garten-pur
Garten- und Umwelt => Gartenwege => Thema gestartet von: Marans am 06. Mai 2008, 16:36:29
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Könnte man hier auch mal ein Besucherforum anlegen bei dem amn die einzelnen Märkte nach festen Kriterien bewertet?
Ich könnte mir beispielsweise folgende Einzelkriterien vorstellen:
Angebot Stauden-allgemein, Stauden-Spezialitäten, Gemüse-Spezialitäten, Parkplätze (kostenlos, teuer usw.), Eintritt, usw usw.
Was haltet Ihr davon?
Welche Kriterien würden Euch interessieren?
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Fast jeder Markt/Gartenveranstaltung bietet gegenüber Baumärkten und Gartencentern eine Unmenge an Beratung und Information, ganz zu schweigen von der riesigen Pflanzenauswahl, die man nirgends so schnell findet. Allerdings sollten die Pflanzen im Vordergrund stehen und nicht der "Klimbim". Je mehr Pflanzen, je größer wird a la long das Publikumsinteresse, je länger hat ein solcher Pflanzenmarkt Bestand. Freising, Hannover, Kiekeberg und einige andere sind lebendige Beispiele dafür. Andere Großveranstaltungen mit Eventcharakter und mit weniger Gartenkultur bauen sichtlich ab, da ähnliche Konkurrenzveranstaltungen ihnen das Wasser zusehends abgraben. Das Gute hat eben längerfristig Bestand.
Über Parkplatzgebühren und Eintrittspreise braucht man nur dann zu schimpfen, wenn keine Gegenleistung geboten wird.
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Kann mich sarastro anschließen.
Ich finde auch, es sollte etwas zum Anteil Pflanzen gegenüber, eben, "Klimbim" gesagt werden und zur gebotenen Vielfalt.
Leider halten etliche solcher Veranstaltungen wirklich nicht, was sie versprechen: Viel GaLaBAU mit allem Schnickschnack, Nippes ohne Ende, wenig Pflanzen und dort wenig interessantes, dafür hohe Eintrittspreise.
Andere Märkte sind frei zugänglich und ein Fest für alle Pflanzenliebhaber, weil wirklich Spezialisten aus ganz Deutschland vertreten sind und auch die Sache und nicht allein das Geschäft im Vordergrund steht.
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Aber hier wird doch nach dem Gartenmarkt gefragt. Und "Garten" hat ein deutlich breiteres Spektrum als nur Pflanzen.
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bei mir nicht!
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bei mir nicht!
Wie? Keine Rosenkugeln? Keine sog. "Gartenwächter"? Keine Kunstwerke? Keine doppelt und dreifach gedrehten , gezwieselten und gestülpten Rosenbögen? Keine Schlauchhalter im Stil des Dresdner Zwingers?
Bäh!
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fars, über Geschmack kann man streiten, sollte man aber nicht da es sowieso nichts bringt. Dir traue ich eigentlich einen besseren Geschmack, als im Post # 5, zu und auch "Geschmack" kann man lernen. Über deine Lernfähigkeit kann ich mir allerdings kein Urteil erlauben!
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Wen es interessiert, was schon in anderen Jahren zu dem Thema Gartenmärkte diskutiert wurde, kann einmal hier schauen oder da .
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die idee finde ich gut, es wäre dadurch ein schneller überblick über sxhwerpunkte und wahrgenommen qualität diverser gartenmärkte möglich. Und es wäre eine unterstützung zu wählen was zu den jeweiligen interessen passt.
lg, brigitte
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Ob dies eine Bewusstseinsänderung auslöst? Manche Leute stehen auf Kitsch, auch für den Garten. Und auch bei Pflanzen existieren Züchtungen, die das Blut in den Adern gefrieren lässt! :o ;D
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Ob Kitsch oder Kunst(werk)...die früheren Gartenmärkte haben sich eben meist von reinen Pflanzenverkäufen zu Gartenmessen mutiert. Das macht den Vergleich fast unmöglich.
Allenfalls könnte man auflisten, welcher Gartenmarkt welche Schwerpunkte hat.
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Die auflagenstärkste deutsche Tageszeitung ist die „Bild“. Wer erfolgreich sein will, hat auf deren Niveau die besten Erfolgschancen. :P
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Ich kann eh immer nur zu einem Gartenmarkt und der ist natürlich der allerbeste. ;D
Aber im Ernst, eine Systematik bezüglich der Gartenmärkte wäre hilfreich. Events nach Aktualität sortiert und Bewertung durch Besucher. Das ist nicht so einfach zu realisieren. Vielleicht ein extra Unterforum oder Unter-Unterforum?
An der Aktion mit Bewertung der Bezugsquellen konnten wir ja sehen, dass alles was kein normales Posten ist, nicht von vielen genutztrwird. Auch ich habe mir nicht die Mühe gemacht, meine Erfahrungen mit den unterschiedlichen Gärtnereien zu veröffentlichen.
Aber nach einem Marktbesuch habe ich meist schon ein spontanes Mitteilungsbedürfnis und dann poste ich auch.
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Ich muss schon sagen, hier artet es immer mehr in Veranstaltungen aus, wo die Pflanzen in's Hintertreffen kommen. Eintrittspreise zum Erschaudern! Von Antik ( eher Bric a Brac, bis zur Weinverkosterei alles dabei. Von Reitstiefeln bis zu Waxkleidung...... Am Besten sind die Veranstaltungen bei den Pflanzenzüchtereien selbst, da wird man weitgehenst verschont von solchen Produkten........ ;D ;)
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bei mir nicht!
Wie? Keine Rosenkugeln? Keine sog. "Gartenwächter"? Keine Kunstwerke? Keine doppelt und dreifach gedrehten , gezwieselten und gestülpten Rosenbögen? Keine Schlauchhalter im Stil des Dresdner Zwingers?
Bäh!
Es gibt außer Pflanzen auch andere wichtige Dinge im Garten und die Messen sind Vorreiter z.B. im Angebot erstklassiger Gartenwerkzeuge, unkitschiger Rankgerüste, schöner Etiketten e.t.c. das sind Dinge, die in jedem Garten gebraucht werden.
Ich freue mich auch über das Angebot von speziellen Düngemitteln z.B. gibt es bei den Agapanthustagen einen Agapanthusdünger zu kaufen, den es in dieser Zusammensetzung sonst nicht gibt.
Auch das Angebot von schönen Töpfen und Kübeln ist bei mir willkommen, obwohl die dann meist nicht mehr in Kofferraum passen.
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bei mir nicht!
Wie? Keine Rosenkugeln? Keine sog. "Gartenwächter"? Keine Kunstwerke? Keine doppelt und dreifach gedrehten , gezwieselten und gestülpten Rosenbögen? Keine Schlauchhalter im Stil des Dresdner Zwingers?
Bäh!
nein von allem den kein gar nichts, sondern eher so Andenkenkitsch wie Jakobsmuschelschalen von der Bretonischen Küste zwischen Pflanzen von derselben, oder Kanalkrümmer aus Steinzeug vom Bauschutt zum Bewahren der Füße von Clematis. Das gusseiserne Brückengeländer von der Winkelbrücke aus der Provence haben se mir schon geklaut...
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bei mir nicht!
Wie? Keine Rosenkugeln? Keine sog. "Gartenwächter"? Keine Kunstwerke? Keine doppelt und dreifach gedrehten , gezwieselten und gestülpten Rosenbögen? Keine Schlauchhalter im Stil des Dresdner Zwingers?
Bäh!
Angebot erstklassiger Gartenwerkzeuge, unkitschiger Rankgerüste, schöner Etiketten e.t.c. das sind Dinge, die in jedem Garten gebraucht werden.
erstklassige Gartenwerkzeuge gibs in jeder guten Gärtnerei und Rankgerüste bastelt man sich geschickt aus Monierstahl, und Etiketten schnibbelt man sich aus alten schwarzen Plastiktöpfen zusammen, oder aus Aluminiumblech.
