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Pflanzenwelt => Klettergarten => Thema gestartet von: tamara89 am 18. Mai 2007, 09:27:15
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Ich brauche mal ein paar Tips.
Ich habe einen Maschendrahtzaun, 120 cm hoch. Es geht um eine Länge von ca. 10 m, sonnige Lage, schwerer Boden
Der Boden ist voll mit Ackerwinde und ich finde es nicht wirklich toll, die blöde Winde aus dem Zaun zu pfriemeln. Ich mulche nun dick mit Heu und kann die Winde damit im Griff halten. Ich habe mir nun überlegt, ob man den Zaun nicht ein bißchen verschönern kann und gleichzeitig ein bißchen Windschutz bekommt. Gibt es vielleicht auch eine Pflanze, die sich gegen die Ackerwinde durchsetzt?
Zunächst noch meine Vorstellungen/Wünsche:
kein Efeu, nichts mit Dornen (Himbeeren/Brombeeren), nichts übermäßig Wucherndes (Hopfen etc.);
schön wäre etwas Blühendes, evtl. auch immergrün. Ausläufer sollten sich in Grenzen halten, so dass die Pflanze "nur" am Zaun bleibt und sich nicht in die Beete ausbreitet.
Ich selbst habe auch schon z.B. an eine Kiwi gedacht, ginge das auch?
Wieviel kann so ein Zaun tragen? Können manche Pflanzen zu schwer werden? Gibt es immergrüne Clematis? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt?
Ich würde mich über viele Tips und Anregungen freuen.
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Ich kann die Staudenwicke empfehlen, eine robuste üppig blühende Pflanze, allerdings nicht immergrün, die jedes Jahr wieder kräftig aus dem Boden austreibt und keine Ausläufer macht. Es gibt sie in weiß oder rosa blühend.
Im Vergleich zur einjährigen Wicke, die es natürlich in wundervollen Farben gibt, ist die Staudenwicke widerstandsfähiger gegen Trockenheit und immer schön grün im Sommer.
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Ich hab das gleiche Problem und hab letztes Jahr Wicken am Zaun lang versucht. Die haben eindeutig verloren gegen die Winde, von den Wicken war nicht viel zu sehen. Deshalb zupf ich den Zaun halt jetzt regelmäßig frei.
Liebe Grüße
Rotkäppchen
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Staudenwicken??? :o
echt???
Meine hoeren vor 2 m Hoehe nicht auf - weswegen ich den hier "angebotenen" Maschendrahtzaun dafuer zu niedrig fand.
Meine Wicken behaupten sich im Schatten der Ramblerrose Paul`s Himalayan Musk. Und ich schneide die auch noch beherzt unterm Jahr zurueck, weil sonst meine Passifloren auf der Terrasse verloren haetten...
Viele Gruesse
Sabine
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Man muß die Staudenwicken ja nicht senkrecht wachsen lassen sondern kann sie mit ein paar kleinen Drähtchen nach links und rechts am Zaun anbinden, dann laufen sie weiter in diese Richtungen.
An Alternativen wäre ich aber auch interessiert. :)
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Staudenwicken machen hier auch locker 2 m, außerdem versäen sie sich gern. Nach ein, zwei Jahren haben sie eine respektable Rübenwurzel, die nicht unbedingt leicht zu roden ist, wenn man doch mal was anderes pflanzen möchte. Ich habe nach dem ersten Standjahr bereits bis in gut 60 cm Tiefe graben müssen, als ich der 'White Pearl' überdrüssig war.
Ab Klimazone 7 würde ich es mit Passiflora caerula versuchen, die macht auch schnell und schön dicht.
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Es gibt schon immergrüne Lonicera/Geißblatt, aber mit denen kenn ich mich nicht so aus... Ich habe hier auch in der Nachbarschaft eine Zaunbegrünung mit kleinblütiger Rose gesehen, Höhe und Breite kommt hin, allerdings ist es m.W. ein Holzzaun... Falls Interesse besteht, mache ich morgen ein Foto, die Rosen am Zaun blühen gerade...
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;)
Die Passiflora Caerulea kann aber wieder Auslaeufer treiben.
Rose ist oben rum wunderbar ( hab ja selber meinen Zaun von vorn bis hinten damit bepflanzt) aber unten... ersticken die keinesfalls irgendwelche Winden.
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;)
Rose ist oben rum wunderbar ( hab ja selber meinen Zaun von vorn bis hinten damit bepflanzt) aber unten... ersticken die keinesfalls irgendwelche Winden.
Hab mir jetzt nochmal den Zaun angekuckt: Die Rosen hängen über bis zum Boden! (Bild auf Wunsch)
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Hallo tamara89 !
Ich würde keine Rose nehmen für den Maschendrahtzaun, die wird zu schwer mit der Zeit und drückt ihn nieder. Schlage Dir eine Glockenrebe vor, sie wächst rasend schnell, blüht wunderbar bis zum Frost, auf Deine Länge brauchst Du höchstens 3 Pflanzen, soviel Blattmasse machen die und sehen sehr schön aus.
