garten-pur

Pflanzenwelt => Botanik => Thema gestartet von: mujtuun am 17. August 2014, 22:40:32

Titel: Welcher Pilz?
Beitrag von: mujtuun am 17. August 2014, 22:40:32
Hallo,
könnt ihr mir sagen, welcher Pilz das sein könnte? (Keine Angst, ich werde ihn nicht essen - es gibt nur das Bild).

Danke und viele Grüße
Karl
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Silvia am 17. August 2014, 22:45:12
Schwefelporling?
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Dunkleborus am 17. August 2014, 22:45:58
Vielleicht ein Schwefelporling?
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: mujtuun am 18. August 2014, 19:06:58
Hallo,

ja, das wird wohl passen. Vielen Dank!
LG
Karl
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: mentor1010 am 18. August 2014, 19:47:37
Normal gibt man übers Netz keine Freigabe zum Verzehr von Pilzen..aber das sind eindeutig noch junge knackige Schwefelporlinge..
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: hargrand am 01. September 2014, 10:35:37
diesen habe ich vor ner Woche oder so gefunden:
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: hargrand am 01. September 2014, 10:36:21
..
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: hargrand am 01. September 2014, 10:36:51
..
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: enigma am 01. September 2014, 10:37:19
diesen habe ich vor ner Woche oder so gefunden:

Rotfußröhrling, schon verschimmelt.

Und ich wiederhol' es nochmal, weil man's nicht oft genug sagen kann: übers Netz keine Freigabe zum Verzehr von Pilzen.
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Seidenschnabel am 01. September 2014, 10:40:57
Rotfussröhrling!
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Eva am 01. September 2014, 10:56:15
Ich hätt auch auf den Rotfußröhrling getippt.
Letztens fand ich (unter Kirschbäumen an einem Baggersee) Pilze, die aussahen wie Rotfußröhrlinge, aber auf der Oberseite waren sie auch rötlich statt braun - kennt die wer? Unter den Roteichen daneben standen normale Rotfußröhrlinge.
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: hargrand am 03. September 2014, 15:31:19
Danke!

Brissel, ich hab nicht vor ihn zu essen. ;)
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 03. September 2014, 17:29:01
Sohnemann schleppte auch grad einen Pilz an, obwohl ich nun schon zig mal gesagt habe...fotografieren ja, rausrupfen nein

aber nun gut, jetzt ist er da, aber keiner weiß, was das für einer ist ???
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 03. September 2014, 17:29:21
hier nochmal von unten
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: July am 03. September 2014, 17:37:04
Ich würde sagen es ist ein Krempling.
Sonnige Grüsse von July
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 03. September 2014, 17:43:49
und? Ist der giftig?
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: July am 03. September 2014, 17:54:18
Giftig wohl nicht, aber irgendwie ungeniessbar. Unsere frühere alte Nachbarin hat die gesammelt und erst einmal mit heißem Wasser abgebrüht und dann zubereitet.
Ich hab den nie gegessen.
Heute habe ich Steinpilze getrocknet und eingefroren, die schmecken weit aus besser:)
Sonnige Grüsse von July
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: hargrand am 03. September 2014, 17:57:42
Ich weiß vom kahlen Krempling das dieser sehr giftig sein soll.
Welcher Krempling es genau ist kann ich dir aber auch nicht sagen.
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: July am 03. September 2014, 18:05:20
Ja dann Bienchen, NICHT essen. Wir dürfen hier j auch gar keine Tipps geben zum Essen oder nicht essen....
ich bleibe bei Maronen, Pfifferlingen, Butterpilzen, Steinpilzen, Birkenpilzen und Birkenporlingen für einen Tee.
Da bin ich mir sicher:)
Sonnige Grüsse von July
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Pewe am 03. September 2014, 18:23:28
Heuer hat es wieder viele Erdsterne und wie jedes Jahr massenhaft pflaumenfarbige Pilze mit schneeweisen Lamellen und zart pflaumenfarbig überhauchtem Stiel, anfangs nach unten gebogene Kappe wie Maronen, später wölben sie sich trichterförmig nach oben. Kennt die wer?
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: enigma am 03. September 2014, 20:33:38
Foto?

Giftig wohl nicht, aber irgendwie ungeniessbar. Unsere frühere alte Nachbarin hat die gesammelt und erst einmal mit heißem Wasser abgebrüht und dann zubereitet.
Ich hab den nie gegessen.

Doch, Kremplinge sind giftig, insbesondere Kahle Kremplinge, aber auch der Samtfußkrempling ist kein Speisepilz. Kahle Kremplinge führen ungenügend gegart zu schweren Magen-Darm-Störungen, und auch ausreichend erhitzte Pilze sind gefährlich, weil ein anderer, hitzebeständiger Inhaltsstoff zu schweren, u. U. lebensgefährlichen Immunreaktionen führt. Die Gefahr dafür steigt, wenn man diese Pilz öfter isst.

Definitiv ein starker Giftpilz und kein Speisepilz!
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Pewe am 03. September 2014, 20:40:22
Foto mach ich morgen.
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 03. September 2014, 21:09:22
ne ne July, hatte auch nicht vor, den zu essen ;D

wollte ich nur wissen für den Knirps :)
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: enigma am 03. September 2014, 21:42:27
. (Doppelpost)
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Pewe am 04. September 2014, 21:10:40
Foto mach ich morgen.

Hab ich vergessen. Koennten Apfeltaeublinge sein lt. virtueller Pilzbestimmung.
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: BenjaminL am 05. September 2014, 18:58:31
Das ist definitiv ein Schwefelporling !
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 08. September 2014, 22:45:32
hab diese gefunden und ja zum essen sind sie obwohl es nicht kaiserlinge sein werden
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 09. September 2014, 07:47:33
... und ja zum essen sind sie obwohl es nicht kaiserlinge sein werden

???

war da jetzt auch eine frage oder nur eine rhetorische bemerkung?

nach dem foto würde jedenfalls ich niemals irgendetwas zustimmendes im sinne von "zum essen" sagen - aber du bist ja erwachsen und weißt hoffentlich, was du tust. ;)
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 10. September 2014, 11:48:11
deshalb war es auch keine frage
anhand bilder darf man nicht zustimmen
mm kann es nur der orange rote scheidenstreifling sein
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: erhama am 09. November 2014, 16:27:59
Bei uns wachsen derzeit massenhaft diese Pilze im Laubmischwald (Hainbuche, Eiche, Ahorn, Linde, wenige Rotbuchen), und ich finde sie in keinem meiner Pilzbestimmungsbücher.



Pilz 1





Pilz 2





Pilz 3



Sie wachsen in Hexenringen, die Farbe geht von Altrosa über bräunlichgrau bis fast farblos bei älteren Exemplaren. Kennt jemand den Namen des Pilzes?
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: erhama am 10. November 2014, 20:24:45
Ich habs inzwischen rausbekommen, es dürfte der "Gemeine Rettichhelmling" Mycena pura sein.
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Starking007 am 07. Dezember 2014, 17:16:36
Heute nachmittag (7.12.14)
Bildausschnitt ca. 5-10cm
Dem Schleim nach sicher ein Schleimpilz?! ::)

(https://lh3.googleusercontent.com/-x9oBfyvVChs/VIR8p6QKXaI/AAAAAAABUFc/aYVdPOHxWEo/w921-h691-no/R0014510.JPG)
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Argo am 07. Dezember 2014, 17:35:29
Gelbe Lohblüte oder Hexenbutter?

http://www.lokalkompass.de/xanten/natur/ein-mysterioeses-wesen-die-gelbe-lohbluete-oder-hexenbutter-d91775.html
Titel: Re:Welcher Pilz?
Beitrag von: Starking007 am 10. Dezember 2014, 20:39:29
Genau die ist es, Danke!
Gibt es deses Jahr viel auf Magerrasen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 29. April 2016, 11:01:43
Heut früh vor dem Büro, Rindenmulch unter einer Erle:

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schneerose100 am 29. April 2016, 11:04:34
Das ist eine Morchel!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: kasi † am 29. April 2016, 11:06:58
Frühlingsgiftlorchel. Vorsicht!!!!!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 29. April 2016, 11:07:40
Danke  :D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: kasi † am 29. April 2016, 11:11:39
Das ist keine Morchel. Das Muster des Hutes ist bei der Morchel ähnlich einer Bienenwabe, bei der Lorchel ähnlich Gehirnwindungen
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: fars am 29. April 2016, 11:17:37
Ich stimme für Speisemorchel. Allerdings ein etwas überalterter Hut. Deshalb würde ich sie nicht mehr ernten.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 29. April 2016, 11:56:17
Ich hab noch ein Foto, das wird aber aus Sicherheitsgründen abgelehnt.

