garten-pur

Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: mensa am 13. November 2006, 22:19:24

Titel: Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: mensa am 13. November 2006, 22:19:24
Bitte nicht böse seien zu mir.
Ich bin sehr nett zu meiner Umgebung in der Siedlung- guten Tag als Gruß - schleich mich nicht hinerücks ein- bin einfach ganz neutral, höre zu, wenn ich was ordendliches weis gebe ich auch tips.
Ein bischen Eigenleben habe ich auch noch welches man ja im Gartem-Pur-Forum bemerkt.
Niemand will mein GartenErntegemüse. Worann das liegen kann habe ich LANGE nachgedacht.
  a Die Anderen versuchen es erst gar nicht, da sie wissen was rauskommt wenn man was herschenkt.
  b Vom Nazisohn nimmt man nichts geschenktes, auch wenn er Kommunist ist.
 c Oder geht es um NEID. Der Beschenker hat keinen grünen Daumen oder ist zu faul was anzubauen.
 d Oder es verbietet die Ehre Frischgemüse geschenkt anzunehmen, soviel, wie, ich bin unabhängig und kann mir kaufen dann und wann ich will im SUPERMARKT, ansonsten Armutschkerl.
 e Da steht Users Beitrag zu "Ernte nicht mal herschenkbar" und du bist drann einen passenden Kommentar abzugeben.
Gruß
mensa

Kaufhaus Lidl Olivenöl 2 Liter 3 Euro. In den OlivenÖl-Anbaugebieten kostes es aber 10 Euro
Verschnitt, Betrug , alles klar.
Und wer meine abgekürzte rational logische deutsche SPRACHE nicht verstehen will, sollte es mal mit Deutschkursen für Ausländer versuchen. (dies zu meinen Deutsch-Kritikern)
Seid ihr ja nicht , also alles im Besten.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: frida am 13. November 2006, 22:25:44
Da ich zu den Leuten gehöre, die sich gerne auch mit fremder Ernte beschenken lassen (ich bin einfach immer total dankbar, auch weil wir finanziell knapp sind), kann ich mich nicht so leicht in diejenigen einfühlen, die das nicht wollen. Aber ein Grund fällt mir ein:
Man gibt Unabhängigkeit auf. Im Supermarkt kann ich entscheiden, heute koche ich Paprika mit Tomaten. nach Deinem Geschenk "muß" ich vielleicht Mangold kochen oder Bohnensuppe...

Ansonsten bekommst du noch ne PM von mir.
Gruß, frida
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Christina am 13. November 2006, 22:28:28
An deinen etwas eigenwilligen Schreibstil hab ich mich schon gewöhnt ;D

Hier ist es ähnlich: Meine Süßkirschen, Birnen, Walnüsse ect will auch fast keiner, sie müßten es doch selber ernten. Ist glaube ich vielen zu mühsam. Inzwischen kenn ich die Leute, nur noch die 3 die wrklich Interesse daran haben werden noch zum Ernten eingeladen.

Christina

p.s. mit meiner Nachbarin tausch ich fleißig Gemüse. Im ersten Jahr, als mein Gemüsegarten noch nicht war, hat sie mir jeden tag was gegeben. Als sie merkte, daß ich darüber hocherfreut war, wurde es immer mehr. Inzwischen habe ich den Verdacht, daß sie damals extra mehr angebaut hat.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Luna am 13. November 2006, 22:31:42
Warum baust du mehr an, als du in einem Jahr essen kannst ???

Ich nutze meinen Tiefkühler und die Einmachgläser und freue mich auf die frische Vielfalt der kommenden Saison
Titel: Re:Ernte nicht mal VERschenkbar
Beitrag von: Hempassion am 13. November 2006, 23:06:55
Ich plädiere mal OT für eine korrekte deutsche Sprache! Will heißen, das Wort "herschenkbar" gibt es nicht, das heißt verschenkbar, lieber Mensa!

Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Katrin am 13. November 2006, 23:15:37
Das ist doch bloß umgangssprachlich. Ich sage nie verschenken, sondern immer das von Mensa gebrauchte Wort. Es versteht doch ohnehin jeder.

Was hättest du ihnen denn angeboten, Mensa? Wir nehmen gerne etwas, wenn es andere zuviel haben und schenken dafür auch her. So kommt man zu Früchten oder Gemüse, das man selbst nicht hat und die anderen freuen sich auch.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: LolloRosso am 13. November 2006, 23:25:19
Mensa, ich krieg' meinen Topinambur auch nicht los. ;D

Was sagen die Leute denn, warum sie die angebotene Ernte ablehnen, hast Du mal gefragt?
Bei uns in der Gartenanlage gab es z.B. öfter mal die Situation, daß die Leute selbst eine Schwemme haben - Zucchini, Pfirsich, Kürbis, Äpfel -natürlich tauscht man dann, aber oft ist es trotzdem zuviel, und das Zeug nicht lagerfähig. "Pfirsich? Nee danke, hab ich selber."

(Beiseite: ich frage mich immer, wo die Unmengen Kürbis hingehen, die so jeden Herbst leuchten. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das alles gegessen wird. So toll schmecken die ja nun nicht.)

