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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Lehm am 14. Januar 2008, 13:59:35

Titel: Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 13:59:35
So eins bildet sich bei mir immer deutlicher heraus: Meine Sammlung von selbst ausgesäten Wildgemüsen wird grösser, einige sind mehrjährig, andere versamen sich selbst. Ein wenig wurde ich von Fleischhauers Büchern motiviert. Zum einen ist es einfach praktisch, die wichtigsten und schmackhaftesten Wildgemüse direkt vor der Türe ernten zu können und nicht immer erst einen Sammelgang in der freien Natur machen zu müssen. Zweitens weiss ich, dass in meinem Garten keine hormonverseuchte Jauche gespritzt wird. Und drittens sind einige Wildgemüse ja in der Natur nicht allzu häufig und wenn da jeder mit Schere oder gar Schäufelchen ausrücken würde...

Zurzeit oder nächstens wachsen in meinem Beet: Hirschhorn-, Spitz und Breitwegerich, Baumspinat, Klette, Brennnessel (genau zwei Pflanzen, wird kontrolliert), Leimkraut, Löwenzahn, Rauke, Feldsalat, Sauerklee, Sauerampfer, grüner Heinrich und einige mehr. Und nein, das ist kein Unkrautbeet, denn da wird natürlich gejätet, was nicht hinpasst, und die vorgesehenen Gemüse werden gepflegt (Sandgaben, Ausdünnen, oder was sonst nötig ist).

Nicht ins Beet kommen selbstverständlich Kulturgemüse wie Tomaten, Auberginen, Kürbis, Kopfsalat, Lauch, Fenchel, usw. Wildfenchel hat Chancen, Bärlauch natürlich ebenso, ihr versteht.

Insgesamt find ich die Idee ganz nett.

Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: caro. am 14. Januar 2008, 14:05:17

Insgesamt find ich die Idee ganz nett.



 ;D

ich auch...

Schade, dass Du keine Bilder einstellst...
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 14:15:41
Das Buch zu lesen ist noch immer besser gewesen als den Film zu sehen. ;D

Ein weiterer Vorteil des Wildgemüsebeetes ist es, dass man gar nicht erst auf dumme Ideen wie Umgraben oder Furchen ziehen kommt. wildgemüse werden entweder direkt gesät oder als Kleinpflanzen in ein Loch versenkt. Eigentlich könnte man es als Gemüsevariante des Wildstaudenbeets bezeichnen.

Seit ich die Bücher von Fleischhauer habe, gehen mir auch die Ideen nicht aus.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 14:15:49
ja, caro, und wenn jemand die bilder fuer ihn einstellt straft er die threads mit seiner missachtung. :'( :'( :'(
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: donaldine am 14. Januar 2008, 14:34:03
ja, caro, und wenn jemand die bilder fuer ihn einstellt straft er die threads mit seiner missachtung. :'( :'( :'(

aber das war doch Gard ??? ::)
Lehm ist kooperativer und bei weitem nicht soo..versnobt ;D
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 14:35:49
Darf ich daran erinnern, dass wir uns hier in einem Fachthread befinden?

Dass Fleischhauers exzellente Bücher über die Gartenpurlinks zu beziehen sind, wisst ihr hoffentlich.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 14:40:05
"jawoll, herr lehm !" (strammstehend vor dem monitor)

wir wollen ja auch nicht, dass uns irgendein gemuesemod zu den gartenmenschen verschieben muss ;D
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 14:41:05
Eben!

Also: wenn jemand sonst noch Wildgemüse in seinem Garten anbaut, bin ich auf wohlgeordnete Rückmeldungen gespannt. 8)
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Arachne am 14. Januar 2008, 14:56:37
Brennesseln werden gern von allerei Raupengetier bewohnt und verzehrt. Es könnte empfehlenswert sein, wie bei Kohl ein Netz darüber anzubringen.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 15:04:02
ja. Ich hatte das Problem allerdings bislang nicht.