Danke für die schnellen Antworten. Ich wollte nur wissen, was es ist, aber den Pilz nicht essen. Er steht am Rand vom Parkplatz. Wenns Zweifel gibt nimm ich ihn sowieso nicht, auch nicht mitten aus dem Wald.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 29. April 2016, 12:01:30
Auch einem Spezialisten muß man nicht alles glauben.
Ich habe gerade drei verschiedene Arten begutachten können die sich vor allem durch die Art und Weise wo der Hut angewachsen ist unterscheiden.
Lassen sich gut trocknen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 29. April 2016, 12:21:04
Noch eins

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 29. April 2016, 12:24:06
Morchel ganz sicher. Wenn der Hutrand am Stiel angewachsen ist könnte das der Spitzmorchel sein.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 29. April 2016, 12:26:05
also ich würde sie noch heute mittag essen, gibt kaum geschmackvolleres
nimm sie unbedingt mit
solltest du für heute schon verplant sein,trockne sie geht sehr schnell...weiche sie in rotwein auf und gibs sie zu einem steak oder sonstein gutes stück fleisch,du wirst es nicht bereuen und weitere suchen gehn
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 29. April 2016, 12:26:49
Sehen aber schon ein wenig gammelig aus?
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 29. April 2016, 12:29:02
Die rauchenden Kolleginnen meinen die hätten schon besser ausgesehen, ja  ;D

Kann ich die vermehren, wenn ich was vom Rindenmulch mitnehme?
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Amur am 29. April 2016, 12:29:36
Ganz normale Speisemorcheln.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 29. April 2016, 12:30:40
Vermutlich, so werden sie oft in die Gärten gebracht. Man muß sie aber mit Holzhäcksel immer mal wieder auffrischen.
Ist die Speisemorchel nicht rundlicher?
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 29. April 2016, 12:32:15
Sie waren vorher nicht da, vorigen Sommer wurde auf der Fläche erstmalig Rindenmulch verteilt.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 29. April 2016, 12:32:35
Ganz normale Speisemorcheln.
nein ist es nicht
wie axel schrieb,spitzmorchel...elata conica
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schneerose100 am 29. April 2016, 12:36:44
https://www.google.at/search?q=braune+spitzmorchel&biw=1287&bih=721&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwi2lam20rPMAhXLB8AKHVCGAgAQsAQIGg


Wir haben von den Hellen vor 14 Tg. 53 Stk. geerntet! Lecker waren sie!! ;)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Amur am 29. April 2016, 12:37:40
Ganz normale Speisemorcheln.
nein ist es nicht
wie axel schrieb,spitzmorchel...elata conica

Das mag sein, da streit ich mich nicht drum. Die sind so variabel.
Auf jeden Fall keine Lorchel, die sieht ganz anders aus.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Amur am 29. April 2016, 12:40:35
DAs einzige wo ich immer kritsich bin, ist der Rindenmulch. Die Stämme werden im Sommer durchaus noch gegen den Borkenkäfer behandelt.
Ob das bei dem Rindenmulch der Fall war oder nicht und ob sich das Mittel in die Pilze überträgt weis ich nicht.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 29. April 2016, 12:44:15
Das wären auch meine Bedenken. Pilze sind die großen Chemiker und die meisten Stoffe knacken die, aber welche bei welchen Stoffen erfolgreich sind habe ich noch nie gehört.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 29. April 2016, 12:45:31
rath deine sind speisemorchel
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 29. April 2016, 12:55:46
rath deine sind speisemorchel

Ganz normale Speisemorcheln.
nein ist es nicht
wie axel schrieb,spitzmorchel...elata conica

könntest du dich bitte mal einigen? ???

8)

;D

jedenfalls ist es keine lorchel.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 29. April 2016, 12:59:11
Die von Rath gezeigten hellen sind Speisemorcheln die anderen vermutlich Spitzmorcheln, wo ist das Problem?
Beide schmecken sehr gut.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schneerose100 am 29. April 2016, 13:15:25
Für mich ist wichtig, Morchel :D und keine Lorchel.

Die Gezeigten  sind in unserer Wiese gewachsen, da ist weit und breit kein Rindenmulch.

Wenn jemand Spitzmorchel kauft, so sind diese teurer als die Speisemorchel!

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 29. April 2016, 13:22:54
die spitzmorchel ist auch leichter, da braucht man viel mehr für 1kg
die hellen wachsen bei uns auch am bachufer am wiesenrand, die dunklen im laubwald
es gibt bei uns auch noch kleinere die käppchenmorchel, finde diese hat weniger geschmack
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: fars am 29. April 2016, 13:28:40
Besonders gut in Sahnesoße zu Kalbsbraten!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: kasi † am 29. April 2016, 13:40:18
Morchel ganz sicher. Wenn der Hutrand am Stiel angewachsen ist könnte das der Spitzmorchel sein.
Vorsicht! Das stimmi nicht. Dann ist es eine Lorchel. Ein Zeichen für die Morchel ist, wenn der Hut fast glockenartig übergestülpt ist. Ein anscheinend angewachsener Hut ist ein Erkennungszeichen für die Lorchel und die ist giftig
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: kasi † am 29. April 2016, 13:42:00
https://www.google.at/search?q=braune+spitzmorchel&biw=1287&bih=721&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwi2lam20rPMAhXLB8AKHVCGAgAQsAQIGg

Wir haben von den Hellen vor 14 Tg. 53 Stk. geerntet! Lecker waren sie!! ;)

Das sind ja auch Morcheln
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 29. April 2016, 13:58:47
ach verflixt, ich meinte, auch das erste foto sei von rath gewesen, sorry. :-[
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 29. April 2016, 14:00:50
Noch eins

@ kasi, lass das doch mal. oder willst du wirklich weiter behaupten, die unter obenstehendem beitrag gezeigten morcheln wären lorcheln?!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schneerose100 am 29. April 2016, 14:01:20
Der Hut von der Morchel ist hohl, Lorchel ist innen gefüllt.



http://www.lorcheln.de/morcheln/
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: kasi † am 29. April 2016, 14:09:20
Ich will nur, dass alle morgen noch Beiträge schreiben können. Definitiv kann man das eh nur beurteilen wenn man den Pilz in den Händen hält. Zu Bildern kann man nur auf Erkennungsunterschiede hinweisen. Der Hinweis mit dem hohlen Hut ist richtig, bei jungen Pilzen aber nicht immer zu erkennen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Deviant Green am 29. April 2016, 19:57:58
RiMuMos....
Rindenmulchmorchel.. Morchella conica (syn. Elata) Varietät.


Ganz sicher!

Vermehren ohne Nährboden (z.B.:Rindenmulch) macht keinen Sinn.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 29. April 2016, 20:04:09
Kasi mit dem angewachsenen Hut hast Du nicht recht. Auch wenn ich Deine Vorsicht verstehen kann.
Lorchel wurden und werden gegessen obwohl sie giftig sind. Sollte man zweimal abkochen und trotzdem sein Testament machen. Sollen aber sehr lecker sein.
Spitzmorchel hat einen angewachsenen Hut http://www.pilzforum.eu/board/thema-morcheln-erkennen
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 29. April 2016, 21:46:03
... Sollte man zweimal abkochen und trotzdem sein Testament machen. Sollen aber sehr lecker sein. ...

:-X ;D

dein herrlich unkonventionell schräger witz mal wieder, gut wenn man den richtig einordnen kann. ;)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 29. April 2016, 22:16:01
Es ist tatsächlich so das der Giftlorchel von Feinschmeckern gesucht und gegessen wird. Er heißt nicht umsonst Gyromitra esculenta der essbare also. 8)
Hat für mich was von den berühmten Fugu Mahlzeiten die in Japan so beliebt sind.
Darum sollte man sicherheitshalber sein Testament machen. Ich bin zwar dafür das jeder das Recht hat sein Leben zu riskieren aber ungewarnt sollte er nicht sein.
Ich probiere so manches Pflänzchen und so manchen Pilz aber da hört es bei mir auf.

Ich habe von einem Vergiftungsfall gelesen, da hat jemand den Lorchel nach einem englischen Rezept empfohlen. Dabei das notwendige zweimalige Abkochen vergessen das die wagemutigen Gourmets schadensmildernd bei Lorcheln empfehlen (kann trotzdem tödlich ausgehen). Im Originalrezept stand allerdings vor der Übersetzung Speisemorchel drin, die man gar nicht abkochen muss. :-X :P
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lerchenzorn am 29. April 2016, 22:30:51
In den 1970er Jahren hatten wir mal eine ganze Schonung voll Frühjahrs-Lorcheln abgeerntet, weil die Dinger so gut ausgesehen haben.
Es kamen dann Leute vorbei, die sie mitnahmen, weil sie die "Märchen" über die Giftigkeit nicht glauben würden. Sie hätten die immer
gegessen und würden das auch weiter tun. Keine Ahnung, wie viele solcher Mahlzeiten sie noch vertilgt haben.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: mentor1010 am 29. April 2016, 22:58:51
Leute...alle von euch gezeigten Pilze sind Morcheln !! AUSNAHMSLOS...aber..eine Verzehrfreigabe gibt es nur von einem PSV der sie sichtet...es kann immer anhand von Bildern zu Verwechselungen kommen..

