garten-pur

Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: Eva am 10. Juli 2006, 17:10:52

Titel: Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Eva am 10. Juli 2006, 17:10:52
Hallo,

ich bräuchte noch ein paar Ideen für Sommer- und Spätsommerstauden, die es sonnig und trocken mögen, aber auch nass vertragen und nicht allzu hoch werden. Mein Boden ist eher schwer und lehmig, es regnet auch recht häufig aber ich will am liebsten gar nicht gießen, oder nur einmal die Woche. Dadurch wird es schon manchmal sehr trocken - ich glaube, dass vor allem deswegen haben Phlox, Campanula punctata und einige andere Stauden ihre Probleme bei mir. Die meisten, die es gerne nahrhaft haben, mögen auch gerne gegossen werden, während die Trockenkünstler es eher mager lieben, oder?

Hättet Ihr noch ein paar Ideen für mich - oben an der Trockenmauer entlang sollten noch einige Stauden hin, die so ab Juni bis in den Herbst hinein Farbe bringen (und natürlich am liebsten ganzjährig interessante Blätter haben). Dahinter gibt es einen großen Rosenbusch (Ghislaine de Feligonde), es wachsen dort schon: Polsterphlox (unter Protest, ich glaube dem ist es zu lehmig?), Polsterglockenblume (mickert rum, zu trocken?), Lychnis coronaria (fühlt sich pudelwohl), Salvia officinalis (steht etwas zu fett, friert deswegen immer ziemlich runter), Hornveilchen (fühlen sich auch sehr wohl), Wollziest (hätte gern etwas weniger Sonne glaube ich), Lampenputzergras (fühlt sich wohl, hängt verträumt über die Mauerkrone), Kugeldistel (steht zu fett, fällt deswegen öfter mal um), Iris (mögen den Platz, sind aber leider schon abgeblüht),...
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: riesenweib am 11. Juli 2006, 09:47:29
bei mir wachsen unter ähnlichen bedingungen (boden, giessen) auch rotlaubige heuchera, nachtkerzen (versamen), natternkopf, steppensalbei (salvia nemorosa), der nach rückschnitt eine neue blüte bringt, star dumosus, tlw. taglilien (nicht die neuen hochzuchtbrummer, sondern die alten dauerhelden), rasselblume (Catanache), die hohen sedümer, bergflockenblume (wird aber gern geschneckt), karde (versamt aber reichlich, lasst sich gut jäten), wegwarte. ich hab mal die aufgezählt die jetzt blühen, oder remontieren. auch ja, tlw. penestmon, obwohl der manchmal im winter probleme bekommt. die lychnis coronoria hast Du ja schon. sehr gut geht auch, zumindest letzten und diesen sommer, acidanthera bicolor. die muss aber im spätherbst raus.

lg, brigitte

uups, die nachtkerzen werden hoch...
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Landpomeranze † am 11. Juli 2006, 10:16:47
Staudensonnenblumen vertragen das bei mir sehr gut, werden aber wahrscheinlich zu hoch.

In meinem vernachlässigten Beet (wird nicht oft gegossen und bekommt nur im Frühjahr Kompost, hat fast den ganzen Tag Sonne) blühen im Sommer und Herbst ua Herbstanemonen, Coreopsis, Sonnenbraut, Kokardenblume, Aconitum in weiß und blau, Rauhblattastern (kürze ich im Frühsommer radikal, damit sie nicht so hoch werden) und Bergflockenblumen (die werden nach der erstem Blüte wegen Mehltau zurückgeschnitten und blühen noch einmal) oder weiße Echinacea.

Acanthus habe ich gerade dazu gesetzt, ob er sich durchkämpft, weiß ich noch nicht.

lg, Patricia
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: altrosa am 12. Juli 2006, 15:42:50
Goldfelberich (blüht im Juni gelb) nimmt in meinem Lehmboden weder Nässe noch Trockenheit übel, ebenfalls Seifenkraut (Saponaria). Beide neigen aber zur Ausbreitung. Nesselblättrige Glockenblume (Juli, blauviolett) erträgt solche Lagen auch gut.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Eva am 12. Juli 2006, 17:29:46
Hast Du für die Nesselblättrige Glockenblume eher kalkigen oder eher sauren Boden. Ich hab sie schon ein paarmal angesät, weil sie mir in Vater's Garten so gut gefällt - bisher kein Glück gehabt. Oder ist das auch wieder Schneckenfutter?

Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: karina04 am 12. Juli 2006, 17:38:58
Goldfelberich (blüht im Juni gelb) nimmt in meinem Lehmboden weder Nässe noch Trockenheit übel.

Das kann ich auch bestätigen. Dort wo es feuchter ist, neigt er allerdings zum Wuchern. Auf dem trockenen Platz eigentlich gar nicht, wird dort allerdings auch nicht so hoch.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Eva am 12. Juli 2006, 21:02:44
Danke für Eure Ideen. Viele davon sind so hm, wie soll ich das ausdrücken? - vertikale Stauden? Auf der Mauerkrone würde mir was hängendes oder wuscheliges besser gefallen - ob Helianthemum da durchkommt?

Natternkopf werde ich auf jeden Fall probieren, fahr jeden Tag mit dem Fahrrad dran vorbei, da werd ich mal demnächst Samen sammeln - ist der eigentlich zweijährig oder ausdauernd?
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: brennnessel am 12. Juli 2006, 21:18:54
Gefallen dir Euphorbien, Eva , z.B. E. griffithii "Fireglow"?
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Eva am 12. Juli 2006, 21:52:34
Der Fireglow sieht ziemlich super aus, Lisl. Ist der Austrieb die ganze Zeit so rötlich, oder nur im Frühsommer?
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: brennnessel am 12. Juli 2006, 21:57:13
die ist die ganze saison ein hingucker, Eva! ich habe sie auch so halb über ein mäuerchen hängen und bringe dir was davon mit, wenn du nicht vorher selber mal auftauchst ;)!
lg lisl
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: riesenweib am 13. Juli 2006, 08:08:00
...Natternkopf .... ist der eigentlich zweijährig oder ausdauernd?

zweijährig, Eva.

Fireglow hat auch eine wunderschöne herbstfärbung!
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: kap-horn am 13. Juli 2006, 13:01:22
Aster divaricata liegt zu meinem Ärger immer flach rum, wäre auch einen Versuch wert.
Wie heißt die hängende gelb blühende Wolfmilch? Walzenw? ??? ???
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: altrosa am 13. Juli 2006, 13:26:28
Hast Du für die Nesselblättrige Glockenblume eher kalkigen oder eher sauren Boden. Ich hab sie schon ein paarmal angesät, weil sie mir in Vater's Garten so gut gefällt - bisher kein Glück gehabt. Oder ist das auch wieder Schneckenfutter?



Ich habe eher kalkhaltigen, lehmigen Boden, bei uns kommt die nesselblättrige Glockenblume auch wild vor. Am Anfang hatte ich Mühe, sie zu etablieren, ich hielt sie eine Zeitlang in Gefässen, die ich dann bei Samenreife an passende Gartenpartien setzte. Inzwischen hat sie sich eingewöhnt und versamt sich an trockenen und feuchten Stellen. Schnecken lieben diese Glockenblume nicht besonders.

Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: macrantha am 13. Juli 2006, 13:32:06
Ich glaube nicht, dass diese Glockenblume (C. trachelium) besondere Ansprüche an den Boden-pH hat ... in meinem leicht sauren, nahrhaften Lehmboden wächst sie auf jeden Fall bestens (also nicht nur in kalkigem Boden möchte ich damit sagen).
Sämlinge habe ich ohne Ende ... auch in trockenen Bereichen unter Nadelgehölzen, in wesentlich höherer Zahl jedoch in frischen, halbschattigen Beeten. Doch auch die an eher trockene und sonnige Stellen gesetzte Pflanzen wachsen gut.
Vielleicht darf es nur nicht zu mager sein?
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: riesenweib am 13. Juli 2006, 14:55:13
apropos aster: versuche Forest Pansy, nieder und breit, blüte spätherbst. trocken gewünscht. wie nahrhaft der boden sein darf, weiss ich nicht, habe sie (noch) nicht selber, da ausverkauft.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Jepa-Blick am 30. März 2010, 09:10:53
Suche nach den vielen Anregungen für den Sommer und Herbst noch hübsche Frühjahrsblüher die entlang hinter einer kleinen Steinmauer mit einigen Büschen (vom Vorgänger Spiere, Ball-Hortensie, Brautschleier glaub ich) versetzt ausdauernd blühen (möglichst etwas für Insekten).
Der Boden ist lange im Winter von Schneemassen erdrückt, schwer und verdichtet dazu kommt die volle Sonne die den Boden austrocknet, aber bei Regen ist dort auch mal ne Weile feucht. Die Mauer verläuft entlang der Straße und ist bis jetzt immer etwas unansehnlich trotz vieler Versuche. Einzig und allein der Giersch würde gerne alles überwuchern. 2 hohe Fichten stehen dort und der ganze Boden ist durchwurzelt. Was ratet ihr mir?
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: SouthernBelle am 30. März 2010, 10:06:10
Kleinblumenzwiebeln, Symphytum grandiflorum, Pulmonaria und etwas spaeter Geranium macorrhizum machen es bei mir unter ausgewachsenen Eschen.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Jepa-Blick am 30. März 2010, 10:41:20
Danke schön, hört sich gut an. :)
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Treasure-Jo am 30. März 2010, 13:22:09
Danke schön, hört sich gut an. :)

...noch etwas für den Frühlingsaspekt (Blühmonat) für deinen Standort:

Anemona blanda (III-IV), Iris reticula (III), frühblühende Allium-Arten (V-VI), Nectaroscordum siculum (V-VI), Euphorbia polychroma 'Purpurea' (IV-V), Aquilegia (IV-V), Bergenia (III-V), Helleborus feotidus z.B. Sorte 'Wester Flisk' (III-IV)
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Treasure-Jo am 30. März 2010, 13:24:06
Goldfelberich (blüht im Juni gelb) nimmt in meinem Lehmboden weder Nässe noch Trockenheit übel.

Das kann ich auch bestätigen. Dort wo es feuchter ist, neigt er allerdings zum Wuchern. Auf dem trockenen Platz eigentlich gar nicht, wird dort allerdings auch nicht so hoch.

...bei sandigem Boden überlebt Lysimachia punctata trockene Sommer ohne sehr viel Gießen leider nicht.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Treasure-Jo am 30. März 2010, 13:27:52
Danke für Eure Ideen. Viele davon sind so hm, wie soll ich das ausdrücken? - vertikale Stauden? Auf der Mauerkrone würde mir was hängendes oder wuscheliges besser gefallen - ob Helianthemum da durchkommt?

Natternkopf werde ich auf jeden Fall probieren, fahr jeden Tag mit dem Fahrrad dran vorbei, da werd ich mal demnächst Samen sammeln - ist der eigentlich zweijährig oder ausdauernd?

Naternkopf ist zweijährig, sät sich aber auf offenen, eher leichten Böden selbst aus. Verschwindet oft wieder, wenn ihm die Bedingungen nicht mehr zusagen.

...Helianthemum ist kein Problem, wenn es nicht zu winternass (Staunässe) ist. Ansonsten Aubretia, Campanula portenschlagiana, Phlox subulata,
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: macrantha am 30. März 2010, 14:27:38
@Jepa
Ein richtiger Allrounder, der sowohl auf trockenen Plätzen im Schatten als auch auf feuchtem Lehm zügig wächst, ist Aster ageratoides (ich habe eine namenlose, hohe lavendelfarbene; gibt es aber auch als niedrige Sorte).
Sie macht aber oberflächlich kurze Ausläufer, die sich jedoch leicht mit dem Spaten abstechen und herausziehen lassen. Jedenfalls sehr konkurrenzsstark, so dass sie auch noch unter widrigen Bedingungen zufriedenstellend wächst.
Ceratostigma plumbaginoides ist auch so ein (ausläuferbildender) Kandidat, der unter schlechten Bedingungen noch gut wächst (solange es kein dichter Schatten ist).
Auch Brunnera macrophylla macht viel mit (habe sie auf Plätzen im Regenschatten gleichermaßen wie auf lehmigen, nassen Flächen).

