garten-pur
Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: frida am 07. März 2007, 08:40:57
-
Im letzten Jahr wurde hier mal diskutiert, einen toten Fisch oder Fischabfälle ins Pflanzloch der Tomaten zu tun. Einige wollten es probieren.
Kann jemand berichten?
-
Hallo Frida, letztes Jahr habe ich das Thema reingebracht und natürlich umgesetzt. Meine Tomaten haben sehr viele Früchte gehabt, allerdings auch sehr viel Grünzeug. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass ich sie nicht ausreichend ausgegeizt habe. Aber was die Größe der Pflanzen anbetrifft, das war nicht mehr normal: ich habe immer wieder denen Kopf abgehackt, aber das hat sie nicht gestört. In der Größe waren sie mindestens 1,80 (Ochsenherz), und noch mehr abschneiden ging nicht wegen Früchte. Ganzen Sommer haben sie keine andere Düngung von mir bekommen (ausser beim Auspflanzen Fisch und gekörnten Kuhmist). Krank waren sie lange nicht, obwohl sie ohne schutz standen (damals keine Tomatenhäuschen und kein Dach).
Dann rgendwann mal Ende September haben sie doch braune Fäule bekommen, und weil ich nichts unternommen habe, waren sie in etwa 1-2 Wochen ganz kaputt mit einigen Kilos grünen Tomaten an den Zweigen.
Leider habe ich kein Vergleich gehabt zu den Tomaten ohne Fisch. Vielleicht ist so was auch ohne Fisch normal?
LG Nina
-
Süsswasser-Fisch unter Tomate habe ich aus diesem Buch
Ich habe es 1 : 1 versucht und war erstaunt, mit Fisch war der Ertrag um ca 15 - 20 % höher, es gab auch mehr Laub.
Einzig das grüne Zebra, das baselbieter Röteli und alle Cherry-Tomaten blieben gleich, die Pflanzen standen im Freiland nebeneinan
Ehrlich gesagt hätte ich die Forelle lieber selbst gegessen
-
...Ehrlich gesagt hätte ich die Forelle lieber selbst gegessen
Ich muss ehrlich gestehen, im Bezug auf Forelle bin leidenschaftslos ...
-
Naja, man könnte ja auch die Forelle essen und nur Kopf und Schwanz unter die Tomaten buddeln ;D
-
Quasi als Bouillabaisse für Tomaten. Ich liebäugel ja auch schon seit dem letzten Jahr mit dem Gedanken. ::)
-
Naja, man könnte ja auch die Forelle essen und nur Kopf und Schwanz unter die Tomaten buddeln ;D
So habe ich's gemacht. Und um die Bouillabaisse abzurunden, noch 2 handvoll zerkleinerte Brennnesseln untergemischt ;D
Mit dem Ertrag war ich recht zufrieden, habe aber keine Vergleichsmöglichkeit, da es mein erstes Anbaujahr war und ich alle Tomatenpflanzen gleich behandelt habe.
-
...geht das auch mit fisch in der konservendose?? 8)
-
In der Dose eher nicht, aus der Dose möglicherweise. ;D
Scheint mir insgesamt eine Glaubensfrage.
-
Warum Glaubensfrage? Es ist einfach eine alte Düngungsmethode. Allerdings finde ich, dass man Fisch dort zum Düngen nehmen sollte, wo er reichlich anfällt, etwa wenn man Fischer ist. Bei uns ist Fisch ein teures Nahrungsmittel, da esse ich ihn lieber selbst als damit die Mikroben zu füttern.
-
Mal abgesehen vom Quecksilbereintrag... :P
-
Scheint mir insgesamt eine Glaubensfrage.
...so eine brauche ich (hier) nicht schon wieder! :-\
ich werde meine mühsam erlegten fische(hpts. forellen u. äschen) doch lieber essen, als sie im garten zu vergraben.
wenn die tomaten dann ausgepflanzt sind und wachsen, scheint es mir rel. schwierig zu sein, darunter noch fische zu vergaben! ::)
ginge das auch mit anderen "leichenteilen"? gibt es ev. einen zusammenhang von nie aufgeklärtem verschwinden von personen, mit der häufung von tomatenpflanzen in bestimmten regionen?? 8) :-X
;)
-
In Russland begraben schon etliche Menschne Fisch unter den Tomaten (Phosphor).
