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Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: max. am 12. Juli 2006, 18:07:36

Titel: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: max. am 12. Juli 2006, 18:07:36
weiß noch jemand eine gute sorte der schwarzen johannisbeere für mich?
ich habe zwei 08/15 sorten (rosenthals langtraubige und silvergieters
und eine etwas ausgefallenere (noir de bourgogne). würde aber gerne wietere kennenlernen. standort eher ungünstig (leichter boden, wenig schatten, zu warm)
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: agathe am 12. Juli 2006, 18:26:49
ist noir de bourgogne anspruchsvoll + wie schmeckt sie?
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: max. am 12. Juli 2006, 18:49:41
zu früh zu sagen. meine sind erst letztes jahr gepflanzt. die wühlmäuse haben sie arg zugerichtet, weshalb sie kaum zuwachs hatten.
die beeren sind kleiner und viel herber als meine standardsorten. das ist nächstes jahr vielleicht anders. in frankreich wird diese sorte zur herstellung des cassis angebaut.
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: agathe am 12. Juli 2006, 18:52:18
gäbe es da -vielleicht einmal- stecklinge, ganz vorsichtig + mit blick in die zukunft gefragt?
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Ralf am 12. Juli 2006, 21:19:59
Ometa - robust, Qualitätsfrüchte, reichtragend, süß, aromatisch.
VG Ralf
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: biggi67 am 12. Juli 2006, 21:25:15
Ich hab die Titania und finde sie sehr lecker.
Hab keinen Vergleich aber hubertusstock bietet sie so an: Es handelt sich hier um eine der besten schwarzfrüchtigen Johannisbeersorten aus dem gewerblichen Anbau. Wie der Name schon andeutet sind die Beeren sehr groß und diese Sorte ist reichtragend
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Re-Mark am 12. Juli 2006, 22:40:52
Hi,

ich versuche auch noch, für mich gute Johannisbeersorten zu finden. Habe dieses Frühjahr wieder sechs Sorten gepflanzt, da waren auch zwei schwarze bei. Muss nochmal nachschauen, ich glaube eine davon ist auch Silvergieters.

Unter meinen anderen Sträuchern ist auch eine Ometa und eine Ben Sarek . Die Ometa war geschmacklich tatsächlich ziemlich gut. Aber Ben Sarek hatte, wenn ich mich recht erinnere, von all meinen Schwarzen Johannisbeeren am wenigsten unter Johannisbeerrost zu leiden. Dummerweise hatte sie kaum Zuwachs und nur kleine Beeren, was man aber auf meine mangelnde Pflege im entfernt liegenden Garten zurückführen dürfte. Die Johannisbeersträucher werden dort sehr stark von Unkraut bedrängt. Nächster Besuch im Garten ist voraussichtlich nächste Woche, dann werde ich hoffentlich daran denken, nochmal genau nach Sorten, Wuchs und Fruchtansatz zu schauen.

Bye,
Robert


Nachtrag: Hab mal auf die Rechnung geschaut - die Schwarzen Johannisbeeren dieses Frühjahr waren: Rosenthals Langtraubige Schwarze, Silvergieters Schwarze und Tsema. Habe sie vom Artländer Pflanzenhof. Tja, leider ziemlich starke Überschneidung mit deinen Sorten... dafür kannst du mir ja mal erzählen, ob der Verkäufer mit seiner Beschreibung recht hat:

Silvergieters Schwarze: Große Beeren an langen Trauben. Dünne Schale, süß mit intensivem Aroma. Reift Anfang Juli. Ertrag hoch.

Rosenthals Langtraubige: Große Beeren an langen Trauben. Säuerlicher, starkaromatischer Geschmack. Reift Anfang Juli. Ertrag mittel bis hoch. Starker Wuchs, Holz etwas frostempfindlich.

Der Vollständigkeit halber auch die Beschreibung für Tsema: Neue schwarze Johannisbeere. In Holland gezüchtet. Bringt große, lange bis sehr lange Trauben mit gut greifbaren Stiel hervor. Verrieselt wenig. Die Früchte reifen sehr gleichmääßig aus. die Reifezeit ist mittelfrüh. Sehr hohe und regelmäßige Erträge. Kräftiger und leicht hängender Wuchs.

Und zu Titania schreiben sie: Neuzüchtung. Starker, aufrechter und sehr gesunder Wuchs. Sehr krankheitsunempfindlich.
Die sehr gut schmeckenden Früchte wachsen an langen Trauben und sind die größten Beeren, die bei schwarzen Johannisbeeren zu finden sind. So ist eine schnelle und große Ernte möglich.
Für den Hausgarten sehr zu empfehlen.


Na ja, und wenn wir schon dabei sind, hier noch ein paar Infos aus dem Buch "Beeren und besondere Obstarten" von Neuweiler, Röthlisberger, Rusterholz, Terrettaz aus dem Jahr 2000 im Verlag Landwirtschaftliche Lehrmittelzentrale:

Bona (Polen 1969)
Reifeperiode: Früher Reifebeginn, sechs Tage vor Ometa, kurze, konzentrierte Reifeperiode
Aussehen der Grappen: Kurze, sehr kompakte Grappen mit sehr kurzem Stielansatz. Geringe Neigung ztur Verrieselung. Grappengewicht: 6 bis 8 g.
Aussehen der Beeren: Sehr grosse, kugelige Beeren mit schönem Glanz. 100 Beeren-Gewicht: 170 bis 210 g.
Innere Qualität: Kräftiger, angenehmer, süsslicher Geschmack.
Festigkeit - Haltbarkeit: Mittlere Transportfestigkeit und Haltbarkeit. Erhöhte Neigung der Fruchthaut zum Aufplatzen. Erhöhte Regenempfindlichkeit.
Wuchs: Mittelstarker, eher breiter Wuchs.
Blütenbildung - Ertrag: Starke Neigung zur Blütenbildung. Erhöhte Empfindlichkeit für Blütenfrost. Hohe Ertragsleistung.
Anfälligkeiten: Hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Echten Mehltau und dem Johannisbeerrost.

Titania (Schweden)
Reifeperiode: Mittelfrüher Reifebeginn, drei Tage vor Ometa, konzentrierte Reifeperiode
Aussehen der Grappen: Mittellange bis lange, eher lockere Grappen mit kurzem Stielansatz. Erhöhte Empfindlichkeit für Blütenfrost. Im Übrigen geringe Neigung zur Verrieselung. Grappengewicht 6 bis 8 g.
Aussehen der Beeren: Grosse, abgeflacht kugelige Beeren mit schönem Glanz. 100 Beeren-Gewicht: 150 bis 180 g.
Innere Qualität: Mittelmässiger, etwas herber Geschmack. Refraktometerwert: 14,2% Brix.
Festigkeit - Haltbarkeit: Gute Transportfestigkeit und Haltbarkeit. Mittlere Platzfestigkeit. Mittlere Regenempfindlichkeit.
Wuchs: Starker, aufrechter Wuchs.
Blütenbildung - Ertrag: Mittlere Neigung zur Blütenbildung, mittlere Ertragsleistung.
Anfälligkeiten: Sehr widerstandsfähig gegenüber dem Echten Mehltau und dem Johannisbeerrost.

Ometa (Deutschland]
Reifeperiode: Mittelspäter Reifebeginn, 2. Juliwoche, konzentrierte Reifeperiode
Aussehen der Grappen: Lange, eher lockere Grappen mit langem Stielansatz. Erhöhte Empfindlichkeit für Blütenfrost. Mittlere Neigung zur Verrieselung. Grappengewicht: 5 bis 7 g.
Aussehen der Beeren: Mittelgrosse, kugelige Beeren mit schönem Glanz: 100 Beeren-Gewicht: 110 bis 120 g.
Innere Qualität: Kräftiger, süss-säuerlicher Geschmack. Refraktometerwert 16,8% Brix.
Festigkeit - Haltbarkeit: Gute Transportfestigkeit und Haltbarkeit. Mittlere Platzfestigkeit. Mittlere Regenempfindlichkeit.
Wuchs: Starker, aufrechter bis breiter Wuchs.
Blütenbildung - Ertrag: Starke Neigung zur Blütenbildung. Hohe Ertragsleistung.
Anfälligkeiten: Widerstandsfähig gegenüber dem Echten Mehltau und dem Johannisbeerrost. Wenig anfällig für Johannisbeergallmilben.


Hm, bei den Schweizern kommt die Titania nicht so gut weg. Ist auch nicht die grösste. Irgendwie muss man offenbar doch alle selber anbauen und einen eigenen Vergleich machen...


Letzer Nachtrag für heute: in dem Büchlein "Beerenobstsorten" von Peter Sorge, Neumann Verlag 1990 finden sich noch einige sehr detaillierte Beschreibungen. Das Buch gehört zu einer sehr guten Reihe aus der DDR (mein Exemplar riecht sogar noch immer intensiv nach DDR), andere Bände z.B.: Seltenes Kern-, Stein- und Beerenobst und Nüsse und Quitten von Friedrich/Schuricht

Aufgeführte Sorten der Schwarzen Johannisbeere (Jahreszahlen geben z.T. Aufnahme in die Sortenliste an, nicht Jahr der Züchtung):
Bogatyr (UdSSR 1976)
Lowes Auslese (England 1975)
Maron (DDR 1978)
Roodknop (Niederlande 1921)
Tinker (England 1978)
Wusil (DDR 1975)


Und schliesslich gibt es da noch die Broschüre aus der Reihe Garten-Fit mit dem Titel "Beeren" von Gabriele Lehari, Ulmer Verlag
Dort aufgeführte Sorten:
Andrega
Daniels September
Ometa
Titania
Viola

Habe aber keine Lust mehr, das alles abzutippen... Gute Nacht! 8)
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: charlii am 12. Juli 2006, 23:12:04
Titania zählt sicher zu den Besten Sorten

lg

charlii
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: nr109 am 16. August 2006, 19:59:15
hallo re-mark

die beschreibung der sorte bogatyr hätte mich schon ein wenig mehr interessiert. die hatte ich noch vor der wende bei mir gepflanzt.

sonst war es eher üblich, die eigenen sorten weiter zu vermehren. als dann plötzlich ende der siebziger jahre/anfang der achtziger jahre sorten angeboten wurden, griffen die insider zu. so kam auch eine bogatyr zu mir.
ich muss sagen, ich war damals noch kein wirklicher garten- noch beeren-fan. und so musste ich akzeptieren, dass da was gepflanzt wurde, dessen herkunft ich heute zu ergründen suche... heute interessiert und fasziniert es mich.

kannst du die sorte dann mal beschreiben. hast du eventuell auch fotos davon, dass man mal vergleichen kann?

danke vorab; klaus-peter
Titel: Re:Gestreifte Johannisbeere
Beitrag von: zdenekcernoch am 30. Mai 2015, 08:48:07
In Russian is exelent varieties of Black Currant - fruit size from 3 to 8 gram, Brix around 14%. In my collection is only 5 varieties - fruit size around 3 to 4,5 gram.
(http://s13.postimg.cc/np3bjjh2r/harmonia01.jpg) Harmonia

(http://s14.postimg.cc/ny7lpw7od/037.jpg) 1 year later Harmonia
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 19. Mai 2016, 13:15:56
Ich bin auf der Suche nach süßen, milden, schwarzen Johannisbeeren über die Lubera-Sorten gestolpert und habe mir letztes Jahr im Sommer Neva, Nimue, Noiroma bestellt. Letztes Jahr gab's keine Früchte mehr, das Anwachsen der Sträucher verlief unspektakulär.

Dann dieses Jahr der Neuaustrieb und Blüte - Fotos von letzter Woche:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2607eisozf51nc_thumb.jpg)

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2521hs6o2kzvi8_thumb.jpg)

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img25236kamg2jl0y_thumb.jpg)

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img25138ik39j5mbd_thumb.jpg)

Nimue schaut am schlimmsten aus, der schwächste Wuchs, die geringste Vitalität, die höchste Anfälligkeit, Aber Noiroma enttäuscht auch total.


Lubera schrieb mir auf die Schilderung meiner Erfahrungen Folgendes zurück:

"wie Sie bereits vermutet haben, handelt es sich um Blattlausbefall. Die Johannisbeeren haben “ihre eigene Blattlausart”, die Johannisbeerblattlaus oder Johannisbeerblasenlaus, die schon sehr früh beim Austrieb der Blätter ihre Saugtätigkeit beginnt. Denn die Blattläuse haben bereits an den Johannisbeerbüschen überwintert, schlüpfen zu Beginn des Frühjahrs und können sofort mit dem Austrieb der Beeren ihre Arbeit beginnen. Außerdem zeigt ein Schädlingsbefall auch immer, dass die Pflanzen in irgendeiner Richtung Not leiden, denn nur geschwächte Pflanzen werden von Blattläusen befallen. Sie sollten bei einem Blattlausbefall deshalb alle Kulturbedingungen überprüfen, vom Standort bis zur Düngung. Da unsere Pflanzen hier gegen Läuse behandelt wurden, kann der Befall nur bei Ihnen letztes Jahr im Garten stattgefunden haben. Sie müssen ja nicht gleich mit einer Chemiekeule gegen diese Schädlinge vorgehen. Die erste Maßnahme bei leichtem Befall ist wieder das Pflücken der Blätter und ein schützender und stärkender Brennnesseljauche-Guss. Erst dann dürfen die zugelassenen Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen. Das sind bei Beerenobst zunächst Mittel mit Kaliseife, also Schmierseife, durchaus auch als Hausmittel-Empfehlung bekannt - hier aber in der reinsten Form ohne jegliche Duft- oder andere Zusatzstoffe eingesetzt."


Die Blätter pflücken? Ist das Ernst? Oder kann ich das nicht, Johannisbeeren halten (Kulturbedingungen, Standort, Düngung)?

Ich hab' ja bereits vier Sorten in meinem Garten stehen: Bona, Ometa, Silvergieter's Schwarze und Titania. Von denen hat nur Bona an einigen Sträuchern Läusebefall, aber doch eher mäßig im Vergleich mit dem massiven Befall der Lubera-Sorten:

Zuerst ein Bild eines eingewachsenen und fruchtenden Altstrauchs "Bona", meiner bislang süßesten, aber - außer den Lubera-Pflanzen - problematischsten Sorte:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img26086nijuet0ow_thumb.jpg)

Wenn man genau hinsieht, kann man an den Blättern am linken Bildrand etwas Befall (eingedrehte Blattränder) erkennen.

Dann noch ein junger, noch nicht fruchtender Strauch "Bona":

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2610e8hr3zc1kn_thumb.jpg).

Die anderen Sorten haben gar nichts, ohne jeden Pflanzenschutz! Namentlich Ometa strotzt mit frischgrünem Laub vor Gesundheit. Leider schmecken mir Ometa, Silvergieters's Schwarze und Titania nicht so gut. Bona ist die bisher Mildeste und Süßeste - und diejenige, die am ehesten von Läusen befallen wird. Ometa hat Aroma, ja, das schon, aber ziemlich viel herb-holzige Geschmacksanteile, nicht so meine Sache. Silvergieters's Schwarze und Titania sind vom Geschmack her so lala, geht so für Saft, aber kein "Zuckerl" beim Frischverzehr.

Abgesehen von der Enttäuschung mit den - offensichtlich nicht ohne Pflanzenschutz getesteten - Lubera-Sorten, gibt's überhaupt süße Sorten, die keine Probleme machen? Oder was mach ich bitte falsch?







Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 19. Mai 2016, 14:26:45
Ob das so sortenabhängig ist? In meiner kleinen Reihe mit ein paar Büschen war eine Zeitlang immer Einer ziemlich befallen. Letztes Jahr plötzlich gar nicht mehr, dafür ein Anderer, der vorher nie was hatte. Und dieses Jahr fängt der Dritte an, während die ersten beiden nix haben...

Bei dem Stil, den du haben willst ("mild, süss") könntest du russische Züchtungen probieren. Die Züchtungsarbeit dort und in Osteuropa nutzte oft Einkreuzung von r. divaricatum-Abkömmlingen. Das Ergebnis sind Beeren, die recht gross und auch süss werden, aber das "schwarze Johannisbeer Aroma" lässt deutlich nach. Hat sich bei uns wenig durchgesetzt, weil schwarze Johannisbeeren hier vor allem für die Verarbeitung interessant sind und der Frischemarkt nur eine kleine Rolle spielt. Das Aroma ist wichtiger, für Saft, Joghurt, Marmelade, Cassis etc. Zucker kann man immer zugeben, Aroma nicht, das ist unersetzlich.

Ob diese Kreuzungen auch robuster sind, weiss ich nicht, aber es könnte durchaus sein. R. divaricatum ist es jedenfalls sehr. Man kriegt sie auch nicht leicht. Typischer Vertreter ist z.B. Leningradski Velikan. Hat auch eine Fruchtform, die Richtung r. divaricatum geht. Deaflora hat sie neuerdings auch. So aromatisch wie beschrieben ist sie allerdings lange nicht. Relativ süss stimmt.

Falls du gegen die Läuse behandeln willst, musst das sehr früh tun, jetzt ist es schon zu spät. Sobald der Austrieb zu sehen ist. Blätter abreissen ist hirnrissig, damit schwächt man die Pflanze nur weiter. Schneide nach der Ernte kräftig, lass nur zwei oder drei Ruten stehen. Falls du behandelst, geht das bei wenigen Fruchtruten auch einfacher.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 19. Mai 2016, 14:46:57
Vielen Dank, für die schnelle Antwort, cydorian!
Es fällt halt auf - Ometa, Solvergieter's Schwarze und Titania stehen seit leicht mal drei Jahren ohne irgendwelche Probleme mit Läusen, die Bona hatte in der Zeit immer mal wieder was, die Lubera-Sorten brauchen anscheinend auch in der Baumschule Pflanzenschutz gegen Läuse ("Da unsere Pflanzen hier gegen Läuse behandelt wurden...").

Falls die Bona so eine R. divaricatum-Einkreuzung wäre - der Robustheit hat das eventuell nicht gut getan, vielleicht gegen Mehltau, aber gegen Läuse?

Fangen wir mal ganz bei Adam und Eva an - was wäre denn der ideale Boden für Schwarze Johannisbeeren, was mögen sie nicht?

Manfred Hans hat noch ein paar angeblich recht süße Sorten im Angebot:
Die Polnische Riesenjohannisbeere, die Süße Auguste und die Schwarze Polnische Zuckerjohannisbeere - kennt die jemand aus eigener Erfahrung?
[Leningradski Velikan - Maibeerenthread?]
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: floXIII am 19. Mai 2016, 14:51:34
Denke schon dass das zum Teil auch sortenabhängig ist. Eine alte Johannisbeersorte zeigt immer sehr starken Befall von der Johannisbeerblasenlaus. Die Weiße Sorte daneben schon weniger und Rovada scheint kaum anfällig zu sein. Ist aber nur meine Beobachtung im Garten.
Grüne Läuse die die Triebspitzen immer ansaugen sind aber auf allen Sorten immer wieder zu finden, allerdings in überschaubaren Maße. Nervt halt nur wenn man Spindeln ziehen will und die Trieben aufhören zu wachsen (oder ganz krum werden) wegen 5-6 Blattläusen  >:(
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 19. Mai 2016, 14:59:29
[Leningradski Velikan - Maibeerenthread?]

So heissen Viele. Und eben auch die hier: http://www.deaflora.de/Shop/Johannisbeeren/Johannisbeere-Leningradski-Velikan.html
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Hänschen am 19. Mai 2016, 15:56:58
Ich habe etliche Sorten stehen, mir unbekannte wie eine noch aus DDR-Zeiten (sehr ertragreich), neuere ohne Sortenschild, Ben More, Titania und Ometa. Eines haben hier alle gemmeinsam, nämlich keinerlei Probleme mit irgendwelchen Läusen. Auch meiner Meinung nach ist der evtl. Befall keinesfalls sortenabhängig. Auch an den roten ist nichts. Das muss dann andere Ursachen haben.
Auffällig für mich ist hier in diesem Jahr lediglich der nicht sonderlich üppige Fruchtbehang, wovon aber alle (schwarzen) Sorten betroffen sind. Die roten sind wie immer stark bestückt.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 19. Mai 2016, 17:45:08
...ist der evtl. Befall keinesfalls sortenabhängig. .... Das muss dann andere Ursachen haben.
Die müsste man dann mal eruieren. Werden halt irgendwelche suboptimalen Bedingungen sein - die bei robusten Sorten nicht auffallen, bei anfälligen aber durchschlagen. Was mir auffällt - Sträucher der Bona, die heuer nicht oder wenig blühen (nicht nur bei dir, Thüringer), sind tendenziell gesünder. Wobei - die eingewachsene Bona-Pflanze vom Bild oben in #9 hat Fruchtansätze. Hab da auch eine Reihe Nachzucht aus Stecklingen. Zwei davon haben geblüht und etwas Befall mit Läusen, zwei haben nicht geblüht und sind soweit gesund. Sieht so aus - Fruchtansatz schwächt. Da ich aber die Pflanze wegen der Früchte habe.. -?
Ometa, Titania und Silvergieter's Schwarze haben geblüht und keinen Befall - tja und die Lubera-Sorten, siehe Bilder! Alles im selben Garten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 19. Mai 2016, 18:25:16
Dass die Lubera-Sorten so stark befallen sind, kann auch andere Ursachen haben. Sehr oft bringen die Pflanzen ihre Schädlinge mit. Vielleicht gab es bei Lubera schon im Pflanzquartier Läuse. Wenn sie den Austriebszeitpunkt mal verpasst haben, nutzt spritzen nichts mehr. Den später laublosen Pflanzen sieht man sowas nicht mehr an. Und verkauft ist verkauft...

Wenn deine anderen Johannisbeeren andere Herkünfte haben und befallsfrei waren, wirken die sauber und die Lubera-Waren nicht. Hat aber mit Sorten nichts zu tun.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 19. Mai 2016, 18:42:46
Die Lubera-Sorten stehen bei mir seit Ende letzten Julis bei mir im Garten. An Läuse an ihnen kann ich mich nicht erinnern. Allerdings hatten sie beim Auspacken aus dem Container weiße Gespinste an den Wurzeln - ich kenn Ähnliches von Kakteen mit Wurzelläusen. Ansonsten waren es schöne, vitale Pflanzen, vielleicht nicht sehr verholzt - eher wie Gewächshausware.

Nicht nur Johannisbeeren, auch einige Apfelbäume zeigen Läusebefall bei mir, aber auch da stark sortenabhängig. Lubera's Bionda Patrizia zeigt starken Befall (auch letztes Jahr schon), Brettacher auf schwacher Unterlage ebenfalls (auch schon im letzten Jahr), ein angeblicher Gravensteiner ist furchtbar betroffen -  Paradis Myra (*klopft auf Holz*) nicht - weder letztes noch dieses Jahr. Also prinzipiell denke ich schon, dass es eine sortentypische Anfälligkeit für tierische Schädlinge geben kann.

Die Frage wäre, wenn es nicht die Sorten, sondern die Standortbedingungen sind, wie sollte ich diese ändern, dass die Pflanzen gesunden?  Und warum sind andere Sorten bei mir über Jahre gesund?

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 19. Mai 2016, 21:07:50
Johannisbeertriebläuse sowie Blasenläuse befinden sich in Form von Eiern an den Zweigen; Gallmilben in den Knospen selbst. Die Läuse gehen bereits sofort nach Erscheinen der ersten grünen Triebspitzen an die Triebe. Im Spätsommer und Herbst sieht man nicht mehr viel von ihnen, die Überwinterungseier haben sie schon gelegt. Alte Blätter sind ihnen zu zäh für ihre Saugtätigkeit. Die grosse Show spielt sich im Frühjahr ab. Deshalb kannst du im Juli scheinbar gesunde Sträucher pflanzen und trotzdem im nächsten Frühling eine Lauskatastrophe erleben. Blattlausbefall an anderen Pflanzen ist reiner Zufall, das sind andere Arten mit anderen Vorlieben und eigenen Überwinterungstechniken.

Die Frühlingsbehandlung gegen Johannisbeer-Blasenläuse hatte ich mal fast zufällig gemacht, hat auch funktioniert. Ich ziehe jedes Jahr eine grosse Menge Jungpflanzen heran, dabei gab es ein Jahr in dem sie sehr früh sehr stark schrecklich verlaust waren. Musste dagegen behandeln, es ging nicht mehr anders, mit Kaliseife und Spiritus war da nichts mehr zu machen. Jedenfalls war von dem angerührten Behandlungsmittel noch etwas übrig. Wohin damit? Habs dann an die Zweige einer roten Johannisbeere im Knospenschwellen gespritzt. Siehe da - jahrelang hatte das Ding Blasenläuse, ab dann nicht mehr. Wirkte wohl. Kannst ja mal im Frühjahr beim Austrieb ein paar Sachen versuchen. Das besagte Spiritus-Kaliseifenrezept, Neem, Spruzit, was auch immer...
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 20. Mai 2016, 21:24:05
Vielen Dank einmal für die Erklärung des Lebensrhythmus der Läuse - das macht einiges verständlich!

Ich frag mich gerade, ob ich mit Kaliseife/Spiritus wirklich die Eier abtöten könnte. Darf man fragen, was für ein Behandlungsmittel du damals angerührt hattest?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: strohblume am 20. Mai 2016, 21:29:27
Hallo habe eine Uralt Sorte ,diese Stöcke sind schon über 60Jahre alt und sehr vital (ohne Scheiß) dann habe ich Bona die dieses Jahr fruchten wird,ich bin gespannt...
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 20. Mai 2016, 22:31:37
Und die erwähnten süßen Sorten von Manfred Hans (Polnische Riesen-, Polnische Zuckerjohannisbeeren, Süße Auguste), hat die jemand - kann jemand darüber berichten?

Mich würd' echt interessieren, ob es sich lohnt, über Bona hinaus noch nach weiteren süßen Sorten zu suchen...?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 21. Mai 2016, 10:54:40
Ich frag mich gerade, ob ich mit Kaliseife/Spiritus wirklich die Eier abtöten könnte. Darf man fragen, was für ein Behandlungsmittel du damals angerührt hattest?

Kaliseife/Spiritus tötet die Eier nicht, das hilft nur bei geschlüpften Läusen. Man nimmt 100 g Kalischmierseife, 150 ml  Spiritus auf 5 L Wasser. Nehmen kann man auch Neemöl (dann aber öfter anwenden, nur in den Lausjungstadien wirksam) oder halt eines der Mittel aus dem Giftschrank.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 23. Mai 2016, 03:46:04
Also doch nicht gleich roden, ich war fast schon drauf und dran... .
Mit dem Gift ist das so eine Sache, der Garten ist dieses Jahr ein Marienkäfereldorado geworden, besonders die Läuse des Bionda Patrizia-Baums scheinen sie magisch anzulocken und zu - äh - "stimulieren". Ab und zu findet man auch welche auf den Johannisbeeren.

Fall sich da ein Gleichgewicht einstellen sollte, möchte ich das nicht kaputtmachen. Andererseits - die Triebe der Johannisbeeren evtl. pinseln im Herbst?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Norna am 23. Mai 2016, 08:45:43
Meine Erfahrungen beschränken sich auf 6 Klone; mein Boden ist tonig schwer, staunass; nur in ausgeprägten sommerlichen Trockenphasen steigt die Luftfeuchtigkeit nicht täglich auf mindestens 90 %.

Einen Klon fand ich beim Einzug im Garten vor, Name unbekannt. Die Beeren waren so klein und unergiebig zu ernten, dass ich nur noch ein Miniexemplar erhalten habe.

Silvergrieters Schwarze, 3 Büsche, habe ich nach ca. 20 Jahren durch zunehmenden Rost verloren. Die Beeren waren süß und recht groß, der Ertrag aber nicht allzu hoch.

Leandra habe ich, weil in der Literatur hochgelobt, einen Busch im Haus- und Pachtgarten gepflanzt. Diese Sorte wuchs hier nie gut und ist jetzt nach 20 Jahren abgängig. Die Fruchtqualität fand ich nicht beeindruckend.