Gartenlady Gartenwelt ist nicht meine Welt. Ich bin allerdings hocherfreut, wenn ich auf einem Garten(floh)markt wie jedes Jahr im April bei Gaißmayer antiquarisch Gartenbücher finden kann, die sonst schwer zu bekommen sind.
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Ich bin allerdings hocherfreut, wenn ich auf einem Garten(floh)markt wie jedes Jahr im April bei Gaißmayer antiquarisch Gartenbücher finden kann, die sonst schwer zu bekommen sind.
Hallo pearl, welches sind deine besten Gartenbücher welche du antiquarisch erworben hast?
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- Karl Foerster, Gartenfreude wie noch nie 30er Jahre - neu aufgelegt unter dem Titel: Freude und Ärger im Garten
- Karl Foerster, Einzug der Gräser und Farne in die Gärten
- Karl Foerster, Winterharte Blützenstauden und Sträucher der Neuzeit - aus dem Bestand des Palmengartens
- Beth Chatto, Im grünen Reich der Stauden
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ach so, ja, die obigen habe ich auf dem Gartenmarkt bei Gaißmayer erstanden.
Allgemein die besten antiquarischen willst du wissen?
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ich mag auch gern alte Gartenbücher. Meine Favoriten sind
Gerd Krüssmann, Handbuch der Laubgehölze Band 1 - 3
Gerd Krüssmann, Handbuch der Nadelgehölze
E. Silva Taruca u. Camillo Schneider, Unsere Freilandlaubgehölze
E. Silva Taruca u. Camillo Schneider, Unsere Freilandnadelgehölze
E. Silva Taruca u. Camillo Schneider, Unsere Freilandlstauden
Aber auch einige alte Bücher über Obstbau u. -sorten mag ich.
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pearl, ich meinte es schon allgemein.
Womit beschriftest du die Etiketten aus alten schwarzen Plastiktöpfen?
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mit silbernen Paintmarkern von Edding. Die weiß schreibenden Stifte funktionieren nicht. Diese Art der Beschriftung ist nicht so störend wie weiße Etiketten, oder gar gelbe und erinnert mich an die Beschriftung von Obst und Gemüse.
Dieser Taruca, ist das der Graf, der den Park in Pruhonice hatte?
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Du meinst, die weißen Lackstifte funktionieren nicht? Ich habe einige Töpfe, die sind prima damit beschriftet und stehen schon fast ein Jahr lang draußen...
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ja das ist er Ernst Graf Silva Tarouca, warst du schon mal in Pruhonice? Er hat ja den Park der dendrologischen Gesellschaft ....... gestiftet.
Mir scheint aber, er hat auch seinen Namen für das dreibändige Werk gestiftet (Herausgeber), der Fachmann war wohl u.a. Camillo Schneider.
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ich hab schon mal bei ZVAB nachgeschaut. Die Bücher von Tarouca scheinen gerade antiquarisch nicht angeboten zu werden. Schade.
In Pruhonice gibt es einen Botanischen Garten. Der Irisspezialist Dr. Milan Blazek hat mich dorthin eingeladen. Er soll ein wandelndes Lexikon sein!
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so, jetzt. Den Camillo Schneider habe ich gefunden! Er hat mit Foerster an der Zeitschrift Gartenschönheit gearbeitet.
Die Freilandstauden habe ich jetzt auch gefunden. Ob ich es mir bestellen soll?
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pearl, das Angebot würde ich nicht ausschlagen.
Ich war zwar auch noch nie dort aber es ist ein Traum von mir.
Zur Einstimmung lies dir mal diesen Artikel in einer "Stillen Stunde" durch.
http://www.paeo.de/h1/schneider/vierle/04.html
Zu den Büchern gleich.
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@pearl,
das vierbändige Werk von G.Krüssmann ist schon ein Spitzenwerk, welches kaum angeboten wird und sehr gesucht ist. Es behandelt aber nur Gehölze und keine Stauden.
Ähnlich ist es mit dem E.Silva Tarouca welches auch so gut wie nie angeboten wird. Es ist allerding auch viel früher erschienen ist (1913).
1927 erschien dann, glaube ich, bereits die vierte Auflage. In diesen Bänden kann man ersehen was es zu dieser Zeit auf dem Pflanzenmarkt so gab. Teilweise ist das schon interessant.
Vor einiger Zeit (in 2007) wurde das dreibändige Werk mal in Bonn für den Schnäppchenpreis von 120 € angeboten, war aber sofort wieder vergiffen bevor es eine Bekannte von mir kaufen konnte.
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sind die Tarouca/ Schneider Bücher in Fraktur?
Um zu sehen was es auf dem Pflanzenmarkt so gab habe ich ja gerade die Bücher von Foerster, der zwischen 1920 und 1970 publiziert hat. Auch ein Katalog von 1927/1928 ist sehr interessant.
Bezüglich der Bestimmung alter Irissorten bin ich sehr hinter solchen Quellen her.
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nein, keine Fraktur Schrift, ich mußte erst nachsehen und wußte es garnicht da ich keine Schwierigkeit beim Lesen damit habe. Die Bände sind durchgehend bebildert (Fotos in schwarz/weiß und teilweise in Farbe) Ich könnte dir mal eine Seite einscannen und zumailen.
Hast du Schwierigkeiten beim Lesen von Fraktur?
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ich hab alle Bücher mit Fraktur rausgeschmissen. Eine plötzliche Abneigung? Oder die Weigerung die Lesebrille zu benutzen?
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Über Iris sind es ca. 8 Seiten einschl Bilder. Es werden Arten und auch Sorten behandelt. Was möchtest du wissen?
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alles!
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Crispa,
dein Link hat mich überzeugt. Wenn der Herr Schneider so sarkastisch übre die gründerzeitlichen Scheußlichkeiten in prämierten Gärten lästern konnte und ein Buch über Prostituierte geschrieben hat - angeregt durch seine Frau, die in dem Beruf tätig gewesen war, dann ist es eine Pflicht für mich sofort das Buch zu bestellen.
Im Ernst, in deinem Link sind alle Botaniker und Gärtner aufgezählt, die überhaupt von Bedeutung waren. Das muss eine aufregende Zeit gewesen sein und irgendwie dicht.
Gerade ist meine Bestellung rausgegangen.
Jetzt sollten wir möglicherweise einen eigenen thread draus machen, oder? Dass wir hier noch rumquatschen können, liegt nur an den späten Abendstunden.
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Was das betrifft, so genieße ich Zufallsfunde in Universitätsantiquariaten.
Wie z.B. Gustav Hegis "Alpenflora", in dessen Büchlein auch die volkstümlichen Namen von Alpenpflanzen vermerkt sind. Oder weiß jemand, was sich hinter Namen wie Pfaffenhosen, Gugguhandschuh, Kardaunglocke verbirgt? (= Gentiana acaulis).
Und klar doch Foerster, mit seinem umwerfenden Schreibstil: "Der Steingarten der sieben Jahreszeiten".
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Das ist alles sehr interessant, aber irgendwie OT.
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sehr spannend für mich (und besser wie eine maikäferdiskussion über geschmäcker führen1). Wird schon mal abgetrennt werden der bücherteil.
danke für den tip und link(!) über Schneider! die "Gärtnerische Vermessungskunde" hab ich grad erst wo annonciert gesehen, aber wo??
nachtrag: hier der link zum beginn der arbeit Claudia Vierles über Schneider KLICK. Toll das paeon das auf seiner HP hat.
lg, brigitte
1 eine von vornherein sicher ergebnislose diskussion heisst bei uns "über die unsterblichkeit der maikäfer diskutieren". Wird hier im forum ja gerne von einigen wegen grossen erfolges dauerprologniert)
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So, zurück zum Thema. Ich fahre nur auf 2-3 Märkte im Jahr. Heute war ich in Wiesenburg/Mark. Es war nett und finanziell in Ordnung. (Das heißt, die Unkosten sind rein gekommen, über den erzielten Stundenlohn schweige ich lieber.)