Liebe Grüße von elis.
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Auch auf die Gefahr hin, jetzt ein lautes "Buh"! zu ernten: Ich hab "meiner" Ackerwinde durch den drei- bis viermaligen Einsatz von Chemie den völligen Garaus gemacht - seit drei Jahren kommt sie nicht wieder. Und auf einen ackerwindenfreien Streifen kann man pflanzen, was immer man möchte ... ;)
Ich glaub übrigens, dass es sicher einige Rosen gibt, die sich für diese Zwecke eignen, oder auch Staudenclematis z.B.
Bei Alpinas bin ich mir nicht sicher, ob der Zaun auf Dauer stand hält - hat da jemand vielleicht Erfahrung? (Sonst werd ich wohl in ein paar Jahren über meine eigenen diesbezüglich berichten müssen ... ;D )
Freiburgbalkon - wo bleibt das Foto??? Bitte! :D
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Freiburgbalkon - wo bleibt das Foto??? Bitte! :D
ah, es will also doch jemand ein Bild von dem Zaun, ok, mache ich morgen gern...übrigens habe ich, die ich normalerweise überhaupt nicht auf kleinblütige Rosen stehe, in Ettenbühl Blushing Bride gesehen und fand sie mit ihren vielen, vielen kleinen Blütenkugeln sehr hübsch für so einen Zweck, weiß aber nicht, ob sie für den Zaun geeignet ist, habe sie erst 1 x gesehen...
So, habe nun bei HMF festgestellt, daß es einige Rosen diesen Namens gibt, dann wird es ja wohl die von Scarman gewesen sein:
http://www.landhaus-ettenbuehl.de/images/products/15034_hp_gr.jpg
@elis: Und wegen der Cobea scandens (Glockenrebe): Freut mich, das zu lesen, ich habe mir ja vor ein paar Tagen eine ans noch recht nackige Rosenrankgitter gesetzt, solange meine Rose noch nicht hoch genug ist, muß sie Vertretung machen...
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Hallo freiburgbalkon !
Das mit der Glockenrebe am Rosengitter da ist sie zu wild, die erdrückt Dir die Rose. Du wirst es vielleicht nicht glauben wollen aber es ist leider wahr. Du wirst es selber sehen. Ich wollte Dich nur rechtzeitig warnen.
Liebe Grüße von elis.
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hier Bilder vom Zaun:

zaun_ausschnitt.jpg

zaun_schraeg~0.jpg

zaun_nah~0.jpg

zaun_gesamt~0.jpg
Und elis: Bez, Glockenrebe: Danke für den Tipp. Hm, ich hatte vor, die Glockenrebe seitlich an der Rose vorbei nach oben zu leiten und sie oben über der Rose erst sich verzweigen zu lassen. Und nächstes Jahr ist die Glockenrebe ja weg... Deshalb leuchtet es mir nicht ganz ein, daß es trotzdem ein Problem sein könnte. Meinst Du denn, bez. der Nährstoffe, dass die Glockenrebe der Rose alles "wegfrißt"? Dazu muß ich sagen, dass meine Tröge 1,25 lang sind und die Rose in der Mitte sitzt und die Glockenrebe außen am Rand... Die Glockenrebe wird ja wohl nur nach oben wachsen und nicht nach unten auf die Rose zu... Kannst Du's mir vielleicht erklären, was genau Du als Problem ansiehst? Und Danke, daß Du Dich damit beschäftigst...
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Wow! Danke für das Bild, Freiburgbalkon! :D
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Hallo Freiluftbalkon !
Die Glockenrebe wächst leider wie sie will und nicht wie Du willst. Sie ist ein Ungeheuer und wuchert Dir die Rose total zu so das sich die Rose nicht weiter entwickeln kann. Sie mickert dann und wächst nicht weil sie kein Licht und keine Luft mehr hat. Ich habe damit Erfahrungswerte und will Dich nur rechtzeitig warnen. Du ärgerst Dich hinterher, weil das die Rose im Wachstum sehr behindert. Pflanze der Rose doch z.B. eine schwarzäugige Susanne dazu, die ist nicht so wild wie die Glockenrebe. Die Glockenrebe ist eine sehr schöne Pflanze, damit Du mich nicht mißverstehst, aber zu einer Rose ist sie zu wild, aber an einen großen Zaun da paßt sie wunderbar hin.
Liebe Grüße von elis.
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Danke für Deine Warnungen, ich bin ja täglich mehrmals auf meinem (ähem:unseren) Balkon und beobachte das, sobald sich die Glockenrebe meiner Albéric barbier zu sehr aufdrängt, werde ich die Scheere zücken. Ich fände es sehr schade, wenn ich jetzt wieder das Sternmoos sezieren müßte, da seziere ich dann lieber die Glockenrebe... ;) Ich bin wohl manchmal schwer zu überzeugen. Aber die Warnungen verhallen nicht ungehört!