Und Lorcheln werden gerne in Osteuropa nach zigmaligen abkochen gegessen und sind dort sogar Marktpilze...
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 29. April 2016, 22:59:46
...alle von euch gezeigten Pilze sind Morcheln !! AUSNAHMSLOS... ...

waren da nicht lorchelbilder hinter irgendwelchen links?

ansonsten: hört bitte auf damit, im waldgarten sitze ich demnächst an der quelle – was die frühjahrslorchel angeht. :o 8) ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lerchenzorn am 29. April 2016, 23:00:59
... schon klar, dass das Morcheln sind.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 30. April 2016, 08:06:15
Hat das  einer der Kenner bestritten? ;) 8)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: kasi † am 30. April 2016, 11:45:46
Kasi mit dem angewachsenen Hut hast Du nicht recht. Auch wenn ich Deine Vorsicht verstehen kann.

Da muß ich Dir rechtgeben, genauso wie der hohle Hut kein Erkennungszeichen ist. Ich habe zwar Morcheln und Lorcheln schon oft gesehen, aber nie mitgenommen. Ich habe die Unterscheidungsmerkmale aus dem Internet und mußte nach Euren Einsprüchen immer wieder nachschauen. Dabei habe ich fest gestellt: die sogenannten "Experten" im Internet widersprechen sich gewaltig. Ich rate allen zur Vorsicht bei solchen Aussagen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lerchenzorn am 30. April 2016, 20:46:54
Man sollte keine Pilze essen, deren man sich selbst nicht völlig sicher ist. Richtig.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 30. April 2016, 21:42:34
Bei mir kommen alle paar Jahre mal ein neuer dazu. Bevor ich richtig teste vergehen mehrere Jahre. Die Morcheln sind dieses Jahr dran.

Letztes Jahr war es der violettstielige Rötelritterling. Den beobachte ich schon wenigstens 20 Jahre.
Die Morcheln noch länger aber da habe ich mich auch noch nie dran gewagt.

Jetzt hatte ich das Glück einen Biologen kennenzulernen der das beruflich macht. Der hat mir die Sicherheit gegeben mal doch die paar die ich im Garten eines Freundes gefunden habe zu essen.


Momentan trocknen sie noch. Am besten lässt man sich von einem vertrauenswürdigen Pilzkenner einführen. Das mit dem vertrauenswürdig ist das schwierigste.
Ein Mikroskop und ein geschultes Auge finde ich schon wichtig, dabei kann man auch leichter feststellen ob jemand sich auskennt.

 Netzbestimmungen gehen schon gar nicht. Ich halte mich aber schon für ein wenig wagemutig, also seid vorsichtiger als ich.

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 01. Mai 2016, 09:55:00
no risk no fun ;)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: moreno am 01. Mai 2016, 11:08:06
Seien Sie vorsichtig mit der möglichen Verwechslung mit der Gattung 'Gyromitra'
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 01. Mai 2016, 11:21:02
darum ging die ganze diskussion. ;) ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: moreno am 01. Mai 2016, 11:27:15
sorry :P
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 01. Mai 2016, 11:52:11
doppelt hält besser! :D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 01. Mai 2016, 12:31:41
Kann man nicht zu oft sagen. Danke
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 01. Mai 2016, 17:20:55
in echt sind sie kaum zu verwechseln wenn man mit offenen augen durch den wald geht,den der eine hat eher bienenwaben ähnliche hüte , die lorchel eher wie gehirnwindungen
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Amur am 02. Mai 2016, 06:59:31
Also Morcheln sehen aus wie ein Schwamm und Lorcheln wie ein Hirn.
D. h. Morcheln haben vertiefungen mit schmalen Stegen, während Lorcheln schmale Nuten zwischen den Erhöhungne haben.
Ein Lorchelhut ist quasi der Negativabdruck eines Morchelhuts. Von daher finde ich die Unterscheidung nicht so schwierig.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 02. Mai 2016, 07:22:10
Schön ausgedrückt.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lerchenzorn am 02. Mai 2016, 07:31:17
.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 02. Mai 2016, 09:24:04
Also Morcheln sehen aus wie ein Schwamm und Lorcheln wie ein Hirn.
D. h. Morcheln haben vertiefungen mit schmalen Stegen, während Lorcheln schmale Nuten zwischen den Erhöhungne haben.
Ein Lorchelhut ist quasi der Negativabdruck eines Morchelhuts. Von daher finde ich die Unterscheidung nicht so schwierig.
schön ausgedrückt wie axel schrieb, bis auf den letzten satz
die lorchel hat windungen(wie hirn) während die morchel eher wie mit dem lineal gezeichnet ist
so nun aber genug ;)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bumblebee am 02. Mai 2016, 11:56:56
Lorchel und Morchel... ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Wühlmaus am 02. Mai 2016, 13:56:51
Eben ging ich durch den Garten und fand zu meiner großen Freude und Überraschung dieses eine Exemplar :D
Den ganzen Beschreibungen nach ist es wohl eine essbare Morchel. Ihre Optik erinnert mich allerdings eher an Rinderpansen als an Bienenwaben :-X
Darf ich davon ausgehen,  dass sie standorttreu ist und sich ev gar vermehrt?  Da sie nicht mehr ganz taufrisch scheint,  darf sie stehen bleiben.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Wühlmaus am 02. Mai 2016, 13:59:46


Das ist sie 8)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lord waldemoor am 02. Mai 2016, 14:18:00
ja super ist eine, aber wirklich nichtmehr frisch
das kann man nicht sagen ob dort wieder welche kommen, leider
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: kasi † am 02. Mai 2016, 14:51:18
Wir hatten vor ein paar Jahren eine ganze Reihe an verschiedenen Standorten in der Kolonie. Danach nie wieder. Vielleicht hat sie jemand gegessen bevor sie sich vermehren konnten. Ist aber keiner gestorben, müssen also, wie Deine, Morcheln gewesen sein.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Deviant Green am 02. Mai 2016, 21:13:13
Ebenso m. conica, auch wenn da die Spitze weggefressen wurde. Vermehrung - vielleicht...
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Wühlmaus am 02. Mai 2016, 21:41:33
Dann werde ich mich überraschen lassen. Auf jeden Fall freut es mich sehr. Morgen soll es ev ein wenig regnen. Vielleicht gibt es dann nochmal die eine oder andere "Frucht".

@ Deviant Green
Da hat wohl niemand dran gefressen. Das werde ich beim letzten Rasenmähen (vor der Kältewelle) gewesen sein, als ich dem Bärlauch etwas Einhalt gebieten wollte :-[

Edit: Die abgeschnittenen Stiele stammen vom B..
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: b-hoernchen am 18. September 2017, 19:21:32
Heute auf Rindenmulch wachsend gefunden:

Erste Aufnahme mit Blitz:
(https://picload.org/thumbnail/dgdidgrw/img_4381.jpg)

dann ohne Blitz:
(https://picload.org/thumbnail/dgdidgcl/img_4383.jpg)
die Lamellen sind weiß, vielleicht sichtbar an dem kleinen Pilz oben rechts der Mitte.

(https://picload.org/thumbnail/dgdidgiw/img_4384.jpg)

Der Pilz riecht sehr stark, eigentlich nicht angenehm. Ein "Stinkschirmling" vielleicht?

Weiß jemand bitte Bescheid - und giftig oder nicht? Ich nehme an giftig! Oder?

LG b-hoernchen
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: erhama am 18. September 2017, 19:58:18
b-Hörnchen, ich denke bei Deinem Pilz an Waldchampignon (Agaricus silvaticus) oder Riesen-Champignon (Agarius augustus), die wären beide essbar. Verfärbt sich das Fleisch? 

Ohne Gewähr!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 18. September 2017, 20:05:15
Heute auf Rindenmulch wachsend gefunden:


die Lamellen sind weiß, vielleicht sichtbar an dem kleinen Pilz oben rechts der Mitte.

Der Pilz riecht sehr stark, eigentlich nicht angenehm. Ein "Stinkschirmling" vielleicht?

Sicher kein Champignon!

Auf keinen Fall essen!

