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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Gart am 18. Dezember 2006, 15:15:04
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Wer kennt sie schon als Gemüse? Die Wurzeln kann man essen, und das Stielmark. Hier und hier stand schon was, und das ist Wikipedia.
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Ich kenne sie. Weiß eigentlich nicht, warum ich die nicht wieder mal anbauen sollte..... ::)! Die Riesenrübenwurzel schmeckte ähnlich den Schwarzwurzeln.... Viel Platz braucht sie halt...
Ich bekam sie unter dem Namen : Gobo .
LG Lisl
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Viel Platz? :o Hab ich eigentlich nicht, aber die Neugier ist gross. Daher werd ich da Platz machen für. Hast du ausser den Wurzeln auch schon das Stängelmark kulinarisch verwertet?
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1 m2 braucht eine Pflanze schon, dazu wird sie 1 1/2 m hoch - im 2. Standjahr, wo sie blüht. Aber die Wurzeln erntet man eh im 1. Jahr im Spätherbst oder Winter.
Im Bohl-Buch lese ich gerade: 10 cm Abstand in der Reihe, 30 cm Reihenabstand. .... Das kommt mir sehr wenig vor!
Was kann man denn mit dem Stängelmark machen?
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Nähm mich auch Wunder. Es wird als Delikatesse beschrieben. Allerdings ist die Stängelwand bitter und muss weggeschält werden.
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Meinst du da Blattstängel oder die der Blüten? Wenn letzteres, dann musst du (im 2. Standjahr) für eine Pflanze schon 1m2 Platzbedarf rechnen!
Ob da die heimische Klette auch ginge?
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Müsste mal diesen grossen Fleischhauer druchackern...
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???
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Was ??? ? Das Buch mein ich. Steffen Fleischauer, Wildpflanzenküche. Von wegen einheimische Klette. Vielleicht steht dort was dazu. Und ich meinte das Stängelmark.
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Aha 8) ! Ja, schau bitte mal nach, was du da über das Stängelmark findest! Interessiert mich sehr! Kletten wachsen bei uns nebenan am Waldrand und auch auf unserer Wiese, wo ich sie wegen ihrer Schönheit, wenn sie blühen, stehen lasse.
Das hab ich unter anderem bei Wikipedia gefunden:
Die Pfahlwurzel der großen Klette ist ein beliebtes Wurzelgemüse in Asien, vor allem in Japan, wo sie gobo genannt wird. Ihr Geschmack ist ähnlich der Artischocke, mit der sie verwandt ist. Aus ihr wird gleichfalls unter Verwendung von Paraffin-Öl und weiteren Zutaten das Klettenwurzel-Öl hergestellt, dass sich besonders in der Haar- u. Hautkosmetik bewährt hat.
Ebenfalls aus der Wurzel wurde die traditionelle englische Limonade "Dandelion and Burdock" (Löwenzahn und Klette) hergestellt. Heutige D&B-Limonaden enthalten allerdings häufig weder Löwenzahn noch Klette.
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U.l.F. meint das, Lisl: Steffen Guido Fleischhauer, Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen, AT Verlag 2003
sakrahaxen, drei anläufe bis der link stimmt
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Danke, Brigitte ;) !
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nö, no net, vielleicht meint er auch das KLICK, weil er doch von küche im titel schreibt. da kommt salat eher hin wie enzyklopädie ;D
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Belegstelle für die Verwendung von Klettenmark.
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Interessant, danke ! 8) !
Ich hatte dieses Jahr 2 große Büsche auf der Wiese, die plötzlich Schlagseite bekamen - Mäuse hatten sich an den fleischigen Wurzeln bedient ::) !
Ich glaube, da sollte ich vielleicht mal tiefer graben: ::)
Wo Kletten wachsen, so glaubte man, sollen im Boden Kohlen zu finden sein (ebd.).
