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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: frida am 09. November 2007, 22:34:09
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Ich habe bisher zu wenig kontinuierliche Erfahrungen machen können - Gartenwechsel, extrem unterschiedliche Sommer 2006 und 2007 sind daran schuld. So interessieren mich vor allem Eure Resümees, welche Arten und Sorten sind in Euren Augen sehr lohnend zu kultivieren, sehr ertragreich und gesund?
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Der Renner jedes Jahr: Bohnen
Brokkoli ist auch klasse. Wenn der Hauptkopf abgeerntet ist, kannst Du die kleinen Seitentriebe ständig ernten. Ich ernte immer noch.
Ganz begeistert war ich dieses Jahr von Stachys. Kleinste Anbaufläche und super-Ertrag. Und die schmecken... :D
Und das Allerbeste: Die machen kaum Arbeit, im Garten und in der Küche.
Aber das ist ja auch alles standortabhängig.
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Stangenbohnen sind mein bestes Gemüse, wenn ich die Anbaufläche in Bezug zu Wachstumsdauer, Erntemenge und Erntezeitraum setze. Mein Favorit ist "Blauhilde".
Ebenfalls schnellwüchsig und ertragreich sind Radieschen. Die Sorte "Eiszapfen" ist nach einem Monat erntefähig und kann auch als Gemüse gedünstet werden.
Japanischer Senfkohl gehört zu meinen Lieblingsblattkohlen, sehr anspruchslos und bei spätem Anbau ebenso schnellwüchsig wie robust. Und lecker, auch als Salat.
Womit ich bei diesem wäre... Schnittsalate bringen's wirklich, wenn man wenig Platz hat und immer gern was Frisches auf dem Tisch. Das gleiche gilt für Rukola und Schnittmangold.
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Ich würde auch sagen Stangenbohnen und Mangold, bringen auf der Fläche am meisten Ertrag. Salat ist auch super.
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Salat bringt den meisten Ertrag. Da kann man fast alles essen. Wenn man es geschickt anstellt kann man die ganze Saison Salate ernten, das lohnt sich wirklich.
Verhältnismässig wenig Ertrag bringen grosse Sachen wie Mais, da bleibt auch viel Blatt und Stängel über.
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Es gibt auch wenige Gemüsegattungen, die so lange zu beernten sind, wie Tomaten - auch wenn die Vorkultur etwas Zeit braucht.
Erbsen möchte ich in meinem Gemüsegarten nicht missen. Sie helfen dazu auch noch, den Boden zu verbessern!
Kohlrabi braucht auch nicht lange und gibt, wenn alles klappt, gute Ernte.
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Hallo !
Meine Favoriten sind alle Salatsorten, davon der Pflücksalat, da kann immer soviel ernten wie man gerade frisch braucht. Dann Buschbohnen, da konnte ich auch viel ernten und so nach und nach, das finde ich praktisch. Dann Staudensellerie, der ist ein Phänomen. Den wenn man abschneidet und den Stock drinläßt dann wächst der nach. Die Stangen werden zwar nicht mehr so dick aber das macht nichts. Ich habe immer noch soviel draußen stehen und ernte immer erst bei Bedarf.Er schmeckt wunderbar und man kann ihn vielfältig verwenden.
lg elis.
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Bohnen, vor allen Dingen Stangenbohnen sind sehr ertragreich, Salate sind auch gut, machen aber schon mal ein bißchen Arbeit. Was ich nach jahrelangen Versuchen jetzt endgültig aufgeben werde sind Erbsen. Davon ernte ich immer nur ein Handvoll, wovon auch einige schon immer zu reif sind. Auch bei den Zuckererbschen gelingt mir kein sehenswerter Ertrag.
Kohl gedeiht bei auch zuverlässig und wird immer sehr schön, am Besten gehen die Frühkohlsorten, oder die ganz späten, wie z. B. Broccoli Purple Sprouting.
