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Pflanzenwelt => Klettergarten => Thema gestartet von: Raphaela am 26. November 2006, 12:53:48
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Meine schneide ich bisher selten bis gar nicht, sowohl die Hybriden als auch Stauden Clematis und Viticellas.
Einige der Hybriden könnten sich aber besser verzweigen und manche Viticellas werden zu monsterig.
Im Winter/Vorfrühling hab ich das immer vergessen ::) und der verspätete Frühjahrsschnitt scheint nicht unbedingt optimal zu sein
(manche Hybriden blühen viel später, einige waren ganz beleidigt, Huldine blühte überhaupt nicht)
Jemand schrieb daß er seine großblütigen Hybriden und Viticellas schon im Herbst schneiden würde was ich auch ganz praktisch fände: Die Pflanz- und Umpflanzsaison ist ja noch im Gange und es friert noch nicht.
Gibt´s dazu noch mehr Erfahrungen? Oder ist der Schnitt im Januar/Februar doch vorzuziehen?
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Einer Bekannten riet ein Clematis-Baumschuler, alle (außer dieFrühjahrsblüher) auf ca. 40 cm zu schneiden und dann wie Rosen anzuhäufeln. Ich habe das bei manchen jüngeren schon gemacht und gesehen, dass das zumindest nicht schlechter war. Sie treiben dann meist sehr kräftig aus!
LG Lisl
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ich schneide die zu schneidenden clematis vor dem ersten längeren frost.
sie werden mal auf ca 50cm gekürzt, und dann mit kompost angehäufelt.
den "richtigen" schnitt mach ich erst wenn ich seh, was wie weit runtergefroren ist.
lg.b.
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Danke! Das hört sich ja wirklich an als ob ein Spätherbstschnitt mindestens genauso gut ist wie ein Winter-/Vorfrühlingsschnitt :)
Dann geh ich morgen mal die Schere wetzen....
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Angeblich sollte man ja alle neugepflanzten im November stark zurückschneiden.
Ich habe das bei meinen gemacht und kann nicht gerade sagen, dass es ihnen geschadet hätte.
Allerdings brauchen sie dann im Frühjahr etwas länger.
Normalerweise schneidet man die Frühlingsblüher nach der Blüte leicht zurück, die Sommerblüher im Spätherbst etwas stärker.
Aber vermutlich werden sich hier noch einige Clematisprofis melden..
Übrigens gibt Westphal bei jeder Sorte genau an, in welche Schnittgruppe sie fällt und zu jeder Schnittgruppe findet man die genaue Anleitung.
LG June
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Ich verstehe nicht, warum man im Herbst schneiden soll, wenn dann im Jänner-Februar so manche Pflanze noch zurückfriert.
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hallo elfriede, ich schneide sie, weil der schnee schon oft die zarten stängel zerdrückt hat.
heuer hab ich sie u.a. auch deshalb geschnitten, weil durch den warmen herbst die pflanzen schon wieder austreiben. die knospen sind grün und verhältnismäßig groß.
durchs schneiden haben sie ein bisserl einen "dämpfer" bekommen...kommt mir vor......
(vielleicht ist diese meine theorie aber auch ein bissl kraus... ;) ;D)
lg.b.
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ja, so denk ich mir das auch, berta! der baumschulgärtner sagte denen damals, dass die verbleibenden augen dann kräftiger austreiben würden.
bei ganz großen alten exemplaren würde ich das auch nicht alle jahre machen, aber junge, die eh immer erst ein paar jahre so dahinmickern, mögen das schon!
lg lisl
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ja lisl, ich wollt da noch einfügen, daß die zarten äste unterm schnee dann da brechen wo ich es nicht will, deshalb schneide ich "vorsichtshalber". ;)
lg.b.
