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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: graugrün am 05. November 2006, 18:37:40

Titel: Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: graugrün am 05. November 2006, 18:37:40
Ich brauch Euren Rat, denn ich habe keine rechte Idee, wie ich meine Staudenbeete unkrautsicher halten kann.
Ähnlich wie in Sarastros Beitrag mit dem Allegro Filigrano Beet habe ich meinen Boden vorbereitet, um in der Wiese hier und da ein Staudenbeet zu errichten. Nun stell ich immer wieder fest, wie schnell sich die Wiese die Flächen zurückerobert mit Klee, sehr hartnäckigen, tiefwurzelnden Gräsern und jeder Menge anderen Pflanzen. Sie drängen immer wieder in die Beete und ich könnte praktisch im Wochentakt mit dem Spaten losziehen und alles wieder abstechen, dafür fehlt mir letztendlich aber doch auf Dauer die Zeit.
Wisst Ihr eine Möglichkeit, die Beete "sauber" zu halten? Eine Wurzelsperre vielleicht?
Es sollte natürlich unauffällig sein, pflegeleicht(Versuche mit Naturstein am Rand führten nur zu einem unerträglichen Mehraufwand beim Mähen, denn das Gras wuchs zwischen den Steinen prächtig, da die Erde von den Beeten mit Kompost aufgedüngt sind) und vor allem erschwinglich, denn der Garten ist groß, allein vorm Haus die Auffahrt, die ich rechts und links mit Staudenbeeten flankiert habe, ist über 20 Meter lang.
ich hoffe, Ihr habt ein paar Tips für mich,
Saratros Beitrag ist natürlich ein Segen für einen Anfänger wie mich.
Liebe Grüße
graugrün
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: LolloRosso am 05. November 2006, 18:58:39
Nach einigem Zögern - weil ich eigentlich Plastik vermeiden wollte - habe ich mich nun entschieden, diese grünen, gewellten Standard-Beetkanten aus dem Baumarkt zu verwenden. Wenn man sie fast bodeneben versenkt, muß man ja auch das Plastik nicht sehen.
ca. 6m kosten etwa 8€. (Falls hier jemand preiswertere Quellen weiß, bitte her damit. ;D )
Sie sind praktisch zu handhaben, und können auf jede gewünschte Länge zurechtgeschnitten werden.
Ansonsten gibt es diese superedlen Beetkanten aus Stahl, aber ich würde vermuten, daß die für den etwas größeren Geldbeutel sind.

lg
Renate
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: potz am 05. November 2006, 19:36:47
Ich verwende dafür "Grundmauerschutz" .. dieses braune Noppenplastik .. in Streifen geschnitten. (Ob das jetzt preislich günstiger als die Beetkanten ist, weiß ich nicht. Der Vorteil ist auf alle Fälle, daß die Höhe nicht vorgegeben ist.)
Wobei das Ganze "nur" gegen seitliche Eindringlinge hilft.
Am "Samendruck" ändert sich nix :P
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: graugrün am 05. November 2006, 19:45:49
Ja, an die grünen Wellenteile da hab ich auch schon dran gedacht. Auf die Noppendinger da wäre ich von alleine nicht gekommen, himmel, was haben wir da meterweise Zeugs weggeschmissen nach unserer Bauzeit!!! Ob sich noch irgendwo eine Rolle auffinden lässt? Gleich morgen mal auf die Suche gehen. Die wären ja auch von der Farbe recht neutral,
bei den grünen hab ich immer Angst, daß man im Winter die Kanten irgendwie sieht, das fänd ich schon grauslich.
Naja, potz, die ausgesamten Unkräuter find ich nur halb so wild, die lassen sich ja recht leicht aushacken. Wir haben da aber irgendso ein aggressives Zeugs, irgendein Gras mit irre tiefen Wurzeln und stabilen Wurzeln vor allem ! Da reicht mein Ausstecher von der Tiefe nicht mal aus. Dasselbe mit diesen gelbblühenden Teilen mit so ganz stark gefiederten Blättern. Fünffingerkraut?? Ich weiß nicht. Ich kenn mich bei diesen Wildkräutern nicht so recht aus. Klee ist auch dabei.
Aber es ist einfach Wahnsinn, wie schnell sich das Zeugs über die Staudenbeete hermacht.
Wie steckt Ihr das dann in den Boden? Nachträglich, so mit Spaten reinstechen und einfach versenken?? Oder habt Ihr da eine Spezialtechnik??
Vielen Dank schonmal für Eure Ideen, Renate und Potz, bin mal gespannt, ob noch mehr Erfahrungen genannt werden.!
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: callis am 05. November 2006, 19:50:14
Bleibt bei den grünen Plastikwellenkanten, wenn man Rasen mäht, das Gras nicht immer in den Wellentälern (die zum Beet hin) stehen?