Wellington XXX habe ich als spätreifende Sorte vor etwa 15 Jahren gepflanzt. Sie hält sich gut, aber Ertrag und Qualität sind weniger gut als bei den nachfolgenden, namenlosen Klonen.

Aus Schweden habe ich einen frühreifenden Klon mit süßen, relativ großen Früchten. Der Wuchs ist niedrig und neigt zur Absenkerbildung. Die Sorte verliert hier bald nach der Ernte die Blätter, was aber den Ertrag nicht beeinflusst. Hier reift diese Sorte als erste, in Schweden erst im August.

Ein Zufallssämling im eigenen Garten steht jetzt etwa 10 Jahre und hat süße, große Früchte und den besten Ertrag der 6 Klone. Der mittelhohe Strauch sieht so auffallend gesund aus, dass ich schon nach Ablegern gefragt worden bin.

Die beiden letzten Klone eignen sich auch gut zum Frischverzehr.

Bei Interesse tausche ich gerne Steckreiser.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: July am 23. Mai 2016, 09:23:20
Ich habe vor vielen Jahren von Manfred Hans eine Polnische Riesenjohannisbeere erhalten. Sie trägt gut, schmeckt wunderbar und hat große Früchte.

Norna, der schwedische Klon hört sich vielversprechend an:)
LG von July
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: partisanengärtner am 23. Mai 2016, 09:35:53
Der Sämling noch mehr. Aber die Ablegerbildung beim Schweden wird ihm erlauben selbst bei dem starken Glasflüglerbefall hier das Überleben zu sichern.
In den Schrebergärten hier sterben sie gerade flächig. Auch Josta sind extrem betroffen. Stachelbeeren und rote/weiße Johannisbeeren halten sich ein wenig besser.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Norna am 23. Mai 2016, 10:53:15
Wer Interesse hat, schicke mir bitte eine PM. Den schwedischen Klon habe ich schon seit fast 15 Jahren im Garten, da kann ich auch bewurzelte Ableger anbieten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: July am 23. Mai 2016, 11:02:35
Danke Norna:)
PN ist unterwegs.
LG von July
Titel: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: magnificco am 23. Mai 2016, 18:32:56
ANDEGA

ist bei mir gut dabei. hat aber auch nur eine andere Sorte als Konkurrenz.
Denoch kann sie wohl robust, lecker und ertragreich genannt werden.
Bei starkem Schnitt lässt sich die Beerengröße steigern, bei wenig dagegen der Gesamtertrag.

Der Geschmack bleibt bei beiden Varianten gut.

Krankheiten hat sie bisher keine.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: strohblume am 23. Mai 2016, 20:14:39
Update- Bona hat vermehrt Blattläuse, meine ältere Sorte keine ,ich habe das Gefühl das die moderneren Züchtungen ohne Pflanzenschutz nicht fkt.,das bemerke ich auch an Äpfeln  besonders die roten Sorten bekommen ganz schnell Läuse.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Hänschen am 23. Mai 2016, 21:28:45
Ich kann hier deratige Beobachtungen nicht bestätigen, schon gar nicht bei den modernen Sorten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 24. Mai 2016, 09:57:08
Thüringer, du hast eine dir unbekannte wie eine noch aus DDR-Zeiten , neuere ohne Sortenschild, Ben More, Titania und Ometa bei dir stehen.
Woher weißt du, dass deine "neueren" ohne Sortenschild auch "moderne" Sorten sind?

Sternenrenette, welche Sorten hast du bitte?

Ometa dürfte eine Züchtung von Dr. Baur, also vor 1933, sein-? Ich will hier nicht "alt" gegen "neu" ausspielen. Mir geht es nur darum Sorten herauszufinden, welche eher weniger harzig/holzig-herb schmecken und dabei gesund sind. Ich hege nur den Verdacht, dass diejenigen Aromaanteile, welche mir weniger schmecken auch diejenigen sind, die den Läusen den Appetit verderben.

Ist "Bona" eigentlich eine "neuere" Züchtung, oder vielleicht auch schon hundert Jahre alt? Irgendjemand hat mal die Vermutung (?) geäußert, "Bona" sei identisch mit Polnischer Riesenjohannisbeere. Wer weiß Genaueres?

Edit: Sehe gerade Antwort #6  von Re-Mark - Bona sei von 1969 (das kann sich evtl. auf die Aufnahme in die Sortenliste, nicht das Jahr der Züchtung beziehen). Wie macht sich die Leningradski Velikan im Vergleich mit ihr?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 24. Mai 2016, 18:22:44
Ist "Bona" eigentlich eine "neuere" Züchtung, oder vielleicht auch schon hundert Jahre alt? Irgendjemand hat mal die Vermutung (?) geäußert, "Bona" sei identisch mit Polnischer Riesenjohannisbeere. Wer weiß Genaueres?
Genaues weiß ich nicht aber ich habe beide und ich kann sagen, daß der Wuchs verschieden ist. Bona hat kräftige aufrechte Triebe, die Polnischen Riesenjohannisbeere dünne Triebe die sich bei Fruchtlast auf den Boden legen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 25. Mai 2016, 12:26:00
Hallo Elke,

merkst du sonst irgendeinen Unterschied (Geschmack der Beeren; Gesundheit der Sträucher) an denen oder hast du an irgendeiner von denen (oder anderen Sorten schwarzer Johannisbeeren) Schädlingsbefall?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: strohblume am 25. Mai 2016, 13:02:59
 Meine, ich nenne sie mal urdeutsche schw. Johannisbeere hat sehr viel Chassis selbst das Holz richt stark,ausgeprägter Geschmack ich nehme sie gerne zum Ansetzen als Likör, dieses Jahr fruchtet auch meine Honigbeere das erste mal.bin gespannt....
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 25. Mai 2016, 13:35:17
Hallo Elke,

merkst du sonst irgendeinen Unterschied (Geschmack der Beeren; Gesundheit der Sträucher) an denen oder hast du an irgendeiner von denen (oder anderen Sorten schwarzer Johannisbeeren) Schädlingsbefall?
Geschmack muß ich erst wieder neu vergleichen ;)
Der Rest habe ich nicht genau beobachtet. Was interessieren mich Blattläuse? Die kommen und gehen von alleine ;)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 15. Juli 2016, 12:18:16
Dann hast du aber nette Läuse, wenn sie gehen, bevor sie die Ernte schädigen!

So - jetzt eine schwarze- Johannisbeeren-Bilanz:
Lubera-Büsche Nimue, Noiroma, und Neva waren so schwer befallen, dass kaum mehr Beeren dranhingen. A ehesten noch (mehrere Trauben) an Neva - hat mich nicht überzeugt vom Geschmack, auch viel von diesem fad-holzigen Aroma. Noiroma und Nimue waren so schwer im Kampf mit den Blattläusen ums Überleben beschäftigt, dass nur mehr einzelne Beeren dranhingen. Schwer zu beurteilen, wenn die Pflanze so leidet. Überzeugt hat mich bislang nichts davon. Ich würd sagen - keine zweite Bona, etwas Süße, ja - aber darüber hinaus?

Ansonsten habe ich mich an Bona gehalten (Frischverzehr) und letzten Samstag gut 6 Kg von Titiania, Silvergieter's Schwarzer und Ometa in den Dampfentsafter gesteckt und Saft gemacht. Das sind wenigstens starke Sträucher, wenn auch Titania an einem Triebsterben (Glasflügler?) leidet.

Aaaaaber - bevor der Tanz mit den Läusen dieses Jahr richtig losging hatte ich schon eine Bestellung an Lubera rausgeschickt und mir die "Blackbells" geordert.  Die kam mit ein paar Beeren - und war halbwegs gesund (spärliche Blätter, etwas gelblich, aber das hat sich bei mir bald geändert). Jedenfalls, als ich kürzlich die Beeren in den Mund gesteckt habe, ging ein Licht auf: Die ist gut! Reife nach Bona, etwas akzentuierter im Geschmack als Bona, feinsäuerlich (nicht grob sauer) mit deutlicher Süße und nicht dieses fad-eklige Beiaroma, das sonst die schwarzen Sorten oft haben.
Erwartet hatt' ich mir von der ja gar nix - "Blackbells", ich kauf doch keine schwarze Johannisbeere wegen der "schönen Trauben", sondern schmecken muss sie!
Insofern eine echte, angenehme Überraschung. Hat das Zeug die Nummer zwei hinter Bona zu werden und wegen des Aromas nicht nur zum Frischverzehr sondern auch zur Verwertung zu taugen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aromasüß am 24. Juli 2016, 23:37:58
Meine vor einem Jahr im August gepflanzte Bona - mit besonders großen Beeren - trägt in diesem Jahr schon beachtlich, während andere gleichzeitig gepflanzte Johannisbeeren (rote und weiße Sorten, darunter robuste Standardsorten aus Baumärkten) noch bis nächstes Jahr auf sich warten lassen oder sogar im trockenen Sommer/Herbst letzten Jahres so geschwächt waren, dass sie den Winter nicht überlebten.

Das Aufplatzen bei Regen, das der Bona nachgesagt wird, habe ich auch während der mehrmaligen Starkregen nicht erlebt. Dazu könnten die großen Beeren der Sortenvariante beigetragen haben.

Blattläuse habe ich im Garten, aber an die Johannisbeeren sind sie dieses Jahr nicht gegangen. Ich habe noch nie erlebt, dass Blattläuse die älteren Blätter von Johannisbeeren besiedeln; sie gehen ausnahmsweise an die jungen Blätter frischer Triebe.

Aus 2 Gründen habe ich mich bei der schwarzen Johannisbeere für Häberli entschieden:
1. In der Schweiz ist der einmalige typische Cassis-Geschmack schwarzer Johannisbeeren noch gut bekannt und im Standardangebot der Gärtnereien vertreten. Indessen ist in Deutschland eine fatale Richtung hin zur süßen Einheitsbeere, von der durch besonderes Aroma niemand verschreckt werden soll, zu beobachten.
2. Häberli versendet enorm kräftig entwickelte Jungpflanzen in 5 Liter-Containern, die in meinem neu übernommenen Garten auch unter schwierigen Bedingungen gut anwachsen.

Die Bona hat einen milden abgerundeten Cassis-Geschmack. Soweit bin ich zufrieden. Weder Süße noch Säure dürfen bei schwarzen Johannisbeeren hervortreten.

Doch nun suche ich den stärkeren Cassis, der im Mund, wenn die Beere aufplatzt und von der Zunge zerdrückt wird, den gesamten Gaumen durch seine Einmaligkeit beeindruckt - ja beim ersten Kosten im Jahr anfangs geradezu erschreckt, so ungewohnt wirkt dieses Naturprodukt. So habe ich die schwarzen Beeren als Jugendlicher bei den Großeltern, während der Pausen meiner Gartenarbeit, jedes Jahr erlebt. Dass es sich dabei um Cassis handelt, habe ich erst später in Frankreich erfahren (und bringe mir bis heute von jeder der viel zu seltenen Reisen den echten Cassis-Sirup für wenige Euro mit).

Wer weiß etwas über die alten Johannis-Schwarzbeersorten? In diesem Thread wurde eine "urdeutsche" erwähnt?

---------------------

P. S. Zufolge einer Sortenliste des FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau der Schweiz, suche: 1038-johannisbeeren PDF) sind die Sorten Bona und Nova - mit dem Cassis-Geschmack - genau so wenig oder noch weniger anfällig für Mehltau und Johannisbeermilbe als andere Sorten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 25. Juli 2016, 09:13:27
Wenn du auf den intensiven Geschmack schwarzer Johannisbeeren stehst, wunderts mich dass du dir Bona holst. Die hat weniger davon, ist ja auch eine andere ribes-Art eingekreuzt.
Beschreibungen älterer Sorten stehen am Anfang dieses Threads, auch die Bundessortenliste führt rund 50 alte und neue Sorten: https://www.bundessortenamt.de/internet30/fileadmin/Files/PDF/bsl_strauchbeerenobst_2002.pdf
Titel: Re:schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tester32 am 25. Juli 2016, 12:12:01
Ben Sarek hatte, wenn ich mich recht erinnere, von all meinen Schwarzen Johannisbeeren am wenigsten unter Johannisbeerrost zu leiden. Dummerweise hatte sie kaum Zuwachs und nur kleine Beeren, was man aber auf meine mangelnde Pflege im entfernt liegenden Garten zurückführen dürfte. Die Johannisbeersträucher werden dort sehr stark von Unkraut bedrängt.

Jepp, das dürfte an der Pflege oder am Ort (Boden, Mikroklima) liegen. Meine Ben Sarek hat bei mir viele große Beeren, vielleicht so um die 8-9 mm, und ist trotz einer Blautlausplage um ca. 20 cm gewachsen. Das besondere dabei: auch aus den von Blattläusen beschädigten Spitzen kamen wieder gute und gerade Zweige raus, die Blattläuse richteten keinen Dauerschaden aus. Bei meinen roten (Rovada) und weißen (Weiße Versailler) sind die Blattlausschäden wesentlich nachhaltiger. Die Weiße Versailler ist gar nicht gewachsen (leidet dazu aber auch noch unter der Blattfallkrankheit) und bei der roten Rovada kamen aus den beschädigkten Zweigspitzen nur verkrümte neue Zweige raus, es ist nichts mehr geworden.

Schmecken tut die Ben Sarek in der Tat mittelmäßig. Aber schon noch essbar.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: zwerggarten am 26. Juli 2016, 00:09:07
... auch die Bundessortenliste führt rund 50 alte und neue Sorten ...

da kommt die bona aber vergleichsweise sehr gut weg!
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 26. Juli 2016, 08:42:40
Sie hat ja auch einige gute Eigenschaften. Aber nicht die, die er sucht, nämlich einen kräftigen, harzigen Johannisbeergeschmack, keine Zuckerbeeren. Was er sucht, ist eine typische Verarbeitungssorte, wie sie in der Industrie für Saft, Fruchtzubereitungen und Likör nachgefragt wird. Da muss das Aroma stark sein, dass man es mit Wasser und Zucker kräftig verdünnen kann :-)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: zwerggarten am 26. Juli 2016, 11:27:57
sowas würde mich auch interessieren. 8)

aber unbedingt möglichst frühreifend, wegen der kef.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: stahli am 26. Juli 2016, 11:31:59
Ich hatte mir vor einigen Jahren bei Baumaux die Sorte "Noir de Bourgogne" besorgt.
Sie hat den starken typischen Cassis-Geschmack,
wächst bei mir aber sehr schwach und der Ertrag ist eher gering.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 26. Juli 2016, 12:31:10
Noir de Bourgogne gibts auch in Deutschland zu kaufen. Sie braucht zwingend einen Befruchter. Bei den Sorten ist eher das Problem, dass es zu viele gibt und sich die Verkäuferprosa geradezu überschlägt. Da sind alle Sorten ach so superaromatisch. Überhaupt Sorten: Phantasienamen und "Auslesen" bekannter älterer Sorten spiegeln eine Bandbreite vor, die es gar nicht gibt.

Wer Platz hat, sollte mehrere pflanzen, um erst mal rauszukriegen mit was er wirklich zufrieden ist. Vielleicht auch alte englische Sorten, die eher auf der kräftigen und nicht vorwiegend süssen Seite stehen. "Wellington" ist so ein Klassiker. Über Anfälligkeiten weiss ich aber nichts, könnte ein Problem sein.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Sternrenette am 26. Juli 2016, 12:32:00
Hilft das weiter?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: zwerggarten am 26. Juli 2016, 16:33:43
insofern, dass von den drei aufgeführten schwarzen johannisbeersorten zwei hier schon ähnlich besprochen wurden und die mir verhasste schlechte pflückbarkeit von titania erwähnt wird. ;)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Sternrenette am 26. Juli 2016, 16:41:57
Die Tenah wird in Österreich und Bayern als Hauptanbausorte empfohlen. Mittelfrüh, bessere Pflückbarkeit (laut Beschreibung!).
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 26. Juli 2016, 19:42:59
Das Wissen um die beste Sorte nützt nichts, wenn einem statt der gewünschten schwarzen Johannisbeersträucher Jostas verkauft werden.
Ich hatte 12 "Ometas" im Frühjahr bestellt um sie am Wassergraben der Bauernwiese zu pflanzen - natürlich mit Wühlmauskorb pipapo... .

Gewundert habe ich mich schon wegen der glänzenden Blätter... dann brachten die Früchte traurige Gewissheit - Jostas! Grrr, grausige saure Jostas - und ich wollte Johannisbeeren für Saft und einen Bekannten, der Edelbrände herstellt, da ist die Ometa recht geschätzt dafür.
Gestern habe ich die erste Hälfte gerodet... .
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 05. Februar 2017, 20:09:26
Aber nicht die, die er sucht, nämlich einen kräftigen, harzigen Johannisbeergeschmack, keine Zuckerbeeren. Was er sucht, ist eine typische Verarbeitungssorte, wie sie in der Industrie für Saft, Fruchtzubereitungen und Likör nachgefragt wird. Da muss das Aroma stark sein, dass man es mit Wasser und Zucker kräftig verdünnen kann :-)
Was wären denn deine Favoriten unter den Aroma-Sorten, gesund und ertragreich? Die Noir de Bourgogne soll ja nicht unbedingt reichtragend sein.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 05. Februar 2017, 20:48:30
Wellington, wie oben schon geschrieben. Es gibt da aber noch einiges, das ausprobierenswert wäre, weils in diese Richtung gehen könnte, kräftiger Geschmack und was zu ernten. Deafloras Edsvik werde ich noch testen. Auszuprobieren gibts noch einges. Bei den östlichen und nördlichen Nachbarn scheint es noch viele Sorten zu geben, die hier noch nicht angekommen sind.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: flash am 10. Februar 2017, 18:24:14
meine schwarzen heißen Genoir 2  (ukrainische Sorte) und ich bin sehr zufrieden. Nie Probleme mit Krankheiten oder Mitessern und geschmacklich lecker, nicht kratzig, aber aromatisch. Ohne zweite Sorte sehr guter Ertrag, jetzt habe ich aber doch noch Bona dazugepflanzt, wird dieses Jahr tragen, mal schauen, ob das den Ertrag noch erhöht. Sie stehen im ganzen Garten, von Schatten bis Sonne. Boden ist anlehmig/schwer und feucht.

unter https://www.landwirtschaft-bw.info gibt es einen Vergleich von Sorten.

Ich mache Sirup/Saft von dem, was ich nicht essen kann,
(rote, rosa und weiße habe ich auch noch)
Vermehrung ist einfach: Steckholz in den Boden - fertig, wollte alles wäre so problemlos bei mir wie Johannisbeeren, seufz

flash
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2017, 18:04:41
Auf wunsch poste ich hier die stark gezahnte Schwarze Johannisbeere. Sie wächst immer noch am Fundort ;D
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 24. Mai 2017, 18:09:36
Zum Vergleich eine weitere, nicht so stark gezahnte schwarze johannisbeere, neben einer normalen schwarzen Johannisbeere. Bei den beiden gezahnten Johannisbeeren handelt es sich nicht um die genetisch gleiche Pflanze.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Waldgärtner am 26. Mai 2017, 11:34:14
Ich mag "Hedda" ganz gerne. Eher süßlich, ganz gut zum Direktverkehr.
Bei mir unauffällig was Krankheiten angeht.
Vor einigen Jahren habe ich mal ca. 15 Sorten zum Testen angepflanzt: Hedda schmeckte mir am besten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 26. Mai 2017, 11:37:44
Und wie heißen die anderen 14?  :D
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Waldgärtner am 26. Mai 2017, 12:02:24
 :)

habs grad mal rausgesucht:
Ben Lomond
Ben Moore
Ben Sarek
Cassia
Daniels September
Lissil
Öjebyn
Ometa
Polar
Rosenthals Langtraubige
Silvergietieters Schwarze
Titania
Tsema
Wellington
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Ramarro am 26. Mai 2017, 12:31:41
Gibt es eigentlich eindeutige Unterschiede zwischen 'Silvergieters Schwarze' und 'Rosenthals Langtraubige Schwarze'? Ich habe beide vor Jahrzehnten gepflanzt, gar nicht weit auseinander, aber ich weiß leider nicht mehr, welche wo. :-)

Grüße,
Rolf
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 26. Mai 2017, 13:13:20
@ waldgaertner: Cool, So viele Sorten habe ich bei weitem nicht.

@ Ramarro
Ich hab mal nachgeguckt. Silvergietes blüht weit früher und ist auch bei der Reife früher. Die Trauben können etwas kürzer sein. Die Beeren sind im Vergleich etwas größer. Im Geschmack ist sie süßer und milder.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Ramarro am 26. Mai 2017, 13:37:05
Danke! Ich werde mal drauf achten, vielleicht kann ich ja dann doch wieder die tatsächlichen Standorte benennen.

Grüße,
Rolf
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 26. Mai 2017, 14:38:00
Auf wunsch poste ich hier die stark gezahnte Schwarze Johannisbeere. Sie wächst immer noch am Fundort ;D
Dankeschön Яib :) (ich habs eben erst entdeckt)
und ja, sie ist sowas von deutlich gezahnt - toll :D was für ein Unterschied!
Wann wirst Du sie umsetzen?
und wie alt ist der Sämlinge dieses Jahr? Da bin ich ja sehr gespannt, wie die erste Ernte ausfallen wird - Bitte brerichte dann!

nette Grüsse
sendet
Nemi
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 26. Mai 2017, 18:03:59
Wann ich ihn umsetzen werde, weiß ich nicht. Er kommt ins dritte Jahr. Im Wachstum ist er kräftig.

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 27. Mai 2017, 11:33:48
Wann ich ihn umsetzen werde, weiß ich nicht. Er kommt ins dritte Jahr. Im Wachstum ist er kräftig.
ah ja :) 3. Jahr - waren denn wohl schon Blüten dran? (ich bin so gespannt auf Deinen Bericht über die ersten Früchte)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 27. Mai 2017, 12:45:07
Nein, wie habe ich den Augendreher zu verstehen?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 03. Juni 2017, 20:03:30
Weiß jemand, ob es einen Zusammenhang zwischen Fruchtgröße und Blattgröße unter den Sorten gibt?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 03. Juni 2017, 20:42:20
......wie habe ich den Augendreher zu verstehen?
jau, Danke das Du nachfragst (habs eben entdeckt)! Das war missverständlich geraten - Sorry.
Ich habe meinen Text in dem Beitrag verändert und hoffe, dass ich so verständlicher "rüberkomme" :)

LG
Nemi
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 04. Juni 2017, 20:56:49
ein aktuelles Bild der  stark gezahnten Pflanze.




Und hier ein Bild einer Pflanze mit interessanten Eigenschaften, die sich aber noch als stabil erweisen muss. Sie hat überdurchschnittlich große Blätter. Hier ein Tennisball als Vergleich.


schwarz großblättrig

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. Juni 2017, 21:41:29
ein aktuelles Bild der  stark gezahnten Pflanze. 
Mir ist sie sehr symphatisch mit ihren gezahnten Blättern! Ich denke mir, das muss doch sehr beeindruckend wirken als erwachsener Strauch. Und ich frage mich auch, ob dann  mehr Sonnenlich auf die Früchte kommt - sind denn die Blätter insgesamt kleiner in der Gesamtoberfläche, welchen Eindruck hast Du?

Zitat
Und hier ein Bild einer Pflanze mit interessanten Eigenschaften, die sich aber noch als stabil erweisen muss. Sie hat überdurchschnittlich große Blätter. Hier ein Tennisball als Vergleich.
Hätte sie bei mir im Garten gestanden, wäre mir das so wohl nicht aufgefallen. Ich hätte wohl gedacht, die Jungpflanze hat zufälligerweise eine besonders guten Platz mit reichlich Nährstoffen erwischt.



Ich habe im letzen Jahr im Sommer bei unserer neuen Nachbarin etliches an Johannisbeersteckhölzern nehmen dürfen u.a. auch von mehreren ihrer Sämlingssträuchern.
GsD ist die neue Besitzerin des Gartens auch am gärtnern interessiert und so war sie froh, dass ich ihr etliches über ihren Garten und ihre Pflanzen erzählen konnte, denn ich kannte den alten Herrn noch. (Der eigentliche Gärtner war verstorben und die hinterbliebene Tochter war die Verkäuferin von Haus u. Hof.)
Dort im Garten hat der betagte Vorbesitzer nichts mehr heraus gerissen und so wachsen dort etliche Johannissämlinge. Ich denke, daß sie womöglich dieses Jahr das erste mal tragen werden. Ich müsste eigentlich mal nachschauen, ob die 3 großen Sämlings-Jungsträucher geblüht haben.


Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 05. Juni 2017, 09:26:15
Die Blattgröße der gezahnten J'beere variiert. Manchmal ist die Blattoberfläche kleiner als bei vergleichbaren Blättern, manchmal gibt es kaum einen Unterschied. Ich werde sie bald umsetzen, damit sie besser wächst. Mal sehen, wie sie sich weiter entwickelt.

Ich habe auch ein wenig Zeit gebraucht, um die Eigenart der (vorerst) großblättrigen J'beere zu erkennen. Ich habe zwar nicht all (relativ) so viele offizielle J'beeren-sorten aber ich habe so viele nicht offizielle Sorten (Sämlinge, "Findlinge") im Garten, dass ich viele Vergleichsmöglichkeiten habe. Momentan kommt keine andere Pflanze an sie heran. Sie ist auch nicht alt. Sie kommt max. ins 3. Jahr.

Das Selektionieren von J'beeren macht Spaß. Wahrscheinlich musst du deine Sämlinge noch ein weiteres Jahr kultivieren, um etwas zum Ertrag sagen zu können. Zur Traubenlänge kann man aber jetzt schon etwas sagen. Viel Erfolg!
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 05. Juni 2017, 14:37:44
Meine schwarzen Johannisbeeren platzen im unreifen Zustand  :-[

Hab schon gegoogelt aber nicht viel darüber gefunden. Die einen sprechen von Mehltauschaden, die anderen über zu viel Nässe von außen. Sie fingen aber schon an zu platzen bevor der große Regen kam. Bin allerdings öfter mal mit dem Gartenschlauch drüber, da sind sicherlich auch die Beeren mal nass geworden. Die Pflanze wurde erst im Frühjahr gepflanzt, deswegen hab ich sie ab und an mitgewässert.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 05. Juni 2017, 15:14:07
Nach dem nassen Wetter, das vor kurzem hier herrschte, zeigten wenige rote J'beeren ähnliche Symptome. Ich denke auch, dass es Mehltau sein kann.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 13. Juni 2017, 22:44:05
Zur Frage, ob die Blattoberfläche der stark gezahnten schwarzen Johannisbeere im Vergleich kleiner sei, habe ich drei Blätter dieser Johannisbeere mit ähnlich großen Blätter einer normalen schwarzen Johannisbeere, vermessen und verglichen. Die Blätter wurden zufällig ausgewählt.

Die Blätter wurden in drei Gruppen eingeteilt, wobei jede einzelne Gruppe je ein Blatt der geschlitzten und der normalen Johannisbeere, enthält. Hier die drei Gruppen:

Gruppe 1



Gruppe 2



Gruppe 3




Die Vermessung der Flächen wurde mit dem Android-Programm "Easy leaf area free" durchgeführt. Zusätzlich wurden Länge und Breite jedes Blattes vermessen.

Hier die Definition der Länge und Breite der Blätter:




Hier ein Screenshot des Android-Programms:




Die Daten zeigen, die von mir vorab getroffene Einschätzung, dass manche Blätter der stark gezahnten Johannisbeere, in ihrer Oberfläche kleiner sind, andere Blätter wiederum der Norm entsprechen.

Hier die Messdaten:



Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 25. Juni 2017, 12:53:10
Nach einem wegen Läusebefall verhunzten letzten Jahr bei den Lubera-Sorten Nimue und Noiroma gibt es dieses Jahr erste Probierfrüchte:

Noiroma: Lecker - süß. Ich würde sie "Kobelt's schwarze Zuckerjohannisbeere" nennen; sehr säurearm mit, wie ich finde, mehr Cassisgeschmack als z. B. Bona. Süßer, weniger Säure und einen Tick später reif als Bona und keine so Riesenbeeren.

