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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: bernhard am 08. November 2004, 23:55:07
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Durch eine zufällige Gelegenheit bin ich kürzlich auf den Flügelstyrax gekommen und habe ihm schließlich ein schönes Plätzchen in meinem Garten zugewiesen.
Der Name kommt von ...
pteron = Flügel (gemeint sind damit die geflügelten Früchte)
storax = bezieht sich auf ein Harz, das man aus der Rinde der Storax-Bäume gewinnen kann
Seine Blüten sollen ja (hallo helga) sogar wunderbar duften. Hat zufällig jemand Erfahrung mit dieser in den japanischen Gebirgswäldern und in den chinesischen Provinzen Setschuan und Hupeh heimischen Preziose, oder kann von Exemplaren in BoGa's berichten?
Die Literatur dazu ist verheißungsvoll:
HD Warda in seinem "Großen Buch der ...." wie immer leidenschaftlich und appellierend:
"... Der Flügelstorax ist mit seinen duftigen, lang herabhängenden Blütenrispen eine ganz besondere Erscheinung im Gehölzbereich. Leider geht es ihm wie so vielen anderen Gehölzkostbarkeiten, die in der Jugend noch nicht die "nötige Härte und Durchsetzungskraft" besitzen, sie werden kurzerhand als Weichlinge abgetan. Es ist schrecklich, dass wir mit Pflanzen so wenig Geduld haben. In den Botanischen Gärten und Parkanlagen gehört Pterostyrax zu den am meisten bewunderten Blütengehölzen."
Nicht weniger angetan berichtet Franz Boerner in seinen "Blütengehölzen für ...":
"P. hispida, den japanisch-chinesischen Flügelstorax, kann man während seiner Blüte im Juni nur mit Kopfschütteln betrachten. Ist es denn mölgich, dass zu dieser Zeit zwischen seinem üppigen Laub unzählige Schneeflocken einen Tanz aufführen? Ja, gerade so sehen die in handlangen, herabhängenden Rispen amgeordneten weißen, duftenden Blüten mit ihren vielen, langen Staubfäden aus. ...."
Weiters ist dem Buch zu entnehmen, dass im Karlsruher Stadtgarten, in Frankfurt etc. Flügelstorax (teils mehrere) zu bewundern sind. Früher soll selbst im BoGa Göttingen ein Prachtexemplar gestanden haben, das alle Winter überstand.
ABärtels gibt ihm WHZ 6b (-> bis - 20,5 grad celsius)!
Lt. MDirr verträgt er einiges: Zone 4 soll er vertragen, am wohlsten soll er sich in Zone 5 fühlen. Auch soll er schon - 22 Grad Fahrenheit (= minus 30 Grad Celsius) überstanden haben.
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Bernhard, der Botschafter verkannter Gehölze! :D
Ich habe den Flügelstorax ja zum ersten Mal im Juni letzten Jahres gesehen im Arboretum Poort Bulten.
http://www.garten-pur.de/106//Garten-pur_Portal/Gartenwege/Arboretum_Poort_Bulten
Alleine die Früchte wären schon ein Grund ihn anzupflanzen.
Dass er dann auch noch so schön blüht und auch noch duftet! Unbegreiflich, dass er so vernachlässigt wird.
sie werden kurzerhand als Weichlinge abgetan.
Was sind das nur für Unmenschen!
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Wenn man diese Bücher liest, dann muß man sich diesen Baum kaufen.
So war es auch bei mir, nur leider habe ich noch keinen geeigneten Platz dafür gefunden. Aber er ist noch klein und muß nun einen Winter im Topf aushalten.
LG
Elfriede
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dann würde ich ihn frost schnuppern lassen und in den keller verfrachten. denn die literatur ist sich unisono einig, dass sie in der jugend gerne zurückfrieren. wenn er also noch klein ist, würde ich da eher weniger riskieren. meiner hat ein stammerl bis in ca. 60 cm höhe und verzweigt sich dann schon ganz ansprechend. gesamthöhe ca. 150 - 170 cm (achtung: ich schätze miserabel).
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..... er hat eher unüblich geformte, sehr große blätter, die sich im herbst gelblich färben. das blatt unten mißt über 20 cm länge. jetzt hängen die blätter nur noch an den triebenden.
