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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Lilo am 10. Januar 2022, 08:05:16

Titel: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lilo am 10. Januar 2022, 08:05:16
Der Thread "entstehung meines Gartens" von AndreasR hat mich auf etwas gebracht, das mich schon lange beschäftigt.
Ein paar Nachteile gibt es natürlich trotzdem, so verfängt sich im Herbst immer das Laub in den Ritzen, und man kann es nicht so einfach abkehren wie einen durchgängigen Belag, also muss ich dort ab und zu mit dem Staubsauger ran und die Zwischenräume der Dielen aussaugen. Die Dielen am Rand werden mit der Zeit mehr von der Witterung belastet als die weiter innen, und einmal musste ich eine Stelle säubern, wo eine Katze sich offenbar an einer Maus gütlich tat und dann die unverdaulichen Überreste wieder auswürgte, das war alles andere als appetitlich... :-X
Allgemein kann ich die Methode des Verlegens durchgängiger Holzbohlen im Außenbereich nicht nachvollziehen. Ich weiß, das wird heute so gemacht, aber ich verstehe es nicht.
z.B. Meine Tochter, lebt zur Miete, hat einen großen Balkon mit Bodenbelag aus Holz. Der Balkon ist auch überdacht, doch über die Jahre wurde so viel organisches Material zwischen die Ritzen eingebracht, dass sich unter den Bohlen ein regelrechtes Biotop gebildet hat. Sie lebt in einer recht regenreichen Gegend und durch Schlagregen ist der Humus schön feucht und dient Stechmücken zur Ablage ihrer Brut.
.
Aus diesem Grund habe ich für den Balkon meines Mannes einzelne tragbare Elemente anfertigen lassen. Maße ca. 100x50. Die kann man anheben und darunter sauber machen, trotzdem liegen sie gut. Bei der Terrasse meines Gartenhauses habe ich preiswerte Holzfliesen verlegt. Die klappern etwas, beim Darüberlaufen, ist für mich beim Gartenhaus ok.
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Welche Lösungen habt Ihr?
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Starking007 am 10. Januar 2022, 08:50:07
Genauso geht es!

Ganz Schlaue schrauben einen Terrassenbelag aus Holz im Ganzen von unten!
Damit man die Schrauben nicht sieht, als würden die ....

Austauschbar, wechselbar, leicht zu reinigen usw., daran denkt fast keiner,
ja nicht selten werden die waagerecht verlegt!
Man kann die Felder optisch geschickt gestalten, z.B. als breiten Rahmen mit Füllung usw...

Die Unterkonstruktion empfehle ich inzwischen ausschließlich aus Aluminium,
bei Holz ist der Aufwand zum wetterfestmachen (Abdeckung, wasserdichte Verschraubung) zu hoch.
In Alu kann mit entsprechenden Schrauben OHNE Bohren geschraubt werden.
Antiklapper-Gummis nicht vergessen!

Und NICHT streichen, dann kann man ausgetauschtes Holz ruhigen Gewissens
im Garten zweitverwenden (Beeteinfassung) oder verheizen.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: AndreasR am 10. Januar 2022, 15:08:59
Lilo, Deine Bedenken sind definitiv nachvollziehbar. Wenn so eine Holzterrasse einer Bewitterung ausgesetzt ist und nicht vernünftig abtrocknen kann, fängt sie irgendwann an zu gammeln, oder es sammelt sich sogar Humus an, wie bei Deiner Tochter. Ich hätte mich auch nicht für ein Holzdeck auf meiner Terrasse entschieden, wenn ich nicht genau gewusst hätte, dass es darunter eigentlich immer trocken ist, außer es regnet bei einem Gewittersturm wirklich mal waagerecht hinein. Die Terrasse liegt auf der (Süd-)Ostseite des Hauses und ist somit vor der üblichen Bewitterung aus dem Westen geschützt, und der Dachüberstand beträgt rundherum ca. 50 cm.

Ab und zu muss ich wie gesagt die Ritzen aussaugen, dabei erwische ist vielleicht nicht jedes Staubkorn, aber doch eine ganze Menge. Und wenn es irgendwann wirklich gar nicht mehr geht, muss man im Zweifelsfall mal die eine oder andere Diele abschrauben und darunter gründlich saubermachen. Abnehmbare Elemente oder Holzfliesen sind sicher eine praktikable Lösung und im Einzelfall vorzuziehen, nur hätte ich die auf dem furchtbar unebenen Betonboden nicht verlegen können, daher habe ich mich für die durchgängige Konstruktion entschieden. :)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lilo am 10. Januar 2022, 17:03:28
Andreas, ich wollte Dich und Deine Arbeit nicht kritisieren.
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Deine Beschreibung hat mich daran erinnert, dass mir seit einiger Zeit auffällt, wie selbstverständlich die Terrassen durchgängig mit Holz belegt werden. Es scheint fast so, als wäre nichts anderes denkbar.
Ich wollte die Methode gerne mal hinterfragen.
.
hier hatte ich eine 1A-provozierende Formulierung - verkneif ich mir jetzt und hier - oder soll ich bei den Gartenmenschen?
 
