garten-pur
Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: belinda am 08. Oktober 2008, 20:14:50
-
Hallo,
ich möchte mir einen Ahorn zulegen, der nicht größer als 2-3 m werden soll. Eigentlich wollte ich immer einen roten Japanahorn. Aber so blutrot ist er doch etwas langweilig, nachdem ich schon einige Fotos von anderen Sorten angesehen habe, soll es ein anderer werden.
Welche Sorte kann ich noch nicht sagen, aber er soll seine Farbe oft im Jahr wechseln und und keine gefiederten Blätter haben.
Kann mir jemand Tipps geben, welche Sorte auf sandigen Böden gedeihen und winterfest sind? Wo kauft man die Bäumchen am Besten und in welcher Größe?
Herzliche Grüße
Belinda
-
Hallo belinda,
ein Ahorn, der wirklich nicht größer als 3 m wird, auch nach langer Zeit?
Unter den relativ weit verbreiteten und leichter erhältlichen fällt mir dazu erstmal nur A. palmatum mit zahlreichen Sorten ein.
Sandiger Boden ist o.k., wenn der Boden nicht zu trocken ist. Freie, zugige Lage und volle Sonne mögen diese A. palmatum aber nicht. Es sind Pflanzen lichter Wälder oder Waldränder, die es etwas "behütet" lieben.
Wie wäre denn der Standort in Deinem Garten? Gib uns doch mal ein paar mehr Anhaltspunkte.
Pflanzen kannst Du Ahorne jetzt bis in den November hinein und dann wieder ab zeitigem Frühjahr.
P.S. Schau mal so zum Stöbern in den Thread Acer-Vielfalt: Ahorn-Beobachtungen übers Jahr.
-
Halbschatten ist ideal...sandiger Boden kein Problem und man kann ja oben normale Blumenerde aufschütten
nicht grösser als 3 Meter werden ja viele...manche aber auch nur einen Meter hoch...
ein Osakazuki könnt vielleicht etwas höher
Acer palmatum Sangokaku könnt gut passen, kenn ich nur von Bildern..ähnelt aber doch etwas dem Katsura
schau aber mal in den einen Thread...da haben viele Bilder hochgeladen ;D
-
Sehr hilfreich ist auch schon mal voher in die Liste zu schauen, bevor man sich in einen Acer verliebt, der riesig wird: Acer mit Größenangaben
-
Vielen Dank für eure Antoworten.
Ich habe mir den Acer-Thread schon angeschaut - und auch andere Seiten mit Acern. Aber das ist ja unüberschaulich, wieviel Sorten es gibt. Deshalb die spezielle Frage an euch.
Dieser Sangokaku hat es mir schon angetan. Da muss ich mir mal die genauen Daten ansehen. Vom Laub her sehr schön. Vielleicht nehme ich auch gleich 2 versch. Sorten?
Die Seiten von Bamus-celle sind auch sehr informativ - vorallem auch was Haltung und Pflege angeht - DANKE.
Hat jemand schon einen Acer bestellt? Bekommt man da auch ein schönes Exemplar oder ist das dann nur ein Trieb, der noch viel wachsen muss?
lg Belinda.
(Platzmäßig kann ich alle Licht-und Schattenplätze bieten. kommt dann auf die Art an. Auch habe ich etwas Windschutz durch hohe Bäume und Stäucher. )
-
Hallo, Belinda,
... Aber das ist ja unüberschaulich, wieviel Sorten es gibt. ...
von dieser Wahlqual kann dich niemand erlösen ;D. Schön sind die Japanahörnchen alle. Es kommt halt drauf an, was dir selbst am besten gefällt und was von Größe und Wuchsform her in deinen Garten passt.
In J.D. Vertrees' Buch "Japanese Maples" - ist sozusagen das Standardwerk zum Thema, schau mal in einer Bibliothek danach (eventuell über Fernleihe?) - gibt es am Schluss (S. 278-285) eine Übersicht, die ein paarhundert Sorten mit Kürzest-Angaben zu Größe, Wuchsform, Blattform und-farbe, Lichtbedarf und Verwendungsmöglichkeiten auflistet. Finde ich sehr hilfreich, um eine erste Vorauswahl zu treffen; wenn man bestimmte Größen-Vorstellungen hat, grenzt sich die Zahl der Möglichkeiten rasch ein.