Heikler waren die jungen Hirschornwegeriche und Kletten (Schnecken).
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Arachne am 14. Januar 2008, 15:10:20
Beifuß als Gewürzpflanze fällt mir noch ein. Hat sich bei mir im Garten 2007 selbst angesiedelt und darf bleiben.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Wolfgang am 14. Januar 2008, 15:30:43
Wildgemüse essen ist unethisch. Von Brennesseln nähren sich zB Weinbergschnecken. Wollen wir sie denen ernsthaft wegessen oder deren Leben durch Netze gefährden?
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 15:43:56
Mädesüss, Giersch, kleiner Wiesenbärenklau, Färberkamille und Storchschnabel stehen schon mal auf der Liste für zukünftige Anbauversuche.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Arachne am 14. Januar 2008, 15:46:56
Löwenzahn? Samen kann man kaufen oder selber ernten.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 15:48:46
nochmal ein ernsthafter versuch, das thema zu retten :

ich habe vor zwei jahren auf einem gemischten gartenbeet pfeilkresse ausgesaet. man kann die jungen blaetter ernsthaft als zutat in einem gemischten salat verwenden. insgesamt eine schoene erfahrung bis zu diesem zeitpunkt.

doch ich hatte die ueberaus freudige regenerierbarkeit der pflanze nicht bedacht.

jetzt wird sie in meinem garten als unkraut gefuehrt.

ich kann mir also auch beim projekt wildgemuesebeet vorstellen, dass einzelne sorten die anderen zu stark dominieren oder gar verdraengen.

Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Arachne am 14. Januar 2008, 15:49:44
Mädesüß mag es gerne feucht. Da bietet sich eine Sumpfecke gemeinsam mit Brunnenkresse an.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 15:51:51
ich kann mir also auch beim projekt wildgemuesebeet vorstellen, dass einzelne sorten die anderen zu stark dominieren oder gar verdraengen.



Natürlich. Ich sagte ja, dass man ums Jäten nicht rumkommt. Die Mehrarbeit kann man als durch die bei vielen Wildgemüsen sozusagen automatische Neuaussaat kompensiert ansehen.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 15:52:49
Zitat
Löwenzahn? Samen kann man kaufen oder selber ernten.


ein wenig ironie schwingt schon in deiner antwort mit, arachne. loewenzahn als unkraut. frueher wurde loewenzahn als heilpflanze sogar angebaut.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Arachne am 14. Januar 2008, 15:53:36
Bei Giersch und Brennesseln würde ich unbedingt Rhizomsperren im Beet anbringen.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lamisa am 14. Januar 2008, 15:54:42
Schafgarbe, Wiesenmargarite, Pimpinelle fallen mir da auch noch so auf die Schnelle ein - habe ich auch im Garten, verwende sie auch im Salat; aber wie tomatengarten schon schrieb: sie wuchern ganz gewaltig und es ist keine Kleinarbeit Wildkräuter in Schranken zu halten
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 15:56:18
und es ist keine Kleinarbeit Wildkräuter in Schranken zu halten

Vor der Blüte mal eben mit dem Spaten eingreifen. Da geben konventionelle Gemüse mehr zu tun.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 15:58:09
bitte auf das thema konzentrieren: wild gemuese beet.

bei maedesuess faellt mir keine eignung als gemuese ein.

@lamisa: die zuletzt von dir genannten sind auch eher kraeuter.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 16:00:14
na gut, das beispiel pfeilkresse war schon etwas am rande des themas. :-\
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lamisa am 14. Januar 2008, 16:01:58
@tomatengarten, im zeitigen Frühjahr verwende ich aber junge Schafgarbe- und Margaritenblätter sowie Pimpinelle im Salat und auch als Spinat, ist also schon auch Gemüse ::)
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 16:04:32
Gemüse ist ja ohnehin nur mangelhaft zu definieren.