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Ja, niedrigbleibende Clematis sind doch die Lösung :D In der Gruppe der Staudenclematis gibt es z.B. die Sorte Arabella. Diese gepaart mit rosafarbener Staudenwicke würde bestimmt sehr schön wirken!
LG, Louise
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Tamara, schon lange nichts mehr von dir gehört, gefällt dir denn kein einziger Vorschlag? ???
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Tut mir leid, dass ich mich noch nicht wieder gemeldet habe.
Irgendwie kann ich mich nicht so richtig entscheiden. Bei manchen Pflanzen habe ich angst, dass sie für den Zaun zu schwer werden. Rosen möchte ich wegen der Dornen nicht.
Mittlerweile habe ich die Kletterpflanzen schon fast aufgegeben und denke darüber nach, einen schmalen Streifen (ca. 30 cm) Folie etc. an/unter den Zaun zu legen, um ihn leichter sauber zu halten. Allerdings bin ich mir aufgrund des Threads (Vlies für Unkraut) auch hier nicht mehr sicher, was ich denn nun tun soll. :-\
Hach, ich weiß im Moment wirklich nicht, was ich mache. Zumal ich an diese Stelle auch gerne einen Sichtschutz hätte. Davor ist mittlerweile Topinambur gewachsen, so dass ich direkt am Zaun noch entlang laufen möchte.
Ich habe schon überlegt, ob ich die Winde einfach am Zaun wachsen lasse, aber da habe ich Angst, dass sie sich allgemein noch mehr aussät.
Jedenfalls werde ich wohl den Streifen erst mal weiterhin dick mulchen, um mir wenigstens ein bißchen die Arbeit zu erleichtern. Ich denke fast, dass ich dieses Jahr auch gar nicht mehr viel schaffen werde. Also, kann ich mir noch den ganzen Winter den Kopf zerbrechen.
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Es gibt doch aber viele stachellose Rosen, gerade unter den Kletterrosen und auch bei den Ramblern.
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Ok, dornenlose Rosen ist natürlich wieder etwas anderes.
Also, wie gesagt, der Zaun ist ja nur 1,20 m hoch. Werden die Rosen nicht zu schwer oder zu ausladend? Die Ranke sollte schon relativ flach am Zaum bleiben und nicht zu viel Platz wegnehmen.
Und, können die sich gegen die Ackerwinde durchsetzen? Die Ackerwinde sehe ich schon als recht großes Problem. Sie wächst eben in diesem Bereich besonders gut.
Welche Sorten kommen denn da in Frage? Und wo bekommt man die?
Ich fände übrigens kleine Blüten schöner als große.
Aber wie gesagt schon gesagt, ich mache mir zwar Gedanken darüber, kann mich aber trotzdem noch nicht entscheiden. Leider werde ich die nächste Zeit sowieso kaum in den Garten kommen.
Durch meinen Mulch ist "meine" Seite des Zaunes zwar sauberer als die andere Seite. Nur sehe ich das eben nicht als Dauerzustand. Langfristig möchte ich das ändern.
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Ich habe schon überlegt, ob ich die Winde einfach am Zaun wachsen lasse, aber da habe ich Angst, dass sie sich allgemein noch mehr aussät.
Die Winde wird sich nicht mit dem Zaun zufrieden geben, sondern deinen Garten weiter erobern. Da hilft nur ständige, konsequente Bekämpfung.
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Es ist nun schon länger her, aber ich möchte mich nun noch einmal hierzu melden.
Erst noch einmal vielen Dank für die Vorschläge. Mittlerweile hat sich das "Problem" auf andere Art gelöst. Ich konnte ("durfte") nun vor dem Zaun einige höhere Büsche setzen, so dass der Zaun "versteckt" ist und ein höherer Sichtschutz entsteht, was mir auch am liebsten ist. Direkt am Zaun habe ich einen Streifen Unkrautvlies ausgelegt und mit Steinen belegt.
Das Beranken des Zaunes wäre die Notlösung gewesen, um zumindest ein bißchen Sicht- und Windschutz zu haben.
Bitte nicht böse sein, dass nun doch keiner der Vorschläge umgesetzt wurde. Damals war die Situtation noch anders. Außerdem bin ich noch ein ziemlicher Neuling im Gartenbereich. Es kommt einfach noch häufiger vor, dass ich feststelle, dass es neben meiner geplanten Idee noch andere schönere oder bessere Möglichkeiten gibt, die ich vorher nicht bedacht habe oder mir nicht bekannt waren. Wahrscheinlich werde ich wohl noch das ein oder andere wieder im Garten ändern, bis es mal etwas wird.
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Wahrscheinlich werde ich wohl noch das ein oder andere wieder im Garten ändern, bis es mal etwas wird.
Nimm die drastischen Worte bitte nicht übel: Das ist grober Unfug!
So lange Du einen Garten hast, wirst Du planen und pflanzen und herausreißen und ändern und wieder von vorn anfangen. ;)
Viel Spaß dabei
Peter
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Ja, Danke :)
Vor allem gibt es hier immer wieder etwas Neues zu entdecken, dass ich dann auch gerne hätte oder umsetzen würde.