Ich denke, mit einer Art Schirmling oder naher Verwandtschaft liegst du richtig. Ich kenne mich da nicht so gut aus, weiß aber, dass es in der Gruppe auch einige sehr giftige Vertreter gibt, die auch in Parks und Gärten vorkommen können.


P.S. Es könnte ein Büscheliger Egerlingsschirmpilz (Leucoagaricus americanus) sein: http://www.pilzbestimmer.de/Detailed/11199.html.
Auch ohne Gewähr! Eine sichere Pilzbestimmung per Foto am Computer ist nicht möglich.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: manhartsberg am 18. September 2017, 20:12:32
wenn die lamellen weiß sind ist es sicher kein champignon. würde ich nicht essen...  ;D

...ist ein knallpilz  8)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 18. September 2017, 20:34:08
hallimasch ist ausgeschlossen? :-\
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: manhartsberg am 18. September 2017, 20:39:35
hallimasch ist ausgeschlossen? :-\

für immer & ewig
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: b-hoernchen am 18. September 2017, 23:41:56
Hallimasch? Nur über meine Leiche... !
Ich denke sehr an einen Schirmling - und da gäbe es neben den giftigen, sogar sehr giftigen, auch essbare wie den Parasol. Aber die auseinanderzukennen, puuuh, da müsste man echter Experte sein!
Allein der Geruch meiner Exemplare war im Hause doch abschreckend... .
Ich habe sie mittlerweile entsorgt.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Rib-isel am 19. September 2017, 00:03:24
Mach bitte ein Bild vom Querschnitt des pilzes, damit man sieht, wie die Lamellen am Stiel sitzen. Daneben kannst du einen Hut auf einem Blatt Papier legen, damit man die Sporenfarbe sieht.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Amur am 19. September 2017, 06:50:52
Wenn der Stiel rot wird bei Verletzungen ganz normaler Waldegerling. Aber über Bildschirm eben nicht sicher bestimmbar. Aber m. e. eher als Leucoagaricus. Aber eben doch lieber nicht in den Kochtopf tun....

Zur Zeit ist ja der Wald voll. Voll mit Pilzsammlern und mit Pilzen. Wir hatten am Sonntagmorgen innerhalb von 45 Minuten den Korb randvoll mit jungen Maronen und Goldröhrlingen. Gerade Goldröhrlinge gabs bei uns in einer Menge die ich in meinen doch 4 Jahrzehnten Pilzsammeln noch nicht erlebt hab.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 23. September 2017, 19:33:00
Meine Nachbarin hat unter ihrem Haselnussstrauch jede Menge von diesen Pilzen

wir haben erst auf einen Milchbrätling getippt, jetzt meinen wir aber eher, das es ein Scharfer Hasel-Milchling ist. Milchbrätling wäre besser gewesen  :P
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 23. September 2017, 19:33:55
und von unten
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Natternkopf am 23. September 2017, 21:01:10
Pilze sind schön.
Fusspilz weniger. 🎃
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 23. September 2017, 21:28:19
Das ist nicht wirklich hilfreich Natti  ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 20:21:07
Bei Milchlingen ist es schwierig, einige sind bitter und ungenießbar.

Ich würde sie vorsichtshalber stehen lassen, die Unterschiede sind nur von Spezialisten zu erkennen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: manhartsberg am 24. September 2017, 20:27:14
ich weiß zwr nicht was es ist aber von einem milchbrätling ist er meilenweit entfernt  :-\
mein schwammerlbücher sind alle auf land, kann morgen nachschauen
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 24. September 2017, 20:39:10
ja, wir lassen sie auch stehen  :D

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: kasi † am 24. September 2017, 21:23:16
Ich tippe ???
Warum habe ich meinen Beitrag gestrichen ? Meine Antwort galt einem anderen Pilz. Wir haben hieranscheinend mehrere Threads zu Pilzfragen. Ich hatte vorher eine Anfrage mit drei Bildern gesehen mit kugeligen Hut gesehen und war der Meinung, das wäre in diesem Thread. Jetzt bin ich auf der Suche.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 24. September 2017, 21:33:55
also, das es eine Art von Milchling ist, da sind wir uns sicher. Es tritt nämlich wirklich viel "Milch" aus. sieht man auch auf dem Bild
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 24. September 2017, 21:41:43
Ich tippe eher auf einen Täubling. Aber da gibt es soviele Arten und manche sind durchaus unbekömmlich und ich würde nicht ausprobieren wollen ob es ein schmackhafter Speisetäubling ist.
Ne, Täublinge und Milchlinge trennen sich in allen Bestimmungsschlüsseln bei der Frage, ob Milch austritt oder nicht. Also eindeutig ein Milchling. Ob bitter oder nicht, lässt sich auch am rohen Objekt testen, indem man ein winziges Stück knabbert. Oft wird ja nach dem Geschmack gefragt. Wenn's bitter ist, spuckt ihr das ganz schnell wieder aus.
Eine Pilzpfanne würde ich aber trotzdem nicht daraus zubereiten, aber rein interessehalber mal bei einer Pilzberatungsstelle nachfragen
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 24. September 2017, 21:49:26
hab gerade mal nachgeguckt: in meinem Pilzbuch steht, dass man den Milchbrätling u.a. an seinem aufdringlich heringsartigem Geruch erkennt. Das müsstest du doch eigentlich beurteilen können, bienchen  ;D

Pilzforumsanmeldung würde ich knicken. Hab ich vor einigen Jahren mal gemacht und wurde sofort angepflaumt, dass, wenn ich netzstieligen von flockenstieligem Hexenröhrling nicht unterscheiden könne, könnte ich auch gleich von der Brücke springen (dabei wollte ich die gar nicht essen)  :o
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 24. September 2017, 21:53:26
Man kann beide essen, sollte sie aber 20 min kochen (Auskunft eines Fachmannes auf meine Hexenröhrlingsfrage). Sie sind "live" gut zu unterscheiden.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 21:59:18
...könnte ich auch gleich von der Brücke springen (dabei wollte ich die gar nicht essen)  :o

Ja, ist mir auch so ergangen.

Mich interessieren eben auch alle Pilze. Allein schon, weil ich sie fotografiere und auf diese Weise "sammle"  ;)

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bienchen99 am 24. September 2017, 21:59:19
wir haben dran geschnüffelt und der roch eindeutig nicht nach Fisch  :)

Deshalb hatten wir den Milchbrätling dann auch ausgeschlossen und uns für den Scharfen Haselmilchling entschieden, vorallem, weil der Pilz halt auch unter einem riesigen Haselnussstrauch stand
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 24. September 2017, 21:59:56
ja, ich kann sie mittlerweile gut unterscheiden und esse auch beide, wenn ich sie denn mal finde (gestern eine Flocke  :D)
Nur dieses Pilzforum war bei dem Erkenntnisgewinn nicht hilfreich  :P
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 24. September 2017, 22:03:06
Vor Jahren war in München im botanischen Garten eine Pilzausstellung. Da in Büchern abwechselnd der eine und der andere je als eßbar bzw giftig beschrieben wurde, wollte ich Aufklärung. Beide finde ich leider sehr selten. Aufgrund der Tatsache, daß empfindliche Personen Verdauungsstörungen bekommen können, dürfen Hexenröhrlinge nicht mehr gehandelt werden und sollen eben lange gekocht werden.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 22:04:02
à propos Hasel.

Im Rathauspark Walkenried steht ein Baum, Wuchsform wie ein Ahorn und der hat seltsam aussehende Haselnüsse.
War wohl was ausländisches, da dort auch eine Sequoia und andere Exoten stehen. 
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 24. September 2017, 22:04:33
Deshalb hatten wir den Milchbrätling dann auch ausgeschlossen und uns für den Scharfen Haselmilchling entschieden, vorallem, weil der Pilz halt auch unter einem riesigen Haselnussstrauch stand

Na denn. Ich würde trotzdem ein kleines Stück kosten, ob der wirklich scharf ist, schon aus purer Neugier...

...könnte ich auch gleich von der Brücke springen (dabei wollte ich die gar nicht essen)  :o

Ja, ist mir auch so ergangen.

Mich interessieren eben auch alle Pilze. Allein schon, weil ich sie fotografiere und auf diese Weise "sammle"  ;)

Genau, ich fotografiere zwar nicht, lerne aber trotzdem immer gerne dazu  :)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 22:04:45
Vor Jahren war in München im botanischen Garten eine Pilzausstellung. Da in Büchern abwechselnd der eine und der andere je als eßbar bzw giftig beschrieben wurde, wollte ich Aufklärung. Beide finde ich leider sehr selten. Aufgrund der Tatsache, daß empfindliche Personen Verdauungsstörungen bekommen können, dürfen Hexenröhrlinge nicht mehr gehandelt werden und sollen eben lange gekocht werden.