Ich hatte super schöne Baptisia australis mit, mehrtriebige, sehr kräftige Pflanzen, die garantiert nächstes Jahr blühen. Von denen habe ich nicht eine einzige verkauft.
Ebenfalls sehr schöne, blühende Geranium 'Vicky Linn' wurden gleichfalls mit Missachtung gestraft, aber zumindest habe ich einige Pflanzen verkauft und eine an eine Staudengärtnerkollegin verschenkt.
Sehr gut gingen blühende Polsterphloxe und rote Aubrieta. :P
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Das ist doch immer so, gekauft wird nur was blüht.
Das ist sehr schade denn um alle Stauden blühend zu zeigen müßte man ja mindestens einmal im Monat einen Gartenmarkt durchführen.
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Du hast ja Recht. Mich nerven nur so ein ganz kleines bisschen die Leute, die über das Angebot normaler Gartenmärkte mäkeln und Buntbildetiketten als Teufelszeug ansehen.
Wenn ich schon mal als Anbieter auf einen Markt fahre, nehme ich vor allem blühende Stauden mit und soweit vorhanden kommen bunte Bildetiketten dran. ;)
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Ja, das Auge kauft eben mit ;).
Wenn ich eine bestimmte Pflanze suche, mache ich das garantiert nicht auf einem Gartenmarkt, weil ich es auch gar nicht erwarte, daß sie dort angeboten wird.
Es sei denn es ist ein Spezialmarkt, wie Agapanthustage oder dergleiche. Dann schaue ich mir jedoch vorab die Ausstellerliste an und informiere mich, ob der ein oder andere meine Wünsche evtl. erfüllen kann.
Und Asche auf mein Haupt, auch ich kaufe auf einem Gartenmarkt mit dem Auge. Sei es nun der Blüte, der noch nicht gekannten, toll gewachsenen Pflanze oder mir Unbekannten was interessant ist.
Schon einige Male habe ich für eine Allerweltspflanze tief in die Tasche gegriffen weil sie sich gerade in ihrer vollen Schönheit präsentierte.
Zu erwarten, daß auf einem Gartenmarkt mit Spezialitäten Umsatz gemacht werden kann, halte ich für blauäugig, es sei denn es ist ein Raritäten- oder Spezialmarkt.
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jo, clever ist es, wenn Gärtner beides anbieten, etwas für die Laufkundschaft - die Seeleute - und für die Liebhaber. Was ich allerdings hasse ist, wenn Gärtner so weit in ihrem Opportunismus oder Gewinnstreben gehen, dass sie große Töpfe mit Fingerhut für teuer Geld verkaufen oder Lupinen oder so Zeug, dass nur eine kurze Zeit Freude macht und dann nie wieder. Irgendwo hört es auf. Irgendwie möchte ich ein geringes Maß an Moral bei Gärtnern zu gerne sehen.
fars, dieser Camillo Schneider hat mit diesem Rehder zusammen gearbeitet, der der Erstautor von diesem Rhododendron purdomii war.
Ich verlinke mal den neuen Antiquarische Bücher thread von gestern Nacht: Antiquarische Gartenbücher, welche sind eure liebsten und wo sind sie her .
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So, zurück zum Thema...Es war nett und finanziell in Ordnung...
Wenn ich eine bestimmte Pflanze suche, mache ich das garantiert nicht auf einem Gartenmarkt...
Das ist doch immer so, gekauft wird nur was blüht.
...
usw
um auf die eingangsfrage zurückzukommen (und das war nicht eine neuauflage der frage "was kauft wer warum am gartenmarkt" 8) )
was haltet Ihr nun vom vorschlag einer standardisierten bewertung von gartenmärkten? Wie schon geschrieben, es brächte meines erachtens was.
lg, brigitte
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Was ich allerdings hasse ist, wenn Gärtner so weit in ihrem Opportunismus oder Gewinnstreben gehen, dass sie große Töpfe mit Fingerhut für teuer Geld verkaufen oder Lupinen oder so Zeug, dass nur eine kurze Zeit Freude macht und dann nie wieder. Irgendwo hört es auf. Irgendwie möchte ich ein geringes Maß an Moral bei Gärtnern zu gerne sehen.
Was soll immer dieser elitäre Anspruch? Gärtner wollen verkaufen. Und wenn sie das gesamte Spektrum der Interessen abdecken können, umso besser.
Von einer Bewertung der Gartenmärkte halte ich wenig. Dazu sind sie zu sehr den Änderungen unterworfen und was dem einen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigal.
Es wäre aber m.E. hilfreich, wenn Schwerpunkte im Angebot genannt werden.
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Ich finde es schon interessant, wenn Gartenmärkte bewertet werden. Da kann man leichter entscheiden,welcher einem persönlich interessant erscheint - seien es ein bunter Blumenmarkt oder eine Schneeglöckchenverkauf.
So ein Unterforum, bei dem ausschließlich Threads zu den einzelnen Gartenmärkten interessierte mich. Da könnten Angaben zu Angeboten und Käuferverhalten gemacht werden - und die Veranstalter könnten die Möglichkeit erhalten Öffnungszeiten und Anbieter zu veröffentlichen, gegen Bezahlung.
Viele Grüße
Peter
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der springende punkt ist eben wie die bewertungskriterien festgelegt werden.
ziel: hilfestellung für den geschätzten besucher, ob der ins auge gefasste markt seine eule oder doch seine nachtigall ist.
also z.b. (zustimmung/ablehnung in abstufungen):
hat raritäten
hat aktuell blühendes
hat stauden
hat gehölze
hat kletterer
hat ausetzware
hat swimmingpools
hat modeschmuck
hat teure deko
hat billigere deko
hat nur essstände
hat ein lokal
hat aussteller bei denen man vorbestellen kann
hat bücherstände
hat ....
und extrakommentare sollten eventuell auch möglich sein.
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Die Liste ist im Ansatz gut (was ist 'Aussetzware'?), allerdings weiß ich nicht, ob sie der Realität stand hält. Zahl und Art der Aussteller ändert sich doch von Jahr zu Jahr, und selbst wenn ein Aussteller konstant einen Markt bedient, heißt das nicht, daß er auch seinen Qualitätsstandard hält.
Wobei die Frage "Wie gut ist ein Aussteller" entsetzlich subjektiv ist. Manche Leute sind wirklich dankbar, wenn sie einen 5-l-Topf mit blühendem Fingerhut abschleppen können...
Ich kenne Händler, die haben keine eigene Produktion, die tingeln mit morgens noch schnell im Gartencenter gekaufter Ware über die Märkte, raspeln Süßholz (Witzwentröster), machen unglaubliche Versprechen ("Selbstverständlich ist Passiflora lutea winterhart!") und ziehen so die Kunden reihenweise über den Tisch.
Und trotzdem schwärmen immer wieder Leute von dem dubiosen Angebot, sogar aufgeklärtes Volk in Fachforen. :-X 8)
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Gestern war ein Händler dabei, der hatte die Schokoladenblume (Cosmos atrosangineus) im Angebot. Ich wurde auch gefragt, ob sie winterhart sei. Meine Antwort: „Bei mir nicht, beim Kollegen schon.“ ;D
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Der ist gut! ;D ;D
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Die Liste von Riesenweib finde ich gut.
Auch kann ich nicht bestätigen, daß sich die Zusammensetzung der Messen und Märkte von Jahr zu Jahr besonders verändert.