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: AndreasR am 10. Januar 2022, 17:45:52
Keine Bange, ich habe mich keineswegs kritisiert gefühlt. Ich wollte nur noch einmal deutlich machen, dass man für so ein Projekt auf jeden Fall ein paar Vorüberlegungen machen sollte, und nicht immer ist das, was so auf dem Markt angeboten ist, auch der Weisheit letzter Schluss. Da gilt es immer, alle Vor- und Nachteile abzuwägen, und nur, wenn man das ehrlich kommuniziert und darüber diskutiert, kann man nachträglichen Unmut vermeiden. Ich bin immer froh, wenn jemand konstruktive Kritik hat; das verhindert, dass man selbst "betriebsblind" wird. Im Gegenzug lässt man sich natürlich auch nicht so leicht von einem Vorhaben abbringen, wenn man von dessen Gelingen überzeugt ist, und solange man seine Entscheidung plausibel erklären kann. Es ist so schade, wenn die Leute übereinander reden, aber nicht miteinander. Offen für alles sein, sich austauschen, sich respektvoll begegnen, nur so funktioniert es. :)

So, und jetzt wieder zurück zum Thema, mich interessiert das nämlich auch. :D
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: neo am 10. Januar 2022, 17:50:45
Allgemein kann ich die Methode des Verlegens durchgängiger Holzbohlen im Außenbereich nicht nachvollziehen. Ich weiß, das wird heute so gemacht, aber ich verstehe es nicht.
Es sieht grosszügiger aus, als wenn da überall Schnittstellen sind?
Wir haben keine Echtholzterrasse, es ist WPC. (Die Terrasse ist ganz der Witterung ausgesetzt). Bei der ersten Variante wollte ich auch, dass man die Teile anheben kann, weil ich ja vorher wusste, wieviel Dreck da jeweils drauffällt. Es war sicher auch wegen dem schlechten Material, vielleicht wegen der Art des Verlegen, jedenfalls haben sich die einzelnen Teile im Lauf von 6,7, Jahren stark verbogen und das Material begann zu bröckeln. Die Terrasse ist recht gross und im Nachhinein hat mich das optisch auch nicht überzeugt so "verschnitten".
Die jetzige Variante (ebenfalls WPC) liegt jetzt auf Alu, nicht mehr auf Holz, und die Fläche ist geschlossen (Gummiband zwischen den einzelnen Latten, kann kein Dreck mehr nach unten). Das mit dem Gummi macht man ja sicher nicht bei Holz denk`ich, wäre ja schade wegen der Optik.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Gartenplaner am 10. Januar 2022, 18:35:48
Holz ist ein "lebendiges" Material, je nach Holzart und natürlich Qualität kann es "arbeiten".
Je mehr Schnittstellen, umso mehr Stellen, wo sich was nach oben oder unten verbiegen kann, auch wenn es nur ein, zwei Millimeter sind, und Stolperfallen entstehen können, vom Optischen mal abgesehen.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lady Gaga am 10. Januar 2022, 18:48:14
Holz hält nicht ewig, unser Teichbauer sprach beim Holzdeck von 10 Jahren. Das finde ich eigentlich frustrierend wenig.

Die Pfosten, auf denen die Holzbretter aus Lärche verlegt sind, wurden tw. auf Betonfundamente verschraubt, am Teichrand auch auf Lärchensteher, die mit Metallteilen am Holzrahmen des Teiches befestigt waren.
(https://up.picr.de/42805054tz.jpg)

Das Dümmste waren aber die senkrechten Bretter als hübschen Abschluß des Lärchen"belages", dort hielt sich das Wasser nach Regen besonders lang. Diese Bretter verrotteten schon nach rund 7 Jahren. Der Mittelsteg mit Berührung des Uferbodens war dort auch schnell kaputt, insbes. die dickeren Balken, auf denen die Bretter verschraubt sind.
(https://up.picr.de/42805055rq.jpg)

Inzwischen haben auch immer mehr waagerechte Terrassenbretter Schäden und Sprünge, sodass wir vermutlich heuer das ganze Deck samt Zugang und Mittelsteg neu bauen müssen.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Quendula am 10. Januar 2022, 20:39:53
Hier wurde die Terrasse auf Holzbalken auf Betonschwellen verlegt. Falls sich die dazwischengerieselte Biomasse soweit ansammelt, dass die Betonschwellen darunter verschwinden, kann ich auf der Hausseite auch den Wasserschlauch/Kärcher reinhalten und den Dreck Richtung Garten rausspülen. Oder von oben die Schrauben einzelner Dielenbretter lösen und wasauchimmerdarunter rausfegen.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=70095.0;attach=825972;image)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Natternkopf am 10. Januar 2022, 20:40:51
Würde ich bevorzugen
Hier wurde die Terrasse auf Holzbalken auf Betonschwellen verlegt. Falls sich die dazwischengerieselte Biomasse soweit ansammelt, dass die Betonschwellen darunter verschwinden, kann ich auf der Hausseite auch den Wasserschlauch/Kärcher reinhalten und den Dreck Richtung Garten rausspülen.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Alva am 10. Januar 2022, 20:52:21
Wir haben auch WPC. Hält nun schon seit zehn Jahren und soll nochmal zehn Jahre halten. Darunter sind ca. 25 cm Hohlraum und neben Glitzer, Konfetti und Spielkarten liegt sicher auch jede Menge Biomasse darin. Stört mich weiter nicht. Gelsenproblem gibt’s auch keins.