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ja, so denk ich mir das auch, berta! der baumschulgärtner sagte denen damals, dass die verbleibenden augen dann kräftiger austreiben würden.
bei ganz großen alten exemplaren würde ich das auch nicht alle jahre machen, aber junge, die eh immer erst ein paar jahre so dahinmickern, mögen das schon!
lg lisl
Dass man die Clematis dann stärker austreibt ist schon klar, aber das macht sie genauso beim Vorfrühlingsschnitt auch. Ich schneide meine alten 15jährigen Pflanzen auch jedes Jahr zurück.
Wenn der Schnee die Clematis abknickt, ist es doch egal wo er das macht. Das schneidet man ja ohnehin weg. Und ich denke, wenn die Pflanze jetzt austreibt, dass ein Rückschnitt zu dieser Zeit eher schwächend wirkt.
Sorry, hab heute meinen kritischen Tag ;D Aber das sind noch nicht wirkliche Gründe für einen Herbstschnitt. Manche schneiden ja auch, nur weil es schön aussehen soll und da passen natürlich braune Clematisranken nicht ins Bild.
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Ich habe im letzten November zum ersten Mal den Herbstschnitt ausprobiert und bin nicht geneigt, das Experiment zu wiederholen. Kann natürlich auch Zufall sein, aber die im Nov. zurückgeschnittenen (darunter z.B. Pagoda, die in den vergangenen Jahren monstermäßig gewachsen war) haben im Frühling gemickert. Die im Feb. geschnittenen verhielten sich normal.
Dass man Clematis anhäufeln soll, ist mir auch neu. Die meisten sind außerordentlich winterhart. Die Zeit - und Anhäufelerde - kann man sich (für die Rosen) sparen. :)
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Westphal empfiehlt den Rückschnitt nach der zweiten Frostnacht, ich ziehen aber den Schnitt im Februar/März vor, denn viele Clematis neigen dazu zu früh auszutreiben und diese Triebe erfrieren dann oft. Es ist wie bei den Rosen, wenn man schon im Herbst zurückgeschnitten hat, bleibt dann - wenn man Pech hat - kein intaktes Auge mehr für den Neuaustrieb.
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Elfriede, bei unseren Schneemassen geht ja oft bis weit in den März hinein nichts! Ich schneid sie nur und lass die ranken dort als Winterschutz.
mara, bei mir sind mehrere Clematis in Rosennähe, da geht das Anhäufeln "in einem Abwaschen" ;) ! Erde hab ich dazu mehr als genug! Und wie gesagt: ich mache es nicht bei allen - aber bei den meisten.
LG Lisl
Gartenlady, dafür ist dann das Anhäufeln gut! Da lasse ich nur ein oder zwei Augen heraußen. Wenn die der Frost erwischt, sind noch einige unter der Komposterde!
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Hallo´, Ihr Clematisfreunde !
Ich mache es auch wie brennessel, ich schneide sie im Dez/Jan. zurück, lasse das kraut dran und reiße es im Frühling weg. Meine Rosen bekommen zum Anhäufeln immer Kompost und dann bekommen die Clematis auch was, beim zurückschneiden achte ich immer das abnehmender oder Neumond ist. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Liebe grüße von elis.
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also ich hab meine letzte woche zurückgeschnitten und zwar alle bis auf die alpina, obwohl es noch immer sehr warm ist bei uns (gestern hatte es 20 grad :o). mit dem anhäufeln warte ich noch, bis es ein wenig kühler wird - ich hab irgendwie das gefühl, dass sie sonst ersticken würden ???
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Also der Rückschnitt vor den harten Frostnächten macht mich auch etwas stutzig, aber wie gesagt, es ist ihnen gut bekommen.
Eine Clematis konnte zwar die alte Höhe im darauffolgenden Jahr nicht so schnell erreichen, aber dafür wurde sie schön buschig.
Prinzipiell schneide ich aber sehr wenig vorm Winter...und lieber danach mehr.
Auf einen superaufgeräumten Garten lege ich keinen großen Wert.
