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Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: Lehm am 16. Juni 2008, 13:34:06
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Wie bereitet man die verschiedenen Gemüse aus unseren Gärten und Märkten am schmackhaftesten zu? Das scheint mir eine nicht geringe Herausforderung zu sein, hat mir doch nicht selten ein Gemüse plötzlich doch noch geschmeckt, wenn es gut gekocht wurde, z.B. Zuckererbsen, Rosenkohl oder Aubergine.
Gibt es für alle Gemüse gültige Regeln? Und worauf ist bei den einzelnen zu achten? Kann man eigentlich auch mal nur ein Gemüse kochen, ohne weitere Beilage?
Legt einfach los, jeder Hinweis ist willkommen.
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Ich fang mal mit was Einfachem an: Zucchini.
Ich achte allerdings drauf, dass sie nicht zu gross sind. Dünne Rädchen schmecken gut, aber auch recht feine Stäbchen. Weniger gut finde ich grosse, fette Stücke, aus deren weich gekochtem Innern womöglich noch Kerne entwischen - ein echter Appetitkiller!
Wichtig auch, sie nicht weich, sondern nur knapp weich zu kochen. Am besten gehts mit ev. ganz wenig Wasser in der flachen, gedeckten Pfanne, mit wenig Salz, auf kleinem Feuer. Dann im richtigen Moment, also kurz vor der Gare, den Deckel entfernen, Flüssigkeit verdampfen lassen, etwas Olivenöl und frisch gezupften Basilikum drüber und mischen. Schmeckt auch lauwarm auf geröstetem Brot.
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ähnlich deiner beschreibung liebe ich auch zucchini, auberginen, paprika, kürbis und spargel. allerdings brate ich auf kleinem feuer ohne zugabe von wasser, dafür mit öl oder butter.
bei manchen gemüsesorten gehe ich auch immer öfter dazu über das gemüse im eigenen saft in alufolie im ofen zu garen. besonders bei spargel und (roter) bete zu empfehlen. energiesparender und schneller gehts allerdings immernoch in wasser.
beilagen? kommt darauf an.
ein stück baguette oder einen kleinen dip hab ich schon gern dazu.
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Von wegen rote Beete: die geht bei mir knapp roh. Sehr knapp.
Ofen im eigenen Saft, danke. Werde das testen.
Und wie sonst noch kocht man dieses scheussliche Gemüse?
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Von wegen rote Beete: die geht bei mir knapp roh. Sehr knapp.
Ofen im eigenen Saft, danke. Werde das testen.
Und wie sonst noch kocht man dieses scheussliche Gemüse?
für diese zubereitungsart muß man bete aber schon mögen, denn dadurch wird der eigengeschmack noch mehr heraus gekitzelt.
schonmal rote bete, zusammen mit 1-2 kartoffeln als pürierte suppe probiert?
mit etwas sahne oder von mir aus auch mandelmilch verfeinert?
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Danke, Aella.
Könnte meine Rettung sein. :D
Rote Bete ist ja sooooo gesund. :P
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Und wie sonst noch kocht man dieses scheussliche Gemüse?
unvergesslich ist die rote Bete, die ich am 14.11.2006 im Salzteig gegart habe ;D
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Ja, wirklich unvergesslich. :-X
Aber ich MUSS mich ja jetzt nicht unbedingt von Roter Beete ernähren.
Eine weiteres Borderline-Gemüse finde ich grüne Erbsen. Wie bereitet man die einigermassen schmackhaft zu?
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wundert mich nun ein wenig, daß du zuckerschoten gerne magst, aber keine grünen erbsen. haben doch beide den gleichen "grundgeschmack".
was aber vielleicht etwas für dich wäre, ich habe mal grüne erbsen als püree zusammen mit frischer minze verarbeitet. war garnicht schlecht.
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Als Püree ist eine gute Idee, aber bestimmt nicht mit Minze. ;D
Vielleicht mit etwas Basilikum, Tomatenmark und Olivenöl. Eine Art Erbsengazpacho, kalt also.
Erbsen und Zuckerschoten, das stimmt, ich mochte beide nicht. Seit ich Zuckerschoten aber selbst anbaue und nur extrem kleine Schoten verwende (die, welche grad knapp aus der Blüte geschlüpft sind), mag ich die. Bei den Erbsen geht das ja nicht, die muss man grösser werden lasssen, und da krieg ich dann den Koller bei den Kugeln. :-X
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Zwiebeln andünsten, mit Brühe ablöschen, Würfel von Kartoffeln und roter Bete drin garen, mit Chili, einer Prise Zimt und etwas Knoblauch würzen. Fleischesser können Hackbällchen darin ziehen lassen.