Mangold ist auch ergiebig, nur sind wir keine Mangoldfans.
Christina
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wenn es um den gewichtsertrag pro qm geht- dann sind natürlich topinambur, kartoffeln, gelberüben und rote beete sieger.
gut mithalten kann bei mir spargel. er läßt sich auch lange beernten.
auch spätkraut: wirsing und grünkohl.
dicke bohnen natürlich.
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Mit "lohnend zu kultivieren" meine ich natürlich auch, ob es sich vom Geschmack oder Ertrag her lohnt gegenüber sagen wir mal gekaufter Bio-Ware. Bei Zwiebeln z.B. bin ich mir da nicht sicher. Oder bei Hokaido. Oder bei Lauch. Da kann ich nicht unbedingt einen deutlichen Geschmacksunterschied feststellen und es sind eher günstige Gemüse. Rot- und Weißkohl habe ich gar nicht erst probiert, da klassisches Feldgemüse und günstig.
Bohnen lohnen sich sicher preislich wie auch geschmacklich. Wirklich frische Bohnen sind ja kaum zu bekommen und frische Palbohnen zumindest hier oben gar nicht (bestimmt gibts sowas auf dem Viktualienmarkt, oder?).
Tomaten auch, keine Frage.
Und dann sowieso die Sachen, die letztlich kaum käuflich sind.
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Ganz begeistert war ich dieses Jahr von Stachys. Kleinste Anbaufläche und super-Ertrag. Und die schmecken... :D
Hallo Caro,
was ist den Stachys im Gemüsegarten :o. Habe ich ja noch nie gehört, ich hab sowas nur im Blumenbeet.....
Bei mir der Renner sind Buschbohnen, Erbsen, Zucchinis (brauchen viel Platz, man kann aber damit noch die Nachbarn versorgen, so verrückt trugen sie heuer),Zwiebeln, Spitzkohl und Schnitt-bzw. Pflücksalat. Auch rote Rüben sind jedes Jahr sehr gut.
Weniger toll werden meine Mohrrüben.
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@frida,
was die zwiebeln angeht: im laden, auch im bioladen gibt es hier wenig sortenauswahl.meine lieblingssorte "piroska" z.b. gibt es hier nicht.
gelberüben: riesenaufwand. trotzdem bau ich ihn an, weil sie mir besser schmecken als aus dem bioladen.
spargel: 30 qm große fläche- 60 kg ernte in diesem jahr. die schmecken deutlich besser als gekaufte, weil spargel sehr schnell im geschmack abbaut. außerdem kosteten dieses jahr die ersten freilandspargel 9 €/kg für klasse 1
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gelberüben: riesenaufwand. trotzdem bau ich ihn an, weil sie mir besser schmecken als aus dem bioladen.
Du meinst Möhren? Die schmecken frisch vom Beet ja auch unvergleichlich, finde ich.
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meine wintergelberüben/möhren/karotten stehen noch auf dem beet. sollte es richtig kalt werden, ziehe ich sie raus und lege sie ins erdloch. dort halten sie sich frisch bis märz/april und schmecken immer noch prima, allerdings gegen ende zu etwas herber.
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Für mich war der bunte Mangold die Entdeckung der Saison, kein Vergleich zum Spinat, den säe ich nur noch als Zwischenkultur, wenn Platz frei ist.
Im Gegensatz zu den Buschbohnen fand ich den diesjährigen Ertrag der Feuerbohnen viel erfreulicher (Ich hab´ nur Schoten, keine Kerne geerntet).
In 3 Etappen hab´ ich dieses Jahr frühe Möhren (statt wie früher 1 mal späte und frühe gleichzeitig) angebaut, so hatte und habe ich das ganze Jahr frische Möhren ernten können, von der Frühbeetsaison bis zum Winter (gut temperierten Lagerraum für späte Möhren in Sand hab´ ich eh keinen mehr...)
Plücksalat bau ich auch lieber an als Kopfsalate, man kann immer was abschneiden und muß nicht gleich tagelang das gleiche essen...
