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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Alfi am 31. März 2007, 21:22:13
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Hallo,
ich bin momentan an der Vorbereitung der Beete für meine diesjährigen Wassermelonen. Da der Boden teilweise noch etwas lehmig ist, die Wassermelonen aber sandigen, humosen Boden mögen, wollte ich eigentlich Sand untermischen. Im Gartencenter riet man mir heute davon ab, da dadurch der Boden steinhart werden würde. Gesteinsmehl würde da helfen. Stimmt das ???
Ciao
Ralph
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ich bin momentan an der Vorbereitung der Beete für meine diesjährigen Wassermelonen.
hast du denn deine letztjährigen wassermelonen in anderem boden kultiviert, und wenn ja - mit welchem erfolg?
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Hallo,
gleiche Stelle, allerdings hebe ich jedes Jahr das Beet (jetzt das 2. Jahr, ursprünglich schwerer Lehmboden) komplett bis auf 40 cm aus, werfe Pferde- und Kuhmist rein... Kompost ... und werfe die alte Erde durch Sieb. Dadurch wird der klumpige Lehmanteil immer kleiner. Trotzdem bleiben Wasserpfützen, wenn ich mal länger mit dem Schlauch draufhalte. Die Wasserdurchlässigkeit ist also noch nicht wirklich optimal. Die Melonen letztes Jahr waren schon gut.. aber ich will mehr :))
Ciao
Ralph
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Gräbst Du den Mist tatsächlich 40 cm tief unter? Das wäre eindeutig zu tief. Normal gräbt man sich eine Furche, füllt diese Mit Mist und dem Aushub der nächsten Reihe und so weiter. Und das man Fruchtwechsel betreibt, hat nicht nur mit der Nähstoffversorgung zu tut, sondern auch mit Krankheiten, die bodenbürtig sein könnten. Also nie eine Kultur mehrere Jahre auf der gleichen Stelle anbauen. Das kann man auch mit guter Nährstoffgabe nicht ausgleichen, was dem Boden entzogen wird (Ausnahme sind einige wenige selbstverträgliche Gemüse). Was das heißt, kann derjenige ermessen, der einmal Kartoffeln auf frisch umgestochener Wiese gebaut hat. So eine gute Ernte erreicht man mit noch so viel Mistgaben nie wieder, wie in diesem ersten Jahr. ;D
Außerdem, gräbst Du im Herbst? Denn Lehm zerfriert eigentlich, wenn Du ihn oberflächlich liegen läßt.
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Hi, da lob ich mir Scharbockskraut und anderes "Unkraut, von dem ich jetzt (wirklich!) Berge aus dem großen Gemüsegarten hacke! Diese platziere ich an den für Kürbisse und Zucchini vorgesehenen Stellen und decke sie gut mit Gartenerde ab. Darauf setze ich dann im Mai diese wärmeliebenden Frisslinge. Das mache ich schon einige Jahre so mit bestem Erfolg!
Gut, mein Garten ist sowieso "etwas naturbelassen", da stört (mich) das nicht weiter - Hauptsache ist der Erfolg damit und das ohne viel Arbeitsaufwand!
LG Lisl
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Hallo,
die 40 cm waren leider zumindest beim ersten mal nötig, da der Boden reinster komprimierter Lehm war mit einer nur 10 cm Mutterboden-Schicht. Die Wurzeln sollten ja Platz haben. 10 cm Mist hatte ich damals zuerst unten rein.. und dann sehr viel Humus aus dem Humus-Werk noch beigemischt. Der Mist war dieses Jahr dann ganz unten tiefschwarzer Humus geworden. Habe dieses Jahr dann diesen mit eingemischt in den Rest und wieder 10 cm Mist unten rein.
Das mit den 40 cm werde ich aber sicher nicht jedes Jahr machen. Hatte aber auch dieses Jahr noch das Gefühl, dass es nötig war. Hatte immer noch haufenweise grosse Steine rausgelesen.
Die Aktion mache ich meist im Frühjahr. Durchgefroren wären in diesem Winter sowieso nix. Flächenmäßig bin ich leider nicht so gesegnet, so dass ich jedes Jahr auf ein anderes Beet könnte.