Holzboden wollte ich keinen, weil man sich da nach nur ein paar Jahren leicht einen Schiefer einziehen kann und außerdem hatte ich keine Lust alle zehn Jahre den Holzbelag zu erneuern.
Der nächste Belag in zehn Jahren wird wieder WPC, aber diesmal in hellgrau statt hellbeige. Dann sieht man eventuell den Dreck nicht so  ;)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lilo am 11. Januar 2022, 06:33:47
Es sieht grosszügiger aus, als wenn da überall Schnittstellen sind?
Holz ist ein "lebendiges" Material, je nach Holzart und natürlich Qualität kann es "arbeiten".
Je mehr Schnittstellen, umso mehr Stellen, wo sich was nach oben oder unten verbiegen kann, auch wenn es nur ein, zwei Millimeter sind, und Stolperfallen entstehen können, vom Optischen mal abgesehen.
Das Argument der Optik leuchtet mir ein, für mich hätte allerdings das Argument der Handhabbarkeit das größere Gewicht.
Holz hält nicht ewig, unser Teichbauer sprach beim Holzdeck von 10 Jahren. Das finde ich eigentlich frustrierend wenig.
Das erscheint mir auch äußerst kurzlebig. Warum ist das so? Es gibt doch Holzstege an Seen, die halten Jahrzehnte.
Zitat
Die Pfosten, auf denen die Holzbretter aus Lärche verlegt sind, wurden tw. auf Betonfundamente verschraubt, am Teichrand auch auf Lärchensteher, die mit Metallteilen am Holzrahmen des Teiches befestigt waren.
Das Dümmste waren aber die senkrechten Bretter als hübschen Abschluß des Lärchen"belages", dort hielt sich das Wasser nach Regen besonders lang. Diese Bretter verrotteten schon nach rund 7 Jahren. Der Mittelsteg mit Berührung des Uferbodens war dort auch schnell kaputt, insbes. die dickeren Balken, auf denen die Bretter verschraubt sind.
.
Inzwischen haben auch immer mehr waagerechte Terrassenbretter Schäden und Sprünge, sodass wir vermutlich heuer das ganze Deck samt Zugang und Mittelsteg neu bauen müssen.
Auf jeden Fall sieht Euer Holzdeck sehr chic aus. Besonders das Lärchenholz wirkt durch seine Helligkeit sauber und frisch. Lärchenholz wird ja traditionell in der vertikalen Anbringung, z.B. als Hausverkleidung, benutzt und ist dort auch recht lange haltbar. In der horizotalen Anbringung scheint das nicht so zu sein. Wäre Douglasie keine Lösung?
Hier wurde die Terrasse auf Holzbalken auf Betonschwellen verlegt. Falls sich die dazwischengerieselte Biomasse soweit ansammelt, dass die Betonschwellen darunter verschwinden, kann ich auf der Hausseite auch den Wasserschlauch/Kärcher reinhalten und den Dreck Richtung Garten rausspülen.

Wir haben auch WPC. Hält nun schon seit zehn Jahren und soll nochmal zehn Jahre halten. Darunter sind ca. 25 cm Hohlraum und neben Glitzer, Konfetti und Spielkarten liegt sicher auch jede Menge Biomasse darin. Stört mich weiter nicht. Gelsenproblem gibt’s auch keins...
Wenn der Abstand zum Untergrund groß genug ist und auch zur Reinigung zugänglich ist, halte ich das nicht für ein Problem.
Problematisch erscheint mir eine dauerhafte Montage direkt auf dem Estrich, bzw. der Bitumenschicht.
Zitat
Oder von oben die Schrauben einzelner Dielenbretter lösen und wasauchimmerdarunter rausfegen.
Da wäre doch ein Klick-System praktisch? Von Vorneherein einzelne Bretter als Revisioszugang einplanen und flexibel montieren.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: neo am 11. Januar 2022, 13:14:16
Es sieht grosszügiger aus, als wenn da überall Schnittstellen sind?
Holz ist ein "lebendiges" Material, je nach Holzart und natürlich Qualität kann es "arbeiten".
Je mehr Schnittstellen, umso mehr Stellen, wo sich was nach oben oder unten verbiegen kann, auch wenn es nur ein, zwei Millimeter sind, und Stolperfallen entstehen können, vom Optischen mal abgesehen.
Das Argument der Optik leuchtet mir ein, für mich hätte allerdings das Argument der Handhabbarkeit das größere Gewicht.

Ganz am Schluss hat sich mein Mann an so einer Stolperfalle den Fuss gebrochen. War nicht so praktisch. ;) (Im Moment hält es seit 6, 7 Jahren, bin gespannt, wie lange die Lebensdauer der Zweitauflage sein wird.)
Letztendlich ist es ja immer ein Abwägen, was in welcher Situation nützlich ist und auch gefällt.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Gartenplaner am 11. Januar 2022, 14:23:47
...
Holz hält nicht ewig, unser Teichbauer sprach beim Holzdeck von 10 Jahren. Das finde ich eigentlich frustrierend wenig.
Das erscheint mir auch äußerst kurzlebig. Warum ist das so? Es gibt doch Holzstege an Seen, die halten Jahrzehnte.
...
Holz, welches vollkommen der Bewitterung ausgesetzt ist, zersetzt sich, zwangsläufig, da spielt dann die Holzart eine Rolle dabei, wie schnell oder langsam - Tropenhölzer am langsamsten, dann Eiche, Robinie, Esskastanie, Douglasie, Lärche - und ich denke mal, bis vor 40-50 Jahren auch die "Oberflächenbehandlung" mit Schutzanstrichen, die mit Bioziden versetzt waren, welche Angriffe durch Insekten und Pilze sehr lange hinauszögern konnten.