Ja, Rucola und Radieschen gab´s auch fast durchgehend..., brauchen ja auch nicht so viel Platz...
Die wenigen mickrigen Broccolipflanzen, die die Mäuse dieses Jahr stehengelassen haben, blühten spät, aber nach dem Schneiden der zentralen Blüten trieben und treiben sie immer noch wieder aus den Seiten neu aus.
Die dicken Bohnen waren sehr lecker, aber im Vergleich Anbaufläche/Anbauzeit zu Erntemenge eigentlich nicht wirklich ertragreich....(finde ich). Trotzdem werde ich sie wieder säen (kann man halt schon, wenn es noch kalt ist.)
Meine Erbsen sind dieses Jahr zwischen den Kartoffeln untergegangen, aber zweimalige Saat z.B. zwischen Erdbeeren und Gurken an Estrichgittern haben in anderen Jahren schon gute Erträge auf wenig Fläche gebracht.
Interessant fand ich den Spargelsalat, weniger wegen der "Spargel"-Stängel, sondern weil man die Blätter wirklich über Monate hinweg ernten konnte, bis der Salat wirklich kurz vor dem Blühen war, sie schmeckten so ungefähr wie Romana-Salat, die Stängel waren zart, aber geschmacksneutral.
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Spargelsalat will ich auch probieren. Ich habe den Dreh mit Salat ansonsten noch nicht so raus, entweder ich ersticke dran oder habe gar keinen (z.B. jetzt - dabei habe ich sowohl Endivien wie Zuckerhut gesät, die einen sind verfault, die anderen von den Schnecken aufgefressen :( ).
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@frida,
und ein spargelbeet anlegen mußt du, meinetwegen auch grünspargel. für den tip wirst du mir auf ewig dankbar sein, genauer gesagt zwischen april 2010 und juni 2035.
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genauer gesagt zwischen april 2010 und juni 2035.
Ist das die Zeitspanne, die der Spargel zum wachsen braucht? ;D
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Sicher?
Meine Oma hatte vor vielen Jahren Grünspargel angebaut. Es waren damals 25 Pflanzen und die Teile haben viel Platz weggenommen, waren gerne verunkrautet und gebracht hat es zweimal die Woche eine handvoll Spargel der nur für Suppe reichte.
Eigentlich würde ich gerne wieder Spargel anbauen aber eher aus nostalgischen Gründen, der Ertrag war nicht gut.
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@elro,
zum ertrag: siehe #11.
verunkrauten lassen darf man die kultur natürlich nicht. spargel sind auch sehr verfressen und mögen überdies vollsonnige lage.
es gibt wohl auch unterschiede in der ertragsfähigleit einzelner sorten.
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@frida,
und ein spargelbeet anlegen mußt du, meinetwegen auch grünspargel. für den tip wirst du mir auf ewig dankbar sein, genauer gesagt zwischen april 2010 und juni 2035.
Würde ich ja machen, gerade bei meinem sandigen Boden und dem hohen PH-Wert, das mögen Spargels ja. Aber bloß wohin damit bei nur gut 200qm Nutzfläche? Ich muß wohl noch ein bißchen warten bis die Kids gar nicht mehr mit in den Garten kommen wollen und dann den Rasen unter der Schaukel umgraben :-X .
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@elro,
zum ertrag: siehe #11.
verunkrauten lassen darf man die kultur natürlich nicht. spargel sind auch sehr verfressen und mögen überdies vollsonnige lage.
es gibt wohl auch unterschiede in der ertragsfähigleit einzelner sorten.
Du hast ja recht.
Als meine Oma die Spargel angebaut gab es nur eine Sorte. Es könnte also auch daran liegen.
Gibts es Sorten (Grünspargel für unsere Lehmpampe) die besonders gut und ertragreich sind?
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Ich habe nur eine Reihe Spargel mit ursprünglich 25 Pflanzen angelegt.