'Sangokaku' wird lt. diesem Buch übrigens 8 m hoch und 6 m breit :-\...
...Hat jemand schon einen Acer bestellt? Bekommt man da auch ein schönes Exemplar oder ist das dann nur ein Trieb, der noch viel wachsen muss? ...
Ist bei Ahörnern wie bei allen Gehölzen: Du kriegst so ziemlich alle Größen, vom eben erst veredelten Winzling bis zum prächtigen Solitär. Mehr Größe kostet natürlich (sehr viel) mehr - was du letztlich kaufst, hängt von deinem Portemonnaie ab. Und/ oder von deiner Geduld ;).
Schöne Grüße
Querkopf
-
Hat jemand schon einen Acer bestellt? Bekommt man da auch ein schönes Exemplar oder ist das dann nur ein Trieb, der noch viel wachsen muss?
Das hängt davon ab, welche Größe du bestellst. Ein winziges Pflänzchen im kleinen Topf besteht schon mal öfters nur aus ein, zwei Trieben.
In Baumschulen geht das nach Größen gestaffelt meist bei 30/40 cm Höhe los, gängige Größen sind so 60/80 oder 80/100. Die sind dann in aller Regel schon recht gut verzweigt. Bei einer Ahornsorte, die insgesamt kaum 2 m hoch wird und entsprechend langsam wächst, kostet eine Pflanze von 80-100 cm natürlich erheblich mehr als bei einer Sorte, die schneller wächst. Dafür musst Du, wenn Du gleich ein etwas größeres Exemplar erwirbst, dann nicht so lange warten, bis es etwas mehr hermacht.
Wo der Kompromiss zwischen Größe und Geldausgebebereitschaft bzw. die Schmerzgrenze liegt, ist dann eine indivuduelle Entscheidung.
Bei Gehölzliebhabern steigt die Schmerzgrenze mit der Zeit erheblich an, dafür sinkt der Pegelstand auf dem Konto gelegentlich stärker ab. ;D
Hallo Querkopf: Warst schneller! ;D
-
'Sangokaku' wird lt. diesem Buch übrigens 8 m hoch und 6 m breit :-\...
naja...das dürfte der in Mitteleuropa ja nie hochwerden
über google sehen die deutlich kleiner aus..2-3 Meter
-
Hallo, Mithrandir,
ist nicht gesagt - wenn ich nicht irre, hatte Vertrees seine Ahorn-Baumschule im amerikanischen Nordwesten (bitte korrigiert mich, falls ich das falsch im Kopf habe!), da ist das Klima auch nicht sooo viel milder als in Mitteleuropa.
Den Zeitfaktor muss man dabei natürlich mitdenken: Vertrees hat jahrzehntelang mit den Bäumen gearbeitet und sie beobachtet. Was man hierzulande so an Ahörnchen sieht, dürfte relativ jung sein und damit von der Endgröße noch weit entfernt, die Bäumchen wachsen ja nun mal langsam.
Bei Esveld wird für 'Sangokaku' nur eine Größe von 3 m genannt. Aber die dortigen Größenangaben sind m. E. nicht immer zuverlässig :-\...
Schöne Grüße
Querkopf
-
'Sangokaku' wird lt. diesem Buch übrigens 8 m hoch und 6 m breit :-\...
naja...das dürfte der in Mitteleuropa ja nie hochwerden
über google sehen die deutlich kleiner aus..2-3 Meter
Der wird definitiv in Deutschland höher als 3 m! Ich habe ihn live wesentlich höher gesehen und auch Warda schreibt ihm einen 4-6 m Höhe zu, wobei seine Angaben sich in der Regel auf ein Alter von ca. 10 Jahren beziehen.
Mithrandir, wenn du ihn nur von Bildern kennst, wie kommst du dann darauf, an irgendwelchen Höhenangaben in Büchern zu zweifeln? Aufgrund von irgendwelchen Googelbildern von Bäumen, deren Standort und Alter du nicht kennst ::)? Ich halte solche Infos für wenig hilfreich!