Und was man auch sehen muß: Gemüse und Obst in größeren Mengen sind aufwändig zu verarbeiten, viele haben die Zeit oder die Neigung dazu nicht. So habe ich es z.B. gar nicht mit dem Einkochen. Glücklicherweise habe ich eine Freundin, die gerne kocht, aber nach dem dritten Wochenende stundenlang am Herd hat sie dann doch auch mal abgewinkt. ;D

Allerdings, mir stellt sich schon auch die Frage, warum baust Du eigentlich so viel mehr an, als Du selbst verbrauchen kannst? Einerseits ackerst Du wie ein Wilder, andererseits wirst Du es nicht los. Logisch ist das nicht. ;)Mach doch statt eines weiteren Gemüsebeetes lieber eine Staudenrabatte.

Oder verkauf' das Gemüse/Obst vor der Gartenanlage für kleines Geld. Nicht-Gartenbesitzer sind oft dankbare Abnehmer.

lg
Renate
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Luna am 13. November 2006, 23:25:19
Es versteht doch ohnehin jeder.

... eben nicht, ich muss oft nachfragen oder Tante Google bemühen, darum schreibe ich immer in der deutschen Version in meinen Posts, weil das Forum .de ist
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: max. am 13. November 2006, 23:35:49
@hempassion,
Zitat
Ich plädiere mal OT für eine korrekte deutsche Sprache! Will heißen, das Wort "herschenkbar" gibt es nicht, das heißt verschenkbar, lieber Mensa!
das wunderbare an der deutschen sprache ist, daß durch freie kombination mit "unstatthaften" präfixen neue wörter entstehen, die sofort verständlich sind, wie etwa herschenkbar.
"korrekter umgang" mitder deutschen sprache wäre ihr tod.
@mensa
weiter so, mein lieber!
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Hempassion am 13. November 2006, 23:45:53
Über die Denunziation der deutschen Sprache könnte man sicher eine lange und breite Diskussion lostreten, aber ich meine mich erinnern zu können, dass es in dieser Richtung schon mal im Zusammenhang mit Anglizismen einen Thread gegeben hat. Von daher beschränke ich mich darauf, zu erwidern, dass ihr natürlich machen könnt, was ihr nicht lassen könnt, aber ich finde es eben nicht gut! 8)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Nina am 13. November 2006, 23:46:39
Mensa, hast Du Deinen Nachbarn vielleicht erzählt (oder wissen sie es), daß Du Deinen Garten mit menschlichem Dünger versorgst? ::)

Ist ja nicht jedermanns Sache. ;)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: max. am 13. November 2006, 23:50:47
@hempassion,
Zitat
...Über die Denunziation der deutschen Sprache...
wieso, um himmels willen, nennst du das "denunziation"?
sieh es doch als spielerischen umgang mit der sprache. das tut dir besser und "mensa" erst recht.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Luna am 13. November 2006, 23:55:47
.... ich würde es gene in "Deutsch" haben, damit ich (Ausländer) nicht Tante Google und andere Lexika bemühnen muss.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Jindanasan am 14. November 2006, 00:53:41
Mensa,
mir geht es auch oft so dass Leute es gar nicht zu schätzen wissen wenn ich ihnen Gemüse oder Obst aus dem Garten schenke. Ich denke viele Menschen haben wenig Bezug zur Natur und finden Selberangebautes eher suspekt da es 1. schon mal nicht aus dem Supermarkt kommt, 2. nicht in Plastik verpackt ist wie im Supermarkt, 3. nicht so aussieht wie das aus dem Supermarkt(Optik geht vor Qualität für die Meisten),4. viele nur wenig Gemüse bzw auch nur wenige Gemüsesorten essen und 5. die wenigstens noch Einmachen, Einfrieren,...6. Leute die selber Gemüse anbauen für die meisten schon irgendwie seltsam sind(ist ja so out, so spießig, lohnt sich finanziell nicht,....)
Ich gebe nur noch Leuten etwasab, die es zu schätzen wissen und esse bei Gemüse- oder Obstschwemmen lieber extrem viel Gemüse und Obst frisch oder friere es ein,... als es jemanden zu geben der es evtl vergammeln läßt.
In meinen Augen bist Du ein absoluter Wunschgartennachbar-hätte auch gerne mal jemand der mir Gemüse schenkt.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: .Gart am 14. November 2006, 08:15:28
Die Erntemenge kann man ja nicht einfach so programmieren, grad bei Obst. Aber auch im Gemüsebeet gibts mal zu viel, dann wieder zu wenig. Da ist Verschenken eine gute Lösung. Allerdings hat in guten Jahren halt auch der Nachbar meist zu viel, und wer keinen Garten hat, mag nicht ernten kommen. Ernte wird ja auch erst zur solchen, wenn sie geerntet ist. Was am Baum hängen bleibt, ist kein Ertrag, sondern für die Vögel.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: brennnessel am 14. November 2006, 08:31:07
In unserer kleinen Siedlung machen wir oft Tausch"geschäfte". Die eine Nachbarin ist Spezialistin für frühe Gurken und Salat. Von mir bekommen die Leute Tomaten und Gemüse vom Acker. Andere haben aus Zeitmangel gar kein Gemüse, dafür einen riesigen Roten-Boskoop-Apfelbaum, dessen Äpfel sie alleine nie aufessen könnten.........
Es macht einfach Freude, wenn man sieht, dass auch dann nichts verderben muss, wenn die Ernte besser ausfällt, als erwartet !
LG Lisl
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: falbamine am 14. November 2006, 08:45:07
ich gebe auch immer weniger ab( verschenke)...bei mir wollen die Nachbaren nür Gemuse das sie kennen,und nür grosse rote Tomaten
und chili schon gar keinen!
Wollen überhaupt nicht neues probieren !
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Moniis am 14. November 2006, 08:51:28
Hallo,
ich wünschte, ich hätte Nachbarn die Gemüse/Obst herschenken. Da würde ich gewiß nicht nein sagen ;D .

