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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Staudo am 05. Dezember 2007, 09:30:06

Titel: Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 05. Dezember 2007, 09:30:06
Wer auf größtmöglicher Sicherheit besteht, muss auf Vieles verzichten - das gilt ja nicht nur für Bäume im Garten.

Die Frage nach Bäumen im innerstädtischen Bereich wäre wohl einen eigenen Thread wert.


Na dann mal los. Wie seht Ihr das? Was überwiegt für Euch? Schutz vor Hitze, angenehme, saubere Luft oder doch Laub, Wurzeln, Schattenwurf?


Ich habe das Glück, ein großes Grundstück zu besitzen, 80 m Straßenfront, mit einigen sehr großen Bäumen drauf. Ich mag sie und habe sogar auf den Vorplatz noch eine Linde gepflanzt - nicht zur Freude der Nachbarn übrigens.



Viele Grüße

Peter
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 09:37:07
Ein recht ambivalentes Thema.

Zu unserer Stadtwohnung gehört ein kleiner, aber feiner Garten. In dem wächst außer einem Flieder nichts Großes. Bedauerlicherweise lehnen sich aber 3 inzwischen sehr große Birken vom Nachbargrundstück herüber.

Das sieht im Frühjahr zwar sehr hübsch aus, lässt aber im Sommer Läuse regnen und die Gartennutzer bemängeln zuviel Schatten.

Der Nachbar hat seine Birken zwar schon mal stutzen lassen, aber das hat nur kurzfristig für Abhilfe gesorgt.

Aus einer Parallelstraße weiß ich, dass dort die Anwohner mit den großen Linden auch nicht sehr glücklich sind. Ebenfalls die Läuseplage und vor allem der Lichtmangel in den Wohnungen, so dass auch im Sommer tagsüber Kunstlicht erforderlich wird.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 05. Dezember 2007, 09:39:11
Hier im Ort gibt es einen großen Platz, der vor einigen Jahren umgestaltet wurde, zusammen mit der damals neu geschaffenen Fußgängerzone als Fortsetzung. Der Platz ist groß und vollkommen gepflastert und war bis auf ein steinernes Kunstobjekt leer. Manche Bürger nannten ihn Exerzierplatz.
Jetzt hat dort ein Cafe eröffnet und auf dem Platz vorm Cafe wurden 2 Platanen gepflanzt, etwas weiter fort außerdem eine Robinie. Die meisten empfinden den Platz jetzt, obwohl die Bäume noch nicht so groß sind, als viel angenehmer als vorher.
Es gab allerdings nicht unerhebliche Diskussionen, welche Bäume gepflanzt werden sollten. Wesentliches Kriterium: Es sollten keine Früchte auf die Tische fallen (Kastanie?) und keine Blattläuse regnen (Linden, Silberlinden sind leider immer noch zu Unrecht etwas verpönt).
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: frida am 05. Dezember 2007, 10:08:19
Wohngebiet ist ja nicht gleich Wohngebiet. Bei sehr dichter Bebauung sollten die Bäume nicht zu groß sein. Ich plädiere immer für Obstbäume am Haus, das macht in meinen Augen richtig Sinn und bringt zur Erntezeit noch einmal große Freude. Nachbarn, die sich am Laubfall o.ä. stören, kann man dann auch mit einem schönen Obstkorb versöhnen (oder es wenigstens versuchen).

Unsere unmittelbaren Nachbarn haben übrigens sehr dicht an der Grenze eine große Birke, die uns auch Sonne nimmt und deren Laub und Blütenrest öfter zusammengekehrt werden müssen, manchmal nervt das, aber da wir sehr innerstädtisch wohnen finde ich es immer noch besser als gar keinen Baum.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: freiburgbalkon am 05. Dezember 2007, 10:19:33
Mein Vater hätte am liebsten wenn der riesige herrliche Mammutbaum auf dem Nachbargrundstück wegkommt. Ich wüßte gerne ob er das verlängen könnte. Der Baum war zuerst, bevor mein Vater das Haus da hingesetzt hat. Außerdem fürchtet er, der Baum könnte bei Sturm auf sein Haus fallen. Es ist nämlich schonmal ein Baum beim letzten schweren Sturm von dort auf sein Dach gefallen und hat ziemlich Schaden angerichtet. Aber das war ein Nadelbaum. Ich hab schon gehört, daß das Flachwurzler sind. So ein Mammutbaum fällt doch bestimmt nocht leicht um, oder? Schließlich werden die ja so alt, und wenn sie leicht umfallen würden, würden sie wohl kaum jemals so alt werden...?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: manfredm am 05. Dezember 2007, 11:35:31
Ich bin der Meinung, daß Bäume viel zu schnell gefällt werden und auch mögliche Gefahren überbewertet werden. Wenn man gar kein Risiko akzeptiert, muß man sich auf die Weide ins Gras legen. Wenn es um sich selbst geht, hört bei Vielen Schlagartig das Umweltbewusstsein auf. >:(. Baumfällungen wegen Schatten- oder Laubwurf etc. halte ich für inakzeptabel.
Manfred
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 05. Dezember 2007, 11:41:49
Bei Schattenwurf könnt ich mir vielleicht noch Extremfälle vorstellen, in denen eine Fällung vertretbar sein könnte.
Laubfall (und eben Blütenreste) halte ich auch für kein Argument.
Allerdings finde ich es umgekehrt auch nicht gerade rücksichtsvoll, dem Nachbarn mir nichts dir nichts eine Birke an die Grenze zu pflanzen.

Außerdem kommt es drauf an, ob der Baum schon da war, als das Haus gebaut wurde, oder erst später in die Bebauung gepflanzt wurde.

Die meisten neuen Grundstücke in der Stadt sind heute in der Regel eh viel zu klein, um noch einen richtigen Baum drauf zu pflanzen, geschweige denn mehrere.

Richtig große Bäume werden daher wohl i.d.R. im öffentlichen Grün stehen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 11:46:38
Und es ist schon angebracht, Bäume zu fällen, deren Standfestigkeit fraglich ist. Nicht auszudenken, wenn in einer Fußgängerzone ein derartiger Baum umknickt.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Paulownia am 05. Dezember 2007, 12:03:59
Meist ist es ja so, das der Baum der stört vor der Bebauung, Strassenänderung bereits vorhanden war. Schade, das diese Bäume nicht in die Städteplanung mit einbezogen werden.

Wir hatten ein riesengroßes Grundstück im Stadtbereich. Dort standen zwei 100jährige Linden. Auf dem Nachbargrundstück wurde ein Baugebiet erstellt mit unerlaubter Grenzbebauung. Wir haben in weiser Voraussicht gegen die Grenzbebauung geklagt mit dem Resultat, das die Linden nicht gefällt, beschnitten oder sonst wie zurückgesetzt werden dürfen.
Mit dem neuen Nachbarn wollten wir uns zusammentun, um gegen die Baufirma vor zu gehen. Leider war der so engstirnig, na ja das Ende war, dass er Nachts mit Steigeisen den Baum erkletterte und große Äste kappte, unseren Hund vergiftete und einen neuen Zaun einklagte. Den Zaun hat er bekommen: H 170, Sichtschutzbretterwand vom Baumarkt.
Ein unsinniger Streit um 100 jährige Bäume im Stadtgebiet.

Ich denke, bei einer Neupflanzung in der Stadt sollte man schon den evt. Störfaktor berücksichtigen und dementsprechende Bäume wählen. Doch bei bereits vorhandenen sollte man sich doch arrangieren. Es dauert so extrem lange bis sie so groß sind und evt. stören, wer mag da ihnen den Platz streitig machen wollen.
Wenn jedoch ein Baum an Standfestigkeit verliert,oder morsch wird (auch Bäume sind vergänglich) sollte man sich schon aus Sicherheitsgründenzum fällen entscheiden. Nicht jedoch wegen Schatten, Laub usw.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 05. Dezember 2007, 12:11:24
Und es ist schon angebracht, Bäume zu fällen, deren Standfestigkeit fraglich ist. Nicht auszudenken, wenn in einer Fußgängerzone ein derartiger Baum umknickt.
Darüber herrscht grundsätzlich Einigkeit, aber:

Wie fraglich ist "fraglich"? Ich sehe hier durchaus die Tendenz zu immer mehr "vorsichtshalber weg damit".

Womit wir wieder beim Thema wären: "Wer absolute Sicherheit will, muss auf Bäume verzichten."

Zum Teil baden die Grünflächenämter der Städte die Nachlässigkeiten, man kann auch sagen: das rabiate Vorgehen der Tiefbauer aus. Da werden mal eben schwere Spundwände an die Bäume gelehnt oder großzügig mit dem Schaufellader über den Wurzelraum gefahren.
Dazu kommen kommen die Sünden der Vergangenheit: mit Teer komplett umgossene Stämme, durch parkende Autos immer wieder beschädigte Autos, durch frühere Sanierungen mit Beton plombierte Stämme.

Oft ist das Geschrei groß, wenn's dann an die Fällung geht.
In solchen Fällen wird sich die Fällung aber oft nicht vermeiden lassen. Ich finde die auch in Ordnung, würde aber verlangen, dass Ersatz gepflanzt wird, dem dann bessere Lebensbedingungen geschaffen werden. Ich sehe da auch durchaus ein Umdenken der Behörden.

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 12:12:19
Ich bin generell für Bäume, nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch in Gärten. Das ängstliche Warnen vor Bäumen die waaahnsinnig gross werden und nur unter unglaublichen Kosten wieder beseitigt werden können, berührt mich seltsam. Erstens vergehen ja Jahrzehnte, bevor eine so unglaublich teure Stutzung oder Fällung aktuell wird, und zweitens hat man ja jahrelang keinen Cent ausgeben müssen für den schönen Baum. Umgerechnet ist jedes Rosenbeet teurer. :P Klar, ganze Wälder möcht ich auch nicht im Garten, aber warum nicht einen Waldbaum pflanzen? An öffentlichen Strassen muss natürlich dem Smog Rechnung getragen werden, den vertragen einige Arten besser als andere.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 12:18:46
Derartige Negativbeispiele werden immer seltener und die Städte sind nicht so schlecht, wie sie oft gemacht werden.

In Frankfurt/Main hat man vor vielen Jahren die Kaiserstraße in eine inzwischen herrliche (eigentlich könnte man kaiserliche sagen) Silberlinden-Allee umgestaltet. Wenn dort Baumaßnahmen erforderlich sind, werden die Bäume sorgfältigst eingepackt. Zudem gibt es einige innerstädtische Parks mit historischem Baumbestand. Die Pflege dürfte erhebliche Summen verschlingen. In der Zeit knappen Geldes keine leichte Aufgabe.

Von meiner Heimatstadt kenne ich ebenfalls einen sehr behutsamen Umgang mit Bäumen. Baumfällaktionen werden in der Presse ausführlich begründet.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: frida am 05. Dezember 2007, 12:19:46
ganze Wälder möcht ich auch nicht im Garten, aber warum nicht einen Waldbaum pflanzen?

wenn man nicht gerade eine Hazienda sein eigen nennt, haben die meisten Gärten doch nicht den Zuschnitt für einen Waldbaum.
Einen Waldbaum ständig zu stutzen, damit er in den Reihenhausgarten paßt, finde ich wesensfremd.

Nochmal mein Plädoyer für den Obstbaum, denn Gärten sind ja auch Kulturflächen, da paßt das doch auch von der Logik. Waldbäume können m.E. in Parks ein Zuhause finden.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Paulownia am 05. Dezember 2007, 12:20:31
Zitat von: bristlecone
Ich sehe da auch durchaus ein Umdenken der Behörden.

[quote

Bristlecone das Hauptproblem liegt darin, daß, wenn die Problematik des Baumes entsteht, eine Amtsmanzeit locker überschritten ist. Nach dem Motto was kümmerts mich, nach mir die Sintflut. Irgendjemand in weiter Zukunft wird für die Fehler seines Vorgängers Entscheidungen treffen müssen. Die Bevölkerung wird auf den Plan gerufen, das maltretiert Bäumein der Vergangenheit gefällt werden müssen. Zur Beruhigung werden neue, ohne Überlegung gepflanzt und der Kreis schließt sich.: Was kümmerts mich....
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 12:23:22
haben die meisten Gärten doch nicht den Zuschnitt für einen Waldbaum.
Einen Waldbaum ständig zu stutzen, damit er in den Reihenhausgarten paßt, finde ich wesensfremd.

Bevor du eine Eiche, Buche oder auch Esche in einem kleineren garten stutzen musst, vergehen Jahrzehnte. Nach 30, 40 Jahren kann man sie auch fällen und durch einen Jungbaum erstzen. Wir sprechen hier nicht von Jahren, sondern Jahrzehnten, da lohnt sich das.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 12:26:19
Nach 30, 40 Jahren kann man sie auch fällen und durch einen Jungbaum erstzen.

Und das findest du gut?
Der Baum ist dann in seiner schönsten "Jugenkraft"!

Worin besteht denn der ökologische Unterschied zwischen einem (klein bleibenden) Obstbaum und einer Eiche? Auf den Hirschkäfer zu warten, wäre wohl etwas arg optimistisch.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 12:31:44
Der Eine mag Eichen, die Andere Apfelbäume.

Ich sag ja nicht, dass jetzt jeder eine Eiche haben muss, aber diese ängstliche Warnerei vor Waldbäumen hat doch keine Grundlage.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 12:36:22
aber diese ängstliche Warnerei vor Waldbäumen hat doch keine Grundlage.

Eben doch. Und zwar in dem Respekt vor diesen Gewächsen, an denen man nicht ohne zwingenden Grund herumsäbeln sollte. Es macht für mich keinen Sinn, einen Baum mit der Absicht des späteren Stutzens oder gar der Fällung zu pflanzen. Es gibt genug gartengerechte Alternativen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 12:38:18
Kein Waldbaum bringt wohl ökologisch weniger als einer, der nach Jahrzehnten aus Pltzgründen gefällt werden muss. Es geht doch um die Kosten, die gescheut werden.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Hellebora am 05. Dezember 2007, 13:05:38
In meinem früheren Garten (auch Salzburg Stadt) hatte ich auf 100 qm 3 riesige alte Bäume, Birke, Linde, Erle. Mir gefiel das einerseits, weil der Garten dadurch nicht diese "Grünes-Handtuch-Optik" hatte wir die üblichen Kleingärten bei neuen Wohnanlagen. Die Bäume hätten nicht gefällt werden dürfen, so die Naturschutzauflagen. Allerdings sehen diese Auflagen nicht vor, daß die Bäume im Zuge der Bauarbeiten fachgerecht gestutzt und pfleglich behandelt werden. Mit dem Ergebnis, daß sie schwer geschädigt sich und die neuen Eigentümer sich mit den Folgen herumschlagen können. Wir mußten erstmal ein Vermögen zahlen, um die Bäume von entsprechenden Fachläuten so beschneiden zu lassen, daß uns nicht bei jedem Lüfterl die Äste auf den Kopf fallen. Von der Linde kam regelmäßig der Honigtau der Läuse runter, gefolgt vom Rußtaupilz, alles schwarz. Irgendwer ließ mal den Ausdruck "Lindenpech" fallen, ich dachte, das sei vielleicht spezifisch für den Baum, aber nein.
Im neuen Garten steht eine riesige Eiche, gleiches Problem. Laubkehren wäre mit wurscht, Schatten auch annehmbar, aber der Läusegatsch ist ein echtes Problem, und er ist - wie es aussieht - "hausgemacht". Daß der Baum geschädigt ist, wundert mich nicht, immer wenn ich tiefer gegraben hab, war da der Bauschutt. Darum haben sich aber jene, die verlangten, daß der Baum stehen bleibt (was ja absolut zu begrüßen ist), nix gesch... Nachbesserungen bei Bäumen dieser Größenordnung sind - vor allem in kleinen Gärten - mit erheblichen Kollateralschäden verbunden.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 05. Dezember 2007, 13:12:07
Ich habe irgendwie das Gefühl, alle lieben Bäume, aber nur, wenn sie weit weg sind. Überspitzt geschrieben. Ich hatte wirklich schon den Fall, dass mich eine Stadt beauftragt hat in einer Anliegerstraße, Sackgasse, recht breit, Ebereschen zu pflanzen. Das gab so einen Stunk, dass ich zum Schluss eingepackt und den Bürgermeister informiert habe. Die Bäume wurden dann doch noch gepflanzt, jetzt haben sich die Anwohner dran gewöhnt.

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 05. Dezember 2007, 13:35:01
Daß der Baum geschädigt ist, wundert mich nicht, immer wenn ich tiefer gegraben hab, war da der Bauschutt. Darum haben sich aber jene, die verlangten, daß der Baum stehen bleibt (was ja absolut zu begrüßen ist), nix gesch... Nachbesserungen bei Bäumen dieser Größenordnung sind - vor allem in kleinen Gärten - mit erheblichen Kollateralschäden verbunden.