Mädesüssknospen besitzen jedenfalls ein feines Mandelaroma und eignen sich als Geschmacksgeber für eine sahnige Sauce.

Von mir aus können wir das Thema auch auf Wildpflanzen allgemein erweitern. Die meisten heutigen Gemüse waren eh mal Kräuter. Denken wir bloss an den Kohl. Bei Wildtomaten fragt man sich auch, ob es sich nicht eher um ein Kraut handelt.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 16:11:50
also gut, ich schaue der diskussion noch ein wenig zu. und immer schoen einen bezug aufs gemuese finden. und vor allem sachlich bleiben.

 :D verschieben kann ich ja im zweifelsfall immer noch ;)
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Aella am 14. Januar 2008, 16:13:12
wieso hat bärlauch bei dir keine chance?

was mir noch einfällt:

gänseblümchen, vogelmiere, dieses knoblauchsrauke, gundermann und giersch natürlich.

ich baue sowas aber nicht extra an, es wächst eh bei mir auf dem rasen (eher wiese) oder in wilderen ecken und am zaun. da ich weiß, wo was wächst, brauche ich auch nicht groß danach zu suchen.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Arachne am 14. Januar 2008, 16:17:49
ein wenig ironie schwingt schon in deiner antwort mit, arachne. loewenzahn als unkraut. frueher wurde loewenzahn als heilpflanze sogar angebaut.
Zitat

 Nein, nein, es war ein absolut ernst gemeinter Vorschlag. Ich habe seit Jahren ein großes Beet mit Löwenzahn (aus selber gesammelten Samen gesät). Hauptsächlich für mein Zwergkaninchen, aber ich mische mir auch gerne junge Blätter in den Salat.


 
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 16:25:42
zu spaet, aella hat sich auf einen namen fuer ihr unbekanntes kraut festgelegt. ist es dieses?
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Aella am 14. Januar 2008, 16:29:22
genau das..und 5 minuten später war mir der name doch wieder eingefallen, daß ich mein posting editieren konnte ;)

trotzdem danke!
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 16:33:42
ot: ganz auf die schnelle gings nicht huebscher. ich habe zwar mein bild-archiv ein wenig geordnet. aber suchen muss ich bei ca. 16.000 bildern dennoch (davon die haelfte tomatenbilder). und dann ein wenig die datei runter-rechnen auf forums-niveau. ende ot.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Christina am 14. Januar 2008, 16:41:39
portulak würde ich noch dazuzählen, ist eine schöne Zugabe für den winterlichen Salat.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 16:45:06
ich baue sowas aber nicht extra an, es wächst eh bei mir auf dem rasen (eher wiese) oder in wilderen ecken und am zaun. da ich weiß, wo was wächst, brauche ich auch nicht groß danach zu suchen.

Klar, was von selbst wächst, muss man nicht noch extra ins Wildgemüsebeet setzen. Giersch z.B. will bei mir aber einfach nicht, also musste ich ihn extra anpflanzen, was immerhin erfolgreich war.

Damit jetzt nicht alle ein falsches Bild bekommen, darf ich hier noch darauf hinweisen, dass ich selbstverständlich auch noch ein Beet mit Kulturgemüse (richtige Zucchini usw.!) unterhalte.

Ich finde einfach die Idee vom Fleischhauer, Wildgemüse im eigenen Garten anzubauen, sehr faszinierend. Und glaubt ja nicht, dass jedes gesäte (Un-)Kraut einfach so mir nichts dir nichts kommt. Ab und zu muss ich für Setzlinge extra auf eine Wildstaudengärtnerei zurückgreifen.

