien so einfach.

Und dann zu Hause....

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 27. August 2013, 14:13:50
So, meine Ersatz-Große Grüne Reneklode ist gestern angekommen. Hoffentlich ist das jetzt die richtige. Wenn die im nächsten oder übernächsten Jahr auch blaue Zwetschgen tragen sollte, kann ich nämlich bald in Zwetschgen baden...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 14:15:10
Wieso gehst du überhaupt davon aus, dass die schon im nächsten oder übernächsten Jahr trägt? Ich denke, das dauert entscheidend länger.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 27. August 2013, 14:19:47
Weils bei meinen schon gepflanzten Zwetschgen so war. Sind natürlich nur einzelne Früchte. Daran habe ich die letzjährige Falschlieferung ja gerade erkannt.

Kann schon sein, dass es bei der Reneklode etwas länger dauert. Ich werte das dann als gutes Zeichen ;) .
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2013, 15:09:46
Steinobst trägt eigentlich schon recht bald nach der Pflanzung. Edith: Unwichtiges wieder gelöscht 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 15:15:15
 :'(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2013, 15:15:52
:'(

du warst schneller, ich habs rausgenommen ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 15:22:58
Naja, ich wollte aus Fehlern lernen. Und das heißt auch, das man die Bäume nicht zu früh tragen lässt, sie auf Ertrag trimmt, sondern erst einmal einen Kronenaufbau macht. Und solange der dauert, ist eben kein oder nur ein sehr niedriger Ertrag drin.

Bei meiner kleinen Ungarischen Traubigen hätte es mich ja fast gewundert. Die hat wirklich wunderschön geblüht im Frühling - aber leider alle Früchte dann abgeworfen. Irgendwas hat ihr nicht gepasst.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 27. August 2013, 15:31:12
Naja, ich wollte aus Fehlern lernen. Und das heißt auch, das man die Bäume nicht zu früh tragen lässt, sie auf Ertrag trimmt, sondern erst einmal einen Kronenaufbau macht. Und solange der dauert, ist eben kein oder nur ein sehr niedriger Ertrag drin.

Hmmm ... Du hast ja eine andere Schnitttechnik aufgrund anderer Unterlagen und gewünschter Formen, und aus mir spricht nur die Spindelschnitttechnikerin ;) Da gibt es relativ genaue Vorgaben, wieviel der Baum tragen darf, genauer gesagt, was man abnehmen sollte ...

Heuer (1. Jahr nach der Pflanzung) hat bei mir die Kirsche 2 Blüten hervorgebracht, die Zwetschke und die Reineclaude eine. Der Pfirsich nichts (aber da wird auch anders geschnitten), die Marille ist hinüber.

Da nichts befruchtet war, brauchte ich nichts wegknipsen.

Nachbars haben letztes Jahr einen prächtigen Kirsch-Hochstamm gepflanzt (deutlich älter als meine Bäume), der trug im 1. Jahr schon. Da kommt aber auch der Gärtner zum beurteilen und ggfs. schneiden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 27. August 2013, 15:32:29
Das ist der Grundsatz und wird natürlich beachtet. An jedem Baum eine handvoll Früchte sind für Zwetschgen/Pflaumen/Renekloden etc. aber unproblematisch. Wichtig ist, dass der Gerüstaufbau nicht beeinträchtigt wird (Gewicht der Früchte) und dem Baum durch den Ertrag keine Kraft genommen wird. Das war hier überhaupt kein Problem.

Darüber hinaus erfolgt dieser erste (Klein)Ertrag sowieso nur an für den Aufbau unwichtigen und ungeschnittenen Trieben. Diese werden im Zuge der normalen Schnittmaßnahmen überwacht und ggf. verjüngt/entfernt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 27. August 2013, 15:35:26
Ja carot, so in etwa meine ich das:

- im ersten Jahr bin ich froh wenn sie überleben/anwachsen
- wenn sie blühen, okay
- sollten sie fruchten: Nochmal nachlesen ;) wieviel dranbleiben dürfen, 2 - 3 Früchte würde ich aber als unproblematisch für den Baum empfinden, und als gute Info, wie die Früchte reifen/schmecken
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2013, 15:36:57
Schnitt wird überbewertet. Wenn der Baum eine Frucht nicht ernähren kann, dann schmeißt er sie ab. Irgendwie hat die Natur das so eingerichtet.

Je weiter ich von der "natürlichen Form" des Baumes weggehe, desto zwingender werden die Schnittmaßnahmen.
"Spalierobst" braucht mehr Schnitt (dazu gehören für mich auch Spindeln, Säulenbäume und sowas) als Hochstammbäume. Diese wachsen im Prinzip auch komplett ohne Schnitt ganz gut (bis auf kleinere Eingriffe, kreuzende Hauptäste und sowas)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 27. August 2013, 15:37:27
... und als Info, ob überhaupt die richtige Sorte geliefert wurde... Bei der neuen "Reneklode" werde ich hoffentlich im nächsten Jahr schon eine Probierfrucht haben.

"Schnitt ist überbewertet", würde ich jetzt so nicht unterschreiben. Zum richtigen Verständnis des Schnitts gehört aber auch zu wissen, wann und was nicht geschnitten werden sollte.

Gerade Pflaumen/Zwetschgen bedürfen im Ertragsstadium einer Überwachung des Fruchtansatzes. Sie können sich sonst leicht selbst überlasten, was dann gravierende Astbrüche zur Folge haben kann. Der richtige Schnitt ist bei diesem speziellen Problem aber nicht "die Maßnahme", sondern die Fruchtausdünnung. Diese "strukturelle Überlastung" bemerkt der Baum nämlich nicht, sondern nur wenn die Ernährung der Früchte ein Problem ist.

Ach so ich erziehe meine Bäume soweit möglich alle zu mittelgroßen Pyramidenkronen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 27. August 2013, 15:42:09
Naja, Medi - bei mir speziell im Bereich Spindel (= Spalier) heisst momentan die Devise: Wachsen lassen. Das ist angenehm. Nächstes Jahr kommt nicht viel mehr, kann ich mich erinnern.

Ich finde Spindeln super einfach und durch die eindeutigen Schnittregeln am einfachsten zu handeln. (Ähnlich wie Weintrauben, da ist auch jedes Jahr Eindeutiges zu tun.)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2013, 15:51:28
Je mehr ich von der natürlichen Wuchsform des Baumes abweiche, desto öfters und mehr muss ich schneiden.

Wenn ich also eine Obstart habe, die von Natur aus wie eine Tanne wächst, dann hab ich mit der Spindel nicht soviel Arbeit. Spindel kommt halt aus dem Ertragsobstbau, wo man auf möglichst kleiner Fläche möglichst viel Ertrag haben will. Und sowas geht nur mit konsequenten Schnitten und Pflege.

Ein Zwetschgenbaum, ggf. noch eine alte Sorte oder gar ein Sämling (z.B. Fränkische Hauszweschge) wächst auch sich völlig allein überlassen zu einem Baum heran, der jedes Jahr üppig trägt. Ob der dann optisch so in unser Ordnungsbild passen würde, sei mal dahingestellt :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 15:55:26
Meine Hanita ist mir lange schon über den Kopf gewachsen, und ich hatte nicht die passende Leiter um ein paar echt überflüssige Äste, die nach innen wachsen, rauszunehmen. Sie trägt immer schlecht und ist riesengroß :-\
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2013, 16:18:40
Hanita ist eine Pappel. Wenn man mit leben kann ;D

sie ist aber wegen ihrem fürchterlichen Wuchs bekannt.

Und an den paar überflüssigen Ästen, welche nach innen wachsen, liegt das schlechte Ertragsverhalten sicher nicht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 16:22:07
Sag bloß, das ist bekannt - ich bin erschüttert. Ich hätte mir nie einen riesigen Baum absichtlich gepflanzt.

Und woran liegt es ggf., dass einfach kein nennenswerter Ertrag einsetzt. , o.k. die Blätter sind wieder komplett zerlöchert, sie wirft auch schon ab. Und das eigentlich schon immer. Andere meinen aber, diese Schrotschusskrankheit macht den Bäumen nichts.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 27. August 2013, 16:30:36
Ja, das beschönigend als "straff aufrecht" bezeichnete Wuchsverhalten der Hanita ist bekannt. Dazu ist das Holz noch so spröde, dass Formierungsmaßnahmen kaum möglich sind.

Die löchrigen Blätter bei den Zwetschgen gehen häufig auf Insektenfraß zurück und machen den Bäumen meiner Erfahrung nach nicht viel aus.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 16:55:14
Du meinst es sei keine Blattkrankheit mit Namen 'Schrotschusskrankheit'? Hätte ich bloß damals im Forum mal gefragt - ich hatte ne Super-Kritik der Hanita gelesen. Klar Geschmack der Früchte ist umwerfend - aber wenn sie nur bescheiden trägt und ansonsten nur rumwuchert... die treibt auch Bodenschösslinge wie verrückt. :-X :-X
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2013, 16:58:39
Ich habe langsam den Anschein, dass alles was aktuell von irgendwem gelobt wird, irgendwie nichts ist.

Was Jahrzehnte gelobt wird und sich bewährt hat, ist schon eher was. Ich glaube deshalb keiner aktuellen Empfehlung mehr. Meine Toptaste hat dieses Jahr auch versagt. :P
Ist irgendwie von der Konsistenz keine richtige Zwetschge, eher eine Supermarktzwetschge: aufgeblasen, gute Optik, aber nix dahinter.
Mein Onkel hat eine Hanitapappel, war eine Empfehlung der Landesanstalt für Wein und Gartenbau in Veitshöchheim damals gewesen. Mittlerweile empfehlen sie die nicht mehr.

Der Baum trägt nur wenig, einzelne Früchte. Ohne Pflanzenschutz verfault das meiste, der Rest ist wurmig.
Die alten Zwetschgenbäume direkt daneben hängen voll und haben ab Ende September die besten zuckersüßen Früchte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 16:59:59
Die Hanita schmeckt einfach genauso, wie eine Zwetschge schmecken sollte, sehr saftig dazu und geht gut vom Stein ab. Aber es hat in all den Jahren noch nicht einmal für einen Pflaumenkuchen gereicht.

Habe bei meinem ersten Link zur 'Hanita' grade diese Formulierung entdeckt: Und noch ein angenehmer Vorteil: Der Ertrag setzt sehr früh ein, d.h. bereits bei jungen Bäumen kann mit überdurchschnittlichen Ernten gerechnet werden.

Mit überdurchschnittlichen Erträge - so eine Unverschämtheit.

Wer hier ne Hanita hat, mit der er hochzufrieden ist, der solle sich doch mal melden :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 27. August 2013, 17:01:24
Also bei mir ist es jedenfalls nicht die Krankheit. Auch bei meinen Zwetschgen sind die Blätter überwiegend löchrig. Das ist bei mir eindeutig Insektenfraß. Hab auch schon alle möglichen Fraßinsekten in den Bäumen gefunden (z.B. Junikäfer). Bei Schrotschuss ist ja nicht plötzlich ein Loch da, sondern es bildet sich zunächst eingefallenes braunes/schwarzes Gewebe und dieses bricht dann später weg, so dass die Löcher entstehen.

Der Geschmack der Hanita soll toll sein (Hörensagen). Von typischer Ertragsschwäche weiß ich nichts. Die könnte natürlich mit dem steilen Wuchs zusammenhängen. Das steile Wachstum führt zu starkem Wuchs, dieser wiederum zu verzögertem Ertragsbeginn. Wie alt ist denn der Baum?

Für die Schosser ist ja nicht die Sorte, sondern die Unterlage verantwortlich. Wurzelecht wird der Baum ja nicht sein. Dafür kann Deine Hanita also nichts ;-).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 17:07:16
Ich weiß leider nicht mehr genau, wann ich sie gepflanzt habe, aber es ist doch schon einige Jährchen her, ggf. 8 Jahre, eher länger. Der Wuchs ist ausgesprochen steil, anfangs habe ich versucht auf nach außen stehende Triebe abzuleiten, das ist misslungen. Sie hat wenig Zuwachs an Verzweigungen und neuem Holz und fruchtet nach der Beschreibund am einjährigen Holz.
D.h. also, dass ich sie mal radikal schneiden müsste, um den Neutrieb endlich mal anzuregen. Einjähriges Holz ist wirklich kaum da, nach meinem Empfinden. Hat auch sehr schlecht geblüht.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: carot am 27. August 2013, 17:24:26
Ich glaube ehrlich nicht, dass ein starker Schnitt Deine Ertragsprobleme löst. Die Hanita fruchtet sicher wie viele Zwetschgen nicht nur (sondern schon) an einjährigem Holz und bestimmt auch an mehrjährigem Holz. Davon habe ich aber keine genaue Kenntnis.

8 Jahre Standzeit sollten reichen, um in den Ertrag zu kommen. Wenn Mediterraneus ähnliche Beobachtungen gemacht hat, ist der Baum vielleicht wirklich ein schlechter Träger. Das kann man per Ferndiagnose aber schlecht beurteilen, tut mir leid.

Es sollte sich jmd mit Erfahrung den Baum einmal anschauen. Es wird ja zu sehen sein, ob sich Fruchtholz gebildet hat, dann hat die Ertragsschwäche andere Ursachen.

Im Moment würde ich empfehlen -so blöd das klingt- noch zu warten oder sich gegen den Baum zu entscheiden...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 27. August 2013, 17:27:21
Hm, naja am WE kommen ja einige Purler zu mir, vielleicht ist ja jemand bissel blickiger als ich mit den Obstbäumen. Ich würde sagen, sie hat sehr wenig Fruchtholz und extrem wenig Blätter inzwischen (wieder einmal). Im Netz las ich grad, dass ein stärkerer Rückschnitt den Ertrag steigern kann. Bevor ich die rausschmeiße, müsste ich das auf jeden Fall noch probieren. Soviel Zeit habe ich dann auch noch.

Aber vielen Dank für die Anregungen hier ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 28. August 2013, 07:28:40
Ich hab eher den Anschein, als dass die Hanita nie zur Ruhe kommt. Sie bildet jedes Jahr viele steile Triebe nach oben. Die will man dann wegnehmen,weil die wirklich senkrecht nach oben wachsen. Durchs Wegnehmen regt man den Baum dann wieder zum Treiben an. Ein Teufelskreis.

Vielleicht sollte man ihn einfach dicht und säulig wachsen lassen, bis er müde wird und Fruchtholz macht. (oder den gezielten Schnitt unten mittig ausführen ;) )
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2013, 10:05:39
 :-X, ich habe mir den Baum gestern nochmal genauer angesehen, so licht ist er nun doch nicht. Sieht aber dermaßen desolat aus durch diese Blätter, macht auch Laubfall jetzt. Wahrscheinlich kommt die Trockenheit noch mit dazu. Vielleicht schneide ich den in Etappen, nicht alles auf einmal. Wenn der mal richtig trägt, dann sind die steilen Äste sowieso Sollbruchstellen. Er bekommt jetzt auch ne Baumscheibe und Dünger, dann sehen wir weiter.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hml am 28. August 2013, 13:36:16
hallo,
also ich habe Hanita schon 15 Jahre. Leider zu eng gepflanzt 5m*2m und dann noch die verdammte Fereley Unterlage, deshalb wird das ganze gerodet. Aber am Ertrag hat es nie befehlt, außer in extremen Alternanzjahren, aber im Jahr danach 50kg und mehr pro Baum.
Gruß
hml
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 28. August 2013, 13:48:17
Heute gabs im Supermarkt Zwetschgen der Sorte "Hanita". Grasgrüne harte Dinger. Wer kauft denn sowas, da kann man ja nicht mal Kuchen davon machen :P
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. August 2013, 13:49:24
Na endlich mal jemand, der was zu ernten hatte. Hast du die Hanita regelmäßig geschnitten?

Was ist mit der von dir genannten Unterlage? Welche mein Baum hat, weiß ich leider nicht.

@ Medi - und deshalb wollen wir ja "eigenes" Obst :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 28. August 2013, 13:56:28
Das im Supermarkt hat ja den Begriff "Obst" nichtmal verdient. Ok, ne Banane muss ich recht hartreif ernten, damit die die Reise gut übersteht. Zudem reift sowas ja nach.
Aber deutsche Zwetschgen so dermaßen unreif unters Volk zu bringen, die kauft keiner mehr ein zweites Mal :P

Ich werd mich künftig an die Hauszwetschge halten, da weiß ich , was ich hab.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 30. August 2013, 09:21:21
Das im Supermarkt hat ja den Begriff "Obst" nichtmal verdient.

Das sehe ich ganz genauso - seitdem die Ärzte verlangen, man müsse mehr Obst und Gemüse essen, wurde das Angebot in den Supermärkten kontinuierlich schlechter. Ich kann mich erinnern, dass ich oft gekauftes Obst und Gemüse mangels Geschmack letztendlich nach Schlechtwerden entsorgt habe.

Leider bin ich noch in den Anfangsjahren des Obstanbaus und hab noch nicht so viel eigene Auswahl. Die letzten Bio-Orangen von Supermarkt waren auch zum Entsorgen, total strohig. Wobei, da konnte man wenigstens die Schale brauchen ...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 30. August 2013, 09:30:36
Aber deutsche Zwetschgen so dermaßen unreif unters Volk zu bringen, die kauft keiner mehr ein zweites Mal :P
Ich kann dich beruhigen, auch die Österreichischen sind nicht besser. Habe heuer 2x den Fehler mit Zwetschken & Marillen gemacht und beides im Kompost entsorgt >:(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 30. August 2013, 09:42:58
Furchtbar, ja - abgesehen davon, dass der für mich nächstgelegene Supermarkt gelegentlich seine Kartoffeln im Schaufenster lagert, hochgeschichtet, Plastiksack über Plastiksack, ein ganzes heisses langes Pfingstwochenende 2012 .... das vergesse ich ihnen nie.

Sorgfalt Fehlanzeige.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 30. August 2013, 10:00:58
Ich bin auch recht froh darüber, dass ich in dieser Hinsicht nicht auf die Märkte angewiesen bin.
Wir haben den Sommer über schön aufeinander folgend so viel Obst, dass es zum Frischverzehr reicht. Eingekocht wird eh nichts mehr.
Da gibt es halt auch mal längere Zeit hintereinander überwiegend die gleiche Obstsorte und nicht jeden Tag was anderes. Man kann ja in der Zubereitung variieren.
Jetzt gerade haben es die Brombeeren und Reineclauden wieder geschafft die Brücke von den Himbeeren und Aprikosen zu den Mirabellen zu schlagen, und die ersten Birnen gibt es auch schon, Herbst halt.

In der Stadt gibt es auf dem Wochenmarkt aber auch ein Angebot von Obst aus der näheren und weiteren Region, z. B. das Beerenobstsortiment und jetzt auch gute Zwetschen. Möglicherweise ist der Vermarktungsweg dieser Händler sowohl was Zeit als auch was Entfernung angeht nicht gar so lang wie der zentral versorgten Lebensmittelmärkte. Ich schaue aber auch bei den Märkten immer wieder ins Obstregal, denn jetzt gibt es gerade günstig sehr leckere Melonen zur Ergänzung des eigenen Sortiments :)

Grüße, Floris

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. August 2013, 10:02:31
Ich habe außer Weintrauben auch schon ewig kein Obst mehr gekauft. Allerdings esse ich auch nicht täglich Obst ;D, außer wenn es im Garten was gibt. Manchmal kauf ich mir unterwegs so einen frischen Saft, Marke "Teuerkauf". Die schmecken ganz gut und ich habe einfach Hoffnung, dass das gesund ist.

@ Floris, das klingt nach einem guten Obstjahr - bei uns ist es eher schlecht gewesen. Ein konzentrierter Blick ganz oben in meinen alten Boskoop verheißt aber noch ein paar sehr schöne Äpfel. Leider muss ich drauf warten, dass sie runterfallen, weil der Baum zu groß ist.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: July am 30. August 2013, 10:02:47
Ich sah heute morgen im Supermarkt steinharte Mirabellen liegen, Zwetschgen, die noch grün waren, viele unreife Pfirsiche und Nektarinen und Kiwis, die Birnen kamen aus Chile (mein Gott was haben die schon eine Reise gemacht....), Äpfel teuer und geschmacklos.....in der Gemüseabteilung haben sie jedenfalls ein paar Produkte hier aus unserem Lande. Aber ich finde das schon wirklich traurig.

Mein Mandarinenbaum hängt voller Früchte, die jetzt reif werden, sind zwar viel zu klein geraten aber schmecken lecker und sind voller Saft. Die esse ich sogar mit Haut und Haar (Schale):)
LG von July
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. August 2013, 10:08:13
Mandarinenbaum :o :o wo steht der denn? Hast du ihn selbst gezogen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: July am 30. August 2013, 10:16:39
Der Mandarinenbaum war vor Jahren mal ein Geburtstagsgeschenk von meinen Kindern:) Er steht im Kübel, ich habe ihn noch nie umgetopft, ist ca. 1,70 hoch und trägt zuverlässig jedes Jahr. Meist sind die ja im Winter reif, aber diese kleinen sind jetzt schon gut und lecker.
Ich gebe dem Mandarinenbaum ab und zu ordentlich Kompost, sonst nichts. Und er ist ein "Billigbaum" aus dem Baumarkt gewesen.....und steht ab April draußen an der sonnigen Wand, ab Frost im kalten Wintergarten und dann giesse ich auch kaum.

Eine Kumquatpflanze habe ich auch im Kübel, die hat bisher nur einmal getragen, blüht aber zu meiner Freude gerade sehr üppig und ich habe Hoffnung auf Früchte:)

Und dann habe ich noch eine panaschierte Zitrone, die hat auch kleine Früchte dran obwohl ich die immer stiefmütterlich behandelt habe...die mochte auch Kompost anscheinend.

Und dann stehen hier noch diverse Zitronatzitronen, eine sitzt voller Früchte.....ich mag ja diese bitteren Früchte auch gerne....und wenn sie püriert mit in Smoothies kommen:)

Ich habe früher schon mal Zitruspflanzen gehabt, die wurden NIE und ich wollte auch keine mehr, aber nun könnte ich noch ein paar mehr haben......nein lieber nicht....Platz zum Überwintern ist immer zu wenig...
LG von July
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 30. August 2013, 10:31:46
Die letzten Obstjahre waren alle nicht schlecht, gelegentlich der eine oder andere Ausfall wie letztes Jahr Zwetschen und Kirschen und dieses Jahr eine Traubensorte wegen Mehltaus (führe ich auf die Hitze zurück). Unsere Gegend neigt allerdings auch nicht zu besonderen Wetterextremen.
Ein Problem mit unreifen Früchten tritt auch auf, wenn man einen Baum in einem Zug aberntet. Ich habe beim Haus nur kleine Baumformen, so dass man jeden Tag die reifen Frücht rauspicken kann. Kam mir gestern noch bei der Mirabellenernte in den Sinn wie bequem es doch ist, keine Leiter zu benötigen. Der Nachteil: Wenn man Besuchern sagt sie sollen sich doch was pflücken, machen die das sogar ;D

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. August 2013, 10:59:48
 ;D

Wir zittern hier immer vor Spätfrösten. Dies Jahr hat alles recht gut geblüht - aber es war so kalt, dass es kaum Bienen gab - also wieder keine Kirschen.

Meine Äpfel alternieren - da war für dieses Jahr sowieso nicht viel drin.

Pflaume mickert rum.

Und die 5 ganz jungen Bäumchen können noch nichts bringen.

Aber das Warten wird sich schon noch irgendwann lohnen :)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: July am 30. August 2013, 11:15:36
Nur mein ururalter Apfelbaum trägt wieder brav diese Glockenäpfel:) Die anderen nur vereinzelt mal einen Apfel und die frühen, die Klaräpfel, habe ich schon aufgefuttert bzw. Saft gemacht.
Kirschen kann man hier vergessen, die sind nur für die Vögel....
Kirschpflaumen sind sehr reichlich dieses Jahr. Die orangen reifen später, die violetten sind jetzt reif aber geschmacklich nicht so....und die gelben sind schon alle runter.
Birnen wollen hier eh nicht, Riesenbaum und 3 Birnen dran und Rost hat er auch...
Johannisbeeren waren dieses Jahr toll!! Endlich mal viele Johannisbeeren:)!
Aroniabeeren tragen gut, muss ich diese Tage ernten oder ich lasse sie gleich am Strauch trocknen und dann kommen sie im Winter ins Müsli oder Tee.
Weintrauben habe ich keine mehr....die mussten weichen wegen der Altbausanierung :(
Ein paar stehen hier noch in Töpfen und suchen einen Platz.
Die Wildrosen haben viele Hagebutten dran.
Holunderbeeren sind längst noch nicht fertig.....und von vielen Büschen habe ich ja die Blüten geerntet....
Stachelbeeren waren auch reichlich in diesem Jahr.
Litschitomaten sind schon reife Früchte dran:)
Ananaskirschen haben ebenfalls schon vereinzelt reife Früchte.
LG von July
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 30. August 2013, 11:21:05
...
Aber deutsche Zwetschgen so dermaßen unreif unters Volk zu bringen, die kauft keiner mehr ein zweites Mal :P

Ich werd mich künftig an die Hauszwetschge halten, da weiß ich , was ich hab.

Ich habe inzwischen insgesamt 6 kg wunderbare Zwetschgen aus dem Gelände mitgebracht - von einem Pflaumenpolykormon zwischen Ackerbrache und Porphyrkuppe, der hängt voll und sie sind schon reif und lecker.
Ein anderer Polykormon, 100 m weiter hat sich als unergiebig erwiesen: wenig, klein und unreif.

Ich habe dort auch schon voll hängende Apfelbäume gefunden, ungepflegt aber voller schöner gesunder Äpfel, während hier im Garten kein Apfel ohne Wurm reift. :-X
Wenn der Schädlingsdruck in der Umgebung hoch ist, hat man wohl wenig Chancen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. August 2013, 11:21:58
Was machst du mit den Hagebutten? Ich habe mal mühevoll welche aufgeschnitten und getrocknet. Das Ergebnis sah gut aus - der Tee war überhaupt nichts.

Beeren sind immer recht dankbar - wenn ich die nicht hätte.....

Klaräpfel waren fast keine in diesem Jahr, obwohl ich eigentlich dachte, es müsste klappen.

Meine jungen Obstbäume muss ich besser versorgen, wenn ich das beherzige, was hier in den letzten Tagen so alles geschrieben wurde über Baumscheibe, Düngung und Wasser und ggf. auch Schutz vor Krankheiten. Sonst werden das auch nur Mickerlinge.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: July am 30. August 2013, 11:29:10
Mit den Hagebutten weiß ich das auch nicht immer so ......sind sie vollreif ist meistens schon ein Wurm drin....
Ich werde aber wieder welche im Ganzen bzw. zerschnitten trocknen und dann den sogenannten Kernlestee draus machen. Der muss kurz aufgekocht werden und hat dann mitsamt der roten Schale auch Geschmack....obwohl mein Geschmack ist das nicht so.....aber im Winter nimmt ja ja alles was wärmt gerne zu sich:)

Unsere jüngeren Obstbäume haben hier keine Chance, die Wühlmäuse fressen denen ständig junge Wurzeln ab, ich gebe das auf und hoffe, daß mein mindestens 60 Jahre alter Apfelbaum noch lange hält....die Äpfel sind aber nicht lagerbar was wiederum schade ist. Dafür lecker und saftig.
LG von July
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. August 2013, 11:32:31
Ich pflanze die Bäume in Kaninchendraht und mache recht große Pflanzlöcher - bis die richtig durchwurzelt sind, haben die Bäume bestimmt genug Wurzeln gebildet. Habe aber allerdings auch noch nicht nachgegraben nach Schäden.

Meine Hochstämmchen rafft es immer mal dahin wegen der Wühlmäuse. Aber die nächsten bekommen auch einen Korb aus Draht.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: July am 30. August 2013, 11:38:06
Hm....wäre mal zu überlegen....so geht das hier jedenfalls gar nicht mehr. Unter uns lebt ALLES vom Maulwurf, bis zur Feldmaus und am meisten Wühlmäuse und wo soll ich mit Fangen anfangen wenn sie immer wieder von allen Seiten zuwandern?

Aber gekaufte Äpfel aus dem Supermarkt will ich auch nicht.
LG von July
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 30. August 2013, 13:48:24
Ich setze ebenfalls auf Vielfalt, irgendwas wird immer :) ...

... könnt Ihr mir bitte kurz helfen? Erdbeeren setzt man mit 30 x 30 cm Abstand, stimmts?

Würde ich den Boden mit Vlies oder Folie abdecken und die jungen Erdbeerpflanzen da hinein setzen: Wie läuft das in den weiteren Jahren, wie düngt man da? Oder zieht man Folie/Vlies irgendwann ab?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Most am 30. August 2013, 13:59:03
Ich habe leider kein eigenes Obst mehr im Garten. Die Apfelbäumchen wurden Opfer von Mäusen und die Quitte war altershalber gefällt worden.
Nun hole ich das Obst halt direkt beim Bauer. Habe soeben 10 Gläser gelbe Pflaumenkonfiture eingekocht. Die zwetschgen bei ihm sind noch nicht soweit.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 30. August 2013, 14:00:10
30 cm in der Reihe ist gut, 30 cm zwischen den Reihen auch, wenn du nur zwei Reihen (Doppelreihe) pflanzt.
Als Abstand zur nächsten Doppelreihe nehme ich 50 cm, weil ich sonst bei der Pflege und der Ernte nicht weiß wo ich hintreten soll.

Grüße, Floris
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. August 2013, 14:15:28
Ich habe noch nie in Folie gepflanzt. Ist mir irgendwie nicht sympathisch die Vorstellung, dass ich nicht mehr an die Erde kommen soll dazwischen. Klar unkrautet es gerade in den Erdbeeren stark - wenn bei mir nach drei-vier Jahren die Zeit für ein neues Beet gekommen ist, dann ist das Alte meist sowieso auch ziemlich verkrautet. Die Pflanzen machen sich ja auch dicker über die Jahre. Ich mag auch die Zufallssämlinge von Akeleien, Lupine, Königskerzen und auch Fingerhut, die immer mal wieder zwischen den Erdbeeren auftauchen. Das wäre ja dann auch weg.

L.G.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. September 2013, 09:50:27
Oh sorry Freunde, da hatte ich wohl den Finger am falschen Drücker.

Auweia, ist bestimmt mit dem blöden Wischundweghandy passiert.

Obst - ist wieder angesagt.

Ich sammle jetzt von drei Apfelbäumen das Fallobst ein und habe gestern das erste Mal wieder entsaftet. Ein Holunder war auch frühreif - den habe ich zusammen mit Apfel verarbeitet - aber nicht als 100%igen Saft, weil Holunder immer so streng ist. Der hat kurz vorm Abfüllen noch kochendes Wasser dazu bekommen.

Habe jetzt auch die erste reife Loch-Ness gekostet. Wie andere schon geschrieben haben - die hat wahrscheinlich wirklich kein Aroma. Sicher war ich auch etwas früh, aber es zeichnet sich schon ab.

L.G:
Gänselieschen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 06. September 2013, 09:54:44
Was die Erdbeeren anbetrifft - mir war die Vorstellung der Folie letztlich auch nicht sympathisch. Ich hab dann mit dick Strohhäcksel (vorgedüngt tw) gemulcht, bzw. die Erdbeeren auf einen Erdhügel gesetzt und dazwischen mit dem Häcksel aufgefüllt.

So sollte alles dick bedeckt sein und nicht keimen können, bzw. was von oben neu dazukommt und keimt, ist leicht rauszuziehen.

PS: Holunderbeerengelee pur mag ich auch nicht so - besonders fein wird es, wenn man den Holunderbeerensaft mit Mangosaft mischt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. September 2013, 10:15:05
Ich habe das mit Stroh und Mist früher auch oft gemacht. Sieht ganz hübsch aus, so,lange es nicht durch die Gegend fliegt. Aber momentan fahre ich keinen Mist mehr. Die Karre macht so lange Arme und es zieht im Rücken. Man kann sicher auch Grasschnitt nehmen zum mulchen. So will ich es im nächsten Jahr machen. Jetzt nach der Pflanzung ist der Boden ja doch noch ziemlich unkrautfrei. Aber den letzten Rasenschnitt kannst du sicher noch unterbringen. Im Frühling dauert es ja doch bis der Rasen das erste Mal gemäht wird. Und Taubnessel und Vogelmiere sind bestimmt eher auf dem Beet. Das sind so meine Frühlingsunkräuter in den Erdbeeren.

Ich bekomme auch noch neue Pflanzen. Die sind getopft, dann ist das mit der Pflanzung ziemlich unkompliziert.

Wenn ich ne Konserve mache, dann möchte ich irgendwie nicht auf gekaufte Zutaten zurückgreifen - auch wenn ich mri das mit Mango gut vorstellen kann. Apfel-Holunder geht gut. Reinen Holundersaft habe ich auch mal gemacht - da habe ich Zitrone dazu gegeben, damit bissel mehr Säure da ist.

L.G:
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 06. September 2013, 10:22:02
Was ich mir gut vorstellen könnte, wäre eigenen Holunderblütensaft unterzumischen - den Gedanken von "nichts Fertiges verwenden wollen" kann ich nachvollziehen.

Ich hab kaum Grasschnitt, und wenn ich welchen habe, unendlich viele Plätze, wo ich ihn brauchen könnte, leider. Selbst der Nachbar tendiert eher zum Naturgarten ;) (brav!) und gibt mir das, was bei ihm abfällt. Die pingeligen Nachbarn über der Gasse um Grasschnitt zu bitten, ist selbst mir zuuu peinlich - insofern greife ich auf extern produziertes Material zurück. Ist halt ein bissl mühsam, die schweren Säcke zu schleppen, aber mir immer noch lieber als ewig steinharte Erde und Jätedramen.

Das Strohhäcksel sieht auf den Beeten wirklich gut aus, ja. Sehr ordentlich, ein Lichtblick ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. September 2013, 10:28:24
Meine Beete sind niemals steinhart - wir haben märkische Sandwüste. Aber der Boden hält so mehr Feuchtigkeit und bekommt gleich noch bissel Natur zurück. Ein Jahr hatte ich mal mehrere Schubkarren Lehm eingearbeitet. Das merkt man heut nur noch ein bischen. Verliert sich auch über die Zeit, obwohl er sich ja nicht in Luft auflösen kann.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 06. September 2013, 10:30:20
ich müsste mal Sand einarbeietn. :o
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 06. September 2013, 10:49:49
Verschwindet der nicht wie alles andere im Lehmboden auch?

Das bei mir offenbar effizienteste ist eine weitere selbstproduzierte Schicht aufbringen und den Boden irgendwann nicht mehr weiter zu stören und weitermulchen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 06. September 2013, 12:40:00
Mulchen ist für die meisten Böden die reine Medizin. Es ist eben nur die Frage, ob man dauerhaft auf den Anblick schöner sauberer Erde - so man das schafft - verzichten kann ;D. Mulch sieht immer bissel chaotisch aus und er verhindert eben auch die Zufallssämlinge vieler gern gesehener Gäste wie Guter Heinrich, Melde, Ringelblumen, Ampfer, Ruccola. Ich habe davon - leider - jetzt das halbe Beet voll und weiß überhaupt nicht, wie ich es anstelen soll, dass das Zeug mal auf die andere Seite wandert. Dort wo diese schöne Pflanzengemeinschaft wuchert, sollen im nächsten Jahr eigentlich Kartoffeln hin - dann ist es vorbei mit Sämlingen ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. September 2013, 10:22:07
Fein, der Obstclub ist wieder offen.

Dachte schon, Gänselieschen hat sich in den Finger geschnitten ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. September 2013, 10:50:03
Wie konnte ich mich nur verleiten lassen, die Zwetschge "Toptaste" zu pflanzen. Solche Riesenzwetschgen braucht doch kein Mensch!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. September 2013, 10:52:23
Eine angebliche Aprimira.

Die ist etwa 5 cm lang mit langem spitzen Kern. Ich zweifle.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 07. September 2013, 11:29:58
Solche Riesenzwetschgen braucht doch kein Mensch!

Finde ich nicht. Die sind klasse zum trocknen. Mich stört eher, dass sie nie so richtig steinlösend sind.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. September 2013, 11:32:05
Solche Riesenzwetschgen braucht doch kein Mensch!

Finde ich nicht. Die sind klasse zum trocknen. Mich stört eher, dass sie nie so richtig steinlösend sind.
Man nehme.....2 kleingeschnittene Zwetschgen :-X
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 07. September 2013, 13:35:09
Kleine Stücke oder kleine Zwetschgen taugen nichts für die Trockung. Zu viel Schalenanteil, zu wenig "Fleisch". Kleiner schneiden kann man immer, aber grössere Früchte kann man sich nicht einfach zusammenkleben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. September 2013, 13:40:00
und bei Rosinen? ;D

Ich stell mir nur einen Zwetschgenkuchen vor, mit den ganzen Brocken drauf. Manche Früchte müssen bei mir eben klein sein.

Zudem finde ich die Monsterzwetschgen alle sehr saftreich und wässrig (aufgeblasen). Ich bevorzuge da lieber die festen, kleinen und honigsüßen Hauszwetschgen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 07. September 2013, 17:31:44
Ich stell mir nur einen Zwetschgenkuchen vor, mit den ganzen Brocken drauf.

Nachdem eine grossfrüchtige Sorte nicht dazu führt, dass alle anderen Zwetschgensorten im Garten ebenfalls Riesenfrüchte produzieren, halte ich dieses Problem für beherrschbar....
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. September 2013, 19:15:37
Meist hat man halt nur Platz für eine Zwetschgensorte. Und die sollte dann einigermaßen vielseitig einsetzbar sein.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 09. September 2013, 22:41:53
"... und habe gestern das erste Mal wieder entsaftet. Ein Holunder war auch frühreif - den habe ich zusammen mit Apfel verarbeitet - aber nicht als 100%igen Saft, weil Holunder immer so streng ist. Der hat kurz vorm Abfüllen noch kochendes Wasser dazu bekommen.
..."

Holundersaft ist für mich wie Medizin, da darf er ruhig streng sein.
Ganz köstlich ist er auch mit Grapefruit- oder anderen Säften gemischt.

Ich hab jetzt so um die 18 Liter gekocht, meine Jahresration; gerade noch fertig geworden bevor diese Woche der Regen kam. Das ist immer der Wettlauf mit dem schlechten Wetter im September. Regnet's sich einmal ein, fault und schimmelt er auf den Bäumen und man findet keine anständige Qualität mehr.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 10. September 2013, 09:42:01
18 l vom Holunder? Da warst du aber fleißig. Bei uns reift der leider wieder sehr ungleichmäßig. Manche Dolden sind schon fast verschrumpelt und andere habe noch mind. ein Drittel grüne Beeren dabei.

Machst du zum reinen Holundersaft beim Entsaften noch Zucker dazu? In meinem Heftchen zum Entsafter steht, dass man Holunder nur 30 min entsaften soll. Seit ich mich da wirklich dran halte und den Trester nicht bewege, schmeckt der Saft auch konzentriert deutlich besser.
Der ist für den Winter zum heiß aufgießen. Aber solche habe ich dieses Jahr noch nicht gemacht.

Wenn das mit dem Wetter stimmt, dann dürfte es jetzt sogar schlagartig mit Holunder vorbei sein. Es ist sehr kalt, wenig Sonne und immer feucht.

Ich habe heute früh wieder einen Korb Äpfel gesammelt. Das gibt auch wieder etwas Saft.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 10. September 2013, 23:31:30
Na ja, bin halt Holunder-Junkie (wär ein guter nick für mich, viel besser als das blöde b-hoernchen).
Früher wurde ich leicht 6, 8 oder 10 mal im Jahr krank, Mandelentzündung, dann Mandeln raus und schließlich Rachenentzündung, eitrige Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis, wochenlanges Husten, Antibiotika, grausam... .
Bis ich auf den Holunder gekommen bin und gemerkt habe, ich kann auch länger als 5, 6 Wochen gesund bleiben, vorausgesetzt, ich trinke meine anderthalb Liter im Monat.

Ich mache meinen Saft von Beeren, die ich von den Dolden rupfe, im Bottich mit Wasser übergieße bis die unreifen und der meiste Müll obenauf schwimmen und sich abschöpfen lassen.
Dann seihe ich die Beeren ab, koche Mus draus und früher habe ich die ganze chose durch ein Tuch gewrungen, eine hundsföttische Arbeit, die auf die Handgelenke geht, aber einen richtig dicken Saft ergibt.
Heute kipp ich das Mus in den Korb des Entsafters, sammle den Saft und dämpfe dann noch eine halbe Stunde oder so.
Je länger man dämpft, desto dünner wird die Plörre und zuletzt schmeckt sie dann richtig fad.

Meist geb' ich dann Zucker zum Saft (ncht, wenn ich an Diabetiker verschenke), so eine halbe Tasse auf zwei bis drei Liter , koche nochmals auf, fülle kochend heiß ab.

Das mit dem ungleichmäßigen Reifen ist wirklich ein Problem. Meist hängen unreife und schon faulige Beeren an derselben Dolde. Da heißt es lange suchen, bis man einen "brauchbaren Baum" findet.
Gute Qualität findet man hier in Südbayern selten. Aber in Franken, wo's nur halb so viel regnet, da wächst der tollste Holunder am Bahndamm, Dolden rein schwarz, prall und saftig, so dass mir früher beim Heimfahren die Augen aus dem Kopf gefallen sind.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 11. September 2013, 08:42:17
Es gibt neben den Wildvorkommen auch Sorten für den Garten, die gleichmäßiger abreifen sollen
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 11. September 2013, 09:13:44
Ich habe den Holunder hier im Garten - der wächst an den Grundstückrändern wie Unkraut. Bisher habe ich nicht viel gebraucht, eben nur um überhaupt was zu verwenden.

Aber was du schreibst, klingt wirklich nach ner Therapie! Toll, wenn es so anschlägt. Ich kann mir nur schlecht vorstellen, das Mus zu entsaften. Bei mir würde es durch die Löcher des Entsafters in den Saftauffangtopf durchfließen. Wieso machst du überhaupt erst Mus. Wenn du die dunklen Beeren raussortiert hast, kannst du doch damit direkt in den Dampfentsafter reingehen ???

Mein größter Holunder muss in diesem Winter endlich gekappt werden. Da ist garnichts mehr drin mit Ernten. Der macht nur noch das ganze Jahr Dreck und beschattet meine kleine Obstwiese dahinter.

Heute früh habe ich einen kleinen Baum gefunden, der ganz gut reife Früchte trägt. Die will ich am Donnerstag abschneiden. Ist bestimmt nicht mehr als 1 kg, aber immerhin. Vielleicht finde ich ja noch mehr. Das Wetter wird ja auch bissel besser werden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 11. September 2013, 10:55:54
Es gibt neben den Wildvorkommen auch Sorten für den Garten, die gleichmäßiger abreifen sollen

Ich hatte "Haschberg", es gibt noch einige mehr. Der Unterschied zu Wildpflanzen ist da, aber nicht riesig. Das sind keine gezielte Züchtungen, sondern Auslesen aus Wildvorkommen.

Bei uns ist das ein invasives Unkraut, sich den freiwillig in den Garten zu holen würde keiner verstehen :-)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 11. September 2013, 11:18:44
Das mit den Wildauslesen dachte ich mir schon.

Ich hatte immer ein, zwei Sträucher wachsen lassen, um Holz zum spreizen/stäben des anderen Obstes zu haben. Holunder eignet sich m.E. sehr gut dazu, da er am Ende des Holzstückes gut gekerbt werden kann.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 11. September 2013, 12:29:15
Gute Idee - ich habe immer nach Spreizhölzchen gesucht und Holunder ist mir garnicht in den Sinn gekommen. Dabei habe ich so viel davon ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 11. September 2013, 19:47:51
Ich kann mir nur schlecht vorstellen, das Mus zu entsaften. Bei mir würde es durch die Löcher des Entsafters in den Saftauffangtopf durchfließen. Wieso machst du überhaupt erst Mus. Wenn du die dunklen Beeren raussortiert hast, kannst du doch damit direkt in den Dampfentsafter reingehen ???
Das Mus gibt den konzentrierteren Saft. Gehe ich gleich mit Dampf ran, wird der mir zu dünn durch das Kondenswasser.
Die meisten Leute stecken die ganzen Dolden mit den Beeren in den Entsafter, da bleibt dann genug Raum dazwischen und der Dampf kommt an die Beeren gut ran. Wenn man die reinen Beeren in den Korb steckt, sacken die zusammen und man muss ewig hindampfen, bis sie durchgekocht sind.
Ich mach's halt einfach so, das Mus gibt den konzentrierteren Saft. Gehe ich gleich mit Dampf ran, wird der mir zu dünn durch das Kondenswasser, einfach persönliche Vorliebe.