Nimue: Nochmal einen Tick später als Noiroma, auch süß  - und mehr Cassisaroma - so weit stimmt die Katalogbeschreibung. Auch der Wuchs nur schwach - die kleinstbleibende meiner Sorten.

Aaaber - die Ernte lässt zu wünschen! Kein Wunder - nachdem im letzten Jahr die Sträucher von den Läusen fast gemordet wurden, gab's da kaum Zuwachs und entsprechend spärlich fällt dieses Jahr der Ertrag aus. Dieses Jahr keine Läuse, nachdem ich im Frühjahr gründliche Ausstriebsspritzung (3 x) vorgenommen habe.

Nur - warum muss ich teure Austriebssprtzmittel kaufen und die Arbeit vornehmen, die die Baumschule vor zwei Jahren hätte machen können? Nachdem die Lubera-Johannisbeeren sich im letzten Jahr als Quellen und schlimmste Herde des Läusebefalls erwiesen haben (während meine alteingesessenen Sorten noch ohne Befall waren), ist doch klar, wer hier nachlässig war. Ob ich mal mit dem Betriebsleiter in Bad Zwischenahn ein Wörtchen reden darf?

Bona bringt dieses Jahr eine Riesenernte mit Riesenbeeren- Freunde und Bekannte versorgt, den eigenen Magen gefüllt und schon 10kg im Entsafter verarbeitet. Aber cydorian hat Recht - die Aromatischste ist sie nicht. Wenn man Ometa in den Dampfentsafter steckt, steigt dieses wunderbare Cassisaroma in die Nase, das man bei der rohen Frucht wegen der "harzigen" Geschmacksanteile gar nicht so wahrnimmt. Bei Bona fehlt das - das Harzige der Rohfrucht und der Cassisduft beim Kochen, zumindest weitgehend... .

Gesucht: Die ideale schwarze Entsaftungsjohannisbeere - gesunder Strauch, volles Aroma, guter Ertrag;
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 25. Juni 2017, 13:47:25
Bona soll auch keine richtige schwarze Johannisbeere (R. nigrum) sein. Nach meinen Infos ist Bona aus folgender Kreuzung entstanden: 'Ojebyn' x (Ribes dikusza x 'Ciimax')

Ich hab über R. dikusza nicht viel herrausfinden können. Diese Art wird wohl für den lieblicheren Geschmack entschieden haben. Andere, der R. nigrum nahe verwandten Arten, wie R. aureum o. R. sanguineum zeigen auch im Beerengeschmack keinen harzigen Ton.

Ich kann aber nicht ganz nachvollziehen, warum man dieses Beerenobst nun auf kleine Größen züchtet. Die Beerensträucher sind gut Schnittverträglich. Man ärgert sich doch nur, wenn die Pflanze nicht in die Pötte kommen und nur eine Handvoll Ertrag geben. Nach vier Jahren müsste man dann den Busch zurück schneiden um wieder in eine Ertragsphase zu kommen. Dies führt bei diesem Wachszltum zum ernäuten "Sämlingsstatus", woraus resultiert dass man wieder Jahre warten darf, Bis die Pflanze wieder Ertrag bietet.

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 25. Juni 2017, 14:48:19
OT: Ich weiß auch nicht, das ist halt diese komische, moderne Sucht, von allem Zwergsorten anzubieten... - Vermarktungswahnsinn, der Erste zu sein, der Nanobeeren anbietet. Vielleicht für Balkongärtner interessant, aber im Garten eher mühsam. Wir hatten hier schon Berichte von Zwerghimbeeren, die nicht in die Gänge kommen... meist Kümmerwuchs, anfällig für alle möglichen Krankheiten.

Freilich, einen 2 Meter hohen Strauch im Kübel zu halten ist auch fast schon wieder ein Job für Vollzeitgärtner... .

Interessieren würden mich noch besonder die Ben-irgendwas Sorten. Ich bin überrascht, wieviele es da gibt.

https://www.chrisbowers.co.uk/category/blackcurrants/

(leider: "The carriage charge for any order outside of the UK is £30, a one off charge applied to the total order regardless of size.")

bietet eine Vielzahl davon an - mit nützlichen Filterfunktionen. Freilich, glaubt man der Anpreisungen, müsste man sie alle haben... .
Wer hat Erfahrungen mit den unterschiedlichen Ben xy - Sorten? Wie machen die sich im Aroma?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: DerTigga am 25. Juni 2017, 18:07:44
..schwarzen Johannisbeeren platzen im unreifen Zustand ..
..die anderen über zu viel Nässe von außen..Sie fingen aber schon an zu platzen bevor der große Regen kam..
Ich gehöre zu denen, die ein zuviel Wasser auf einen Schwung als Favorit dafür ansehen. Habe zwar "nur" 2 Bona im Topf auf meinem Balkon, aber auch dort trat das platzen bei ein paar wenigen Beeren auf. Ist bei mir allerdings schon ein paar Wochen her.
Genauso wie auf deinem Bild zu sehen: die ersten an der Traube, die Farbe kriegten, waren die betroffenen und es waren meiner Erinnerung nach auch durchweg die, die (fast) ganz oben am Busch hingen. Und sie blieben hängen. Bei den meißten hab ichs erst durch einschrumpeln bzw. beim pflücken gemerkt, interessanterweise waren fast alle auf der Sonnen-abgewandten Seite geplatzt.
Über eins grübele ich noch: kann es sein, das der "Explosionsdruck" so stark war, das es die Kerne herausgeschleudert hat oder war da irgend ein Tierchen (z.B. Raupe) dran ? Denn zumindest an eine Beere, die bis auf einen einsamen / verbliebenen Kern eher eine hohle Kugel mit Riss war, kann ich mich gut erinnern.
Mehltau kann ich ganz sicher ausschließen, hatte und habe keinen an meinen Pflanzen. Regenschaden fällt auch aus, da die beiden Pflanzen, dank Balkon obendrüber, bestenfalls einzelne vom Wind verwehte Tropfen abkriegen. Jene geplatzten Früchte haben auch sicher kein Gieswasser abgekriegt, ich gieße immer direkt an den Wurzelstock.
Seitdem ich die Menge Wasser, die ich auf einmal verabreiche, halbiert habe und stattdessen 2 mal mit ein paar Std Abstand gieße, ist nichts mehr geplatzt.
Irgendwie erscheint mir das auch damit erklärbar, das Johannisbeeren und auch Stachelbeeren zu den Flachwurzlern zählen.
Werde das ganze nächstes Jahr weiter beobachten.
Vor allem auch deswegen, weil das ganze ne gewisse Menge Unlogik in sich trägt, denn meine 2 weißen Johannisbeeren, eine Vit Jätte und eine Weiße aus Jüterbog, zeigten dieses Platz-Verhalten allem Anschein nach nicht. Und die stehen direkt daneben.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 25. Juni 2017, 21:51:13
Glücklicherweise hat das beerengeplatze dann bald aufgehört. So ca. 20 Beeren musste ich entsorgen, der Rest ist mittlerweile reif.

Hier also die Sorte blackbells. Sie hat wirklich riesige beeren und verhältnismäßig lange Trauben für eine schwarze. Die beerenhaut ist ganz zart, der Butzen vorne ist klein und nicht störend. Die kerne innen sind wenig und weich, stören beim Essen nicht. Sie ist süß und hat ein gutes Aroma, aber leider wenig cassis für eine schwarze. Diejenigen die gerne das Aroma einer schwarzen ohne die typische herbe mögen, für die ist die blackbells perfekt. Hier ein Größenvergleich mit der Ben Sarek.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 25. Juni 2017, 21:53:43
Und hier eine Rispe. Einzelne beeren sind zwischendrin schon weggefuttet  ;) bitte bedenken: wurde erst im Frühjahr gepflanzt!
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 26. Juni 2017, 22:29:54
Hallo Aella, wie macht sich bitte die Ben Sarek bei dir? Krankheiten wie Mehltau, Anfälligkeit für Läuse? Ist sie sehr herb, die Ben Sarek?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 01. Juli 2017, 20:50:41

Interessieren würden mich noch besonder die Ben-irgendwas Sorten. Ich bin überrascht, wieviele es da gibt.

https://www.chrisbowers.co.uk/category/blackcurrants/

(leider: "The carriage charge for any order outside of the UK is £30, a one off charge applied to the total order regardless of size.")

Ich war erstaunt wieviele Ben's hier gibt (vielleicht braucht es dann kein "in die Ferne schweifen".....................ja, ja, ich weiss wohl, es ist womöglich nicht die allerbeste Adresse, aber hinter vorgehaltener Hand hat schon manche/r Hobbygärtner/in gestanden dort erfolgreich eingekauft zu haben ::)
(auch hier aus dem forum ;D )

LG
Nemi
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 01. Juli 2017, 20:55:55
Irgenwo habe ich mal gelesen, dass es auch Sorten gibt, die nicht mehr diese erste, obere Beere am Anfang des Fruchtstiels haben - wegen der leichteren Pflückbarkeit. Ich finde diesen Hinweis aber leider nicht wieder - weiss hier vielleicht jemand mehr darüber?

Danke
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 04. Juli 2017, 23:07:29
Ich war erstaunt wieviele Ben's hier gibt
und ich hätte mich über Erfahrungen hier im Forum gefreut - nicht immer nur Baumschul-Werbegedöns.

Meine schwarzen Johanisbeeren - die die noch hängen - werden immer reifer und besser. Letztes Jahr hat bei Regenschauerwetter die KEF ziemlich zugeschlagen - dieses Jahr habe ich definitv die Hauptmenge zu früh geerntet.

Noiroma - leider gibt's wegen letztjährigen Läusebefalls nur Miniertrag - superlecker und definitiv eine Ergänzung zu Bona, weil anderer Geschmack, deutlich cassisartiger. Ditto gilt für Nimue, wird ebenfalls zuckersüß.

Die Black Marble dagegen kommt mir vor wie ein Zwilling der Bona - schmeckt eigentlich genauso, es fehlt das typische Cassisaroma - und Riesenbeeren hatte meine Bona dieses Jahr auch, dazu einen Riesenertrag. Da muss man erst sehen, ob die Black Marble mithalten kann.

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. Juli 2017, 23:36:10
Moin b-hörnchen,
Ich war erstaunt wieviele Ben's hier gibt
und ich hätte mich über Erfahrungen hier im Forum gefreut - nicht immer nur Baumschul-Werbegedöns.
es war nicht meine Absicht Werbung für Baumschulen zu machen - sorry wenn das so rüberkam!
Ich hatte mich auf Deinen Hinweis der hohen Versandkosten bezogen und dachte, es sei vielleicht hilfreich, wenn Du einige "Ben's" hier im Land bekommen könntest.

Mit eigenen Erfahrungen bezüglich der "Ben's'" kann ich tatsächlich nicht dienen. ich habe aktuell leider "nur" namenlose Sträucher im Garten.

LG
von
Nemi

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: kasi am 05. Juli 2017, 07:15:28
Mit eigenen Erfahrungen bezüglich der "Ben's'" kann ich tatsächlich nicht dienen. ich habe aktuell leider "nur" namenlose Sträucher im Garten.
LG
von
Nemi
Mit meinen Schwarzen ist es ganauso. Hauptsache ist sie tragen. Dieses Jahr ist die Saftausbeute geringer, liegt wohl an der Trockenheit.
Was ich von Tara habe weiß ich nicht. Die Kostprobe davon habe ich noch nicht gewagt, weil ich sie auf das vom Nachbar verseuchte Beet gepflanzt hatte. Ich wußte da ja noch nicht was da geschehen war. Jetzt warte ich darauf was die Untesuchung der Boden-, Wurzel- und Gehölzprobe ergibt, die die Polizei genommen hat.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 05. Juli 2017, 07:21:19
entschuldige b-hörnchen, ich hatte deine frage übersehen.
ich habe die ben sarek und sie schmeckt ordentlich nach cassis und
hat nicht wahnsinnig viel süße.
ich mag aber das herbe. auch zum frisch essen.
zum verarbeiten ist sie sicherlich ideal.

im vergleich mit der blackbells ist das eine ganz andere hausnummer.
die blackbells ist süß, hat nur wenig cassis, dicke und viele beeren
an einem langen stiel.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 05. Juli 2017, 07:43:45
Ich verwende die schwarzen auch nur zur Verarbeitung (Marmelade, Fruchtknödel), sobald eine zu viel Süße hat fliegt sie raus.

Rosenthals Langtraubige schmeckt mir auch so sehr gut, die ist mittlerweile vollständig reif und abgeerntet. Malling Jet und Intercontinental brauchen noch etwas, wobei Malling Jet gerade einen  Wachstumsschub hat.

Die anderen Sorten (Titania, Schwarze Perle, Kirstin) reifen auch gerade aus - es braucht aber noch schätzungsweise 1 Woche.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Waldgärtner am 08. Juli 2017, 20:48:06
:)

habs grad mal rausgesucht:
Ben Lomond
Ben Moore
Ben Sarek
Cassia
Daniels September
Lissil
Öjebyn
Ometa
Polar
Rosenthals Langtraubige
Silvergietieters Schwarze
Titania
Tsema
Wellington

Dieses Jahr habe ich es endlich mal wieder geschafft, genau zur Reifezeit vor Ort zu sein.
Hab auch alle 15 Sorten verköstigt und teils deutlich Unterschiede gemerkt (ohne allerdings genau Buch zu führen), geschmeckt haben mir alle.
War aber auch perfektes Wetter mit überdurchschnittlich viel Sonne im Rheingraben. Das erklärt sicher die guten Aromen.

Cassia war definitiv am "mildesten", sehr süß ohne das Herbe. Noch süßer als Hedda.

@ B-hörnchen: Meine drei Bens wachsen gesund, und haben das typisch herbe Aroma (einen Favoriten könnte ich aber nicht benennen).
Ben Lomond hing dieses Jahr sehr voll und hatte vergleichsweise große Beeren.

Insgesamt wurde mir wieder klar, warum ich diese Beeren so gern mag. Vielleicht sollte ich in den kommenden Jahren meine Sorten-Sammlung erweitern.
Kennt noch jemand Shops mit guter Sorten-Wahl (neben den genannten)?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 09. Juli 2017, 19:57:32
Vielen Dank Waldgärtner - hmm, dann wäre die Ben Lommond eventuell ewas für die Saftherstellung. Merkst du eine n Unterschied in der Pflanzengesundheit (Mehltau, Läuse) z. B. im Vergleich zur Ometa?

Hier der leicht unfaire Vergleich von Beeren des Erstertrags einer Black Marble (heuer gekauft) mit den Beeren einer heuer in Vollertrag gekommenen Bona - zuerst die Black Marble:
(http://www.bilder-upload.eu/thumb/c4f1fa-1499622877.jpg)

und jetzt die Bona:
(http://www.bilder-upload.eu/thumb/205912-1499622920.jpg)

Was vielleicht ein bisschen täuscht - die größten Bona - Beeren und die Größten der Black Marble sind etwa gleich groß. Der Geschmack beider Sorten ist sehr ähnlich - vom gleichen Typ, wenig bis kein harzartiger (ich sag' "ekliger") Beigeschmack; die Bona ist etwas säuerlicher, die Black Marble einen Tick süßer, "vollmundiger" - Dessertfrüchte!


Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: flash am 09. Juli 2017, 22:02:07
ich habe heute entsaftet, hmmmm, lecker.

an meiner Bona war zum ersten Mal was dran, fand ich aber nicht so den Hit im Vergleich zu Genoir 2, die ich überall stehen habe.

Wenn du ein Steckholz haben willst für deine beeindruckende Sammlung, Waldgärtner, schreib mir eine PM

flash
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Waldgärtner am 11. Juli 2017, 21:11:06
Vielen Dank Waldgärtner - hmm, dann wäre die Ben Lommond eventuell ewas für die Saftherstellung. Merkst du eine n Unterschied in der Pflanzengesundheit (Mehltau, Läuse) z. B. im Vergleich zur Ometa?


Ometa war das erste Jahr mit weißen Schildläusen befallen (kann ich mir aber auch aus der Anlage eingeschleppt haben, wo ich die Steckhölzer her hatte).
Danach recht gesund (aber ich bin wie anfangs geschrieben nur punktuell auf dem Acker). Dieses Jahr waren alle Sorten durchweg gesund (ziemlich sicher wetterbedingt).

Ich geb natürlich auch gerne Steckhölzer ab. Tw. hab ich aber nur eine Pflanze und dementsprechend keine großen Mengen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 11. Juli 2017, 21:27:15
Vielen Dank für die Rückmeldung, Waldgärtner!
Ich frag' mich gerade,ob ich ein paar Bonas raushauen soll, um mehr Saftsorten zu pflanzen. Ometa kenne ich und wäre gut geeignet, denke ich. Ben Sarek oder Ben Lomond wären halt was Neues, das ich noch nicht kenne... .
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: LowerBavaria am 11. Juli 2017, 21:49:36
Bin schon richtig gespannt auf meine Titania und Ben Sarek Büsche.
Habe ich im März an eine Ostwand gepflanzt (mit Regenrinnenbewässerung) und trugen bereits einige Früchte, haben mir beide geschmeckt.

Ausserdem habe ich hier eine etwa 5-jährige Pflanze, die ich übernommen habe, welche in etwa so große Früchte trug wie die beiden im ersten Jahr, aber diese hat auch im Frühling erstmals soetwas wie einen Schnitt erhalten. Hier habe ich auch Stecklinge, die alle bewurzelten, würde ich auch tauschen (ggf auch Steckhölzer der Bens, Titanias oder der unbekannten).

Wäre an sehr robusten, genügsamen Sorten interessiert ;)

Größere Krankheiten (bis auf ein paar Läuse, die aber nicht weiter schlimm waren) hatten sie nicht.

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Waldgärtner am 12. Juli 2017, 09:40:18
Ich frag' mich gerade,ob ich ein paar Bonas raushauen soll, um mehr Saftsorten zu pflanzen.

Falls es soweit kommt, sag gerne bescheid. Bona habe ich noch nicht ;)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 02. August 2017, 12:15:55
Hier habe die ich wieder eine interessante Sämlingepflanze. Sie ist zwar jung und hatte heuer noch einen kleinen Ertrag, aber zeigt eine interessante aber von manchen ungewollte Eigenschaft. Sie hat durchschnittlich große Beeren und 6 bis Sieben Beerenanlagen an den Trauben. Dennoch ist die Traube sehr kurz.

Bild vom 16.07, Die Traube auf dem Bild hat 5 Beeren und 7 Beerenanlagen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 02. August 2017, 12:33:22
Und die Beeren halten sich lange am Busch. Bild von heute. Keine Beeren abgefallen (soweit erkennbar). Keine Veränderung des Geschmacks oder der Frucht.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 02. August 2017, 12:34:56
Es ist ihr erster Ertrag, Verteckt im Dickicht. Bild v. Heute
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 02. August 2017, 12:36:18
Mak sehen, wie sie sich nächstes Jahr verhält.
Bild v. heute
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 02. August 2017, 12:39:05
Hier ein besseres Bild vom 23.07
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 02. August 2017, 12:44:29
Hier habe ich eine Sämlingspflanze, die lange, luftige Trauben bildet mit  einer durchschnittlichen Beerenanzahl pro Traube. Größere Beeren mit gutem Geschmack.

Bild v. 13.07.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: echo am 03. August 2017, 14:49:39
Hat jemand Erfahrungen mit Bona und Hedda gehabt? Beide sollen ja sehr süß und relativ kompakt sein. Genau das wird auch gebraucht, denn die beiden werden neben der Roten Johannisbeere gepflanzt auf einer Fläche von 3,20mx1,40m. Lohnt sich da vielleicht sogar eher Draht- statt Buscherziehung?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 03. August 2017, 16:22:53
Hedda ist süß und Bona Groß ;D. Für mehr Infos verweise ich dich auf die vorderen Seiten dieses Threads (Strg + f öffnet die Suchmaske des Browsers), die zwei Suchfunktionen des Forums und zum PDF der Beschreibenensortenlisten für Strauchbeerenobst des Bundessortenamtes.

https://www.bundessortenamt.de/internet30/fileadmin/Files/PDF/bsl_strauchbeerenobst_2002.pdf

Von Spaliere bei schwarzen Johannisbeeren rate ich ab, da junges Holz bei ihnen für die Fruchtqualität wichtig ist.

nette Grüße
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: echo am 03. August 2017, 16:47:20
Suchfunktion des Forums für beide (und Omerta) Sorten hatte ich bereits benutzt, deswegen ist zum Beispiel Omerta bei mir letztendlich durchgefallen. Auch die Beschreibung von div. schwarzen Johannisbeeren von Bundessortenamtes kenne ich bereits. Die Auswahl auf die zweiten Sorten ist auch aufgrund der Angaben die dort gemacht wurden gefallen. :) Trotzdem ist es für mich interessant ob die Leute hier weitere praktische Erfahrungen mit den beiden hatten und mir dazu raten bzw. davon abraten würden und den Gründen dafür.  ;)

Danke wegen den Drähten bei schwarzen Johannisbeeren, dann werde ich bei allen drei Buschform beibehalten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 03. August 2017, 21:10:40
Zu Bona findest du in diesem Faden bereits einige Infos, nur ein bisschen zurückblättern. Ich kann noch anmerken, der Strauch wächst deutlich weniger aufrecht als z. B. Titania, Ometa, Sivergieters, die Ruten haben eine Tendenz sich zu legen, besonders bei Vollertrag, dann ist es gut, wenn man mit Draht oder Schnur stabilisieren kann. Außerdem ist sie eine recht Frühe, die Bona.

Zu Hedda wiß ich nichts, die habe ich nicht.

...und Omerta ist eine Sache der Mafia, die Johannisbeere heißt Ometa!
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: echo am 03. August 2017, 23:23:30
Danke. Recht frühe ist durchaus gut, das es etwas in die Breite wächst allerdings weniger. Da das Beet worauf nun die beiden schwarzen kommen sollen mit 1,4 relativ schmal ist, muss ich mir nun überlegen ob es wirklich Bona sein muss, oder dann lieber doch eine andere, kompaktere Sorte.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 03. August 2017, 23:28:21
Das ist nichts, was man mit einem Pfal und Kordel nicht regeln könnte. Bona geht erst bei Fruchtbehang in die Breite. 1,4 m sind breit genug.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: echo am 03. August 2017, 23:56:10
Danke, dann bin ich beruhigt. Bleibt wohl bei der Entscheidung dabei. Bona und Hedda werden der Roten die Nachbarschaft in ca. einem Monat leisten. :)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 11. Oktober 2017, 20:38:58
Zitat von: b-hoernchen link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2899702#msg2899702 date=1498394899]

Interessieren würden mich noch besonder die Ben-irgendwas Sorten. Ich bin überrascht, wieviele es da gibt.

Link entfernt!1.uk/category/blackcurrants/

(leider: "The carriage charge for any order outside of the UK is £30, a one off charge applied to the total order regardless of size.")

bietet eine Vielzahl davon an...

Es lohnt sich evtl. wegen der Versandkosten genau nachzufragen.
Ich wollte von dieser Gärtnerei 6 Beerensträucher bestellen und es hieß schriftlich, dass die Versandkosten geringer ausfallen würden, also knapp über £20

Da der Link entfernt wurde: es ist Chris Bowers & Sons in GB
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 17. Oktober 2017, 21:59:42
Zitat von: b-hoernchen link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2683826#msg2683826 date=1468577896]
Dann hast du aber nette Läuse, wenn sie gehen, bevor sie die Ernte schädigen!
So - jetzt eine schwarze- Johannisbeeren-Bilanz:
Lubera-Büsche Nimue, Noiroma, und Neva waren so schwer befallen, dass kaum mehr Beeren dranhingen. A ehesten noch (mehrere Trauben) an Neva - hat mich nicht überzeugt vom Geschmack, auch viel von diesem fad-holzigen Aroma.

Die Sorte Neva ist laut Aussage von Lubera die Sorte Chereshneva
weitere Info über die Sorte s. die Liste des Bundessortenamtes, Strauchbeerenobst 2002

Zitat von der Lubera-Homepage (bei Fragen und Antworten zu der Sorte Neva):

"Frage: Johannisbeere Lubera® Neva®
Ist Lubera Neva identisch mit der Sorte Chereshneva (Herkunftsland Ukraine) ?
Antwort: Ja, das ist die gleiche Sorte."

1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 12. April 2018, 19:24:57

Ähnlich wie die Ben-Sorten der schwarzen Johannisbeere. Die sollen in England auch für den Pharmaindustrie gezüchtet worden sein, um gewisse Stoffe daraus gewinnen zu können. Daher sind sie geschmacklich auch eher schlecht.

Hast du da was über Inhaltsstoffe wo man sie vergleichen könnte? Ich wollte mir einige Ben-Sorten zulegen, als reine Verarbeitungsfrüchte - die englischen Sorten funktionieren bei mir ganz gut.

So, ich habe hier schon etwas zusammen gesucht.
LinkTitel d. DokumentsEnthaltene Ben-Sorten
LinkBioactive compounds and antimicrobial activity of black currant (Ribes
nigrum L.) berries and leaves extract obtained by different soil management
system Bioactive compounds and antimicrobial...
Lomond, Sarek
LinkVitamin and mineral content in black currant (Ribes nigrum L.) fruits as affected by soil management systemLomond, Sarek
LinkJohannisbeersorten für die industrielle Verarbeitung Alder, Avon, Dorain, Nare, Gairn
Linkbsl Strauchbeerenobst (allgemeine Eigenschaften)Alder, Connan, Lomond, Loyal, More, Nevis, Sarek, Tirran, Tron

Wer mehr Infos hat, kann sich gerne beteiligen ;)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 12. April 2018, 19:41:38
Hier etwas über Vitamin C Gehalt


LinkTitel d. DokumentsEnthaltene Ben-Sorten
LinkBLACKCURRANTS INTRODUCTIONGairn,Connan, Hope, Lomond, More, Nevis, Alder, Dorain, Tirran
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 12. April 2018, 21:33:25
Zitat von: b-hoernchen link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2683826#msg2683826 date=1468577896]
...Neva - hat mich nicht überzeugt vom Geschmack, auch viel von diesem fad-holzigen Aroma.

Die Sorte Neva ist laut Aussage von Lubera die Sorte Chereshneva
weitere Info über die Sorte s. die Liste des Bundessortenamtes, Strauchbeerenobst 2002
Seitdem ich die Schwarzen Johannisbeeren zur eigenen Saftherstellung verwende, muss ich sagen, dass sich meine Geschmackspräferenz deutlich verschoben hat: Bona sehe ich für Saft eher als minderwertig an - allerdings immer noch als Naschfrucht auf der Hitliste, wenn auch mit leichten Abschlägen hinter Noiroma und Nimue, welche man voll ausreifen lassen muss, dann aber sehr lecker sind.

Das von mir früher bei der Rohverkostung so bemängelte strenge und "holzige" Aroma empfinde ich als mittlerweile als Pluspunkt , wenn man einen aromastarken Saft machen möchte. Bevorzugte Sorte wäre "Ometa" - wenn ich nur genug von der hätte, um, sortenreinen Saft zu machen. Auch Neva könnte sich da passabal schlagen, leider aber auch viel zu wenige Beeren von einem Busch, um davon Saft zu machen.

Bisher konnte ich von meinen Lubera-Johannisbeeren (außer der Blackbells, die war quasi frei von Problemen) nur kleine Probemengen zum Naschen ernten. Im ersten Jahr nach der Lieferung haben voll die Läuse zugeschlagen (deshalb so gut wie ohne Ernte) und die Büsche auch für das Jahr darauf schwer geschädigt - die nötige Austriebsspritzung habe ich dann - im Folgejahr  (2017) nachgeholt - da gab's dann kleine Kostproben. Aber die Büsche waren noch von 2016 geschädigt und 2017 war sowieso ein schwieriges Jahr - Frost und darauf Trockenheit (haben wir auch jetzt schon wieder...).

