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Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: callis am 26. November 2007, 11:45:19
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Für ein Buffet, wo jeder etwas mitbringt, dachte ich plötzlich an den guten alten Hackbraten, weil der in öffentlichen Verkehrsmitteln besser zu transportieren ist als ein Topf mit Suppe oder eine Schüssel mit Salat oder Dessert oder ein Blech mit Quiche.
Hat jemand von euch ein bewährtes Hackbraten-Rezept? Im Internet findet man etliche. Aber persönliche Erfahrung wäre mir lieber.
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Hallo Callis,
wenn ein Hackbraten griechischer Art für Dich in Frage kommt (mit Oliven und Scharfkäse in der Hackmasse und dann in Speck eingerollt) dann melde Dich doch und ich poste morgen ein erprobtes Rezept.
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Diese Variante kenne ich noch nicht. Hält er auch gut zusammen mit den Oliven oder werden die klein gehackt?
Poste doch bitte mal das Rezept.
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@ Callis: Die Oliven werden gehackt und der Braten hält sehr gut zusammen. Rezept kommt morgen.
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Für einen Hackbraten, nehme ich
500 Kalbfleisch von der Brust, durch den Fleischwolf gedreht
1 Ei
1 Zwiebel fein gehackt
50 g Weissbrot ohne Rinde, eingeweicht in etwas Milch, origineller wird es mit Tomatensaft
frische Gartenkräuter fein gehackt
1 Teelöffel Salz und etwas Pfeffer aus der Mühle
Das Brot gut ausdrücken und alle Zutaten von Hand gut zusammenkneten.
Die Masse sollte wie ein Teig zusammenhalten, in eine Cakeform geben und bei 180 ° gut 45 Minuten backen
Für den Hackbraten in der Sauce, braucht es zusätzlich ein Schweinsnetz (beim Metzger bestellen), die Masse wird ins Netz gewickelt, angebraten und in der Sauce gegart.
Ein Hackbraten aus Rindfleisch wird gerne trocken und "krümelig"
Der Fleischmasse kann nach belieben, 1 - 2 Esslöffel fein gehackte Karotten, 1 Esslöffel getrocknete Tomaten oder Oliven ebenfalls fein gehackt beigegeben werden
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Ich würde eine richtig gute Frikadelle jedem Hackbraten vorziehen, vor allem, wenn es für ein Büffet ist. Transporttechnisch sind Frikadellen sogar noch einfacher.
1 kg Rindfleisch, gewolft
2 trockene Brötchen, eingeweicht, ausgewrungen und zerpflückt
1 Eßlöffel Weizenmehl
2 Eier
2 Zwiebeln, feinst gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt (kann man weglassen, wär aber schade)
1 Bund Petersilie, gehackt
1 Eßlöffel Sojasauce
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Salz
Ausbackfett
Mit den Händen zu einem Teig mischen, kleine Frikos formen und ausbacken, auf einem Gitter mit Küchentuch abtropfen und auskühlen lassen.
Dazu einen gut scharfen Senf und, so man hat, Tonkatsu-Soße aus dem Asia-Shop.
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500g Rindfleisch gewolft
200g Chorizo (enthäuten und kleinhacken oder durch den Wolf
drehen)
50g Schafskäse klein schneiden
80g Parika rot,gelb,grün auf 1,5 mm Würfel schneiden
4 getrocknete in Öl eingelegte Tomaten etwas Öl abtupfen und
kleinschneiden
30g Semmelbrösel
2 Eigelb
2 Knoblauchzehen durch die Knoblauchpresse
1 Zwiebel fein hacken
Kräuter: Petersilie, Schnittlauch und Thymian kleingehackt dazugeben und mit Salz, Pfeffer würzen.
Alles gut vermengen und formen. In eine gebutterte mit Semmelbrösel ausgelegte Form geben und mit Folie abdecken.
Bei 180 Grad ca. 90 Minuten backen.
Liebe Grüße Anna
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Ich hab eine "Maggi-Fix" version, die aber erprobt und sehr fein ist:
1 kg gemischtes Hackfleisch +
2-3 Beutel Maggi Zwiebelsuppe +
2-3 Becher Sauerrahm
Alles zusammenmischen (die Beutelsuppe einfach trocken druntermischen)
in eine Kastenform oder Auflaufform füllen und 40-50 Minuten backen.
Der Trick ist eigentlich der Sauerrahm, der das Ganze schön saftig macht. Man kann durchaus auch selbst mit Salz und Pfeffer würzen, braucht dann halt noch Zwiebeln (die man vorher andünsten sollte) und Kräuter.
Ich schichte das Fleisch gerne mit einer Lage Schafskäse zwischendrin und halbierten Oliven, Thymian und Knoblauch im Fleischteig.
Auch eine Version mit Paprikastückchen (bunt, für die Optik) und vielen frischen mediterranen Kräutern aus dem Garten mag ich gern.
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mein standardrezept für hackbraten und fleischküchle:
1 pfund gemischtes hack. 1 brötchen oder zwei scheiben toastbrot (was man gerade zur hand hat) in warmem wasser einweichen, ausdrücken und dazu.
eine große zwiebel mit, wenn man mag 1-2 knoblauchzehen in öl anbraten. ein bund petersilie hacken und kurz vor ende mit in die pfanne und nochmal umrühren.
das ganze auch mit zum fleischteig. 2 ganze eier mit rein. nun kräftig mit salz, pfeffer und edelsüßem paprika würzen und mit den händen verkneten. wenn der teig noch zu weich erscheint semmelbrösel mit dazu.
je nach lust und laune wird dieser entweder für klassisch so belassen oder abgewandelt. für griechisch gyrosgewürz und schafskäsewürfel mit rein, für italienisch getrocknete tomaten, oregano...der fantasie sind fast keine grenzen gesetzt ;)
nun fleischküchle formen und in der pfanne in öl braten oder einen großen hackbraten, diesen von allen seiten anbraten und dann entweder im ofen zuendegaren oder wasser oder brühe in der pfanne angießen, deckel drauf und dort gar schmurgeln lassen.