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Hallo ihr Arboristen,
bei dem letzten Besuch im Staudengarten Weihenstephan im Herbst 07 - danke nochmal den Organistoren der Besichtigung - habe ich zwar durch den dichten Regenvorhang genau die Stauden betrachtet, aber im Augwinkel blieb mir ein strauchiges Gewächs mit interessantem Herbstaspekt hängen und dann hab ich genauer hingeschaut: es war ein Pterostyrax hispida, ca. 3x3 Meter groß und er erfreute mich mit hübschen hängenden, ja Kätzchen?. Jedenfalls war er sehr schön. Und wie zu erwarten, möchte ich ihn gerne in meinen Garten holen. Natürlich nicht den aus Weihenstephan. Nun liest man aber er sei in der Jugend etwas empfindlich. Da ich in derselben Klimazone wie Weihenstephan liege, hab ich aber berechtigte Hoffnung, dass er auch bei mir überleben könnte. Natürlich weiss ich nicht, wie das dortige Exemplar gepäppelt und umsorgt wurde.
Kann mir jemand von Erfahrungen berichten über Winterhärte in der Jugend (Klimazone 6)?
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Ich habe Deine Frage an den bestehenden Thread angehängt.
Hier am Oberrhein (sommerwarm, Winterzone Zone 7b) gedeiht der Strauch gut, gelegentliches Eintrocknen oder Zurückfrieren der Zweigspitzen kommt mal vor, ist aber ohne Bedeutung.
Zur Härte in Zone 6 kann Dir Bernhard sicher mehr sagen.
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oh, vielen Dank bristlecone für deine Hilfe,
ich habe, bevor ich meine Anfrage gestartet hatte, die hiesige Suchfunktion bemüht, aber keine Treffer bekommen, sonst hätt ich mich gleich selbst angehängt. Seltsam seltsam.
Leider sagt Bernhard nicht, oder jedenfalls sehe ich es nicht, ob er ihn denn ausgepflanzt hat? Das wäre natürlich hervorragend, denn dann hätte er bereis drei Winter bei ihm überstanden. Was bei mir einen sofortigen Pflanzreflex auslösen würde. Ich bin mal gespannt.
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In Zentral-Polen (Zone 6A/6B) leidet er vom späten Frost (junge Triebe sind oft geschädigt), desto eine Nekrose ist nicht auszuschließen. In Allgemein macht er aber eine relativ gute Figur.
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gute Figur klingt doch vielversprechend!
Wenn nur einige Frostschäden auftreten, soll mich das nicht abschrecken!
Zentralpolen könnte ähnliche Klimabedingungen haben.
O Grodnick, heißt das, dass zwar einzelne Teile zurückfrieren, dass er aber insgesamt Zuwachs hat? Oder bleibt er immer gleich klein, weil der jährliche Zuwachs erfriert? Muss er geschützt werden oder steht er ohne irgendwelche Maßnahmen da?
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Elfriede, wie geht´s denn deinem Storax mittlerweile? Hat er sich gut entwickelt?
Laut der Katalogbeschreibung von Praskac braucht er ja saure Erde - wie sind denn eure diesbezüglichen Erfahrungen?
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Leider sagt Bernhard nicht, oder jedenfalls sehe ich es nicht, ob er ihn denn ausgepflanzt hat?
doch, sagt er ;) - also claudia: er steht bei mir ausgepflanzt mittlerweile im vierten winter (wenn ich mich nicht verrechnet hab') und zumindest die letzten drei (über den heurigen kann man ja noch kein abschließendes urteil bilden) hat er "mehr oder weniger" unbeschadet überstanden. jedes jahr im juni/juli, wenn alles aus allem lebenden alten holz blätter ausgetrieben oder auch junge, neue triebe entstanden sind, "putze ich ihn aus".
man schneidet dabei die abgestorbenen mittlerweile trockenen äste/ästchen heraus. es ist aber jedenfalls so, dass der neutrieb/zuwachs den verlust - zumindest bei mir - maßgeblich überschreitet! ich würde das ganze lediglich als kosmetisches problem, und dann wohl auch nur im jugendstadium, klassifizieren. ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass ich es notwendig finden werde, bei einem größeren exemplar ästchen herauszuschnipseln. ich denke, dies wird sich auf einzelnes, etwas dickeres totholz beschränken.
im letzten sommer (2007) konnte ich das erste mal blüten bewundern (und mich wie ein schneekönig freuen). ich meine mich an zwei/drei blütenstände erinnern zu können. einer davon war jedenfalls schön groß. auch die samenstände haben sich ausgebildet. fotos habe ich gemacht. zum suchen und fündig werden brauche ich zeit.
zum substrat bei mir: der obere mutterboden ist gute dunkle erde (ehemaliger gemüsegarten). darunter folgt stein/sand, jedenfalls richtung sauer.
