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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: FSV-Uwe am 30. Mai 2006, 07:59:48

Titel: Goldregen - Laburnum
Beitrag von: FSV-Uwe am 30. Mai 2006, 07:59:48
Hallo,

nachdem ich dieses Jahr aufgrund Eurer Tips einen Blasenbaum gepflanzt habe,
suche ich noch einen "kleinen" Baum der "schön aussieht".

Mir ist der Goldregen aufgefallen. Das er giftig ist weiß ich, aber meine Tochter
ist schon 8 Jahre (außerdem haben wir sowieso Fingerhut, Efeu, ... im Garten).

Ich hätte aber noch paar Fragen:

- ist die max. Höhe von 6m realistisch ? (Habe ich bei Edel-Goldregen gelesen)
- wachsen andere Blumen / Pflanzen unter dem Baum ?
- gibt es sonstige Nachteile (z.B. Wurzelausläufer ?)

Danke und viele Grüße
Uwe
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: berta am 30. Mai 2006, 08:28:24
mein nachbar hat einen goldregen, 6m sind realistisch, würd ich sagen, darunter wächst "es" gut, ein nachteil wäre, dass aus (fast) jedem runtergefallenen samen ein neues pflänzchen wird. aber vielleicht ist das auch kein nachteil..... ;)
lg.b.
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: riesenweib am 30. Mai 2006, 08:36:24
unser 40jähriger gewöhnlicher goldregen (kein veredelter) ist gute 5m hoch, 'es' wächst drunter sehr gut, er versamt, aber mässig - dort wo der bewuchs dicht ist auf alle fälle wesentlich weniger als holler. die sämlinge sind leicht zu erkennen und zu entfernen. die winterknospen sind -für mich- auffallend behaart, fast wie ein sehr kurzes fell.

die reifenden fruchtstände fallen auch noch lange auf, sie sind silbriggrün.

lg, brigitte
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: Crispa † am 30. Mai 2006, 09:43:47
Goldregen Laburnum anagyroides ja den hab ich auch neben anderen Gehölzen in der Grundstücksgrenzabpflanzung. Die Saat läuft schon auf, aber richtig groß wird selten einer. Wenn man Goldregen abschneidet kommt es selten zum Stockausschlag. Es soll ja recht alte Exemplare geben, bei mir sind sie eher kurzlebig. Mag ja vieleicht auch an der Art liegen. in den Baumschulen werden meist gepfropfte Sorten angeboten.
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: SouthernBelle am 30. Mai 2006, 11:27:50
Hallo,


- gibt es sonstige Nachteile (z.B. Wurzelausläufer ?)



Ich hab zwei davon mit dem Garten mitgekriegt- und ich muss sagen, ich finde die Farbe schwierig zu kombinieren, erst das heftige Gelb der Blueten und dann das sehr gelbe Gruen der Blaetter; man muss sich gut ueberlegen, wo das nicht allzusehr "quietscht". Davon ab ist der Stamm nicht schrecklich stabil und wird auch nicht so dick, es ist Zeit seines Lebens vom Eindruck her eher ein Heister als ein Baum.
Ich habe allerdings letztens eine einzeln stehende Laube von Goldregen gesehen,, alle Staemme gestaebt, das sah schon spektakulaer aus.
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: callis am 30. Mai 2006, 12:22:02
Zitat
Davon ab ist der Stamm nicht schrecklich stabil und wird auch nicht so dick, es ist Zeit seines Lebens vom Eindruck her eher ein Heister als ein Baum.

Kann ich nur bestätigen, Cormelia. Es scheint kein sehr langlebiger Baum zu sein.
Mein Goldregen, schon mit dem Haus übernommen, hatte drei Stämme und war ca. 6-7 m hoch. Einen Stamm habe ich vor 15 Jahren aus Platzgründen weggenommen. Der zweite Stamm hat sich im letzten Winter sanft im Winkel von 45° über den Flüssiggasbehälter geneigt und musste entfernt werden.
Der letzte Stamm kippte vor 2 Wochen mitten in der schönsten Blüte auf die Straße. Es stellte sich beim Zersägen heraus, dass der Stamm über den Wurzeln verfault gewesen war.

Riesenweib,
dein Goldregen ist schon 40 Jahre alt? Meiner war sicher jünger, ich schätze mal so 30-35 Jahre.
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: fars am 30. Mai 2006, 13:13:25
Bei mir im Garten steht ein ca. 6 m hoher Goldregen. Er hat es nur meiner Frau zu verdanken, dass er noch steht. Zur Zeit ist er ein wunderschöner Baum. Ich kann seine gelben Blütentrauben nicht als störend empfinden.

Aber er ist ein Baum/Strauch, der nach der Blüte ein ausgesprochen hässliches Laub bekommt. Und die ewig haftenden Samenstände sind in meinen Augen auch keine Zierde.

