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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: frida am 02. November 2007, 19:52:22
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Meinen habe ich entsorgt, weil ungenießbar. Dabei mag ich durchaus etwas bitteren Geschmack bei Salaten, z.B. Radicchio oder Endivien. Ist Zuckerhut generell noch deutlich bitterer oder habe ich aus irgendwelchen Gründen Pech damit gehabt?
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Zuckerhut neigt wie einige andere Salate auch bei Überständigkeit sehr bitter zu werden...einfach ein wenig zu spät abgeschnitten ;)
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Hmh, dann frage ich mich aber, wann ich ihn aussäen soll, damit er noch vernünftig wächst.
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...hm..ich meinte eher das Alter der Pflanze beim ernten....., wenn er groß genug ist, muss er gegessen werden...obwohl er sich lange im beet hält und gut aussieht....
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Das habe ich verstanden. Aber das ist gerade das Problem. Ich will ihn ja als Wintersalat, also möglichst spät essen. Wenn ich ihn aber zu spät säe, wächst er nicht mehr. Wenn ich ihn zu früh säe, wird er überständig, sagst Du. Was mache ich nun?
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Ich hatte 1x welchen und der war bitter. Da meine Familie keinen bitteren Salat mag, baue ich ihn auch nicht mehr an.
Meine Schwägerin schwärmt davon, sie legt ihn 3 Stunden in heißes Wasser, dann sei er überhaupt nicht mehr bitter. Aber das geht mir gegen den Strich, ich kann mir nicht vorstellen, daß dann noch Vitamine drin sind ::).
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Wir mögen auch gerne bittere Salate, aber der Zuckerhut meiner Nachbarin ist uns eindeutig zuuu bitter.
Christina
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..kennt ihr den Begriff 'warme Salate'? Zukerhut gehört dazu...
warme Salate benötigen Wärme in der Jungpflanzenzeit....haben sie die nicht, kommen sie in Blüte oder werden nicht fertig....oder bitter
Jch empfehle Jungpflanzen im Frühbeet oder Fensterbrett zu machen, dann kann mann Zuckerhut zwischen April und Juli pflanzen..ohne dass er bitter wird...direkte Aussat sollte mitte Mai sein....dann kann es auch klappen
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Ich baue den Zuckerhut jedes Jahr an obwohl er bitter ist.
Nun habe ich verschiedene Varieanten getestet um ihn ein wenig bitterfrei zu machen.
1. den in ca. 1cm breiten Streifen geschnittenen Salat eine halbe Stunde in warmes Wasser legen und dann nochmal kurz mit kaltem Wasser abbrausen. Ergebis noch leicht bis sehr bitter.
Dann den Salat anmachen und gut eine halbe Stunde durchziehen lassen. Dann wird er noch ein wenig milder.
2. den Salat in die Küchenmaschine und damit in feinste Streifen schneiden wie Sauerkraut. Das Ergebnis ist perfekt, mild ohne lange im Wasser rumzuliegen, nur kurz einmal durchs Wasser damit er sauber ist :D
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Komisch, bei mir ist Zuckerhut nie besonders bitter, egal ob ich ihn früher oder später anbaue.
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Das Bittere verliert der Zuckerhut auch, wenn man ihn - in Streifen geschnitten - in lauwarmes Wasser mit etwas Salz legt . Nicht zu lange, damit nicht allzuviele Vitamine verloren gehen! Ganz vermeiden lässt sich das leider so nicht . Es ist aber immer noch besser, als gar keinen zu essen ;) !
Dass das mit der Zeit, wie lange er steht, zusammenhängt, glaube ich nicht so recht, eher , dass er bitterer wird, wenn er es öfter zu trocken hatte.... Aber sicher behaupten kann ich ´s auch nicht... ::) !
LG Lisl
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Ich gebe immer etwas braunen Rohrzucker dazu und mache ihn mit Himbeer- oder Brombeeressig an, dann ist er super!