Sangokaku wird also wenstlich höher als 3 m und zwar in gar nicht so langer Zeit, wenn er sich wohl fühlt!
Überhaupt ist 2 m Endhöhe etwas wenig, auch für die meisten Japanahöhrnchen, die vor allem - wenn ich das richtig verstanden habe - KEIN geschlitztes Laub haben sollen.
Acer palmatum 'Deshojo' zählt zu einem der Schönsten, aber auch er wird (als eher langsamwachsender, vasenförmiger Japanahorn) sicher seine 3 m nach ca. 10 Jahren.
'Shindeshojo' (="New Deshojo") ist vergleichbar, soll aber laut Vertrees länger und brillianter im Austrieb färben. Vertrees Höhenangaben liegen bei ca. 3 m für Deshojo und ca. 2 m für Shindeshojo (den man aber wesentlich seltener im Handel erhält). Ich selber kenne nur 'Deshojo', den ich sehr schätze!
'Corallinium' hat einen etwas mehr ins Pink gehenden Korallenaustrieb und wächst ebenfalls langsam, noch langsamer als 'Deshojo'. Der Austrieb bleibt über einen langen Zeitraum (sogar der Johannistrieb ist noch schön rot gefärbt) und es gibt eine schöne Herbstfärbung.
Acer 'Wilson`s Pink Dwarf' ist einer meiner Lieblings-mini-ahörner. Aber auch hier (möglicherweise sogar in Abhängigkeit von der Unterlage) werden Höhen von etwa 3 m erreicht, möglicherweise noch höher (ich schätze das Exemplar bei Esveld auf ca. 4-5 m). Sein Austrieb ist lobsterfarben, changiert also zwischen Lachs- und Pinktönen. Very striking!
Aber wozu zwei pflanzen, wenn man schon bei einem an den Platz denken muss? Meine persönliche Meinung ist, dass ein Baum besser sind als zwei Halbe. Ich betone, dass das für Bäume gilt - bei Menschen kann man sich ja die bessere Hälfte raussuchen ;D.
Viele Grüße von Iris
-
Anbei übrigens ein Bild vom Austrieb von Acer palmatum 'Wilson's Pink Dwarf' im Frühling. Die Herbstfärbung ist organge.
-
Und so sieht die Herbstfärbung aus. Man sieht deutlich, wie groß der Zuwachs in jungen Jahren ist, wobei der "Zwerg" sich nach den ersten Jahren dann auch etwas besinnt und nicht mehr ganz so "rast" wie in den Jahren direkt nach dem Auspflanzen...
Viele Grüße von Iris
-
Ein recht großer (und teurer) Acer 'Deshojo', vor einer Woche in einem Kundengarten gepflanzt.
Das hier kein großer Kontrast zur dahinterliegenden Photiniahecke entsteht, ist gewollt (ist quasi ein Garten für den zweiten Blick). Die Buchse waren aus Bestand der Garteneigentümer.
(Die störenden Paletten im Hintergrund etc. zeigen, dass das momentan noch eine Baustelle ist).
-
steck die Axt ein Iris :P ;D
man sollte verschiedene Quellen benutzen und wenn 20 verschiedene Bilder kleiner aussehen und in einem Buch was anderes steht muss man das halt abwägen
so Angaben können halt unterschiedlich sein...mal viel zuhoch...oder die Pflanze wird eigentlich immer höher...
-
Hey, du kennst meine Axt noch nicht. Das war erst die Schuffel ;D!
-
Hallo Iris,
danke für die tollen Antworten und Fotos. Dein Pink Dwarf sieht auch toll aus.
Also generell bin ich nicht ganz dem geschlitzem Blatt abgeneigt - nur was ich hier so in den Pflanzenmärkten sehe - gefällt mir nicht. Aber in den letzten Tagen habe ich schon so viele schöne Acer gesehen, auch mit geschlitzen Blättern, dass ich meine Meinung ein bisschen ändern muss.
Und wegen der 2 Bäumchen geht es eben auch mehr um das Gefallen und 2 verschieden gefärbte Exemplare zu haben und zu beobachten - als um den Platzbedarf.