Ich wüsste etliche Bäume, die an seiner Stelle deutlich schöner wären.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 30. Mai 2006, 17:24:17
ich habe zwei! das begründet sich in dem oben angeführten argument, dass goldregen offensichtlich nicht besonders langlebig ist. der ältere ist ca. 30 - 40 jahre alt, hatte eine höhe von ca. 6 - 7 metern. "hatte" deshalb, weil in den letzten jahren bei diversen sommergewittern immer wieder mal etwas abgebrochen ist. das letzte mal vor 3 oder 4 jahren. jetzt steht noch die hauptstammbasis und ein paar armstarke äste (die bis ca. 4 m höhe reichen). aufgrund der bruchstellen und des pilzbefalles ist es eine frage der zeit, bis er sich verabschiedet oder verabschiedet wird.

zur zeit blüht er wundervoll. die farbe, die blätter, die samenstände .... ich nehme sie "wie sie sind". es stört mich persönlich nichts. seine highlights sind sicher die blüte, die winterknospen und rauhreifüberzogene samenstände.

unterpflanzung klappt wunderbar, ausläufer macht er keine. auch sämlinge machen sich bei mir nicht sonderlich bemerkbar. mein vater hat immer wieder mal einige. von dort kommt auch mein exemplar nr. 2. es ist grad mal 5 jahre bei mir, steht knapp neben dem alten und soll nach dessen entfernung eben dessen platz einnehmen.
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: Crispa † am 30. Mai 2006, 17:57:04
Nun muß ich doch noch einmal schreiben. Die letzten Beiträge, einschließlich meinem, klingen doch zu negativ.

Einen Goldregen, Laburnum anagyroides, im Garten zu haben ist schon was schönes. Ich möchte ihn eigentlich nicht missen. Ende Mai ist es ein Feuerwerk wenn er hoch über den anderen Gehölzen blüht. Da können zB. Flieder ,Syringa vulgare, selbst alte und große Büsche von 30 -40 Jahren, nicht mithalten. Nur etwas kurzlebig ist er wie zuvor beschrieben schon. Nach ca. 20 Jahren ist es mit ihm vorbei. Einen Rückschnitt verträgt er nicht. Es ist besser dann einen neuen zu pflanzen oder einen von den Sämlingen langsam mit ranziehen, was in meiner Grenzbepflanzung von allein geschied.

Den Gewöhnlichen Goldregen kann man gut mit anderen 5 - 6 m hohen Gehölzen zu einer Grenzbepflanzung vergesellschaften. Allerdings muß genug Abstand zum Nachbarn gehalten werden oder gleich mit ihm zusammen den Gehölzstreifen anlegen. Eine endgültigen Breite des Gehölzstreifen von 1,5 - 2 ,00 m sollte man schon einplanen.

Ich meine mich zu erinnern, dass es im bot. Garten Bremen auch eine Art mit aufrecht stehenden Blüten gibt, welcher sich allerdings besser als Solitärgehölz eignet.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 30. Mai 2006, 18:18:36
Zitat
Einen Goldregen, Laburnum anagyroides, im Garten zu haben ist schon was schönes.

ja, genau! dem schließe ich mich auch gerne nochmal ausdrücklich an. und genau deshalb steht der ersatz bei mir ja schon "gewehr bei fuß" :D.

am samstag sah ich in einer ansonsten ziemlich eintönigen hangbepflanzung (eine steile grüne wand ohne irgendwelche wahrnehmbaren abstufungen (ich glaub das würde ich absichtlich gar nicht so hinkriegen)) ;) einen blühenden goldregen. ein glühender lichtblick mitten drinn, durch die steilheit des geländes und die herausragenden äste sowie seiner größe frei schwebend .... einfach wunderschön!
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: peony am 30. Mai 2006, 18:34:52
gibt's eigentlich Goldregen nur mit diesen zitrongelben Blüten oder gibt es auch goldgelben (dh. mit einer "wärmeren" Blütenfarbe) Goldregen?
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: riesenweib am 30. Mai 2006, 19:07:29
...dein Goldregen ist schon 40 Jahre alt? Meiner war sicher jünger, ich schätze mal so 30-35 Jahre.

@Callis, er plagt sich aber schon. direkt neben ihm wächst eine junge pfalnze, entweder ein stammnaher austrieb oder ein sämling.

@Cornelia, bei uns sind die blätter sicher nicht gelbgrün, im vergleich zum dunklegrün des nebenstehenden flieders zwar heller und grauer, aber nicht gelber. vielleicht fehlt Deinem etwas im boden?

lg, brigitte
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: FSV-Uwe am 31. Mai 2006, 18:12:49
Danke für die vielen Meinungen, ich denke ich werde mir so einen Goldregen
in den Garten setzen. :)

Viele Grüße
Uwe
Titel: Re:Goldregen
Beitrag von: SouthernBelle am 02. Juni 2006, 11:51:55
...dein Goldregen ist schon 40 Jahre alt? Meiner war sicher jünger, ich schätze mal so 30-35 Jahre.

@Cornelia, bei uns sind die blätter sicher nicht gelbgrün, im vergleich zum dunklegrün des nebenstehenden flieders zwar heller und grauer, aber nicht gelber. vielleicht fehlt Deinem etwas im boden?

lg, brigitte
Ich hab nochmal geguckt, der erste Austrieb ist definitiv ein gelbes Gruen, danach wird es blaeulich. Beides gefaellt mir nicht so gut. Naehrstoffmangel glaube ich in unserem fetten Marschboden nur bei staendig abgeenteten Kulturen.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: andreasNB am 03. Juni 2006, 21:13:46
Wurzelausläufer hatte ich bisher nicht.
So richtig blühen tun meine aus Samen gezogenen L. erst diese Jahr.
Mit Unterpflanzung scheint es keine Probleme zu geben.
Sehe Goldregen aber eher als Großstrauch als als Klein-Baum.

