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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: cydora am 13. Februar 2006, 22:13:10
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Teile meines Ahorns scheinen abzusterben - oder sieht das nur so aus?
Teilweise sehen die Spitzen noch schön rötlich aus, aber näher zum Stamm wird's schwarz oder grau. Was meint Ihr? Muß ich mir Sorgen machen?
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noch eins:
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Definitiv eine Pilzinfektion und jetzt bei etwas milderen = frostfreien Temperaturen bis ins gesunde Holz zurückschneiden.
Tritt bei dieser Ahornart/-sorte recht häufig auf und muss einen, sofern nicht größere Teile betroffen sind, nicht sonderlich beunruhigen.
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Diese Schadbild zeigen meine Acer jährlich. Ich halte es aber für keinen Pilz, eher für Kälteschaden.
Ich schneide diese Zweige meist nach dem letzten Frost weg.
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puh .... also wenn du jetzt geschrieben hättest, es sei acer palmatum 'osakazuki', hätte ich in der tat entwarnung gerufen. da gibts das auch in gesundem zustand. auch bei acer japonicum 'aconitifolium' sind solch dunkle astregionen keine unüblichkeit bei gleichzeitiger, offensichtlicher gesundheit der pflanze. dann aber meist an dickeren astteilen.
bei den dissectum aber meiner erfahrung nach nicht. wenn nur einzelne partien betroffen sind, würde ich sie rausschneiden. ich bin mir nicht sicher ob es sich um eine pilzinfektion handelt. mindestens aber um kälteschäden, wie auch elfriede schrieb. das kommt bei mir in den äußersten kronenregionen im kleinem umfang immer wieder mal vor. ich schneide es raus.
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Da dieses Absterben nur an einzelnen Zweigen zu beobachten ist, will mir die Frost-Theorie nicht so ganz einleuchten. Wäre sie zutreffend, müssten über den ganzen Strauch verteilt die Zweigspitzen in Mitleidenschaft gezogen sein.
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.....müssten über den ganzen Strauch verteilt die Zweigspitzen in Mitleidenschaft gezogen sein.
Sind sie leider auch, mal wenige Zentimeter, mal ein ganzer Ast.
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Mit Kälteschäden hätte ich kein Problem (obwohl es bei uns ja nun nicht sooo kalt war). Die schwarzen und grauen Äste sind über die gesamte Pflanze verteilt, wobei andererseits wieder komplette Spitzen rot sind, näher zum Stamm liegende Astteile dann wieder schwarz oder grau ??? Würde ich alles Schwarze/Graue rausschneiden, würde damit auch einige gesunde rote Zweige wegfallen und es würde wohl nicht allzu viel übrig bleiben.
Ich habe noch einen grünen Schlitzahorn, der auf der Nordseite vor'm Schuppen steht. Der sieht komplett grün und gesund aus.
Den roten habe ich letztes Frühjahr (nach einem Standjahr) umgesetzt, leider an eine etwas unglückliche Stelle, wo meine Kinder öfter vorbeistreifen und an seinen Zweigen hängen bleiben - oder der Ball fliegt rein... ::) D.h. er war/ist definitiv gestreßt.
Woran erkennt man diesen gefürchteten Welkepilz beim Ahorn?
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meinen A.palmatum dissectum ´Garnet´ haben die Gärtner gerade mitgenommen, war tot :'( oberhalb der Veredelungsstelle abgestorben. Das heißt doch, dass der Pilz nicht über die Wurzel sondern über eine oberirdische Wunde eingedrungen ist, oder ??? Ich habe versäumt, das zu fragen, so weiß ich jetzt nicht, ob ich bei einer Neupflanzung den Boden austauschen muss.
Sie sind halt empfindlich die Acers, solange kleine Kinder im Garten herumtoben, sollte man vielleicht besser darauf verzichten :-\ In meinem Fall waren es aber nicht unvorsichtige Kinder sondern die ungeschickte Gärtnerin, die sich über das Bäumchen gebeugt hat, um dahinter irgendwas zu tun und dabei einen Zweig abgebrochen hat :-\ :'(
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Wegen eines abgebrochenen Zweiges :o Das ist hart! Wie alt war denn Deiner?
Bei mir kommt hinzu, daß der Boden recht schwer ist. Bin am Überlegen, ihn in einen Topf zu setzen. Laut Hachmann sollen sie ja sehr geeignet sein für Topfkultur. Winterhärte wäre da kein Problem.
Wenn meiner eingeht, muß halt ein neuer her... ;)
Trotzdem nochmal die Frage: woran kann ich unterscheiden, ob es Frost- oder Pilzschäden sind?
