garten-pur
Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: Eva am 15. September 2008, 17:50:00
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Hallo,
in meinem neuen Gartenstückchen gibt es gleich am Eingang ein halbschattiges bis schattiges Eckchen, das von einem Betonring (ca. 80 cm Durchmesser) umschlossen ist. Das habe ich letzte Woche von den hineingewachsenen Hecken-Wurzeln befreit und wollte dort eigentlich eine Himbeere einsperren (da ist ja sozusagen die Wurzelsperre schon vorgegeben). Beim Graben und jäten hab ich allerdings entdeckt, dass dort die Regenrinne vom Hausdach einmündet. Das Wasser versickert gut, aber wenn es regnet gibt es reichlich davon. ich denke nicht, dass die Himbeere damit einverstanden wäre.
Gibt es eine Staude, die so einen Platz verträgt? Silberkerze würde wunderbar hinpassen, oder Rodgersia? Für ein Schilfgras ist die Drainage denke ich zu gut, wenn es nicht regnet ist es dort trocken. Der Boden ist humoser Gartenboden, versetzt mit reichlich Kieselsteinen. Tiefer als 30 cm hab ich nicht gegraben, weiß also nicht was kommt...
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Für das Frühjahr: Sumpfdotterblume.
Sodann: Iris kaempferi, Primula vialii
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Oder Ligularien, Blutweiderich und Mädesüß.
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Ich geh gleich mal gucken. Für Blutweiderich ist der Garten fast zu klein ;).
Weiß denn jemand, ob eine Silberkerze oder Rodgersie das mit den nassen Füßen vertragen würde?
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Die Silberkerze fände das sicher schön. Die Sorte 'Blickfang' ist etwas zierlicher und besonders schön und reichblütig.
Für eine Rodgersie wäre der Ring fast zu klein. Ich würde zur Silberkerze noch ein paar Etagenprimeln pflanzen, dann hast du auch im Frühjahr was zu gucken. Zufällig mache ich gerade welche aus...
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silberkerze ist doch prima, ligularien mögen auch feuchte füße, mädesüß ebenso.
die rodgersie käme sich sicher eingesperrt vor ;)
wieso wäre der garten für den blutweiderich zu klein ? er MUSS sich ja nicht versamen...
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Eva, schön passen würde auch die Kirengeshoma Palmata. Blüht gerade
LG Anna
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Oh, auch eine schöne 8)
Ich denke, es wird (mindestens) eine Silberkerze werden, die will ich schon lang und hatte bisher keinen passenden Platz.
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Eva, schön passen würde auch die Kirengeshoma Palmata. Blüht gerade
LG Anna
Verträgt die nasse Füße?
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Kirengeshoma steht bei mir eher trocken und ziemlich schattig.
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Hallo Eva,
ich habe meine Silberkerze im letzten Jahr vom trockeneren Schatten in den Gatsch am Bachrand verpflanzt, dort gefällt es ihr sehr viel besser. Und dort ist es wirklich ziemlich feucht.
Nach feuchter, also quasi mit den Füßen im Bach, steht Eupatorium rugosum "Chocolate" (im Praskac-Katalog als feuchtigkeitsliebend ausgewiesen). Sonne kriegen beide im Sommer nicht viel ab.
LG
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Kirengeshoma steht bei mir eher trocken und ziemlich schattig.
Eben. Bei mir auch.
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dieser hübschen konnte ich es nicht recht machen :'(
ich hatte ihr einen schattigen platz in leicht saurem boden spendiert, aber sie kümmerte vor sich hin - und das bisschen, das sie austrieb, wurde prompt von den schleimis vernichtet :-[
wenn der garten für den blutweiderich zu klein ist - wohin dann mit dem wasserdost ? ;)
die silberkerzen sind übrigens auch sehr unterschiedlich wüchsig - meine brunette hat zur zeit eine (blüten-)höhe von ca. 2m; die etwas spätere weiße ist höchstens 1,20m hoch...
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Kirengeshoma, steht bei mir im Halbschatten eher feucht in der Nähe der Silberkerze.
LG Anna
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Tradescantia ist auch ein schöner Dauerblüher für eher feuchte Stellen.
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und/oder Carex muskingumensis oder Carex pendula, Astrantia, wilde Taglilien, Euphorbia palustris und div. Farne
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Wasserdost
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Osmunda regalis mag auch feuchte Standorte und bei genügend Wasser kann er auch etwas Sonne vertragen. Allerdings ist mein Exemplar im dritten Jahr bei 120 cm langen Wedeln angekommen. Dabei immer noch filigran wirkend lässt es sich vielleicht mit Silberkerzen kombinieren.
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wenn ich mir überlege, welche Pflanze wirklich für sehr wechselnde Verhältnisse geeignet ist, dann komme ich zu einem bestimmten Ergebnis. Der Weg dahin führt über die Heimatstandorte von Pflanzen.
Sehr nass, mit Überflutung und dann wieder sehr trocken. Das hat man an fließenden Gewässern. Also muss man die Auenpflanzen in Betracht ziehen. Waldpflanzen weniger. Auenpflanzen sind bei uns Mädesüß und Blutweiderich und so.
Ein großer saisonaler Unterschied zwischen reißender Überflutung und extremer Trockenheit ist in Gebirgen vorhanden. Europäische Gebirgsflüsse führen Kieselsteine und sonst wenig. Asiatische Flüsse sind da sehr viel extremer. Sie steigen saisonal höher und trocknen saisonal zu Schlamm oder zu Lehmziegeln aus.
Was wächst denn da so. Dann? Taglilien. Die können Unmengen an Wasser vertragen und treiben dann wie blöd aus und durch ihre Speicherwurzeln können sie auch ohne Verluste zur Blüte kommen um dann bei enormer Trockenheit ihr Laub schnell einzuziehen um dann bei neuem Schub von Wasser sofort wieder grün auszutreiben.
Möglicherweise mag Eva keine Taglilien. Das ist dann ein anderes Problem.