Alle Pflanzen haben es nicht geschafft.
Jetzt ärgere ich mich doch, dass ich nicht mehr gepflanzt habe.
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pflanzen nachkaufen im märz
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und wieder so lange warten
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Blumenkohl bringt auch viel :D
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Meiner ist immer noch erst 10cm groß. Da warte ich am Ende genauso lange drauf wie andere Leute auf den Spargel :( .
Weiße Bete gefällt mir. Der Ertrag ist nicht soooo doll, aber sie sind wunderbar für Rohkost. Kaufen kann man sie meines Wissens nicht.
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Hallo Frida,
so, wie ich es verstehe hast Du nicht genug Platz und Ertrag auf kleiner Fläche gesucht, oder ?
Ich suche meist wenig Aufwand Fläche egal, genügsam.
Dieses Jahr bzw. nächstes mehr:
Andenbeeren, Aufwand fast null ( ohne Anziehen)
Kürbis dito
Zucchini ebenso
Lauch auspflanzen angießen, wachsen lassen
Himbeeren, einmal putzen im Jahr
Artischocken anziehen mulchen 2 mal gießen netter Ertrag
Mehr Beeren, alle Sorten
mangold !!!
Feldsalat
Salat hab ich den Dreh noch nicht raus :(
Rhabarber ( meiner Kränkelt warum ? ??? )
Topis, nur ernten ;D
LG
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Menno, genau! Wie konnte ich Zucchinis vergessen!
Am besten gelbe oder solche, die es nicht im Laden gibt!
Und Kürbis auf Grassoden oder irgendwelchen Grünabfällen......!
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so, wie ich es verstehe hast Du nicht genug Platz und Ertrag auf kleiner Fläche gesucht, oder ?
Naja, 200qm Nutzgarten ist nicht wirklich klein. Aber wenn man vieles machen will, kommt man da dennoch an seine Grenzen.
Physalis habe ich auch gehabt dieses Jahr, aber vorgezogene. Wann säst Du sie aus - direkt an Ort und Stelle???
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Und Kürbis auf Grassoden oder irgendwelchen Grünabfällen......!
Ja, das ist wirklich extrem arbeitsunaufwendig, und zur Belohnung hat man im Spätherbst dann noch die verrotteten Abfälle. Mache ich jetzt im dritten Jahr so. Kleine Kürbissorten finde ich besonders ideal, weil man sie auch ohne Keller oder Erdmieten oder Tiefkühlschrank bis ins Frühjahr aufbewahren kann und sie zudem noch nett aussehen.
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Rhabarber ( meiner Kränkelt warum ? ??? )
hallo Makachy, Rhabarber ist ein Starkzehrer, dem kannste mal mit etwas Mist was Gutes tun. Meiner mickerte unter einer Grasdecke, als wir den Garten übernahmen und hatte so bleistiftdicke Stengelchen. Umgepflanzt, Mist zugegeben und im Durchmesser 5 cm Dicke Stengel geerntet. ;D Frida ist Zeuge. ;)
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Danke, ich werd ihm mal ne Ladung Pferdemist spendieren
Vielleicht steht er auch zu schattig ?
Pferdemist aber bitte nur abgelagert, ok? Ich habe einige Pflanzen auch in den Schatten gepflanzt, kann aber erst im nächsten Jahr wirklich berichten, ob es geht, aber Rhabarber ist ja eigentlih schon vor der Belaubung der Bäume da.
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@ pocoloco
Gilt das für alle Pflanzen ?
Ab wann ist er abgelagert, ich möchte die diesen Sommer als Pferdeweide genutzte Fläche nächstes Jahr als Gemüsegarten nutzen
Primär Kartoffeln, Bohnen und Artischocken, halt alles was viel Platz braucht
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mir fällt so kaum etwas ein, daß mit frischem Pferdemist klarkommt, nicht einmal Kartoffeln. Mit der Weide könnte es klappen, da wird sich der Mist schon verlaufen.
