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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Felizia am 30. März 2008, 17:19:46
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Wer kennt sich damit gut aus ??
Welches ist das optimale Mischungsverhältnis ( Portlandzement/Sand/ Wasser ) um frostfeste Gehwegplatten zu gießen ?
LG Felizia
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Ich nehme für solche Angelegenheit fertigen Estrichbeton.
Gibts in Baustoffhandel zu 30 kg je Sack . Hält bombenfest , hab schon mehrere Rhabarberblattplatten und Sockelabdeckplatten damit gemacht und verlegt - ohne Frostprobleme ;)
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Wie Giessen???
Du willst die selbstmachen?
Kauf dir Betonplatten und leg die in Beton ;)
Dafür nimmst du auf 1Schaufel Zement und 3-4 Schaufeln Sand. Bei feinem Sand 4 schaufeln bei Groben Kies 3 Schaufeln.
Zum wasser wir nennen das Erdfeucht. So das wenn du ihn in die HAnd nimmst formen kannst aber nicht das er wegläuft.
Beim Wasser ist weniger mehr wenn du denkst du hast zu wenig Wasser kannst du über die Gelegten Platten noch was drüber giessen die binden sich dann auch besser mit dem Beton darunter.
Platten selbst bekommst du nicht hin weil du den Beton nie so verdichtest bekommst wie das Produktionswerk. Die würden dir nach ein Paar Winter platzen wenn nicht gar beim legen schon kaputt gehen.
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Was ist eigentlich genau der Unterschied zwischen Beton und Zement ?
LG Felizia
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Als Beton bezeichnet man das fertige Produkt also Sand Waser und Zement.
Der Zement ist das Weisse Zeug was so in den Augen brennt. ;)
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Sand reicht nicht. Es müssen auch Steine rein.
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Naja wenn sie die Platten nur in Beton legen will kann sie normalen Sand nehmen.
Ansonsten bevorzuge ich auch ne Körnung von 0/8mm bei Fundamenten 0/16mm.
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Platten selbst bekommst du nicht hin weil du den Beton nie so verdichtest bekommst wie das Produktionswerk. Die würden dir nach ein Paar Winter platzen wenn nicht gar beim legen schon kaputt gehen.
aaaalso ich hab mir vor einigen Jahren welche selbst gemacht weil ich noch so viel Kies rumliegen hatte die halten wunderbar
in die Form reinklatschen und glattziehen reicht natürlich nicht da muß man nen bissel stampfen aber dann hält das genauso
als Form hatte ich einfach Dachlatten zusammengetackert das ging prima
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Naja aber die aus dem Betonwerk sind schon besser.
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Danke Ihr Lieben !
Ich werde auf alle Fälle den Estrichbeton ausprobieren.
Steine oder Kies sollen nicht mit rein, denn die Platten bekommen ein Muster.
Daher muß die Mischung auch einigermaßen flüssig sein.
LG Felizia
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Wenn die Platten richtig verdichtet sind (stampfen, mit dem Hammer außen an die Schalung klopfen) ist die Haltbarkeit kein Problem. Wichtig ist, daß du die Platten aushärten läßt, bevor du sie weiterverwendest (bei PZ 275 28 Tage), und leicht feucht halten, nicht in die pralle Sonne. Wenn du ganz sicher gehen willst, schneide passende Stücke vom schwächsten Estrichgitter hinein, die sollen möglichst unten liegen.
Und wie schon gesagt, nicht zuviel Wasser, erdfeucht ist optimal.
lG, Ernst
PS.: Zur Haltbarkeit: ein Bekannter hat in der Nachkriegszeit selbst Dachziegel aus Beton gemacht, die bis heute ok sind.
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Hält bombenfest , hab schon mehrere Rhabarberblattplatten und Sockelabdeckplatten damit gemacht und verlegt - ohne Frostprobleme ;)
Rusianto, die Rhabarberblattplatten würde ich gerne mal sehen! :D
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Hier mal die Abdeckplatte der Zaunsäule
hatte damals den Estrichbeton ziemlich nass gehalten , darum sind an der Oberfläche kleine Blasen entstanden . Hab die Platte nach dem aushärten mit feinem Schleifpapier bearbeitet bis sie ganz glatt war , dadurch ist das Muster entstanden
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jetzt die riesige Rhabarberplatte ca 60 cm lang - sind meine Trittplatten durch den Rasen
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noch eine
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@rusianto: die blatt-trittsteine sind ja schön! kann man die bei dir kaufen? ::)
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nö , eigentlich nicht ;D
probier es mal im Sommer selbst aus , mit Estrichbeton ruckzuck gemacht ;)
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jetzt die riesige Rhabarberplatte ca 60 cm lang - sind meine Trittplatten durch den Rasen
Siggi, wie bzw. aus was hast Du die Form für diese Platten gemacht und wie dick sind sie?
