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Pflanzenwelt => Pflanzenvermehrung => Thema gestartet von: tomatengarten am 23. August 2008, 08:33:21
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einige knoblauch sorten haben sehr schoene brutzwiebeln angesetzt.
ich werde neben vermehrung durch stecken der zehen einige generativ durch stecken der brutzwiebeln vermehren.
ich habe dazu drei frage:
stimmt es, dass durch das stecken der brutzwiebel die gefahr von uebertragungen von krankheiten geringer ist?
(wobei knoblauch ansich sehr robust ist, aber einige virenerkrankungen soll es ja doch geben)
ist bei knoblauch eine verkreuzung der sorten moeglich?
(die verschiedenen sorten haben ja recht eng zueinander gestanden)
ist es wahr, dass man durch die generative vermehrung dem "verbutten" entgegen wirken kann?
(denn durch den vegativen anbau soll es ja mitunter zu degenerationen z.b. in der groesse kommen.)
in der hoffnung auf ein paar antworten :)
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Die generative Vermehrung bei Knoblauch ist ziemlich schwierig, weil viele Typen keine Samen ansetzen sondern Brutzwiebeln bilden. ;)
Was Du da oben erntest, ist der Mutterpflanze identisch. Aus den kleinen Brutzwiebeln werden im ersten Jahr runde Knoblauchzwiebeln, die sich erst im zweiten Jahr in die typischen Zehen aufteilen.
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ich meinte eigentlich die brutzwiebeln :D
frage an den fachmann: zaehlt das nicht unter generative vermehrung sondern unter vegetative vermehrung?
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Vegetativ. Es gab keine Bestäubung sondern das Gewebe der Knoblauchpflanze ist einfach anders gewachsen.
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wenn dem so ist, sollte ich schleunigst den thread-titel aendern.
also es geht um die vermehrung ueber die brutzwiebeln. die fragen bleiben aber identisch:
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wobei sich ja eine beantwortet haben duerfte.
wenn du sagst Es gab keine Bestäubung
kann sich ja auch nichts verkreuzt haben .
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ich habe zwei fotos gefunden, wo so etwas wie ein bluetenstand zu sehen ist...
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...schau ich jetzt nach, sind zwar eingetrocknete reste davon vorhanden, jedoch ist nirgendwo so etwas wie ein samen zu entdecken.
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wozu willst du samen wenn da eh zig brutknöllchen sind? ???
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Aus den kleinen Brutzwiebeln werden im ersten Jahr runde Knoblauchzwiebeln, die sich erst im zweiten Jahr in die typischen Zehen aufteilen.
Das habe ich bisher auch gedacht. Aus meinen im letzten Jahr bereits im August gesteckten Brutzwiebeln haben sich aber bis zu diesem Juli/August bereits "richtige" Knoblauchzwiebeln mit einzelnen Zehen entwickelt. Diese waren allerdings nicht ganz so groß, wie die aus den gesteckten Zehen. Dennoch war die Ernte absolut lohnenswert.
Nun aber meine Frage: Mein Knoblauch ist kurz vor der Ernte an Rost erkrankt und hatte den typischen Befall (orange längliche aufgeworfene Flecken) auf dem Grün. Kann ich dennoch Zehen/Brutzwiebeln zur Vermehrung nutzen? Oder muss ich damit rechnen, dass der Pilz dann wieder auftritt?
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@frida: das hatte ich auch schon, das bei selbstaussaat der brutzwiebeln im naechsten jahr schon eine bulbe mit einzelnen zehen entwickelt war.
der regelfall ist aber der beschriebene.
die zehen/brutzwiebeln soll man nicht verwenden. ausserdem mit dem anbau von knoblauch und anderen zwiebelgemuesen an dieser stelle aussetzen.
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wozu willst du samen wenn da eh zig brutknöllchen sind? ???
@cimi: schon richtig, dass ich die eigentlich nicht brauche, weil ich ja genug zehen und brutknoellchen habe. ;)
aber bei jeder pflanze hege ich die erwartung, dass, wenn sie blueht, dann auch samen entstehen. und so gar keine samen macht mich halt ein wenig stutzig. ist das generell so?