Hier habe ich zuerst ein Paar Löffel Fischmehl genommen. Bis ich erfahren habe, was so alles
drin sein kann. Und habe das sein lassen. Tomatis gedeihen trotzdem prächtig
-
Zitat von: GreenThumbs am Gestern um 12:39:29
Scheint mir insgesamt eine Glaubensfrage.
...so eine brauche ich (hier) nicht schon wieder!
Hier scheint mir einfach ein Denkfehler vorzuliegen. Nährstoffe zum Düngen gibt es eben nicht nur abgepackt in Tüten mit Prozentangaben zu den einzelnen chemischen Komponenten.
Wie hätten denn die Altvorderen gedüngt bevor ein Justus von Liebig kam? Es gab auch andere Dünger als Mist.
-
Guten Morgen,
habe Heute voller Begeisterung über die Begräbnisse von Fischen im Tomatenbeet gelesen.javascript:replaceText(' ::)')
Augen rollen
Da ich absoluter Neuling im Forum bin , würde ich mich freuen, wenn mir einer von euch sich die Mühe macht mir zu erklären welche Art Fisch ich dafür verwenden kann,und was es sonst noch zu beachten gibt.
Viele Dank
Gruß Sonjajavascript:replaceText(' :)')
Smiley
-
Je teurer der Fisch desto besser. Und ab und zu ein Schäufelchen Kaviar. ;)
-
Blödsinn. Du nimmst ja auch keine teuren importierten Gemüse für deinen Komposthaufen, oder? ::) Naja, vermutlich doch, diese importierte hochpreisige Bioware.
-
Blödsinn ist wennschon, den immer seltener werdenden Fisch im Garten zu vergraben.
-
Zitat von: GreenThumbs am Gestern um 12:39:29
Scheint mir insgesamt eine Glaubensfrage.
...so eine brauche ich (hier) nicht schon wieder!
Hier scheint mir einfach ein Denkfehler vorzuliegen. Nährstoffe zum Düngen gibt es eben nicht nur abgepackt in Tüten mit Prozentangaben zu den einzelnen chemischen Komponenten.
Wie hätten denn die Altvorderen gedüngt bevor ein Justus von Liebig kam? Es gab auch andere Dünger als Mist.
Danke für die Aufklärung zu Dünger allgemein.
Bedeutet neu im Forum auch gleich blöd für Dich?
Ein weniger überheblicher Tonfall hätte es auch getan. ::)
Btt - da Du offensichtlich wissend bist wäre ich über eine Aufklärung zu den nur sich im Fisch (welchem?) befindlichen Nährstoffen dankbar, die eine derartig ungewöhnliche Düngergabe sinnvoll werden lassen.
Angesichts der Tatsache dass Fisch zu den immer rarer werdenden Nahrungsmitteln zählt und den damit verbundenen ökologischen Aspekten empfinde ich einen solchen Umgang mit Lebensmitteln grundsätzlich falsch.
Ein Hinweis auf die Altvorderen kann ich dabei nur bedingt nachvollziehen; schließlich gingen die auch noch zum *** in den Garten und das finde ich heutzutage ebenso wenig nachahmenswert.
-
bin auch für edelfisch - sollen ja auch besondere tomaten werden! 8)
-
Vielleicht würde anstatt der ganze Fisch ja auch die Haut, die Gräten und der Kopf reichen, natürlich von mehreren Fischen ::)
Gruß karin
-
Fischfriedhof (http://www.cosgan.de/images/smilie/tiere/n028.GIF)
...hilft das auch gegen diese hässliche Braunfäule? Dann würde sogar ich darüber nachdenken....
-
Liebe Leute... esst doch lieber den Fisch selbst und gebt den Rest, wie Karin schon erwähnte, an die Tomaten!
Wobei ich der Meinung bin, dass es genug andere "Substanzen" gibt, die den Tomaten zu gutem Wachstum verhelfen! ;)
-
Liebe Karin,
vielen Dank für den Vorschlag,der meiner Meinung nach vernünftig klingt .
