garten-pur

Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Resi am 12. Dezember 2007, 16:11:04

Titel: Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Resi am 12. Dezember 2007, 16:11:04
Hallo!
ich bin neu hier und habe schon über die Suchfunktion gestöbert. Nun möchte ich aber meine Frage nochmal direkt einstellen.

Folgendes Problem:

Wir haben im Sommer ein Haus gekauft, 900m² Grundstück
Zur Südseite befinden sich Küche und Wohnzimmer, beides mit Terrassentüren. Ich mag die Helligkeit von Süden und den Blick in den Garten. Bis vor wenigen Tagen bedeutete dies auch den Blick ins Grüne. Nun haben die Nachbarn, Grunstück hinter uns die Idee gehabt unbedingt drei ca 4-5m hohe "Tannenbäume" (sorry kenne mich mit Namen garnicht aus!) abzuholzen. Jetzt habe ich freien Blick bei denen in die Küche. SUPER!
Ich möchte nun dringend diese Lücke wieder schließen. Zu beachten ist, dass unser Haus höher steht als das andere. Es besteht an der Grundstücksgrenze bereits ein ca 2m hoher Holzzaun, die Sicht ist vom Haus aus trotzdem frei, vom Garten aus nicht.
Kurz gefasst, eine Lücke von ca. 3m Breite, Südseite, feuchter Boden, vor einem 2m hohen Holzzaun muss geschlossen werden.
Laub, Früchte ect. bereiten mir keine Probleme. Es sollte nur nichts giftiges (Kinder) sein.

Vielen Dank schon mal!
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Re-Mark am 12. Dezember 2007, 16:57:35
Kurz gefasst, eine Lücke von ca. 3m Breite, Südseite, feuchter Boden, vor einem 2m hohen Holzzaun muss geschlossen werden.
Laub, Früchte ect. bereiten mir keine Probleme. Es sollte nur nichts giftiges (Kinder) sein.

Wie hoch muss es also werden, 3m?
Einer meiner Lieblingstipps: Bambus, z.B. Fargesia nitida. Vorteile: auch im Winter nicht kahl, Höhenwachstum begrenzt (man ist also niemals gezwungen, oben etwas abzuschneiden), bei entsprechender Dicke absolut dicht, trotzdem keine 'Mauerwirkung', weil locker überhängend. Leicht feuchter Boden dürfte sehr vorteilhaft sein.
Pflegeaufwand: alle paar Jahre wird man rundum etwas abstechen müssen, weil der Horst immer breiter wird. Das ist richtig harte Arbeit, aber dafür fällt der jährliche klassische Heckenschnitt weg.

Je nachdem wie feucht "feucht" ist, wie breit das ganze werden darf, ob es im Winter die Blätter verlieren darf etc. hast du fast freie Auswahl unter allen möglichen Gehölzen. Für Empfehlungen müsstest du also vielleicht noch ein paar Wünsche/Anforderungen/Randbedingungen nennen.
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Eva am 12. Dezember 2007, 17:09:00
Je nach Boden ist Bambus aber u.U ein rechter Wucherer und sollte von vorne herein eine Wurzelsperre kriegen?

Ist es dort sonnig genug für eine Kolkwitzie? Oder vielleicht einen immergrünen Schneeball, falls der Platz auch im Winter grün bleiben soll?

Haselnuss (auch die rotlaubigen haben leckere Früchte)?
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Re-Mark am 12. Dezember 2007, 17:28:27
Je nach Boden ist Bambus aber u.U ein rechter Wucherer und sollte von vorne herein eine Wurzelsperre kriegen?

Wurzelsperre macht man normalerweise bei hainbildenen Bambussen (z.B. Phyllostachys), nicht bei horstbildenden wie Fargesia.

Zitat
Ist es dort sonnig genug für eine Kolkwitzie? Oder vielleicht einen immergrünen Schneeball, falls der Platz auch im Winter grün bleiben soll?