Also wenn ich den Betriebsleiter von Bad Zwischenahn mal treffe... . Falls sich da noch nichts zu Besseren gewendet hat, kann ich nur empfehlen, selber die Büsche prophylaktisch zu behandeln, damit man nicht ebenfalls zwei Jahre verliert.

Ich würde mich jedenfalls so darauf freuen, größere Mengen Noiroma, Nimue und Neva zu ernten!
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 12. April 2018, 21:39:29
Hast du auch grüne?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 12. April 2018, 21:46:35
Seit letztem Jahr die "Greenlife", welche identisch ist mit vertii (?)... puh, das weißt du wahrscheinlich besser als ich.
Nur zwei, drei Probierbeeren - ja mal schauen, ob's dieses Jahr ausreicht, um sich ein Urteil zu machen.
(OT: Die "Rosa Sport" aber, das ist eine ganz Leckere, das haben auch die wenigen Probierfrüchte letztes Jahr schon gezeigt.)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 13. April 2018, 02:03:13
Greenlife ist das Lubera-synonym für die Venny. Sie ist aus Vertti gezüchtet und ist von den drei "V-grünen" die mit den längsten Trauben.

Ich hole mir gerade grüne Sorten. Vertti habe ich und sollte heuer mal einen Ertrag geben. Im letzten Jahr holte der Frost alle Blüten und davor waren es auch nur 2-3 Beeren. Muss mal gucken wie die Blütenentwicklung ist. Der Austrieb ist etwas früher im Vergleich zu anderen schwarzen Johannisbeeren. Vilma und Venny (Sowie Ojeblanc) sind bestellt.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 13. April 2018, 07:43:49

So, ich habe hier schon etwas zusammen gesucht.


# Rib-Esel: Ich danke dir vielmals! Gerade in den englischen Artikeln finde ich das, was ich gesucht habe. Von einer Čačanska Crna habe ich bei uns leider noch nie was gehört.

# b-Hörnchen: Machst du den Saft im Dampfentsafter? Ich habe auch schon festgestellt, dass man so stark an Aroma verliert - aber so wirklich eine bessere Methode habe ich nicht.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: floXIII am 13. April 2018, 20:21:34
Wie viele Beeren pro Trauben sind denn so in etwa die Regel bei schwarzen Johannisbeeren?

Bei mir im Garten hat sich nämlich ein Sämling, den ich als merkwürdigen Abkömmling einer roten Johannisbeere hielt, mit der nun einsetzenden Blüte klar als schwarze Johannisbeere herausgestellt. Zumindest schaut die Blüte so aus. Selbst habe ich keine schwarzen Johannisbeeren im Garten, habe auch noch nie welche gekostet.
Es ist noch eine recht Junge pflanze, 2016 gekeimt. Entsprechend sind nur 5-6 Blütenstränge vorhanden. Zwei haben aber 15 Blüten pro Traube, die anderen plus minus 10. 15 sind für schwarze Johannisbeeren doch eher viel oder?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 13. April 2018, 20:36:53
# b-Hörnchen: Machst du den Saft im Dampfentsafter? Ich habe auch schon festgestellt, dass man so stark an Aroma verliert - aber so wirklich eine bessere Methode habe ich nicht.
Ja, Dampfentsafter! Da brauche ich schon so 5 - 8 kg, damit es sich lohnt. Habe auch mal probiert, die Beeren im Topf zu Mus zu kochen und dann durch ein Tuch zu pressen, die Beeren sind im Topf aber etwas angebrannt, das hat dem Saft dann ein spezielles, nicht unbedingt erwünschtes Aroma gegeben.
Wenn man im Dampfenstafter genug Aromasorten hat, verbreitet der Dampf ein ganz tolles Cassisaroma. Das fehlt bei Füllung mit reinen Bona-Beeren fast völlig.
Was Aromaverluste im Damofebnstafter angeht - erhitzen musst du sowieso, wenn du den Saft konservieren willst.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 14. April 2018, 02:11:15
floXIII, ja das ist eine sehr lange Traube. 5 ist so alter Standard, ab 8 ist es schon viel. Liegen denn die zwei grosßen Trauben nahe beieinander? (irgendwie sehe ich es auch selber, LOL) Vielleicht ist es  dann auch ein Sport (Knospenmutation). Jedenfalls interessant und beobachtungswert.
Bitte die Blüte und die Fruchtung weiter dokumentieren.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: floXIII am 14. April 2018, 17:35:50
floXIII, ja das ist eine sehr lange Traube. 5 ist so alter Standard, ab 8 ist es schon viel. Liegen denn die zwei grosßen Trauben nahe beieinander? (irgendwie sehe ich es auch selber, LOL) Vielleicht ist es  dann auch ein Sport (Knospenmutation). Jedenfalls interessant und beobachtungswert.
Bitte die Blüte und die Fruchtung weiter dokumentieren.
Ja, die zwei Trauben mit den je 15 Blüten liegen dicht beisammen. Während die anderen Trauben alle eher an den Triebspitzen sind.
Werde auf alle Fälle weiter berichten. Denn wenn sie stark zum verrieseln neigt oder auch einfach nur schlecht schmeckt (wobei ich das sicher schwer beurteilen werden kann, da ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe), dann nützen lange Trauben auch nicht viel.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 24. April 2018, 19:39:59
Es kommt nicht immer auf die Länge an :-X Die schwarze Johannisbeere mit den kürzesten Trauben blühen. Wie süß!

floXIII, wie sieht es den bei deiner Pflanze aus?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: floXIII am 25. April 2018, 13:09:03
@Rib-Huftier: Die Blüte ist vorüber und es bilden sich die Beeren an den Trauben aus. Leider hat auch schon das Verrieseln begonnen, mal sehen wie viele Beeren am Ende an den Trauben verbleiben.
Ansonsten scheint es eine recht gesunde Pflanze zu sein. Lediglich ein paar Johannisbeerblasenläuse sind an einigen Blättern zu finden.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 25. April 2018, 14:01:24
Sieht aber bisher sehr gut aus. Die Verrieselung hat auch viel mit dem Alter, den Nährstoffen und dem Wasser zu tun. Die Blüte wird sich in den nächsten Jahren somit ändern.

Ich freue mich auf die Frucht.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 26. April 2018, 12:20:45
Mein Problem ist es, genug Beeren zusammenbekommen, dass sich die Dampfentsaftung lohnt, mindestens 5 kg für einen Ansatz, besser 8 - 10 kg.

Dummerweise sind die Ben - xy -Sorten durch die Bank spätreifend, passen also nicht zu meiner eher frühreifenden Ometa, Titania oder Silvergieters Schwarzen.

Meine Anforderungen an eine schwarze Johannisbeere für Saft sehen so aus:

- Gutes, kräftiges Aroma
- Gesunde Pflanzen, die zu wenig Schädlingsbefall neigen
- Frühe Reife oder eine besonders feste Haut der Beeren - irgendetwas, um der KEF ein Schnippchen zu schlagen;

Wo ich im März keine Ausstriebsspritzung gemacht habe, kräuseln sich jetzt bereits wieder die Blätter vor Läusen.


Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 26. April 2018, 12:45:09
Die Läuse haben heuer besonders früh losgelegt - aber es gibt auch schon jede Menge Marienkäfer. Bei den roten Sorten waren Rovada und Jonker van Tets massiv betroffen - die "Dunkelblutrote Elisabeth" von Deaflora überhaupt nicht (rundherum ein einziges Läusenest). Die hat auch sehr eigenartige Blätter.

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 26. April 2018, 14:42:33
Heute kam mein Paket von Deaflora mit Venny, Vilma und Ojeblanc an. Ojeblanc blüht. Das ist gut, dann kann man sich die Farbe bzw. den Farbverlauf genauer anschauen.  :)

Mit Blattläusen hatte ich im Bezug auf Johannisbeeren nie sonderliche Probleme. Die gehen bei mir lieber aus Pflaume, Kirsche und Holunder
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: floXIII am 28. April 2018, 17:28:09
Leider sind die Trauben an meinem Sämling sehr stark verrieselt (was auch immer der Grund war). Von den zweien mit 15 Blüten, ist eine komplett verrieselt und an der anderen sind nur 3 Beeren dran geblieben (die obersten drei).
Das Wetter zur Blüte war leider nicht ganz ideal, aber vielleicht ist es ja auch das Alter oder der Stress im Topf. Ein paar Kostproben sollte es aber trotzdem geben und dann mal sehen wie die Blüte etc. nächstes Jahr sein wird.

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 05. Mai 2018, 19:30:51
Die scharfgezahnten schwarzen Johannisbeeren gedeihen mehr oder weniger. Die Schwächer gezahnte wächst super, siehe Bild. Ob sie geblüht hat kann ich nicht sagen, ich werde es morgen ergänzen.

Die schärfer gezahnte habe ich ein wenig vernachlässitg und sieht momentan nicht so tolle aus. Sie kommt morgen in ein weit größeren Topf als den 10cm Topf. Sie hat zum ersten mal geblüht.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 08. Juni 2018, 16:16:18
Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber bei mir gibt es heuer ein gutes Cassis-jahr.

Die Skala oben ist in cm eingeteilt.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: floXIII am 10. Juni 2018, 14:14:33
Bei meinem Sämling beginnen sich nun die Beeren zu verfärben. Von den langen Trauben ist leider nicht mehr viel übrig geblieben. Die kommenden Jahren werden  zeigen wie es sich mit der tatsächlichen Traubenlänge/Verrieselung verhält.

Die Beerengröße entspricht in etwa der von normal großen roten Johannisbeeren
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 10. Juni 2018, 16:14:48
Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber bei mir gibt es heuer ein gutes Cassis-jahr.

Bist du ganz sicher, dass du da keine Rebe eingekreuzt hast
;D
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: manhartsberg am 17. Juni 2018, 19:34:14
postiv überrascht in geschmack und größe hat heuer die titania  8)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 18. Juni 2018, 17:58:56
Auch hier gibt es heuer ein gutes Cassis-Jahr - heute eimerweise geerntet: Bona - und zum ersten Mal auch eine größere Menge Noiroma. Die ist wirklich eine ganz eine Süße und hätte den Namen "Kobelt's Zuckerjohannisebeere" wirklich verdient!
(Im Gegensatz zur sogenannten "Polnischen Zuckerjohannisbeere" von Manfred Hans).
Etwas mehr Cassisaroma als die Bona hat sie schon, die Noiroma - ich würde sie aber doch in erster Linie für den Frischverzehr geeignet sehen, vielleicht noch für Kuchen.
Leider ist sie auch ein Leckerli für Läuse. Schafft es jemand von euch diese wirklich süßen, schwarzen Johannisbeeren  ohne Austriebsspritzung erfolgreich anzubauen?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: oile am 22. Juni 2018, 23:00:31
@ b-hörnchen,
habe ich das jetzt richtig gelesen: Ometa ist immer noch eine der wirklich empfehlenswerten Sorten? Ich benötige schwarze Johannisbeeren für Saft (gemischt mit anderen Früchten), Gelee und Likör. Es müsste also schon eine aromastarke Sorte sein.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 23. Juni 2018, 19:27:41
Die scharfzahnige JB hatte heuer viel durchgemacht. Aber immerhin gab es ein Beere zum naschen. Wenig Cassis, wenig Säure, leichte Süße. Ich fand sie lecker.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 25. Juni 2018, 11:18:57
Ometa ist meine aromastärkste Sorte - das muss nicht allzuviel heißen, weil ich längst nicht alle Sorten kenne... .
Ein Bekannter von mir, Toxikologe im Ruhestand, hat sich eine kleine, feine Edeldestille angeschafft und stellt zum Zeitvertreib, ohne großes kommerzielles Interesse, mehr so aus sportlichem Ehrgeiz Edelbrände her, mit denen er regelmäßg Preise abräumt. Sein Cassisbrand hat eine Goldmedaille gewonnen. Mein Bekannter hat Ometa im Garten stehen.
Sie hat dieses harzig-herbe, holzige Rachenputzer-Aroma, das beim Dampfentsaften wunderbar gewandelt als Cassisduft dem Topf entströmt. Sie entwickelt auch spürbar Zucker, wenn man sie lang genug hängen lässt - roh aber für mich "nur mal so" als einzelne Beeren essbar, größere Mengen sind im Rohzustand kaum mit Genuss zu verzehren.

"Süße Auguste", "Polnische Zuckerjohannisbeere" (wer denkt sich nur solche Namen aus?!) und Titania fallen bei mir unter den Begriff "Dreimännerbeeren" - einer muss sie essen, der zweite hält den ersten fest und der dritte stopft ihm die Beeren in den Mund - brrr! Außerdem find' ich sie etwas weniger saftig, aromatisch als Ometa.

Milder - aber immer noch kein richtiger Roh-Genuss: Silvergieters Schwarze und Neva. Neva hat schöne große Beeren und macht auch passable Trauben.

Mein Tipp für den "nur-mal-einen-einzigen-Busch-Pflanzer": Blackbells! Wunderschöne, große, mattschwarze Beeren an gut zu erntenden, langen Trauben. Vollreif deutlich süß, sehr saftig und lecker mit dem Nachgeschmack von Cassisbonbons, eben nicht so schwer harzig, adstringierend. Die Blackbells wird fast so süß wie die Noiroma, hat trotzdem genug Aroma, um gelegentlich ein paar Gläser Gelee davon zu machen.
Ob die Beeren aufgrund einer Wachsschicht so matt aussehen, weiß ich nicht - sie blieben dieses Jahr bis zur Vollreife im wesentlichen von der KEF verschont.

Für Frischverzehr: Noiroma und Bona. Noiroma hat noch etwas Cassisaroma, der Bona fehlt eine Komponente des typischen Cassisaromas fast gänzlich. Beide machen sehr große Beeren, werden süß, die Noiroma vielleicht noch etwas zuckriger als die Bona.

"Black Marble" wird vielleicht noch einen Tick größer als Bona, ist ähnlich im Aroma. Mein letztes Jahr gepflanzter Busch hatte dieses Jahr etliche verdorrte Triebe (Johannisbeerglasflügler?) und nur eine sehr kleine Ernte. Hat sich bei mir noch nicht so richtig bewährt, diese Sorte, muss ich noch beobachten.

Die Ben-XY-Sorten (Ben Lomond, Ben Sarek...) kenne ich nicht. Da dürfte noch die eine oder andere Aromastarke darunter sein. Herr Kobelt schreibt, dass am größten europäischen Cassiszüchtungsprogramm ein Pharmakonzern beteiligt war. Wer weiß da mehr? Sind die Ben...-Sorten das Ergebnis?



Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juni 2018, 21:10:49
Ja, zu dem Ben-Sorten bin ich auch noch am recherchieren, habe aber dazu noch nichts gefunden.

Ein kleiner Überblick von mir:
Meine Vertti beginnt langsam zu reifen. Mir kommt es so vor, dass diese Sorte viel Wasser braucht. Sie zickt sehr schnell mal herum.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juni 2018, 21:13:42
Hier die ersten Beeren der Ojeblanc. Sie soll in der Reife ein mehr oder weniger interessantes Farbspiel zeigen. Hier das erste Bild. Sie beginnen eine leicht andere Farbe zu bekommen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 26. Juni 2018, 23:58:49
Bei meinem Verttibusch welkt gerade die Hälfte der Triebe. Letztes Jahr hat es die 2m entfernte schwarze Johannisbeere erwischt. Sie nach Verticillium aus >:(
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wild Obst am 27. Juni 2018, 14:12:35
Bei mir welken auch häufig Johannisbeertriebe. Schuld ist aber zum Glück kein Verticillium, sondern ein Rehbock, der alle fegt. Der hat mir dieses Jahr schon 2 rote und 2 schwarze Johannisbeersträucher auf 20 cm Höhe reduziert und einige weitere mehr oder weniger schwer geschädigt.

Wenn ich den erwische, dann ...
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Crambe am 27. Juni 2018, 14:36:23
Bei mir welken auch häufig Johannisbeertriebe. Schuld ist aber zum Glück kein Verticillium, sondern ein Rehbock, der alle fegt. Der hat mir dieses Jahr schon 2 rote und 2 schwarze Johannisbeersträucher auf 20 cm Höhe reduziert und einige weitere mehr oder weniger schwer geschädigt.

Wenn ich den erwische, dann ...

..... gibt es Mai Junibock mit Zutaten ;D ;)

ot Ich gehe nun auf die Post ;)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wild Obst am 27. Juni 2018, 14:44:46
Aber zurück zum Thema:

Die "Polnische Riesenjohannisbeere", die ich als bewurzeltes Steckholz über das Forum bekommen hatte, hatte mich bislang immer enttäuscht, weil ich dachte, dass mit dem Namen auch auf das vegetative Wachstum Bezug genommen wird und sich der Strauch leider nur langsam entwickelte. Dieses Jahr hatte er allerdings als erster reife Früchte, die sehr gut geschmeckt haben und auch dem Namen entsprechend groß waren.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wild Obst am 27. Juni 2018, 14:45:40
Meine Vertti reif auch langsam, genauso Titania und Ometa.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 27. Juni 2018, 14:49:55
Titania müsste bald bei mir reif sein.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 27. Juni 2018, 18:46:25
Die scharfzahnige JB hatte heuer viel durchgemacht. Aber immerhin gab es ein Beere zum naschen. Wenig Cassis, wenig Säure, leichte Süße. Ich fand sie lecker.
Prima! also ein erster Hinweis :) nächstes Jahr trägt sie bestimmt schon mehr :D


Kann mir hier jemand bitte weiterhelfen (ich habe den kompletten Faden gelesen und meine speziellen Fragen damit noch nicht beantworten können):
Ich bin auf der Suche nach einer schwarzen Johannisbeersorte, die recht wüchsig ist (für Spindelerziehung), lange Trauben bildet und gut pflückbar ist. Ein herzhaftes Cassisaroma wäre wünschenswert, sie muss dabei nicht so süss sein.
Es kann auch eine gewerbliche Sorte sein - Welche Sorten kämen in Frage?

Ja, ich las hier, dass schw. Johannisbeeren für Spindelerziehung nicht ganz so gut geeignet seien. Aber dennoch möchte ich mir ein paar Meter Spindelsträucher heranziehen (weil für Schwiegermutter und auch für mich leichter zu beernten). Auch ein paar rote und weisse Johannisbeerspindeln sollen dabei sein.

LG
Nemi







Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 27. Juni 2018, 20:31:14
Erstmal, wie versprochen, die langstieligen Jbs (Aus Samen) (Es sind zwei). Danach, wenn ich zeit und noch Lust habe, gucke ich mal durch das Bundessortenamtdruckwerk, um deine Frage zum Teil zu beantworten. Andere Member werden Dir mehr Erfahrungsberichte geben können. Vor allem über neuere Sorten.

No.1

Eine Zeitlang habe ich jeden Sämling, den ich fand, gesammelt und aufgezogen, bis mir die ganze Sache dann so zu viel wurde. Naja, ich habe einen Teil der Pflanzen an einen Zaun "geworfen", der andere Teil flog auf dem Kompost. Heuer fangen viele dieser Pflanzen an zu tragen. Hier ist einer, der dich mehr oder minder interessieren könnte. Alter: 2-3 Jahre, Höhe (am Zaun gezogen): ca. 160 cm.

Vom Ertrag kann ich jetzt nicht viel sagen, es ist der Erstertrag und degustiert habe ich auch noch nicht. Ich habe zum Größenvergleich mein Veredelungssmesser (Größe von einem Taschenmesser), daneben gehalten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 27. Juni 2018, 20:38:08
No.2

Eine andere Pflanze macht sehr lange Stiele. Sie ist zwar älter, zu Ertrag kann ich dennoch nicht all so viel sagen, da sie immer sehr stark zurück geschnitten wird. Das Ding wächst wie Unkraut. Ich meine aber ein Bild schon hier geposted zu haben.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 27. Juni 2018, 23:39:02
Hier ist einer, der dich mehr oder minder interessieren könnte. Alter: 2-3 Jahre, Höhe (am Zaun gezogen): ca. 160 cm.
oh wie schön!!! ich bin ganz hin und wech :-* beide Sämlinge auf Deinen Bildern haben beeindruckend lange Stiele, ideal zum pflücken!!!

Ich bin gewiss nicht zu ungeschickt beim pflücken, aber diese kurzen Stiele "vergällen" mir so manches Mal die Freude an den "schwarzen Beeren" und wenn dann noch direkt über dem kurzen Stiel die grosse Hauptbeere sitzt, fällt eben genau diese zu Boden, wenn ich versuche den Stiel abzupflücken um die ganze Traube zu erwischen.

Ich habe beschlossen: Es müssen schwarze Johannisbeersorten mit langen Stielen - richtig gut pflückbar! - in meinen Garten :D

Ist denn darauf noch nicht gezüchtet worden? Obwohl...................beim Bundessortenamt ist das doch auch ein Sortenmerkmal, welches Beachtung findet, oder?




Edit: aktuell kann ich nichts vom Bundessortenamt aufrufen - könnt Ihr es aufrufen?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 28. Juni 2018, 00:18:06
Ob eine Sorte langstielig ist liegt auch am Schnitt.
Wenn ich die alte Sorte von meinem Opa jedes Jahr schneide und nur max. dreijährige Triebe dran lasse dann habe ich auch super schöne lange Trauben mit 5-9 Beeren dran. Aber wehe ich mache das nicht, das gibt kleine mickrige Beerchen an kurzen Stielen.

Leider funzt diese Schnittmethode nicht bei Bona und den Polnischen Riesen, die macht immer Quirle um den Trieb, so daß man nur mit der Schere dazwischen kommt wenn man die schönen dicken Beeren nicht quetschen will.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 28. Juni 2018, 01:56:21
Ja, die Traubenlänge und Größe ändert sich aber nicht die relative Länge der Stiele (Stielinternodien). Eine, mit Beeren, eng  besetzte Traube bleibt eine eng besetzte Traube, nur die relative Größe der Traube ändert sich. So weit wie ich das verstanden habe, geht es darum, oder?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 28. Juni 2018, 02:30:40
Ist denn darauf noch nicht gezüchtet worden? Obwohl...................beim Bundessortenamt ist das doch auch ein Sortenmerkmal, welches Beachtung findet, oder?


Edit: aktuell kann ich nichts vom Bundessortenamt aufrufen - könnt Ihr es aufrufen?

Auf die Stiellänge, Traubenlänge und die Pflückbarkeit wird im Dokument eingegangen. Momentan scheint die Homepage des Bundessortenamts down zu sein. Auch der Cache von Google geht komischerweise nicht.

So, ich bin durch das Druckwerk des Bundessortenamts durchgegangen und habe alle Sorten herausgesucht, die mindestens mittellange bis lange Stiele haben. Die Traubenlänge habe ich vernachlässigt. Ich habe es als Tabelle, in einem txt-Dokument verfasst und kopiere dies hier einfach hinein. Hoffentlich bleibt die Tabelle so brauchbar. Da ich in dieser Tabelle mit Kürzel gearbeitet habe, habe ich unter der Tabelle eine Legende verfasst.

Lange Rede, kurzer Sinn; hier ist das Ding:


s-länge pflückbarkeit ertrag geschmack

black reward +- + ++ +- + ls sa

Ceres +- + + +- + s ma

leandra + +- + ls a verr

lissil +- + + +- + ls a

mailling jet + ++ +- + s ssa

narve viking + ++ +- + ls a

rosenthals + ++ +- s a verr
langtraubige

Silvergieters +- + + +- + sue mi a
schwarze

tenah + + ls a

tsema + ++ +- + ls a

wusil +- + +- sue a

------------------------------------------------------------

Legende:

s-länge = Stiellänge
+- = mittel lang, mittel hoch
+  = lang, gut pflückbar, hoch
++ = sehr gut
ls = leichte säure
s  = sauer
sue = süß
ma = mäßig aromatisch
a  = aromatisch
sa = sehr aromatisch
mi = mild
saa = starkes sortentypisches aroma
verr = neigt zur verrieselung

Und noch einmal als Bild für die Mobile-Fraktion

Bin müde...
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 28. Juni 2018, 06:51:19

Kann mir hier jemand bitte weiterhelfen (ich habe den kompletten Faden gelesen und meine speziellen Fragen damit noch nicht beantworten können):
Ich bin auf der Suche nach einer schwarzen Johannisbeersorte, die recht wüchsig ist (für Spindelerziehung), lange Trauben bildet und gut pflückbar ist. Ein herzhaftes Cassisaroma wäre wünschenswert, sie muss dabei nicht so süss sein.
Es kann auch eine gewerbliche Sorte sein - Welche Sorten kämen in Frage?
Hallo Nemi, Malling Jet kann ich sehr empfehlen - für die Verarbeitung. Die wächst super, macht aber recht steile Astabgänge. Am einjährigen Holz hat sie heuer aber nicht getragen, bin noch am forschen warum.
Intercontinental wächst sehr schwach, macht aber tolle große Beeren. Die Sorte ist wohl berüchtigt für die Spinnmilbenempfindlichkeit (hatte ich letztes Jahr) - heuer sieht es besser aus (Brennessel-Extrakt Behandlung).
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 28. Juni 2018, 11:28:46
Edit: aktuell kann ich nichts vom Bundessortenamt aufrufen - könnt Ihr es aufrufen?
.................Momentan scheint die Homepage des Bundessortenamts down zu sein. Auch der Cache von Google geht komischerweise nicht.
Danke für Deine Info - dann liegt es also nicht an mir und meinem Rechner.

Zitat
So, ich bin durch das Druckwerk des Bundessortenamts durchgegangen und habe alle Sorten herausgesucht,
an dieser Stelle ein dickes Dankeschön!!! von mir :)

Zitat
Ich habe es als Tabelle, in einem txt-Dokument verfasst und kopiere dies hier einfach hinein. Hoffentlich bleibt die Tabelle so brauchbar. Da ich in dieser Tabelle mit Kürzel gearbeitet habe, habe ich unter der Tabelle eine Legende verfasst.
das hätt' ich ja nie so edel hinbekommen!!! ich bin ziemlich beeindruckt!
Also ich kenne ja die beschreibende Sortenliste von Bundessortenamt und habe schon vor Jahren gedacht: "So eine tolle Liste. Und nun wünschte ich mir für eine bessere Übersichtlichkeit einen "Extrakt" nur mit den Sorten, welche mich interessieren"........und hier hast Du mir genau diesen Wunsch erfüllt :-* ! Toll!!! 


@ Wurmkönig:
auch vielen Dank für Deine Empfehlung
Malling Jet kann ich sehr empfehlen - für die Verarbeitung. Die wächst super, macht aber recht steile Astabgänge.
dann müsste sie ja für eine Spindelerziehung sehr gut geeignet sein. Die versuche ich auf jeden Fall auch.

Zitat
Am einjährigen Holz hat sie heuer aber nicht getragen, bin noch am forschen warum.
ich meine gelesen zu haben, das rote Johannisbeeren am einjährigen und schwarze Johannissbeeren am zweijährigen Holz tragen - ist das falsch?


LG
Nemi


Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 28. Juni 2018, 11:54:34
Zitat
ich meine gelesen zu haben, das rote Johannisbeeren am einjährigen und schwarze Johannissbeeren am zweijährigen Holz tragen - ist das falsch?

Ja, ist falsch. Tausche die Namen und die Faustregel stimmt wieder. :)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 28. Juni 2018, 21:48:35
Zitat
ich meine gelesen zu haben, das rote Johannisbeeren am einjährigen und schwarze Johannissbeeren am zweijährigen Holz tragen - ist das falsch?

Ja, ist falsch. Tausche die Namen und die Faustregel stimmt wieder. :)
Also: schwarze Johannissbeeren  tragen am einjährigen und rote Johannisbeeren tragen am zweijährigen Holz.