Dieses Jahr habe ich die Clematis kaum geschnitten.. ;)
LG June
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Die Clematis, die in Rosen wachsen, schneide ich immer im Nov./Dez. um der Rose zumindest im Winterhalbjahr ein wenig Luft zu verschaffen. Alle anderen Clematis werden im Spätwinter geschnitten, bis auf die Frühlingsblüher natürlich. Bisher habe ich aber noch keine Unterschiede zwischen den im Herbst und den im Frühjahr beschnittenen Clematis feststellen können, alle sind bisher immer wieder gut ausgetrieben und gewachsen. Allerdings sind bei uns die Winter meist auch eher mild.
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Hallo zusammen,
ich hätte zu diesem Thema auch noch ne Frage: Ich habe mir vor zwei Wochen eine Broughton Star bestellt. :D Die kam dann ziemlich runtergeschnippelt bei mir an. :( Sehe ich das richtig: Sie wird nächstens Jahr deswegen n i c h t blühen ? Ist ja eine Montana und blüht am "alten" Holz, oder ?
Unsichere Grüsse
Viridiflora
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Hallo, Raphaela,
im Februar passiert's mir schon mal, dass ich das Clematis-Schneiden ganz oder teilweise verschussele. Und wenn sie ungeschnitten bleiben, kriegen Pflanzen der Schnittgruppen 2 und 3 leicht ein struppiges Aussehen; von allein werden sie welke, tote Vorjahrestriebe nicht los, und ohne Schnitt verzweigen sie sich viel schlechter. Deshalb - und auch, um Schnee- und Windbruch zu bremsen - habe ich mir angewöhnt, im November einen Schnellrundgang mit der Schere zu machen und alle Clematis schon mal auf 1-1,5 Meter zu kürzen. Wenn ich dann im Februar/März den Schnitt vergesse oder einzelne Pflanzen übersehe, ist doch wenigstens das olle Gestrüpp weg, und bei Rosenrankern wird der Dschungel nicht so dicht...
Das hat zum guten Teil "Kosmetik"-Charakter und müsste bei konsequentem Vorfrühlingsschnitt nicht sein, ich weiß. Aber im Vorfrühling gibt's so viel anderes zu tun ::)... Und wenn mir dadurch, siehe oben, Clematis-Schusseleien passieren, wirkt die "halbe Sache" im November immerhin schadensbegrenzend ;). Den Pflanzen macht sie jedenfalls überhaupt nichts aus, im Gegenteil.
Schöne Grüße
Querkopf
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Ich handhabe es im Prinzip wie Du, Querkopf.
Zum einen, weil ich echt schusselig bin und mich dann über das Gewirre ärgere und darüber, dass die neuen Blüten nicht mehr in meiner Sichthöhe (bin gerade kurz über 1,60 m !) aufgehen; zum anderen aber auch deshalb, weil die Pflanzen dann nicht Energie und Material in die Ausbildung von neuen Blattknospen investieren, die dann doch der Schere zum Opfer fallen.
Bei meiner Clematis florida Alba Plena und auch bei den Kleinblütigen wie Minuet oder Kermesina habe ich es schon erlebt, dass sich eigentlich noch im Winter kräftige neue Triebe entwickelten, die sich sogar anklammerten, und die ich dann später aus den o.a. Gründen abgeschnitten habe. Dann waren aber die tieferliegenden "Augen" meist noch gar nicht (nicht mehr?) in action, und es dauerte viel länger, bis sich Blüten bildeten.
Bei Clematis texensis kommt es wohl auch vor, dass sie bis zum Boden zurückfriert oder grundsätzlich oberirdisch abstirbt (stimmt das??). Jedenfalls hat meine hübsche "Princess of Wales" sich in den letzten Jahren so verhalten; und nachdem ich im ersten Schock die "toten" Zweige beseitigt hatte, schlug sie gewaltig ganz von unter her wieder aus und blühte dann schön in 1,50 m Höhe, allerdings erst nach den Sommerferien. Trotzdem habe ich es noch nicht gewagt, sie prophylaktisch schon im Herbst so zu beschneiden. Das mach ich erst, wenn mir die Clematis-Koryphäen hier ihren Segen dazu geben.
