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Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: kaliz am 09. September 2018, 15:29:43

Titel: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 09. September 2018, 15:29:43
Dieses Wochenende hab ich erstmals Früchte von meiner Akebia quinata geerntet und nachdem die Früchte wohl recht unbekannt sind möchte ich Euch gerne davon berichten.




Die Pflanze an sich ist eine starkwüchsige immergrüne Kletterpflanze mit zarten fünfgliedrigen Blättern die die Pflanze im zeitigen Frühjahr nach und nach durch frische Blätter ersetzt ohne dabei jemals kahl zu werden. Ende April/Anfang Mai gibt es Blüten die je nach Sorte von weiß über zartrosa bis hin zu dunkelviolett sein können. Die Blüten duften intensiv fruchtig-süß. An jeder Pflanze gibt es zwei komplett unterschiedliche Arten von Blüten, männliche und weibliche. Trotzdem sind die Pflanzen selbststeril und benötigen eine zweite Sorte für die Befruchtung. Bei mir im Garten stehen die Sorten Alba und White Chocolate.








Bei erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich aus den lustigen Würsteln in der Mitte der weiblichen Blüten bald kleine Früchte.




Die kleinen Früchtchen wachsen ziemlich flott zu großen Früchten heran.




Bei Reife öffnen sie sich der Länge nach.








Die Früchte lösen sich nur schwer von der Pflanze. Sie bestehen aus einer fleischigen Fruchthülle die eine weiche Fruchtpulpe mit zahlreichen Samen umschließt.
Die Fruchtpulpe ist sehr süß und cremig mit einem Hauch Vanille. Vom Geschmack her erinnert sie mich an Inga edulis, allerdings mit etwas mehr Eigengeschmack. Die zahlreichen Kerne spuckt man am Besten aus nachdem man sie abgelutscht hat. Sie sind sehr ölhaltig und bitter wenn man rein beißt. Angeblich kann man daraus ein gutes Speiseöl pressen.
Ich frage mich ob es geschmacklich Unterschiede zwischen den Sorten gibt. Bei mir sind bis jetzt nur Früchte einer Sorte reif.
Die Fruchthüllen schmecken roh sehr bitter. Man kann sie aber eine halbe Stunde bis Stunde in Wasser einlegen um die Bitterstoffe auszuwaschen und dann anbraten. Sie haben allerdings nicht sonderlich viel Eigengeschmack und die Schale bleibt bitter, also vielleicht vorher noch schälen und gut würzen. Im Internet findet man Rezepte für eine Akebia in Terriyakisauce (war ganz okay, schmeckt aber vermutlich besser wenn man Zucchini statt Akebia nimmt) und Akebia mit Fleischfüllung.
Aus den Blättern der Pflanze kann man angeblich Tee zubereiten. Das hab ich aber noch nicht probiert. Aus den zahlreichen Samen wird empfohlen Keimsprossen zu machen und zu essen. Das muss ich noch probieren.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: NaDeWe am 19. März 2019, 10:25:48
Wir haben die Klettergurke in unsere engere Wahl für dieses Jahr genommen (nach dem Motto: jedes Jahr eine neue Herausforderung), mit Fokus auf Ertrag. Was mich jedoch stört, dass trotz männlicher und weiblicher Blüten eine weitere Befruchtersorte hinzugenommen werden sollte. Ähnlich wie bei der Vitalbeere? Leider haben wir nur wenig Platz zu Verfügung, und es kommt ausschließlich Kübelhaltung in Frage - sozusagen als Anwärter auf einen freien Platz im Minigarten. Aber Platz für zwei davon, das wird schwer ....

Die andere Frage wäre der Geschmack und die damit verbundene Sortenwahl. Gibt es da Präferenzen oder schmecken (und fruchten) alle Sorten gleich (regelmäßig) - passendes Klima vorausgesetzt? Alba, Rosea, Variegata und Silver Bells sowie Shirobana, Purple Rose (die "kleinste"), Kohin Nishiki/Brocade, Lilac Cream und eben die White Chocolate sind im Netz auffindbar, aber ohne tiefergehende Details. Und denen gegenüber stehen die wohl gerade angesagten Akebia trifoliata bzw. Akebia trifoliata 'Big Fruit'. Was können diese Sorten, und was nicht?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 19. März 2019, 18:52:42
Wenig Platz ist schlecht, die Pflanzen sind sehr starkwüchsig. Bei mir teilen sie sich das Gerüst mit Minikiwis und ich muss die Akebias sehr stark in Zaum halten damit sie mir die Minikiwis nicht komplett überwuchern.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Selene10 am 19. März 2019, 19:27:55
Kaliz, interessant was du über die Akebia und ihre Früchte berichtest.
Mir gefallen ihre zarten Blätter, die Blüten, die seltsamen Früchte und ich habe vor kurzem  zwei Pflanzen gekauft - ohne Sortenbezeichnung -, die ich nächste Woche pflanzen will.
Ich hoffe, dass sie nicht sooo stark wächst wie eine Wisteria, erhoffe mir aber schon, dass sie mir im Sommer unter der Pergola Schatten spenden wird.
Wie hoch ist dein Gerüst? Wieviel Platz beanspruchen zwei Pflanzen? Musst du sie ständig anbinden?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: lord waldemoor am 19. März 2019, 19:33:11
kaliz sehr interessant, aber hier sah die frucht anders aus, violett
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 19. März 2019, 19:44:32
Das Gerüst ist glaube ich so um die 3 Meter hoch. Es sind Halbrosenbögen die seitlich an der Gartenhütte montiert sind.
Anbinden muss ich da gar nichts. Die Akebias sind ziemliche Schlingpflanzen die sich selbst um alles herumwinden was sie so finden. Innerhalb von zwei Jahren haben sie nicht nur die volle Höhe sondern auch um die 4 Quadratmeter Fläche an der Oberseite des Gerüsts voll eingenommen. Diesen Winter habe ich sie radikal zurück geschnitten, damit die Minikiwis mehr Platz haben. Sie treiben aber schon wieder freudig aus.

Die Fruchtfarbe ist Sortenabhängig. Ich habe die Sorten Alba und White Chocolate, die cremeweiße bzw. nur zart hellviolett überhauchte Früchte ausbilden. Violette Früchte hätten mir zwar auch gut gefallen, allerdings habe ich gelesen, dass es da Sorten mit Zimt-Geruch/-Geschmack gibt und das wollte ich aufgrund einer starken Zimtallergie auf keinen Fall.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Selene10 am 19. März 2019, 19:52:40
danke für die Infos.  :)
Eine Frage hätte ich noch: wie lange hat es gedauert, bis sich die ersten Früchte gezeigt haben?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 20. März 2019, 20:18:00
Zwei Jahre.
Nach dem ersten Winter hätte es sicher auch schon Früchte gegeben, wenn nicht ein ungewöhnlich später Wintereinbruch im Mai die Blüten erfrieren hätte lassen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Selene10 am 11. April 2019, 04:02:01
In der Gärtnerei im Nachbardorf habe ich vor kurzem zwei Akebia quinata gekauft. Mir fiel zwar auf, dass es keinen Sortennamen gab, war aber froh, überhaupt eine Akebia gefunden zu haben und  habe das Etikett nicht genau angeschaut.
Erst gestern fiel mir auf, dass da steht: "Nicht für den Verzehr geeignet"  :o
Gibt es tatsächlich Akebias, deren Früchte man nicht essen soll?
Ich werde in der Gärtnerei nachfragen, und ärgere mich über meine Unbedachtheit. Bisher habe ich nirgends gelesen, dass es ungenießbare Früchte der Akebia gibt.

Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Bristlecone am 11. April 2019, 07:00:35
Dieser Hinweis steht auch auf den Kücherkräutertöpfen auf dem Wochenmarkt oder aus dem Gartencenter. Der ist lediglich eine Absicherung des Verkäufers, könnte ja nicht auszuschließen sein, dass die Pflanzen gespritzt oder mikrobiell belastet sind.

