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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: frida am 05. August 2006, 21:36:45

Titel: Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: frida am 05. August 2006, 21:36:45
Hat jemand von Euch da eine geniale Idee, wie man einfach und kostengünstig an Stangen kommt für Bohnen und zum Hochbinden von Tomaten?
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: max. am 05. August 2006, 21:47:15
genial nicht und auch nicht schön. aber billig:
dachlatten.
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: Raphanus am 05. August 2006, 21:49:43
und wie kriegste die in den Boden? Anspitzen? ::)
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: max. am 05. August 2006, 21:50:51
ja. mit einem kleinen handbeil geht das schnell. und dann in den boden reinschlagen. ich habe aber leichten boden.
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: Gülisar am 05. August 2006, 22:21:42
Eher preiswert:

 - altes Stahlrohr (=alte Wasserleitungen aus Gebäudesanierungen)
 - eventuell aus dem Rohr nur ein Zelt (liegendes Dreieckprisma) aufbauen, wenn man wenige Rohre hat und dann aus alten Zeltheringen Bodenanker setzen. Von den Bodenankern zur "Firststange" preisgünstige Wäscheleine spannen.

So ähnlich ist unser Bohnengerüst beschaffen. Baut sich schnell auf und ab und ist recht platzsparend.

gülisar
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: skorpion am 05. August 2006, 22:30:42
Auch preiswert:
Baustahlstangen, sind stabil und bekommt man an jeder Baustelle.
Für eine Brotzeit, kann man oft die ganzen Abfälle mitnehmen. :D

*lg*
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: Anne Rosmarin am 05. August 2006, 22:33:58
Hallo frida :),

ich nehme meist die Weidenstangen, die übrig bleiben, wenn ich die Rinde abschäle(die nehm ich zum Flechten). Sind von unseren Kopfweiden. Sind ziemlich praktisch die Kopfweiden übrigens, früher hatten wohl alle Bauern welche für verschiedne Zwecke.

Spitze schlag ich mit einem kleinen Beil, das darf nicht zu schwer sein, weil die Hände sonst schnell ermüden(bei mir).

Hier ein Foto von unserem Bohnengestell(hab ich auch grade bei stangenbohnen gepostet), ist auch mit Weiden zusammengebunden.

LG,

Anne
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: brennnessel am 06. August 2006, 06:25:17
Ich mache es wie Anne. Habe dazu extra verschiedene Weiden gepflanzt. Da mir diese aber bei weitem nicht reichen, hole ich mir immer wieder mal Haselstangen aus dem nahen Auwäldchen.
Die Tomaten bekommen jedes Jahr neue. Für alles andere tun ´s die alten meist noch ein paar Jahre.
LG Lisl
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: Thisbe am 06. August 2006, 09:44:35
Haselstöcke habe ich auch, die sind aber für die Tomaten in Töpfen nicht so gut geeignet. Sind einfach zu dick :( Da bin ich also auch noch auf der Suche nach einer preisgünstigen Lösung.

Viele Grüße, Thisbe *die bestimmt noch drei Plätzchen für zusätzliche Tomaten gefunden hat ;D *
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: max. am 06. August 2006, 09:50:40
nicht so schön wie weiden-bzw. haselruten, aber dafür haltbarer und auch gratis, sind bambusrohre, wenn man den bambus sebst anbaut.
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: brennnessel am 06. August 2006, 09:55:22
Ja, Sauzahn, das geht aber nur außerhalb Sibirien ;) !
Ich habe zwar Bambus, der bei meiner Freundin am Bodensee mehrere Meter hoch wird, aber ich bin schon zufrieden, dass er schon einige Winter gerade so überlebt.... ::)
Bambusstöcke würden mir schon besser gefallen, als meine "Halbwilden", wo jeder anders aussieht.... ;)!
LG Lisl
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: Anne Rosmarin am 06. August 2006, 10:06:53
Lisl,

deine Bohnenobelisken finde ich auch schön. Hatte sowas vor Jahren auch mal gemacht, aber die Tragkraft der Stangen überschätzt und das Wachstum der Bohnen unterschätzt. So fiel dann alles zusammen und ich mußte unterbauen und mit schnüren und Zeltheringen verspannen.

Mittlerweile kann ich schon ein bißchen besser abschätzen. Werde das nächstes Jahr mal wieder machen, vielleicht mit feuerbohnen, das hat ja dann Zierpflanzencharakter.

Übrigens verwende ich auch Stangen, die beim gehölzauslichten so anfallen. Für kleinere Tomaten gehen sogar Holunderstangen. Die sind im Herbst dann reichlich dürre.

Die Tomatenspiralstäbe mag ich so gar nicht,vom optischen her. Paßt irgendwie nicht zu unserem eher rustikalen Garten.

Einige Jahre hatten wir mal geschälte und unten angekokelte Eschenstangen(für die Tomaten), durch das ankolen sind sie etwas witterungsbeständiger und halten 2-3 Jahre, und man hat gleich noch Gelegenheit für ein kleines gemütliches Feuerchen ;D. Spaß muß ja auch sein, dabei.