Der letzte Holunderbusch im Garten ist bislang geblieben, weil er das Seil hält, das den Sämlingsapfel stützt.
Die anderen mussten Platz machen für das Obst, das ich nicht wild am Bahndamm sammeln kann.
Nun mähe ich die über die abgesägten Stümpfe, aber die wollen und wollen einfach nicht aufgeben, treiben immer wieder aus.
Eine Katze hat neun Leben, ein Holunder neunzig!
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Christina am 17. September 2013, 16:53:59
Hier ist das Obst deutlich später dran als im letzten Jahr. James Greave ist jetzt erst reif, die Trauben, welche sonst Ende August/Anfang September reifen, müssen noch ein bißchen, auch meine Hauszwetschge läßt noch auf sich warten. Sonst konnte ich immer um den 9. 9. rum den ersten Kuchen backen. Wenn ich Glück hab, dann klappt es zum Wochenende. Außerdem ist alle saurer als sonst. Ist das bei euch auch so?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 17. September 2013, 18:41:25
James Grieve hab ich heute auch geerntet, so spät wie noch nie. Die Winteräpfel liegen aber alle normal in der Zeit, bezogen auf ihren jetzigen Reifezustand. Mehr Säure kann ich nicht generell bestätigen, aber bei einigen Sachen weniger Aroma, z.B. Birnen. Das für Wachstum und Aromaausbildung nötige Wetter war so ziemlich das Gegenteil von dem, wie es sein sollte.

Was süss ist, sind Zwetschgen. Wenn ich Verwendbare hätte. Nach der Rekordkälte im Frühjahr, der grossen Trockenheit zur besten Wachstumszeit sind nun anhaltende Rekordregenfälle zur besten Reifezeit da und alle jetzt reifen Sorten platzen zu 90%. Das habe ich noch nie so extrem erlebt. Was nicht platzt, sind kleine, schlecht belichtete und versorgte Früchte, also der Schrott.

(http://home.arcor.de/cydora/b/platzzwetschge.jpg)

Nicht verwurmt, schön süss und aromatisch, fast reif geworden - und geplatzt. Passt zu meinen Eimern voller geplatzten Tomaten, der Totalschaden mit der geplatzten Arkadia-Tafeltraube, geplatzen Rettichen, geplatzten Rüben, geplatzte Butternut-Kürbisse, geplatzte Physalisfrüchte und so weiter.

Morgen mach ich eine Noternte bei den Zwetschgen, um wenigstens ein paar zu trocknen, sie verfaulen schnell am Baum. Sie hängen noch fest.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 17. September 2013, 19:09:32
Sehen trotzdem sehr lecker aus - und die sind noch nicht reif?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 17. September 2013, 19:52:40
Die meisten sind mehr oder weniger reif, aber hängen noch sehr fest. Das Bild zeigt kein Fallobst, sondern ausschliesslich gepflückte Früchte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 17. September 2013, 19:54:14
Man pflückt ja Pflaumen durchaus kurz vor der tatsächlichen Reife. Zur Weiterverarbeitung wird es sicher schon gehen, der Rest geht sicher auf Kosten der unregelmäßigen Wasserversorgung oder so.

Gräme dich nicht unnötig - du hast zumindest eine Ernte ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 17. September 2013, 20:40:11
In unserer Gegend hängt die Feilnbacher Hauszwetschge reichlich an den Bäumen, später dran als in anderen Jahren, wo Mitte September geerntet wird, aber nicht dass ich übermäßig geplatzte oder schlechte Früchte gesehen hätte.
Scheint ein gutes Zwetschgenjahr zu werden.

Mein Pflaumenwildling lässt mich dagegen wieder einmal im Stich und hat lääängst alle Früchte unreif abgeworfen - zwei Häuser weiter stehen die Zwetschgen voll mit köstlicher Pracht.
Die Welt ist einfach ungerecht!

Als Trostpflaster hab' ich nur meine gelben Kirschpflaumen, die ernte ich immer noch und die werden immer besser, je später im Jahr, saftig und süß, nur die Schale ist sauer.
Ja und Pfirsich Michelini ist jetzt endlich auch so weit - ca. ein Dutzend Früchte, schmeckt sehr gut... .
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: landfogt am 17. September 2013, 20:47:44
oje!
da habe ich es ja noch gut erwischt!
bei mit ist nur die grüne reneklaude geplatzt.dafür sind die wenigen äpfel die am baum sind entweder klein oder fast alle verwurmt :(
den james grive kann ich warscheinlich erst nächste woche ernten!
die menge ist aber dieses jahr auch überschaubar.so viele wurmige äpfel und das trotz leim und maden fallen die übervoll sind mit diesen mistviehchern,gabs noch nie >:(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 18. September 2013, 20:40:06
so viele wurmige äpfel und das trotz leim und maden fallen die übervoll sind mit diesen mistviehchern,gabs noch nie >:(
Sollte doch was dran sein an der Darstellung der Fachliteratur, dass das gegen den Apfelwickler keine geeigneten Bekämpfungsmaßnahmen sind? ;D ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 03. Oktober 2013, 22:28:39
Bin mal im Frühjahr im Non-Tal geradelt (da kommen viele Golden Delicious her) - Apfelblüte vor Brentapanorama und zwischen den Baumreihen fährt eingemummt im Vollgummidress der Bauer im Traktor mit der Giftspritze.
Am Straßenrand lagen massenhaft leere Pestiziddosen, Totenkopf drauf, ist leider ein paar Jahre her und ich hab vergessen, wie das Mittel heißt.

Muss aber gegen was helfen, was zur gleichen Zeit fliegt wie die Bienen, sonst könnte man bei kleinen Bäumen zumindest auch ein Netz nehmen...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Oktober 2013, 08:01:14
Lecker :P

Ich weiß schon, warum ich keine Äpfel kaufe ::)

Hier im Spessart ist die Apfelernte unterschiedlich. Manche haben viel, ich habe wenig dieses Jahr. Zum Einlagern wirds aber langen. Und es gibt ein bißchen Most (Apfelwein).
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Oktober 2013, 09:36:51
Bei meinen beiden tragenden Bäumen ist das auch sehr verschieden. Der Augustapfel, so ein roter, hat wenig Maden, der Boskoop ist deutlich mehr verwurmt. Ich tu nicht gegen den Apfelwickler. Aber beim Boskoop kann ich leider nur auf Fallobst warten, weil der Baum zu groß ist. Klar habe ich anfangs nur madige Äpfel - die fallen eher ab. Was jetzt so runter kommt, ist deutlich gesünder, aber häufig bissel angefault oder angepickt 8). Geht leider nicht zu lagern - nur für Saft oder Apfelmus und zum frisch aufschneiden und Kuchen. Aber ohne den Boskoop wäre es ganz großer Mist - dann noch lieber mit Maden.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: oile am 06. Oktober 2013, 11:19:56
In meinem Garten stehen reichlich Pflaumenbäume, die allesamt Sämlinge sind. Sie tragen dieses Jahr gut, allerdings verschimmeln viele Früchte an den Bäumen. Andere schrumpeln vor sich hin. Dennoch konnte ich gut ernten. Die Früchte sind jetzt so süß, dass ich für Kompott keinen zusätzlichen Zucker benötige.

Gestern habe ich die meisten Quitten abgepflückt und hoffe, dass sie nicht wieder innen braun sind. So sehen sie erstmal gut aus.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 07. Oktober 2013, 15:03:49
Konstantinopler Apfelquitte?

Schöne fette und pralle Frücht hast du da. Fleischbräune kommt aber trotzdem dann und wann. Ist aber nur optischer Makel, die Früchte sind genauso verwertbar.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. Oktober 2013, 16:30:32
Die Konstantinopeler Apfelquitte - wie lange braucht so ein Baum bis zur ersten Blüte bzw. Frucht? Ich habe inzwischen zwei davon - blöder Zufall. Einer ist vom Herbst 2011, einer vom Herbst 2012. Beide stehen halbschattig.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Natura am 07. Oktober 2013, 20:45:28
Bin mal im Frühjahr im Non-Tal geradelt (da kommen viele Golden Delicious her) - Apfelblüte vor Brentapanorama und zwischen den Baumreihen fährt eingemummt im Vollgummidress der Bauer im Traktor mit der Giftspritze.
Am Straßenrand lagen massenhaft leere Pestiziddosen, Totenkopf drauf, ist leider ein paar Jahre her und ich hab vergessen, wie das Mittel heißt.

Muss aber gegen was helfen, was zur gleichen Zeit fliegt wie die Bienen, sonst könnte man bei kleinen Bäumen zumindest auch ein Netz nehmen...

Es muss nicht was sein das fliegt, es gibt auch andere Krankheiten ::). Wenn man nicht spritzt hat man eben schlechtes Obst, unsere Elstar haben z.B. alle Flecken und Schorf. So etwas kann man eben nicht verkaufen. Leere Spritzmittelbehälter sollte und darf man allerdings nicht in die Landschaft werfen. Pflanzenschutzmittel mit Totenkopf drauf gibt es aber nur noch selten.
Wir haben letzte Woche 5 Körbe voll Quitten geerntet und morgen geht es weiter. Dazwischen einige Körbe Boskoop und Elstar, auch eine halbe Kiste Golden Delicious, die sind dieses Jahr noch nicht golden :(.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Oktober 2013, 07:48:25
Wenn man halt Tafelsorten verkaufen will, muss man spritzen. Ich denke, das sollte jedem Konsumenten bewusst sein, wer etwas denkt, weiß das. Manche denken allerdings, dass ein Apfel in der Fabrik hergestellt wird.


Ungespritzt und unbehandelt ist nur Obst vom Hochstamm auf einer Streuobstwiese. Dieses Obst ist jedoch vom Aussehen her nicht genormt. Dafür stellt es jeden gekauften Tafelapfel geschmacklich in den Schatten.
Bio-Äpfel aus Plantagen kommen oft von weit her, zudem ist die Sortenwüste auch dort vorhanden.

Solches Obst vom Streuobstbaum verrottet und vergammelt momentan hier überall. Keinen kümmerts, bevor man sich wegen einem Apfel bücken muss, kauft man lieber den chemischen Apfel für 1.99 das Kilo.

"Wenn man nicht spritzt, hat man schlechtes Obst" stimmt somit nicht. Das Obst schaut nur nicht perfekt aus, bzw. bei empfindlichen Sorten sorgen Krankheiten dafür, dass es keine Ernte gibt. Muss man halt andre Sorte nehmen. ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hargrand am 08. Oktober 2013, 09:08:59
Meine Meinung! :D

Die Gesellschaft wird schon noch irgendwann einsehen müssen, dass die Industrielle Landwirtschaft so nicht weitergehen kann. >:(

Da werden alte Sorten nochmal ganz wichtig sein.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: hml am 08. Oktober 2013, 09:56:02
Ich muss wieder mal widersprechen. Die Sorte ist das eine, die Baumform das andere. Allerdings stellt eine M9 Unterlage andere Anforderungen als ein Sämling. Wer den Boden unter dem Baum nicht unkrautfrei hält, wird nie gute Äpfel auf M9 kriegen. Bei optimaler Behandlung ist der Apfel von der Spindel immer besser, allein schon weil man überall herankommt für die Pflegemaßnahmen, oder wer dünnt Äpfel auf Hochstämmen aus. Ich will Hochstämme nicht verdammen, ich pflanze selber welche, aber nur mit Obst das durch die Schwerkraft zu Boden fällt, ich kenne zu viele die bei der Ernte vom Baum gefallen sind und sich schwer verletzt haben bis hin zur Querschnittslähmung. Das ist kein Baum wert. Ich habe schon viele Apfelverkostungen mitgemacht, unter anderem in Weihenstephan, wo man die Vorzüge alter Sorten gegen neue, spez. Clubsorten testete. Das Ziel war die Vorteile der Alten zu zeigen. Für meinen Geschmack ging das gründlich in die Hose. Nehmen wir als Beispiel Delbar Estival- der Namen ist eine Katastrophe- aber bisher hat mir niemand im August was besseres vorgesetzt, oder Honeycrunch, es gibt keinen knackigeren Apfel, vom Aromaapfel Rubinette ganz zu schweigen. Ich selbst produziere auch alte Sorten auf M9 da stimmt Geschmack und Optik und trotzdem sind die neuen Sorten besser, dies kann man auch objektiv an Hand der Zucker und Säuregehalte messen. Was andere Inhaltsstoffe betrifft kann es sein das alte Sorten im Vorteil sind, aber auch diese Sorten wurden gezüchtet oder ausgelesen, ich frage mich dann, wer hat Sorten vor 300 Jahren nach Phenolgehalt ausgelesen. Übrigens gestern abend kam auf N3 eine Sendung zum Apfel, in der wurden Fingenwerder Herbstprinz und Celler Dickstiehl hoch gelobt, beide habe ich daraufhin bestellt, mal sehen was die können, in 3-4 Jahren weiß ich mehr.
Gruß
hml
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 08. Oktober 2013, 10:09:59
Einige Äpfel hab ich abgeerntet, Erntemenge insgesamt ca. 10% des Normalniveaus wegen des Polarfrühjahrs. Viele Bäume haben fast nichts, darunter auch hochgelobte robuste alte Sorten.

Bei den neueren Sorten gibt es ein ebenso geteiltes Bild, manche zeigen sich aber über Jahre hinweg und auch dieses Jahr viel problemloser wie gedacht. Erstaunlich ist z.B. wieder mal Jonagold: Normalerntemenge, nur mässig Schorf, pünktlich pflückreif, aromatisch - sofern man mit der endlosen Überschwemmung von Gold Delicious - Abkömmlingen zufrieden ist. Gelungen sind auch Gala, Re-Sorten. Versagt haben Sorten wie Berlepsch, Brettacher, Wintertaffet, Goldparmäne und viele andere.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Oktober 2013, 10:42:50
Man muss halt weg von dem Gedanken, lauter gleich große und makellose Äpfel verkaufen zu wollen.

Alle gängigen Marktäpfel gehen auf wenige Sorten zurück. Kein Wunder, dass soviele Menschen eine Apfelallergie bekommen.
Bestimmte alte Apfelsorten lösen keine Allergie aus.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Oktober 2013, 10:46:58
Erzähl mal jemand was über die Unterlage M9 bitte 8).

Ich habe vor 'zig Jahren einen Klarapfel gepflanzt, der ist ziemlich schwachwüchsig und vergreist jetzt schon an den Hauptästen, so mit Algen/Moos und Bröselkram. Ich kenne Klaräpfel aus meiner Kindheit als Riesenbäume. Dieser ist definitiv was Anderes. Kann das M9 sein? Der Baum ist, wenn man ihn in der Höhe nicht runternimmt max. 4m hoch.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: July am 08. Oktober 2013, 11:08:39
Ich mag schon lange keiner Supermarktäpfel mehr....diese glänzenden gleichgroßen künstlichen Dinger ::)!
Einen Klarapfel habe ich auch, der trägt bisher jedes Jahr und man muss ganz schnell essen, sonst werden sie mehlig:) Und der steht auch ganz gut da:)
Am besten trägt immer noch unser alter Apfelbaum, der schon alt war als wir vor 33 Jahren hierher kamen. Ohne Düngung und irgendwas....Gift sowieso NICHT! Sorte unbekannt, glockenförmig, groß, erst grün, dann gelblich werdend, ab und zu eine rötliche Backe. Leider nicht lange lagerbar....aber im September bis November knackig und saftig:)
Dann habe ich noch sowas wie Cox Orange, der trägt auch manche Jahre gut.
Alle anderen können gefällt werden, die sind nie was geworden und haben schon Flechten an den Ästen....ich vermute die Wühl- und Feldmäuse.
Meine S-Eltern hatten Goldpärmäne, uralte Bäume, die jedes Jahr gut getragen haben und gesund waren und gut lagerbar. Nun sind beide nicht mehr am Leben und das Haus haben wir verkauft.....mitsamt den Obstbäumen........die erntet dieses Jahr jemand anderes :-\
LG von July
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Oktober 2013, 11:21:00
Was haben Wühlmäuse mit Flechten an den Bäumen zu tun ???. Dort wo der Klarapfel steht ist erklärtes Wühlmausgebiet. Die Hochstämmchen der Beeren in der Nähe hat es in diesem Sommer entschärft und in jungen Jahren war auch der Klarapfel einmal kurz vorm Eingehen und komplett hohl unter der Wurzel.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: July am 08. Oktober 2013, 12:03:55
Falsch formuliert ;) Die Bäume haben Flechten und Moos und Pilz und was weiß ich und kommen mit dem Wachstum von Anfang an nicht in die Hufe.....der Boden ist gänzlich von Wühl- und Feldmäusen und Maulwürfen unterwohnt :(
Also gehe ich in den nächsten Jahren irgendwo Äpfel klauen ;D ;D Hat in der Kindheit auch Spaß gemacht ;D :-X
LG von July
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 08. Oktober 2013, 12:13:51
Noch mehr Thrill war Pfirsiche klauen :-X davon gabs wenige Bäume in der Gegend meiner Kindheit, die sehr gehütet waren ... äußerst verwerflich ...
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 08. Oktober 2013, 13:32:36
Mir geht das alt gleich gut und neu gleich schlecht in dieser Auschließlichkeit gehörig auf den Keks.
Wo liegt denn die Grenze zwische alt und neu? Und es gibt neben schätzenswerten älteren Sorten auch eine Menge Mist. Und alles Neue ist längst nicht zu verwerfen. Sowohl hinsichtlich der Frucht wie der Bäume.
Kurz: Differenzierung tut not. Das gilt auch für die Beurteilung von Sorten, Baumformen und Unterlagen. Je nach Ziel, Zweck und Anforderungen kommt eben das eine eher in Betracht als das andere.
Nur: Um eine 80 Millionen Bevölkerung mit halbwegs -auch optisch- passablem (nicht makellosem) Obst zu versorgen, bedarf es eben auch einer -wenn möglich bio- "Intensivproduktion" und moderner Lagermöglichkeiten (CA etc.) und Vertriebswege.
Das das nicht mit dem heute gängigen Sortenspektrum passieren müsste, steht auf einem anderen Blatt. Kleinere Baumformen sind für diesen Zweck aber zwingend.
Leider wurde der o.a. Film auf NDR der notwendigen Differenzierung auch nicht gerecht, wiewohl er die heutige konventionelle Produktion und Vermarktung zu recht kritisch unter die Lupe nahm. Die andere Seite wurde wie so oft romantisierend dargestellt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 08. Oktober 2013, 13:38:51
Zuccalmaglio, da hast du sicher zum großen Teil Recht. Die Züchter züchten nach Eigenschaften und Ertrag, warum sollen da keine tollen Sorten bei heraus kommen. Das Wissen um die Zusammenhänge wächst doch ständig.

Sind Flechten und Moose an Bäumen eindeutig Zeichen von Kümmerwuchs oder schlechter Versorgung - bei meinem Klarapfel und auch bei einigen alten Johannisbeerhochstämmchen würde es jedenfalls zutreffen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 08. Oktober 2013, 13:44:23
na ja, die Züchtung ging die letzten Jahrzehnte eben nicht immer in die richtige Richtung ....
der überschießende Einsatz von GD als Donor ist da nur ein Punkt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Oktober 2013, 13:47:59
Alt oder Neu ist im Prinzip wurscht.

Wichtig ist eine Vielfalt.

Vor 100 Jahren gabs in Preußen 2300 Apfelsorten.

Heute gibts eine Handvoll weltweit angebauter Apfelsorten zu kaufen.

Wer bitte will mir da erzählen, dass nur diese Massenäpfel zu schmecken haben?


Wer will, kann Vielfalt haben. Man muss sich nur etwas anstrengen.
Der große Rest soll sich mit dem Einheitsbrei zufrieden geben.

Übrigens: Wenn ich in Aschaffenburg auf den Wochenmarkt gehe, bekomme ich alte Sorten auch aus Streuobst zu kaufen.
Zum Teil werden den Händlern winzige Klaräpfelchen für 3 Euro das Kilo aus den Händen gerissen.
Auch so kann Apfelvermarktung stattfinden. Es gibt anscheinend doch eine kleine Kundschaft dafür.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 08. Oktober 2013, 21:58:31
Obstvielfalt von eigenen Bäumen, das ist genau der Punkt!.
 
Eigene Bäume kann ich so kurz halten, wie ich es will und muss nicht für andere Leute in halsbrecherische Höhen hinaufsteigen oder zusehen, wie sie ihre besten Bäume von Rindviechern ramponieren lassen (Bauern können auch Büffel sein).

Hab heute den letzten meiner 5 (!) Reglindis-Äpfel aus dem ersten Standjahr geerntet und wieder gegen "original James Grieve" getestet. Hmmm - ich bin ja wirklich offen für Neues, aber James Grieve schmeckt besser, süßer, runder, vollmundiger... .
Wirklich schlecht schmeckt Reglindis nicht doch sogar meine Retina (ebenfalls 5 Äpfel aus dem ersten Standjahr) ist irgendwie interessanter.

Hab dann ein paar gelbe Kriacherl frisch vom Baum nachgeworfen (die ernte ich immer noch, die gibt's von August bis Oktober!!!), jetzt sind die richtig süß.

Von Jakob Lebel-Äpfeln vom Bauernmarkt mache ich Dörrobst, Jakob Lebel, das ist für mich eine alte Sorte, für die mir schlicht der Platz zum Selberpflanzen zu schade wäre. Zu nichtssagend, zu aromaarm.

Dann wäre noch der Sämlingsapfel zu erwähnen, wahrscheinlich ein Abkömmling von Pink Lady. Trägt passabel (trotz meiner "Zuschnitt"-Versuche) - heuer aber noch recht "green" und wenig pink, einfach zu wenig Sonne diesen Herbst. Wer nördlich der Donau lebt kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, dass bis auf zwei, drei Tage am Alpenrand seit drei Wochen quasi "November" herrscht.

Für meine geplante Bäumchenbestellung heißt das, robuste Sorten mit geringen Ansprüchen ans Klima nehmen, Tongern, Madame Verte, Frühe aus Trevoux. Bei Äpfeln brauche ich noch Lagersorten, vielleicht eine Kasseler Renette und einen saftigen Lederapfel wie Parkers Pepping.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Oktober 2013, 07:44:11
Die halsbrecherischen Bäume bringen aber oft das schmackhaftere und haltbarere Obst. Da kann die gleiche Sorte auf dem kleinen Bäumchen nicht mithalten.

Von den Re-Sorten bin ich kuriert. Ich hatte mal Remo und Rewena auf Hochstamm. Beide brachten große uniforme Äpfel, der Geschmack erinnerte an den Mainstream und der Wuchs war viel zu schwach. Remo vergreiste rasch, trotz Schnitt und bekam dann auch noch Obstbaumkrebs. Rewena wandert zu den restlichen Kelteräpfeln.
Da ist mir ein Winterrambour lieber

Bei den Birnen würd ich mich erkundigen, was in der Region gut wächst. Das gängige Sortiment umfasst eigentlich nur die (grundsätzlich empfindlichen) Tafelbirnen.
Einer mangelhaft entwickelten Tafelbirne ist eine gut entwickelte Wirtschaftsbirne vorzuziehen. Wirtschaftsbirnen sind oft robuster.
 
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Natura am 09. Oktober 2013, 23:05:55
Falsch formuliert ;) Die Bäume haben Flechten und Moos und Pilz und was weiß ich und kommen mit dem Wachstum von Anfang an nicht in die Hufe.....der Boden ist gänzlich von Wühl- und Feldmäusen und Maulwürfen unterwohnt :(
Also gehe ich in den nächsten Jahren irgendwo Äpfel klauen ;D ;D Hat in der Kindheit auch Spaß gemacht ;D :-X
LG von July

Wir haben letztes Jahr einige neue Apfelbäumchen in unserer Obstanlage gepflanzt, u.a. die Sorte Maggy. Dieses Jahr hingen einige Früchte dran und wir freuten uns darauf, sie zu probieren. Eines Tages hingen nur noch die Stiele dort >:( >:( >:( >:(.
Mein einziger Rebstock mit Esstrauben im Weinberg wird auch jedes Jahr leergeräumt, letzes Jahr waren die Stuttgarter Geißhirtle verschwunden, ich begreife sowas nicht.
Unser Gellerts Butterbirnen-Baum im Garten hat auch Flechten und Moose, aber der ist vielleicht schon 100 Jahre alt und inzwischen fast ganz dürr.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 13. Oktober 2013, 21:16:34
Bei den Birnen würd ich mich erkundigen, was in der Region gut wächst. Das gängige Sortiment umfasst eigentlich nur die (grundsätzlich empfindlichen) Tafelbirnen.
Einer mangelhaft entwickelten Tafelbirne ist eine gut entwickelte Wirtschaftsbirne vorzuziehen. Wirtschaftsbirnen sind oft robuster.
 

Häufig sind Doppelte Philippsbirne (sehr gesund in unserer Region), Alexander Lucas und derzeit reichlich "Köstliche" (von Charneux). Habe kürzlich mit jemandem gesprochen, der die Gräfin von Paris hatte - der hat sie wieder rausgehauen, die bekommt bei uns einfach zu selten die nötige Wärmemenge.

Das ist wohl das Hauptproblem gegenüber einer Wein-, Pfirsichgegend, bei uns hat es meistens zwei, drei oder vier Grad weniger als in der Main- / Neckarregion.

Ja Medi, was soll ich mit einer Wirtschaftsbirne? Ich mag keinen Most, ich mach keinen Most. Allenfalls Saft - der ist von Birnen allerdings köstlich.
Ich will die Dinger essen, dörren (mach ich gerade und schaff' es nicht einen Vorrat anzusammeln, weil ich die süßen Leckerlis wegschnabuliere, kaum, dass ich sie trocken habe; Gedörrte Birnenschnitze, ein Grundnahrungsmittel fürs Paradies!), Kompott und zum Backen als Beimischung zum Apfel- oder Zwetschgendatschi.

Ich hätte verdammt gerne eine richtig lang haltbare Lagerbirne, aber ob so etwas wie der "Große Katzenkopf" (angeblich haltbar bis Juni) in mein Anforderungsprofil passt, weiß ich nicht.
Lagernbirnen jenseits der Gräfin von Paris sind bei unseren Bauern unbekannt. Die interessiert mehr der Schnaps. In jener Form freilich sehr lang haltbar.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Oktober 2013, 07:55:47
Wirtschaftsbirnen sind ja nicht nur für Most, sondern einfach vielfältiger einsetzbar. Sie haben oft eine längere Genussreife, dafür erreichen sie halt nicht das volle Aroma einer Tafelbirne.

Zum Trocknen hatte man früher spezielle Sorten, das geht mit den Tafelbirnen nämlich oft nicht so gut, weil sie zuviel Saft haben.

"Martin Sec" (Trockener Martin) z.b.
Oder die "Paulsbirne". "Schöne von Abres" soll erst ab April genussreif sein. Wir kennen nur ein Bruchteil der Sorten, die es mal gab.
Katzenkopf ist ein toller und landschaftsprägender Baum. Tolle Blüte. Man soll sie halt als Kochbirne verwenden, was immer das heißt. Ich hab auch schon mit Leuten gesprochen, die den auch roh essen.

Hier bei mir im "Mittelgebirge" gedeihen Birnen auch nur an offenen Südhängen oder auf der sonnigen und luftigen Höhe. Ansonsten bekommen sie Schorf oder sind nur steinig.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. Februar 2014, 12:41:04
Mir war grad so - der Club auf Seite 5 - geht ja garnicht.

Was liegt bei Euch im Obstgarten grad so an??
Ich weiß nicht - an anderer Stelle hatte ich es geschrieben - mal ne Frage.

Ich habe vor drei Jahren 5 neue Obstbäume gepflanzt - in selbst gebastelte Drahtkörbe gegen Wühlmäuse. Leider ist der Draht verzinkt - und inzwischen wissen wir ja, dass der wahrscheinlich für alle Ewigkeit hält und die Wurzeln schon empfindlich stören kann.
Nun habe ich - Staudo sei Dank - auch eine Rolle unverzinkten Draht liegen.

Wie seht ihr das jetzt? Alle Bäume nochmal komplett rausmachen und mit dem unverzinkten Draht neu pflanzen?
Brauchen die dann wieder einen Pflanzschnitt? ist der bisherige Aufbau dann futsch. Oder halten die Bäume das aus?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Februar 2014, 12:59:46
Alle drei Jahre ausgraben und in unverzinkten Draht. Das sollte funktionieren 8)

Es gibt mittlerweile auch Aussagen, dass so ein verzinkter Korb nicht soo lange hält. Ein unverzinkter hält teilweise nur 1 Jahr, zuwenig als Mäuseschutz. Ich bin da auch nicht schlauer geworden, ob verzinkt oder unverzinkt.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: enigma am 05. Februar 2014, 13:10:37
Das dürfte auch erheblich von den Bodenverhältnissen abhängen.

In einem eher trockenen und durchlässigen Boden dürfte verztinkter Draht länger halten als in einem feuchteren, schwereren Boden.
Das solch ein Draht das Wurzelwachstum auf Dauer nachhaltig beeinträchtigt, bezweifle ich.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: mime7 am 05. Februar 2014, 13:15:30

Ich habe vor drei Jahren 5 neue Obstbäume gepflanzt - in selbst gebastelte Drahtkörbe gegen Wühlmäuse. Leider ist der Draht verzinkt - und inzwischen wissen wir ja, dass der wahrscheinlich für alle Ewigkeit hält und die Wurzeln schon empfindlich stören kann.
Hallo,
3 Jahre alte Bäume würd ich ohne Not keinesfalls wieder ausgraben.
Und selbst wenn der Drant nicht verrottet, dann wächst er eben in die Wurzeln ein.

gruss
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 05. Februar 2014, 16:02:36
Ich kam nur drauf, weil neulich jemand irgendwas ausgebuddelt hatte, mit sehr dicken Wurzeln und die waren dann an der Masche eben nur 2cm im Durchmesser und dahinter wieder richtig fett. Das kann doch nicht gut sein für Stabilität und Versorgung und vor allem für die Lebensdauer der Bäume.
Ich mache mir einfach Sorgen.

@ bc - eben - dann hält er bei mir ewig :-X

Aber ja - die sind schön eingewachsen und kommen jetzt in den 3. Frühling - dann habe ich sie also im Frühling 2012 gepflanzt - also zwei Jahre alt.

1 Sauerkirsche, 2 Birnen (eine war offenbar auch schon zur Pflanzung älter), 1 Quitte, 1 Mehrsortenbaum (Pflaume)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 05. Februar 2014, 17:05:29
Ich wäre, glaub ich, einfach zu faul. :-X

5 Bäume, gerade wenn sie einigermaßen etabliert sind und ud auf Ertrag hoffen kannst, wieder ausgraben. :o
Außerdem sind hier die Wühlmäuse gerade so aktiv, dass mehr Schutz sicher besser ist. :P
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. Februar 2014, 10:30:15
Zu faul bin ich auf jeden Fall aber auch, aber wenn sie raus müssten, dann lieber jetzt als später. In meinem Sandboden jedenfalls hält sich der verzinkte Drahl leider ewig. Ich habe schon verfrorene Rosen ausgebuddelt, nach fünf Jahren, alles noch wie gehabt. Und wenn der Stamm dicker wird und das Wurzelwerk drum herum auch, dann ist doch die ganze Basis des Baumes irgendwann von Draht durchzogen, eingeschnitten oder wie auch immer. Aber das Wühlmausproblem wird hier auch nicht kleiner.

Ich habe ja Bienchen eine meiner beiden Konstantinopeler Apfelquitten versprochen. Die steht auch in so einem Korb und ist mit den anderen gepflanzt worden. Wenn der Boden da frei ist, dann mache ich zuerst die Quitte raus und werde ja dann sehen, wie es ausschaut an der Wurzel und wie sich das Geflecht benimmt.

Ich habe heut Werbung von Ward bekommen. Die werben mit einem Kalkdünger für Obstbäume - Kalkdünger-Granulat für Äpfel, Birnen und Co. "Enthält natürlichen Kalk, zusammen mit Nährstoffen und Spurenelementen" ;D , 1 kg - 6.90, ziemlich teuer - und ist das was?

Gebt ihr Obstbäumen im Frühling eine Kalkgabe? Oder reicht ordentlich Kompost und ne Handvoll Blaukorn?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 07. Februar 2014, 12:31:47
Habe grad gesehen, dass nebenan ganz viel über Kalk und Ph-Wert steht. Allerdings wüsste ich dennoch gern, ob dieser Obstkalkdünger sinnvoll wäre?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 09. Februar 2014, 11:43:17
Die einzigen wilden (in freier Natur aufgegenagenen) Apfelbäume, die ich in meinem Leben gesehen habe, wuchsen alle in saurem Boden:
Hier in Bayern im Moor, zwei am Rand einer durch die Filze führenden Sträßchens, noch einer hinter Stauwasser an der Filzenstraße an der Grenze zu torfmoosüberwucherten Sumpflöchern (und sicher keine 50cm über dem dort stehenden Wasser - wäre das als Unterlage für Leute mit hohem Grundwasserspiegel interessant?) - und ein weiterer am Entwässerungsgraben eines Torfstichs. Das sind alles stark saure, bittere Äpfel, nix zum Essen, wenngleich die Früchte rein äußerlich ganz manierlich aussehen.
Weitere wilde Apfelbüsche habe ich in einer (Quarz-)Sandgrube südlich von Farnkfurt gesehen.
Habe niemals Apfel wild in kalkreichem Boden aufkommen sehen.

Sind unsere Kulturäpfel von den Bodenansprüchen so sehr unterschiedlich von "Wildäpfeln"?
Ich nehme an, dass es sich bei den von mir gefundenen "Wildlingen" um ganz normale, aus einem Tafelapfel gekeimte Samen handelt, nicht um "echte" Holzäpfel.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 09. Februar 2014, 11:56:21
Das liegt eher daran, dass sie in solchen Ruderalflecken ungehindert wachsen können. Entlang Strassen, vor allem an Kreuzungen gehen ständig Apfelbäume wild auf, die werden nur sofort wieder zusammengemäht. Die Leute werfen Apfelbutzen aus dem Autofenster, aus den Kernen gehen immer wieder Bäume auf. Ich kenn solche Bäume (vor Brücken am Steilhang, wo man nicht mähen kann stehen sie öfters), manchmal gar nicht mal schlechte Äpfel.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. März 2014, 09:50:08
Bitte um Hilfe - ich habe junge Obstbäume als Spindeln, vorletztes Jahr im Herbst gepflanzt, letztes Jahr geschnitten und ev. zu wenig gewässert (wenig Zuwachs, aber ok.)

Meine Leittriebe sehen an der Spitze nun so aus, dass der "Spitzenrest" abgestorben ist und irgendwo relativ knapp drunter wieder ein Trieb wächst. Ist das richtig, wächst der dann gerade nach oben?

Schon, oder?

Und, wie verfahre ich weiter? Ich würde nun alles tote Holz wegschneiden wollen, das sähe konkret bei der Zwetschke so aus:



zw14.jpg



Dort, wo ich die roten Linien gesetzt habe, würde ich schneiden - richtig?


Zweite Frage, betrifft die Kirsche: Die hat eigentlich jetzt nur mehr den Leittrieb, aber überall treiben Knospen - es würden mMn dort neue Äste wachsen. Okay, die Kirsche war zur Pflanzung schon ein bissl wenig, aber soll so sein.

Nur: Wenn ich eine Spindel möchte, brauche ich's ja pyramidenartig aufgebaut - so sollten die unteren Äste kräftiger sein. Wenn aber nun gleichzeitig auf der ganzen Länge neue Äste wachsen, klappt das ja nicht?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. März 2014, 09:55:39
So, und hier das Teil, das ich am wenigsten begreife, den Pfirsich.

Da hatte ich ja auch im letzten Jahr geschnitten, daher die Stummeln. So, gewachsen ist auch der wenig, und heuer sollte ich die Frage nach wahren und falschen Fruchttrieben beantworten können, für den nun fälligen Schnitt.

Kann ich aber nicht, so viel ich auch nachlese. Und, ich frag mich auch, ob es bei dem zögerlichen Wachstum drauf ankommt? Vermutlich schon, oder? Aber viel ist ja nicht zum Schneiden?



pf14.jpg

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 23. März 2014, 10:37:35
Totholzstummel kannst du wegschneiden, klar. Der Neuaustrieb aus den Stammknospen soll mal die Seitenäste bilden, auch klar. Lass die Kirsche mal austreiben und wachsen, was für die erwünschte Form der Kronenbildung zu lang ist, musst du halt wieder kürzen. Einen Kronenaufbau kann man nur machen, wenn überhaupt erst mal Äste da sind.

Den Pfirsich wachsen lassen. Der soll erst mal Holz zulegen und Länge machen. Die Frage nach echten und falschen Fruchttrieben ist in diesem sehr frühen Baumalter noch nicht so wichtig. Der Winzling kann ja noch nicht mal die Früchte der echten Fruchttriebe ernähren.

Nur nicht so nervös. Man kann nicht alles sofort nach der Pflanzung regeln und verschnipfeln.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. März 2014, 10:49:59
Danke für die Hilfe, cydorian!

Ein Vorteil der Spindelerziehung ist ja, dass man nicht viel zu tun hat - ich fürchte aber immer, ich tue zu wenig. Als Anfänger frage ich da lieber nochmal :)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 08. Mai 2014, 08:27:35
Sagt mal ... meine schwarzen Johannisbeeren haben üppig geblüht - und nun sehe ich nur mehr wenige leere Rispen.

An Vogelfraß kann ich in diesem frühen Zustand kaum glauben - die Sträucher habe ich selbst aus einer gefundenen schon vorhandenen Johannisbeere vermehrt.

Kann es sein, dass diese Johannisbeere (die ja auch ein Sämling sein kann) "schuld" ist - oder waren es doch Tiere? Diese 2jährigen Stecklinge stehen zur Beurteilung da, insofern wüßte ich das gerne. Oder werfen Johannisbeeren ebenfalls die Früchte ab, wenn sie zu jung dafür sind? Gefroren hat es bei uns wohl nicht, ich suche Erklärungen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 08. Mai 2014, 20:14:00
Bei meinen schwarzen Johannisbeeren (Sorte "Bona" im 2. Standjahr) sind auch jede Menge unreifer Beeren heruntergefallen. Unbefruchtet? Frost? Keine Ahnung. Jedenfalls hängen anstatt langer Trauben nur mehr einzelne Beeren dran.
War das das "Verrieseln"?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 09. Mai 2014, 08:04:45
Interessant, auch wenns mir für Deine Johannisbeeren natürlich genauso leid tut wie um meine, b-hörnchen.

Deine Sträucher haben vermutlich ja auch noch nicht getragen und wären heuer theoretisch das 1. Mal in Ertrag gekommen. Oder ist das nur - wie bei anderem Obst auch - eine "Wachstumserscheinung", also könnte nächstes Jahr Ertrag kommen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 09. Mai 2014, 13:23:42
Die haben auch letztes Jahr schon ein bisschen getragen. Da habe ich mehrere Sorten gepflanzt und "Bona" hat mir besser geschmeckt als "Titania" oder "Silvergieters Schwarze".

Jetzt im zweiten Jahr sind sie schon besser entwickelt und haben gut geblüht.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 09. Mai 2014, 13:30:07
Ah - okay.

Nun ... merkwürdig. In meiner Erinnerung (Kinderzeiten) haben Schwarze Johannisbeeren immer verlässlich getragen.

Ich lasse meine halt noch im Beet und beobachte sie ein weiteres Jahr. Wenn sich diese nicht bewähren, hätte ich an aktuelle robuste Sorten aus dem Handel gedacht. Der endgültige Platz für Johannisbeeren ist ohnehin noch nicht pflanzbereit.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 09. Mai 2014, 19:41:27
Welchen Boden habt Ihr? Johannisbeeren mögen es nicht trocken, und wir hatten einen ziemlich trockenen April.
Ich musste in meinem Sanboden auch schon ein paar Eimer verkippen, weil die Beeren schon recht groß sind.

Könnte ich mir jedenfalls vorstellen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 09. Mai 2014, 19:51:44
Bei mir ist's speckiger Seeton (Ziegeleiton); der ist trotz des Regenmangels nicht richtig ausgetrocknet, solange die Bäume kaum Blätter hatten.
Das weiß ich, weil ich genug Pflanzlöcher ausgehoben hatte. 5 cm unter der Oberfläche war's eigentlich immer feucht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Mai 2014, 21:14:46
Johannisbeeren tragen besser, wenn ein Befruchter in der Nähe ist.

Meine Bona trägt gut, weil die Nachbarn auch schwarze Johannisbeeren haben.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 10. Mai 2014, 21:15:37
Je nu, bei mir stehen etliche Bona, so 2 Titania, eine Silvergieters Schwarze, eine Ometa (die soll angeblich die Beste sein - das muss ich mal genau checken, wie ist da eure Meinung?), zwei, drei "wilde rote" (keine Ahnung wo die herkommen) und dann noch Jostas (brrr, sind die fad und sauer) und etliche Stachelbeeren rum. Reicht das?

Die Fruchtansätze, die heruntergefallen sind, haben sich vorher rötlich-dunkel verfärbt - während die. welche hängengeblieben sind, noch völlig grün sind.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: paulche am 10. Mai 2014, 22:49:32
Je nu, bei mir stehen etliche Bona, so 2 Titania, eine Silvergieters Schwarze, eine Ometa (die soll angeblich die Beste sein - das muss ich mal genau checken, wie ist da eure Meinung?), zwei, drei "wilde rote" (keine Ahnung wo die herkommen) und dann noch Jostas (brrr, sind die fad und sauer) und etliche Stachelbeeren rum. Reicht das?

Die Fruchtansätze, die heruntergefallen sind, haben sich vorher rötlich-dunkel verfärbt - während die. welche hängengeblieben sind, noch völlig grün sind.

Mir schmecken eigentlich die weissen Johannisbeeren am besten, weil sie etwas milder sind. Sie werden auch weniger von Vögeln gefressen.
Als Stachelbeere habe ich die amerikanische Gigant. Als Besonderheit habe ich noch die Sachalinbeere. Leider wächst sie wenig und hat noch keine Früchte getragen. Ich habe schon ein paar junge Sämlinge. Wenn die Sachalinbeere trägt, werden ich bewusst Hybrid-Sämlinge von ihr großziehen und später vielleicht auch gezielt kreuzen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 11. Mai 2014, 05:57:47
Mein Boden ist lehmig-humos .... Trockenheit? Hmm, bin mir da nicht so sicher.

Allerdings habe ich nur 1 Sorte Schwarze Johannisbeeren, das ist richtig. Rote sind allerdings in der Nähe. Ich dachte, rot und schwarz "kann" miteinander (*hmpf* - bei den Johannisbeeren zumindest :-X )

Die kleinen roten Johannisbeeren (stehen daneben, auch als Stecklinge) sind befruchtet.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Elro am 11. Mai 2014, 09:44:02
Rot und schwarz eher nicht, rot und weiß ja ;)
Vielleicht brauchst Du noch eine schwarze oder auch grüne ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 12. Mai 2014, 08:36:26
Ja - unbedingt, elro!

Ich möchte ohnehin Johannisbeervielfalt im Garten haben ... und spätestens zum Herbst werde endlich wissen wohin + den Platz freimachen/umgraben/aufwerten und pflanzen können.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. Mai 2014, 14:57:38
Ich will mal einen Rundumschlag machen und fange mit dem Miesen an:

Alle - aber auch wirklich alle meine Obstbäume - sind völlig durchlöchert, zerfressen und schmeißen unbefruchtete Blüten ab. Der Kirschbaum hat irre geblüht - keine Bienen. Die Äpfel haben doll geblüht - die Blätter sind so krank, dass die Bäume wohl schon deshalb alles abwerfen. Zumindest bei den beiden Bäumen (Klarapfel, kleiner Roter Boskoop), bei denen ich nachsehen kann.

Die Quitte hat das erste Mal geblüht und die Raupen haben sogar die Blütenknospen angefressen und alle Spitzentriebe abgefressen - noch ist nicht alles abgefallen, naja.

Der Dreisortenbaum, die Pflaume, hat kaum Blätter - abgefressen. Eine Sorte hatte schon schön geblüht.

Die Erdbeeren haben offenbar Mehltau und sterben vor sich hin.

Bissel positiv ist, dass offenbar meine böse Spritzung gegen den Birnengitterrost erfolgreich war - die beiden kleinen Birnenhaben keinen Rost mehr - aber die Bosc Flaschenbirne ist so dünne, dass sie aussieht wie eine Palme (Zitat Staudo). Die Conference hat erstmalig geblüht und ich habe zwei Früchte entdeckt - hoffentlich halten sie. Hier ist weniger Fraß zu beobachten.

Die neu gepflanzte Reihen Beeren sieht sehr gut aus. Auch die, die zu lange im Wasser standen treiben jetzt aus. Viel Ertrag ist noch nicht, aber bissel zum Naschen sicher.