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Champignons kommen mit frischem Pferdemist gut klar...
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Malachy, vielleicht ist dein Rhabarber nur noch zu jung? Er braucht schon einige Jahre, bis er ordentliche Stangen liefert!
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Champignons kommen mit frischem Pferdemist gut klar...
hmmmm, na die habe ich noch nicht ausprobiert, wie macht man die?
@ frida, Pastinaken sind meiner Meinung nach auch lohnend, wenn man den Flächenerstrag berücksichtigt, aber die müssen dafür auch früh raus. Und sie sind ein erstklassiges Wintergemüse. Und Zuckerschoten eher als Erbsen, da man erstere laufend beernten kann und die Fruchtbildung anregt und kein Spatenfutter erzeugt. ;) Und da man sie früh sät und beernted, kann man meist noch Folgefrüchte machen, Salat, Kohlrabi etc.
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Tomaten können frischen Pferdemist ab. Zumindest bei meinen Eltern. Mein Vater geht immer Äpfel sammeln, bevor sie die Tomaten pflanzen ;D .
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Zu sehen ist von den äpfeln nichts mehr, ich weiß aber, daß sie da waren ;)
Ich dachte über Winter verteilt es sich schon , oder ?
Wenns dann noch Hochwasser gibt zumindest ein bißchen ?
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Champignons kommen mit frischem Pferdemist gut klar...
@ frida, Pastinaken sind meiner Meinung nach auch lohnend, wenn man den Flächenerstrag berücksichtigt,
Was bekommst Du denn von einer drei Meter Reihe ungefähr raus?
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Zu sehen ist von den äpfeln nichts mehr, ich weiß aber, daß sie da waren ;)
Ich dachte über Winter verteilt es sich schon ,
Das ist sicher kein frischer Pferdemist mehr
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hmmmm, na die habe ich noch nicht ausprobiert, wie macht man die?
Was das Machen angeht, kann ich dir leider keinen Tip geben. Auf dem Hof meiner Großmutter wuchsen die meisten und größten Champignons immer da, wo der Pferdemist abgekippt wurde. Außerdem am Rand der Pferdekoppel.
Vermutlich waren die Champignons schon vorher da und wurden erst durch den Mist so riesig, daß sie uns auffielen. Ich erinnere mich, daß noch Jahre später an den Stellen mehr Champignons als anderswo wuchsen. Der Mist muß dem Myzel einen gigantischen Schub verpaßt haben...
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Was bekommst Du denn von einer drei Meter Reihe ungefähr raus?
ich habe es noch nie ausgewogen, aber rechne mal 30 Stück in ladentauglicher Größe, auch wenn dieses Jahr etwas unglücklicher war.
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@ frida, Pastinaken sind meiner Meinung nach auch lohnend, wenn man den Flächenerstrag berücksichtigt, aber die müssen dafür auch früh raus. Und sie sind ein erstklassiges Wintergemüse.
Hallo,
Wieso müssen die raus? Ich dachte sie sind winterfest. Andernfals muß ich morgen schnell springen u. sie rausmachen.
Lohnt sich auf jeden Fall, dieses Gemüse anzubauen, die Wurzeln sind gigantisch geworden.
Christina
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Pocoloco meint, die müssen früh ausgesät werden. Ich habe meine erst im Sommer gesät und sie sind - freundlich ausgedrückt - sehr zart ::)
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...Pocoloco meint, die müssen früh ausgesät werden...
das ist auch meine erfahrung mit diesem gemüse. aber trotzdem wird daraus in meinem garten nichts rechtes. es ist wohl eher ein gemüse, daß zum norden paßt, zumindest aber einigermaßen bindige böden braucht.
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zumindest aber einigermaßen bindige böden braucht.