Hab aber eigentlich nur geschrieben um ein Photo zeigen zu können. ;)

VieleGrüße
Andreas

(http://i5.photobucket.com/albums/y163/andreasNB/Forum-Bilder-3/Dscf0537.jpg)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: riesenweib am 03. Juni 2006, 21:49:55
und hier noch die rinde von einem alten goldregen, weil B ernhard sie angesproichen hat..

lg, brigitte
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 04. Juni 2006, 11:06:45
echt, habe ich die angesprochen ??? 8) ;)

ob großstrauch oder kleinbaum ist letztlich eine sichtweise, vor allem aber kommt es wohl darauf an, wie der baum/strauch "erzogen"/gezogen wurde ....

bei meinem vater steht übrigens ein ungewöhnlich straff aufrecht wachsendes exemplar mit einer höhe von 6 - 7 metern. das besondere daran: es hat gelbe und rötliche blütentrauben die jeweils am selben (!!!!) ästchen entspringen. aber eben nicht nur an dem einem, sondern über das gehölz verteilt.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: riesenweib am 04. Juni 2006, 11:38:50
echt, habe ich die angesprochen ??? 8) ;) ...

öhmmm, stimmt, nein. hatte geträumt, Du schriebest was von der gedrehten altersrinde???. nun ja, ich werde mal buerlecithin kaufen, in meinem alter darf ich das schon ;D
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 04. Juni 2006, 11:41:48
ich habe das mal in bezug auf alten flieder erwähnt ... ;D ;D ;D knoblauch soll auch helfen ;D ;D
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: callis am 04. Juni 2006, 11:54:25
Nachdem ich mich in der Umghebung meines gefallenen/gefällten Goldregens mal näher umgeschaut habe, habe ich einen Goldregensämling entdeckt, der schon fst ein Teenager ist mit 2 Meter Höhe.
Das Problem: er wächst in einer Rosendeutzie und ist deshalb wohl auch so spargelig hoch, weil er sich zum Licht kämpfen musste.

Fragen:
Kann ich ihn dort einfach stehen lassen und ihm eine Stütze geben, damit er gerade wächst? Der Standort kurz hinter dem alten Goldregen wäre mir recht.
Oder sollte ich ihn umsetzen aus der Deutzie raus? Wenn ja, wann?
Oder ist es nicht sinnvoll, so einen Spargel weiter wachsen zu lassen,
weil zu befürchten ist, dass er nicht sehr stabil sein wird?
In dem Fall würde ich einen kleineren Sämling suchen und weiter ziehen. Aber dann dauert es natürlich wieder 3 Jahre länger.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: callis am 04. Juni 2006, 11:55:46
Er wächst natürlich nicht in der Deutzie, sondern unter ihr. ;)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: callis am 04. Juni 2006, 12:17:12
ach ja, hab eben noch ein Bild meines gewesenen Goldregens gefunden *schluchz*. Jetzt ist die Hauswand ganz kahl.

(den Säulenwachholder im Vordergrund habe ich von 20 Jahren als 'Balkonkonifere' für den winterlichen Balkonkasten gekauft und gedacht, das bliebe so ein Zwerg von 20 cm. ;D)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: Gartenlady am 04. Juni 2006, 12:25:31
*tröstmodusan: so ein hübsches Fachwerkhaus sieht doch auch ohne Goldregen schön aus ;)

Unser Goldregen ist auch 40 Jahre alt, nach starkem Rückschnitt im Februar, blüht er heuer wieder :D aber trotzdem fürchte ich, dass seine Lebenszeit langsam abläuft, es sind keine langlebigen Gehölze.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 04. Juni 2006, 13:12:29
callis kannst du mal ein foto von der beschriebenen situation einstellen?

grunsätzlich denke ich aber, dass nichts dagegen spricht, ihn dort zu belassen. zumal es dir ja auch noch recht ist, an dieser stelle. der etabliert sich schon von alleine. und in ein paar jahren ist er groß und die deutzie zu seinen füssen ganz klein. vielleicht solltest du ihm nur ein wenig licht verschaffen, damit er möglichst schnell den "deutzienschirm" hinter sich/ unter sich lassen kann ....

wenn du umpflanzen willst, dann machst du das am besten im laublosen zustand. habe das sowas sowohl im herbst, als auch im frühjahr selbst schon erfolgreich praktiziert. wichtig ist eben entweder nach dem laubfall oder vor dem austrieb. da es ein sämling ist, der noch nie verpflanzt wurde, würde ich der zeitpunktwahl daher sehr grosse bedeutung zukommen lassen. denn bei containerpflanze, die erst ein jahr am neuen standort steht, da kann man den zeitpunkt dann schon ein wenig ausdehnen, da sie ja schon einen stammnahen ballen mit (meist) ausreichend feinwurzeln hat.

ps: ich mag fachwerkhäuser auch! :D
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: Gartenlady am 04. Juni 2006, 13:19:58
ich glaube auch, dass er sich etablieren wird, er wird eben ein schlanker hochgewachsener Baum.