Erstmalig wird die Brombeere Loch Ness richtig viel tragen - der milde Winter. Ich habe sie an einem einfachen Rosenbogen und die bekommt jetzt lauter kurze Blütentriebe - perfekt.

Die Himbeeren haben sich wieder gut entwickelt, nachdem sie im Frühling sehr schlecht aussahen.

Von meinen zwei Blaubeeren ist eine inzwischen sehr gut, sie trug schon im letzten (2.Standjahr) etwas mehr - die andere Sorte, direkt daneben, wächst rückwärts und wird auch so gut wie nichts dran haben. Die sollen sich befruchtn - das irritiert mich natürlich. Dann dürfte die andere auch nichts dran haben. Die bessere Sorte ist Patriot, die andre Sorte weiß ich grad nicht.

Habe ich was vergessen?

Ach ja, auch die Walnussbäume sind alle beide zerfressen.

Mich würde so ein Rundumschlag auch von anderen interessieren - vor allem, was ihr ändern wollt, um ggf. diesen Schädlingsbefall zu reduzieren. Das ist doch nicth mehr normal. Da braucht man keine Obstbäume mehr zu pflanzen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 21. Mai 2014, 20:50:39
Enttäuschend:
Bei meinen Äpfeln haben nur der Topaz, der schattiger steht, sowie ein Mehrsorten-Hochstamm gut angesetzt, alle anderen (Buschbäume) trotz reicher Blüte sehr enttäuschend.
Selbiges gilt für Birnen. :-\
Mini-Kiwi: Schon wieder keine Blüte bei Kens Red und Bojnice, Julia blüht endlich, aber das Männchen nicht, also wird´s wieder nix.
Ouillins Reneklode (Graf Althanns ist noch zu jung)
Feige: nur Bornholmer/Nexö hat Ansatz
Tafeltrauben:
Wostorg, Arkadia zeigen keine Gescheine ??? Arkadia hatte sogar Winterschutz
Kodrianka wurde von Eulenraupen übel mitgespielt
Kgl. Esther blüht seltsamerweise nur auf einem Kordon-Arm ???
Süßkirsche: nur 2 dran... das ist weniger als letztes Jahr :(

Gut:
Unbekannte Sauerkirschen, 2 HSt
Hauszwetsche (HSt)
Johannisbeeren div., Stachelbeeren
Unbekannter gelber Pfirsich, Früher R. Ingelheimer, Dosenpfirsich Redhaven
Mirabelle von Nancy
Brombeeren
Tafeltrauben:
Helena, Pölöskei, Lakemont gut, die noch jungen Tafeltrauben KiMi Sap., Pod. Sap. auch gut, Birstaler blüht (nach Rode-Androhung ;D)
übrige Sorten durchwachsen, tw. noch nicht genügend Altholz/Wurzelwerk
Sehr gut: alle Quitten.

Ausblick:
Schädlinge werden weggespritzt im Rahmen des Zugelassenen, hauptsächlich Apfelwickler, Ameisen/Schildläuse usw. Gespinstmotten von Hand. Sprühflecken/Schrotschuss hab ich kaum, BGR ist hier nicht so extrem. Erstmals auch Apfelmehltau an Ontario (der bekommt so wie die Stachelbeere die Rebbehandlung mit).
Erste Johannisbeeren zeigen schon rötlichen Ansatz. Da die Amseln das mitbekommen, muss am Wochenende eingenetzt werden.
Irgendwie ist es ganz schön anstrengend... den Garten Eden hab ich mir anders vorgestellt :P

Da seit letztem Jahr die Waschbären da sind, steht noch in den Sternen, was von all dem übrig bleibt. Die machen das Maß voll: Was die Würmer, Insekten und Pilzkrankheiten übriglassen und die Wühlmäuse nicht durch Nagen in den Pflanzenhimmel befördert haben, holen sich diese Viecher, gegen die kaum was getan werden kann (darf) >:(
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 06:37:32
Guten Morgen,
Also folgende Wasserstandsmeldung aus unserem Garten:
Beim Kronprinz Rudolf waren die Blätter total zerfressen, Blüten waren keine da und somit auch keine Frucht. Der Mehrsorten-Birnbaum Hat auch nicht geblüht (na gut, wurde im letzten Herbst auch versetzt), die beiden Zwetschken (Toptaste & Topper) haben zwar Früchte, die Blätter sind aber total eingekringelt und durchfressen.
Die Ribisl & Himbeeren sind 1A - wie jedes Jahr. Der Golden Delicious trägt auch sehr ordentlich und hier auch die Blätter in Ordnung.
Und die Marille trägt heuer das 1. Jahr (seit 10 Jahren).

Ich habe so etwas schon befürchtet, nach dem warmen Winter wo wahrscheinlich keinerlei Schädlinge abgetötet wurden.

Ist jetzt zwar OT, aber wir haben soviele Schnecken, die mir das Leben in Gemüse-Hochbeet extrem schwer machen.

Giftspritzungen habe ich aus meinem Garten verbannt, ich spritze mit Zinnkrauttee und sonstigem biologischen Zuegs.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Mai 2014, 07:45:02
Meine Obstbaumblätter sind auch relativ zerfressen. Zuerst hab ich Raupen abgesammelt, dann entfernte ich (mit Wasser) immer mal wieder Blattläuse, jetzt sind schon die Marienkäfer da.

Wein und Erdbeeren gehts gut, bei Johannisbeeren bin ich erst im Aufbau, da suche ich noch 1 - 2 schwarze Sorten, vielleicht eine weiße/grüne und noch eine Stachelbeere. Die Himbeeren haben gute Fruchtansätze, müssen aber mittelfristig umziehen.

Ich war mal der Meinung, die "Golden Bliss" macht keine Ausläufer. Falsch, macht sie durchaus.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 22. Mai 2014, 10:33:48
Bissel positiv ist, dass offenbar meine böse Spritzung gegen den Birnengitterrost erfolgreich war - die beiden kleinen Birnenhaben keinen Rost mehr -
Um den Gitterrost mach dir mal keine Sorgen, die Flecken kommen erst noch. Einer meiner Bäume hat jedes Jahr einen leichten Befall den ich beobachte, es ist bisher aber noch nichts zu sehen.
Ich bin bisher mit der Entwicklung im Obst recht zufrieden. Eine Aprikose hängt so überreich voll dass sich die Äste jetzt schon biegen. Sie hat in der letzten Februarwoche und der ersten Märzwoche geblüht, bei sehr schönem Wetter und wird die Verluste bei den beiden anderen, später blühenden die verregnet sind wohl ausgleichen können.
Die Kirschen röteln gerade, was bei dem sehr reichlichen Behang auch so zu erwarten war. Interessanterweise sind die schwarzen Kirschenläuse an den Triebspitzen der Vogelkirschen und nicht am Sortenbäumchen (Summit).
Auch der Pflaumensägewespe konnte ich ein Schnippchen schlagen, so dass die Bellamira erstmals gut angesetzt hat. Hoffentlich reift sie wirklich später als die Nancy, da diese uns auch dieses Jahr wieder mit Früchen zuschmeissen wird.
Die Pfirische kräuseln kaum, haben dafür schon wieder ein paar durch Blattlausbefall eingerollte Blätter.
Alles andere sieht unauffällig normal aus.
Zu den Hochstämmen komme ich erst wieder im Spätsommer hin, aber da wird außer Schnitt eh nichts gemacht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Mai 2014, 11:21:09
Vielen Dank - ich freue mich über die vielen Antworten sehr.

Ayamo - bei den Äpfeln ist es auch so - so eine starke Blüte habe ich überhaupt noch nie erlebt, aber es scheint fast nichts dran zu sein. Du schreibst "weggespritzt im Rahmen des Zulässigen". Ich habe kein Mittel gefunden, dass ich im Hausgarten benutzen dürfte. Überall stand dran - nur Erwerbsgartenbau und 30 entfernt von Gewässern - das kann ich nicht einhalten. Welches Mittel hast du denn verwendet und vor allem wann - bei Befall blühen doch die Bäume schon, oder? Ich will nächste Saison mal solche Fallen in die Bäume hängen.

Stachelbeermehltau habe ich gestern auch entdeckt - erstmalig in meinem Garten an einem neuen Hochstämmchen :-X

@ Martina - haben denn die Bäume trotz der zerfressenen Blätter angesetzt? Kannst du das schon sagen?

@ Austria traveller - weißt du noch, woher die Toptaste stammt? Ich überlege, ob ich die "Hanita" im Herbst rausschmeiße. die hat wieder kaum geblüht und fast nichts angesetzt. Und die paar Früchte holt auch hier inzwischen ein Waschbär. Nützen die biologischen Mittel etwas, also ganz deutlich - und woher beziehst du die?

@ Floris - welcher Art war das Schnippchen, dass du der Pflaumensägewespe geschlagen hast? Hast du beobachtet, ob es bei Euch Bienen gab zur Kirschblüte? Bei uns war es zur Blütezeit weit unte 10 Grad - keine Bienen - keine Kirschen.

L.G.
gänselieschen

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 12:04:40
@ Austria traveller - weißt du noch, woher die Toptaste stammt?
Ja das weis ich noch, es wird dir allerdings nicht viel nützen, weil ich ja in Wien wohne. Die Topper habe ich dazu gesetzt, da die Toptast letztes Jahr keine frucht gehabt hat - jetzt funktioniert das ganz gut.
Ich habe sie von hier her:
www.schreiber-baum.at/
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 12:05:20
Ich habe sie von hier her:
www.***bitte keinen spam***/

SCHWEINEREI - das ist KEIN Spam !!!!
www.schreiber-baum.at
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 12:06:13
Ich habe sie von hier her:
www.***bitte keinen spam***/

SCHWEINEREI - das ist KEIN Spam !!!!
www.***bitte keinen spam***

Das wird ja immer besser:
wewewe.schreiber-baum.at/

"Schreiber Baum" bitte googeln .... was ist jetzt mit dem Forum los ???????????????
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Mai 2014, 12:07:08
Das finde ich aber auch - das war ne ganz normale Frage an einen erfahrenen User.

Und nun?
Schick mir doch ne pn, aber schön ist das grad nciht.


o.k. Dann guoogel ich, aber da ist wohl jemand über's Ziel hinaus geschossen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Mai 2014, 12:11:55
@ Martina - haben denn die Bäume trotz der zerfressenen Blätter angesetzt? Kannst du das schon sagen?

Die sind fast noch zu klein, einige im Herbst 13, den Rest im Herbst 12 gesetzt ... die Kirsche ja (3 Stück 8) ), der Pfirsich fast zu viele, ich hoffe, er wirft selbst bald ab, Ringlotte und Zwetschke nein (hätte evtl. schon können/sollen), Birnen und Marille nein (erste Saison).

Wobei die beiden Birnen bei der Blütezeit heuer nur wenig Überlappung hatten, ich hoffe, das wird besser mit der Zeit.

PS: Ich hab meine auch vom Schreiber - und werde dort im Herbst nochmal kaufen, diesmal ist ein kleines Apfelspalier dran.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 12:22:32
Hier der Nachtrag für alle, wo ich meine Zwetschke Toptaste her habe:
http://www.naturimgarten.at/partnerbetriebe/weinviertel/obstbaumschule-schreiber-poysdorf
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Mai 2014, 12:29:56
Ich finde auf der Seite aber keinen online-shop. Hast du dort angerufen?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 12:45:09
Ich finde auf der Seite aber keinen online-shop.
Du, das ist eine Baumschule und keine IT-Fachgeschäft. ;D
rechts oben hast du den (gespamten !) Link auf die Firma Schreiber. Must anrufen, wenn du was brauchst; ev. öfters probieren.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Mai 2014, 12:46:31
Meine Frage - ist doch o.k :D - manche machen auch als Baumschule online Bestellungen. Aber das macht natürlich auch ne Menge Bürokram zusätzlich.
Mein Lieblings-Staudenanbieter hat den online-Versand vor zwei Jahren eingestellt :-\
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 12:52:11
Meine Frage - ist doch o.k :D -
War doch nur ein Späßchen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Mai 2014, 12:53:44
Meine Frage - ist doch o.k :D -
War doch nur ein Späßchen.

 ;D Eines, bei dem ich grinsend genickt habe.

PS: Aber seien wir uns ehrlich, es war zu erwarten, dass nach diesem milden Nicht-Winter der Schädlingsdruck recht hoch sein wird.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 13:01:33
PS: Aber seien wir uns ehrlich, es war zu erwarten, dass nach diesem milden Nicht-Winter der Schädlingsdruck recht hoch sein wird.
Ja, leider war es zu erwarten :o
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 22. Mai 2014, 13:01:48
da ist wohl jemand über's Ziel hinaus geschossen.

Das ist nicht "jemand", sondern die Forensoftware vollautomatisch. Schnell und wirkungsvoll umgangen: Stichworte für die Suchmaschinensuche nennen, dann findet man die Informationen sofort.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 13:03:17
sondern die Forensoftware vollautomatisch.
Vollautomatisch passiert erstmal garnichts. Es müssen Befehle dafür gesetzt werden. Scheinbar hat das was mit Java zu tun.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: enigma am 22. Mai 2014, 13:07:52
Aber seien wir uns ehrlich, es war zu erwarten, dass nach diesem milden Nicht-Winter der Schädlingsdruck recht hoch sein wird.

Worauf gründet sich deine Vermutung?
Man könnte genauso vermuten, dass auch die "Nützlinge" in diesem Mild-Winter besser zurechtgekommen sind.

Abgesehen davon ist die Unterteilung in "Schädlinge" und "Nützlinge" eine, die vom Standpunkt des Gärtners oder Obstbauern aus gemacht wird.
Die Natur unterscheidet aber nicht zwischen Nütz- und Schädlingen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 22. Mai 2014, 13:10:09
Na da bin ich ja beruhigt - wegen der Saftware natürlich.

Das mit dem Schädlingsdruck habe ich wirklich so noch nie beobachtet. Allerdings hatten wir drei harte Winter und die jungen Bäume sind auch genauso alt. Bei den alten Bäumen habe ich nicht so genau hingeschaut. Irgendwann hatte ich mich auch damit abgefunden, dass ich mit Obst kein Glück habe. ....und dann die neuen Bäume gepflanzt.

Kann nur besser werden.

Ich erhalte auch immer noch eine total moniliaverseuchte Schattenmorelle, weil sie im Frühling immer so schön blüht. Aber jetzt sieht sie grad wieder richtig fies aus mit ihren langen braunen Zweigen.
Würdet ihr so einen alten Baum erhalten - wegen der Blüte, oder doch aus Sicherheitsgründen, wegen der Ansteckung doch fällen. Der Baum hat vier ganz dicke fast bodennahe Stämme, zwei davon sind schon recht verfault.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 22. Mai 2014, 13:31:25
Aber seien wir uns ehrlich, es war zu erwarten, dass nach diesem milden Nicht-Winter der Schädlingsdruck recht hoch sein wird.

Worauf gründet sich deine Vermutung?

Meine Oma, die Gärtnerstochter war und selber den Eltergarten mitbestellte, hat das schon immer gesagt ;D Und es war dann auch so ...

Außerdem die Bäurin im Waldviertel, die also bei ganz anderen Bedingungen dasselbe beobachtet hat. Und auch die hatte immer Recht.

 ;D

Aber ja, man könnte vermuten, dass die Nützlinge auch gut durch den Winter kamen - wobei man ja nur für tierische Schädlinge Nützlinge findet.

Das weite Feld der Pilzerkrankungen hat ja keine Nützlinge als Gegengewicht.

(Merkwürdig, eigentlich.)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: enigma am 22. Mai 2014, 13:38:40
Daran sieht man, wie sehr diese Unterteilung durch die menschliche Sichtweise geprägt ist.

Wobei "Sichtweise" durchaus auch wörtlich gemeint ist: Die "Gegenspieler" - vulgo: Nützlinge - der Schädlinge sieht manb: Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen und natürlich vor allem diverse Vögel.

Gegenspieler (auch abiotische) pathogener Pilze gibt es auch, die sieht man aber nicht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 14:05:03
Worauf gründet sich deine Vermutung?
Erfahrung 8)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: enigma am 22. Mai 2014, 14:07:13
Worauf gründet sich deine Vermutung?
Erfahrung 8)

Das ist in solchen Fällen die trügerischste Erkenntnisquelle. ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 22. Mai 2014, 14:13:49
Ich habe gelernt, dass nicht der Verlauf des Winters ausschlaggebend für Schädlingskalamitäten ist, sondern die Bedingungen im Frühjahr zu Beginn der Aktivität. Meine bisherigen Erfahrungen passen dazu.
Ausnahme war die Sitkafichtenlaus, die als erwachsenes Tier überwintert und etwas kälteempfindlich ist. Bei denen habe ich dieses Frühjahr mit Problemen gerechnet, interessanterweise war es nicht so. Ob die Blaumeisen die alle geholt haben?
Aber die Schnecken waren zeitig aktiv.
An der Mirabelle habe ich direkt nach der Blüte gegen die Pflaumenlaus behandelt, das hat auch den Sägewespenlarven offenbar nicht gefallen. Die zuerst befallenen Früchtchen fielen zwar ab, es hat dann aber vermutlich nicht mit dem Wechsel in andere Früchte geklappt, so dass etliche vor dem Befall verschont blieben.
Meine Kirschen blühten Ende März bei schönstem Frühsommerwetter und alles was an Blütenbesuchern denkbar ist hatte sich eingefunden :)



Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 22. Mai 2014, 14:36:36
An der Mirabelle habe ich direkt nach der Blüte gegen die Pflaumenlaus behandelt, das hat auch den Sägewespenlarven offenbar nicht gefallen.

Mit welchem Mittel?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 16:48:12
Das ist in solchen Fällen die trügerischste Erkenntnisquelle. ;)

Die letzten hundert Jahre hat es funktioniert ;)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: enigma am 22. Mai 2014, 16:50:55
Das ist in solchen Fällen die trügerischste Erkenntnisquelle. ;)

Die letzten hundert Jahre hat es funktioniert ;)

Damit dürftest du unser ältestes lebendes Forumsmitglied sein! ;)

Natürlich mit Ausnahme von Erich! ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 22. Mai 2014, 18:02:33
Damit dürftest du unser ältestes lebendes Forumsmitglied sein! ;)
Schön, daß du das erkannt hast.
Und in Zukunft etwas mehr Respekt vor dem Alter ;D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 22. Mai 2014, 21:17:47
@cydorian: Calypso Perfekt AF
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 23. Mai 2014, 10:17:16
@ Gänselieschen

... Ich habe kein Mittel gefunden, dass ich im Hausgarten benutzen dürfte. ...
 Welches Mittel hast du denn verwendet und vor allem wann - bei Befall blühen doch die Bäume schon, oder? Ich will nächste Saison mal solche Fallen in die Bäume hängen.

Stachelbeermehltau habe ich gestern auch entdeckt - erstmalig in meinem Garten ...

Zulässig im Hausgarten gegen den Apfelwickler - bei mir der Hauptschädling - ist "Bayer Garten Raupenfrei". Das ist dasselbe Mittel wie "Runner" (Profibereich). 240 g/l Methoxyfenozid, sogar die Dosierung des Wirkstoffs ist dieselbe, was nicht immer der Fall ist ;)
Die kleine doch recht teure Gebindegröße soll dafür sorgen, dass der Laie nicht achtlos überdosiert. Soll ja vorkommen.

Granupom / Madex 3 sind auch zulässig (Granuloseviren), ist "bio". Da kenn ich keine Kleingebinde, gibt´s aber vielleicht, bekomme ich glücklicherweise von meinem Onkel (Landwirt).
 
Und der Befallszeitpunkt mit Apfelwickler liegt weit nach der Blüte! Und zwar, wenn die Wärmesummen zur Entwicklung der 2. Generation (1. diesjährigen) ausgereicht haben und die Weibchen fliegen. Überschlagsmäßig ist dass dann der Fall, wenn abends 15°C sind.
Spritzzeitpunkt ist auch erst bei Befallsbeginn! Die Falter legen die Eier auf den Baum, die Larve krabbelt zur Frucht und frisst sich hinein. Da muss der Wirkstoff schon auf der Frucht sein. Leider muss man für eine vollständige Kontrolle alle 8-10 Tage spritzen bzw. auch nach mehr als 20 Millimeter Regen. Aber selbst wenn das nicht ganz perfekt gemacht wird, erreicht man eine erhebliche Reduzierung. Die Birnen nicht vergessen, da gehen sie auch ran!

Die Fallen bringen dir nicht viel! auch wenn die im Baumarkt so beworben werden. Damit fängst man nur einen Teil; die Fallen werden im Profibereich zur Überwachung des Flugs (Indikation des Behandlungsbeginns) eingesetzt. Angesichts des hohen Preises für Kleinverbraucher reine Geldschneiderei.

Stachelbeere: Schwefelpräparate sind im Hausgarten und im Bioanbau zulässig.

Gruß
Ayamo


Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 23. Mai 2014, 10:51:05
Vielen Dank für die Tipps.

Gehe ich damit richtig, dass ich für dieses Jahr also wirklich nur noch hoffen kann, dass noch ein gesunder Neuaustrieb an den geschädigten Bäumen kommt?

Habt Ihr ne Ahnung, warum die Äpfel trotz irrer Blüte und gutem Wetter so schlecht angesetzt haben könnten - aber alle vier Bäume?
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 23. Mai 2014, 11:20:37
Es waren zu wenig Befruchter unterwegs. Egal ob Bienen oder Hummeln, die Blüte war dieses Jahr bei uns vier Wochen vor letztem Jahr und zwei Wochen vor normalen Jahren. An meinen Bienen ging die Frühlingsblüte zum Grossteil vorbei, die Völker waren noch nicht stark genug, wenig Flugbienen, noch sehr mit Brutpflege beschäftigt. Als Hummeln und Bienen mehr wurden, war die Blüte durch.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 23. Mai 2014, 12:07:28
Dann wird das wohl auch hier der Fall gewesen sein,Hummeln gab es zwar, aber die schaffen das nicht. So richtig sehen wird man den Ansatz bei den Äpfeln sowieso erst später - hoffe ich. Jetzt ist es sehr unübersichtlich, die abgetrockneten BLüten, angefressenen und getrocknete Blätter. Sieht insgesamt sehr krank aus.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: cydorian am 23. Mai 2014, 13:24:14
Auf der Wiese habe ich mehrfach Bäume mit Neemöl gespritzt, in den ersten beiden Häutungsstadien hilft es angeblich. Optisch ist kein Unterschied zu nichtgespritzten Bäumen zu erkennen, zerfressen sind alle. An kleinen Bäumen habe ich mühevoll von Hand permanent Raupen abgesammelt. Die stehen jetzt sehr gut da, das hat sich gelohnt wo es möglich war. Ich habe mich bereits mit Leimringen für den Herbst eingedeckt, es wird nächstes Jahr gebietsweise eine Kahlfrasskatastrophe geben, auch ein BC-Präparat werde ich vorab besorgen.

Augenfällig ist der Unterschied zwischen Apfelsorten, die eher früh und eher spät blühen. Die späten Blüher haben allesamt sehr gut angesetzt (natürlich trotzdem von Raupen zerfressen), da waren die Befruchter schon weiter. Birnenlaub sieht auch gut aus, Fruchtansatz wurde durch Raupen teilweise komplett vernichtet, was noch hängt ist steinzellig-verkrüppelt weil angefressen. Auch recht, ich ernte eh kaum Birnen wegen der fliegenden Ratten, massenhaft Meisen die aus reiner Zerstörungslust alle unreifen Früchte verpicken.

Optisch werden die zerfressenen Bäume im Juni ab der Sommersonnwende wieder schön, Laub treibt nach. Geschwächt sind sie trotzdem, nach Frassjahren ist der darauffolgende Blütenansatz schwach.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Martina777 am 23. Mai 2014, 13:32:42
Danke für die Infos, cydorian!

(Leimringe hab ich auch schon da.)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 26. Mai 2014, 22:30:48
Morgen soll es regnen und die reifenden Erdbeeren würden "schmutzig" werden, so würde ich sie gern mulchen, aber womit?

Stroh habe ich keines (zumindest nicht ohne Karnickelmist drin :-X )

Grasschnitt habe ich nur schon etwas angeschimmelten, außerdem sind an den Erdbeeren haftende Grasschnipsel lästig.

Würdet ihr mit Weihnachtsbaumhäcksel mulchen? Erdbeeren mit Tannenduft. Vielleicht kommen die Schnecken auch nicht so schnell durch die Nadeln. ???
Da habe ich noch einen Kübel voll rumstehen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: erdferkele am 29. Mai 2014, 17:52:58
Hallo zusammen!
Nachdem ich mich schon vor sehr langer Zeit hier im Forum vorgestellt habe und dann immer nur Leser statt Schreiber war, möchte ich nun von unseren Erfahrungen mit unserem Obstgrundstück berichten.
Wir haben 2007 ein ziemlich verwahrlostes Grundstück am Kaiserstuhl übernehmen können. Nachdem wir es mühsam von Brombeer-, Himbeer- und Brennnesselwildwuchs, Sperrmüll und gefühlten 100 Holzpaletten befreit hatten, konnte es mit der Pflanzerei losgehen.
Auf dem Grundstück waren noch ein uralter Apfelbaum (vermutlich ein Brettacher), drei Süßkirsch-Hochstämme (Sorten unbekannt, aber sehr lecker und fast immer wurmfrei), und das ein oder andere Ziergehölz, wovon auch einiges raus geflogen ist.
Im Herbst 2007 pflanzten wir:

Apfel Gewürzluiken, Halbstamm (er trägt dieses Jahr die ersten Früchte, im Frühjahr 2013 habe ich mich im Veredeln versucht und zwei Edelreisser von einem rotfleischigen Apfel drangebastelt, was etwas verpfuschelt aussieht, aber angewachsen ist).
Birne Vereinsdechants, Halbstamm (hat schon das ein oder andere Birnchen getragen).
Birne Stuttgarter Geisshirtle, Halbstamm (wie bei der Vereinsdechants).
Pfirsich roter Ellerstetter, Buschbaum (wg. Wildverbiss gestorben).
Pfirsich Suncrest, Buschbaum ( durch Wildverbiss ein bedauernswerter Anblick, aber er lebt und trägt).
Quitte Cydora, Buschbaum ( ein schön gewachsener Baum, trägt auch gut, nur sind alle Früchte so sehr vom Apfelwickler befallen gewesen, dass ich sie entsorgen musste! Wird das dieses Jahr wieder so, müssen wir was dagegen tun).
Sauerkirsche Morellenfeuer, Buschbaum (bei der Pflanzung der schönste Baum, danach nur noch Sorgenkind: wächst schlecht, verkahlt trotz Schnitt, trägt winzige Früchte, wahrscheinlich ist ihm der Lössboden im Winter zu nass?!).
Aprikose Orangered, Buschbaum (ein inzwischen riesiger Baum, der prima trägt, dieses jahr sind einige Triebspitzen abgefroren).
Mirabelle Nancy, Buschbaum (auch ein sehr großer Baum. Sie hatte jedes Jahr eine handvoll Früchte, dieses Jahr hängt sie richtig voll).
2 Weinbergpfirsiche, weißfleischig aus Kernen gezogen(einer ist durch Wildverbiss gestorben, der andere wurde von den Rehen zu einem Busch umgewandelt, welcher aber gut trägt).

2009 kamen noch dazu:
Zwetschge Fellenberger, Buschbaum (ein noch kleiner Baum, der dieses Jahr die ersten Früchte trägt).
Pfirsich Blutpfirsich, Buschbaum (schöner Wochs, trägt reichlich).

2011 kamen noch dazu:
Krete (trägt noch nicht).
Gubener Spilling (trägt noch nicht).
Aprikose (Name muss ich noch nachsehen), Buschbaum (trägt dieses Jahr die ersten Früchte, musste ausgedünnt werden).

2012 kamen noch dazu:
kleiner Spilling (trägt dieses Jahr die ersten Früchte).
Apfel Krumpeter (Sommerapfel), Halbstamm (trägt noch nicht, ist sehr klein).
Apfel Signe Tillisch, Halbstamm (hat dieses Jahr schon geblüht, dann alle Blüten abgeworfen, da er noch zu klein ist).

Zusätzlich pflanzten wir 2007 noch eine Wildobst- und Rosenhecke um das Grundstück bestehend aus diversen Wildrosen, Salbei, Zierquitte, Apfelbeere, Felsenbirne, Schlehe, schwarze Maulbeere Holunder, Kornellkirsche, Mispel und Ölweide (ich hoffe ich habe nichts vergessen).


Was uns noch fehlt?
Noch ist ein bisschen Platz übrig, der aber auch gerne zum Spielen genutzt wird.
Eventuell könnten wir noch eine Mandel pflanzen oder eine Reineclaude oder eine Nashi Birne, eine weitere Spillingsorte oder ähnliches wäre auch toll...oder doch noch eine tolle Birnensorte?
Mal schauen, was noch kommt. Wenn das alles richtig trägt, muss es ja auch verarbeitet werden...
Zum Glück kann man aus vielem tollen Saft machen und hier in der Gegend gibt es auch viele Leute mit Brennrecht, die würden einem ja auch das ein oder andere abnehmen (wie sich da wohl die Spillinge eignen würden?).

Da hier ja auch um Berichterstattung zu den Schädlingen und anderen Problemen gebeten wurde, muss ich als erstes lobend erwähnen, dass bei uns trotz fehlendem Zaun noch nie Obst geklaut oder Bäume/ Pflanzen beschädigt worden sind.
Im Frühjahr nach der ersten Pflanzung mussten wir leider feststellen, dass unsere jungen Bäume für Rehböcke prima dazu geeignet sind, sich den Bast von den Hörnern zu schaben. Auch die Rosentriebe waren je nach Sorte mal mehr mal weniger abgefressen. Die überlebenden Bäume und jede weitere Neupflanzung haben wir sofort mit einem Wildverbissschutz versehen, was bis jetzt das Schlimmste verhindert.
Im Sommer wird bei uns nie gegossen, da der Lössboden das Wasser (manchmal zu gut) speichert reicht das den Bäumen. Dadurch ist die Oberfläche des Bodens aber sehr trocken, was unzählige Ameisen dort ihren Lebensraum finden lässt, die wiederum unzählige Läuse auf unsere Bäume an die saftigen Triebspitzen schleppen und sie dort gegen alle Nützlinge (Vögel ausgenommen)verteidigen. Dadurch haben wir einige verkrüppelte Triebspitzen, die ich aber auch nicht entfernen möchte, da dann ja fast jeder Ast abgeschnitten werden müsste.
Trotzdem ist der Wuchs der betroffenen Bäume insgesamt schön.
Die Sauerkirsche fliegt wegen den oben bereits beschriebenen Gründen bald raus. Vorher versuchen wir es noch mit einem kräftigen Rückschnitt und evtl. regelmäßiger Düngung mit Kompost/ Jauche? (über Ratschläge, was man sonst noch so tun könnte, evtl. auch Umpflanzen?, würden wir uns freuen).
Wildschweine hatten wir auch schon mal zu Gast, die haben aber „nur“ die freie Fläche umgegraben. Dann macht noch irgendein Tier kleine Löcher in die Wiese (evtl. Krähen oder ein Dachs auf der Such nach Engerlingen?).
Und: ja, natürlich, auch wir haben sie: WÜHLMÄUSE!!!!!
Zum Glück ist bei uns jeder Baum mit einem Drahtkorb geschützt. Aus Unerfahrenheit haben wir den verzinkten Draht genommen, welcher sich aber nicht nachteilig bemerkbar macht). Wenn ich daran denke, kann ich ja mal vorsichtig nachschauen, ob er sich doch auflöst (das wäre gut möglich, denn der Boden ist den ganzen Herbst/ Winter total nass.

So, das war der Erfahrungsbericht zu unserem Freizeit-/ Baumgrundstück, welches wir an vielen Wochenenden, zum Gärtnern, Pflegen, Ernten, Spielen, Grillen und manchmal auch einfach nur zum Genießen besuchen.

Dann wäre da noch unser Garten am Haus, welcher mit den Schwiegereltern geteilt wird (jeder hat seine Ecken, die er selber gestalten kann).
Dort haben wir ( was jetzt weniger zum Obstthema passt) eine Sitzecke mit Schattenpflanzen, ein Bauernbuchsbeet mit Bartiris, ein Hühnerauslauf komplett ohne Pflanzen...öhem, Gemüsebeete und, um wieder zum Thema zurüchzukehren ein Minikiwibeet (Kiwai aus den USA, Kiwai Granda, Issai, Pyramidenkiwai, apfelförmige kiwai, Kens Red, Roter Riese, männliche Kiwai) , mit integriertem Sitzplatz, in dem auch noch Johannis-, Josta- und Stachelbeeren sowie Rhabarber und Erdbeeren in Gemeinschaft mit verschiedenen Stauden wachsen.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen: hie steht auch noch ein aus einem Kern gezogener weißfleischiger Weinbergpfirsic h, ein Feigenbaum (Sorte unbekannt) und Schwiegervaters Apfel (Effringer Kurzstiel, Halbstamm) .

So das war´s jetzt für´s erste aber wirklich, sonst mag sich das ja keiner mehr durchlesen. Ich hoffe ich komme jetzt häufiger zum schreiben. Ich möchte dann auch mal ein paar Bilder einstellen (wir haben erst heute wieder so schöne machen können), aber da muss ich mich aber erst noch informieren, wie das geht.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: austria_traveller am 05. Juni 2014, 06:34:32
@ Austria traveller - weißt du noch, woher die Toptaste stammt?
Guten Morgen forum,

Nachdem Nina meinen link repariert hat, schreibe ich es gerne nochmals öffentlich. Also die Quelle für die Toptaste war die Obstbaumschule Schreiber
http://www.schreiber-baum.at/
Dort habe ich auch die Zwetschke Topper gekauft, die eine Befruchtersorte für die Toptaste sein soll.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Beerenträume am 20. Juni 2014, 17:43:54
Auch von mir ein Rundumschlag:
Zunächst zum Positiven. Begeistert bin ich von den Maibeeren, die bis hinein in eher schattige Standorte gut tragen, Blue Velvet ist im dritten Jahr, die hat bei den Früchten bei der Größe noch einmal eine Schippe zugelegt. Das Erntefenster ist bei verschiedenen Standorten zeitlich sehr weit, dieses Jahr haben anders als letztes Jahr die Vögel von den Beeren weitgehend den Schnabel gelassen. Bis Ende Juni werde ich Maiberen haben, die anfangs alleine schlecht zu verwerten sind, aber als Ergänzung zu Erdbeeren dann doch sehr lecker sind. Mit einigen schmalblättrigen Sorten wie Kalinka bin ich nicht zufrieden, die Früchte sind im Vergleich klein und teilweise schmecken sie widerlich. Selbst bei Kordes Jungpflanzen wird Kalinka mit 1,5 Zentimeter angegeben, andere Sorten mit drei Zentimetern oder drei bis vier Zentimetern, warum will man diese Sorte hier überhaupt verbreiten? Wenn man den etwas flächigen Wuchs von Blue Velvet nicht mag, ist man mit den Standardsorten Lenita, Amfora, aus Osteuropa gut bedient. Zu etwa Eisbär und Balalaika kann ich nichts sagen, da diese dies Jahr noch nicht getragen haben, von Eisbär hatte ich nur Jungpflanzen.

Die Himbeerernte wird wie letztes Jahr überreichlich, gut gefallen mir die Himbeeren, die ich unter Koniferen gepflanzt habe (unter anderem Mammutbäume), sie wuchern da nicht ganz so sehr.

Die ersten Heidelbeeren sind auch reif, der Ertrag ist über alle Pflanzen gesehen sehr gut, hier bei Hamburg in den Böden auch völlig unproblematisch.
An schwarzen Johannisbeeren habe ich eine ganze Menge, zumeist aber junge Pflanzen, Ertrag ist o.k., als Geschmacksergänzung braucht man ja auch keine Mengen.

Bei den Erdbeeren bin ich mit den Naschsorten eigentlich zufrieden, auch wenn diese relativ viel Platz in Anspruch nehmen. Dieses Jahr klappt es auch noch mit den Großfruchtigen, die die Quantität liefern sollen, aber die von mir hierzu benötigte Fläche und der Ertrag stehenden z.T in keinem rechten Verhältnis, entweder lege ich für diese ein stinknormales Beet an oder kauf diese einfach zu. Mein Ansatz, über ein relativ dichtes Blätterdach den Vogelfraß zu minimieren, hat Schwierigkeiten, da sich nie ganz klar sagen lässt, wo da unter dem Blätterdach dann tatsächlich reichlich Erdbeeren sind und wo gar keine. Das Düngen ist auch schwierig. Und die ganze Ernte kostet so viel Zeit, dass sich diese Form von Anbau nicht so richtig lohnt.

Eine ordentliche Auswahl von Naschsorten, bei denen auch die weißen nicht fehlen sollten, ist aber etwas tolles, das kann man auch nicht kaufen. Zur optischen Bereicherung finde ich auch reinweiße Erdbeeren wie Weiße Baron Solemacher ganz schön, eine Pflanze reicht ja, witzig ist auch Little Scarlet, die Früchte sind sehr klein, im Vergleich zu Walderdbeeren sehr fest und haben einen unverwechselbaren Geschmack, vielleicht besser für Marmelade als für den puren Rohgenuss.


Der Süßkirschenertrag ist mäßig, ich hoffe dass die Vögel nicht noch kräftig zuschlagen, dann hat man bei mäßigen Ertrag wenigstens anständige Qualitäten.
Alle neu gepflanzten Sauerkirschen tragen wenigstens versuchsweise etwas, ansonsten hatten auch die Schattenmorelle und Safir einen richtig guten Ertrag.

Mit Äpfeln und erstmalige Birnen bin ich auch so zufrieden, manche Bäume haben erst ab letzten Herbst mehr Licht bekommen, da verlängert sich die Galgenfrist um ein Jahr. Wenn der Dülmener Rosenapfel im zwanzigsten Standjahr immer noch nicht mehr als fünf Äpfel rausrücken will, muss dann die Kettensäge ran.
Meine Pflaumen und pflaumenartigen tragen bislang nur begrenzt, aber immerhin.

Bei den Kiwis bin ich mit den Jennys sehr zufrieden, ob Hayward was trägt, kann ich noch nicht so richtig erkennen, meine Mini Kiwis wachsen in feuchten Boden sehr schön, in ärmeren Boden tun sie sich sehr schwer.


Von den Reben tragen 30 ganz gut, bei zehn gibt es wenigstens etwas zu probieren. Leider ist es hier in Hamburg mit der Wärme immer ein gewisses Problem, die meisten Reben im Freistand haben noch nicht geblüht, an den wärmsten Standorten am Haus stehen leider ausgerechnet die Sorten der Vergangenheit, die ich eigentlich weniger brauche. Wenigstens ist das vegetative Wachstum ganz gut, ich hoffe dann, dass nächstes Jahr schon zwei Drittel der Reben tragen werden.


Die neugepflanzten Asiminas machen sich ganz gut, wahrscheinlich gibt es sogar eine Frucht. Neu habe ich hier kleinere Jungpflanzen von Praskac und etwas höhere Jungpflanzen aus Italien, letztere haben wenigstens den Vorteil, Sonne schon einen Tick besser zu vertragen und aufgrund des 70/80 Zentimeter hohen Stammes für Schnecken nicht so verlockend zu sein. Da werde ich sehen, wie gut sich die unterschiedlichen Pflanzen im Laufe des Jahres machen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: erdferkele am 21. Juni 2014, 12:23:26
Gestern haben wir geerntet:
Endlich mal wieder Kirschen, nicht nur zum so essen, sondern knappe 15 Kg von unserem noch recht kleinen Kirschhochstamm, Sorte unbekannt, aber sehr lecker, knackig und groß.
Auch der Aprikosenbaum Orangered hat es auf eine Ernte von fast 5 Kg gebracht. Und die sind soooo lecker!
Dann noch ein paar Bilder von unserem Grundstück in der Übersicht und ein paar der verschiedenen Obstbäume.


Obstbaumgrundstück 1



Obstbaumgrundstück 2



Aprikose Orangered



Blutpfirsich



Nancy Mirabelle



schwarze Maulbeere



Vereinsdechantsbirne



Weinbergpfirsichsämling



Zierquitte



Leider ist das Foto von der Kirschenernte noch zu groß, um es hochzuladen. Ich werde es nochmal bearbeiten müssen und liefere es dann nach!

LG, erdferkele
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: erdferkele am 21. Juni 2014, 12:43:57
So, jetzt hat es funktioniert:


Kirschen-/Aprikosenernte 2014



LG, erdferkele
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: erdferkele am 13. Juli 2014, 08:59:58
Hallo zusammen!
gestern war mal wieder Pflanztag und wir haben unsere Sammlung um drei Obstbäumchen erweitert.
Dazugekommen sind:

Sauerkirsche Ungarische Traubige (Halbstamm)
Reineclaude Große grüne Reineclaude (Buschbaum)
Nashi Sik Chon Early Pear (Buschbaum)

Die standen bei Dehner als Containerware und waren auf die Hälfte reduziert, da konnte ich einfach nicht wiederstehen.
Das sind meine ersten Bäumchen, die ich nicht in einer Baumschule gekauft habe. Aber eigendlich sehen sie ganz gut aus (vor allem, nachdem ich noch ein Bisschen dran herumgeschnippelt habe).
Bisher habe ich immer im Herbst oder Frühjahr wurzelnackte Ware gepflanzt, da musste man mit dem Gießen nicht so hinterher sein.

Vor allem bei der Nashi würde mich interessieren, welche Erfahrungen ihr mit dieser Sorte gemacht habt.
Sollte ich noch eine zweite Sorte draufveredeln (wegen der Befruchtung) oder reichen die zwei Birnenbäume als Befruchter aus?

LG
erdferkele
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juli 2014, 21:35:43
Dieses Jahr gibt es viel Obst.

Sogar mein Gravensteiner hat völlig entgegen seiner Alternanzregel dieses Jahr wieder brechend viel Obst.
Vorne rechts hängen die Wintergoldparmäne ins Bild.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juli 2014, 21:38:12
Aprimira hängt voll, erstmalige Ernte.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juli 2014, 21:39:45
Harrow Beauty. Der Baum ist etwas krakelig, aber die Früchte sind sehr hübsch.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Juli 2014, 21:42:36
Ganz besonders stolz bin ich auf die Feigen :D

Nach Jahren endlich mal wieder reife Feigen :-*

Hier wahrscheinlich die Sorte "Longue d Aout"
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Lehm am 01. August 2014, 14:41:37
Habe nun meine Spalier-Luizet abgeerntet.
Viele grosse Früchte, aber eher weniger süss.
Sonne gabs auch kaum.
Ein Teil wird Saft.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfebam am 04. September 2014, 20:09:30
Jetzt ist Herbst - die Erntezeit für Äpfel und Birnen! Deshalb reaktiviere ich mal das Thema.

Heute habe ich unseren Gravensteiner abgeerntet. Das waren rund 25%, die übrig blieben. Der Rest fiel in den Wochen vorher wurmig ab. Und auch heute habe ich einige Angestochene geernet, die ich heute noch ausschneide und noch verbrauchen werde.
Wenn es eine für den Apfelwickler anfällige Sorte ist, dann ist der der Gravensteiner. Aber auch die Jakob Lebel sind bei uns dieses Jahr arg wurmig. Allgemein haben wir dieses Jahr sehr starke Probleme mit dem Apfelwickler.

Aber naja, jetzt erfreue ich mich an den frisch geerneteten, saftigen und knackigen Gravensteinern. Als nächstes kommen die Jakob Lebel und Riesenboiken runter.

(http://abload.de/img/img_08023qsh9.jpg)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Malus sieversii am 04. September 2014, 20:34:37
Was sehe ich da! Schleichwerbung für den Bodensee Apfel ;)

Aber ganz ehrlich,das ist schon ein toller Anblick.
Da kann man förmlich schon den Duft des Gravensteiners erahnen.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 09. September 2014, 15:44:09
Dieses Jahr gibt es viel Obst.
....

Ja, hier auch. :D
Bis auf Aprikosen und Birnen: Da gab es nur 3 bzw 1 Frucht. :P

Süß- und Sauerkirschen, erstere hatten wir das erste Mal mehr als wir essen konnten.

Von meiner jungen Reineclaude Graf Althanns konnte ich die erste köstliche Frucht probieren. Ich hoffe auf mehr in den nächsten Jahren.

Die Quitte (Konstantinopler) hängt wieder voll, allerdings sind sie teilweise eher klein.

