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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: fars am 04. März 2007, 09:57:54
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Wird derzeit zu erträglichen Konditionen hier im Gartencenter angeboten. Ich bin unschlüssig, da mir in Erinnerung ist, dass die Frosttoleranz begrenzt ist.
Wer hat Erfahrungen?
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Hab sie hier nur in einem Japangarten Nähe den Haag gesehen und das ist ja bekanntlich Meernähe. Im Weinbauklima könnte es wohl klappen.
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Meine Pflanzen aus eigener Anzucht (Saatgut stammt von den Azoren) haben bisher alle 4 Winter draußen im Topf an sehr geschützter Stelle auf dem Balkon bzw. seit 3 Jahren ausgepflanzt im Garten völlig unbeschadet überstanden. Hillier gibt an, dass die Art bis -28 °C überstanden haben soll, das kommt mir etwas seltsam vor, aber sie scheint Einiges wegstecken zu können.
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Im Garten bei mir steht noch ein Exemplar, das zweite ist eingegangen - nicht im Winter, sondern nach einer Periode sommerlicher Trockenheit.
Das zweite steht recht geschützt unter Eiben, aber eben auch sehr trocken. Der Zuwachs ist deshalb äußerst bescheiden. Aber nachdem es auch den Winter 2011/12 überstanden hat, scheint es von dieser Art Abkünfte zu geben, die hier im Südwesten wohl durchhalten. Das Saatgut stammte übrigens aus dem Park von Furnas auf Sao Miguel - falls mal jemand dort hinkommt...
Derzeit gibt es diese schöne Konifere bei Flora Toskana. Ich werde einen weiteren Versuch starten.
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Würde -15 Grad mal tippen. Unsere Pflanzen (Baumschule) haben in einem unbeheizten Folienhaus in den letzten Jahren gestanden. Auch den vorgeschlagenen geschützten Standort finde ich einen guten Vorschlag.
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Minus 15 °C dürften die Pflanzen gut wegstecken. Hier war es letzten Winter noch etwas kälter. Es dürfte - wegen der relativ großen Nadeln - gerade bei dieser Art aber sehr auf den Standort ankommen: Mit gutem Schutz vor Wintersonne und Ostwind dürften die Minima gar nicht so entscheidend sein.
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Meine letzten Sommer ausgepflanzte sieht ganz gut aus bis jetzt, steht morgens im Schatten eines alten Obstbaumstammes - hatten aber auch nur ein Minimum von -9°C diesen Winter.
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Ich war gerade auf der Suche nach Angaben zur Frosthärte von Podocarpus, als ich diesen Faden hier gefunden habe.
Meine 3 Jungpflanzen Podocarpus salignus stehen bei mir getopft und sollen bald einen festen Standort im Garten finden. RHS schreibt zwischen -5 und -10 °C, das wäre grenzgängig, denn die Podocarpus sollen einene pflegelleichten Sichtschutz bilden, der nicht geschnitten werden muss, der es aber verträgt, bei Bedarf bis ins alte Holz zurückgeschnitten zu werden.
Mit -15°C wären sie hier perfekt, Mut macht mir auch, dass sie in Jena ausgepflanzt stehen. Meine Töpfe haben in der Baumschule einen ordentlichen Zuwachs von 50 cm gehabt. Und, nach den Bildern im Netz zu urteilen, hat die Art P. salignus einen sehr malerischen natürlichen Wuchs, weshalb ich sie Eiben vorziehe (vielleicht ist's auch einfach mein Hang zum Experimentieren).
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Oh, ich habe versehentlich meinen Beitrag an den Uralt-Thread gehängt. Dabei gibt's doch einen neueren, kann man das noch flicken ?
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Podocarpus salignus und Podocarpus cunninghamii stehen seit Okt bzw. Jun 2016 an meinem sonnig trockenen Steilhang ausgepflanzt und haben den tiefen Frosteinbruch in diesem Frühjahr ohne Schutz schadlos weg gesteckt - er wurde für hiesige Verhältnisse ungewöhnliche -13°C kalt für 2 Nächte.
Ich wässere die Gehölze im Sommer, da es dann wegen des starken Gefälles enorm trocken ist.
Podocarpus macrophyllus steht weiter unten sehr trocken, bekommt wenig Feuchtigkeit ab und wächst sehr langsam vor sich hin.
Wegen Anhängen an den neueren Thread (hab auch nicht drauf geachtet :-[) schreibst du am besten einem Mod eine kurze PM.