Über die Essbarkeit an sich sagt das nichts.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: lord waldemoor am 11. April 2019, 07:17:30
vlt ist das schild gemeint, oder der topf
meine blüht grad überreich, hat es sinn von woanders paar blüten zu holen und bestäuben
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: BernerRosenapfel am 11. April 2019, 09:20:33

Eine Frage hätte ich noch: wie lange hat es gedauert, bis sich die ersten Früchte gezeigt haben?

Bei mir hat es wie bei kaliz auch zwei Jahre gedauert. In dieser Zeit sind meine beiden Pflanzen allerdings sehr stark gewachsen.

Gruß
BR
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 22. September 2019, 17:47:17
Dieses Jahr sind die Akebias etwas später dran, aber die Ernte kann sich sehen lassen. Aufgrund der extrem kurzen Haltbarkeit probieren mein Partner und ich sie jetzt irgendwie zu konservieren. Dafür haben wir sie durch eine Passiermühle gejagt um an reines Fruchtmus zu kommen. Aus einem Kübel voll Früchte ist eine Mittelgroße Schüssel Mus geworden. Das Fruchtmus haben wir mit ein wenig Zitronensäure angesäuert und auf ein Backpapier gestrichen. Jetzt ist es im Dörrautomat zum Trocknen. Mal schauen ob das was wird. So leicht angesäuert hat es sehr fruchtig geschmeckt, fast ein wenig wie Pfirsich-Mus und interessanterweise gar nicht mehr so stark nach Vanille.
Ein Bisschen was von dem Mus hab ich auf ein Refraktometer gegeben: 19 Brix. Für Liebhaber süßer Früchte also durchaus geeignet.

Kurzes Update: Das Fruchtleder ist sehr gut geworden und schmeckt tatsächlich wie leicht angesäuerte Akebia. Es sieht auch total lustig aus, weil ein paar kleine Stückchen von den Samen mit rein geraten sind wodurch es einige Dalmatinerflecken bekommen hat.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 29. September 2019, 20:28:09
Hier ein aktuelles Bild.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: echo am 27. April 2020, 00:53:11
Hallo Kaliz

Wie stehen Deine Akebias (sonnig, halbschattig) und was für einen Boden hast Du? Ist es auch möglich das Bild von dem Gerüst zu machen?

Ich habe die Akebias schon mal probiert, die haben mir super geschmeckt. Allerdings machen mir die Berichte hier über die hohe Starkwüchsichkeit Angst.  ::)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 27. April 2020, 11:23:14
Meine Akebias stehen westseitig neben der Gartenhütte an einem Spalier, dass sie sich mit Minikiwis teilen. Sie sind schon sehr starkwüchsig. Ich schneide sie im Februar immer sehr radikal zurück, weil sie sonst das gesamte Gerüst zuwuchern würden und den Minikiwis keinen Platz mehr lassen würden. Hätte ich nicht so beengt wenig Platz,bekämen sie ihr eigenes Gerüst zum Beranken. Seit dem Rückschnitt haben sie etwa einen Meter lange Triebe nachgeschoben. das schöne ist, sie sind sehr flexibel und leicht in die Richtung zu lenken die man gerne hätte. Die Pflanzen sind toll und absolut empfehlenswert wenn man den Platz erübrigen kann. Sie bringen jedes Jahr super reiche Ernte. Eine Nachbarin von mir hat eine Pflanze nordseitig neben dem Haus, die trotz Schatten super wächst und seit wir unsere Pflanzen gesetzt haben ebenfalls jedes Jahr ordentlich Früchte bringt.

Auf dem Bild sind im Vordergrund die Minikiwis und das dichte grün im Hintergrund sind die zwei Akebias.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: echo am 28. April 2020, 23:56:27
Super, vielen Dank für die Info und das Foto kaliz. Das die Pflanze auch im (relativen) Schatten wächst ist gut, jetzt muss ich tatsächlich eine geeignete Stelle für das Gerüst finden. So riesig groß ist das Gerüst auf dem Foto zum Glück nicht. Ich würde es ungefähr auf 1,5m Länge und 2,5-3m Höhe schätzen. Wenn es bei Dir mit dem Frühjahresschnitt mit der Fläche all die Jahre geklappt hat, müsste es auch bei uns gehen. Ich nehme an Deine Akebia ist die Standardsorte oder? Bei deaflora werden mehrere Sorten angeboten die schreiben aber, dass man die Früchte nur dann hat wenn unterschiedliche Sorten nebeneinander gepflanzt werden. Isst Du übrigens nur das Gelee und das roh oder auch die Schale? Habe auch mal gelesen, dass die Erdknollen angeblich eßbar sind.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 29. April 2020, 09:15:34
Ich habe die Sorten Alba und White Chocolate. Eine Nachbarin hat außerdem die Standardsorte die man überall bekommt. Das man nur mit zwei unterschiedlichen Sorten Früchte bekommt scheint zu stimmen, zumindest habe ich schon von vielen Solitär-Pflanzen gehört die nie tragen, während der Fruchtertrag mit zwei unterschiedlichen Pflanzen echt gewaltig ist. Auch meine Nachbarin hatte nie Früchte bis ich mir die zwei Pflanzen in den Garten geholt habe, seither trägt ihre Pflanze reichlich.
Ich esse die rohe Fruchtpulpe und habe auch schon Fruchtleder damit hergestellt, weil es einfach zu viel zum sofort verbrauchen war. Ich schätze Mal, dass man auch Marmelade damit kochen könnte oder sowas. Die Fruchtschalen zu verarbeiten habe ich auch schon probiert, war aber vom Ergebnis nicht sonderlich angetan, kann man essen, muss man aber nicht. Was in recht großen Mengen anfällt sind die Samen, die habe ich aber noch nicht zu Verwerten probiert. Angeblich eignen sie sich sowohl für Keimsprossen, als auch dafür Öl daraus zu pressen. Aus den Blättern machen manche Leute Tee. Nach irgendwelchen Erdknollen habe ich bis jetzt nicht gegraben und werde ich sicher auch nicht, da wäre mir die Gefahr zu hoch die Pflanzen zu beschädigen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: echo am 02. Mai 2020, 11:47:22
Vielen Dank. Noch als letzte Frage. Gab es nennenswerte Unterschiede zwischen den beiden Sorten (Alba, White Chocolate) und sind Besonderheiten bei Boden und Dünger zu berücksichtigen?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 02. Mai 2020, 22:36:36
Bis auf die Farbe der Blüten und Früchte sind mir keine nennenswerten Unterschiede aufgefallen. Sie wachsen Beide wie Unkraut. An Dünger bekommen sie im Frühjahr einen organischen Volldünger (in erster Linie für die Erdbeeren die darunter wachsen). Die Erde an der Stelle ist ganz gut, ich hab fast die Vermutung, dass wie die Kleingartenanlage dort errichtet wurde die Erde irgendwie aufgebessert wurde. Es ist nicht der patzige Lehm den man sonst in der Gegend so findet sondern gute Gartenerde, nicht zu sandig, nicht zu lehmig. Was die Akebias nun wirklich brauchen um Glücklich zu sein kann ich nicht sagen. Sie werden von mir jetzt nicht wahnsinnig verhätschelt, bekommen aber (wegen der Erdbeeren) regelmäßig Wasser. Da ich keine Vergleichswerte mit Akebias auf anderen Böden, mit anderen Bedingungen habe, kann ich leider nur Beschreiben welche Bedingungen sie bei mir vorfinden, aber nicht sagen wie sie mit anderen Böden zurechtkommen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 13. Juni 2020, 21:53:53
Auch dieses Jahr sieht es aus als würde es eine gute Ernte geben.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 19. Juni 2020, 09:02:27
Sag mal kaliz, ab wann haben denn deine Akebias geblüht bzw. gefruchtet? Ich habe heuer das Akebia Experiment begonnen mit Lilac Cream, White Chocolate, Dark Purple (Akebia Trifoliata) und Ark Pink. Ich habe durchaus etwas Geduld, es würde mich nur einfach interessieren  :)

Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 19. Juni 2020, 09:37:19
Zwei Jahre.
Nach dem ersten Winter hätte es sicher auch schon Früchte gegeben, wenn nicht ein ungewöhnlich später Wintereinbruch im Mai die Blüten erfrieren hätte lassen.
Es ging also sehr flott bis zu den ersten Früchten.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 19. Juni 2020, 09:59:33
Oh, sorry vielmals, das muss ich überlesen haben. Da bin ich dann mal sehr gespannt wann es bei mir was wird mit Blüten und Früchten.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 19. Juni 2020, 10:31:42
Wenn die bei Dir dann alle Früchte tragen sieht es sicher sehr hübsch aus mit all den verschiedenen Farben.  :)
Wenn es soweit ist wäre es schön, wenn Du hier ein Bild einstellen könntest.
Es würde mich auch interessieren ob es geschmackliche Unterschiede zwischen den dunklen und hellen Sorten gibt.
Ich denke nächstes Jahr wird es wohl sicher schon Blüten geben. Die Blüten blühen übrigens über einen sehr langen Zeitraum und duften dabei sehr intensiv. Die größte Gefahr geht hier von späten Wintereinbrüchen aus. Dieses Jahr gibt es bei mir aber trotz Spätfrösten Früchte.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 19. Juni 2020, 11:13:21
Klar, das mache ich dann gerne. Im Moment sieht es noch etwas mikrig aus - die 4 Pflanzen stehen an einem ziemlich großen Gerüst das mal ein grüner Tunnel werden soll (Maße ca. 3,5m lang, 2,5m breit und 2,6m hoch). Die Akebias stehen auf beiden Seiten des Tunnels an der sie hoffentlich bald hochwachsen und ein grünes Dach bilden werden, so zumindest meine Vorstellung  ;)
Daneben kommen noch Kiwis und das reicht dann auch.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 19. Juni 2020, 21:45:52
Also wenn sie auch nur irgendwie so sind wie meine, schaffen sie das Begrünen spielend in unter zwei Jahren. Meine Akebias schneide ich im Winter immer sehr radikal zurück, damit die Kiwis auch noch Platz haben.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 31. August 2020, 16:12:06
Wie geht es denn den Akebia-Früchten? Die müssten ab ca. Mitte September anfangen zu reifen oder?

Würdest du für den ersten Winter einen wie auch immer gearteten Schutz empfehlen? Die aktuellen Temperaturen lassen mich gerade intensiv über die Überwinterung meines Gartens nachdenken  ;D

Meine Akebias sind übrigens in Summe relativ gut angekommen, sie wachsen bisher aber sehr unterschiedlich. Die Lilac Cream hat das Gerüst mit zwei Trieben bereits vollständig erklommen und wächst jetzt schon am Dachgitter entlang (also ca. 3m lang werden die Triebe schon sein). Ark Pink und Dark Purple sind noch auf der Unterkante des Gerüstes (ca. 70 cm) aber immerhin auch gewachsen. White Chocolate ist erst gar nicht gewachsen, wirklich keinen Millimeter und hat dann vor ca. 2 Wochen begonnen einen Trieb zu schieben der jetzt sicher schon einen guten Meter gewachsen ist. Ich bin echt schon gespannt auf das nächste Jahr.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 31. August 2020, 16:52:02
Bis jetzt sind alle Früchte noch grasgrün. Nachdem durch die eher kalt-nasse Witterung dieses Jahr, bei mir alles Obst gute zwei Wochen später dran ist als sonst, denke ich, könnte es auch mit den Akebias länger dauern als sonst. Ich hab sie mir heute näher angesehen weil, wie Du schon richtig angemerkt hast, die übliche Reifezeit Mitte September liegt, aber sie sehen irgendwie noch nicht so aus als würde sich da Reifemäßig bald etwas tun. Es gibt aber wieder mal sehr viele Früchte.

Winterschutz ist sicher keiner nötig, die Pflanzen sind hart im Nehmen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 08. September 2020, 17:31:23
Wie schnell es doch gehen kann. Die Früchte haben nochmal einen Wachstumssprung hingelegt und beginnen jetzt tatsächlich sich weiß zu verfärben. Ein paar haben auch schon einen leichten Sprung in der Schale, in zwei Tagen sind die sicher reif. Also doch Mitte September.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 08. September 2020, 17:31:47
Es sind übrigens echt massig Früchte. Hier ein kleiner Ausschnitt.
(Nahaufnahme einer anderen Stelle im Beitrag davor)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 10. September 2020, 18:42:04
Lassen die Ernte beginnen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 10. September 2020, 20:15:47
Das ging jetzt aber plötzlich schnell. Die sehen ja super aus!
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 10. September 2020, 21:14:40
Ja ich bin auch ganz überrascht. Vor einer Woche hätte ich definitiv nicht an eine baldige Ernte geglaubt, da waren noch nicht mal Anflüge von Reife zu erkennen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: echo am 10. September 2020, 21:34:16
Lassen die Ernte beginnen.
Toll  :)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: andreasNB am 10. September 2020, 23:22:11
Ich bin nun fast versucht mir auch noch 1-2 weißfrüchtige Sorten zu zulegen.  ;)

Wenn ich nur wüßte wo ich mir ein Rankgestell hinbasteln könnte.  ???

Gekostet hatte ich das Gelee auch schon vor Jahren.
Auch ausgesät und an zwei Stellen wachsen noch Sämlinge im "Gestrüpp".

Habt ihr die Früchte außer zu Fruchtleder schon anderweitig verarbeitet?
Was plant ihr?
Speziell würde mich interessieren ob ihr euch ein gut schmeckendes Gelee (Konfitüre) daraus vorstellen könnt, sortenrein oder in Mischung mit XY ?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 10. September 2020, 23:33:03
Die Früchte von heute habe ich mal durch ein Sieb gestrichen. Das Fruchtmus schmeckt wie cremiger Vanillepudding. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das als Gelee ganz gut sein könnte. Für das Fruchtleder letztes Jahr hatte ich ja ein wenig Zitronensäure dazu gemischt. Interessanterweise hat sich der Geschmack dann in Richtung Pfirsich verschoben, auch sehr lecker. Nachdem Vanillepudding sehr gut mit Himbeeren oder Ribiseln harmoniert, kann ich mir Kombinationen mit diesen Früchten auch sehr gut vorstellen.
Andere Verwendungsarten der Fruchtpulpe, außer Frischverzehr und Fruchtleder, habe ich noch nicht ausprobiert. Mal schauen wie experimentierfreudig ich dieses Jahr bin. Genügend Früchte gibt es ja. Ich frage mich wie viele Früchte es wohl wären wenn die Pflanzen so wachsen könnten wie sie wollten und ich sie nicht jedes Jahr extrem zurück schneiden würde.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: andreasNB am 10. September 2020, 23:54:35
Vielen Dank für die Informationen/deine Meinungen.

Ich frage mich wie viele Früchte es wohl wären wenn die Pflanzen so wachsen könnten wie sie wollten und ich sie nicht jedes Jahr extrem zurück schneiden würde.

Kann natürlich an den selektierten Sorten liegen.
Vielleicht spielten ja nicht nur Blüten-/Fruchtfarbe eine Rolle, sondern auch der Ertrag bzw. Fruchtansatz da diese ja den Zierwert ausmachen?
Oder es liegt an den Kultubedingungen...

Ich hatte meinen Eltern jedenfalls damals auch ein paar Sämlinge gebracht.
Genau wie bei mir kamen an zwei Stellen immer mehrere Sämlinge in die Erde.
Keine Düngung und Zusatzbewässerung.
Trockener Standort (bei mir nicht so sehr) und ehemaliger Ackerboden.
Der Schnitt hält sich aber in Grenzen, trotz beengten Platzverhältnissen.
Früchte gab und gibt es zwar, aber in i.d.R. in geringer Menge.