Und Äpfel! :D Undine hängt voll, Berlepsch trägt auch einiges und unser roter Boskoop (etwa 8 oder 9 Jahre alt) trägt das erste Mal richtig gut:

Die Äste müssen gestützt werden, sonst hingen sie auf dem Boden:
(https://lh6.googleusercontent.com/-WG9E0dOH07g/VA8D2h34PKI/AAAAAAAADFE/KHzv-1s6I8A/s288/Apfel%2520P1470634.JPG)

Seit Wochen fallen Äpfel ab, die wunderbare Apfelkuchen ergeben.
(https://lh3.googleusercontent.com/-uwyT4gZH6OE/VA7kSn0ycfI/AAAAAAAADEA/THvIxSzUKRo/s288/a%2520P1470656.JPG)
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 26. September 2014, 11:12:44
Das sieht toll aus - meine Äpfel sind wie immer Fallobst, aber nicht minder lecker. Eine Sorte ist vermutlich eine Goldparmäne - ein riesiger Krüppel mit nur noch einem Hauptast und ein riesiger Boskoop. Bei dem erstaunt mich eigentlich, dass er viel dran hat. Er alterniert heftig - aber nach diesem milden Winter nun wohl doch nicht. Ich habe noch nicht mal das Apfelmus vom letzten Jahr verbraucht.

Meine Frage:

Was kann ich jetzt zum Winter alles tun, um meine Obstbäume evt. für das nächste Jahr bissel gesünder und fitter zu erhalten?
So eine Sammlung von Ideen wäre an dieser Stelle und zu dieser Zeit im Obstclub sicher angebracht :D :D
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 26. September 2014, 15:24:50
Hm - das habe ich mir in der Tat anders vorgestellt - ich würde wirklich gern etwas tun gegen Schädlinge und so, vorbeugend, aber habe total keine Ahnung, was, wann, wie ???
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Floris am 27. September 2014, 20:31:45
Maßnahmen gegen Schädlinge finden üblicherweise nicht in der winterlichen Ruhezeit statt.

Ich entferne während der Ernte auch faule Früchte und Fruchtmumien und schneide gebrochene Zweige glatt nach, allerdings nur bei eher kleinen Bäumen. Sonst passiert jetzt nichts mehr. Vor allem keine weiteren Schnittmaßnahmen weil die Wunden jetzt nicht mehr verheilen.
Mulchmaterial (außer Rindenmulch) kommt von der Baumscheibe runter, damit die Mäuse sich nicht einnisten.
Kalkanstriche habe ich nie gemacht, ich empfinde das bei uns als nicht nötig.
Sonst fällt mir nur noch das Anlegen von Leimringen ein, falls du Probleme mit Frostspannern erwartest.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Moso am 08. April 2015, 12:25:22
Pfirisch- und Aprikosenspalier blühen erfreulich und werden, nein, nicht von Bienen, sondern vorab von Hummeln besucht. Blöd, dass es nachts so kalt ist. Da erfrieren erfahrungsgemäss einige Blüten.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 12. April 2015, 22:33:06
Hat jemand Erfahrungen mit der Ontariopflaume und mit der Birne Neue Poiteau? Ich trage mich mit dem Gedanken, mir diese zuzulegen, da sie als robust und geschmacklich gut beschrieben werden.

Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: Apfebam am 25. Mai 2015, 23:00:09
Ende Mai - Die Blüte der meisten Obstarten ist zu Ende und es lässt sich der Fruchtansatz erkennen

Wie sieht es bei euch aus? Haben eure Bäume gut angesetzt oder wird es ein eher schlechtes Obstjahr?

Bei uns sieht es bisher ganz gut aus, vor allem bei den Äpfeln und Birnen. Hier ist so gut wie jede Blüte eine Frucht geworden, bei den Birnen und Äpfeln muss ich stark ausdünnen. Bei Zwetschgen und Kirschen sieht es nach einem normalen Ertrag aus, manche Bäume dieses Jahr weniger und manche mehr.
Erfreulich, dass die meisten meiner Jungbäumen dieses Jahr das erste Mal bzw. den ersten richtigen Ertrag bringen.

Zur Pflanzengesundheit kann ich auch fast nur Gutes berichten. Bei den Kirschen haben nur wenige Bäume etwas Schrotschuss, sonst gesund. Blattläuse habe ich dieses Jahr kaum und bei den Bäumen, wo sie sind, bin ich mit der Bekämpfung nun erfolgreich und habe kaum Neuansiedelung von Blattläusen. Die Gespinstmotte ist auch weniger als letztes Jahr anzutreffen, sodass sie sich von den kleinen Bäumen leicht entfernen lässt. Der Frostspanner hat auch nur wenig bis keinen Schaden gemacht.
Der Wuchs ist bisher bei allen Bäumen gut und manche Sorten haben schon die ersten 20 cm Neuzuwachs erreicht.

Großer Gewinner scheint bei uns dieses Jahr generell das Kernobst zu sein.

Wie sieht es da bei euch aus? Gesund und wüchsig oder kränkelnd und kümmernd?
Gerne auch mit Fotos.
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 26. Mai 2015, 13:46:12
Hier am Alpenrand haben die Obstbäume sehr gut geblüht. War großenteils auch gutes Wetter für Bienenflug. Mit den Fruchtansätzen sieht es aber in meinem Garten mager aus:

Cox Orange: Dick mit Blütenknospen besetzt, jetzt schon nur mehr zwei bis fünf Befruchtete am Baum. Drittes Standjahr auf M26 und MM111 (wenn's stimmt), aber wenn das so weitergeht fliegen die raus. Hab' schlicht nicht den Platz für solche Experimente.
Berlepsch (roter): Hat dieses Jahr nur verhalten geblüht, entsprechend kann ich die Fruchtansätze mit Handschlag begrüßen. Es werden täglich weniger Handschläge.
Piros: Gut geblüht, die Befruchteten waren aber großenteils bald angefressen. Jetzt vielleicht noch 10 bis 12 äußerlich gesunde Ansätze.
Rebella, Reglindis, Retina und Rewena - alle haben noch Ansätze. Könnt' was werden. Retina muss ich vorsorglich gegen Marssonina behandeln, war letztes Jahr ab September entlaubt. Rebella sollte ich auch behandeln, ist es mir aber vielleicht nicht wert. War letzten September schwärzlich überzogen (Rußfleckenkrankheit?).
Zuccalmagliorentte: Dieses gakelige Bäumchen habe ich dieses Jahr kräftig zurückgeschnitten, damit auch die meisten Fruchtnsätze entfernt. Ich kann nicht glauben, dass der auf MM111 steht, sieht m. E. wie auf M9 aus.
Totalrückschnitt auch beim Gravensteiner. Stammt aus dem Gartencenter, wahrscheinlich auf M9. Gakelig und krank (kaputte, rissige Rinde am unteren Stamm, viel Mehltau).
Apfel Yummy Alex: Üppige Blüte, aber der Baum leidet unter dem Wetterstress. April, Anfang Mai: Heißes, sommertrockenes Mehltauwetter. Jetzt seit gut einer Woche fast Dauerregen. Same procedure as every year: Mehltau und Schorf.


Birnen auf Quitte sind noch klein - mit viel Glück gibs vielleicht ein, zwei Probierfrüchte Williams, Harrow Sweet oder Gellerts Butterbirne, dann weiß ich vielleicht auch, ob die Sorten stimmen. Clapps Liebling wächst gut (auch auf Quitte?) hat aber bereits jetzt weniger Füchte als letztes Jahr zur Erntezeit (da waren's 5 oder 6).
Feilnbacher Hauszwetschge (gepflanzt 2011) hat heuer das erste Mal gut geblüht, aber bereits jetzt sind die meisten Früchte befallen: Schwarze Pünktchen, vermutlich Pflaumensägewespe. Ich rechne mit Nullernte. Dito bei der später gesetzten Jojo und den Renekloden.
Hoffe auf einige gelbe Kriacherl, hier gibt's aber Narrenkrankheit... .

Auch mein großer Kirschbaum macht mir Sorgen:
Schwarze Punkte auch bei den wenigen Fruchtansätzen des großen Kirschbaumes (Schneiders Späte Knorpel? - ich hab' mal Fotos eingestellt, hat aber keiner erkennen können, welche Sorte). Wird wohl Zeit den Baum rauszuwerfen.
Eventuell gibt's erste Früchte von der Säulenkirsche Sylvia, na ja.

Pfirsiche: Unbekannter Gelbfleischiger hat wieder sehr gut angesetzt, wieder eine Menge herzförmiger Zwillingsfrüchte. Ich sollte ausdünnen... .
Michelini: Fruchtansatz normal, Ausdünnen nicht nötig, es sollte eher nichts abfallen (dabei schmeckt garade der so gut).
Benedicte: Wächst nicht richtig. Mickert trotz Düngung- zumindest weiß ich nicht so richtig, ob und wo ich den zuschneiden sollte. Angesetzt hat er trotzdem.
Roter Weinbergpfirsich (gepflanzt letztes Jahr): Ist noch klein, hat Ansätze, leidet aber stark unter Läusen (Boden zu speckig?).
Wunder von Perm (gepflanzt 2014) - erste Fruchtansätze.

Johannisbeeren: Gute Fruchtansätze. Bona, "die Gute" lässt ihe Ruten hängen, muss hochbinden; die anderen (Titania, Ometa, Silvergieters Schwarze) wachsen robuster. Mal schauen, was die KEF uns lässt.
Jostabeeren: Ein fürchterliches, wucherndes Unkraut mit sauren Früchten. Aber wenn man nix Besseres hat-? Darf vorerst bleiben, bis die KEF zuschlägt.
Stachelbeeren (Hinnonmäki gelb und rot, Süße Lea und noch ein, zwei andere): Wachsen sehr verhalten. Ruten hängen herunter, kriechen fast am Boden und sind schwach. Ohne Hochbinden geht es nicht.Letztes Jahr war die süße Lea ab August entlaubt. Nur eine alte aus den 70er Jahren steht robust hinter dem Haus.

Schwierig die Sache mit dem Obst hier. Pflanzen und einfach zuschauen, wie's wächst und fruchtet, ist nicht. Und der Wetterstress wird immer schlimmer.Entweder zu trocken oder Dauerregen.

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Damax am 20. Juni 2015, 13:07:52
  ........warum werden neue Apfelsorten auf den Markt gebracht .......
weil Ausreißen und Neupflanzen auch gutes Geschäft is. Die großflächig angebauten Sorten müssen
groß sein, fest/mürbe, gelb oder rot, druckfest, haltbar, sortierbar, Ca-lagerfähig, ertragreich (3ooo g/ha),
unterlagen kompatibel, Standard. Kronen formen ect. Da bleibt nimmer viel für Geschmack in unserem
Sinne. Gib amal einem Kind an GRAVENSTEINER oder ADERSLEBER KALVILL oder RIBSTON PEPPIN  ect,
wirst sehen wie sich das Gesicht verzieht. Was is das Geschmack ?? Denk an die Salami Pizza, Weich-
würste, Digital Käse . . . das is heute Geschmack -
  ..........und darum werden neue Apfelsorten ........
                                                                                                                      damax,  der schmackhafte
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: ellison am 20. Juni 2015, 19:03:42
Damax,
bei neuen Sorten geht es meist nur um Geld, viel Geld. Kommt eine Sorte gross raus wird auch entsprechend viel Geld gemacht. Doch die Anforderungen dafür sind v.A. gute Transport - und Lagerfähigkeit, feinschalig soll sie sein und bloss keine Rostspuren aufweisen.Aroma ?
Es gibt aber auch private Züchter, da geht es um was ganz Anderes,einerseits Freude was zu tüfteln  und einfach mal eine eigene Sorte zu haben, da steht dann auch meist innere Qualität vor Aussehen und Handelsfähigkeit. Diese Sorten wären für den Hausgarten interessant.
Ich kann dir sagen , da tut sich auch was, von einem befreundeten Züchter in Frankreich wird in den nächsten paar Jahren eine ganze Palette an hervorragend schmeckenden Apfelsorten verfügbar sein. Endlich wieder intensiver Geschmack! Und von meinen eigenen Züchtungen sind welche dabei die der Orleans Reinette an Intensität nicht nachstehen (falls du sie kennst weisst du was ich meine). Sie werden derzeit in England und Portugal für den Probeanbau vermehrt. Noch ist der Geschmack nicht verloren - und die Hoffnung auch nicht!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 20. August 2015, 11:04:52
Sagt mal, gibt es bei euch an den Äpfeln dieses Jahr auch so viel Monilia?
Ich bin da ein wenig überrascht, besonders da es in meinen Augen heuer sehr früh los geht. Ich war immer der Meinung, Monilia bräuchte feuchtes Wetter. Aber es ging bereits vor einigen Wochen in der größten und trockenen Hitze los.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 20. August 2015, 11:29:17
Ja. Bei mir jedenfalls liegt am starken Befall durch Apfelwickler.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 20. August 2015, 11:37:10
Jetzt, wo du es sagst Wühlmaus - ja, mein Boskop schmeißt massenhaft moniliabefallene Äpfel ab. Er trägt aber auch enorm gut - vielleicht gleicht sich das dann ja auch wieder aus.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 21. August 2015, 11:30:11
Cydorian, du meinst: Erst Wickler, dann Monilia?
Wird die nicht schon während der Blüte übertragen?
Und ich hatte mich so bemüht, noch alle Mumien vor der Blüte zu entfernen :(
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 21. August 2015, 11:33:03
Ich habe gestern nochmals bewusst drauf geachtet - ja - es stimmt, extrem viel Monilia. Die Früchte fallen schon komplett braun runter. Allerdings wäre bei meinem Baum nichts drin mit absammeln der Mumien ;D Der Baum hinter dem Wohnwagen ist der Boskoop - er wird bestimmt trotzdem genug haben für ein paar Apfelkuchen und bissel Apfelmus - mehr brauche ich nicht.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 21. August 2015, 11:48:18
Sooo groß sind meine Bäume nicht und beim Frühjahrsschnitt hab ich halt auf die Mumien geachtet. Wir lassen ja immer Most von den eigenen Äpfeln machen und heuer hab ich wg der noch immer anhaltenden Trockenheit die Befürchtung, dass wir die Mindestmenge nicht schaffen. Die Äpfel sind noch recht klein und während der Blühte war die Witterung suboptimal :(
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 21. August 2015, 14:08:16
Zitat
Erst Wickler, dann Monilia?

Ja, so wars gemeint. Die Beschädigung durch Wickler bildet die Eintrittspforte für den Moniliapilz. So siehts dann aus: http://www.lfl.bayern.de/ips/kleingarten/035533/ , "Fraßloch des Apfelwicklers als Eintrittspforte für Monilia"
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 13. Oktober 2015, 18:07:41
Eine beräumte größere Brachfläche im Garten soll jetzt im Herbst mit Obstbäumen "aufgeforstet" werden, denn unsere frühere Obstwiese auf dem Grundstück hat sich schon vor Jahren der angrenzende Wald zurückgeholt und wurde inzwischen amtlicherseits in einen "Geschützten Landschaftsbestandteil" eingegliedert.

Schwerpunkt werden Apfelbäume sein (maximal mittelstark wachsend); andere Obstsorten wachsen in geringer Zahl schon in anderen Gartenbereichen.
Wir haben heute in der Baumschule unseres Vertrauens in der Kreisstadt die Vorschläge des Familienrates umgesetzt und meist in doppelter Ausführung folgende Apfelsorten wurzelnackt gekauft:
- Alkmene
- Carola
- Roter Boskop
- Helios
- Goldparmäne
Eine Zwetsche als Ergänzung zu bereits vorhandenen fiel auch an und Töchterchens Schwiegermutter hält noch einen kleinen selbstgezogenen Pfirsichbaum bereit.
Zwei Apfel-Re-Sorten kann ich morgen abholen; sie müssen erst noch "geerntet" werden.

Jetzt fehlt mir nur noch ein Doofer, der die (vorerst eingeschlagenen) Bäume einpflanzt. Und dann werden wir sehen, was die Zukunft bringen wird ...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: martins9 am 20. Oktober 2015, 12:37:53
Ich weiß, ich weiß...hier bin ich falsch, habe aber keinen passenden Thread gefunden und vertraue mal auf die Foren-Kompetenz:

Ich muss Äpfel und Quitten entsaften, habe gestern beim Garage aufräumen einen Einkochautomat Westfalia 1410 gefunden, der angeblich auch entsaften kann. Wenn ich mich recht erinnere, haben den meine Eltern immer zum Glühwein/Tee warmhalten bei Festen genutzt. Der ist halt wie ein großer Topf mit Plastedeckel und hat einen Ablasshahn und ich habe keine Vorstellung, wie oder ob ich darin Obst entsaften kann. Eine Bedienungsanleitung habe ich im WWW nicht gefunden und brauche nun eure Hilfe bzgl. der Vorgehensweise.

Ich habe auch noch einen anderen Dampfentsafter, der ist aber derzeit verborgt. Mit dem (unten Wassertopf, dann Auffangtopf, dann Topf mit gestückeltem Obst, Deckel) kann ich aber z.B. bei Äpfeln max.1l je Vorgang entsaften.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 20. Oktober 2015, 14:03:01
Dampfentsaften ist einfach heisser Dampf, der durch die Fruchtstücke strömt. Die Zellen platzen, Saft und etwas Kondensat läuft aus und wird aufgefangen. Es geht sogar mit unterschiedliche grossen Töpfen: http://www.gdrossel.de/entsaften.html  Ansonsten brauchst Du einen Entsafterein- oder -aufsatz für deinen Einkochautomaten, dann geht das auch damit, siehe hier.

Für Äpfel und Quitten aber nicht so der Bringer, sind zu pektinreich, Ausbeute gering. Kleine Mengen im Hausgebrauch raspelt man besser mittelgrob mit der Küchenmaschine und drückt sie mit einem einfach Nylon-Handpressbeutel aus.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 20. Oktober 2015, 14:16:51
Für den Weck-Entsafter bzw Einkochtopf gibts Anleitungen, die dürften von der Bauart sehr ähnlich sein. Man braucht glaub ich einen Einsatz dafür, also Zusatzzubehör.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 20. Oktober 2015, 23:03:05
Ich brauch' mal Eure Meinung:

Mir steht eine große Pflanzaktion von vorwiegend Apfelbäumen auf einer durchgehenden Fläche bevor. Die meisten Sorten habe ich doppelt gekauft, die Unterlagen sind bei allen gleich (wurde mir versichert). Unklar ist mir, wie ich die Doppelexemplare verteile - pflanze ich sie nebeneinander oder versuche ich eine größtmögliche "territoriale" Mischung der Sorten? Wie würdet Ihr verfahren?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 20. Oktober 2015, 23:09:39
Ist egal. Gefühlsmässig würde ich mischen. Aber ich denke, auf einem Grundstück werden die Unterschiede in Boden, Wetter, Belichtung etc. ohnehin marginal sein, es wird also egal sein, wo man was pflanzt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 21. Oktober 2015, 21:55:25
Vermutlich wird's so laufen - danke. Ich habe schon beim Einschlagen auf jegliche Systematik verzichtet, Hauptsache, die Wurzeln waren unter der Erde.

Für einen angrenzenden Bereich im Garten mit wenig optimalen Lichtverhältnissen (sprich: Halbschatten) ist mein Bruder für 2016 auf der Suche nach weiteren geeigneten Apfelsorten und dabei auf "Erbacher Mostapfel" gestoßen. Macht das bei derartigen Verhältnissen überhaupt Sinn und bringt dieser Apfel mehr als nur Most?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 25. Oktober 2015, 21:40:37
Meine Pflanzaktion eines größeren Postens neuer Apfelbäume + 1 Zwetsche ist fast abgeschlossen. Normalerweise wird ja im Anschluss ein Pflanzschnitt durchgeführt, aber auch jetzt im Herbst bei akuter Frostgefahr (wie z.B. gestern früh)? Ich trau' mich nicht so richtig an die Schere. Was raten die Fachleute?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 25. Oktober 2015, 21:46:04
Tagsüber frierts doch noch nicht, oder?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 25. Oktober 2015, 21:56:43
Den Pflanzschnitt für neu gepflanzte Bäume kannst Du noch im Januar oder Februar machen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 26. Oktober 2015, 15:01:03
Danke. Ich werde sicherheitshalber auch in der Baumschule nachfragen (hab's beim Kauf der Bäume vergessen).
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: carot am 26. Oktober 2015, 15:28:15
Der Pflanzschnitt für jetzt gepflanzte und somit schon laublose Obstbäume sollte in der Tat ins Frühjahr/den Spätwinter verschoben werden. Wenn man mal kurz über den Sinn und Zweck dieses Schnittes nachdenkt, erschließt sich auch leicht, dass der Schnitt bei laublosen Bäumen nicht zwingend sofort nach der Pflanzung notwendig ist  ;).
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 28. Oktober 2015, 15:40:42
Heute habe ich die letzten Bäumchen eingepflanzt und lasse sie nun bis zum frühen Frühjahr in Ruhe - Ihr habt recht. Danke.


Edit: Foto beigefügt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Oktober 2015, 15:49:38
Dampfentsaften ist einfach heisser Dampf, der durch die Fruchtstücke strömt. Die Zellen platzen, Saft und etwas Kondensat läuft aus und wird aufgefangen. Es geht sogar mit unterschiedliche grossen Töpfen: http://www.gdrossel.de/entsaften.html  Ansonsten brauchst Du einen Entsafterein- oder -aufsatz für deinen Einkochautomaten, dann geht das auch damit, siehe hier.

Für Äpfel und Quitten aber nicht so der Bringer, sind zu pektinreich, Ausbeute gering. Kleine Mengen im Hausgebrauch raspelt man besser mittelgrob mit der Küchenmaschine und drückt sie mit einem einfach Nylon-Handpressbeutel aus.

Ich muss dir widersprechen. Ich entsafte insbesondere Äpfel und Quitten mit dem Dampfentsafter. Der Ertrag ist gut, der Saft schmeckt und ist eben haltbar. von 3 kg Quitten hatte ich 2 l Saft - und das ist doch wohl o.k. ;) - und ohne Zucker entsaftet.

Und aus dem Trester mache ich entweder Apfelmus oder auch Quittenbrot - ich entsafte Boskoop - das ist ideal.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: carot am 28. Oktober 2015, 15:55:27
@Thüringer
Das sieht nach einer schönen Vielfalt in ein paar Jahren aus.

Ich selbst werde am Wochenende auch meine letzten Bäume für dieses Jahr pflanzen. Ich versuche mich mal spasseshalber mit Steinobst am Spalier, bin gespannt wie gut das funktioniert.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Oktober 2015, 15:59:49
Die meisten Baumschulen machen den Pflanzschnitt bereits beim Kauf, wenn gewünscht, bzw. beim Versand ist dieser bereits durchgeführt (und wenn der Baum nur in den Karton passen musste).

Die Schnittflächen, die dabei entstehen, sind winzig. Zudem bietet eine zurückgeschnittene Krone weniger Angriffsfläche für Wind, welcher an den Bäumen rüttelt und eine Wurzelbildung verzögern kann.
Wir sind hier in einer typischen Streuobstgegend, die Bäume werden schon seit Generationen im Herbst gesetzt. Und vorher wird zurückgeschnitten.

Ich kenne auch die Erkenntniss, dass Wunden im Winter nicht zuwachsen. Das bezieht sich aber auf radikalere und großflächige Wunden, z.B. größere Äste entfernen etc.
Noch vor ein paar Jahren hat man die Wunden mit Wundverschluss zugekleistert, jetzt macht man es nicht mehr. Wer weiß, was demnächst besser ist. Die Meinungen ändern sich stetig. Die Bäume wachsen trotzdem ;)

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Oktober 2015, 16:38:06
Ich habe grad noch eine Aprikose gepflanzt, die den ganzen Sommer bei mir in einem Kübel stand. Geschnitten habe ich noch nicht - und ich Blödi habe keinen Baumpfahl gesetzt. Nun ist es sicher zu spät.

Aprikose schneiden - was schneide ich da jetzt weg?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: goex am 28. Oktober 2015, 18:19:33
Ich habe grad noch eine Aprikose gepflanzt, die den ganzen Sommer bei mir in einem Kübel stand. Geschnitten habe ich noch nicht - und ich Blödi habe keinen Baumpfahl gesetzt. Nun ist es sicher zu spät.

Aprikose schneiden - was schneide ich da jetzt weg?
Auch hier empfehle ich den Schnitt erst nach der Blüte oder der Ernte. Aprikose sind recht anfällig und da würde ich jetzt keine Wunden mehr öffnen.
Evtl. friert ja auch noch was ab. 
Also eher abwarten. Meine Meinung
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rainer03 am 28. Oktober 2015, 18:34:06
Warum kannst Du keinen Baumpfahl mehr anbringen?

Besser jetzt noch als nie mehr. Bitte den Stammschutz

nicht vergessen. Entweder als Anstrich oder mit Strohmatten,

wegen den Frostrissen.

Viele Grüße Rainer
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 28. Oktober 2015, 19:19:58
Klar ist ein Risiko dabei, aber noch ist es klein: Den Pfahl kannst Du noch nachträglich einschlagen, je eher, umso besser, da sich sonst noch mehr Wurzeln ausgebreitet haben.

Beim Schnitt würde ich auch bis ins Frühjahr warten; ich halt's zumindest bei den (hier empfindlichen) Pfirsichen so.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 28. Oktober 2015, 21:04:42
Dampfentsaften ist einfach heisser Dampf, der durch die Fruchtstücke strömt. Die Zellen platzen, Saft und etwas Kondensat läuft aus...
...
Für Äpfel und Quitten aber nicht so der Bringer, sind zu pektinreich, Ausbeute gering. Kleine Mengen im Hausgebrauch raspelt man besser mittelgrob mit der Küchenmaschine und drückt sie mit einem einfach Nylon-Handpressbeutel aus.
Bei den Quitten, welche ich bisher in meinen Händen hatte, hätte man durch Raspeln und Auspressen kaum Saft gewinnen können. Dazu waren sie roh zu trocken. Die Sache mit dem Dampfentsafter ist halt die, dass manche Früchte ziemlich lange gekocht werden müssen, damit sie allen Saft hergeben. Ich hätte da bei Quitten Bedenken, dass sich dabei zuviel Kondenswasser bildet, der Saft zu dünn wird. Deshalb habe ich Quitten immer in dünne Schnitze geschnitten (das geht richtig hart) und in einem Emailletopf, etwas Wasser zugeben bis knapp bedeckt und auf dem Herd köcheln lassen. Man muss nur darauf achten, dass man auf sehr kleiner Flamme erhitzt, sonst brennt das an - und das schmeckt eklig.
Dann abseihen durch ein sauberes Tuch, den Presskuchen kann man noch zum Backen hernehmen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 28. Oktober 2015, 21:47:30
von 3 kg Quitten hatte ich 2 l Saft - und das ist doch wohl o.k.

In der kommerziellen Kelter mit professionellen Pressen bekommt man bei Quitten im Schnitt 600 Liter Saft bei einer Tonne Quitten, 60%. Wenn du mit einem einfachen Dampfentsafter 66% erreicht, dann ist viel Kondenswasser mit in den abgetropften Saft gekommen, das den Saft verwässert. Wenns dich nicht stört - okay, alles in Ordnung.

Mich störts. Die Nylonbeutel-Methode ergibt rund 50%. Das reicht auch, ist garantiert 100% roher Preßsaft. Auch da kann man den Trester einfach nochmal kochen und durch eine Passiermühle drehen, wenn man jeden Rest verwenden will. Ich machs nicht, in meinen Versuchen war der Quittenspeck aus nicht entsafteten Früchten viel besser. Das gilt auf für dampfentsafteten Trester. Vor allem in Jahren wie diesem. Aufgrund der Trockenheit bei gleichzeitig hohem Behang hatte die Sorte, die sonst über 50° OE hat nur 45°. Sie verbräunen dieses Jahr auch sehr schnell.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 29. Oktober 2015, 13:43:48
Den Saft habe ich für Quittengelee genommen - er war durchaus nicht besonders dünn, schöne leuchtende Farbe und sehr wohlschmeckend - also mich stört da nichts. Alles Andere wäre mir zu mühselig. Ich schneide die Stücke auch zum Dampfentsaften recht klein. Und vom ersten Saftfluss an entsafte ich eine Stunde. Gleiches beim Apfelsaft. Die Stücke, die dann als Trester verbleiben sind immer noch sehr hell und irgendwie aufgeschäumt - sehr gut für Apfelmus. So hat eben jeder seine Methode.

L.G.

Danke für die Tipps zur Aprikose - dann bekommt sie auch noch einen Pfahl nachgeschossen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 29. Oktober 2015, 15:29:05
Apropos Quitte:
Ich hatte vergessen, zusammen mit den vielen Apflebäumen gleich Ersatz für ein verstorbenes Stachelbeer-Bäumchen in der Baumschule mit zu kaufen und habe das heute nachgeholt ("Larell" - angeblich stachelarm). Allerdings war meine Gattin mit von der Partie, die logischerweise die noch freien Pflanzflächen (allerdings Halbschatten) kennt, so dass spontan eine weitere Quitte "Radonia" unbedingt mit ins Auto musste. Mal sehen, was dann irgendwann am Baum hängen wird. Quitten sind für uns hier Neuland. Ich war heilfroh, dass das Thema mit der neuen Obstbaum-Fläche endlich erledigt war, aber Weiber ....
Ein weiteres Familienmitglied musste spontan auch noch mitmischen und hat online für die Halbschatten-Verhältnisse zusätzlich eine Sauerkirsche ("Morellenfeuer") und einen "Erbacher Mostapfel" bestellt, die ich dann auch noch einpflanzen darf. Meine zeitlichen Planungen sahen eigentlich anders aus ... >:(
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 02. November 2015, 10:40:48
Alle neuen Obstgehölze sind nun in der Erde - jetzt ist Schluiss mit Pflanzen für 2015. Ich bin sehr gespannt auf das kommende Jahr, ob alle Bäumchen gut angewachsen sind und ordentlich austreiben werden.
Wir hatten bis in die 70er Jahre auf dem Grundstück eine große Obstwiese mit vielen verschiedenen Bäumen (z.T. schon sehr alt), die aber aus eigener Kraft zeitlich nicht mehr zu bewirtschaften war, so dass sich der angrenzende Wald das Areal inzwischen zurück geholt hat und das nun amtlich auch zu einem "Geschützten Landschaftsbestandteil" gehört - sie ist also tabu. Die nun neue, aber deutlich kleinere Fläche direkt im Garten soll Teil-Ersatz dafür werden und wir hoffen sehr, dass dieses Mini-Projekt erfolgreich sein wird.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Albizia am 01. Mai 2016, 15:16:11
Huch, jetzt hab ich aber suchen müssen, seit November wurde nichts mehr über Obst gebabbelt.  ;)
Na, dann mal wieder hoch mit dem Faden!

Dieses Jahr versuche ich mal wieder, den kleinen 'Piros' zu überreden, ein paar Äpfel zu tragen. Das hat vor vor 2 Jahren schon mal gut funktioniert. Da anscheinend weit und breit kein anderer Apfel zur Befruchtung zur Verfügung steht, habe ich ihm, bzw. den Bienen, eine gefüllte Gießkanne mit Zweigen einer anderen blühenden Apfelsorte zu Füßen gestellt. Das hat geklappt. Letztes Jahr habe ich das nicht gemacht, es gab keinen einzigen Apfel.  >:( Selbst wenn er alterniert, ein klein bißchen hätte er ja wenigstens tragen können.

Heute habe ich von einer Streuobstwiese ein blühendes Zweiglein eines Apfelbaumes gemopst,  :-[ und dieses habe ich Piros nun wieder untergeschoben. Heute abend hole ich noch einen blühenden Zweig bei einer Freundin aus dem Ort vom 'Elstar'. Ich hoffe, das genügt.

Und ich freue mich jetzt schon auf die Ernte vom Rhabarber  :D (jaja, ich weiß, eigentlich Gemüse) und im Sommer auf rote und schwarze Johannis-, Josta- und Stachlbeeren!!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 01. Mai 2016, 15:49:15
Hast. Du echt wirklich gar keinen Platz für ein winziges zweites Apfelbäumchen, und sei es ein Ballerina- oder Schnurbäumchen?

Mein Kollege hat einen Klarapfel gepflanzt. Der hatte ein paar Blütenbüschel - aber der Booskopp daneben seither körbeweise Äpfel.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: strohblume am 02. Mai 2016, 08:22:47
Hallo  Albizia  in der Reihenfolge freue ich mich auch, Rhabarberkuchen esse ich schon ,die Beeren habe ordentlich Blüten angesetzt,um die sich jetzt die Hummeln kümmern,meine Äpfel gefallen mir ,letztes Jahr eine tolle Ernte aber dieses Jahr fast nur Blattknospen ,Frostschäden waren das nicht ! wie kann das sein, so wenig Blütenanlagen? sind alle auf M9
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: obst am 02. Mai 2016, 09:21:01
Zitat
Dieses Jahr versuche ich mal wieder, den kleinen 'Piros' zu überreden, ein paar Äpfel zu tragen. Das hat vor vor 2 Jahren schon mal gut funktioniert. Da anscheinend weit und breit kein anderer Apfel zur Befruchtung zur Verfügung steht, habe ich ihm, bzw. den Bienen, eine gefüllte Gießkanne mit Zweigen einer anderen blühenden Apfelsorte zu Füßen gestellt. Das hat geklappt.

Vielleicht kann man einen kleinen Ast einer zweiten Sorte auf dem Baum aufpfropfen.


Zitat
,letztes Jahr eine tolle Ernte aber dieses Jahr fast nur Blattknospen ,Frostschäden waren das nicht ! wie kann das sein, so wenig Blütenanlagen? sind alle auf M9

Bei blühunwilligen Obstbäumen und Erdbeeren hilft es oft, wenn man im Juli/August (zu dieser Zeit werden die Blüten für da nächste Jahr angesetzt) eine phosphor-/kalibetonte Düngung ausbringt. Das fördert die Blütenbildung.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 02. Mai 2016, 21:32:09
Also alle Apfelbäume, denen ich im letzten Jahr (dürfte so um April/Mai herum gewesen sein) eine "Düngung" mit Holzasche/Holzkohle spendiert habe, hatten dieses Jahr wie verrückt Blütenknospen angesetzt, vielfach sogar am einjährigen Holz.
(Ja, wenn jetzt die Spätfröste nicht gewesen wären!)
Die Holzasche/-kohle-Mischung habe ich von einem Bauernhaus holen dürfen, wo sie noch mit Holz heizen und die Asche auf der anderen Straßenseite deponieren. Die war schon einigermaßen vom Regen durchgespült, also nicht mehr gar so ätzend, hat aber doch noch gewirkt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 03. Mai 2016, 14:03:00
Holzasche auf die Baumscheiben von Apfelbäumen - das ließe sich bei mir leicht machen. Wenn das so durchschlagenden Erfolg bringt  :D

Aber wann denn nun wirklich April/Mai oder Juli/August - beides wird oben empfohlen? ???

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: obst am 03. Mai 2016, 14:21:05
Zitat
Aber wann denn nun wirklich April/Mai oder Juli/August - beides wird oben empfohlen?

Das kommt darauf an, wie schnell der Dünger oder die Asche zersetzt wird. Die Zersetzungsprodukte müssen den Bäumen an den Wurzeln im Juli/August zur Verfügung stehen, da dann die Blüten gebildet werden. Wenn der Boden nicht zu Nährstoffverlagerungen (Auswaschungen) neigt, kann es weiter vor diesem Termin stattfinden, als wenn man einen sehr sandigen Boden in einer sehr regenreichen Gegend hat.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Most am 12. Mai 2016, 09:18:39
Letztes Jahr habe ich mir ein Aprikosenbäumchen gekauft. Es steht noch in einem grossen Topf.
Sollte das nun nicht endlich austreiben? ???
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Mai 2016, 09:23:47
Ich hatte den ganzen letzten Sommer eine Aprikose im Topf stehen, sie war gut gesund, hatte eine tolle Herbstfärbung - danach habe ich sie gepflanzt. Sie ist offenbar auch im Winter verschieden. Alle Zweige sind schwarz, kein Austrieb, ich habe mal an der Rinde gekratzt, es ist bräunlich drunter. Da hat wohl ein richtig vernichtender Pilz zugeschlagen. Ich bin sehr traurig drum.

Ist es denn bei deiner Aprikose unter der Rinde grün??

So eine frostempfindliche Aprikose im Topf draußen zu überwintern, halte ich von Hause aus für sehr gewagt....
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: caro. am 12. Mai 2016, 11:49:09
Also meine Freilandaprikose hat den brandenburgischen Winter bis jetzt immer überstanden.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 12. Mai 2016, 12:05:46
Die Sämlinge der türkischen Zuckeraprikose zeigen sich im nassen bayerischen Winter in Freiland quasi unkaputtbar. Die wachsen jetzt wie Unkraut, keine dürren Zweige, Spitzen - und werden zum Problem (kein Platz). Freilich haben die noch nicht geblüht... .
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Mai 2016, 12:11:01
Sollt die 'Hilde' eigentlich auch - ich meine nur im Topf ist es etwas anders.... aber meine hat wohl ein Pilz gerafft. Die kam mir schon im Februar so tot vor, vor allem so extrem dunkel, alle Zweig und Knospen.... Aber wenn jetzt nicht ist, dann kann sie sicher weg. Vielleicht frage ich mal in der Baumschule, ob es dort auch die Bestände dieser Sorte dahin gerafft hat....

Ich habe eben mit der Baumschule telefoniert:

Der Mensch erklärte mir also, dass die Aprikose wohl erfroren sei, weil ich sie zu spät gepflanzt hätte. Aprikosen solle man im Frühling pflanzen oder spätestens zum Sommerende, damit sie dann zum Winter fest eingewurzelt sind und auch ein Rückfrieren vertragen könnten. Er meinte der starke Frost im Januar wäre der Grund. Sie war eben nicht eingewurzelt, weil gepflanzt nach dem Blattfall und hätte dadurch den Frost nicht überlebt. Sie würden Bäume, die bis zum Herbst noch in Töpfen stehen nicht mehr pflanzen, sondern in einer Garage überwintern.

Nur Aprikosen und Pfirsiche sollte man nicht mehr so spät pflanzen - wieder was dazu gelernt. Wenn das stimmt - jedenfalls ist es kein Pilz und die Hilde ist hin...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 12. Mai 2016, 12:22:04
Ähm - ein Zuckeraprikosensämling im Kübel hat bei mir auch nicht mehr ausgetrieben. Das war eine 2-Jährige, fast so groß wie ich... . Die stand in "torfiger" Blumenerde. Andere getopfte Aprikosensämlinge haben problemlos überlebt - die stehen in holzaschereichem Substrat (Holzasche war ein paar Monate im Freien abgelagert, ist aber immer noch so alkalisch, dass viele andere Pflanzen darin Probleme haben).
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 12. Mai 2016, 12:39:16
Die Zuckeraprikosen haben bei mir leider nicht gekeimt  :(
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. Mai 2016, 13:24:10
Ich hatte vor ca 35 Jahren eine Bergaprikose in einem Topf aus einem Kern gezogen.
Das Ergebnis ist eine sehr schöne Kübelpflanze, die reichlich blüht und reichlich Früchte spendet, die super lecker sind.
Dieses Jahr sind fast alle Blüten im Knospenstadium erfroren und die wenigen Übrigen sind nicht von Bienen besucht worden, da es viel zu kalt war. Er hatte durch den milden Winter auch viel früher geblüht als sonst.
Dieses Jahr gibt es keine Ernte, das hatte ich noch nie.
Sternrenette,
hattest du die Kerne draußen, ich denke sie brauchen Kälte um zu keimen.
Ich hatte einen neuen Sämling, aber ich habe vergessen ihn reinzustellen, als es kalt wurde.
Bergaprikosen aus der Türkei oder Armenien sind frosttolerant, da wird es im Winter auch kalt mit viel Schnee.
Meine steht draußen in sandiger lehmiger Erde, die mit etwas Blumenerde vermischt wurde.
Im Winter umhülle ich den Topf mit doppelter Noppenfolie, als Schutz vor Nässe und Kälte.
Der Baum ist nur 150cm hoch und wächst extrem langsam. Ich schneide nur die abgestorbenen Äste raus.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Mai 2016, 13:25:36
Wenn sie draußen überwintert - wieso hast du sie denn überhaupt im Kübel?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. Mai 2016, 13:32:04
Und so sieht er aus, wenn er Früchte trägt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. Mai 2016, 13:47:30
Gänselieschen,
Da mein Garten sehr klein ist, habe ich keinen sonnigen Platz mehr für ihn frei und auf der Dachterrasse hat er viel Sonne und durch den Kies auch noch zusätzlich Wärme.
Und er ist schon 2 Mal mit umgezogen, das waren immer Mietwohnungen. So ist er reisefähig. Ich habe auch noch einen Apfelbaum schon 18 Jahre im Kübel auf der Dachterrasse. Obstbäume im Kübel als Großbonsai finde ich sehr schön.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Mai 2016, 14:04:10
Das klingt absolut nachvollziehbar - dann drücke ich mal die Daumen, dass es weiter so gut klappt. Ist ein wunderhübsches Bäumchen. Vielleicht ist das ja sogar die Alternative in unseren Breiten. Dann könnte ich den Kübel bei extremer Kälte ggf. in die Garage rollen und dort noch warm einpacken. Wie hoch ist der Baum inzwischen geworden??
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. Mai 2016, 14:22:16
Gänselieschen,
er ist ca 145cm hoch mit Kübel, nur ziemlich schwer.
Zum Thema Boskoop, ich habe gelesen der gedeiht auf Halbstamm ganz schlecht, also die Unterlage der Veredlung spielt eine große Rolle.
Hochstamm ist besser, wenn du überlegst neue Bäume zu pflanzen, dann lieber weniger Sorten und dafür Hochstämme mit alten bewährten Sorten, die man nicht spritzen muß.
Einen Aprikosenbaum nie in eine Bodensenke pflanzen, da sich die Kälte dort staut.
Die wärmeliebenden Bäume immer an die höchste Stelle pflanzen. (Aprikosen, Pfirsiche und Kirschen)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 12. Mai 2016, 14:27:54
Naja, ich habe jetzt bei meiner Gartengröße (2000 m²) eigentlich nicht vor, ohne Not die Kübelpflanzen auszubauen. Die Überwinterung gelingt mir leider zunehmend schlechter. Es war eben nur die Überlegung wegen der Aprikose.... aber auch das war ja offenbar mein eigener Fehler, wenn der Pflanzzeitpunkt einfach schlecht gewählt war. Die Sorte 'Hilde' hat sich von den in dieser Baumschule getesteten Sorten als die absolut froshärteste gezeigt....

Wie kommst du grad jetzt auf Boskoop?? Ich habe 2007 einen Roten Boskoop gepflanzt - offenbar auf einer sehr klein bleibenden Unterlage. Der Baum ist recht gesund, aber kleinbleibend, wird sicher nicht so alt, weil das Wurzelwerk nicht so kräftig wird.. er trägt ein wenig. Aber das war auch nicht das Ziel. Im Garten steht noch ein großer alter Boskoop - der bringt mehr als genug Ertrag...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. Mai 2016, 14:42:20
Ich hatte gelesen, daß er schlecht trägt.
Aber das gilt auch für andere Obstsorten.
Bei deinem großen Grundstück kannst du sicher noch den einen oder anderen Hochstamm von deinem Lieblingsobst pflanzen.

Das ist ein "Brettacher" am Verblühen, Foto von heute, kalt regnerisch, nach 18 Jahren im Kübel.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 12. Mai 2016, 21:07:10
Sternenrenette - hast du die Kerne geknackt, bevor du sie gesteckt hast?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 12. Mai 2016, 21:09:54
Nein.

Sie waren über Winter draussen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 13. Mai 2016, 12:43:44
Ich hab' meine geknackt - und Keimraten von nahezu 100%! Zum Knacken halte ich den Kern mit der Seitennaht auf feste Unterlage (Pflasterstein) und klopfe mit einem Hammer vorsichtig auf die gegenüberliegende scharfe Kante der Schmalseite. Das mach ich gleich, nachdem ich die Frucht gegessen habe. Dann wird sofort gesteckt - am besten in ausgewaschene, salzarme Erde - oder "Moos", Heidelbeerkübel. Das bleibt so den ganzen Winter über draussen, wo's nie austrocknet. Im Frühjahr kannst du dich vor Sämlingen nicht retten.
Wie bereits erwähnt, Aprikosen lieben kalkhaltige Erde, Holzasche, die z. B. zusammen mit Laubkompost den Winter über vom Regen durchgewaschen wurde. Deshalb nehme ich die Sämlinge bald, also mit so ca. 20 - 30cm Größe aus der sauren Mooserde, in der sie gekeimt sind und pflanze sie in ihr Lieblingssubstrat.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 13. Mai 2016, 12:51:57
Gut zu wissen, danke. :D

Das Substrat ist dank einer Stückholzheizung auch kein Problem  ;)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Zuccalmaglio am 22. Mai 2016, 17:14:46
Jeder kennt die großfruchtigen nordamerikanischen Kulturblaubeeren mit gegenüber der heimischen Art nur beschränktem Aroma.