Ich mühe mich zweimal jährlich mit Rasenkantenstecher und Schoffel ab, den Rasen nebst seinen Unkräutern auf seine Fläche zurückzudrängen. Dazwischen sieht es dann eben ein bißchen weniger akkurat aus. ;)
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: graugrün am 05. November 2006, 19:56:48
ohje, callis,
das ist bei unserem großen Garten, und dem extrem lehmigen Boden eine wirklich schlimme Aktion, da kann man sich in dern Wachstumsphase mit nichts anderem mehr beschäftigen. Wir habens ja bislang auch so versucht, weil ich irgendwelche akkuraten Kanten gar nicht so schön fand und Wurzelsperren eben auch nicht. Unmöglich, sag ich Dir.
Es handelt sich ja auch wiegesagt nicht um Rasen, der da in die Beete will, sondern um Wiese, richtig gewachsene Wiese, die ist schon ziemlich lange dort und will eben einfach nicht weichen! ;)
Lg
graugrün
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: callis am 05. November 2006, 20:06:12
Ist das denn eine Wiesen, die nur zweimal im Jahr gemäht wird?
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: graugrün am 05. November 2006, 20:34:35
nein, das natürlich nicht, dann würde man doch meine schönen beete gar nicht sehen!!!
Aber in der Tat, eigentlich wiederum schon, ich mähe im hinteren bereich nur zweimal im Jahr und einen Weg immer kurz. Um das hinterste Staudenbeet mähe ich einen Streifen von ca 60 cm immer kurz und zwischen den Beeten zum Haus zu halte ich, ab dann, wann die Narzissen eingezogen haben, die Wiese immer kurz.
Ist schon so ne Sache mit so einem Garten, der eigentlich ne Streuobstwiese ist. Gestalterisch hab ich so meine Probleme damit, aber ich hab mir jetzt vorgenommen, nur noch wenige Staudenbeete zu machen, dafür diese top gestylt und ordentlich, sozusagen als Kontrast zu meinem natürlich vorhandenen Wildgarten.
Ob ich das so hinkriege, wie ichs mir vorstelle??
Nach meinen typischen Anfängerfehlern bin ich schon etwas entmutigt, hihi. Aber ich geb nicht auf!
LG
graugrün
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: LolloRosso am 05. November 2006, 21:46:55
Wir haben da aber irgendso ein aggressives Zeugs, irgendein Gras mit irre tiefen Wurzeln und stabilen Wurzeln vor allem ! Da reicht mein Ausstecher von der Tiefe nicht mal aus. Dasselbe mit diesen gelbblühenden Teilen mit so ganz stark gefiederten Blättern. Fünffingerkraut??

Hört sich an wie Quecke und Fingerkraut = Potentilla reptans, gute Bekannte von mir. ;D Machen bei mir etwa zwei Drittel des "Rasens" aus. Gegen das Fingerkraut, das oberirdisch seine Langfinger ausstreckt, hilft Dir natürlich auch so eine Kantenbegrenzung nicht viel, aber ich finde, man kann es bei einer deutlich sichtbaren Kante besser entdecken. Eigentlich müßte man täglich Patrouille gehen, so schnell ist das Zeug. :o
Ob die 20cm Tiefe für die Quecke tief genug ist, weiß ich noch nicht.

Keine Spezialtechnik.

lg
Renate
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: potz am 05. November 2006, 22:12:11
Wie steckt Ihr das dann in den Boden? Nachträglich, so mit Spaten reinstechen und einfach versenken?? Oder habt Ihr da eine Spezialtechnik??
"Einschlagen", das wär's ;D
Nein, keine Spezialtechnik, leider.
Einen "Graben" ausheben, bodeneben versenken und dann knapp hinmähen ... wüsste nicht wie's anders gehen sollte.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Landpomeranze † am 05. November 2006, 22:23:05
Diese grünen Plastikstreifen habe ich auch mal versucht, leider ohne großen Erfolg - das Gras hat seine Ausläufer einfach ein paar cm weiter unten ausgestreckt und ist wieder im Beet gelandet, dazu ist das Plastik nach 2 oder 3 Wintern einfach zerbröselt.

Ich grenze die Beete jetzt einfach mit mehr oder weniger großen Steinen (beim umgraben taucht ziemlich viel auf und wird am Rand deponiert) gegen die Wiese ab und mähe mit der Motorsense einen Streifen als Abgrenzung. Für die Sense (bzw den ziemlich starken Mähfaden) sind die Steine kein großes Hindernis, sie mäht auch alles ab, was sich dazwischen ansiedelt.

lg, Patricia
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: potz am 05. November 2006, 22:48:26
Hmmm ... und was nützt dir das gegen die ausläufertreibenden Gräser ? :P
BTW: Der "Grundmauerschutz" ist, wie der Name schon vermuten läßt, für den unterirdischen Einsatz gebaut. Die Rollen liegen auf 2m ... da geht nix mehr drunter durch ... höchstens Grundwasser 8)
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Landpomeranze † am 06. November 2006, 10:02:38
Hmmm ... und was nützt dir das gegen die ausläufertreibenden Gräser ? :P

genauso wenig wie das grüne Plastik, aber ich bilde mir ein, dass das ganze Unkraut durch das häufige mähen etwas zahmer wird...
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 06. November 2006, 10:39:41
ich hab das problem so gelöst...schaufel- oder spatenblattbreite entlang des geplanten beetes eine mulde ausheben (~15-20cm). das material gab ich gleich ins staudenbeet rein. mit bändchengewebe auslegen (wasserdurchlässig, verhindert aber durchwurzelung zumindest was so aus eine wiese kommt) und mit schotter auffüllen. ergibt gleichzeitig eine fläche, wo man mit einer seite des rasenmähers zum mähen entlangfahren kann, ohne gleich die stauden mit abzusäbeln. das hat sich seit jahren bei mir bewährt. wenn doch mal eine quecke oder klee in das schotterbett reinwächst, lassen sich dies rhizome ganz leicht herausziehen, weil sie ja im lockeren schotter wurzeln. der aufwand ist denkbar gering + lässt sich "en passant" erledigen.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Lilo am 06. November 2006, 11:33:37
In meinem Garten gibt es einige Beete direkt in oder an der kurzgemähten Wiese. Eigentlich reicht es, wenn ich 2 mal im Jahr mit meinem kleinen Handhäckchen den Rand entlang gehe und dabei die Unkrautwurzeln rausziehe. Es fallen hauptsächlich Klee- und Queckenwurzeln an.
Mein Garten ist recht groß und hat sandigen Boden.