Sorry, dann habe ich eine Frage dazu (um missverständliche Formulierungen von mir zu vermeiden): Der diesjährige Austrieb ist dann also nicht das einjährige Holz?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wühlmaus am 28. Juni 2018, 21:56:15
Nein :)
Das einjährige Holz entspricht dem letztjährigen Trieb.
Der diesjährige Trieb ist ja gerade mal einige Wochen alt ;)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wühlmaus am 28. Juni 2018, 22:16:44
Nemesia, hatest du nicht letztes Jahr einen Link zum Spindelschnitt bei Johannisbeeren eingestellt?
Diese Schnittanleitung ist auf jeden Fall Schuld  ( ;)), dass ich seit dem Winter endlich für meine Johannisbeeren ein Holzgerüst zum aufbinden habe :D

Gemerkt habe ich, dass die Sträucher wesentlich stärker ausgeschnitten werden müssen als ich mich getraut hatte. Auch muss ich noch deutlich intensiver die jungen Neutriebe auslichten.

Leider habe ich dieses Thema erst wahrgenommen, nachdem ich vor zwei Tagen die schwarzen JB abgeerntet und verarbeitet hatte :-\ Gerne hätte ich die Früchte gezeigt. Sie waren trotz der extremen Trockenheit richtig groß, leider verrieselten sie zum Ende der vergangenen Hitzetage relativ stark. Aber mit den kühleren Temperaturen stoppte das und sie reiften noch gut aus.

Es ist eine alte und sbsolut gesunde Sorte. Vor gut 25 Jahren hatte ich Stecklinge von einem damals total vergreisten Stock in einem verwilderten Garten genommen. Dieser Stock ist nach einem sehr starken Verbiss durch Schafe reanimiert worden und die Früchte hatten mich begeistert.

Sollte Interesse bestehen, könnte ich Stecklingsmaterial und einen gut bewurzelten Kopfsteckling abgeben.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 28. Juni 2018, 22:23:59
Ja, die Traubenlänge und Größe ändert sich aber nicht die relative Länge der Stiele (Stielinternodien). Eine, mit Beeren, eng  besetzte Traube bleibt eine eng besetzte Traube, nur die relative Größe der Traube ändert sich. So weit wie ich das verstanden habe, geht es darum, oder?
Nicht ganz, bei meiner Uraltsorte sind an den Jungruten immer Trauben, die einen sehr langen Stiel haben und zwar bevor die erste Beere anfängt. Oft hängt die erste Beere erst nach einem 2-3cm langen Stiel. Bei älteren Trieben ist der Stiel einer Traube kurz und die erste Beere hängt am Holz. des Triebes. Leider kann ich es nicht mehr zeigen, ist alles abgeerntet und schon "verwurstet".
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 28. Juni 2018, 22:55:39
Nein :)
Das einjährige Holz entspricht dem letztjährigen Trieb.
Der diesjährige Trieb ist ja gerade mal einige Wochen alt ;)
ok :) dann hatte ich die Begriffe doch richtig verwendet. (allerdings die schwarze und die roten Johannisbeeren verwechselt)


Nemesia, hattest du nicht letztes Jahr einen Link zum Spindelschnitt bei Johannisbeeren eingestellt?
ja hatte ich. Bin aber selber zu dem Thema hier im eigenen Garten noch nix weiter ::)


Zitat
Diese Schnittanleitung ist auf jeden Fall Schuld  ( ;)), dass ich seit dem Winter endlich für meine Johannisbeeren ein Holzgerüst zum aufbinden habe :D
:)


Zitat
Gemerkt habe ich, dass die Sträucher wesentlich stärker ausgeschnitten werden müssen als ich mich getraut hatte. Auch muss ich noch deutlich intensiver die jungen Neutriebe auslichten.
danke, dies ist gut zu wissen!

Sobald hier die Plage mit diesen lästigen Pferdefliegen vorüber ist, werden hier in diesem Jahr definitiv die Gerüste für meine Johannisbeer-Spindelanlage aufgestellt und auch umgehend von mir bepflanzt.
Auch wenn wir in Nachbars Garten seid Jahren viele Kilo Beeren ernten dürfen, so ist es dort zum Pflücken doch recht beschwerlich, weil alles ziemlich "zugewachsen" ist.
Da möchte ich nun endlich die "Wende" in der Johannisbeerversorgung einleiten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tester32 am 29. Juni 2018, 00:11:49
Habe dieses Jahr die Big Ben bei meiner Mutter probiert. Das Pflänzchen ist noch sehr klein, wahrscheinlich die erste Ernte. Schmeckt nach nichts. Die Beeren sind erstaunlich und einheitlich groß. Fazit: weiter beobachten, vielleicht wird es noch mit dem Geschmack.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 29. Juni 2018, 04:17:58
Zitat
ich meine gelesen zu haben, das rote Johannisbeeren am einjährigen und schwarze Johannissbeeren am zweijährigen Holz tragen - ist das falsch?

Ja, ist falsch. Tausche die Namen und die Faustregel stimmt wieder. :)
Also: schwarze Johannissbeeren  tragen am einjährigen und rote Johannisbeeren tragen am zweijährigen Holz.

Sorry, dann habe ich eine Frage dazu (um missverständliche Formulierungen von mir zu vermeiden): Der diesjährige Austrieb ist dann also nicht das einjährige Holz?

Rote Johannisbeeren: Erster Ertrag am zweijährigen Holz. Sinnvoller Ertrag geht bis ins dreijährige Holz. Danach nimmt die Qulaität sehr ab. Es gibt hier aber Feinheiten, die aber hier nicht hingehören.  :)

Schwarze Johannisbeeren: Erster Ertrag am ein-jahrigen Holz. Sinnvoller Ertrag geht bis in das zweijährige Holz. Danach nimmt auch da die Beerenqualität stark ab.

Ja, die Traubenlänge und Größe ändert sich aber nicht die relative Länge der Stiele (Stielinternodien). Eine, mit Beeren, eng  besetzte Traube bleibt eine eng besetzte Traube, nur die relative Größe der Traube ändert sich. So weit wie ich das verstanden habe, geht es darum, oder?
Nicht ganz, bei meiner Uraltsorte sind an den Jungruten immer Trauben, die einen sehr langen Stiel haben und zwar bevor die erste Beere anfängt. Oft hängt die erste Beere erst nach einem 2-3cm langen Stiel. Bei älteren Trieben ist der Stiel einer Traube kurz und die erste Beere hängt am Holz. des Triebes. Leider kann ich es nicht mehr zeigen, ist alles abgeerntet und schon "verwurstet".

Interessant, klingt aber ein wenig ungewöhnlich aber interessant. Will mal gucken ob ich etwas ähnliches bei mir sehe.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 29. Juni 2018, 08:40:50
So wie du das schreibst Rib-Esel ist das schon richtig. Was mich da verwirrt hat ist, dass Chris Bowers schreibt

"You can leave your bushes ‘up’ and they will crop sooner because of it [Blackcurrants only fruit on well ripened 2 year wood] but long term they will suffer from a lack of strong new growth in the early stages."

siehe
https://www.chrisbowers.co.uk/article/the-ultimate-guide-to-growing-blackcurrants/#pruning

Bei meinen anderen Sorten ist es definitiv nicht so, die blühen und tragen an einjährigem Holz.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wühlmaus am 29. Juni 2018, 09:24:05
Aus gegebenem Anlass diese Frage zum Steckholz:
Welches bewurzelt am sichersten? Das einjährige oder zweijährige Holz?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 29. Juni 2018, 13:58:25
So wie du das schreibst Rib-Esel ist das schon richtig. Was mich da verwirrt hat ist, dass Chris Bowers schreibt

"You can leave your bushes ‘up’ and they will crop sooner because of it [Blackcurrants only fruit on well ripened 2 year wood] but long term they will suffer from a lack of strong new growth in the early stages."

siehe
https://www.chrisbowers.co.uk/article/the-ultimate-guide-to-growing-blackcurrants/#pruning

Bei meinen anderen Sorten ist es definitiv nicht so, die blühen und tragen an einjährigem Holz.

Die Aussage von Chris Bowers ist definitiv falsch. Und bei Mailing Jet glaube ich das auch nicht (Es sei denn es handelt sich hier um einen "false friend" ähnlich wie bei Stockwerken von Gebäuten)


 Am einjährigen Holz hat sie heuer aber nicht getragen, bin noch am forschen warum.


Dies hörte für mich so an, als ob sie es doch schon bei dir getan hätte, heuer aber eben nicht.

Im Druckwerk des Bundessortenamts müsste diese Abweichung vermerkt worden sein, was sie aber nicht ist und wenn ich jetzt bei Google Bilder "Mailing jet ribes" eingebe, kommen Bilder von Pflanzen, die am einjährigen Holz tragen (Solang dir richtige Sorte abgebildet wird)


Aus gegebenem Anlass diese Frage zum Steckholz:
Welches bewurzelt am sichersten? Das einjährige oder zweijährige Holz?

Einjährig, hat auch Zellbiologische Vorteile
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wühlmaus am 29. Juni 2018, 14:12:44
Danke!
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 29. Juni 2018, 15:54:32
Dies hörte für mich so an, als ob sie es doch schon bei dir getan hätte, heuer aber eben nicht.

Im Druckwerk des Bundessortenamts müsste diese Abweichung vermerkt worden sein, was sie aber nicht ist und wenn ich jetzt bei Google Bilder "Mailing jet ribes" eingebe, kommen Bilder von Pflanzen, die am einjährigen Holz tragen (Solang dir richtige Sorte abgebildet wird)


Ja letztes Jahr hat sie getragen - heuer gar nicht. Ich habe sie im Winter aber geschnitten - möglicherweise etwas zu stark.

Ich bin ein großer Freund der Spindelerziehung, an 2 Sorten (eventuell Titania und Kristin) habe ich letztes Jahr den Trieb ca. 180 cm hoch gezogen - eine einzige gerade Rute vom Boden weg ohne irgendwelche Verzweigungen. Gefruchtet hat heuer nur die oberste Hälfte, im unteren Bereich gab es nur Triebwachstum. Bei "gut ausgereift" hätte der untere Teil meines Erachtens tragen müssen, hat er aber nicht - bei beiden Sorten.

Ich vermute, dass Lichteinfall bzw. Beschattung auch eine Rolle spielen - die Malling Jet steht hinter einer Rovada-Spindel. Allerdings die "Rosenthals Langtraubige" auch - und die hat heuer gefruchtet und die habe ich auch im Winter geschnitten. Rätsel über Rätsel ...

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: 555Nase am 30. Juni 2018, 02:19:52
Nemesia, hatest du nicht letztes Jahr einen Link zum Spindelschnitt bei Johannisbeeren eingestellt?
Diese Schnittanleitung ist auf jeden Fall Schuld  ( ;)), dass ich seit dem Winter endlich für meine Johannisbeeren ein Holzgerüst zum aufbinden habe :D

Mir ist der Spindelschnitt bei Obstbäumen bekannt >>> https://www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/garten/praxis-ratgeber-pflege-spindelobst102.html
Wie geht das mit einem Johannisbeerbusch ??
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 30. Juni 2018, 21:45:39

Wie geht das mit einem Johannisbeerbusch ??
z.b. so :D





Edit: habe erst am 14. 7.18 gesehen, dass meine Verlinkung nicht funktionierte und habe es dann "repariert". Danke für den Hinweis und die nachfolgene Unterstützung im nächsten Beitrag.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aromasüß am 12. Juli 2018, 06:28:34
So klappt die Verlinkung von Nemesia Elfensp. zur Spindel-Anleitung (1- bis 3-triebig):

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101:1-20081204149
http://d-nb.info/991615557/34
(= Erziehung von Johannis-, Stachel- und Jostabeeren als Spindel und Hecke. - Bayer. Gartenakademie 2008, Merkblatt)

Wobei eine weitere Anleitung auch dem Erziehungssystem der Büsche in Strauchstreifen ihr Gutes abgewinnt (besserer Wuchs der Bodentriebe), neben der Spindel und der Zweiast-Hecke:

https://shop.fibl.org/CHde/mwdownloads/download/link/id/232/?ref=1
(= Biologischer Anbau von Strauchbeeren. - FiBL 2004 Wien, Merkblatt)

Und ähnlich von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz (Schnitt und Erziehung auch der Büsche. Spindel und Mehrtrieber am Drahtrahmen):
https://www.lrp-kleingaertner.de/images/pdf/ausbildungsunterlagen/16.03.2013/angepasster_schnitt_jobe_og.doc

Alle 3 Anleitungen mit Zeichnungen
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aromasüß am 14. Juli 2018, 14:32:54
Sie [die Bona] hat ja auch einige gute Eigenschaften. Aber nicht die, die er sucht, nämlich einen kräftigen, harzigen Johannisbeergeschmack, keine Zuckerbeeren. ... Da muss das Aroma stark sein :-)

Nach dem echten Cassis-Geschmack - wild aromatisch, duftend, vollwürzig mildsäuerlich feinherb und "trocken" nachschmeckend - habe ich Sehnsucht, seitdem ich diese Mundexplosionen der Aromastoffe zu Jugendzeiten im Obstgarten meiner Großeltern jeden Sommer auskosten konnte.

Hier berichte ich, wie ich mir diesen Cassis-Geschmack in dieser Saison im Garten herangezogen habe.

Ich habe nur Sorten genommen, die als robust oder widerstandsfähig (="resistent") gegen Mehltau gelten und in Frankreich verbreitet sind. Bei mir im Garten erwiesen sie sich als völlig gesund von Pilzkrankheiten und fruchteten gleich im ersten Jahr (mit Ausnahme des Noir de Bourgogne, dem bei mir die Läuse sehr zu schaffen machen). Unsere Geschmackserfahrungen (probiert hat auch mein Kind im Grundschulalter) aus der Ernte schreibe ich gleich dazu:


Cassis-Sorte aus FrankreichErfahrung in meinem Garten (1. Jahr)
Andega (bekannteste der neueren Sorten*)Hervorragendes Cassis-Aroma, mild süß-säuerlich; kleinfrüchtig
Ojeblanc (grüne Cassis-Beeren, denen das schwarze Farbpigment fehlt, neuere Sorte*)Edelaromatisch mit Cassis-Hintergrund, süß mit genug Säure; mittel- bis kleinfrüchtig
Royal de Naples (die wahrscheinlich älteste noch breit angebaute Cassis-Sorte, in Frankreich 1970 züchterisch verbessert, im Erwerbsobstbau als Befruchter, anspruchslos)Feinherber Cassisgeschmack, kleine rotschwarze Früchte (hätte vllt. noch etwas reifen können, in diesem Jahr schwer zu sagen)
Noir de Bourgogne (die berühmte klassische Cassis-Sorte, im Erwerbsanbau des Burgund für Spezialitäten, Likör Crème de Cassis und Kir Royal)Feinherber Cassisgeschmack, kleinere schwarze Früchte - leidet bei mir unter Läusen, hat im ersten Jahr nicht gefruchtet; ein dreijähriger Busch (von Deaflora) fruchtete dieses Jahr erstmals nennenswert
Arno (neuere Sorte*)Eher süß, aromatisch mit leichter Cassis-Note; größere Früchte - ähnlich wie Bona, aber mit Cassis-Aroma
Black Down (England, in Frankreich seit 1974 verbreitet für die Küche)Wenig aromatisch, herb (für uns etwas enttäuschend, vllt. haben wir diese Sorte zu früh geerntet?)

(Hier nicht dabei:


Die Sorten mit (*) sind von der Beerenbaumschule Ribanjou oder von INRA (Nationales Institut für Agrarforschung) ausgelesen ("gezüchtet") und in Frankreich verbreitet.
Die "Baumschule für kleine Früchte" Ribanjou wurde 1980 gegründet von dem Botaniker Bernard Lantin, dem führenden Obstbauforscher für Beerenfrüchte Frankreichs (zunächst an der INRA). Den ersten Ruhm erwarb sich Lantin, als er der vom Mehltau bedrohten klassischen Sorte "Noir de Bourgogne" durch Erhaltungsselektion ihre Bedeutung im Erwerbsobstbau sicherte. In der großen Beerenkrise, die durch immer neue Wellen globalisierter Pilzstämme erzeugt war und im Grunde bis heute andauert, setzte sich Bernard Lantin dafür ein, robuste und widerständige ("resistente"), geschmacklich und ökologisch hochwertige Sorten zu vermehren. Um dem Karussell der Giftskandale im Beerenobst zu entkommen und die Biodiversität des Gartens mit seinem Obst zu fördern, stellte Ribanjou auf Bio um (wobei Netzschwefel auch im Bioanbau Frankreichs erlaubt ist). Die Hauptkunden der "Baumschule für kleine Früchte", inzwischen in 2. Generation, sind die Hausgärtner Frankreichs, die hier ein riesiges Sortiment finden.


Von der Bestellung in Frankreich bis zur Ernte in meinem Garten:

Bei Ribanjou habe ich die obigen Sorten per E-Mail bestellt, per Vorkasse bezahlt (rd. 7€ je Pflanze, 19€ Auslandsversand) und erhielt sie Anfang November als Päckchen.

In Frankreich werden Beerensträucher wurzelnackt (en racines nues) versandt. (Vorteile: a) geringe Versandkosten, b) nur richtig gut entwickelte Jungsträucher kommen zum Versand, denn der Kunde sieht in der durchsichtigen Plastiktüte alles.) Daher sind sie nur während der Saison bestellbar und werden nur während der Winterruhe der Pflanzen ab Anfang November bis Februar versandt.

Nach sofortigem Auspacken sollen die Nackten über Nacht in einen Eimer voll Lehm-/Erdbrühe gestellt und dann bald eingepflanzt werden.

Ab dem Austrieb und während des Fruchtens wirken manche der wohlriechenden Sorten sehr anziehend auf Läuse (insb. Noir de Bourgogne, auch Royal de Naples): Nach meiner Erfahrung reicht hier ein Ausräumen der Blattnester und intensives Spritzen mit Wasser. Alte Hausmittel wie das tropfnasse Einsprühen/Abreiben/Abwaschen der Sträucher mit Marseiller Seife empfehlen aktuelle französische Anleitungen bereits vor dem Blattaustrieb anzuwenden, um überwinternden Läusen (diverse Arten) entgegenzutreten. (Ähnlich wirkt mit Kaliseife die Fertigsprühflasche Neudosan Blattlausfrei.) Ich habe Brennnesseljauchen und Niemprodukte verwendet. Wie ich feststellen musste, sollten sie vor allem rechtzeitig eingesetzt werden, umgehend nach Blattaustrieb und dann bald wieder, sobald Bedarf besteht (dann hält sich auch der Arbeitsaufwand in engen Grenzen).

Mein Erntevolumen in diesem trockenen und frühreifen ersten Jahr, 8 Monate nach der Anpflanzung: ca. 2 Handvoll Beeren je Busch. Zum Ergebnis der Geschmacksproben siehe oben. Im nächsten Jahr wird es bestimmt mehr. Wer mehr Aroma-Ernte will, pflanzt mehr Büsche. Im nächsten Frühjahr werde ich meine Lieblingssorten per Absenker vermehren.


Französische Anleitungen empfehlen:


Resümee:

Der heute in Deutschland herrschenden Schwemme an Johannisbeersorten fehlt entweder Aroma, sie sind einfach nur groß ("Titania"). Oder sie stellen nach meiner Ansicht nur Farbvarianten des überall üblichen Süßstoffes dar, der mit Cassis nichts zu tun hat. Es ist dann ziemlich egal, welche Farbe die Beere hat.

Unsere Großeltern kannten den Cassis-Geschmack von Sorten wie Goliath, der direkt aus der Wildform ausgelesen war, oder Schwarzer Langtraubiger. Sie nutzten ihn für hocharomatische Mundexplosionen, Verfeinerungen von Zubereitungen in der Küche und für exzellenten Saft, gern auch gemischt mit anderen Beeren. Wer diesen Geschmack wieder entdecken will, greife zu den aktuellen Sorten aus Frankreich!


Internet-Adressen:

Cassis-Pflanzen online bestellen (per E-Mail völlig reibungslose Auslandsbestellung):
https://www.ribanjou.com/76-Cassissier

Empfohlene Beerensträucher, die schmackhaftesten Beeren:
https://www.ribanjou.com/meilleures-ventes
https://www.ribanjou.com/62-Les-plus-gouteuses

Angebote der Konkurrenz zu suchen unter 'pepiniere cassissier' (zum Vergleich, nur wenige Baumschulen versenden ins Ausland)

Fundierte Kulturanleitung des Cassis auf französisch (Fiches Techniques: "Le Cassissier"):
https://www.ribanjou.com/medias/cassis.pdf

Sortenliste kommentiert (inkl. Mehltauanfälligkeit, Links zu Bezugsadressen):
http://www.pommiers.com/cassis/cassissier.htm

Biologischer Anbau von Strauchbeeren, Merkblatt. FiBL 2004 Wien:
https://shop.fibl.org/CHde/mwdownloads/download/link/id/232/?ref=1

Führung durch die Beerensammlung von "Arche Noah":
https://www.arche-noah.at/files/fuehrung_beerensammlung.pdf
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 15. Juli 2018, 11:55:27
Wenn man sich die Anleitungen zur Spindelerziehung anguckt, dann sieht man, dass sie nie direckt auf r. nigrum eingehen, bzw sich eher auf die anderen Ribes konzentrieren. Wer die Eigenheiten von r nigrum kennt, weiss, dass das ganze eher unpraktikabel ist. Ein Trieb kann dann sowieso max 3 Jahre gehalten werden, bis er erstzt werden muss, vorausgesetzt, dass die Pflanze auch die nötige Wuchsleistung erbigt. Dann sind auch die Trauben, vor allem bei den alten Sorten, bei weitem kürzer. Man erziehlt also bei der Spindelerziehung, drei Triebe mit je einem zweischneidigem Ertrag.

Daher sollte man den Sinn einer Spindel, vor allem bei Ribes, nicht vergessen. Der Platzbedarf ist eher sekundär zu sehen. Es geht eher um die optimale ausreife von Trauben für den >>Frischverzehr<<. Verarbtungssfrüchte werden nie bis selten so erzogen. Dafür ist die Buscherziehung, im Zusammenhang mit der maschinellen Ernte, weit sinnvoller.

Sinnvoll​ ist es daher, Cassis durch Spindelerziehung zu kultivieren, wenn man im Garten den Frischverzehr in Betracht zieht (Solange der Platz eine geringere Problematik ist). Da kann ich all jene verstehen, die auch mehr Milde und Süße haben wollen. Es bringt nichts, eine, in der Verarbeitung vorzüglich schmeckende Sorte, aufwenig zu kultivieren, wenn man nur einen kleinen Ertrag kommt und beim Frischgenuss das Würgen bekommt.

Cassis ist eben vorrangig, und vorallem im gewerblichen Anbau, eben eine, zur Verarbeitung gedachte Frucht. Daher tue ich mir sehr schwer zu glauben, dass in Frankreich, Cassis durch Spindelerziehung kultiviert werden soll.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 15. Juli 2018, 12:37:32
aktuelles Bild der Ojeblanc. Sie färbte sich -bräunlich- ein. Geschmack ist säuerlich, herb
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 15. Juli 2018, 12:40:04
.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 15. Juli 2018, 13:48:54
In der kommerziellen Plantage einen Ort weiter werden sie als Büsche geführt, lange Reihen, relativ geringe Abstände. Aus der Entfernung siehts nach einem geschlossenen Feld aus. Die Kultur geht noch an den flachgründigen Südneigungslagen, wo andere Sachen schon nicht mehr gehen. Sie wachsen sehr dichttriebig, dem und der Rutenhöhe nach es sieht es so aus als würde alle paar Jahre einfach abgemäht werden. Kein Bioanbau, ausser er hat mittlerweile umgestellt. Maschinelle Ernte. Es geht um Kosteneffizienz und Ertragskraft. Problem für die Qualität sind nicht aromaarme Sorten, sondern folgernde Abreife. Bezahlt wird nach Inhaltsstoffgehalt, weniger Vitamin und Zucker - billiger. Die Hauptkonkurrenz sitzt in Polen.

Die anderen Systeme sind was für den Privatgarten, wo Gärnter mit kostenloser Zeit, wenig Platz werkeln und einen guten Anteil schöner Beeren für den Direktverzehr wollen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 15. Juli 2018, 15:12:40
Die anderen Systeme sind was für den Privatgarten, wo Gärnter mit kostenloser Zeit, wenig Platz werkeln und einen guten Anteil schöner Beeren für den Direktverzehr wollen.

meine Rede :)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 15. Juli 2018, 16:52:20
Das geht schon mit den Spindeln, man muss im Winter halt genauer auf die Basistriebe schauen. Auch in der Umgebung gibt es in kommerziellen Plantagen Spindeln, meistens 3triebig.

Ich verwende die schwarzen auch nur zur Verarbeitung. Noir de Bourgogne habe ich auch, aber auch die Titania finde ich nicht so schlecht.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: cydorian am 15. Juli 2018, 17:36:05
Titania hat er auch. Wegen der guten Erträge. Titania kommt auch bei mir im Garten hinreichend gut. Könnte aber durchaus eine etwas wuchsstärkere Sorte sein, für Spindeln hätte ich gerne höhere Triebe.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 15. Juli 2018, 23:49:50
Ja, Titania würde gehen, die ist wirklich wüchsig und die Beerengröße ist auch ok, Mit so einer Sorte kann man gut eine Spindel versuchen.
Ansonsten würde ich noch einmal auf die kleine Tabelle verweisen, die ich hier vor kurzem postete, von Sorten, die eine längere Traube haben. Die Infos kommen da vom Bundessortenamt und es könnte die ein o. andere Sorte fehlen, da ich vor allem auf die Stiellänge schaute, falls Interesses besteht, kann ich noch einmal das Werk durch gucken.

Das geht schon mit den Spindeln, man muss im Winter halt genauer auf die Basistriebe schauen. Auch in der Umgebung gibt es in kommerziellen Plantagen Spindeln, meistens 3triebig.
 

Sind es wirklich schwarze?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aromasüß am 16. Juli 2018, 07:41:34
Als Rib-Huftier kennst Du bestimmt die Geschichte von den Ribiseln, die über ganz lange Zeit als stinkend und wuchernd verschrieen waren, bis sie es vor ungefähr 100 Jahren auch in Österreich schafften, allmählich wegen ihres guten Geschmacks anerkannt zu werden. (Nachzulesen in "Führung durch die Beerensammlung von 'Arche Noah'".) Heute besteht der Trugschluß darin zu sagen, dass Cassis nur für die Verarbeitung tauge (ähnlich wie ein Wirtschaftsapfel), aber die farbigen Johannisbeeren zum Frischessen:

Die Würze mag Geschmackssache sein, aber es ist unbestritten, dass rote Johannisbeeren ungleich säuerlicher sind als schwarze (bei mir reifte der rote Jonkheer gleichzeitig, da wird der Kontrast zum Cassis sehr deutlich). Bei den Äpfeln bin ich Fan des Cox, aber weiß auch die Würze des Berlepsch sehr zu schätzen!

Also, den Ojeblanc, der von Ribanjou speziell für die Gartenkultur ausgelesen ist, habe ich vor 10 Tagen geerntet (dieses Jahr ist alles Obst früher reif): Seine Beeren schmecken hervorragend nach Cassis, sie zergehen geradezu im Mund und sind mild-würzig.


Um Deine interessante Frage nach Cassis am Beerenspalier (wie es in Deutschland genannt wird) zu beantworten, habe ich einige Abschnitte aus der oben genannten Kulturanteilung des Beeren- und Cassis-Spezialisten Ribanjou - vor allem für die Hausgärtner Frankreichs geschrieben -, übertragen:

Unterschieden wird darin die die tradionelle Kultur als Busch von der Erziehung am Stab.

Das "Stäben" der schwarzen Johannisbeeren (an einem "Gestänge" oder Stangenzaun = Palissage im Sinne eines Beerenspaliers) wird darin

"nachdrücklich empfohlen im Fall der Buscherziehung für Sorten von hoher Ertragsstärke. Es besteht aus einer einfachen externen Unterstützung des Triebs, um das Reifen und Ernten zu erleichtern."