Vor der Entwicklung dieser Schutzanstriche wurde Holz in solchen Situationen eben wahrscheinlich sehr regelmäßig mit Leinöl eingepinselt und morsche Bretter ausgetauscht, das war normal, war kein teures Material und jeder konnte es verarbeiten.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Apfelbaeuerin am 12. Januar 2022, 12:38:39
Meine Terrasse besteht auch auch durchgängigen Lärchenbohlen. Allerdings sind sie von unten gut belüftet ;).
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Quendula am 12. Januar 2022, 13:17:49
Ein wunderschöner Blick, Äpfelin :D.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Apfelbaeuerin am 12. Januar 2022, 13:30:01
Dankeschön, Quen  :-[ :)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Starking007 am 12. Januar 2022, 14:00:50
Die Trägerkonstruktion sollte 3 Oberbeläge aushalten.

Das Einziehen von "Schiefern" (heißen hier Spreissel) ist bei unseren (4) Holzterrassen kein Problem,
unsere 6 barfußlaufenden Enkel haben Übung, wie man sich auf verschiedenen Untergründen bewegt,
wir haben sogar bewußte Stolperstellen in den Wegen, Löcher im Rasen und einen massiven Felsengarten,
auf dem alle Laufen lernten.

Die Spreissel ziehen sie sich meist selbsständig.
Fuß mußte noch keiner abgenommen werden...  ;)

Schöne Lärche bleibt nicht hell, Streichen ist Verteilen von Umweltgiften unter Ruinieren der Freizeit.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Apfelbaeuerin am 13. Januar 2022, 14:28:55
Streichen ist Verteilen von Umweltgiften unter Ruinieren der Freizeit.

Schöner Satz ;D.
Natürlich muss Lärche ungestrichen bleiben und nimmt dann einen schönen Grauton an.
Spreißel hab ich mir auf unserer Terrasse noch nie eingezogen. Man darf das Holz nur nicht mit dem Kärcher reinigen.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lady Gaga am 13. Januar 2022, 16:32:46
Spreißel hab ich mir auf unserer Terrasse noch nie eingezogen. Man darf das Holz nur nicht mit dem Kärcher reinigen.

Das kommt wohl auch auf die Qualität und das Alter des Holzes an. Ich kann mir vorstellen, dass ein gut gelagertes Holz stabiler ist als ein billiges Material aus dem Baumarkt, das vermutlich zu früh verkauft wird.
Wir haben unser Lärchenholzdeck am Teich vom Gärtner bauen lassen, ich kann die Holzqualität nicht beurteilen und kenne seinen Lieferanten nicht. Es gab jedenfalls schon nach wenigen Jahren eine Freundin, die sich beim Besuch eine Schiefer einzog. Mir ist das nie passiert. Man muß halt auch die Füße heben und nicht über den Boden streifen.  ;D

Inzwischen (nach 13 Jahren) gibt es aber schon echte Schäden am Ende der Bretter, wo das Holz verrottet oder etwas abbricht, obwohl wir es nie mit Kärcher gereinigt haben.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Starking007 am 14. Januar 2022, 06:32:32
13 Jahre ist ok.
Wenn nun der Belag unterteilt und auf Schnellwechsel konstruiert ist,
ist in wenigen Stunden ein Austausch  der betroffenen Bretter/Bereiche erledigt.
Wer natürlich großen Wert auf ein einheitliches Erscheinungsbild
und weniger auf Nachhaltigkeit legt, der wechselt den ganzen Belag.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lady Gaga am 14. Januar 2022, 07:27:23
Starking, auf der 1. Seite ist ein Foto von der Unterkonstruktion des Holzdecks. Ich fürchte, da werden auch die Balken schon Schäden haben. Wird doch aufs Austauschen des gesamten Decks hinauslaufen. Einzelne Bretter hat GG schon früher ausgetauscht.

Welches Holzmaterial (aus Europa) wäre jetzt für so ein Deck am Teich länger haltbar als Lärche?
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Starking007 am 14. Januar 2022, 08:39:07
"Welches Holzmaterial (aus Europa) wäre jetzt für so ein Deck am Teich länger haltbar als Lärche?"

Aus meiner Sicht ist das die falsche Fragestellung, die könnte so aussehen:

Wie baut man ein Terrasse mit Holzbelag,
die umweltbewußt, nachhaltig ist,
relativ preiswert,
wo der Belag leicht zu wechseln ist
und der Unterbau lange hält.

Also ganz normale tägliche Fragestellungen,
die leider im Zuge der Optik-Moderne meist hintenan stehen.

Mein Empfehlung:
Holzart:
Schlechte Lärche ist nicht so gut als gute Kiefer,
gute Lärche ist super, noch besser als Douglasie.
Gut: Jahresringe eng, 1-2mm, aber wer kennt das noch?
Wenn schnell austauschbar, ist diese Frage weniger wichtig,
ob 10 oder 15 Jahre....
Alles andere, wie Thermoholz oder Exoten, ist teuer.

Unterbau Alu oder gleich komplett eine Betonpflaster-Terrasse!

Leider kann man sich nicht auf die "Profis" verlassen,
die Garantie übersteht alles, und der zweite Bau bringt auch Geld.
Schnell muss es gehen, der Rest ist egal, der Kunde hat heutzutage eh Null Ahnung.
WPC-Belag würde ich nie nehmen, Plastik pur und dazu noch enge Abstände im Unterbau,
sonst gibt es Wellen!

