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Pflanzenwelt => Rosarium => Thema gestartet von: Heinone am 31. Juli 2004, 14:44:51
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Vor Jahren gekauft, mit umgezogen, Etikett weg, Rechnung weg, im Katalog nicht mehr (irre ich mich?) zu finden. Ist gerade in der Nachblüte.
Die weißen Stellen auf den Blütenblättern im Foto sind hart einfallendes Sonnenlicht.
Weiß wer was?
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Wann gekauft? Ich frage nur, weil ich hier noch alte Kataloge habe...
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Duften sie?
Lawinia? Obwohl die nicht richtig rambelt.
LG Silvia
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Wann gekauft? Ich frage nur, weil ich hier noch alte Kataloge habe...
Ich schätze mal 1996 bis 1998, Susanne.
Duften sie?
Sie duften wunderbar apfelig, Silvia, ähnlich New Dawn, aber etwas kräftiger. Lawinia habe ich nicht im Ohr. Mag sein, glaube ich aber nicht. Rambeln tun sie heftig.
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Stimmt die Farbe auf dem Bild?
Lawinia ist die einzige Kletterrose im gerade greifbaren Katalog 94/95, die im erblühten Zustand ähnliche rosa Schalenblüten trägt.
Weißt du genau, daß du sie als Kletterrose gekauft hast? Bei guten Bedingungen können auch manche Strauchrosen ziemlich hoch wachsen.
1996 ist Manita auf den Markt gekommen, die steht aber nach wie vor im Katalog 2004/05, Seite 13 oben links...
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Ich habe Lawinia bei mir im Garten. Ich würde sie eher als Kletter- denn als Ramblerrose bezeichnen, weil sie eher steif wächst. Das meinte ich mit rambeln. Aber die Blütenform passt ungefähr. Nur sind sie bei mir heller als auf dem Foto von Heinone.
LG Silvia
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Morgen mache ich euch mal ein Foto der Langtriebe,
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Hier, geringfügig später ::), die Langtriebe. Die Rose steht an einem Pfosten unseres Brennholz-Gartengeräte-etc.-Schuppens und teilt sich dessen Dach mit Bobby James und Dortmund. Der Neuaustrieb im rechten Bilddrittel nach dem Schnitt der verblühten Dolden ist auffallend rötlich-orange. Hübsch.
Fotos von heute 18 Uhr.
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1996 ist Manita auf den Markt gekommen, die steht aber nach wie vor im Katalog 2004/05, Seite 13 oben links...
wie wäre es denn mit dieser, Heinone?
LG Lisl
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Sieht es nur so aus oder sind die Triebe steif?
LG Silvia
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Ich denke, es ist tatsächlich Manita.
Was meinst du mit steif, Silvia? Die jungen Langtriebe im Frühjahr sind außerordentlich saftig (wie feldfrischer Spargel), weich und biegsam, fast wie gewelltes Haar, insbesondere wenn es viele parallele sind. Später dann sind sie erstarrt in ihrer Wellenbewegung.
Du kannst das auf dem Mittelteil des Langtrieb-Bildes noch erkennen.
Wo finde ich denn die amtliche Definition von "Rambler"? Möglicherweise bezeichne ich die Rose zu Unrecht als einen solchen.
Die Rose schafft locker eine Gesamttrieblänge von mehr als 4 Metern, vielleicht auch deshalb, weil ich sie bis zu einer Höhe von 2,30 strikt dirigiere und erst dann frei wachsen lasse.
Kordes gibt die Höhe der Manita mit 2,50 an bei einem Durchmesser von 1 Meter. Bei mir ist der Gesamtdurchmesser des Triebbündels etwa 10 -15 cm bis zu einer Höhe von gut 2 Metern, weil ich auf Pfostenbreite begrenzen muß, um an unser Feuerholz ohne aufgerissene Haut kommen zu können. Auf dem Dach dann kann sie sich in Konkurrenz mit den Kolleginnen frei ausbreiten ...
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glaube fast auch, dass das kein Rambler ist, Heinone! Rambler haben lange, weiche , biegsame Triebe, blühen meist nur einmal in Büscheln. Die Climber haben dicke, feste Triebe, blühen meist öfter....
Aber das können dir da die Rosenspezialisten viel besser erklären !
