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Pflanzenwelt => Pflanzenvermehrung => Thema gestartet von: knorbs am 21. Dezember 2007, 14:22:01

Titel: Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 21. Dezember 2007, 14:22:01
am 11.12. hatte ich codonopsis grey-wilsonii ausgesät. oberflächliche aussaat ohne überdeckung auf neudohum pflanzerde mit mykorrhiza-pilzen. töpfe in plastiktüte am fenster ohne direkte sonneneinstrahlung im warmen zimmer aufgestellt (am fensterbrett ~18°C). die keimen innerhalb einer woche wie kresse ;D. allerdings hab ich jetzt ein kleines problem. die sämlinge werden im warmen zimmer zu lang + drohen umzufallen. hab die töpfe jetzt bei offener plastiktüte in eine kühleres zimmer gestellt (~14-15°C).

ob ich die töpfe auch ins kalte, frostfreie gewächshaus stellen kann/sollte, damit sie nur noch ganz langsam wachsen? sie stünden dann auch heller. was meint ihr? violatricolor...du hattest letztes jahr doch welche ausgesät. wie sind deine erfahrungen?
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: wallu am 21. Dezember 2007, 15:33:24
Ich hatte auch einmal angebliche Kaltkeimer im Januar gesät (übliche Methode: 2 Wochen warm, dann 4-6 Wochen kalt, dann wieder wärmer), die ganz unerwartet sofort, noch vor der Kältebehandlung aufgelaufen sind. Ich habe sie dann ohne Tüte bei 10-12°C (ungeheiztes, voll verglastes Treppenhaus) bis zum Frühling hingepäppelt, und sie sind noch ganz vernünftig geworden, ohne allzu "gakelig" zu werden oder Pilzbefall zu bekommen. Sie sind einfach 2-3 Monate kaum gewachsen.
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 21. Dezember 2007, 15:55:25
hm...bei den momentanen frostigen außentemperaturen hat's im gewächshaus nachts ~1°, tagsüber bei sonne ~8°. ich denke ich lasse sie noch ein bisschen wachsen im kühlen zimmer, bis sie die keimblätter entfaltet haben + stell sie dann ins gewächshaus. ::)
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 23. Dezember 2007, 12:04:55
Hallo Knorbs!

Gern will ich mich erinnern, wie ich das gemacht hatte. Aber schon jetzt kann ich Dir sagen, dass ich meine ganze Serie von Codonopsis, zusammen mit allen anderen Samen (Fritillarias, Meconopsis .... ich muss erst noch gucken) in die Saat-Alveolen aus Platzmangel gesät habe.
Ich schreib's gleich 'mal auf und melde mich wieder.

Bis später.
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 23. Dezember 2007, 14:11:08
So, nun habe ich nachgesehen - willst Du's genau??
Ich mache sie kalt! ;D

Gleich nach Erhalt der Samen hatte ich sie gesät. Das war am 19-1-07. Da es viele Sorten waren, wählte ich eine Platte Alveolen. Mein Saatmix besteht aus je 1/3 gekaufte Saaterde, Torf und Sand sowie Vermiculite. In diese Platte kamen 10 Sorten Codonopsis, dann einige Meconopsis, Fritillaria und Primulas.
Samen werden gesät, sehr feine nur leicht angedrückt, grössere ein wenig mit diesem Saatgemisch bedeckt.
Damit die Platte transportfähig ist und Feuchtigkeit nicht so leicht austrocknet, nahm ich eine Gemüsekiste aus Plastik (vom Markt), legte sie mit einem leeren, umgekehrten Saaterdesack aus, so dass die schwarze Seite die Wärme speichern kann. Darauf kam eine ca. 3 cm Schicht ungemischte Saaterde, und darauf diese Saatplatte.
Alles stand dann auf einer Holzkiste auf dem Balkon, wo die Saat den Witterungseinflüssen, oder vielmehr den Temperaturen (Winter!) ausgesetzt wurden. Sie blieb konsequent im Schatten.
Tiefsttemperatur war -10°C, 8 Tage nacheinander im Januar. Anfang Februar wurden es zwischen -4° und +3-5° C.

Leider habe ich es versäumt, das Datum des Keimaufgehens zu notieren. Aber sie sind gut aufgegangen. Die Codonopsis grey-wilsonii ein wenig zögernd, aber doch.

So, das wär's dann, ich hoffe, Du kannst etwas damit anfangen.