einziger nachteil, den ich bisher ausmachen konnte: durch die großen blätter sieht er nach einem hagelschlag halt nimmer ganz frisch aus. aber das ist ja allen großblättrigen gemein!
ach ja: nochwas! er steht bei mir OHNE jegliche gewollte schutzmaßnahme da! seit pflanzung. lediglich schnee vom schneeräumen häuft sich oft neben/unter ihm an, was zumindest für die untern pflanzteile einen schutz darstellt. er würde es, meinem gehölzgefühl nach, aber auch ohne diese zufallseffekt (er steht halt dicht am hof) schaffen.
dieser schnee kann auch nachteile haben: er wird ja beim schaufeln locker aufgeschichtet. bei tauen sackt er dann zusammen, wird schwer. bei großen schneemengen kann das bei jungen pt. hispida exemplaren zu ast- und auch stammbruch führen. das holz - AFAIR - ist mit einem markstrahl ausgestattet und von daher sind jüngere teile nicht besonders bruchresistent.
@ claudia: der pflanzreflex dürfte entgültig ausgelöst sein ... du kannst so richtig loslassen ...(wobei ich da ohnehin keine zweifel hatte ;D )
@ brsitlecone: danke fürs zusammensuchen!
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Elfriede, wie geht´s denn deinem Storax mittlerweile? Hat er sich gut entwickelt?
Laut der Katalogbeschreibung von Praskac braucht er ja saure Erde - wie sind denn eure diesbezüglichen Erfahrungen?
Er sitzt noch immer im gleichen Topf und ist nun über 2m hoch. Auf die Erde hab ich beim Setzen nicht geachtet, ist meine Komposterde vom Garten. Aber es geht ihm sehr gut.
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O Grodnick, heißt das, dass zwar einzelne Teile zurückfrieren, dass er aber insgesamt Zuwachs hat? Oder bleibt er immer gleich klein, weil der jährliche Zuwachs erfriert?
Der Flügelstorax ist eine sehr robuste, kräftige Pflanze, das eventuelle Zurückfrieren stört ihm wenig und auch bei uns in Polen es gibt große Exemplare von diesem kleinen Baum zu bewundern. Es ist kein Winzling :)
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Elfriede, wie geht´s denn deinem Storax mittlerweile? Hat er sich gut entwickelt?
Laut der Katalogbeschreibung von Praskac braucht er ja saure Erde - wie sind denn eure diesbezüglichen Erfahrungen?
Er sitzt noch immer im gleichen Topf und ist nun über 2m hoch. Auf die Erde hab ich beim Setzen nicht geachtet, ist meine Komposterde vom Garten. Aber es geht ihm sehr gut.
Schön! :) Und wenn er nicht wirklich auf saure Erde angewiesen ist ... *überleg* ;)
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... der pflanzreflex dürfte entgültig ausgelöst sein ...
ja bernhard, da könntest Du recht behalten!
Deine Ausführungen klingen recht aufmunternd. Wichtig ist mir, dass die Pflanze auch die ersten Jahre leidlich übersteht um dann später loszulegen. Es fehlt mir nicht an Geduld, aber an Sorgfalt und Hinwendung in der Aufzuchtphase.
bernhard, wenn Deiner schon geblüht hat, dann hat er ja auch schon die wunderbaren Samenstände getragen! Ich halte Dich für einen beneidenswerten Mann.
Von den Standortbedingungen kann ich ihm gerne etwas entgegenkommen, was die Erde betrifft. Aber vielleicht ist er auch da nicht so empfindlich, jedenfalls könnte man elfriedes Erfahrungen so interpretieren.
Der Flügelstorax ist eine sehr robuste, kräftige Pflanze, das eventuelle Zurückfrieren stört ihm wenig und auch bei uns in Polen es gibt große Exemplare von diesem kleinen Baum zu bewundern. Es ist kein Winzling :)
das bestärkt mich noch in meinem Entschluss! Winzlinge kann ich sowieso nicht gebrauchen!
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Bei mir (wie gesagt, Zone 7b) stehen 2 Stück, beides Jungpflanzen.
Ein Exemplar wächst seit 4 Jahren in humusarmem, verdichtetem, kalkhaltigem Boden. Es wächst im Vergleich zu dem anderen sehr langsam, zeigt aber keinerlei Anzeichen von Chlorosen, die bei kalkempfindlichen Pflanzen sonst typischerweise auftreten.