Belag gliedern!!!!!!!! Kann man optisch sehr geschickt machen.
Diese blöde moderne Ansicht, das alles einheitlich, gerade sein muß,
macht vieles kaputt.

Einheitlich wollte Mao Tse Tung, die Roten Khmer und andere auch............
Oder Nordkorea.....

Sorry, manchmal bin ich etwas grob, und die Welt wird immer empfindlicher...........
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Aramisz78 am 14. Januar 2022, 09:45:29
Robinie soll auch ohne Behandlung 10-15 Jahre aushalten. Bei meiner Eltern stehen Zaunpfosten schon seit fast zwanzig Jahren. Sie sind aber nicht Bretter sondern dickere runde Stämme. Sie wurden teilweise abgebrannt(?) untere Teil etwas verkohlt, und manche auch mit irgendwelche Mineralöl (Diesel?) behandelt.
Ich weiss dass es schädlich und zum Glück nicht mehr gängig ist. Damals war in der Dorf das Umweltbewusstsein nicht so ausgeprägt... :-[
Mit regelmäßiger Leinöl Behandlung kann man/frau auch etliche Jahre gewinnen.

Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: neo am 14. Januar 2022, 09:54:42
Belag gliedern!!!!!!!! Kann man optisch sehr geschickt machen.
Diese blöde moderne Ansicht, das alles einheitlich, gerade sein muß,
macht vieles kaputt.

Einheitlich wollte Mao Tse Tung, die Roten Khmer und andere auch............
Oder Nordkorea.....
Ein Beispiel wäre toll, wie man einen Holzbelag geschickt gliedert, ohne dass es nachher kleinteilig aussieht. Politisch motiviert ist das bei mir nicht, wenn ich gern hätte, dass es grosszügig wirkt. ;) Das ist wohl einfach Geschmacksache.
WPC ist nicht einfach nur schlecht im Vergleich zu Holz. Es kommt immer drauf an.
https://www.verbraucherzentrale.nrw/schadstoffe/verschiedenes/terrassendielen-aus-wpc-wie-oekologisch-ist-dieser-werkstoff-43524
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lilo am 14. Januar 2022, 10:02:52
Einheimisches Holz wird schwierig.
.
Soweit ich weiß git es keine Bretter aus Robine. Diese Bäume wachsen meist verwunden, in sich gedreht und haben oft Risse. Auch die Pfosten bleiben eigentlich nie gerade, einen Hau haben sie immer. Aus solchem Holz kann man keine langen Bretter sägen, die brav liegen bleiben. Robine für größere Flächen, wie z.B. Arbeitsplatten sind immer stabverleimt. So etwas kann man aber nicht als Terrassenbelag verwenden.
.
Douglasie wird inzwischen auch in Deutschland angebaut.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Starking007 am 14. Januar 2022, 11:53:51
Ob Douglasie nun aus Österreich, Deutschland oder Tschechien käme,
wäre mir egal. Mein Auto kommt aus Japan, der Rest der Welt soll Audi kaufen-.........

Zur Aufteilung eines Belages:
Es ist ein Unterschied, ob am Rand, am Gefälleende, ein Längsbrett zu tauschen ist, weil die letzten Zentimeter mosch sind,
oder 25 Bretter, weil die letzten cm morsch sind.
Gut macht sich immer ein Rahmen, nicht zu schmal, 1m ist gut. Schön ist diagonal in den Ecken, aber aufwendig.
Am Haus ein Rand, auch 1m breit, macht sich gut. Generell fände ich diesen 1m Rand als erhöhte Stufe gut, oft läßt sicvh damit ein Höhenunterschied mildern. Als Sitzstufe und für Kübelpflanzen ist das sehr schön!
Oder die ganze Mitte diagonal, der Rand gerade, oder linke und rechte Hälfte verschieden diagonal.
Odeer in Anlehnung an die Türen...... usw.

Hauptsache nicht einheitlich ;-)

PS: Ich war bißl mehr als 20 Jahre auch professioneller Gartenplaner.......
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: neo am 14. Januar 2022, 15:16:26
Hauptsache nicht einheitlich ;-)
Ich sehe vage vor mir was du meinst. Gedanklich war ich noch bei der Eingangsfrage und beim Holzboden von Andreas. Auf eher kleinem Raum gefällt mir das gut so schlicht und „gerade“ verlegt, in grösseren Räumen mag mehr Spielraum sein.
Bei der nächsten Bodenrenovation ( soll noch lange auf sich warten lassen…) werde ich dann auf das Verlegen mein besonderes Augenmerk richten. ;)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: AndreasR am 14. Januar 2022, 16:24:18
Die Geradlinigkeit von meiner Terrasse ist sicher ein Plus, letztendlich war es aber reiner Zufall, dass die genau vier Meter breit ist (oder vielleicht war es damals sogar so vorgesehen, ich weiß ja nicht, wie lange es solche Terrassendielen schon gibt). Ich hätte ggf. auch "gestückelt", aber dass es die Dielen in 2 m, 3 m und 4 m Länge gab, war natürlich perfekt für mich. Letztendlich ist es immer eine Frage des Anspruchs.