Pflanzabstände:
"Traditionelle Kultur":3,50-4,00 m zwischen den Reihen | 0,60-1,00 m in der Reihe
"Kultur an Stäben":2,50-3,00 m zwischen den Reihen | 0,50-0,60 m in der Reihe

Bei der Buscherziehung solle durch jährlichen Schnitt eine offene, halb-aufrechte Gobelet-Form erreicht werden
(siehe zu Gobelet: https://de.wikipedia.org/wiki/Reberziehung#Buscherziehung ; die Cassis-Kultur ist, ähnlich wie auch manches Obstanbaugebiet in Deutschland und Frankreich, aus der Rebstockkultur hervorgegangen).
Vor allem die inneren Triebe seien knapp am Boden abzuschneiden. Die äußeren sollen auf 2-3 Augen über dem Boden eingekürzt werden.
(Was ich oben zur 4-triebigen Rotation geschrieben habe, stammt aus einer anderen Anleitung, folgt aber ähnlichen Grundsätzen.)

Ich weiß nicht, ob der Gobelet mit einer Spindel vergleichbar ist?

Und weiter schreibt die Ribanjou-Kulturanleitung:
Bei der Erziehung am Stab altere das Holz langsamer und müsse nur alle paar Jahre geschnitten werden. Der Schnitt beschränke sich auf eine seitliche Astung im Winkel von 45° (vom Stamm aus) und sei mit verschiedenen Heckenscheren komplett mechanisierbar.

Was immer das genau bedeuten mag?


An Schluß stelle ich das Foto eines Obsthofs im Burgund mit 6 Hektar Cassisanbau. An den Stangen stehen dort nicht der Cassis, sondern die roten Johannisbeeren (Groseilles): https://www.fruirouge.fr/cassis_de_bourgogne_057.htm
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 16. Juli 2018, 20:56:11
Zitat
Also, den Ojeblanc, der von Ribanjou speziell für die Gartenkultur ausgelesen ist, habe ich vor 10 Tagen geerntet (dieses Jahr ist alles Obst früher reif): Seine Beeren schmecken hervorragend nach Cassis, sie zergehen geradezu im Mund und sind mild-würzig.

Die Beschreibung, dieser Sorte, die du weiter oben angegeben hast, klang mir eher nach Vertti, als nach Ojeblac. Ojeblac ist eine hell braune Sorte und keine grüne. Vom Geschmack kommt sie mir auch nicht süß vor, wie dagegen die Vertti.

Zitat
Heute besteht der Trugschluß darin zu sagen, dass Cassis nur für die Verarbeitung tauge (ähnlich wie ein Wirtschaftsapfel), aber die farbigen Johannisbeeren zum Frischessen:

Richtig, und das im Bezug auf den Hausgarten, unter der Berücksichtigung des allgemeinen Geschmacks, der immer mehr ins milde und süße geht. Daher sind die neueren, milden Sorten für den Hausgarten gedacht. Aber dennoch stellst sich kaum einer eine Schale Cassis auf den Obsttisch. Auch im Hausgarten bleibt die Verarbeitung der Cassis ein Schwerpunkt der Nutzung dieser Kultur.

Ich habe nicht gemeint, dass die rote Johannisbeere vorrangig zum Fischgenuss eignet oder Verwendung findet, nein, aber im Bezug auf die Spindelkultur, findet man diese Kulturform bei der roten Johannisbeere (rJb) relativ bis überhaupt, mehr Verwendung (vom landwirtschaftlichen Gesichtspunkt her gesehen, für die Frisch-obst-produktion).

Denn diese Kulturform eignet sich hervorragend für eine gute Entwicklung der Traube und erleichtert die Handernte. Sobald der Landwirt eine rJb-Kultur aufbaut, dessen Ernte für die Verarbeitung bestimmt sein soll, setzt er auf Buschkultur mit maschineller Ernte. Bei der rJb, findet die meiste Erntemenge in der verarbeitenden Industrie ihre Abnehmer. Es wollen eben nicht so viele Leute 6,50€ für 200g rJb ausgeben.

https://www.statistik-bw.de/Service/Veroeff/Monatshefte/PDF/Beitrag13_06_05.pdf (Seite 3)

Daneben ist die Busch-Kulturarbeit selber, der Spindel, bei weitem überlegen, und so kann ich nur jedem die Buschkultur ans Herz legen (Wenn eben keine guten Gründe dagegen sprechen). Schneidet man falsch oder man hat die falsche Sorte angepflanzt, dann wird die Spindel nur noch zur Qual. Man muss wirklich wissen was man macht, es ist also nichts für Anfänger. Und ob das mit der Jungholzproduktion wirklich so klappt, wage ich bei der Spindel stark zu bezweifeln. Wie gesagt, bei Cassis ist das neue Holz wichtig. Überaltert es, wird die Traube schnell sehr klein. Daher muss die Sorte starkwüchsig sein und möglichst große Trauben ausbilden können. Hier werden so manche Sorten aufgelistet, die dies bringen können:

https://stadtverband-chemnitz.de/th_images/fachberatung/obst_und_gemuesegarten/beerenobstanbau.pdf

Bei den anderen Sorten ist die Buschkultur vorteilig, da der Busch viel leichter vital gehalten werden kann, was mit einer guten Erntemenge, Frucht- und Traubenqualität mit einher geht. Wer aber nur zwei Pflanzen hat, der kann ja die kleinen Beeren, an den kleinen Trauben von der Spindel abfriemeln.

Zitat
Bei der Buscherziehung solle durch jährlichen Schnitt eine offene, halb-aufrechte Gobelet-Form erreicht werden
Jaein, jährlicher ist wichtig, um Altholz mit schlechter Fruchtqualität zu entfernen und gleichzeitig die Pflanze hormonell zum Wachstum (Zukünftiges Fruchtholz) anzuregen. Die Gobelet-form spielt beim Großanbau eine wichtigere Rolle (Achtung, mit Vorsicht zu genießen).

Landwirtschaft

http://www.lvwo-bw.de/pb/site/pbs-bw-new/get/documents/MLR.LEL/PB5Documents/lvwo/pdf/m/Mechanischer_Schnitt_Schwarze_Johannisbeeren.pdf?attachment=true

Hausgarten

https://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/infoschriften/095849/index.php


Wobei Gobelet dennoch falsch wäre, denn bei dieser wird hauptsächlich der Busch mit einem Stamm erzogen, was bei Cassis nicht der Fall ist. Dort wird immer mehrtriebig gearbeitet, wobei jeder Trieb, der Älter als 5 Jahre ist, entfernt wird. Daher ist Gobelet hier vollkommen fehl am Platz. :)  ;D

Zitat
die Cassis-Kultur ist, ähnlich wie auch manches Obstanbaugebiet in Deutschland und Frankreich, aus der Rebstockkultur hervorgegangen
Nein, Die Pflanzen zeigen zu starke Unterschiede im Verhalten, um das real zu betrachten. Die erwähnte Gobelet-kultur käme da manch einer Johannisbeer-Kultur im Garten nahe (Siehe die vielen vernachlässigten, verkreisten Sträucher in den Bauerngärten), diese wird aber von keiner Gartenakademie, als Buschkultur, empfohlen.

Zitat
Vor allem die inneren Triebe seien knapp am Boden abzuschneiden. Die äußeren sollen auf 2-3 Augen über dem Boden eingekürzt werden.

Das entfernen der Triebe sollte lieber nach ihrer Vitalität bzw. nach ihrem Alter entschieden werden, als von ihrem Standort.

Zitat
Vor allem die inneren Triebe seien knapp am Boden abzuschneiden. Die äußeren sollen auf 2-3 Augen über dem Boden eingekürzt werden.

Das halte ich für Ribes allgemein und für Cassis insbesondere, bei einer Buschkultur, für falsch , da man hier absichtlich zukünftiges Fruchtholz entfernt.


Zitat
Was ich oben zur 4-triebigen Rotation geschrieben habe, stammt aus einer anderen Anleitung, folgt aber ähnlichen Grundsätzen.

Hört sich nach meiner  Meinung weit besser an :)

Zitat
Ich weiß nicht, ob der Gobelet mit einer Spindel vergleichbar ist?
Nein, es ist eine Buschform bei die Rebenerziehung und da sollte es, nach meiner Meinung, auch bleiben :)

Zitat
Und weiter schreibt die Ribanjou-Kulturanleitung:
Bei der Erziehung am Stab altere das Holz langsamer und müsse nur alle paar Jahre geschnitten werden. Der Schnitt beschränke sich auf eine seitliche Astung im Winkel von 45° (vom Stamm aus) und sei mit verschiedenen Heckenscheren komplett mechanisierbar.

Nein, im Gegenteil

Zitat
Und weiter schreibt die Ribanjou-Kulturanleitung:
Bei der Erziehung am Stab altere das Holz langsamer und müsse nur alle paar Jahre geschnitten werden. Der Schnitt beschränke sich auf eine seitliche Astung im Winkel von 45° (vom Stamm aus) und sei mit verschiedenen Heckenscheren komplett mechanisierbar.

Quatsch, im Gegenteil. Ansonsten verkreist die Pflanze total schnell.

Zitat
Und weiter schreibt die Ribanjou-Kulturanleitung:
Bei der Erziehung am Stab altere das Holz langsamer und müsse nur alle paar Jahre geschnitten werden. Der Schnitt beschränke sich auf eine seitliche Astung im Winkel von 45° (vom Stamm aus) und sei mit verschiedenen Heckenscheren komplett mechanisierbar.

Und das wage ich auch stark zu bezweifeln. Siehe hier, was man alles beim Schnitt einer Spindel machen muss, und dies bei rJb. Das geht nicht so einfach mit ausschließlich mechanischen Mitteln:

http://www.provincia.bz.it/land-hauswbildung/download/Johannisbeeren.pdf
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 16. Juli 2018, 21:27:12
Ich finde man muss nicht alles auf "Frischegenuss" züchten, man braucht eben auch Verarbeitungsfrüchte. Für einen passenden Tip für einen Verarbeitungspfirsich wäre ich noch dankbar.

Ich bin als Kind oft in dem Beerengarten daheim gestanden, da gabs nur schwarze Johannisbeeren. Es brauchte seine Zeit bis man heraußgefunden hatte, welche Farbe und welche Konsistenz zu einer "leicht" überreifen Frucht gehörten. Aber anders waren sie ungenießbar - so mit leichter Überreife konnte man sie auch frisch essen. Sobald anderes Obst verfügbar war, waren sie uninteressant.

Mit den Spindeln habe ich keine so negativen Erfahrungen gemacht wie Rib-Esel schreibt. Da gibt es richtig schöne große Beeren, man muss eben im Winter viel schneiden und im Sommer muss es gut wachsen. Ist bei meinem eher nassen Klima ist das auch kein Problem. Im ersten Jahr wachsen die Stöcke so 1.5 - 1.8 m, im 2ten Jahr dann über 2 m. Ist ähnlich wie bei den PawPaw, leicht feuchter Boden hilft. Schon wegen der leichteren Ernte lohnt sich meines Erachtens eine Spindel.

Mit den ganzen Läusen und der Trockenheit ist heuer alles anders.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 16. Juli 2018, 23:03:38
Schon wegen der leichteren Ernte lohnt sich meines Erachtens eine Spindel.
Die leichtere Beerntbarkeit ist doch ein wichtiger Aspekt.
Denn:
Nicht alle, die bei Johannisbeeren Spindelerziehung favorisieren, haben einen kleinen Garten oder sind auf "Frischverzehr only" aus.
Es gibt auch noch einen weiteren Grund für die Spindelerziehung:
So manch Gärtner/in hat gesundheitliche Einschränkungen, oder schlicht ein gewisses Alter und genau dann ist die leichtere Beerntbarkeit der Spindeln und die bessere Begehbarkeit der Erntewege ein unschlagbarer Vorteil.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 17. Juli 2018, 00:21:50

Mit den Spindeln habe ich keine so negativen Erfahrungen gemacht wie Rib-Esel schreibt. Da gibt es richtig schöne große Beeren, man muss eben im Winter viel schneiden und im Sommer muss es gut wachsen. Ist bei meinem eher nassen Klima ist das auch kein Problem. Im ersten Jahr wachsen die Stöcke so 1.5 - 1.8 m, im 2ten Jahr dann über 2 m. Ist ähnlich wie bei den PawPaw, leicht feuchter Boden hilft. Schon wegen der leichteren Ernte lohnt sich meines Erachtens eine Spindel.

Ja genau, sie müssen gut wachsen können, und was ist, wenn die Pflanze es nicht macht? So wie ich die Vertti kenne, wäre sie zB ganz und gar ungeeignet. So man hat nun eine Pflanze mit schlechten wuchs und dann soll man von ihr viel weg schneiden, um das Wachstum anzuregen?

Das kann natürlich 2,3 Jahre gut gehen aber mit dem erreichen der Maximalhöhe der Pflanze, geht auch auch das Seitentriebwachstum zu neige. Also schneidet man bei einem Zweitriebsspalier einen Leitast im Frühjahr weg, mit der Hoffnung, dass ein neuer kräftiger Ast nach kommt, falls man sich nicht davor darum gekümmert hat oder die Pflanze es zugelassen hat. Das heißt dann unterm Strich, zwei Jahre maximal nur die Hälfte an Ernte. Man muss zwangsläufig viel schneidem, was  beim Spalier zu hohen Ertragseinbusen führt. Mehr als vier oder fünf Jahre kann ein Haupttrieb so nicht gehalten werden, dann muss ein neuer her.

Ich will hier wirklich diese Kulturform nicht verteufeln, versteht mich da nicht falsch, aber mir scheint, dass gewisse "Trends" nicht immer die beste Wahl sind. Bei rJb passt diese Kulturform eben etwas besser, weil man hier mit älteren Holz arbeiten kann und dadurch noch schöne Trauben bekommen kann.

Also, man kann es gut und gerne machen, man darf aber nicht hoffen, dass so eine Kultur leicht und  ein Heilsbringer für viele Probleme ist.

Ich selber experimentiere auch damit herum. Leider wuchsen die pflanzen, durch die Trockenheit nur 20-30 cm auf 50 cm. Da kann ich jetzt schon die Probleme sehen. Was will man an so einem Minispalier noch schneiden? ab dem 4 Jahr kommen an diesen 50cm nichts brauchbares mehr heraus, wenn er nicht für genügend Seitentriebe gesorgt hat. Ständiges pinzieren könnte da abhilfe schaffen aber dafür muss so manche Pflanze auch wachsen wollen und bei dem Wetter sehe ich da lau.

Schon wegen der leichteren Ernte lohnt sich meines Erachtens eine Spindel.
Die leichtere Beerntbarkeit ist doch ein wichtiger Aspekt.

Ein Hocker vor dem Busch tuts doch auch ;D ;)

Ja, da hast du schon Recht. der gesundheitlichen Aspekt spricht dafür.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 17. Juli 2018, 01:25:56

Schon wegen der leichteren Ernte lohnt sich meines Erachtens eine Spindel.
Die leichtere Beerntbarkeit ist doch ein wichtiger Aspekt.

Ein Hocker vor dem Busch tuts doch auch ;D ;)

genau :D ohne Hocker gehen wir (Schwiegermutter und ich) nie in die Beeren :) . Und dann ergänzen wir uns auch noch durch eine Kopfhöhe Grössenunterschied. So passt es recht günstig und können die unterschiedlichen Ebenen der Sträucher gut abernten.
Aber so schön die vorhandenen Erntemöglichkeit auch ist, so sind die Joha.büsche doch recht breit, weil ungepflegt und wir müssen uns manchmal ziemlich "ausangeln".
Wir haben schon den einen und den anderen Uraltast ganz unten herausgenommen, aber alles ist über die Jahre zu einem ziemlichen Dickicht geworden, weil natürlich die aufliegenden Äste im äusseren Bereich zum Teil schon wieder bewurzelt sind und ihrerseits neue Sträucher gebildet haben. ...................quasi das genaue Gegenstück zur Spindel ;D aber eigentlich ist dieser verwilderte Garten etwas ganz tolles. Wenn wir dort pflücken, kommen wir uns immer ein bisschen wie im Schlaraffenland vor, weil solch ein Überfluss herrscht.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 23. Juli 2018, 10:10:22
Endfärbung der Ojeblanc. Bild v. gestern. Geschmack ist herb säuerlich.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aromasüß am 12. August 2018, 09:14:39
NACHTRAG - 'Black Down' hatte ich in diesem heißen Jahr zu früh gepflückt:
Seit Ende Juli schmecken mir die Beeren des 'Black Down' ausgesprochen gut beim Frisch-Essen, aromatisch vorwiegend süß mit Säure, und sind großfrüchtig.

Übrigens sorgt die Sorte 'Black Down' für 7.500-8.000 Tonnen der Jahresproduktion schwarzer Johannisbeeren im Erwerbsanbau Frankreichs (=75% der angebauten Cassis-Sorten, hat die traditionelle Sorte Noir de Bourgogne auf 25% verdrängt) / https://fr.wikipedia.org/wiki/Cassis_(fruit)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 12. August 2018, 14:27:46
Der Link ist tot.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 12. August 2018, 14:35:15
Übrigens sorgt die Sorte 'Black Down' für 7.500-8.000 Tonnen der Jahresproduktion schwarzer Johannisbeeren im Erwerbsanbau Frankreichs (=75% der angebauten Cassis-Sorten, hat die traditionelle Sorte Noir de Bourgogne auf 25% verdrängt) / https://fr.wikipedia.org/wiki/Cassis_(fruit)
Der Link ist tot.
nimm den hier
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aromasüß am 14. August 2018, 08:06:51
Hallo Rib-Huftier, falls Dich das tröstet:
Die französischen Sorten kennt auch der Schwarzjohannisbeeren-Anbauer-Weltverband (International Blackcurrant Association) nicht, obwohl es sich um bewährte Sorten der hochwertigen Cassis-Produktion handelt.

Wie der Ingenieur sagt: Was lange hält, bringt kein Geld.

Dieser Weltverband kennt die Sorten von 2 Züchtungsstationen:
- Ben-Sorten -> SCRI in Dundee/Schottland
- Sog. polnische Sorten -> VNIISPK in Oryol/Russland
Auch weitere Sorten des Erwerbsanbaus erwähnt der Weltverband, aber listet sie nicht (z. B. Narve Viking aus Norwegen oder die in Teutonien leider unvermeidliche Titania).
Seine Sortenbeschreibungen lässt er sich vom BAYER-Konzern sponsern. BAYER hat anscheinend noch nicht entschieden, ob es die Beschreibung der französischen Sorten finanzieren will, obwohl die jüngste Tagung des Weltverbands in Angers (Frankreich) stattfand. Eine Agronomy & Plant Breeding Sector Group dieses Weltverbands ist ebenfalls von BAYER finanziert, aber die weiteren Informationen einschl. der Sortenbeschreibungen sind der Öffentlichkeit verborgen. Das ist der unten genannten Website zu entnehmen.

Wenn Hobbygärtner bei ihrer Sortenwahl solche Kartellbildung kennen, schadet ihnen das nicht. Aber sollten sie sich davon stärker abhängig machen als unbedingt nötig?

International Blackcurrant Association (very british)https://www.blackcurrant-iba.com
Seine Sortenliste:https://www.blackcurrant-iba.com/agronomy/blackcurrant-cultivars
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 14. August 2018, 14:08:17
Danke für die Info aber da komm ich nicht ganz mit. Was sollte mich, weshalb trösten? Wo war ich jetzt enttäuscht oder traurig? Die Liste der IBA scheint sehr erlesen zu sein, daher verwundert mich es gar nicht, dass sie die Französischen Sorten nicht kennen (Kennen werden sie sie schon da sie Züchtungsarbeit leisten) bzw keine Interesse an der Auflistung von alten  und konzernfremden Sorten haben.

Bayer, als Chemie-Agrar-Konzern wird hier und da schon gewisse Interessen haben und Einfluss ausüben. Daher wird entsprechend die Sortenliste angepasst sein. Der Name scheint daher mehr wie ein trojanisches Pferd zu sein. Auf dem ersten Blick scheint es eine unabhängige Organisation zu sein, welche sich nur mit R. nigrum beschäftigt aber was so nicht stimmt.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: 555Nase am 25. August 2018, 05:00:20
Hab lange nach einem "Big Ben Stämmchen" gesucht und gestern nur einen Strauch erhalten. Wann wäre die beste Zeit, diese Sorte auf einen bestehenden Stamm einer anderen Sorte zu veredeln ? Reißer oder Okulation ?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 25. August 2018, 11:00:21
Man geht dabei so vor, wie bei einer normalen Obstbaumveredelung.  Reiser im Winter schneiden und lagern. Im Frühjahr durch Kopulation (u. o. Geispfropfen) veredeln.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: 555Nase am 26. August 2018, 02:08:18
Danke deiner Antwort, Rib.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 28. August 2018, 01:55:36

Ich habe beschlossen: Es müssen schwarze Johannisbeersorten mit langen Stielen - richtig gut pflückbar! - in meinen Garten :D

Ist denn darauf noch nicht gezüchtet worden?


Ich habe glaube ich um die 3 oder 4 ungarischen Sorten.
Dieses Jahr habe ich schon einige Beeren ernten können.
Wie ich die Ernte noch in Erinnerung habe, war sie leicht zu bewältigen, wegen der relativ langstieligen Trauben.
Ich müsste aber meine Aufzeichnungen finden um da genaue Sortenangaben zu machen.
Dyana, Fertödi I, dann noch eine Dorottya glaube ich... und vielleicht noch eine, Aranka o.ä.
Wg. Geschmack: ich habe die Beeren nicht gekostet, nur direkt alles in einen Topf geschmissen und dann eingefroren.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 28. August 2018, 02:05:52

Ich habe beschlossen: Es müssen schwarze Johannisbeersorten mit langen Stielen - richtig gut pflückbar! - in meinen Garten :D

Ist denn darauf noch nicht gezüchtet worden?


Ich habe glaube ich um die 3 oder 4 ungarischen Sorten.
Dieses Jahr habe ich schon einige Beeren ernten können.
Wie ich die Ernte noch in Erinnerung habe, war sie leicht zu bewältigen, wegen der relativ langstieligen Trauben.
Ich müsste aber meine Aufzeichnungen finden um da genaue Sortenangaben zu machen.
Dyana, Fertödi I, dann noch eine Dorottya glaube ich... und vielleicht noch eine, Aranka o.ä.
Wg. Geschmack: ich habe die Beeren nicht gekostet, nur direkt alles in einen Topf geschmissen und dann eingefroren.
Moin Tünde,
ich bin entzückt, Deine Zeilen zu lesen! So so, ungarische Sorten - wie bist Du denn an die gekommen ::) sehr spannend!
(Es soll sogar Züchtungen geben, die keine obere Beere haben und so besonders komfortabel zu pflücken sein sollen.)
Ich bin gespannt, was Deine Aufzeichnungen dann sagen :)

LG
Nemi
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 28. August 2018, 10:17:01
Ich habe die Pflanzen in Ungarn gekauft als ich da war.
Kann Dir gerne Steckhölzer schneiden im Herbst wenn Du möchtest.
Bzw. ich habe den einen oder anderen bewurzelten Steckling noch vom letzten Winter.
Als ich die Stäucher gepflanzt habe, da habe ich sie teilweise kräftig zurückgeschnitten und konnte mich nicht dazu bringen, die schönen Zweige einfach auf den Komposthaufen zu befördern...

Wenn ich meine Aufzeichnungen finde, dann werde ich sie hier veröffentlichen.
Ich hoffe die sind nicht irgendwo untergetaucht an der Baustelle.
Wir wohnen noch nicht dort, deswegen kann es einige Tage dauern bis ich da hinfahre und den Kram durchwühle.

Ich habe recht viele Sorten von schwarzen Johannisbeeren und bin immer offen für Neues.
Möchte auch selber Sämlinge ziehen, vielleicht kommt da eine tolle neue Sorte zum Vorschein.
Bloß dieses Jahr habe ich noch keine Zeit.

LG
Tünde
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 07. September 2018, 00:39:03
Meine Erfahrung mit der Ernte dieses Jahr:

HEDDA - schöne Beeren aber nicht leicht zu pflücken, da die Trauben kurz sind
DYANA (ungarische Sorte) - schöne Trauben, hat recht viel getragen. Werde diese Sorte auf jeden Fall behalten wenn sie so weitermacht und evtl. als Muttersorte für Kreuzungen verwenden, da ich mit ihr wirklich sehr zufrieden bin
NEVA (eigentlich: CHERESHNEVA) - zu kurze Trauben
OMETA - gute Trauben aber Laub kränkelt (mal gucken ob es nächstes Jahr etwas besser wird...)
INTERCONTINENTAL - recht kurze Trauben
BIG BEN - riesige Beeren, der Stiel der Traube könnte etwas länger sein, dann wäre es leichter zu pflücken. Laub war auffällig gesund
GENOIR 1 - Trauben o.k., Pflanze sehr gesund
ARANKA (ungarische Sorte) - gute Trauben, hat recht viel gefruchtet, die Pflanze ist etwas älter, wurde im Frühjahr umgesetzt. Dafür eine recht gute Ernte geliefert...

DOROTTYA (ungarische Sorte) - noch nicht getragen, da im Frühjahr erst gepflanzt. Aber den Sommer praktisch ohne Bewässerung überlebt, immerhin eine Leistung...
FERTŐDI 1. (ungarische Sorte) - auch erst dieses Jahr gepflanzt. Bei meiner Mutter in Ungarn trägt die Sorte zuverlässig und gut. Hat die sommerliche Dürre ohne Bewässerung überlebt.

Meine Sträucher sind noch recht jung, oder wurden in den letzten 12 Monaten auf ihren endgültigen Platz gesetzt.
Daher und wegen des außergewöhnlichen Sommers (Dürre) kann ich noch nicht viel über sie sagen.
Ich werde sie weiter beobachten und kann die Notizen nächstes Jahr gerne wieder veröffentlichen.
Ich habe die Beeren dieses Jahr gar nicht gekostet, nur alles schnell abgeerntet und eingefroren. Hatte kaum Zeit für meine Pflanzen weil wir noch bauen, d.h. der Garten ist noch eine Baustelle eigentlich.


Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 07. September 2018, 01:07:48
Hier
tankonyvtar.hu/hu/tartalom/tamop425/2011_0001_521_A_gyumolcsok_termesztese_2/ch16s02.html
steht über die ungarischen Sorten Folgendes:

Aranka (Fertődi 11.)
Aus der Kreuzung (Wellington XXX × Consort) × Golubka entstanden in Ungarn.
Starkwüchsig, wächst aufrecht, der Strauch öffnet sich ein wenig wenn er mit Beeren vollhängt. Laub hellgrün (typisch für diese Sorte).
Frühe bis mittlere Reifezeit, in Ungarn 5 Tage nach Fertődi 1.
Trägt etwas mehr als die Sorte Fertődi 1.
Die Beeren sind mittelgroß bis groß, enthalten viel Farbstoff
Widerstandsfähig gegen Atken, Rost und Drepanopeziza Blattfleckenkrankheit. Für den amerikanischen Mehltau in manchen Jahren gering anfällig.


Fertődi 1.
Sämling der finnischen Sorte Aström.
Mittlerer Wuchskraft, der Strauch hat eine Kugelform, welche beim Reifen der Beeren etwas flacher wird.
Blüht recht früh, daher kan von Spätfrösten geschädigt werden.
Frühe Reifezeit,wenige Tage vor Öjebyn oder gleichzeitig mit Öjebyn (je nach Jahr).
Trägt mehr als Öjebyn.
Die Trauben sind mittellang, enthalten 6-12 Beeren. Die Beeren sind groß, homogen und schmecken gut. Die Trauben sind etwas schwierig abzutrennen mit Handernte, dafür gut geeignet für die maschinelle Ernte.
Tolerant gegenüber dem amerikanischen Mehltau und Drepanopeziza Blattfleckenkrankheit, anfällig für Rost.
Diese Sorte war 20 Jahre lang die meistangebaute Sorte in Ungarn


Dyana (Fertődi 41.)
Abstammung: [Fertődi 1. × (Pobjeda × Brödtorp)] × Triton
Großer Strauch, Kugelform. Reifezeit: früh, 1-3 Tage vor Fertődi 1.
Die Beeren einer Traube reifen zur gleichen Zeit und fallen nicht ab.
Trägt mehr als Fertődi 1.
Die Trauben sind lang, die einzelnen Beeren in der Traube ca. gleich groß.
Aroma ist gut, die Beeren enthalten sehr viel Farbstoff.
Resistenzen: gegen Drepanopeziza Blattfleckenkrankheit, amerikanischem Mehltau und Atken.