Wir haben solch einen Sorbus, der sich unbemerkt im Gestrüpp entwickelt hat und erst entdeckt wurde, als wir das Gestrüpp gerodet haben. Wir waren auch erfreut, als er auftauchte, da die Mutterpflanze inzwischen verstorben war.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 04. Juni 2006, 13:31:23
Zitat
ich glaube auch, dass er sich etablieren wird, er wird eben ein schlanker hochgewachsener Baum.

... und das ist doch genau das, was du vor deiner fassade haben willst! :D unverhofft kommt oft ...
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: callis am 04. Juni 2006, 23:19:04
Danke für eure tröstenden Worte, Gartenlady und Bernhard.

callis kannst du mal ein foto von der beschriebenen situation einstellen?

... vielleicht solltest du ihm nur ein wenig licht verschaffen, damit er möglichst schnell den "deutzienschirm" hinter sich/ unter sich lassen kann ....

Das Foto wollte ich natürlich machen. Also ging ich mit Apparat hinaus.
Ehe ich aber fotografieren konnte, mußte ich erstmal zur Schere greifen.

Hier war er schon weitgehend freigeschnitten, trotzdem aber auf dem Foto so grün in grün iund auch bei der groben Auflösung schlecht zu sehen. Daher habe ich Pfeile gesetzt, wo der Stamm sichtbar wird und wo die Enden der beiden Hauptäste sind. Es hat sich nämlich gezeigt, dass das Jungbäumchen sich schon in drei Äste verzweigt hatte. Leider kommt es aber nur mit einem Stamm aus dem Boden.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: callis am 04. Juni 2006, 23:23:06
Im folgenden Bild sieht man den Stamm und den Stummel (mit Pfeil), wo ich den mittleren Ast herausgeschnitten habe. Eigentlich hätte das der Haupttrieb sein müssen, er war aber so viel kürzer und dünner als die beiden anderen Äste, dass er sich sicher nie mehr zum Leittrieb entwickelt hätte.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: callis am 04. Juni 2006, 23:33:09
Noch einen Schritt weiter entdeckte ich ein weiteres Goldregenstämmchen 10 cm vor dem ersten.
Ist das nun ein anderer Sämling oder könnte das auch ein weiterer Austrieb derselben Pflanze sein?

Inzwischen habe ich den Stamm angebunden und dabei etwas gerader gezogen mit dem Baumbindeband. Auch den beiden Ästen, die da so lang und ohne die Weigelie haltlos jerumhingen, habe ich jeweils eine Stütze gegeben.
Ob ich sie im Winter wohl nochmal einkürzen sollte?
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: fars am 05. Juni 2006, 06:55:37
Ältere Goldregen lassen sich noch meinen Erfahrungen nur sehr schwer verpflanzen. Als wir gebaut haben, störte ein ca. 3 m hoher Goldregen die Baumaßnahmen, so dass der Unternehmer darum bat, ihn mit dem Bagger (!) ausheben zu dürfen. Der Wurzelballen war also sehr großzügig bemessen. Nur hatte er keinen "Ballen".

An seinem neuen Standort (gleiche Bodenverhältnisse) hat er ca 6 Jahre benötigt, um sich einigrmaßen zu berappeln. Er zeigt dieses Frühjahr erstmals wieder Blüten. Ein Teil des Bäumchens starb aber ab und ist inzwischen von irgendwelchen Borkenkäfern unterminiert. Als "Baumkrüppel" dient er vornehmlich als hervorragende Stütze für die Clematis "Rouge Cardinal".

Merke: Niemand ist unnütz, erkann zumindest noch als schlechtes Beispiel dienen.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 05. Juni 2006, 10:11:21
@ callis: ich glaube nicht, dass auf dem bild die selbe pflanze nochmal austreibt. ich tippe da eher auf einen separaten sämling. und auch wie du den grösseren geschnitten hast, dürfte keine probleme geben (soweit man das sagen kann). es sind jedenfalls keine zwieselverbindungen, wenn ich das richtig erkannt habe (!?). hochbinden war eine gute idee. ob ein rückschnitt erforderlich ist ... pff ... ich habe meine(n) nie irgendwie geschnitten (ausser beim umpflanzen). zur stammfestigung - denk ich - kanns durchaus sinn machen. er wird sich dort aber sicher weiter entwickeln, und du hast auch schon eine fertige unterpflanzung :D