LG Lisl
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So kenne ich das auch, Lisl. Eine Rambler-Rose scheint es mir nicht zu sein.
LG Silvia
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Rambler haben lange, weiche , biegsame Triebe, blühen meist nur einmal in Büscheln. Die Climber haben dicke, feste Triebe, blühen meist öfter....
Aber dann wärs doch ein Rambler, liebe Lisl!! Wenn ich mir den auf der anderen Seite wachsenden Bobby James angucke und vor allem dessen harte Peitschen anpacke, brauche ich schon richtig Kraft, um ihn zu bändigen. Ist Bobby James demnach gar kein Rambler?
Oder nehmen's die Rosen-Enthusiasten damit nicht so genau? Sollte ich mit dieser Frage vielleicht mal den immer sehr freundlichen Giuseppe von der mittelalterlichen 8) Parallelwelt konsultieren?
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Aber dann wärs doch ein Rambler, liebe Lisl!! Wenn ich mir den auf der anderen Seite wachsenden Bobby James angucke und vor allem dessen harte Peitschen anpacke, brauche ich schon richtig Kraft, um ihn zu bändigen. Ist Bobby James demnach gar kein Rambler?
Oder nehmen's die Rosen-Enthusiasten damit nicht so genau? Sollte ich mit dieser Frage vielleicht mal den immer sehr freundlichen Giuseppe von der mittelalterlichen 8) Parallelwelt konsultieren?
Doch, Heinone, Bobby James ist ein richtiger Rambler!
Der freundliche Guiseppe von nebenan kann dir das sicher alles genau erklären! Muss jetzt abschalten, Gewitter bricht los! ......
LG Lisl
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Es gibt eben typische Rambler mit sehr dünnen, biegsamen Neutrieben und etwas untypischere mit nicht ganz so biegsamen Trieben.
Das hängt sehr stark von der Abstammung ab: Wenn es eine Hybride von eher kriechend wachsenden Wildrosen ist, wie z.B. Arvensis, dann sind die Triebe am Anfang meist "schlängeliger" als die von Abkömmlingen anderer kletternder Wildrosen.
Wie Lisl und Silvia ja schon geschrieben haben, kommt als weitteres Merkmal für einen Rambler das Einmalblühen in großen Büscheln kleiner bis mittelgroßer Blüten hinzu.
Climber sind fast immer öfterblühend.
Es gibt auch Zwischenformen in allerlei Varianten: Manche Rosen haben lange, biegsame Triebe und wachsen auch so hoch und schnell wie ein Rambler, blühen aber öfter (z.B. Mme Alfred Carrière),
manche einmalblühende Rambler haben gleich zu Anfang relativ dicke und steife Triebe, wieder andere haben größere Blüten als typische Rambler und remonieren, etc...
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Moin und Danke, Rapha.
Jetzt weiß ich, daß sich auch ein Bodendecker zum Rambler emporschwingen kann 8), will sagen, die züchterische Bearbeitung der Rosen läßt fast alle Grenzen fließen. Geholfen hat's mir auf jeden Fall, weil ich dadurch erkannt habe, daß es gar nicht so sehr um strikte Regeln, sondern eher um Charaktere geht.
Schönen Tag!
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Genau: Sehr viele "Bodendecker" sind z.B. auf Wichuraiana-Grundlage gezüchtet und Venusta Pendula oder PHM z.B. können umgekehrt auch als "Bodendecker" gehalten werden (da ist der Boden dann auch wirklich ziemlich schnell nicht mehr zu sehen ;)).
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...PHM z.B. können umgekehrt auch als "Bodendecker" gehalten werden (da ist der Boden dann auch wirklich ziemlich schnell nicht mehr zu sehen ;)).
Nehmen wir mal an, ich möchte eine "Unkrautmacchie" aus Brennesseln, Brombeere, kanadischer Goldrute etc. am Bahndamm mit PHM "erschlagen". Würde das gehen und wie würdest du das machen? Erst an Hilfe hochwachsen und dann fallen lassen, oder gleich rein damit?
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Für solche Zwecke ist Venusta pendula m.E. noch etwas besser geeignet. Erst ein bißchen Platz und Luft für sie schaffen (evtl. durch Mulchen ringsum), damit sie eine Chance gegen die anderen Pflanzen bekommt und dann einfach sich ausbreiten lassen.