Im Übrigen weise ich gleich zu Beginn auf die Mehrarbeit hin, welche die Verarbeitung von Wildgemüse in der Küche verursacht: da müssen nicht selten dünnste Stängel tatsächlich noch geschält oder gar anschliessend noch entbittert werden. Dafür sind wertvolle Antioxidantien gleich potenziert vorhanden.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Garten-anna am 14. Januar 2008, 17:04:38
Toll Lehm,
interessanter Thread. Liebe auch Wildgemüsearten. In diesem Jahr will die Haferwurzel zu mein vorhandenen Gemüse einbringen.
Liebe Grüße Anna
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: altrosa am 14. Januar 2008, 17:14:55
Die Wurzel der Nachtkerze wird immer wieder als Gemüse gelobt. Wer hat sie schon probiert?
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tiarello am 14. Januar 2008, 17:16:43
Hallo Lehm,
mir fallen noch Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicata), Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus), Postelein oder Tellerkraut (Claytonia perfoliata), Wiesenbocksbart (Tragopogon pratensis) und die Kohlkratzdistel (Cirsium oleraceum) ein.

Mit allen habe ich als Gemüse, nicht als Kräuter, sehr gute geschmackliche Erfahrungen gemacht. Angebaut werden sie allerdings nicht in unserem Garten, sie sind mit Ausnahme der Kohlkratzdistel, die wir gelegentlich sammeln, einfach hier und da, vagabundieren herum.

Außerdem sollte man den Hopfen (Humulus lupulus) nicht vergessen, wenn er auch wie Giersch kaum in ein eigentliches Wildstaudenbeet integrierbar erscheint.

Dann fällt mir noch der Geißbart (Aruncus dioicus) ein. Wird in Südtirol als „Wildspargel" gegessen. Es gab da mal einen thread zu. Ich habe ihn allerdings noch nicht gegessen.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 17:21:20
Ich bin überwältigt. Das wird ja ein unüberblickbares Projekt. Wer will da noch ordinären Blumenkohl kultivieren, der in jedem Supermarkt verbilligt abgegeben wird? Wildgemüse ist doch die Herausforderung des Gemüsegärtners.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 17:26:49
nochmal kurz ot: bitte auf die komplette grosschreibung eines wortes zu verzichten. das wort die heisst im englischen sterben. wenn du es nun komplett gross schreibst, koennte es zu missverstaendnissen fuehren. ende ot
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Aella am 14. Januar 2008, 17:28:17
nochmal kurz ot: bitte auf die komplette grosschreibung eines wortes zu verzichten. das wort die heisst im englischen sterben. wenn du es nun komplett gross schreibst, koennte es zu missverstaendnissen fuehren. ende ot

 ???
übertreibst du hier nicht ein wenig?
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 17:29:31
Nun, ich habs jedenfalls umgehend korrigiert. Dieser Mod strahlt eine unerwartet natürliche Autorität aus... :-X
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 17:32:56
ja. ;) das ist so.

aber ich glaube, du hast den banana-threadnoch nicht gelesen.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 17:35:35
Gut, darf ich nun die anwesenden mods und user doch noch ein letztes mal dazu aufrufen, OTs zu unterlassen. Sonst platzt mir nämlich gleich der Kragen! 8)
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Wolfgang am 14. Januar 2008, 17:39:38
Der Name Wildgemüse ist diskriminierend.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 17:41:43
Der Name Wildgemüse ist diskriminierend.

Wogegenüber?
Was schlägst du vor?
NCV (Non civilized vegtebales)?
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tiarello am 14. Januar 2008, 17:44:25
Wildgemüse ist doch die Herausforderung des Gemüsegärtners.

Mehr noch die Herausforderung des Verarbeiters ;D

Das gilt besonders auch für die Nachtkerze. Schmeckt gut und erdig :D wenn ich mich richtig erinnere.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 17:45:37
Zitat
konzentrieren wir uns also auf das haupt-thema.
wuerde ein lehrer wohl sagen.

wild gemuese beet. oder: das wildgemuesbeet.


danke lehm, bitte setzen, deine zunge :P habe ich bemerkt. traurig :(







Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomir am 14. Januar 2008, 17:49:31
Neben Fenchel kaeme ja noch der Meerfenchel in Frage! :D
[size=0](Kokos war wohl kein Wildgemüse ::))[/size]
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: caro. am 14. Januar 2008, 17:50:59
Wer will da noch ordinären Blumenkohl kultivieren, der in jedem Supermarkt verbilligt abgegeben wird?