Mein Eltern hatte bis vor einigen Jahren einen großen Garten, hauptsächlich für Gemüseanbau (der fehlt mir sehr), auch viele Obst- und Nußbäume standen dort.
Bekannte holten gerne Obst ab, aber NUR wenn es schon gepflückt war und abholbereit im Korb lag!! Beim Gemüse war es ähnlich. Ausgemachte Kartoffel? Gerne! Selbst tätig werden? Fehlanzeige. Da gab es sogar einige, die nicht zum Abholen kamen, sondern erwarteten, dass ihnen ihr Korb nach Hause gebracht würde...

Ich glaube, dass du keine Abnehmer für deine Ernte findest liegt an einer Mischung aus Bequemlichkeit der Leute und ihrer Abneigung dagegen, sich als " Wohltätigkeitsempfänger" zu empfinden.

Eine mögliche Lösung könnte sein, sich mit Gartennachbarn/Gartenfreunden abzusprechen, wer was anbaut und den Ertrag dann zu teilen. So zumindest haben meine Eltern es dann praktiziert und alle waren zufrieden.

Das die politische Gesinnung des Anpflanzenden oder seiner Eltern ein Grund sein könnten, kann ich nicht so recht glauben.

LG, Moniis
Titel: Re:Ernte nicht mal VERschenkbar
Beitrag von: superdino2 am 14. November 2006, 08:53:19
Ich plädiere mal OT für eine korrekte deutsche Sprache! Will heißen, das Wort "herschenkbar" gibt es nicht, das heißt verschenkbar, lieber Mensa!

bei uns sagt man aber auch "herschenken", und nicht "verschenken" ;)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Susanne am 14. November 2006, 08:53:44
<ot>
Zitat
Ich plädiere mal OT für eine korrekte deutsche Sprache! Will heißen, das Wort "herschenkbar" gibt es nicht, das heißt verschenkbar, lieber Mensa!

Eine gewagte Behauptung. Das Wort "herschenken" gibt es durchaus, nur steht es nicht im Duden1. Der Duden ist nur ein Nachschlagwerk für die Rechtschreibung der meistbenutzten Wörter. Wenn er den gesamten Wortschatz des deutschen Sprachraumes enthielte, wäre er wohl ein paar Kilo schwer.
"Herschenken" ist im süddeutschen und österreichischen Sprachraum nicht ungewöhnlich.

Der Gebrauch regionaler Begriffe hat nichts mit richtigem (korrektem ::)) oder falschem Deutsch zu tun. Um regionale Sprachschöpfungen zu verstehen, muß man nur ein wenig über die (eigenen) Grenzen hinaus gehen. Und man kann sich sogar an sprachlicher Vielfalt erfreuen... ;)
</ot>

Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Sabine G. am 14. November 2006, 09:00:00
und um den ganzen die Krone aufzusetzen:

Ich habe den neuesten Duden vor mir liegen ( meine Tochter lernt ja neue deutsche Rechtschreibung).
Es gibt darin verschenken. Aber nicht verschenkbar.
Das sagt mir zumindest, dass sich Sprache eben fortentwickelt und der Duden das nicht immer mitbekommt.
"Verschenken" ist fuer mich ein Geschenk mit Schleife ( bildlich gesprochen).
Das Wort "herschenken" gebrauche ich, wenn ich z.B. abgetragene Kleidung meiner Tochter, die es fuer den Sandkasten allerweil noch tut, weitergebe.

Viele Gruesse
Sabine
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Blue am 14. November 2006, 09:02:02
Ich liebe geschenktes "Selbstbaugemüse" - und eben darum versuche ich aber immer ehrlich einzuschätzen, ob ein "Angebot" auch wirklich ernst gemeint ist. Wenn jemand mit einem Armvoll vor einem steht, ist es ziemlich klar, aber bei einem "Du kannst Dir ruhig mal was nehmen!"?? Könnte das vielleicht so gemeint sein wie bei vielen Leuten dieses beiläufig geäußerte "Kommen sie doch gerne jederzeit mal vorbei!"?? Und wieviel darf ich dann nehmen? (Was ist, wenn ich den halben Apfelbaum abernte, und gemeint war eher ein halbes Dutzend?)

Vielleicht kommen einige empfundene "Ablehnungen" auch aus solchen Unsicherheiten?

Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Susanne am 14. November 2006, 09:04:43
Zitat
Niemand will mein GartenErntegemüse. Worann das liegen kann habe ich LANGE nachgedacht.

Ich glaube kaum, daß es an den Punkten liegt, die du da angeführt hast, Mensa.
Ich beobachte hier in den Kleingärten ein noch bizarreres Verhalten: Leute bauen Obst und Gemüse an, ernten und essen es aber nicht.

Anfangs habe ich gedacht, daß sie vielleicht keine Zeit haben für Ernte und Konservierung, dann habe ich aber gemerkt, daß die betreffenden Leute alle etwas gemeinsam haben. Nämlich eine beängstigende Entfremdung von der Natur. Die ziehen ihre Kinder mit der Flasche auf, essen überwiegend Fertigprodukte, kaufen "saubere" Granny-Smith-Äpfel und bevorzugen Treibhausware vor Freilandgemüse. Wenn etwas nicht in Plastik verpackt ist, dann trauen sie dem nicht, selbst dann, wenn sie es selbst "erzeugt" haben!

Wenn dein Gemüse gewaschen, adrett foliert und etikettiert wäre, dann hätte es vielleicht bessere Chancen...

Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: superdino2 am 14. November 2006, 09:41:39
Zitat
Niemand will mein GartenErntegemüse. Worann das liegen kann habe ich LANGE nachgedacht.
Anfangs habe ich gedacht, daß sie vielleicht keine Zeit haben für Ernte und Konservierung, dann habe ich aber gemerkt, daß die betreffenden Leute alle etwas gemeinsam haben. Nämlich eine beängstigende Entfremdung von der Natur. Die ziehen ihre Kinder mit der Flasche auf, essen überwiegend Fertigprodukte, kaufen "saubere" Granny-Smith-Äpfel und bevorzugen Treibhausware vor Freilandgemüse. Wenn etwas nicht in Plastik verpackt ist, dann trauen sie dem nicht, selbst dann, wenn sie es selbst "erzeugt" haben!

Mah, glaubst wirklich, daß das so ist.. es kann doch gar nicht sein, daß Leute so blöd sind.

Bei uns wird auch nicht alles verwertet, weil wir zu wenig Zeit haben zum verarbeiten und auch nicht so recht wissen, wie man was macht. Unsere Eltern konnten uns das nicht beibringen. Aber so langsam lernen wir dazu.. es wird jedes Jahr mehr :)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Aella am 14. November 2006, 09:42:05
ich freue mich wahnsinnig darüber, wenn mir jemand was von seiner ernte abgeben will.
leider kommt das kaum vor, da ich kaum einen kenne, der etwas anbaut :-\
und das die leute nicht ernten wollen versteh ich auch nicht, das macht doch am allermeisten spaß.

auch wenn ich meine kleine ernte in meinem minigarten locker selbst verbrauchen kann, schenke ich gerne was her.
mittlerweile aber auch nur noch den leuten, wo ich weiß, daß sie sich wirklich darüber freuen und die durch mich den gefallen an besonderen gemüsesorten gefunden haben.
die, die nur die nase rümpfen und bei einer z.b. gelben tomate sagen "ne, die ess ich nicht, tomaten müssen rote sein", die bekommen auch nichts mehr...pech gehabt.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: rosetom am 14. November 2006, 11:54:59
Vielleicht möchten einige Leute auch nicht das Gefühl haben müssen, "in der Schuld" von jemandem zu stehen, weil sie sich nicht gleichwertig "revanchieren" können? Einige könnten sich dann einfach zu Gegenleistungen "verpflichtet" fühlen, zu denen sie sich nicht im Stande sehen. Schade, denn wenn ich Überschuss verschenke, mach´ ich das doch nicht mit "Hintergedanken"!
Gott sei dank ist das in unserer kleinen Landgemeinde bislang nie ein Problem gewesen - ich für meinen Teil nehme sehr gern Obst und Gemüse an, von dem ich zuwenig habe und gebe auch gern alles her, was für meine Familie zu viel ist. Auf diese Art zu tauschen ist doch schön und auch vernünftig!
Und was die "komisch gefärbten, ungebührlich geformten" Tomaten betrifft: Bei mir werden die Leute immer mehr, die schon im März (!) fragen, ob sie doch auch bitte heuer ein paar "übriggebliebene" Tomatenpflänzchen haben könnten - "aber nur die bunten bitte, weil die krieg ich sonst nirgends!" ;)
Also Mensa: Nicht aufgeben, weiter freundlich bleiben und sich nicht ärgern! Wer Plastikverschweißtes essen will, soll es sich eben kaufen!
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: SouthernBelle am 14. November 2006, 12:10:33
Doch, doch, es stimmt leider, dass (viele?) Leute nur noch gewaschenes, poliertes eingeschweisstes Obst und Gemuese fuer das richtige halten. Ich verschenke Fallbirnen, gute Essorten vom hohen alten Baum, daher kann und mag ich nicht pfluecken. Die Druckstellen und die braunen (Rost)Pusteln sind ein echtes Problem. Selberpfluecken schaffen nicht mal die laendlichen Nachbarn, die die entsprechenden Leitern besitzen. Ich selber kann die Zentner von zwei Riesenbaeumen nicht verwerten, obwohl ich immerhin ein bischen Saft und Gelee gekocht habe und 20kg mit den Aepfeln zum Pressen gegeben habe.. Aber soll ich nun deswegen die Baeume entsorgen? Das waere doch schwachsinnig!
Tauschen geht in kleinem Rahmen mit meinen Eltern, zB Birnengelee gegen Johannisbeergelee oder Birnen gegen Walnuesse.
Im Buero werde ich Birnen am besten los, wenn ich essfertige Spalten auf den Tisch stelle- aber nee, das mach ich nicht mehr.