LG Lilo
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: potz am 06. November 2006, 12:25:38
... mit bändchengewebe auslegen (wasserdurchlässig, verhindert aber durchwurzelung zumindest was so aus eine wiese kommt) ...
Verblüffend, daß das bei dir funktioniert ! Das Bändchengewebe hätte ich nie und nimmer als "durchwurzelungsfest" eingeschätzt.
Die "Wasserundurchlässigkeit" des Plastikmaterials ist genau das, was mir bei meiner Lösung hier nie so richtig behagt hat.
Hatte früher das ganze mit durchwurzelungsfestem Vlies gelöst. Ideales Material, das allerdings plötzlich vom (Privatkunden??-) Markt verschwunden war.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Susanne am 06. November 2006, 13:03:23


Bei den Amis habe ich mal Rasenkanten aus rostfreiem Metall gesehen. Eine dünne, biegsame Kante, die rasenbündig in den Boden eingelassen wird. Das ergibt supersaubere, wie mit dem Lineal gezogene Kanten, sieht aber völlig unnatürlich aus.
Hier findest du einen interessanten Vergleich zwischen Stein-, Holz-, Metall- und Plastikkanten.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Wühlmaus am 06. November 2006, 14:51:59
(Edel)StahlBänder werden immer mehr für solche Beetabtrennungen verwendet. Sowohl bei der BuGa in München, als auch hier auf der LaGa in HDH hab ich sie gesehen. Die Bänder sind halt optimal, da man mit ihnen sehr harmonische Ränder gestalten kann. Sie werden so tief verlegt, daß die Räder des Mähers auf der BeetInnenSeite des Bandes laufen können. Hier http://www.gnetwork.de/default_site.html findest Du entsprechende Anregungen. Die Preise sind jedoch nicht von ohne ::)
Günstiger wird es, wenn Du mit konkreten Vorstellungen zu einem örtlichen Flaschner, Schlosser gehst. Die können (Edel)StahlPlatten bestellen und bei geeignetem Werkzeug daraus abfallfrei Bänder schneiden und bei Wunsch auch umbördeln. Eine MaterialStärke von 2mm ist nicht unbedingt erforderlich, es reichen u.U. auch 1,5 oder gar 1mm.
Genau kann ich mich an den (mündlichen) Kostenvoranschlag nicht mehr entsinnen, aber der laufende Meter lag deutlich unter dem Preis der oben genannten Seite...

WühlmausGrüße
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Zuccalmaglio am 06. November 2006, 15:09:43
@ hallo graugrün,
ich kenne deine (sind leider auch meine) Bodenverhältnisse ja schon aus dem Obst-Thread.
Ich habe vor Jahren bei mir mitten in der Obstwiese ein 8x12m großes Gemüsebeet (Kartoffeln, Mais, Kohl, Grünsaat) angelegt. Begrenzt habe ich es mit Rasenkantensteinen. Ich glaube die sind so 25cm hoch und die habe ich ca. 20 cm tief im Boden versenkt. Zur Beetaußenseite habe ich dann zusätzlich Betonplatten davorgelegt. Manche 40x40 oder 30x30cm und auch ein paar 60x50cm. Was eben so da war.
Die 30iger und 40iger Platten sind Mist. Zum einen verrrutschen sie durch das dazwischen wachsende Gras und zum anderen reicht ihre Breite nicht aus, um die Quecke (das dürfte auch dein Problemgras sein) gänzlich fernzuhalten. Manchmal schaft sie es, die 40cm der Platten und die 20 cm der Rasenkanten zu über- bzw. unterwinden. An den Stellen, wo die 60x50cm-Platten liegen, habe ich an der Innenseite keinen Queckendruck mehr gehabt. Sie kam vielmehr aus den immer noch vielfach vorhandenen Wurzelstückchen, die beim jäten und Umgraben immer noch vorhanden sind bzw. neu entstehen und kaum zu sehen sind. Insofern ist das eine Lebensaufgabe, die aber im Laufe der Jahre immer weniger wird. Man muß aber wirklich permanent dabei bleiben bzw. jäten. Das gilt nach meinen Erfahrungen auch für Hahnenfuß und ähnliches. Geholfen hat mir auch etwas das ich eine Vegatationsperiode mit schwarzer Folie abgedeckt habe. Das hat den Druck etwas gemindert. Ebenso wie eine Einsaat mit Steinklee zwischen den Hauptkulturen. Den musst du aber im Spätsommer/Herbst rechtzeitig roden, sonst bekommtst du ihn im Folgejahr kaum aus dem Lehm. Die Wiese drumherum habe ich so zwischen 6 bis 8 x im Jahr gemäht, so das der Druck durch Samenflug nicht das wesentlichste Problem war. Aber natürlich kam von den Nachbarwiesen immer wieder etwas herein.
Insgesamt war es die Jahre über ein sehr großer Aufwand. Die Zeit dafür habe ich jetzt sowieso nicht mehr.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 06. November 2006, 15:20:35
diese edelstahlbänder mit falz eignen sich aber nur für gerade linien (oder kantige verläufe). beliebige geschwungene abgrenzungen sind nicht möglich...die beispielfotos zeigen auch nur gerade verläufe. wo auch immer das edelstahl material gekauft wird...edelstahl ist teuer. hab mal auf die schnelle gegoogelt...eine 0,5mm starke edelstahlplatte 100x200 cm kostet 156€. davon könnte ich 20 1m-streifen mit 10 cm breite schneiden...stückpreis 7,80€, zuschneiden kommt noch dazu :P . bändchengewebe bei der baywa kostet 57 cent/m²+ust (= 5,7 cent 1m-streifen mit 10 cm breite) 8) .
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Wühlmaus am 06. November 2006, 15:43:39
@Knorbs
Schau mal das letzte Bild unten auf dem Link ;)
Und ich hab hier noch zwei Muster stehen, beide haben einen rund umgebogenen Rand und sie lassen sich wunderbar zu Bögen biegen. Sind sie rechtwinkelig gebogen, geht das natürlich nicht mehr.