@ fars: da habe ich komplett gegenteilige erfahrungen gemacht. vielleicht war es auch nur glück. im herbst 2004 wanderte ein goldregensämling (der vorher nie verpflanzt wurde) vom garten meines vaters im spätherbst in den der schwiegereltern.
der hat bestimmt einen unterarmstarken hauptstamm und mehrere stark verwachsene hauptäste. ich habe gewartet, bis alles laub herunten war und habe ihn dann so gut wie möglich ausgegraben. bezüglich des ballens habe ich die gleichen erfahrungen gemacht. da war keiner. ich musste sehr dicke hauptwurzeln kappen und war froh, dass einige dünnere wurzeln mit haarwurzelanteil drannblieben. danach habe ich ihn ordentlich auf ca 1,5 m zurückgeschnitten. die längsten triebe erreichten zwischen 3 und 3,5 meter. bei der gelegenheit habe ich auch das sehr "verwachsenen" hauptastgerüst reduziert, viele überschneidene und sich reibende äste rausgenommen. dann wurde noch am selben tag mit einschlämmen neu gepflanzt.
im frühjahr 2005 trieb er so ziemlich überall aus den versteckten knospenanlagen aus. es waren sogar einige - sehr kleine - blüten drann. auch heuer treibt er gut durch, wobei es klarerweises heuer keine blüten gibt. ich werde aber diesen sommer - oder spätestens nächstes jahr - das astwerk durchforsten müssen.
so wie es aussieht ging diese operation gut!
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: callis am 05. Juni 2006, 10:26:31
Zitat
es sind jedenfalls keine zwieselverbindungen, wenn ich das richtig erkannt habe (!?).

Bernhard, was ist eine Zwieselverbindung?
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 05. Juni 2006, 10:38:22
zwiesel ist eine meist nicht-stabile stammverbindung die man im jugendalter leicht durch schnitt korrigieren kann. im alter kann das ausbrechen eines stammes nicht nur schäden anrichten, sondern auch riesige wunden am zweiten stamm zurücklassen.

der link zu stadtbaum zeigt gut, was ich meine. dort ist es auf bäume bezogen. es gilt aber für sträucher/großsträucher sinngemäß, wenn auch mit geringeren auswirkungen. wenn dir von einem großen goldregen ein stamm ausbricht, hinterläßt er aber ebenfalls eine große wunde, die die lebenserwartung des verbleibenden stammes erheblich reduzieren wird.

es beginnt meistens mit zwei knospen/trieben die v-förmig auseinanderwachsen. man muss sich das aber im detail anschauen, wie die rinde an den fraglichen stellen wächst. experten können dadurch auf sichere oder unsichere verbindungen schließen.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: callis am 06. Juni 2006, 13:06:22
Danke für die Antwort, bernhard.
Einen Zwiesel (der Zwiesel ???) hat mein kleiner Godregen zum Glück nicht, aber mein Gingko. (siehe neuer Thread)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: SouthernBelle am 06. Juni 2006, 19:02:02
Mit dem Umpflanzen hab ich keine so schlechten Erfahrungen gemacht wie fars.
Alle drei auf dem Grundstueck vorgefundenen Goldregen haben wir in laublosem Zustand ohne viel Tueddelued umgepflanzt. Was aber unbedingt noetig war: eine stabile Befestigung, die waren alle recht mickrig auf der Wurzel. Dann sind sie aber umgehend und ohne Protest angegangen, vieleicht weil die neuen Standorte soviel besser waren?
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: riesenweib am 06. Juni 2006, 19:19:42
ich habe auch umgepflanzt, wie cornelia beschreibt, allerdings waren die stämme nicht viel mehr wie daumendick.

lg, brigitte
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: Taxus am 07. Juni 2006, 23:40:46
bei meinem vater steht übrigens ein ungewöhnlich straff aufrecht wachsendes exemplar mit einer höhe von 6 - 7 metern. das besondere daran: es hat gelbe und rötliche blütentrauben die jeweils am selben (!!!!) ästchen entspringen. aber eben nicht nur an dem einem, sondern über das gehölz verteilt.

Guten Abend,

das klingt spannend und sehr nach der Chimäre X Laburnocytisus adamii. Vielleicht kannst Du mal ein Foto einstellen, wäre interessiert, da ich nur kleinere Exemplare kenne.

LG Taxus
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 07. Juni 2006, 23:47:27
ich werde mich bemühen! am wo-ende hats geregnet. ausserdem wohnt mein vater immerhin ca. 2 km luftlinie von mir ;D ;) ... ist mir jahrelang irgendwie nie richtig aufgefallen bzw. hab's irgendwie vergessen. aber lernt ja schließlich, genauer hinzusehen. ;)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: bernhard am 10. Juni 2006, 04:23:21
hallo taxus!

wie versprochen ein bild, auf dem sowohl gelbe, als auch rosafärbige blütentrauben zu sehen sind. das ganze blütengeschehen spielt sich schon in luftiger höhe ab. wie gesagt, es sind so 5 bis 7 m höhe. und vor allem auffällig ist der straff aufrechte wuchs - steiler und straffer als der gewöhnliche goldregen, wie ich meine.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum anagyroides
Beitrag von: fars am 10. Juni 2006, 06:18:59
Ja, die Chimäre Laburnocytisus aus Laburnum anagyroides und Cytisus purpureus. Im BoGa Marburg steht auch einer.

Meine beiden Goldregen wachsen aber auch straff aufrecht und sind nur 1-stämmig, Bernhard. Dabei finde ich ältere Exemplare, bei denen mehre Stämme auseinanderstreben und zum Teil so gar eine etwas liegende Haltung einnehmen besonders malerisch.

Was das "alt werden" betrifft: Die meisten Goldregen dürften die meisten von uns überleben ;)
Titel: Was ist das für ein Baum?
Beitrag von: Dietmar am 21. Mai 2010, 10:15:07
Ich habe heute einen kleinen Baum gesehen, der über und über gelb blüht. Leider hatte ich keine Kamera dabei.