Du sprichst mir aus der Seele.
Hier auf dem Grundstück gibts einen älteren Baumbestand, zum Teil aus ehemaligen Parkzeiten, zum Teil in späteren Jahren wild aufgelaufen (hauptsächlich Spitz- und Bergahorn).
Als wir vor Jahren Bäume fällen wollten, weil der Baumpfleger die Standsicherheit anzweifelte, waren Bauauschuss und einige Nachbarn dagegen. Ergebnis: Es wurde weniger gefällt als vorgesehen, denn der "wertvolle" Bestand sollte erhalten bleiben.
Letztes Jahr am 10. Juni gabs dann einen gewaltigen Rums, und der über 20 m hohe Ahorn fiel quer über die Wohnstraße. Zum Glücvk gabs nur leichte Schäden und keine Verletzten.
Ursache: Hallimaschbefall, der wiederum war die Folge dessen, dass beim Bau des Hauses a) Bauschutt verbuddelt, b) der Boden durch die Maschinen verdichtet wurde und c) alles um die Bäume herum mit ca. 30-50 cm Erde/Bauschutt aufgefüllt wurde.
Danach gings dann schnell: Da weder wir als Eigentümer noch der Baumpfleger für weitere, wahrscheinliche "Umfaller" haften wollten, gaben Stadt und untere Naturschutzbehörde grünes Licht für weitere Fällungen.
Jetzt sind die meisten Ahornbäume weg, und es ist Platz, um neue interessante Gehölze zu pflanzen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Landpomeranze † am 05. Dezember 2007, 13:41:41
Nach 30, 40 Jahren kann man sie auch fällen und durch einen Jungbaum erstzen.

Das ist, entschuldige das harte Wort, schwachsinnig. Was spricht dagegen, gleich einen Baum zu pflanzen, der eine dem Platz angemessene Größe entwickelt und in Ruhe alt werden darf?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 13:41:44
Wir mußten erstmal ein Vermögen zahlen,

was für ein Vermögen denn?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 13:45:34
Nach 30, 40 Jahren kann man sie auch fällen und durch einen Jungbaum erstzen.

Das ist, entschuldige das harte Wort, schwachsinnig. Was spricht dagegen, gleich einen Baum zu pflanzen, der eine dem Platz angemessene Größe entwickelt und in Ruhe alt werden darf?


Ich entschuldige "schwachsinnig" schon, solche Ausdrücke verletzen aber die Forumsregeln. ::)

Dagegen spricht, dass in den immer eintönigeren Häuslequartieren nur noch Bäume gepflanzt werden, die als gartengerecht beurteilt werden. Daher fehlen Waldbäume, sowohl Tier wie Mensch.

Auch eine jugendliche Eiche hat einen ökologischen Wert, und wenn niemand mehr Waldbäume pflanzt, sondern nur noch ökologisch minderwertige Forsythien und artige Niederstämmchen, ist das eben schade.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Landpomeranze † am 05. Dezember 2007, 13:58:48
Es gibt wesentlich mehr Möglichkeiten als die Forsythie.

Ich steh' gerade vor dem Problem, dass 25-30-Meter Bäume gefällt werden müssen, warum soll ich den gleichen Fehler begehen, über den ich mich dann vielleicht in 30 Jahren wieder ärgern müsste? In meinem Hilferuf-Thread gab es jede Menge Vor- und Ratschläge und ganze Listen mit Bäumen, die eine angemessene Endhöhe erreichen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 14:00:28
Das ist doch kein Fehler. Hattest ja 30 Jahre Zeit, Geld zu sparen für die Fällung und in dieser Zeit die Bäume genossen, ebenso die Tierarten, die darauf angewiesen sind.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Landpomeranze † am 05. Dezember 2007, 14:04:01
Nein, ich hatte keine 30 Jahre Zeit, außerdem wurden die Bäume nicht von mir gepflanzt.

Die ganzen Tiere, vor allem die Fledermäuse und Vögel, würden sich noch wesentlich mehr freuen, wenn ich die Bäume stehen lassen könnte.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Hellebora am 05. Dezember 2007, 14:04:03
Wir mußten erstmal ein Vermögen zahlen,

was für ein Vermögen denn?

Umgerechnet etwas mehr als 1000 Euro. Bodenverbessernde Maßnahmen hätten nochmal soviel gekostet. Das ist für junge Leute, die gerade mal eine Wohnung gekauft und eingerichtet haben (in einer Stadt, in der jeder qm Wohnraum in guter Lage sehr teuer ist), nicht wenig.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 14:09:56
Nein, ich hatte keine 30 Jahre Zeit, außerdem wurden die Bäume nicht von mir gepflanzt.

Die ganzen Tiere, vor allem die Fledermäuse und Vögel, würden sich noch wesentlich mehr freuen, wenn ich die Bäume stehen lassen könnte.

Aber du hast offenbar das Haus inkl. Bäume gekauft.
Fledermäuse und Vögel hatten jahrelang Lebensraum. Und du könntest ja auch nur einen Baum aufs Mal fällen und gleich einen neuen pflanzen, so bleibt der Lebensraum erhalten.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 14:10:56
Wir mußten erstmal ein Vermögen zahlen,

was für ein Vermögen denn?

Umgerechnet etwas mehr als 1000 Euro. Bodenverbessernde Maßnahmen hätten nochmal soviel gekostet. Das ist für junge Leute, die gerade mal eine Wohnung gekauft und eingerichtet haben (in einer Stadt, in der jeder qm Wohnraum in guter Lage sehr teuer ist), nicht wenig.

Soviel kostet ja gerade mal ein Rasenmäher, also wirklich.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Hellebora am 05. Dezember 2007, 14:12:23
Das ist doch kein Fehler. Hattest ja 30 Jahre Zeit, Geld zu sparen für die Fällung und in dieser Zeit die Bäume genossen, ebenso die Tierarten, die darauf angewiesen sind.

Das ist eine seltsame Logik. Würdest Du eine eine Frau heiraten, von der Du weißt, daß sie nicht zu Dir paßt und daß Du mit ihr nicht alt werden kannst, und dann 30 Jahre lang für die Scheidungskosten sparen? "Bruder Baum" ist doch kein Lebensabschnittspartner.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Landpomeranze † am 05. Dezember 2007, 14:12:33
Und du könntest ja auch nur einen Baum aufs Mal fällen

leider nein
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 05. Dezember 2007, 14:13:06
In unserem Fall waren das insgesamt über 12000 Euro (zum Glück verteilt auf 9 Eigentümer).
Einige Bäume konnten nur unter Zuhilfenahme eines Krans gefällt werden, da sie bei einer normalen Fällung - auch in Stücken - zu viel Schaden angerichtet hätten.

Das ist jetzt nicht ein Pladoyer gegen Bäume, die irgendwann mal zu groß werden können, aber dafür, sich rechtzeitig klarzumachen, dass Bäume später erhebliche Folgekosten verursachen können.



Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 14:24:11
Das ist jetzt nicht ein Pladoyer gegen Bäume, die irgendwann mal zu groß werden können, aber dafür, sich rechtzeitig klarzumachen, dass Bäume später erhebliche Folgekosten verursachen können.



Gut gesagt.

Es wäre schön, wenn sich noch Gartenbesitzer fänden, die bereit sind, solche Kosten zu tragen. Die meisten geben ihr Geld leider lieber für die kontinuierlichen Blümchenkäufe, Laubsauger, Teichbeleuchtungen oder andere Spielereien aus, was man respektieren, aber eben doch bedauern kann.

Ich bin einfach der allgegenwärtigen Warnungen, Waldbäume zu pflanzen, überdrüssig. Ich empfinde sie als Ausdruck eines kleinkarrierten Denkens.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 05. Dezember 2007, 14:28:05
Erzähl doch bitte mal, wie viele Waldbäume du auf deinem Grundstück stehen hast und wie groß dein Grundstück ist, bevor du an anderen Leuten rumerziehst.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Landpomeranze † am 05. Dezember 2007, 14:29:46
In unserem Fall waren das insgesamt über 12000 Euro (zum Glück verteilt auf 9 Eigentümer).
Das ist jetzt nicht ein Pladoyer gegen Bäume, die irgendwann mal zu groß werden können, aber dafür, sich rechtzeitig klarzumachen, dass Bäume später erhebliche Folgekosten verursachen können.


oT - Die 12000 Euro rechnet Lehm jetzt wieder in Rasenmäher um ;D

Viele machen sich nicht rechtzeitig klar, wie groß und breit ein putziger Containerzwerg wird (mein Nachbar hat zB direkt am Gartenzaun mit 50 cm Abstand Fichten gepflanzt).

Ich möchte nächstes Jahr in eine Gartenecke eine Eiche setzen, mit ca. 20 Meter Abstand zur Straße und zum Nachbarn. Hoffentlich darf und kann sie uralt werden.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Landpomeranze † am 05. Dezember 2007, 14:32:52
Ich bin einfach der allgegenwärtigen Warnungen, Waldbäume zu pflanzen, überdrüssig. Ich empfinde sie als Ausdruck eines kleinkarrierten Denkens.

Keiner hindert dich an der Überwindung des kleinkarierten Denkens - und am Pflanzen ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 14:49:25


Ich bin einfach der allgegenwärtigen Warnungen, Waldbäume zu pflanzen, überdrüssig. Ich empfinde sie als Ausdruck eines kleinkarrierten Denkens.

Na, dann überlege mal, wer hier kleinkariert denkt.

Was du hier von dir gibst, ist ein so ausgemachter gärtnerischer Unsinn, dass eine weitere Diskussion nicht lohnt.

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 14:53:13
"Unsinn", "schwachsinnig" - es kann einem schon verleiden mit euch.
 ::)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 05. Dezember 2007, 14:56:44
Bitte um Beantwortung von #36, Gart(en)lehm
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 15:06:38
Bitte um Beantwortung von #36, Gart(en)lehm

Weil dus bist: drei Birken, eine Esche, eine Buche. Auf 800 m2 inkl. Haus.

Ansonsten gibts hier bestimmt noch andere Schwach- und Unsinnige, die an meiner statt euren einträchtigen Gärtnermainstream in Frage stellen sollen. Ich muss es nicht haben.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Paulownia am 05. Dezember 2007, 15:15:48
Was ist überhaupt ein Waldbaum ???

Es gibt doch nur Bäume mit unterschiedlicher Wuchshöhe.

Apropo Wald. Das ist ja heute auch nur ein großer Acker auf dem statt Korn Bäume angepflanzt werden, die entweder guten oder schnellwachsenden Rohstoff liefern.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Sabine G. am 05. Dezember 2007, 15:16:16
 8) Bekanntlich komme ich ja aus einer Stadt mit Baumschutzverordnung... die besagte seinerzeit sehr weise, dass Baeume so mal eben nicht gefaellt werden duerfen. Was uebrigens auch von Zeit zu Zeit aus der Luft ueberprueft wurde. Sie besagte aber auch, dass Der Eigentuemer mit aussagekraeftigen Bildern vorstellig werden konnte und dann eine Genehmigung zur Faellung ohne weiteres bekam. Gruende dazu waren z.B. die Schaedigung einer Mauer, oder eben die Verkehrssicherheit ect.
Passend dazu gab es auch eine hm, das pandon zur Bauvorschrift. Da wurde geregelt, in welchen Strassen welchen Baeume gepflanzt werden durften. Also als Strassenbaeume, meine ich. Das hatte sinnigerweise die Folge, dass nicht Riesenbaeume in engen Gassen standen - und eben die Bewohner nur noch mit kuenstlichem Licht ueberleben konnten.
Leben tu ich in einem Dorf eines anderen Bundeslandes. Es gibt hier noch Gassen ohne Buergersteig - uebrigens ein Luxus, den auch moderne Strassenzuege hier nicht haben. Statt dessen gibt es die Auflage der Gemeinde, in einer solchen (Einbahn!-) Strasse Baeume pflanzen zu muessen, wofuer man auch artig Buchten freigelassen hat. Dort pflanzte die Gemeinde z.B. Eschen. Aehm... die sind beileibe nicht handlich zu nennen. Mittlerweile hat das Muellauto so seine Probleme. Und da fragt man sich dann... ob man in Schildbuerga wohnt, gell?

Baum ja. Aber bitte mit Mass und Ziel.

Und ganz sicher gehoert dazu auch, dass man gelegentlich verwundert stutzt, wenn man neu angelegte Gaerten sieht. Zuweilen scheinen mir manche Neugaertner strenge Verfechter der einen oder anderen Extremhaltung zu sein. Da sieht man akribische Rasen- Pur Flaechen genauso wie halbe Waelder oder die Anpflanzung einer Haengeweide 30 cm neben der Auffahrt. Es mag an meinem fortschreitenden Alter liegen, dass ich mir wuenschte, man koenne seine Erfahrung weiter geben ;D

Der Blick in den eigenen Garten zeigt daher bei mir einen Mittelweg: Die grosse haushohe Konifere, die das Solar verdeckte und die Regenrinne regelmaessig verstopfte ist fort geholzt. Aber ich habe eine ausgewachsene Sauerkirsche, zwei ausgewachsene Apfelbäum ( so der feuerbrand sie mir laesst) sowie 5 Jungobstbaeume und ein Quittenspalier ( was uebrigens gaaaanz toll geht). Das sind alles Baeume, die man mal eben umsaegen koennte ohne gleich einen Profi zu holen und andererseits ganz sicher oekologisch wertvolle Baeume.

Es geht also. In der Stadt wie auf dem Land.

Viele Gruesse
Sabine
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 05. Dezember 2007, 15:35:08
Zitat
Weil dus bist: drei Birken, eine Esche, eine Buche. Auf 800 m2 inkl. Haus.

Danke für die Antwort :D :D

Da geht dir ja das Mulchmaterial nicht aus.

Und seit wie vielen Jahren stehen sie schon dort?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Sabine G. am 05. Dezember 2007, 15:41:48
Kleine Anmerkung...

Auf meinem Elterngrundstueck stand eine 100 jaehrige Kastanie, eine ausgewachsene Birke und direkt auf der Grundstuecksgrenze das Gegenstueck zur Kastanie - eine hundertjaehrige Blutbuche. Dazu noch diverse Obstbaeume...
Unser Komposthaufen entsprach der Groesse meines heutigen Wohnzimmers und wurde Jahr fuer Jahr huefthoch gefuellt. Mein damals sehr gut durchtranierter Bruder brauchte 1 ganzen Tag pro Jahr um im Schweisse seines Angesichtes das ganze durchs Kompostsieb zu streichen. Zugegeben... die Erde war toll ;D

Viele Gruesse
Sabine
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 15:42:35
@ callis: Die Birken seit bald 50 Jahren, Esche und Buche seit 20 Jahren. Zusätzlich hab ich noch einen Eichensämling, ist jetzt drei Meter hoch.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 15:45:29
Die Baumschutzsatzung haben viele Städte inzwischen abgeschafft, weil sie sich als zu schwer handhabbar erwies. Offenbar waren die Städte selbst mit ihrem eigenen Baumbestand die Leidtragenden.

In vielen Fällen ist es auch schwierig, ein gerechtes Urteil darü+ber zu fällen, ob ein Baum stehen bleiben oder beseitigt werden sollte. Nicht immer ist die Altersschwäche des Baumes das entscheidende Kriterium.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 05. Dezember 2007, 15:53:28
@ callis: Die Birken seit bald 50 Jahren, Esche und Buche seit 20 Jahren. Zusätzlich hab ich noch einen Eichensämling, ist jetzt drei Meter hoch.

Dann fang mal für die Birken an zu sparen. ;) In 30 Jahren wirst du nach ihnen schauen müssen.
Hast du denn noch genug Sonne für deine Gemüsebeete? Oder musst du die demnächst in die Bäume hängen?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 05. Dezember 2007, 16:16:04
Das Birkenkonto ist eingerichtet worden, seinerzeit schon von meinen Grosseltern, heute könnte ich einen mittleren Stadtwald fällen lassen (da immer noch ohne Rasenmäher). 8)

Das Wäldchen ist auf der Nord-, der Gemüsegarten au der Südseite.

Nicht, dass mich jetzt als nächstes nach der Farbe meines Pyjamas frägst! Blau gestreift. Ja, längs. :-X
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 05. Dezember 2007, 16:26:02
Bisher habe ich mit Pyjamas nie Bäume assoziiert. 8)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Hellebora am 05. Dezember 2007, 17:23:07
Das Birkenkonto ist eingerichtet worden, seinerzeit schon von meinen Grosseltern, heute könnte ich einen mittleren Stadtwald fällen lassen (da immer noch ohne Rasenmäher). 8)


Nicht, dass mich jetzt als nächstes nach der Farbe meines Pyjamas frägst! Blau gestreift. Ja, längs. :-X

Siehst Du, wenn ich Haus und Garten geerbt hätte, würden mich 1000 Euro (vor 20 Jahren, heute bestimmt mehr) für ein bißchen Erhaltungsschnitt an meinen Bäumen auch nicht kratzen. Für einen Rasenmäher würde ich trotzdem nicht mehr als 500 ausgeben wollen, man muß Prioritäten setzen. 8)

Im übrigen gings mir ums Verursacherprinzip:
Einer verfügt: der Baum muß erhalten bleiben, ein zweiter ruiniert ihn, und ein dritter muß für die Sanierungskosten aufkommen. Irgendwie nicht gerecht. Zumal die Erhaltung alter Baumbestände ja nicht nur denen nutzt, in deren Gärten die Bäume stehen.

ad Pyjama, längsgestreift: Das hatten wir schon vermutet. Querstreifen machen ja nicht gerade schlank. :-X
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Eva am 05. Dezember 2007, 17:34:08
Ein Aspekt, der im Thread noch nicht vorkommt, ist das Mikroklima in der Stadt. Ich kenne z.B. einen Maulbeerbaum mitten in Linz, der mit dem Klima außerhalb der Stadt wahrscheinlich nicht sehr gut klar käme. Das war immer ein spektakulärer Dreck auf dem Gehsteig zur Reifezeit, aber auch ganz lecker zum über den Gartenzaun stibizen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 05. Dezember 2007, 17:36:32
ein Wohngebiet ohne Bäume? was für eine schreckliche Vorstellung! :o man stelle sich nur mal eine Stadt wie Hamburg ohne Bäume vor - für mich wäre das einfach undenkbar! im übrigen finde ich, dass öffentliches Grün oft sehr viel besser ist als sein Ruf, nämlich oft durchaus ansprechend gestaltet, mit interessanten Bäumen/Gehölzen bestückt und einigermaßen (okay, da drücken wir mal 'n Auge zu ;D) gepflegt
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 05. Dezember 2007, 19:32:37
ein Wohngebiet ohne Bäume? was für eine schreckliche Vorstellung!