Daß diese Variante nicht billig ist, das ist schon klar, aber manchmal will mensch ja auch was Ästhetisches 8)

WühlmausGrüße
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: graugrün am 06. November 2006, 16:53:50
wow, vielen Dank für Eure vielen Antworten, bloß gut, daß man sich hier so gut austauschen kann!
Interessant, die Seite mit dem Kanten-Vergleich, die empfohlen hat!!
Naja, Edelstahl kommt hier wirklich nicht in Frage. Erstens ist das für mich wirklich viiiiieeeel zu teuer, mein Gelände ist 7800 qm groß und noch ziemlich leer, hihi, da muß ich schon ne Menge in schöne Gehölze investieren nächster Zeit, davon abgesehen, über diese Strecken, das wär ja Wahnsinn. Nee, kommt also nicht in Frage.
Die Lösung, die Du, Zuccalmaglio, beim Gemüsegarten gewählt hast, haben wir für unseren zukünftigen auch vorgesehen: Innen Beete, dann Randsteine, dann Betonplatten, noch ein Beet mit Obststräuchern und dann ein Zaun, als Wildabwehr. Zusätzlich sollen die einzelnen Beete dann noch buchsumsäumt werden ( ich weiß, schrecklich arbeitsintensiv ), das sollte als Unkraut-und Schneckenschutz reichen.
Bei den Staudenbeeten ist das natürlich nicht realisierbar. Das sähe ja mal furchtbar aus mit den betonplatten! Vielleicht probier ichs mal mit dem Grundmauerschutz, den Du, Potz vorgeschlagen hast?
Mit Lilos Methode komm ich nicht weiter, das könnte ich alle 2 Monate wiederholen und dann auch nur bei einer optimalen Bodenfeuchte, jeder der Lehmboden hat, weiß, wovon ich rede. Diese Tage sind gar nicht soooo häufig im Laufe eines Gartenjahres!
Diese Bändchengewebe, ist das so ein blaues Plastik?? Darunter kann ich mir nun gar nicht recht was vorstellen, knorbs.
Bin gespannt, obs noch mehr Erfahrungsberichte gibt.
LG
graugrün
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: potz am 06. November 2006, 17:26:33
... bändchengewebe bei der baywa kostet 57 cent/m²+ust (= 5,7 cent 1m-streifen mit 10 cm breite) 8) .
Bin jetzt auch unsicher, welches Material du genau meinst. ???
Ich hatte spontan dieses schwarze Material vor Augen, das man in jeder Staudengärtnerei/Baumschule sieht. Das ist aber deutlich teurer.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 06. November 2006, 17:37:04
ja genau das ist es potz...ich hab das in schwarz mit so roten einzelfäden drin. da stellen die staudengärtner ihre töpfe drauf ab. ich hab selber davon eine ganze riesenrolle mit 2,25m breite glaub ich rumliegen + ich hab das genau als "bändchengewebe" gekauft. anders als in ganzer rolle ist sie bei baywa-agrar auch nicht zu bekommen (da kaufen die gärtnereien ein). ich hatte natürlich vor meinem posting dort angerufen + mir den preis geben lassen...stimmt schon so...der typ bei der baywa hat gesagt...egal welche breite, 57cent/m²...basta ;D ;)
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: potz am 06. November 2006, 18:02:52
WOW! sääärrrgutt .. danke, knorbs!
Muß ich mich gleich die Tage drum kümmern .. der Preis ist akzeptabel.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Querkopf am 06. November 2006, 20:17:42
Hallo, Potz,

... Das Bändchengewebe hätte ich nie und nimmer als "durchwurzelungsfest" eingeschätzt. ...

isses auch nicht, nach dem, was ich von Staudengärtnern gehört habe. Jedenfalls nicht komplett: Quecke bohrt sich in Bambus-Manier mühelos von unten durch, kann das Gewebe sogar anheben. Tut sie bei Unkrautvlies leider auch (eigene Beobachtung). Alles andere kann man mit den Textil-Helferlein aber ganz gut in Schach halten.

@Graugrün: Wenn Quecke das Problem ist, wäre für mich der Kantenstecher das Mittel der Wahl. Plus ein unbewachsener 15-cm-Streifen am Außenrand des Staudenbeets (gemulcht, damit's nicht doof aussieht): Darauf kann ein Rasenmäher-Rad fahren, und man kriegt die Wiesenränder sauber gemäht. Schön kurz, versteht sich. Außerdem zwei Mal jährlich mit dem Kantenstecher die "übergriffige" Wiese in die Schranken weisen und das, was evtl. schon in den Beet-Randstreifen hineingewachsen ist, mit dem Grubber loshacken und aus der Erde ziehen - und gut is'. (Bei mir ist der Lehmboden manchmal auch zu hart dafür, dann weiche ich ihn halt vorm Kantenstechen und Jäten ordentlich mit dem Schlauch ein.)

Zugegeben, das dauert beim ersten Mal ziemlich lange. Beim zweiten Mal auch noch ;D. Aber später wird der Zeitaufwand jedes Mal geringer, weil das Grünzeug, das von der Wiese ins Beet will, jedes Mal weniger fest im Boden sitzt und jedes Mal mehr Wurzeln verliert.

Bei Quecke brauchst du Geduld ;)...

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: rosetom am 06. November 2006, 21:19:52
ich hab das problem so gelöst...schaufel- oder spatenblattbreite entlang des geplanten beetes eine mulde ausheben (~15-20cm). das material gab ich gleich ins staudenbeet rein. mit bändchengewebe auslegen (wasserdurchlässig, verhindert aber durchwurzelung zumindest was so aus eine wiese kommt) und mit schotter auffüllen. ergibt gleichzeitig eine fläche, wo man mit einer seite des rasenmähers zum mähen entlangfahren kann, ohne gleich die stauden mit abzusäbeln.