Der Baum hat ähnlich Blauregen eine Unmenge ca. 15 ... 20 cm lange Blütentrauben, nur dass diese gelb sind. Die Blätter besitzen 3 Finger.

Was könnte das für ein Baum sein?
Titel: Re:Was ist das für ein Baum?
Beitrag von: bristlecone am 21. Mai 2010, 10:16:56
Ziemlich sicher ein Goldregen (Laburnum).
Titel: Re:Was ist das für ein Baum?
Beitrag von: Luna am 21. Mai 2010, 10:21:34
Goldregen



bristlecone war schneller
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: Dietmar am 21. Mai 2010, 15:05:55
Vielen Dank!

Angesichts der in der letzten Zeit sehr harten Winter in meiner Gegend ist für mich die Winterfestigkeit von großer Bedeutung.

Hat jemand dazu Informationen oder Erfahrungen?

Wie unterscheiden sich gemeiner und Alpen-Goldregen?

Ich wünsche allen ein schönes Pfingsten!
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: Wiesentheo am 21. Mai 2010, 22:33:53
Meiner steht auch in voller Blüte.Dieses Jahr seit 3 Jahren richtig.Sonst waren nur vereinzelt Blüten dran.
Hat die letzen beiden Winter,wo es doch ziemlich kalt war (jetztes Jahr Tiefstwert 29 Grad) problemlos überstanden.Er ist auch erst 5 Jahre im Garten.

Frank
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: ManuimGarten am 15. November 2010, 11:01:15
Der Einfachheit halber möchte ich meine Frage hier anhängen:

Mein Laburnum watereri vossii hat heuer sehr lange Triebe hochgeschoben, die optisch nicht so gut aussehen und wohl auch nicht windstabil sind. Wie man sieht auch ohne Seitenzweige (unten davor steht noch eine Quitte).
Eigentlich würde ich solche Triebe kürzen, aber dann wäre wohl die Blütenanlage für nächstes Jahr weg. Und ich glaube mich zu erinnern, dass Goldregen den Schnitt schlecht verträgt.
Was raten die Goldregen-Exerten?
(http://lh4.ggpht.com/_VtLIH-GA2iM/TOEElR0NWII/AAAAAAAAAyY/H1hi3VXcOS0/s576/PB150017.JPG)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: macrantha am 15. November 2010, 18:42:10
Der Wuchs ist typisch - auch, dass die Zweige beim Goldregen etwas überhängen und keine "kompakte" Krone bilden.
Natürlich kannst Du schneiden, aber ich würde es eigentlich nicht tun. Die Zweige sind recht elastisch - größerer Windbruch ist mir noch nicht aufgefallen.
Wenn das Gehölz älter wird, dann wirkt es natürlich harmonischer. Denn dann hast Du ein paar starre(re) Hauptäste, von denen die jungen "Pendeltriebe" abgehen.

LG
macrantha

P.S. Goldregen ist durchaus schnittverträglich - lässt sich schließlich auch gut entlang von Pergolen ziehen oder durch absägen verjüngen.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: ManuimGarten am 15. November 2010, 19:00:55
Wenn das Gehölz älter wird, dann wirkt es natürlich harmonischer. Denn dann hast Du ein paar starre(re) Hauptäste, von denen die jungen "Pendeltriebe" abgehen.


Danke Macrantha. Und sorry, dass ich grad schwer von Begriff bin.
Heisst das, von den derzeitigen langen Trieben wachsen im nächsten Jahr doch Seitentriebe ab? Dann würde es wieder besser aussehen.
Das Dumme ist auch, dass ich nicht weiss, wie hoch die Quitte wird. Denn je nachdem, wäre es besser, wenn der Laburnum dahinter größer oder kleiner ist.

Ich bin auch so vorsichtig, weil ich im früheren Garten 3 normale Goldregen am Grundstücksrand hatte. Den einen in der Ecke verstümmelte die Baufirma völlig, sägte die Äste unmöglich ab. Der erholte sich nicht mehr, trieb wenig aus. Die anderen beiden hatten auch hohe Stämme, und die Äste mit Blüten waren weit oben, wo man sie nicht mehr erreichte. Nur aus der Entfernung sah es gut aus.
(http://lh4.ggpht.com/_VtLIH-GA2iM/TOFzu9wLcPI/AAAAAAAAAyo/breGjToYLe8/s576/Garten%20Mai%20001.jpg)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: wollemia am 15. November 2010, 19:37:00
Heisst das, von den derzeitigen langen Trieben wachsen im nächsten Jahr doch Seitentriebe ab? Dann würde es wieder besser aussehen.

