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Pflanzenwelt => Klettergarten => Thema gestartet von: Elro am 25. Februar 2004, 00:18:39
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Hallo Clematisfreunde :)
da meine Versuche Clematis zu vermehren letztes Jahr mißlungen sind hätte ich gerne gewußt ob und wie es bei Euch geklappt hat.
Ich hoffe daß das Thema nicht schon angesprochen worden ist und ich es nur überlesen habe ;)
Die Schere wetzend warte ich auf Eure Tips.
Liebe Grüße Elke
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Hallo Elro
Das funktioniert wohl nicht so einfach. Habe ein wenig gegoogelt.
Hänge dir einen Link an. Dort wird beschrieben wie man so etwas macht.
http://www.wdr.de/tv/ardheim/tipps/0206_1.phtml
Sicher wissen die Experten hier, ob das klappt.
Gruß Viola
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Hallo Viola,
danke für Deinen Link. Hört sich sehr nach "Geduld haben" an.
Liebe Grüße Elke
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Hallo Elro,
welllenförmige Vermehrung durch Ablegen bzw. Absenkern habe ich noch nichtausprobiert. Habe mir das jetzt noch mal in Ruhe durchgelesen, und werde es im Frühjahr mal versuchen. Ansonsten praktiziere ich im Garten die normale Vermehrung durch Absenker (geht auch bei Rosen), dauert bis zum bewurzeln und abtrennen von der Mutterpflanze ca. 1-2 Jahre. Die Methode wie sie bei Clematis beschrieben ist, muß ich erst ausprobieren.
LG Matthias
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Nach einem nicht mehr ganz taufrischen Buch kann Clematis auf Wildlinge der gewöhnlichen Waldrebe verdelt werden - probiert hab ichs noch nicht.
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Ich vermehre Clematis über Stecklinge und habe das Gefühl, daß es recht gut funktioniert. :)
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Hallo Nina,
funktioniert die Vermehrung mit allen Clematis durch Stecklinge, oder nur mti botanischen Sorten?
LG Matthias
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Stecklingsvermehrung funktioniert auch bei den Hybriden, hohe Luftfeuchtigkeit und Bodentemperaturen zwischen 15 und 20 Grad sichern einen guten Erfolg. Innerhalb von 6 Wochen sind die Stecklinge meist bewurzelt.
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Hallo,
danke für die vielen Antworten.
Ich wollte nicht unbedingt Absenker an der Stelle machen (dort wimmelt es immer vor Schnecken, drum wollte ich die Clematis ja auch vermehren und an einen anderen Ort auch einmal die Blüten bestaunen können).
Also Bäume veredeln trau ich mir ja noch zu aber so etwas brüchiges wie eine Clematis, nee.
Ja eigentlich wollte ich über Stecklinge vermehren. Das hat aber letztes Jahr nicht funktioniert. Es kann auch daran liegen daß es zur falschen Zeit war. Die Stecklinge hatte ich im Sommer (Juli) geschnitten. Darum auch meine Anfrage. Vielleicht ist es im Frühjahr besser möglich.
Nina, wie schneidest Du die Stecklinge? Und wann?
Meine Clematis haben jetzt schon Knospenverdickungen und teils auch schon kleine Blättchen.
Danke Christiane für den Tip mit der hohen Luftfeuchtigkeit und der Temperatur.
Liebe Grüße Elke
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Die Stecklinge sollen halbholzig sein, werden also aus dem mittleren Teil der Clematis geschnitten und zwar am besten zwischen April und Juni.
Den zu bewurzelnde Abschnitt schneidet man direkt über einem Nodium und dann ca. 3,5cm darunter. Die Profis tauchen sie dann in ein Fungizid ein und verwenden ein Bewurzelungshormon. Die Stecklinge kommen dann in einen durchlässigen Boden, den man am besten mit Perlit oder Vermiculite bedeckt. Bewässert wird meist mit Wasser und Fungizid.
Aufstellen tut man die Töpfchen hell, aber nicht in direktem Sonnenlicht. In 6-8 Wochen sollten sie Wurzeln haben und man kann sie dann entweder bis Ende August oder dann erst wieder im Frühling umtopfen.
Mir ist das alles zu umständlich. Ich habe mir gerade Samen zugelegt, denn so werden Clematis ja von den Profis vermehrt. Bei Hybriden muss man dann natürlich auf einige Überraschungen gefasst sein, aber das ist ja gerade das Spannende. :D
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Entschuldige Elro!!
Jetzt wo Caracol die Frage beantwortet hat, sehe ich erst, daß sie an mich gerichtet war. :-\
Ich war ja über Karneval weg und da hatten wir noch nicht die tollen "Neue Posts".
PS: Bei der Montana klappt es auch im Sommer.
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Sorry Nina, :-[ ich kann manchmal nicht die Klappe halten, besonders wenn ich gerade mit einem Clematisspezialisten geplaudert habe und ganz Feuer + Flamme bin, mich mehr der Clematiszüchtung zu widmen. ;D
Stimmst du denn überein mit dem, was ich geschrieben hab?