Geblüht haben beide bereits, das kleinere Exemplar aber bisher recht spärlich.
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danke bristlecone, dann ist der Flügelstorax (komischer deutscher Name, findet ihr nicht?) wohl nicht soo sehr auf sauren Boden angewiesen, was mir hier im kalkreichen Voralpenland recht entgegenkommt.
Ach, mir ist noch was eingfallen, was ich fragen wollte:
kann jemand etwas zum Unterschied zwischen Pterostyrax hispida und Pterostyrax corymbosa sagen?
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Der für den Gartenliebhaber wichtigste Unterschied besteht wohl in der Form der Blütenstände.
Am besten schaust Du Dir beide Arten mal auf Fotos an z. B. bei Esveld, hier P. hispida und P. corymbosa. Letztere ist seltener im Handel, sie bei unserem Werbepartner Herrenkamper Gärten erhältlich.
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Da fällt es mir wirklich schwer, zu entscheiden, welcher der schönere ist! Falls beide unter den gleichen Bedingungen gedeihen, ist da ja kaum eine Wahl zu treffen.
Bei den Herrenkamper Gärten hab ich den P. corymbosa im Angebot gesehen. Ehrlich gesagt, bin ich dadurch erst drauf gekommen dass es noch eine Alternative gibt.
Beim Betrachten der Bildern fällt mir auch noch ein, dass ich mich schon seit langem in ein Foto einer Carpinus fangiana verliebt habe. Diese Liebe sollte bei meiner Klimazone aber wohl eher nicht verwirklicht werden. Schade drum, ich finde die akurat gefältelten Blätter und die jadefarbenen hängenden Kätzchen wirklich wunderbar. Glücklich diejenigen, die eine pflanzen können. Aber das wäre jetzt ja schon ein neuer Faden...
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Im boga, haben wir im Sommer 2006 hinter dem weißen Beet einen schon ziemlich stattlichen P. hispida gepflanzt. Es war eine Containerpflanze.
Trotz des milden Winters und der milden Zone 7b hat ungefähr die Hälfte der Krone nicht wieder ausgeschlagen :-\
Ich hoffe, dass er sich erholt und wieder eine schöne Krone bildet.
Hier ein Foto eines Samenstandes dieser Pflanze.
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Allgemein gilt wohl die häufigere P. hispida als die schönere von beiden, tatsächlich haben die langen, hängenden Blütenstände von P. hispida etwas mehr Fernwirkung als die von P. corymbosa. Aber vielleicht pflanzt Du beide? ;D
Zu Carpinus fangiana: Über die Winterhärte in Europa ist bisher wenig bekannt. Für eine genauere Einschätzung, in welche Zone man sie stecken könnte, ist es wohl noch zu früh. Mein Exemplar hat in den 2 Wintern, seit ich es habe, nicht gelitten, das bedeutet nicht viel, ich halte es aber für wahrscheinlich, dass C. fangiana ziemlich hart ist.
Frag mal bei Wilken nach (siehe unten auf der Seite) - und: ich würd's probieren.
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Trotz des milden Winters und der milden Zone 7b hat ungefähr die Hälfte der Krone nicht wieder ausgeschlagen :-\
Ich hoffe, dass er sich erholt und wieder eine schöne Krone bildet.
Hier ein Foto eines Samenstandes dieser Pflanze.
...das klingt natürlich nicht so gut. Könnte das eventuell am Vorleben der Pflanze gelegen haben? Manchmal dauert es ja, bis die Pflanzen sich "eingelebt" haben. Solange sie diese Phase überstehen, hab ich damit kein Problem. Auf dem Foto kommt mir der Samenstand etwas ungeordnet und dünn vor. Sehen die alle so aus?
... ich halte es aber für wahrscheinlich, dass C. fangiana ziemlich hart ist.
Frag mal bei Wilken nach (siehe unten auf der Seite) - und: ich würd's probieren.
sag doch sowas nicht!
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...das klingt natürlich nicht so gut. Könnte das eventuell am Vorleben der Pflanze gelegen haben? Manchmal dauert es ja, bis die Pflanzen sich "eingelebt" haben. Solange sie diese Phase überstehen, hab ich damit kein Problem. Auf dem Foto kommt mir der Samenstand etwas ungeordnet und dünn vor. Sehen die alle so aus?
Die Pflanze kam im Sommer aus der Baumschule, kann sein, dass es am Vorleben lag.
Der Samenstand sieht im Sommer so aus, weil die Samenkapseln noch unreif sind.