Geniale Idee!!! :D
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: potz am 07. November 2006, 08:41:37
... mit bändchengewebe auslegen...
Ich bin immer noch am überlegen, ob ich das richtig verstanden hab.
"auslegen" im Sinne von "auskleiden"? sprich: das Bä.gewebe liegt quasi "u-förmig" an Seitenflächen+Bodenfläche des Grabens an ?
Oh, Worte + eure mannigfaltigen Bedeutungen :-\
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 07. November 2006, 10:01:27
@potz

dein geistiges auge erfasst die situation vollkommen korrekt ;) . ich habe entlang der wiese einen minigraben geschaufelt, das bändchengewebe u-förmig reingelegt + zur wiese hin nur ganz geringfügig überstehen lassen. dann mit schotter aufgefüllt. und hier widerspreche ich querkopf. das bändchengewebe hat sich bisher als vollkommen durchwurzelungsfest erwiesen. ich verwende es ja hauptsächlich zum auslegen auf der erde und abstellen meiner diversen anzuchtgefäße/-kisten. ich habe das gewebe ohne bodenvorbereitung ausgelegt + da ist nichts durchgekommen. mittlerwele wird darunter alles schon erstickt sein, liegt ja schon seit jahren. vom rand her schieben natürlich queckenrhizome unter das gewebe, aber grüne halme tauchen nicht auf. die beschrieben abgrenzung zwischen wiese und staudenbeet hatte ich früher mit so einem vlies gemacht (nannte sich glaub ich "geotextil"). das funktioniert genauso, gebe aber zu, dass sich schon mal quecken hindurchbohren. aber es hält sich zum einen in grenzen + zum anderen passiert das nur in den oberen 3-4 cm. die in die schotterschicht eindringenden rhizome lassen sich aber wie gesagt völlig problemlos im ganzen herausziehen, weil der schotter keinen halt bietet. das ist mit ein paar handgriffen schnell erledigt. jedenfalls habe ich keine probleme mehr mit den in beet reinwuchernden wiesenunkräutern. dieser schutz lässt sich ohne großen aufwand schnell erledigen + kost fast nix 8) . ich schau mal, dass ich demnächst ein foto reinstelle zu besseren anschauung.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: graugrün am 07. November 2006, 16:42:06
Dann wär das vielleicht des Rätsels Lösung??
Bändchengewebe?
Dann werd ich mal auf die Suche nach dem Zeugs gehen.
Foto wär tatsächlich prima, knorbs,
aber Du mußt nicht extra wegen uns deine Staudenbeete aufbuddeln, ;)
Vielen Dank
graugrün
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Lilo am 07. November 2006, 18:30:54
Bändchengewebe müsste es bei Hermann Meyer geben.

LG Lilo
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: sarastro am 07. November 2006, 18:50:42
Also ich lese immer nur Bändchengewebe, Plastik und viel Folie. Und verstehe nicht warum.

In einem Beet hat ein Fremdkörper nichts verloren und schon gar kein Kunststoff, Ausnahme bei Bambus als Sperre. Wie scheußlich die Plastikumrandungen doch aussehen? Aus Eisen ja, dies lass ich mir ja noch gefallen.

Eine Rasenkante kann man doch einmal im Jahr mühelos sauber abstechen. Wenn einem dies zuviel an Arbeit ist, wem das Kantenstechen als zu akurat erscheint, der muss halt in Gottes Namen mit Gundermann und Klee im Beet leben oder diese ausdauernden Unkräuter immer wieder weghacken.

Jetzt ist doch der ideale Zeitpunkt für solche unliebsamen Tätigkeiten im Garten. Wir machen dies gleich morgen und ich zähle beiläufig mal die Laufmeter unserer Inselbeete und berichte dann, wie lange man so braucht. Keine Angst, es wird kein Rekord aufgestellt! Und vielleicht mach ich auch ein paar Bilder davon.

Es gibt doch nichts Schöneres als ein Samstag nachmittag mit dem Ritual des Kantenstechens. Danach wartet eine Tasse Tee und eine Scheibe Christstollen als Belohnung! :o ;D
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Querkopf am 07. November 2006, 19:15:56
Hallo, Christian,

... Es gibt doch nichts Schöneres als ein Samstag nachmittag mit dem Ritual des Kantenstechens. Danach wartet eine Tasse Tee und eine Scheibe Christstollen als Belohnung! :o ;D

aaalso, ich praktiziere das Ritual ja auch, siehe oben; aber dass es "nichts Schöneres" gäbe, das sehe ich (irgendwie - ein S-tück weit - ein ganz winzig kleines Bisschen ;D) doch anders ;)...

@Norbert: Dass Quecke sich durch Bändchengewebe durchschafft, ist keine eigene Beobachtung; ich hab's von Gärtnersleuten erzählt bekommen (aus zwei verschiedenen Betrieben). Aber vielleicht gibt's das Gewebe ja in unterschiedlichen Stärken, so wie das Vlies auch? Und vielleicht setzen meine "Gewährsleute" aus Kostengründen dünneres Material ein? Bei den üblichen Gärtnerei-Beeten für Einjährigen- und Staudentöpfe sind Probleme mit Dauer-Kräutern à la Quecke ja eher Ausnahme als Regel...

Bei deiner Minigraben-Konstruktion könnte die Schotterfüllung der entscheidende Trick sein; dadurch trägt das Gewebe nicht die ganze Verantwortung ;).

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: sonnenschein am 07. November 2006, 19:52:33
Das mit dem Kantenstechen ist ätzend, denn einmal im Jahr reicht mitnichten! Wenns einigermaßen aussehen soll, muß ich bei unserer Wiese!! (kein Lolium-Rasen oder sowas...) und zähem Lehmboden mindestens alle 4 Wochen stechen - und das fällt echt auf den Wecker! Die Zeit und das Geld habe ich einfach nicht! Und die Unmengen von Lehmstücken, festgetreten, weil an der Beetkante, mit obendrauf Unkrautwurzeln-Wiesenfilz, wohin mit solchen Unmengen?? Ausschütteln geht da nicht! Ach hätte ich doch sandigen Boden :'( .