Weiß jemand, ob versucht wurde, die beiden Arten miteinander zu kreuzen bzw. warum das nicht von Erfolg gekrönt war?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 22. Mai 2016, 18:19:18
Hier steht:

"Es gibt viele Versuche die Kulturheidelbeeren zu kreuzen, um ihren Geschmack zu intensivieren. Aber es gibt bislang keine beschriebenen Versuche der Kreuzung von Vaccinium corybosum x Vaccinium myrtillus. Vermutlich sind die genetischen Voraussetzungen zu unterschiedlich, sodass eine Kreuzung bislang noch nicht erfolgreich war. Auf der Forschungsreise im Internet konnte ich auch keinen Hinweis auf irgendeinen Kreuzungsversuch finden."
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 23. Mai 2016, 02:51:07
Dann hat der Herr Kobelt noch Arbeit... . Interessant wäre es auf alle Fälle. Mit den Erdbeeren ist ja auch erst richtig losgegangen, als man Arthybriden mit amerikanischen Arten geschaffen hat.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 23. Mai 2016, 10:51:39
Da bin ich skeptisch. Bis auf den etwas anderen Geschmack (aber nicht süsser!) hat Vaccinium myrtillus nur Nachteile. Die Früchte sind viel kürzer haltbar, die Erträge sind viel niedriger, die Vermehrung ist schwieriger, bei den Anbaubedingungen sind sie in allen Punkten viel wählerischer. Die Kultursorten mit Vaccinium corybosum (es sind noch diverse andere amerikanische Arten eingekreuzt) sind so robust, dass sie bereits als invasiver Neophyt zählt, der wild an manchen Stellen geschlossene Strauchbestände im Kiefernforst und bei Mooren bidet: http://neobiota.bfn.de/12620.html

Vielleicht gelingt ja mal eine Arthybride das muss aber nicht nur einmal gelingen, sondern sehr oft, damit ein genügend grosser Pool vorhanden ist, in dem sich Pflanzen mit den wenigen positiven Artmerkmalen von myrtillus ohne allzuviele Nachteile befinden könnten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Albizia am 23. Mai 2016, 23:34:59
Hast. Du echt wirklich gar keinen Platz für ein winziges zweites Apfelbäumchen, und sei es ein Ballerina- oder Schnurbäumchen?

Doch, aber erst, wenn eine Fichte gefällt ist. Dann soll dort ein Halbstamm hin, ein Lagerapfel. Das dauert aber noch ein bißchen.

Vielleicht kann man einen kleinen Ast einer zweiten Sorte auf dem Baum aufpfropfen.

Manchmal kommt man auf die einfachsten Dinge nicht. Danke für den Tipp!  :)

Dornroeschen, das Foto von der früchtetragenden Aprikose im Kübel ist toll!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 24. Mai 2016, 09:41:14
Da bin ich skeptisch. Bis auf den etwas anderen Geschmack (aber nicht süsser!) hat Vaccinium myrtillus nur Nachteile.
...
Hmm, ich finde Anthocyane im Fruchtfleisch schon einen gewichtigen Vorteil. Wird bei "Rubel" hochgelobt - wenn da auch noch viel Luft nach oben sein dürfte - ich kenn "Rubel" nicht aus eigener Anschauung. Vielleicht erfindet Herr Kobelt ja die "Bluelove" Heidelbeere!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gero93 am 27. Mai 2016, 15:20:39
Ich hatte vor mir demnächst einen Apfelbaum zu pflanzen. Kann mir vielleicht jemand ein paar allgemeine Tipps geben, welche Sorte ideal dafür geeignet ist und zudem noch gut schmeckt ?  :D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 27. Mai 2016, 18:14:24
Hmm, ich finde Anthocyane im Fruchtfleisch schon einen gewichtigen Vorteil.

Wieso? Dei einheimischen Heidelbeeren haben übrigens gar nicht so viel davon. Kirschen, schwarze Johannisbeeren und Brombeeren haben mehr. Kauft die ein relevanter Anteil von Kunden wirklich, weil irgendein gerade modischer Stoff drin ist?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Isatis blau am 27. Mai 2016, 19:06:34
Ich hatte vor mir demnächst einen Apfelbaum zu pflanzen. Kann mir vielleicht jemand ein paar allgemeine Tipps geben, welche Sorte ideal dafür geeignet ist und zudem noch gut schmeckt ?  :D

Es gibt sehr , sehr viele Apfelsorten. Du kannst Dir Deine Lieblingssorte pflanzen. Sollen die Äpfel früh, mittel, spät reifen. Zum Essen oder auch zum Backen sein, süß oder säuerlich schmecken.

Soll der Baum groß werden und Schatten spenden oder klein bleiben, soll der Baum schön aussehen oder ist das nicht so wichtig.

Soll er im Rheintal an einem Südhang wachsen oder im Norden?

Du siehst, dass Deine Frage nicht so einfach zu beantworten ist.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 10. August 2016, 18:50:12
Ich habe mich heute nach dem Gras-(Rasen-)Mähen im Garten mit den diesjährigen Aussichten der Apfelernte befasst. Es sieht für hiesige Verhältnisse nicht schlecht aus. Bei den dicht aneinander hängenden Apfel-Kindern warte ich (noch) auf den natürlichen Fruchtfall.

"Retina" auf M9, gepflanzt 2006/7, damals mehrfach wühlmausgeschädigt; ein zweites Exemplar auf M26 wurde im letzten Herbst an anderer Stelle gepflanzt:
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 10. August 2016, 18:51:59
Daneben ein "Topaz" auf M26, gepflanzt 2013:
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 10. August 2016, 18:54:43
Ein paar Meter entfernt ein weiterer "Topaz"-Baum, aber auf MM111, gepflanzt im Frühsommer 2015.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 10. August 2016, 19:01:07
Im vergangenen Herbst wurde eine renaturierte Fläche im Garten (vormals "Aufzuchtstation" aus den 80ern für Spirea und Liguster zur Heckengestaltung, die dann außer Kontrolle geriet) mit insgesamt 20 Obstbäumen bestückt, davon 17 Apfelbäume. Wider Erwarten tragen zwei davon jetzt schon einige Früchte, und zwar

"Rebella" auf M26
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 10. August 2016, 19:02:45
... und '"Carola", ebenfalls auf M26.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 10. August 2016, 19:14:20
Neben dieser neuen Obst-"Plantage" befindet sich ein alter großer Pflaumenbaum, der überraschenderweise in diesem Jahr sehr gut mit Früchten bestückt ist. Leider kenne ich die Sorte nicht, kann mich aber noch erinnern, dass das Fruchtfleisch sich nur schlecht vom Kern löst. Vielleicht hat ein Kenner hier eine gute Idee, was es sein könnte.

Eine Zoom-Aufnahme in die Höhe:
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 10. August 2016, 19:15:59
Eine einzelne Pflaume an einem unteren Ast:
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. August 2016, 18:35:16
Apfelbaum Gravensteiner im Kübel,
ein Hochstamm vom Gärtner, da er einen zerbrochenen Topf hatte, für ein Appel und Ei im Herbst15 erstanden.
Da ich noch nicht weiß, wo ich ihn pflanze, ist er im Kübel geblieben.
Er trägt 18 Äpfel...und hat so schön geblüht.
Bin gespannt wie er schmeckt.
Aber er fühlt sich auch im Süden wohl.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 15. August 2016, 12:00:54
Was passiert, wenn ich den extrem starkwachsenden Jakob Fischer auf M 26 veredle? Das ist der Lieblingsapfel meiner 70jährigen Mutter. Wenn das in 20 Jahren irgendwie schiefgeht, kann es sein, dass sie das nicht besonders aufregt - dafür hat sie bald in Griffhöhe ihre Lieblingäpfel.

Was meint Ihr? Riskieren oder eher nicht?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 15. August 2016, 12:09:21
Ist doch kein Problem. Eventuell darauf achten, dass er auch langfristig nicht kippen kann. Also keine Holzpfähle, die nach wenigen Jahren abfaulen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Elro am 15. August 2016, 13:12:29
Was passiert, wenn ich den extrem starkwachsenden Jakob Fischer auf M 26 veredle?
Der wird auf M26 schon noch groß genug.
Ich habe vor drei Jahren den Jakob Fischer sogar auf M27 veredelt weil mein normaler Baum an dem Standort viel zu groß ist und heuer weg muß. Dieses Jahr habe ich ihn zu einem Stepover geformt. Selbst auf M27 ist er gut wüchsig und macht auch große Äpfel.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 15. August 2016, 13:17:00
Danke Euch  :D

Dann bestelle ich Kunststoffpfähle dazu.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 24. August 2016, 09:43:10
Schwubs - das isser wieder.

Wie läuft das Obstjahr?

Hervorzuheben wäre bei mir, dass Süßkirschen, Birnen und tw. Sauerkirschen in der Blüte erfroren waren.

Geschafft haben es alle Arten Pflaumen - und es war auch ein recht gutes Pflaumenjahr. Deutlich besser als sonst.

Äpfel auch sehr gut in diesem Jahr. Durch die späte Blüte haben sie auch vom Frost nix abbekommen. Und nicht mal mein alter Boskop alterniert. Das wird wieder ne Menge Mus...

Beeren - tip top - keine KEF

Erdbeeren, naja - Grauschimmel ohne Ende....

Ich möchte nochmal auf die Baumscheiben von Obstbäumen kommen. Die Diskussion hatten wir ja schon öfter. Es wurde meist angeraten, die Baumscheiben frei zu halten. Irgendwie möchte ich aber auf diese Fläche nicht verzichten. Was wächst bei euch so auf den Baumscheiben??
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 24. August 2016, 12:38:33
Ich möchte nochmal auf die Baumscheiben von Obstbäumen kommen. Die Diskussion hatten wir ja schon öfter. Es wurde meist angeraten, die Baumscheiben frei zu halten. Irgendwie möchte ich aber auf diese Fläche nicht verzichten. Was wächst bei euch so auf den Baumscheiben??

Es geht nur um Baumscheiben bei schwachwachsendem Obst. Ich pflanze dort nur das,
Also geschlossene Vegetationsdecken wie Rasen oder Astern nicht, anderes schon. Das sind bei mir hauptsächlich Frühblüher und massenhaft Herbstzeitlose, aber du kannst sicher auch andere Stauden druntersetzen.
Leute, die spritzen, müssen außerdem sicherstellen, dass die auf den Baumscheiben wachsenden, von Bienen besuchten Blüten nichts Bienenschädliches (Insektizide...) abbekommen.
Gruß,
Ayamo
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 24. August 2016, 12:45:05
Bei mir ist ne Baumscheibe unter einer älteren Sauerkirsche total mit Brennnesseln überwuchert, mannshoch. Die blühen derzeit prächtig.... für die Insekten ist das sicher gut - aber ich bin am Überlegen, die wirklich mal wieder gründlich zu entfernen. Unter den anderen beiden Bäumen ist der Bewuchs auch eher zufällig und locker, Astilbe, Phlox, Taubnesseln, Akeleien und ein paar Frühjahrsblüher, aber wirklich wenige....

Und bei einem Baum weiter am Grundstücksrand habe ich wirklich das Problem, dass ich die Äpfel aus einem Staudenbeet klauben muss, oder eben liegen lasse. Das lässt sich aber dort nicht ändern. Das Beet funktioniert gut. Es ist ein Gravensteiner, vermutlich, und der fängt grad an abzuwerfen.....ich glaube, der neigt auch dazu...

Auf der Baumscheibe von 'nem schwachwachsenden Boskopp habe ich ne riesige Katzenminze - ob die schadet??
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 24. August 2016, 14:43:56
Brennesseln sind Starkzehrer, ist also vielleicht nicht optimal.

Gravensteiner habe ich auch, aber nur einen Ast auf einem kleinen Halbstamm. Der wirft gerade die Früchte ab, die frühreif sind, meist vom Apfelwickler befallen, oder angepickt sind und faulen. Sonst reift G. bei uns ja eher ab Anfang September.
Die Sorte ist eigentlich gut zu erkennen, saftig, knackig, leicht fettige Schale, edle Säure. Toller Apfel!
Ich habe nur Rasen und ein paar Schwertlilien drunter, weil der Baum sonst hauptsächlich Lagersorten hat und ich nur am WE dort sein kann. Ich will nicht, dass tagelang Äpfel vor sich hinfaulen, auf Rasen ist das besser

Katzenminze stört definitiv nicht, sie bevorzugt trockene, sonnige Plätze.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 24. August 2016, 14:54:18
Danke Dir - dann muss ich eben mal in die Nesseln... 8)

Da dieser Apfel immer ab Mitte August reift - habe ich auf den doch häufigen Gravensteiner getippt, der genau so beschrieben wird. Vielleicht schaffe ich mal ein Foto.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 26. September 2016, 19:31:31
500kg Vorfruchtfall für die Saftpresse eingesammelt, ein paar Fotos von heute (ausnahmsweise mal feucht). Keine besonderen Sorten, einfach mal alte Standard-Obstwiesensachen. Reifezustand etwa ein bis zwei Wochen später wie Durchschnitt der letzten Jahre.

(https://c2.staticflickr.com/8/7493/29317167843_74c435f717_o_d.jpg)

Die gute alte Zabergäu Renette. Keine Obstwiese ohne. Gesunder Baum, gesunde Äpfel, immer was drauf, immer lecker mit sorteneigenem Aroma, schmeckt schon ganz gut. Kommt bald runter und wird dann unter Folie bis März haltbar sein.

(https://c2.staticflickr.com/6/5086/29317168773_c145cf1c7c_o_d.jpg)

Ebenso gewöhnlich, der Brettacher, Hauptsorte in den 1950er Jahren, häufigster Apfel der Region, absoluter Universalapfel. Dieses Jahr zeigt sich ein gravierender Nachteil, kaum ein Baum ohne abgebrochene Äste, ein Baum ist regelrecht auseinandergebrochen. Überbehang. Und die Nächte sind zu warm, deshalb  noch wenig ausgefärbt. Russtau haben sie auch wie fast alle Sorten. Dafür, dass es bis Ende Juli ständig regnete ist es noch wenig.

(https://c1.staticflickr.com/9/8153/29317169373_fea789b6c8_o_d.jpg)

Goldparmäne, einer der Klimawandelverlierer. Nach dem Regen gab es seit Anfang August gerade mal 22mm Niederschlag. Das und die Hitze verträgt sie schlecht. Kommt nicht mit Wetteranomalien klar. Blattverlust, Triebe verdorrt, Abwurf des Behangs, was hängt ist schrumpelig oder völlig unreif. Ein Baum ist schon draussen, zwei weitere werden folgen.

(https://c1.staticflickr.com/9/8173/29317168283_67e6668c14_o_d.jpg)

Und das ist ein Gewinner. Jonagold auf Obstwiese ohne Pflanzenschutz. Alter Klon, wenig Schalenfarbe. Jedes Jahr trotz schlechtem Boden schöne Ernte, fast kein Schorf (!), schmeckt ausgereift gut, erstaunlich lange haltbar. Von den vielen Golden - Abkömmlingen ist mir der noch am liebsten. Kommt klar mit Hitze und Trockenheit. hab ich sogar schon als Hochstamm am Strassenrand gesehen - gelingt.

(https://c1.staticflickr.com/9/8412/29317169773_df71b8d802_o_d.jpg)

Noch eine alte neue Sorte. Gloster. Wollte ich raussägen, hab ihn aber schätzen gelernt. Etwas mehr Schorf. Geht aber. Wird sogar von einem Betrieb hier weiter kommerziell angebaut, weil es Kundengruppen gibt, die sehr auf ihn stehen, z.B. russische Einwanderer. Gross muss er sein und glasig darf er sein, das verstärkt das erwünschte Fruchtbonbonaroma.

(https://c2.staticflickr.com/8/7479/29317165763_95d0b967ba_o_d.jpg)

Sein Daddy, Glockenapfel. Massenträger, früher sehr beliebt. Schwieriger Baumwuchs. Dem ists eigentlich auch zu warm, viel kürzer haltbar wie in der Literatur, schrumpft und fault ab Dezember. In gekochten Desserts okay, da glänzt seine zitronige Säure. Könnte drauf verzichten.

(https://c1.staticflickr.com/9/8206/29316462934_0c278a1598_o_d.jpg)

Und wieder ne alte neue Sorte, Idared, der Schneewittchenapfel. Wegen seiner Haltbarkeit bis in die 1980er Jahre das letzte Marktobst vor der neuen Ernte. Auch der ist nicht verschwunden, sondern hat eine beständige Fangemeinde, ein Bioanbauer hier pflanzte sogar Extrareihen damit, er mag ihn selbst und die Kundschaft wohl auch. Super haltbar, gesunder Baum, Schorf auch hier seltsamerweise kein Problem. Alterniert wenig. Innere Werte aber nur mässig, Zucker- und Säuregehalte untere Mitte.

(https://c1.staticflickr.com/9/8494/29317167343_aa589a5a15_o_d.jpg)

Geheimrat Dr. Oldenburg, Massenträger, schlechte Blattgesundheit, eher was für Leute die früh Saftobst haben wollen.

(https://c1.staticflickr.com/9/8503/29317166573_d92d9d9f4a_o_d.jpg)

Gewürzluiken, fehlen auch auf keiner Obstwiese. Färben noch stärker, besonnte Früchte werden schön violett. Sehr guter Saftapfel und für reinsortige Brände. Kenn da jemand, der mühevoll die Kernhäuser mit Stiel aussticht, bevor er sie fürs brennen einmaischt. Wie Brettacher ein Apfel nur fürs warme Klima, sonst bleibt er grasig und im Aroma leer.

(https://c2.staticflickr.com/6/5478/29317166223_46c6cc0621_o_d.jpg)

Eine von meinen eigenen Nachpflanzungen, der Rote von Simonffi. Ist reif. Äpfel höchstens mittelgross, flächig rot, beduftet, poliert sehen sie aus wie lackbeschichtet. Herrlicher Apfel, hat rosenartiges Aroma, feinzellig, weinige Säure. Erinnert in der Aromatik auch etwas an Gravensteiner, hat dieses "apflige". Überaus gesunder Baum und Früchte. Leider nur ein Weihnachtsapfel, lange haltbar ist er nicht. Wird mir zu schnell mürbe.

(https://c1.staticflickr.com/9/8118/29317165353_5aaa35571f_z_d.jpg)

Die Siebenschläfer sind bei diesem warmen Wetter noch wach, aber schön fett. Man schnarcht tagsüber in der Baumhöhle und summt erbost herum, wenn man reinguckt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 26. September 2016, 20:03:24
Schöne Fotoserie - Danke  :)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Thüringer am 29. September 2016, 15:20:25
Ich habe, vor allem im vergangenen Jahr, etliche Johannisbeer-Hochstämmchen neu gepflanzt, hauptsächlich als Bestandserweiterung, aber auch als Ersatz für Opfer der Altersschwäche bei ca. 30-jährigen. Schwerpunkt waren hier schwarze Johannisbbeeren mit den Sorten "Titania" und "Ometa". Eines der "Ometa"-Bäumchen kam wohl mit der diesjährigen Extremwitterung nicht klar und verstarb. Heute war ich in der hiesigen Baumschule unserer Vertrauens und habe mir als Ersatz ein "Tenah"-Hochstämmchen mitgenommen - das erste dieser Sorte in unserem Garten zur "Blutauffrischung". Aus dem WWW kannte ich diese Sorte bereits, fand aber sehr unterschiedliche Angaben zur Mehltau-Anfälligkeit von "schwach" bis hin zu "sehr stark". Hat hier jemand schon ausreichend lange praktische Erfahrungen damit?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 21. Mai 2018, 22:30:40
Belebe hiermit mal wieder den Obstclub - nicht für jede Wasserstandsmeldung aus dem Garten bedarf es eines neuen Fadens, andererseits gibt's doch immer was zu berichten oder mich interessiert, wie's bei euch steht.

Heuer sehr ungleichmäßige Obstbaumblüte - einige Sorten haben sehr stark, andere gar nicht oder nur sehr wenig geblüht. Diejenigen, die stark geblüht haben, besonders einige Birnen (Madame Verte) aber auch ein paar der Äpfel (Relinda, Roter Berlepsch) zeigen einen sehr unterdurchschnittlichen Blattaustrieb, sehr verhaltenes Wachstum.
Dass die Blüte die Bäume so sehr schlaucht, das kenne ich gar nicht. Bei den Apfelbäumen welken etliche Triebe - sieht aus wie Monilia; irgendwie ist da der Wurm drin. Dabei war diese Jahr - ausnahmsweise - die ganze Blütezeit über kein Frost, fast nur warmes und trockenes Wetter. Auch die Bienen hatten gutes Flugwetter - trotzdem keine Früchte bei den Discovery-Bäumen, die dieses Jahr die Apfelblüte eingeleitet haben; nur wenige Früchte bei Madame Verte, von denen viele jetzt schwarz werden.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 22. Mai 2018, 10:02:15
Ich beobachte dasselbe bei mir und kann's mir nicht erklären. Pfirsich ist gut garniert, die älteren Birnen auch, aber Äpfel alle sehr schlecht. Wochenlang gutes Insektenwetter.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 22. Mai 2018, 10:33:48
Alles prima wie seit Jahren nicht. Nur ein paar Ärgernisse bei Neupflanzungen wegen der langen Frühlingstrockenheit. Wachstumsverzögerungen waren auch darauf zurückzuführen, es betraf ausschliesslich eine Reihe jüngerer Bäume.

Jetzt dünnen sie sich selbst kräftig aus. Bei einigen Sachen muss ich nachhelfen, der Fruchtansatz ist immer noch viel zu hoch. Bei Zwetschgen sieht es irre aus, immer noch mehr Früchte wie Blätter. Kaum tierische Fruchtschädlinge. Kroppzeug wie die Pflaumensägewespe dürfte letztes Jahr fast verhungert sein. selbst die Frostspanner haben sich zurückgehalten, das Laub wuchs zu schnell und hat sich wegen der Sonne früh gehärtet. Rüsselkäfer waren da, aber bei dem hohen Fruchtansatz zu verschmerzen.

Sicher, es gab auch Schäden. Der späte harte Frost hat mir alle Aprikosenblütenknospen, viele Kiwiblütenknospen zerstört, eine Kaki kaputtgemacht, die Spitzen der Feigen. Was solls. Nach dem letzten Katastrophenjahr kann mich nichts mehr schocken. Jetzt richtet sich der Blick auf die Kirschessigfliege, die mir schon zwei guten Zwetschgenernten abgestochen hat. Da wäre eine richtig heisse Juliwoche richtig, um diesen Katastrofenschädling zu bremsen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wurmkönig am 22. Mai 2018, 10:46:26
Die schwarzen Früchte bei den Birnen sehe ich hier auch. Die Äpfel habe ich nach der Blüte brutal ausgedünnt - ich kriege durch die sehr engen Baumreihen und die Beschattung auch so genug Alternanz. Wachstum ist verhalten aber noch OK, erste Schäden vom Apfelwickler sind bemerkbar.

Pflaumensägewespe massiv auf der Mirabelle und der Fellenberg (mittlerweile ebenfalls gerodet). Fellenberg hat letztes Jahr trotz Spätfrost massiv getragen, die Nancy nicht. Da weit und breit keine anderen Mirabellen und Zwetschgen vorhanden sind müssen die Tiere wohl 2 Jahre überdauert haben.

Selbst die älteren Aprikosen (das 4te Jahr an diesem Platz, ca. 7 Jahre alt) treiben bis an die Veredelung aus. Die Triebe sind mittlerweile zum Teil schon knapp 1.5 m lang. Pfirsiche tragen sensationell. Habe mir am Wochenende Miroma, Hanka und Tegera bei Kiefer geholt (gibt's noch wurzelnackt), mal sehen was daraus wird. Die Miroma schiebt gerade erste Blüten raus, so 2 - 3 Kostproben will ich dranlassen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 22. Mai 2018, 10:51:08
Hier wars Frühjahr recht trocken mit einem Musteraustrieb und wieder alles gleichzeitig geblüht. Äpfel ist bei vielen eher wenig dran, letztes Jahr haben sie durchschnittlich getragen. Durch den wenigen Regen und die warme Witterung im April hat sich allerlei tierisches gut vermehren können. Frostspanner und Co haben wenig schaden angerichtet, da sind die Triebe den Schädlingen davongewachsen. Dafür sind die Äpfel jetzt voll mit Apfelgespinstmotten. Das sieht recht grulig aus so flächig. Auch hier viele Verluste durch Birnentriebwespe, aber meist verschwerzbar, abgesehen von ein paar jungen Äpfeln.
Mehltau hats nun durch den Regen gebremst und die Meisen sind ausgeflogen.
Meine Aprikose wollte dieses Jahr nicht mehr, habe den Stamm verschenkt zum schnitzen und den Stumpf ausgebrannt, damit keine Ausläufer mehr durchtreiben.

Die frühen Süßkirschen sind durch, Burlat reift gerade und wird von den Amseln gefressen bevor sie reif sind. Nicht nur die Amseln fressen sie wenn sie gerade erst umfärben, sondern auch die Eichhörnchen. Ansonsten auch hier wieder viele Blattläuse in Massenvermehrung und nix mit spritzen machbar, da gerade die Ernte ansteht.

Mirabelle hat gut angesetzt, wird demnächst pinziert, ist Spalier.

Birnen sehen bis jetzt gut aus, viele befallene Früchte auf dem Boden, noch kein Birnengitterrost in Sicht. War wohl zu trocken im April.

Heidelbeeren sehen gut aus, ein paar Blattläuse, meist kräftger Wuchs.

Stachelbeeren sehen etwas klein aus, wachsen wie blöd, werden bestimmt noch dicker.

Holunder geht gerade auf das Ende der Blüte zu. Muss mich sputen wenn ich noch Sirup für die Stachelbeermarmelade machen will.

Johannisbeeren sind teilweise verrieselt und ordentlich Johannisbeertrieblaus drauf.

Erdbeeren werden zu schnell rot und können so nicht genug Aroma bilden. Vielleicht ändert sich das jetzt nach den paar Tagen durchwachsenem, eher kühlerem Wetter.

Die 3 Birnenveredlungen treiben nach über 4 Wochen nun jetzt auch endlich durch.

Die Vermehrung der Apfelunterlagen hat gut geklappt so dass ich im Sommer die vorbestellten Bäume doch okulieren kann.

Die 9 Apfel-Neupflanzungen in Hecke machen sich ganz gut mit dem Austrieb, ungefähr da wo ichs wollte. 
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 22. Mai 2018, 11:15:58
Schwarze Birnen => Birnengallmücke? scheint Konjunktur zu haben.

Die Regenproblematik hat bisher bei mir nur die Johannesbeeren getroffen.
Bei mir ist auch vieles knorke. Selbst die Kernlose Rebe, die ich hier über Jahre hier habe und alle Jubeljahre eine Blütentraube gebildet hat, was aber nie hieß, dass daraus was wurde, hat heuer wirklich viele Blüten geschoben. Natürlich kam ein Nachtfrost und hatte die Hälfte weg gehauen. Aber das habe ich mir nicht erträumen lassen. Ich habe sie eigendlich dazu verurteilt, als Versuchskaninchen für meine irren Veredelungsversuche zu dienen. Tja, so kanns kommen.

Aronia hat auch zum ersten mal geblüht, Äpfel sind auch ok, Pflaumen hängen zum Teil übervoll, Johannesbeeren sind etwas weniger als vor zwei Jahren, da der Regen fehlte, Blaubeeren sehen bisher auch brauchbar aus, Quitte übervoll, Kirschen auch brauchbar usw.

Heuer wird es viele Schlehen geben. Was beim Pfirsich los ist, weiß ich nicht. Viele Brombeeren könnte es auch geben. Holunder wird es, wegen meiner Schnittweise weniger geben, aber da ich so viele Büsche habe, kann ich damit auch Mäuse tot werfen.

Walnussbaum blüht, wie es mit den Haseln sein wird, weiß ich nicht. Bestimmt hat der Rüsselkäfer wieder mehr Freude daran.

Ahh der Scharlachweißdorn ist auch rel. gut bestückt und die so lala schmeckenden zweigriffeligen Weißdörner sind auch voll. Stachelbeeren gut, Josta gut, schwarze Honigbeere und rus. Riesenbeere sind so lala.

Erdbeeren wie immer schlecht, mal gucken was die Himbeeren machen werden.

Muss Mal gucken was die Birnen machen. Ich glaube ich habe ein Problem. Wie kamen all die Pflanzen nur so zusammen ???

Marone hat Frost abbekommen, Mal gucken.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Piffpaff am 22. Mai 2018, 13:18:26
Bei mir sieht’s so aus: von meinen Lubera Apfelbäumen ist mittlerweile der fünfte dahin. Sterben von unten her ab. Von der Firma keine Antwort..summercrisp und Barbarossa von Kiefer im Frühjahr gesetzt, würden sich jetzt schon tottragen wollen, wenn ich sie nicht bis auf ne Handvoll ausgedünnt hätte..Heidelbeeren im Topf mit chlorose nach Lektüre im Forum mal in Kaffeesatz gesetzt.bissl Torf dazu, unten Schafwolle rein..mal sehn..Aber die Überaschung sind meine Erdbeeren, die ich vor zwei Jahren einfach auf einen Aushubshügel vom Hausbau gesetzt habe..Lehmboden..dann nichts gemacht außer im ersten Jahr die Blüten weg..die haben sich so invasiv ausgebreitet..na ich häng mal ein Foto dran..für mich bestätigt sich die schon öfter gemachte Beobachtung, dass gerade die Dinge, an denen man mit Gärtnerherzblut dranhängt oft nix werden, anderes, was man so nebenbei macht gibt oft ne Überraschung..im positiven Sinne
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Piffpaff am 22. Mai 2018, 13:21:18
Und noch ne Nahaufnahme was da dranhängt..alles gesund..Geschmack super..an einer einzigen war bis jetzt ne Schnecke dran..
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 02. Juni 2018, 21:24:38
Nun zerre ich mal dieses Thema nach oben 8)

Es gab ja schon die Diskussion wg des diesjährigen starken Behanges beim Obst, besonders bei den Äpfeln.

In den vergangenen Tagen konnte ich nun mit Freude beobachten, dass es einen erstaunlich starken Fruchtfall gibt.
Besonders bei Pinova und Reglindis, die in offenem Boden stehen, lässt es sich sehr gut beobachten. Bei den anderen Sorten ist es hoffentlich ähnlich  :P

Bei euch ist ja i.d.R. alles schon deutlich weiter und wie sieht's denn da mit dem Fruchtfall aus?

Leider hat aber der leichte Hagel von zwei Gewittern vor ca 3 Wochen doch leichte Schäden auf den damals noch richtig kleinen Früchten (wie Haselnüsse) hinterlassen. Bin gespannt, wie sich das entwickelt  :-\
Titel: Re:Obstclub
Beitrag von: danielv8 am 29. April 2019, 18:59:27
Als Besonderheit habe ich noch die Sachalinbeere. Leider wächst sie wenig und hat noch keine Früchte getragen. Ich habe schon ein paar junge Sämlinge. Wenn die Sachalinbeere trägt, werden ich bewusst Hybrid-Sämlinge von ihr großziehen und später vielleicht auch gezielt kreuzen.

Hat den schon jemand welche sensorisch prüfen können ?
Die Umschreibungen des Geschmacks sind nicht so umfangreich und blumig wie für gewöhnlich.  ???
Ist der Anbau empfehlenswert ?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 15. Mai 2019, 08:59:07
Hier färben gerade die ersten Süßkirschen nach rot um. Seit 3 Tagen fliegt auch schon die Kirschfruchtfliege. Wenn es warm bleibt, dürfte es eine Kirschenernte mit relativ wenig Proteinanteil geben. Die Burlat wird vermutlich aber wieder mit schon großen Maden bestückt sein.
Die Tage steht auch ausdünnen der Äpfel an.
Wie siehts bei euch aus?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Secret Garden am 15. Mai 2019, 10:33:43
Die Fruchtansätze der Süßkirschen sind nichtmal erbsengroß und die Apfelblüten teilweise noch knospig. Außerdem gab es in den letzten Tagen und Wochen teils heftigen Frost - mal sehen was es überhaupt an Obst geben wird.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 15. Mai 2019, 10:59:53
Treffen wir uns gleich hier wieder - aber deine Sorge kann ich gut nachvollziehen. Hier hatte es gefrostet, als die Pfirsichblüte anstand. Erstaunlicher Weise ist der Pfirsich - ein selbst gezogener Baum - nicht geschädigt und hat zum 2. Mal gut angesetzt. Ich hatte vor Jahren Kerne bekommen vom Vorgebirgspfirsich. Ich muss direkt mal suchen, wem ich diesen schönen Baum zu verdanken habe.

Hier haben die Sauerkirschen so stark angesetzt, wie ich es noch nie erlebt habe. Sogar meine alte Schattenmorelle, die immer nur Monilia bekommt und nie trägt, hängt voll. Die Süßkirsche wieder fast nichts - ich glaube, die braucht wohl einen Befruchter und den scheint es in der Nähe nicht zu geben.

Birnen haben super angesetzt.

Bei den Äpfeln kann ich es noch nicht sagen, die sind noch zu klein.

Pfirsich, wie gesagt auch sehr gut.

Zwetschge Hanita toll - die Große Grüne Reneklode auch besser als sonst - der Dreisortenpflaumenbaum auch o.k. viel bringt der nie - die Sorten passen nicht zusammen vom Wuchs und der Baum steht zu schattig....Nachbars Flieder ist 4m hoch (die Dame schneidet nicht....)

Quitte blüht grad - auch sehr verheißungsvoll

Walnuss im hinteren Garten - abgefroren
Walnuss im Vorgarten - kann ich noch nicht sagen
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 15. Mai 2019, 21:23:16
Das Einzige, das unbeeindruckt stetig in der Kälte weitergewachsen ist, waren die Stachelbeeren, manche haben fast schon Endgrösse:

(https://live.staticflickr.com/65535/47857813901_7912ee579e_o_d.jpg)

Ansonsten eher dieses Bild, Weinrebe trotz Schutz:

(https://live.staticflickr.com/65535/47068270974_41085eb8eb_o_d.jpg)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 17. Mai 2019, 13:15:44
Jetzt habe ich es.

Die Pfirsichkerne zur Selbstanzucht habe ich 2013 von Cydorian ;D bekommen! Das heißt der Baum ist jetzt ca. 6 Jahre alt. Als ich es damals versuchte, war ich nicht so optimistisch - aber es hat geklappt.

Es waren drei gute Sämlinge gekommen - alle drei Bäume stehen in unterschiedlichen Gärten....einer in Meck-Pom, einer auf dem windigen Mühlgrundstück in Brandenburg und einer bei mir.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Natternkopf am 17. Mai 2019, 19:51:14
 :o 🙈
Das Einzige, das unbeeindruckt stetig in der Kälte weitergewachsen ist, waren die Stachelbeeren, manche haben fast schon Endgrösse:


Bei uns beginnt erst der Fruchtansatz.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 18. Mai 2019, 05:42:56
Daß ein Walnußbaum frostgefährdet sein soll, ist mir noch nicht in den Sinn gekommen. Vor etwa 45 Jahren hatte ich einen wilden Sämling aus Stendal erhalden, 3x umgepflanzt. Jetzt ist der Baum 10m hoch und breit und noch nie irgendwelche Frostschäden beobachtet.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: floXIII am 19. Mai 2019, 13:17:09
Die Spätfrostschäden hielten sich hier zum Glück in Grenzen. Lediglich bei den Trauben und Minikiwis gab es minimale Schäden. Das durchwachsene Wetter hemmt die Pflanzen hier aber zum Teil recht stark. Die aus Samen gezogenen Pflanzen sind zum Teil eingegangen oder kümmern vor sich hin.

An einen so kalten, windigen und regnerischen Mai/April kann ich mich nicht zurück erinnern. Für nächste Woche sind zwar leicht steigende Temperaturen angesagt, aber ob endlich der Sommer mal kommt...

Trotzdem reifen schon die ersten Frühkirschen. Die sollten in ein paar Tagen genussreif sein.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Apfebam am 30. Mai 2019, 20:00:29
Der kalte und zuletzt sehr nasse Mai hat seine Spuren an den Süßkirschen hinterlassen. So einen massiven Schrotschussbefall habe ich selten erlebt und lassen die Kirschbäume wirklich traurig aussehen. Besonders schlimm erwischt hat es Kordia, Burlat und die Große Prinzessin. Leicht bis mittelstark befallen sind Johanna, Sunburst, Giorgia, Regina, Dönissens Gelbe, Hedelfinger und Lapins. Gar keinen Befall zeigen Garrn's Bunte und die Rote Maikirsche.

Ich habe gelesen, dass Netzschwefel auch gegen die Schrotschusskrankheit wirken soll. Hat jemand Erfahrungen damit? Würde sich nämlich anbieten, da ich ab nächstem Jahr mit diesem Mittel auch gegen die Birnenpockenmilbe vorgehen möchte. Oder wäre Kupfer besser gegen die Schrotschusskrankheit?

Viele Grüße
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Vogelsberg am 04. Juni 2019, 15:36:46
Nachdem ich im Mai ja so ein schönes Foto von meinen Apfelbäumen im Schneetreiben posten konnte  ::) ::), zeigt sich nun die Folge dieses Kälteeinbruchs.... in den unteren Etagen kaum/kein Fruchtansatz, in der mittleren Etage haben etliche der wenigen Äpfelchen solche schorfähnlichen Frostringe und nur im oberen Bereich sieht es bis jetzt normal aus - aber da ich 4 Jahre alte Buschbäume habe, gibt es nicht viel "oben"  :P :P

Im Gegenzug - da ja nicht viel Kraft in Früchte investiert werden muss - treiben die Bäume nun aus wie blöd.... das gibt keinen Sommerschnitt, sondern ein Gemetzel  ::)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 04. Juni 2019, 15:48:13
Wie sieht es bei den Aprikosen aus?
Bei meinen 2 Bäumen ok. Die Aprikose im Topf hat ihren Fruchtbehang selbst ausgedünnt. Äpfel hängen voll, Sauerkirsche voll, Zwetschen auch ok, sind 2 noch junge Bäume, Tipala und Dattelzwetsche mit ihren ersten Früchten. Pflaume Courod trägt das 2. Jahr.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 04. Juni 2019, 15:53:17
Birnen, Kirschen, Quitten scheints ok bzw sehr gut, keine Äpfel.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Juni 2019, 16:00:23
Ich habe in der Tat kaum Äpfel trotz einer tollen Blüte. Eine Handvoll Klaräpfel, ca. 5-6 am kleinen Boskoop - wie der große angesetzt hat, weiß ich noch nicht.

Ansonsten ist der Junifall sehr im Gange - die Zwetschge und auch die Sauerkirschen schmeißen ab, was das Zeug hält, verdammte Trockenheit....

Die Reneklode hatte gut angesetzt - alles abgefroren. Ich glaube, sie ist auch ein Kandidat für ein Kaminfeuer. Langsam reicht es. Der Baum ist bestimmt 10 Jahre alt und hat noch nie getragen - es wäre das erste Mal gewesen....
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Vogelsberg am 04. Juni 2019, 16:03:10
Wie sieht es bei den Aprikosen aus?
Bei meinen 2 Bäumen ok. Die Aprikose im Topf hat ihren Fruchtbehang selbst ausgedünnt. Äpfel hängen voll, Sauerkirsche voll, Zwetschen auch ok, sind 2 noch junge Bäume, Tipala und Dattelzwetsche mit ihren ersten Früchten. Pflaume Courod trägt das 2. Jahr.

Meine ausgepflanzte und etwa 3 M hohe Aprikose hat aus gefühlt 1000 Blüten 2 Fruchtansätze gemacht  ::), wobei ich ja schon darüber froh wäre, wenn wenigstens diese ersten beiden Früchte dieses Großbusches auch tatsächlich ausreifen.... Meine 2 wurzelechten Sauerkirschen, nun im 3. Jahr ausgepflanzt, haben zum ersten Mal geblüht und wenigstens ein paar Ansätze dran.
Zwetsche hat erstmals geblüht, hat aber alles abgeworfen und wächst lieber - gut so. Im vergangenen Jahr gesetzte Birnensäulen dito.

Meine Bäume - alles schwachwachsende Unterlagen, bzw. sowieso eher buschartig wachsende wurzelechte Sauerkirschen, sind ja max. 4 Jahre alt. Als erstes hatte ich ein paar Apfelbäume gesetzt und dieses Jahr kam während einer tollen Blüte dann Schneetreiben  :P :P :P

Meine Quitte blüht derzeit zu Ende und meine Mispel hat gerade erst angefangen - mal schauen  ;)

@Gänselieschen

.... soll wohl nicht sein.... ab in den Kamin und dazu einen guten Obstbrand trinken  ;D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 04. Juni 2019, 16:07:43
Auch bei den Beeren hängt alles gut voll.
Die einzige Ernte mit Einbußen ist bei den Feigen zu sehen, ob sie alternieren weiß ich nicht.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: kaliz am 04. Juni 2019, 17:21:15
Mein Marillenbaum hat sage und schreibe eine Marille oben. Der Baum vom Nachbarn der etwa gleich alt ist hängt so dicht voll, dass sie ausdünnen müssen, damit ihnen der Baum unter der Fruchtlast nicht zusammen bricht.
Meine beiden Kischbäume haben bei dem kalten nassen Wetter den Großteil der Früchte abgeworfen und die paar die noch dran hängen schauen irgendwie nicht wirklich gut aus. Dabei waren im April so viele Fruchtansätze, dass ich dachte wir würden die überreiche Ernte vom letzten Jahr nochmal toppen. Aber schön langsam habe ich Sorgen ob es dieses Jahr überhaupt Kirschen geben wird.

Der Quittenbaum hat viele kleine Fruchtansätze wirft aber noch welche ab. Ich bin mal gespannt wie viele am Ende bleiben.

Sehr reich behangen sind Feige und Ölweide. Bei der Ölweide hab ich jetzt ein Vogelschutznetz angebracht, damit es mir nicht so geht wie letztes Jahr wo von einem Tag auf den anderen alle Früchte weg waren. Die Ribiseln sind auch voller Früchte, da waren letztes Jahr dafür nur sehr wenige.
Auch der Pfirsich trägt reichlich Früchte. Ungeschlagene Nummer eins beim Fruchtbehang ist aber die Maulbeere Everbearing. Die ersten Früchte beginnen da schon umzufärben.

Zu ernten gibt es bei mir zur Zeit Kamtschatkabeeren, Erdbeeren und erste Himbeeren.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Juni 2019, 17:31:36
@ Vogelsberg, ich denke, dass du Recht hast. Jedes Jahr ne Hoffnung, die sich zerschlägt. Nächste Woche kommt ein Obstbaumbegutachter zu mir, den Termin habe ich grad gemacht. Es geht zwar um meinen alten Boskoop, aber die anderen Bäume soll er sich auch ansehen. Er meinte schon am Telefon, dass die große grüne Reneklode generell sehr spät fruchtet... und wenn es nun das erst Jahr gewesen wäre, und der Frost schuld sein, dann sollte ich den Baum noch mindest ein Jahr lassen....

Eine Sauerkirsche und die Hanita haben Junifall, hängen aber gut voll, vielleicht wird es trotzdem ne schöne Ernte. Ich habe beide gestern extrem gut gewässert, das werde ich auch noch wiederholen.

Beeren sind gut - besonders die Erdbeeren tragen gut. Himbeeren waren geschädigt, Wurzeln wieder abgefressen... das wird nicht doll, Brombeeren sehen richtig gut aus, blühen jetzt aber erst...eigentlich alles ganz ordentlich, außer die Äpfel und der Walnussbaum (der treibt jetzt erst wieder neu durch.....ich glaube, die Entscheidung ist gefallen).
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Vogelsberg am 04. Juni 2019, 18:26:12
Eure Rückmeldungen bestätigen die alte Regel, dass Vielfalt im (Nutz-) Garten wichtig ist, denn das erhöht die Chance doch deutlich, dass man wenigstens ein bisschen was erntet.

Richtig blöd ist dieser klassische Junifall aber auf jeden Fall, denn man hoooffft - insbesondere bei möglichen Erstträgern - und daaaannnn  :-X :-X :-X :P :P :P
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 18. Juni 2019, 08:33:39
Das Einzige, das unbeeindruckt stetig in der Kälte weitergewachsen ist, waren die Stachelbeeren, manche haben fast schon Endgrösse
Ich habe gestern geerntet. 2 ältere Spindeln und 3 junge mit Erstertrag, zusammen 12,5kg. Ein großer Baueimer randvoll. Solche Massen hatte ich noch nie. Das Schöne: kein Sonnenbrand auf den Früchten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 18. Juni 2019, 11:50:10
So siehts bei mir auch aus. Ein herrliches Stachelbeerjahr. Ich hatte Angst, dass sich die Sträucher angesichts des starken Behangs überlasten, aber nichts dergleichen. Grosse Früchte, aromareich, planmässig süss geworden.