Sehen toll aus!
LG gundelrebe
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Ja, ich bitte auch um die Anleitung für die tollen Rhabarberplatten! :D
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@ Rusianto - super, deine Rhabarberblattplatten! :D :D
Ich kenn das Verfahren bei der Plattenkeramik. Da schneidet man die Ränder einfach nach.
Doch wie gehts mit Beton?
Wird die Blattform direkt aus der Erde ausgestochen, dann ausgegossen und das Blatt zum Abdruck drauf? ???
Du wirst doch keine eigene Verschalung dafür gebaut haben, oder?
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Wichtig ist ein ebener Boden auf dem gearbeitet wird
- Folie ausbreiten
- Blatt mit Rippenstruktur nach oben schauend auflegen
- Beton in Form des Blattes mit Maurerkelle richtig fest draufklatschen , am Stielansatz und in der Mitte des Blattes sind es etwa 5 cm Dicke , zum Rand hin etwa 3 cm
- ein paar Tage härten lassen , aber nicht in der Sonne , dann Platte umdrehen - haben ein mords Gewicht ! und die Blattseite trocknen lassen , das Rhabarberblatt bröselt aus , die dicken Blattrippen kratze ich so weit als möglich mit einem spitzen Gegenstand aus
- Ränder müssen nicht in Form geschnitten werden , einfach sauber arbeiten beim Beton auftragen ;D
Platten werden dann satt in Splitt verlegt
Für euren Versuch dauert es ja noch etwas ;) ich werde heuer auch noch mal ein paar Platten machen
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Das hört sich an, als ob ich im Sommer einen Versuch wagen könnte ;D
Danke :-*
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hier sieht man die Struktur
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noch eins
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diese Platte hat Erhebungen
einfach Muster in nassen Sand drücken und ausgiesen und dann hoffen das es etwas wird ;D
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Bild
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Einfach genial!
Danke Siggi für die Gebrauchsanleitung nebst Anschauungsmaterial!
Sabine
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Ich habe jetzt auch den Estrich-Beton ausprobiert.
Die Platten werden wirklich superhart !! :D
LG Felizia
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Ich habe jetzt auch den Estrich-Beton ausprobiert.
Die Platten werden wirklich superhart !! :D
LG Felizia
Lass sehen ;D
Ein Herz zum kommenden Muttertag ;) gibt aber noch einen Staudenclematis dazu
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Eure Werke sehen echt fantastisch aus! :D Vor allem die Blattstruktur ist eine geniale Idee. Allerdings habe ich Bedenken, dass das Wasser nicht ablaufen kann und dies durch Frost-Tau-Wechsel früher oder später gesprengt wird.
Sind meine Bedenken unbegründet? ::)
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Ist eigentlich kein Problem
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Ist eigentlich kein Problem
Aber das Wasser kann stellenweise nicht ablaufen, oder?
Im Prinzip wäre es ja auch egal, wenn die Platten nach ein paar Jahren erneuert werden müssen. Sind ja schnell wieder hergestellt. ;)
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So , die nächsten vier Platten sind fast fertig ! sind 60 kg Beton
Nach 4 Tagen Härtungszeit habe ich sie gedreht , jetzt muss nur noch das Rhabarberblatt an der Sonne verdörren :) dann wird mein Trampelpfad entgültig fertiggemacht ;D
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Hast du die Platten an diese vier Tagen auch immer schön nass gehalten? Dein Beton braucht während der Abbindungszeit viel Wasser damit er eine gute Festigkeit bekommt. Viele glauben das der Beton dadurch Schäden erleidet, das Gegenteil ist der Fall.
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Hast du die Platten an diese vier Tagen auch immer schön nass gehalten?
nein , aber unbedingt im Schatten härten lassen
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denke mal das nächste mal daran. Bei der Härteprüfung von Beton binden die Betonblöcke unter Wasser ab damit die größtmögliche Härte für die Prüfung erzielt wird.