garten-pur
Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: max. am 24. Mai 2007, 18:39:16
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kurzer zwischenbericht zu meiner mischkultur: kartoffeln/dicke puffsaubohnen:
die in doppelreihen gepflanzten dicken puffsaubohnen haben reichlich schoten angesetzt. wie erwartet besser als bei beetweiser kultur.
die kartoffeln sehen etwas schütter aus. die bohnen nehmen ihnen zu viel licht weg. auch gibt es etwas schneckenfraß. das anhäufeln ist schwierig. der abstand ist mit 80 cm zu eng, die kulturen wachsen ineinander. ich würde mich nicht wundern, wenn die kartoffeln sich als krautfäuleanfälliger herausstellen würden als die beetweise angebauten.
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heute beim kartoffelkäferablesen:
die in mischkultur mit dicken bohnen gepflanzten kartoffel hatten so gut wie keinen kartoffelkäferbefall, die etwa 20 meter entfernten beetweise angepflanzten waren massiv befallen wie immer.
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Ich baue ja meine paar Kartoffeln im entfernten Garten an, auf dem Grundstück von Verwandten, heuer wollten sie mir einen Gefallen tun und jäteten zwischen den Kartoffeln :o - die Kartoffeln sehen vielversprechend aus!
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die in mischkultur mit dicken bohnen gepflanzten kartoffel hatten so gut wie keinen kartoffelkäferbefall, die etwa 20 meter entfernten beetweise angepflanzten waren massiv befallen wie immer.
In Bezug auf den Käferbefall habe ich die gleiche Beobachtung gemacht.
Ansonsten hat das milde Frühjahr das Aufkommen der PB sehr begünstigt, sodaß sie einen zu großen Vorsprung vor den Kartoffeln haben. Ich habe daher jede zweite Reihe ausgeschnitten. Ansonsten habe ich von der IPK in diesem Jahr eine Beipflanzbohne bekommen, der Name ist ja vielversprechend. Leider war es schon zu spät, um sie in diesem Jahr noch hochzuvermehren. Mal schauen.
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Heute habe ich angefangen zu graben. Die Kartoffeln sind auch ohne die dicken Bohnen gewachsen. In der ersten Reihe hatte ich aber von Anfang an keine.
Meine dicken Bohnen zwischen den Kartoffeln sind ja vorzeitig einer Jätaktion zum Opfer gefallen, nur zwei wurden übersehen. Hülsen gibt es da allerdings auch keine, was mich aber nicht wundert, da ich heute bei Gart gelesen habe, dass Schnecken die Blütenstände der Bohnen gerne abfrässen und es da Schnecken in unglaublichen Mengen gibt.
Dicke Bohne zwischen Kartoffeln

20070612 031k.jpg
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kleiner abschlußbericht:
der ertrag der in doppelreihen gesäten dicken bohnen war extrem gut.
der abstand von 80 cm war aber zu eng. die kartoffeln sind gaggelig gewachsen und haben wegen der schlechten durchlüftung, und weil ich sie wegen der bohnen nicht behandelt habe die krautfäule bekommen, im gegensdatz zu den beetweise gepflanzten und behandelten kartoffeln.
nächstes jahr: dicke bohnen wieder in doppelreihen, aber in den zwischenreihen nur noch eine niedrigwachsende kultur, etwa spinat oder garnichts.
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Und ich warte mal Lisl´s Bericht ab und pflanze/lege möglicherweise zur gleichen Zeit, ich habe da ja noch eine "Beipflanzbohne" liegen. Mit einem Messer im Rücken gehe ich noch nicht nach Hause. Aber das mache ich auch nur bei meinen Spreisekartoffeln.
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Da ich mit der Pariser Trüffel eine späte Kartoffel mit Puffbohnen verbandelt habe, kann ich über einen besseren oder schlechteren Ertrag noch nichts sagen. Mittlerweile sind an den Puffbohnen ein paar Schoten gewachsen.
Auf dem Bild kann man leider nicht viel erkennen - die Bohnen blühen auch noch zum Teil.
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was aber deutlich wird, daß die PB immerhin nicht den Kartoffeln das Licht nehmen, das ist warscheinlich eine Frage der Feinjustage, ähnlich wie die Maisbohne, wenn man nicht den rechten Zeitpunkt erwischt, unterliegt einer.
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bei mir haben eindeutig die bohnen gesiegt, die ja auch einen vorsprung von 4 wochen hatten. bei gleichzeitiger saat mit den kartoffeln wären meine sicher verlaust worden.
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Die Bohnen sind bei mir nur ein bisschen höher als die Kartoffeln. Sie ruhten ja wochenlang ohne zu treiben (genauso wie die Pariser Trüffel) weil es damals so lange trocken und heiß war. Vielleicht hätten es die Bohnen lieber etwas feuchter gehabt?
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Ich habe sie miteinander (in ein Pflanzloch) gelegt, wie ich es in diesem alten Tipp gelesen hatte!
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max, ich wäre da nicht so sicher, Läuse scheinen augenorientiert zu sein, ob die eine PB inmitten einer Kartoffelstaude wirklich anfliegen, wäre ich mir nicht so sicher. Du hast auch die Erfahrung gemacht, das die Kartoffelkäfer die Mischkultur kaum frequentieren.
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du hast vielleicht recht. daß sie so gut wie keinen befall an käfern hatten, war wirklich erstaunlich.
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aber in den zwischenreihen nur noch eine niedrigwachsende kultur, etwa spinat oder garnichts.
Versuch doch mal Möhren... da die dicken Bohnen Kartoffelkäfer fernzuhalten scheinen, könnte es auch gegen die Möhrenfliege funktionieren. Außerdem sind Möhren dankbar für ein bißchen Schatten und nicht krautfäuleanfällig.
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klasse idee. schon notiert. danke, susanne.