Ich kenne sie auch nur als absolut nicht eßbar.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2017, 22:08:35
à propos Hasel.

Im Rathauspark Walkenried steht ein Baum, Wuchsform wie ein Ahorn und der hat seltsam aussehende Haselnüsse.
War wohl was ausländisches, da dort auch eine Sequoia und andere Exoten stehen.

???
Türkische Baumhasel?
Amberbaum?
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2017, 22:10:09
Man kann beide essen, sollte sie aber 20 min kochen (Auskunft eines Fachmannes auf meine Hexenröhrlingsfrage). Sie sind "live" gut zu unterscheiden.

Flockenstielige H. esse ich seit Jahrzehnten so gebraten wie andere Pilze auch.
Netzstielige habe ich bislang noch zu wenige gefunden.

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 22:10:11
Bristle, ich mach gleich ein Foto, Blatt und Nuß habe ich mitgenommen.

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 24. September 2017, 22:11:31
ich habe festgestellt, dass in französischen Pilzbüchern viel mehr Pilze als essbar gelten als bei uns.
Aber es soll ja auch regionale Unterschiede geben. Ich habe mal gelesen, dass sich ganze italienische Familien in D an grünen (?) Knollenblätterpilzen vergiftet haben, weil die in Sizilien ungiftig sind. Weiß aber gerade nicht, ob das eine urban legend ist.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2017, 22:13:13
ich habe festgestellt, dass in französischen Pilzbüchern viel mehr Pilze als essbar gelten als bei uns.
Aber es soll ja auch regionale Unterschiede geben. Ich habe mal gelesen, dass sich ganze italienische Familien in D an grünen (?) Knollenblätterpilzen vergiftet haben, weil die in Sizilien ungiftig sind. Weiß aber gerade nicht, ob das eine urban legend ist.

Ja. Ist es.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 24. September 2017, 22:13:24
Das stimmt. Wie ich ein Kind war wurden speziell die Griechen (?) gewarnt, dort gibt es wohl "eßbare" Knollenblätterpilze.

Ok, vielleicht wars auch nur eine südeuropäische Verwechslung.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 22:16:49
 ;)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: thuja thujon am 24. September 2017, 22:17:30
Baumhasel, ein beliebeter Stadtbaum (öffentliches Grün).
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2017, 22:18:47
Es gibt essbare Vertreter der Gattung Amanita, z. B. Amanita strobiliformis. Der ist bei uns sehr selten, im Süden häufiger.
Sehr schmackhafter und ergiebiger Speisepilz. Hab ihn einmal gefunden und gegessen.

Den kann man mit Weißen Knollenblätterpilzen verwechseln - was fatale Folgen hat.

Essbare Knollenblätterpilze gibt es nicht - Weiße und der Grüne sind lebensgefährlich giftig, der Gelbe ist schwach giftig bis ungenießbar - aber essbar ist keiner. Nirgendwo.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2017, 22:19:21
Siehe #125.
Baumhasel.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 22:19:29
Verwechslung.

Erinnert mich an einen Fall, wo Anischampignongs und Bitterlinge vorkamen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 22:20:38
Danke, Bristle.  ;)

Kannte ich nicht.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Wühlmaus am 24. September 2017, 22:33:12
Hier wachsen/stehen derzeit wunderbare Exemplare des Beutel-Stäublings (Lycoperdon excipuliforme) im Vorgarten. Für mich war eigentlich klar,  dass es eine Art Bovist ist. Nachdem ich ihn bestimmt habe,  weiß ich,  dass dieser Pilz zur Familie der Champignonartigen gehört :o Er bildet Sporen nur im HutTeil und nicht im "Fuß" aus.
Leider haben Passanten einige dieser Schönheiten - immerhin 15-20cm hoch - zertreten >:(
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 24. September 2017, 22:36:48
Es gibt essbare Vertreter der Gattung Amanita, z. B. Amanita strobiliformis. Der ist bei uns sehr selten, im Süden häufiger.
Sehr schmackhafter und ergiebiger Speisepilz. Hab ihn einmal gefunden und gegessen.

Den kann man mit Weißen Knollenblätterpilzen verwechseln - was fatale Folgen hat.

Essbare Knollenblätterpilze gibt es nicht - Weiße und der Grüne sind lebensgefährlich giftig, der Gelbe ist schwach giftig bis ungenießbar - aber essbar ist keiner. Nirgendwo.

Danke für die Ausführungen, also alle Amanita, die auf deutsch xy Knollenblätterpilze heißen, sind giftig.

Aber ist das nicht auch eine Frage der (deutschen) Nomenklatur?
Amanita strobiliformis hat, wenn ich das richtig sehe, ja auch so eine Art "Knolle", heißt auf deutsch aber Fransiger Wulstling. Er könnte also auf türkisch genauso "Köstlicher Knollenblätterpilz" heißen und wäre damit im türkischen Sprachgesbrauch ein essbarer Knollenblätterpilz

Im deutschen heißen unterschiedliche Arten von Amanita aber ganz verschieden, Knollenblätterpilz, Wulstling, Scheidenstreifling, aber wer weiß, ob das in anderen Sprachen auch so ist...
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2017, 22:40:59
Es gibt essbare Vertreter der Gattung Amanita, z. B. Amanita strobiliformis. Der ist bei uns sehr selten, im Süden häufiger.
Sehr schmackhafter und ergiebiger Speisepilz. Hab ihn einmal gefunden und gegessen.

Den kann man mit Weißen Knollenblätterpilzen verwechseln - was fatale Folgen hat.

Essbare Knollenblätterpilze gibt es nicht - Weiße und der Grüne sind lebensgefährlich giftig, der Gelbe ist schwach giftig bis ungenießbar - aber essbar ist keiner. Nirgendwo.

Danke für die Ausführungen, also alle Amanita, die auf deutsch xy Knollenblätterpilze heißen, sind giftig.

Aber ist das nicht auch eine Frage der (deutschen) Nomenklatur?
Amanita strobiliformis hat, wenn ich das richtig sehe, ja auch so eine Art "Knolle", heißt auf deutsch aber Fransiger Wulstling. Er könnte also auf türkisch genauso "Köstlicher Knollenblätterpilz" heißen und wäre damit im türkischen Sprachgesbrauch ein essbarer Knollenblätterpilz

Im deutschen heißen unterschiedliche Arten von Amanita aber ganz verschieden, Knollenblätterpilz, Wulstling, Scheidenstreifling, aber wer weiß, ob das in anderen Sprachen auch so ist...

Krieg's raus!  ;)


Es gab im letzten Jahr in Deutschland mehrere Fälle von Knollenblätterpilzvergiftungen in Deutschland unter Flüchtlingen. Einige Patienten konnten nur durch eine Lebertransplantation gerettet werden.
Die Betroffenen hatten hiesige Knollenblätterpilze gegessen, die sie mit ähnlichen, aber essbaren Arten in ihrer Heimat verwechselt hatten.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 22:49:54
Es gibt essbare Vertreter der Gattung Amanita, z. B. Amanita strobiliformis.

Mei, ist der schön...den muß ich mal suchen.

Dieser gehört auch zur Familie, ist eßbar, aber mMn muß man das nicht tun.
Mir bekommt er nicht.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2017, 22:51:28
Es gibt essbare Vertreter der Gattung Amanita, z. B. Amanita strobiliformis.

Mei, ist der schön...den muß ich mal suchen.

Viel Glück! Hier am Oberrhein ist er sehr selten und tritt nur in warmen Sommern sporadisch in Erscheinung.

Weiter nördlich ...
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: dmks am 24. September 2017, 22:52:10
Regional "sichere" Pilze...
Das hatten wir in Brandenburg schon mal in den 70gern - und mit wachsendem Tourismus auch jetzt wieder mit dem "Sachsentöter"
Der im sächsischen Laubwald häufig vorkommende Perlpilz ist ein lecker Speisepilz - nur sieht er dem in hiesigen Kiefernwäldern wachsenden Pantherpilz (lethal giftig) gefährlich ähnlich!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 22:53:45


Weiter nördlich ...

Ja, ich hatte auf unseren Kalkboden spekuliert. Im Karstgürtel gibt es warme Ecken.
Auf jeden Fall würde ich mich über so einen Fund mächtig freuen und fotografieren.  :)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Dunkleborus am 24. September 2017, 22:54:30
Beim Perlpilz hatte mir der Pilzberater gesagt, ich solle die Huthaut abziehen oder ihn 10 Minuten kochen und das Wasser wegschütten. Hab ich einmal gemacht, war mir danach aber zuviel Aufwand.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 24. September 2017, 23:00:08
Es gibt essbare Vertreter der Gattung Amanita, z. B. Amanita strobiliformis.

Mei, ist der schön...den muß ich mal suchen.