Sind diese Sträucher auch in einer Höhe zwischen 2 m und 3,5 m noch ein dichter Sichtschutz? Meine Eltern haben zwei immergrüne Schneebälle: sind durchaus schmucke Gehölze, allerdings sind mir beim Schneiden der Sträucher die feinen Häarchen, mit denen Blätter und Zweige bedeckt sind, ziemlich unangenehm.

Zitat
Haselnuss (auch die rotlaubigen haben leckere Früchte)?

Die Unterschiede in Geschmack und Knackbarkeit veschiedener Haselnusssorten sind groß, man sollte also nicht 'irgendetwas' nehmen. Falls es nicht auf die Nüsse ankommt, könnte man auch Korkenzieherhasel mit in die Auswahl aufnehmen. Wir können nun jedes Jahr einige sehr schöne Äste ernten, zu Weihnachten und zu Ostern, als Schmuck.

Aber wie gesagt: ohne weitere Randbedingungen könnten wir jetzt praktisch das komplette Gehölzspektrum durchgehen.
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Cryptomeria am 12. Dezember 2007, 18:05:13
Will man sehr schnell alles immergrün blickdicht haben , pflanzt man Leyland-Hybrid-Zypressen ( Cupressocyparis x leylandii). Die werden allerdings etwas höher, lassen sich allerdings beliebig schneiden. Da vorher Fichten oder Tannen standen, scheint noch oben der Platz unbegrenzt.

Ein gutes Händchen bei der Wahl wünscht

Wolfgang
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Paulownia am 12. Dezember 2007, 18:26:24
Wenn Du bei einem 2m hohen Sichtschutzzaun vom Haus freie Sicht hast, finde ich einen 3m hohen Strauch zu klein. Er wird Dir nicht den nötigen Effekt bringen, noch dazu wo das Haus höher liegt.

Meine Meinung, mindestens 4 Meter. Ich sehe es auch wie Wolfgang, der Platz für was Größeres wäre wohl vorhanden und mit der Cupressoparis hättest Du es wirklich schnell dicht. Da sie von der Wuchsform unterschiedlich ausfallen, würde ich für Einzelstellung eine buschige Pflanze nehmen.
Ansonsten könntest Du auch einen Hochstamm wählen. Prunus, Acer und dergleichen. Durch Deinen Sichtschutzzaun brauchst Du es ja nicht unbedingt von unten begrünt.
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: bristlecone am 12. Dezember 2007, 18:31:20
Will man sehr schnell alles immergrün blickdicht haben , pflanzt man Leyland-Hybrid-Zypressen ( Cupressocyparis x leylandii). Die werden allerdings etwas höher, lassen sich allerdings beliebig schneiden.

Etwas höher ist gut: Ungeschnitten dürften sie etwa 25 m erreichen!
Schneiden kannst Du sie, dann musst Du das allerdings regelmäßig tun, sonst wachsen sie in die Höhe und die Breite und sind dann bei einem späteren Schnitt unten kahl.

Dann lieber Kirschlorbeer (nicht gerade meine Lieblingspflanze) in Form einer stärker wachsende Sorte, der ist ebenfalls immergrün und kann bei Bedarf beliebig zurückgeschnitten werden.
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: freiburgbalkon am 12. Dezember 2007, 23:15:31
ich wohne in einem relativ neuen Stadtviertel, die Bebauung ist z.T. sehr dicht. Hier gibt es viel Kirschlorbeer in allen möglichen Höhen, von 80 cm bis 5 m alles vertreten. Aber es gibt noch mehr Bambus, auch da gibt es ziemliche Unterschiede in der Höhe und Farbe: saftig grün bis bräunlich unschön (ich glaube, das sind vor allem die in Kübeln). Alles in allem scheinen die diese beiden Pflanzenarten sehr geeignet und unkompliziert zu sein.
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Cryptomeria am 13. Dezember 2007, 18:31:39
Beim Bambus sollte man bedenken, dass der horstartig wachsende durchaus erschwinglich ist, bis er aber vom Haus aus zu sehen ist, muss er schon 2 m hoch sein und dann soll er darüber erst Sichtschutz gewähren. Das dauert.
Der ausläufertreibende ( z.B. Phylostachys) wächst sehr viel schneller, wird auch viel höher ( je nach Boden 4/6/8 m) ist aber immer noch ( unverschämt) teuer und geht nur mit Wurzelsperre und diese muss sehr sorgfältig verlegt werden. Schön ist er, aber er kann zur gewaltigen Plage ausufern.
Es gibt schnellere und billigere Lösungen.