Am dauerhaftesten ist halt Tropenholz, aber ob das jemals nachhaltig und ökologisch sein kann, möchte ich bezweifeln. Robinie funktioniert als Brett wie gesagt nicht, ob's mit Eiche oder Kastanie ähnlich haltbar wie Erstere wird, weiß ich nicht. Lärche mit kleinen Jahresringen dürfte meist "Sibirische Lärche" sein, langsam gewachsen in der Taiga, aber auch nicht unbedingt ökologisch produziert. Douglasie hingegen gibt's auch bei uns, wenngleich es keine einheimische Baumart ist.

Auch der Preis von meinen Dielen war vertretbar, gegenüber Tropenholz wie Bangkirai oder auch WPC jedenfalls deutlich günstiger. Wie haltbar es letztendlich unter der Bedachung ist, werde ich wohl frühestens in ein paar Jahren beurteilen können, bisher sieht jedenfalls alles gut aus. Letzten Sommer zog eines Nachmittags ganz plötzlich ein Gewitter auf, so dass ich mich - im Garten werkelnd - eiligst vor einem Sturzregen unters Terrassendach flüchten musste, das Holz wurde dabei teilweise nass und duftete plötzlich wieder ganz frisch nach Holz. :)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 14. Januar 2022, 21:32:01
Ich hab eine freitragende  Terrasse vor dem Blockhäuschen seit 1977.
Die erste Terrasse baute ich auf 15x15 cm, 4m langen Holzbalken. Darauf nagelte ich Fichtenholzbretter 28mm stark 15cm breit. Die Terrasse hab ich damals so alle vier Jahre mit Holzschutz imprägniert. Nach zehn Jahren ging es mit morschen Bretter austauschen an, nach13 Jahren alles abgerissen und komplett neu erstellt.
Abmessungen der neuen Unterlage wie gehabt nun legte ich darauf Dachpappe wei Ich glaubte die würden nicht so nass werden und länger halten, war aber ein Trugschluss, verrotteten noch schneller weil es zwischen Dachpappe und Holz immer feucht war und nicht richtig abtrocknen konnte. Fichtenbretter hab ich mit 38mm Dicke wieder aufgenagelt, dachte je dicker um so länger haltbar, was auch wieder ein Trugschluss war. Je dicker die Bretter sind um so tiefer sind auch Risse im Holz, die in jedem mit der Zeit (trocken, Sonne, nass) entstehen. Die Feuchtigkeit aus den tiefen Spalten steht nochmals länger, also noch schnellere Fäulnis. Lebensdauer 11 Jahre.
So kann es nicht weiter gehen wenn ich wie mein Vater 95 werde muss ich ja  noch vier solche Terrassen bauen.
Die letzte Terrasse jetzt bereits 21 Jahre alt hab ich komplett anders aufgebaut.
Die Holzbalken als Auflage hab ich durch  VA-Rohre 120mm durchmesser ersetzt.
Die Terrassenbretter aus 28mm Gebirgslärche also kleine Jahresringe.
Die Terrasse ist 6x4 m. Da hab ich die Terrassenbretter in vier Teile aufgeteilt. Die Bretter hab ich umgedreht und auf 3x4 cm Latte von unten her verschraubt. Die  vier Stück a' 6x1,3m Platten umgedreht hingelegt, fertig. Sind mit den Auflagerohren nicht formschlüssig verbunden.
Dass sie jetzt schon seit 21 Jahren bis auf die Farbe wie neu sind und sicher noch 10 bis 15 Jahre herhalten muss man natürlich auch einiges an Servizearbeiten machen.
Alle drei Jahre wird die Terrasse mit dem Hochdruckreiniger gereinigt aber nicht abgefräst so dass die Schiefern nur so fliegen. Beim Reinigen ist ein besonderes Augenmerk auf die Spalten zwischen den Brettern zu legen. Die sollten nebenbei bemerkt 5 bis 10mm breit sein, das Wasser schnell abläuft und man mit dem Hochdruckreiniger gut, die darin wachsenden Moose, abstrahlen kann.
Nachdem die Terrasse gut getrocknet ist wird sie so imprägniert das alle Ritzen ind Spalten mit diesem Mittel gesättigt sind. Das ist sehr wichtig für die Langlebigkeit, da das Wasser nicht zu tief in die Risse eindringt.
Jetzt seid ihr vielleicht neugierig welches Imprägniermittel ich da verwende, die Terrasse ist ja über dem Teich.
Es ist entweder Sonnenblumen oder Raps Speiseöl, das Billigste halt. Das hab ich bei der neuen 21 Jahre alten Terrasse schon sieben Mal gemacht
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 14. Januar 2022, 21:41:37
Ach ja Foto von der Terrasse
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Gartenplaner am 14. Januar 2022, 22:22:11
Erstmal vorweg - sieht großartig aus und vielen Dank für den Erfahrungs- und Konstruktionsbericht!!!!