LG
macrantha
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Treasure-Jo am 30. März 2010, 14:48:48
...noch etwas für den Frühsommer:

Nepeta-Arten (z.B. N. x faasseni oder N. racemosa), Salvia nemorosa Sorten, Papaver orient., alle Geranium sanguineum (z.B. Sorte 'Striatum'), Geranium renardii...
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: macrantha am 30. März 2010, 22:27:03
Wobei Nepeta auf dem kalten Lehmboden meiner Eltern selbst in der Sonne kümmern und rückwärts wachsen. Ich habe den Eindruck, dass sie einen sich rasch erwärmenden Boden brauchen (das evakuierte Exemplar hat sich in meinem Sandboden innerhalb eines Jahres mind. verfünffacht).
Mit Salvia nemorosa hat es auch nur in einem Kiesstreifen auf der Südseite geklappt. Kommt halt jetzt darauf an, wie dicht der Lehm wirklich ist.
Aber Alchemilla mollis kann ich mir noch gut vorstellen. Geranium phaeum-Sämlinge machen auch fast alles mit.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Danilo am 30. März 2010, 22:46:28
Ich hab so eine ähnliche Situation im Garten.
Nepeta und Salvia wachsen bei mir zwar auch in trockenen, lehmigen Böden, sind m.E. aber viel zu konkurrenzschwach um Wurzeldruck von Großgehölzen zu ertragen, würde ich dort lieber nicht versuchen, schon Kleingehölze lassen hier die Katzenminze streiken.
Geranium renardii wird dort auch nicht optimal wachsen, verdichteter Lehm kann ein Problem sein, ist ebenfalls nicht sehr konkurrenzstark.
Akzeptabel schlägt sich bei mir an solchen Stellen auch Iris germanica, jedoch nicht ganz so blühfreudig wie auf geeigneteren Standorten. Das schon genannte Geranium sanguineum wächst auch zufriedenstellend.
Ansonsten würde ich auch den Hauptaugenmerk auf frühe Zwiebel- und Knollenblüher legen.
Noch zum Spätsommer- und Herbstaspekt: Aster divaricatus und Aster macrophyllus in Sorten, Rudbeckia nitida und Dendranthema 'Clara Curtis' machen fast alles mit. Je nach Staudennachbarschaft muss man aber deren Ausbreitungsdrang berücksichtigen. Als besonders robuste Gräser für solche Stellen haben sich bei mir Sesleria autumnalis und Poa chaixii erwiesen.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Jepa-Blick am 31. März 2010, 09:48:35
Wow. Sehr gute Anregungen. Danke!! :D Habe mir die vielen Vorschläge noch mal im Internet angeschaut.
Einige Versuche habe ich ja schon hinter mir. Das Problem ist neben dem durchwurzelten, verdichteten Boden die Sonne im Sommer. Sie verwandelt alles um das Mäuerchen in eine Wüstenlandschaft und dann gibt es hier schon mal 3 Tage heftigsten Dauerregen. Kärnten ist wasserreich!!
Akelei, Mohn, Frauenmantel haben leider keine Chance. Katzenminze wächst bei mir nur in der Wiese und mickert tatsächlich bei Kleingehölzen. Außerdem lieben alle Katzen diese und so wird sie immer wieder bis auf die Stiele abgefressen. Iris germanica gedeiht bei uns unter dem trockenen Dachvorsprung des Carports. Ist allerdings recht windempfindlich. Die Zwergform wäre eine Lösung. Astern wachsen sehr gut. Waren bisher immer nur im Herbst dort üppig. Werd mal versuchen Aster ageratoides bei uns zu finden. War gestern extra in einer Spezialgärnterei. Die hinken aber hinter den Frühlingsgefühlen der Gärtner hinterher und das Pflanzenmaterial sieht weitgehend leblos aus und ist sündhaft teuer. Da sollte ich wohl noch etwas warten. Leider gibt es hier kein Geranium macrorrhizum. Goldfelberich hätte vermutlich auch eine Chance. Salbei daran hätte ich auch denken können ist an einer anderen Stelle super, aber da hab ich viel Sand aufgeschüttet und es ist hangwärts geneigt so daß das überschüssige Wasser ablaufen kann und sie haben auch keine Wurzelkonkurrenz dort. Das geht am Mäuerchen nicht. Euphorbiasorten gingen sicher. Rudbeckia nitida habe ich an einem anderen Platz und sie gedeiht sehr schön. Sähe sicher hübsch dort aus. Blutstorchschnabel geht nicht, da dieser sich mit den beiden Rosen (rosa und gelb) farblich beißen würde. Werde aber erst mal den Boden etwas verbessern mit Sand und Kompost und dann pflanzen. Vielen Dank nochmals für all die Ratschläge.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Treasure-Jo am 31. März 2010, 10:51:01
Werde aber erst mal den Boden etwas verbessern mit Sand und Kompost und dann pflanzen. Vielen Dank nochmals für all die Ratschläge.