Soweit die offiziellen Sortenbeschreibungen.

 
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 07. September 2018, 01:20:33
Von hier noch eine Sortenbeschreibung
http://mkszn.hu/termekek/ribiszke

Dorottya
Reichtragend, ca. 2,83 kg/Strauch. Gut selbstfruchtbar, dennoch erhöht sich der Ertrag und die Beeren werden etwas größer, wenn eine andere Sorte mit gepflanzt wird.
Reifezeit: spät, 1-3 Tage vor Titania
Die Trauben sind lang, im Durchschnitt 62 mm, die einzelnen Beeren ca. gleich groß (im Durchschnitt 0,92 g und 10,9 mm Durchmesser) und hängen eher locker in der Traube.
Bei Überreife fallen einige Beeren von der Traube.
Der Strauch ist starkwachsend, wächst aufrecht.
Blütezeit: mittelspät.
Über die Krankheitsanfälligkeit steht bei dieser Quelle nichts.

Hier
http://kerteszetszolnok.eu/termekeink/bogyosgyumolcs-oltvanyok/ribizli-ribiszke/
steht noch:
Abstammung: Ungarn, 1995., Fertődi Kutató Intézet (Forschungsinstitut in Fertőd)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: laguna am 21. Oktober 2018, 20:01:54
Die Sorte Tenah wird im ganzen Thread zwar zweimal erwähnt aber ansonsten weder positiv noch negativ beurteilt. Halt, auf der Liste kommt sie ganz gut weg. Mich interessieren Eure Erfahrungen.
Letzte Woche habe ich eine Pflanze gekauft und hoffe, daß ich keine schlechte Sorte erwischt habe.
Ich möchte diese und die Beeren der Bona frisch essen und auch gemischt mit roten Joh.Beeren zum Kuchen backen verwenden.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 29. Dezember 2018, 22:00:17
Ich pack mal meine Frage hier dazu.

Weiß jemand was das sein könnte?
https://deaflora.de/Shop/Johannisbeerfreunde/Hannibeere.html
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wild Obst am 29. Dezember 2018, 22:07:29
Basierend auf den Trieben und Blättern in den Bildern sieht die "Hannibeere" recht stark nach etwas mit hohem Stachelbeeranteil aus. Auch die Früchte und deren Anordnung sieht ähnlich aus wie eine dunkelrote, kleine Stachelbeere.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 29. Dezember 2018, 22:35:18
Irgend ein Abkömmling von Ribes divaricatum. Mir sieht das verdächtig ähnlich der schwarzen Honigbeere nur in weinrot. Laut Bild ja auch mit Dornen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 29. Dezember 2018, 22:45:35
oder etwas in Richtung Josta ::)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 30. Dezember 2018, 01:36:12
Ich tendiere zu Elros Vorschlag. Die Süße deutet schon auf Honigbeerenabkömmling o. Ähnliches hin. Viele andere Arten gehen schon in's saure. Die Stacheln deuten auf etwas nicht europäisches hin.
Vielleicht eine Kreuzung mit R. niveum oder so. Die haben sie ja auch. Da wäre die Blüte interessant.
Josta scheidet für mich definitiv aus. Blatt und Stacheln sind dafür vollkommen verkehrt.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Hyla am 30. Dezember 2018, 02:02:16
Ähnelt der Ribes dicaricatum Worcester von Eggert.
Ribes scheint sich aber gern selber auszusäen. Sämlinge mit Früchten habe ich schon öfter gesehen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: catinca am 30. Dezember 2018, 10:20:06
Der deutsche Name wird ja kein Zufall sein, denn "honey" gleich "hanni", also Honigbeere.
Ich habe sie mal bestellt aus Neugierde, Deaflora liefert aber erst im Mai 2019 aus und dann ist es nur eine 1,1 Liter-Topf-Pflanze.
Wird also noch etwas dauern bis zur ersten Ernte
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 23. Januar 2019, 20:42:42
Ich gebe es zu, bei meinen Sämlingen der Schwarzen Johannisbeere habe ich auch immer auf die Blattfarbe geachtet. Hier war Lub*ra wieder schneller.  >:(
Gut, ich habe mich auch mehr auf die roten konzentriert.

Dann kaufe ich mir eben die Pflanzen von ihnen und züchte privat von deren Material weiter  ;D

Beliebiger Leser
    "Über was redet der Esel schon wieder??"

Rib-Huftier
    "Na, über das hier!!"
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: catinca am 23. Januar 2019, 21:07:02
Auf der homepage ist aber noch nichts zu finden, oder?
Ich warte gespannt auf die Neuheiten............
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 24. Januar 2019, 00:46:06
Es geht um die rotblättrigen schwarzen Jb. Kann man das nicht sehen???
Zu Not kann man auch diese Seite lesen: Link
Das sie rotblättrige schwarze Jb entwickeln ist zwar den Abonnenten ihres YT-Channels, über ein Video, mehr o. minder bekannt. Dass sie aber schon dieses  Frühjahr erste Sorten anbieten, ist mir nur durch diese zwei Webseiten bekannt. auf der Homepage von *ubera konnte ich es noch nicht lesen. Vielleicht habe ich es aber auch nur übersehen.

Dabei habe ich mir so eine witzige Einleitung ausgedacht :(
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 24. Januar 2019, 07:20:51
Im letzten "Gartenbrief", also deren Newsletter haben Sie es angekündigt  :)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 24. Januar 2019, 15:47:26
Gut, den habe ich nicht abonniert. Na ja, dann wissen es unter Umständen noch mehr Leute jetzt. Es war nicht ganz umsonst :)

Dennoch, gelungenes Marketing sieht anders aus, finde ich. Gut, es ist kein Red Love, aber eine Randnotiz auf der Homepage wäre nett gewesen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: thuja thujon am 24. Januar 2019, 19:45:28
Ich habs auch total verschlafen. Danke für den Link.

Wenn ich irgendwann mal rotlaubige schwarze haben möchte, frage ich dich nach nem Steckholz und zahle dafür Lubera-Preise. Aus Prinzip...
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 08. Februar 2019, 01:33:30
So, ich habe die Pflanze vorbesellt. Die erste Sorte der Black'n'Red Serie (Danach sieht es für mich aus, dass das Lubera vor hat) heißt Primiere.

Von der Traubengröße bin ich jetzt nicht umgeworfen. 5-7 Beeren grenzt für mich als Standard für Wildpflanzen.  Ja was soll's? Damit ist die Pflanze das Äquivialent für die Apfelsorte Mcintosh Wijcik; Interessante Mutation, bei einer ausbaubaren Fruchtqualität - Der Anfang der Sortenentwicklumg. Ich selber werde selbstverständlich auch da ein wenig privat mitmischen ;D

Interessant wird für mich das Verhalten von Blattfärbung und Waschstum sein. Bei meinen rotbtättrigen Roten Johannisbeeren hat sich bisher gezeigt, das ein heller Standort sehr wichtig für die Blattfärbung ist. Leider scheint damit auch die Wuchsleistumg ziemlich darunter zu leiden.
Wie wird es bei ihr sein?

Nur der Preis scheint für mich überzogen zu sein. Priemiere ist mit 20 Euro ziemlich.... wie soll ich's sagen? Bisher betrachte ich die Pflanze noch mehr als Zierpflanze. In der Vermehrung und Aufzucht allgemein einfach, wobei ich hier glaube, dass diese Sorte über In Vitro vermehrt wurde (Lubera baut diese Pflanzenvermehrungsmethode stark aus, aber die Erdbeeren, die sie darüber auch vermehren, sind schon recht Kostengünstig. KA wie man dies vergleichen mag.). Unterm Strich überteuert.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: EfeuRosen am 10. Februar 2019, 21:50:10
Zitat von: Tünde
DYANA (ungarische Sorte) - schöne Trauben, hat recht viel getragen. Werde diese Sorte auf jeden Fall behalten wenn sie so weitermacht und evtl. als Muttersorte für Kreuzungen verwenden, da ich mit ihr wirklich sehr zufrieden bin
Kann man die Dyana (und die anderen ungarischen Sorten) auch in Deutschland kaufen oder gibt es die nur in Ungarn? Hedda und Ometa habe ich nämlich problemlos gefunden, aber die ganzen anderen Sorten überhaupt nicht.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 11. Februar 2019, 00:44:37
Zitat von: EfeuRosen
Kann man die Dyana (und die anderen ungarischen Sorten) auch in Deutschland kaufen oder gibt es die nur in Ungarn?

Ich habe die ungarischen Sorten in Ungarn gekauft und jemand hat mal auf ebay einige davon in Dtl. angeboten.
Ich kann mich nicht mehr erinnern welche.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: EfeuRosen am 14. Februar 2019, 20:08:27
Zitat von: Tünde
Ich habe die ungarischen Sorten in Ungarn gekauft und jemand hat mal auf ebay einige davon in Dtl. angeboten. Ich kann mich nicht mehr erinnern welche.
Gut zu wissen, dann gucke ich mal bei Ebay.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Growie am 28. Februar 2019, 22:28:59
Hallo strohblume
Mich würde interessieren, was deine urdeutsche schwarze johannisbeere für einen namen hat? Wo ich die event. beziehen könnte? Danke im voraus.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 05. März 2019, 13:55:04
Meine, ich nenne sie mal urdeutsche schw. Johannisbeere hat sehr viel Chassis selbst das Holz richt stark,ausgeprägter Geschmack ich nehme sie gerne zum Ansetzen als Likör, ...

Hallo Strohblume,
Falls Du hier noch mitliest: könnte ich evtl. ein Steckholz davon bekommen?
Danke
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 05. März 2019, 18:43:39
Ich habe eine Frage an Euch.

Hat jemand von Euch die wilde schwarze Johannisbeere im Garten?
Wie ist die Pflanze überhaupt?
- Pflanzengesundheit
- Traubengröße
- Beerengröße
- Ertrag
- Aromaverhältnisse
Wie groß ist der Unterschied zu den kultivierten Sorten?
Ich habe noch nie das "Original" gesehen... weder in der Wildnis noch sonstwo und bin jetzt neugierig geworden... ob jemand von Euch da die Erfahrung hat. Evtl. sogar die Früchte gekostet hat..?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: roburdriver am 06. März 2019, 14:32:16
Hallo allerseits.
Ich habe auch noch alte schwarze Johannisbeeren. Sorte DDR(?)... keine Ahnung. Wie könnte man die bestimmen?
Einmal sind das geerbte aus einem Garten gepflanzt vor 1990 und einmal aus einem gekauften Grundstück, sind auch alte große mannshohe Büsche. Beide eher große Beeren sehr aromstisch kräftig im Geschmack. Identisch sind die nicht. Hab von beiden Steckreisernachzucht, da erstere Garten verkauft und letzterer verpachtet.

Gruß Robin
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 06. März 2019, 19:05:17
Zitat von: cydorian
Wellington, wie oben schon geschrieben. Es gibt da aber noch einiges, das ausprobierenswert wäre, weils in diese Richtung gehen könnte, kräftiger Geschmack und was zu ernten. Deafloras Edsvik werde ich noch testen.

Hast Du die Sorte EDSVIK getestet?
Wenn ja:
Ist das Frucht tatsächlich so aromatisch wie bei Deaflora beschrieben?
Wie ist denn die Pflanzengesundheit?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 06. März 2019, 19:09:28
Zitat von: roburdriver
Beide eher große Beeren sehr aromstisch kräftig im Geschmack. Identisch sind die nicht. Hab von beiden Steckreisernachzucht, ...

Hallo Robin,
könnte ich von den Beiden evtl. Steckhölzer bekommen? Im Herbst o.ä.
Ich habe selber eine Menge Sorten zum Tausch anzubieten.
LG,
Tünde
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: roburdriver am 07. März 2019, 19:15:45
Hallo Tünde.
Ja erinnere mich da im Herbst nochmal dran. Jetzt sind die für Steckhölzer schon zu weit ausgetrieben. Ich kann ja mal Bilder machen, wenn die Beeren reif sind

Gruß Robin
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 07. März 2019, 22:40:45
Danke Robin, mache ich!
 :D
LG,
Tünde
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 10. März 2019, 00:46:54
Interessantes Artikel aus dem www
www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schwarze-johannisbeeren-herbe-fruechtchen-mit-charakter.eed79c69-2c64-47c1-a3fe-486cc6f14845.

Es geht um diesen Betrieb:
www.cassismanufaktur.de
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 10. März 2019, 01:13:38
Es geht um diesen Betrieb:
www.cassismanufaktur.de
  ::) schade, so weit weg (5 Stunden Fahrt ein Weg)  das wäre sonst bestimmt ein spannender Besuch! :D
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 10. März 2019, 21:47:18
Interessante Studie über die Verwandten unter der schwarzen Johannisbeersorten (und rote Johannisbeersorten sowie Stachelbeersorten)
"Establishment of molecular markers for germplasm management in a worldwide provenance Ribes ssp. collection"
www.pomics.com/palimeri_6_3_2013_165_174.pdf
Man sieht dann welche Sorten bzw. Sortengruppen enger miteinander verwandt sind.

Beim Stöbern bei den untersuchten Sorten habe ich entdeckt, dass die wohl sehr gute polnische Sorte Gofert, welche ich seit 2 Jahren suche, von der Kreuzung Golubka x Fertöder 1 (Fertődi 1) entstammt.
So hat die Sorte wohl ihren Namen gekriegt:
GOlubka + FERTődi 1  =  GO FERT  =  Gofert.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 29. März 2019, 20:31:54
Hier ein Bild des Austriebs der Premiere. Luberas rotblättrige schwarze Johannisbeere. Wie bei Lubera beschrieben, soll die Pflanze sonnig stehen, damit sie im Sommer ihr rotes Laub bilden kann.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 29. März 2019, 21:17:39
Ist sie im Austrieb nicht schon rot?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 29. März 2019, 21:41:09
Der auf dem Bild gezeigte Austrieb hat bisher die stärkste Färbung gezeigt. Aber im Allgemeinen ist der Austrieb grasgrün. Da zeigt meine Vertti zum Teil weit mehr Farbe im Austrieb. Das habe ich nach der Produktbeschreibung auch nicht viel anders erwartet. Ich meine aber, das die Rindenfarbe dunkler ist. Ich versuche dies morgen mit der Kamera einzufangen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 30. März 2019, 17:17:42
Hier nochmal die Premiere in Gänze.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 30. März 2019, 17:19:52
Das einjährige Holz zeigt bei starken Trieben eine leichte Rötung.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 30. März 2019, 17:22:14
Das hier gezeigte, vermutlich 2-jährige Holz, zeigt eine recht dunkle Färbung.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 30. März 2019, 17:26:19
Aber diese Farbung fällt nur auf, wenn man auch danach sucht. Gewöhnlich gehen die schwarzen Jb mehr in's  rote-matsch-braune. Hier im Bild, die Ojeblanc als Vergleich.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 01. April 2019, 02:14:17
Dieses Wochenende habe ich nun die heissbegehrte 'Gofert' gepflanzt. Ausserdem die 'Sofia' und die 'Jubilee'' (alle drei polnische Sorten) Ich bin gespannt, wie sie sich machen werden.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: aladur am 01. April 2019, 08:21:29
Dieses Wochenende habe ich nun die heissbegehrte 'Gofert' gepflanzt. Ausserdem die 'Sofia' und die 'Jubilee'' (alle drei polnische Sorten) Ich bin gespannt, wie sie sich machen werden.
Interessant, ich habe polnische Himbeeren (Polka). Schwarze Johannisbeeren hatte ich Letztes Jahr gepflanzt (Titania) und vor 2 jahren die slowakische Sorte Otello. Da dürfte es dieses Jahr schon Ergebnisse geben.  :)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 03. April 2019, 21:24:21
Wer hat eigentlich die Sorte Ben Lommond oder Ben Sarek und kann dazu etwas sagen -?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 03. April 2019, 23:23:53
Ich habe den Ben Sarek, 2 recht junge Pflanzen.
Bisher unauffällig was Krankheiten angeht.
Richtig was sagen kann ich erst im Sommer dazu.
Bei uns wird die Sorte bei Globus verkauft.
Laut Bundessortenamt sehr widerstandsfähige Sorte:

Beschreibende Sortenliste Strauchbeerenobst : rote Johannisbeere, schwarze Johannisbeere, Stachelbeere, Jostabeere / hrsg. vom Bundessortenamt ; 2002
Im Internet als PDF verfügbar
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 06. April 2019, 21:15:15
Die Premiere zeigt hässliche Blasenlausreaktionen. Schwarze Johannisbeeren zeigen i.d.R. keine Verfärbungen bei Blasenlauseinstiche. Rote Flecken findet man dagegen mehr bei roten Johannisbeeren.

Bei Premiere gibt's rote Flecken.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 06. April 2019, 21:19:12
Man darf nur nicht unter's Blatt gucken. Unten sind diese Bereiche pech schwarz. Man könnte an Nekrosen oder schwarzen Schimmel denken.

Bisher zeigt sie aber nur eine kleine blasenenlausanfälligkeit, was das ganze gut ignorieren lässt. Also alles halb so schlimm.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 06. April 2019, 21:24:22
Die sorten Vilma und Venny sind dagegen stärker blasenlausanfällig, wobei Vilma am anfalligsten zu sein scheint. Vertti ist von ihnen drei am unanfälligsten.

Hier die Vilma im Bild.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 06. April 2019, 21:34:35
Die Blüte/Blütenknospen der Premiere scheint, im Vergleich zu anderen Schwarzen Jb, stärker anthocyanhaltig zu sein.

Hier im Bild, die dunklere Blüteknospe rel. gut zu sehen. Von links nach rechts, eine großfruchtige, normale Schwarze Jb, Vertti und Premiere.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 07. April 2019, 22:55:55
Kleine Rechercheinfo: Wenn man hier und da nach den grünfruchtigen Sorten sucht, findet man ganz selten auch die Namen "Veera" und "Venla". Dies waren aber die vormaligen Namen von "Venny" (Venla) und "Vilma" (Veera). Die Züchtungsfirma dieser Sorten benannte sie in die bekannten Namen um und verwendet die alten Namen für andere Pflanzen.

Ich fand einen finnischen Shop, der  dies nicht wusste und entsprechend die selbe Sorte unter den zwei Namen, als unterschiedliche Sorten vertrieb. Nice to know.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 08. April 2019, 08:41:46
Ich bin dieses Jahr auch blasenlausgeschädigt.  ::) ich dachte schon, ich könnte mich nun mit auch rotblättrigen Johannisbeeren präsentieren  ;D
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 08. April 2019, 08:42:26
Hier die Blüten der grünen Vertii
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 08. April 2019, 08:43:07
Und die jedes Jahr proppenvoll hängende Blackbells  :D
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 08. April 2019, 13:17:14
Die Blackbells ist auch eine meiner Lieblinge, ich kann sie gar nicht genug loben - guter Geschmack sowohl zum Frischgnuss, aber auch noch genug Aroma für die Verarbeitung, sehr schöne lange Trauben - da macht das Ernten richtig Spaß und ist nicht so ein langwieiriges Gepfriemele wie bei anderen Sorten.

Auch scheint sie mir etwas weniger läuseanfällig zu sein, als andere Sorten von Lubera (wie ist das bei dir, Aella, musst du sie behandeln?).
Ich hatte ja schon darüber berichtet - die ersten zwei Jahre mit "Noiroma" und "Nimue" hab' ich quasi völlig verloren wegen Befalls mit Johannisbeertrieb- bzw. blattläusen (das erste Jahr hatte mich der Befall überrascht, das zweite hab' ich zum ersten Mal selber behandelt und die Pflanzen mussten den Schaden des ersten wiedergutmachen).

Lubera hat offenbar ein Problem mit den Läusen bei Johannisbeeren. Ein anständiger Pflanzenschutz vor der Auslieferung scheint in Bad Zwischenahn unbekannt zu sein. Ich hätte ja zu gern einmal mit dem Betriebsleiter dort ein paar Takte geredet! Kann man sich für über €15.- pro Pflanze dort keine Austriebsspritzung leisten? Hallo Herr Kobelt - die kostet Sie nur ein Bruchteil dessen, was ich als Hobbyist für die sündteure Paraffinölemulsion hinlegen muss!
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aella am 08. April 2019, 21:13:45
Ja, die blackbells ist wirklich toll, auch die riesigen Früchte!
Die blackbells hatte bei mir die letzten Jahre das größte Läuseproblem von allen Johannisbeeren (ich hab noch mehr Sorten von Lubera) das Problem war aber mehr optisch. Irgendwann kamen die nützliche und die Läuse waren weg. Der Ernte hats nicht geschadet.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: 555Nase am 14. April 2019, 07:05:18
Nach der Sortenbeschreibung der Verkäufer kommt die eigene Erfahrung, leider geht es nicht umgedreht.
Diese TSCHERNY BUMER® könnte man ja mal "testen", klingt jedenfalls erstmal besser, als so manch andere Sorte !? >>>

http://www.shop.zahradnictvolimbach.sk/de/Beerenobst/Johannisbeeren/Schwarze-Johannisbeere-Ribes-nigrum-TSCHERNYJ-BUMER
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tünde am 14. April 2019, 15:33:21
Interessant, die Sorte.
Die haben auch unter "Interspezifische Hybride" interessante Sachen.
(was aber hier off topic ist)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 14. April 2019, 16:45:41
Na ja, bei der Traube könnte es sich bei der Tschnerny Bumer auch um ein Interspezifischen Hybriden mit R. bracteosum oder R. fuscescens handeln.  ;D Die Eltern sind bekannt. Mal gucken woher sie kommen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 19. April 2019, 11:30:51
Die Eltern sind bekannt. Mal gucken woher sie kommen.
Zitat
Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) TSCHERNY BUMER® : Züchter/Herkunft: Uzenkov Michail Petrovitsch, Charkow, Ukraine
Elternsorten:
Zitat
Kreuzung von süßfrüchtigen Sorten Tschudesnica x Seletschenskaja 2, in das Staatliche Sortenregister im Jahre 2007 eingetragen
welches staatliche Sortenregister ist gemeint? Das slowenische oder das ukrainische Sortenregister?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 19. April 2019, 11:39:34
Die wurden auf der verlinkten Seite angegeben:

Tschudesnica x Seletschenskaja 2

Lustigerweise hast du sie mit rezitiert.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 19. April 2019, 12:17:29
Moin Rib,
Die wurden auf der verlinkten Seite angegeben:

Tschudesnica x Seletschenskaja 2

Lustigerweise hast du sie mit rezitiert.
:D
und welches Sortenregister meinen die dann? In welchem Sortenregister fänden wir dann die Herkunft der Elternsorten? im ukreinischen (die Elternsorten sind ja aus der Ukraine, oder?) oder im slowenischen? ................... ::) öhm, ich glaub ich "stehe grad auf der Leitung"

Auf jeden Fall habe ich mir den 30.06. schon im Kalender mit dem dazugehörigen link vermerkt.
Sowohl die TSCHERNY BUMER® als auch die beiden roten Johannisbeersorten werden bestellt. :)

LG
Nemi
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 19. April 2019, 20:35:51
Wahrscheinlich wird sie in einer ukrainischen Liste zu finden sein aber ich habe keinen Plan wo. Wohlmöglich müssen sie für den europäischen Markt auch einen Sortenschutz haben. Den sollte man im Bundesortenamt oder im europäischen Pendant zu finden sein. Hier die Adresse:
https://cpvo.europa.eu/

Ich gucke später nochmal danach.
Ich denke man sollte sich die Namen in's Kyrillische übersetzen, dann findet man im Netz etwas mehr.

Hier eine kleine Beobachtung zu Ojeblanc. Sie scheint wohl eine charakteristische, wenn nicht eine Sortentypische Knospenfärbung zu besitzen. Sie sind richtig albinotisch.



Blütenknospen R. nigrum Ojeblanc



Die der grünen Sorte Vertii sind weit stärker gefärbt. Vergleiche mit Vilma und Venny kann ich noch nicht liefern. Dafür von Titania umd Premiere.


Blütenknospen R. nigrum Titania



Blütenknospen R. nigrum Vertti



Blütenknospen R. nigrum Premiere



Eine meiner, auf die scharfe Bezahnung ausgelesene schwarzen Johannisbeere, Hat ordentlich Schaden vom letzten Jahr abgekommen. Zum Glück treibt sie aber wieder weiter unten aus. Da die Selektionen mich an Brennnesseln erinnern, bennene ich sie nach ihnen. Hier im Bild die Selektion Urtica2 mit dem Trockenschaden.


R. nigrum Urtica2

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 19. April 2019, 21:08:58
Wahrscheinlich wird sie in einer ukrainischen Liste zu finden sein aber ich habe keinen Plan wo. Wohlmöglich müssen sie für den europäischen Markt auch einen Sortenschutz haben. Den sollte man im Bundesortenamt oder im europäischen Pendant zu finden sein. Hier die Adresse:
https://cpvo.europa.eu/

Ich gucke später nochmal danach.
Ich denke man sollte sich die Namen in's Kyrillische übersetzen, dann findet man im Netz etwas mehr.
Danke für Deine Mühe :)

Beim Stichwort Übersetzung ist mir noch eine Frage eingefallen:
Ich habe hier eine schw. Johannisbeere polnischer Herkunft, die sich 'Jubilee' nennt. Ob es sich um diese Sorte handeln könnte: Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) JUBILEJNAJA KOPANIJA
JUBILEJNAJA klingt  für mich ähnlich wie 'Jubilee'............


Zitat
Eine meiner, auf die scharfe Bezahnung ausgelesene schwarzen Johannisbeere, Hat ordentlich Schaden vom letzten Jahr abgekommen. Zum Glück treibt sie aber wieder weiter unten aus. Da die Selektionen mich an Brennnesseln erinnern, bennene ich sie nach ihnen. Hier im Bild die Selektion Urtica2 mit dem Trockenschaden.
da bin ich aber erfreut zu hören, dass sich das gezahnte Schätzchen vom Frostschaden erholt und wieder durchtreibt :D

Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass in den östlichen Ländern viel mehr züchterische Arbeit an Johannisbeersorten geleistet wird.
Oder täusche ich mich da?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 19. April 2019, 22:44:01
Also eine schwarze Jb Jubilee scheint es nicht zu geben. Es gibt eine Stachelbeere und scheinbar auch eine Pflaume mit dem Namen.

Ich schmiss den Namen in den Übersetzer (ювілей смородини) und googlete danach. Ich kam auf das selbe Ergebnis, Ювілейний (копання). Sie scheint ziemlich geläufig zu sein.

Ja, der Osten ist züchterisch aktiver, so sehe ich das auch.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 20. April 2019, 20:24:05
Nochmal zum Post 256.

Die Vilma hat doch Knospen bzw blüht. Auch bei ihr sind die Knospen stärker gefärbt als bei der Ojeblanc.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 24. April 2019, 14:36:46
Zu dem Post über die Rot4 im R. Rubrum Thread, hier die Premiere. Also bisher muss man ganz genau hingucken und vielleicht auch ein wenig Blutalkohol intus haben, dass man hier eine Rotfärbung im Blatt sieht. Wie gesagt, das Ding hat bei mir einen schön sonnigen Platz bekommen, so wieder Züchter es empfahl.

Sie kann nur noch positiv überraschen.

Bild der Premiere von heute.