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Danke für eure Rezepte. Jetzt habe ich ja die Qual der Wahl. :)
Bis auf die Frikadellen, die habe ich schon oft gemacht und möchte nun mal was anderes, Susanne.
Eva, mit Maggi-Zwiebelsuppe habe ich Null Erfahrung. Das werde ich mal für mich selbst ausprobieren. Wenn du Schafskäse nd Oliven als eine Schicht zwischen das Fleisch gibst, können dann die Scheiben beim Schneiden nicht leicht auseinander fallen?
Anna, bei dir klingt es so, als ob du alle Zutaten gleichmäßig untereinander mischt. Richtig? Und die Eiweiße braucht man da gar nicht zum Zusammenhalten?
Luna, kann man bei euch Gehacktes vom Kalb kaufen (hier nämlich nicht), oder drehst du das Fleisch selber durch? Einen Fleischwolf besitze ich gar nicht mehr. Für Pastetenfüllungen nehme ich immer die Moulinette, aber die macht das Fleisch fein und cremig, für Pastete gut, aber für Hackbraten eher nicht.
Wie stelle ich fest, wann der Hackbraten gar ist?
Ihr gebt nämlich bei gleicher Temperatur und gleicher Fleischmenge unterschiedliche Garzeiten an, Luna und Anna.
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Wir haben uns überschnitten, Aella. :D
Genauso wie du mache ich meine Bouletten/Frikadellen/ Fleischküchle.
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Hallo Callis,
ich habe irgendwie eine Abneigung gegen Eiweiß, aber es hält auch so gut zusammen. Die unterschiedlichen Garzeiten liegen vielleich daran, weil ich das ganze mit Folie abdecke. Ja es werden alle Zutaten untereinander gemischt.
Liebe Grüße Anna
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Luna, kann man bei euch Gehacktes vom Kalb kaufen (hier nämlich nicht), oder drehst du das Fleisch selber durch?
Bei uns lässt dir jeder Metzger, auch im Supermarkt da gewünschte Fleisch durch den Wolf, meist mach ich es jedoch selber.
Wie stelle ich fest, wann der Hackbraten gar ist?
Ihr gebt nämlich bei gleicher Temperatur und gleicher Fleischmenge unterschiedliche Garzeiten an, Luna und Anna.
Der Hackbraten aus Rindfleisch hat eine längere Garzeit als derjenige aus Kalbfleisch.
Ob er gar ist, stellst du mit einem Holzstäbchen fest, tritt aus der Einstichstelle klarer Saft aus ist er gar
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Die unterschiedlichen Garzeiten liegen vielleich daran, weil ich das ganze mit Folie abdecke.
... das habe ich zuvor übersehen, das abdecken mit Folie verlängert die die Garzeit um etwa 1/3 der üblichen Zeit
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Danke für den Tip mit dem Holzstäbchen und dem klaren Saft, Luna :D
Welche Auswirkung hat das Abdecken mit Folie für den Hackbraten?
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Der Braten wird nicht zu trocken
Liebe Grüße Anna
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Der Hackbraten fällt nicht auseinander, weil die Oliven mische ich in den Teig, und der schafskäse ist nicht wirklich eine durchgehende Schicht, eher eine Etage, in der viele Schafskäse-Stücke und dazwischen Fleischmasse liegen.
Das mit den Tütensuppen im Hackteig fand ich auch ganz ungeheuer. Aber nachdem bei solchen "praktisch und lecker" Rezepten die Empfehlungen meiner Schwester eigentlich immer passen, hab ich das gleich bei einer größeren Feier ausprobiert.
Auch ganz nett - aber vielleicht nicht so gut zum mitnehmen ist es, wenn man den Hackfleischteig dick auf halbierte Fladenbrote aufträgt zum Backen. Schmeckt warm aber besser als kalt, lässt sich aufbacken.
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Das mit den Fladenbroten würde ich lieber zuhause machen. Die Party am Wochenende ist größer und da will ich nicht die arme Gastgeberin auch noch mit Aufbacken stressen.
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Weil es mir gut geschmeckt hat (und weil die Äpfel um diese Jahreszeit weg müssen):
Hühnerleber-Apfel-Hackbraten
250 g Hühnerlebern (ca. 1/2 cm groß würfeln)
250 g Hackfleisch (am besten 2 x durch den Fleischwolf gelassen)
1-2 Eier
2-3 Äpfel, grob geraspelt
2 Zwiebeln, fein gewürfelt und angedünstet
2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1-2 Chilis, fein gehackt
Salz, Pfeffer, Salbei, Thymian, Petersilie
Alles zu einem Hackbraten-Teig vermischen, das Ganze kann man noch mit Apfelspalten bedecken, dann bleibt es saftiger.
45 Minuten bei 175 Grad backen, dann noch 1/4 Stunde im abgeschalteten Backrohr ziehen lassen.
Schmeckt warm (z.B. mit Gemüsereis und grünem Salat) oder kalt.