LG und Frohes Fest
Violatricolor
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 27. Dezember 2007, 14:25:19
...ich hoffe, Du kannst etwas damit anfangen.

ja und nein ;D ;) . zumindest weiß ich jetzt, dass codonopsis auch stratfiziert werden kann. keimt also immer bei wärme, ob mit oder ohne vorherige stratifikation.

mir gings aber um die schon aufgelaufenen sämlinge. das saatgut von gardensnorth war sehr gut. so wie's aussieht kann man wohl von 100%-igen keimergebnis sprechen. ich hab die töpfe jetzt kühler stehen + den ziplock-beutel geöffnet. die keimblättchen entfalten sich langsam. wenn das weitgehend abgeschlossen ist, werde ich sie wohl ins kalte gewächshaus stellen.
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 27. Dezember 2007, 15:45:28
Zitat von: knorbs l
mir gings aber um die schon aufgelaufenen sämlinge.
[quote

Natürlich! aber da ich meine eben nicht im Zimmer gesät hatte sondern gleich in freier Natur, so lief bei mir alles "normal", ich brauchte sozusagen nichts zu machen, als nur auf die aufgegangene Saat zu sehen und sie emsig zu zählen ... ;D

Da ich sie dieses Jahr wieder säen werde, können wir ja unsere Erfahrungen weiter austauschen.

LG
Violatricolor
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 27. Dezember 2007, 17:18:24
wie ging's dann weiter mit deinen sämlingen?

diese codonopsis ist ja ein schlinger. entwickelt sich aus den beiden keimblättern heraus ein fädiger stängel? dann müsste man ja rechtzeitig pikieren, sonst verwurschteln sich die sämling ja untrennbar ineinander.

produziert die wurzel ein speicherorgan (rübe, knolle, etc.)?
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 27. Dezember 2007, 18:46:45
Ich hab's Dir doch per PN geschrieben, dass ich in diesem Jahr leider nicht zum Pikieren kam. So blieben sie klein und wuchsen nicht, blieben aber an Ort und Stelle, bis zur Winterruhe. Ich muss erst abwarten, ob sie im kommenden Frühjahr sich wenigstens stellenweise wieder zeigen wollen.
Da das ja ungewiss ist, will ich sie eben nochmal erneut säen.
Die Wurzeln habe ich mir nicht angesehen, ich will sie jetzt aber lieber nicht stören.

Ich sag Bescheid, wenn sich was tut. :)

LG
Violatricolor


Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 25. Mai 2008, 19:11:28
kleine zwischenbilanz...die im dezember 2007 ausgesäten + gut gekeimten codonopsis grey-wilsonii sämlinge haben schon lange eingezogen. ich habe die töpfe nun inspiziert + so kleine weiße rübchen gefunden, z.t. noch dünner als die auf dem foto. das dicke ende ist übrigens unten ;D. alles neu gesetzt, abgedeckt, etwas angegossen + halbschattig, regengeschützt im freien aufgestellt. schau mer mal was sich nächstes jahr tut. 8)
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: brennnessel am 25. Mai 2008, 20:13:52
wenn diese art auch bei schnecken so beliebt ist wie C. pilosula, dann schütze sie, so gut du kannst, knorbs! die viecher wissen wohl, dass das eine heilpflanze ist!
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 25. Mai 2008, 22:50:10
Stichwort Schnecken! Ich hatte zur selben Zeit auch Codonopsis lanceolata gesät. die wuchsen ziemlich gut, also pikierte ich sie in 8x8 Töpfe. Und um die Wurzeln zu stärken, pflanzte ich diese Töpfe ungefähr um diese Zeit in die Erde. Nach zwei Stunden war die Oberfläche glatt! Ich dachte, diese Sämlinge schaffen es nicht mehr und sind hin. Aber zu meinem Erstaunen trieben sie in diesem Frühjahr wieder aus, und die Wurzeln sind tatsächlich ziemlich kompakt geworden.
Moral von der Geschicht? nie aufgeben, auch nicht nach Schneckenfrass! 8)

LG
Violatricolor
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 17. Juli 2009, 10:30:03
dann will ich mal diesen bericht zum abschluss bringen...für mich sehr überraschenden abschluss ;D.

nochmal kurz den werdegang der aussaat...dezember 2007 ausgesät im warmen zimmer, schnelle keimung, viele sämlinge mit haarfeinen stängelchen, unmöglich zu pikieren. im mai 2008 hatten die sämlinge eingezogen + den sommer mit weißen speicherrübchen überdauert, im herbst wieder ausgetrieben + topf im kalten gewächshaus überwintert (max. -2°C), blieben grün. so sehen sie heute aus, kaum zuwachs (lag aber vielleicht auch an einer grasgrünen kleinen raupe, die mir alle blätter abgefressen hatte + dann erst bemerkte).