Will sagen, vielleicht ist ein jährlicher Rückschnitt durchaus förderlich für den Fruchtansatz.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 11. September 2020, 07:57:10
Habt ihr eigentlich inzwischen einen Vergleich zwischen White Chocolate und Alba was den Geschmack betrifft @kaliz? Gibt es da irgendwelche nennenswerten Unterschiede?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 11. September 2020, 09:23:28
Also geschmacklich sind mir noch keine nennenswerten Unterschiede aufgefallen, aber ich werde Mal versuchen gezielt darauf zu achten ob mir was auffällt.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 02. Oktober 2020, 15:57:53
Heute war Haupternte bei den Akebias. Nachdem ich es eine Woche lang nicht in den Garten geschafft habe waren leider ein paar schon verdorben, die Haltbarkeit ist halt leider nur sehr kurz, der Großteil war aber noch voll okay uns es ist wirklich viel zusammen gekommen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 02. Oktober 2020, 15:59:02
Ich finde ja die Büschel in denen die Früchte wachsen wirklich cool.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 02. Oktober 2020, 15:59:29
Hier von der anderen Seite.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 02. Oktober 2020, 16:01:16
Das Innere der Früchte habe ich ausgelöst und durch eine Flotte Lotte passiert.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 02. Oktober 2020, 16:07:03
Das solcherart gewonnene Fruchtmus schmeckt wie süße Vanillepuddingcreme. Eine Freundin die heute zu Besuch war hat dazu gemeint "Boah ist das geil!". Sie hat meine Geschmackseinschätzung bestätigt. Einige Leute meinen auch Ähnlichkeit mit Kakis raus zu schmecken. Unterschiede zwischen den beiden Sorten die ich habe sind mir keine Aufgefallen, im Gegenteil die Pflanzen sind so ineinander verwachsen und sehen so gleich aus, dass ich sie außer an den Blüten nicht auseinander halten, bzw. die Früchte zuordnen kann.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 03. Oktober 2020, 11:15:34
Wow, das sind ganz schöne Mengen die die zwei Pflanzen abwerfen! Sieht toll aus! (Und klingt weiterhin genau nach meinem Geschmack  ;D)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Rib-isel am 03. Oktober 2020, 11:20:38
Ja, danke für deine Berichte. Ich find es auch sehr interessant. Ein stiller Beobachter der seinen Zuspruch verkündigt :)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 03. Oktober 2020, 13:25:09
Ja, die Erntemengen sind durchaus beachtlich. Letzte Woche habe ich schon mal ungefähr so viel geerntet.
Jetzt hängen nur noch wenige Früchte oben, die werden wohl alle innerhalb der nächsten Woche reifen.
Die Freundin die gestern da war und mir bei der Ernte geholfen hat hat gar nicht verstanden warum Akebia so unbekannt sind, immerhin schmecken die Früchte echt gut, die Pflanzen wachsen wie Unkraut, sind Wintergrün und die Erntemengen können sich echt sehen lassen. Theoretisch ist alles an der Pflanze essbar. Aus den Blättern lässt sich angeblich ein guter Tee brauen (werde ich nicht ausprobieren, weil ich kein Teetrinker bin), die Samen sollen einerseits gut für Keimsprossen geeignet sein, andrerseits wird behauptet, dass man daraus gutes Speiseöl pressen kann. Die Fruchtschalen habe ich bereits nach einem Rezept im Internet in heißem Wasser eingelegt um die Bitterstoffe zu entfernen, dann in Terriyaki Sauce eingelegt und schließlich angebraten bzw. auf dem Grill zubereitet. Das Ergebnis ist essbar aber der Mühe nicht wert. Die Schalen selbst haben praktisch keinen Eigengeschmack und schmecken nur nach der Sauce in der sie eingelegt sind. Die Konsistenz ist in Ordnung, aber wenn ich die Wahl habe, bevorzuge ich Zucchini, davon habe ich auch genug und sie haben einen guten Eigengeschmack.
Das mit den Keimsprossen möchte ich jetzt mal versuchen. Ich hab die Samen jetzt mal über Nacht in Wasser eingelegt um die restliche Fruchtpulpe die noch anhaftet besser runter zu bekommen. Anschließend werde ich versuchen sie in einem Keimglas zum Keimen zu bekommen. Bin ja mal gespannt ob das funktioniert und schmeckt.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: echo am 05. Oktober 2020, 23:22:27
Das solcherart gewonnene Fruchtmus schmeckt wie süße Vanillepuddingcreme. Eine Freundin die heute zu Besuch war hat dazu gemeint "Boah ist das geil!". Sie hat meine Geschmackseinschätzung bestätigt. Einige Leute meinen auch Ähnlichkeit mit Kakis raus zu schmecken. Unterschiede zwischen den beiden Sorten die ich habe sind mir keine Aufgefallen, im Gegenteil die Pflanzen sind so ineinander verwachsen und sehen so gleich aus, dass ich sie außer an den Blüten nicht auseinander halten, bzw. die Früchte zuordnen kann.
Sieht super aus kaliz. Das heißt die Früchte hast Du nicht gekocht, sondern roh ausgepresst? Wie lange hält solcher Mus theoretisch?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: echo am 05. Oktober 2020, 23:22:52
Ja, die Erntemengen sind durchaus beachtlich. Letzte Woche habe ich schon mal ungefähr so viel geerntet.
Jetzt hängen nur noch wenige Früchte oben, die werden wohl alle innerhalb der nächsten Woche reifen.
Die Freundin die gestern da war und mir bei der Ernte geholfen hat hat gar nicht verstanden warum Akebia so unbekannt sind, immerhin schmecken die Früchte echt gut, die Pflanzen wachsen wie Unkraut, sind Wintergrün und die Erntemengen können sich echt sehen lassen. Theoretisch ist alles an der Pflanze essbar. Aus den Blättern lässt sich angeblich ein guter Tee brauen (werde ich nicht ausprobieren, weil ich kein Teetrinker bin), die Samen sollen einerseits gut für Keimsprossen geeignet sein, andrerseits wird behauptet, dass man daraus gutes Speiseöl pressen kann. Die Fruchtschalen habe ich bereits nach einem Rezept im Internet in heißem Wasser eingelegt um die Bitterstoffe zu entfernen, dann in Terriyaki Sauce eingelegt und schließlich angebraten bzw. auf dem Grill zubereitet. Das Ergebnis ist essbar aber der Mühe nicht wert. Die Schalen selbst haben praktisch keinen Eigengeschmack und schmecken nur nach der Sauce in der sie eingelegt sind. Die Konsistenz ist in Ordnung, aber wenn ich die Wahl habe, bevorzuge ich Zucchini, davon habe ich auch genug und sie haben einen guten Eigengeschmack.
Das mit den Keimsprossen möchte ich jetzt mal versuchen. Ich hab die Samen jetzt mal über Nacht in Wasser eingelegt um die restliche Fruchtpulpe die noch anhaftet besser runter zu bekommen. Anschließend werde ich versuchen sie in einem Keimglas zum Keimen zu bekommen. Bin ja mal gespannt ob das funktioniert und schmeckt.
Angeblich sollen auch die Wurzelknollen eßbar sein.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 06. Oktober 2020, 13:18:21
Keine Ahnung wie lange das Muß sich hält. Im Kühlschrank sicher ein paar Tage. Vielleicht könnte man es auch einfrieren. Ich habe es dieses Mal ohne Zugabe von Zitronensäure zu Fruchtleder getrocknet, das war ein Fehler. Das so entstandene Fruchtleder schmeckt extrem fad. Das nächste Mal werde ich versuchen das Muß einzufrieren.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Pomologi am 18. Dezember 2020, 17:05:08
Hallo zusammen,

ich suche Fotos von Akebia Pflanzen und Früchten.
Wer könnte mir welche zur Verfügung stellen?
Ja im Internet gibt es viele Fotos.
Jedoch möchte ich keine Rechte verletzen und suche nun darum hier neue Fotos von Früchten und Akebia Pflanzen
Danke
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 19. Dezember 2020, 11:28:13
Für welchen Zweck brauchst Du denn die Fotos?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Pomologi am 19. Dezember 2020, 12:08:40
Für welchen Zweck brauchst Du denn die Fotos?