Liebe Grüße Barbara
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Die Clematis, die in Rosen wachsen, schneide ich immer im Nov./Dez. um der Rose zumindest im Winterhalbjahr ein wenig Luft zu verschaffen.
Und ich belasse meine Viticellas in den Rosen als natürlich Winterschutz.
@Viridiflora, deine Clematis wird nächstes Jahr leider kenie Blüten zeigen. Montanas blühen am zweijährigen Holz.
@Astrantia, die C.texensis friert bei mir auch bis am Boden zurück, ich schneide das Dürre dann im Februar weg und sie treibt kräftig durch. Blütezeit ist dann meist im August.
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Danke für Deine Antwort, Elfriede ! :)
Ich habs befürchtet...! Schade, schade - dabei habe ich mich schon so gefreut auf die Kombination Broughton Star / Mortimer Sackler... :'(
Warum machen die Versender bloss sowas ?!? >:( Ich hätte gerne mehr Porto bezahlt für eine grössere Schachtel ::)
Leicht frustrierte Grüsse :-\
Viridiflora
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Meine Cl. texensis 'Princess of Wales' friert nicht zurück ... inzwischen ist sie mindestens 4 m (eher mehr ... schließlich hängen die Triebe ja auch nach unten, klettern wiederhoch, hängen wieder runter...)
Sie steht sehr geschützt in einer Hausecke zusammen mit zwei Rosen und noch einer Clematis. Auch blüht sie ebenfalls recht spät im Jahr, was aber gut so ist. Ville de Lyon beginnt und die Princess macht dann weiter - perfekt.
Dieses Frühjahr werde ich aber wohl doch wieder mal zur Schere greifen, damit sie auch in augennahen Gefilden besser blüht.
Ich schneide erst im Frühjahr, da ich dann auch die Rosen neu formiere.
Würde ich jetzt auslichten, dann müsste ich auf die Leiter um die Trieber herauszufieseln - dies mache ich aber lieber dann, wenn ich die Rosen ohnehin schneide.
Auch alle Anderen sehen die Schere erst im Frühling. Andernfalls müsste ich mich jetzt durch das Stauden/Zweiggewirr kämpfen, was im Frühjahr ohnehin ab muss.
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Danke für Deine Antwort, Elfriede ! :)
Ich habs befürchtet...! Schade, schade - dabei habe ich mich schon so gefreut auf die Kombination Broughton Star / Mortimer Sackler... :'(
Warum machen die Versender bloss sowas ?!? >:( Ich hätte gerne mehr Porto bezahlt für eine grössere Schachtel ::)
Leicht frustrierte Grüsse :-\
Viridiflora
Viridiflora, Westphal empfiehlt in seinem Katalog ausdrücklich, a l l e Sorten von Clematis im November oder Dezember des Pflanzjahres auf 20-30cm zurückzuschneiden; er schreibt: "Verzichten Sie bei den Frühjahrsblühern gern auf die wenigen Blüten im ersten Jahr und denken Sie besser langfristig an eine gut verzweigte, kräftige Pflanze. Später hält man sich dann an die entsprechenden Schnittregeln."
LG
Angelika
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Hm, die Meinungen gehen ja doch ziemlich auseinander ::)
Große Schneemassen sind hier (hoffentlich!) eher nicht zu erwarten, dieses Argument für den Herbstschnitt fehlt also hier. Und meine Rosen schneide ich wegen des Frost-Risikos ja auch nicht vor Ende März/Anfang April. Wenn es bei Clematis auch ein Rückfrier-Risiko gibt leuchtet mir das schon ein :-\
Wär halt nur so praktisch gewesen: Jetzt ist es noch angenehm draußen zu arbeiten, im Januar und Februar bleib ich lieber drinnen ;)
Als alter Angsthase werd ich vorerst also nur diejenigen (auf 40, 60 cm oder je nachdem wieviel ich entwirren kann) zurückschneiden die eh versetzt werden.