Wolfgang
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Pinguin am 14. Dezember 2007, 08:15:35
ich könnte mir dort eine Korea-Tanne (Abies koreana) sehr gut vorstellen, das ist die mit den aufregend schönen, blauen Zapfen, allerdings wachsen die Bäume recht langsam ...
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Susanne am 14. Dezember 2007, 08:25:23


Dann doch eher eine Colorado-Tanne. Die ist ruckzuck groß, hat herrlich duftende (Zitrone-Vanille!), weiche hellblaue Nadeln und sieht besonders toll aus, wenn man zu gegebener Zeit eine Wisteria dazupflanzt.

Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Re-Mark am 14. Dezember 2007, 11:08:42
Beim Bambus sollte man bedenken, dass der horstartig wachsende durchaus erschwinglich ist, bis er aber vom Haus aus zu sehen ist, muss er schon 2 m hoch sein und dann soll er darüber erst Sichtschutz gewähren. Das dauert.

Unser Fargesia nitida dürfte 3,0 - 3,5 m hoch sein. Es stimmt, nach dem verpflanzen kann es vorkommen, dass er ein Jahr lang schmollt, und bis er wieder so richtig loslegt können zwei bis drei Jahre vergehen. Aber die OP hat etwas von 'feuchtem Boden' geschrieben - wenn es nicht zu feucht ist, dann ist das ein Extra-Bonus für den Bambus, da wird es bis zu einem effektiven Sichtschutz weniger lange dauern als bei Nadelgehölzen.

Guter Bambus ist teuer, das stimmt (und man muss aufpassen, sich nicht irgendwelchen Mist aus Zellkulturen andrehen zu lassen, der nach zwei Jahren schon wieder blüht und eingeht). Am besten ist es, wenn man von einem anderen Gärtner einige Stücke abbekommt. Wenn unsere Bambushecke nicht dummerweise jetzt blühen würde, dann hätte ich genug Pflanzen für eine ganze Hecke abzugeben... Dummerweise ist F. nitida jetzt "dran", unserer hat dieses Jahr begonnen und wird nächstes Jahr in Vollblüte kommen und 2009 hin sein. Aber wenn man eine 'neue' Sorte besorgt, dann sollte man die nächsten hundert Jahre Ruhe haben.

Zitat
Der ausläufertreibende ( z.B. Phylostachys) wächst sehr viel schneller, wird auch viel höher ( je nach Boden 4/6/8 m) ist aber immer noch ( unverschämt) teuer und geht nur mit Wurzelsperre und diese muss sehr sorgfältig verlegt werden.

Je nach Boden, je nach Klima und je nach Art, denn es gibt dutzende verschiedene Phyllostachysarten und noch mehr -sorten. Mit Phyllostachys habe ich noch nicht so lange Erfahrung, aber nach dem was ich bisher sehe wäre er als Sichtschutz eher langsamer als eine passende Fargesiaart, weil der Halmabstand sehr viel größer ist. Hainbildend eben.


Zu den Tannenvorschlägen: Wenn man den Platz hat kann eine oder mehrere Tannen recht schön sein, vor allem, wenn man eine der 'nobleren' Arten nimmt. Allerdings ist eine Tanne kaum höhenbegrenzt, und oben abschneiden sollte man besser bleiben lassen. Die Frage ist also, ob man selber und die Nachbarn auch mit einem zehn bis zwanzig Meter hohen Baum dort leben will. Wenn der an der eignen Südgrenze steht, dann macht man zwar dem Nachbarn keinen Schatten, aber sich selber. Und man sollte auch größere Stürme mit einkalkulieren.