Ich mache eine Webseite von meinen Obstsorten.
Da möchte ich auch Bilder rein stellen.
Meine Akebia Sorten sind frisch gepflanzt und somit habe ich keine eigenen Bilder die ich brauchen könnte.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Gregor Dietrich am 19. Dezember 2020, 13:48:59
Es gibt auch gemeinfreie bzw. creative commons lizensierte Bilder im Netz. Das kannst im Suchfilter einstellen, dass du nur solche kriegst. Wenn du hier nach Bildern fragst musst du ja auch die Rechte zur Veröffentlichung erwerben bzw. sie müssen dir gemeinfrei oder cc-lizensiert übertragen werden.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Gregor Dietrich am 19. Dezember 2020, 14:11:52
Ich hätte übrigens Fruchtbilder von Akebia und Decaisnea, die du unter CC BY-NC-ND-SA nutzen könntest - also solange deine Seite keinen kommerziellen Zweck verfolgt (NC), mit Nennung meines Namens (BY), das Bild nicht verändert wird (ND), du es nur unter denselben Bedingungen weitergilbst (SA) und du die Lizenz (CC BY-NC-ND-SA) angibst. Eigentlich gehört zu den Lizenzbedingungen auch die Verlinkung auf die Lizenz, aber das is mir wurscht. Findet man eh mit Tante Ecosia.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Pomologi am 19. Dezember 2020, 15:16:43
Es geht lediglich darum eine Liste meiner Sorten zu erstellen.
Die Seite verfolgt keinerlei kommerziellen Zweck.
Wenn es Privatpersonen gibt die Bilder haben und diese zur Verfügung stellen in Kenntniss für was sie gebraucht werden sollte da ja gehen.
Ganz einfach ich suche Bilder und wenn jemand welche hat gerne eine Nachricht an mich
¨
Danke
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 20. Dezember 2020, 00:11:27
Du kannst die Bilder die ich hier im Thema gezeigt habe gerne dafür verwenden. Wenn Du ein Bild in besserer Auflösung brauchst oder etwas Spezielles suchst was ich hier nicht gezeigt habe sag Bescheid, dann kann ich schauen ob ich Dir helfen kann.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Iris. am 08. Februar 2021, 11:22:48
Ich bin richtig neidisch auf eure Ernten.
Meine Akebias mickern so vor sich hin. Ich habe sie vor drei oder vier Jahren geschenkt bekommen. Drei verschiedene Sorten von Deaflora. Den ersten Winter hatte sie mein Vater im Glashaus, dort wucherten sie auch  beträchtlich.
Im Frühling setzte ich sie dann aus. An den zwei Meter hohen Hühnerzaun, oben können sie noch in den Apfelbaum wachsen. Trotzdem sehr sonnig. Allerdings haben wir schweren Lehmboden.

Sie sind nach 3-4 Jahren maximal Hüfthoch, ich muss noch immer Gras  rupfen, damit sie nicht überwuchert werden. Sie blühen seit zwei Jahren aber keine Früchte. Muss da der Pinsel nachhelfen?
Hat jemand eine Idee?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Wild Obst am 09. Februar 2021, 08:31:33
Ich vermute mal bei der Größe (oder eher "Kleine") ist es kein Wunder, wenn sie nichts tragen.

Meine blühen auch schon seit Jahren, ohne anzusetzen und sind durchaus größer, machen 2-3 Jahrestriebe mit 2m und mehr. Aber insgesamt kommt mir der Wuchs von meinen trotzdem immernoch etwas "kümmerlich" vor, verglichen mit z.B. Kiwis oder anderen Akebien, die ich kenne. Vor allem wollen sie irgendwie nicht besser verzweigen.

Ich vermute aber auch, dass ihnen die trockenen Sommer der letzten Jahre bei mir zusetzen. Eine ist mir 2020 vermutlich vertrocknet (oder irgendwie sonst abgestorben?). Ich kann sie leider nicht oder nicht wirklich gießen, da ich nur wenig Regenwasser habe und damit haushalten muss.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Aella am 10. März 2021, 14:48:10
Hach, seit Woche überlege ich ob ich mir auch zwei Sorten zulege und wo ich sie hin pflanzen könnte...  ::) ;D

Die Sorten sind fast alle bei Deaflora verfügbar. Habt ihr die Pflanzen dort gekauft? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Pflanzen von dort sehr klein in winzigen Töpfen ankommen. War das bei euch auch so? Oder hat noch jemand eine andere Quelle?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Wild Obst am 10. März 2021, 17:09:21
Die Pflanzen von Deaflora waren eigentlich immer recht klein.

Wildobstschnecke (nicht von mir, auch wenn ich mich hier Wild Obst nenne) hat auch ein paar Akebiasorten gehabt, wo ich mir letztes Mal meine bestellt habe. Die von Wildobstschnecke gelieferte Akebia war eher groß, 1,5-2m Trieb.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 10. März 2021, 20:47:56
So in etwa sahen meine von Deaflora letztes Jahr aus. So klein fand ich sie gar nicht, eine Pflanze (nicht die am Bild) sah aber ziemlich mitgenommen (krank?) aus und die Beschilderung war falsch (das am Bild ist Trifoliata, nicht Ark Pink wie am Schild steht - das fand ich aber nicht so schlimm, es war für mich anhand der Blattform recht eindeutig welche welche ist).
Angewachsen sind sie alle, in der Höhe haben sie letzten Sommer zwischen so ca. 1,5m und 3m erreicht. Den Winter überlebt habe soweit ich das jetzt sagen kann alle problemlos.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: andreasNB am 10. März 2021, 21:08:32
https://www.arborealis.nl/
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Wild Obst am 10. März 2021, 22:21:53
Gut, die eine Akebia, die ich bei Deaflora bestellt hatte, war auch nicht ganz so klein, aber trotzdem nur eher so um die 60 cm. Die Johannisbeeren waren nur so 25 cm große Stecklinge vom letzten Jahr, die haben vielleicht meine Erinnerung etwas getrübt und es ist jetzt schon 5 Jahre oder so her, dass ich bestellt hatte. Die Pflanzen sind trotzdem alle gut angewachsen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Iris. am 11. März 2021, 12:49:12
Ich habe drei Akebias von Deaflora und die waren winzig und sind bis heute nicht viel gewachsen. Keine Ahnung woran das liegt. Sie stehen schön sonnig. Seit drei Jahren blühen sie, aber immer nur männliche Blüten dran..... ja, recht ernüchternd für mich die letzten 5 Jahre mit Akebias ;-)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 11. März 2021, 12:52:45
Welche Sorten hast du denn?

Ich werde dann mal berichten wann meine das erste Mal blühen, ich bin schon extrem gespannt darauf. Hoffentlich hat der Winter bald ein Ende  :)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Aella am 12. März 2021, 08:04:30
Danke euch allen, vor allem auch für den Link, Andreas  :D

Ich versuche mich gerade noch ein wenig einzulesen.

Es gibt also die:
Akebia quinata - fünfblättrige Akebia
Akebia trifoliata - kleeblättrige Akebia
Akebia longiramosa - ?
und dann lese ich immer wieder was von der dreiblättrigen Akebia?