Mir missfallen die neuen Eigenheimsiedlungen auch deshalb aufs äußerste.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 05. Dezember 2007, 19:42:11
ja, irgendwie fehlt da optisch immer was, sie wirken ohne Bäume so "unfertig", leer - leider sind in den meisten Neubausiedlungen grosse Bäume wohl von vornherein nicht eingeplant :(
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 05. Dezember 2007, 19:45:47
von vornherein nicht eingeplant :(

Ich glaube das trifft es. Beim Planen müsste es mit etwas gutem Willen machbar sein, im öffentlichen Bereich Platz für groß werdende Bäume zu reservieren. Aber wer will schon den Wert der Baugrundstücke mit potenziellem Schatten- und Laubwurf beeinträchtigen?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 19:53:37
Geht es um den Wert der Baugrundstücke?
Seid mal etwas gerechter. Der Aufwand für Bäume im Stadtbild ist nicht unerheblich. Damit meine ich nicht die Anschaffung, sondern den späteren Pflegeaufwand.

Die Bürger stöhnen allenthalben über steigende Abgaben. Da kann ich die Kommune schon verstehen, wenn sie das Bäumepflanzen dem Privatmann überlässt.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 05. Dezember 2007, 20:00:13
Zitat
Die Bürger stöhnen allenthalben über steigende Abgaben. Da kann ich die Kommune schon verstehen, wenn sie das Bäumepflanzen dem Privatmann überlässt.

Das ist auf Villengrundstücken in Privatbesitz sicher ganz in Ordnung.
Bei Reihenhaussiedlungen mit 200-300qm Grundstücken wird es schon problematisch. Und wer soll sich um das Grün zwischen Mietskasernen kümmern?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 05. Dezember 2007, 20:01:50
Die Bürger stöhnen allenthalben über steigende Abgaben. Da kann ich die Kommune schon verstehen, wenn sie das Bäumepflanzen dem Privatmann überlässt.

Deshalb habe ich unserem Bürgermeister angeboten, eine neue Markteiche zu pflanzen, kostenlos. Die alte ist 135 Jahre alt und hat vermutlich keine 20 Jahre mehr vor sich.
Statt Bismarck-Eiche eine Staudenmanig-Eiche, ach ja, so etwas schönes. ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 05. Dezember 2007, 20:02:17
für mich bedeuten Bäume vor allem ein Stück Lebensqualität - egal ob in der Stadt oder auf dem Land, ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass zum Beispiel Alleen wieder aufgeforstet/komplettiert werden, klar, das kostet auch Geld, aber ich meine, unsere Steuergelder werden oft für sehr viel sinnlosere Projekte verplempert!
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: frida am 05. Dezember 2007, 20:02:24
Der Titel des Threads heißt ja "Bäume in Wohngebieten". Das kann ich ausdrücklich unterstützen, aber mit Maß.

Das Wachsen eines Baumes zu beobachten, von dem ich weiß, daß ich oder jemand anderes ihn fällen muß, lange bevor er sein Zenit überschritten hat, finde ich eine sehr traurige Vorstellung. Ich könnte mich am Wachsen dann nicht wirklich freuen.

Vor allem leuchtet mir aber nicht ein, warum eine junge Birke/Eiche/Buche o.ä. im Hausgarten einem kleineren, vielleicht sogar noch Obst tragenden Baum überlegen sein soll. Ich plädiere sogar für Obstbäume in Vorgärten, auch wenn dies unüblich ist, aber was soll passieren außer daß Kinder mal zum Naschen über den Zaun steigen könnten.

Wohngebiet heißt aber nicht nur Privatgrundstück, sondern auch Park, Allee, Spielplatz etc. Dort bringen stattliche Bäume Freude und können hoffentlich lange leben.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 20:10:41
Interessanterweise sind es gerade sehr alte Städte mit historischem Stadtkern, die wenig öffentliches Grün enthalten. Ist ja auch gut zu erklären, da Grund und Boden zu allen Zeiten sehr teuer war und früher noch dichter gedrängt gewohnt wurde.

Stadtparks sind oftmals auf geschliffenen Wallanlagen oder durch Stiftungen reicher Bürger entstanden.

Die moderne Stadtplanung sieht durchaus Grünflächen und Bäume vor. Mir sind im Westen Deutschlands so gut wie keine Siedlungsflächen bekannt ohne öffentliches Grün. Dass dieses oftmals verwahrlost sind, liegt wohl mehr an den Bürgern als an der Kommune.

Wo also gibt es diesen eklatanten Mangel?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 05. Dezember 2007, 20:11:01
Und wer soll sich um das Grün zwischen Mietskasernen kümmern?

soviel ist da doch gar nicht zu tun? ich glaub, da würd sich schon jemand finden, der sich "ehrenamtlich" um die Baumpflege kümmert, ausserdem gibt es in vielen Wohnanlagen ja immer noch einen Hausmeister, schließlich geht's ja hauptsächlich um das Laubfegen im Herbst, unsere Bäume kommen den Rest des Jahres auch ohne besondere Pflege aus, also ist der Zeitaufwand sehr gering
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 05. Dezember 2007, 20:22:35
mir ist gerade noch was eingefallen: ich kenne ein Beispiel aus Hamburg Altona, wo der Vermieter eines Wohnblocks einem jungen Pärchen monatlich etwas von der Miete erlassen hat (50 oder 100 Euro, meine ich), damit sie sich um das Grün im Innenhof kümmern (u.a. ein paar Ahornbäume) - das wäre doch ein Beispiel, das Schule machen könnte! es gibt sicherlich viele Menschen, die etwas mehr Geld in der Tasche gut gebrauchen können, und die auch Spass an der Gartenarbeit haben - und der Hauseigentümer wird den geringen Betrag auch verschmerzen können, so könnte also eine Art "Baumpatenschaft" auch aussehen
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 05. Dezember 2007, 20:34:33
Die Idee ist nicht neu und funktioniert hin und wieder auch. In Frankfurt kümmern sich Bewohner um die Straßenbäume vor ihrer Haustüre und bepflanzen die Baumscheibe zum Teil sehr liebevoll. Aber das sind Privatinitiativen. Das kann man nicht als Programm einführen.

Ich kenne mehrheitlich das Gegenbeispiel: Parkanlagen zwischen Hochhaussiedlungen werden systematisch zerstört, vermüllt oder als Bolzplatz platt gemacht.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: max. am 05. Dezember 2007, 20:45:44
in frankfurt habe ich aus nächster nähe die erfolgsgeschichte eines paulownia- sämlings mitverfolgen dürfen.
1. samenanflug fuge im trottoir ca. 1987
2. jemand kappt den trieb mit einem schartigen messser. ca. 1989
3. duldung des neutriebes ca. 1987- 1993
4. konstruktion einer baumscheibe durch das grünflächenamt.
5. aufnahme in die liste der paulownien im stadtgebiet
  frankfurt. (gelesen ca 2003)
6. letzte sichtung des baumes ca. 2005
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: thegardener am 05. Dezember 2007, 21:13:37
Ich habe hier im 200m² Garten zwei Kiefern, die geschätzte 7 Meter hoch sind, sinniger Weise etwa 5 Meter vom Haus. Die wurden mit Meter-Abstand gepflanzt und sind mir für das Gärtchen zuviel Baum. Vor jedem Fenster der Wohnung steht eine nachbarliche Thuja , mal abgesehen davon das die Baumwahl wohl von -ähm- Unkundigen getroffen wurde und ich sicher nicht geballt Koniferen gesetzt hätte, ich kann verstehen wenn man das Dunkelkammerfeeling nicht mag. Als ich diesen Garten übernahm habe ich noch einen Juniperus chinensis gefällt der trotz Rostbefall die 4 Meter-Marke erreicht hatte. Scheinbar gibt es kein Mittelmaß und rechtzeitiger Rückschnitt ist wohl auch eher selten. Ach, zur Erklärung: die Gärten liegen zwischen den Häusern und die Ausmaße der diversen Koniferen sind so, das sie im Sturmfall gar nicht fallen können ohne ein Haus zu treffen.
Bei solchen Siedlungen finde ich zum Beispiel Obstbäume auch sehr viel angebrachter - die habe ich im anderen Garten und die richtig groß werdenden Baumarten können sich gerne auf Flächen beschränken die auch den Platz dafür bieten.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: freiburgbalkon am 05. Dezember 2007, 22:49:55
...Wenn ich die Ludwigstraße in München betrachte, fehlen mir da einfach rein optisch 2 Baumreihen - so ohne finde ich sie ausgesprochen hässlich...

Äh, stehen da nicht die vielen Pappeln? Oder ist das weiter hinten auf der Leopoldstraße? Habe mal mit einer Anwohnerin gesprochen, die meinte, daß es dort (sie auch) Leute gibt, die die "öffentlichen" Bäume in Trockenzeiten gießen, denn sie mögen sie gerne. Die Leut sind halt verschieden.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: andreasNB am 05. Dezember 2007, 23:11:44
Interessant wie hier die Meinungen hochkochen.
Ist ein schwieriges Thema, denn wo liegt das recht Maß ?
Wer entscheidet wo die Grenze liegt ?

Ich finde hier den Beitrag von Sabine passend.
Zitat
Zuweilen scheinen mir manche Neugaertner strenge Verfechter der einen oder anderen Extremhaltung zu sein. Da sieht man akribische Rasen- Pur Flaechen genauso wie halbe Waelder oder die Anpflanzung einer Haengeweide 30 cm neben der Auffahrt.

Also ich bin sehr für heimisches Grün in den Städten - aber nicht dogmatisch !
Alleen - auch innerstädische - finde ich klasse. Ich lebe in Mecklenburg.
Aber deswegen überall welche pflanzen und um jeden Preis die mickrigsten Baumreihen erhalten ?
Was gäbe das für einen Einheitsbrei !

Negative Auswirkungen wie Blattfall, Schattenwurf, Wurzelschäden gehören zum Leben eines Stadtbaumes dazu, man muß sich mit ihnen arrangieren können. Eine Mauer welche durch die Kraft von Baumwurzeln "gesprengt" wird ist doch etwas urwüchsiges. Das hat mich als Kind immer sehr beeindruckt und mit geprägt !
ABER.
Es sind auch Gründe einen Baum zu fällen.
Hier müssen die Beteiligten halt abwägen.
Und ich kann jeden verstehen, der hier betroffen ist, sich ärgert und diese Kosten vermeiden will.

Ich finde die Warnungen von fars sehr wichtig !
Man sollte sich seine Taten immer genau überlegen.
Auch gute Taten können einmal Böse enden.

Ich versuche immer nach dem Motto "Leben und Leben lassen" zu handeln. Wenn einer eine Thujahecke schön findet. Bitte schön! Mag jemand seinen Garten ökologisch. Auch schön.
Aber immer unter der Voraussetzung, das man seinen Nachbarn nicht schadet. Wenn ich im Siedlungsbereich eine Birke pflanze, welche 30 Jahre später bei einem Sturm das Haus des Nachbarn beschädigt MUß ich dafür gerade stehen.

@Lehm
Du hast recht. Man kann eine Eiche nach Jahren wieder fällen.
Auch große Eichen-Arten kann man in kleinen Gärten pflegen.
Quasi als Niederwald, wenn man sie regelmäßig auf den Stock setzt. Das scheint mir eine interessante und zu wenig genutzte Möglichkeit zu sein.
Aber nur wem es auch gefällt und wo es in die Gartengestaltung paßt !
Bist Du Beamter der seine Mitmenschen gerne Vorschriften macht ?
(Gleiches gilt natürlich auch für die "Obstbaumvertreter" ;D Nur schreiben diese Ihre Beiträge deutlich freundlicher ;) )

Trotzdem,
deine Postings klingen für mich im Großen und Ganzen recht naiv. Hast Du schon einmal einen Baum gefällt und die Wucht des Aufpralls, die Kraft der Zerstörung gespürt ?
Ich mußte erst heute wieder 2 kleinere Ulmen (StD geschätzt ca.30cm) umhauen. Letzten Winter waren es 7 Stück mit bis zu 40cm. Der "Ulmentod" (Pilz) hatte zugeschlagen.
Jetzt ist Platz für Neues. Dort kommen jetzt übrigens diverse Carya hin. Allerdings ist es auch Randbereich des Dorfes (Feldrand) und keine direkte Wohnbebauung.

Und Deine Aussage zur Übernahme der Kosten klingt ziemlich arrogant. Ja gerade zu bösartig.
Du scheinst ja gut betucht zu sein.
1000 Euro für einen Rasenmäher ?
Und wer das Geld nicht übrig hat, zieht dann halt in ein Wohnsilo ?
Oder gleich auf die "Parkbank" ???
Sorry, nicht jeder hat - trotz Spar-Strumpf - mehrere 1000 Euro für Baumpflege übrig und ist trotzdem ein guter und "ökologischer" Mensch.
Es soll Leute geben, welche trotz ehrlicher und wichtiger Arbeit - z.B. in Pflegeheimen - nicht viel mehr als 1000 Euro netto verdienen und auch noch Kinder groß ziehen.
Die können selbstverständlich ein "Baumpflegekonto" einrichten. Gell ?

VGrüße
Andreas
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 08:44:44
ich finde es traurig, dass in Bezug auf Bäume in Wohngebieten meist nur von negativen Auswirkungen gesprochen wird, dabei kann man das Ganze auch sehr positiv sehen: Schattenwurf kann sehr willkommen sein (spart den Sonnenschirm in heissen Sommern, bietet attraktive Standorte für viele Schattenpflanzen, u.a. für so interessante Gehölze wie Kamelien, Hortensien, Rhododendren, Azaleen ...), Laub bietet einen wundervollen, natürlichen Winterschutz und bildet Humus, kann auch gezielt kompostiert werden, auf Freiflächen brechen Bäume den Wind, sie schaffen so einen geschützten Bereich, quasi wie auf einer Waldlichtung, ausserdem verbessern sie das Kleinklima und bieten vielen Tieren Lebensraum - wenn's danach ginge, dass ein umstürzender Baum ein Haus platt machen kann, dann würden hier im Dorf keine Bäume mehr stehen, :o zum Glück scheinen hier nur risikofreudige Menschen zu wohnen, denn es gibt hier sehr viele Bäume in den Gärten,
natürlich muss man sich bei einem kleinen Grundstück sehr genau überlegen, wo man einen Baum hinpflanzt, ich fände es auch nicht lustig, wenn ich nicht mehr aus dem Fenster gucken könnte, ::) aber machbar wäre da schon einiges, wenn man nur wollte, ca. 10 m vor meinem Arbeitszimmerfenster steht z.B. eine etwa 20 m hohe Kiefer, die ich heiss und innig liebe, durch ihre lichte Krone wirft sie kaum Schatten, sie benötigt keinerlei Pflege, sieht ganzjährig attraktiv aus, und es ist eine Freude, die Vögel und Eichhörnchen in ihren Ästen und in ihrem Efeu-Mantel herumturnen zu sehen :D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 08:55:02
z.B. eine etwa 20 m hohe Kiefer, die ich heiss und innig liebe, durch ihre lichte Krone wirft sie kaum Schatten, sie benötigt keinerlei Pflege, sieht ganzjährig attraktiv aus, und es ist eine Freude, die Vögel und Eichhörnchen in ihren Ästen und in ihrem Efeu-Mantel herumturnen zu sehen :D

Und doch bedroht am Horizont die dunkle Angst das vom Anblick erquickte Gärtnerherz. Was, wenn die Kiefer in 50 Jahren doch zu gross ist? was, wenn ein Sturm sie bedrohlich wanken lässt? was, wenn plötzlich der Borkenkäfer ihren strammen Stamm schwächt? :o :o :o

Wie viel leichter wär das Leben da mit einem zierlichen, japanischen Ahörnchen, dessen wenige Blätter im Herbst auf dem vornehmen Rasen gar purpurn leuchten. :-X
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 08:57:45
@ Lehm: für diese Vorstellung fehlt mir allein schon der vornehme Rasen ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 06. Dezember 2007, 09:02:32
wenn's danach ginge, dass ein umstürzender Baum ein Haus platt machen kann, dann würden hier im Dorf keine Bäume mehr stehen, :o zum Glück scheinen hier nur risikofreudige Menschen zu wohnen, denn es gibt hier sehr viele Bäume in den Gärten,

 ;) So schnell fällt ein Baum nicht und wenn, dann einer, von dem man es nicht erwartet.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 06. Dezember 2007, 09:07:04
ich finde es traurig, dass in Bezug auf Bäume in Wohngebieten meist nur von negativen Auswirkungen gesprochen wird, dabei kann man das Ganze auch sehr positiv sehen

He! Du bist in einem Pflanzenforum! Oder für wen schreibst du das?