Grüße,
Robert
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: macrantha am 14. Dezember 2007, 11:12:16
Hallo Resi

Bevor man etwas richtig großes dorthinpflanzt, würde ich ein unverfängliches Gespräch mit den Nachbarn suchen.
Denn die haben wohl nicht ohne Grund ihre Fichten abgesäbelt - vermutlich mussten sie die letzten Jahre(Jahrzehnte) im Schatten leben.
Selbst wenn Du die 2m Abstand zum Nachbargrund einhältst, ist es für diese natürlich nicht toll, wieder eine Tanne vor die Nase zu bekommen. Ich an deren Stelle würde mich "bedanken" ::) .

Denk vorher mal darüber nach, nicht dass ihr für die nächsten Jahre einen Nachbarschaftsstreit an der Backe habt.
Vielleicht etwas transparenteres?
Den Holzzaun im 2m-Abstand mit stabilen Pfosten verlängern und entweder mit Latten verbinden oder Metallhohlprofile durch die Pfosten schieben. An diesem Spalier dann raschwachsende Kletterpflanzen wie Blauregen oder Kiwi.

LG
macrantha

da war Robert mit dem gleichen Gedanken schneller ...
[size=1/2]Hey - moment - Du hast auch geändert ... warst also gar nicht schneller :o :-X[/size]
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Pinguin am 14. Dezember 2007, 11:25:13
erstmal mit den Nachbarn zu reden, ist bestimmt 'ne gute Idee!
vielleicht sind sie ja auch überrascht über den neuen Einblick in Euer Haus / Euren Garten (und andersrum) und wünschen sich auch wieder etwas mehr "Deckung", dann könnt Ihr gemeinsam nach einer Lösung suchen, mit der dann beide Parteien zufrieden sind
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Resi am 15. Dezember 2007, 20:11:12
Vielen Dank für eure vielen Ideen!

Habe ein Bild angehängt, dann wird mein Wunsch vielleicht etwas klarer! (Bild ist natürlich etwas verfremdet, zu Schutze der Nachbarn.)
Von meinem Haus aus, ist hinter dem Zaun Süden, so dass ich den Zaun-Schatten habe und sich für den Nachbarn keine Probleme auftun. Dieser hat seinen Garten auch hinter dem Haus, auch nach Süden.
Ich würde gerne, meine Reihe Lebensbäume (links auf dem Bild) etwas auflockern. Die Idee mit dem Bambus finde ich schon recht super!
Meine Beschreibung "feuchter Boden" erklärt sich daraus, dass in der Nähe ein Überschwemmungsgebiet und der Garten auf gleicher Höhe liegt.
Wie auf dem Bild zu sehen, hatte der Vorbesitzer dort ein Sitzplatz. Ich habe dort den Steinboden entfernt und eine Neubepflanzung würde sich gut machen.
Generell habe ich natürlich nichts dagegen, wenn sich der Sichtschutz, dass GRÜN wieder schnell aufbaut!
Es muß auch nicht zu hoch weden, wegen meiner Sonneneinstrahlung! So 4-5m wären schon genug.
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Cryptomeria am 15. Dezember 2007, 20:48:46
Wenn ich das richtig sehe , brauchst du doch mehr etwas Schmales , sonst verlierst du zu viel Platz. Horstbildender Bambus, der billiger und nicht so aggressiv ist wie ausläufertreibender würde mir da auch ganz gut gefallen. Lorbeerkirsche wäre mir zu breit.Schmale Nadelbäume zu einfallslos und im Alter zu hoch. Eibe ginge auch, geschnitten, aber dann evtl. gelbe, da grüne, normale wieder zu duster.

Wahrscheinlich würde ich Bambus wählen.Allerdings könnte ich besser beurteilen, wenn ich den Garten in natura vor mir hätte. Ein Ausschnittfoto bleibt immer unbefriedigender Ersatz.Aber natürlich besser als ohne.

Wolfgang
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Susanne am 15. Dezember 2007, 22:36:46


Auch der schmalste, horstbildende Bambus bildet einen Horst mit 7-9 m Durchmesser. So was kann man ja abmessen...

Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Cryptomeria am 16. Dezember 2007, 11:04:29
Na ja, Susanne - nach wie vielen Jahren ?

dann schneidet man ihn oder mäht ihn ab. Oder macht doch eine Begrenzung im Boden.
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Susanne am 16. Dezember 2007, 11:23:00


Kommt auf die örtlichen Gegebenheiten an, eine Faustformel für die Wachstumsgeschwindigkeit gibt es nicht. Wohl aber genügend Berichte entnervter Gärtner, die sich nie wieder einen Bambus in den Garten holen würden.
Ich habe nichts gegen Bambus, in chinesischen Wäldern sieht er toll aus, aber ich finde die Kombination Thuja mit Bambus in einem kleinen Hausgarten schon von der Gestaltung her grausig, von den diversen Nachteilen einer Bambuspflanzung ganz abgesehen... ist natürlich Geschmackssache. :-X

Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Cryptomeria am 16. Dezember 2007, 18:21:06
Nein, da hast du völlig recht. Nur ich habe keinen Thuja gesehen. Thuja und Bambus passt nicht.
Will man den Wurzelproblemen aus dem Weg gehen, kann man , wie oben schon angedeutet, eine Eibenhecke pflanzen, sie wächst gut im Schatten, auch unter anderen Bäumen, lässt sich gut schneiden. In dunklen Ecken nimmt man eine gelbnadlige. Allerdings sind die noch vorhandenen Fichten Flachwurzler und nehmen das Oberflächenwasser weg.
Das sind aber nur Vorschläge für ganzjährig grün, eine schön blühende Sommerhecke aus versch. Sträuchern ist natürlich auch schön. Oder an den Zaun Efeu, Clematis, Kletterrosen oder einjährige Schlinger. Alles machbar.

Wolfgang
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Susanne am 16. Dezember 2007, 18:47:55
Resi hatte geschrieben:
Zitat
Ich würde gerne, meine Reihe Lebensbäume (links auf dem Bild) etwas auflockern.

Aber ob nun Thuja oder Fichten - beide sehen zusammen mit Bambus ziemlich daneben aus, finde ich.

Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Re-Mark am 20. Dezember 2007, 11:15:22
Auch der schmalste, horstbildende Bambus bildet einen Horst mit 7-9 m Durchmesser. So was kann man ja abmessen...

Diese Aussage ist in höchstem Maße unsachlich! Ja, klar, Bambus ist ein Gras, und er wächst langsam aber stetig in die Breite. Wenn er genug Platz hat und der Boden sowie das Klima passen, dann würde er irgendwann auch 9 m Durchmesser erreichen, das mag sein. Er würde dann auch sogar noch weiter wachsen. (Warum hast du nicht gleich "20 m" geschrieben, wenn du schon Schauergeschichten erzählen willst?)
Ich kenne "unseren" Bambus jetzt seit ca. 25 Jahren. Ok, auf dem ursprünglichen Platz steht nix mehr davon (dort verläuft nämlich jetzt ein Radweg), aber auch in den Gärten, in die er verteilt wurde, steht er z.T. schon bald zwanzig Jahre. Man sollte ihn halt hin und wieder abstechen, aber das schrieb ich ja bereits. An einem Platz wo er nicht abgestochen wurde hat er aber auch nach über zehn Jahren noch unter 3 m Durchmesser. (Zugegebenermaßen ist der Boden dort allerdings nicht feucht.)

Zitat
Aber ob nun Thuja oder Fichten - beide sehen zusammen mit Bambus ziemlich daneben aus, finde ich.

Über persönlichen Geschmack lässt sich schlecht streiten. Aber ich möchte einwerfen, dass ein Holzzaun wie der gezeigte auch nicht gerade "im natürlichen Umfeld" von Thuja oder von Fichten zu finden ist. Ich finde, zuviele Leute werfen "kommt aus verschiedenen Kulturkreisen" und "sieht nicht gut aus" zu einfach in einen Topf.



Garten mit Bambus




Thuja, Bambus und Catalpa




Bambushecke mit Strandkorb




Kleiner Innenhof mit Bamubs, Wildem Wein




Bambushecke mit Schlingpflanzendschungel



Beschreibungen zu den Bildern habe ich in der Galerie vorgenommen. Wenn man mit dem Mauszeiger über einem Bild verweilt, wird die Beschreibung angezeigt. Kann durchaus sein, dass ich in den nächsten Tagen noch kleine Änderungen vornehme.