Nu beraube mich doch nicht gleich wieder aller meiner Hoffnungen! Ich kann doch nicht den ganzen Winter über die Haupt-Fischköppe-Nahrung Grünkohl essen! Poco hat übrigens auch eher sandigen Boden, zumindest nach meinem unzulänglichen und laienhaften Eindruck...
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max;
im Norden wohn ich nicht, aber lehmigen Boden habe ich schon!
etwas OT:
habe gerade das Buch Mulch total v. K. Kretschmann wieder gelesen. Er hat in Brandenburg auf sandigem Boden mit sehr wenig Niederschlag gegärtnert.
Den Sandboden hat er mit Mergel aufgebessert, den er in einem Meter Tiefe auf seinem Grundstück gefunden hatte. Seiner Meinung nach ist es wohl das allerbeste was man Sandböden antun könnte.
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@frida,
ich habe geschrieben: ...es ist wohl eher ein gemüse, daß zum norden paßt,...
wenn dann noch bindiger boden dazukommt, dann wohl umso besser. aber norden ist - glaube ich - am wichtigsten. oder noch genauer: nördliches seeklima.
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:D :D :D
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nördliches seeklima brauchen pastinaken nicht, sonst würden die bei uns nicht gelingen ::) ! bei mir scheitert der anbau aber meist, weil vergesse, rechtzeitig samen zu besorgen. muss mir mal wieder angewöhnen, selber welchen zu ernten!
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Eine Stachys-Ecke finde ich auch ein Muss. Erstens gibts die noch kaum im Laden, zweitens kenne ich niemenden, dem sie nicht sehr schmecken, drittens wuchern sie nicht wie die auch geschmacklich umstrittenen Topis. Nur im ersten Jahr brauchts Geduld, weil sie da erst Zeit brauchen, um sich niederzulassen. Dann aber hat man ausgesorgt für alle Winter, und das, ohne einen Finger zu krümmen (ausser, man hat Wühlmäuse).
Sehr ertragreich sind auch Zuckerschoten. Sie belegen nur rund zwei Monate (Mitte Mai bis mitte Juli) Platz und die Ernte ist bei einigen Sorten überwältigend.
Haferwurzeln sind toll, weil geschmacklich besser als Schwarzwurzeln, und man muss sie nicht schälen. Nachteil: Erde muss locker sein.
Viel Ertrag wirft auch der Baumspinat ab. Ernte dauernd den ganzen Sommer durch.
Am meisten Ertrag pro m2 geben Obstbäume. Aber das sind keine Gemüse.
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Soll ich meine paar Stachys - in diesem Frühjahr erstmals verbuddelt - drin lassen auf daß sie sich zum nächsten Jahr ordentlich vermehren oder zwischendurch ausbuddeln und vielleicht sogar ein paar essen? Auf welcher Fläche habt Ihr denn so Eure Stachys? Und wie lagere ich sie am besten, falls ich sie ausbuddel über den Winter?
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Koste erstmal ob sie Dir auch schmecken.
Wenn ja, würde ich ein paar ausbuddeln und damit die Anbaufläche vergrößern.
Ich habe meine bereits vergraben. Wenn Du Wühlmäuse hast, überwintere sie lieber getopft im Keller.
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Würde mich auch interessieren.
Danke, frida, übrigens für diesen thread :D , ich bin durch ihn erst auf Pastinaken und Stachys aufmerksam geworden, wäre beides mal im nächsten Jahr einen Versuch wert...Pastinakensamen zu beschaffen, ist ja wohl nicht so schwer, aber wo bekommt man Stachys-Knollen? Ich fand bisher nur eine Quelle, wo man sie für´s nächste Jahr vorbestellen kann.... Und so schnell, wie sie eintrocknen sollen, da muss man sie ja bestimmt auch rasch nach Erhalt pflanzen, oder?
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Ich habe meine bereits vergraben.
Die fürs nächste Jahr?
Und auf welcher Fläche etwa ziehst du sie? Was kommt dabei raus?
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Dieses Jahr hatte ich ca. 0,5 m².