@alle, interessant, was so an Ideen zusammenkommt.

liebe Grüße,

Anne

Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: brennnessel am 06. August 2006, 10:19:34
Naja, Anne, ein bisschen wild sehen schon aus ::) !

Als im Mai so gar nichts weiterging mit dem Auspflanzen der vorgekeimten Bohnen, dachte ich, ich würde dieses Jahr sowieso keine Stangen brauchen und habe das dann fast übersehen ..... ::)!
Für die Tomaten nehme ich wegen der Krankheiten immer wieder neue.

LG Lisl
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: Nina am 06. August 2006, 10:28:18
Ich finde auch die Ruten vom Schmetterlingsfieder sehr geeignet und freue mich immer über den Nutzen der Schnittreste. :)
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: brennnessel am 02. Oktober 2006, 07:49:52
Dieses Jahr versuchte ich es wieder einmal nach Indianerart: Bohnen etwas später zu Maispflanzen zu legen.
Erst sah alles ganz prima aus, aber als dann nach der Sommerhiitze die Bohnen so richtig loslegten , blühten und ansetzten wie verrückt, hielten das die vom Gewicht gebeugten Maisis nicht mehr aus und brachen zum Teil (oberhalb der angesetzten Kolben) ab. Jetzt hängen die Bohnen irgendwo dazwischen herum... ::) !
So wäre es gedacht gewesen:
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: caro. am 02. Oktober 2006, 08:01:18
Hallo Lisl, nächstes Jahr werde ich das auch versuchen.
Ich darf nur nicht schon wieder vergessen Mais anzubauen... ::)
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: brennnessel am 02. Oktober 2006, 08:33:24
Ich habe wahrscheinlich einen zu niedrigen Mais dafür genommen! An einem höheren hätten sie besser hochklettern können! ::)
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: Thisbe am 02. Oktober 2006, 08:39:36
Ich fand das sehr unübersichtlich, muß ich sagen.
Aber ich habe auch keine Erfahrung mit Bohnen, waren meine ersten. Und ich hatte ja viel zu wenige, irgendwie ::)
Nächstes Jahr versuche ich es mal "klassisch" an Stangen und dann sehe ich ja, wie das funktioniert.

Lisl, wie viele Bohnen hatteest Du denn pro Mais gelegt?
Und so im Halbkreis?

Viele Grüße, Thisbe *die nächstes Jahr auf jeden Fall mehr Mais braucht :D *
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: brennnessel am 02. Oktober 2006, 09:08:15
Hallo Thisbe, ich hatte den Mais auf ca. 1,5m2 im Abstand von ca. 25cm und nur zu einigen Randpflanzen je eine Bohne gelegt (oder gesetzt? weiß das jetzt nicht mehr genau...damals war das Wetter so schlecht, dass nichts mehr "nach Plan" gehen konnte!).
Eine Bohne scheint mir für eine Maispflanze genug zu sein, sonst wird sie später vollkommen überwachsen! Hätte aber noch eine Maispflanze stehen, die schon an die 2.5m hoch ist. Dieses wäre besser geeignet gewesen als meine 1,5m hohen Midnight-Blue! Dafür wird der hohe (Heiliges Korn der Inca?) ewig nicht reif. Ich glaube, der schafft es nicht mehr für Samen ::) !
LG Lisl
Titel: Re:Stangen für Tomaten, Bohnen etc.
Beitrag von: gundelrebe am 02. Oktober 2006, 14:49:59
Ich habe auch diese Mais+Bohnenmethode probiert. Den Mais hatte ich in (zu kleinen) Töpfchen à 3 Kernen vorgezogen und mit einem Abstand von ca. 70 - 80 cm gepflanzt. Um jede Dreiergruppe kamen im Kringel 5 - 6 Bohnenkerne, irgendwo dazwischen insgesamt 2 vorgezogene Zucchinipflanzen.

Der Erfolg bei den Bohnen war sehr unterschiedlich: "Mombacher Speck" und "Neckargold" keimten beim ersten Versuch gar nicht, von der Nachsaat nur einige Pflänzchen. Der Ertrag war seeehr mäßig, bis auf eine Gruppe mit "Mombacher Speck", die am Rand des Mais-/Bohnenfeldchens war. "Blauhilde" kam gut und trägt jetzt noch. Auch diese stand aber am Beetrand.

Einer Zucchinipflanze war es zu dunkel, die andere trug prima.

Der Mais (Silver Queen, Hybride - habe ich geschenkt bekommen) steht stabil, ist aber auch komplett überwachsen. Bei einigen Pflanzen wird der oberste Blütengipfel seit ca. 3 Wochen vom Bohnengewicht runtergezogen.

Nun habe ich ja keinerlei Erfahrungen um vergleichen zu können - ist ja mein erstes Gartenjahr -, doch nächstes Jahr werde ich diese Methode wieder versuchen. Allerdings werde ich die Abstände dieser Pflanzgruppen auf 1 m erhöhen und die Maisgrüppchen anhäufeln, da dieses Jahr 2 schon ganz windschief standen und festgetreten werden mußten.

LG gundelrebe