Wir probieren seit letztem Jahr einen Kantenstecher, also ein Gerät fürs Durchschneiden der Grasnarbe und ein gleichzeitiges horizontales Abschneiden der Grasnarbe zu entwickeln. Nach dem Muster der Rasenabsoder die Rasenschulen verwenden, wärs traumhaft, aber das wird a...teuer oder aber man hat eine viel zu große Breite die man abschält. Also suchen wir momentan nach nicht-maschinellen Lösungen, zumindest hauptsächlich.

Ein kleines Problem ist: da sitzen schlaue Kerle im Norden auf Sandböden oder auf schönem sandigen Lehm und entwickeln was vor sich hin, was für mich von vornherein klar unausführbar ist: ich bin eine sehr starke Frau, aber mit diesen Geräten kann ich nicht mehr als höchstens einen Meter bearbeiten, auch wenns sonst das Nonplusultra wär :-X . Und die Herren könnens dann bei Praxistests vor Ort auch nicht :-X . Aber ich habe hunderte von Metern Rasenkante und es werden auch immer mehr werden.... Irgendwann, eines Tages wird es uns gelingen!
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: sarastro am 08. November 2006, 07:56:35
Ja, du hast Recht, jede Region sollte ihre Geräte ihrer Böden entsprechend entwickeln und die meisten taten dies auch seit Jahrhunderten. Ich krieg jedes Mal die Krise, wenn ich das Werkzeug von gewissen Hobbygärtnerfirmen sehe, bei denen die Bruchstelle scheinbar mit eingeplant ist, oder wenn man bei zu lehmigen Boden etwas unsanft behandelt, freut sich schon der Alteisenhändler.

Trotzdem, was anderswo praktiziert wird, sollte auch bei uns funktionieren. Und so gehe ich jetzt hinaus in den nebeligen Herbstmorgen und betreibe Frühsport - Kantenstechen. Denn dies will ich mir nicht auf das Frühjahr sparen. Da ist der Boden nass und schlammig und das Ganze wird noch kräfteraubender. Außerdem hat unsereiner im Frühjahr was anderes zu tun!
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: graugrün am 08. November 2006, 16:28:23
Ja, ich geb dem Christian 100%ig recht.
Eigentlich hat Plastik und Co. im Garten nichts verloren.
Ich wehre mich schon seit ich mich selbst im Garten betätige gegen alles dieser Art, seien es Gartenmöbel aus Kunststoff oder Töpfen oder ich weiß nicht, was.
Aaaaaber......
Wenn ich jetzt im Garten um die Beete rumtanze und Kanten steche ( ich bin kein Profi, nicht besonders stark, und total langsam :-\ ), dann sieht die Wiese nachher aus wie ein Schweinestall.
Die Wurmknödel, hihi, in einem anderen Thread hab ich doch schonmal was drüber gelesen, werden zur Schlimmerbahn, schön glänzend, festgetreten, das sieht hinterher aus wie, na, bääääh eben.
Ungepflegt, zertrampelt, hässlich.
Dann eben das Problem, daß es nun schon fast dunkel ist, wenn ich von der Arbeit komme. Am Wochenende regnets dann noch und schwups! ist Winter.
Ja, irgendwie stimmts schon, wenn mans wirklich will, dann gehts auch schon.
Ich freue mich jedenfalls schon, wenn ich von einem Profi Bilder zu sehen kriege, wies richtig geht, vielleicht stell ich mich ja auch zu dämlich an.
Ich hatte einen Kompromiß gesucht, eine Möglichkeit, schöne Rabatten zu haben, ohne, wie Sonnenschein schon sagt, alle x Wochen diese Arbeit zu haben.
Nach Ansicht der Fotos, die Du, Christian vielleicht einstellst, werd ich jedenfalls tapfer nach draussen gehen und wieder einen Versuch starten.
Die allerpreiswerteste Alternative wärs allemal.
Liebe Grüße
graugrün
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: riesenweib am 08. November 2006, 16:42:37
potzens edit: knorbsens plastik (also das bändchengewebe) sieht mensch aber doch net, weil ja mit schotter verfüllt worden ist. im prinzip sollte das ganze eigentlich einer geschotterten traufrinne ähneln oder? wie breit ist der streifen denn? und säen sich trockenkünstler drin aus`?

lg, brigitte
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: schnecke am 08. November 2006, 17:33:23
Ich hab meine Beete mit kleinen Granitpflastersteinen eingefasst.
Die alten Einfassungen sind einfach Steine ebenerdig um die Beete verlegt. Man kann also mit dem Rasenmäher dicht rankommen. Hindert allerdings die diversen Wiesenkriecher nicht daran ins Beet zu wachsen. Trotzdem hält sich die Arbeit mittlerweile in Grenzen.
Seit 2 Jahren verlege ich die Steine in einem Bett aus Splitt, das macht auch nicht mehr Arbeit und wie Knorbs schon sagte aus den Steinchen lässt sich das Unkraut leicht entfernen.
Außerdem kann diese Beeteinfassung relativ leicht neuen Erfordernissen angepasst werden ;D
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: callis am 08. November 2006, 17:44:32
Zitat
und säen sich trockenkünstler drin aus`?