Ich werde es auf jeden Fall mit den Fischabfällen versuchen,da die Ernteerträge in den letzten Jahren sehr gering ausfiehlen !
Werde über die Erfolge/Misserfolge berichten.
Gruß Sonja
-
Wenn das nun nur nicht in allen Häuslebauerquartieren beginnt so zu fischeln. Die markierenden Kater genügen doch. :P
-
Ich dünge sogar die Rosen toten Katzen.
Im vergangenen Jahr ist meine heißgeliebte alte Katze gestorben,wie so alle paar Jahre bei mir eine alte Katze stirbt und die Rosen ,die in Grabnähe stehen wachsen besonders gut.
Warum soll ich dann nicht auch die Fische aus dem Teich, sofern sie freiwillig gestorben sind, als Tomatendünger verwenden?
Kaufen werde ich bestimmt keinen Fisch, um ihn als Dünger zu verbuddeln.
-
Das ist wohl schon sinnvoll. Bei nahen Angehörigen gibts jedoch moralische Bedenken... :-X
-
Ich dünge sogar die Rosen toten Katzen.
Im vergangenen Jahr ist meine heißgeliebte alte Katze gestorben,wie so alle paar Jahre bei mir eine alte Katze stirbt und die Rosen ,die in Grabnähe stehen wachsen besonders gut.
Gute Idee. Werde Nachbars Katze nehmen.
-
fars, warte aber bitte, bis sie freiwillig von Ihren Recht auf Ableben Gebrauch macht.
-
Wird dann der Fall sein, wenn sie - ganz freiwillig - fars' Garten betritt... :-X
-
@GreenThumbs
Tut mir leid, wenn du meine Antwort als überheblich empfunden hast. Was ich damit sagen wollte ist lediglich, dass uns eine derartige Methode heute als sehr ungewöhnlich anmutet wie du selbst schreibst. Früher als es noch keine gut sortierten Gartencenter mit Spezialdünger für beinahe jede Pflanze gab war hingegen soetwas wohl normal, allerdings in Gegenden, wo es eben reichlich Fisch gab.
Dass es sich bei der Wirkung unter anderem um den Phosphorgehalt des Fisches handeln könnte, wurde schon erwähnt.
Ich glaube nicht, dass Gräten allein diesselbe Wirkung haben weil sie wohl länger brauchen, bis sie verrotten und umgesetzt werden.
-
So ein Fisch besteht wie die meisten Lebewesen erstmal hauptsächlich aus Wasser.
Und dann aus Muskeln, Innereien, Gräten, Fett. Vom Proteinabbau fällt Stickstoff an - verzögert und deswegen wahrscheinlich leichter/länger für die Pflanze verfügbar als aus Mineraldünger. Und Phosphor, calzium und ein paar Spurenelemente. Das Kochsalz vom Dosenfisch ist wohl eher nicht so der Bringer...
Es gibt auch Schlachthofmitarbeiter, die jeden Frühling ein paar Kübel Blut mit heimnehmen um den Garten zu düngen, funktioniert wunderbar (da ist es wohl hauptsächlich der Stickstoff-Anteil). Ich steh nicht so auf Dünger tierischer Herkunft, zumindest nicht wenn sie kommerziell vertrieben werden, weil man dann davon ausgehen kann, dass die Ausgangstoffe relativ grausliches Zeug waren. Außerdem graben die Hunde dann so tiefe Löcher im Garten ::)
-
Liebe Karin,
vielen Dank für den Vorschlag,der meiner Meinung nach vernünftig klingt .
Ich werde es auf jeden Fall mit den Fischabfällen versuchen,da die Ernteerträge in den letzten Jahren sehr gering ausfiehlen !
Werde über die Erfolge/Misserfolge berichten.
Gruß Sonja
Hallo Sonja,
es handelt sich um süßwasserfisch.
LG Nina
-
Das währe auch meine sorge, Eva. Gehen dann nicht Katzen und Hunde suchen??