Ich merke es immer wieder...
Blumenkohl baut hier wohl niemand an.
Meine Anbaupläne für dieses Jahr muss ich noch mal überdenken...
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 14. Januar 2008, 17:52:35
Ich merke es immer wieder...
Blumenkohl baut hier wohl niemand an.
Meine Anbaupläne für dieses Jahr muss ich noch mal überdenken...

Wer wird denn deswegen gleich heulen wollen. ;)
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 17:57:27
als alternative gibt es genug wildkohlarten.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Aella am 14. Januar 2008, 17:59:06
Wer will da noch ordinären Blumenkohl kultivieren, der in jedem Supermarkt verbilligt abgegeben wird?

Ich merke es immer wieder...
Blumenkohl baut hier wohl niemand an.
Meine Anbaupläne für dieses Jahr muss ich noch mal überdenken...

sei doch froh, daß der blumenkohl so gut bei dir wächst!
könntest ja aber z.b. zur abwechslung mal farbigen blumenkohl anbauen, den gibts
ja auch in lila und grün :D
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Yorvik am 14. Januar 2008, 18:01:00
Wer will da noch ordinären Blumenkohl kultivieren, der in jedem Supermarkt verbilligt abgegeben wird?

Ich merke es immer wieder...
Blumenkohl baut hier wohl niemand an.
Meine Anbaupläne für dieses Jahr muss ich noch mal überdenken...

sei doch froh, daß der blumenkohl so gut bei dir wächst!
könntest ja aber z.b. zur abwechslung mal farbigen blumenkohl anbauen, den gibts
ja auch in lila und grün :D

oder orange Blumenkohl oder weisser, gelber, roter, lila Roamesco :D
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: caro. am 14. Januar 2008, 18:03:03
den weissen finde ich am schönsten...
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Aella am 14. Januar 2008, 18:03:45
Zitat

oder orange Blumenkohl oder weisser, gelber, roter, lila Roamesco :D

 :o
hab ich noch nicht gesehen, gibts ein bildchen davon?
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: tomatengarten am 14. Januar 2008, 18:07:04
ach noe, ich moechte keinen roamesco
Zitat
oder orange Blumenkohl oder weisser, gelber, roter, lila Roamesco
. dann schon lieber was aus dem wild-gemuesebeet.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: donaldine am 14. Januar 2008, 18:33:29
ach noe, ich moechte keinen roamesco
Zitat
oder orange Blumenkohl oder weisser, gelber, roter, lila Roamesco
. dann schon lieber was aus dem wild-gemuesebeet.

jau ! nehm ich auch lieber lehmigen Giersch ;D
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Yorvik am 14. Januar 2008, 18:38:16
Zitat

oder orange Blumenkohl oder weisser, gelber, roter, lila Roamesco :D

 :o
hab ich noch nicht gesehen, gibts ein bildchen davon?

hab nur ein Bild von einem Roten :(

Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Feder am 14. Januar 2008, 19:36:15
Der Grauschimmelblumenkohl von Yorvic ist ja wahrlich ein wildes Gemüse. 8)
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: donaldine am 14. Januar 2008, 19:45:22
Der Grauschimmelblumenkohl von Yorvic ist ja wahrlich ein wildes Gemüse. 8)

ojja ;D der wildesten eines
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Feder am 14. Januar 2008, 19:47:57
Hm, ob wir den mal anbauen sollen? Einfach so als Schocker in der Gemüsepfanne, oder als Grundlage für Erbeerchutney? ::)
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: donaldine am 14. Januar 2008, 19:59:22
Hm, ob wir den mal anbauen sollen?


ach ich weiß nicht so recht - irgendwie macht mich diese farbe blaß :-\

Zitat
oder als Grundlage für Erbeerchutney? ::)

sag ich nicht nein ;)
 ;D ;D ;D gegen unliebsame mitesser ...

Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Susanna am 15. Januar 2008, 14:05:52
Hallo donaldine und Feder
Woher kommt der Samen? Diese Sorte hab ich noch nirgends gesehen, auch nicht in Raritäten-Sammlungen.

Dafür aber blauen Mais! Bei exoga.de. Anbauwürdig? ???
Fragt sich nur ob das noch ein Wildgemüse ist?

Liebe Grüße Susanna
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: donaldine am 15. Januar 2008, 14:46:29
Hallo donal*ine und Feder
Woher kommt der Samen? Diese Sorte hab ich noch nirgends gesehen, auch nicht in Raritäten-Sammlungen.

Deine Frage kann Yorvik wohl eher beantworten, Susanna.
Kuriositäten-Sammlungen?

Dafür aber blauen Mais! Bei exoga.de. Anbauwürdig? ???
Fragt sich nur ob das noch ein Wildgemüse ist?

Wenn ich recht erinnere,existiert "bunter" Mais schon sehr lange.Ob er wild war, weiß ich nicht.
Den quitschigen Blumenkohl zähle ich eher zu Punk (und tu dem Punk damit sicher weh ;D )


Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Wirle Wupp am 15. Januar 2008, 14:48:20
Also Baumaux hat solche abgedrehten Sachen.... (Ihr redet doch noch vom bunten Blumenkohl?)
Schaut mal hier
Blumenkohl findet Ihr unter
GRAINES POTAGERES => Choux => Fleurs
Auf Seite 1 ist ein blauer, Seite 2 ein oranger, allerdings so einen schönen roten haben die auch nicht. Würde mich mal interessieren, wie das "in echt" aussieht. Ich habe immer den Verdacht die Bilder sind nach coloriert.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: M am 15. Januar 2008, 14:51:34
Zitat von: Wirle Wupp link=board=20;threadid=23219;start=60#msg597032 Ich habe immer den Verdacht die Bilder sind nach coloriert.
[quote
Ich hatte letztes Jahr welchen von Ferme ( Natura hatte ich auch Saat geschickt) so blau lila wurde der def nicht, den mickrigen Kopf führe ich allerdings auf unsere Unfähigkeit zurück :-\
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Yorvik am 15. Januar 2008, 18:57:09
Die stammen aus unseren Zuchtfeld, Saatgut gibt es davon noch nicht, davon und davon gibt es welches für den Sommer und Herbstanbau.

Empfehlen würde ich es nicht, da die bunten Sorten ihre Farbe beim kochen verlieren und es dann im Topf recht unschön aussieht.

Die Nachfrage kommt vor allen von Produzenten, die Miniblumenkohl anbauen um einen lustigen bunten Mix zu haben.

l.g.

Yorvik

Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 16. Januar 2008, 09:19:57
Nachdem wir hier nun doch etwas abgeschweift sind, möchte ich doch noch wissen, ob die Idee, ein Beet mit Wildgemüse zu bepflanzen, noch wen begeistert.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Jindanasan am 16. Januar 2008, 09:54:13
Also ich hatte das in meinem ersten Gartenjahr auch probiert, hatte unter anderem Spitzwegerich, Königskerze, Wiesenschaumkraut, Löwenzahn,.. etc in einem Beet angebaut-es aber wieder recht schnell verworfen. Meine Gemüsebeete sind Teil einer Streuobstwiese auf der eh schon die genannten Wildkräuter wachsen und jederzeit verfügbar sind. Ich muß nur darauf achten dass mein Vater nicht alles wegmäht und mir im frühling ein paar Brennesseln und Stück Wiese stehen läßt.
Ein Wildgemüsebeet ist wohl vor allem sinnvoll wenn man zB einen Stadtgarten ohne Wildkräuter in der Wiese hat oder große Mengen schnell ernten will.
Lg Anna
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 16. Januar 2008, 09:58:59
Ich habe auch eine Wiese, dort wachsen aber nicht alle Wildgemüse, die ich zur Verfügung haben will. Insbesondere der Hirschhornwegerich mag sich bei mir nicht wild ansiedeln, obschon ich für ihn schon Inseln geschaffen habe in der Wiese. Der geht sang- und klanglos ein. Im Beet dagegen gedeiht er prächtig. Wildgemüse sind unberechenbar.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: amrita am 16. Januar 2008, 10:02:10
ob die Idee, ein Beet mit Wildgemüse zu bepflanzen, noch wen begeistert.