Ich habe einen 740 qm großen Garten und da kann noch reichlich Platz verplant werden. Ein langsam wachsende Bäumchen ist natürlich auf Dauer gesehen besser, aber anders herum sieht ein frohwüchsiges Bäumchen auch schneller gut aus..
Ich habe bis auf die Nordseite auch alle Himmelsrichtungen zu bieten, volle Sonne oder Schatten / Halbschatten.
Wie sieht es später denn aus - kann man die Bäumchen mit Beschnitt auch im Zaum halten?
- Natürlich nicht mit deiner Axt... ;)
Viele Grüße Belinda
-
Wenn du etwas größeres suchst, kann ich Acer griseum empfehlen, sieht das ganze Jahr über toll aus. (In Baumärkten nicht zu finden).
Was die geschlitzten angeht, habe ich gerade die Linearilobum- Sorten im Kopf, das sind die mit den ganz feinen, geschlitzten Blättern. die vertragen aber keine volle Sonne, die Verbrennen förmlich. Rüchschnitt kann man machen, aber die wenigsten Vertragen das gut, und es sieht auch nicht gut aus.
-
Bei den "herkömmlichen" geschlitzten Japanahörnchen ist die Höhe in der Regel deutlich unter 3 m (ich schätze, sie werden im höheren Alter auch mal etwas über 2 m, aber damit muss man wirklich nicht rechnen). Womit man aber sicher rechnen muss ist, dass sie breit werden. Und zwar so breit, als würden sie jeden Tag mehrere Hefeweizen kippen. Also breiter als hoch. Sie nehmen im Garten daher wesentlich mehr Raum ein als z.B. die vasenförmig aufrecht wachsenden Vertreter, unter deren wesentlich biegsameren Jungtrieben man möglicherweise auch hergehen kann.
Acer griseum ist ein echter Favorit. Als kleiner Baum wird er deutlich über 3 m (ich habe ältere Exemplare mit ca. 7 m gesehen), "unserer" im Park Härle ist sicher auch über 4m (siehe Bild, rechte Seite mit Herbstfärbung) und vermutlich nur etwas jünger als ich. Er kann vollsonnig stehen und ist in eigentlich jeder besseren Baumschule zu bekommen. Nicht ganz billig, aber sein Geld allemal wert!
Durch Schnitt würde ich keinen japan. Ahorn versuchen klein zu halten. In ihrer Heimat und bei meiner Mutter werden sie geschnitten. Es ist aber bekannt, dass sie recht pilzanfällig sind und mit jedem Schnitt ein Infektionsrisiko erhöht wird. Meine Mutter schneidet Acer dissectuum 'Garnet' jährlich, um seine AusBREITung zu beschränken. Sie kann es recht gut ohne dabei den natürlichen Habitus zu zerstören und mittlerweile schimpfe ich deswegen auch nicht mehr mit ihr (man büßt im Laufe der Jahre ja doch etwas an Elan ein :-X). Aber für eine gute Planung sollte man versuchen eine Sorte zu pflanzen, die man später nicht immer schneiden muss.
Wenn du die Höhenbeschränkung brauchst, um dir einen Blick nicht zu versperren und nicht wegen des Platzes insgesamt, so käme auch noch Acer campestre 'Nana' in Frage. Er wird tatsächlich nicht so groß (wenn er nicht als Kugelbaum sondern als Fuß veredelt wird!), wächst kugelrund und macht eine quittegelbe, sehr schöne Herbstfärbung. Sonst bin ich kein Fan von kugelförmig wachsenden Gehölzen, aber A. campestre 'Nana' ist eine Ausnahme. Und er ist wesentlich robuster als japanische Ahörner.
So, ich muß jetzt ins Bett. Noch viel Spaß beim Aussuchen und viele Grüße von Iris
-
Hallo, Belinda,
... Wie sieht es später denn aus - kann man die Bäumchen mit Beschnitt auch im Zaum halten? ...
tu's nicht - bitte :). Denk' am besten gar nicht erst dran. Denn ein einziges "Schnipp" an falscher Stelle kann den wunderbaren, sehr charaktervollen Habitus, den diese Bäume ganz von allein entwickeln, auf Jahrzehnte verhunzen :'(. Obendrein können Schnittwunden zu Eintrittspforten für Schadpilze werden. Es wäre so oder so ein Jammer.