...
Die Terrasse ist 6x4 m. Da hab ich die Terrassenbretter in vier Teile aufgeteilt. Die Bretter hab ich umgedreht und auf 3x4 cm Latte von unten her verschraubt. Die  vier Stück a' 6x1,3m Platten umgedreht hingelegt, fertig. Sind mit den Auflagerohren nicht formschlüssig verbunden.
...
Ab da konnte ich nicht mehr so recht folgen.....auf dem Foto sehen die Bretter durchgehend wie 6m lang aus....könntest du das vielleicht detaillierter beschreiben, wie und wo diese 4 Platten sind?
Sind die dann nochmal miteinander verschraubt?
Und das Ganze "liegt" dann einfach auf den V2A-Rohren auf?
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 14. Januar 2022, 23:06:36
Hallo Gartenplaner, ja die 6m Länge hab ich aus 4 und 2m Brettern auf Konterlattung immer versetzt von unten verschraubt. Die Konterlatten sind 1.3m lang und über die Länge von 6m hab ich 10 Stück verteilt und mit den Brettern verschraubt. Vier Teile zu je 1.3m deshalb weil sie noch zu zweit einfach umzudrehen waren und die liegen sehr satt ohne Verschraubung mit den Rohren auf da sie doch ein stattliches Gewicht haben.
Rohre sind für solche Terrassen die optimale Lösung da sie zu den Brettern die darauf liegen nur eine Linie als Auflage haben und das Regen-Wasser schnell abfließen kann.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 14. Januar 2022, 23:21:52
Zu Robinie hätt ich auch noch etwas.
Im Aussenbereich wie kleine Brücken und Sitzgelegenheiten mache ich grundsätzlich aus Robinie, hält fast ewig.
Die Robinie hat allerdings auch einen großen Nachteil vor allem bei Brettern mit Längen über sagen wir Mal zwei Metern. Aufgrund der vielen Äste verzieht sich das Holz derart das es für größere Längen nicht sinnvoll verwendet werden kann.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 14. Januar 2022, 23:23:41
🦊
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Gartenplaner am 14. Januar 2022, 23:37:29
Also eine dieser Platten ist dann, ich hab mal ne Skizze versucht:
6m lang, 1,3m breit, besteht aus einer Mischung von 2m und 4m langen Bretter und ist von unten mit den Konterlatten (in grün) verschraubt?

Und davon dann 4 nebeneinander?
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Gartenplaner am 14. Januar 2022, 23:41:16
...
Rohre sind für solche Terrassen die optimale Lösung da sie zu den Brettern die darauf liegen nur eine Linie als Auflage haben und das Regen-Wasser schnell abfließen kann.
Das ist eine geniale Lösung!
(und diese wunderbaren Eisenschmiedearbeiten an Bank und Brücke mal wieder....)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Starking007 am 15. Januar 2022, 06:49:51
Jetzt hat es die richtige Richtung.
Foxy: Super!
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Staudo am 15. Januar 2022, 07:49:23
Ich schließe mich dem Lob an.  ;)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lilo am 15. Januar 2022, 08:26:24
Ja, Rohre als Auflage sind für freitragende Terrassen eine geniale Lösung. Ob es auch Sinn macht Rohre bei Terrassen mit geschlossenem Unterbau zu verwenden?
Ebenso schlau, die Einteilung der Elemente längs vorzunehmen. Hierdurch ist die oft gewünschte optische Einheitlichkeit gegeben.
.
Danke für den Beitrag, Foxy
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: neo am 15. Januar 2022, 08:41:16
Neben dem handwerklichen Geschick, Können bin ich auch davon beeindruckt, dass foxy wohl niemals aufgibt. ;)
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lady Gaga am 15. Januar 2022, 10:13:44
Hallo Gartenplaner, ja die 6m Länge hab ich aus 4 und 2m Brettern auf Konterlattung immer versetzt von unten verschraubt. Die Konterlatten sind 1.3m lang und über die Länge von 6m hab ich 10 Stück verteilt und mit den Brettern verschraubt. Vier Teile zu je 1.3m deshalb weil sie noch zu zweit einfach umzudrehen waren und die liegen sehr satt ohne Verschraubung mit den Rohren auf da sie doch ein stattliches Gewicht haben.
Rohre sind für solche Terrassen die optimale Lösung da sie zu den Brettern die darauf liegen nur eine Linie als Auflage haben und das Regen-Wasser schnell abfließen kann.

Foxy, das finde ich eine sehr kreative Terrasse, ist vielleicht eine Möglichkeit für die nötige Erneuerung unserer Terrasse  am Teich. Die ist allerdings ca. 9 x 3,5m, derzeit besteht sie aus 3,5m langen Brettern im rechten Winkel zum Teich.
(https://up.picr.de/42834841cg.jpg)

Würdest du die Konstruktion mit den Brettern wieder in diese Richtung machen oder parallel zum Ufer? Dann müßte man wohl mit 3m langen Brettern arbeiten, um auf die 9m Gesamtbreite zu kommen?

Die 1,3m Breite der Elemente klingt schmal, wie schwer sind die Bretter? Ich hätte Angst, dass was bei Sturm verrutscht oder beim ins Wasser springen kippt.

Und was bitte sind VA-Rohre 120mm???  ???
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Starking007 am 15. Januar 2022, 11:05:28
Edelstahlrohre mit 12cm Durchmesser,
das ist aber schon die Edelversion, von den Kosten ganz abgesehen.
Verzinkt hält auch zwei oder drei Generationen.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 15. Januar 2022, 11:41:11
Freut mich dass da so viel Interesse vorhanden ist.
Gartenplaner, da hast du ja schon eine richtig  gute Zeichnung gemacht.

Lilo, bei geschlossenem Erdreich unter der Terrasse kann man im Prinzip genau so vorgehen.
Da man hier viel mehr Unterstützungen machen kann, kann man bedeutend geringere Durchmesser der Rohre verwenden (viel billiger). Ich habe V4A Rohre verwendet die ich von einer Chem. Anlage günstig als Schrott bekam.
Ich würde z. B. verzinkte Wasserleitungsrohre verwenden, die gibt es in vielen Durchmessern.
Die Auflagen der Rohre auf Beton Steine, die daraufliegenden Rohre mit Beton gegen Verrutschen fixieren.