Hab vorgestern ein Stück eingeschweißten(!) Lachs zum Tauen auf die Fensterbank gelegt, über Nacht weg, nachmittags halb gefressen und geöffnet im Nachbargarten wieder aufgetaucht
Netti
-
Na das wäre aber wirklich nicht lustig, wenn da Hunde die gehegten und gepflegten Tomaten ausgraben würden! :o
-
Also ich werde nächstes Jahr definitiv Fische als Dünger ausprobieren. Bin Hobbyangler und in einem unserer Vereinsseen gibt es eine Zwergwels-Plage. Es handelt sich um eingeschleppte Art aus Nord-Amerika die extrem invasiv ist und sich explosionsartig vermehrt. Vor paar Tagen war ich dort und hatte innerhalb von drei-vier Stunden mehr als zwei Dutzend von diesen Viechern gefangen. Normalerweise werden sie getötet und weggeworfen. Statt wegwerfen werde ich nächstes Jahr die Fische sammeln, einfrieren und dann als Dünger verwenden.
Ganz wichtig bei solchen selbstgefangenen Süßwasserfischen ist es sie vor dem Eingraben für mindestens paar Tage einzufrieren. Grund dafür sind die Parasiten, deswegen ist es beispielsweise nicht erlaubt Fischinnerein nachdem die Fische ausgenommen sind ins Wasser zurückzuwerfen. Die Parasiten werden großflächig verteilt, umso mehr ist es wichtig dies nicht im eigenen Garten zu tun.
Zwergwelse eignen sich hervorragend auch deswegen, weil sie klein sind und sich relativ schnell zersetzen sollten, ohne die Fische vorher zu zerteilen. Weitere Alternativen wären die Schwarzmeergrundel (ebenfalls invasiv und leicht zu fangen), Flussbarsche oder Rotaugen (einheimisch aber sehr vermehrungsstark und leicht zu fangen, werden deswegen auch als Wasserratten bezeichnet). Kaufen die Fische um sie als Dünger zu nutzen würde ich in der Tat nicht, dann höchstens Fischabfälle.
-
Vergrabe sie tief genug, damit nicht Waschbär, Fuchs oder Hund die Pflanzung verwüsten.
Aktuelle Erfahrung: Unsere Nachbar-Füchse hatten im Sommer, woher auch immer, einen etwa 40 cm langen Schuppenkarpfen angeschleppt und uns vor die Laubentür gelegt. :P Ich habe ihn neben dem Kompost vergraben und nach einem Tag war er wieder draußen und lag unter dem Hängemattenplatz. Sie wollten uns ganz offensichtlich eine Freude machen. :-X Erst tiefes Eingraben und Beschweren mit einer Gehwegplatte hat geholfen.
-
Füchse verirren sich in Tat ab und zu in unserer Gartenanlage. Werde dann die Fische tiefer eingraben.
Frage mich wie ihr es hingekriegt habt den Fuchs so zu zähmen. :o ;D
-
Es war eine Familie mit sechs Jungfüchsen. Die haben halt allerhand "Unsinn" getrieben. Anfangs waren sie sehr ordentlich, später lagen McDonalds & Co. hinterm Zaun. ;)
-
Nicht dass ichs nicht auch ausprobieren würde, aber die 3 pestfische, die lassen sich vermehren bei kritischen mengen. Und die brauchts auch für die düngung.
Katzenwels und Grundel lassen sich geköpft frittieren und Sonnebarsch ist auch gut, Barschqualitätsfleisch.
Die Grundeln werden seit 2 jahren hier immer kleiner, verbutten praktsich. Man fängt fast nur noch die Größe, die sich ohne Grätenproblematik essen lassen.
Sonnenbarsch wächst dagegen noch gut ab, bis Handflächenformat.
Katzenwels und Wollhandkrabbe gibts dagegen hier am Rhein nicht.
Was ich wirklich gerne probieren würde und ernsthaft einen Anbieter dafür suche, sind die Schalen von Garnelen, Shrimps, Crevetten. Der Chitinpanzer, darum gehts mir.
Es gibt Feldversuche, da haben sie durch einarbeiten von Krustentierenschalen Chitinabbauende Pilze oder Bakterien gefördert und somit Verticillium im Gemüsebeet halbwegs bekämpft. Das würde ich gerne wirklich mal ausprobieren, davon habe ich vielleicht mehr als von 20 Grundeln vergraben wo es auch eine Handvoll Hornspäne tun. Aber ehrlich gesagt sind auch die nicht mein Düngestil. Kompost oder Mist als Grundlage und gezielt mineralischen Stickstoff geben, da brauche ich nicht auf N-Mineralisierung zu hoffen, sondern erreiche das was ich möchte oder an Effekt sehen will.