Eine Klage an die Allgemeinheit, die deine/unsere Ansichten nicht teilt? Klar, die bestimmt auch das Stadtbild. Selsbt in meinem Dorf mag man keine Laubbäume auf dem Friedhof ("Macht Laub!"), da sie die auf Hochglanz polierten Grabsteine beschmutzen. Zwecklos, dagegen anzurennen.

Zurück zu den Städten. Immer noch nennt hier keine die angebliche Trostlosigkeit von Wohngebieten beim Namen. Wo gibt es die? Kann man mit Google Earth ja mal etwas objektiver überprüfen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 09:09:58
Es geht um etwas anderes: Gärtnern nicht den Mut zu nehmen, auch mal einen grösseren Baum zu pflanzen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 06. Dezember 2007, 09:12:49
Tja, da habe ich doch nach der Fällung der Riesenbirke einen kleinen Ginkgo gepflanzt. Aber bis der wieder so groß ist, bin ich längst vermodert. Hoffentlich lassen meine Nachfolger ihn leben.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 09:13:56
@ Lehm: genau, @ fars: und nur weil wir hier in einem Pflanzenforum sind, heißt das ja noch lange nicht, dass hier nur Baumliebhaber vertreten sind, ich hab weiter oben schon etwas von "unerwünschten Auswirkungen" und "zerstörerischer Kraft" der Bäume gelesen
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 06. Dezember 2007, 09:16:07
Ich möchte nochmal auf den Aspekt der Gehölzpflanzung in Neubaugebieten zurückkommen.

Stimmt, man sieht häufig reine Rasenflächen ohne jedes Gehölz. Wenn Gehölze, dann häufig Lorbeerkirsche oder Thuja als Hecke. Nicht mein Fall, aber nun ja.

Was mich verwundert: In der Nachbargemeinde wurden dieses Jahr neue Baugrundstücke ausgewiesen und mit der Bebauung begonnen. Der Ort ist u. a. bekannt für seine historischen großen Parks mit einer vielfältigen Gehölzflora. Das Neubaugebiet grenzt an einen dieser Parks. Und die Gemeinde schreibt im Bebauungsplan vor, dass nur einheimische Gehölze verwendet werden dürfen, angeblich, weil die Vorgaben hier im Land nunmal so seien! Kann mir jemand plausiblel erklären, was das soll?

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: sarastro am 06. Dezember 2007, 09:19:37
Das ist sicher Quatsch, da will sich ein siebenmalgescheiter Beamter profilieren. Denn erkläre mir einmal, was an der einheimischen Waldbäumeflora wie Birke oder Ahorn gartenwürdig ist, von Fichten und Tannen ganz zu schweigen, denn diese kommen ja aus dem montanen Hochgebirge?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 06. Dezember 2007, 09:23:41
Tja, "einheimisch" lässt sich eben mal locker so hinschreiben. Da die Gemeinde direkt am Hang des Schwarzwalds liegt, würden wohl auch Weißtannen darunterfallen.
Sinniger wäre wohl "standortgerecht" - genau darum dreht sich ja hier auch ein Teil der Diskussion -, aber wie sollte man das vorschreiben???
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 09:28:56
Denn erkläre mir einmal, was an der einheimischen Waldbäumeflora wie Birke oder Ahorn gartenwürdig ist,

Du würdest die also nicht in einen Garten setzen?
Gerade Birken sind mit ihrer weissen Rinde doch eine Augenweide. Das ältere Quartier hier ist voll davon.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: sarastro am 06. Dezember 2007, 09:34:59
Mein Schwager ist Besitzer eines sehr großen Campingplatzes am Attersee. Ihm wurde vom Land OÖ vorgeschrieben, nur einheimische Gehölze zu verwenden. Ich sagte ihm, er könne ja die Beamten auf die wunderschönen Solitärthujen und -Chamaecyparis, sowie Sequojadendron und Lorbeerkirschen hinweisen, die rund um den Attersee in Seenähe das Landschaftsbild prägen. Ist auch irgendwo landesüblich, aber durchaus nicht standortgerecht. Standortgerecht wäre an einer Böschung Berberis vulgaris und auf einer Freifläche Acer campestre. Fichten und Tannen sind Waldbäume und haben in Gärten nichts verloren. Gartenkultur heißt auch, Exoten zu verwenden, mit denen man durch ihre Sortenvielfalt, differierender Höhe, Langsamwüchsigkeit viel mehr auf einzelne Situationen eingehen kann. Nur mit einheimischer Baumflora würde man sehr schnell an Grenzen stoßen. Außerdem ist dies "boring"!
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: sarastro am 06. Dezember 2007, 09:36:23
Über einheimische Birken habe ich mich weitgehend in einem Thread vor einigen Jahren ausgelassen. ;D
Bestes Mittel gegen Betula pendula ist die Motorsäge. ::)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 06. Dezember 2007, 09:41:13

Was mich verwundert: In der Nachbargemeinde wurden dieses Jahr neue Baugrundstücke ausgewiesen und mit der Bebauung begonnen. Der Ort ist u. a. bekannt für seine historischen großen Parks mit einer vielfältigen Gehölzflora. Das Neubaugebiet grenzt an einen dieser Parks. Und die Gemeinde schreibt im Bebauungsplan vor, dass nur einheimische Gehölze verwendet werden dürfen, angeblich, weil die Vorgaben hier im Land nunmal so seien! Kann mir jemand plausiblel erklären, was das soll?


Das hängt mit der "Grünordnung" zusammen, ein Teilbereich der Landschaftspflege, der den Städten und Gemeinden Auflagen bezüglich Anpflanzungen (quantitativ und qualitativ) macht. Soweit ich weiß, soll den einheimischen Gewächsen Vorrang eingeräumt werden (= Soll-Vorschrift).
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 09:42:22
Fichten und Tannen sind Waldbäume und haben in Gärten nichts verloren.

 ??? wieso nicht? ich finde, zum einen wird durch die Hereinnahme dieser "Waldbäume" für viele Tiere eine wichtige Brücke geschlagen, und zum anderen haben diese Bäume doch auch durchaus ihren optischen Reiz (ist natürlich Geschmackssache), ausserdem ist z.B. auch die Eibe durchaus ein heimischer Waldbaum, wenn auch leider sehr selten geworden, wolltest Du dann auch keine Eiben mehr in die Gärten lassen? mir persönlich gefällt eine Mischung aus einheimischen Gehölzen und "Exoten" immer noch am Besten
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 06. Dezember 2007, 09:42:46
@ fars: und nur weil wir hier in einem Pflanzenforum sind, heißt das ja noch lange nicht, dass hier nur Baumliebhaber vertreten sind, ich hab weiter oben schon etwas von "unerwünschten Auswirkungen" und "zerstörerischer Kraft" der Bäume gelesen

Ja, auch die Stimmen haben Recht. Bei allen Pflanzen gibt es ein "Aber".
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 09:43:36
Über einheimische Birken habe ich mich weitgehend in einem Thread vor einigen Jahren ausgelassen. ;D
Bestes Mittel gegen Betula pendula ist die Motorsäge. ::)

Das erstaunt mich. Hast du ev. noch den Link dazu oder könntest du mir in wenigen Worten deine Bedenken schildern?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 06. Dezember 2007, 09:44:23
ich finde, zum einen wird durch die Hereinnahme dieser "Waldbäume" für viele Tiere eine wichtige Brücke geschlagen

Für Rehe und Wildschweine? Oder welcher "Waldbaum" (was ist das eigentlich für ein Begriff?) zieht in einem Wohngebiet spezielle Waldtiere an?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 09:46:12
bei uns erfreuen sich Eichhörnchen und Vögel an den Zapfen
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 09:46:22
Die Eiche z.B. Eichhörnchen. ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 09:47:08
.. und Eichelhäher ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Paulownia am 06. Dezember 2007, 09:47:45
Mein Schwager ist Besitzer eines sehr großen Campingplatzes am Attersee. Ihm wurde vom Land OÖ vorgeschrieben, nur einheimische Gehölze zu verwenden.

Das sind Auflagen der unteren Naturschutzbehörde. Gerade Campingplätze liegen im Aussenbereich und zur Genehmigung bedarf es auch der Stellungnahme dieser Behörde.
Und um den gerne gesehen Campingplatz und der Natur gerecht zu werden, bedient man sich dann dieser Auflage nur einheimische Gehölze zu verwenden. ;) Die sind dann meistens auch genau deklariert.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 06. Dezember 2007, 09:49:10
Diese Tiere habe ich in meinem Garten auch. Ohne "Waldbäume".
Die Eichhörnchen der Nüsse wegen (Hasel und Wal), Eichelhäher sowieso, was fehlt ist allenfalls der Fichtenkreuzschnabel.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 09:51:48
bleibt die Frage, warum sogenannte "Waldbäume" nicht in den Garten gehören sollten, die Definition steht ja noch aus? gehört die Walnuss vielleicht auch dazu?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: sarastro am 06. Dezember 2007, 09:51:58
Kennst du irgendeine positive Wirkung, die einheimische Birken im Garten auf dich und deine Staudenpflanzungen ausüben? Ich kenne keine einzige, nur dass Birken Arbeit und Kummer verursachen. Wenn unbedingt Birken, dann Betula utilis, Betula albosinensis und einige andere, die nicht ganz so aggressiv sind und verhaltener wachsen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 09:53:12
auf mich wirken Birken positiv, weil ich ihren ANblick genieße, ich find sie einfach schön - und Arbeit machen sie hier auch keine?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 10:03:08
Kennst du irgendeine positive Wirkung, die einheimische Birken im Garten auf dich und deine Staudenpflanzungen ausüben? Ich kenne keine einzige, nur dass Birken Arbeit und Kummer verursachen. Wenn unbedingt Birken, dann Betula utilis, Betula albosinensis und einige andere, die nicht ganz so aggressiv sind und verhaltener wachsen.

Meine beiden fast 50-jährigen Pendulas gefallen mir mal optisch sehr, die weisse Rinde, die filigran runterhängenden Zweige. An einer hängt eine Nisthöhle, die gut besucht wird. Die Bäume geben dem Ort eine helle, sommerliche Atmosphäre. An Stauden bin ich nicht gerade reich, aber am Fuss der Birken gedeihen seit Jahrzehnten Narzissen und Schneeglöckchen, daneben Winterlinge und ein paar Christrosen. Arbeit habe ich mit den Pendulas null. Sogar der Blattfall ist derart unvoluminös, dass er liegen bleiben kann.

Ich vermute, du bist da von einem hartnäckigen Vorurteil vereinnahmt worden. ;)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 06. Dezember 2007, 10:04:16
Zitat
Kennst du irgendeine positive Wirkung, die einheimische Birken im Garten auf dich und deine Staudenpflanzungen ausüben?

Doch, meine Birke hatte eine sehr positive Wirkung auf mein Gemüt in schwierigen Zeiten. Darunter liegen und in das immer leicht bebende Blattwerk schauen oder im Winter den Mond durch das Geäst ziehen sehen fand ich wunderbar.
Die Unterpflanzung war ab Mai problematisch.
Der Arbeitsaufwand war das ganze Jahr über riesig, selbst im Winter Berge von abgeworfenem Reisig im Radius von 15m.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Tara am 06. Dezember 2007, 10:04:32
Ich bin hier von vielen Birken umgeben, und zur Zeit des Samenfluges finde ich Spuren davon oft sogar im Essen. Außerdem samen sich die Viecher in jedem dritten Blumentopf und in Pflasterfugen aus wie toll.

Aber ich liebe sie trotzdem :) Wie fars schreibt - schon die Rinde ist ein erfreulicher Anblick, und das zu jeder Jahreszeit.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 06. Dezember 2007, 10:04:36
bleibt die Frage, warum sogenannte "Waldbäume" nicht in den Garten gehören sollten, die Definition steht ja noch aus? gehört die Walnuss vielleicht auch dazu?

Ich finde den Begriff "Waldbäume" unsinnig. Es sei denn, man schränkt den Wald auf Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche, Buche etc. ein.

Es ist in meinen Augen gärtnerischer Quatsch, Bäume mit der Bestimmung einer späteren Fällung zu pflanzen. Wenn das jemand aus Einfalt oder Unkenntnis macht, dann ok. Aber wenn ich einen Garten überlegter anlege, dann vermeide ich derartige "Grausamkeiten".

Ich jedenfalls stelle es mir grauenvoll vor, einen groß gewachsenen "Waldbaum", der vermutlich allein schon aus optischen Gründen den Garten prägt, fällen zu müssen.

Wo Platz ist, soll jeder pflanzen, was er mag.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Landpomeranze † am 06. Dezember 2007, 10:06:27
Über einheimische Birken habe ich mich weitgehend in einem Thread vor einigen Jahren ausgelassen. ;D
Bestes Mittel gegen Betula pendula ist die Motorsäge. ::)

Das erstaunt mich. Hast du ev. noch den Link dazu oder könntest du mir in wenigen Worten deine Bedenken schildern?

Da isser:
http://forum.garten-pur.de/Arboretum-19/Einheimische-Birken-und-Ahorne-1559_0A.htm

Ich bin beim durchforsten des Arboretums auf der Suche nach kleineren Bäumen drauf gestoßen.

Ich liebe Birken :D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 06. Dezember 2007, 10:10:10
Zitat
Es ist in meinen Augen gärtnerischer Quatsch, Bäume mit der Bestimmung einer späteren Fällung zu pflanzen.

Das kann ich nur unterstützen. Auch finde ich es unsinnig, sich einen von Natur aus großen Baum in einen kleinen Garten zu holen, wenn er dauernd zurückgeschnitten und in seiner natürlichen Entwicklung behindert werden muss, nur damit der Gartenbesitzer einen "Waldbaum" ohne Wald im Garten hat. (Irgendwo weiter oben war von einer Eiche die Rede, die man durch regelmäßigen Rückschnitt gut im Garten halten könne.)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: sarastro am 06. Dezember 2007, 10:10:55
Ich liebe auch Fichten und Birken, aber in der freien Landschaft!
Ja sicher, jeder soll pflanzen dürfen was er will, es sei denn, er beeinträchtigt nicht seinen Nachbarn. Der Ausdruck "Waldbaum" ist hier gebräuchlich und man meint eben damit Bäume, die man mit Wald assoziiert und die für den 900 qm-Garten des Ottonormalverbrauchers viel zu groß sind.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 10:12:22
Es ist in meinen Augen gärtnerischer Quatsch, Bäume mit der Bestimmung einer späteren Fällung zu pflanzen. Wenn das jemand aus Einfalt oder Unkenntnis macht, dann ok. Aber wenn ich einen Garten überlegter anlege, dann vermeide ich derartige "Grausamkeiten".

Ich jedenfalls stelle es mir grauenvoll vor, einen groß gewachsenen "Waldbaum", der vermutlich allein schon aus optischen Gründen den Garten prägt, fällen zu müssen.

Wo Platz ist, soll jeder pflanzen, was er mag.

Nehmen wir mal die Eiche als Beispiel: bis die gefällt werden muss, vergehen Jahrzehnte. In dieser Zeit profitieren unzählige Tiere von ihr, und auch der geneigte Gärtner wird sich an ihr freuen. Dann gibt sie hochwertiges Holz.

Anders der japanische Ahorn: Er wird nie so hoch, dass er gefällt werden muss. Er vergreist einfach, und irgendwann wird er eben dann doch so unansehnlich, dass ihn der Gärtner entfernt. Einheimischen Tieren bietet er wenig.

Es sind die Kosten der Fällung und die Angst, der grosse Baum könnte umstürzen, der Laubfall, kritische Nachbarn, die ordentliche Häuslebauer abhalten.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: callis am 06. Dezember 2007, 10:17:01
Zitat
Es sind die Kosten der Fällung und die Angst, der grosse Baum könnte umstürzen, der Laubfall, kritische Nachbarn, die ordentliche Häuslebauer abhalten.

Wirklich beeindruckende Pauschalkenntnisse der menschlichen Seele. ::) ::) ::) ::) ::) ::) ::) ::) ::)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: sarastro am 06. Dezember 2007, 10:18:28
eine ganz und gar schwäbische Haltung! ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 10:24:14
Den Altthread mit den birkophoben Ausführungen habe ich einstweilen zur Kenntnis genommen. ;D

Wir wiederholen hier also nur längst Erkanntes.

Doch noch ein Hinweis: Diese Kranfäller, mit denen Bäume stückweise abgetragen werden, sind ganz praktisch und auch nicht soo teuer. Ich werde weiterhin drauflosen pflanzen, nach Lust und Laune. 8)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 06. Dezember 2007, 10:31:02
Anders der japanische Ahorn: Er wird nie so hoch, dass er gefällt werden muss. Er vergreist einfach, und irgendwann wird er eben dann doch so unansehnlich, dass ihn der Gärtner entfernt. Einheimischen Tieren bietet er wenig.