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schmecken ja auch gut, ich rupf oft die wilden jungen kletten aus zum frischessen. babymord.
lg, brigitte
das buch zur belegstelle scheint gut zu sein
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hetzig, dort wo besonders viele kletten wachsen bei uns, ist schlacke drunter :o
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Das fein säuberlich zugeschälte Stängelmark muss nur kurz im Dampf oder Öl gedünstet werden, ist von Natur aus zart. Meinte ein Bekannter, der sich mit so randständigen Gemüsen auskennt. Die jungen Blätter und Blüten seien auch verwendbar, z.B. in einer Pastasosse. Die Pflanze ist im Übrigen eine Verwandte der Artischocke.
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Schade, dass die Pflanzen jetzt schon abgestorben sind und man wieder ein halbes Jahr drauf warten muss ::) !
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Wohl wahr. Ich hab sie im Samenkatalog jahrelang überlesen, aber auf der Suche nach immer wieder Neuem stach sie mir ins Auge.
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Die in den Katalogen angebotenen dürften aber Auslesen sein, so stand zumindest mal auf dem Samenpäckchen, das ich vor Jahren von Freunden bekommen hatte. Was bei mir jetzt so am Waldrand und in der Wiese umeinandersteht, kann sich schon verkreuzt haben. Die Büten sind ja - wie die meisten Korbblütler - wahre Insektenmagneten!
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Bei mir in der Umgebung habe ich bisher keine wilde Klette gesehen, aber auch nicht speziell danach gesucht. Bin dann mal gespannt, wie die Angesäte ausschaut. Wenn sie etwas mehr Mark und grössere Wurzeln hat als die wilde hab ich jedenfalls nichts zu meckern.
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Bei uns auf den Wiesen gibt es jede Menge Kletten, ans Essen hatte ich dabei nie gedacht. Nach einem ausgedehnten Spaziergang, war das Fell meines Hundes immer über und über besäht davon. Vielleicht sollte ich mir nach dem mühsamen Entfernen ein Belöhnung zukommen lassen und mir eine leckere Suppe daraus kochen. ::)Lg Anna
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So, Aussaat ist am Wochenende erfolgt, vorerst nur in Töpfe, die bei Frost reingenommen werden können. Sobald die aktuelle Winterphase vorbei ist, säe ich noch eine Reihe direkt ins Beet.
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Ich kam für das Stielmark leider etwas spät: Es war schon zu trocken. Liegt wohl am eher schattigen Standort, der die Pflanzen an zügigem Wachstum hinderte. Nun bin ich umso gespannter auf die Wurzeln. Und noch was: sind mit den Cardy irgendwo verwandt, wer hätts gedacht.
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Wie könnt ihr die Klette nur so ignorieren? Dauernd muss ich den Thread hochholen. >:(
Wer jetzt oberirdisch noch nicht geerntet hat, erntet oberdirdisch dies Jahr nimmer. Die Wurzeln allerdings streben der Reife zu. Mehr dann im November.
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Wer ignoriert denn die Klette? Oder hätte ich extra erzählen sollen, dass ich meiner langhaarigen weißen Katze den Schwanz arg verschandeln musste, weil er voller Klettensamen war? Interessiert doch sicher niemanden.... ::) !
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Doch doch, das sind doch die News, die uns hier Freude machen. Die Rosisten informieren sich gegenseitig über jedes Blütenblättchen, das sich wellt... ;)
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Die Wurzeln allerdings streben der Reife zu. Mehr dann im November.
mich würde sehr interessieren, wie die Sache ausgegangen ist? haben die Klettenwurzeln geschmeckt? lohnt sich die Kultur?
Lehm, vielleicht magst Du anstelle von gart antworten? *klimper*
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Nun, Gart hat mich informiert: Er freute sich über eine recht üppige Ernte, dicke Wurzeln, allerdings zieht er die geschmacklich milderen Haferwurzeln vor. Einige Pflanzen hat er stehen gelassen, erstens, um die Blüte zu bewundern (und mit den stachligen Blütenköpfen freche Mädchen zu ärgern), und zweitens, um im drauffolgendem Winter eine weitere, dannzumal zweijährige Ernte zu testen.
Fazit: gibts mal wieder Krieg, was er nicht hofft, sind Kletten eine Delikatesse. Bis dann isst er Haferwurzeln.