Neo, das Gute bei den gemachten Fehlern ist ja dass man dabei sehr viel lernt. Dieses praktische Lernen wird einem in den Schulen halt auch nicht beigebracht, größer Fehler bei der heutigen Wissensvermittlung.

Hallo Lady Gaga, ich würde die Bretter wie du schreibst parallel zum Ufer verlegen. Am Teichufer und dahinter über die Betonsockel z. B. T oder U Träger legen. Gegen das Rollen der daraufliegenden Rohre z. B. Schweißpunkte an den Trägern oder Kerbe einflexen. Rohre nicht anschweißen.
Meine vier Terrassenteile wiegen je ca 120kg, da verrutscht nichts. Wenn sie natürlich viel leichter wären würde ich sie hinten und vorne gegen Verschieben fixiern.

Bild zeigt die Unteransicht der Terrasse. Damit sich die Enden der einzelnen Platten nicht durch Verziehen heben können hab ich die Konterlattung etwas vorstehend lassen, so dass sie unter die andere nebenliegende Platte steht.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 15. Januar 2022, 11:43:43
Starking, du hast ja recht.
Jetzt kommen einige Detail Bilder.
Hieß sieht man dass die Bretter nie ganz zusammengefügt werden sollen.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 15. Januar 2022, 11:44:25
Komplettansicht
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Lilo am 15. Januar 2022, 11:57:49
Lilo, bei geschlossenem Erdreich unter der Terrasse kann man im Prinzip genau so vorgehen.
Da man hier viel mehr Unterstützungen machen kann, kann man bedeutend geringere Durchmesser der Rohre verwenden (viel billiger).
...
Ich würde z. B. verzinkte Wasserleitungsrohre verwenden, die gibt es in vielen Durchmessern.
...
An Wasserrohre habe ich auch gedacht.
Aber mir geht es im Moment darum, eine gute Lösung für einen Balkon oder eine Terasse auf einem Anbau zu finden. Unterkonstuktion, z.B. Beton, darauf Bitumenschweißbahnen und jetzt Unterkonstruktion aus Wasserrohren. - Wäre es eine Idee die in ein Bitumenbett zulegen, damit sie nicht verrutschen. Oder ist der Gedanke sowieso hirnrissig, weil sich die Wasserrohre durch das Bitumen drücken und so die Wassersperre zerstören würden?
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Gartenplaner am 15. Januar 2022, 12:02:41
Tja, sowas kriegt man nicht in “Technisch-konstruktive Grundlagen der Freiraumplanung” beigebracht  8)

… z.B. Beton, darauf Bitumenschweißbahnen und jetzt Unterkonstruktion aus Wasserrohren. - Wäre es eine Idee die in ein Bitumenbett zulegen, damit sie nicht verrutschen. Oder ist der Gedanke sowieso hirnrissig, weil sich die Wasserrohre durch das Bitumen drücken und so die Wassersperre zerstören würden?

Wegen zu punktuellen Belastungen?
Vielleicht Streifen aus diesen Antivibrationsmatten für Waschmaschinen unterlegen?
Sind ja aus Kunststoff.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 15. Januar 2022, 12:27:41
Hallo Lilo, ja wie Gartenplaner schon schreibt etwas unterlegen dass Wasser abläuft, ist wichtig.
Du könntest auch als Unterlage ein paar Kellern voll Beton unter die Rohre geben so dass sie einige cm erhöht liegen und gleichzeitig gegen seitliches wegrollen gesichert sind.
Wichtig ist die kleinen Betonklumpen mit zB. Fasermatten, gib es beim Baustoffhändler, gegen zerbröseln verstärkst.
Wenn der Beton einigermaßen fest ist die Rohre abheben Betonreste entfernen und die Auflage der Rohre mit Dachpappe gegen Korrosion schützen, hält fast ewig.
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: Casparius am 15. Januar 2022, 13:00:56
Alle drei Jahre wird die Terrasse mit dem Hochdruckreiniger gereinigt aber nicht abgefräst so dass die Schiefern nur so fliegen. Beim Reinigen ist ein besonderes Augenmerk auf die Spalten zwischen den Brettern zu legen.

Foxy, eine Frage dazu: Unser Terrassendeck ist ebenfalls aus Lärche und man sagte uns damals, "Keinesfalls mit Hochdruckreiniger reinigen", da dies wohl das Holz aufreißen würde und so erst recht Splitter / Schiefer verursacht. Was ist da deine Erfahrung?
Titel: Re: Terrassenbelag aus Holz
Beitrag von: foxy am 15. Januar 2022, 17:42:40
Hallo Casparius, wie schon beschrieben habe ich die Terrasse in den 21 Jahren sieben Mal mit dem Hochdruckreiniger gereinigt und du kannst dich von der Oberfläche überzeugen wie sie jetzt aussieht. Den Wasserstrahl natürlich nicht 5cm übers Holz halten, das hält kein Holz aus, da kriegst du viel Splitter.
Und wie würdest du sonst die feinen Moos Ansätze aus den Fugen zwischen den Brettern herausbekommen? Da müsstest du ja die Stirnseite der Bretter mit einem Messer oder einer Spachtel behandeln.
Lärche ist ein super Holz,hat aber auch Nachteile. Wenn man kleine Kinder hat ist es sicher etwas problematisch, da beim barfüßigen
Drüberlaufen nicht selten ein Span in der Fußsohle  steckt.