(http://www.nefkom.info/data/Stauden/IMG_5410_eCocdonopsis%20grey-wilsonii_S200712.JPG)
sämlinge 07/2009

soweit so gut...aber...als ich im herbst 2008 ein neues beet bepflanzt hatte, viel mir ein kleiner sämling auf, den ich erst für unkraut hielt, aber dann doch stehen ließ, weil mir einfiel, dass ich einen aristolochia debilis(?)-sämling irgendwo versenkt hatte + den verdacht hatte, das könnte er sein. jedenfalls kletterte der winzling an einem schaschlikstäbchen hoch + als er anstalten machte noch weiter wachsen zu wollen, habe ich eine ca. 2 m hohe bambusstange dazu gesteckt, aber nennenswert weitergewachsen ist der winzling dann doch nicht mehr, mehr war nicht. im frühjahr hatte ich lange nach einem austrieb gesucht, aber nichts entdecken können + das pflänzchen schon abgeschrieben. immerhin hatten wir einen heftigen winter bei bis zu -19°C. eines tages sehe ich in ca. 50 cm höhe an der bambusstange ein blatt + schnell war der schlingende stängel gefunden...ein drahtiges, vielleicht 1-1,5 mm dünnes stängelchen. ich dachte immer noch an eine aristolochia, aber nachdem sich jetzt im sommer die ersten blütenknospen in ca. 2 m höhe gebildet hatten, war klar...keine aristolochia, konnte nur codonopsis grey-wilsonii sein... + so sieht das dann aus:

(http://www.nefkom.info/data/Stauden/IMG_5407_eCocdonopsis%20grey-wilsonii.JPG)
(http://www.nefkom.info/data/Stauden/IMG_5405_eCodonopsis%20grey-wilsonii.JPG)

was mir nicht in den kopf geht, weshalb das winzige rübchen im freien boden so zulegen konnte + die sämlinge im topf trotz düngung fast auf den stand von 2008 verharrten. jedenfalls werde ich heuer im herbst alle in den garten setzen. die winterhärte hat die grey-wilsonii ja eindrucksvoll bewiesen, denn einen laubschutz gab's nicht + tief im boden steckte das rübchen nicht. 8)
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 17. Juli 2009, 10:41:55
Wunderschön!! Hast Du ein Glück!! :D :D Meine haben heute noch diese komischen Topf-Allüren, aber auf ihre Geheimniskrämerei gehe ich nun nicht mehr ein ..... und warte .... 8) 8)

Herzlichen Glückwunsch!!

LG
Violatricolor
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 17. Juli 2009, 10:45:37
Meine haben heute noch diese komischen Topf-Allüren

dann raus damit in den garten im herbst 8)
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 17. Juli 2009, 11:49:07
Meine haben heute noch diese komischen Topf-Allüren

dann raus damit in den garten im herbst 8)

Jawoll! und dann kann ich mir auch gleich einen Etagen-Garten anlegen - drei Stockwerke, ob das reicht..??? ::) 8)
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 17. Juli 2009, 11:59:31
also meine jungpflanze würde heuer so die 2,5 m erreichen, aber bei ~ 2m ist die bambusstange zu ende ;D
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 17. Juli 2009, 13:46:39
Das ist doch wirklich ein schöner Erfolg, zumal sie doch so gesucht ist!
Vielleicht kommt sie mit einer Bohnenstange oder auch Hopfenstange besser klar?? ;D
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 05. Oktober 2009, 13:03:45
meine heuer erstmals blühende codonopsis grey-wilsonii aus der aussaat 12/2007 verdorrte plötzlich während der blüte. ich hoffte, dass nur ein nacktschleimer irgendwo den nur 1-2mm dünnen trieb angeknabbert + keine wühlmaus die rübe gefressen hatte. aus den ersten blüten, die zu dem zeitpunkt schon samenansatz bildeten konnte ich ein paar samenkörnchen ernten.

es ließ mir keine ruhe, ob nicht doch evtl. die rübe von einer wühlmaus gefressen wurde. ich hatte schon mal nachgebuddelt, aber nichts gefunden. heute habe ich nochmal nachgebuddelt und fand unmittelbar unter der oberfläche die längliche speicherrübe. wenn man überlegt wie klein die rübchen aus dem sämlingstopf im mai 2008 waren (~2,5 cm; s. foto), dann ist der zuwachs bei auspflanzung im garten mit jetzt 8 cm doch enorm. die verbliebenen rübchen im topf waren trotz düngung deutlich kleiner, so ca. 3-4 cm (leider nicht fotografiert). im vergleich zu der anzahl aus 2008 sind mir nur 7 stück verblieben. 3 habe ich jetzt auch ausgepflanzt + 3 habe ich in einen großen topf gepflanzt. eine wird hoffentlich nächstes jahr im garten eines bekannten blühen. 8)

die paar samen, die ich doch noch gewinnen konnte, keimen mittlerweile. sie lässt sich demnach definitiv selbsten. der bestand sollte also gesichert sein. da die rübe im garten trotz der geringen substratüberdeckung ungeschützt den letzten winter mit ~ -19°C überstanden hat, lässt annehmen, dass grey-wilsonii im garten zuverlässig winterhart sein sollte.

meine empfehlung...so schnell wie möglich auspflanzen, da sie so am schnellsten zulegen.

hier nochmal der werdegang:

aussaat 11.12.2007, keimung 19.12.2007 (warm), erste blüte eines ausgepflanzten exemplars in 2009, die getopften blühten noch nicht.