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ich finde eben eine lockere Diskussion über das was einen am Gartenmark interessiert und ein Bericht darüber, was man gekauft hat und wie das allgemeine Befinden war reicht völlig. So ist es bei dem Hessenpark gelaufen und jeder, der diesen Markt besucht kann sich selber ein Urteil bilden aus den Beiträgen oder gezielt fragen.
Das finde ich differenzierter als ein Notensystem oder eine Checkliste. Deshalb finde ich auch eine Diskussion über antiquarische Bücher in dem Zusammenhang sinnvoll, weil daraus dann klar wird, dass der Flohmarkt bei Gaißmayer im April jeden Jahres in der Beziehung lohnenswert ist!
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Vor lauter Frust über die Tatsache, wer von den Veranstaltern in meinem Gartenterminkalender aufgenommmen werde möchte ("aber unser Flohmarkt findet doch in einem Park statt" usw. :o ) habe ich für diese mal eine Zusammenstellung gemacht und auf die ich sie dann hinweise. (Ist sonst nur über die Sitemap zu erreichen...)
Hier der direkte Link Was ich von einer guten Gartenveranstaltung erwarte
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Warst du wieder fleißig... 8)
Was hast du gegen Jodeln? Ganz abgesehen davon, daß ich Berieselung in egal welcher Form zu einer Zeit, wo ich auch gerne Vögel zwitschern höre, selbst wenn ständig Menschen dazwischenquatschen, als unangenehm empfinde, ist die Art der musikalischen Darbietungen doch Geschmackssache.
Für Produkte aus pflanzlichen Stoffen, zum Beispiel Körbe oder Reisigbesen würde ich persönlich Ausnahmegenehmigungen erteilen, hingegen könnte ich auf die Pantomime verzichten. Es sei denn, sie mimt zu Jodelmusik.
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Jodelduos oder Alphornbläser, Kammerensemble, sowie solche Musik wie die der March Brothers auf Faszination Garten finde ich sehr angenehm und untermalen eine Veranstaltung auf gelungene Weise. Was ich persönlich nicht abkann, ist laute Blechmusik jeglicher Art.
Sobald das Tamtam, Feuerwerk und sonstiger Begleiterscheinungen überhand nehmen und Garten und Pflanzen nur noch als zahlende Behübschungsunternehmen fungieren, ist es zumindest daneben und verdient nicht mehr die Bezeichnung "Gartentage", sondern hat dann wohl eher etwas mit einem amerikanisches Megaevent mit Unterhaltungscharakter und Berieselungstaktik zu tun. Leider geht der allgemeine Trend dahin, so leid es tut.
Das sollten sich wesentlich mehr Besucher bewusst sein.
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Hoppla, ich war länger nicht mehr im Forum. Maria Zauberfeee spricht mir aus dem Herzen. Das wären auch meine Kriterien. Mein Anlieghen war es aber, dass man ggfls. in einem eigenen Forum Meinungen austauscht und diese in eine Übersicht gibt. Ich gebe aber zu, dass das sehr schwierig sein dürfte. Vielleicht hat aber auch hier noch jemand eine Idee? Vielleicht brauchen wir das aber auch nicht noch zusätzlich. Oder?
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amerikanisches Megaevent
::)
Und das ist dann gleich wieder "amerikanisch". ::)
Ich lese eine Reihe amerikanischer Gartenblogs und kenne amerikanische Gärtner, da bin ich immer ganz neidisch, was die ortsnahen untergrundhaften kleinen Gartenveranstaltungen und -netzwerke angeht. Das finde ich auch ziemlich amerikanisch, und bei uns gibt's das eher wenig.
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Also gut, du hast ja völlig Recht! Wir verbinden "amerikanisch" immer mit Megadingen, was ja natürlich Quatsch ist. Also das nächste Mal immer in Anführungsstrichen! Allerdings kommt dies ja auch nicht von ungefähr, die Bezeichnung amerikanisch für teils oberflächlich oder riesig.
Gerade viele der Gartenszenerien, sowie der Pflanzentausch findet dort oft in kleinen "Rähmchen" statt. Aber das gibt es doch bei uns auch.
Für mich ist ein guter Gratmesser für eine gelungene und niveauvolle Veranstaltung eine Sache, die ein Außenstehender nur schwer erkennt, nämlich die Etikettierung der Pflanzen an Gartenmärkten, d.h. ob sie angenommen wird oder nicht. Ich kenne bekannte belgische und holländische Anbieter, die lassen ihre Kisten fallen, von einem gelungenen Standaufbau und einer Einzeletikettierung weit und breit nichts zu sehen!
Während in Frankreich und England ein Etikettchen zu jeder angepriesenen Pflanze wie das Amen im Gebet gehört, scheren sich die Besucher bei uns kaum darum, hier wird meist nach dem Auge bzw. nach dem Preis gekauft, 0,05 % aller Besucher sehen sich Etiketten genauer an, betreiben "Etikettenbotanik" oder interessieren sich für bestimmte Pflanzengruppen und verlangen kaum mal ein Etikett.
Dies alles ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber es stimmt mich langsam, aber sicher ein wenig nachdenklich, wenn man hier den Vergleich mit anderen Branchen zieht.
Jetzt vereinigen sich an bestimmten Gartentagen eine geballte Ladung an Fachwissen und Kompetenz und das Publikum nützt es nicht, es ist dies anscheinend schlichtweg wurscht! Ein schöner Nachmittag war's, mit tollen Blümles! ::)
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Also auf Etiketten lege ich sehr großen Wert! Ich möchte schon wissen, ob das jetzt wirklich die von mir schon lange gesuchte Pflanze ist, oder der nur zufällig ähnlich sieht. ;)
Bei einigen Pflanzen ist das Auseinanderhalten auch nicht so einfach, selbst ich kann nach 7 Jahren Duftpelargoniensammlerei unblühende Exemplare nicht immer unterscheiden. Außerdem kann sogar ein und dieselbe Sorte je nach Standort und Dünger total unterschiedlich aussehen. Nur mal so als Beispiel.
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Ich finde es wichtig, dass in den Pflanzen, die ich kaufe Etiketten stecken. Am Samstag in Hannover musste ich manchmal nachfragen, aber meistens waren die Pflanzen ordentlich etikettiert. Ausgerechnet am Stand eines bekannten Anbieters für Host aund anderes wurden die Pflanzen nicht etikettiert verkauft. Ich unterhielt mich während des Kaufs und achtete nicht auf die Töpfe und habe nun zwei Pflanzen von denen ich nicht weiß wer sie genau sind. Fand ich schon ärgerlich, als ich dies zu Hause bemerkte.
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Für mich ist ein guter Gratmesser für eine gelungene und niveauvolle Veranstaltung ... die Etikettierung der Pflanzen an Gartenmärkten ...
Ich kenne bekannte belgische und holländische Anbieter, die lassen ihre Kisten fallen, von einem gelungenen Standaufbau und einer Einzeletikettierung weit und breit nichts zu sehen!
Während in Frankreich und England ein Etikettchen zu jeder angepriesenen Pflanze ... gehört, scheren sich die Besucher bei uns kaum darum, hier wird meist nach dem Auge bzw. nach dem Preis gekauft, 0,05 % aller Besucher sehen sich Etiketten genauer an ...
sarastro,
wie gut kann ich das verstehen! Gerade die Holländer sind irgendwie verächtlich mit ihren Pflanzen, wie sie die dem "blöden Volk" vor die Füße knallen! "Es gibt bei Agapanthus keine Arten." War die Antwort auf meine Frage an einen eben aus den Niederlanden kommenden Anbieter im Hessenpark. Ich hab mich umgedreht und bin gegangen. Solche Lümmel sind mir zu unverschämt.
