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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Thomas am 12. Oktober 2008, 13:14:12
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Anscheinend hat der Goldjunge hier Sonnenbrand, oder? Er hatte im Sommer fast den ganzen Tag Sonne, jetzt im Herbst nur noch von morgens bis ca. 13 h.

Den sollten wir wohl umsetzen, oder was meinen die Aceristen?
Liebe Grüße
Thomas
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Hallo, Thomas,
an Sonnenbrand glaube ich da nicht, ich würde an eurer Stelle warten mit einer Umpflanzaktion. Nach meiner Beobachtung ist der Goldjunge ein etwas launischer Herbstfärber: Er kann's hinreißend vielfarbig, wickelt's aber auch manchmal sehr kurzknappdröge ab. Meiner mag es dieses Jahr auch nicht bunt, hier ist er zu besichtigen. Eurem Goldjungen recht ähnlich, finde ich. Dabei steht er im (hellen) Halbschatten unter einer Kiefer, ist also ganz gewiss außer Sonnenbrandgefahr.
Woran die herbstlichen Launen liegen, weiß ich nicht. Vielleicht passt ja auch beim Acer shirasawanum 'Aureum' die allgemeine Erklärung, die Bristlecone hier versucht hat.
Schöne Grüße
Querkopf
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Ich habe mir halt etwas Sorgen gemacht, weil er im Sommer doch immer in der prallen Sonne war. Letztes Jahr (da hatten wir ihn aber gerade im Juli an den neuen Standort gepflanzt) war etwas besser. Mal sehen, wie es weitergeht.
Liebe Grüße
Thomas
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Sind die "Brandflecken" vielleicht vor allem auf der Blattunterseite?
Dann könnte die Teichoberfläche ungünstig reflektieren ...
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Hallo macrantha, entschuldige, dass ich erst jetzt antworte.
Ich habe den Eindruck, dass die Flecken auf beiden Blattseiten sind.
Liebe Grüße
Thomas
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Auch ich bezweifele, dass es Sonnenbrand ist. In dem Fall wären die Blätter längst abgefallen oder am Stil verfault.
Ich tippe auf die allgemeinen Schadpilze, die ausgerechnet Ahornblätter hin und wieder allzu gerne befallen. Sie schaden bei so spätem Auftreten dem Strauch jedoch nicht.
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Und kann ich was machen, dass er uns auch im Herbst erfreut so wie es gewünscht war?
Muss er sich am (seit ca. 1 Jahr neuen) Standort erst noch einrichten, oder sollte er woanders hin? Das ist meine Grundfrage dabei.
Liebe Grüße
Thomas
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Hm - wenn die Blattschäden gleichmäßig um das Bäumchen verteilt sind, dann scheidet Sonnenbrand durch Reflektion wohl aus.
Tja, berichte doch im nächsten Jahr mal, ob das Schadbild wieder auftritt- momentan fällt mir dazu leider nichts gescheites ein. Ältere Gehölze überwachsen ja immerhin so manche Kinderkrankheit ::)
P.S.
Wenn der Baum doch Reflektionsschäden hat oder aber die Terrassenplatten viel Hitze abstrahlen, dann würde ich das Bäumchen versetzten. Ist das auszuschließen, dann würde ich erstmal beobachten. Wenn es sich in 1-2 Jahren nicht gibt, kann man immer noch ausgraben (nur länger würde ich nicht warten).
P.P.S.
Wenn der Belag Wärme abstrahlt, dann hat das keine unmittelbare Auswirkung auf das Laub (also es verbrennt nicht), sondern die fehlende Abkühlung in der Nacht bewirkt einen schlechteren Allgemeinzustand der Pflanze und damit eine höhere Anfälligkeit für Schadorganismen. Aber das ist natürlich fließend und nicht exakt meßbar.
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Grundsätzlich gilt, dass alle gelbblättrigen Ahorne und auch die panaschierten möglichst im lichten Schatten stehen sollten.
Manche Sonnentage sind einfach zu grell und heiß und schädigen damit das Blattwerk. Möglicherweise hat auch der Ozongehalt einen gewissen Einfluss.
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Ich denke, er hat zu viel Sonne. Er steht halt lange Zeit nicht im 'lichten Schatten'.
Aber wenn es nicht kritisch ist (oder?), dann schauen wir vielleicht mal, wie es ihm nächstes Jahr geht.
Liebe Grüße
Thomas