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mein Bäumchen war erst 2 Jahre alt, der dritte Versuch an gleicher Stelle :-\ Der Zweig war direkt am Stamm rausgebrochen, hinterließ eine große Wunde, ich hatte im Sommer, als es passierte, gleich befürchtet, dass es der Tod des Bäumchens sein würde.
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Schade, ist ein Verlust, das kann ich Dir nachfühlen. Zumal die Dinger ja nicht billig sind...
Meines Wissens dringt der Pilz nur oberirdisch, sprich an den Zweigen ein, eben bei Verletzungen. Allerdings ist der Ahorn bei ungünstigem Boden auch anfälliger dafür. D.h. Boden tauschen dürfte nicht notwendig sein, höchstens verbessern ;)
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was ich vergessen habe zu schreiben: Mein Bäumchen sah so aus, wie Du Deins beschrieben hast, ich fand nicht dass es tot wirkte, aber der Gärtner, der auch eine Baumschule für seltene Gehölze betreibt, warf nur einen Blick darauf und fällte sein Urtel :-\ Da er zuvor 2 Tage lang hier gewirkt und seine Professionalität in Sachen Bäume bewiesen hat, habe ich keinen Zweifel an seinem Urteil.
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Gartenlady,
auch wir mussten unser wunderschönen Zierahorn - gleiche Sorte wie Cydoras - vor Jahren zu Grabe tragen. Davor hat er sich toll entwickelt und dann ohne Vorwarnung über den Winter verabschiedet. Danach hatte ich die Nase gestrichen voll. War ein nettes, teures Experiment :'(.
Dass nach dieser Pilzkrankheit ein Bodenaustausch bei einer Neupflanzung erforderlich ist, habe ich von meiner Baumschule ebenfalls gehört. Ich würde es vorsorglich machen und kein Risiko eingehen.
LG
Christiane
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Laut Hachmann sollen sie ja sehr geeignet sein für Topfkultur. Winterhärte wäre da kein Problem.
das würde ich bei - falls es so gemeint war - bei acer palmatum nicht verallgemeinern. je nach kultivar ist die eignung für containerkultur unterschiedlich ausgeprägt.
Meines Wissens dringt der Pilz nur oberirdisch, sprich an den Zweigen ein,
kommt halt auf die art des pilzes an. leider gibt es auch solche die über erdreich und wurzeln ihr todbringendes werk beginnen! :-\ was natürlich nicht logisch ist, wenn die pflanze oberhalb der veredlung abgestorben war, und unterhalb ein gesundes stämmchen aufwies. in diesen fällen treibt die unterlage oft durch und man bekommt so eine sämlingsüberraschung. ich habe auf diese weise einen ganz tollen, tief gelappten "erstanden".
erdtausch bei neupflanzung eines a. p. kann nie schaden. oft wird auch das präventive wurzelbad in einer fungizidlösung empfohlen.
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Mein Fazit: Bäumchen ausbuddeln, in Topf mit passender Erde setzen, Krankes wegschneiden und abwarten, ob er sich erholt...und im Garten an die Stelle was Robusteres setzen.
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Einen solchen A.palmatum (bin aber nicht mehr sicher, welche Sorte), hatte ich einige Jahre im Topf. Als er zu groß wurde, zog er um auf den Friedhof. Dort wurde er von den Friedhofsgärtnern (irgendwelche unbedarften Hilfskräfte) mehrfach völlig laienhaft verstümmelt, aber alles hat ihm gar nichts geschadet, er trieb fröhlich wieder aus und wird immer schöner. Ich weiß nur nicht so recht, welche Lehre ich daraus ziehen soll :-\
Mir sind in einem strengen Winter mehrere Acers im Topf erfroren, als ich bemerkte, dass es zu kalt wurde, waren die Töpfe am Boden festgefroren und ich konnte sie nicht retten :'( seither bin ich mit Topfkultur sehr vorsichtig.
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nun, ich halte einen acer palmatum 'shaina extra' seit einigen jahren in einem grossen tontopf. der komplette topf friert jedes (!) jahr völlig durch. das macht ihm nichts. das wichtigste ist, dass er windgeschützt steht. bei mir in einer mauerecke mit etwas reisig abgedeckt. denn die scharfen winterwinde machen den palmatums gerne mal den gar aus .... :-\
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zu diesen sehr schönen Gehölzen kann ich aus meiner Erfahrung sagen,das sie ganz empfindlich auf schwere,nasse Böden reagieren.Das zeigt sich in Frostschäden sowie einem Pilzbefall.Ausserdem sind sie reichlich wählerisch an den Standort,was Sonne und Wind angeht.Das grösste Problem an den japanischen Ahornpflanzen ist,das sie vermehrt zu kleinen Preisen angeboten werden,dann sind sie noch sehr jung und nicht ausgereift.wenn dann irgendein Faktor Stress auslöst,gebensie ziemlich schnell den Löffel ab.