Ja, solche Triebe verzweigen sich.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: macrantha am 15. November 2010, 20:04:00
Goldregen werden nicht so besondes alt und vergreißen dann schnell. Wenn so ein altes Exemplar geschnitten wird, dann kann es schon sein, dass es nur sehr schlecht wieder durchtreibt.
Fällt man gleich den ganzen Stamm, dann bildet sich oft wieder ein neuer (junger) Baum.
Abgesehen davon versamen sich die Goldregen ja sehr leicht, so dass man bei Bedarf einfach einen Sämling wachsen lässt. Diese wachsen oft mehrstämmig bzw. verzweigen sich schon früh und legen rasch an Größe zu.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: wollemia am 15. November 2010, 20:20:23
Weißt du, ob sich die gängige Laburnum x watereri 'Vossii' einigermaßen echt aus Samen vermehren lässt?
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: macrantha am 15. November 2010, 20:39:56
Nein, weiß ich nicht. Das ist natürlich ein Punkt, weshalb man vielleicht doch keine Sämlinge dulden sollte/könnte - Vossi duftet ja im Gegensatz zum "normalen" Laburnum anagyroides (muß gestehen, ich könnte jetzt gar nicht sagen, ob meine Bäume duften).
Ich habe "nur" Sämlinge im Garten, die aber sehr zufriedenstellend und überreich blühen.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: ManuimGarten am 15. November 2010, 21:52:57
Ich habe den "Vossii" 2008 gepflanzt und auch heuer war die Blütenanzahl noch nicht sooo üppig. Da hätte ich nicht die Geduld, Jahre auf einen Sämling zu warten.

Jetzt fällt mir auch wieder ein, dass der Strauch beim Kauf abartig beschnitten war, da brauchte er allein ein Jahr, bis die Verkrüppelungen nicht mehr sichtbar waren.

An den Duft kann ich mich nicht mehr erinnern, da muß ich nächstes Jahr drauf achten. Aber die Blütentrauben von Vossii sind länger als die "Normalen" und wirken auch als einzelne Blüten. :D

(http://lh5.ggpht.com/_VtLIH-GA2iM/TOGba-VgDcI/AAAAAAAAAyw/sc59VZAj1hk/s576/P4300095.JPG)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: fars am 15. November 2010, 22:00:26
Goldregen werden nicht so besondes alt und vergreißen dann schnell.

Das liest man immer wieder, aber was heißt das nun? 20, 30 oder 50 Jahre?
Der G. in meinem Garten dürfte so um die 20 Jahre alt sein. Davon mal abgesehen, dass ich von dieser Baumart nicht viel halte (sie blüht zwar recht schön, sieht aber den Rest des Jahres nicht sonderlich gut aus), sieht er noch recht stramm und "jugendlich" aus. Ich gebe ihm weitere 20 Jahre.

Aber ich habe schon offenbar recht alte G. gesehen, die einen sehr ansprechenden, bizarren Wuchs entwickelt haben. Man könnte ihn sogar als malerisch bezeichnen.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: wollemia am 15. November 2010, 22:03:37
Die schöne Blütezeit und das Aschenputteldasein den Rest des Jahres teilt er sich mit dem Flieder. Was das Malerische angeht, läuft ihm letzterer den Rang ab.

Nach meinen Erfahrungen sind 50 Jahre alte Goldregen in Gärten eher die Ausnahme, da ist der Stamm meist morsch und brüchig.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: fars am 15. November 2010, 22:06:49
Was aber auch reizvoll sein kann (ohne jeglichen Spott).
Und 50 Jahre sind doch fast schon ein lebenlang, wenn man davon ausgeht, dass die meisten Gärtner(innen) erst mit ca. 25-30 Jahre ihren eigenen Garten haben.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: partisanengärtner am 15. November 2010, 22:21:33
Bei meinem alten Garten gingen Die Goldregen so nach 50 Jahren nach und nach ein. Die hatte mein Großvater gepflanzt. Die stärksten Stämme (mehrtriebig) waren ca. 20 cm. Rückschnitt hat nichts gebracht. Aber die Sämlinge wachsen sehr schnell wenn man sie an Ort und Stelle wachsen lässt sind sie nach 3 Jahren fast mannshoch und fangen schon mit blühen an (Sehr fetter Lehmboden).
Jedes Umpflanzen verlängert die Zeit erheblich :-X.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: _felicia am 15. November 2010, 22:30:03
Was aber auch reizvoll sein kann (ohne jeglichen Spott).
Und 50 Jahre sind doch fast schon ein lebenlang, wenn man davon ausgeht, dass die meisten Gärtner(innen) erst mit ca. 25-30 Jahre ihren eigenen Garten haben.

finde ich auch!
so manches knorrige, alte Gehölz finde ich sehr reizvoll - das hat Charakter!
Viele Grüße
_felicia
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: Landpomeranze † am 15. November 2010, 22:38:37
Zitat

Nach meinen Erfahrungen sind 50 Jahre alte Goldregen in Gärten eher die Ausnahme, da ist der Stamm meist morsch und brüchig.