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Horst Heldt am 27. April 2019, 00:02:50
zu
Die erste Maßnahme bei leichtem Befall ist wieder das Pflücken der Blätter und ein schützender und stärkender Brennnesseljauche-Guss.

gemeinst ist (denke ich) das pflücken der jungen Blätter also der obern Blätter vor allen mit befall . du kannst diese auch auf der Unterseite des Blättes sehen oder fühlen . wenn ich das bei einer pflanze fühle zerreibe ich diese.  4-5  Brennnesseljauche Behandlungen sind dann angebraucht, am besten wenn die Jauche auch auf die Unterseite der Blätter gelangt
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 10. Mai 2019, 19:52:08
Ich glaub mein Schwein pfeift, die Premiere will wohl Farbe bekennnen :D
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Waldgärtner am 11. Mai 2019, 11:38:31
Hoffentlich habe ich es nicht überlesen, aber hat hier jemand noch Bezugsquellen für die osteuropäischen Sorten?
(außer der Gärtnerei Limbach)
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 11. Mai 2019, 15:34:16
Ich glaub, ich hab' schon mal gefragt - aber hier hat offenbar niemand Erfahrungen mit den Ben-XY-Sorten?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: 555Nase am 12. Mai 2019, 05:39:05
Hoffentlich habe ich es nicht überlesen, aber hat hier jemand noch Bezugsquellen für die osteuropäischen Sorten?
(außer der Gärtnerei Limbach)

https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=cs&u=https://www.zahradnictvi-spomysl.cz/&prev=search
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 13. Mai 2019, 14:40:44
Schwarze Johannisbeeren-hybrid

Leider kann ich nichts sinnvolles zu den Fragen von Waldgärtner oder b-hoernchen beitragen, dafür habe ich hier einen interessanten Sämling in meinem Johannisbeerwust gefunden, der durch seine Blüte mir gestern auffiel. Ich denke, dass es sich dabei um einen Hybriden aus Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum) und Schwarzer Johannisbeere (Ribes nigrum) handelt. Für mich spricht viel dafür. Wenn Interesse für Detailbilder besteht, bitte melden.

Auf dem Bild kann man vier Blätter von oben sehen. Die oberen zwei Blätter sind von zwei unterschiedlichen Schwarzen Johannisbeeren, das Blatt in der mitte ist der Hybrid und die zwei unteren Blätter sind von zwei unterschiedlichen Blutjohannisbeeren.

Der Hybrid gleicht in der Form mehr der Blutjohannisbeere (Bjb), während die Blattoberfläche feiner ist, wie die von der Schwarzen Johannisbeere (Sjb).

Bild von gestern.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 13. Mai 2019, 14:43:33
Hier kann man die selben Blätter wie zuvor von der Rückseite sehen. Die Benervung kommt ganz klar von der Bjb, während die schwächere Behaarung von der Sjb kommt.

Bild von gestern
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 13. Mai 2019, 14:51:06
Hier die Blütensände, dann kann meinen Verdacht auch besser nachvollziehen. Links zwei Blütenstände von Bjb von je zwei Planzen, mitte der Hybrid und rechts zwei Blütenstände von je zwei Sjb.
Die Blütezeit des Hybriden fällt definitiv auf die der Sjb. Ich hatte Probleme noch relativ aussagekräftige Blütenstände der Bjb zu finden, da sie bei mir so gut wie abgeblüht ist. Das Problem konnte ich bei dem Hybriden definitiv nicht sehen. Hier kann man auch gut sehen, dass die Blütenstände  in der Länge der Sjb, als der Bjb gleicht.

Bild von gestern
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 13. Mai 2019, 14:56:37
Hier auf dem Bild sieht man rechts die Blüten der Bjb, in der Mitte die Blüte des Hybriden und links die einer Sjb von unten. Da hier die Aufnahme kein gutes Bild der Bjb bietet, halte ich sie hier aus. Man kann aber ganz gut sehen, dass die Blüte des Hybriden an der Blütenbasis der der Sjb mit ihrer Kesselform sehr gleicht.

Bild von gestern.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 13. Mai 2019, 14:58:33
Die Blüte der Bjb hat dagegen an der Basis die typische Tropetenform.

Dies ist eine Postserie eines Hybriden. Sie beginnt ab Post #266

Bild von gestern
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 15. Mai 2019, 04:09:02
.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Waldgärtner am 16. Mai 2019, 16:05:20
Wer hat eigentlich die Sorte Ben Lommond oder Ben Sarek und kann dazu etwas sagen -?

ich habe beide, aber die stehen leider im alten Garten, da komme ich nur sehr selten hin.
Im Vergleich zu manch anderen Sorten sind sie krankheitsmäßig unauffällig.
Geschmacklich sind sie mir zumindest nicht in Erinnerung geblieben (sprich weder extrem süß, noch extrem sauer/herb).
Sofern ich diesen Sommer zur richtigen Zeit dort bin, werde ich mal drauf achten.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 10. Juni 2019, 16:13:54
.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 10. Juni 2019, 20:04:59
Wer hat eigentlich die Sorte Ben Lommond oder Ben Sarek und kann dazu etwas sagen -?
Im Vergleich zu manch anderen Sorten sind sie krankheitsmäßig unauffällig.
Das ist es eben auch, warum ich mich für diese Sorten interessiere (und weshalb ich nicht verstehe, warum sie hier im Forum bisher so wenig Beachtung finden): Wenn Sie für die pharmazeutische Produktion gezüchtet worden sind, dann müssten sie nicht nur sehr viel wertvolle Inhaltsstoffe haben, sondern auch außergewöhnlich wenig chemischen Pflanzenschutz brauchen. Gerade in der pharmazeutischen Industrie wird sehr darauf geachtet, dass keine Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln miteingekauft/verarbeitet werden, da werden wirklich Rückstandsanalysen gemacht und man will sich den Ruf nicht verderben.

Daneben dürfte bei der Selektion auch auf einfache Beerntbarkeit geachtet worden sein.

Ich habe mir eine Ben Sarek von "pflanzmich" und eine (mini) Ben Lomond von "Mein Gartenshop" kommen lassen - ob's dann diese Sorten sind, wer weiß?! Weder der eine Versandhändler ist, was Sortenechtheit angeht, gut beleumdet, noch lässt mich der Name des zweiten (fehlt nur das "Grüner" im Namen...) an Gutes denken. Aber andere Bezugsquellen habe ich auf die Schnelle nicht gefunden... .
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: 555Nase am 28. Juni 2019, 03:19:28
Hat jemand die Schwarze Säulen-Johannisbeere Kieroyal® ? (Gibts auch als Busch.)
Hab jetzt die ersten Beeren gekostet, die sind ja sowas von köstlich - echt wie in der Beschreibung !
Noiroma und Big Ben sind dagegen "geschmacklos".
Da mußte ich gleich noch eine Säule bestellen.  ;)

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: catinca am 28. Juni 2019, 10:48:19
Ja die Kieroyal ist super lecker, für mich gerade genug Cassis-Aroma und Süße, gut ausgewogen.
Noiroma und Blackbells schmecken dagegen blass, stehen aber auch erst ein Jahr.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 28. Juni 2019, 17:11:47
Schön, dass die Premiere nun doch eine dunklere Blattfarbe ziegt.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 28. Juni 2019, 17:15:30
Uuups, ich muss mich korrigieren, das ist nicht Premiere. Das ist nur die Rußtau verseuchte Vilma, die unter der Blattlausverseuchten Pflaume steht.

Das ist wirklich das Blatt der Premiere. Die beiden Blätter haben aber so ähnliche Färbungen. Dieser Fehler kann mal passieren. Sorry.a ;D ;) >:(

Bilder von vor 10 min
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 28. Juni 2019, 17:22:51
Hier eine Aufnahme der Premiere vom 23.06.19

Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 28. Juni 2019, 17:33:43
Und wennn ich mal nicht weiß wo der Norden oder der Süden ist, dann brauche ich nicht in den Wald zu gehen und nach dem Moos an den Bäumen ausschau halten, sondern brauche nur die Premiere befragen. Süden ist rot, Norden ist grün.

Spass bei seite (Auch wenn ich keinen habe), hier sieht man deutlich wie Licht-hungrig sie ist.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: helga7 am 04. Juli 2019, 07:44:56
Hat jemand die Schwarze Säulen-Johannisbeere Kieroyal® ? (Gibts auch als Busch.)
Hab jetzt die ersten Beeren gekostet, die sind ja sowas von köstlich - echt wie in der Beschreibung !
Ich hab sie auch seit heuer, schmeckt super!  :D
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 05. Juli 2019, 22:46:33
Heute ist auf Youtube ein Video zur Premiere von Lubera online gegangen. Nach dem soll die Blattfärbung erst jetzt so richtig beginnen. Ich also in den Garten, den ich eine Zeitlang nicht mehr besuchte, und guckte was meine Premiere macht. Nun scheint sich eine deutlichere Färbung zu zegen

(https://lh3.googleusercontent.com/YIk5C9rf5nOwmTpIS-MXFC9_N-BoBrUQO_8QkQG4k14_DkpgEhwl8mmD9HbrSrIzGkoGquwucd0_LmvW5b08B8Iig9EDjSQTEo63ziEfY9KxXVChaumSB-AJiGZKvSnD0FkuBFqDO84=w1920-h1080) Irgendwie macht mein Handy immer schlechtere Bilder :(
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 06. Juli 2019, 00:25:49
Darf ich ganz ehrlich sein?
Ich habe das gerade auch angeschaut, mir gefällt diese Johannisbeere nicht. Für mich ist das kein Blattschmuck und dann auch noch wenige kleine Beeren.
Wenn ich rote Blätter will dann nehme ich einen Strauch der wirklich dunkelrote Blätter hat. Aber so wie die Sträucher im Video aussahen finde ich sie eher fehlerhaft, ja sie kamen mir sogar krank vor, sorry.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: DerTigga am 06. Juli 2019, 03:35:20
Ich habe dieses Jahr auch div. und eindeutig temporäre Verfärbungen an einer meiner Johannisbeeren gehabt. Am ehesten im Randbereich der Blätter. Konnte mich nicht überwinden, extra ne Kamera beizuholen und es abzulichten.
Wichtiger Punkt dabei: es ist ne weiße Johannisbeere, genauer eine Vit Jätte. Und es ist so, das ich gestern feststellen musste, das der Trieb, an dem es hauptsächlich Färbungen gab, der war, der inzwischen mitsamt dran hängenden halbreifen Beeren das zeitliche gesegnet hat. Vom optischen Eindruck her erschien mir was pilziges in Bodenoberflächen Höhe als Ursache sehr wahrscheinlich. Als einziger von allen anderen Trieben des Strauchs eingegangen. Eine 4m weg stehende Weiße aus Jüterbog färbte bestenfalls minimal und da ging auch nichts ein.
Ich will damit keinen ursächlichen Zusammenhang behaupten, aber es erschien mir dokumentierenswert. Möglicherweise was pilziges die tiefere Ursache für verfärbte Blätter, statt getätigte händische Selektion ?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Aromasüß am 06. Juli 2019, 07:14:33
Darf ich ganz ehrlich sein? ... mir gefällt diese Johannisbeere nicht. Für mich ist das kein Blattschmuck und dann auch noch wenige kleine Beeren. ... sie kamen mir sogar krank vor, sorry.

Mir gefallen solche Blätter auch nicht - und ich finde schon lange, dass der Hype um Lubera etwas Sektenhaftes hat: Sehr lukrativ und ganz im Jenseits und Abseits, abgehoben von den sonst geltenden Qualitätskriterien für Obst im Garten. Lubelalala.

Bei Obst geht es vor allem um den Geschmack der Früchte - ihr Aroma! (süß können heutzutage alle). In 2. Linie geht es um die Pflanzengesundheit und Ertragssicherheit am jeweiligen Gartenstandort.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: martweb am 13. Juli 2019, 11:22:40
Meine Frage geht jetzt in eine etwas andere Richtung. Ich suche die spätesten schwarzen Johannisbeersorten. Malling Jet und Late Night scheinen hier dazu zu gehören. Gibt es bessere späte?
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Waldgärtner am 13. Juli 2019, 14:17:49
Wer hat eigentlich die Sorte Ben Lommond oder Ben Sarek und kann dazu etwas sagen -?
Im Vergleich zu manch anderen Sorten sind sie krankheitsmäßig unauffällig.
Das ist es eben auch, warum ich mich für diese Sorten interessiere (und weshalb ich nicht verstehe, warum sie hier im Forum bisher so wenig Beachtung finden): Wenn Sie für die pharmazeutische Produktion gezüchtet worden sind, dann müssten sie nicht nur sehr viel wertvolle Inhaltsstoffe haben, sondern auch außergewöhnlich wenig chemischen Pflanzenschutz brauchen. Gerade in der pharmazeutischen Industrie wird sehr darauf geachtet, dass keine Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln miteingekauft/verarbeitet werden, da werden wirklich Rückstandsanalysen gemacht und man will sich den Ruf nicht verderben.

Daneben dürfte bei der Selektion auch auf einfache Beerntbarkeit geachtet worden sein.

Ich habe mir eine Ben Sarek von "pflanzmich" und eine (mini) Ben Lomond von "Mein Gartenshop" kommen lassen - ob's dann diese Sorten sind, wer weiß?! Weder der eine Versandhändler ist, was Sortenechtheit angeht, gut beleumdet, noch lässt mich der Name des zweiten (fehlt nur das "Grüner" im Namen...) an Gutes denken. Aber andere Bezugsquellen habe ich auf die Schnelle nicht gefunden... .

Dieses Jahr war ich leider wieder etwas zu spät, mein Vater hatte bereits alle Beeren gepflückt.
Generell scheint der letzte Sommer fast allen Johannisbeeren auf meinem Feld ziemlich zugesetzt zu haben.
Wirklich fit sah dieses Jahr keine Sorte aus. Kann aber auch an der mangelnden Pflege liegen (bzw. ist vermutlich eine Kombi aus beidem...).
Meine stammen übrigens beide von pflanzmich.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: 555Nase am 13. Juli 2019, 18:22:28
Hab heute TSCHERNY BUMER® bestellt. Wenn die Beschreibung zutrifft,
könnte man sich auf die Ernte freuen.  :)
Shop
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2019, 09:41:26
Das Laub der Premiere wird allmählich erträglicher
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2019, 10:03:17
Hier die Premiere im Vergleich mit Rot4 und Rot1. Leider habe ich den Weißabgleich hier ein wenig verhauen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2019, 10:37:13
Hier meine Urtica2 also jene mit scharf gezahnten Laub.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 21. Juli 2019, 10:48:50
Viele Blüten wurden heuer von den Fösten weg gehauen. Und was da war haben sich oft die Vögel geholt. Da lernt man die Vertii zu schätzen.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 25. Juli 2019, 20:15:01
Auch hier habe ich mit dem Brixmeter Zuckergehälter gemessen. Ok, da habe ich heuer nicht viel. Zwei unbekannte schwarze mit 14 bzw 16 Brix (68 bzw 78 Oechsle). Das ist für schwarze Johannisbeeren gar nicht so schlecht. Ich staunte aber bei der Vertti nicht schlecht und habe deshalb noch einmal nachgemessen. Beide male über 20 Brix (97 Oechsle). Das ist sheeeeer gut. Bei der Ojeblanc habe ich das Messen verpasst und die Titania, die trotz der Spätfröste super angesetzt hatte, musste ich im Frühjahr wegen eines sehr massivem Blatt- und Blasenlaus-Befalls, komplett herunter nehmen. Der Rest trug wegen Spätfröste und wegen des letzten trockenen Sommers nicht. Na ja, sind eh alles unbekannte Sorten, also für euch eh uninteressant. Oft liegen die zwischen 12 - 16 Brix.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Wurmkönig am 25. Juli 2019, 20:20:45
So wie es aussieht hat dich Cydorian per Blog ebenfalls mit der Refraktometer-Krankheit infiziert - mich auch! Die 12 - 16 finde ich auch bei meinen Sorten, mit Ausnahme Noir de Bourgogne - die hatte gute 18 Brix, süss war sie aber nicht. Ein Kollege nimmt mir einige Schottische Sorten mit, mal sehen was die nächstes Jahr ergeben.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: fyvie am 25. Juli 2019, 20:21:38
Hat jemand die Schwarze Säulen-Johannisbeere Kieroyal® ? (Gibts auch als Busch.)
Hab jetzt die ersten Beeren gekostet, die sind ja sowas von köstlich - echt wie in der Beschreibung !
Noiroma und Big Ben sind dagegen "geschmacklos".
Da mußte ich gleich noch eine Säule bestellen.  ;)

Ja habe sie auch. Es gibt Aromatischere, aber dafür ist sie sehr süß.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: fyvie am 25. Juli 2019, 20:25:41
Hab heute TSCHERNY BUMER® bestellt. Wenn die Beschreibung zutrifft,
könnte man sich auf die Ernte freuen.  :)
Shop

Die wollte ich vor Wochen auch schon bestellen. Leider funktionierte bei mir der Web-shop nicht. Darauf schrieb ich eine Bestellmail direkt zur Gärtnerei, worauf ich eine automatische Rückmail erhielt, dass der Empfänger bis Mitte August im Urlaub sei.

D.h. meine Bestellungsmail wird erst Mitte August gelesen werden und im Shop ist sie jetzt ausverkauft.  :-[
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 25. Juli 2019, 22:21:16
Nachdem ich mir dieses Jahr zwei Ben...-Sorten schicken habe lassen hier meine ersten Eindrücke aus einer "Mundverkostung" der Beeren:

Ben Sarek: Streng aromatisch, "medizinisch-harzig", kaum für den Frischverzehr geeignet, aber müsste einen tollen Saft geben.

Ben Lomond: Aromatisch, aber irgendwie etwas weniger ausgeprägt als Ben Sarek. Die Pflanze ist aber noch winzig, was vielleicht auch eine Rolle spielt.

Bisher hat also Ben Sarek den geeigneteren Eindruck hinterlassen, wenn es um die Aromagewinnung geht.

                                                              *****

Aktuell stehen noch zwei Sträucher mit reifen Beeren im Garten: "Polnische Zuckerjohannisbeere" und "Süße Auguste" - beide von Manfred Hans. Beide kommen nicht an die bonbonartigen Gaumenschmeichler von Lubera heran, haben ein strengeres Aroma, wenn auch nciht so ausgeprägt wie Ben Sarek; außerdem ziemlich kleine Beeren und kommen mir auch irgendwie hartschalig und weniger saftig vor als die Luberasorten; das mag auch mit einem geringeren Anteil Fruchtfleisch an der Gesamtfrucht zusammenhängen - die Kerne sind ziemlich spürbar bei der "Polnischen Zuckerjohannisbeere".. Die bildet dafür relativ schöne, lange Fruchttrauben. Ob die Ernte für den Dampfentsafter reicht, weiß ich noch nicht. Der Vergleich der Saftqualität zu dem aus meinen anderen Sorten (einem Mix aus  Ometa, Silvergieters Schwarzer, Titania und  von Blackbells und Noiroma) wäre interessant.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Elro am 25. Juli 2019, 22:32:01
Hab heute TSCHERNY BUMER® bestellt. Wenn die Beschreibung zutrifft,
könnte man sich auf die Ernte freuen.  :)
Shop
D.h. meine Bestellungsmail wird erst Mitte August gelesen werden und im Shop ist sie jetzt ausverkauft.  :-[
Das ist echt schade, hätte mich auch interessiert.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 26. Juli 2019, 00:13:16
So wie es aussieht hat dich Cydorian per Blog ebenfalls mit der Refraktometer-Krankheit infiziert - mich auch! Die 12 - 16 finde ich auch bei meinen Sorten, mit Ausnahme Noir de Bourgogne - die hatte gute 18 Brix, süss war sie aber nicht. Ein Kollege nimmt mir einige Schottische Sorten mit, mal sehen was die nächstes Jahr ergeben.

Brix-Wert geht nicht immer mit dem Geschmack überein. Beispiel zeigt das von Cydorian mit seiner Zuckerstachelbeere, die mit 80 Oechsle (16,5 brix) sehr viel Zucker hat, aber eben sauer ist. auch meine 90 Oechsle Stachelbeere schmeckt nicht so süß wie der Zuckerwert hätte vermuten können. Andererseits sind die weißen Erdbeeren, die ich habe, sehr süß, haben aber nur Rund 12 Brix. Im Punkto Brennen oder Vermosten, spielen diese Werte wieder eine wichtigere Rolle.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: 555Nase am 26. Juli 2019, 04:24:56
Hab heute TSCHERNY BUMER® bestellt. Wenn die Beschreibung zutrifft,
könnte man sich auf die Ernte freuen.  :)
Shop

Die wollte ich vor Wochen auch schon bestellen. Leider funktionierte bei mir der Web-shop nicht. Darauf schrieb ich eine Bestellmail direkt zur Gärtnerei, worauf ich eine automatische Rückmail erhielt, dass der Empfänger bis Mitte August im Urlaub sei.

D.h. meine Bestellungsmail wird erst Mitte August gelesen werden und im Shop ist sie jetzt ausverkauft.  :-[

Extrem, der Laden ist keine 2 Wochen online und schon mehr als die Hälfte ausverkauft !
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 26. Juli 2019, 22:20:34
Heute geerntet: "Polnische Zuckerjohannisbeere" und "Süße Auguste" - beide von Manfred Hans.
Die "Polnische Zuckerjohannisbeere" ist trotz ihres verührerischen Namens beileibe keine Rohkostsorte, genauso wenig wie die "Süße Auguste"; die ist nicht so zuckrig wie sie heißt!
 Die Beere sind klein, relativ hartschalig, kommen viel weniger saftig rüber als die Luberasorten, deutlich harzig-holzig im Geschmack, wenn auch im Aroma wohl etwas hinter den Ben-xy-Sorten zurückbleibend.

Der größten Vorteiel der polnischen Zuckerjohannisbeere: Keine Ausfälle durch Sonnenbrand, so gut wie alle Beeren sind intakt, kein Verrieseln, schöne lange Trauben.

Foto: Polnische Zuckerjohannisbeere
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: b-hoernchen am 26. Juli 2019, 22:46:00
"Süße Auguste" - auch diese Sorte ist im Mund nicht so "süß" wie sie heißt! Ebenfalls kleine Beeren, deutlich stärker verrieselt als die "Polnische Zuckerjohannisbeere" und einige verdorbene Beeren an den Trauben; deshalb war aussortieren angesagt, bevor sie in den Ernteeimer wanderten. Auch deshalb geringere Erntemenge am Strauch der "Süßen Auguste" als am gleichaltrigen Strauch der "Polnischen Zuckerjohannisbeere".

Zusammen mit letzteren und einigen restlichen Beeren im Strauch "Silvergieters Schwarze" hat es knapp gereicht, den Entsafter  anzuwerfen.

Der gewonnene Saft ist gut aromatisch, deutlich "grün"-holziger Einschlag, vielleicht weil die Beeren großenteils mit den Traubenstengeln in den Dampfentsafter gewandert sind? Trotzdem ein sehr guter Saft - insgesamt scheinen mir die späten Sorten (Ernte Ende Juli) mehr auf der aromatischen Seite zu liegen und die für die Verarbeitung geeigneteren zu sein, waährend die für den Frischverzehr im b-hoernchen-Land eher gegen Ende Juni/Anfang Juli reifen.

Leider fehlt mir die Vergleichsmöglichkeit mit der Spätesten Lubera-Sorte "Late Night".

Blackbells liegt irgendwie dazwischen, hatte ihren Geschmackszenit gegen Mitte Juli, wurde von mir aber wegen des großen Anteils durch Sonnenbrand verdorbener Früchte (und meiner Frucht, dass die Fäulnis auch den Rest der Ernte hinwegraffen würde) schon gegen Ende Juni weitgegehend abgeerntet. Einzelne Früchte hängen noch und esse ich immer noch.

Weil die Sorte wirklich eine Ausnahme bezüglcih Hitzeverträglichkeit unter meinen Sorten darstellt hier noch ein Foto des Strauchs der "Polnischen Zuckerjohannisbeere", heute vor der Ernte:
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Tester32 am 28. Juli 2019, 00:02:23
Ich habe die Ben Sarek. Hatte sie bereits vor ein paar Jahren, aber sie wuchs kaum und wurde von Jahr zu Jahr immer kleiner. War auch in Vollsonne. Die aktuelle Pflanzungsstelle scheint besser zu sein, ist Halbschatten, der Pflanze geht es gut, sie wächst. Mit gefällt das starke Aroma, der Geschmack nach überreifen Weintrauben, die teils große Beeren. Bin dieses Jahr zufrieden.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 05. August 2019, 16:46:58
Liegt es an der Premiere oder hin ich einfach zu dumm? Nachdem mir verklickert wurde, dass das Ding erst Mittsommer umfärben sollte, und ich auch meine das sie es tät, macht dieses schei% Ding wieder halt und wird wieder grün. Oder sehe ich da etwas falsch? Bild von heute.

Vergleicht es mal mit dem vorletzten Bild von mir:

https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,13160.msg3331169.html#msg3331169

 >:( €@#&@€!@73asa
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 05. August 2019, 17:23:52
Ach, so nebenbei, wehe man stellt die Premiere nicht in die Vollsonne, wo Schwarze Johannisbeeren eigentlich hingehören. Dann bleibt von der Rotfärbung nichts übrig. Hier auf dem Bild, sieht man im mittleren Topf einen Steckling der Premiere, den ich ganz am Anfang gesteckt habe und ihn bis jetzt absonnig gestellt habe. Gut vielleicht feht der Pflanze Nährstoffe. Gewachsen ist sie nicht aber unter ähnlichen Bedingungen verfiel auch meine R. Rubrum Rot 6, die man hier im linken Topf sehen kann. Im rechten Topf sieht man eine Stachelbeere dessen Name ich vergesse habe und ihn sowieso nicht freihand schreiben kann (Mucurines). Jedenfalls sieht man dort ein Dunkelgrün.


Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 05. August 2019, 17:49:34
"ja Rib-isel, hattes du vielleicht die Pflanze (den Steckling) nicht zu dunkel gestellt?"

Nein, auf die Nordseite einer 40 cm hohen Hecke, wo selbst ein Blut-kirschpflaumen-wildling, der gerne mal grün bleibt, irgendwie eine Färbung hinbekommen hat. Sie hätte also noch viel dunker gestellt werden können.

Guckt euch diese Bilder an:
https://www.lubera.com/de/shop/schwarze-rotblaettrige-johannisbeere-blacknred-premiere_produkt-2279106.html

Der relative hohe Preis wäre vielleicht zu verkraften, wenn die Rotfärbung auch gut ausgefallen wäre. Das die Färbung spät kommen soll, finde ich schon nicht toll, aber noch nicht mal das kann sie richtig einhalten.
Ich habe nicht erwartet dass sie perfekt ist, das wirklich nicht. Ich habe nicht mit dunkelrotem oder schwarzem Laub gerechnet. Wenn sie in der Qualität von Sambucus nigra purpurea gewesen wäre, wäre ich vollkommen zufrieden. Und dabei reden wir noch nicht von der Fruchtgröße, Ertrag oder Geschmack. Das was ich bisher davon mitbekommen habe, was nicht viel war und damit nicht aussagekräftig ist, war sehr vergleichbar mit vielen Sämlingen die ich hier im Garten auffinden kann. Aber auch damit hätte ich leben können. Ich weiß dass gewisse Entwicklungen Zeit brauchen, keine Frage. Diese Selektion als rotblättrig zu bezeichnen, ist aber kurz vor einer Lüge. Ich bin jederzeit bereit meine Aussagen zu revidieren und eine Richtigstellung hier zu verfassen, wenn diese Selektion in den kommenden Jahren doch seine Versprechen einhalten sollte.
Das war meine erste Pflanze die ich von Lubera mit voller Vorfreude kaufte. Ich bereue diesen Spontankauf gemacht zu haben.

Die letzten zwei Bilder wurden auch heute gemacht.

Hier kann man den absonnigen, dennoch hellen Ort sehen, an dem ich den Steckling geparkt hatte.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 17. August 2019, 20:25:29
Farbe u. kontrast des Bilds ist per DRO (vergleichbar mit HDR) aufgebohrt. Die Pflanze, dessen Name nicht genant werden darf, wirkt dennoch lascher, als es in dem letzten Video der Vertreiberfirma auf YouTube erscheinen lässt.
Titel: Re: schwarze johannisbeeren- sorten?
Beitrag von: Rib-isel am 17. August 2019, 20:29:04
Auch diese Trockenperiode hat ihre Opfer gefordert. Ojeblanc starb qualvoll in aller Stille im Kreise seiner Familie. :'(