Dieser gehört auch zur Familie, ist eßbar, aber mMn muß man das nicht tun.
Mir bekommt er nicht.

Ich würde mich nicht den trauen, den zu essen.
Auch den Perlpilz nicht. Erst kürzlich hat mir eine Freundin mir erzählt, dass ihr Vater, eigentlich ein erfahrener Pilzsammler, mal beinahe die gesamte Hausgemeinschaft damit vergiftet hatte. Er merkte noch rechtzeitg, dass er Pantherpilze im Haus verteilt hatte und rannte dann ganz aufgeregt herum, um den Leuten nahezulegen, ihre Pilzgerichte wegzuschmeißen...

lese gerade, dmks bestätigt diese Geschichte vom Sachsentöter. Der Herr kam aus Leipzig  ;)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 24. September 2017, 23:02:12
zuviel Aufwand.

Ja.
Wie beim Hallimasch.
Männe mag ihn, ich nicht.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 24. September 2017, 23:17:24
Perl- und Pantherpilz lassen sich gut unterscheiden, wenn man sorgfältig hinguckt.

Ich käme allerdings ohnehin nicht auf die Idee, von anderen Menschen gesammelte Pilze unbesehen zu essen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Amur am 25. September 2017, 06:19:19
So ist es. Der Perlpilz gehört bei uns zu den sehr beliebten Arten. Unbekömmlichkeiten sind mir da noch nie untergekommen. Wenn dann eher weil jemand generell mit Pilzen Probleme hat.

Der graue Wulstling ist da was die Unterscheidung zum Pantherpilz angeht noch eine ganze Nummer kritischer. Den lass ich stehen.

Hexenröhrlinge verwenden wir auch beide Arten völlig gleich.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Ephe am 25. September 2017, 10:28:20


In alten Pilzbüchern ist der Kahle Krempling als beliebter Speisepilz für Mischpilzgerichte aufgeführt. Einige Jahrzehnte später entdeckte man, dass der Pilz im Körper Stoffe anreichert, die bei entsprechender Menge schließlich eine tödliche Reaktion bewirken.
Die Wissenschaft macht Fortschritte, und da im Bereich Pilze leider wenig geforscht wird (qui bono?), sollte man Hinweise wie die auf die Unverträglichkeit von Perlpilz, Hallimasch, Nebelkappe, Schopftintling usw. nicht einfach vom Tisch wischen. Nur weil jemand einen robusten Magen hat, verliert der Pilz seine schlechten Eigenschaften nicht.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Amur am 25. September 2017, 10:38:14
Der Perlpilz wurde auch in den alten Büchern schon als sehr guter Speisepilz bezeichnet, aber er muss gekocht werden.
Analog dazu die Hexenröhrlinge. Roh giftig.
 

Dass es heute Leute gibt die meinen alles roh essen zu müssen und man sie deshalb heute lieber generell als ungeniesbar oder gefährlich führt halte ich für Unfug. 
Dann sind Bohnen demnächst problematisch....

Diverse Tintlinge sind mit Alkohol giftig.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 25. September 2017, 10:50:21
Ja. Der Schopftintling nicht.

Beim Perlpilz ist wohl bis heute nicht klar, ob beschriebene Vergiftungsfälle auf individuelle Unverträglichkeit gegenüber dem Perlpilz selbst, ungenügende Zubereitung (nicht lange genug erhitzt) oder Verwechslungen mit Pantherpilzen zurückzuführen sind. Oder vielleicht auch durch alle drei Ursachen?

Was individuelle Unverträglichkeiten angeht, so dürfte es nicht einfach sein, da eine Grenze hinsichtlich deren Häufigkeit zu ziehen, um einen Pilz als "essbar" oder "meiden" einzustufen.

Ich würde das so handhaben: Nur solche Pilze, die ganz klar und unzweifelhaft und allgemein als Speisepilze bezeichnet werden, dürften/sollten als Marktpilze gehandelt werden.
Und als Pilzsammler gebe ich auch nur solche Pilze an andere ab (wenn ich selbst genug habe, natürlich).

Manch andere Pilze, die ich gut genug kenne, etwa Perlpilze, Hexenröhrlinge und einige wenige andere Röhrlinge,  esse ich selbst und
lade dazu auch Freunde ein, die ich vorher darüber informiere, dass es selten Personen gibt, die diese Pilze nicht vertragen. Wer nicht mag, hält sich an die Bratkartoffeln. 
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 25. September 2017, 12:13:44
In der Amanitagruppe gibt es sogar einen als besonders schmackhaft eingestuften, den Kaiserling. Amanita caesarea.
Ich hatte das Vergnügen ihn zusammen mit dem Vater meiner Nichte in Italien zu sammeln und danach zu essen.

Hier ist er auch sehr selten und geschützt.

Im Moment bin ich scharf auf den violettstieligen Rötelritterling. Dafür lasse ich selbst Steinpilze  stehen.
Dieser hat noch den Vorteil das er in meinem kleinen Hausgärtchen wächst. Im Wald eher an Wegrändern oder ehemaligen Holzlagerplätzen. Er hat noch den Vorteil das ihn nicht jeder mitnimmt, Maden sind auch bei mir noch nie drin gewesen.
Der intenisve Geschmack meiner Vorkommen und die noch nicht auffindbaren Maden entsprechen nicht der Beschreibung bei Wiki.
Dieser Pilz soll auch gelegentlich allergische Reaktionen auslösen können. Wenn der Sporenabdruck oder der Stiel rostfarben überhaucht ist, handelt es sich um  giftige Verwechslungsarten, die allerdings beide widerlich riechen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Ephe am 25. September 2017, 20:16:28
Ja. Der Schopftintling nicht...

Leider kann auch der Schopftintling für das Coprinus-Syndrom herhalten. Es kommt nur auf die Menge der verzehrten Pilze und des konsumierten Alkohols, sowie auf die Empfindlichkeit der Person an, die beides zusammen genießt.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 25. September 2017, 22:48:46
Hast du eine quelle, wo untersuchungen dazu bzw. zum copringehalt vom Schopftintling stehen?
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Ephe am 26. September 2017, 09:45:49
Es gibt diverse glaubwürdige Quellen im Netz. Das Thema wird kontrovers diskutiert, und so lange die Möglichkeit einer Vergiftung besteht, würde ich nicht behaupten wollen, dass der Schopftintling harmlos ist. Jedenfalls nicht in Kombination mit Alkohol. Interessant war die Fundstelle, dass Menschen mit ständigem erhöhten Alkonholkonsum nicht so stark vom Coprinus-Syndrom befallen werden. Da hat die Sauferei einen Vorteil.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 26. September 2017, 10:00:09
Das dürfte unter anderem damit zusammenhängen, dass ein nennenswerter Anteil des Alkoholabbaus bei fortgesetztem Alkoholkonsum über einen anderen Stoffwechselweg als den üblichen erfolgt, und bei dem entsteht - anders als beim üblichen Weg - kein Acetaldehyd, dessen Abbau durch Coprin gehemmt wird - was zum Kater führt oder beiträgt.

Was ich bislang an Quellen im Netz gefunden habe, scheint mir nicht hinreichend sicher zu belegen, dass Schopftintlinge tatsächlich ein Coprin- bzw. Antabussyndrom auslösen können. Ich werd aber bei zukünftigen Mahlzeiten Gäste darauf hinweisen, dass es nicht absolut auszuschließen ist und sie den Wein oder Bier dazu auf eigene Gefahr hin trinken.

P.S. Hab' gerade mal in Medline, Toxnet, Google Scholar, Giftdatenbanken und allgemein im Internet recherchiert und keinen einzigen belastbaren Beleg dafür gefunden, dass Schopftintlinge Coprin enthalten. Auch die Suche nach "Coprinus comatus toxicity" oder "Poisoning Coprinus comatus" bringt keinen Hinweis auf eine entsprechende Giftigkeit.


Ich vermute, bei Fallberichten über Unverträglichkeiten von Schopftintlingen und Alkoholkonsum handelt es sich eher um Fälle, in denen der Alkoholkonsum per se zu Katererscheinungen führte oder/und um Fälle, in denen die Schopftintlinge mit Faltentintlingen vermischt waren.