- Dank euch allen für die mitgeteilten Erfahrungen! :)
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Wenn man sich nun diesen Thread duchliest, schneidet man Clematis aus ästetischen Gründen, Bequemlichkeit und weil es bei Westphal so steht. Warum die staudigen Clematis geschnitten werden ist klar, sie frieren zurück und wir entfernen, wie bei allen anderen Stauden auch, die dürren Triebe. Bei den botanischen Arten wird es schon komplexer. Warum schneiden wir diese Pflanzen? In der Natur werden sie doch wohl kaum geschnitten. Also würde ich sie mal beobachten, wie sich die verschiedenen Arten verhalten. Und warum schneidet man eigentlich die Viticellas, wenn sowieso jedes Auge im Frühjahr kräftig austreibt? Genau wie C. montana oder C. alpina usw. Die man aber nicht schneidet.
Ich spreche hier nicht vom Schnitt nach dem Pflanzen oder dem Erziehungschnitt.
Vielleicht versteht ihr, was ich damit sagen will. Ratschläge einzuholen ist gut, Bücher zu befragen ebenso. Aber man sollte sich schon hin und wieder Gedanken über die Pflanze an sich machen. Kein Buch, kein Westphal kennt die Gegebenheiten und das Kleinklima in unseren Gärten. In keinem Garten sind diese Kriterien gleich, aber geschnitten wird nach einem Schema.
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Ich sehe es ähnlich wie Elfriede.
Dennoch gibt es gute Gründe, C. zu schneiden. Je kleiner der Garten, um so gewichtiger sind diese Gründe.
Wer C. in der Natur beobachtet stellt fest, dass C. sich sehr stark nach dem Licht orientiert. Unbeschnitten "verkahlen" die Kletterer in den unteren Regionen, was nicht immer gut aussieht, bei dichtem Bewuchs in gehölzreichen Gärten aber durchaus erwünscht sein kann. Denn "oben" entfaltet sich die ganze Blütenpracht und geht somit im Ast- und Blättergewirr nicht unter.
Habe ich hingegen einen kleinen Garten, bei dem sich die meisten Gewächse in Augenhöhe präsentieren sollen, spricht vieles dafür, C. regelmäßig zu schneiden.
Ich lasse alle C. so wachsen, wie sie wollen, schere mich auch recht wenig um angeblich optimale Standorte. Ich mag diese große Blütenüppigkeit, die bei vielen Zuchtformen gerühmt wird, ohnehin nicht. Sie ist mir zu unnatürlich, zu "bakkerhaft". Bei mir sollen C. ergänzen und nicht dominieren.
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Elfriede,
ich habe für Viridiflora das Westphal-Zitat rausgesucht, um sie wegen ihrer "abgesäbelten" Clematis zu trösten, und nicht, um einen Clematisschnitt zu empfehlen, "weil es bei Westphal so steht"!
(Obwohl er meiner Meinung nach bei seiner Erfahrung sicher wissen wird, wovon er spricht! ;) )
LG
Angelika
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Die Stauden Clematis schneide ich eigentlich eher wenig bis gar nicht und sie frieren hier auch nicht zurück. Im letzten Winter sind erstmals C. tubulosa Cassandra und Côte d´Azur fast ganz abgefroren und haben entsprechend später (teilweise erst ab September) geblüht.
Mir gefällt es besser wenn sie früher blühen (C. tubulosa ohne Rückschnitt bzw. Zurückfrieren schon ab Mitte/Ende Juni) und verzweigt genug sind sie auch.
Nur ab und zu scheint es bei einigen Viticellas und Hybriden doch ganz gut zu sein damit sie nicht unten zu sehr verkahlen bzw. nicht so groß und breit werden daß sie den Nachbarpflanzen kein Licht mehr lassen.