Bartiris mit völlig trockenen und fauligen Rhizomen in Kisten, die ein grellfarbiges Bild tragen. Das habe ich im Frankfurter Palmengarten mit Entsetzen festgestellt, wird vom Publikum einfach hingenommen! Gleich habe ich am nächsten Stand eine sorgfältig getopfte und etikettierte 'Hermann Hesse' von Peter Werckmeister* erstanden. Aus Protest und überhaupt um meinen Staudenfreundinnen zu zeigen wie es geht.
Völliges Unverständnis von der Seite.
Ich werde weiter etikettieren! Auf Teufel komm raus.
Was Piet Oudolf in Holland macht, ist die Selbstbedienungsetikettierung. Schlau das! Für die Dames, die sowieso ihre Lesebrille im Buss haben liegen lassen!
Die andere Version in Gärtnereien ist, dass erst Pflanzen, die auf dem Verkaufstisch stehen, ein Etikett erhalten.
Das führt jetzt aber zu weit vom Thema ab ...
* natürlich nicht von ihm persönlich, er ist der Züchter
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So weit weg vom Thema ist das gar nicht! Die Qualität von Gartenmärkten beginnt mit der Qualität der Anbieter.
Vor Jahren, als der ganze Rummel um den Wanderzirkus anfing, war es noch "heilige Pflicht", nur Pflanzen aus eigener Produktion anzubieten. Jetzt sind wir weit davon entfernt, zumindest wir sind eine der wenigen, die keinen Zukauf anbieten.
Heute findet man bei den meisten Kollegen mindestens 20 %, manches Mal bis zu 50 % und mehr an zugekaufter Ware, die vom Großmarkt bzw. vom Lieferanten stammt, der Gartencenter bedient. Für mich kommt diese Vorgehensweise schon fast wie ein "Sittenverfall" vor. Wenn dann noch Stauden ohne Etiketten angepriesen werden und ein schnodderiger, lahmer Verkäufer im Lehnstuhl sitzt, der nur wenig Ahnung von der Materie hat, kommt mir das Grausen. Dann lieber ganz bleiben lassen! Das Traurige ist nur, dass die Veranstalter keinen Blick für solche "Nebensächlichkeiten" haben.
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Es kommt immer auf den Markt an. Viele Kunden wollen bunten Kram. Ich fahre ja wirklich nur zu 2-3 Märkten im Jahr. Letztens hatte ich extra Etiketten, einen Schreiber und die Liste der gepackten Sorten mit. Die Pflanzen selber waren mit bunten Etiketten versehen. Nicht ein einziges Mal musste ich die Sorte an die Pflanze schreiben.
Viele Grüße
Peter
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Man kann seine Kunden auch erziehen...
Auf Märkten frage ich bei nicht etikettierten Pflanzen grundsätzlich nach dem botanischen Namen und der Sorte, und wenn ich kaufe, dann fordere ich ein Etikett.
Die Reaktionen von Händler-/Erzeugerseite sind unterschiedlich. Einige zücken sofort ein Etikett und beschriften es. Andere stieren mich an, als hätte ich etwas Unmögliches verlangt.
In Gärtnereien komme ich mit Selbstschreibsystemen ebenso gut klar wie mit vorgedruckten Etiketten, die man selbst in den Topf bastelt. Wichtig ist mir da nur, daß die Pflanzenquartiere gut getrennt und deutlich bezeichnet sind.
Im eigenen Garten gebe ich Pflanzen fast ausschließlich mit Etikett ab. Bei Pflanzen, die völlig einziehen, bestehe ich darauf, daß die Pflanzstelle markiert wird. Irgendwie muß man die Leute doch ans Mitdenken kriegen...
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Beim Hessenhof sind die Etiketten immer bei den Fächern der verschiedenen Pflanzen. Doof wird es dann nur, wenn Käufer sie in die verkehrten Halterungen zurückstecken( solls geben! :-X) Dafür kann man ja wohl kaum den Gartenbetrieb verantwortlich machen und schwerlich verlangen, dass er dieses Chaos jeden Abend behebt! ;) Ein bisschen Eigenverantwortung sollte man schon haben ;)
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Da muss ich mich mal outen, das mit den Etiketten ist mir auch schon passiert. Ganz in Gedanken und dann.....habe es noch gemerkt, aber wie oft war das nicht der Fall? Das weiß ich und sicher auch andere nicht.
Gruss Michaela
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Nur wer nichts tut, macht nichts falsch! ;D Aber wieviele sagen nicht hinterher, das ist falsch etikettiert, ohne sich Gedanken zu machen, wie sowas passieren kann....... ;)
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abgesehen davon, dass wirklich unglaublich viele menschen, und auch menschen wo es ganz unglaublich ist, dass sie zu den unglaublich vielen gehören, nicht wissen wo sie etwas, dass sie in der hand haben, eigentlich hergenommen haben, und es ergo nicht dorthin zurück geben können -
kann ich nicht das etikettieren eines teils das ich verkaufe dem kunden überlassen und dann sagen " der hat net aufgepasst" oder "kann passieren". Wenn im supermarkt auch die etiketten herumlägen bei den regalen, noch dazu so, dass die rausgenommen und irgendwo wieder reingesteckt werden könnten, und also die unbedarfte kunde dann mit einem sauermilchetikett am joghurt davonginge - da wäre ein kreischen durch alle hallen zu hören!
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Hör mir auf, ich habe gerade im geschlossenen Zustand den Mohn 'Patty Plum'gekauft ( 2 Stück!) in einem sehr ordentlich geführten Gartencenter. Vor ein paar Tagen ist er aufgegangen knallrotorange in einem blau-lila cremégelben Beet.- Kreisch!- :o :o :o. Wem soll ich dafür einen Tritt in den ......... ;D ;D ;) Umtauschen geht nicht, das Gartencenter war in Deutschland und den Mohn werde ich irgendwo dumpen...... der ist zu arrrrrrrrg :P :P ;D ;)
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Diese Farbe tu ich mir doch nicht freiwillig in den Garten...... ;D ;D ;D
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beide rot?
anrufen? zurückschicken? Porto zahlt Empfänger?
Nimm den Mohn noch ganz schnell raus, ehe du ihn nicht mehr los wirst. Sei wegen Patty's Plum nicht traurig, eine richtige Mickerzicke. Blüht bei mir höchstens alle drei Jahre, wächst dauernd rückwärts. Aber da gibt es noch einen Mohn 'Marlene', der stabiler ist, in einer weinrot-lilanen Farbe, nicht ganz so morbid wie Patty, aber auch sehr schön.
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Immerhin hat er noch Fransen!
Ich habe letztes Jahr "Perry's White" gekauft, auch im Gartencenter, gebe ich zu. Dieses Jahr nun Knospen, gespanntes Warten - und was kommt raus - der ganz gewöhnliche orangerote.
Da ist deiner noch etwas besonderes.
Rote Möhner mag ich ja ganz gern, nur eben nicht ein Unmaß an Orangerot.
Patty, auch letztes Jahr gekauft hat dafür zwei schöne morbide Blüten geliefert, die erstaunlich lange hielten und hervorragend zu den älteren Schwertliliensorten passten.