Vielleicht ist der Vorschlag zu verkaufen nicht so dumm, wenn es billig genug ist, kommt die Schnaeppchenmentalitaet zum Tragen!

Gemuese produziere ich nur in verwertbaren Minimengen.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: max. am 14. November 2006, 13:15:36
Zitat
Vielleicht ist der Vorschlag zu verkaufen nicht so dumm, wenn es billig genug ist, kommt die Schnaeppchenmentalitaet zum Tragen!
verkaufen ist sehr gut. aber nicht möglichst billig, sondern möglichst teuer. billig ist minderwertig und teuer ist gut. ich mach das so mit meiner -eigens zu diesem zweck erzeugten-überproduktion.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: riesenweib am 14. November 2006, 13:49:24
....Ich beobachte hier in den Kleingärten ein noch bizarreres Verhalten: Leute bauen Obst und Gemüse an, ernten und essen es aber nicht. ...

das machen auch unsere nachbarn, die gärtner, die saison(setz)ware produzieren. haben obstbäume, pflanzen gemüse. kaufen dann die billigen leftovers (angliszismus, sic) vom grossgrünmarkt "schau, de sand riiesig, und soo schee" (="schau, die sind riiiiesig und sooo schön".

heuer wollte neamd unsere zwetschg'n, hatten unmengen. 2/3 konnte ich verarbeiten,1/3 net.

lg, brigitte
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Huschdegutzje am 14. November 2006, 14:23:38
Ich hätt sie gern genommen, deine Zwetschgen :D.
Da hätt ich dann Latwerisch draus gemacht und lecker Kuchen und noch ein paar eingefroren. ;D
Leider wohnst du ein wenig weit weg ( so für´s nächste Jahr) ;)

Gruß Karin

Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Aella am 14. November 2006, 15:01:28
schad, daß wir alle soweit auseinander wohnen und die post so teuer ist, sonst könnten wir "überernte" päckchen tauschen :D ;D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: SouthernBelle am 14. November 2006, 15:07:25
Mir ist noch was eingefallen: in Kiel gabs bei der Verbraucherzentrale eine Obst- und Gemueseboerse, die brachte Angebot und Nachfrage zusammen. Das war seinerzeit ganz erfolgreich, wer sich da meldet, ist auch erntebereit. Gibts das vielleicht auch bei Euch?
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Pinguin am 14. November 2006, 15:27:26
überschüssige Ernten kann man auch der Armentafel (heißt lokal sicherlich anders) spenden, bestimmt freuen sich die Obdachlosen dort über ein wenig frisches Obst und Gemüse, und man hat gleichzeitg etwas gegen die soziale Kälte in unserem Land getan
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: riesenweib am 14. November 2006, 15:39:56
im prinzip eine gute idee, aber wie schon oben angesprochen, da muss ich
erstens ernten (es waren zum schluss sicher noch 20kg zwetschgen drauf, es ist aber ganz einfach keiner von uns zum herumklettern gekommen)
zweitens erstmal eine gemeinnützige institution finden, die nicht ettiketiertes obst will und verarbeiten kann und will, und akzeptiert das eventuell auch mal eine unperfekte frucht drunter sein kann, und
drittens ca eine stunde nach Wien fahren, das obst abliefern. hier im ort gibt es leider nichts einschlägiges.

geht das bei Euch einfacher?

lg, brigitte
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Pinguin am 14. November 2006, 15:56:28
brigitte, ich hab bei uns im lokalen Wochenblatt schon Anzeigen gesehen,
in denen Obst zum Selberpflücken angeboten wurde, aber ich weiß leider nicht, ob sich darauf dann Leute gemeldet haben,

wir haben hier im Ort ein Kinderheim, und da hier jeder jeden kennt, also eine Art Vertrauensbeziehung besteht, ist's unkompliziert,
aber Du hast natürlich Recht, das kann woanders schon ganz anders sein
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: riesenweib am 14. November 2006, 16:35:24
ich werde mal bei unsvorfühlen, so ein ringtausch wie brennnessel schildert wäre ganz toll :D. ichsuch z.b. immer ribisl zum selberbrocken (=selberpflücken)

lg, brigitte

nachtrag: johannisbeeren such' ich ;)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: brennnessel am 14. November 2006, 16:55:12
ich werde mal bei unsvorfühlen, so ein ringtausch wie brennnessel schildert wäre ganz toll :D. ichsuch z.b. immer ribisl zum selberbrocken (=selberpflücken)

lg, brigitte

nachtrag: johannisbeeren such' ich ;)
Schade, dass du so weit weg wohnst, Brigitte, die gehören nämlich bei mir auch zu den Früchten, von denen ich jedes Jahr mehr habe, als ich brauche!