Guck dir lieber eine Sorte aus, die für deine Wünsche handlich genug bleibt - bei den Japan-Ahörnchen findest du in puncto Größe wirklich alles. Oder wähle einen Platz, an dem das Bäumchen in 20, 30 Jahren ggf. kräftiger "dicke Ärm" ;) machen darf, als du ihm anfangs zugestanden hattest ;). Oder beides ;D.
Was du unbedingt vor der Pflanz-Entscheidung überlegen solltest, ist, welche Wuchsform du dir wünscht. Es gibt Sorten, die nach spätestens 5-10 Jahren "querformatig" werden - also viel breiter als hoch -, weil sie ihre Zweige bogig überhängen lassen, z. T. bis zum Boden (die meisten "Dissectums", also die mit dem farnartig geschlitzten Laub, gehören zu diesem Typ). Es gibt andere Sorten, die eher aufrecht beginnen und später nur ein bisschen Überhängerei praktizieren; daraus resultiert dann eine schmalere oder breitere Trichterform. Und es gibt wieder andere - meistens sind das Zwerge, deren Endhöhe bei plusminus 2 Metern liegt -, die straff aufrecht in die Höhe wachsen und schlank bleiben.
Guck mal ins Vertrees-Buch. Und guck dich hier um (wobei die Größenangaben mit Vorsicht zu genießen sind: oft zu klein). Und lass dir Zeit beim Auswählen - die Bäumchen tun's nachher beim Wachsen auch ;).
Schöne Grüße
Querkopf
-
Hallo Iris,
danke für die tollen Antworten und Fotos. Dein Pink Dwarf sieht auch toll aus.
Also generell bin ich nicht ganz dem geschlitzem Blatt abgeneigt - nur was ich hier so in den Pflanzenmärkten sehe - gefällt mir nicht. Aber in den letzten Tagen habe ich schon so viele schöne Acer gesehen, auch mit geschlitzen Blättern, dass ich meine Meinung ein bisschen ändern muss.
Und wegen der 2 Bäumchen geht es eben auch mehr um das Gefallen und 2 verschieden gefärbte Exemplare zu haben und zu beobachten - als um den Platzbedarf.
Ich habe einen 740 qm großen Garten und da kann noch reichlich Platz verplant werden. Ein langsam wachsende Bäumchen ist natürlich auf Dauer gesehen besser, aber anders herum sieht ein frohwüchsiges Bäumchen auch schneller gut aus..
Ich habe bis auf die Nordseite auch alle Himmelsrichtungen zu bieten, volle Sonne oder Schatten / Halbschatten.
Wie sieht es später denn aus - kann man die Bäumchen mit Beschnitt auch im Zaum halten?
- Natürlich nicht mit deiner Axt... ;)
Viele Grüße Belinda
beschneiden muss man die nicht, im Normalfall
in welcher Gegend wohnst du denn? aus NRW?
übers Internet kann man ja viele Sorten bestellen (über google findet man 2 grössere Anbieter)
@iris...na dann pass ich mal lieber auf ;D
-
hi
ja da muss ich mir wohl noch ein paar Gedanken machen.
Wenn man die Ahorne nicht schneiden soll, wie halten die Bonsai-Freunde ihre tollen Minis klein - die müssen doch dann ständig schnippeln und biegen, oder?
Liegt es vielleicht auch an der Pflanzschale oder Container, dass die Bäumchen weniger schnell wachsen?
Fische werden in einem kleinen Teich auch nicht sehr groß...
lg belinda
-
Hallo, Belinda,
... Wie sieht es später denn aus - kann man die Bäumchen mit Beschnitt auch im Zaum halten? ...
tu's nicht - bitte :). Denk' am besten gar nicht erst dran. Denn ein einziges "Schnipp" an falscher Stelle kann den wunderbaren, sehr charaktervollen Habitus, den diese Bäume ganz von allein entwickeln, auf Jahrzehnte verhunzen :'(. Obendrein können Schnittwunden zu Eintrittspforten für Schadpilze werden. Es wäre so oder so ein Jammer.