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ich habe mir bei den Reutlinger Gartentagen Nachtviolen gekauft. 2 weiße, 2 rötlich-violette, vorbildlich mit Etikett versehen. Jetzt blühen sie -- alle blühen weiß ::) ;D
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Bei uns im Schlosspark sind es riesige Horste, werde mir da ein paar Stecklinge erbetteln ::)schliesslich arbeite ich da ja auch, aber man will ja nicht unbedingt "nassauern". Ich habe noch einen morbidfarbenen Mohn gekauft, der könnte das sein ,callis. Hab natürlich das Schild weggemacht ::) GG wollte kein "Gartencentrum" ;D ;D. Der hat die richtige Farbe, naja, wenigstens der, welcher blüht..... ;D ;)
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@ RosaRot ich habe ihn bei einer alten Schwertlilie gesetzt, farblich einwandfrei, sofern es Patty Plum"wäre. Schau selbst. Hier steht sie als 'Kupferhammer', die keine Kupferhammer ist...... ;D
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Naja , Crambe, weiss geht ja noch, ist zwar ärgerlich, dass alle dieselbe Farbe haben, aber knallrot wäre doch bestimmt zum Schreien ;D. Rot dürfen bei mir nur die Tomaten, aber ehrlich gesagt habe ich die Schwarzen da auch viel lieber. :D
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Aber schön ist sie, die "Nicht-Kupferhammer"!
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OT Anfang-Stammt aus einem Weinberg im Badischen ;D ;D ;D- OT Ende
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Jetzt blühen sie
Eigentlich ist die Blütezeit ja gar keine gute Zeit um Pflanzen zu versetzen. Aber zumindest blühende Gehölze (Rosen, Rhodos, Strauchpäonien) kaufe ich gerne blühend, da weiß ich, was ich kriege und nicht nur was auf dem Etikett steht. ::)
Um beim Thema zu Bleiben:
Ich fände einen Thread, in dem verschiedene Gartenmärkte kommentiert werden (was gibts dort, wie war's, ...) ganz interessant. Aber eigentlich tut's es für mich auch, die jeweiligen Vorjahres-Threads rauszukramen und zu gucken, wer mit welchen Kommentaren dort war. Da kann man sich das meiste dazu schon vorstellen.
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Bei teuren Pflanzen im Kontainer, ist das eine Überlegung wert und das mache ich dann auch meistens. Bei Stauden die ein paar Euro kosten nehme ich dann schon mal das Risiko, aber "wurmen" tut es mich trotzdem..... ;D ;)
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Ist wahrscheinlich ein alter Hut für viele von euch, aber ich bin erst vor kurzem darauf gekommen: Ich fotografiere die Pflanzenetiketten vor dem Kauf!

Pflanzenetikett1.jpg

Pflanzenetikett2.jpg
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abgesehen davon, dass wirklich unglaublich viele menschen, und auch menschen wo es ganz unglaublich ist, dass sie zu den unglaublich vielen gehören, nicht wissen wo sie etwas, dass sie in der hand haben, eigentlich hergenommen haben, und es ergo nicht dorthin zurück geben können -
kann ich nicht das etikettieren eines teils das ich verkaufe dem kunden überlassen und dann sagen " der hat net aufgepasst" oder "kann passieren". Wenn im supermarkt auch die etiketten herumlägen bei den regalen, noch dazu so, dass die rausgenommen und irgendwo wieder reingesteckt werden könnten, und also die unbedarfte kunde dann mit einem sauermilchetikett am joghurt davonginge - da wäre ein kreischen durch alle hallen zu hören!
Du bringst mich auf tolle Ideen... Etikett von Hosta für 5 Euro an Hosta für 20 Euro macht 15 Euro Reingewinn. 8)
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Nimm den Mohn noch ganz schnell raus, ehe du ihn nicht mehr los wirst. Sei wegen Patty's Plum nicht traurig, eine richtige Mickerzicke. Blüht bei mir höchstens alle drei Jahre, wächst dauernd rückwärts. Aber da gibt es noch einen Mohn 'Marlene', der stabiler ist, in einer weinrot-lilanen Farbe, nicht ganz so morbid wie Patty, aber auch sehr schön.
haste denn die Marlene?
Ich ja, schon - seit sie das erste mal im Katalog stand. Kein Vergleich zu Patty's Plum! Und die ist ein überaus vitaler Mohn. Ich hab ihn aus verschiedenen Quellen. Alle sehr gesund und wüchsig. Nur haben die Blüten einen Nachteil: sie halten nicht lange. In heißen trockenen sonnigen Jahren nur ein paar Stunden, dieses Jahr bei bedecktem Himmel einen Tag, aber es ist eine Show!
Wenn ich dazu komme zeige ich im passenden fred Bilder.
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Irisfool,
deiner ist der Türkenlouis, eine sehr wertvolle Staude, immerhin.
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Jetzt seid ihr aber weit abgeglitten!
Ich meinte zuerst, die Etikettierung zeigt mir als Verkäufer, wie anspruchsvoll die Kunden bei der jeweiligen Veranstaltung sind. Bei der einen Veranstaltung sollte alles etikettiert sein, da die Kunden darauf bestehen, bei anderen Gartentagen mit Eventcharakter kannst du fast gänzlich auf eine Etikettierung verzichten, wenn man die entsprechenden Pflanzen mithat. "Miezitanten-Pflanzen" nennen wir diese neuerdings, solche, die sich quasi von selbst verkaufen. Möhne gehören dazu, aber auch Glockenblumen, Allium 'Purple Sensation', Rittersporn, Sonnenhüte und einiges mehr.
Buntbildetiketten haben meins Erachtens auf keiner Gartenschau etwas verloren. Man stelle sich nur diesen scheußlichen Etikettenwald im Garten als Endprodukt vor, außerdem gibt es für viele Sortimente gar keine Buntbildetiketten, Gott sei dank!
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außerdem gibt es für viele Sortimente gar keine Buntbildetiketten, Gott sei dank!
Du brauchst nur welche drucken lassen. ;)
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Genau die Buntbildetiketten, bei denen der Garten zum Gartencentrum mutiert , wenn man sie zu den Pflanzen stecken würde...... :P. Eine Vorteil haben sie inzwischen sie sind so in die Töpfe geklemmt, dass ein Käufer sie schon mit einigem Kraftaufwand herausziehen müsste um sie zu verwechseln! Was die "Vermehrungsbetriebe" leider nicht hindert falsch zu etikettieren, wie man bei mir bei 'Patty's Plum' und 'Türkenlouis' bemerken konnte. Gestern Abend hörte ich, dass auch die gekauften weissen Mohne meiner Schwester orangerot sind. Da hat wohl einer voll geschlafen :P :P :P
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Wo Menschen arbeiten, werden Fehler gemacht. Zum Glück können umfangreiche Sortimente noch nicht mit Maschine produziert und etikettiert werden. ;)
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Woher habt ihr nur euren elitären Fimmel?
Es müssen doch auch neue Käuferschichten gewonnen werden. Wenn nur die Staudenkenner aufkreuzen würden, wär es für die Staudengärtner womöglich die Marmelade, aber Brot und Butter müssen es doch auch sein.
Zwar sind die meisten Etiketten scheußlich, aber sie geben zumindest erste Hinweise. Wenn ich an manche belagerten Stände denke, bei denen man absolut keine Chance hat, an den Anbieter heranzukommen oder der auch nicht gerade ein guter Erklärer ist, dann wäre mir ein Etikett schon recht.
Oder sollen die Käufer etwa mit einer reich bebilderten Staudenenzyklopädie antreten?
Wenn ihr Staudengärtner so genervt seid, dann stellt doch ein großes Schild auf: "Hier werden nur Kenner und erfahrene Hobbygärtner bedient!"
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Ich fühle mich von fars nicht angesprochen!!!
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... und ich gestehe zu den Leuten zu gehoeren, die eine Besonderheit gerade wegen eines bunten Etikettes uebersehen wuerde... ::)
Zur Berwertung:
Ich gucke mir die Ausstellerliste an und auch wer welche Komentare in welchem Forum macht - da weiss man dann zumindest wo man nicht hin muss 8) - dieser Thread ist diesbezueglich bisher nicht sehr aussagekraeftig ::)
lg tomir
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Staudenmanig, nett dass du die Leute verteidigst, aber es kommt einfach zu oft vor, dazu muss ich zugeben am meisten in einem Gartencenter. So hatte meine Schwester nach jahrelangen Käufen im Gartencenter noch nie eine weisse Iris, dafür inzwischen alle "Irisregenbogenfarben", bis ich ihr dann die Richtige besorgt habe. Das grenzt dann wohl schon an Dauerpech?????