Mit der Zeit bilden sich auch im Schotter Sedimente (z.B. durch nicht abgesammeltes Herbstlaub, durch Erdkrumen beim Pflanzen etc.), die dann zunächst mal Pionierpflanzen ernähren. Und wenn der Schotter in einer Rinne/Wanne aus Bändchengewebe liegt, hält sich da sicher auch eher ein gewisses Maß an Feuchtigkeit, zumal wenn der Boden stark lehmig ist.
Ich habe seit 3 Jahren einen Haufenberg Schotter vom Garagendach auf einer gepflasterten Fläche rumliegen (ca. 1 Kubikmeter, etwa 50 cm hoch). Seit diesem Jahr siedeln sich dort grobe Gräser an. Bin gespannt, was nächstes Jahr dazukommt.
Im Kiesbett rund ums Haus wachsen mittlerweile Akeleien, Lerchensporn, Centranthus, Hornveilchen, Lobelien, Lychnis coronaria, Digitalis, nichts davon von mir mit Absicht gesät. Wahrscheinlich sind die Samen ausgefallen, wenn ich Staudenschnitt zum Häckseln getragen habe.
Auf einer Granitpflasterfläche, die im Schotterbett, darauf Feinkies, darauf Sand verlegt wurde und deren Ritzen mit Feinkies und anschließend weißem Sand verfüllt wurden, wächst inzwischen (nach 6 Jahren) von der Wiese her unter anderem Klee, Hahnenfuß, Braunelle, Gräser, bestenfalls Moos.
Ich kann mir also nicht vorstellen, dass die Schotterrinne auf Dauer das Unkrautjäten erspart.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 08. November 2006, 18:00:45
grau ist alle theorie, deshalb hier ein foto von meiner art, die abgrenzung zwischen wiese + staudenpflanzung herzustellen (ich habe extremqueckenwiese mit allen sonstigen unerwünschten rhizomkriechern). von plastik sieht man absolut nix und was da so "reinwächst" schaut nur so aus, es wächst nichts rein, sondern es sind nur die halme der gräser oder der löwenzahnblätter etc., die im kiesbereich aufliegen. habe schon lange nicht mehr gemäht, deshalb sieht's etwas unordenlich aus, andereseits wirkt's nicht so penibel abgegrenzt wie mit edelstahlschienen oder vergleichbaren materialien. diese abtrennung besteht nun schon seit jahren + es handelt sich hier nicht um bändchengewebe, sondern um ein geotextil. wenn mal ein ausläufer sich anschickt, die kiesstrecke zu erobern, seh ich das sofort. da ich eh fast täglich beim abendlichen rundgang durch den garten unterwegs bin, rupf ich hier mal was + zieh dort einen ausläufer...keine wirkliche arbeit + wenn ich mal keine lust habe, macht's auch nix, dann halt das nächste mal. der erdeintrag in die schotterschicht ist äußerst gering + ja, sämlinge aus der staudenpflanzung dahinter gehen darin auf. entweder nehm ich die auf zur vermehrung oder ein kurzer handgriff in den kies + das sämlingsproblem ist erledigt. der herstellungsaufwand ist minimal + kostet fast nix.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 08. November 2006, 18:05:01
hier hab ich mal den kies weggeschoben + man erkennt das geotextil. auch ein bisschen erkennbar den erdeintrag im kies. wie gesagt besteht diese abgrenzung schon etliche jahre, funktioniert aber immer noch tadellos.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 08. November 2006, 18:07:16
und hier ein detailaufnahme, wo ich die abgrenzung mit bändchengewebe gemacht + mit grobschotter aufgefüllt habe. der schotter bildet einen schmalen streifen und setzt sich in den steingarten fort, wo dieser schotter als mulchschicht aufliegt (vermischt mit anderer körnung + gesteinsfarbe).
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: potz am 08. November 2006, 18:30:33
merci, knorbs. Nichts geht über aussagekräftige Fotos ;D
Ja, vielleicht hast du ja das selbe Geotextil wie ich damals. Dieses Material kommt bei mir ohne den Kiesgraben aus .. ist noch nie was durchgewachsen.

Tja .. und allen anderen "Schlaumeiern" ( 8) ), die die ökologisch ja so äusserst korrekte Meinung vertreten, Plasitik o.ä. hätte im Beet nix verloren und so vehement für's Kantenstechen plädieren, kann ich nur sagen :
Ähm ... schön für euch, wenn ihr so'ne Vegetation und solche Bodenverhältnisse habt, daß das funktionniert und ihr euch regelmäßig die Arbeit machen wollt. Meint ihr vielleicht ich mach das freiwillig und hätte nicht vorher alles mögliche andere probiert? Das ist eine Notlösung, Leute! und ehrlich gesagt: mir reicht der Samendruck aus dem umliegenden Wiesenland zur Genüge. Und warum, bitteschön, soll ich mir regelmäßig einen Haufen Sisiphusarbeit aufhalsen ? weil einige die Plasikstreifen im meinem Boden "Ibäbä" finden? Da leg ich mich doch wirklich lieber in meinen Liegestuhl und schau zu, wie die Quecken sich an meiner Barriere die Triebköpfe plattdonnern 8)
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Querkopf am 08. November 2006, 19:08:37
Hallo, Potz & Knorbs,

... vielleicht hast du ja das selbe Geotextil wie ich damals. Dieses Material kommt bei mir ohne den Kiesgraben aus .. ist noch nie was durchgewachsen. ...
....warum, bitteschön, soll ich mir regelmäßig einen Haufen Sisiphusarbeit aufhalsen? ... Da leg ich mich doch wirklich lieber in meinen Liegestuhl und schau zu, wie die Quecken sich an meiner Barriere die Triebköpfe plattdonnern 8)

Letzteres ist der Knackpunkt: Wenn's was gibt, was tatsächlich auch Quecke & Co. den Eintritt verwehrt, ziehe ich mein Plädoyer fürs Kantenstechen sofortissimo zurück ;D. Ich habe bisher die Stecherei einfach nur deshalb in Kauf genommen, weil ich a) keine wirklich "durchwurzelungsfeste" Alternative kannte und b) der Arbeitsaufwand fürs Kantenstechen sich bei mir inzwischen in erträglichen Grenzen hält - aber es gibt wahrlich angenehmere Tätigkeiten ;).