Da fällt mir noch etwas ein:
Ein freundlicher Gartenmensch stellt seine Überschüsse zur freien Entnahme mit einem netten Schild vor sein Gartentor an den Strassenrand und freut sich, wenn die Körbe leer geräumt wurden!

LG Lisl
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: fars am 14. November 2006, 17:05:22
Da fällt mir noch etwas ein:
Ein freundlicher Gartenmensch stellt seine Überschüsse zur freien Entnahme mit einem netten Schild vor sein Gartentor an den Strassenrand und freut sich, wenn die Körbe leer geräumt wurden!

Diese Sitte ist in England weit verbreitet. Gärtner verkaufen ihre Produkte am Straßenrand in Form der Selbstbedienung. Da steht auf dem Campingtisch eine Zigarrenkiste, in die das Geld geworfen wird. Muss wohl hervorragend funktionieren, sonst würde man es seltener sehen.

Ähnliches funktioniert auch in Südtirol mit Obst und Traubenmost.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: lonesome_ am 14. November 2006, 18:31:31
Zitat
Ich beobachte hier in den Kleingärten ein noch bizarreres Verhalten: Leute bauen Obst und Gemüse an, ernten und essen es aber nicht.


stimmt leider so absolut. prestigeanbau von gemüse im garten ohne den eigentlichen wunsch ernten (und damit verarbeiten) zu wollen. da ist schon egal, dass man die reste im herbst in einer gewaltaktion vernichtet.
oder man wartet am besten bis der frost kommt, da hat sich der fall erledigt.





Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: lonesome_ am 14. November 2006, 18:37:00
ein phänomen, dass es vor 17 jahren noch nicht gab ::). das hat sicher was mit unseren gen zu tun, das wir uns seitdem zugelegt haben.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Eva am 14. November 2006, 18:39:55
Naja, "Prestigeanbau" ist vielleicht einfach ein relativ skurriles Hobby. Vorteile: man kommt viel an die frische Luft dabei und besonders umweltschädlich ist es auch nicht, das Verletzungsrisiko dabei ist gering und man kann mit den Pflanzen Therapiegespräche führen....

 ;)

Naja, einen Obstbaum würd ich auch nicht gerade umsägen, selbst wenn ich nur einen Teil der Früchte verwerten und verschenken könnte. Aber Gemüse? Das wär mir zu mühsam, wenn ich es nicht ernte.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Blue am 14. November 2006, 19:04:26
Waren das die Anfänge davon? ::)

Zierkohl
Rainbow-Deko-Mangold (kannmanaberessen *schwör*)
Bronze-Fenchel

Was noch? :D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Irisfool am 14. November 2006, 19:19:19
@ Fars , das funktioniert nicht nur in England so, sondern bei uns ist das auch üblich und selbst bei selbstgemachten Marmeladen ect. :D ;)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: superdino2 am 14. November 2006, 20:34:55
überschüssige Ernten kann man auch der Armentafel (heißt lokal sicherlich anders) spenden, bestimmt freuen sich die Obdachlosen dort über ein wenig frisches Obst und Gemüse, und man hat gleichzeitg etwas gegen die soziale Kälte in unserem Land getan

Hier darf z.bsp. das Altersheim keine Lebensmittelspenden / auch Obst/Gemüse von Leuten annehmen.

Es kommt immer mal wieder vor, daß Leute mit Spritzen Gift in Lebensmittel, Wasserflaschen spritzen.. und das geht dann in den Nachrichten in ganz Italien rum.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: max. am 14. November 2006, 20:40:37
@fars,
auch im rhein-main-gebiet ist diese art von verkauf inzwischen verbreitet. gesehen in obst- und schnittblumenanlagen. da die hessen aber die verworfene seele des menschen aus eigener anschauung besser kennen als etwa eng-oder holländer das könnten, sind die kassen vorsichtshalber angekettet.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: brennnessel am 14. November 2006, 20:42:20
 ;D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: iggi am 14. November 2006, 20:54:27
In der Fränkischen Schweiz (hier! ;D) funktioniert dieser unbeaufsichtigte Selbstverkauf auch!
Die Früchte haben dann immer einen Sonnenschirm, damit sie hübsch bleiben! :)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: max. am 14. November 2006, 20:58:49
und die fränkischen kassen- angekettet oder mitnehmbar?
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Hempassion am 14. November 2006, 20:59:52
Bei uns im Oberbergischen macht unser guter Bauer Kalle das auch mit seiner Komposterde! Und auf die schwöre nicht nur ich alleine, sonst wären die riesigen Haufen nicht immer ratzfatz weg! Aber was er daran verdient, würde mich wirklich mal interessieren, jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass es in Relation zum Aufwand steht, den der gute Bauer betreibt, weil er nicht weiß, wohin mit dem ganzen Mist... ::)

Nachtrag für Max: Kassendöschen am Weidenzaunpfahl angenagelt ;)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: iggi am 14. November 2006, 21:26:45
und die fränkischen kassen- angekettet oder mitnehmbar?

na gut, angekettet...