Nicht für ein Vorkommen von Coprin im Schopftintling spricht außerdem, dass dieser nach neueren molekularbiologischen Untersuchungen mit dem Faltentintling gar nicht näher verwandt ist - siehe dazu der englische Wikipediabeitrag:

"Molecular phylogenetic investigation found that Coprinus comatus was only a distant relative of the other members of Coprinus, and was closer to genera in the Agaricaceae."
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Ephe am 27. September 2017, 08:02:03
Ich lasse mich gerne überzeugen. Der Schopftintling gehört zu meinen Lieblingspilzen, nicht zuletzt deshalb: "Eine Besonderheit des Pilzes ist seine Fähigkeit Nematoden (Fadenwürmer) verdauen zu können. Er bildet Fangorgane aus, mit deren Hilfe er den Nematoden ein Toxin injizieren kann, das sie lähmt. Sie werden dann von der Myzel (Wurzelgeflecht des Pilzes) des Coprinus Comatus durchwachsen und innerhalb weniger Tage verdaut. " (hier)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Amur am 27. September 2017, 11:30:16
Schopftintlingen misstraue ich weniger wegen irgendwelchen enthaltenen Giften vom Pilz selber sondern vor allem weil die ja auf Aufschüttungen wachsen. Sprich auch gerne ehemaligen Müllhalden oder -ablagerungen. Und wenn ich da ned weiß was da drunter ist, dann lass ich den schön stehen. Wir haben schon etliche gegessen von uns bekannten Stellen deren Auffüllungsmaterial uns bekannt war und keine Probleme gehabt.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 27. September 2017, 11:54:01
Ja, Schopftintlinge können Schwermetalle wie Quecksilber und Cadmium aufnehmen. Es gibt sogar Versuche, ob man die nicht dazu nutzen könnte, um Schwermetalle oder schwer abbaubare Pestiziden aus solcherart belasteten Böden zu holen.

Aber auch andere Pilze können höhere Schwermetallgehalte aufweisen, außerdem enthalten manche, insbesondere Maronen und deren Verwandte, immer noch radioaktives Cäsium, dass durch Tschernobyl europaweit in die Luft geblasen wurde und sich in Böden ablagerte.

Da wir selbst gesammelte Pilze oder generell Wildpilze nur an wenigen Tagen im Jahr essen, zerbreche ich mir über die dadurch erfolgende Zusatzbelastung aber nicht weiter den Kopf.

Pilze von der Müllhalde würde ich allerdings auch nicht essen. Schopftintlinge vom Friedhofsrasen hingegen schon.
 
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: zwerggarten am 27. September 2017, 21:57:19
auch ein weg, den lieben verblichenen ganz besonders nah zu sein. :-X ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Ephe am 28. September 2017, 10:16:12
Verkürzter Kreislauf, wenn man den falschen Pilz erwischt, sogar extrem beschleunigt. Ich war gestern auf dem Friedhof und habe Unmengen von eßbaren Pilzen gesehen. Dennoch war mir irgendwie nicht danach... Wald ist doch noch eine Nummer anders.

Nachtrag: "Schopftintling... Jung eßbar. Mit Alkohol schwach giftig." aus Roger Phillips, Das Kosmosbuch der Pilze, Stuttgart 1982.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 28. September 2017, 10:42:24
Ja. Aber schon in "Giftpilze" von Frohne und Pfänder 1986 heißt es, dass Schopftintlinge kein Coprin enthalten. Später wurde dann erneut geschrieben, dass Coprin im Schopftintling vorkäme, die Untersuchung wurde aber nicht publiziert. In neuerer Zeit (die letzten 20 Jahre) findet sich dann kein Hinweis mehr darauf - siehe oben.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Ephe am 28. September 2017, 21:22:03
Wahrscheinlich wieder so ein Fliegenpilzding - hier giftig, dort nicht oder so...  ::)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 30. September 2017, 18:11:00
Ich fand heute dieses seltsame, äh, Ding im Garten. Was mag das sein?
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 30. September 2017, 18:12:08
ach ja, der Pilz wächst aus einem sehr alten Holunder
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 30. September 2017, 18:14:15
Ich tippe auf einen Seitling (Pleurotus spec.). welche Art, weiß ich nicht.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldmeisterin am 30. September 2017, 18:28:23
Danke!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Dunkleborus am 05. Oktober 2017, 00:08:14
Das dürfte unter anderem damit zusammenhängen, dass ein nennenswerter Anteil des Alkoholabbaus bei fortgesetztem Alkoholkonsum über einen anderen Stoffwechselweg als den üblichen erfolgt, und bei dem entsteht - anders als beim üblichen Weg - kein Acetaldehyd, dessen Abbau durch Coprin gehemmt wird - was zum Kater führt oder beiträgt.

Was ich bislang an Quellen im Netz gefunden habe, scheint mir nicht hinreichend sicher zu belegen, dass Schopftintlinge tatsächlich ein Coprin- bzw. Antabussyndrom auslösen können. Ich werd aber bei zukünftigen Mahlzeiten Gäste darauf hinweisen, dass es nicht absolut auszuschließen ist und sie den Wein oder Bier dazu auf eigene Gefahr hin trinken.

P.S. Hab' gerade mal in Medline, Toxnet, Google Scholar, Giftdatenbanken und allgemein im Internet recherchiert und keinen einzigen belastbaren Beleg dafür gefunden, dass Schopftintlinge Coprin enthalten. Auch die Suche nach "Coprinus comatus toxicity" oder "Poisoning Coprinus comatus" bringt keinen Hinweis auf eine entsprechende Giftigkeit.


Ich vermute, bei Fallberichten über Unverträglichkeiten von Schopftintlingen und Alkoholkonsum handelt es sich eher um Fälle, in denen der Alkoholkonsum per se zu Katererscheinungen führte oder/und um Fälle, in denen die Schopftintlinge mit Faltentintlingen vermischt waren.

Nicht für ein Vorkommen von Coprin im Schopftintling spricht außerdem, dass dieser nach neueren molekularbiologischen Untersuchungen mit dem Faltentintling gar nicht näher verwandt ist - siehe dazu der englische Wikipediabeitrag:

"Molecular phylogenetic investigation found that Coprinus comatus was only a distant relative of the other members of Coprinus, and was closer to genera in the Agaricaceae."

Hier hat heute abend ein Selbstversuch stattgefunden: Kleines Bier, grössere Menge Schopftintlinge mit nochmal kleinem Bier, gefolgt von einer hypochondrisch durchwaberten Stunde, die an frühadoleszente Aktionen erinnerte (Merkst du schon was? Ich spür nix... oder etwa doch...?)., gefolgt von einigen Gläsern Wein. Bio, immerhin.
Fazit: LAP liegt besinnungslos auf dem Sofa, ich hab graue Haare, und die Küche ist nicht aufgeräumt.
Wie immer.

 ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Ephe am 05. Oktober 2017, 10:46:53
Wie gesagt: "Interessant war die Fundstelle, dass Menschen mit ständigem erhöhten Alkonholkonsum nicht so stark vom Coprinus-Syndrom befallen werden." Also wie immer.  ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: bristlecone am 05. Oktober 2017, 10:50:07
nicht so stark vom Coprinus-Syndrom befallen

Die waren aber offenbar gar nicht befallen, also jedenfalls nicht von diesem Syndrom. Zu anderen Befällen äußere ich mich nicht.  8)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Dunkleborus am 05. Oktober 2017, 12:34:05
Wie gesagt: "Interessant war die Fundstelle, dass Menschen mit ständigem erhöhten Alkonholkonsum nicht so stark vom Coprinus-Syndrom befallen werden." Also wie immer.  ;D

Pffft... Lebertraining!

Im Ernst: Keine Spur eines Syndroms, dabei hatte ich im Dienst der Wissenschaft vier Gläser Wein eingenommen.
Nein, nicht wie immer.  ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: martina 2 am 08. Oktober 2017, 18:21:34
Ja, Schopftintlinge können Schwermetalle wie Quecksilber und Cadmium aufnehmen. Es gibt sogar Versuche, ob man die nicht dazu nutzen könnte, um Schwermetalle oder schwer abbaubare Pestiziden aus solcherart belasteten Böden zu holen.

Aber auch andere Pilze können höhere Schwermetallgehalte aufweisen, außerdem enthalten manche, insbesondere Maronen und deren Verwandte, immer noch radioaktives Cäsium, dass durch Tschernobyl europaweit in die Luft geblasen wurde und sich in Böden ablagerte.

Da wir selbst gesammelte Pilze oder generell Wildpilze nur an wenigen Tagen im Jahr essen, zerbreche ich mir über die dadurch erfolgende Zusatzbelastung aber nicht weiter den Kopf.

Pilze von der Müllhalde würde ich allerdings auch nicht essen. Schopftintlinge vom Friedhofsrasen hingegen schon.

Zur Belastung von Maronen wurde grade hier was gesagt.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 16. November 2019, 15:21:27
 ???

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 16. November 2019, 15:27:05
Einer der Becherlinge.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 16. November 2019, 15:33:25
Was ich mich schon lange frage ist, ob die Schwermetalle und andere Stoffe (positiv wie negativ)auch in wensentlichen Anteilen von uns aufgenommen werden können?
 