Zu dieser Suppe einen guten Schlag saure Sahne.
Rote Bete schmeckt im Winter auch sehr gut in Scheiben geriffelt und mit Apfel wie Rotkohl zubereitet. Dazu Kichererbsen in gerösteten Zwiebeln für den Veggi, andere nehmen dann die Rindsrouladen o.ä.
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Es gibt auch Gemüse, die sind so gut, dass man überhaupt keine Kochkünste an den Tag legen muss. Für mich gehören dazu Stachys, rote Paprika, Artischocken und Spargeln. Da genügen etwas Wasser, Salz und ev. Öl.
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da gebe ich dir ganz recht, Lehm! gehören pilze auch zum gemüse? dann würde ich die hier auch dazuzählen! (weil mir vorhin die nachbarin erzählte, dass sie in einem anderen ort schon steinpilze gefunden hat!)
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Ich glaube, dass es auch mit der Häufigkeit des Verzehrs zu tun hat. Möhren z.B. werden viel gegessen, da mag man dann auch gerne Variationen. Aber eigentlich schmecken auch Möhren oder gute Kartoffeln pur mit Butter vortrefflich, so wie die von Dir genannten Gemüse.
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egal welches Gemüse, Hauptsache es ist nur knapp in Topf oder Pfanne gegart. Oder eben roh z.B. mit einem Dip. Das Essen wir abends häufig. Kohlrabi, Sellerie,
Möhren, Fenchel, Paprika, eben alles was noch da ist. Oder wir verarbeiten es geraffelt oder gestiftelt im Salat. Dieser im Winter meist auf Chinakohlbasis.
Gegen zuviel Vegetarismus helfen dann noch kross gebratene Speckstückchen etc.
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da gebe ich dir ganz recht, Lehm! gehören pilze auch zum gemüse?
Traditionell nicht, und wissenschaftlich sinds nicht mal Pflanzen. Aber Kartoffeln zähle ich zum Gemüse. Getreide und Pasta find ich wiederum was Eigenes, Nüsse auch.
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Von wegen rote Beete: die geht bei mir knapp roh. Sehr knapp.
Ofen im eigenen Saft, danke. Werde das testen.
Und wie sonst noch kocht man dieses scheussliche Gemüse?
Am besten gar nicht. Mit dem Gemüsehobel raffeln, mit viel Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, schmeckt superlecker zu russischem (oder griechischen) Naturjoghurt und frischen Baguettes. :P
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Achja, weil gerade Möhren erwähnt wurden - eher langweiliges Gemüse - ich schneide das gerne in feine, lange Stiftchen (hat sowas Meditatives ;D ), brate eine fein gehackte Zwiebel in wenig Fett an, gebe die Möhrenstifte und frische Buschbohnen dazu, gieße mit wenig Gemüsebrühe auf, evtl. noch etwas Muskat dazu - ungefähr 10 Min. auf kleiner Flamme garen lassen - fertig.
Sehr lecker über Spaghetti, wer mag kann noch etwas Creme fraiche dazugeben oder mit Parmesan o.ä. würzen (Emmentaler paßt dazu nicht, finde ich).
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Was dem einen die Streuselschnecke, dem anderen die Schokolade, sind mir die "Zucchinis zwischendurch".
Ihr kennts bestimmt: Zucchini in 0,7 cm dicke Scheiben schneiden, salzen, mit etwas Knoblauch in fruchtigem Olivenöl knusprig ausbraten. Die Pfanne mit Baguette sauber auswischen.
Ernährungstechnisch gehört man so zu den ganz, ganz Braven, selbst literweise ist gegen Olivenöl nichts einzuwenden, nur die Speckröllchen sollte man - vielleicht - im Auge behalten. ::)
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Eine einfache und dennoch interessante Küche steht und fällt mit der Qualität der Zutaten.
Mit diesen 'Wassertomaten in Nährlösung aus Holland' schmeckt eine schlichte Tomatensoße einfach langweilig. Die gestrige mit Camparis von den Biomenschen - hervorragend.