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Mein Podocarpus macrophyllus vegetierte einige Jahre vor sich hin - nicht der Winter war das Problem, ich fand irgendwann heraus, dass er wohl sauren Boden bevorzugt, ich hab kalkhaltigen, das schmeckte ihm nicht, ich hab das Elend dann beendet.
Podocarpus alpinus/nivalis 'Kilworth Cream' und 'Chocolate Box' scheinen da weniger anspruchsvoll zu sein, die gedeihen ganz gut bei mir.
Alternativ könntest du auf Cephalotaxus fortunei und harringtonia ausweichen - die sind absolut winterhart und ziemlich unkompliziert, in meinem Fossilienhain behaupten sie sich langsam aber stetig gegen die Wiese und werden zusehends größer.
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@ Gartenplaner
15° wären bei dir grenzwertig, oder? Sonst könntest du es in deinem Boden mit Podocarpus salignus probieren (vielleicht an geschützter Stelle), der mag Kalk - den muss ich hier in meinem leicht sauren Boden nämlich immer zugeben. :)
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Podocarpus macrophyllus steht hier in kalkhaltigem Lösslehm mit Bauschutt, das ist ihm völlig egal.
Hier am Oberrhein bei mir seit über 10 Jahren ein völlig unproblematisches Nadelgehölz, aber wegen der Standorte mit sehr wenig Zuwachs.
Auch Podocarpus salignus wächst hier seit ein paar Jahren im Freiland, bislang ohne Schäden, es ist aber noch zu früh für Langzeitprognosen.
Bei dir, Nox, sind beide Podocarpusarten völlig winterhart. Ebenso die von tarokaja genannte P. cuninghami und P. nivalis.
Auch Saxegothaea conspicua und Prumnopitys andina sind in deiner Gegend hart.
Und wenn du die Art bekommst, versuch es mal mit Nageia nagi. Das könnte klappen.
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Danke für die Tipps !
Jetzt muss ich erstmal schauen, was das für seltsame Gehölze sind, die Bristlecone hier nennt !
Cephalotaxus habe ich immerhin schonmal gehört, aber schwer sich eine Vorstellung von diesen Gehölzen zu machen, wie sie in 15 Jahren aussehen mögen.
Hab ja noch ein wenig Platz .....
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Cephalotaxus erinnert an Taxus, mit längrren Nadeln.
Meist bekommt man Cephalotaxus harringtoniana 'Fastigiata', auch die Sorte 'Korean Gold' wird öfters angeboten.
Cephalotaxus fortunei hat sehr lange Nadeln, bei C. sinensis sind die sehr adrett gescheitelt angeordnet. Wenn du diese beiden schön findest: Versuch, Sämlinge zu bekommen, mit durchgehendem Mitteltrieb, nicht Stecklinge von Seitentrieben.
Dann wäre da noch die Gattung Torreya. Eiben bzw. kopfeibenähnlich, aber die Nadeln sind so was von stachelspitzig, Aua!
Am häufigsten gibts T. nucifera, noch stacheliger ist T. californica, und T. taxifolia ist eine am Naturstandort aussterbende Art, die wohl nur in Kultur überleben wird.
Ach ja: Solltest du eine Quelle für Nageia nagi finden ... . (Hat sich erledigt. 8) )
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Podocarpus macrophyllus steht hier in kalkhaltigem Lösslehm mit Bauschutt, das ist ihm völlig egal.
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Ich hab schon drauf gewartet ;D
Vielleicht ist der Kalkgehalt deines Lösslehms, der ja ein schon "weit rumgekommener" und gemischter Boden ist, doch ein geringerer als meines Meeresboden-Mergels?
Wie dem auch sei, jedenfalls zeigt sich im Laufe der Jahre immer deutlicher und klarer, dass auf meinem Boden alles was Kalk mag gut gedeiht/sich ausbreitet/aussamt und alles, was sogar nur einen leicht sauren PH braucht, gar nicht/nicht gut wächst oder nur mit der Schwefeldünger-Krücke.
Obwohl ich angeblich PH7 habe, also nichtmal besonders basisch.
Viele amerikanischen Gehölze gehören dazu, mit denen brauch ich nicht (wieder) anfangen.
Ich persönlich find ja Cephalotaxus harringtonia, die Art, schöner als die Säulenformen - auch wenn ich die Säulenform 'Korean Gold' an einer Stelle aus architektonischen Gründen habe.
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In jedem Fall sind weder Kalk im Boden noch Wintertemperaturen in Nox Gegend für Podocarpus ein Problem.
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Amen ;)
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::)
Nee, nix Amen: Die Gegend hat ausgesprochen euozeanisches Klima, Whz dürfte 8b bis eher 9 sein, und der Boden in der Gegend ist nunmal nicht kalkhaltig.