Ein Argument für eventuellen Herbstschnitt bei Pflanzen die sowieso beschnitten werden müssen/sollen wäre noch daß bei verspätetem Schnitt erst Ende März oder sogar noch im April Vogelnester zerstört werden könnten: Im April gibt es hier teilweise schon welche zwischen den Clematistrieben.
Vielleicht können wir das Problem des Vergessens des Spätwinterschnitts ( beruhigend daß das scheinbar nicht nur mir passiert ;)) ja dadurch lösen daß jemand im Februar einen thread mit dem Titel "Clematisrückschnitt jetzt" eröffnet. Wenn der dann in der thread-Übersicht auftaucht sind Schussel wie ich dran erinnert :)
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Ich habe mit dem Zurückschneiden meiner Clematis der Schnittgruppe 3 im November nur gute Erfahrungen gemacht. Der genaue Termin richtet sich nach der Witterungslage. Ich schneide die kletternden Clematis - je nach Lage der Augen - auf 25 bis 30 cm zurück, die Staudenclematis noch tiefer. Wichtig ist, dass das Laub schon deutlich einzieht, sonst kann die Pflanze ausbluten. Die abgeschnittenen Triebe entferne ich immer sofort, da die Blattstielranken sich im eingetrockneten Zustand nach meinem Eindruck schwerer entfernen lassen als wenn sie noch nicht so vertrocknet sind. Ich bin ohnehin schon jedes Mal ziemlich am Fummeln.
Im Frühjahr würde ich, trotz Eurer guten Erfahrungen mit diesem späten Rückschnitttermin, nur ungern schneiden. Nach meiner Erfahrung sollten Schnittmaßnahmen grundsätzlich durchgeführt werden, wenn es wenigstens für ein paar Tage frostfrei ist (Aber es gibt hier auch Ausnahmen, wo frisch geschnittene Pflanzen den Frost locker wegstecken. Bei den meisten sieht die Schnittfläche allerdings nicht so toll aus.) Wenn diese Wetterbedingung erfüllt ist, treiben unsere Clematis schnell kräftig durch. Bis ich dann zum Schneiden komme, vergehen meistens ein paar Tage. Folge: Würde ich jetzt erst schneiden, würde ich auch den Neutrieb zumindest in Teilen mit dem Schnitt entfernen, was sich auch bei großer Vorsicht nicht vermeiden lässt.
Letztendlich muss sich jeder selbst entscheiden, wie er den Schnitttermin handhabt. Solange Clematis gesund sind, gibt der Erfolg der Gärtnerin / dem Gärtner Recht ;) :).
Elfriede, da ich mehrfach beobachtet habe, wie nicht geschnittene Clematis der Schnittgruppe 3 nach einigen Jahren aussehen, habe ich mich entschlossen, auf einen konsequenten Schnitt zu achten. Diese Clematis waren ohne Ausnahme im unteren Bereich verkahlt und blüten bei Weitem nicht so üppig wie unsere. Ich gebe aber gerne zu, dass Letztgenanntes auch ein Düngeproblem sein kann.
LG
Christiane
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Natürlich schneide ich meine Viticellas :D. Ich wollte nur einen Denkanstoss geben, denn dass sie einen Schnitt brauchen ist klar, aber warum? Nachdem ich nur in einem Clematisbuch die Antwort fand, hätte es mich interessiert, ob jemand von euch schon mal darüber nachgedacht hat ;)
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Hmmm, warum Clematis der Schnittgruppe 3 einen Schnitt brauchen? Für mich gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens um sie bei kräftiger Düngergabe zu einem Neuaustrieb von unten mit vielen Verzweigungen anzuregen und damit der Vergreisung / Verkahlung entgegenzuwirken (Ein Phänomen das man auch bei manchen Sträuchern findet, z.B. Weigelien!) und zweitens um möglichen Pilzerkrankungen entgegenzuwirken. Alles was befallen ist, beispielsweise durch Mehltau, wird entfernt. Mehr fällt mir spontan nicht ein.