Nomadin, versuchs mal mit Möhren im Backofen. Einfach in eine Auflaufform geben, in Stücken oder auch ganz, etwas Öl drübergeben und darin wenden. Neben etwas Salz wird mit einer Prise Zucker das Aroma wunderbar herausgekitzelt. Auch die Konsistenz ist klasse.
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Speckröllchen sollte man - vielleicht - im Auge behalten. ::)
Klingt gut.Heute werde ich einen abnehmen und so tun.Wann kann ich das Speckröllchen wieder raus nehmen ;D
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Danke für den Tipp, Marion - vor wenigen Monaten bin ich durch Aella auf Backkartoffeln gekommen, hab's inzwischen mit Gemüsezwiebeln, Kürbissen (klar!), Knofi und Porree versucht (alle gut), nächster Versuch werden also Möhren. Ah, sowas mag ich! :)
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Wann kann ich das Speckröllchen wieder raus nehmen ;D
;D ;D ;D
Wenn sie gut ausgebraten sind natürlich, die Schlankheitskur soll ja lohnen. ;D
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vor wenigen Monaten bin ich durch Aella auf Backkartoffeln gekommen, hab's inzwischen mit Gemüsezwiebeln, Kürbissen (klar!), Knofi und Porree versucht (alle gut), nächster Versuch werden also Möhren. Ah, sowas mag ich! :)
Ich bereite ebenfalls etliche Gemüsesorten im Backofen zu. Das verwässert nicht so, wie in Wasser. ;D
In der Auflaufform sind dann z.B. Kartoffeln, halbierte Zwiebel und Möhren. Dazu ein Joghurtdip mit Kumin und etwas Zitrone. Plus Salat, klar. Sympathisch. (Genau, das gibts heute.)
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Brauchst du da ein Gitter in der Auflaufform?
Ich nehm eben kein Öl zum Backen sondern gebs erst am Schluss kalt drauf.
Da klebt so Gemüse gerne an der Auflaufform.
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Was für ein "Gitter"? Was du meinen?
Ohne Fett oder Flüssigkeit klebt natürlich alles fest. Ich werfe das Gemüse in die ungefette Form, gebe dann erst etwas Öl drüber und wende daraufhin alles mit dem Pfannenheber. So ist Form und Gemüse in einem ::) Arbeitsgang zufrieden. Manchmal gebe ich auch etwas Flüssigkeit dazu: Wein.
Wie machst du das denn?
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Eben, mit einem Gitter, sprich Rost auf germanisch.
Ich mag kein Gemüse, das frittiert schmeckt, und wenn da Öl dran brutzelt, ists eben so. Folglich röste ich die leicht gesalzenen Gemüse pur auf einem Rost in der Schale und gebe das Öl erst drauf, wenn sie schon auf dem Teller liegen.
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Von wegen rote Beete: die geht bei mir knapp roh. Sehr knapp.
Ofen im eigenen Saft, danke. Werde das testen.
Und wie sonst noch kocht man dieses scheussliche Gemüse?
Am besten gar nicht. Mit dem Gemüsehobel raffeln, mit viel Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, schmeckt superlecker zu russischem (oder griechischen) Naturjoghurt und frischen Baguettes. :P
Klasse Nomadin,
ich halte es noch knapper:
Möhren und Rote Beete roh raspeln, Pfeffer, Salz, Essig,Öl und viel Rucola.
Unbedingt ein paar Std. durchziehen lassen.Schmeckt super
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klingt lecker!
hackst du den rucola dann vorher klein und nimmst ihn eher als "kräuterersatz" dau? oder gibst du die ganzen rucolablätter dazu? werden die dann beim durchziehen nicht matschig?
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Klingt echt gut, kann ich mir auch farblich sehr schön vorstellen. :P
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Die Rucola schneide ich nur grob in der Hand mit dem Messer klein.
Weicher werden sie natürlich, doch ich finde es nicht störend.
Du kannst sie aber auch nach dem Durchziehen dazu fügen. Wichtig ist reichlich davon, da sie meines dafürhalten in Verbindung mit Essig doch vom Geschmack etwas verlieren und ich mag diese leichte Schärfe der Rucola ;)
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Nimm den mehrjährigen Rucola, nicht den einjährigen Salatrucola. Der mehrjährige hat deutlich mehr Geschmack und Schärfe und gibt die auch in Verbindung mit Essig nicht ab.
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Danke Lehm,
ich werde es mal versuchen :).