Bitte seid jetzt so nett & verratet, was für ein Geotextil ihr da genau verwendet habt. Normales (dünnes) Unkrautvlies kann's nicht sein, da marschiert Quecke sogar durch doppelte Lagen. Klassisches Bändchengewebe offenbar auch nicht (also haben meine Gärtner-Bekannten wohl keine Märchen erzählt). Tja, was isses denn dann? - Wenn ich's wüsste und das Zeug hätte, dann würd' ich Knorbs' Lösung ja sofort nachbauen :D...

Merci & schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 08. November 2006, 20:16:26
so sieht mein bändchengewebe aus. hier ein foto, wo das bändchengewebe vor 2 oder 3 jahren direkt auf die wiese gelegt wurde. habe das gewebe etwas zurückgeschlagen...da ist nicht mal mehr ne wurzel von gras der angrenzenden wiese drunter + nirgends wächst was durch. wer bedenken hast, soll das gewebe doch einfach einmal umschlagen, dann liegts doppelt zur wiesenabgrenzung an + gut is ;D 8)
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: riesenweib am 08. November 2006, 20:29:06
heisst das zeug nicht maipex (maitex?). irgendwann hat mir mal wer den namen gesagt, aber es ist leider lange her.

lg, brigitte
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: sarastro am 08. November 2006, 21:38:23
Mypex-Vlies

Fragt mich nicht, woher dieser dämliche Name kommt. Vielleicht hieß die Firma so. Ich kann mir jedenfalls auf meinen Stellflächen keine andere Abdeckung mehr vorstellen. Wenn die Stellbeete geräumt werden, dann wird mit dem Straßenbesen alles sauber zusammengekehrt und die frisch getopften Pflanzen wieder hingestellt. Und fertig ist die Laube.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: knorbs am 08. November 2006, 22:27:18
mypex gibt's z.b. bei www.hermann-meyer.de (artikel hier)

meine ist glaub ich "aquatex ground cover"
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: sarastro am 08. November 2006, 22:47:22
Heute habe ich wie versprochen alle Inselbeete und Schaurabatten gerasenkantet. Davor bin ich sie abgeschritten. Mein ausholender Schritt beträgt genau einen Meter. Summa summarum bin ich auf 210 m gekommen. Da wurde mir dann schon etwas mulmig. Ob ich den Mund etwas zu voll genommen habe? :o >:(

Um 10 Uhr begann mein schwerer Spaten in Aktion zu treten. Das reine Abstechen nahm etwa 2,5 Stunden in Anspruch. Dies ging einigermaßen flott voran, immer im Sekundentakt einen Spatenschlag. Alle zehn Minuten eine Verschnaufpause, alle dreiviertel Stunde eine Zigarette zur Beruhigung. :P

Wesentlich zeitaufwändiger gestaltete sich das Wegfahren der abgestochenen Rasentrümmer. Es waren insgesamt 12 Schubkarren voll, wird sicher in ferner Zukunft wertvoller Kompost. Übrigens benötigt man für solcherlei Arbeit keine Schnur, sondern man muss etwas Zielwasser trinken, da die Inselbeete rund und nicht viereckig sind. ;D

Bilder und detaillierte Beschreibungen folgen später.
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: Minigarten am 09. November 2006, 13:08:23
Diese Folie wird bei uns (Ruhrgebiet) als Wurzelfolie für den Terrassenbau verkauft. Das soll man unter seine Holzterrasse legen, damit von unten nichts durchwächst.

LG,
TKsys
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: LolloRosso am 09. November 2006, 13:26:56
Mich würde ja interessieren, wie die "bekennenden Abstecher" die Beetgröße konstant halten. Bei mir werden bei der Gelegenheit die Beete immer ein bißchen breiter. ;D

Wesentlich zeitaufwändiger gestaltete sich das Wegfahren der abgestochenen Rasentrümmer. Es waren insgesamt 12 Schubkarren voll, wird sicher in ferner Zukunft wertvoller Kompost.

Irgendwie beruhigend, daß es dem Profi auch nicht besser geht als dem Gartenneuling.
Das Abstechen finde ich nicht schlimm, aber ich weiß wirklich nicht mehr, wohin mit dem queckenfingerkrautverseuchten Abraum. Oft mache ich mir die Mühe, das Zeug durchzusieben, aber das ist mühselig und kostet viel Zeit, und es bleibt trotzdem noch vielzuviel übrig, das man nicht so einfach auf den Kompost geben kann.

lg
Renate


Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: sarastro am 12. November 2006, 19:47:31
Hier nun einige Praxistipps zum Thema Kantenstechen.

Wichtig ist ein schwerer Spaten mit gut schneidendem Blatt, also nicht zu stumpf. Ein englischer Gardenladyspaten tut es aber auch.
Man hält das Spatenblatt im 45-Grad-Winkel gegen die Kante und sticht regelmäßig im Sekundentakt nach unten. Dies funktioniert aber nur gut, wenn die Erde weich ist. Es geht also nur reibungslos im Herbst oder im Frühjahr, wenn durch den Regen die Erde locker geworden ist. Im Sommer hat man wenig Chance, es ist einfach zu hart und man plagt sich nur unnötig.

Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: sarastro am 12. November 2006, 19:48:32
Hier die Aktion von oben
Titel: Re:Staudenbeet inmitten der Wiese- Praxistipps gesucht
Beitrag von: sarastro am 12. November 2006, 19:52:44
Die abgestochenen "Rasenziegel" und Unkräuter nach der Aktion des Abstechens entfernen und verkompostieren.

Danach kann man noch die Kante mit dem Spaten festklopfen oder noch krumme Stellen ausbügeln.

Bei frisch angelegten Beeten im einer Rasenfläche nimmt man einen leichten Spaten und klopft mit ihm eine Kante in die lockere Erde. Dies beansprucht mehr Gefühl und Erfahrung als die oben beschriebene Variante bei einem bestehenden Beet.