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Codonopsis
grey-wilsonii

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Codonopsis
grey-wilsonii

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Codonopsis
grey-wilsonii

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Codonopsis
grey-wilsonii

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Codonopsis
grey-wilsonii

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Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 05. Oktober 2009, 18:57:50
Da Du das Thema anschneidest, füge ich noch hinzu, dass mir Ähnliches mit meiner C. lanceolata blühte. Nun habe ich die Miniwurzeln herausgebuddelt, vielmehr diejenigen, die noch übrig blieben. Ich will sie jetzt in neue Erde setzen, aber - wie ist es da mit der Düngung? Wird Langzeitdünger wie etwa Hornspäne die Wurzeln vorsichtiger behandeln? Oder soll ich ihn ganz weglassen?
Wie würdet Ihr dabei verfahren?
Du schreibst zwar, Norbert,
Zitat
meine empfehlung...so schnell wie möglich auspflanzen, da sie so am schnellsten zulegen.
,
aber jetzt schlafen sie so oder so, ich brauche sie auch im frühen Frühjahr, und es sind keine Sämlinge mehr, sondern gehen schon ins dritte Jahr.

LG
Violatricolor
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 05. Oktober 2009, 19:52:57
in topfkultur verwende ich keine organischen dünger. wäre mir zu gefährlich im bezug auf fäulnis. ich verwende mineralische volldünger, entweder in flüssiger form zum gießwasser oder als blaukorn aufgestreut auf's substrat. habe gelegentlich auch langzeitdünger in form ummantelter kügelchen die mineralischen volldünger enthalten und den dünger durch feine poren über einen längeren zeitraum abgeben. aber guter langzeitdünger wie osmocote gibt's i.d.r. nicht im gartencenter oder pflanzenabt. in baumärkten sondern nur im fachhandel + dieser dünger ist ziemlich teuer + wird nur in größeren gebinden angeboten.

meine empfehlung die rübchen frühzeitig in den garten auszupflanzen resultiert aus dem enormen zuwachs der ausgepflanzten rübe im vergleich zu den im topf weiter kultivierten. im topf habe ich gedüngt, im garten nicht + trotzdem ist die ausgepflanzte mehr als doppelt so groß geworden wie die im topf, obwohl sie aus der gleichen aussaat stammt.
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 05. Oktober 2009, 20:28:26
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! :)
Ja, Deine Erfahrung mit den ausgepflanzten Sämlingen im Vergleich zu denen in Töpfen kultivierten habe ich schon begriffen. Ich schwöre ja auch so darauf!
Aber wieso meinst Du denn, dass Hornspäne Fäulnis bewirkt? Alle schwierigen, beziehungsweise empfindlichen Kandidaten behandele ich eigentlich so und habe Erfolg damit. Bei mineralischen Dünger um diese Jahreszeit und vor allem bei der Ruhepause würde ich eher das totale Vertrocknen der Wurzeln befürchten.

LG
Violatricolor
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: knorbs am 06. Oktober 2009, 00:19:22
hornspäne müssen erst von bakterien/pilzen mineralisiert werden um pflanzenwirksame nährstoffe liefern zu können + sind dann eine fast reine stickstoffquelle. in der ruhezeit brauchen die pflanzen das nicht + aufgrund der kälte finden auch nahezu keine mikrobiologischen umsetzungsprozesse statt. in der zeit dünge ich auch nicht mit mineralischen volldüngern.
Titel: Re:Aussaaterfahrungen mit Codonopsis grey-wilsonii
Beitrag von: Violatricolor am 06. Oktober 2009, 08:43:42
Ja, genau. Und im Fall des jetzigen Umtopfens gibt man also erst im Frühjahr die Düngezugabe? Ich wollte mir diese Arbeit sparen und sage mir, wenn ich jetzt schon diesen natürlichen Dünger hineingebe, dann fängt der Zyklus zusammen mit dem ersten Erwachen der Natur an, und dass in der Ruhepause ja doch nichts passiert.

LG
Violatricolor