(...)
Schöne Grüße
Querkopf
Ja, ich habe mich in meinem letzten Post nicht vollständig ausgedrückt; Querkopf hat das hoffentlich deutlich gesagt: schneiden der meisten Ahörnchen zerstört die Wuchsform... ich möchte betonen, dass das besonders dann der Fall ist, wenn man sie in der Höhe beschränken möchte! Das ist quasi fatal für jeden "Baumästeten"!
Bei den A. dissectum-Typen kann durch niveauvollen und sensiblen Schnitt immerhin das Breitenwachstum etwas in Zaum gehalten werden - aber wie erwähnt ist auch das dann eher ein "Planungsfehler". Von diesen "geschlitzten" wird übrigens A. dissectum 'Inaba Shidare' nicht ganz so breit und wächst langsamer als die gängigere Sorte 'Garnet'. Dieser ist auch garnet so robust wie der ebenfalls rotviolettelaubige 'Inaba Shidare' mit brennend roter Herbstfärbung, den ich glühend empfehlen kann.
Kurz zu deiner Bonsaifrage (das ufert sonst aus): Die Kunst, Bonsais zu dem zu machen, was sie sind, bezieht sich nicht nur auf den Schnitt. Die Bäumchen werden oben und unten (an den Wurzeln) beschnitten. Das Ganze wird in der Regel mehrfach im Jahr gemacht. Durch die kleinen Minitöpfchen kann die Pflanze sich nicht so entwickeln wie sie es bei freiem Fußraum würde. Das Ganze ist quasi aus der Natur abgeguckt: von charaktervoll solitär wachsenden Bäumen an z.B. unwirtlichen Steinhängen, die durch starke Seitenwinde und magere, abgespülte Böden mit Blick zur Schlucht jahrzehntelang ihres mageren Lebens dankbar aber (er)schütter(t) ihrer Dinge harren. Gebeugten Hauptes doch ungebrochenen Herzens stehen sie ihren Baum und werden dadurch zum Symbol knorriger Erhabenheit. Ob man das durch nicht artgerechte Haltung im Töpfchen imitieren kann ist eine Frage der richtigen Einstellung zu der Sache. Ich persönlich mag keine Abhängigkeiten - besonders nicht von mir. Und Bonsais brauchen aufgrund ihrer kleinen Töpfe je nach Aufstellungsort in der Regel tägliches Gießen etc.
Ich achte, ja bewundere geradezu jeden, der diese Fürsorge aufbringt (nicht, dass jemand mein Statement missversteht!), doch ist mir eine Aufziehen solcher immerwährender Kleinkinder bei meinem unsteten Lotterleben gepaart mit einer relativ sicheren Selbsteinschätzung was meine unvollkommene Fürsorglichkeit anbelangt eben nicht vergönnt...
Sinnierenden Grüße von Iris
-
Hallo, Iris,
... Von diesen "geschlitzten" wird übrigens A. dissectum 'Inaba Shidare' nicht ganz so breit und wächst langsamer als die gängigere Sorte 'Garnet'. Dieser ist auch garnet so robust wie der ebenfalls rotviolettelaubige 'Inaba Shidare' mit brennend roter Herbstfärbung, den ich glühend empfehlen kann. ...
vergleichen kann ich zwar nicht, denn 'Garnet' kenne ich nicht aus der Nähe. Aber deiner Empfehlung für 'Inaba shidare' schließe ich mich - glühend! :D - an: Er ist hinreißend, zu jeder Jahreszeit. Er erträgt im Sommer auch sehr viel Sonne. Und im Moment sieht er so aus, dass man die Feuerwehr alarmieren möchte :o.