-
Aus den Amerikanischen Gartenforen kenne ich es, dass die Fischabfälle (Kopf, Schwanz) im Mixer püriert werden und dann verdünnt als Dünger gegossen werden. Selbst habe ich es noch nicht versucht, allerdings klingt die Methode appetitlicher als im nächsten Jahr beim Umgraben einen Fischtotenkopf wieder zu finden.
-
funktioniert das auch mit fischstäbchen? ??? wäre einfacher zum handhaben... :-\
-
Ich halte das ganze für eine Schnapsidee. Fisch ist stark eiweiß- und damit stickstoffhaltig und verrottet sicher schnell. Tiere zu töten, um sie als Dünger einzusetzen, ist schon speziell. Dort, wo sowieso Fischabfälle anfallen, kann man sie sicher untergraben und hoffen, dass sich keine vierbeinigen Recycler finden.
-
Ja, sehr speziell.
Die Fische fallen aber an, da sie nicht zurück ins Gewässer sollten. Ähnlich wie man Staudenknöterich oder Springkraut nicht in der Landschaft verteilt, nur weils ach so tolle Blümchen sind.
Ich sag ja, Sonnenbarsch ist immernoch Zanderverwandt, da kann man was draus machen. Gräten wenig, notfalls wie Hering sauer einlegen.
Grundel, man putzt sich halt müde, geschmacklich aber ok.
Es gibt bessere Stickstoffdünger, aber da sie eh anfallen da zurücksetzen nicht in Frage kommt, warum in den Müll kippen wenn sie noch düngen können? Die Braunbären in Kanada machen auch nix anderes mit den Lachsen. Vorzugsweise wird Hirn und Innereien gefressen, der Rest bleibt liegen und düngt die Bäume um die Flussufer drumrum.
Die Fische sind zu schade für den Müll oder in der Uferböschung von Enten gefressen zu werden.
(http://up.picr.de/30656916ee.jpg)
(http://up.picr.de/30656919wu.jpg)
(http://up.picr.de/30656920eg.jpg)
(http://up.picr.de/30656921ib.jpg)
-
Für die Vollständigkeit hier noch das Paper zur Förderung Chitinabbauender Enzyme im Boden um Verticillium dahliae einzudämmen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3753968/
-
Fisch oder nicht Fisch für Tomaten.
Staudos Einwand ist berechtigt.Tiere zu töten, um sie als Dünger einzusetzen, ist schon speziell. Dort, wo sowieso Fischabfälle anfallen, kann man sie sicher untergraben und hoffen, dass sich keine vierbeinigen Recycler finden.
Aus dem Ricoter Produkte Angebot:
Video Zeitlinie ab ca. 0:59 / Plant Bag - Tomaten / Fisch
;)
Grüsse Natternkopf
-
Der Klassiker wäre ja Fische züchten, mit dem nährstoffreichen Wasser die Tomaten düngen und das gesäuberte Wasser wieder zu den Fischen pumpen.
Da gabs schon einige Startups die das im großen Stil machten um Pleite zu gehen, weil zu teuer. Garnelen und Meeresfsich aus dem Saarland für Edeka, das passt halt nicht.
Egal wie mans dreht, die Fische, von denen hier die Rede ist, die fallen an, so wie Ambrosia im Garten anfällt. Schade auch um die schöne Pflanze?
Schön ist es, wenns nicht so ist, das man was rausholen muss. Aber am Fluss und Co ists nun mal leider so. Da gibts auch Neobiota. Nicht nur am Strassenrand.
-
Wenn es darum geht, die ohnehin anfallenden Fische zu verwerten, ist das natürlich etwas anderes. ;)
-
Anfang der 70er wurden in Goa/Indien Sardinen gefangen und in Massen im heissen Sand getrocknet. Die wurden nur als Dünger verendet. Sie wurden beim Pflanzen einzeln in den Boden gelegt.