Viele Wildgemüse und -kräuter (wie Löwenzahn, Wegeriche, Gundermann etc.) wachsen bei mir ohnehin im "Rasen" an unterschiedlichen Stellen. Extra angesiedelt habe ich Bärlauch in der Kompostecke. Guter Heinrich steht im Gemüsegarten, Beinwell habe ich zu Dünge- und Mulchzwecken auch an verschiedenen Stellen im Garten, wo er hinpasst, angesiedelt. Für Brunnenkresse und Bachbunge habe ich ein eigenes Feuchtbeet angelegt. Andere Wildkräuter sind in Staudenbeete oder in die Randbepflanzung integriert. Giersch und Brennesseln hole ich aus der nahen Au.
Ein eigenes Wildgemüsebeet gibt's aber nicht im Garten, das scheint mir nicht nötig und aufgrund der doch unterschiedlichen Ansprüche auch nicht unbedingt sinnvoll.

Liebe Grüße, amrita
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 16. Januar 2008, 10:13:14
Ein eigenes Wildgemüsebeet gibt's aber nicht im Garten, das scheint mir nicht nötig und aufgrund der doch unterschiedlichen Ansprüche auch nicht unbedingt sinnvoll.

Liebe Grüße, amrita

Ich denke, ich werde das auch eher pragmatisch handhaben und Wildgemüse nur nach Bedarf extra im Beet pflanzen, wobei ich eine gewisse Trennung zu Vielfrass-Kulturgemüse schon als sinnvoll erachte, nicht nur wegen der unterschiedlichen Bodenvorlieben, sondern auch, weil sich Wildgemüse ja auch selbstständig versamen soll und das auch tut, es dann aber etwa im Salatbeet als Unkraut in Erscheinung tritt.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Tollpatsch am 16. Januar 2008, 10:17:48
ob die Idee, ein Beet mit Wildgemüse zu bepflanzen, noch wen begeistert.
Ja, ich habe schon vor Jahren, im Anschluß an meine Kräuterspirale,
eine zum Teil -Wildtrockenwiese angelegt. In dieser gedeihen Ophrys und Orchis,
mit allen möglichen Wilkräutern.
Verwende sie als Badezusatz , Tee oder Gewürz.
Es blüht immer etwas, und selbst die Samenstände sehen jetzt im Winter noch toll aus.
Ist aber "Naturgarten", in nicht jeder meint, es ist gut.
selavie...
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 16. Januar 2008, 10:25:00
In dieser gedeihen Ophrys und Orchis,
mit allen möglichen Wilkräutern.
Verwende sie als Badezusatz , Tee oder Gewürz.

Ja, wilde und weniger wilde Kräuter hab ich auch und verwende sie wie du. Macht Spass.