Die kommen offenbar sehr gut damit zurecht, wenns im Mai wieder Winter wird.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rieke am 27. Juni 2019, 21:40:06
Irgendwo muß ich mal jammern.

Bei unserem schönsten Obstbaum, einem Roten Boskop, ist ein großer Ast abgebrochen  :'(, er hing zu voll und wir sind bisher nicht zum Ausdünnen gekommen. Jetzt ist der Baum unsymetrisch, weil einer der Gerüstäste nur noch ein Stummel ist.

Überhaupt hängen die Obstbäume dieses Jahr sehr voll. Wir hatten letztes Jahr schon eine sehr gute Ernte, die Bäume haben den Ausfall von 2017 nachgeholt. Auch die alternierenden Apfelsorten wie der Boskop und der Ontario tragen wieder sehr viel. Bei einigen Bäumen frage ich mich, ob sie wegen der Trockenheit Torschlußpanik haben. Eine kleine Schattenmorelle, die sowieso schon in einem mässigen Zustand ist, hat mehr Kirschen als Blätter  :-\.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 28. Juni 2019, 00:04:52
So ähnlich ist das hier auch, je nach Philosophie. Es fällt zumindest auf, dass die Bäume 2 Vollertragsjahre hintereinander einlegen wollen.
War wegen den Sonnenstunden 2018 eigentlich absehbar, ich habe im Mai aber auch nur die Hälfte der Bäume rechtzeitig auszudünnen geschafft.

Unterm Strich würde ich gerne nochmal durchgehen, ist sicherlich nicht nutzlos, wenigstens die angestochenen Früchte abzumachen. Bei gut 30°C haben aber andere Sachen Priortät.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 28. Juni 2019, 00:25:43
Hier sind die Probleme deutlich anders gelagert:
Von unseren 10 Apfelbäumen trägt einzig der Gloster an einem  einzigen Ast vielleicht 10Äpfel, ansonsten ist alles dem Frost zum Opfer gefallen. Die Blüten öffneten sich mit schwarzen Staubgefäßen. Das gibt wieder Freude beim nächsten Schnitt  :-X

Schwarzäugig waren auch lange die Erdbeerblüten. Jetzt reifen die ersten Früchte.

Die Walnuss hat erst jetzt im Juni wieder halbwegs vernünftiges Laub ausgetrieben. Die vielen Nachtfröste nach dem Austrieb haben ihr böse zugesetzt.

Die Schönfelder Zwetschge hatte wunderbar angesetzt, aber der Frost war zu stark. Alle Früchtchen wurden schwarz.

Nur bei den Johannisbeeren sieht es nicht schlecht aus.

Erstaunlicherweise haben beide Weinstöcke keinerlei Schaden und tragen reichlich.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 28. Juni 2019, 00:30:49
Spätfrost braucht wirklich niemand.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rieke am 28. Juni 2019, 10:49:51
Spätfrost ist bei uns zum Glück selten ein Thema, da hilft die städtische Lage. Nur 2017 hat es uns erwischt. Immerhin hatten wir reichlich Brombeeren, den Pfirsichen hat der Frost auch nichts ausgemacht und ein paar Äpfel hingen auch an den Bäumen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 28. Juni 2019, 11:32:41
Irgendwas ist immer. 2017 Totalausfall wegen Frost, 2018 Totalausfall ab Juli wegen Knochentrockenheit bis November, dieses Jahr kaum Fruchtansatz am Kernobst weil 2018 der Ansatz sehr gut war. Die Knospen fürs nächste Jahr werden schon früh im Jahr gebildet. Vertrocknet die gute Ernte dann im August 2018, gibts 2019 nicht mehr Obst, weil im Mai 2018 wenig Blüten gebildet wurden.

Auffallend dieses Jahr, dass der Kirschernte seit Mitte Juni bereits von der Kirschessigfliege vernichtet wurde. So früh hat sie die Katastrophenschwelle noch nicht erreicht. Hoffentlich bremst sie die Hitze jetzt, damit ich wenigstens ein paar Zwetschgen bekomme.

Die Anbauer sind auch schwer unter Druck. Mit einer Notzulassung ab 12.6. hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wieder mal Lambda-Cyhalothrin (z.B. in Karate Zeon) zur Bekämpfung der Kirschessigfliege an mehreren Kulturen zugelassen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 28. Juni 2019, 13:12:04
So, auch mal von mir einen Rapport:

Äpfel
- kaum Klaräpfel
- wenige, tw. nicht gesunde Früchte beim kleinen Boskoop auf schwacher Unterlage
- der große Boskopp hat angesetzt aber in einem der Gewitter seinen Hauptast zur Sonnenseite eingebüßt. Ein schwerer Verlust.

Pflaumen
- sehr guter Ansatz bei 'Hanita' trotz extemem Junifall
- Reneklode - hatte erstmals sehr gut angesezt - Totalausfall wegen Frost
- Dreisortenbaum - auch Totalausfall

Sauerkirschen
- alle drei Bäume tragen, mehr als sonst, sogar die total moniliaverseuchte alte Schattenmorelle hat was dran

Süßkirsche Silvia(ohne Befruchtersorte in meinem Garten)
- hatte erstmals eine große Handvoll sehr schmackhafte Früchte

Quitte
- sehr gute Blüte - keine Früchte - ich vermute Spätfrost - das gab es noch nie...

Walnuss
- ein Totalausfall wegen frost
- ein schwacher Behang - ich vermute, dass das alternieren ist - im letzten Jahr hat der Baum extrem getragen

Die Beeren tragen alle wie immer sehr gut - und ja, die Stachelbeeren hängen besonders voll. KEF ist noch nirgends zu sehen
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Effi B. am 28. Juni 2019, 14:04:14
Dem schließe ich mich mal an:

Quitte, Konstantinobler, ca. 7 Jahre alt: Reiche Blüte, restlos abgeworfen. Kein einziger Fruchtansatz. Spätfrost in Verdacht.

Äpfel: alle 3-4 Jahre alt, alle auf diesen kurzen Stämmen

- Topaz: Im vergangenen Dürresommer warf er das Handtuch und vertrocknete vor unseren Augen. Unser Brunnen für Trink- und Brauchwasser war trocken gefallen, an Gießen war nicht zu denken. Die Hoffnung, dass er nochmal austreibt, gaben wir Anfang Mai auf, das Bäumchen wurde gehäckselt. :'(

- Rote Alkmene: Blühte wie plöd und warf sämtliche Blüten ab. Kein einziger Fruchtansatz. Das Bäumchen sieht nicht gesund aus, irgendwie stauchwüchsig, ein Anblick des Elends. Ist's ein Spätschaden vom Wasserentzug 2018/19? - Keine Ahnung.

- Roter Boskoop: Blühte ebenfalls wie plöd und warf sämtliche Blüten ab, fast, genau 3 Früchte sind noch dran, aber voller Schorf. Sieht aus, als hätte er den letztjährigen Wasserentzug heile überstanden, steht gut im Futter, richtig propper. Von diesem Blattgekräusel mal abgesehen.

Kornellkirschen:
Janus oder so, 3-4 Jahre alt. Blühte reichlich, warf alles ab, fast, genau 3 Früchte trägt sie noch. Das Bäumchen (in Vollsonne) sieht murksig aus.
Namenloser Sämling: Reiche Blüte, keine einzige Frucht. Pflanze (im Halbschatten) sieht propper aus.

Pflaumen, namenlos: drei alte Bäume, tragen Früchte wie verrückt, als wollten sie sich verausgaben.

Rote Johannisbeeren: Frostschaden im frühen Fruchtknospenstadium. Tragen nur zerzisselt.

Schwarze Johannisbeeren, alles im Lot. Dass sie wenig tragen, ist mein Verdienst, die hatte ich erst im Frühjahr geschnitten.

Asimina triloba: Trotz geschütztem Standort machte ihr der Spätfrost heftig zu schaffen. Sämtliche Blätter und Blüten fielen ab, spitternackt stand sie da, ohne ein einziges Blatt. Ist aber wieder ausgetrieben, GsD, sieht wieder propper aus.

Sauerkirschen: Viel Blüte, kaum Früchte, nur wenige und vereinzelt.

Himbeeren und Brombeeren: tragen gut, ausgerechnet diese Säufer, versteh's wer will.

Anmerkung: Seit Mai '19 haben wir wieder Wasser, seitdem konnte auch gegossen werden.

Edit: keine KEF in Sicht.
 

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rieke am 28. Juni 2019, 22:52:45
Himbeeren und Brombeeren: tragen gut, ausgerechnet diese Säufer, versteh's wer will.

Die vertragen bei mir Trockenheit recht gut. Die Himbeeren gieße ich nur gelegentlich mal, die stehen allerdings auch recht schattig und die Brombeeren eher noch seltener. Die Brombeeren wuchern ziemlich, da habe ich heute lange Ranken, die den Nachbargarten erobern wollten, abgeschnitten. Himbeeren sind bei uns nur Naschobst, der Ertrag ist nie besonders hoch, aber die Brombeere, ein namenloses Stachelmonster liefert ab Mitte Juli beeindruckende Mengen gut schmeckender Früchte (falls nicht die KEF dazwischen kommt).
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: kaliz am 29. Juni 2019, 10:04:23
Kamtschatkabeeren: Haben dieses Jahr echt super und lang getragen.

Erdbeeren: Gibt es dieses Jahr zwar einige, aber eher kleine, geschmacklose Früchte. Muss ich wohl mal erneuern. Lediglich eine Pflanze zwischen den Terrassenfugen sticht positiv hervor mit Früchten die wie Walderdbeeren aussehen und schmecken, allerdings so groß sind wie richtige Erdbeeren. Wenn ich jetzt noch die Sorte wüsste, würde ich mir den ganzen Garten damit voll pflanzen.

Vielblütige Ölweide: Hatte reichen Fruchtbehang. Leider haben die Vögel das Schutznetz das ich drüber geworfen habe nur ausgelacht. Für nächstes Jahr muss ich mir eine neue Strategie ausdenken. Ist das Einzige Obst bei uns auf das die Vögel so fliegen. Die Ribiseln gleich daneben ignorieren sie komplett, sind halt nicht so süß.

Ribiseln: Haben super getragen, dürfen aber ruhig noch wachsen (sind zum Großteil noch recht junge Sträucher). Aus 10 Litern Beeren wurden 4 Liter Sirup.

Heidelbeeren: Zwei der vier Sträucher tragen. Zwar viele dafür sehr kleine nicht sonderlich saftige Früchte. Ich schaffe es einfach nicht die Engerlinge aus den Töpfen los zu werden. So lange die Engerlinge die Wurzeln aufessen, sehe ich schwarz. Dabei habe ich die Erde schon mehrfach komplett durchgesiebt. Keine Ahnung was man da sonst noch machen kann um die Biester loszuwerden.

Allackerbeeren: Sind so unauffällig, dass ich Probleme habe sie wieder zu finden. Früchte gab es glaube ich keine.

Kirschen: Hat es dieses Jahr pro Baum nur je eine Handvoll gegeben und die waren von den Wanzen stark geschädigt. Kann man als Komplettausfall bezeichnen, dabei hatten wir letztes Jahr so viele. Die Wanzen werden immer mehr zum Problem.

Maulbeere: Wächst als ob sie es bezahlt bekäme. Hat reichlich Früchte, allerdings ist es ein Wettlauf mit der Zeit sie vor den Wanzen zu erwischen. Das war letztes Jahr noch überhaupt kein Thema, dieses Jahr sitzt auf so gut wie jeder Maulbeere mindestens eine Wanze.

Pawpaw: Nach einer reichen Blüte im Frühjahr von der leider keine Früchte hervorgegangen sind, nimmt sie sich nun ein Beispiel am Maulbeerbaum daneben und wächst wie verrückt. Aus einem kleinen vor sich hin mickernden, fast rückwärts wachsenden Sträuchlein der letzten Jahre, ist jetzt innerhalb kürzester Zeit fast schon sowas wie ein richtiger Baum bzw. Großstrauch entstanden. Ich glaube sie knackt gerade die zwei Meter Marke. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr dann mit Früchten.

Blauschotenstrauch: Hat mehrere Früchte angesetzt und sieht echt entzückend aus.

Kaki: Wächst schön hat aber noch immer nicht geblüht.

Minikiwis: Haben wunderschön geblüht und reich angesetzt. Die Früchte wachsen sehr schnell und haben schon bald Endgröße erreicht, es sei denn sie wollen einen neuen Größenrekord für Minikiwis aufstellen. Einige der Pflanzen fruchten zum Ersten Mal, dafür super super reich.

Akebia: Wachsen fast Unkrautartig und haben jede Menge Fruchtansätze.

Granatapfel: Blüht erstmals. Anfangs habe ich zwei Knospen entdeckt, dann sind jeden Tag welche dazu gekommen. Mittlerweile steht der gesamte Strauch in Vollblüte und es kommen immer noch neue Knospen dazu. Ich hoffe sehr, dass es dieses Jahr auch erste Früchte gibt. Blüten sind jedenfalls reichlich vorhanden.

Apfel: Nach einer eher verhaltenen Blüte sind jetzt doch erstaunlich viele Früchte oben. Wenn wir die richtigen MadexMax Spritztermine erwischen, sollte es eine gute Ernte werden.

Quitte: Hatte super viele Blüten und anschließend massenhaft kleine Früchte, die aber bis auf vier alle abgeworfen wurden. Das nass-kalte Wetter im Mai hat dem Baum wohl nicht gefallen.

Felsenbirne: Hat zufriedenstellend geblüht und gefruchtet. Ein paar letzte Beeren hängen noch drauf.

Rhabarber: Super gesunde riesige Pflanzen, bei denen man gar nicht merkt wenn man sie beerntet. Gäste mit Garten sind immer schwer beeindruckt von der Größe der Pflanzen und der Dicke der Stiele. Keine Ahnung was ich anders mache als sie, aber vermutlich ist es einfach nur Glück, dass es dem Rhabarber an der Stelle so extrem gefällt.

Zwetschken: Die Beiden Bäume tragen. Nicht super reich, aber auch nicht so wenig. Vermutlich wieder 100% Madig. Irgendwie bin ich am Überlegen ob wir die Bäume nicht früher oder später durch Kriecherln ersetzen. Ich mag zwar Zwetschken ganz gerne, aber irgendwie sind die Bäume mühsam und Kriecherln schmecken besser, sind ertragreicher, vielseitiger und haben keine Würmer.

Marille: Nach einer überreichen Blüte hängt sage und schreibe EINE Frucht am Baum. Im Nachbargarten ein gleichzeitig gesetzter Baum bricht fast durch vor lauter Früchten. Leider weiß der Nachbar nicht um welche Sorte es sich handelt, da es irgendeine Diskonter-Pflanze war die er mal im vorbeigehen mitgenommen hat.

Pfirsich: Der Baum hat zwar ordentlich Gummifluss, trägt aber wieder mal extrem viel. Vermutlich sollte ich die Äste stützen damit nicht wieder einer der starken Hauptriebe abbricht, wie es vorletztes Jahr passiert ist.

Himbeeren: Tragen zwar gut, die Beeren sind aber klein und halb vertrocknet. Vermutlich sollte ich sie öfter gießen.

Stachelbeere: Hat super viele Früchte oben die jetzt bald reif sein sollten.

Taybeere: Trägt dieses Jahr gut und die Früchte schmecken auch gut.

Brombeere: Wie jedes Jahr extrem viele grüne Früchte. Mal sehen ob wir auch was ernten können. Die letzten Jahre waren die Brombeeren immer das Hauptangriffsziel der Wanzen. Dieses Jahr haben wir eine weiße Brombeere dazu gesetzt. Mal schauen ob es davon schon Früchte gibt und ob die Wanzen sie in Ruhe lassen.

Fruchthartriegel: Blüht gerade.

Feige: Hat erstmals ganz viele Brebas, die jetzt beginnen unreif zu vertrocknen und abzufallen.  ???  Warum macht die Feige das, ich will die doch essen!
Hat aber schon ganz viele kleine Herbstfeigen angesetzt. Hoffentlich werden die was.

Japanische Weinbeere: Zuverlässig wie immer. Super viele Fruchtansätze.

Wein: Schaut gut aus.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Vogelsberg am 29. Juni 2019, 10:51:44
Tolles Sortiment  :D

Bei mir hängen durchaus einige Äpfelchen an den Bäumen, trotz des Schneetreibens mitten in der Blüte  ::)

Felsenbirnen - kanadische Wildform und selektierte Kultursorten - tragen wieder gut.

Eventuell erstmalig ein paar Sauerkirschen, aber ob das wirklich eine wurzelechte Ungarische Traubige ist ??

Quitte hat nun zum 2. Mal was angesetzt.

Mispel hat erfreulich viel angesetzt  :)

Geschenkte Jostabeeren wohl erstmals Vollertrag.

Topf-Tafeltrauben im GH vielversprechend.

Erdbeeren wieder prima, aber durch die Trockenheit endet die Ernte wohl früher als geplant.

Meine Aprikose hat aus gefühlt erstmals 1000 Blüten 2 Fruchtansätze gemacht  ::)

Ein 4 jähriger, im Austrieb rotlaubiger Zufallssämling von Nachbars roter Zier-Haselnuss hat erstmals ein paar Blüten gehabt und 2 Nüsse angesetzt - die sind auch rötlich... mal sehen  :)

Alle meine Obstpflanzen sind max. 4 Jahre alt

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Effi B. am 29. Juni 2019, 10:51:57
Himbeeren und Brombeeren: tragen gut, ausgerechnet diese Säufer, versteh's wer will.

Die vertragen bei mir Trockenheit recht gut. Die Himbeeren gieße ich nur gelegentlich mal, die stehen allerdings auch recht schattig und die Brombeeren eher noch seltener.

Das ist ja ein Ding. Vielleicht macht's der Schatten? Es gab kein anderes Plätzchen, bei uns stehen die vollsonnig von früh bis spät, direkt am Zaun zur Wiese drumherum. Diese Wiese ist derart invasiv, da kommt man auch mit Jäten nicht mehr gegen an, die Wiesengräser haben Himbeer- und Brombeerwurzeln erobert und eingepfercht.

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rieke am 29. Juni 2019, 14:57:32
Die Brombeeren stehen sonnig, in der Wiese. Ich weiß nicht, wie alt die Pflanze ist, die war da schon, als wir Garten und Haus vor 13 Jahren gekauft haben. Wahrscheinlich hat die mittlerweile Wurzeln bis Australien.

Zitat
Felsenbirne: Hat zufriedenstellend geblüht und gefruchtet. Ein paar letzte Beeren hängen noch drauf.
Felsenbirne! Ich muß bei unserer mal nachsehen, ob noch was dran ist. Die steht so am Rand, das ich meistens erst nach ihr sehe, wenn die Amseln mal wieder schneller waren.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Azubi am 30. Juni 2019, 08:52:03
Die Erdbeerernte geht zu Ende. Leider waren viele ziemlich klein. Der Ertrag lag bei 180g pro Pflanze (Durchschnitt von 7 Sorten, ein- und zweijährige, Sandboden). Muss ich mehr düngen oder mehr bewässern?

Wann werden sie geschnitten? Jetzt gleich nach den letzten Beeren? Geht das mit einem Rasenmäher? Wann schneidet man die Mara des Bois?

Vielen Dank für Antworten  :D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 30. Juni 2019, 12:42:19
Ein halber Eimer Große Prinzessinen. Für mich die Beste der rotbunten Kirschen. Vornehm blass mit zart errötenden Backen, wie eine Prinzessin eben. Und leider wie alle Kirschen dieses Jahr ausser den ganze frühen zu 99% mit der Kirschfruchtfliege befallen. Der Baum ist riesig, Schutz unmöglich.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 30. Juni 2019, 13:45:06
In 10 Kilo Schneiders späte Knorpel EIN einsames Mädchen gefunden.  :P
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: durone am 30. Juni 2019, 23:09:24
Von der Durone Nero II 1,5 kg geerntet und dann das Netz wieder zu gemacht. Die Sorte hält sich gut am Baum und verträgt auch noch ein paar Tage.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: BernerRosenapfel am 01. Juli 2019, 19:53:24
Ein halber Eimer Große Prinzessinen. Für mich die Beste der rotbunten Kirschen. Vornehm blass mit zart errötenden Backen, wie eine Prinzessin eben. Und leider wie alle Kirschen dieses Jahr ausser den ganze frühen zu 99% mit der Kirschfruchtfliege befallen. Der Baum ist riesig, Schutz unmöglich.

Ja, auch bei mir ist die Grosse Prinzessin sehr stark mit der Kirschfruchtfliege befallen. Und wie bei 555Nase ist die Schneiders späte Knorpel bei mir praktisch überhaupt nicht befallen.

Gruß
BR
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Tomesen am 02. Juli 2019, 00:10:00
Die Kirschernte hat sich für mich leider nicht so toll herausgestellt wie erhofft. Haumüllers Mitteldicke und Büttners rote Knorpel sind stark befallen, wobei Büttners durch ein Gewitter auch noch etwas geplatzt ist. Eine andere unbekannte Sorte hat weniger Maden, aber dafür hängt der Baum einfach zu voll. Es reifen nicht alle Früchte ordentlich aus, bleiben klein und manchen faulen vorzeitig in den dicken "Trauben". Der Baum wurde eigentlich nie geschnitten, aber wenn die Bienen nicht so fleißig sind gibt er bessere Kirschen
Wagt jemand den Geschmacksvergleich von der Großen Prinzessin und Büttners? Die sollen sich ja recht ähnlich sein
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 02. Juli 2019, 11:35:48
Toll zu lesen, wie es bei euch in diesem Jahr ist.

@ Effi B. - bei meinem kleinen roten Boskoop ist es genauso, wie bei dir. Wenige Äpfel, alle nicht ansehnlich und geblüht hat er ganz toll. Auch im letzten Jahr hatte er nicht viel dran. Gewässert wird bei mir, er steht am Rand des Gemüsebeetes. Schneidest du diese Minis?? Meiner ist fast ohne Schnitt inzwischen. Er ist groß genug und hat wenig Zuwachs. Ich wüsste auch nicht, was ich schneiden sollte an dem - der wächst wie er will.

Der Totalausfall bei mir ist auch die Konstantinopeler Apfelquitte, auch so ca. 7 Jahre alt.

@ Kaliz - du hast ja ne Beerenvielfalt - beeindruckend :D. Verarbeitest du wirklich alles, was bei dir wächst?? Ich warte ja, dass meine Kornellkirsche mal blüht, aber sie ist noch nicht soweit. Eigentlich müsste sie auch dort weg, wo sie jetzt steht, sie nimmt zu viel Licht. Aber ich weiß nicht, ob sie das wohl überleben würde.....

Himbeeren sind zum naschen, die müssen sich erst wieder erholen. Die Herbsthimbeeren bringen sicher mehr.
Brombeeren hängen unglaublich voll.  Bis vor einer Woche wurden die Beeren nur sporadisch mal gewässert. Inzwischen habe ich einen Sprühschlauch durch das Dickicht gepopelt. Der läuft nun recht häufig. Wahrscheinlich etwas zu spät, aber besser spät als nie.

Der Schlauch ist 15 m lang.

Auf der Länge stehen folgende Beeren v.l.n.r.:

3m Himbeeren, 2 schwarze Honigbeeren, 1 gigantische 'Loch Ness', 2 Heidelbeeren in separater Erde (halbierte Regentonnen vergraben), 1 gelbe Himbeere (1m), 1 Jostabeere, 1 schwarze Johanna, 2m Herbsthimbeeren.

Mein Nichtgärtner hat mir über die ganze Länge eine Pergola gebaut, an der ich nach Lust und Laune Beeren festmachen kann. Das wird sicher erst im nächsten Jahr richtig klappen. Für dieses Jahr war der Zug schon ziemlich durch.... die Brombeerranken habe ich oben rüber gelegt - aber das ist dann Pflücken mit der Leiter. Die müssen anders geleitet werden...

Das Foto ist von der anderen Seite aufgenommen und zeigt ein bisschen von der Pergola - nur mal als Zufall...
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=41329.0;attach=657388;image)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: kaliz am 02. Juli 2019, 12:26:04
@ Kaliz - du hast ja ne Beerenvielfalt - beeindruckend :D. Verarbeitest du wirklich alles, was bei dir wächst??

Den Großteil esse ich als Frischobst. Allerdings sind die Pflanzen zum Teil noch recht jung, es ist also zu erwarten, dass die Erträge noch kräftig ansteigen. Dann werde ich mir wohl Gedanken um die Haltbarmachung machen müssen.
Die Sachen von denen es besonders viel gibt werden aber auch verarbeitet. Ribiseln zu Sirup. Pfirsiche zu Mus, Fruchtleder und Kompott. Äpfel verwenden wir recht viel zum Kochen und Backen oder machen daraus getrocknete Apfelringe. Zwetschken werden zu Kompott. Quitten haben wir leider noch zu wenige zum Verarbeiten, sonst würden wir gerne Sirup und Quittenkäse daraus machen. Rhabarber landet meistens auf dem Grill, oder auf Palatschinken. Wir haben schon versucht aus Rhabarber Kompott oder Sirup zu kochen, die Ergebnisse waren aber nicht zufriedenstellend.
Trauben kochen wir zu Sirup.
Von den Beeren frieren wir, wenn wir genug haben, einen Teil ein für Torten.

Mit den Akebias müssen wir noch experimentieren. Nachdem die diesjährige Ernte vermutlich die vom letzten Jahr noch übertreffen wird, denke ich daran das Fruchtmus durch die flotte Lotte zu passieren und zu versuchen es in irgendeiner Form einzukochen. Bin mal gespannt ob das was wird.

Mein Blauschotenstrauch trägt dieses Jahr auch erstmals Früchte. Bin ja mal neugierig wie die schmecken.

Die Seedless Che macht leider noch nichts. Nächstes Jahr vielleicht.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 02. Juli 2019, 15:48:18
Pfirsiche - Was ist Fruchtleder? Gellee?
Quitten - Was ist Quittenkäse? Ich kenne nur Quittenbrot - aber ich werde mit den Resten von 2018 haushalten - meine Quitte trägt nicht in diesem Jahr und ich werde mir auch einmal den Aufwand sparen - selbst mit Gellee kann ich inzwischen handeln....

Wie machst du Johannisbeersirup? Oder soll ich mal in der Gartenküche gucken - gibt es das Thema dort?

Akebias schmecken frisch sehr lecker, ich habe mal bei einer Bekannten eine zur Bestimmung mitgenommen, aber irgendwie haben die auch etwas komisch gerochen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: kaliz am 02. Juli 2019, 17:06:02
Fruchtleder ist was rauskommt, wenn man Fruchtmus auf Backpapier aufstreicht und im Dörrautomat trocknet. Es hat eine zähe Konsistenz und schmeckt intensiv fruchtig. Sehr gut eignen sich dafür die diversen Steinfrucht-Arten wie Pfirsich und Kriecherln. Mit Kirschen hab ich es noch nicht probiert, sollte aber eigentlich auch gut werden. Gegessen werden kann es zum Beispiel als Nascherei zwischendurch, oder Kleingeschnitten im Müsli.

Quittenkäse = Quittenbrot = Quittenspeck = ... Ganz viele Namen für ein und die Selbe Sache.

Ribiselsirup: Beeren in einem Topf kochen bis sie platzen. Durch die flotte Lotte passieren und anschließend noch durch ein Tuch drücken um Kerne, Stängel usw. zu entfernen. 3 Teile Saft mit einem Teil Zucker aufkochen und heiß in Flaschen füllen. Bei nicht so sauren Fruchtarten muss man unter Umständen etwas Zitronensäure beimischen um das richtige Zucker-Säure-Verhältnis einzustellen, Ribiseln sind aber meist eh sauer genug.

Mir schmecken Akebias auch gut, die Frage ist nur ob sich der Geschmack konservieren lässt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 02. Juli 2019, 17:09:41
Ich habe jetzt zwei Rezepte aus dem Internet gedruckt. Bei einem wird auf 2,5 kg Johannisbeeren nochmal 600ml Wasser gegeben, bei dem andren kein Wasser - wieviel Wasser gibst du auch wieviel Beeren??
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: kaliz am 02. Juli 2019, 17:43:42
Ich gebe kein Wasser zu. Einfach nur die Beeren, so viele ich halt gerade habe, erst aufkochen, Feststoffe entfernen und abmessen wie viel Flüssigkeit übrig bleibt. Das Volumen dividiert durch drei ergibt die Menge Zucker die beigemengt wird. Also zum Beispiel bei 3 Litern Saft ein Kilo Zucker, bei einem Liter Saft 333g Zucker, usw.. Falls Zitronensäure dazu kommt ganz vorsichtig dazu mengen und immer wieder abschmecken bis der richtige Säuregrad erreicht ist.
Genau so mache ich eigentlich jeden Fruchtsirup. Lediglich bei Holunderblütensirup kommen auf einen Liter Wasser, ein Kilo Zucker und 30 Gramm Zitronensäure.
Sehr gut ist auch Apfel-Kräuter-Sirup, der genau wie Holunderblütensirup angesetzt wird nur dass man statt Wasser Apfelsaft und statt (oder zusätzlich zu ) Holunderblüten alle möglichen Kräuter und deren Blüten verwendet (z.B. Thymian, Oregano, Salbei, Minze, Melisse, Basilikum, Rosmarin,...). Minze und Melisse sollte man aber nur zu kleinen Teilen dazu geben, da sie sonst geschmacklich alles überdecken, Thymian darf es aber ruhig etwas mehr sein.

So und zum Thema zurück zu kommen: Ich bin echt beeindruckt wie viele Minikiwis dises Jahr an den Pflanzen wachsen. Erst dachte ich nur die grünfruchtigen Pflanzen hätten Knospen angesetzt, aber das war ein Trugschluss, die zwei roten Damen haben einfach ein Bisschen länger gebraucht. Es hängen jetzt alle fünf Pflanzen voller Beeren. Ich freue mich schon darauf wenn die Beeren reif sind und frage mich wie groß die Geschmacksunterschiede wohl sein werden.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Staudo am 02. Juli 2019, 21:40:58
- kaum Klaräpfel

Unser schon etwas größerer Klarapfel hat der Frost erwischt. Da hängen nur einzelne Früchte dran. Die jungen Klarapfelbäume auf der großen Streuobstwiese hatten mehr Glück. Die hatten gut angesetzt. Dann kamen Apfelblattlaus und Trockenheit. Plinse mit Klarapfelmus wird es in diesem Jahr wohl nicht geben.  :-\
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 04. Juli 2019, 12:22:09
Wagt jemand den Geschmacksvergleich von der Großen Prinzessin und Büttners? Die sollen sich ja recht ähnlich sein

Irgendwann hat mal jemand bei Büttners mit falschen Bildern angefangen, die eigentlich die Grosse Prinzessin zeigen. Oder Bilder mit Büttners roter Knopelkirsche vor der Vollreife. Vermutlich, weil beide Sorten auch "Napoleon" heissen ging das durcheinander. Büttners wird bei Vollreife dunkelrot. Die grosse Prinzessin bleibt heller. Ihr Stein ist auch grösser.

Die Prinzessin hat einen eigenen Geschmackston, den Büttners nicht hat. Büttners liegt mehr im Aromadurchschnitt von dem, was man von einer Kirsche erwartet. Die Prinzessin hat eine feine Komponente, die mich immer an eine Cocktailkirsche erinnert. Das verstärkt sich, wenn man sie im Glas einmacht, wofür sie sehr gut geeignet ist. Auch als Dörrkirsche wird sie sehr gut. Meine Kinder finden sie aber langweiliger, bei denen zähen weniger spezielle Aromen, sondern Zucker, Säure, Farbe.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 04. Juli 2019, 12:51:02
Ich habe mal eine Frage zur Baumgesundheit. Meine Äpfel hängen gerade wieder recht voll, die Leitäste senken sich wieder nach unten. Letztes Jahr hat man viel über Grünastbruch lesen können, auch hier sind durch Trockenheit und Hitze letztes Jahr einige Strassenbaumäste runtergefallen. Gab es letztes Jahr verstärkt Astbrüche bei euch an voll hängenden Obstbäumen mit eher ungewöhnlichen Bruchmustern, also kein klassisches ausschlitzen?
Darf ich dieses Jahr mit einem erhöhten Astbruchrisiko rechnen? Sollte ich als Vorernteschnitt einiges an Feinästen rausnehmen? In oder nach normalen Jahren war es für die Äste kein Problem auch Massenernten zu tragen ohne zu brechen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Juli 2019, 13:05:23
Ich würde es dem Baum etwas erleichtern - im Sinne des Wortes - und die Äpfel radikal ausdünnen, wenn du da rankommst....
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Staudo am 04. Juli 2019, 13:05:41
Nach meiner Erfahrung wird zuerst die Versorgung der Früchte eingeschränkt. Der Baum wird durch Mickerfrüchte entlastet.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 04. Juli 2019, 13:24:52
Letztes Jahr hatten auch wir eine gigantische Apfelernte und einen trockenen und heißen Sommer. Gewässert wurden die Bäume  nicht. Vielleicht waren die Äpfel etwas kleiner als sonst, aber gebrochene Äpfel gab es keine.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 04. Juli 2019, 13:40:16
Gab es letztes Jahr verstärkt Astbrüche bei euch an voll hängenden Obstbäumen mit eher ungewöhnlichen Bruchmustern, also kein klassisches ausschlitzen?

Das Risiko steigt dafür. Aber oft nicht so, wie man es sich vorstellt. Wir hatten zum Beispiel Ab Anfang Juni bis November keinen Niederschlag, die Gegend ist sowieso immer zu sommertrocken und in Jahren wie 2018 wird es ohne Bewässerung zur absoluten Katastrophe. Nichts brach. Die Apfel blieben golfballgross und faulten unreif im Oktober am Baum. Null Ernte. Äste und ganze Bäume starben wegen Trockenstress ab, aber kein Bruch, nur jede Menge Mumien, Totholz, Früchte. Weiter südlich sind die Böden recht gut und tiefgründiger, dort waren ungewöhnliche Bruchmuster zu sehen. Die Bäume konnten sich länger aus dem Boden versorgen, bis die Trockenheit das Holz spröde machte. Noch weiter südlich gab es ein kräftiges Gewitter im Sommer mit hohen Niederschlägen. Die Äpfel reiften, waren gut, bleiben zwar etwas kleiner, aber wurden noch so schwer dass der klassische Astbruch wegen Übergewicht kam. "Nur" einige Sturmschäden wegen den Gewitterböen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 04. Juli 2019, 13:44:19
Noch etwas - zumindest für mich sehr Erstaunliches: in der Garage fand ich im Regal mit den entsprechenden Kisten dieser Tage noch Äpfel der letztjährigen  Ernte :-X Ein Teil war definitiv Futter für den Kompost aber ein gutes Dutzend verschiedenen Sorten wurde gestern zu Apfelmus :o Zucker brauchte es keinen, dafür je ein Tütchen Zitronensäure und Vanillezucker :D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 05. Juli 2019, 00:44:42
Cydorian, eben, das ist es, die Äpfel sehen schon gut aus, die mummifizieren nicht mehr. Und allein letztes Wochenende hat gezeigt, das grün auf braun in nur 2 Tagen geht.

Wühlmaus, ja, ich habe vor 3 Wochen die letzten Äpfel den Amseln gegeben, die lagen seit der Ernte in der Gartenlaube. 2018 war wirklich kein Pilzjahr.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 17. Juli 2019, 11:20:40
Ich habe gestern wurmige und verschorfte Pinovas abgemacht. Damit die Leitäste etwas entlastet werden. Jetzt hängen die meisten Früchte einzeln, nur am Mitteltrieb war ich nicht. Hatte nach der Blüte nicht ausgedünnt, es kam einiges zusammen. 
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 17. Juli 2019, 11:22:45
M9 Unterlagenausläufer hatte ich zurückgeschnitten, das Schnittmaterial sind jetzt Stecklinge.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 17. Juli 2019, 11:34:32
Meinen Idared habe ich kräftig ausgedünnt, ganz viele waren wurmig, letztes Jahr kein einziger.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: sunrise am 17. Juli 2019, 11:34:54
Wisst ihr , wie man das verhindern kann das die Renekloden  harzigen Pilz nicht bekommen?
Dieses Jahr haben meine es sehr schlimm
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: mybee am 18. Juli 2019, 11:57:54
Kannst Du den „harzigen Pilz“ näher beschreiben - wo sitzt er, auf Früchten, Blättern, Ästen, vielleicht ein Foto?

Und. wir sollten zur. Sparte Pflanzengesundheit wechseln.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 19. Juli 2019, 02:23:40
Kann das nicht Gummifluss sein, was du meinst? Bilder würden helfen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 19. Juli 2019, 04:20:21
Wisst ihr , wie man das verhindern kann das die Renekloden  harzigen Pilz nicht bekommen?
Dieses Jahr haben meine es sehr schlimm

Ich wäre froh, wenn meine Pflaume keinen Pilz bekommt, warum sollte ich das verhindern ?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 22. Juli 2019, 10:42:23
Baya Marisa gefällt mir derzeit ganz gut. Schöne Verzweigung, Früchte knallrot.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 23. Juli 2019, 05:30:28
So sieht meine 3 jährige Marisa aus. Manche Äste haben gar keinen Neuwuchs, andere 20 - 30cm aber auch sehr dünn. Bestimmt hundert Früchte habe ich ausgedünnt, trotzdem kommt mir die Fruchtgröße zur Zeit etwas zu klein vor ? Bei der Hitze habe ich gut gewässert. Hornspäne hat der Baum auch bekommen. Das Gras untenrum sieht sehr gut- und wüchsig aus, besser als der Rest der Wiese.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 23. Juli 2019, 05:36:42
...Vielleicht hätte ich im Frühjahr noch kürzer schneiden sollen. Ich sehe gerade, daß bei dir die Äpfel eher an der Basis hängen und bei mir im Außenbereich. Habe aber etwa 10 Jungbäume und alle ähnlich geschnitten, jeder zeigt ein anderes Wuchsverhalten, die meisten so, wie es sein sollte.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 23. Juli 2019, 10:08:34
...Vielleicht hätte ich im Frühjahr noch kürzer schneiden sollen. Ich sehe gerade, daß bei dir die Äpfel eher an der Basis hängen und bei mir im Außenbereich. Habe aber etwa 10 Jungbäume und alle ähnlich geschnitten, jeder zeigt ein anderes Wuchsverhalten, die meisten so, wie es sein sollte.

Die wachsen (und blühen) schon unterschiedlich, je nach Sorte.
Aber alle sollten ein gutes Traggerüst bekommen und im Jugendstadium eine Baumscheibe. Die sieht man bei dir nicht, vielleicht ist sie da? In jedem Fall: 100 Äpfel für einen kleinen 3j Baum wären weit zuviel...
Wo ich schluderhafterweise verpasst habe, frühzeitig auszudünnen (Berlepsch und Ananas-R), ist die Fruchtgröße immer noch geringer als sonst. Vielleicht braucht Baya M die Handausdünnung?

Bei dir gehen mehrere Äste von der Stammverlängerung ab, die mal Gerüstäste werden sollen? (nicht im allerbesten Abgangswinkel, aber manchmal bekommt man sie nur so spitz aus der Baumschule, ich ärgere mich auch über solche Lieferungen).
Man sieht es nicht so genau, es scheint aber auf einer Seite des Baumes mehr starkes Holz zu sein als auf der anderen. Das ist älteres Holz und trägt deswegen schon Blüten/Früchte.

Bei Thujas Bäumen sieht man, dass die Stammverlängerung (Mittelachse) dominiert. Er wird dazu auch starke Seitentriebe auf Astring oder kurzen Zapfen mit Knospe zurückgenommen haben. Deswegen hat er das ältere Holz nur nahe der Mittelachse und deswegen auch nur dort Früchte. Alles, was weiter außen ist, ist diesjährig.

(Aber eigentlich haben wir einen parallelen Fred zu Baumschnitt bei Apfel...)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 24. Juli 2019, 11:01:13
Bingo, so sah er im April aus. Eine 2 jährige Okulation hat noch nicht viel altes Holz.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 24. Juli 2019, 11:50:12
@555Nase
Sehe ich es richtig, dass der Baum in einer Wiese steht? Ich meine, im Hintergrund einen weiteren Stamm zu sehen, der keine offene Baumscheibe hat.

Gerade für junge Bäume und solche auf schwächeren Unterlagen ist das ungut. Der Grasfilz ist eine starke Konkurrenz bei Nährstoffen und Wasser.
Ich würde die Baumscheibe mit Radius von ca.50cm freilegen, gut wässern und beim nächsten Rasenschnitt mit dem Schnitt mulchen. Im Herbst die Mulchreste entfernen und eine knappe Schubkarre Kompost auf der Baumscheibe verteilen. Und den Baum regelmäßig ausgiebig wässern.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 24. Juli 2019, 18:29:30
@Wühlmaus, so hatte ich das auch 50 jahrelang gemacht ! Da aber nun die "Kinder", welche den Rollrasen gelegt haben anderer Meinung sind, von nichts Ahnung haben aber alles besser wissen, muß ich leider meine Bäume mißhandeln.  :'(
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 24. Juli 2019, 18:35:44
Ohjeh :-X

Vielleicht kannst du an verschiedenen Stellen (kleine!!) Löcher in den Rasenfilz bohren und mit einer Gießkanne Düngelösung geben?
Ich weiß allerdings nicht,  ob es dafür nicht schon zu spät im Jahr ist :-\
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 24. Juli 2019, 20:57:43
Vielleicht kannst du an verschiedenen Stellen (kleine!!) Löcher in den Rasenfilz bohren und mit einer Gießkanne Düngelösung geben?
Ich weiß allerdings nicht,  ob es dafür nicht schon zu spät im Jahr ist :-\
Ist es, jedenfalls für Dünger mit Stickstoff. Wenn der Baum darauf mit Neutrieb reagiert, werden diese nicht mehr ausreifen (frostfest weden).
Für N-Dünger bis zum nächsten März warten... Dieses Jahr höchstens noch Kalimagnesia o.ä.,  wenn du weißt, dass da ein Mangel besteht.

Diese Kinder haben entschieden zu viel Einfluss  8).
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 25. Juli 2019, 02:27:07
Klar, versuche ich die "Kluchscheißer" auszutricksen  so weit wie es geht. ;) Düngerlöcher "bohren" okeh, aber wieviel brauch der Baum ? Wenn die Grasbaumscheibe braun wird, wäre es schon mal ein Indikator, daß es zu viel war. ;D ;D Andererseits gibt es auf einer Streuobstwiese auch keine gemulchten Baumscheiben und es wird genug geerntet ? Die Natur läßt sich schwer überlisten. 8)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 25. Juli 2019, 10:23:12
Andererseits gibt es auf einer Streuobstwiese auch keine gemulchten Baumscheiben und es wird genug geerntet ?

Auf starkwachsenden Unterlagen und mit robusten Sorten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 26. Juli 2019, 00:12:19
...es wird genug geerntet...
Wenn man statt einem Baum drei pflanzt und nur die Hälfte erntet, ists nicht nur genug, sondern zuviel.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 26. Juli 2019, 03:26:54
...es wird genug geerntet...
Wenn man statt einem Baum drei pflanzt und nur die Hälfte erntet, ists nicht nur genug, sondern zuviel.

Dann könnte man auch vier pflanzen und hätte immer noch mehr Ernte, als von zweien, was allerdings das Doppelte von einem wäre.  :o
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Waldgärtner am 26. Juli 2019, 06:33:42
Andererseits gibt es auf einer Streuobstwiese auch keine gemulchten Baumscheiben und es wird genug geerntet ?

Auf starkwachsenden Unterlagen und mit robusten Sorten.

... und mit im Jugendstadium (erste 5 Jahre Minimum) offenen Baumscheiben ;)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: mybee am 26. Juli 2019, 09:06:09
Die Wirklichkeit sieht oft anders aus.
Schon sehr oft habe ich weder Baumscheibe, noch Pflanz- und schon gar nicht einen Aufbauschnitt gesehen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Waldgärtner am 26. Juli 2019, 09:17:39
Das sind dann aber die Bäume, die nach 15 bis 20 Jahren fertig sind: Kaum noch Neuaustrieb, vergreistes Holz, kleine unreife Früchte...


Mir ging es darum:

Zitat
Andererseits gibt es auf einer Streuobstwiese auch keine gemulchten Baumscheiben und es wird genug geerntet ?

Ohne ein Mindestmaß an Pflege - zumindest in den ersten Jahren - klappt das meiner Erfahrung nach nicht (immer)!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Azubi am 26. Juli 2019, 15:37:57
Mein Walnussbäumchen und die Sauerkirschbäumchen lassen die Äste hängen.
Anfang Juni hatte die Walnuss plötzlich die Silhouette eines verwelkten Blumenstraußes. Ein paar Wochen später fingen die Sauerkirschen an, ihre Äste hängen zu lassen. Im Wesentlichen war das letztjährige Holz weich, etwas auch das vorletzjährige.  Die Walnuss habe ich hochgebunden und sieht nun wieder nach einem Baum aus. Die Äste sind inzwischen auch wieder recht fest. Die diesjährigen Triebe scheinen normal zu wachsen (nur zu dem Zeitpunkt als die Äste weich wurden, sind die neuen Triebe ohne Blätter gewachsen).