Aber sind nun Sand oder Steinmehl besser ?
Danke
Ralph
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Bei diesem Boden wäre vielleicht tiefwurzelnde Gründüngung (wie z.B. Phacelia) sofort nach der Ernte nicht schlecht. Pflanzen schließen den Boden meist viel tiefer auf, als man es selber mechanisch zustande bringt. Ich würde hier auch mit Steinmehl arbeiten und sehr viel mulchen, was die Bodengare sehr verbessert.
LG Lisl
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Hallo,
gemulcht habe ich natuerlich auch im letzten Jahr immer mit dem Rasenschnitt. Aber ich hab halt immer noch auch diese kleinen runden Lehmkügelchen mit dazwischen. Trotzdem macht der Boden schon einen wesentlich besseren Eindruck. Für alle anderen Gemüsesachen ist er sicher ziemlich gut (sehr viel Humus, gute Erde, Lehm).. aber Melonen wollen ja angeblich sandigen Boden. Und da stell ich mir irgendwie noch was anderes darunter vor :)
Ciao
Ralph
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Hier mal ein Bild, wo die Arbeit größtenteils schon fertig war. Zwischen den beiden Pfosten (Abstand 4 m) hängt dann bald wieder das Tomatendach..
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Und hier nochmal von heute morgen (alles erstmal fertig).. hinten die 4 Metallpfosten sind die Ecken vom selbstzubauenden Frühbeet :) .. da sollen die Melonen hin. Habe also eigentlich wenig Möglichkeiten, jedes Jahr einen Fruchtwechsel zu machen.
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Und noch ein Bild vom letzten Jahr :D
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Das hast ja super beinander, Alfi! 8)
Ja, wenn es nur ums Frühbeet geht: da kannst ja die Erde eh immer wieder austauschen. Dann macht auch immer derselbe Platz nicht soviel aus. Wenn man nur mit Kompost wirtschaftet, ist das auch schon weniger problematisch, ist meine Erfahrung .
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Bei diesem Boden wäre vielleicht tiefwurzelnde Gründüngung (wie z.B. Phacelia) sofort nach der Ernte nicht schlecht. Pflanzen schließen den Boden meist viel tiefer auf, als man es selber mechanisch zustande bringt. Ich würde hier auch mit Steinmehl arbeiten und sehr viel mulchen, was die Bodengare sehr verbessert.
LG Lisl
Das mit der Gründüngung finde ich sehr interessant. Ist es aber Ende September nicht etwas spät, um noch Phacelia auszusäen ? Vorher sind die Beete nicht frei.
Ciao
Ralph
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Ach ja, die Melonen hast du ja bis zum Frost, gelt? Aber die alleine machen auch schon tiefe Wurzeln! Der Boden wird sicher jedes Jahr tiefer gelockert, wenn du ihn bebaust! Es gäbe auch winterharte Gründüngungspflanzen und wenn der Herbst so lange so mild wäre wie der letzte, würden die bestimmt auch noch einige Zeit "arbeiten"! Jedenfalls können Pflanzen und Bodenlebewesen den Boden viel besser aufschließen als wir Gärtner!
LG Lisl
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Hi, da lob ich mir Scharbockskraut und anderes "Unkraut, von dem ich jetzt (wirklich!) Berge aus dem großen Gemüsegarten hacke! Diese platziere ich an den für Kürbisse und Zucchini vorgesehenen Stellen und decke sie gut mit Gartenerde ab. Darauf setze ich dann im Mai diese wärmeliebenden Frisslinge. Das mache ich schon einige Jahre so mit bestem Erfolg!
Scharbockskraut habe ich auch eimerweise. Aber wieso ist das gut für Zucchini oder Melonen?
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Hi frida,
diese Unkrautberge geben beim Verrotten ein wenig Wärme und später Nährstoffe ab . Durch die anhaftende Erde verrottet das alles recht gut!
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Und das Scharbockskraut verrottet tatsächlich? Auch die kleinen Knollen?
Zumindest dem Verjauchen widerstehen sie nämlich unendlich lang.