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Insbesondere bei Baumarktgartencentern steigt die Fehlerquote drastisch wegen des massiven Druckes auf die Lieferanten. Die müssen alles komplett zum vereinbarten Termin an viele Baumärkte gleichzeitig liefern. Da wird manches durcheinander geraten und dass gepackt wird, was gerade da ist, mag auch sein ...
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Das war zwar kein Baumarkgartencenter, sondern ein recht gut sortiertes , ordentlich geführtes mit nicht nur 'Allerweltspflanzen", aber das nimmt natürlich nicht weg, dass sie vielleicht dieselben Lieferanten haben ;). Bei puren Staudengärtnern habe ich noch nie die verkehrten Pflanzen bekommen, das muss ich mal zu eurer Ehrenrettung sagen :-*
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Bei puren Staudengärtnern habe ich noch nie die verkehrten Pflanzen bekommen, das muss ich mal zu eurer Ehrenrettung sagen :-*
Vehementer Einspruch: Bei allen "großen" Namen habe ich Fehllieferungen gehabt. Sowohl in der Qualität als auch bei den Sorten.
Soll kein Vorwurf sein, da ich Staudi hinsichtlich menschlicher Irrtümer zustimme und nicht immer packt der Chef persönlich. Aber bitte keine Gloriolen!
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Weil ich den Angestellten aus tiefstem Herzen misstraue, pflanze ich die Mutterpflanzen immer höchst persönlich auf und denke mit einem breiten Grinsen an einen grün-roten Mischbestand von Cimicifuga zurück.
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Genau die Buntbildetiketten, bei denen der Garten zum Gartencentrum mutiert , wenn man sie zu den Pflanzen stecken würde...... :P.
Das einzige was mich an den Buntbildetiketten stört ist, dass die problematischen Aspekte einer Pflanze niemals erwähnt werden (stark kalkliebend/fliehend, wird von Schnecken gerne kahlgefressen, ist Zwischenwirt für Birnengitterrost, tödlich giftig, verursacht Vergiftungserscheinungen bereits beim Anfassen ...).
Ich kenne bei weitem nicht für alle gartengeeigneten Pflanzen die korrekte botanischen Bezeichnungen (schon alleine deshalb weil ich die Pflanzen nicht kenne...) und die deutsche Bezeichnung ist in der Regel nichtssagend. Ein Etikett mit einem guten Bild ist für mich durchaus hilfreich (damit meine ich nicht die "farbverbesserten" Fotomontagen die man in den Katalogen schlechter Versandhändler sieht). Eine schlechte Alternative wäre es Pflanzen nur noch bei voller Blüte zu kaufen.
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Mir ist es zuletzt in Freising aufgefallen, dass es gar nicht so leicht war, an Etiketten zu kommen. Die einen hatten nur in einer Pflanze ein Etikett drin (oder vielleicht zwei oder drei, zum Rausnehmen), so dass man lange suchen musste, die anderen hatten die Pflanzen nicht etikettiert und taten dies nur auf Nachfrage ("ja, bitte auch die Sorte..." ::) ). Eine weitere Ausstellerin hatte nur niedliche deutsche Namen dabeistehen, etikettierte aber dann anstandslos und freundlich (und der Stand war wirklich zauberhaft und bestach mit schönen Pflanzvorschlägen).
Ich frage mich jetzt natürlich, woran es liegt? Sehe ich vielleicht, Gott bewahre, zu miezitantenmäßig aus? Würde ich ohne Hut, mit 20 Jahren mehr oder gar mit 20 Jahren weniger auf dem Buckel besser bedient, als wie ich finde, wertvoller Kunde behandelt? Müssten 10 Kilo runter? Dreckige Fingernägel rauf? Woran erkennen die Gärtner eigentlich ihre Kunden? ist man erst satisfaktionsfähig, wenn man 90% des Sortiments spontan benennen kann und die restlichen 10% unter Entzückensschreien kauft?
Überhaupt, was macht einen Kunden zum guten Kunden?
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Überhaupt, was macht einen Kunden zum guten Kunden?
Er ist von Pflanzen begeistert und kauft ordentlich. ;)
Ob es ein Laie ist, der gerade anfängt oder ein Gartenspezialist, der sich freut mal etwas Neues zu finden, ist mir dann egal. Schön ist auch, wenn etwas Menschliches rüberkommt.
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Pimpinella, nimm es nicht persönlich.
Es ist ja nicht nur in der Pflanzenbranche so, dass viele nur froh sind, wenn die Kohle rennt. Leider! ::)
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Ich nehm es ja nicht persönlich, ich versuch nur eine gute Story aus den fehlenden Etiketten zu drehen. ;)
Er ist von Pflanzen begeistert und kauft ordentlich.
Aber was, wenn die Miezitante total begeistert von den blühenden Fingerhüten ist und gleich zehn davon kauft? Und dafür die persönlich aus dem afghanischen Hochland (unter Lebensgefahr!) importierte Mini-Alpin-Vogelmiere stehen lässt, weil sie einfach nicht schön genug blüht?
Die Miezitante geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
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@ fars, vielleicht habe ich noch keine schlechte Erfahrungen gemacht, weil ich alles selbst aussuchte und noch nie was schicken liess? Ausser Rosen aus Amerika, danke Jedmar, war supertolle Qualität und einmal 4 Crépuscule von Schultheiss , wo ich 4 bestellte und 5 bekam, also auch nur positive Erfahrungen gemacht habe. Nur mit Gartencentern habe ich einfach kein Glück ::) :P. Rote Begonien für weisse und das nicht nur einmal, das hat schon beinahe Tradition ;D u.s.w. Vielleicht wollen die alle nur dass mehr Farbe in mein Leben kommt......... ;D ;D ;D ;D ;)
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nun, ich freu mich wie verrückt, wenn ich bei einem Gartenmarkt einen großen Namen sehe, der auch sorgfältig präsentierte Ware hat. Etiketten von solchen Namen haben bei mir schon Schreinkarakter. Ich hebe sie auf und nenne dann die Schachtel Leichenhalle oder Urnenfeld oder Pflanzenfriedhof, wenn es die dazu gehörenden Pflanzen nicht mehr gibt.
Sarastro, dass es auf Pflanzenmärkten Sachen vom "Gemüse"großmarkt gibt, finde ich unerhört, ich werde in Zukunft darauf achten! Danke für den Hinweis!
Dagegen freut es mich wie die Sau, wenn ich auf Stände von Gärtnern aus Weimar oder so treffe. Wenn ich nicht alle Pflanzen schon hätte, dann würde ich mir den ganzen Stand einpacken lassen. Das war wirklich selber Gepäppeltes! Mehrere Schwarze Germer, die ich jetzt unter Staudenfreundinnen verteile habe ich allerdings nicht stehen lassen können. Mein Garten kann auch mehrere davon gebrauchen. So ein Angebot muss honoriert werden!
Gerade hatte ich nämlich einer Staudenfreundin erklärt, dass ihr Wunschkind sehr selten zu ergattern sei, und dass das, was bei ihr im Garten austreibt vermutlich eine Bletilla sei.
Wenn man gute Anbieter ermuntert, dann kann alles nur besser werden! Es ist wie mit jedem Handwerk. Wer kann heute noch tängeln? Menschen, die alte Autos fahren, können es würdigen, wenn sie jemanden finden, der ihr Auto lupifizieren kann.