Die ersten drei Bilder zeigen die gleiche Stelle, die anderen beiden stammen von anderen Orten.

Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Cryptomeria am 20. Dezember 2007, 15:02:24
Ich möchte hier ausdrücklich Re- Mark unterstützen , was den Bambus angeht. Das habe ich etwas kürzer versucht, auch oben auszudrücken. Und das andere: Geschmäcker sind verschieden. Mir gefällt Bambus gut und ich finde Bambus passt ( fast) überall. Die Wurzelprobleme sind eine andere Sache. Hängen aber auch sehr stark vom Klima, Boden, Feuchtigkeit usw. ab.Ich habe sogar Ausläuferbilden ( Ph. aur. f. spectabilis), der sich auf extrem trockenem Standort wie horstartig wachsender verhält.

Viele Grüße

wolfgang
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Susanne am 20. Dezember 2007, 17:03:26
Auch der schmalste, horstbildende Bambus bildet einen Horst mit 7-9 m Durchmesser. So was kann man ja abmessen...

Diese Aussage ist in höchstem Maße unsachlich! Ja, klar, Bambus ist ein Gras, und er wächst langsam aber stetig in die Breite. Wenn er genug Platz hat und der Boden sowie das Klima passen, dann würde er irgendwann auch 9 m Durchmesser erreichen, das mag sein. Er würde dann auch sogar noch weiter wachsen. (Warum hast du nicht gleich "20 m" geschrieben, wenn du schon Schauergeschichten erzählen willst?)

Das von mir angegebene Maß stützt sich auf einen, vor einigen Jahre in der "Gartenpraxis" erschienenen Bericht über Bambus. Darin waren diverse horstbildende Bambus mit entsprechenden Maßen verzeichnet.
Wenn diese Maße nicht stimmen sollten, darfst du den Vorwurf der Unsachlichkeit an die Gartenpraxis weiterreichen.
Ansonsten nehme ich an, daß du dich lediglich "in höchstem Maße" im Ton vergriffen hast, wenn du unterstellst, ich wolle Schauergeschichten erzählen.

Zitat
Man sollte ihn halt hin und wieder abstechen...

Was das Abstechen angeht, frage doch mal Bea danach.


Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: tomir am 20. Dezember 2007, 17:12:19
Ich habe sogar Ausläuferbilden ( Ph. aur. f. spectabilis), der sich auf extrem trockenem Standort wie horstartig wachsender verhält.

Keine Sorge - der wird sich schon noch berappeln... ;) 8)
Titel: Re:Sichtschutz, große Pflanzen
Beitrag von: Cryptomeria am 20. Dezember 2007, 18:14:40
Hallo tormir,

er sitzt seit 1993 und hat einen Wurzelumfang von 30 cm. An dieser Stelle tut sich nichts mehr. Bei auslauferbildenden etwas abzustechen ist mühsam, geht aber noch, wenn man den Boden anfeuchtet. Bei horstbildenden geht manchmal mit Spaten nichts mehr, wenn man z.B. 20 Jahre gewartet hat. Wir haben letzten Jahr Horste in der entsprechenden Größe entfernt, indem wir gut gewässert haben , dann eine Eisenkette um die Halme und dann mit dem Traktor langsam herausgezogen. Mit Hand ist da nichts mehr zu machen gewesen. Aber, wie gesagt , wenn man 20 Jahre und noch länger wartet. Sticht man alle paar Jahre ab oder schneidet oder mäht, hat man den horstbildenden nach meiner Erfahrung lange Jahre gut im Griff.
Aber noch mal: In der Nähe von Häusern,künstlichen Teichanlagen, Hausisolierungen, Dränagen, gepflasterten bzw. geteerten Wegen kein ausläuferbildender Bambus ( ohne handelsübliche Sperre oder in Bitumen-, Betonfass usw.)

Wolfgang