Man sollte die Menschen nicht überfordern, finde ich! ;D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Huschdegutzje am 15. November 2006, 00:21:20
schad, daß wir alle soweit auseinander wohnen und die post so teuer ist, sonst könnten wir "überernte" päckchen tauschen :D ;D

Ja, das wär echt klasse, wenn man das ganze zuviel produzierte Gemüse per PM versenden könnte ;D ;)
Das wär wenigstens schnell genug und nix würde verderben :D

Gruß Karin
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: iggi am 15. November 2006, 08:05:21
Na, ich weiß nicht...

Schalt ich morgens schlaftrunken den Computer ein, guck mal, was bei garten-pur los war, und mir kollern zehn Kilo ungewaschene Kartoffeln vom Schreibtisch... :o
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: fars am 15. November 2006, 08:29:03
Wer Gemüse anbaut, soll auch sehen, wo er damit bleibt.

Den nachbarlichen Stress habe ich zur Genüge ausgelebt, so dass ich lieber mein Gemüse bei ALDI kaufe als den dankbaren Abnehmer für private Agrarüberschüsse zu spielen.

Da kommt doch in diesem Sommer die gute Frau von gegenüber mit einem herrlichen Salatkopf. Freudestrahlend habe ich ihn angenommen. Auch der Kopf am folgenden Tag war willkommen. Er passte zwar nicht in den Küchenplan, da der Nachbar rechts von uns Möhren angeliefert hatte. Ich habe nicht gewagt, ihm zu sagen, dass ich keine Möhren mag. Was soll's, sagte ich mir, deponier den Salat doch einfach zu den Kohlrabi, die wir dem Nachbarn zur Linken zu verdanken hatten. Die dort ebenfalls lagernden, inzwischen schon leicht angewelkten Erbsen schob ich einfach beiseite. Als auch am 3. Tag ein Salatkopf vor der Türe lag, wagte ich einen sanften Einwand. Leicht verschnupft meinte die zu erfolgreiche Gärtnerin, es gäbe ja noch andere, sehr dankbare Abnehmer. Das "sehr dankbar" war in der Stimmlage dick und schwarz unterstrichen.

Auch der Bauer auf der anderen Straßenseite ist leicht angesäuert, weil wir kein Achtel Rind mehr abkaufen. Ich möchte aber keine Tiefkühltruhe voller Rindfleisch haben, sondern hin und wieder auch Schwein oder Geflügel essen. Er guckt sogar schon komisch, wenn unser Kartoffelverbrauch auch nur geringfügig nachlässt. "Schmecken sie Ihnen nicht mehr?", ist noch die mildeste Äußerung seines Misstrauens, ob ich seinen Agrarprodukten etwa untreu geworden bin.

Der Hühnerbauer spricht inzwischen nicht mehr mit mir, weil mir seine Suppenhühner einfach nicht schmeckten und ich seit geraumer Zeit keine gekauft habe.

Mit anderen Worten: Auf dem Dorf ist es etwas schwierig, kritischer oder selbstbestimmter Verbraucher zu sein.
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: tapir am 15. November 2006, 16:47:33
Das die politische Gesinnung des Anpflanzenden oder seiner Eltern ein Grund sein könnten, kann ich nicht so recht glauben.

Politik kann, unter anderem, ein sehr triftiger Grund sein!
"Nimm nichts von Fremden" - diese Anweisung, die man eigentlich Kindern zum Schutz vor Mißbrauch gibt, gilt für mich nach wie vor. Und zwar in dem Sinne, dass mir Menschen mit konträren (politischen) Weltanschauungen so fremd sind, dass ich sicher nichts von ihnen geschenkt haben möchte.

Ein Geschenk zu empfangen bedeutet nun mal, Nähe zu dem Gebenden zuzulassen - es käme mir doch sehr scheinheilig vor, wenn ich einerseits dankend Gemüse vom Nachbarn nehmen würde, andererseits aber gröbste Bedenken hinsichtlich seines Charakters hätte.

Ich würde auch nichts von jemandem annehmen, der beispielsweise seine Angehörigen mißhandelt, einer aggressiven Sekte angehört oder ausländerfeindlich ist. Natürlich muß jetzt nicht jeder mich Beschenkende vorher einen 20-seitigen Fragebogen ausfüllen, aber ich könnte halt nichts haben wollen von jemandem, der offensichtlich widerwärtig ist.
(die Beispiele beziehen sich natürlich nicht auf Mensa! mal nur sicherheitshalber angemerkt)


Liebe Grüße, Barbara


Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Huschdegutzje am 15. November 2006, 17:14:09
Na, ich weiß nicht...