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@gartenlady
dann bin ich ja beruhigt!
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wer weiss was ;D
die blüten sollen ja angenehm und recht stark duften - was sind Eure erfahrungen. Und ist er kalk im boden sehr abhold?
lg, brigitte
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Ich habe Deine Frage an den bestehenden Thread zu Pterostyrax gehängt.
Bei mir wächst er gut in kalkhaltigem Boden und zeigt auch keine Chlorose. Dass die Blüten intensiver duften, habe ich aber bisher nicht bemerkt.
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öhem, hüstel, im moment lese ich offenbar sogar im arboretum nicht sorgfältig was an neuen posts kommt....
und danke, für das nochmals beantworten der fragen :-*.
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Lese gerade Eure Fragen zum Pterostyrax hispida. Seit 2004 habe ich diesen wunderschön blühenden Strauch auch, die wuchsform gefällt mir nicht so besonders, könnte ich ihn im Frühjahr etwas in Form bringen (hat sehr lange Äste) oder ist das seine Wuchsform?
Sauren Boden habe ich nicht eher lehmigen Löß.
Hoffentlich übersteht er diesen kalten Winter.
Grüße
Garden ann
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...habe gerade heute meinen Flügelstorax mit etwas Sorge betrachtet. Zur Zeit ist es ja recht frisch draußen. Ich hoffe, er knickt jetzt nicht gleich ein, wenn er bereits in der Jugend so eine Bewährungsprobe überstehen muss. Ob er allerdings einen Schaden genommen hat, kann ich jetzt noch nicht beurteilen.
Wie ihr seht habt ihr meinen Pflanzreflex durch eure Auskünfte und Angaben letztes Frühjahr sicher ausgelöst. Bis jetzt hab ich aber nur einen Pterostyrax hispida gepflanzt. Wie war das nochmal mit dem P. corymbosa?
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So, die Zeit vergeht, die Gehölze wachsen. Oder auch nicht.
Natürlich habe ich nach Eurer Beratung 2009 einen Pterostyrax gepflanzt. Eigentlich sogar zwei. Einen P. hispida und auch einen P. corymbosa. SIe wurden mit Sorgfalt gepflanzt, von mir im Auge behalten. Und dann haben beide den Winter 2009/10 gut überstanden. Meine Sorgfalt ließ wohl etwas nach. SIe entwickelten sich gut. Und dann geschah das Schreckliche: beide verloren die Blätter und lebten ab. Im August. Ich konnte keinen Befall von Schädlingen, einschließlich Wühlmäuse feststellen. Es fehlte nicht an Feuchtigkeit. Es ist mir ein Rätsel.
Nun habe ich beim Blättern in den Büchern wieder Bilder gesehen und ich ringe mit mir, ob ich es nochmal versuchen sollte. Auch ein Exemplar in Weihenstephan ist mir noch in bester Erinnerung. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, oder einen Tipp was ich berücksichtigen müsste? Soll ich nochmal oder nicht?
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Hm - könnte auch ein verspäteter Winterschaden gewesen sein.
So dass es noch zum "Johannistrieb" kam, und dann die Reserven verbraucht waren.
Konntest Du schon die Wurzeln inspizieren?
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...evtl. eine Pilzerkrankung? Wießen die Blätter irgendwelche Besonderheiten auf?
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Hatten die vielleicht einen total verfilzten Wurzelballen, den du beim Pflanzen nicht genügend gelockert hast? Dann können die Pflanzen sehr wohl vertrocknet sein.
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@ wollemia
Also den Wurzelballen habe ich schon gesehen, im letzten Spätsommer. Bei beiden war er zwar nicht überwältigend groß, aber es waren deutliche Triebe zu sehen, allerdings als ich nachgesehen hatte, natürlich auch schon tot. Verfilzt waren sie beide nicht.
@macrantha
Ein verspäteter Winterschaden? Im August? Aber sicher nicht unmöglich. Mit dem Johannistrieb könnte das Absterben zusammengefallen sein, wenn ich mich recht erinnere.
@ Treasure jo
Einen Pilzbefall? Woran würde man den erkennen? Oberflächlich war nichts zu sehen. Pilze fühlen sich nämlich bei mir sehr wohl. Bei den Ahornen kann ich ein Lied davon singen!
Danke für Eure Bemühungen, Ihr seid wirklich klasse!