Weiß jemand, was da schief gelaufen ist? Alle anderen Obstbäumchen haben feste Ästchen. Trockenheit würde ich ausschließen. Zuviel gedüngt (ein paar Handvoll Novatec)?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 26. Juli 2019, 16:03:09
Düngerschäden gibts so schnell nicht und erklären auch kein weiches Holz. 
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 26. Juli 2019, 23:04:48
Vielleicht Wurzelschäden?

Hast du Wühlmäuse, Azubi - und hast du Vorkehrungen gegen Wurzelfraß getroffen?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Azubi am 26. Juli 2019, 23:19:58
Wühlmäuse - das könnte sein. Die Biester machen mich noch wahnsinnig. Dieses Jahr gibts besonders viele Mäuse. Zwar komisch, dass nur die Sauerkirschen und die Walnuss sich so verhalten und nicht die anderen Obstsorten, aber vielleicht sind die besonders lecker.

Ich habe alle Bäumchen in Drahtkäfige gepflanzt. Die Wurzeln dürften aber inzwischen aus den Käfigen heraus reichen. Soll ich mal versuchen, die Wurzeln (außerhalb der Käfige) etwas frei zu legen und gucken?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 27. Juli 2019, 04:07:17
Immer wenn ich von Maschendrahtzaunwurzelkäfigen lese,
muß ich an Strangulierung (http://www.bilder-hochladen.net/files/5g0-4m.gif)  denken, warum.  ???
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sternrenette am 27. Juli 2019, 06:40:57
Laut dem Baumpfleger sind die hängenden Äste bei unserem Nußbaum eine Sonnenschutzmaßnahme des Baumes.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Azubi am 27. Juli 2019, 09:12:32
@555Nase
Wenn du einen besseren Vorschlag hast, wie man Gehölze effektiv und effizient vor Wühlmäusen schützen kann, wäre es nett von dir, ihn uns mitzuteilen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Azubi am 27. Juli 2019, 09:17:55
Laut dem Baumpfleger sind die hängenden Äste bei unserem Nußbaum eine Sonnenschutzmaßnahme des Baumes.
Da könnte was dran sein. An das Wetter als die ersten Bäume "schlapp" machten, kann ich mich nicht mehr erinnern. Der letzte Baum war erst Anfang dieser Woche schief, da war es sonnig (aber noch nicht sehr heiß).

Hat sich dein Baum von selbst wieder aufgerichtet?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 27. Juli 2019, 17:51:18
@555Nase
Wenn du einen besseren Vorschlag hast, wie man Gehölze effektiv und effizient vor Wühlmäusen schützen kann, wäre es nett von dir, ihn uns mitzuteilen.

Einen Neurervorschlag kann ich dir da leider nicht mitteilen. Als mir am Apfelbaum Manga Super auch die Wurzeln abgefressen wurden, hab ich eine andere Sorte - Gloster gepflanzt und den Manga (und noch 8 andere Sorten) aufveredelt. Der Baum steht unversehrt seit 20 Jahren.
Wenn der Mäusedraht in die Wurzeln einwächst, könnte ich das moralisch nicht verkraften. :P
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Tresenthesen am 27. Juli 2019, 20:03:39
Verrostet der nicht irgendwann? Deswegen solle man ja auch keinen verzinkten nehmen....
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 27. Juli 2019, 20:54:19
Ja, sie verrotten. Hier gabs einmal eine interessante Diskussion dazu:

https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,55872.msg2977019.html#msg2977019
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 27. Juli 2019, 22:20:39
... und die Mäuse warten geduldig bis der dämliche Draht verrostet ist.  ;D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Bruno3120 am 28. Juli 2019, 08:43:06
Bei uns in der Obstanlage wird nur verzinkter Draht verwendet, und das seit 50 Jahren. Wenn so ein alter Baum wegen Krankheit o.s. ausgegraben wird, sind da armdicke Wurzel die den Draht problemlos überwallt haben. Der Draht ist immer noch da. Das ist, wie wenn ein Ast eine Schnur oder einen Draht überwallt, nach Jahren sieht man davon nichts mehr, nur beim absägen ist die Säge stumpf!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: mybee am 28. Juli 2019, 09:10:05
Eine Alternative zum Wühlmauskorb
 Obstbaumpflanzung im Rollkies
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Azubi am 28. Juli 2019, 10:04:51
Das ist tatsächlich eine super Idee.
Macht das der Streuobstwiesenverein schon länger so?  Bzw. ist die Methode erprobt und zuverlässig oder neu und wird noch getestet?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 28. Juli 2019, 10:16:13
Könnte dies nicht ein Problem mit schwachen Unterlagen geben?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 28. Juli 2019, 16:47:07
Eine Alternative zum Wühlmauskorb
 Obstbaumpflanzung im Rollkies
Ein 15cm ø Kiespfrorpfen soll also die Wurzeln vor Fraß schützen? Was für ein Schwachsinn! Das sieht nur auf dem Schema auf dem Bildschirm gut aus - typische Schreibtischtätergärtner!
Drahtkörbe (auch verzinkte) sind erprobt und wirksam. Je größer das umschlossene Volumen, desto besser der Schutz. Ich mache zylindrische Körbe von ca. 70  cm Durchmesser und 50cm Höhe (man vergleiche das Volumen mit dem des empfohlenen Kiespfropfens) und rechne immer noch mit Wachstumsstörungen, wenn der Baum so groß wird, dass der vom Korb umschlossene Wurzelraum nicht mehr ausreicht.

Viele Bauern treten meist nur einen Quadratmeter Drahtgeflecht in den Boden, was meist winzige, verdrückte Köfige ergibt - und wundern sich dann, wenn (der meist auf Sämlingswurzel stehende) Baum dann nach ein oaar Jahren stockt.

Wichtig ist auch ein lückenloser Drahtschutz an der Bodenoberfläche, der gut am Stamm abschließt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: mybee am 28. Juli 2019, 18:22:23
War nur ein  Alternativvorschlag, kein Bibelspruch. Eigentlich hatte ich die Variante B im Visier. Eventuell sollte man die Methode an die eigenen Bedürfnisse anpassen, also größere Pflanzgrube oder scharfkantigeren Kies oder was für Ideen habt Ihr?

Wenn man auf der website das Stichwort Wühlmausschutz öffnet, findet man auch Anmerkungen zu Korb, Zylinder, Bewertung
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 28. Juli 2019, 18:32:17
So, so...

"Rolf Meyer´s Urteil

Ich halte die Methode mit dem nach unten offenen Zylinder aus verzinktem Maschendraht am sinnvollsten. Jahrelangen positive Erfahrungen von JAN BADE (AK Obstgehölzpflege des Pomologenvereins) bestätigen das. Sogar bei einem Zylinder-Durchmesser von 50 cm scheinen sich die Einschnürungen der Wurzeln in Grenzen zu halten. Besonders positiv ist, dass der Zylinder nach unten hin offen ist. So können tiefergehende Wurzeln ungehindert unten hindurch wachsen: dort, wo keine Wühlmaus mehr hinkommt."

Unten offen sind meine Zylinder garantiert nicht! Weil ich nämlich den Wühlmäusen zutraue, dass sie locker 50cm tiefe Gänge graben, um an die Wurzeln zu kommen. Habe mal an der Seite eines von mit gesetzten Drahtkorbes aufgegraben - Spiralenförmig wand sich der Wühlmausgang nach unten. Das Biest hat systematisch von oben bis unten nach einem Eingang gesucht!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: saugrün am 28. Juli 2019, 20:53:23
Die Empfehlung bezieht sich auf Zylinder, die 70 cm tief eingegraben werden, da Wühlmäuse nicht so tief unter der Oberfläche graben. Der Zylinder ist insgesamt 100 cm hoch, 70 werden eingegraben, 30 oben zusammengedrückt, nach unten hat die Wurzel Platz. Klingt für mich eigentlich plausibel, ich werde das diesen Herbst mal so versuchen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 28. Juli 2019, 22:59:36
Hier sind Wühlmäuse zum Glück kein Thema. Die Feldmäuse hier interessieren sich nicht für Obstbaumwurzeln.

Heute ist mir wieder was aufgefallen, die vom Wuchs her schwächeren Triebe sind wohl ein wenig anfälliger für Sonnenbrand als die besser versorgten Triebe. Auf exponierten, gut versorgten Trieben gab es trotzdem Sonnenbrand.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Tresenthesen am 30. Juli 2019, 15:59:09
Zum Sonnenbrand:
Die Monsterhitze letzte Woche hat bei mir leider einiges an (rotem) Obst gekocht, u.a. den ersten Apfel von Baya Marisa und zahlreiche noch unreife Pfirsiche... >:(

Habt ihr auch Probleme mit Sonnenbrand beim Obst?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 30. Juli 2019, 18:02:45
Sicher, das ist bei uns seit Jahren an vielen Kandidaten die Regel, dieses Jahr scheints mal den Grossteil des Landes zu treffen. Verbrannt sind viele Südseiten von Weintrauben (grüne!), Melonen, der Apfel Berlepsch wie praktisch jedes Jahr, einige Williams-Birnen (bei Birnen auch Laubschäden), viel Laub von Pawpaw und Kiwis. Andere mehr empfindliche Sorten wie Goldparäne sind schon weg, gestorben in der Wüste letztes Jahr oder nur noch mit wenigen lebenden Ästen. Der Pomfital hats lustigerweise schadlos überstanden.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 30. Juli 2019, 18:06:52
Immer wenn ich von Maschendrahtzaunwurzelkäfigen lese,
muß ich an Strangulierung (http://www.bilder-hochladen.net/files/5g0-4m.gif)  denken, warum.  ???

Das kommt darauf an, ob du verzinkten oder unverzinkten Draht nimmst.... der verzinkte bleibt hier im Sandboden viele Jahre unversehrt und hemmt das Wachstum. Der unverzinkte Draht geht sogar hier irgendwann kaputt. Dann sind die kleinen Bäume aus der gefährlichsten Zeit raus und den Kinderschuhen entwachsen und müssen klarkommen.
Ich pflanze hier nichts an Obst, Beeren, Rosen ohne Pflanzkorb.....

Hitzeschaden - könnte sein - die Haselnüsse fallen grad tw. unreif ab - keine Ahnung, ob das für diese Zeit noch normal ist....., auch einige grüne Walnüsse fallen runter.... und es ist schon kein gutes Nussjahr....
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 31. Juli 2019, 07:49:19
Zum Sonnenbrand:
Die Monsterhitze letzte Woche hat bei mir leider einiges an (rotem) Obst gekocht, u.a. den ersten Apfel von Baya Marisa und zahlreiche noch unreife Pfirsiche... >:(

Habt ihr auch Probleme mit Sonnenbrand beim Obst?

Bei 39°C habe ich an Marisa, Pfirsichen und allen anderen Obstgehölzen keinerlei Hitzeschäden feststellen können.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 31. Juli 2019, 11:12:15
Sonnenbrand kommt nicht nur durch die Hitze. Andere Faktoren sind auch wichtig. Zum Beispiel Intensität des UV-Lichts. Ein klarblauer Himmel, aus dem die Sonne brennt ist bei 36° C schlimmer wie der leicht mattere Himmel bei 39°C, den wir dieses Jahr hatten, da Wüstensand mittransportiert wurde. Oder Beschattung. Die Schäden sind grösser, wenn das Obst bis 12 Uhr wegen Hindernissen im Südosten im Schatten steht und dann plötzlich volle pralle Sonne einsetzt. Auch plötzliche Temperaturschwankungen verstärken Schäden. Wassermangel im Boden. Ausfärbungsgrad von Früchten, lokale Effekte...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Tresenthesen am 31. Juli 2019, 21:37:27
Ich muss das mal beobachten, ärgerlich ist es auf jeden Fall.
Und verbrannte (nicht vertrocknete) Blätter habe ich auch an vielen Pflanzen...schwieriges Gartenjahr.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: uliginosa am 01. August 2019, 11:34:14
Zum Sonnenbrand:
Die Monsterhitze letzte Woche hat bei mir leider einiges an (rotem) Obst gekocht, u.a. den ersten Apfel von Baya Marisa und zahlreiche noch unreife Pfirsiche... >:(

Habt ihr auch Probleme mit Sonnenbrand beim Obst?

Ja, die sonnenexponierten Boskoop haben braune Flecke.

(Aber es sind dieses Jahr so viele, dass das nicht schlimm ist.)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 01. August 2019, 11:55:15
Ich habe das Gefühl, dass meine Pfirsiche nicht größer werden - kann das sein? Die sind immer noch grün und hart. Leider habe ich nicht mehr in Erinnerung, wann im letzten Jahr die Reife war. Aber das kommt mir für Anfang August sehr merkwürdig vor....
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 01. August 2019, 23:01:34
Wir sind gefühlt sehr spät dran, kalendarisch ziemlich gleich mit dem langjährigen Mittel. Ist man nur nicht mehr gewöhnt nach den letzten Jahren. Der Mai war eben doch recht kühl und hat 1-2 Wochen Vorsprung in 1-2 Wochen zu spät verwandelt. Der Juni hat wieder etwas aufgeholt so das wir rund bei 0, eben dem Durchschnitt, sind.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 02. September 2019, 18:53:12
Ich weiß, es gibt gute Gründe diese Pflanzen nicht zu kaufen aber ich habe halt beim Thomas Phili**s zugegriffen. 2€ pro Pflanze. 2 schwarze Himbeeren, 2 purpur Himbeeren, eine Marone, eine Hasel und drei Walnüsse. Ich bin ein Hoffnungsloser Fall. Weder Sorten noch genaue Artbeschreibungen (bei den Rubi und der Marone) sind bekannt ;D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Urmele am 02. September 2019, 19:38:40
Manchmal kann man einfach nicht dran vorbeigehen....und manchmal erwächst daraus sogar Gutes....

Allerdings, bei den Walnüssen dürfte bis zur ersten Ernte einige Zeit ins Land gehen  ;D

Unsere veredelte, 98DM teure, beim Kauf 1,8m hohe Containerwalnuss von Pflanzen Kölle hat fast 30 Jahre bis zur ersten Ernte gebraucht.

Inzwischen schmeißt sie uns in jedem Jahr mit großen wohlschmeckenden Nüssen zu  :D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 02. September 2019, 20:37:19
... eine Marone, eine Hasel und drei Walnüsse.
Zumindest scheinst du genug Platz zu haben... .
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 03. September 2019, 03:13:58
Die Walnüsse kommen in den Wald. Die machen sich da gut

Die Hasel wird in die Forsythienhecke eingegliedert.

Die Marone kommt auf eine Streuobstwiese und wird auch als befruchter an eine bestehende Marone im Hausgarten veredelt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 20. September 2019, 05:19:51
Video über die Restaurierung eines extrem komplizierten Apfelschälers aus 1890 ;D

https://www.youtube.com/watch?v=xrZiY3_HC5k
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 20. September 2019, 05:39:13
 ;D
Vor 130 Jahren gabs noch Umwelt !
Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. :P
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 09. November 2019, 22:29:05
Nach dem Reinfall der zu gut entwickelten Erdbeersenker letzten Herbst und der damit katastrophalen Aromaausbeute im Frühjahr 2019 stehen die Erdbeeren dank einer lieben Forumsengelin aktuell hervorragend da. Möchte einfach mal laut DANKE sagen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 30. November 2019, 14:11:20
Letztes Jahr habe ich aus deer späten Traubenkirsche (Prunus seotina) ein lekeres Gelee gemacht. Auffällig istder sehr hohe Athocyangehalt. Ich kann das Gelee so dünn wie möglich auf das Brot verstreichen, wie ich mag, es bedeckt das Brot undurchsichtig mit einer schwarzen Farbe. Auf diesem Bild habe ich das Gelee mit dem Messer so weit wie es möglich war, auf dem Brot dünn verteilt, es bleibt pechschwarz.

Das Gelee selber geht im Geruch leicht Richtung Waldhonig. Im Gschmack kommt Wildkirsche mit einem Hauch Cassis durch. Sie besitzt eine deutliche aber nicht unangenehme bittere Note (Keine Bittermandelnote). Das kann auch gut zu Gebratenen passen. Als Preiselbeerersatz.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 30. November 2019, 18:13:50
Bild wurde durch ein besseres ausgetauscht
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 02. Dezember 2019, 19:10:19
Bild...
Ich sehe da eine andere Farbe, wie Holunder- oder Brombeersaft, ein dunkles Purpur, nicht schwarz.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 02. Dezember 2019, 19:26:56
Als Reinstoff bzw Salz sind Anthocyane wie Cyanidin eher orange. Je nach pH-Wert werden sie bläulicher.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cyanidin

Mit der späten Traubenkirsche mag ich mich nicht recht anfreunden. Die ist hier mehr Unkraut, aber deutlich nerviger durch den starken Wuchs als Holunder. Den lasse ich ganz gerne stehen wenn er halbwegs passend steht.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 02. Dezember 2019, 19:34:33
Im Naturschutzgebiet in Berlin haben wir versucht sie zu beseitigen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 02. Dezember 2019, 19:41:33
Mit dem Pilz die Geschichte?
Wie erfolgreich war die nun letztendlich? Es ist still dazu geworden.

(Ich schneide mich hier dumm und dämlich)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 09. Dezember 2019, 19:32:04
Dezember ist irgendwie Pflanzzeit. Es ist sonst fast nichts mehr zu machen oder es ist zu nass für andere Arbeiten.
Ich habe am Wochenende Dattelzwetschgen aufgeschult. Liesen sich ganz gut von der Mutterwurzel trennen und hatten auch ausreichend Wurzeln dran.
Nebenbei ist noch ein Spilling, eine rote Pflaume und ein Pfirsisch in die Erde gewandert.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 09. Dezember 2019, 19:34:20
Ich möchte die Dattelzwetschgen so klein noch nicht an den endgültigen Standort pflanzen. 2-3 werden in unser kleines Wäldchen kommen. Eine Resteckfläche um die sich niemand aus der Gartenanlage kümmern wollte. Vor ein paar Jahren ist ein größerer Baum dort umgestürzt, danach haben wir `übrig gebliebene Obstbäume´ hingepflanzt und kümmern uns seitdem drum. Foto von der Mirabellenblüte Anfang April.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. Dezember 2019, 11:39:23
Dattelzwetschgen müssen gerettet werden und wieder genutzt und verbreitet werden, denn sie schmecken sehr lecker, sind nicht wurmig und reifen früh.
Das Wäldchen mit dem Mirabellenbaum gefällt mir.
So sieht ein Dattelzwetschgenbaum aus, wenn er Früchte trägt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. Dezember 2019, 11:52:32
Ein Foto vom 21. Juli.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sven92 am 12. Dezember 2019, 12:56:31
Dattelzwetschgen müssen gerettet werden und wieder genutzt und verbreitet werden, denn sie schmecken sehr lecker, sind nicht wurmig und reifen früh.
Das Wäldchen mit dem Mirabellenbaum gefällt mir.
So sieht ein Dattelzwetschgenbaum aus, wenn er Früchte trägt.

Bin ich mit dabei, Edelreis sollten im Neujahr mal ankommen :)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 12. Dezember 2019, 20:37:45
Spitze.
Ich pflanze die Dattelzwetschgen wurzelecht, neben dem `Wäldchen´ vom Foto gibts noch 2-3 andere Standorte in der Gartenanlage wo sich dann auch jeder was davon nehmen kann. Dann ist die Hälfte der Bäume schonmal in Sicherheit. Für die andere Hälfte muss ich erst noch den Vorstand bzw die Stadt bequatschen, habe da eine `Knickfläche´ neben dem Spielplatz, die Stadt sollte entweder einen Container fürs Schnittgut stellen oder ich muss meine Häckselconnection bequatschen das wir davon wenigstens 500m² durchforsten und durch den Häcksler drücken bzw Brennholz draus machen. Das kostet ein paar Kästen Bier, für solche Aktionen sind Hobbyhäcksler ja nicht gerade ausgelegt. Ich favorisiere die Lösung mit der Fläche kleinhäckseln, Schritt für Schritt, es gibt noch eine aufgeschulte Unterlagensichtung die wenn sie veredelt ist und groß wird auch mal irgendwo hin will. Spielplatz neben Streuobstfläche neben Feldknick. Das könnte ein pflegefähiges Konzept in der Gartenanlage werden. Da bricht man sich keinen Zacken aus der Krone mal die anderthalbtausend Quadratmeter übers Jahr `sauber´ zu halten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sven92 am 12. Dezember 2019, 21:07:18
Spitze.
Ich pflanze die Dattelzwetschgen wurzelecht, neben dem `Wäldchen´ vom Foto gibts noch 2-3 andere Standorte in der Gartenanlage wo sich dann auch jeder was davon nehmen kann.

Wurzelecht klingt natürlich auch gut :) würde ich dem veredeln ja sofort vorziehen....
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 12. Dezember 2019, 21:10:32
Wenn ich dir ein Paket zusammenstellen soll musst du nur sagen, was du gerne drin haben willst. Dann guck ich nach was machbar ist.
Wenns ein großes wird, packe ich dir auch noch 10 Minikopfweiden für deinen Bach mit rein.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 13. Dezember 2019, 14:51:07
Habe mal vor wenigen Jahren ein paar Samen eines rotfleischigen Apfels unbekannter Sorte ausgesät. Zwei Geschwister habe heuer gemeinsam in einen Topf gesetzt, da die anderen Geschwister sie zu stark dominierten. Dabei könnte ich diesen herbst die schöne Blättfärbung bewundern. Die eine Pflanze zeigte ein schönes rotes Blatt
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 13. Dezember 2019, 14:52:58
Die andere Pflanze zeigte ein schön buntes rot-gelbes Blattkleid. Ich würde mich freuen, wenn es sich das so beibehalten würde.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 13. Dezember 2019, 15:27:45
Mein ©Rotblättchen® wurde vom Mehltau dahin gerafft und hat sich auch nicht wieder erholt.

(https://up.picr.de/37426070kp.jpg)

(https://up.picr.de/37426072gq.jpg)

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 13. Dezember 2019, 15:43:33
Weißt du wie die Mutter hießt, von der du den Samen entnommen hast?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 13. Dezember 2019, 15:46:36
Nein. Mir ist das eh ein Rätsel, woher die roten Blätter kommen, da ich gar keinen Samen von rotfleischigen Äpfeln hatte !?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 13. Dezember 2019, 15:56:03
Dann wird der Vater ein rotblättriger Zierapfel gewesen sein. Wenn ich das richtig sehe, dann kann ich im zweiten Bild gelappte Blätter sehen. Ich meine hier bei mir in der Nähe gibt es so einen Zierapfel, der passen könnte.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Bergischer Apfel am 13. Dezember 2019, 19:07:02
An Mehltau gestorben? Normalerweise ist Mehltau so eine Art Kinderkrankheit bei Apfelbäumen, gestorben ist bei mir daran aber noch keiner.

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 13. Dezember 2019, 19:17:17
Mit Mehltau habe ich auch kaum Probleme. Sämlinge gehen hier und da gerne an Grauschimmel drauf, wenn sie nicht vertrocknen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 13. Dezember 2019, 19:18:38
Ich habe 3 Sämlinge von einem Zierapfel, die vollkommen unterschiedlich sind. Einer hatte Mehltau, nach einem Rückschnitt hat er sich berappelt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 13. Dezember 2019, 22:31:25
Mehltau ist wirklich nichts was man fürchten muss. Rückschnitt liefert 100% Bekämpfungserfolg. Das bietet keine andere Pilzkrankheit.

Rückschnitt bei Sämlingen ist allerdings die andere Geschichte. Kann man vermeiden, wenn man ab und an von oben gießt, auch über die Blätter. Gerade wenn es extremes Mehltauwetter ist. Probleme mit Mehltau in Schorfjahren ist wirklich selten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 14. Dezember 2019, 01:04:16
Einige Wochen mit dem Mehltau sind die Blätter vertrocknet und abgefallen, nun steht der Strunk seit Sommer nackt im Topf. Im Frühjahr wird sichs zeigen, ob er endgültig abgestorben ist.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 26. Januar 2020, 08:49:39
Bei so manchen Beschreibungen von Äpfeln, kann man die Formulierung "markiges Fruchtfleisch" lesen. Was hat man darunter zu verstehen?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 26. Januar 2020, 10:22:41
Ich habe 3 Sämlinge von einem Zierapfel, die vollkommen unterschiedlich sind. Einer hatte Mehltau, nach einem Rückschnitt hat er sich berappelt.
Einer treibt jetzt schon aus, obwohl es nachts die letzten Tage leichten Frost hatte.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 26. Januar 2020, 10:45:26
"Markig" ist ein sehr dichtes, aber nicht hartes oder sehr festes Fruchtfleisch. Es ist feinzellig und bricht kurz.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 26. Januar 2020, 16:43:51
Danke.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 01. Februar 2020, 23:50:48
Hier sind heute Bäume verteilt worden aus einer Sammelbestellung.
So eingeschlagen möchte man meinen sieht ja garnichts so schlecht aus.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 01. Februar 2020, 23:54:29
Hat man sich mal was rausgepickt, außer den einjährigen Veredlungen von Pinova, ohne Angabe der Unterlage und dem Spruch ist auch für Most geeignet, war alles Murks.
Fast alle Bäume hätte man durch den Häcksler drücken können.

Wie sieht es bei den Baumschulen bei euch vor Ort aus? Liefern die auch nur Ware, die nichtmal BDB-Qualität entspricht? 

Anbei noch ein Foto von meinem Roten Ellerstädter, 2-jährig, verschulen wurde wohl vergessen und Rodepflug so eingestellt, das 80% der Krone wegschneiden noch zuwenig ist.
Wie soll aus so einem Material Obstbau werden?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Sven92 am 02. Februar 2020, 17:12:07
Darum gehe ich gerne in Baumschulen in denen man den Baum gleich selbst aussuchen kann. Geht nicht an vielen Orten leider....
Sonst halt selbst veredeln und besser machen :)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 02. Februar 2020, 17:33:47
Wie soll aus so einem Material Obstbau werden?
Ich bin da Schlimmeres gewohnt. Eigentlich sieht der Pfirsichbaum ganz gut aus. Ertrag kannste im ersten Jahr sowieso vergessen.
Klar, die Wurzeln sind stark gekappt, aber mit einem kräftigen Rückschnitt und gut Wässern müsst er's schaffen. Auf was für einer Unterlage soll der denn stehen-?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 02. Februar 2020, 20:51:50
Das kommt ja noch dazu. Auf dem Etikett steht nur Zeugs, was eigentlich keinen mehr interessiert. Ob die Sorte stimmt? Unterlage wird nichtmal erwähnt.

Gegen den oberen Teil vom Baum an sich habe ich nichts, Krone ist 2 Jährig, ok, pflanzt man eigentlich einjährig. Wohl ein vergessener Baum, umschulen vergessen, Rückschnitt nicht gemacht, musste weg. Die Stadt ist wohl dankbarer Kunde für solchen Produktionsabfall. So ist das wohl mit Ausschreibungen und man muss das billigste Angebot annehmen. Die Schickimickibaumschule aus dem elitären Umfeld von Heidelberg hats bedient.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 02. Februar 2020, 20:52:54
Hab mal den Pflanzschnitt gemacht, bin mir nicht sicher ob ich nochmal nachschneide.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 02. Februar 2020, 21:22:13
Wie sieht es bei den Baumschulen bei euch vor Ort aus? Liefern die auch nur Ware, die nichtmal BDB-Qualität entspricht?

Wir haben eine, die auf Hochstämme spezialisiert ist. Die machen sie alle selber und die Qualität ist gut, da sind sie fachkundig. Bei der Zukaufware sieht es oft völlig anders aus. Da heisst es eben auch "der beste Baum ist der verkaufte".

Dein Pfirsich ist nicht schön, aber durchaus üblich für das, was heute so an Privatleute geliefert wird. Dein Pflanzschnitt könnte hinkommen, da du wässern und den Boden verbessern kannst, unter wenigen guten Bedingungen hätte ich ihn stärker geschnitten und von den oberen stehengelassenen dünneren Ästen noch welcheganz rausgenommen. Ohne die Unterlage zu kennen ist es auch schwierig, stärkere Unterlagen regenerieren schliesslich auch schneller.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 02. Februar 2020, 21:27:42
Nicht nur das oben, auch die beiden dickeren unten, wenn ich da wieder vorbeilaufe, fehlt nochmal die Hälfte der jetzigen Krone. Was spricht dafür die dicken unten dranzulassen?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 02. Februar 2020, 21:29:26
Nichts, ich traute mich nur nicht, noch radikalere Schnitte vorzuschlagen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 02. Februar 2020, 21:44:15
Ob die Sorte stimmt? Unterlage wird nichtmal erwähnt.
Pfirsich erkennt man an der zimtfarbenen Rinde - wenn's denn Pfirsich als Unterlage ist... .

Nicht nur das oben, auch die beiden dickeren unten, wenn ich da wieder vorbeilaufe, fehlt nochmal die Hälfte der jetzigen Krone. Was spricht dafür die dicken unten dranzulassen?
Höchstens, dass es schier unmöglich ist, einen Pfirsich untenrum wieder zum Austreiben zu bewegen, wenn der da mal verkahlt ist.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 02. Februar 2020, 21:50:51
Zimtfarben, ok. Gibts Verwechslungsmöglichkeiten?

Cydorian: wenn ich mir die Feinwurzeln angucke, dann habe ich da eine 50cm hohe Pflanze vor mir. Diese würde man auf die Hälfte reduzieren, für kräftigen Wuchs. Ich dachte mir gestern eigentlich ists wie beim Wein, man müsste die Augen zählen, wieviel versorgt werden können. Und da komme ich auf nicht viel mehr wie 2 Handvoll, auch wenn die Holzreserven und das erste Jahr mit Ziel soll nur überleben eingeplant ist.

Wenn er dann stärker wachsen sollte, hat man wenigstens genug Seitentriebe für den Schnitt nächstes Jahr.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 03. Februar 2020, 04:23:34
Nicht nur das oben, auch die beiden dickeren unten, wenn ich da wieder vorbeilaufe, fehlt nochmal die Hälfte der jetzigen Krone. Was spricht dafür die dicken unten dranzulassen?

Zumindest spricht nichts dagegen. ;D Aber was ist mit den 3 Letzten oben, theoretisch in Bezug "Saftwaage" und Stammverlängerung ? Praktisch wächst eh alles anders und man passt nach und nach alles wieder an.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Bruno3120 am 03. Februar 2020, 09:52:30
Beim Pflanzschnitt von Pfirsichen Rückschnitt der Seitenäste auf 5-10cm um einen stammnahen Austrieb zu fördern und ein frühzeitiges Verkahlen zu verhindern.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wurmkönig am 03. Februar 2020, 11:09:44
Vom Wurzelbild her kenne ich das zur genüge, so radikal war ich allerdings nie. Mehr wie 50 % (bei vergleichbarer Baumgröße) habe ich nie zurückgeschnitten, alle Pfirsiche und Tellerpfirsiche mit Unterlage Adesoto sind gut angewachsen. Ich habe allerdings kein Bewässerungsproblem.

Einzig die Bäume die ich letztes Jahr gepflanzt habe sind verhockt, da werde ich heuer nachschneiden. Die waren bedingt durch die Trockenheit 2018 auch kleiner als sonst üblich.

Die dicken Triebe werden wohl nachschieben, egal wie weit du sie kürzt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 03. Februar 2020, 18:02:42
Beim Pflanzschnitt von Pfirsichen Rückschnitt der Seitenäste auf 5-10cm um einen stammnahen Austrieb zu fördern und ein frühzeitiges Verkahlen zu verhindern.
Das kann ein frommer Wunsch sein... . Wenn da keine aktiven Knospen sind, schaut's mit "stammnahen Austrieb fördern" leicht mal mau aus. Geht eventuell bei gut versorgtem, eingewurzeltem Baum auf starkwüchsiger Unterlage (Pfirsichsämling); im Pflanzjahr hast du aber eher damit zu kämpfen, dass dir nicht sogar aktive Augen vertrocknen... .
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 03. Februar 2020, 20:20:43
Beim pflanzen ist doch eher das Problem das Triebe kommen, aber die Wurzeln nicht nachschieben können. Und so bleiben die Triebe stehen. Damit habe ich aber kein Problem bei einem Pfirsisch, der baut sich anders auf als Kernobst. Wenn ich nächstes jahr anschneiden kann, reicht mir das auch. Der Baum ist eh eingequetscht und die Hälfte wird zum Parkplatz rüberwachsen.

@555Nase: eben weil praktisch alles anders wächst, gibt es die Saftwaage nicht. Das ist ein gedankliches Konstrukt aus Zeiten, als man die Physiologie noch weniger verstanden hat.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 04. Februar 2020, 05:39:08

@555Nase: eben weil praktisch alles anders wächst, gibt es die Saftwaage nicht. Das ist ein gedankliches Konstrukt aus Zeiten, als man die Physiologie noch weniger verstanden hat.

Auf Grund der verstandenen Physiologie mit deren Wachstumsgesetzen, müßte man es natürlich als stärkenbezogene Saftwaage bezeichnen, was aber auch nicht auf alle Schnittformen zutrifft.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 04. Februar 2020, 08:14:11
Ich würde mich sowieso gerne von der Vorstellung verabschieden, das Äste entweder im Frühjahr oder im Herbst gleich hoch sein müssen. Ich meine es geht beim Baumschnitt nicht um Geometrieästhetischen Fetischismus, sondern um den Kompromiss zwischen Baumgesundheit und hoher Fruchtqualität. 
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 04. Februar 2020, 08:29:21
Kein Thema dieser Welt läßt sich mit Einzelbetrachtungen beschreiben und nichts kann man verallgemeinern.
Dennoch verstehe ich nicht, warum es keine Saftwaage geben soll ? Wenn an einem Bäumchen ein kurzer- und ein langer Zweig aus annähernd gleicher Stammhöhe entsprungen steht, wächst der Baum unweigerlich schief, sind beide Äste gleich lang in Saftwaage, wächst der Baum (theoretisch) symetrisch.- Was soll daran falsch sein ?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Bruno3120 am 04. Februar 2020, 11:30:46
Bei frisch gepflanzten Bäumen vertrocknen Knospen wenn die gekappten Wurzeln zu viele und zu lange Triebe versorgen müssen. Die Krone sollte im Verhältnis zur Wurzel geschnitten werden um den Baum ins Gleichgewicht zu bringen. Bei 1 bis 2jährigen Trieben sind fast immer genug Augen, auch in Stammnähe vorhanden. Wenn beim Pflanzschnitt zu weit außen geschnitten wird, ist das bei Pfirsichen schon der Beginn der Verkahlung. Bei Pfirsichen Neutriebe immer so weit wie möglich in Stammnähe fördern.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 04. Februar 2020, 20:00:54
Wenn an einem Bäumchen ein kurzer- und ein langer Zweig aus annähernd gleicher Stammhöhe entsprungen steht, wächst der Baum unweigerlich schief, sind beide Äste gleich lang in Saftwaage, wächst der Baum (theoretisch) symetrisch.- Was soll daran falsch sein ?

Das Modell der Saftwaage bietet eine schöne Vereinfachung für die Schnittpraxis: Die Leitäste eines Baumes funktionieren so wie eine Schlauchwaage (kommunizierende Röhren). Das "Falsche" daran ist, dass die Theorie sich in der Praxis nicht bestätigt:
- Von zwei Ästen gleicher Höhe und gleicher Stärke wächst der nach Süden zeigende merklich stärker. Auch wenn sie in Saftwaage waren. 
- Von zwei Ästen gleicher Höhe, aber unterschiedlicher Stärke (Leitbündel, Umfang!) wächst der stärkere Ast auch stärker. Auch wenn sie in Saftwaage waren.

Das Problem bei der Saftwaage ist, dass ein daran orientierter Schnitt eben nicht das gewünschte Ergebnis bringt.
Thuja hat hierzu schon 2016 auf F-G Zahn verwiesen.

Wenn man sich mal das Büchlein besorgt und im Garten zielgerichtet schaut, gehen einem die Augen auf...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 04. Februar 2020, 23:10:29
Wobei wir es die Tage auch darüber hatten, dass es sperrig geschrieben ist.

Ich habe heute mal nach Saftwaage gegoogelt, scheinbar wird heute auch teilweise wirklich was anderes darunter verstanden als zB aus den Büchern bzw der Zeit vom Heiner Schmid überliefert.
Mir hats jedenfalls enorm geholfen mich in der Praxis zurechtzufinden, ich will aber auch das alte Wissen und deren Fehler nicht missen. Durch Schmerz lernt man oft am besten.
Palmer hat schon die Saftwaage in der Luft zerrissen, Zahn liefert echte Messergebnisse um es zu untermauern, in moderneren Werken wird sie nicht mehr erwähnt und es schleicht sich immer mehr Palmer ein.
Was soll ich dazu sagen?
Geht raus in den Garten mit allem Wissen und entwickelt euren eigenen, praxisgetriebenen Schnitt. Ignoriert gebetsmühlenartig wiederholte Flosklen, nur weil sie gut zu merken sind.
Sommerschnitt wenn man den Wuchs aktiv gestalten will? Wirklich? Und ist Wundheilung nicht auch von der Stellung des Astes der entfernt wird abhängig und nicht nur vom Zeitpunkt?

Wenn man sich mal das Büchlein besorgt und im Garten zielgerichtet schaut, gehen einem die Augen auf...
So habe ichs auch gemacht und nie bereut.  ;) Ich habe mich drauf eingelassen und habs durchgespielt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: BernerRosenapfel am 05. Februar 2020, 06:58:29

"Geht raus in den Garten mit allem Wissen und entwickelt euren eigenen, praxisgetriebenen Schnitt. Ignoriert gebetsmühlenartig wiederholte Flosklen, nur weil sie gut zu merken sind."


Wohl wahr.

Und es gilt auch, was Cydorian in dem vorher erwähnten Strang 2016 geschrieben hat: Man kann auch zu viel schneiden!

Wenn man hier im Forum Beiträge liest und Bilder betrachtet, ist das immer wieder erkennbar. Natürlich geht es nicht ohne Schnitt, aber manchmal kann es auch hilfreich sein, einen Baum einfach mal einen Baum sein zu lassen, anstatt wie ein Prominentenfriseur andauernd Feinarbeiten vornehmen zu wollen.

Gruß
BR
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 05. Februar 2020, 07:39:55
Selbst ein Prominentenfriseur kann die Haare nur abschneiden und nicht verlängern, außer er verbindet sie mit Bindfaden. ;D - Wenns keiner versteht, nützt auch kein Buch - versteh mich nicht falsch - ohne selbermitdenken wächst kein Zweig am Baum...in die richtige Richtung.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: mff am 10. Februar 2020, 16:55:01
Eigentlich ist es doch umgekehrt:
Ohne Eingriffe wachsen aus Sicht des Baumes alle Äste völlig korrekt und in die richtige Richtung.  ;)

Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen Baum, der ohne fremde Hilfe auch überlebensfähig ist. I.d.R. trifft das wohl am ehesten auf Sämlinge bzw. Bäume mit Sämlingsunterlage zu.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 10. Februar 2020, 17:19:42
...Oder, die Natur/Evolution kommt auch ohne des Menschen zurecht, bzw. es gehört alles zusammen und keiner kann daran was ändern !!...lööl
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 18:11:17
Der warme Winter zeigt Probleme der Nashisorte Kosui auf (Solang Edikett und Erinnerung stimmen). Alle Terminalknospen sind stark geschwollen. Unterlage kenne ich nicht kann aberauch an ihr liegen. Alle anderen Obstbäume, sowie Clapps Liebling auf Quitte, zeigen nicht mal
Ansatzweise derartige Knospen. Hier im Bild, eine der am wenigsten geschwollene Knospe der Kosui.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 18:15:34
Da zeigt sich die Nashi-aussaat besser. Muttersorte ist "golden pear". Die Pflanze ist noch schön in der Winterruhe. Aussaaten lohnen sich wohl doch ;)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 18:20:33
Nachteil der Aussaat: Es haben sich schon zwei Dornen gebildet (Eine sehr schwache Bedornung). Man kennt ja den Vater nicht (Wildbirnenart?). Oder haben Nashi/Wildnashis Dornen?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 10. Februar 2020, 18:49:46
Birnen haben zumindest öfters mal Dornen.

Austreibende Spitzenknospen im Herbst sind hier immer wieder Thema, bin gerade selber dran da was vernünftiges an Pflege zu entwickeln, um damit uzugehen. Klikschnitt bei schwachen Unterlagen, Düngung (und damit Humusgehalt im Boden) reduzieren, bin noch am proieren. Strakwüchsige Pfropfkombinationen sind wohl weniger empfindlich was den Austrieb nach Triebabschluss angeht, die Winter hier werden eben nicht härter.

Eigentlich ist es doch umgekehrt:
Ohne Eingriffe wachsen aus Sicht des Baumes alle Äste völlig korrekt und in die richtige Richtung.  ;)

Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen Baum, der ohne fremde Hilfe auch überlebensfähig ist. I.d.R. trifft das wohl am ehesten auf Sämlinge bzw. Bäume mit Sämlingsunterlage zu.
Ein Obstbaum ist immernoch ein Kulturgehölz, hat ohne die Pflege des Menschen in der Natur also praktisch keinen Bestand.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 19:10:21
Birnen haben zumindest öfters mal Dornen.

joa, das ist mir schon bekannt. Aber in wie weit das auf die asiatischen Arten gilt, vorallem deren Kulturforumen, ist mir nicht bekannt.

Ein Obstbaum ist immernoch ein Kulturgehölz, hat ohne die Pflege des Menschen in der Natur also praktisch keinen Bestand.

Das würde ich bei so manchen aktellen und modernen Sorten so sagen oder bestimmten Unterlagskombies aber nicht bei den älteren "Bauernsorten" die unter extensiver Haltung problemlos gehalten werden können. Daneben sind so manche Probleme mehr unbedeutend als der Gärtner es manchmal einschätzt. Apfelschorf oder Monilia sind ärgerlich aber der Pflanze nicht so problematisch (ausgenommen bei sehr empfindlichen Sorten, die aber auuch zu oft am falschen Standort stehen). Andere Krankheiten, wie Marssonina sind eingeschläppt. Arten müssten sich da erst noch anpassen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 10. Februar 2020, 19:25:50
Wenn wir über Arten reden zählt das Individuum nicht. Und ohne den weggeworfenen Apfelkrutzen keimt an der ausgemähten Randbegrünung nicht viel an Apfelbaum.

Sprich, ohne Mensch steht der Apfel meist ziemlich blöd da, wenn er seine Art erhalten will. Wird einfach überwuchert von `Wald´. 

Zu den Nashis: so recht mögen sie mich nicht überzeugen. Zucker ja, Erfrischung auch, aber wenig haltbar, so manches Sommerobst liefert mehr bleibenden Eindruck. Ich kenne auch die japanischen Importnashis, die einzeln in Holzwolle verpackt zu hier unvorstellbaren Stückpreisen importiert werden können.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 10. Februar 2020, 19:26:18


Eigentlich ist es doch umgekehrt:
Ohne Eingriffe wachsen aus Sicht des Baumes alle Äste völlig korrekt und in die richtige Richtung.  ;)

Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen Baum, der ohne fremde Hilfe auch überlebensfähig ist. I.d.R. trifft das wohl am ehesten auf Sämlinge bzw. Bäume mit Sämlingsunterlage zu.
Ein Obstbaum ist immernoch ein Kulturgehölz, hat ohne die Pflege des Menschen in der Natur also praktisch keinen Bestand.
Primitivpflaumen wie zB Spillinge kommen gut ohne Menschenhand zurecht.
Myrobalanen behaupten sich gut.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 10. Februar 2020, 19:28:33
Schlehen auch.

Alles, wo man davor gewarnt wird, in den kleinen Reihenhausgarten zu pflanzen, kann meistens auch draussen in der freien Feldflur was.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 19:38:57
wobei man noch einwerfen könnte, das der Kulturapfel vom Malus sieversii abstammt. D.h. die "Kulturleistung" Fruchtgröße, Zucker usw. ist nicht ganz auf dem Mist des Menschen gewachsen.  Der Kulturapfel verlohr hier und da an Resistenzen, wie Frostfestigkeit aber wir leben auch nicht im Altaigebirge. Ansonsten verlohr der Kulturapfel nichts an seiner Fertilität (ausgenommen Triploide Sorten).

Gewisse Fertilitätseigenschaften können auch nachteilig sein, wie die weggezüchtete Alternanz. Solche Alternanzen können von Vorteil sein.