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@caracol+nina
nachfrage wg. der stecklingsvermehrung...
Die Stecklinge kommen dann in einen durchlässigen Boden, den man am besten mit Perlit oder Vermiculite bedeckt
warum nicht gleich in reines perlit stecken...würde doch die fäulnisgefahr verringern, da rein mineralisches substrat?
btw...will keinen neuen thread deswegen beginnen...hat einer von euch zufällig schon mal erfahrungen mit clematis lasiandra gesammelt (china)?
gruß
norbert
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Also ich mache das ja vollkommen unprofessionell ohne Bewurzlungspulver (es sei denn ich denke mal dran) und stecke in die Erde (Mischung aus Garten und Blumenerde).
Habe auch im Herbst geschnitten, nur leider hatte ich vor Karneval vergessen zu gießen.... ::)
Sie standen im ungeheizten Wintergarten und hatten schon hübsch ausgetrieben. >:(
Romantica, Warcawaskwa Nike, Montanas, Miss Bateman...
Also auf ein Neues! ;)
Norbert, bitte auf die Tips von Caracol hören! :D
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Sorry Nina, :-[ ich kann manchmal nicht die Klappe halten, besonders wenn ich gerade mit einem Clematisspezialisten geplaudert habe und ganz Feuer + Flamme bin, mich mehr der Clematiszüchtung zu widmen. ;D
Wofür Sorry? Ich hänge an Deinen Lippen. Besonders, wenn Du gerade mit einem Clematisspezialisten geplaudert hast!!! :D
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N ina,
was ist denn Bewurzelungspuder :o
Hab ich noch nie von gehört...(Was nix heißen muß :-[)
Grüße Netti
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Da gibts zwei Arten, eine mit Bewurzelungshormonen (teurer, wirkt aber), eine andere Art enthält alle möglichen Salze und Mineralien, naja.
Seradix, Wurzelfix, wie sie alle heißen mögen...
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Danke Caracol für Deine ausführliche Beschreibung. Jetzt weiß ich auch warum meine Stecklinge meist schimmeln ;D
Aber warum 3,5cm darunter schneiden?
Ist die Bewurzelung sozusagen zwischen den Nodien? Ich glaube das hatte ich mal irgendwo gelesen.
Mit aussäen versuche ich es auch gerade. Erster Versuch, eine Staudenclematis, hat fünf kräftige Sämlinge gebracht. Jetzt wird das Königskind ausgesät.
Nina, macht nix, Hauptsache die Antwort kommt ;)
Liebe Grüße Elke
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was ist denn Bewurzelungspuder :o
Ich habe übrigens gehört, dass man das Hormonpulver nach 6 Monaten wegwerfen kann, da die Bewurzelungswirkstoffe dann ihre Wirkung verlieren.
Ein Witzbold sagte einmal dazu: Wer sich später über die Wirkung des iim Regal gefundenen uralten Pulvers freut, der weiß dann immerhin, dass er es eh gar nicht gebraucht hätte. Man hätte genauso gut Talkumpuder nehmen können. ;D
Aber warum 3,5cm darunter schneiden?
Ist die Bewurzelung sozusagen zwischen den Nodien?
Korrekt Elke, das sind internodial geschnittene Stecklinge, d.h. zwischen 2 Nodien (=Blattknoten) abgezwackte. Meist lässt man oben ein Blatt dranhängen, das andere wird entfernt, um die Verdunstung zu verringern.
warum nicht gleich in reines perlit stecken...würde doch die fäulnisgefahr verringern, da rein mineralisches substrat?
Na, ich würde mal vermuten, dass das auch geht, Norbert, bloß muss man wohl nach einiger Zeit Nährstoffe in Form von Flüssigdünger zufügen. Heutzutage werden Pflanzen ja sogar in Steinwolle mit Flüssigdüngern kultiviert. Käme mal auf ein Experiment an.
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@caracol
yep...das probier ich...falls meine c. lasiandra den winter überstanden hat :-\
gruß
norbert
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Vielen Dank Caracol :)
Toll was man hier im diesem Forum lernen kann! Ich bin begeistert. Also dann werde ich nochmal Stecklinge im April oder Mai schneiden.
Liebe Grüße Elke
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Bin erst jetzt auf diesen alten Thread gestossen, aber vielleicht interessiert es ja doch noch den einen oder anderen...
Ich habe bei meiner Pflanzung im April drei von vier Trieben bei
Clematis integrifolia 'Arabella' abgebrochen und diese in der Küche auf die Fensterbank gestellt in ein Marmeladenglas mit Wasser - das Glas ist jetzt voll mit Wurzeln und bereit raus gepflanzt zu werden. Hätte ich nicht erwartet, dass das klappt.
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Na, das ist natürlich der einfachste Weg, wenn es so klappt. :D