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Pflanzenwelt => Pflanzenvermehrung => Thema gestartet von: Astrantia am 20. Februar 2008, 19:22:32
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Meine schönen schwarzen Schlangenbärte haben wohl im vergangenen Herbst geblüht, jedenfalls haben einige von ihnen Rispen mit niedlichen blaublanken Perlen. Ein paar von diesen Perlen liegen schon am Boden, meine Ursprungspflanzen hatten sich in den vergangenen Jahren auch ein bisschen (!) vermehrt, allerdings scheint es mir so, als sei das durch Ausläufer geschehen. Es gibt aber derzeit auch ein kleines Häufchen ganz zarter dünner schwarzer Lanzettblättchen, die mir eher wie Sämlinge aussehen.
Hat jemand von Euch Erfahrung mit der Aussaat von O.planiscapus "Nigrescens"? Lohnt sich das überhaupt, und wenn ja: sollte man auf Selbstaussaat setzen oder eher gezielt in einen Topf säen? Oder ist die Ausläuferbildung ergiebiger? Ich habe heute jedenfalls die restlichen 10 - 15 Perlen abgezupft, auch, um sie mir mal von Nahem anzugucken (sind hübsch und proper), und nun überlege ich, was ich damit machen soll.
Falls jemand einen Tipp hat - ich würd mich freuen.
Liebe Grüße Barbara
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Hallo Barbara,
bei mir säen sie sich selbst aus, es sind jedes Jahr mehr, aber nicht alle sind so schwarz wie die Mutterpflanze. Du wirst also selektieren müssen. ;)
Wenn Du sie jetzt säst und nur leicht bedeckst keimen sie relativ schnell. :)
LG., Oliver.
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Ich habe im letzten Frühjahr in normale Aussaaterde gesät. Zum einen wollte ich die Mutterpflanzen nicht durch Ausläuferabnahme stören und zum anderen war ich schlicht neugierig.In einem englischen Buch hatte ich gefunden, die Pflanze könnte auch als Einjährige gezogen werden.. Naja, dafür ist sie zu langsam. Die Keimdauer ist lang, der Zuwachs langsam. Aber ideal um sie mal zu tauschen ;D .
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Danke, oliver und Julian, für die Tipps.
Ich werd sie mal morgen in eine Schale säen. Lässt man das "Fruchtfleisch" dran? Oder sollte ich die "Kerne" vorher rauspulen und abwaschen? So habe ich es nämlich mit den sehr reifen Beeren von Polygonatum roseum und auch mit dem Maiapfel gemacht.
LG Barbara
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Ist bei denen nicht nötig Barbara, das geht so! :)
LG., Oliver.
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Danke!
LG Barbara
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Es geht sicherlich auch die ganz natürliche Aussaat. Aber bei meiner Aussaat sind die fruchtfleischlosen Beeren fast alle aufgelaufen, die "mit Schale" haben sich da schwerer getan. :-\ :D
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Dieses Jahr habe ich Ophiopogon chingii und Ophiopogon japonicus ausgesät. Sämlinge habe ich, aber sie sind sehr langsam. Wie bei allen Einkeimblättrigen brauch man Geduld.
Es lohnt sich nicht. Nicht, wenn man für den Garten bestimmte Pflanzen einer bestimmten Sorte in einer bestimmten Menge brauch.
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Ophiopogon einkeimblättrig???
Jedenfalls säe ich die Beeren von O. planiscapus ganz normal nach der Reife in gewöhnliche Blumenerde, und nach dem Winter, im Freien, keimen meist Massen, bisweilen relativ spät.
Sie mendeln auseinander, es gibt dunkle und grüne gemischt.
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Ophiopogon einkeimblättrig???
Ophiopogon einkeimblättrig. Familie Convallariaceae. 8)
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Früher bei den Liliaceen, jetzt m.W. bei den Mäusedorngewächsen. Bei den Maiglöckchen wär mir neu - aber die Taxonomen sind so findig wie weitgehend überflüssig.
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Der aktuelle Zander behauptet Maiglöckchengewächse.
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Der ist aber nicht immer ultraaktuell...
Wiki sagt Ruscaceae. Die ehemaligen Conv. sind jetzt ein Tribus.
Pur bildet. Wiki auch.
Leider gehen wir im Betrieb nach dem Zander :'(
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Und? Wachsen die Pflanzen deswegen anders, schlechter, besser? Im alltäglichen Gärtneralltag spielt die Familienzugehörigkeit keine Rolle. Nur dass Ophiopogon und Liriope in den Jungpflanzenkatalogen grundsätzlich bei den Gräsern auftauchen, stört mich schon ein bisschen.
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Nun ja, mich interessierts halt - und die Etikettierung ist mein Job. Und da sind die Familien drauf. :D
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Staudo, man merkt, dass du ein Großproduzent bist. Wir Kleinen haben uns seit jeher mit Familienzugehörigkeiten auseinandergesetzt, weil dies A) botanisch nicht ganz uninteressant ist und B) für die Kultur und Vermehrung auch nicht ganz unwichtig.
Ob Ophiopogon zu Convallariaceae, Sansevieraceae, Tricyrtidaceae oder Ruscaceae, dies kann man sich allerdings z.Z. raussuchen. Da sind sich die Botaniker noch völlig uneinig. Ist auch nicht ganz so wichtig, da hier eine sehr nahe Verwandschaft besteht.
Bei Aussaat der frischen Samen besteht eine fast 100%ige Keimquote, ähnlich übrigens auch bei Rohdea und anderen.
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Wir haben die 'Nigrescens' im Moorbeet, und ab und zu taucht ein Sämling auf.
Leider waren alle grün. Aber schwarze würden mir wahrscheinlich gar nicht auffallen.