Ich bete inständig darum, dass mir mein Schuster erhalten bleibt! Der alte Herr macht das nur noch so nebenher. Im Sommer geht er um 6 Uhr morgens im Freibad schwimmen und dann leimt und klebt und hämmert er, weil es sein Ding ist. Hören tut er allerdings kaum noch was, ich muss ihn immer liebevoll anschreien.
Das führt jetzt aber zu weit.
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Na ja, wir "erfahrenen" Gärtner wählen ja wohl auch im Gartencenter mit Bedacht aus, wobei Fehlgriffe so oder so im Leben an der Tagesordnung sind.
Ob Begonien, keine Feldfrucht der hiesigen Breiten, das richtige Beispiel für die Qualität eines Staudengärtners sind, wage ich zu bezweifeln. Zumindest in meiner Umgebung beziehen die ihre Knollen, ja, woher wohl? Und wenn der Deichbewohner die Tüten falsch bestückt hat, dann verkauft mir hier der Staudengärtner auch eine rote für eine weiße. Da bin ich bei den schon erblühten Begonien im Center auf der sichereren Seite.
Ein guter Verkäufer/Staudengärtner, und das nicht nur im Sinne einer Ertragsmaximierung, ist derjenige, der auf das gesamte Käuferspektrum Rücksicht nimmt und auch den Anfänger oder die Miezitante mit dem gleichen Respekt behandelt wie den Connaisseur. Nerven können beide. So wie der Staudengärtner auf dem Markt den Kunden nervt, wenn er in aller Seelenruhe mit einem Freak fachsimpelt, während andere Interessenten von einem Bein auf das andere wackeln. Zeit ist eben sehr ungerecht verteilt.
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Jo, an deinem letzten Satz finde ich viel Erkennbares ;D ;D. Darum sollte man sich zu einem Gartenmarkt auch viiiiiel Zeit mitnehmen und ganz besonders niiiiiiie einen GG dem noch zufällig der Magen knurrt............ ;D ;D ;D ;)
Was die Begonien angeht, die wirklich nur meine Balkonkästen bevölkerten habe ich dieses Jahr das Handtuch geworfen. Die Balkonkästen sind noch leer und ich denke das bleiben sie auch! :-X Nächstes Jahr setze ich da Ampeltomaten rein, die dürfen auch rot sein...... :D :D :D
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"Miezitanten-Pflanzen" nennen wir diese....
Ich weiß, so ein bissi Arroganz kann ja zuweilen ganz unterhaltsam sein, aber übertreibt's mal nicht.... ;)
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Hmm, die Miezitantenpflanzen gefallen mir aber auch.... ;D
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June :D
vielleicht sollten wir uns umbenennen lassen in Miezitante I, Miezitante II und so weiter?
Hosta ist vermutlich auch so eine Pflanze.
Ich denke, dass die Mischung es macht, sowohl für den Gärtner, als auch für den Kunden. Keiner von beiden möchte mit einem oberflächlichen, nur auf Kohle aus stehendem bzw. nur auf kurzfristiges Blühvergnügen ausgerichteten umgehen, aber genauso wenig würden beide Seiten permanent die Jünger der Botanik ertragen. ;)
Leeve en leeve loate :-*
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Von den Miezitanten leben wir natürlich und trotzdem! Wir müssen immer dementsprechende Pflanzen mitbringen, sozusagen für jedermann. Dies hat doch nichts mit Arroganz zu tun!
Vor vielen Jahren wurde an einem bekannten Pflanzenmarkt in Mitteldeutschland beratschlagt, wie dieser noch attraktiver gemacht werden kann. So schlug man den Ausstellern vor, möglichst nur Raritäten zum Verkauf anzubieten. Ein wahrlich falscher Weg, wie ich meine. Denn die Mietzitant' kann unsere "Elfriede" von morgen sein, um salopp ein Beispiel zu nennen. ;D Das Fazit kann darum nur heißen, auch Pflanzen für den Ottonormalverbraucher anzubieten, die er zwar nicht an jeder Straßenecke zu kaufen bekommt, aber die narrensicher Freude bereiten. Und das mit einer guten Beratung, blühend und ohne Plastikbuntbildetikett! Es existieren ja immer noch Firmen, die stolz auf ihre schreiend blauen Töpfe sind. Wir sind lieber auf den Inhalt stolz.
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Denn die Mietzitant' kann unsere "Elfriede" von morgen sein, um salopp ein Beispiel zu nennen. ;D
Eben! :D
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Ürigens stammt der Ausdruck "Miezitant'" nicht von mir, sondern von einem bekannten oberösterreichischen Gartenjournalisten. Bisher war mir in diesem Zusammenhang eher "Lieschen Müller vom Nachbarort" ein Begriff, der aber die selbe Kategorie Mensch einschließt.
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Mich würde ja interessieren, was das Gegenstück von "Miezitant" ist... "Wauwauonkel"?
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koalonkel
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Was ist ein "koal"?
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ein "Karl"
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Ürigens stammt der Ausdruck "Miezitant'" nicht von mir, sondern von einem bekannten oberösterreichischen Gartenjournalisten.
(OT:)
A geh Hawara. Do stehst auf da Safn. Sei ned so schasaugat. Dea Wappler hat des a nur vo woanders ohgschribm, wie so vü in seine Biachln.
Und bitte aber in der althergebrachten wienerischen Schreibweise: Mizzitant.
Die 'Miaz' (beides für 'Maria') ist oberösterreichischer Dialekt.
mizzitant mizzitant, siechst net wia da papa want
(auf der website Mizzitant suchen oder etwa in die Mitte hinunterscrollen).
Neman Koal-Onkl oda Pepi-Onkl gabats a nu de Malitant (Amalie).(mehr)
Und am achten Tag erschuf Gott die Dialekte.
Alle Völkchen waren glücklich.
Der Berliner sagte: "Icke hab nenn wahnsinns Dialekt, wa?"
Der Hanseate sagte: "Moin Dialekt ist dufte, ne!"
Der Kölner sagte: "Hey, du Jeck, mit Kölsch feiert man Karneval!"
Der Hesse sagte: "Babbel net, di Hessa babbeln des best Hochdeutsch!"
Der Sachse sagte: "Ja nu freilisch is äs Sächsisch klosse!"
Nur für den Wiener war kein Dialekt übrig. Da wurde der Wiener traurig!
Irgendwann sagte dann Gott:
"Scheiss di ned au, Oida, dann redst hoid wia I!"
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Als ich vor 6 Jahren meine ersten Pflanzen für den Garten gekauft habe, war ich völliger Anfänger. Natürlich habe ich gerade Blühendes gekauft. Erst nach 2/3 Jahren im Forum hatte ich mir soviel angelesen und Vorgestelltes gegoogelt, dass ich gezielt auf die Suche gehen konnte, unabhängig von Jahreszeit und Blüte. Mittlerweile weiß ich auch schon soviel, dass ich die eine oder andere Pflanze, über die ich zufällig stolpere als etwas von euch besonders gelobtes/geliebtes erkenne und schon im Babystadium kaufe. Mit der Taktik, Blühendes zu kaufen, habe ich aber auch erreicht, dass zu jeder Jahreszeit im Garten etwas blüht, denn ich kaufe auch zu jeder Jahreszeit ;D 8). Das ist ja mitunter etwas schwierig, ich kenne Gärten, die sind im Frühling ein Blütenmeer - und das war's dann.
Letztes Jahr habe ich auch einen blühenden Mohn gekauft. Hat mir drei Wochen Freude bereitet, ein Blumenstrauß hält nicht halb so lang und kostet auch soviel. Gekauft bei Augustin,tolle Gärtnerei, Etikettensystem: Auszeichnung bei Kauf. Zuhause habe ich dann gemerkt, dass gut 1/3 nicht gekennzeichnet war. Da ging dann das große Suchen und Raten los!