Was die Größe betrifft: Vertrees gibt 'Garnet' 4-5 m, 'Inaba shidare' 3-5 m, also relativ nah beieinander. Bei mir (ich gärtnere auf fettem Lehmboden, der Japanahörnchen sehr zu behagen scheint) ist 'Inaba shidare' nach dem Auspflanzen abgegangen wie Schmidts Katze: Aus einem Bäumchen von ca. 80 cm ist inzwischen eins geworden, über das ich nicht mehr drübergucken kann (okayokay, ich bin nur einszwoundsechzig ;)...), und die Auspflanzerei ist höchstens 5, 6 Jahre her. Stimmt andererseits, was du geschrieben hattest: Wenn Japanahörnchen älter werden, stellen sie das Rasen irgendwann ein.
Noch mal einen Schritt zurück:
... wozu zwei pflanzen, wenn man schon bei einem an den Platz denken muss? Meine persönliche Meinung ist, dass ein Baum besser sind als zwei Halbe. Ich betone, dass das für Bäume gilt - bei Menschen kann man sich ja die bessere Hälfte raussuchen ;D. ...
Belindas Wunsch, zwei verschiedene Ahörnchen zu pflanzen, der Unterschiede und der Beobachtung wegen, kann ich gut nachvollziehen. Bei mir ist 'Inaba shidare' deshalb in Gesellschaft: Der Rote, als Hochstämmchen erzogen, hat einen als Fußstämmchen erzogenen Kleineren, Langsameren in Hellgrün vorm Knie, nämlich 'Filigree'. Dieses Duo liebe ich innig. Formähnlichkeit, denn beide Bäumchen haben extrem fein geschlitztes Laub, und beide lassen die Zweige tief überhängen. Dabei aber Farbkontrast, wie er größer kaum sein könnte. Auch jetzt, im Herbst: 'Filigree' leuchtet gelb :).
Ich lauere schon seit Tagen darauf, dass das Wolkengrau endlich besserem Fotolicht weicht. Wenn es am Wochenende, wie vorausgesagt, Sonne gibt, porträtiere ich das Pärchen mal ;).
Schöne Grüße
Querkopf
-
Hallo
habe mir mal im Baumarkt angesehen, was die da so anbieten.. Es waren teilweise schon einige Sorten zu sehen, aber die Qualität gefiel mir gar nicht. Entweder waren die Blätter eigenartig trocken und eingerollt (krank?) oder das Bäumchen trieb unter der Veredlungstelle die andere Ahornsorte aus. Dass heißt, dass ich z.b. ein Garnet gesehen habe, der unten schöne grüne Blätter austrieb, die wie bei dem Songokaku aussehen.
Das ist doch dann schlecht veredelt, oder? und warum veredelt man überhaupt Ahorne? Ich dachte immer die ganze Pflanze ist wie das was oben auch wächst? Was hat das für einen Sinn?
lg belinda
-
Hallo, Iris,
die sonnige Wetterprognose hat sich bewahrheitet, hier gibt's also Impressionen zu 'Inaba shidare' & Co.
@Belinda: Wenn man eine bestimmte Gehölzsorte vermehren möchte, hat man - stark vereinfacht gesagt - die Wahl zwischen Stecklingen und Veredelungen (Aussaat geht nicht, denn dann mendelt's, und man bekommt nicht mehr die Originalsorte). Fürs Veredeln entscheiden sich Baumschuler immer dann, wenn das das sicherste und wirtschaftlichste Vermehrungs-Verfahren ist. Ist es bei Japanahörnchen wohl. Als Unterlage wird meines Wissen Acer palmatum (= die Art) benutzt.
Trockene Blätter sind um diese Jahreszeit übrigens ncht unbedingt alarmierend, es herbstelt halt ;)...
Schöne Grüße
Querkopf
-
Hallo
vielen Dank für all eure Antworten. Ich habe mir gestern einen Katsura aus einer Baumschule bestellt. er soll in einer Größe von 140/160 cm geliefert werden -ich bin ja so gespannt.... Ich habe vor ihn erst im Kübel (winterfest) zu lassen.
LG belinda
-
gute Wahl.... :)
denk dran, das Wasser muss gut abfliessen können
-
Hallo,
gibt es irgendwo vielleicht schon einen Thread, wo beschrieben ist, wie man einen Ahorn im Topf winterfest einpackt?
Mein Bäumchen wird ja im Topf geliefert. Wie groß sollte dann mind. der Kübel sein, in dem er mind. bis zum Frühjahr / Sommer bleiben soll?