Zwischen Deutscher Eiche und Japanischem Ahorn gibt es ja eine enorme Bandbreite anderer Gehölze.

Und woher willst du wissen, um wieviel "ärmer" der Ahorn ist (bzw. worin besteht der Unterschied zwischen einem Acer platanoides und einem A. japonica, von der Größe einmal abgesehen?)?

Wohl jahrelang einheimischer Waldvogel gewesen?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lenchen am 06. Dezember 2007, 10:37:03
Bäume in Wohngebieten? - Selbstverständlich! Aber bei Neupflanzungen für diese Umgebung die jeweils sinnvollen Arten wählen.

Einerseits liebe ich Laubbäume, bin gerne im Wald, habe eine Dauerkarte für den Botanischen Garten und die "Pfaueninsel" ist fast mein zweites Zuhause, so oft gehe ich mit meinen Kindern dorthin.

Andererseits habe ich einen Garten übernommen, in dem u. a. auch zwei riesige Eichen stehen (leider nicht schön gewachsen, da viel zu eng gepflanzt mit einem Abstand von nur 2m). Und hier mag ich sie nicht sonderlich :-X Die Unmengen Laubsäcke, die im Herbst zu kaufen sind, gehen ganz enorm ins Geld. Einige Wochen kann man sich beim Fall der Eicheln kaum hinter in den Garten trauen, denn wenn so eine Eichel aus 15-20m Höhe den Kopf trifft tut das schon ziemlich weh ;D
Wildschweine werden außerdem angezogen, und wenn wir nicht in mühevollster Kleinarbeit die unzähligen Sämlinge entfernt hätten, wüchse hier bald ein Eichenwald (denn Laub und Eicheln blieben 6 Jahre lang liegen, bevor wir das Haus kauften).

Als wäre das nicht schon genug steht 2m vom Haus entfernt eine große Birke (ich finde Birken mit ihrer weißen Rinde wirklich schön, aber nicht an dieser Stelle). Geschwächt von zahlreichen Misteln verliert die Birke ganz gerne mal Äste, die dann auf der Terasse oder dem Dach landen (mein Mann hat erst vor zwei Wochen wieder eine Dachpfanne ausgetauscht).

Für die Birke wollen und müssen wir jetzt eine Fällgenehmigung erwirken.

Dafür habe ich sehr viele Obstbäume gepflanzt (Birnen mussten leider wieder raus, da die Nachbarschaft Wacholder vorzieht und meine Birnenbäume hier keine Chance gegen den Birnengitterrost hatten).
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 10:42:11

Dafür habe ich sehr viele Obstbäume gepflanzt (Birnen mussten leider wieder raus, da die Nachbarschaft Wacholder vorzieht und meine Birnenbäume hier keine Chance gegen den Birnengitterrost hatten).

Lenchen, hast Du schon einen Befall gehabt? hier wo ich wohne gibt es naturgemäß SEHR viele Wacholder (Wacholderheide), aber im Dorf stehen trotzdem viele gesunde - und zum Teil schon sehr alte - Birnenbäume?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lenchen am 06. Dezember 2007, 10:55:10
Lenchen, hast Du schon einen Befall gehabt? hier wo ich wohne gibt es naturgemäß SEHR viele Wacholder (Wacholderheide), aber im Dorf stehen trotzdem viele gesunde - und zum Teil schon sehr alte - Birnenbäume?

Oh ja, an den Blättern der Birnenbäume war vor Rostpusteln kaum noch Grünes sichtbar. Mit viel Hingabe (oh wie das klingt ;D) habe ich alte und seltene Birnensorten ausgewählt, die ich zum Teil in Österreich (über Arche Noah) bestellt habe. :'(

Der Heide-Wacholder (Juniperus communis) soll ja kein Zwischenwirt sein
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 06. Dezember 2007, 11:02:10
ach, das ist ja schade! :( ich hab grad mal nachgeguckt: stimmt, der gemeine, einheimische Wacholder, den wir hier haben, wird wohl kaum vom Birnengitterrost befallen, da ist es natürlich die Frage, welche Wacholder-Arten die Nachbarn bei Dir gepflanzt haben? und dann gibt es wohl auch bei den Birnensorten grosse Unterschiede in der Anfälligkeit für die Krankheit
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lenchen am 06. Dezember 2007, 11:55:22
ach, das ist ja schade! :( ich hab grad mal nachgeguckt: stimmt, der gemeine, einheimische Wacholder, den wir hier haben, wird wohl kaum vom Birnengitterrost befallen, da ist es natürlich die Frage, welche Wacholder-Arten die Nachbarn bei Dir gepflanzt haben? und dann gibt es wohl auch bei den Birnensorten grosse Unterschiede in der Anfälligkeit für die Krankheit

Hier gibt es in nahezu jedem nachbarlichen Garten verschiedene Wacholder. Keine Chance also, den oder die "Übeltäter" aufzuspüren. Und selbst wenn, ich bin überzeugt kein Besitzer würde sich zum Entfernen überreden lassen. Sicher gibt es Birnensorten die nicht so anfällig sind, und ältere Bäume sollen den Befall oft auch besser wegstecken. Aber weitere Experimente werde ich dazu nicht vornehmen, es gibt halt weiterhin Supermarktbirnen ::)

Baumwünsche habe ich im Übrigen noch sehr viele (zum Entsetzen meines Mannes, der immer über das Laub schimpft, aber tief in seinem Herzen mag er die Bäume doch ;D). Leider reicht es jetzt platzmäßig nur noch für einen Rotdorn neben dem Gartentor.

Ich denke, es stellt sich eigentlich nicht die Frage "ob Bäume in Wohngebieten", sondern nur "welche Bäume in Wohngebieten".

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Amur am 06. Dezember 2007, 13:13:09
Bäume sind doch herrlich. Sie sind interessant zu fällen und geben im Ofen schön warm. ;D
Also weiter pflanzen.
Am besten auf die Nordseite des Gartens. Da werfen sie keinen Schatten. Und der Nachbar interessiert mich eh nicht.

Mit nicht ganz ernsten Grüßen
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 14:18:08
Sie sind interessant zu fällen und geben im Ofen schön warm. ;D

Finde ich auch. Ich kann wirklich nicht einsehen, was an einer Baumfällung im eigenen Garten derart anstössig sein soll. Im Naturwald, Amazonas gar, da ist sowas in der Tat verwerflich, aber doch nicht im Garten, der schon froh sein kann, dass überhaupt ein Baum in ihm wächst, und nicht nur immer dieser olle Rasen mit Thujasaum.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Landpomeranze † am 06. Dezember 2007, 14:42:51
Lehm, kann es sein, dass es dir wieder mal nur ums provozieren geht?

Wenn ich Bäume pflanze, will ich in 20 oder 30 Jahren den Schatten genießend drunter sitzen oder mich einfach freuen, dass er eine imposante Größe erreicht hat, aber sicher nicht wieder den Baumfäller rufen müssen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 06. Dezember 2007, 14:45:35
Lehm, kann es sein, dass es dir wieder mal nur ums provozieren geht?

Gar nicht. Ich tue bloss meine Ansicht kund. Ich sitze vor der Fällung auch erst ein paar Jahre im Schatten des Baums. Nach der Fällung verwende ich das Holz, zum zimmern oder im Kamin. Ich seh wirklich nicht, wo du ein Problem siehst. Haferwurzeln z.B. gräbt man sogar schon im ersten Jahr aus, oder erfreut sich im zweiten an ihrer Blume. So gibts noch viele Pflanzen mit doppeltem oder gar dreifachem Nutzen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: persephone am 06. Dezember 2007, 20:57:15
Mmh,

ich fühle mich ohne Bäume einfach nicht wohl. Je mehr, desto besser : )

Allerdings finde ich es selbstverständlich, Bäume zu fällen oder zurückzuschneiden, die eine Gefährdung für Leib, Leben oder auch "nur" das Haus vom Nachbarn darstellen. In der Stadt lebt man eben eng aneinander gerückt, da ist gegenseitige Rücksichtnahme erforderlich.

Ansonsten finde ich persönlich sogenannte "Waldbäume" im normal-engen Wohngebiet einfach unproportional und aus ihrem Zusammenhang gerissen. Auf mich wirkt das unästhetisch. Klar, wer ein Villengrundstück hat, kann da natürlich auch sein Privatwäldchen genießen. Ich meine jetzt die durchschnittlichen Größenverhältnisse.

Das vorzeitige Fällen empfinde ich persönlich als absolut respektlos gegenüber dem Baum als Lebewesen. Ich bin kein esoterischer Mensch, aber eine Pflanze ist für mich etwas, das ich mir nur dann anschaffe, wenn ich auch die Verantwortung dafür übernehmen kann und sie quasi "artgerecht" zu halten imstande bin. Erst künstlich einen Lebensraum schaffen, zu dem die unmittelbare Umgebung keine Ausweichsmöglichkeit bietet, um ihn dann wieder zu entziehen, weil eigentlich kein Raum da ist für eine halbwegs natürliche Entwicklung... hat das wirklich Sinn ?

Waldtiere müssen auch nicht auf Teufel-komm-raus an die Stadt gebunden werden, es ist einfach nicht ihr Lebensraum. Da könnte man doch das Geld für die gesparten Fällungen lieber für den Erhalt wirklich funktionierender Biotope verwenden.

Und nein, mein persönliches "Gegenideal" ist auch nicht der 08/15 Terrasse-Thuja-Rasen-Randbeet-Horror ; )

LG, Persephone
 
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 06. Dezember 2007, 21:13:34
Wir haben heute fünf Rotdorn in einer Anliegerstraße pflanzen dürfen, Auftrag der Stadt. Eine Anwohnerin hatte die Pflanzscheibe im Pflaster schon mit Stiefmütterchen bepflanzt, damit es nicht so kahl aussieht. Sie war richtig froh, „ihren“ Baum zu bekommen. An einer anderen Stelle wurden wir angefaucht, wer denn für den künftigen Dreck zuständig sei. So sind ´se halt, die Leute.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 07. Dezember 2007, 08:23:43
Das vorzeitige Fällen empfinde ich persönlich als absolut respektlos gegenüber dem Baum als Lebewesen. Ich bin kein esoterischer Mensch, aber eine Pflanze ist für mich etwas, das ich mir nur dann anschaffe, wenn ich auch die Verantwortung dafür übernehmen kann und sie quasi "artgerecht" zu halten imstande bin. Erst künstlich einen Lebensraum schaffen, zu dem die unmittelbare Umgebung keine Ausweichsmöglichkeit bietet, um ihn dann wieder zu entziehen, weil eigentlich kein Raum da ist für eine halbwegs natürliche Entwicklung... hat das wirklich Sinn ?

Dabei ist so ein Baum im Vergleich zu einem Kopfsalat ja noch gut dran... Oder die armen Tomaten, eigentlich mehrjährige Stauden, erfrieren hier im Herbst grausam, wenn sie nicht bereits zuvor an der Braunfäule elendiglich zugrunde gegangen sind. Buchs und Thuja, letztere erreichte Waldbaumgrösse, werden in Grünhecken gar jahrelang als verkrüppelte Bonsais gehalten. Da kann sich eine Eiche doch geradezu privilegiert fühlen, wenn sie nach 30 Jahren gestutzt und nach 50 gefällt wird.

Zitat
Waldtiere müssen auch nicht auf Teufel-komm-raus an die Stadt gebunden werden, es ist einfach nicht ihr Lebensraum. Da könnte man doch das Geld für die gesparten Fällungen lieber für den Erhalt wirklich funktionierender Biotope verwenden.

Viele Waldtiere fühlen sich mittlerweile wohl in der Stadt.Dazu tragen auch Bäume bei. Brauchts genauso wie Biotope.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 09:05:09

Waldtiere müssen auch nicht auf Teufel-komm-raus an die Stadt gebunden werden, es ist einfach nicht ihr Lebensraum. Da könnte man doch das Geld für die gesparten Fällungen lieber für den Erhalt wirklich funktionierender Biotope verwenden.
 

wenn man bereit wäre, Geld auszugeben, könnte man auch gleich ein Baugrundstück für die Anpflanzung von Bäumen reservieren, dann hätten gleich alle aus der Neubausiedlung ein kleines Stück Natur vor der Nase, aber es zählt ja leider meist nur der Profit und nicht, was schön ist

ursprünglich wurden Wohngebiete immer mit Straßenbäumen und Plätzen (auf denen Bäume stehen) geplant, so kenne ich es auch aus der Stadt, aber heute scheint das nicht mehr so zu sein, oder täuscht der Eindruck?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Aella am 07. Dezember 2007, 09:31:29
erst im september sind hier zwei riesige tannen (20m) auf dem grundstück gefällt worden...und ich bin gottfroh darüber endlich etwas mehr licht und sonne zu haben! vorher musste man wirklich ständig die dachrinnen sauber machen, da das dach selbst und die rinnen voll mit nadeln waren und wenn es regnete das komplette wasser übergeschwappt ist.
ist aber nicht so, daß nun nichts mehr da wäre...einmal in ca. 5 meter und die andere in ca. 15 meter entfernung stehen nochmals solche "prachtexemplare", allerdings auf den nachbargrundstücken... ::) jedenfalls bin ich jetzt wenigstens nicht mehr ganz so eingekreist von diesen monstern.

im vorderen teil des grundstücks steht eine trauerbirke. anfangs mochte ich sie garnicht. viel lieber hätte ich einen obstbaum gehabt. darunter sieht es fast aus wie in der wüste, nichts wächst richtig, sie lässt ständig reisig fallen, wenn man darunter steht ist man innerhalb kürzester zeit eine blattlauskolonie auf kopf und kleidung und im sommer gibts dann salat mit birkensamen, weil sich die kleinen dinger wirklich in jede kleinste ritze setzten.
sie treibt spät aus und lässt als erste im herbst wieder ihre blätter fallen...

aber mittlerweile mag ich sie doch irgendwie.
ihr knorriges aussehen, die blätter, die im wind wehen...
die wüste darunter konnte ich durch grassoden, die ich im frühjahr für ein beet abgestochen habe und einfach unter die birke gelegt und festgetreten habe, vermindern. jetzt im herbst habe ich aberhunderte von krokus und kaminfegerzwiebeln gesteckt und freue mich schon sehr auf die blütenpracht im frühjahr :D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: sarastro am 07. Dezember 2007, 09:38:59
Was bitte sind Kaminfegerzwiebeln?
Doofe Grüße Christian
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 09:40:11
Aella, ich glaub, das mit den Nadeln ist so'n Psycho-Ding, wenn man die Bäume nicht mag, dann empfindet man es als viel Arbeit, wenn man sie schätzt, kann man nur den Kopf darüber schütteln, wir haben eine hohe serbische Fichte an der Westseite ud mehrere ausgewachsene Kiefern an der Nordseite des Hauses, von Besuch sind wir auch schon mal gefragt worden, ob wir die Bäume nicht wegnehmen wollen, weil sie immer nur die Regenrinnen vollnadeln - und überhaupt - aber wir finden die Bäume schön und haben nicht den Eindruck, dass wir durch sie mehr Arbeit haben, denn schließlich muss man eh von Zeit zu Zeit die Regenrinnen kontrollieren
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Aella am 07. Dezember 2007, 09:44:47
Was bitte sind Kaminfegerzwiebeln?
Doofe Grüße Christian

bei uns in der familie nennt man sie kaminfegerle und mir war gerade der richtige name entfallen. hab aber extra für dich gegoogelt. "muscari" oder "traubenhyazinthen" mein ich ;)

Zitat
Aella, ich glaub, das mit den Nadeln ist so'n Psycho-Ding, wenn man die Bäume nicht mag, dann empfindet man es als viel Arbeit
ja, das kann sein...ich bin nicht so ein nadelbaumfan :-\ wie gesagt, auch jetzt schau ich noch auf zwei riesenmonster, kann aber wenigstens wieder ein wenig vom himmel sehen und brauche nicht mehr den ganzen tag licht hier im arbeitszimmer ;)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 09:49:36
wenn man bereit wäre, Geld auszugeben, könnte man auch gleich ein Baugrundstück für die Anpflanzung von Bäumen reservieren, dann hätten gleich alle aus der Neubausiedlung ein kleines Stück Natur vor der Nase, aber es zählt ja leider meist nur der Profit und nicht, was schön ist

ursprünglich wurden Wohngebiete immer mit Straßenbäumen und Plätzen (auf denen Bäume stehen) geplant, so kenne ich es auch aus der Stadt, aber heute scheint das nicht mehr so zu sein, oder täuscht der Eindruck?

Ich komme mit deinen Ausführungen nicht klar.
Was beklagst du eigentlich? Warum soll in einer Neubausiedlung (Ein-/Zweifamilienhäuser), die alle mit Privatgärten ausgestattet sind, eigens Baumgrundstücke ausgewiesen werden, was ja zu einer Verteuerung der Baugrundstücke führen würde? Was ist mit den nicht unerheblichen Pflegekosten? Frag mal in deinem Wohnort nach, wie immens inzwischen der Aufwand für die Pflege von Parks gestiegen ist.

Darauf zu vertrauen, dass die Anwohner die Pflege der Bäume und der Anlage insgesamt dauerhaft übernehmen werden, ist ja wohl illusorisch.