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Im Norden schon, da gibt’s Ecken mit PH 7,5-8.
Aber PH 6-6,5 für die Concarneau-Ecke klingt schon ganz gut.
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Bei uns fehlt regelrecht der Kalk im Boden.
Flieder und Rosen sind dankbar für eine Handvoll hin und wieder. Die Rhododendron und Kamelien wuchern dafür regelrecht.
Daphne odorata aureomarginata hab' ich mehrmals vergeblich versucht anzusiedeln, aber jetzt scheint's zu klappen: Am Fusse einer Mauer,
pH-Wert etwas erhöht (Hortensien sind dort und nur dort rosa): eine Mickerpflanze, für 2 € im Eck für Unverkauftes einer Baumschule gefunden und hier entfaltet sie sich und gedeiht !
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Guten Tag,
ich môchte diesen älteren Beitrag nochmal aufleben lassen.
Ich besitze einige verschieden Podocarpen.
Unten ihnen befindet sich P. hallii, P. totara, P. macrophyllus, P. nivalis, P. lawrencei und noch einige Sorten...
Hat jemand Erfahrungen mit den ersten beiden Genannten?
Torreya nucifera, T. california, Cephalotaxus fortunei, C. harringtonia und C. sinensis befinden sich alle im Topf.
Außerdem besitzte ich hunderte Schirmtannen, ich weiß garnicht wohin damit.
Eine Wollemia nobilis befindet sich außgepflanzt in meinem Garten.
Einige Taiwania cryptomeroides Sämlinge u. Stecklinge wurden versuchsweise zu einem Wäldchen zusammengepflanzt.
Hat jemand Erfahrung mit Pseudotaxus chienii und/oder fitzroya cupressoides
Gruß
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Es kommt immer auf das Kleinklima an. Ich wohne ganz oben bei Flensburg, d.h. nicht so tiefe Wintertemps, aber manchmal scharfer Wind. Letztendlich muss man im eigenen Garten den Versuch wagen. Ein bisschen Schutz in den ersten Jahren und auf milde Winter hoffen. Bei mir ist Pod. halii 'Roro' absolut winterhart, ebenso Pseudotaxus chienii. Fitzroya ist 2009 bis 2012 erfroren, damals übrigens auch 2 Wollemias. Pod. totara erschien mir nicht hart genug, deshalb habe ich diese bisher nicht probiert. Alle deine genannten Cephalotaxus + Torreya ohne Probleme. Pod. macrophyllus ist mir vor vielen Jahren in Hessen erforen, aber da hatten wir auch unter -20°C.
Wenn du möchtest, nehme ich die einige Schirmtannen ab. Dann melde dich per pm. Im Tausch kannst du Cryptomeria ( Sämlinge )bekommen.
VG Wolfgang
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Cephalotaxus fortunei, C. harringtonia wachsen bei mir seit 2012 ausgepflanzt gut, Podocarpus macrophyllus hatte ich versucht, er überlebte zwei Winter, kam aber sowas von gar nicht voran - ich schätze, wegen meinem kalkhaltigen Boden.
Im dritten Jahr hab ich ihn wieder ausgegraben und entsorgt.
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Hier gefällt es ausgepflanzt Pseudotaxus chienii gut und ebenfalls Podocarpus macrophyllus, Pod. cunninghamii, Pod. salignus, Pod. nivalis, Pod. 'Chocolate Box'... ebenso Athrotaxis laxifolia, Cunninghamia lanceolata, Saxegothea conspicua, Cupressus cashmeriana, Pinus yunnanensis und Wollemia nobilis... und noch einigen anderen.
Der Boden hier ist sandig und leicht sauer.
Die Temperaturen im Winter gehen normalerweise selten unter -10° und es gibt auch nicht oft Eistage. Ende Feb18 hatten wir allerdings auch mal 5 Eistage und 2 Nächte bis -13°.
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Meint Ihr, ich sollte meinen Podocarpus salignus ein wenig Bauschutt mit in's Pflanzloch geben ?
Wie gesagt, bei mir ist der Boden sauer (Granitgestein im Untergrund, Kamelien gedeihen sehr gut).
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Bei mir standen und stehen alle Podocarpus-Exemplare in saurem Boden. Keine Probleme diesbezüglich.
VG Wolfgang
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Nachdem ich bei Podocarpus salignus gelesen hatte, dass er kalkliebend ist, bekommt er mit der Düngung auch etwas Kalk.
Aber vielleicht käme er in meinem leicht sauren Boden auch ohne das aus, wie die anderen PodocarpusArten.