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Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: fars am 21. Oktober 2007, 14:00:54
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Ein Araber erzählte mir kürzlich, dass er seine Hühnerbühe mit einer Stange Zimt, die mitgekocht wird, würzt.
Klingt mir etwas fremd und bevor ich diese Rezeptur nachahme die Frage: Ist diese Würzung jemandem bekannt?
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Meine Schwester kocht manchmal Persisch, da kommt häufig Zimt, gemahlene Nelken, Kardamom, Sternanis und Piment ins Essen. Der erste Eindruck ist dann immer "Lebkuchen und Weihnachten", weil diese Gewürze bei uns eben typisch dafür sind. Es ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber lecker.
Nun könnte man sagen, das ist ja auch eine arabische Küche, da paßt es rein. Dem stünde entgegen, daß es auch bei uns Gerichte gibt, die mit solchen Gewürzen gut schmecken. Mein allgemein beliebter Matjestopf enthält zum Beispiel eine ordentliche Dosis gemahlene Nelken.
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Schon, Nelken an Matjes kenne ich auch, wenngleich ungemahlen. Doch Zimt an Hühnerbrühe ... ich weiß nicht. Aber ich werde es mal ausprobieren.
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Die Würzung ist mir bekannt. Es kommen noch Rosinen, Ingwer, Knoblauch, Kreuzkümmel, Zwiebeln und bestimmt noch eine Menge anderen Zutaten. Ich kann mich aber nur an die obengenannten erinnern.
Ja Susanne, es ist wirklich gewöhnungsbedürftig.
LG Valeria
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Zimt in der Brühe ist ein Versuch wert ;D
ich koche oft Fleischgerichte mit Zimt, hier gab es ein Pouleteintopf mit Zimt
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Linseneintopf od. Linsen u. Spätzle koche ich auch mit ganzen Nelken u. einer Zimtstange. Paßt wunderbar.
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Hallo, Fars,
eine Zimtstange mitzukochen, ist eine gute Idee, werde ich mal probieren.
Hühnerbrühe würze ich - manchmal, ich mag da Abwechslung :) - sehr gern mit einer kräftigen Portion Ingwer, etwas gemahlenem Koriander und einer Prise Kardamom. (Safran versteht sich sowieso.) Für diese Scharf-Süß-Kombi mit leichtem Bitterhauch ist Zimt bestimmt eine gute Abrundung.
Schöne Grüße
Querkopf
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Ja, Querkopf, eine "scharfe" Hühnerbrühe weckt die Lebensgeister.
Wir kennen ein karibisches Rezept, da wird das Hühnchen mit Piment (auf Martinique nenen sie so eine pfeffrige Schote, die wie eine Minipaprika aussieht; man wird auch 1-2 Schoten Chili nehmen können) 1-2 Lorbeerblätter und einer Limette gekocht.
Ich brate zuvor noch eine Beinscheibe scharf an und röste 2-3 Zwiebeln recht dunkel, um der Hühnersuppe etwas mehr Power zu geben.
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Zimt kommt in vielen Mittelmeer- und asiatischen Rezepten vor und passt vor allem sehr gut zu Lammfleisch.
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Mag gewöhnungsbedürftig sein, aber warum nicht.
Zwar keine Brühe, aber ich weise z.B. auf eine süße Hühnerpastete hin ("Bstilla"), die ich, korrekt zubereitet, am besten vor Ort, SEHR empfehlen kann.
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Zimt schmeckt auch sehr gut an Rote-Bete-Suppe. Noch etwas Chili dazu ;D .
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Zimt schmeckt auch sehr gut an Rote-Bete-Suppe. Noch etwas Chili dazu ;D .
Rote Beete unterscheiden sich sowohl äußerlich als auch geschmacklich von Huhn.
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Hühnerbrühe würze ich - manchmal, ich mag da Abwechslung :) - sehr gern mit einer kräftigen Portion Ingwer, etwas gemahlenem Koriander und einer Prise Kardamom. (Safran versteht sich sowieso.) Für diese Scharf-Süß-Kombi mit leichtem Bitterhauch ist Zimt bestimmt eine gute Abrundung.
Bei mir kommt außer den oben genannten Zutaten Kurkuma , eine kleine Zehe Knoblauch und 1-2 Chilischoten dazu, Safran nicht. Das laß ich schön lange köcheln
Wärmt wunderbar!
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Ich kenne das weniger von den nördlichen arabischen Staaten, aber besonders aus Sri Lanka. Dort, wie auch in Südindien, aber doch auch Jemen werden viele Geflügel- und Fleischgerichte mit Zimt und Kardamom gewürzt, dann mit mehr oder minder viel Chilli geschärft.
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Hallo, RosaRot,
ja, zu meiner derzeitigen Lieblings-Hühnersuppen-Variante (ändert sich öfter mal ;D) gehört auch noch eine Prise Kurkuma. Chili muss nicht, darf aber, sofern die Schoten garantiert nach spätestens einer Stunde Kochzeit wieder draußen sind (Tee-Ei o.ä.), sonst schärft's unkontrolliert nach. Dafür bin ich beim Knofi umso großzügiger ;): Davon jage ich, noch ehe die Köchelei überhaupt beginnt, drei, vier große Zehen durch die Presse und lasse sie zusammen mit zwei, drei großen, fein gehackten Zwiebeln in Olivenöl gut braun werden - dann erst kommt Flüssigkeit drauf & Huhn rein.
Wenn man zum guten Schluss noch reichlich dünn gescheibeltes Gemüse hinzufügt, das die Scharf-Süß-Bitter-Nuancen weiter variiert - vor allem Lauch, Möhren, Fenchel, etwas Knollensellerie, Kartoffeln - und natürlich das ausgelöste und gewürfelte Hühnerfleisch (zum Abschmecken Richtung bitter noch ein, zwei Esslöffel knochentrockenen Sherry!), dann hat man's nachher nicht nur wohlig warm, sondern auch ungemein genüsslich satt :).
Schöne Grüße
Querkopf
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Rote Beete unterscheiden sich sowohl äußerlich als auch geschmacklich von Huhn.
;D ;D ;D ;D ;D ;D
Wo fars Recht hat, hat er Recht. Bin halt manchmal ein sehr assoziativ denkender Mensch 8) .
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Hallo Querkopf,
ich mag's gern ziemlich scharf und deswegen laß' ich die Chilischoten drin und ja Gemüse kommt bei mir natürlich auch noch hinein wenn die Brühe schon gut ist, je nachdem, was so gerade da ist. (im Moment also eher Möhren, Sellerie, Pastinaken usw.) - ohne Sherry bisher.
aber Sherry ist eine gute Idee, Danke. :D
Das muß ich unbedingt ausprobieren bei der nächsten Hühnerbrühe!
sich die Lippen leckend in Vorfreude,
RosaRot