Dass Wohngebiete immer mit Straßenbäumen geplant wurden, trifft nicht zu. Aber die Städte/Gemeinden sind nach wie vor verpflichtet, für einen "Grünausgleich" zu sorgen. Und der beinhaltet Bäume und Sträucher!

Wir haben hier einige Stimmen gehört, die Bäume durchaus lieben, aber auch deren kritische Seiten würdigen. Bäume ja, aber der Standort und die Baumart müssen stimmen. Und wie ich das mitbekomme, gibt es kaum baumfeindliche Kommunen. Wenn ja, bitte ich um Namen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: uliginosa am 07. Dezember 2007, 10:03:35
Wir wohnen in einem Neubaugebiet, kein Haus älter als 8 Jahre, entsprechend wenig größere Bäume gibt es. In der Verordnung steht zwar auch, dass einheimische Sträucher und Bäume gepflanzt werden sollen, aber nur wenige Nachbarn halten sich daran, Sträucher, Thujas, Kirschlorbeer dominieren. Oft werden Bäume schrecklich abgesäbelt ... :'(

Schade, denn große Bäume machen doch ein so schönes Straßenbild. Aber das interessiert die meisten wohl nicht.

Wir warten darauf, dass unsere 2 Vogelbeeren, der Feldahorn und eine Säuleneibe als Kontrast im Vorgarten wachsen ... :-\ :)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 10:41:44
Feldahorn (Acer campestre)?
An die Größe als etwas erwachsenerer Baum gedacht?

Oder habt ihr einen sehr großen Vorgarten?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: persephone am 07. Dezember 2007, 11:15:24

Dabei ist so ein Baum im Vergleich zu einem Kopfsalat ja noch gut dran... Oder die armen Tomaten, eigentlich mehrjährige Stauden, erfrieren hier im Herbst grausam, wenn sie nicht bereits zuvor an der Braunfäule elendiglich zugrunde gegangen sind. Buchs und Thuja, letztere erreichte Waldbaumgrösse, werden in Grünhecken gar jahrelang als verkrüppelte Bonsais gehalten. Da kann sich eine Eiche doch geradezu privilegiert fühlen, wenn sie nach 30 Jahren gestutzt und nach 50 gefällt wird.

....

Viele Waldtiere fühlen sich mittlerweile wohl in der Stadt.Dazu tragen auch Bäume bei. Brauchts genauso wie Biotope.

Eben. Ob eingepferchte Thujas oder eingepferchte Eichen - für mein Auge bzw. Empfinden macht das keinen Unterschied. Doch, insofern, dass ich Thuja persönlich nichts abgewinnen kann, Eichen dagegen sehr viel. Die würde ich erst recht nicht fällen wollen, schon gar nicht, wenn sie gerade so richtig loslegen.

Die vielen Waldtiere, die sich in der Stadt so wohl fühlen ? Na, ich weiss nicht.... da fallen mir als erstes die vielen degenerierten Füchse ein, die sich von Abfällen und ausgelegtem Katzenfutter ernähren. Aber wehe, die sollen dann geschossen werden - die armen niedlichen Tierchen ! Was soll so ein Tier im urbanen Umfeld ?

Ich muss allerdings gestehen, ich kenne mich mit den Details der Neubauproblematik nicht so aus. Wir wohnen hier in einer Bebauung von der vorletzten Jahrhundertwende.

Meinem Begriff nach ist die Stadt eine Kulturlandschaft, zum Erhaltens- und Bewahrenswerten gehören zB selten gewordene Kulturpflanzen. Darin sehe ich eine in dem Kontext sinnvolle ökologische Vielfalt. So zu tun, als könne man den Wald in die Stadt holen, macht für mich dagegen keinen Sinn. Lieber den Wald stärken, wo er ist und hoffentlich erhalten bleibt- nämlich im Wald.

Anyway. Wie gut, dass jeder seinen Garten nach seinem Gusto gestalten kann und darf : )

LG, Persephone


Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 11:22:53

Die vielen Waldtiere, die sich in der Stadt so wohl fühlen ? Na, ich weiss nicht.... da fallen mir als erstes die vielen degenerierten Füchse ein, die sich von Abfällen und ausgelegtem Katzenfutter ernähren.


wieso degeniert? sie sind doch eher schlau, passen sich den veränderten Bedingungen an anstatt auszusterben
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 11:49:56

Meinem Begriff nach ist die Stadt eine Kulturlandschaft, zum Erhaltens- und Bewahrenswerten gehören zB selten gewordene Kulturpflanzen. Darin sehe ich eine in dem Kontext sinnvolle ökologische Vielfalt. So zu tun, als könne man den Wald in die Stadt holen, macht für mich dagegen keinen Sinn. Lieber den Wald stärken, wo er ist und hoffentlich erhalten bleibt- nämlich im Wald.

Genau so!

Füchse, Wildschweine und (hier) Waschbären in städtischen Gebieten? Nein Danke, kann ich da nur sagen.

Sie kommen ja nicht, weil die Not sie dazu zwingen würde, sondern weil es eine Überpopulation gibt.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 11:52:26

Füchse, Wildschweine und (hier) Waschbären in städtischen Gebieten? Nein Danke, kann ich da nur sagen.

Sie kommen ja nicht, weil die Not sie dazu zwingen würde, sondern weil es eine Überpopulation gibt.

ach ja? vielleicht sind sie ja auch einfach da, weil in ihrem Lebensraum plötzlich eine Stadt / eine Siedlung steht? die Zersiedelung der Landschaft schreitet schließlich weiter voran
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 07. Dezember 2007, 11:58:14
Genau so!

Füchse, Wildschweine und (hier) Waschbären in städtischen Gebieten? Nein Danke, kann ich da nur sagen.

So sind die persönlichen Interessen eben verschieden, wie bei den Waldäumen und anderen Fragen, die das Zusammenleben unter den Menschen und mit der Natur betreffen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 11:59:14
irgendwie muss ich gerade immer an den Film "Ab durch die Hecke" denken ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 12:01:52
Dennoch...Diese Tiere fliehen üblicherweise den Menschen und die Zersiedlung betrifft weniger deren angestammten Lebensraum. Oder werden in deiner Umgebung Wälder oder Waldsäume in Wohngebiete umfunktioniert?

Wessen Garten schon mal von Wildschweinen heimgesucht (totale Zerstörung) oder von Rehen abgeäst wurde (nahezu alles ratzekahl) fleht ein Heer von Jägern um Beistand an.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 07. Dezember 2007, 12:04:15
Die Füchse leben sicherlich in der Stadt, weil es da ausreichend zu fressen gibt. Das Problem bein Neubausiedlungen sind vor allem die kleinen Bäume im öffentlichen Grün, denen fehlen einfach 60 Jahre, um das Wohngebiet aufzuwerten oder zu verdrecken, je nach persönlicher Einstellung. Ein bisschen mehr Grün darf es ruhig sein und die Verordnung, jedes 20. Baugrundstück für Großbäume zu reservieren, fände ich in Ordnung.
Gerade war ich wieder ein paar Bäume zu pflanzen, dieses Mal Robinien. Ein ehemaliger Festplatz ist mit alten, morschen Robinien umstanden, die nach und nach ersetzt werden. Leider haben die Deppen vom städtischen Bauhof sämtliche Nachpflanzungen der letzten 10 Jahre mit der Motorsense am Stammgrund böse verletzt, die ersten dieser Bäume gehen schon wieder ein. Wo hatten wir den Begriff vom doofen Gärtner?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 12:06:32
@ fars: Rehe z.B. sind Tiere des Waldrandes, weshalb man sie ja auch so oft auf den angrenzenden Feldern und Wiesen sieht - und wenn dann auf diesen Wiesen und Feldern gebaut wird, dann äsen die Rehe plötzlich in Deinem Garten :o
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 07. Dezember 2007, 12:06:43
Dennoch...Diese Tiere fliehen üblicherweise den Menschen und die Zersiedlung betrifft weniger deren angestammten Lebensraum. Oder werden in deiner Umgebung Wälder oder Waldsäume in Wohngebiete umfunktioniert?

Wessen Garten schon mal von Wildschweinen heimgesucht (totale Zerstörung) oder von Rehen abgeäst wurde (nahezu alles ratzekahl) fleht ein Heer von Jägern um Beistand an.


zum oberen: im Berliner Umland passierte das in den 90ern Hektarweise. Die westdeutschen Ballungsgebiete haben das schon 40 Jahre hinter sich.

zum unteren: Ich habe nichts gegen die Jagd. Aber wenn der Garten von Rehen abgefressen oder von Wildschweinen zerwühlt wurde, hat der Zaun ein Loch.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 12:06:44
Warum ausgerechnet Robinien? :P
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 07. Dezember 2007, 12:08:59
Warum ausgerechnet Robinien? :P


Die wachsen auf purem Sand halt noch halbwegs, blühen sehr schön - und außerdem sind es Ersatzpflanzungen für 100jährige Robinien. Die damaligen Stadtväter kann ich leider nicht mehr befragen,
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 12:16:36
Nun, zählen R. nicht zu den Problem-Neophyten?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 07. Dezember 2007, 12:19:24
Nun, zählen R. nicht zu den Problem-Neophyten?


Ach fars, das ist ja wieder ein ganz anderes und derzeit Mode-Thema. Innerorts sind sie schon zu vertreten.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 12:24:31
Nun, zählen R. nicht zu den Problem-Neophyten?


Ach fars, das ist ja wieder ein ganz anderes und derzeit Mode-Thema. Innerorts sind sie schon zu vertreten.

Hier in meiner Stadt sind sie im vergangenen Jahr alle gefällt und durch andere Baumarten ersetzt worden.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 07. Dezember 2007, 12:29:02
Hier in meiner Stadt sind sie im vergangenen Jahr alle gefällt und durch andere Baumarten ersetzt worden.


Öko-Aktionismus? Sind auch sämtliche Buddleija gerodet worden? Wie schaut es mit Rosskastanien aus? Gibt es bei Euch Kastanienwälder? Wenn ja, warum?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: persephone am 07. Dezember 2007, 13:08:51
Mmh,

was ich einfach nicht verstehen kann, ist, warum man das Urbane Umfeld nicht als Ökologie mit einem Eigenwert verstehen kann. Wald und Stadt existieren nunmal nicht gleichzeitig an ein und demselben Ort.

Ich finde es naiv, sich etwas anderes vorzumachen, weil zB ein paar Füchse gelernt haben, in Abfalltonnen nach Resten menschlicher Nahrung zu suchen bzw. sich Ablagestellen für Katzenfutter merken. Nur, weil Bambi im Garten frühstückt, steht man doch noch lange nicht im Wald, oder ?!

Welcher historische Zeitpunkt gilt eigentlich als "ursprünglich" und wie und warum soll man die damaligen Bedingungen künstlich emulieren ?

LG, P.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 13:27:27

was ich einfach nicht verstehen kann, ist, warum man das Urbane Umfeld nicht als Ökologie mit einem Eigenwert verstehen kann. Wald und Stadt existieren nunmal nicht gleichzeitig an ein und demselben Ort.


dass Stadt und Wald etwas Grundverschiedes sind, ist klar, es geht darum, welchen Wert Bäume für (städtische) Wohngebiete haben, die meisten Menschen empfinden Grün wohl als etwas sehr Wohltuendes, als Balsam für die Seele sozusagen, Bäume werden insofern als ein Stück Natur sehr geschätzt, insbesondere in einer Welt aus Stein, im Sommer sitzen wir gern in ihrem Schatten, Vögel und Insekten schätzen sie (nicht immer nur an die grossen Tiere denken), ausserdem filtern Bäume die Luft, schlucken Schall etc., aus diesen und anderen Gründen hat es in den Städten immer auch Bäume gegeben, die Diskussion hier dreht sich vor allem darum, warum Bäume heutzutage in vielen Wohngebieten immer mehr als "Problem" angesehen und deshalb seltener gepflanzt werden - so habe ich es zumindest verstanden

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 13:31:22
warum Bäume heutzutage in vielen Wohngebieten immer mehr als "Problem" angesehen und deshalb seltener gepflanzt werden

Ist das wirklich so? Ich bezweifle das.
Für die Anpflanzung von Bäumen wird in den Kommunen sehr viel getan. Ob es noch mehr sein könnte, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: persephone am 07. Dezember 2007, 13:43:58
Ach so.
Keine Bäume zu pflanzen kann ich mir überhaupt nicht vorstellen : )

Ich hatte mehr Augenmerk auf den Aspekt "welcher Baum wohin" gelegt. Allerdings denke ich mal, in Neubaugebieten können ja aus der Natur der Sache heraus noch gar keine großen / alten Bäume zu finden sein.

Hier ganz in der Nähe verläuft eine Bahnlinie durch das Stadtgebiet, daneben haben sich überall wild Bäume angesiedelt, teilweise sind die jahrzehnte alt. Ich beobachte mit Argusaugen, wie in sehr kurzen zeitlichen Abständen diese Bäume im Auftrag und auf Kosten der Bahn kontrolliert und rückgeschnitten werden. Fällungen sind die absolute Ausnahme, wenn es nicht anders geht. Alles einfach zu fällen wäre dem gegenüber zweifellos wesentlich billiger. Die mancherorts beobachtete öffentliche Dendrophobie kann ich persönlich nicht bestätigen.

LG, p.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: sarastro am 07. Dezember 2007, 13:52:53
Hier bei uns auf dem Land muss man um jeden Baum sehr kämpfen. Laubgehölze bereiten den Gemeinden viel an Mehrarbeit. Die sind froh um jeden Baum weniger, der sie beim Rasenmähen hindert.

In der Gemeinde Wien gibt es seit einigen Jahren ein Gesetz, das für jeden gefällten Baum eine Ersatzpflanzung getätigt werden muss, wenn dieser nicht eine Gefahr für die Umgegend darstellt.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 13:53:09
persephone, das Wort Dendrophobie find ich gut ;D (dem Klang, nicht dem Inhalt nach !!!)

in Bezug auf die Neubausiedlungen würde mich immer noch interessieren, ob dort die Pflanzung grosser Bäume gelegentlich mit eingeplant wird?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 14:16:42
persephone, das Wort Dendrophobie find ich gut ;D (dem Klang, nicht dem Inhalt nach !!!)

in Bezug auf die Neubausiedlungen würde mich immer noch interessieren, ob dort die Pflanzung grosser Bäume gelegentlich mit eingeplant wird?

Schau dir doch mal - nur so als Beispiel - in deiner Heimatstadt dieses Baugebiet an:

Wohnbaugebiet Westerweyhe "Rießelkamp I" (Stadt Uelzen)

Zumindest geplant sind etliche Bäume.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 07. Dezember 2007, 14:23:07
fars, das ist aber mal nett! :D
in Westerweyhe dürfte man von so ziemlich jedem Haus aus, ob neu oder alt, Blick auf "Wald" haben, denn unsere Region ist sehr waldreich, von daher sind wir sicher ein schlechtes Beispiel,
aber ich finde es sehr gut, dass bei "uns" dann auch in neuen Wohngebieten wieder Bäume vorgesehen sind :D
ist das in Balllungsräumen denn auch so?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Sabine2 am 07. Dezember 2007, 14:39:57
Nein, ist es nicht. Ich wohne in einem Neubaugebiet mitten in der Stadt (Konversionsfläche). Ich hab mich mit der Entwicklungsgesellschaft, die das Gebiet erschlossen hat, rumgestritten, weil ich Bäume auf der Straße wollte. Wie übrigens die meisten Nachbarn. Die Begründung, warum es keine gibt, war "das ist nicht urban". So'n Quatsch. Muss man sich nur mal in den alten Wohnvierteln umschauen. Ich glaube, der eigentliche Grund ist, dass Bäume teuer sind: die brauchen Platz, den die Stadt lieber als Baugrundstück verkauft, die Anschaffung, die Unterhaltskosten ...
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 16:34:07
Eine absolut nicht nachvollziehbare Begründung, Sabine. Wie heißt denn die Stadt?

Ich würde an deiner Stelle noch einmal den Kontakt suchen und auf die Beispiele in anderen Städten verweisen. "Grüne Lösungen" purzeln dir zu Hauf entgegen, wenn du bei Google "Konversionsfläche Begrünung" eingibst.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: persephone am 07. Dezember 2007, 19:03:43
persephone, das Wort Dendrophobie find ich gut ;D (dem Klang, nicht dem Inhalt nach !!!)

Noch besser finde ich: Dendrophilie : )

LG, p.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Thomas am 07. Dezember 2007, 19:32:35
Dann muss es auch Dendromanie geben ;)

Dendrophilomanische Grüße
Thomas
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 07. Dezember 2007, 20:00:04
Solange es keine Dendropathie ist ::)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Ayamo am 07. Dezember 2007, 20:43:20
.... Ich wohne in einem Neubaugebiet mitten in der Stadt (Konversionsfläche). ... Ich glaube, der eigentliche Grund ist, dass Bäume teuer sind: die brauchen Platz, den die Stadt lieber als Baugrundstück verkauft, die Anschaffung, die Unterhaltskosten ...