Vermutlich aber nur da wo die zahlreichen Schweine nicht hin konnten. Ich habe jeden Tag vor dem Trocknen einen kleinen Anteil gekauft und zubereitet.
Die getrockneten konnte man vom Strand noch genießen, geschmeckt haben sie aber nicht so gut. :P
-
@ Natternkopf
Nee, ist er nicht. Eher ein Beispiel "Kenne mich mit der Materie nicht so genau aus, schwinge aber schon mal mit der Moralkeule". ;)
Was würde jeder Gärtner sagen, wenn jemand zu ihm kommt und sich beschwert, was er für ein schrecklicher Umweltsünder sei da er die schöne Ambrosia rausreißt und tötet oder den schönen Löwenzahn. Genauso verhält es sich mit dem Beispiel von den weiter oben aufgezählten Fischen als Beifang.
Um etwas genauere Hintegründe zu geben. Bei Zwergwelsen oder Schwarzmeergrundel handelt es sich um äußerst aggressive Neophyten. Die vermehren sich explosionsartig und verdrängen nachweislich die einheimische Fauna. Im schlimmsten Fall kann in einem kleineren Gewässer irgendwann mal nur noch Zwergenwelse geben weil sie alle sonstigen Fische aufgefressen bzw. verdrängt haben.
Wenn solche Fische gefangen werden, müssen sie, wohlgemerkt per Gesetz getötet werden. Ein Zurücksetzen von solchen Neophyten kann unter Umständen strafbar sein, davon abgesehen, dass man der Umwelt was gutes tut wenn man die dem Gewässer entnimmt. Danach, und dies ist ebenfalls eine gesetzliche Auflage, dürfen die nicht ins Wasser oder auch in die Umgebung weggeworfen werden. Hintergrund hier ist die vorher beschriebene Parasitenproblematik. Diese getöteten Fische müssen zwingend mitgenommen und nachher entsorgt werden. Statt sie in der Tonne zu entsorgen, kann man die aber einfrieren und später im Garten eingraben.
Ähnlich verhält es sich mit den ebenfalls beschriebenen kleinen Flussbarschen und Rotaugen als Beifang. Obwohl keine Neophyten dürfen diese Fische auch nicht zurückgesetzt werden sondern sind schonend zu schlachten. Auch dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Hintergrund ist, dass catch and release in Deutschland nicht erlaubt ist. Alles was gefangen wird und nicht unter Schutz steht, darf strenggenommen nicht zurück ins Wasser.
So. Wir haben hier eine Situation wo der Betroffene eine nachhaltige, umweltschonende und sogar umweltschützende Maßnahme vorschlägt, die für ihn weder einen physischen noch finanziellen Mehraufwand bedeutet. Es werden keine chemischen oder künstlich erzeugten Düngermittel erworben, es werden schädliche Organismen dem Gewässer entnommen, es erfolgt keine Verschmutzung mit Nematoden und es wird kein zusätzlicher Müll für die Tonne erzeugt. Und wie soll man dann in solcher Situation auf die Moralkeule, man sei ein unnötiger Tiertöter reagieren? Genauso wie ein Gärtner auf die Moralkeule man sein ein unnötiger Ambrosiakiller.
-
@ thuja Thujon
Ich habe schon mehrmals gehört, dass die Schwarzmeergrundel sehr gut schmecken soll in allen möglichen Formen aufbereitet. Da wo ich angele, kommt die, zum Glück, nicht vor. Zum probieren hatte ich ein Dutzend Katzenwelse ausgenommen und eingefroren. Allerdings diese Dinger auszunehmen ist eine echte Quall. :P
-
Ja, nicht übertreiben mit dem putzen. Die kleinen Sardinen in Frankreich werden mit Gedärms gegessen.
Messer kurzgefasst wie beim Gemüseschälen im Nacken ansetzen, Wirbelsäule durchschneiden und Kopf mit Brustflossen, Bauchlappen und Eingeweide abziehen.
Einer putzt mit der Zahnbürste nach und die Nieren raus, der nächste spült im klarem Wasser ab und legt sie zum abtropfen hin.
Mit einem Glas Rieslingschorle in geselliger Umgebung kommt einem die Sauerei weniger schlimm vor.
Die Putzabfälle kann man dann immernoch an die Tomaten geben.