Ich sehen den Kulturapfel also nicht als Kulturkrüppel wie so manche Tierrassen (zb Kurzschnauzigkeit die mit Wurfproblematiken einher gehen) oder oder Gemüsearten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: dmks am 10. Februar 2020, 19:40:35
Schlehen auch.

Alles, wo man davor gewarnt wird, in den kleinen Reihenhausgarten zu pflanzen, kann meistens auch draussen in der freien Feldflur was.

Oder andersrum - geht auch; Die Schlehenvariante für den kleinen Hausgarten: auf nicht Ausläufer treibende Unterlage (zB. St. Julien A) veredelt ;)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 19:51:47
Wenn wir über Arten reden zählt das Individuum nicht. Und ohne den weggeworfenen Apfelkrutzen keimt an der ausgemähten Randbegrünung nicht viel an Apfelbaum.

Sprich, ohne Mensch steht der Apfel meist ziemlich blöd da, wenn er seine Art erhalten will. Wird einfach überwuchert von `Wald´. 
 

Die Buche spielt hier sowieso eine sondersellung ein. Wenn man sie lässt, wird sie zu 80% alles einehemen. Wiederspricht aber nicht die potenziellen Chancen des Apfels. Selbst Malus sylvestris findet man hier und da. Daneben leben wir in einer gereinigten Kulturlandschaft. Wächst ein Apfel wild, wird er entfernt, wenn nicht Salz oder glyphosat den Sämling früh dahin gerafft hat. Wir haben also hier eine umgedehte Rolle. Der Apfel hat hier wenig Chancen als Wildpflanze wegen des Menschen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 10. Februar 2020, 19:55:44
An Waldrändern wächst so manches Obst: Kirschen, Schlehen, Myrobalanen.
Der Mensch hilft insoweit, weil er den Wald durch Beweidung, Heugewinnung zurückdrängt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: b-hoernchen am 10. Februar 2020, 19:59:04
Andere Krankheiten, wie Marssonina sind eingeschläppt. Arten müssten sich da erst noch anpassen.
Wie bitte stellst du dir die Anpassung des Apfels an Marssonina coronaria vor?
Oder verstehst du unter Anpassung einfach, dass empfindliche Sorten eben aussterben?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 20:11:40
Mit oder ohne des Menschen?
In der Evolution erfolgte das immer nach der Regel "Survie of the fittest" Irgendwo und irgendwann kommen Eigenschaften auf, die diesen Pilz weniger pathogen werden lässt, wenn nicht der Mensch das hier in einem schnelleren verfahren übernimmt (Du macht mit der Suche nach resistenteren Sorten, ähnliches). Ansonsten ziehen sich Arten in solchen Fällen in Gegenden zurück, wo der Krankheitserreger selber nicht mehr zurecht kommt. An Grenzregionen können sich dann gegebenen Falls neue Resistenzen ausbilden. Ja, am Ende könnte die Art theoretisch aussterben. Aber da sehe ich noch keine Gründe das zu befürchten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 20:16:03
An Waldrändern wächst so manches Obst: Kirschen, Schlehen, Myrobalanen.
Der Mensch hilft insoweit, weil er den Wald durch Beweidung, Heugewinnung zurückdrängt.
Wobei er da auch mit Düngung, Beweidung und regelmäßiger Mähung da auch sehr stark gegen arbeitet. Eine Wiese bleibt hier eine Wiese, weil sie genutzt wird.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 10. Februar 2020, 20:28:42
An Waldrändern wächst so manches Obst: Kirschen, Schlehen, Myrobalanen.
Der Mensch hilft insoweit, weil er den Wald durch Beweidung, Heugewinnung zurückdrängt.
Wenn wir mal alle Obstarten durchgehen, sind es erstaunlich viele Kirschen die sich dort halten. Zumindest hier. Und natürlich auch die Wildpflaumen. Es ist jedenfalls Steinobst. Kernobst wie Apfel sieht man noch manchmal, Quitte und Birne deutlich weniger. Mag auch am Trockenstandort liegen und anderswo anders aussehen. Dann hätte man schon die erste potentielle Nische für Apfel gefunden. Glück haben die dann, wenn der Befallsdruck durch Marssonina und Co. gering ist, weil nicht viele künstlich gepflanzte, empfindliche Apfelbaumsorten (Sorten, statt Vielfalt) durch den Menschen gepflegt im Umkreis ihre Pilzsporen verbreiten können.

Und ja, Wiese bleibt Wiese, Knick bleibt Knick, und da kommen manchmal Obstgehölze hoch. Meist sinds robustere Vertreter als das was gezüchtet wurde und danach Verbreitung gefunden hat. Oft einfach weil empfindliches recht schnell kaputt geht.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 10. Februar 2020, 20:33:01
Auf unserer alten Obstwiese standen 2 wilde Süßkirschen mit sehr leckeren Kirschen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 10. Februar 2020, 20:35:27
Kirschenernte vom Boot aus, sonst ist der Baum nicht zu erreichen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 10. Februar 2020, 20:39:05
 ;)
Die Bäume waren vermutlich Sämlinge unseres alten Kirschbaums. Die Früchte waren aber deutlich anders, etwas kleiner und von dunklerer
Farbe.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 10. Februar 2020, 20:40:35
Kirsche und Pflaume können sich hier besser verteilen, da es hier auch mehr Tiere gibt, die sie Verteilen können: Vögel. Nicht umsonst ist M. siylvestris kleinfruchtig. So können Kleinsäuger und Vögel besser mit der Frucht umgehen. Im Altai soll der Bär das jenige Tier gewesen sein, das sich mit dem M. sieversii beschäftigt hat. Birne ist nach meinem Wissen durch den Menschen so groß geworden aber auch hier ist die Wildform eine typische Frucht für Kleinsäuger und Vögel. Die Kuh wäre da noch in der Lage mit der Fruchtgröße des Apfels mit umzugehen zu können aber wann habt ihr als letztens noch eine Kuh under einem Apfelbaum wiederkäuen gesehen, abgesehen davon, dass man nicht weiß ob die Samen die Mägen der Kuh unbeschadet überstehen können? Bleibt also nur noch gewisse Vögel übrig, die auch irgendwie immer weniger werden (Grund Mensch).
Unterm Strich sind hier kleinerfruchtige Sorten des Kulturapfels im Vorteil
Okay Pferd, Reh, Hirsch, Hund/Wolf, Fuchs kämen da auch in Frage. Oder eine Schar Krähen oder so...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 10. Februar 2020, 21:12:31
Malus sylvestris, die Äpfelchen sind mini.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 13. Februar 2020, 22:03:47
Was macht ihr eigentlich mit dem `Schnittabfall´ vom Obstbaumschnitt?

Hier hats wieder ein paar dickere Äste in der Gartenanlage gekostet. Da ich ganz gerne grille, kein Auto habe und nicht viel Lust habe Grillkohle mit dem Fahrrad zu kaufen, sammle ich einiges an Obstbaumholz ein und säge es zurecht.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 13. Februar 2020, 22:06:22
Ich weiß das es auch viele Nachteile hat Obstbaumholz im Obstgarten ablagern zu lassen. Es gibt eben doch ein paar Kranheiten die sich darauf halten. In manchen Jahren war es auch schon Borkenkäferzuchtstation. Wenn viel angefaultes holz von alten Bäumen dabei ist, ist es aber auch Jugendstätte der Holzbiene.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Asinella am 13. Februar 2020, 22:25:55
 
Zitat
Was macht ihr eigentlich mit dem `Schnittabfall´ vom Obstbaumschnitt?

Diverses:
Birne, Zwetschge, Kirsche und Pfirsich werden mit Begeisterung von den Eseln abgeknabbert und bis Fingerdicke in Spaghetti-Technik verspeist.

Apfelrinde und-zweige verschmähen sie komplett (Äpfel nicht  ;D)
- das wird entweder in meinem Astzaun verbaut, kommt in einen Asthaufen bei einer jungen Hecke am Rand der Wiese (als Unterschlupf für diverses Getier und als Ablenkungsfütterung für die Rehe) oder wird am "Funken" gegen was eseltaugliches eingetauscht (Funkenfeuer sind hier "Winteraustreibfeuer" am Sonntag nach Fasching, am Funkenplatz wird den ganzen Winter Schnittgut gesammelt).

Stärkeres geht auch in den Ofen
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 13. Februar 2020, 22:37:06
Teils trocknen und verfeuern, teils Reisighaufen für Tiere und teils in einen Bachlauf werfen.

Der Bach hat nur episodisch Wasser und Dank dem geradezu perversen Industriehallenbau (die Energie der Gemeinde ist maximal, möglichst viel Zerstörungen anzurichten) im Einzugsgebiet wird es immer weniger und bei Regen immer mehr. Da auch Starkregenereignisse häufiger geworden sind, hat sich der Bach schlagartig bis zu 2m tief eingeschliffen, die Erosion ist extrem geworden. Die gute Erde spült es fort und die kommt auch nicht wieder. Als ich mit jemand vom Amt für Umwelt- und Naturschutz geredet habe, riet er mir, dort die Fliessgeschwindigkeit mit Gehölzteilen zu verringern. Die halten auch kleinere Ästchen auf, verfilzen sich und bremsen damit die Erosion.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 13. Februar 2020, 22:56:18
Gute Idee wenn man so einen Bach hat. Ist der hinterm Haus oder an der Obstwiese?

Kleinzeug geht hier auch in die `Benjeshecke´. Die wird jedes Jahr aufgefüllt, manchmal auch verlängert. Was nicht mehr reinpasst wird gehäckselt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 14. Februar 2020, 01:32:41
Ebenfalls trocknen und später fürs Grillen nutzen.  Holzkohle kaufen wir nicht, aber mussten uns auch schon was von Besuchern dazu anhören.
Letztes Jahr habe ich einen Meerschweinchenkäfig zu einem Holzhaufen umfunktioniert, vielleicht gefällt er irgendwelchen Kleintieren. Borkenkäfer müssten es aber nicht gerade sein...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 14. Februar 2020, 07:59:09
Spinnen und Asseln finden sich bei mir immer, die Waldschaben nutzen die Verstecke auch.

Was kann man sich denn von den Besuchern anhören? Warum grillst du Klimaneutral und ohne Wälder abzuholzen? 
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 14. Februar 2020, 09:55:42
Ist der hinterm Haus oder an der Obstwiese?

Obstwiese. Um Bäume zu wässern, nutzt der aber nichts. Er führt eben nur bis Juni Wasser. Die Bäche trockenen hier fast alle im Sommer aus. Schnelle Versickerung, Muschelkalk mit Verkastung.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 16. Februar 2020, 19:57:13
Es geht los, der erste Obstbaum blüht.  :-\

Foto von gestern.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 16. Februar 2020, 20:03:13
Wann hast du die ersten Frühjahrsblüher wie Schneeglöckchen oder Krokus gesehen?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 16. Februar 2020, 20:11:53
Galanthus elwesii vom 12 Januar.
Die Crocus tomassiens blühen erst seit rund einer guten Woche, Forsythie hat erste zaghafte Blüten, hatte sie aber auch schon im Dezember. Die echte Blüte wird wohl noch eine Woche dauern.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 16. Februar 2020, 20:20:04
Kornelkirsche blüht hier auch und die Mandel wird es in den nächsten Tagen tun. Mist. In der Wiese sind die ersten Blausterne zu sehen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Lokalrunde am 16. Februar 2020, 20:25:34
Hier momentan nur die Pluots die bald blühen.
Aber die sind auch in Blüte ziemlich frosthart...eine hat noch paar grüne Blätter vom letzten Jahr.
Allerdings hab ich schon paar grüne Blätter an den Minikiwi.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 17. Februar 2020, 11:04:52
Mein Aprikosenbaum hat ganz dicke Knospen, die schon aufgehen, ob das gutgeht?
Gestern hatten wir 20 Grad.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 17. Februar 2020, 11:12:19
Dass das gut geht, wäre die absolute Ausnahme. Bislang haben die Wärmewinter nie verhindert, dass Ende April oder sogar Mai Eisbomben alles niedermachten.

Obwohl, wenns so weitergeht haben wir im Mai vielleicht schon geerntet, bevor der Frost kommt :-)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Bienenkönigin am 17. Februar 2020, 11:44:34
Unglaublich, wie weit bei Euch schon alles ist. Hier blüht noch nichts an Obst und da bin ich auch froh drüber. Und richtig, voriges Jahr hat mir auch der Frost im Mai alles ruiniert und es gab nichts.
Aber- neues Jahr-neues Glück

LGr
Bienenkönigin
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 17. Februar 2020, 11:46:02
Nancymirabelle und Spille aus SH sind auch schon weit mit ihren Blüten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wurmkönig am 17. Februar 2020, 12:02:51
Bei den Aprikosen läuft hier nur die Maya Cot aus dem Ruder, die anderen sind noch deutlich weiter hinten. Auch die Aurora ist noch längst nicht so weit.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 17. Februar 2020, 12:22:47
Meine Aprikose ist ein Sämling einer "Bergaprikose", die sonst immer Anfang März blüht.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wurmkönig am 17. Februar 2020, 14:29:41
Stammweisseln bringt bei mir bis zu 14 Tage Blühverzögerung, in der Nähe von Wärmestellen oder Reflektoren wie Hauswänden hat man aber keine Chance.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 17. Februar 2020, 16:30:18
Bei mir blühen die ersten Krokuse und Schneeglöckchen. Nashi Kosui hat stark geschwollene Endknospen. In die Kiwi Isaai kommt das erste Leben. Aber sonst geht es einiger maßen. Eine unbekannte Sorte Jostabeere ist ach recht weit bei der Knostpenschwellung bzw kurz vor dem Knospenaufbruch.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 12. März 2020, 23:38:03
Meine Holzbirne spielt Weißdorn :D - Wie süß!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 13. März 2020, 01:26:49
Ich würde sie einfach in Holzdornenbirne umbenennen. ;D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 13. März 2020, 12:06:13
Die Sämlingsunterlagen sehen hier auch so aus.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: minthe am 13. März 2020, 15:12:01
Sagt mal, Ihr Obstkundigen: was ist hier der Unterschied, warum ist die Bluete zwischen meinen (kleinfruechtigen) Pfirsichbaeumen (rechts) und dem grossfruchtigen weissen Pfirsich meiner Nachbarn (links) so ganz und gar verschieden?

Wurde hier auf dem Zuechtigungs-Weg etwas eingekreuzt? Sind alle modernen Sorten mit groesseren Fruechte mit diesen ueppigen CherryBlossom-Blueten garniert? Erkenne ich an den Blueten generell schon etwas ueber den Typ/Frucht? Verraet die Farbe der Staubbeutel etwas?

Immerhin freue ich mich, dass die Blueten von meinen Baeumen nur in der Vase aufgeblueht sind, waehrend andere Baeume hier schon in Vollbluete sind - bei Spaetfrost besser aufgestellt.

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 13. März 2020, 16:40:00
Kann sein dass es Zusammenhänge zwischen Fruchtgröße und Blüte gibt. Vom Apfel weiß ich, das eine rote Blüte auf rotfleischigkeit hindeutet und das fehlende Kronblätter mit einer bestimmten Art der Samenlosigkeit zusammenhängt. Aber die die Blütengröße muss nicht mit der Fruchtgröße zusammenhängen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: minthe am 14. März 2020, 17:18:33
Aus gegebenen Anlass noch eine Frage an den Obstclub (heute bemerkt, dass der Wuehlmausetodesfeind meine dreijaehrige Sauerkirsche Jade gekillt hat): Wenn Ihr einen vollsonnigen Pflanzplatz fuer einen Halbstamm/Buschbaum frei haettet, was wuerdet Ihr pflanzen?

Welchen Top-Obstbaum aus Eurem Garten wuerdet Ihr nie missen wollen, wieder pflanzen, weiterempfehlen?


[1 Boskoop-Apfel, 1 Pfirsich je weiss- und gelbfleischig, 1 Zwetschge, 1 Quitte, 1 Birne, 2 Feigen, 1 Maulbeere, 2 grossfruechtige Kornelkirschen sind schon vorhanden im Kleingarten, grosse Hochstaemme kommen leider nicht in Frage] Vielleicht wird's auch wieder eine Jade, aber vielleicht ....
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 14. März 2020, 17:51:22
Brettacher Äpfel als Hochstamm, möglichst grosser Baum :-)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 14. März 2020, 19:11:18
Einen Wohlriechenden Spilling, schon Mitte Juli reif, nicht wurmig und geschmacklich hervorragend.
Bei geringem Platz Apfelspaliere.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: minthe am 14. März 2020, 19:49:49
Brettacher Äpfel als Hochstamm, möglichst grosser Baum :-)
Hehe, und mit den Platzbeschraenkungs-Randbedingungen...? ;)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: minthe am 14. März 2020, 19:50:42
Einen Wohlriechenden Spilling

hmmm, das klingt schon fein!
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 14. März 2020, 19:58:35
Hehe, und mit den Platzbeschraenkungs-Randbedingungen...? ;)

Dann die Birne Stuttgarter Geisshirtle, auf BA29. Vor allem unter der Prämisse "weiterempfehlen". Denn die liebt wirklich jeder.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 14. März 2020, 20:12:07
Geishirtle sind sehr lecker, ich habe sogar Kompott davon eingemacht, weil sie alle auf einmal reif waren. Soviele kann man nicht essen und lagern kann man sie nicht.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 14. März 2020, 21:25:03
Man kann sie auch sehr gut trocknen und auch einmachen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 14. März 2020, 21:48:21
Einen Wohlriechenden Spilling

hmmm, das klingt schon fein!
kann ich sehr empfehlen
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: minthe am 14. März 2020, 23:10:43
Sieht auch noch toll aus! Und wo beziehen?    :D
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Staudo am 15. März 2020, 07:32:19
Hier.  ;)

Bei meinem Spilling schwellen die Knospen. Ob das gutgeht?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Tara2 am 15. März 2020, 09:38:41
Um den Titel mal etwas umzudeuten: Weiß hier eigentlich jemand wie man in einen Club für clubsorten kommt?
Ich meine z.B. die "Clubs" für Fuji, Pink Lady, Stacato, Nicoter, Scifresh usw..
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 15. März 2020, 11:18:06
Einige dieser Sorten sind keine Sorten, sondern nur Markennamen. So ist z.B. Pink Lady in Wirklichkeit die Sorte Cripps Pink. Der Sortenschutz ist in allen Ländern längst abgelaufen, jeder kann die Sorte vermehren und Pflanzgut verkaufen. Wenn man sie aber als "Pink Lady" verkaufen will, muss man sich dem Club und seinen Regeln unterwerfen - Hoher roter Schalenanteil, Mindestgrösse, Lizenzgebühr etc.

Wenn du Mitglied werden willst, musst du die "Association Pink Lady® Europe" kontaktieren. In Deutschland kannst du das aber nicht werden, die festgelegten Anbaugebiete sind in Italien, Spanien und Frankreich.

Wenns dir  nur um Pflanzgut für einen privat gepflanzten Baum geht, ist die Antwort einfach: Legal bekommst du das nicht. Vielleicht gibts auch Leute, die sich illegal auf Plantagen rumtreiben und sich Reiser "besorgen". Das ist natürlich ganz arg illegal. Das ist Biopiraterie, Raubkopien von unersetzlichem geistigen Eigentum, Millionenschäden durch Diebstahl von einmaligen Wirtschaftsgütern und so weiter. Festgenommene Diebe werden mit Zwangsernährung mit Golden Delicious - Sosse nicht unter zehn Jahren bestraft. Ich rate ab.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: minthe am 15. März 2020, 11:37:15
Hier.  ;)


Danke Staudo! Du meinst also, ich solle auf das wohlriechend im Namen nicht so viel geben, weil die Spilling-Bande ueber die Jahrtausende so oder so genetisch divers und breit geworden ist?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 15. März 2020, 12:04:32
Die Spillinge duften sehr stark, gelbroter, wohlriechender ist wohl dasselbe.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 20. März 2020, 10:28:59
Hätte gerne auf die Situation mit der frühen Blüte verzichtet. Die Äpfel sind zum Glück sehr unterschiedlich entwickelt. Von Knospenschuppen aufgeplatzt bis Ballonstadium war gestern alles dabei.
Ballonstadium ist ein `Sortenparkbaum´, Blüte Sorte M9.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 20. März 2020, 12:04:29
Ballonstadium ist Mist. Gottlob hier noch eine Woche hinterher, das Kernobst. Aber für ein paar Tage sind -5°C angesagt. Luft! Am Boden wird noch deutlich tiefer runtergehen, es soll auch klare Nächte haben. Das wird brutal.
Aber Mandeln, Pfirsiche, Aprikosen und anderes Steinobst wird es erwischen. Machen kann man nichts dagegen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 20. März 2020, 14:33:22
Hier sind 5cm überm Boden Stand jetzt -4°C gemeldet. Sternenklare Nächte, so gut wie kein Wind.
Die Mirabelle wird heute Abend weißer sein als gestern, die erwischts wohl.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 20. März 2020, 14:38:12
Aprikosen sind mehr oder weniger verblüht, Zwetschgen fangen an zu blühen. Da die Mirabelle im Kübel steht, kann sie ans Haus unter den Balkon.
Der Gravensteiner hat ganz dicke Knospen. Feigen sind schon weit, sie wandern bei Frost ins Haus.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 20. März 2020, 15:55:45
Topfgärtnern hat auch Vorteile.

Die ausgepflanzten Feigen hier lassen ihre Knospen und Blüten schwellen. 2-4mm, je nach Sorte. Das sollte noch gutgehen. Zumindest vorerst. Kiwi ist teilweise schon am Blätter abspreizen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 20. März 2020, 17:34:06
Meine Kirschpflume ist in einem etwas früherem Stadium als deine Mirabelle. Die Nashi Kosui oder was auch immer sie ist, hatte über dem halben Winter ordentlich geschwollene Terminalknospen. Die Blüten sind kurz vor dem Ballonstadium. Wäre sowieso nichts geworden, da keine Birne hier so weit ist, wie diese Nashi. Sorgen mache ich mir mehr über die Kiwis. Dort sind schon so manche Knospen stark geschwollen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: durone am 20. März 2020, 21:01:28
Die südseitige Aprikose hat mit Blühen gerade angefangen, bei vorhergesagten -8°C in 2 Nächten kann ich froh sein, wenn das junge Bäumchen überlebt. Bei der nordseitigen Aprikose haben sich manche Knospen so geöffnet, dass es ein bisschen weiß hervorscheint. Hier wird es spannend ob es was zu ernten geben wird und ob der junge Baum überlebt.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: kaliz am 21. März 2020, 00:04:17
Meine zwei Marillen stehen in Vollblüte und einer der zwei Kirschbäume hat auch schon ein paar Blüten geöffnet. Wenn es morgen tatsächlich friert, wird es da wohl nichts mit Ernte dieses Jahr.  :-\
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 21. März 2020, 01:27:15
Habe heute eine "KiJo Beere® Blacky" aus Siegburg-Seligenthal in voller Blüte erhalten. Obwohl ähnlicher Breitengrad, sind bei meinen Heidelbeeren noch keine Blütenknospen zu sehen !? Die Blütezeit ist vielleicht auch sortenabhängig. Egal, werde sie erst nach den Frösten einpflanzen.

2019 hat mein Pfirsich in voller Blüte -4°C überstanden. Der Pfirsich "Flamingo" soll ja -8°C aushalten können.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 21. März 2020, 09:52:58
Von den schwarzen Heidelbeeren habe ich doppelt abstand gehalten. Einmal weil ich Heidelbeeren nicht so mag, andererseits sind die schwarzen Heidelbeeren, Kijo-Beeren, Hasenaugenbeeren (Kaninchenaugenbeere) oder auch Vaccinium virgatum ursprünglich in recht warmen Gebieten heimisch, in dem Süden der USA. Da wundert es mich weniger dass sie jetzt blüen will.

Vielleicht irre ich mich ja. Ich wünsche dir viel Erfolg mit der Pflanze :)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 21. März 2020, 10:07:59
Habe die KiJo erstmal googeln müssen. Vaccinium virgatum, andere Art als unsere V. corymbosum. Aber auch von den Kultursorten habe ich von treibt los bis blüht.

Selbststeril, braucht Befruchter.
https://en.wikipedia.org/wiki/Vaccinium_virgatum
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 21. März 2020, 11:52:27
u.U. weden sie schon eine andere Art hinein gekreuzt haben um das Befruchtungsproblem zu umgehen
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 21. März 2020, 13:02:04
Ich habe mal schnell im Buch M.-V. Hanke, V. Flach; Obstzüchtung und Wissenschaftliche Grundlagen herum geblättert. Darin steht über die Kninchenaugenbeere dass sie hexaploid ist (2n = 6x), der ein sommergrüner Strauch ist, der 1 - 1,8 m groß wird. Die Blätter werden als klein und die Samen groß beschrieben. Der Erwerbsanbau der Art soll schon am Ende des 19. Jahrhundert im Nordwesten v. Kalifornien begonnen sein. Züchterisch dürfte also da schon etwas passiert sein (mögliche Selbstbefruchtung??).

V. corymbosum, die Großbeereige Blaubeere oder auch Highbush Blueberry, ist die Standard Blaubeerenart, die unsere Gartenblaubeere bildet. Natürlich wurde schon längst andere Arten in diese Stammart hinein gekreuzt, darunter auch V. virgatum. Nun kommt da das mögliche Befruchtungsproblem, falls die Kaninchenaugenbeere nicht selbstbefruchtend sein sollte, es wird etwas schwierig, sorry. Neben anderen Punkten, spielt die Ploidanzahl eine Rolle. V. corymbosum kommt diploid (2n = 2x), tetraploid (2n = 4x) und hexaplod (2n = 6x) vor. Die meisten Gartenarten sind tetraploid, sie haben also meist eine andere Ploidstufe als die Kaninchenaugenbeere, was die Befruchtung durch die Gartenheidelbeere erschweren dürfte.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 21. März 2020, 14:45:41
Topfgärtnern hat auch Vorteile.
So sieht meine Nancy Mirabelle im Topf heute aus, sie ist übersät mit Blütenknospen, die noch zu sind.
2019 gekauft, auf Ackermann veredelt und so in der Baumschule gezogen.
Da muß ich noch viel schneiden.
Links daneben steht eine Marunke aus Lakoma, ein Ort, der dem Tagebau geopfert wurde.
War ein Stecken mit ganz wenig Wurzeln, der aber erfreulicherweise treibt.
Sie stand bis vor kurzem noch schattig und ist daher später dran.
Zwetschge Tipala im Garten steht in voller Blüte.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: pistachio am 22. März 2020, 09:18:31
Guten Morgen , Apfeleltern gesucht.

Kann mir jemand helfen, welche Kreuzungspartner oder Namen sich hinter dieser Nummer stecken könnten.
Frankreich oder anderes Land.
Nr. 490 098
Nr. 490 093

Danke
p.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 22. März 2020, 11:03:52
In welchem Zusammenhang zu welchen Sorten fandest du diese Pflanzennamen? Beide Nummer führen mich auf botanikfoto.com Bitte gib mehr Infos.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: pistachio am 22. März 2020, 11:47:33
Könnte eine Herbstapfelsorte sein, die nicht mit Namen versehen und nicht weiterentwickelt wurde.  Könnte ja sein, das der Nummernbestand irgendwo aufgelistet ist.

Danke
p.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 22. März 2020, 12:53:41
nein, tut mir Leid. ich fand nichts.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: pistachio am 25. März 2020, 08:47:59
@ Rib-isel ....Nummernsuche Apfel

Danke, es gibt niemand der die Nummern zu den Äpfeln kennt.

p.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: strohblume am 27. März 2020, 06:25:02
 Hallo  Hat vieleicht hier einer die neuere Apfelsorte Tramin, entstanden in Südtirol,ausgepflanzt?  Dehner-Markt hat sie im Angebot, mich würden Geschmack und Baumgesundheit interessieren.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 12. Mai 2020, 16:52:56
Hier treibt die Obstbaumpflege manchmal komische Blüten.
Als letztes Jahr im August/September der Apfel vom Bild mit der Kettensäge von seiner unreifen Ernte und den meisten Ästen befreit wurde, dachte ich, ok, die Besitzer wollen wie viele andere hier auch keine Äpfel essen weil `Würmer´ drin sind. Dachte also der Baum ist ein Rodekandidat.

Nun haben sich aber ein paar Leute scheinbar zusammen einen Eimer Rindenschutzfarbe besorgt, jedenfalss gibt es seit ein paar tagen viele helle Stämme in der Anlage. Klassisch macht man sowas eher im Januar, nicht unbedingt erst im Mai, aber egal. Tut ja nicht weh. 
Und nun ist auch dieser von mir fälschlicherweise als Rodekandidat eingeschätzte Baum bepinselt. Da rechnet also wer noch fest damit, dass der Baum einen Schutzanstrich nötig hat, um Frostrisse zu vermeiden.

Wie würdet ihr den Besitzer darauf ansprechen, wenn ihr es müsstet? Mir fehlen da irgendwie die Worte. Gibt es eine neue Gartenzeitschrift von der ich nichts mitbekommen habe oder wird sowas auf Youtube erklärt? Ich kann dem ganzen Vorgehen irgendwie nicht so recht folgen.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 12. Mai 2020, 17:03:33
Ignorieren. Keine Lust drauf, als Besserwisser dargestellt zu werden oder einer, der sich einmischt obwohl es ihn nichts angeht. Die Leute lieben Wahrheit nicht.

Gutes Beispiel geben ist das Beste, was du tun kannst.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: mime7 am 12. Mai 2020, 17:04:25
Wer sagt dir denn, dass der Besitzer den Baum gegen Frostrisse weiss gestrichen hat?
Manche denken auch, "das macht man halt so", oder aber "das sieht ja schön aus", oder sonstwas.

Ich hab auch so eine Nachbarin, sie hat letztes Jahr zur Blüte den Kirschbaum gegen Kirschessigfliegen gespritzt.
Den Einwand, dass Insektizide auf Bienen nicht so super sind, hat sie nicht wirklich zur Kenntnis genommen.
Wer seine Ruhe will sagt dazu nichts.

Der Kirschbaum ist jetzt übrigens gefällt, denn die Frühjahrsspritzung gegen die Kirschessigfliege hat erstaunlicherweise nicht geholfen.

Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 12. Mai 2020, 17:14:17
Ist toll wenn wegen sowas Bäume gefällt werden. In den Gartenanlagen hier sterben irgendwann alte Bäume aus.

Cydorian: mhh, ich höhre erstmal auf deinen Rat aber evtl muss ich doch wenn das Amt nachfrägt was da los ist.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Asinella am 12. Mai 2020, 17:18:35
Vielleicht ist es ja eine Warnfarbe für die Kinder, damit sie nicht gegen den Baum laufen. Die nehmen vermutlich sonst gar nicht war, dass da ein Baum steht.
.
Oder der Besitzer ist phyllophob, möchte aber trotzdem Äpfel haben  ;D.
.
Schwierig, aber das sieht wirklich nach Hopfen und Malz verloren aus. In meiner früheren Nachbarschaft war auch eine wunderbare Goldparmäne, die wegen eines Trampolins ähnlich verstümmelt wurde.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Wühlmaus am 12. Mai 2020, 17:33:06
... Ich kann dem ganzen Vorgehen irgendwie nicht so recht folgen.
Vielleicht ist mal im Dunklen jemand gegen den Baum gelaufen  ??? :P :-X
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Ayamo am 12. Mai 2020, 17:44:22
Nein, die Leute wollen wahrscheinlich ein Freizeitgrundstück, wo die Kinder spielen können und Papa grillen kann. Ein Eigenheim ist vermutlich zu teuer.
Und wahrscheinlich geht es den Pächtern nicht um die Äpfel. 
Kleingärten sind für die meisten Leute daher nicht das, was sie mal waren. Schade, aber auch verständlich. Nicht jeder hat die halbe Million flüssig, die man in vielen Regionen braucht.

Hinsichtlich dem "Was tun" schließe ich mich daher Cydorian an...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 12. Mai 2020, 17:52:42
War der Baum gesund?
Der Baum durfte vermutlich nur wegen der Schaukel weiterleben.
So macht der Baum erstmal keine Arbeit:
kein Baum schneiden, kein Laub kehren, kein Ernten.
Die "Gärtner" sind vermutlich frankophil, deshalb wurde der Stamm weiß gestrichen... ;D
So ergeben sich die französischen Farben:
Blau, Weiß, Rot.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 12. Mai 2020, 18:39:36
Ich bin schon froh, wenn die Leute bloss sägen und mir nicht noch hochwachsenden Scheinzypressemist vor die Nase setzen. Oder Schotter oder Hütten und Garagen hingeklotzt werden. In Gartenanlagen bleibt man davon wenigstens verschont.

Es ist ehrenvoll und ambitioniert, Wertschätzung für Obstbäume, Wissen und Einsicht zum Besseren zu erzeugen. Und meiner Ansicht nach praktisch immer zwecklos und oft sogar von unschönen Gegenreaktionen begleitet, egal wie vorsichtig und höflich man da manövriert.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: mime7 am 12. Mai 2020, 18:53:18
Ich hab übrigens letzten August meine Bäume untenrum auch gestrichen bis 1 m Höhe.
Grund: Es sind leider Biber eingezogen.
Wöbra war mir zu teuer, also hab ich Dispersionsfarbe mit Quarzsand gemischt und die kleineren Bäume gestrichen. Sieht nun sehr speziell aus.
Angeblich mögen die Biber ja keinen Sand beim beissen. Scheint zu funktionieren, ich hab in den gestrichenen Bereichen nur 2 Probierbisse bisher gesehen. Nicht gestrichene, niedrige Seitenäste sind teilweise abgebissen, bis genau zur Grenze des farb-Sandgemisches. Meist kurz vor Erntereife der Äpfel, die wissen schon was gut ist.

Die Bäume mit höherem Stamm hab ich eingezäunt, das wirkt noch besser.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 12. Mai 2020, 23:39:18
Biber haben wir hier zum Glück nicht. Gartenanlagen sind auf der einen Seite schon die Insel der Glückseligen, auf der anderen Seite der Teufel auf Erden.

Ich mag irgendwie deine Schwarzseherei, Cydorian. Ayamo bestätigt es ja auch, ich kann dem ehrlich gesagt auch nicht widersprechen. Ich würde mir trotzdemdem was anderes wünschen.

Ok, frankophiler Baumschnitt  ;D, ich muss den nächsten Baumschnittkurs wohl noch etwas überarbeiten. Titel:
Sichere Schnitttechnik im Starkholz und deren Anwendung in Coronazeiten unter Bewahrung der Abstandsregelung 
Aufbaukurs Modul 2: unaufmerksames verbrennen nasser Gartenabfälle an Feiertagen 

Das ist fast so gut wie `ad hoc Verwendung moderner Akku-Kettensägen lokaler Discounter unter Beachtung der aktuellen Bademode´.
Wow, ich hätte Harvester werden sollen. Manchmal wünsche ich mir wirklich den Bagger. Einmal zusammenschieben das Elend.

Hat jemand ein aktuelles, positives Beispiel aus einem fremden Garten zur Aufmunterung?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: jul am 12. Mai 2020, 23:43:15
...man weiss nicht so recht, ob man lachen oder weinen soll...
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: 555Nase am 13. Mai 2020, 09:17:44
Mein Enkel meinte auch, ich solle meine Obstbäume absägen, damit er sein Fußballtor hinstellen kann. Nun steht es an einer anderen Ecke, wo er meine Jungpflanzen umnietet. :-X  Gab deswegen schon viel Ärger, ist aber kein Einsehen möglich.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: cydorian am 13. Mai 2020, 09:29:25
Hat jemand ein aktuelles, positives Beispiel aus einem fremden Garten zur Aufmunterung?

Viele. Wenn die Leute bereits wollen, aber nicht können und man zur richtigen Zeitpunkt das richtige tut, gibts auch richtig schöne Entwicklungen. Gerade beim Baumschnitt. Ich habe z.B. einem Herrn mit einer langen Reihe selbstgepflanzter verschiedener junger Bäume aber furchtbarem Schnitt ein paar Tips gegeben, dann zwei, dreimal zusammen im Spätwinter geschnitten. Sie stehen in der Nähe seiner Feldscheune und sehen jetzt richtig gut aus, er ist sehr stolz darauf, Spaziergänger haben ihn schon angesprochen. Er hat dazugelernt, schneidet jetzt selbst, hat ein weiteres Grundstück bepflanzt (diesmal mit besseren Sorten), es hat gezündet.

Was auch gut geht, ist verschenken. Ich verschenke meine Hobbyveredelungen im erweiterten sozialen Umfeld, wenn so viele angegangen sind dass ich sie nicht selber pflanzen kann. Daraus ergibt sich auch viel, Gespräche, begleitende Themen, man kann schon manchen Leuten zu besseren Wegen "verführen" statt sie in der Trampolin-Thuja-Hölle zu lassen :-)
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 13. Mai 2020, 12:42:01
Ja, hier gibts auch gute Entwicklungen und auch Leute die sich was abgucken, was ausprobieren. Nach 3-4 Jahren können die auch alleine Bäume schneiden. Das ist schon schön wenn man das beobachten kann.
Nur habe ich da irgendwie immer die Finger mit drin, ich kenne von den gut 600 Bäumen hier in der Anlage aber nur 1-2 Dutzend die ok sind und ich dort nie mal mit reingespielt habe.

Anbei mal ein Delbarestivale, dem hat ein neuer Gartenbesitzer und 2-3 Jahre zusammen mit mir schneiden/erklären ganz gut getan. Der Besitzer fragt jetzt noch nach ob ich das geplante auch so sehe und schneidet dann selbst.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Gänselieschen am 19. Juni 2020, 13:23:55
Nix los im Obstclub seit über einem Monat.

Ich für meinen Teil würde sagen, dass das daran liegt, dass es in diesem Jahr ziemlich jämmerlich ist mit dem Obst. Dabei fing es so gut an....

Rapport aus Brandenburg :

Kirschen, Pflaumen, Reneklode, Birnen und Klarapfel blühten reichlich und ohne Frostschäden bis zum Blühende. Der Fruchtansatz sah richtig gut aus.

Der Pfirsichbaum wollte in dieser einen Frostwoche irgendwie März/April blühen und öffnete täglich neu und erfror auch täglich neu - nicht ein Pfirsich.

Die Eisheiligen schlugen richtig ins Kontor. Der Fruchtansatz von Kirschen, Pflaumen und Renekloden erfror - so etwas habe ich noch nie erlebt. Auch die schon angesetzten Beeren von Josta, Stachel- und Johannisbeeren rieselten nach den Frostnächten runter. Einige wenige sind übrig...Naschfrüchte.

Klaräpfel haben die Eisheiligen überstanden - alle anderen Äpfel haben die Eisheiligen voll mitgenommen. Ebendso die Quitte, die am Aufblühen war.

Die Birnen haben Schaden genommen, aber tragen immer noch einige Früchte - nicht ganz schlecht.

Es wird also Klaräpfel geben, ein paar Birnen, einige wenige Zwetschgen, ganz wenige Kirschen. Himbeeren und Brombeeren kommen jetzt - aber die KEF sicher auch...

Nein, als Obstjahr richtig mies - und wieder keine richtigen Äpfel.

Ach ja, Nüsse gibt es auch nicht - Walnüsse alles abgefroren und an den Haselnüssen ist auch nichts dran.

Erdbeeren gibt es, aber in der Frostschneise nicht...

Und weil nicht alles mies ist - meine Felsenbirne hat das erste Mal angesetzt - und ich finde die kleinen Beeren wirklich lecker. Bissel wie Heidelbeeren aber mit sehr wenig Säure.


Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Rib-isel am 19. Juni 2020, 13:40:20
Ich persönlich kann mit diesem Thread nicht all so viel anfangen, da ich meine Sachen doch recht häufig irgendwo einsortieren kann. Auch dies könnte gut in den Spätfröste-thread passen.
 Äpfel sind bei mir so lala. Ontario hat komplett nichts. Die anderen haben etwas.Die Nashi verlor ihre Frucht im Junifall, sonst sind mir keine Birnen aufgefallen. Kirschen von Büttners Roten und anderen wird es auch geben aber keine gelben. Zwetschgen sind auch mehr gesichtet worden als erwartet. Es wird Hasel- wie auch Walnüsse geben. Quitten sowieso. Selbst Tafeltrauben sind zu erwarten.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 19. Juni 2020, 16:05:08
Ich verstehe den Strang eher als allgemeinen Gartenplauschstrang über den Obstgartenzaun.

Auch auf die Gefahr hin das es niemanden interessiert: hier waren die Eisheiligen nicht so schlimm wie befürchtet oder wie Gänselieschen, eigentlich trägt alles. Mehltau und Blattläuse sind durch den regenfreien April dieses Jahr ein Riesenthema, die Meisen nisten gerade das 2te mal, aber auch das hilft zusammen mit den Nützlingen nicht besonders gut. Die kommen einfach nicht nach. Die Süßkirschen sind langsam durch, zumindest will sie jetzt keiner mehr weil sie fast alle Maden drin haben. Von 3 Kilo findet man nichtmal 2 Handvoll ohne Beilage.

Umso besser dafür die Heidelbeeren, die jetzt mit der Masse liefern anfangen.

Ansonsten wieder was neues aus der Anlage: die Drahtrahmen mit Weinbergpfosten für die Trauben in meinem Dunstkreis haben sich die letzten Jahre schon über reges Interesse gefreut, weil schöne große Blätter und auch `Schautrauben´ dran hingen. Auf Trauben haben es die meisten hier zwar nicht abgesehen, aber gefüllte Weinblätter sind in der Küche des mittleren Ostens eben doch beliebt. Und nun wachsen hier die Eigenbauspaliere oder Pergolen wie Unkraut in die Höhe. Von Schalungsbrettern über Kellerregalstangen oder Holzpfosten mit Dachlatten ist fast alles vertreten. Da wird viel Mühe reingesteckt, aber manchmal dann doch vergessen, das für große Blätter starker Rückschnitt notwendig ist.

Bei dem Besitzer des Gestells auf dem Foto gehe ich am Wochenende mal vorbei und versuche ihm vorsichtig Tips zu geben, wie man das Konstrukt etwas besser angepasst für den Durchgangsverkehr und den zu erwartenden Zuwachs der Trauben modellieren kann.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 19. Juni 2020, 16:40:00
Mein Kirschbaum hängt zum Brechen voll...
und genau das ist jetzt passiert.
2 Wochen hätte er noch aushalten sollen.
Der viele Regen ... heute ist Ast Nummer 2 ab.
Vor 2 Jahren hab ich dickere Äste abgeschnitten, was sich jetzt bemerkbar macht, denn er ist danach steil ausgetrieben.
Und genau diese Äste hat es erwischt. Vor 20 Jahren, als ich den Baum pflanzte, gab es noch keinen Nachbarn, kein Haus in 2m Entfernung.
Da die Äste noch dranhängen, warte ich noch ein wenig, dann mach ich eben Kirschsaft daraus.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 19. Juni 2020, 16:46:30
Ärgerlich, aber bei Starkastamputationen nicht zu vermeiden. Oft ists nichtmal der Regen allein, sondern die Sturmböen bei den Gewittern sind das quentchen zuviel.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 19. Juni 2020, 16:51:06
So dicke Äste waren es nicht...ich amputiere keine Bäume... ;D
Ja, hier geht ständig ein zum Teil heftiger Wind.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 19. Juni 2020, 17:00:27
Alles über 10cm wird rechtlich als Starkast definiert.

Egal, Triebe aus mehrjährigem Holz sind auch bei 5cm Ästen nicht stabil verankert.
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 19. Juni 2020, 17:01:12
TT,
meinst du, sie können noch etwas reifen?
Oder würdest du gleich absägen?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: Roeschen1 am 19. Juni 2020, 17:04:03
Alles über 10cm wird rechtlich als Starkast definiert.

Egal, Triebe aus mehrjährigem Holz sind auch bei 5cm Ästen nicht stabil verankert.
Die Äste waren gut daumendick, ein Dünnast?
Titel: Re: Obstclub
Beitrag von: thuja thujon am 19. Juni 2020, 17:35:05
Feinast würde das dann heißen.

Habe mir die Stellen jetzt mal vernünftig angeguckt. Klar, hat nichts mit verankern zu tun, reine Hebelwirkung.

Dran lassen ist besser als abmachen. Ich weiß nicht zu wieviel %, aber Zucker usw kommt auch bei Steinobst nicht nur von den Blättern, sondern auch aus dem Holz in die Frucht. Die Lasche an der Unterseite hilft den Ast nicht gleich austrocknen zu lassen, hält je nach Wetter (Hitze nächste Woche mit 15h Sonne an 2-3 Tagen) noch die 2 Wochen durch.
Die Reife wird nicht die selbe sein wie am gesunden Ast, von der Aromatik her etwas mehr Phenolisches drin, oder auch herber, aber alles besser als grasig unreif.
Hauptsache ist du machst sie runter bevor sie faulig im Aroma werden, das altern geht deutlich schneller bei solchen Äst