Hallo Sabine,
vergleich doch mal Dein Neubaugebiet mit den alten Vierteln in Deiner Stadt: Wie ist die Baudichte? Wie sind die Straßenprofile (Höhe angrenzende Häuser, Breite des Straßenraumes). Das hilft vielleicht bei der Argumentation ggü. der Stadt - Stichwort "städtebauliche Integration des Konversionsviertel.
Ich kann es nachvollziehen, wenn auf Konversionsflächen mit niedriger Dichte (EFH) kaum Straßenbäume im öff. Raum gepflanzt werden: Knappe öff. Gelder müssen bevorzugt dort ausgegeben werden, wo sie am meisten bewirken. Kann also heißen, dass die Stadt lieber eine Baulücke mit einem Spielplatz bebaut in einem "unterprivilegierten Viertel" mit VIELEN Leuten (kostet auch gut 200000 €), als WENIGEN Leuten, die sowieso schon einen privaten Garten haben, noch einen schönen Straßenraum zu bescheren.
Wenn die städtebauliche Dichte bei Euch aber höher ist (das Wort urban wurde ja erwähnt), wäre es nicht nachzuvollziehen.
Wenn Du Zeit hast, sprich mal im Planungsamt vor. Es ist nämlich so, dass aufgrund von Baumaßnahmen sog. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach BauGB vorgenommen werden müssen. In einigen Kommunen auch nach einer Baumschutzsatzung. Und oft ist es ein Problem, geeignete Standorte zu finden. Da könntest Du ja deine Straße vorschlagen. Wenn Du Unterstützung in der Nachbarschaft hast, wird es leichter. Dann kann man den Stadtentwicklungs-/Bauausschuss kontaktieren und Druck machen. Allein wirst Du nichts ausrichten, nehme ich mal an.

(Den B-Plan zu diesem Neubaugebiet würde ich mir auch anschauen. Aber der wird wohl nicht viel hergeben. Konversionsgebiete haben nach gängiger Rechnung meist eine positive Ökobilanz, also kaum Kompensationserfordernis.)

Berichte weiter...
Viel Erfolg,

Ayamo
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Cerinthe am 07. Dezember 2007, 21:19:59
Also in unserem Baugebiet, zentrumsnah, ziemlich neu, ab ca.2003 bebaut, Kleinstadt im Köln-Bonner-Raum hat jeder (öffentliche) Straßenzug seine Baumart bekommen. Wir haben ca. 8 m hohe Eschen im Abstand von jeweils vier Autostellplätzen (rechtwinkelig zur Straße) an der Straße hinter unserem Grundstück, die Nachbarn haben sie allerdings fast vor der Nase. Es hat sich aber noch keiner beklagt. Und wir finden es auch gut.

Noch ein spezieller Aspekt, der in Zukunft vielleicht eine größere Rolle spielen wird: Als Passivhausbewohner sind wir darauf angewiesen, dass im Winter die Sonne ins Haus scheint. Freundlicherweise hat die Natur es so eingerichtet, dass Laubbäume während der Heizperiode kahl sind. Also bitte keine größeren Nadelgehölze, oder so Baumarten, die das trockene Laub noch länger tragen.

Habe auch mal irgendwo gelesen, dass untersucht wurde oder untersucht werden sollte, ob ein grünes Umfeld, den Wert von Immobilien steigert.

Cerinthe
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Querkopf am 08. Dezember 2007, 14:32:13
Hallo, Callis und Fars,

Zitat
Es ist in meinen Augen gärtnerischer Quatsch, Bäume mit der Bestimmung einer späteren Fällung zu pflanzen.
Das kann ich nur unterstützen. Auch finde ich es unsinnig, sich einen von Natur aus großen Baum in einen kleinen Garten zu holen, wenn er dauernd zurückgeschnitten und in seiner natürlichen Entwicklung behindert werden muss, nur damit der Gartenbesitzer einen "Waldbaum" ohne Wald im Garten hat. ...

Da schließe ich mich an. "Mein Freund, der Baum", diese Beziehung geht nur auf Dauer, oder sie ist keine. Vor Bäumen empfinde ich Respekt und maße mir nicht an, sie ohne Not zu fällen oder zu verstümmeln. Und ich wünsche mir, dass das auch im öffentlichen Raum so gehandhabt würde: Bäume ja, unbedingt, unverzichtbar - aber bitte Arten, die zum Standort und zum verfügbaren Platz passen. Egal, ob heimisch oder nicht. Eine handliche Gleditsia triacanthos 'Sunburst' oder Staudenmanigs Rotdorne sind mir, wenn sie frei wachsen dürfen, x-mal lieber als Linden, Platanen, Eschen oder gar Nadelbäume, denen wg. Übergröße in 20, 30 Jahren irgendwer mit der Motorsäge ans Astwerk gehen wird, und dann garantiert dilettantisch :'(…

... Ansonsten finde ich persönlich sogenannte "Waldbäume" im normal-engen Wohngebiet einfach unproportional und aus ihrem Zusammenhang gerissen. Auf mich wirkt das unästhetisch. ...
Stimmt. Und da weiß ich, wovon ich rede. Denn bei uns und nebenan wachsen etliche "Waldbäume". "Übernachbars" haben Fichten, Kiefern, Lärchen, Douglasien, Birken hinterm Haus. Ziemlich viele und ziemlich dicht. Riesendinger, 25-30 m hoch, Ende offen. So sehr ich Bäume mag, einen Teil dieser Koniferen sähe ich gern gefällt. Denn da sie südlich von uns stehen, rauben sie unserem Garten und mindestens zwei weiteren Grundstücken – die Parzellen hier sind lang und schmal – jedes Jahr mehr Licht und Sonne >:(…

Mit den Großbäumen, die wir auf dem eigenen Grundstück vorfanden, haben wir (und unsere Nord-Nachbarn) Glück, denn sie stehen am äußersten Rand Richtung Wald, am unteren Ende des Hangs. Da passt's optisch, die Höhe fällt nicht unangenehm auf, Dranrumsäbeln erübrigt sich, und der Schatten stört keinen: eine Rotfichte und eine doppelstämmige Birke, beide knapp 20 m hoch; eine Kiefer und eine Zickzackweide (Salix matsudana 'Tortuosa'), jeweils 10-12 m hoch; eine Eberesche, Format 8-10 m. Die Vorliebe unserer Hausvorgänger für Topf-Weihnachtsbäume hat uns zudem eine 8-10 m hohe Omorikafichte beschert plus zwei blaue Stechfichten :-X. Ja, und dann gibt's noch diverse Obst- und Zierbäume… Eigentlich zu viel für 950 qm (inklusive Haus, Terrasse, Hof, Einfahrt etc.). Aber angesichts der Rand-Platzierung geht's doch halbwegs. So hat der Respekt gesiegt; mit Ausnahme der Stechfichten, von denen ich zumindest eine umsägen will (zu eng gesetzt, bedrängt die anderen Bäume), darf alles bleiben.

Aber gepflanzt hätte ich all diese "Großen" nie. Und sollte mal einer davon reif sein für die Axt, wird Kleineres an seine Stelle kommen.

@Pinguin: Wenn du in Bebauungspläne guckst, wirst du das Wort "Baum" möglicherweise nicht finden, obwohl Bäume eingeplant sind – Planer reden stattdessen gern von "Hochgrün" ;D…

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 08. Dezember 2007, 14:40:20
Es ist seltsam: Bei einer Abstimmung über Bäume in Wohngebieten würde hier wohl eine klare Mehrheit zugunsten von Laubgehölzen sprechen.
Auch im Straßengrün findet man glücklicherweise praktisch nur Laubbäume.

Wenn man in Wohngebiete schaut, sieht es leider anders aus: Da findet man jede Menge Omorikafichten, Blaufichten, alle möglichen Sorten Scheinzypressen, Leylandzypressen und Säulenwacholder - lauter "praktische" immergrüne Nadelbäume, die nicht diesen "Dreck" verbreiten.
Scheint weniger eine Dendrophobie als die früher schon mal beklagte autumnale Phyllophobie zu sein.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 10. Dezember 2007, 15:37:44
Seltsam ist auch, wie sich hier die Mehrheit gegen das Fällen von noch nicht greisen Bäumen ausspricht, während sie locker Salat holen vom Gemüsebeet. Ein Baum ist ja nicht mehr als eine verholzende Pflanze, dass er mehr wert ist als ein Grashalm müsste doch erst mal begründet werden.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 10. Dezember 2007, 15:49:33
Alles eine Frage der Perspektive.
Für einen Dinosaurier waren Bäume nichts anderes als Gras in unseren Augen (ungeraucht selbstredend!).
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 10. Dezember 2007, 18:11:15
Die Ersatzpflanzungen gehen weiter. Heute haben wir im Gewerbegebiet Winterlinden nachgepflanzt. Gegen die kann an diesem Standort kein Mensch etwas haben. Trotzdem sind streckenweise sämtliche, aber wirklich sämtliche Bäume beschädigt, dem Anschein nach überwiegend von LKW (die Schäden sind teilweise in Kronennähe). Wären die LKW-Fahrer vorsichtiger, wenn es statt um Bäume um PKW ginge?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Eva am 10. Dezember 2007, 18:24:34
So lange die Schäden an den PKW teurer kommen als die Schäden an den Bäume schon. Da müsste sich die Stadt (und die Anwohner, die Schädigungen beobachten) mal auf die Hinterfüße stellen und richtig Kohle einklagen. Eine Ersatzpflanzung kostet wahrscheinlich mehr, als ein neuer Kotflügel für einen Opel, oder?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 10. Dezember 2007, 18:31:02
So lange die Schäden an den PKW teurer kommen als die Schäden an den Bäume schon. Da müsste sich die Stadt (und die Anwohner, die Schädigungen beobachten) mal auf die Hinterfüße stellen und richtig Kohle einklagen. Eine Ersatzpflanzung kostet wahrscheinlich mehr, als ein neuer Kotflügel für einen Opel, oder?


Das eigentliche Problem ist das fehlende Unrechtsbewusstsein. Ein eingedeulter, eigentlich völlig belangloser Kotflügel (das Auto fährt ja trotzdem), wiegt viel schwerer als ein 15 Jahre alter Baum, der noch 80 Jahre vor sich hat. Beim Auto zuckt sofort das Wort Unfallflucht durch den Raum, beim Baum wird der Vorwärtsgang eingelegt und weiter gefahren.

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 10. Dezember 2007, 18:44:40
Wären die LKW-Fahrer vorsichtiger, wenn es statt um Bäume um PKW ginge?

Ich will die LKW-fahrer ja nicht in Schutz nehmen. Sind oft etwas rüde Leutchen. Aber könnte es nicht sein, dass die Bäume zu dicht an der Straße stehen?
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 10. Dezember 2007, 18:50:43
Wären die LKW-Fahrer vorsichtiger, wenn es statt um Bäume um PKW ginge?

Ich will die LKW-fahrer ja nicht in Schutz nehmen. Sind oft etwas rüde Leutchen. Aber könnte es nicht sein, dass die Bäume zu dicht an der Straße stehen?



Nein. Die Straße ist so breit, dass zwei LKW völlig problemlos aneinander vorbei kommen. Die Bäume stehen ca. 1 m neben dem Rinnstein. Es gibt keinerlei Grund die Bäume anzurempeln. Vermutlich fahren die LKW in ihren Wartezeiten zwischen die Bäume. Ich ärgere mich einfach maßlos über so viel Ignoranz. Selbst, wenn diese Ignoranz mir Arbeit verschafft.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: fars am 10. Dezember 2007, 18:55:28
Dann scheint das ander Mentalität der dortigen LKW-Fahrer zu liegen. :P
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 10. Dezember 2007, 19:03:15
Dann scheint das ander Mentalität der dortigen LKW-Fahrer zu liegen. :P

Ja. Vielleicht regt sich aber woanders nur niemand auf? In München habe ich böse geschnittene Bäume gesehen. Dort wurden beim Absägen von 15 cm starken Ästen locker Wunden mit 50 cm Durchmesser gemacht. Praktisch überall, wo junge Bäume im Gras stehen, ist die Rinde durch Motorsensen massiv verletzt. Ich finde dieses Missverhältnis so ärgerlich. Wegen eines Autos, das nach 10 Jahren ohnehin Schrott ist, wird bei jedem Kratzer ein Haufen Brimborium gemacht, bei Beschädigungen an Bäumen, die eigentlich 80 Jahre stehen sollten, wird mit der Achsel gezuckt.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 12. Dezember 2007, 09:15:52
Interessant wär ja nun aber doch noch, mal zu lesen, welche Gärtner hier Grossbäume ihr Eigen nennen und wie sie dazu stehen. Gibts wen, der einen Grossbaum pflanzen möchte? Erzählt doch mal.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 12. Dezember 2007, 09:49:43
Auf meinem Privatgrundstück (2700 m²) habe ich geerbt: 5 große Eichen, 1 riesige Ulme, zwei mittelgröße Ahörner, etwas Obstbaumschrott mit Gnadenbrot. Neu gepflanzt habe ich eine Rosskastanie und eine Winterlinde, beide um die 5-6 m hoch. Das macht auf 270 m² einen Großbaum.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: SouthernBelle am 12. Dezember 2007, 11:05:12
Eigentlich zaehl ich nicht, das Grundstueck ist eine ehemalige Bauernstelle, also riesengross, daher gibts es(alt bis sehr alt):

3 Rosskastanie
3 sterile Eschen, als Ersatzpflanzung fuer weitere 3 kernfaule und gefaellte Rosskastanien
2 Ahorn
11(?) fertile(grrr) Eschen
2 Weissdorn
1 Rotdorn
Unmengen von verschiedenen Wildpflaumen
1 Hochstamm Apfel
2 dto Birnen(riesig!!)
1 Reihe Pappeln
2 Platanen
3 Zierkirschen
einige Ebereschen
15 Fichten gemeint fuer eigene Weihnachtsbaeume(..)
1 Zitterpappel
2 Trauerweiden
2 riesige Drachenweiden
2 Blutpflaumen
unzaehlige Birken

und neu (aber nicht klein) von uns in den letzten 7 jahren gepflanzt:
1 Acer rubrum
1 Paulownia
1 Nyssa sylvatica
1 Morus nigra
1 Fraxinus ornus
div Magnolien
1 Cercidiphyllum japonicum
3 Eichen
1 schlitzblaettrige Erle
1 Linde(Tilia flavescens)
1 Pterocarya fraxinifolia
2 Walnuesse
Catalpa speciosa
2 Liriodendron tulipifera fastigiata
6 Prunus fructicoasa globosa
2 Taxodium distichum
2 Esskastanien

alles ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.

Einmal im Jahr verfluche ich die Baeume: wenn das sorgfaeltige Entsorgen der Kastanienblaetter anliegt wg Miniermotte.
Ansonsten wird das Laub vom Rasen ueberwiegend in die angrenzenden Beete gefegt- wenn ich nicht doch noch etwas fuer den Laubkomposthaufen haben moechte.

Die alten Eschen sind anstrengend, weil sie staendig mit Aesten herumschmeissen und weil natuerlich ueberall Saemlinge hochkommen, aber a.) rahmen sie das Grundstueck wunderbar ein und b.) kaemen die Saemlinge sonst aus der Nachbarschaft.

Ohne grosse Baeume waere es hier nur platt-platt-platt und zugig-zugig-zugig. Ausserdem dienen sie im Winter diversen Greifvoegeln als Ansitz, die waeren hier sonst auch nur auf der Durchreise.



Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 12. Dezember 2007, 11:17:46
Vom einstigen Park sind noch folgende Bäume übrig (gepflanzt oder spontan gewachsen)

2 Schwarzkiefern
1 Waldkiefer
1 Weißtanne
1 Krimlinde
2 Stieleichen
1 Robiniengruppe
ca. 10 Berg- und Spitzahorn
2 Ulmen (aber nicht mehr lange, fürchte ich)
diverse so ca 5-8 m hohe und - da bis zum Boden beastet - mehrere Meter breite Eiben könnte man vielleicht auch noch dazu zählen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 12. Dezember 2007, 12:22:35
wir haben mehrere Eichen (ich hab sie nie gezählt, vielleicht so 10 Stück), 3 Birken, 2 Buchen, 5 Fichten, 6 Waldkiefern, 3 Vogelkirschen, 1 Silberahorn, 2 Serbische Fichten sowie 1 weiteren Ahorn im Garten, wobei wir durch den lockeren Stand der Bäume keineswegs im Schatten leben - ohne die Bäume kann und will ich mir den Garten gar nicht vorstellen, sie sorgen hier für sehr viel Atmosphäre! mir gefällt vor allem die Mischung aus Laub- und Nadelgehölzen besonders gut, nachgepflanzt hab ich eine Walnuss
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Amur am 12. Dezember 2007, 12:43:53
Ich irgendwo so um die 50 große Bäume, allerdings nicht im Garten, sondern ich hab da ein kleines Waldstück 8). Bis jetzt hats mir ausgereicht, wenn der Sturm und ein Blitzschlag ab und zu mal einen oder mehrere Bäume gefällt haben. Aber so langsam geht das Holz aus und ich werde in ein zwei Jahren mal einen "regulär" fällen.

Im Garten gibts nur Obstbäume, die höher als 3m sind/werden und das auch nicht mehr viel.

mfg
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: bristlecone am 13. Dezember 2007, 08:21:15
Im Lokalteil der hiesigen Zeitung ist heute ein Bericht über den Zustand diverser Bäume im Stadtgebiet und vermutlich notwendige Fällungen wegen Pilzerkrankungen und Wurzelschäden.