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Du schreibst, dass der Wurzelballen nicht verfilzt war. Mir fällt da noch eine mögliche Ursache ein, durch die ich noch nach Jahren schon einige wertvolle Gehölze verloren habe: Drehwuchs der Wurzeln durch zu langes Verbleiben im Topf; sie strangulieren sich gegenseitig bis zum Exitus. Leider lässt sich das meist nicht mehr nachträglich korrigieren - die Wurzeln wachsen einfach zirkulär statt radial weiter. Ich nehme seither jeden Strauch und Baum aus dem Topf, bevor ich ihn kaufe.
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hallo raisch,
Drehwuchs war es nicht. Aber ich habe auch schon Gehölze deswegen verloren.
Kannst Du jedes Gehölz aus dem Topf nehmen, bevor Du es kaufst? Ich kaufe praktisch alles über Versand, da kommt das nicht in Frage. Aber bei den Versendern habe ich damit keine Probleme. Das kam eher vor, wenn ich doch mal was im Gartencenter gekauft habe.
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Ja, ich ziehe es am Schopf heraus, schaue mir die Sache an und stecke es wieder zurück. Wenn es erst frisch getopft war, fällt alles auseinander, aber dann war es sowieso Betrugsversuch.
Doch, selbst bei prominenten Versendern wie E...d!
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na raisch, Du machst mir Hoffnung....
Klar kann das bei jedem Versender vorkommen, ich unterstelle mal, es ist keine Absicht.
Ja und wenn Du rausgezogen hast und der Wurzelballen entspricht nicht Deinen strengen Kriterien, schickst Du dann wieder zurück?
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Ich mache ein oder zwei Fotos und schicke eine Mail; meistens genügt das.
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Auf der Suche nach einem schönen Hausbaum (Ersatz für Apfelbaum) bin ich auf diesen Faden gestoßen.
Gibt es inzwischen weitere Erfahrungen zu diesem schönen Baum?
Bristlecone, wie sieht deiner inzwischen aus?
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Ich hab zwei. Einer steht mitten im Rasen und wächst sehr langsam, da der Boden dort hart und undurchlässig ist.
Der zweit steht in besserem Boden, windgeschützt und halbschattig mit Sonne um die Mittagszeit.
Der ist knapp 3 m hoch und 2 m breit. Mehrtriebig, ich schneide immer mal wieder Äste und Zweige raus.
Dieses Exemplar blüht regelmäßig jedes Jahr recht üppig und fällt dann sehr auf. Auch die Fruchtstände haben durchaus eine Zierwirkung.
Herbstfärbung gibts keine.
Auffallend ist, dass das Holz sehr brüchig ist. Es reicht schon, beim Vorbeigehen einen Zweig umzubiegen, schon bricht der ab. Winterschäden gabs noch nie, auch nicht vor zwei Jahren bei -18 °C und knapp drei Wochen Dauerfrost.
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Ich lese gerade in diesem Faden mit Erstaunen, dass unser Pterostyrax am Weißen Beet im Boga schon 8 Jahre steht. Er ist in den ersten 6 Jahren nicht viel gewachsen.
Im Spätherbst 2012 haben wir ihn verpflanzt, irgendwo habe ich im Forum darüber berichtet, es war eine Schlammschlacht im Novemberregen. Es war schwierig ihn aus der Erde zu bekommen, denn wir mussten feststellen, dass er ins Ziegelfundament eines ehemaligen Gewächshauses gepflanzt wurde. Ich hatte große Bedenken, ob er die Prozedur überlebt, aber im letzten Jahr hat er schön geblüht, ich habe nach der Blüte so weit wie möglich alle Samenstände entfernt, damit er keine Kraft in die Samenbildung stecken muss. Trotzdem sah er in diesem Frühjahr erbärmlich aus, viele abgestorbene Äste. Aber hat sich wieder erholt, aus allen Stellen, an denen wir einen abgestorbenen Ast entfernt hatten, trieb er wieder aus. Ich hoffe er erholt sich weiter.
Hier gibt es ein Foto vom Frühjahr nach der Umpflanzungsaktion. Man sieht es ist 7 Jahre nach der Pflanzung immer noch ein Bäumchen, kein Baum.
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ja das ist noch ein bäumchen
was ist das links,das aussieht wie weidenröschen,gibts die auch in weiss,schön
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Ja, das ist weißes Weidenröschen, Epilobium angustifolium ´Album´.
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hab inzwischen tante goo gefragt,danke
die sehn toll aus,muss mir die besorgen,gesehn hab ich sie noch nie und nirgends
machen auch ausläufer wahrscheinlich
flügelstorax hab ich schon versucht stecken,aber wuchsen nicht an