...die mickernde Akelei ist möglicherweise der Trockenheit geschuldet?

Noch ein Tipp: Das Auflockern des Lehm-Bodens (bzw. Verbesserns) mit Sand halte ich für eine gute Idee insbesondere für die Stauden, welche durchlässige Böden bevorzugen. Ausserdem wird dann der Boden bei Trockenheit nicht betonhart. Eine andere Empfehlung ist das Mulchen der Beete. Bei sonnigen Beeten überstehen viele Stauden einen heissen trockenen Sommer mit Mulchen weitaus besser (sogar ohne Wässern! (geeigneter Mulch: z.B. mineralischer Mulch wie Lavasplitt, andere Splittgemische Korngröße 5-11mm oder 8-16mm oder Kies 8-15mm) Das Hinzufügen von Kompost würde ich nicht generell empfehlen. Bei Pflanzen wie Salbei und anderen südlichen Gewächsen oder Stauden aus den Bereichen Freifläche iund Steppenheide, sollte der Boden nicht zu nährstoffreich sein. Weniger Nährstoffe vermindern den Unkrautbewuchs und es erhöht die Überlebenschancen von salbei und Co im Winter (besseres, früheres Ausreifen der Pflanzen)
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Treasure-Jo am 31. März 2010, 13:58:37
...noch ein interessanter Artikel zu dem Thema:

http://www.jardinsuisse.ch/fileadmin/pdf_files/2004pdf/PDF_01_04/01_4_7.pdf
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Jepa-Blick am 04. April 2010, 08:19:26
Danke für die Tipps und den Link. :D Werde es ausprobieren mit dem Mulchen. An der Mauer gibt es aber auch viele Schnecken. Da helfen dann nur Sorten die sie nicht mögen.
Übrigens: Die schwarze Akelei wächst in unserem Pachtgarten wild und herrlich an einem leicht schattigen Abhang in Waldnähe. Aber im Garten sind alle Akeleien mickrig, da zu vollsonnig und trocken.
Titel: Re:Niedrige und halbhohe Stauden für z.T. trockenen Lehmboden
Beitrag von: Treasure-Jo am 04. April 2010, 09:44:18
Danke für die Tipps und den Link. :D Werde es ausprobieren mit dem Mulchen. An der Mauer gibt es aber auch viele Schnecken. Da helfen dann nur Sorten die sie nicht mögen.

Die schwarze Akelei wächst in unserem Pachtgarten wild und herrlich an einem leicht schattigen Abhang in Waldnähe. Aber im Garten sind alle Akeleien mickrig, da zu vollsonnig und trocken.


Übrigens haben sich einige Akeleien auch auf trockenen, sonnigen Flächen in meinem Garten ausgesät und etabliert. Die im Topfballen gepflanzeten Akelei sind dagegen ganz schnell verschwunden. Ich habe das Gefühl, Akeleien suchen sich ihren Platz am liebsten selbst aus.

...übrigens: Schnecken mögen keinen Splitt (zumindest das eine oder andere Exemplar wird vom Betreten der mit Splitt gemulchten Fläche nach meiner und der Erfahrung anderer abgehalten, Warum? kantige Steine? Eher trockene Oberfläche? )