Annemarie
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Gerade habe ich gelesen, dass die Bitterstoffe durch Kälte abgebaut werden. Also ruhig noch mit der Ernte zuwarten, der Salat wird milder.
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Meine erste ich immer erst nach den ersten Frösten, vorher sind die eh immer so klein. Trotzdem bitter.
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Zuckerhut steht bei uns über den ganzen Winter, bis er der Reihe nach gegessen wird - ist somit ziemlich bitter.
Vom ins Wasser legen halte ich garnichts - dann kann man auch feingeschnittenes Papier als Salat anmachen....... :-X
Der Bitterstoff nennt sich IntybinIntybin (auch: Lactucopicrin) ist ein Bitterstoff, welcher beispielsweise in Lattich-Arten und in Chicorée enthalten ist. Er wirkt sich harnfördernd aus und fördert angeblich die Verdauung durch Anregung der Gallentätigkeit.
und ist im weissen Milchsaft enthalten.
Wenn man die dicken Blattrippen entfernt, kann man das Bittere dieses Salats deutlich minimieren.
Ich schneide den Salat so fein wie möglich und mache ihn mit gepresstem Knoblauch, weissem Balsamico und ziemlich viel Olivenöl an. Solange ich welche habe, schneide ich noch 2-3 Tomaten in Würfel und gebe sie zu. Den Salat lasse ich vor dem Essen aber mind. 30 min stehen.
Ich bin der Meinung, dass Olivenöl die Bitterstoffe neutralisiert. Mit Traubenkern-, Raps- oder Sonnenblumenöl angemachter Salat ist extrem viel bitterer.
LG, Bea
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Ich mag ihn besonders gerne mit Kernöl, Apfelessig und gerösteten Sonnenblumenkernen. Fein schneiden ist auch kaufreundlich.
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Dann liege ich also mit ganz fein schneiden und eine Weile angemacht stehen lassen nicht so falsch :)
Olivenöl nehme ich auch immer.
Danke für Deine Tips Bea.
Wenn der Zuckerhut nur besser wachsen würde. Seit August gepflanzt ist er immer noch sehr klein, so wie Pflücksalat.
Wann muß ihn denn aussäen um große Pflanzen zu erhalten?
Ich habe das Gefühl daß bei mir die Salate (fast alle Sorten) im Herbst nicht gut wachsen.
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Meist säe ich zwischen Ende Mai und Ende Juni. Verpflanzt wird er nicht, um die Pfahlwurzeln nicht zu beschädigen. Ich säe sehr dünn und wenn sie doch zu dicht stehen, wird heraus genommen, was zuviel ist.
LG, Bea
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Dann war ich wohl zu spät dran, habe im Juli gesät und im August noch ein paar Setzlinge dazu gekauft. Die gekauften sind zwar etwas größer aber richtige Köpfe sind es nicht. Da werde ich für eine Mahlzeit drei Pflanzen nehmen müssen ;D
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Lasse ihn aber ruhig stehen, Elke! Der wächst, solange es nicht stark friert, weiter! Im schlimmsten Fall hast du, wenn die Pflanzen überleben, im nächsten Jahr "nur" wunderschöne blaue Blumen ;) !
LG Lisl
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Vom ins Wasser legen halte ich garnichts - dann kann man auch feingeschnittenes Papier als Salat anmachen....... :-X
Genau das finde ich auch. Kurz in lauwarmes Wasser lasse ich mir noch gefallen, aber 3 Stunden ::)
Chicoree soll ja weniger bitter werden, wenn man den Strunk herausschneidet.
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Chicoree soll ja weniger bitter werden, wenn man den Strunk herausschneidet.
Den fand ich noch nie bitter, dann eher der Radicchio.
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Ich gebe immer etwas braunen Rohrzucker dazu und mache ihn mit Himbeer- oder Brombeeressig an, dann ist er super!
Annemarie
... so mache ich es auch
Zucker im "Salat- Waschwasser" nimmt einen rechten Teil der Bitterstoffe weg
Die Bitterstoffe haben den Vorteil, dass sie den Magen öffnen, er verdaut dann leichter
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Hallo Freunde,
ich liebe Zuckerhut, ich mag ihn zwar nicht so bitter aber ich liebe ihn, ich schneide ihn auch ganz fein lege ihn kurz in warmes Wasser und gebe Stevia dazu.