Tragen alle essbare Früchte in gleicher Qualität?
Befruchten sich alle gegenseitig?
Unterscheiden sich die Sorten/Arten nur durch Fruchtfarbe, Fruchtgröße, Blütenfarbe?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 12. März 2021, 08:52:04
Trifoliata ist wie der Name schon sagt dreiblättrig. Das wäre die auf dem Bild von mir oben. "kleebrättrig" sieht nach meinem Dafürhalten von der Form her eher die Quinata (also die fünfblättrige) aus.
Ich habe vier Sorten, kann aber noch nichts zu den Früchten oder Blüten sagen - die Beschreibung von Deaflora suggeriert ja, dass es zumindest Unterschiede in der Konsistenz des Fruchtfleisch und der Fruchtgröße geben kann. kaliz meinte glaube ich mal, dass es bei den beiden Sorten dort im Garten nicht wirklich nennenswerte Unterschiede beim Geschmack gibt oder?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 13. März 2021, 21:41:19
Ja, meine beiden Pflanzen habe ich auch von Deaflora. Die Unterschiede zwischen den Sorten Alba und White Chocolate begrenzen sich auf die Blütenfarbe, bei den Früchten konnte ich echt keinen Unterschied erkennen. Wuchskraft und Ertrag sind bei Beiden Pflanzen gewaltig. Wie groß sie bei der Pflanzung waren hab ich gar nicht mehr im Kopf, sie sind so schnell gewachsen, dass die Ursprungsgröße nicht wirklich eine Rolle gespielt hat. Ich bilde mir ein, dass ich irgendwo ein Video davon hab wie ich die Bestellung auspacken, ich schau Mal nach und wenn ich es finde stell ich es hier ein.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 13. März 2021, 21:54:30
Gefunden: https://photos.app.goo.gl/qAumMR8TWBtqHFadA
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 08. April 2021, 21:44:39
Wie geht es denn euren Akebias beim aktuellen Frost? Meine waren schon ausgetrieben. Ich habe das Gefühl, dass die Frosthärte der unterschiedlichen Sorten unterschiedlich ist. Hier:
- White Chocolate: hat schon Blütenknospen die aussehen wie vor dem Frosst (scheinen bisher völlig unversehrt)
- Lilac Cream: dasselbe
- Trifoliata: Blütenknospen erfroren, ebenso wie die frischen Blätter (denke aber, dass da noch genug nachkommen wird an Blüten)
- Ark Pink: hatte bisher nur Blätter getrieben, noch keine Blütenknospen zu sehen, daher auch kein Schaden
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 10. April 2021, 16:53:12
Also, mit -3,4°C hatten wir heute die kälteste Frostnacht in letzter Zeit. Für die nähere Zukunft sind jetzt keine Fröste mehr angesagt. Den Akebias sieht man nichts an, im Gegenteil sowohl bei Alba als auch White Chocolate haben sich heute die ersten Knospen geöffnet. Der Duft ist betörend und offenbar auch bei Bienen und Hummeln sehr beliebt.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 10. April 2021, 16:55:26
Erste Blüten
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Wild Obst am 10. April 2021, 16:56:36
Wie geht es denn euren Akebias beim aktuellen Frost? Meine waren schon ausgetrieben. Ich habe das Gefühl, dass die Frosthärte der unterschiedlichen Sorten unterschiedlich ist.
Ich bin noch nicht dazu gekommen, mir meine Akebias geanuer anzusehen. Auf jeden Fall haben sie praktisch alle Blätter über den Winter verloren. Hauptsächlich wohl wegen der Woche im Februar mit mehrfach <-15°C.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 10. April 2021, 17:41:52
Bei mir hat die White Chocolate praktisch alle Blätter über den Winter behalten, die Lilac Cream ein paar wenige und die anderen beiden (die aber auch noch deutlich kleiner waren) haben alles abgeworfen - aber nicht est im Februar.

Die Akebias bei kaliz sind deutlich weiter als meine. Ich freue mich schon auf Blüten in ein paar Wochen :)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Lady Gaga am 30. April 2021, 10:49:08
Eben kam die bestellte Akebia 'Dark Purple' an. Sie ist auch von Deaflora, ich war durch eure Kommentare schon auf sehr klein eingestellt. Der Topf ist vermutlich 1 l, die beiden Trieben ca. 1m lang, das beruhigt mich schon.

Weiss jemand, ob diese A. trifoliata sich von einer A. quinata befruchten lässt und umgekehrt?  ???
Oder muß ich je eine weitere besorgen?  :P
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Bristlecone am 30. April 2021, 10:53:11
Es gibt eine Hybride beider Arten: Akebia ×pentaphylla. Somit sollte das prinzipiell möglich sein.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 30. April 2021, 11:20:31
Ich würde auch sagen, dass das klappen müsste. Bei meinen frage ich mich allerdings gerade ob die denn überhaupt gleichzeitig blühen werden, interessanterweise sind die alle recht unterschiedlich weit. Die beiden Akebia Quinatas (Lilac Cream und White Chocolate) sind viel weiter als die beiden Hybriden (dieselbe Trifoliata die du hast sowie die Ark Pink - Akebia x Pentaphylla). Bei der Lilac Cream werden jederzeit die Knospen aufgehen, die ist am weitesten - mit der White Chocolate wird es aber wohl sicher eine Überschneidung geben. Die Trifoliata hat zuminest schon Mini-Knospen, die Ark Pink aber noch überhaupt nicht, keine einzige. Sie wachsen auch unterschiedlich stark - die beiden Quinatas sind bisher viel wüchsiger (die bilden wie wild jede Menge neue Triebe, da kann man fast zusehen). Ich frage mich schon ob das an den Pflanzen oder am Licht liegt (eigentlich stehen sie nur 2m entfernt - einen minimalen Unterschied gibt es wohl, aber ob sich der so extrem auswirkt).

Naja, ich lasse mich überraschen, ist ja auch deren erstes richtiges Jahr, im vergangenen Sommer habe ich die alle gepflanzt.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 30. April 2021, 13:22:49
Die Akebias sind gerade eine einzige Blütenwolke. Der Duft ist einfach umwerfend, schade, dass man Düfte nicht im Internet teilen kann, der wäre echt teilenswert.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 30. April 2021, 13:23:50
Und noch ein Bild.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 30. April 2021, 13:48:08
Genial! So wird das hoffentlich in 1-2 Jahren hier auch aussehen :)
Bei den Quinatas bin ich da aber echt optimistisch.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Wild Obst am 30. April 2021, 14:06:50
Meine regen sich noch gar nicht. Ich hoffe, die sind nicht erfroren.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Lady Gaga am 30. April 2021, 21:47:40
Kaliz, welche Sorten zeigst du da? Die gelbe am ersten Foto hat ja richtige Blütenbüschel!  :o
Meine sieht dagegen bescheiden aus:
(https://up.picr.de/41094134jm.jpg)

Die überwinterte aber frostfrei im Topf und ist noch jung. Vielleicht bekommt sie später auch mehr Blüten beisammen.  ???
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 30. April 2021, 22:39:33
Ich habe die Sorten White Chocolate und Alba, die komplett ineinander verwachsen sind. Weshalb manche der Blüten gelb und andere wieder violett sind hab ich noch nicht so ganz heraussen, das scheint nämlich nicht an der Pflanze per se zu liegen sondern es sind mitunter Blütenbüschel am selben Zweig unterschiedlich gefärbt.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 30. April 2021, 22:44:23
Das untere auf Deinem Bild ist eine weibliche Blüte aus der sich später die Früchte entwickeln. Die weiblichen Blüten haben einen längeren Stiel und stehen eigentlich fast immer einzeln, wobei ich dieses Jahr auch schon mehrere Beisammen gesehen habe. Die männlichen Blüten stehen normalerweise in dichten Büscheln zusammen. Das letzte Bild das ich gezeigt habe zeigt es sehr schön, da sieht man ein männliches Blütenbüschel mit einer einzelnen Weiblichen Blüte die weiter absteht.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Lady Gaga am 30. April 2021, 23:04:19
Danke für die Erklärung!
So genau hatte ich mir die Blüten noch gar nicht angesehen.  :-X  ;D
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 10. Mai 2021, 15:06:53
Inzwischen blühen sie wunderschön, vor allem Lilac Cream und White Chocolate  :D
Die Pflanze ist wirklich toll!