So aus dem Bauch heraus denke ich, wenn Pflanzen an den frischen Trieben blühen und nicht an denen aus dem vorherigen Jahr, muss das mit ihrer ursprünglichen Umgebung zusammenhängen. Vielleicht wurden diese Pflanzen regelmäßig bis zum Boden abgefressen und/oder sie kommen aus Verhältnissen, in denen bestimmte Blatt- oder Stängelkrankheiten verbreitet sind?!? Also irgendetwas in der Richtung davon, dass diese Pflanze einen Vorteil davon hat, sich jährlich aus den Wurzeln zu erneuern? Dafür spricht m.E. auch die besondere Wüchsigkeit etlicher kletternder Clematissorten, die locker mehrere Meter schaffen.
LG
Christiane
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@rosetom: Es ist ja eigentlich nicht sooo schlimm, wenn die Broughton Star im Frühling noch nicht blüht - immer diese Ungeduld :-\ ::) ;)
Durchs Gärtnern habe ich schon recht gut gelernt, längerfristig zu denken. Doch manchmal hat man halt so seine Rückfälle. ;D
Auf jeden Fall herzlichen Dank für den Hinweis auf den Westphal-Tipp !
:D
LG
Viridiflora
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Gern geschehen, Viridiflora! :)
LG
Angelika
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Meine Cl. die der Schnittgruppe 3 angehören, schneide ich auch immer im November bis ca. Mitte Dez., je nach dem wann ich die Zeit dazu habe.
Etwas unsicher bin ich aber bei den beiden Mme Le Coultre / M. Boisselot.
Westphal schreibt bei ihr und bei einigen anderen Frühsommerblühern "Schnittgruppe 2 /3" dazu. Heisst das nun, es spielt keine grosse Rolle, wie man sie schneidet?
Gerne würde ich die beiden mal stärker schneiden,weil z.Zt. nur noch ein einziges Zweiggewirr herrscht und sie richtig schwer werden. (bisher habe ich sie stets wie Schnittgr. 2 behandelt) Aber diese Sorte blüht ja am alten Holz??
Wie handhabt Ihr`s?
Danke und
LG Scilla
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Du kannst Marie Boisselot wie eine Clematis der Schnittgruppe 3 behandeln. Sie blüht dann etwas später. Im Prinzip kannst du alle Gruppe-2-Clematis stark zurückschneiden, wenn du bereit bist, auf eine frühe Blüte zu verzichten. Manche Leute machen das tatsächlich generell so - und verzichten in einigen Fällen außerdem auf gefüllte Blüten.
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Ich schneide meine Clematis (-vitcellas und Hybriden der Gruppe 2/3 bzw. 3) im November, weil sie ein Spinnmilben-Problem haben und ich hoffe, dadurch so wenig von diesen Schädlingen wie möglich einen Überwinterungsplatz zu geben. Stärkere Winterstürme sind ein weiterer Grund, wieso ich sie schon so zeitig kürze. Und- ich gebe es zu: ja, mich stört der Anblick der toten Blätter, die sich - im Gegensatz zu anderem Laub - partout nicht lösen wollen. Nacktes Gehölz im Nebel oder Schnee finde ich schön, schlappe braune Blattfetzen nicht.
Liebe Grüße, Barbara
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Hallo !
Will meine Clematis der Schnittgruppe drei, also alle viticella und integrifolias, nächste Woche schneiden, so vor dem 20.Dezember. Am 20.Dezember ist nämlich Neumond, bis dahin ist es günstig. Dann treiben sie stark wieder aus im Frühling. Ich achte bei allen Rückschnitten auf die Mondphasen, habe nur gute Erfahrungen damit gemacht.
Liebe Grüße von elis.