Wildgemüse sind demgegenüber eher jene Wildpflanzen, die Teile abgeben, die sich als gekochte Zubereitung eignen, z.B. die aus verschiedenen Familien stammenden "Spinatartigen" wie Melden, Baumspinat, Brennnessel usw. Auch die Klette würde ich zum Wildgemüse zählen.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Tollpatsch am 16. Januar 2008, 10:51:40

Wildgemüse sind demgegenüber eher jene Wildpflanzen, die Teile abgeben, die sich als gekochte Zubereitung eignen, z.B. die aus verschiedenen Familien stammenden "Spinatartigen" wie Melden, Baumspinat, Brennnessel usw. Auch die Klette würde ich zum Wildgemüse zählen.
Also ich meinte schon am Rande, gegen den Berg, Wildgemüse; Brennesel,Sauerampfer,
Spitzwegerich Beinwell, Löwenzahn,wilder Roccula,Feldsalat, Stielmus, Gelbsenf und und, alles gsund.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Nomadin am 16. Januar 2008, 11:21:53
Wildgemüse sind unberechenbar.


Das glaube ich nun weniger. Wildgemüse haben sicher ihren Grund, warum sie sich nicht "wild" auf jeder Wiese ansiedeln... wenn der Boden nicht nach ihren Bedürfnissen ist, muß der Mensch halt nachhelfen. Und dann den Boden aufbessern, freihacken und jäten... ich frag mich nur, was das bringen soll, denn riskiert man damit nicht auch, Kräuter und Pflanzen zusammenzusetzen, die sich entweder nicht vertragen oder die Ansiedlung bestimmter Schädlinge begünstigen, weil ein entsprechender "Gegenpol" fehlt u.ä.?

Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 16. Januar 2008, 11:27:21
Du hast natürlich recht, dass man Wildgemüsen günstigere und ungünstigere Lebenbedingungen bieten kann und Kenntnisse über ihre Ansprüche das Gedeihen fördern. Jede Wildstaudengärtnerei unterhält unterschiedliche Beete, mal sandiger, mal sonniger, mal sumpfiger, um all die verschiedenen Arten hervorbringen zu können. Der Nachbau von Naturstandorten ist im Gemüsegarten nicht ganz einfach und auch nicht immer notwendig. Gut geeignet für Wildgemüse ist oft der nährstoffärmere Beetrand, wo womöglich noch kontakt zur angrenzenden Wiese besteht.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Nomadin am 16. Januar 2008, 11:36:42
Stimmt. Weißt du, ob es irgendwo schon so eine Art Informations-Sammelstelle für die Eigenschaften und Bedürfnisse der verschiedenen Wildgemüse gibt?

Würde mich mal so interessieren, weil ich mich momentan in das Thema Mischkultur einarbeite und ich mir Wildgemüse als Ergänzung für Kulturgemüse ganz gut vorstellen kann.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 16. Januar 2008, 11:39:10
Erste Hinweise geben Fleischhauers Bücher.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Nomadin am 16. Januar 2008, 11:47:38
Danke für den Tipp. Empfiehlst du ein bestimmtes? Es gibt mehrere, und Preis sowie Bewertungen sind ganz schön durchwachsen. Wenn ich das richtig sehe, geht's vor allen Dingen in seinen Büchern um sammelbare Wildpflanzen - mich interessieren eher die Standortbedingungen, wie ich sie z.B. für Bärlauch oder Brennesseln oder auch Klee einigermaßen kenne.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: Lehm am 16. Januar 2008, 12:00:46
Die Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen beschreibt 1500, das Taschenbuch für Exkursionen 200 und das Wildsalatbuch noch 40 Wildgemüse inkl. Rezepte. Entsprechend sind die Zielgruppen.
Titel: Re:Das Wildgemüsebeet
Beitrag von: brennnessel am 16. Januar 2008, 13:37:30
Da empfiehlt es sich, zu schauen, wo diese Pflanzen in der Natur zu finden sind. Viele Pflanzenbestimmungsbücher sind auch nach Standorten gegliedert. Auch das ist ein Hinweis darauf, was sie brauchen oder wo sie sich besonders wohlfühlen!
Bei uns gibt es genug "Natur" zum Sammeln rundherum, drum hole ich mir auch wenig Wildpflanzen in den Garten.

LG Lisl