Beraten wurde außerdem der Antrag von Bürgern einer Straße, die dort stehenden Ahornbäume zu fällen, wegen der Ahornsaat in den Gärten. Der Antrag wurde abgelehnt, um keinen Präzedenzfall zu schaffen. Ich hoffe, die Stadt bleibt auch weiterhin standfest!
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 13. Dezember 2007, 08:32:42
Ich hoffe, die Stadt bleibt auch weiterhin standfest!

ja, das hoffe ich auch !!!
ich finde, jeder, der so einen Antrag stellt, sollte zwangsweise einen Plastikbaum vor die Haustür gestellt bekommen - am Besten lebenslänglich ;D

ich habe hier jedes Jahr hunderte von Eichensämlingen, die auflaufen, für mich gehört das zum Gärtnern einfach mit dazu
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 08:52:17
Das kann ich nachvollziehen. Im letzten eichelreichen Jahr haben
wir sageundschreibe 20 Weidenkörbe aufgelesen. Dieses Jahr
haben sich die Eichen schön zurückgehalten ;D.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 13. Dezember 2007, 08:54:05
ja, das hoffe ich auch !!!
ich finde, jeder, der so einen Antrag stellt, sollte zwangsweise einen Plastikbaum vor die Haustür gestellt bekommen - am Besten lebenslänglich ;D


Dann haben die ja immer noch Schatten. Ich empfehle für diese Leute eine voll verglaste Wohnung im (neuen) Gewerbegebiet. Da gibt es keine großen Bäume und die Sonne brennt immer schön direkt. Außerdem könnten alle Freiflächen gleich zubetoniert werden. Da braucht man nur noch fegen. Wenn überhaupt.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 13. Dezember 2007, 08:55:11
auch nicht schlecht! ;D ;D ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 13. Dezember 2007, 08:57:03
Das kann ich nachvollziehen. Im letzten eichelreichen Jahr haben
wir sageundschreibe 20 Weidenkörbe aufgelesen. Dieses Jahr
haben sich die Eichen schön zurückgehalten ;D.


Überall dort, wo man herankommt, die Eicheln und deren Laub liegen lassen und im Winter einmal mit dem Rasenmäher alles herunter- und kleinhäckseln. Das geht wunderbar mit Hosta, Epimedium, fast allen höher werdenden Stauden. Nur Immergrüne (außer Epimedien halt) sollt man aussparen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Paulownia am 13. Dezember 2007, 09:05:30
Interessant wär ja nun aber doch noch, mal zu lesen, welche Gärtner hier Grossbäume ihr Eigen nennen und wie sie dazu stehen. Gibts wen, der einen Grossbaum pflanzen möchte? Erzählt doch mal.

Das Hanggrundstück hinterm Haus: Eiche, Ahorn, Buche, Kirsche
Meine Vision für dieses Stück. Eine Art Landschaftspark. Also werde ich in absehbarer Zeit mehr als einen Großbaum pflanzen.

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 13. Dezember 2007, 09:15:17
Ich hab meine Grossbäume ja schon in # 41 und # 46 vorgestellt. Insgesamt kann ja nun doch mit einiger Freude festgestellt werden, dass einige Gärtner hier Grossbäume nicht nur erhalten, sondern gar noch pflanzen. Es gibt wirklich keinen Grund, Jung- und Neugärtnern den Mut zu nehmen, Grossbäume zu pflanzen. Die langfristig anfallenden Kosten sind tragbar. Eine andere Sache ist, dass Grossbäume nicht jedermanns Geschmack entsprechen.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: tomir am 13. Dezember 2007, 09:15:57
Glücklich diejenigen, die so viel platz haben, dass sie Grossbäume im garten haben können ::)
- wir hatten in einem winzigen Vorgarten eine 30 jahre alte Schwarzkiefer, die neben Beschattung, starkem Nadelfall dummerweise auch noch 50 cm neben Gas und Wasserleitung wuchs - gut, die ist nun weg - statt des oben angesprochenen Plastikbaumes hab ich als Liebhaber der chilenischen Flora eine Araukarie in den Garten meiner Eltern gepflanzt - mit etwas mehr Abstand zur Gasleitung. ;)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 13. Dezember 2007, 09:18:56
Glücklich diejenigen, die so viel platz haben, dass sie Grossbäume im garten haben können


und wollen! wollen!

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 09:22:15


Überall dort, wo man herankommt, die Eicheln und deren Laub liegen lassen und im Winter einmal mit dem Rasenmäher alles herunter- und kleinhäckseln. Das geht wunderbar mit Hosta, Epimedium, fast allen höher werdenden Stauden. Nur Immergrüne (außer Epimedien halt) sollt man aussparen.
Hallo Peter ,
ich spreche von 20 großen Weidenkörben, dh."Eichelpflaster" und 80%
wachsen an. ::)
Ich habe trotzt böser Blicke des Nachbar auch ein paar gepflanzt:
Rotbuche , Gingo und eine Eiche.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: tomir am 13. Dezember 2007, 09:23:56
Auf meinem Privatgrundstück (2700 m²) Das macht auf 270 m² einen Großbaum.

...damit haette ich auch kein Problem - aber Araukarien bleiben ja auch nicht gerade klein. 8)

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 13. Dezember 2007, 09:28:01
ich spreche von 20 großen Weidenkörben, dh."Eichelpflaster" und 80%
wachsen an. ::)
Ich habe trotzt böser Blicke des Nachbar auch ein paar gepflanzt:
Rotbuche , Gingo und eine Eiche.


Du brauchst das Schleppen vermutlich. Bei mir stehe auch etliche Eichen und direkt hinter und neben dem Grundstück weitere. Auf manchen Flächen lasse ich wirklich alles liegen und keimen. Die werden im folgenden Winter abgemäht und vertragen das sehr schlecht.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 13. Dezember 2007, 09:33:25
eine Araukarie hätte ich auch gern gehabt, das ist das "Probelm" bei einem vom Vorbesitzer geerbten Baumbestand: man hat keinen Einfluß auf die Sortenwahl, mir hätten wahrscheinlich 4 Eichen auch gereicht, und stattdessen hätte ich lieber noch zwei Linden, zwei Kastanien, einen Ginkgko und eine Araukarie gepflanzt, also eine grössere Artenvielfalt, aber nun mag ich die grossen Bäume, die ich "mehrfach" habe, auch nicht fällen, um andere an ihre Stelle zu pflanzen, dazu braucht so ein Baum viel zu lange zum Wachsen
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lehm am 13. Dezember 2007, 09:39:20
Ausserdem haben Baumgruppen auch ihre Vorteile, sie wachsen ja in der Natur auch so. Solitäre sind eine Erscheinung der Kulturlandschaft.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 09:42:01


Du brauchst das Schleppen vermutlich. Bei mir stehe auch etliche Eichen und direkt hinter und neben dem Grundstück weitere. Auf manchen Flächen lasse ich wirklich alles liegen und keimen. Die werden im folgenden Winter abgemäht und vertragen das sehr schlecht.
Zitat

Sicher nicht, aber es sind neben Rhodos ,Kalmien, Hellob.,
Schneeglöckchen usw. Stauden drunter-, da fahre ich nicht mit dem rasenmäher drüber.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: oile am 13. Dezember 2007, 10:03:56

Einmal im Jahr verfluche ich die Baeume: wenn das sorgfaeltige Entsorgen der Kastanienblaetter anliegt wg Miniermotte.
Ansonsten wird das Laub vom Rasen ueberwiegend in die angrenzenden Beete gefegt- wenn ich nicht doch noch etwas fuer den Laubkomposthaufen haben moechte.


Dito ;).

Auf unserem 820 qm großen Wohngrundstück tummeln sich
- eine sehr große Rosskastanie
- eine märkische Kiefer (noch höher)
- inzwischen nur noch 1 Birke
- 1 Eiche
- 1 Lärche
- 1 Traubenkirsche (oder sind es mehrere?)
- 1 fast toter Uraltbirnbaum
- 1 Pflaumensämling
- 1 Lindensämling

Die ersten 6 Bäume stehen allesamt vor dem Haus. Von diversen Apfelbäumen, 1 Birke, 1 Walnussbaum, und leider auch 2 großen Lebensbäumen mussten wir uns trennen.
Neu dazugekommen sind
- Eberesche
- Malus
- Birne
- Süßkirsche
- Ilex
- Quitte
- Nothofagus (gaanz winzig)
und diverse Heckengehölze.

Beträchtliche Größe haben inzwischen
- Pfaffenhütchen
- Kreuzdorn
- Holunder
- alle paar Jahre Pfeifenstrauch
- Cornus sibirica

Mir war es beim Grundstückskauf sehr wichtig, alten Baumbestand vorzufinden, ich wollte keinesfalls ein völlig leergeräumtes gesichtsloses Grundstück haben.

LG
oile




Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 13. Dezember 2007, 10:04:07
@ upico: ich lass bei mir sowohl das Eichenlaub als auch die Eicheln einfach liegen und ziehe dann lieber die Eichensämlinge so nach und nach raus, Eicheln sammle ich nur auf, wenn ich sie für Dekozwecke verwenden will, das funktioniert eigentlich sehr gut :D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lenchen am 13. Dezember 2007, 11:00:50
@ upico: ich lass bei mir sowohl das Eichenlaub als auch die Eicheln einfach liegen und ziehe dann lieber die Eichensämlinge so nach und nach raus, Eicheln sammle ich nur auf, wenn ich sie für Dekozwecke verwenden will, das funktioniert eigentlich sehr gut :D

Mit dem Liegenlassen ist das so eine Sache...Der Vorbesitzer unseres Grundstücks hat Laub und Eicheln auch um die 6 Jahre liegen lassen. Jetzt muss zur Straße neu eingezäunt werden, dazu müssen auf 10x10 Meter 25 cm Boden abgetragen und eingeebnet werden, es hatte sich schon ein kleiner Hang gebildet.

Wir haben in diesem Jahr nach Laub-/Eichelfall um die 30 Laubsäcke und 10 Biotonnen gefüllt, richtig fest gestopft (von 2 Eichen).

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 13. Dezember 2007, 11:24:58
es hatte sich schon ein kleiner Hang gebildet.


 :o ??? interessant, wie (regional?) unterschiedlich das immer ist!
unter meiner Eichengruppe wächst im Sommer schütteres Gras (muss nie gemäht werden, dafür aber auch keine Moosbildung, was ich von meinen anderen, "gepflegten" Rasenflächen leider nicht behaupten kann), viele Zwiebelblumen, darunter eine grosse Kolonie Maiglöckchen, und Elfenblumen, auf der anderen Seite Efeu als Bodendecker, im Sommer ist von dem ganzen Eichen-Laub nichts mehr zu sehen, ist alles im Grün verschwunden, und der Boden unter den Eichen ist "flach" - beim Versuch, Eichenlaub mal gezielt zu kompostieren, bin ich allerdings verzweifelt, da tat sich gar nichts, jetzt lasse ich lieber wieder die Natur ran ;D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lenchen am 13. Dezember 2007, 11:41:02
Im Umkreis unserer beiden Eichen wächst gar nix, ich habe es auch mit speziellem Schattenrasen versucht. Ich dachte das liegt vielleicht daran, dass Eichenlaub ziemlich säuern soll. Auf jeden Fall wird im kommenden Frühjahr der Boden abgetragen und auch mit neuem Mutterboden aufgefrischt.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 13. Dezember 2007, 11:45:31
meine Eichen stehen frei, so dass relativ viel Licht auf den Boden fällt, vielleicht liegt es ja daran? hinten im "Wald" bleibt das Laub auch länger liegen,
Lenchen, als Unterpflanzung würd ich auf jeden Fall mal Elfenblumen ausprobieren, das dürfte eigentlich überall funktionieren, es gibt sie in unterschiedlichen Blütenfarben - und immergrün sind sie auch :D
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 13. Dezember 2007, 12:10:39
Bei mir wachsen unter Eichen:

- Geranium macrorrhizum (schöner als alle im öffentlichen Grün)
- Helleborus foetidus
- Epimedium
- Tausende Anemone blanda, Schneeglöckchen, Puschkinia, Eranthis kommen gerade noch durch
- Hosta außerhalb des Wurzelbereiches
- Aster divaricatus unmittelbar am Stamm

Das Laub bleibt wie geschrieben liegen, ist dieses Jahr schon „gemäht“, weil die Schneeglöckchen so weit sind. Die Helleborus samen sich aus wie wild, die Sämlinge versuche ich mit dem Rasenmäher nicht zu erwischen. Blaukorn ist auch schon gestreut, das mögen die Frühlingsblüher und das Laub verrottet besser.



Viele Grüße

Peter
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lenchen am 13. Dezember 2007, 12:14:28
Frei stehen unsere Eichen nicht. Direkt daneben steht noch eine Birke und das angrenzende Nachbargrundstück beschattet auch enorm.
Danke, die Elfenblumen sind sehr hübsch, dann werde ich erstmal eine Baumscheibe lassen und bepflanzen, vielleicht zusammen mit Veilchen und Leberblümchen. Zwischenzeitlich habe ich überlegt, ob das nicht auch ein guter Platz wäre um 2 bis 3 hochwachsende Rhododendron-Wildarten zu pflanzen. Nur wird die Ecke dann noch dunkler, na mal schauen...
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Staudo am 13. Dezember 2007, 12:15:44
Zwischenzeitlich habe ich überlegt, ob das nicht auch ein guter Platz wäre um 2 bis 3 hochwachsende Rhododendron-Wildarten zu pflanzen. Nur wird die Ecke dann noch dunkler, na mal schauen...


Dann das Laub immer schön unter die Rhodos harken! Das lieben die über alles.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 12:55:20
Hallo Lenchen,
es geht vieles, nur schöner Rasen nicht.
Direkt am Stamm wachsen beiuns Cyclamen, Farmen, Immergrün Vinca major "Variegata" ,Kletterhortesien, Bergenien - etwas weiter weg -
Aronstab,,Waldsteinia,Gedenkgemein,Helleborus,
Salomonsiegel,Schattengrün,Hostas,Efeu(lästig),Digitalis,Frühjarsblüher -Buschwindröschen,Corydalis,Wiltulpen,Märzenbecher usw.
Sträucher:Mahonia,Rhodos,Kalmia,Eiben,Waldgeißbart, usw.

LG Falk
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 13:05:31
und ein Versuch seit diesem Jahr - auf der Südseite Cl. Princess Diana +
Kletterhortensie(8Jahre alt) am einer Eiche - die vom Bild oben.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: oile am 13. Dezember 2007, 13:05:43
Schön sieht das aus! Bei meinem sandigen Boden, wäre es aber für solch eine üppige Unterpflanzung wahrscheinlich zu trocken.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 13:08:41
Mein Garten war vor 80Jahren eine Kiesgrube- Jetzt Baumbestand - geradegezählt
8 Eichen, 1 Ahorn ::), Kiefern und Robinien, fließender Übergang
in den Wald.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 13:39:20
 ;)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 13:41:33
und ein Bild vom Nov.
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Pinguin am 13. Dezember 2007, 14:02:35
richtig toll sieht das aus, Falk! :D
wunderschöne Bilder - wenn DAS keine Werbung für Bäume im Garten ist, dann weiss ich auch nicht 8)
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lenchen am 13. Dezember 2007, 14:52:01
Ja wirklich, absolut schön! An eine Kletterhortensie habe ich auch schon gedacht...

Allerdings sieht es gerade auf dem Novemberbild so aus, als hättest du dein Grundstück eher parkähnlich angelegt, ich vermute es ist etwas größer? ;)

Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: *Falk* am 13. Dezember 2007, 15:04:17
 ;) eher lichter Wald. ;D
Lenchen die Erde würde ich garnicht abtragen.Wenn du denkst
der ph-Wert stimmt nicht, hau einfach Gartenkalk drauf und
kauf ein paar qm Mulchmaterial und bring es um die Bäume.
Ich habe immer eine LKW-Ladung (3-4qm) genommen und
bei der Bestellung gleich das älteste Mat. aus der hintesten Ecke
verlangt.Frischer Holzschnitt ist nicht so günstig. Nebenbei kamen
so schon 2x Nashornkäfer in den Garten. Das Material liegenlassen,
Stickstoffdünger drauf und je nach Fortgang der Zersetzung bepflanzen.
Es gibt viele schon Schattenpflanzen, viele sind völlig unkompliziert.
LG falk
Titel: Re:Bäume in Wohngebieten?
Beitrag von: Lenchen am 13. Dezember 2007, 15:22:34

Nee, das kann so leider nicht bleiben, der neue Zaun wurde der Höhe des Gehweges angepasst. Direkt hinter dem Zaun ist jetzt eine "Stufe" mit 25cm Höhenunterschied, das sieht ziemlich bescheiden aus. Die ganze Fläche dahinter ist auch total uneben, ein richtiges Stolpergebiet. Und mit Mulchmaterial könnte ich zwar ausgleichen, würde das Bodenniveau über die Zeit aber nur noch weiter erhöhen.
Wir haben leider nur 750 m² Grundstücksgröße, und da ist das Haus nicht mal abgezogen, da zählt jede Ecke. ;) Wild romantisch soll es mal werden, aber trotzdem mit System, ein schwieriges Unterfangen (in Gedanken habe ich den Garten schon mindestens 3x anders gestaltet). Wie gerne hätte ich z. B. eine Streuobstwiese ;D