Die Verdaulichkeit der Pilzinhaltsstoffe sollte doch durch die Chitinstruktur des Pilzgewebes stark eingeschränkt sein, oder täusche ich mich da?
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 16. November 2019, 15:50:59
Danke :)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Rib-isel am 16. November 2019, 16:03:21
Hier, ich habe auch einen: Bild wurde am 23.08 aufgenommen. Aber ich denke er gehört eher zu den einfacheren Kandidaten.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Sternrenette am 16. November 2019, 16:04:53
Der ist auch hübsch :D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: KaVa am 16. November 2019, 20:54:19
Ein Risspilz wahrscheinlich.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Starking007 am 17. November 2019, 20:36:18
Was ich mich schon lange frage ist, ob die Schwermetalle und andere Stoffe (positiv wie negativ)auch in wensentlichen Anteilen von uns aufgenommen werden können?
 Die Verdaulichkeit der Pilzinhaltsstoffe sollte doch durch die Chitinstruktur des Pilzgewebes stark eingeschränkt sein, oder täusche ich mich da?

Das spielt in unserem Alter doch gar keine Rolle mehr..................
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Starking007 am 17. November 2019, 20:39:45
Hier, ich habe auch einen: Bild wurde am 23.08 aufgenommen. Aber ich denke er gehört eher zu den einfacheren Kandidaten.

Der Ziegerote Risspilz ist einfach zu bestimmen:
Verzehrt man 40 bis 500 Gramm, je nach Inhaltsstoffen,
und ist danach tot, war es einer....................
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Dunkleborus am 17. November 2019, 23:32:07
  ;D ;D ;D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bristlecone am 18. November 2019, 08:04:27
Was ich mich schon lange frage ist, ob die Schwermetalle und andere Stoffe (positiv wie negativ)auch in wensentlichen Anteilen von uns aufgenommen werden können?
 Die Verdaulichkeit der Pilzinhaltsstoffe sollte doch durch die Chitinstruktur des Pilzgewebes stark eingeschränkt sein, oder täusche ich mich da?

Das spielt in unserem Alter doch gar keine Rolle mehr..................

 ;D

Das Chitin spielt dabei nicht so eine große Rolle.
Schwermetalle sind oft oder meistens an besondere Proteine gebunden, Stichwort Metallothioneine. Diese Bindung ist sehr fest und führt dazu, dass das betreffende Schwermetall in der lebenden Zelle nur in geringer Konzrntration in aktiver toxischer Form vorliegt. Aber durch Erhitzen, die Magensäure und unsere Verdauungsenzyme können diese Schwermetalle auch wieder freigesetzt werden, wenn die bindenden Proteine zerstört werden.
Es kann auch sein, dass Schwermetalle durch die Bindung an Proteine besser bioverfügbar werden als ohne.
Insgesamt ein komplexes Thema. Ich würde nicht davon ausgehen, dass die Schwermetalle in Pilzen (oder das immer noch vothandene radioaktive Cäsium-137) fest im Pilz gebunden sind.
Aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Wer nur gelegentlich mal Wildpilze isst, hat ein entsprechend sehr geringes Risiko, relevante Mengen Schwermetalle aufzunehmen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Rib-isel am 21. November 2019, 17:20:57
Hier, ich habe auch einen: Bild wurde am 23.08 aufgenommen. Aber ich denke er gehört eher zu den einfacheren Kandidaten.

Der Ziegerote Risspilz ist einfach zu bestimmen:
Verzehrt man 40 bis 500 Gramm, je nach Inhaltsstoffen,
und ist danach tot, war es einer....................

Danke, den Pilz fand ich aber bei einer Tagesreise. Ich merke es mir aber.  :)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Maria-Ell. am 27. Mai 2021, 15:01:49
Kann mir jemand sagen, was für ein merkwürdiger Pilz das ist?

Ich habe ihn heute beim Waldspaziergang gefunden - inmitten von Moos, Feuchtigkeit und Heidelbeersträuchern. Größe etwa meine Handfläche, also rd. 20 cm hoch und 10 - 12 cm breit.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Bristlecone am 27. Mai 2021, 15:07:02
Eine Lorchel (nicht zu verwechseln mit Morcheln).
.
Genauere Bestimmung nach Foto kann ich nicht.
Möglich wäre die Frühlingslorchel. Sehr giftig!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Wühlmaus am 27. Mai 2021, 15:11:46
Warst schneller 8)
Wollte auch eben Frühjahrs-Giftlorchel   schreiben.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Maria-Ell. am 27. Mai 2021, 15:12:38
Dankeschön, Bristlecone und Wühlmaus! :)

Lustig sieht die aus! (Danke auch für die Warnung, aber ich fotografiere nur, für Sammeln kenne ich mich zu wenig aus).
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Wühlmaus am 27. Mai 2021, 15:20:17
Sie sieht auf jeden Fall sehr eindrucksvoll,  ja ein wenig wie ein kleines Gruselwesen aus :)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: partisanengärtner am 28. Mai 2021, 18:40:52
Im Garten unserer Mitbewohner waren vor ein paar Wochen echte Morcheln (einer), dann zwei Wochen später an anderen Stellen reichlich von den giftigen Lorcheln. Allerdings makellose Exemplare, nicht so angefressen wie dieser hier.
Für Schnecken scheint der ja gar nicht giftig zu sein.

Na ja die werden das Sterben an Pilzvergiftung nicht so öffentlich machen. Außerdem weiß man ja nicht was sie sonst noch so gefressen haben. Tollkirschen, Mandragora, Eisenhut und Bilsenkraut fressen sie ja auch sehr gern. Vor allem wenn man diese schönen Gewächse päppeln will.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schnefrin am 30. Dezember 2021, 20:19:42
Ich habe heute (nachdem wir zu Weihnachten Nachttemperaturen bis -15 Grad hatten) an einem Kiefernstubben diese schönen und ganz frisch aussehenden, Pilze gefunden, ohne sichtbare Frostschäden. Was sind das für welche? Sie wuchsen dachziegelartig übereinander, wie eben typische Seitlinge.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schnefrin am 30. Dezember 2021, 20:21:36
Noch einmal von oben. die Pilzhaut ist nicht glatt, fühlt sich eher samtig an, bei genauem Hinsehen erkennt man besonders am Rand kurze weiche, samtähnliche Faserchen.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 30. Dezember 2021, 20:39:06
Vielleicht ein junger Schwefelporling?

EDIT: Nein! der hat keine Lamellen,ich schaue weiter...

Zimtfarbener Weichporling - oder ein Seitling käme in Frage, aber mein Pilzbuch gibt leider nicht mehr her...
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schnefrin am 30. Dezember 2021, 20:46:33
Über den Schwefelporling hatte ich gelesen, dass er an der Unterseite Röhren hat (?), mein Pilz hat aber eindeutig Lamellen.
Und er ist auch eher klein, das Stück hat eine Breite von 6 cm und war schon eins der größeren Exemplare.

Loni, warst schneller...
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: dmks am 30. Dezember 2021, 20:48:48
"falscher Pfifferling"?

ob das der richtige Name ist weiß ich nicht - aber so kenn ich den... :-\
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schnefrin am 30. Dezember 2021, 20:50:52
Der "falsche Pfifferling", den ich kenne, ist aber keiner, der seitlich aus Baumstümpfen wächst... und der wäre sicher nach den letzten Frösten auch Matsch.
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 30. Dezember 2021, 20:57:45
"falscher Pfifferling"?



der hat einen Stiel und wächst am Boden, nicht am Holz ;)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Deviant Green am 30. Dezember 2021, 21:04:37
Bitte vergleiche mit:

Orangeseitling PHYLLOTOPSIS NIDULANS

Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Schnefrin am 30. Dezember 2021, 21:15:59
Der könnte es sein, werde gleich mal genauer nachlesen. Danke.  :D
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: lonicera 66 am 30. Dezember 2021, 21:25:36
Ja, das sieht passend aus. :)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: dmks am 30. Dezember 2021, 21:38:21
jo!
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Waldschrat am 01. Januar 2022, 19:15:22
Die Dinger sah ich heute im Wald (bei den Moosen waren sie doch eher falsch). Der Glibberling (Goldgelber Zitterling ?) ist irgendwie hübsch. Das ein Pilz einen anderen parasitiert, ist interessant.

(https://up.picr.de/42743368bv.jpeg)

(https://up.picr.de/42743369ud.jpeg)

???

(https://up.picr.de/42743372nx.jpeg)
Titel: Re: Welcher Pilz?
Beitrag von: Deviant Green am 21. Februar 2022, 11:15:52
Der zweite fällt in die bei den meisten Pilzsammlern ungeliebte Kategorie "klein und braun". Es handelt sich vermutlich um TUBARIA FURFURACEA.