Schalt ich morgens schlaftrunken den Computer ein, guck mal, was bei garten-pur los war, und mir kollern zehn Kilo ungewaschene Kartoffeln vom Schreibtisch... :o

Ich fänd das klasse, habe nämlich nicht mehr viel Kartoffeln zu hause ;D ;)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: tapir am 15. November 2006, 17:22:35
mein Schreibtisch ist leider schon wieder so zugemüllt, da hätte wohl nur noch eine winzige Portion allerfeinstes Gemüse (Zuckererbsenschoten, schmatz!) Platz... ;D

LG, Barbara
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Huschdegutzje am 15. November 2006, 17:26:18
Ja, auch nicht schlecht,
ich könnte noch Mangold versenden ;D wie wärs denn damit ;)

Gruß Karin
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Luna am 15. November 2006, 17:31:31
 ich habe noch Unmengen von Palmenkohl, lieber pfannenfertig, gewaschen oder direkt aus dem Garten ;D ;D ;D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Irisfool am 15. November 2006, 17:32:23
Schick her, das gibt es nicht bei uns , beim Gemüsemann :D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: tapir am 15. November 2006, 17:38:13
Palmenkohl
ist das nicht eine Zierpflanze? ;)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Irisfool am 15. November 2006, 17:43:15
Palmenkohl zeigt des Gärtners Ästhetik :D ;)
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Luna am 15. November 2006, 17:45:06

ist das nicht eine Zierpflanze? ;)

... er sieht schon toll aus ist aber sehr lecker
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Aella am 15. November 2006, 17:47:00
ich nehm alles, hab nämlich nichts mehr, alles abgeerntet und aufgegessen :-[

hopp, hab meinen schreibtisch schon abgeräumt, säcke und schüsseln stehen bereit :D ;D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Luna am 15. November 2006, 17:50:03
ich nehm alles, hab nämlich nichts mehr, alles aufgegessen :-[

... jetzt schon alles aufgegessen, wie willst du diesen Winter überleben :o :o :o
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Wigbert am 15. November 2006, 17:53:30
Winterschlaf, funktioniert bei Bären auch ;D ;D ;D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: tapir am 15. November 2006, 18:02:53
wie willst du diesen Winter überleben :o :o :o

mit Hilfe von Schokolade, damit läßt sich Winterspeck eh viel besser anzüchten als mit Gemüse.
Für Schokoladelieferungen würde ich wahrscheinlich sogar meinen Schreibtisch komplett aufräumen... ;D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Luna am 15. November 2006, 18:07:09
Für Schokoladelieferungen würde ich wahrscheinlich sogar meinen Schreibtisch komplett aufräumen... ;D

... ich hoffe du magst schweizer Schokolade ;D ;D ;D (... ich mag das süsse Zeugs nicht) .
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Huschdegutzje am 15. November 2006, 19:12:50
ich nehm alles, hab nämlich nichts mehr, alles abgeerntet und aufgegessen :-[

hopp, hab meinen schreibtisch schon abgeräumt, säcke und schüsseln stehen bereit :D ;D

Hast du gar nichts eingekocht, oder eingefroren? Auch nix mehr im Garten?
Oh je du Arme.
Bei mir liegen noch zwei Kürbisse herum, Mangold steht noch im Garten, ein paar Möhrchen, Rucola und verschieden Salate :D
Aber leider funktionier das mit der PM Verschickung nicht. ;D ;)

Gruß Karin
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Luna am 15. November 2006, 19:34:45
ich nehm alles, hab nämlich nichts mehr, alles aufgegessen :-[

... bevor du "verhungerst", ich hätte noch ein Zimmer mit Bad, am Weg liegt meine Vorratskammer ;D ;D ;D
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Aella am 15. November 2006, 21:53:04
Zitat
Hast du gar nichts eingekocht, oder eingefroren? Auch nix mehr im Garten?

hm naja doch, 2 gläser marmelade und eine minipackung gefrorener paprika und tomaten. achja und eingefrorene kräuter.... :-[
ach doch, eine topinamburpflanze steht noch im garten!


Zitat
bevor du "verhungerst", ich hätte noch ein Zimmer mit Bad, am Weg liegt meine Vorratskammer

naja, so schlimm ists nicht, muß ich halt "sauber in plastik verpacktes" gemüse kaufen ;D
aber wenn ich mal gaanz arm bin komme ich gern auf das angebot zurück ;)


das ist das leid eines kleingärtners mit mini"nasch"garten :-\
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: frida am 16. November 2006, 13:02:26
Gegen ne Gemüse-PM hätte ich auch nix einzuwenden.

Aber eigentlich funktioniert das in meinem Leben ganz gut: Ich habe einige Nachbarn und Freundinnen in diesem Jahr mit Zucchini, Salat und Mangold beglückt. Äpfel habe ich mit anderen Freunden frühreifende und spätreifende getauscht. Ein Nachbarin hat mir im letzten Jahr Schlehen und in diesem Jahr Birnen geschenkt. Eine andere hat mich Quitten pflücken lassen und ein nettes Forumsmitglied hat mich an seiner Walnußernte teilhaben lassen.

Ich finde, das macht total Spaß!
Titel: Re:Ernte nicht mal herschenkbar
Beitrag von: Nicole. am 20. November 2006, 19:30:57
Ich habe auch immer mehr Abnehmer als ich abgeben kann. Und das will was heißen bei jemandem, die allein 150 Tomatenpflanzen im Garten hat bzw. hatte... ;)
Hier ist eigentlich jeder froh, wenn er frisches selbst angebautes Gemüse bekommen kann - aber vielleicht liegt es daran, dass wir in einem sehr ländlichen Gebiet wohnen. Man ist froh, wenn man zu den "Beschenkten" gehören darf.

Liebe Grüße
Nicole