Leider habe ich noch nie ein Insekt daran gesehen (liegt vielleicht auch am Wetter) und da ich unglaublich neugierig auf Probierfrüchte wäre - hat jemand Ahnung ob/wie man die am besten handbestäuben kann? Zu welchem Zeipunkt?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 10. Mai 2021, 15:30:41
Sorry, keine Ahnung. Die Blühzeit ist echt sehr lange, hier beginnen sie jetzt nach einem ganzen Monat intensiver Blüte langsam abzublühen. Bis jetzt hatte ich nie Bestäubungsprobleme. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst kannst Du ja alle paar Tage mal einen Bestäubungsversuch machen. Ich nehme an die weiblichen Blüten sind empfangsbereit wenn sie vorne diese glänzenden Tröpfchen haben (siehe Bild).
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 10. Mai 2021, 16:32:42
Danke, ja das denke ich auch bzgl. der weiblichen Blüten. Das würde jetzt auch schon passen. Nur wie man aus den männlichen Blüten Pollen rauskriegen soll ist mir noch nicht ganz klar bzw. wann die "reif" sind.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 11. Mai 2021, 11:15:39
Ich habe mir die Männchen gestern abend nochmal genau angesehen - die geben dann schon durchaus Pollen frei, vor allem wenn sie eher kurz vorm Abblühen sind. Habe also mein Glück versucht - schauen wir mal  8)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 15. Mai 2021, 00:44:20
So, nun geht die Blüte langsam aber doch zu Ende. Die männlichen Blüten verschwinden sang und klanglos, während bei den weiblichen Blüten die kleinen Früchte zu schwellen beginnen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 16. Mai 2021, 16:10:03
Waren die "Würstel" von Anfang an so grün bei deinen Sorten oder färben die sich um wenn sie beginnen zu wachsen? Meine hängen noch in Dunkelrot an der Pflanze (sind die von Lilac Cream, von den anderen gabs noch keine weiblichen Blüten bisher). Die Blütenblätter rund um die "Würstel" fallen aber schon ab.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 16. Mai 2021, 17:42:01
Hier noch ein Foto - so sieht das im Moment aus.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 16. Mai 2021, 19:57:06
Bei mir gibt es grüne und zart violette, der Farbumschlag nach weiß oder zartrosa kommt erst ganz kurz vor der Reife. Ich denke mal bei den dunkelvioletten sind auch die reifen Früchte am Ende violett. Hab halt mit Alba und White Chocolate nur zwei helle Sorten.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 06. Juni 2021, 22:37:05
Bedenkt man die Menge an Blüten die dran waren, mutet die Menge an Früchten die verblieben sind lächerlich gering an. Wenn ich dann aber daran denke, dass ich letztes Jahr echt Kistenweise geerntet habe, habe ich kaum Zweifel, dass es dieses Jahr anders sein wird. Die Früchte beginnen schon deutlich zu schwellen, allerdings tarnen sie sich sehr gut. Ich denke das könnte ein Vorteil bei lila Früchten sein, dass man sie besser sieht.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 07. Juni 2021, 10:38:13
Was meint ihr, sieht das vielversprechend aus? Die drei bis vier größeren Würstel scheinen schon ein bisschen gewachsen zu sein.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 07. Juni 2021, 11:14:58
Ja sieht gut aus. Die unterschiedliche Größe der Würstel an einem Fruchtansatz spricht sehr dafür, dass ein Teil davon befruchtet wurde und sich entwickelt.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: Iris. am 08. Juni 2021, 08:28:18
Hat von euch jemand eine Ahnung wieso meine drei verschiedenen Akebias seit sicher vier Jahren rein männlich blühen? Gibt es da einen Trick?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 18. Juni 2021, 08:25:53
Dazu kann ich leider nichts sagen, würde mich aber auch interessieren. Eine meiner vier Sorten hat heuer ja auch nur männlich geblüht. Ich habe das bisher aber einfach darauf geschoben dass die Pflanze noch sehr jung ist, die gibt auch im Wachstum erst jetzt richtig Gas - die beiden die richtig geblüht habe, waren letztes Jahr schon viel kräftiger. Eine der vier hat noch gar nicht geblüht, wohl aus demselben Grund (ist auch die die am zaghaftesten wächst).

Übrigens denke ich, dass die Fruchtansätze sich hier tatsächlich gut weiterentwickeln - aber interessanterweise nur die wo ich die Blüten handbestäubt hatte. Die anderen haben sich mittlerweile fast alle verabschiedet. Ich weiß das so genau weil ich zu faul war eine Leiter zu organisieren - die ganz oben wachsen habe ich nicht bepinselt und die fallen ab. Die wo ich rein größentechnisch drankomme, sehen alle gut aus. Ich nehme an, das liegt am Wetter - ich habe zur Blühzeit der Akebias überhaupt keine Bienen, Hummeln etc. fliegen sehen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 21. Juni 2021, 22:52:48
Keine Ahnung, meine hatten von Anfang an Blüten Beiderlei Geschlechts.

Ich hab übrigens das Gefühl, dass Blüten im Schatten eher Früchte hervorbringen als solche in der Sonne. Von Außen sieht man an meinem Halbrosenbogen nicht eine Frucht, innen ist alles voll damit.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 15. Juli 2021, 12:14:20
Akebia Firmament.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 15. Juli 2021, 12:48:40
Hier leben sie auch noch, die ersten Fruchtansätze (etwas kleiner als bei dir aber auf jeden Fall in Entwicklung - alles was nicht befruchtet war ist inzwischen abgefallen).

Hier die von der White Chocolate (interessanterweise die größten Fruchtansätze obwohl sie als letzte geblüht hat).
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 15. Juli 2021, 12:49:33
Die von der Lilac Cream sind noch etwas kleiner.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 15. Juli 2021, 12:56:45
Gratuliere, das sieht doch gut aus. :-)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 15. Juli 2021, 13:13:07
Ja, mit zumindest so 5-10 Probierfrüchten rechne ich im Moment noch  :D
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 12. September 2021, 17:26:42
Wie sehen bei Euch die Akebias aus? Bei mir geht die Ernte jetzt los.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 12. September 2021, 17:29:29
Man sollte die Früchte wenn sie sich öffnen immer möglichst bald ernten, sie sind sehr schnell verderblich.
Diese Pocken die die unreifen Früchte am Bild haben, kommen von den Wanzen. Zum Glück ist die Schale so dick, dass das Fruchtfleisch im inneren völlig unbeeindruckt bleibt von den äußerlichen Saugschäden.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 13. September 2021, 15:14:31
Hier sehen sie aktuell gerade so aus - kein Zeichen von baldiger Reife. Sehr doof dass ich jetzt dann bis 23.9. weg bin, ich hoffe irgend jemand anderer aus meiner Familie bemerkt ggf. während meiner Abwesenheit dass sich was tut. Ansonsten könnte es aber nach diesem Katastrophensommer wohl auch sein dass das erst Anfang Oktober was wird.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 13. September 2021, 15:51:56
Sehr hübsch. Also für mich sehen sie eigentlich schon so aus als wären sie bald reif, sie wirken schon sehr groß und prall. Ist auf einem Foto natürlich immer schwer zu beurteilen. Aber nachdem Du jetzt zehn Tage weg bist, drück ich mal die Daumen, dass sie noch so lange warten bis Du wieder zurück bist.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 13. September 2021, 16:19:35
Hm, ich habe ja noch keinen Vergleich aber genau so haben die den halben Sommer schon ausgesehen. Ich hätte gedacht sie färben sich noch ein bisschen um (das am Bild ist White Chocolate, die von der Lilac Cream sind aber auch noch genauso grasgrün). Wie groß werden deine ca.? Hast du irgendeinen Größenvergleich?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 13. September 2021, 18:09:57
Das Umfärben geht sehr rasch, so an einem halben Tag. Die Größe der Früchte variiert sehr stark im Bereich von etwa vier bis zwölf Zentimeter Länge, wobei der Großteil bei mir irgendwo um die acht bis neun Zentimeter herum liegt. Als Größenvergleich hätte ich dieses Erntebild im Angebot.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 13. September 2021, 18:16:24
Oder aus dem letzten Jahr mit Katzen als Größenvergleich.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 13. September 2021, 19:19:27
Ok danke, dann ist die Größe der Früchte hier eh ziemlich durchschnittlich :)
Naja, wenn mein Garten weiterhin zwei Wochen hinterherhinkt, würde es sich ja direkt ausgehen. Wir werden sehen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 26. September 2021, 15:19:24
Meine Akebias haben auf mich gewartet  :D
Und sie sind schon recht stark umgefärbt. Hier die Lilac cream.

Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 26. September 2021, 19:46:09
Freut mich für Dich.  :)
Die sehen ja schon echt gut aus.
Ich bin jetzt länger nicht in den Garten gekommen und es sind ziemlich viele verdorben am Boden gelegen, kein schöner Anblick, leider.
Aber es gab auch wieder eine große Menge reifer Früchte zu ernten. Mein Freund hat das Mus durch ein Sieb gestrichen während ich Minikiwis geerntet habe, da gab es heute nämlich extrem viel zu ernten. Das Mus schmeckt wie Vanille Dany plus Sahne, oder zumindest so wie ich in Erinnerung habe dass das schmeckt, hab das Zeug seit sicher über 30 Jahren nicht mehr gegessen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 30. September 2021, 17:56:14
Heute morgen platzen hier die ersten vier Akebia-Früchte auf  :D

Im Bild zwei davon, links White Chocolate, rechts Lilac Cream.

Verkostet wurden sie natürlich auch gleich, ich würde die Beschreibung von kaliz unterschreiben, es schmeckt irgendwie nach Vanillepudding. Perfekt für mich  ;D
Ich finde diese Pflanze echt genial!
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 01. Oktober 2021, 14:57:06
Das sind ja zwei Prachtexemplare, gratuliere!  :)
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: chrichrichri am 01. Oktober 2021, 17:49:36
Wow! Die Fotos sehen echt toll aus. Wir haben auch eine Akebie im Garten. Die wächst da seit ca. 10 Jahren fröhlich und gesund vor sich hin. Aber Früchte hatten wir leider noch nie. Es ist eine Fünfblättrige mit vielen ca. 2-3 cm großen dunklen Blüten in einem edlen satten braun-violett auf eher trockenem kalkhaltigen Lehmboden mit Weinbauklima. Brauche ich eine zweite Pflanze, dass sie trägt - oder habt ihr sonst irgendwelche Tips wie man die zum Fruchten bringt?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: thogoer am 01. Oktober 2021, 18:02:08
Ja sie sind zweihäusig
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: chrichrichri am 01. Oktober 2021, 18:14:07
Könnt ihr eine gute Sorte empfehlen - geschmacklich, oder vom Ertrag?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 02. Oktober 2021, 00:30:26
Ich habe die Sorten Alba und White Chocolate und bin sowohl was Ertrag als auch was den Geschmack betrifft voll zufrieden.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 02. Oktober 2021, 16:13:06
Ich habe White Chocolate und Lilac Cream (Akebia Quinata) sowie Dark Purple (Akebia Trifoliata) und Ark Pink (Akebia x Pentaphylla) letzten Sommer gepflanzt. Die ersten zwei haben heuer schon getragen (jeweils so 7-8 wirklich schöne Probierfrüchte). Zur Menge des üblichen Ertrags kann ich daher noch nichts sagen, auch nicht zum Geschmack der letzten beiden (Dark Purple hat immerhin auch heuer schon geblüht, Ark Pink noch nicht).

Im geschmacklichen Direktvergleich von Lilac Cream und White Chocolate finde ich die erste minimal besser (ein bisschen cremiger), aber das sind Nuancen.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 02. Oktober 2021, 16:26:20
Hier die heutige Akebia Ernte. Vor einer Woche gab es schon Mal so viel und auf den Pflanzen hängt auch nochmal die gleiche Menge.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 08. November 2021, 12:41:26
Hier mal ein aktuelles Bild der Akebias. Im Winter werde ich die Pflanzen wieder auf ein Rosenbogenelement einkürzen. Sie nehmen den Minikiwis sonst zu viel Platz weg. Zum Glück sind Akebias sehr Schnittverträglich. Ich schneide da jeden Winter die halbe Pflanze weg und trotzdem wachsen und tragen sie wie verrückt. Was mich daran erinnert, dass ich noch gefrorenes Akebia Mus im Tiefkühler habe, ich denke da hol ich mir jetzt eine Portion raus.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 28. April 2022, 16:46:43
Die Akebias sind gerade ein einziges duftendes Blütenmeer.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: LissArd am 28. April 2022, 16:57:20
Was wäre denn die optimale Rankhilfe für Akebia? Wir hatten unsere jahrelang an einem Zaun, der allerdings nur 1,20 m hoch ist, so dass sie konsequent ÜBER den Zaun in Richtung Nachbargrundstück hing, wo sie dann eine sehr hohe Konifere erklimmen wollte, was den Nachbarn nur mäßig amüsierte. Jetzt habe ich sie im Winter überall am Zaun gerodet und nur den Teil stehen lassen, der gut 1 m vom Zaun entfernt ist, und dort einen unerwünschten kleinen Ahornsämling erstickt (recht so...). Ich würde der Akebia gerne eine Rankhilfe bieten, die sie schöner zur Geltung kommen lässt. Wäre ein Metallobelisk von 2 m Höhe geeignet? Oder braucht sie etwas flächigeres?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 28. April 2022, 17:00:56
Ich würde eher einen Rosenbogen oder eine Pergola nehmen. Die Früchte kommen bei mir zum überwiegenden Teil im Schattigen überhängenden Teil. Bei einem Obelisk gibt es diesen Bereich nicht wirklich, was zu weniger Früchten führen könnte.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: LissArd am 28. April 2022, 17:08:35
Ich würde eher einen Rosenbogen oder eine Pergola nehmen. Die Früchte kommen bei mir zum überwiegenden Teil im Schattigen überhängenden Teil. Bei einem Obelisk gibt es diesen Bereich nicht wirklich, was zu weniger Früchten führen könnte.


Danke, ja, das erklärt eventuell auch, warum meine Akebia in 15 Jahren überhaupt noch NIE Früchte gebildet hat? Denn sie ist vollflächig der Sonne ausgesetzt... und das obwohl ich damals extra eine zweite Pflanze gekauft hatte.
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: synchrochief am 21. Mai 2022, 16:53:30
Meine Akebias sind leider irgendwie blühfaul heuer. Die zwei Sorten die vergangenes Jahr schon gefruchtet haben, haben auch wieder geblüht, allerdings waren an der Lilac Cream nur ganz wenige Blüten (und davon nur 2-3 weiblich) und die White Chocolate hat zwar reich geblüht aber leider auch fast nur männlich.
Die anderen zwei Sorten wachsen zwar brav, aber blühen heuer überhaupt nicht. Woran das wohl liegt? Die eine davon hatte letztes Jahr ein paar männliche Blüten.Die wächst zumindest gerade extrem.
Wir wohl heuer wieder nur eher ein paar Probierfrüchte geben, vielleicht wirds nächstes Jahr mehr.

@kaliz, du düngst deine Akebias ja auch nicht wirklich oder doch?
Titel: Re: Akebia quinata
Beitrag von: kaliz am 21. Mai 2022, 21:21:43
Wenn ich es nicht vergesse, bekommen sie im Frühjahr etwas organischen Volldünger, mehr wegen der Erdbeeren zu ihren Füßen, als wegen der Akebias selbst. Dieses Jahr hab ich darauf vergessen, scheint sie nicht zu stören. Früchte wird es wieder reichlich geben und davon dass sie im Winter so einen brutalen Rückschnitt bekommen haben, merkt man auch schon längst nichts mehr. Die neuen Triebe sind schon über einen Meter lang und sehr dicht.