Im Sommer hatte ich mir eine Steviapflanze gekauft und da mein Mann gerne süßen Salat mag habe ich ihm immer ein paar Blätter Stevia kleingeschnitten und zum Salat gegeben. Jetzt nehme ich feines Steviapulver her. Im Sommer war ein Zitronenmelisseeistee mit Stevia drin einmalig.
Nächstes Jahr möchte ich mir auf alle Fälle mal selber Steviapflänzchen aussähen und vielleicht schaffe ich es mir davon auch was zu trocknen für Tees und Salatgewürz.
Meine Tochter mag sehr gerne Steviapulver in den Tee. Ich trinke Tee nur ungesüßt.
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Ich gebe auch Stevia in den Kräutertee und in den Salat, auch an Endivien.
Habe aber schon gelesen, dass Stevia sehr schlecht keimt, ich habe mal eine Pflanze gekauft und Stecklinge davon gemacht
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Mein Zuckerhut im Keller war bitter aber der im Windfang gelagerte ist mild und zart wie Endivien, richtig lecker. Muß wohl daran liegen, daß im Windfang der Salat Frost abbekommt.
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Unserer steht noch im Garten und hat Frost abbekommen, ist aber trotzdem bitter :-\
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Dafür hast Du keine verschrumpelten Gräfinnen ;)
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Unserer steht noch im Garten und hat Frost abbekommen, ist aber trotzdem bitter :-\
Vielleicht stand er zeitweise zu trocken, Brigitte?
Auch Endiviensalat (und Gurken - ist aber auch sortenbedingt) werden eher bitter, wenn sie zu trocken stehen.
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Hallo Freunde,
vielleicht kommt es auch auf die Sorte an oder von welchem Samenhändler das man sie hat. Vielleicht sammeln welche bitterfreiere Samen aus. Ähnlich wie bei Gurken da gibt es doch auch immer bitterfreie.
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Dann schmecken die bald wie der immer lascher werdende Chickoree :P
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Unserer steht noch im Garten und hat Frost abbekommen, ist aber trotzdem bitter :-\
Vielleicht stand er zeitweise zu trocken, Brigitte?
Auch Endiviensalat (und Gurken - ist aber auch sortenbedingt) werden eher bitter, wenn sie zu trocken stehen.
Das wäre möglich. Allerdings hat es seit der Zeit in der ich ihn gepflanzt habe immer wieder geregnet.
Den letzten habe ich auf Wunsch meines GG mit Sahne angemacht, dann hat er behauptet so sei er nicht bitter gewesen (obwohl er es trotzdem war ;), aber Einbildung ist auch eine Bildung).
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Ich hatte im Vorjahr Zuckerhut gepflanzt, der war mir zu bitter zum essen. So blieben die Köpfe über den Winter am Beet stehen. Und siehe da: im Frühjahr waren sie dann genießbar. Der Frost dürfte also doch helfen.
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ich habe es hier schon geschrieben, Bitterstoffe in Vorspeisen oder in Aperitiv-Getränken helfen beim verdauen.
Ein bitterstoffarmen Zuckerhut wäre für mich, wie wenn eine Rose wie eine Gurke aussehen müsste, einfach unmöglich.
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Ich baue auch das 2te. Jahr Zuckerhut an.
Bis jetzt hat er den Frost gut überstanden.
Ich habe dann vor 2 Tagen einen geerntet und der war bitterer wie die anderen.
Mein Mann meinte der Frost ist es,
aber ihr schreibt hier der Frost macht ihn milder.
Vielleicht sollte ich den mittleren Strunk heraus schneiden,
denn der ist ja etwas bitterer.
Ansonsten lege ich ihn auch immer in warmes Wasser.
Ist doch schon seltsam das es jetzt bitterer ist wie vorher.