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Das grösste Problem an den japanischen Ahornpflanzen ist,das sie vermehrt zu kleinen Preisen angeboten werden,dann sind sie noch sehr jung und nicht ausgereift.wenn dann irgendein Faktor Stress auslöst,gebensie ziemlich schnell den Löffel ab.
da hast Du wahrscheinlich Recht. Die Frage ist nur, wo bekommt man bessere Pflanzen her ???
Von A. palmatum ´Shaina´ (ohne ´Extra´) haben bei mir 2 Pflanzen der berühmten holländischen Baumschule E. den Löffel sehr schnell abgegeben.
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wir haben das leider auch schon mal für A.japonicum durchdiskutieren müssen, der sich offenbar ähnlich heikel gebärdet.
http://forum.garten-pur.de/Arboretum-19/Schadensbild-acer-japonicum-_A-5169_0A.htm
Vielleicht gibt es da noch einen neuen Aspekt zu dem Problem.
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das mit den kleinen Preisen kenn ich aus meinem alten Betrieb,ein privates Gartencenter mit einer wirklich grossen Gehölzauswahl.Wir hatten immer einige schöne ,grosse Exemplare verschiedener Acer palmatum, Acer japonicum etc.da. Die lagen preislich so um die 100-130 Euro.Ich finde für ein solch exquisites Gehölz ist das in Ordnung,da die Pflanze ja doch etwas länger braucht,um in diese Qualität zu wachsen.Doch durch eine Gartenpresse,von fachlich bis Texte in Fernsehzeitungen angespornt,träumt mitlerweile Hinz und Kunz von einem japanischen Garten,Feng Shui mit Bambus(auch ein Thema dazu).Das heisst ,jeder will so einen Acer haben.Die Tricks,wie man auf eine verstärkte Nachfrage reagiert,haben die Baumschulen auch drauf.Weil das so ist,haben wir dann Karrenweise Acers zu einem Preis verkauft,der lag so bei 10-15 Euro.Die Qualität könnt Ihr euch vorstellen.Ich denke,das gerade bei Gehölzen wie den Acern ein höherer Preis für eine schon etwas ältere Pflanze bei dem richtigen Standort etc. auch eine grössere Sicherheit gibt,das das auch alles klappt.
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Älter muss die Pflanze nicht unbedingt sein, aber sorgfältig veredelt und ordentlich herangezogen, nicht so, dass der Dünger an den Blattspitzen raustropft (Zitat des Chefgärtners in einer Gärtnerei, die sorgfältig außer Stauden auch einige Rhododendren und andere Gehölze vermehrt).
Aber von dieser Gärtnerei wurde hier im Forum schon mal gesagt "die sind ja nur teuer" :-\
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Es ist manchmal nicht möglich einen Pilz oder Frostschaden zu unterscheiden. Letztes Jahr hatte ich an meinen Acers ziemlich viel Frostschaden, der erst im Sommer ersichtlich wurde durch geplatze Rinde am Stamm. Die Acer gehen sehr früh in Saft und wenn dann noch Spätfröste kommen, ist es schon passiert. Wenn an den Spitzen noch etwas rot/saftig ist, und zum Stamm hin der ganze Trieb grau/schwarz, ist der Trieb hin. Man sollte aber vorsichtig sein beim Schneiden. Niemals ganz am Hauptstamm schneiden, dann kann ein größerer Schaden durch Austrocknen entstehen. Auch bei den Ästen-entgegen sonstiger Praxis-circa 2 cm oberhalb einer Knospe schneiden um das Austrocknen zu verhinder. Übrigens empfiehlt Hachmann den Ahorn nur im Blatt zuschneiden. Mir ist es schon öfters passiert das ein Ahorn am Stamm eine schwarze Stelle hatte, die wirklich tod war. Wenn man diese Stelle sauber, mit sterilen Messer bis ins gesunde Holz ausschneidet und dann mit Wundverschluß behandelt, kann man oft Glück haben. Ich habe einen 80cm Hochstamm - Viridis- der hat nicht mehr als ein viertel Stammumfang mit gesundem Cambium, dem gehts gut.
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