Meiner ist - wie ich im Winter beim blättern in alten Fotoalben herausgefunden habe - 1939 gepflanzt worden. Morsch ist er schon seit Jahrzehnten, geblüht hat er trotzdem und sich in eine gelbe Wolke verwandelt, aber jetzt muss er weichen.
Wenn doch endlich mal die verflixten Baumschneider auftauchen würden... ::)

edit: Zitat repariert
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: macrantha am 15. November 2010, 22:41:55
Die im Elterngarten geben jetzt nach gut 25 Jahren "den Geist auf". Schön sehen sie schon die letzten 5 Jahre nicht mehr aus. Kaum Zuwachs, wenige Blüten, unansehnliches Laub. Auf guten Standorten tritt das vielleicht erst 10 Jahre später ein, aber dann geht es auch bergab. Wenn die Bäume dann schon so alt sind, bringt auch Rückschnitt nichts mehr.
Wie Axel aber schon sagte - Sämlinge wachsen und blühen sehr schnell (für Bäume - sind ja keine Gänseblümchen). Nach 5 Jahren hat man schon was "anständiges" im Garten.
Um zum überwachsen des verschnittenen Habitus: Manium - Du machst mir Spaß. Wenn ein Gehölz extremen Schnitt nach nur einem Jahr überwächst, dann ist das doch was! Und da sagst Du "da brauchte er allein ein Jahr, bis die Verkrüppelungen nicht mehr sichtbar waren"??? ;D (Scherzkeks)
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: wollemia am 15. November 2010, 22:49:55
Ich habe manchmal den Eindruck, unter den Gehölzbesitzern gibt es - vereinfacht gesagt - zwei Fraktionen: Die einen betrachten Gehölze als eine Art verholzte Blütenstauden, bei denen vor allem die Blüte im Vordergrund steht, nicht so sehr die Entwicklung, die anderen sehen Gehölze als Individuen, die erst mit den Jahren an Charakter gewinnen.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: ManuimGarten am 15. November 2010, 22:59:38
@Macrantha: mit dem abartigen Schneiden in meinem letzten Beitrag meinte ich den Schnitt der neu gekauften Pflanze für den jetztigen Garten (nicht den alten Baum im früheren Garten). Und da würde man wohl erwarten, dass man eine Pflanze in bestem Zustand erwirbt. Man hatte offenbar die Zweige irgendwie entspitzt, die inzwischen längeren Neuaustriebe wuchsen tw. nach innen....
Also kein Vorwurf an den Baum, sondern an den Schneide-Attentäter.

Durch die 2 Beispiele kam ich zum Schluß, dass der Goldregen keinen Schnitt verträgt. Ich warte wohl die nächste Blüte ab, dann zeigt sich auch schon, ob die langen Triebe Seitenzweige bekommen.
Wenn ich mich dann noch 20 Jahre an den hängenden Blütentrauben hinter dem Teich erfreue, ist es mir auch recht. Muß toll aussehen. :D
Und dass er nur kurz blüht, nehme ich hin. Jedenfalls blüht er länger als die 30m Scheinzypressenhecke. :P
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: macrantha am 15. November 2010, 23:02:42
Ich musste über Deinen Ausspruch, dass es so lange gedauert hätte, bis das Gehölz die Schneideattacke überwachsen hatte, nur grinsen. (Fast) jedes andere Gehölz hätte in paar Jährchen mehr gebraucht ;) .
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: riesenweib am 15. November 2010, 23:08:41
...Nach meinen Erfahrungen sind 50 Jahre alte Goldregen in Gärten eher die Ausnahme, da ist der Stamm meist morsch und brüchig....

stimmt, unser ältester wurde mitte der 60er gepflanzt, aber wie landpomeranze schreibt

...Meiner ist...1939 gepflanzt worden. Morsch ist er schon seit Jahrzehnten, geblüht hat er trotzdem und sich in eine gelbe Wolke verwandelt ....

blüht er trotzdem jedes jahr üppig. Ich erwarte aber jährlich den exitus, sozusagen.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: riesenweib am 15. November 2010, 23:09:36
ganz junge überwinden schneideattacken.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: ManuimGarten am 15. November 2010, 23:13:08
Wenn ich eine Pflanze kaufe, braucht sie normalerweise nicht ein paar Jährchen, bis sie den Schnitt des Gärtners überwindet. Es war ja keine Schneideattacke hier, die Pflanze war schon vor dem Verkauf geschnitten worden.

Es waren aber in dem Gartencenter alle Laburnums so geschnitten und hatten wieder ausgetrieben. Details wie Wuchsrichtung nach innen und "Narbenbildung" fielen mir leider erst zuhause auf.
Titel: Re:Goldregen - Laburnum
Beitrag von: Landpomeranze † am 23. März 2011, 11:11:57
...Nach meinen Erfahrungen sind 50 Jahre alte Goldregen in Gärten eher die Ausnahme, da ist der Stamm meist morsch und brüchig....

stimmt, unser ältester wurde mitte der 60er gepflanzt, aber wie landpomeranze schreibt

...Meiner ist...1939 gepflanzt worden. Morsch ist er schon seit Jahrzehnten, geblüht hat er trotzdem und sich in eine gelbe Wolke verwandelt ....

blüht er trotzdem jedes jahr üppig. Ich erwarte aber jährlich den exitus, sozusagen.

Bei meinem ist der Exitus eingetreten, dh wir haben das Sterben mittels Motorsäge und Bagger abgekürzt. Jetzt trauern die Männer in der Familie um die gelbe Wolke und wollen unbedingt einen neuen pflanzen. Gibt es eigentlich eine Sorte, die nicht ganz so quietschgelb ist? Ist Laburnum alpinum vielleicht etwas dezenter (zumindest bezeichnet Eggert die Blüten als „hellgelb“)?

lg, Patricia