Eigentlich müsste ich ihn auf der Terasse stehen lassen können, denn die Terasse ist sozusagen ein Ausschnitt vom Haus und geschützt.
Wenn ich nicht eines besseren belehrt werde, würde ich ihn in einen ca. 40 cm Top mit Loch unten pflanzen. Unten als Drinage würde ich eine Schicht Blähton machen. Darüber ein Substrat-Sand-Gemisch, aber da muss ich mich noch schlau machen, welches das Beste fürs Bäumchen ist.
Den Topf auf eine dicke Kokosmatte oder Spyropor setzen, gegen die Kälte von unten, und drum herum dick mit diesen Kokos oder Jutematten einwickeln.
Muss oben auch eine Abdeckung auf die Erde? Ich denke ja, oder?
Wie oft muss das Bäumchen wohl im Winter gegossen werden?
Ich freue mich schon, wenn der "Postmann dreimal klingelt"... hihi...
Ich hoffe nur, dass ich nicht enttäuscht werde.
lg belinda
-
Hallo, Belinda,
das versteh' ich nicht ganz ???. Ein Japanahorn von 140/160 cm ist bereits ein großer (und teurer) Solitär - warum bestellst du sowas schon jetzt, wenn du erst im Frühjahr/ Sommer auspflanzen kannst/ willst, und übernimmst damit selbst das Überwinterungsrisiko, statt es der Baumschule zu überlassen?
Ein Topf von 40 cm Durchmesser (?) dürfte für einen Baum dieser Größe ein Witz sein. Ich habe vor drei Jahren einen Acer shirasawanum 'Aureum' ähnlichen Formats geschenkt bekommen - er steckte damals in einem Pott von 70-80 Litern Fassungsvermögen, und der war schon fürs Wurzelwerk viel zu eng, von Erdreich völlig zu schweigen ::). Warte besser erstmal ab, wie der Ballen deines Baums aussieht, und denk' erst dann über die passende Topfgröße nach.
Ob Topf-Ahörner Winterschutz brauchen, hängt davon ab, in welcher Klimazone du lebst - normalerweise halten sie locker einige Minusgrade aus. Wenn du nicht gerade in Deutsch-Sibirien sitzt, dürfte es reichen, den Topf geschützt aufzustellen und so, dass sich kein Wasser im Wurzelballen stauen kann. (Aber dazu können Kübel-Aceristen Verlässlicheres sagen, meine Ahörnchen sind alle ausgepflanzt ;).)
Schöne Grüße
Querkopf
-
Hallo
wollte mal meinen Katura vorstellen. Er kam gestern und ich würde gerne eure Meinung hören. Er sieht noch etwas komisch aus, da er die Äste alle hoch/ an den Stamm gebunden hatte. Beim auspacken sind dann schon einige Blätter abgefallen -es waren also viel mehr dran. aber das ist ja normal um die Jahreszeit.
Ich überlege auch noch, ihn doch noch einzupflanzen...
lg Belinda
-
noch mal
-
und hier auch....
ist er okay?
lg Belinda
-
ich persönlich würd den ja lieber einpflanzen
aber ich muss schon sagen, ich hät den nicht als Katsura erkannt
die Blätter kommen mir etwas zugross vor...liegt aber vielleicht am Foto
-
hm,
hast du Bilder von Katsura-Blättern und kannst mir sagen wie groß die sein sollen? Ich habe ja keinen Vergleich und habe vorher auch noch keinen in Original gesehen.
Wie sehen die Blätter denn sonst aus?
lg Belinda
-
nun in dem einen Thread sind ja sehr viele Fotos von verschiedenen Sorten, die von den Usern hochgeladen wurden...dachte du hast da den Katsura gesehen ;)
über google Bilder sieht man ja auch viele Fotos...nur sind die meist keine Herbstbilder
generell sehen mir die Blätter halt zugross aus, kann mir aber nur so vorkommen
das hier ist ein Katsura im Herbst
http://www.acer-palmatum.de/3kats600.JPG
mach einfach im Frühling neue Fotos von den frischen Blättern, dann ist es einfacher