Das war die Ernte: http://forum.garten-pur.de/attachments/K640_100_4513.JPG
Für nächstes Jahr habe ich damit 4 m² belegt.
Dieses Jahr kann ich leider keine Knollen mehr verschicken.
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die Ernte ist bei einigen Sorten überwältigend
Könntest du freundlicherweise die Zuckerschotensorten nennen, mit denen du die besten Erfahrungen gemacht hast?
Danke
bernerrose
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Könntest du freundlicherweise die Zuckerschotensorten nennen, mit denen du die besten Erfahrungen gemacht hast?
Danke
bernerrose
"Weggiser".
Erhältlich bei Zollinger Samen.
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was auch noch mordserträge gibt: steckrüben und kohlrüben. ich kenne beide, mag beide nicht so gerne, habe aber trotzdem den anbau schon probiert: mit mäßigem erfolg. für mich wieder mal ein beispiel dafür, daß manches gemüse in rauhen gegenden besser gedeiht als in milden. in nordengland etwa erzielen die kleingärtner damit, wie auch bei pastinaken,dicken bohnen und lauch wahrhaft beänstigende erträge.
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Was ist der Unterschied zwischen Steckrüben und Kohlrüben? Ich kenne den Begriff synonym.
Hast Du schonmal Steckrübenmus zusammen mit einem "Gemüse" aus hellbraun gerösteten Zwiebeln, in denen dann Äpfel noch bißfest angeschmort werden, gegessen? So finde ich sie prima.
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@frida,
ich habe eine steckrüben/kohlrüben- unterscheidungsschwäche.
für mich sind die einen im fleisch dunkelgelb, und heißen vielleicht auch butterrüben oder stoppelrüben und eher sanft im geschmack, die andern klein und weiß im fleisch und eher gemein spitz im geschmack und heißen vielleicht mairüben, frz. "navet". engl. "turnip"
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Jetzt mußte ich mich auch erstmal schlau machen. Also, unterschieden werden mindestens:
Herbstrüben
Sind weißfleischige, kleine runde Rübchen mit rosa bis purpurnem oder grünem Farbton. Schmecken nicht so aromatisch wie die nachfolgenden Sorte.
Teltower Rübchen:
Sind die feinsten Speiserüben. Eine Zwergform der weißen Rübe. Sehr lecker und ideal für den Anbau auf Sandböden!
Mairübe: klein und kugelförmig bis plattrund, häufig gelblich bis gelbbraun. Das weiße Fleisch ist weniger ausgeprägt im Geschmack als das der feinen Teltower Verwandten.
Steckrübe, auch Kohlrüben, Kohlerabi, Bodenkohlrabi oder Wruken genannt:
Deutlich größre Form, ca. 1-1,5 Kilo. Sie haben eine annähernd runde Form, eine gelbliche bis rötliche, derbe Schale und weißliches bis gelbes Fleisc.
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Teltower Rübchen:
Sind die feinsten Speiserüben. Eine Zwergform der weißen Rübe. Sehr lecker und ideal für den Anbau auf Sandböden!
Mir haben die überhaupt nicht geschmeckt.
Hast Du welche angebaut?
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Bislang noch nicht, da ich erst mit dem neuen Garten Sandboden habe - im alten Garten wäre es viel zu humos und sauer dafür gewesen. Ich habe sie aber immer wieder gerne gekauft, wenn sie mal im Angebot waren und habe jetzt ein Samentütchen liegen fürs Frühjahr.
Manche Leute mögen den leicht bitteren Geschmack nicht, man kann sie am Ende des Garvorgangs karamelisieren oder ein wenig Honig rangeben, das macht einen sehr pikanten Ausgleich.
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...ein Samentütchen liegen fürs Frühjahr...
die teltower aficionados behaupten, daß die rübchen nur dann gut werden, wenn sie mitte august (in früheren zeiten nach der roggenernte) gesät werden und in ganz armen sandboden.
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Versuch macht kluch.