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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: wallu am 05. November 2008, 16:38:20

Titel: Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: wallu am 05. November 2008, 16:38:20
Hallo zusammen!

Nachdem im Laufe der Jahre immer mehr Brachfläche im Garten "unter den Pflug genommen" worden ist, möchte ich mich nächstes Jahr einem Stück Grundstücksgrenze widmen.

Es handelt sich dabei um eine steinige, trockene Böschung in voller Sonne; Höhendifferenz etwa zwei Meter; Länge ca 15 Meter, Breite ca drei Meter. Zur Zeit wächst da eine große Kornelkirsche (die darf bleiben) sowie ein Gestrüpp aus Ginster, Eichensämlingen und Brombeeren.

Dazu habe ich folgene Fragen:

# Welche Sträucher (außer Ginster) könnt Ihr für solch einen Standort empfehlen? Der Boden ist wirklich recht steinig und eher schlecht (Eifel-Tonschiefer). Die Sträucher sollten ca 2-3 Meter hoch werden und über den Maschendrahtzaun am Grund der Böschung hängen bzw. durchwachsen und diesen verdecken.

# Wie werde ich die vielen Brombeeren los? Roden ist zwecklos; die Wurzelstöcke bekommt man nie völlig aus dem Boden und sie treiben immer wieder aus. Gibt es da ein chemisches Mittel (verzweifelt anfrag; sowas hab´ ich bislang noch nie verwendet)?

Für Eure Vorschläge im Voraus vielen Dank,

  Wallu
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: marygold am 05. November 2008, 16:57:36
Willst du nur den Hang mit einigen Sträuchern befestigen oder ein richtiges
Sonnen-Trockenbeet anlegen?

Hier am anderen Ende der Eifel wachsen in stillgelegten Weinbergen Hundsrosen
(Rosa canina) wären die etwas für dich? oder Buddleia davidii?

Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: wallu am 05. November 2008, 17:06:38
Es geht mir vor allem um ein leidlich gepflegtes (und pflegeleichtes) Aussehen (die Böschung ist eher schwer zugänglich). Und wenn man die Fläche nutzen könnte, um da das eine oder andere etwas ausgefallenere Gehölz zu pflanzen, um so besser.

Das mit den Hundsrosen ist schon mal gar keine so schlechte Idee....
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: gartenfreak am 05. November 2008, 17:26:12
Bibernellrosen gedeihen auch gut auf sehr mageren Böden. Meine blühen weiß, mit einer Nachblüte im Herbst, sie haben hübsche schwarze Hagebutten und machen Ausläufer (davon hätte ich reichlich abzugeben). Sie sehen sehr hübsch zusammmen mit Hundsrosen aus, bei mir stehen sie mit R. rugosa zusammen.

Schlehen könnte ich mir auf solch einem Streifen auch ganz gut vorstellen, aber die sind entsetzlich invasiv und sollten dann unbedingt eine Wurzelsperre bekommen.
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: marygold am 05. November 2008, 17:29:00
Felsenbirne? Ist zwar nicht besonders ausgefallen, aber die Herbstfärbung ist sehr
schön.
Und falls du etwas mutiger bist, auch Strauchpfingstrosen müssten gehen,
in ihrer Heimat ist es im Sommer knochentrocken...

Eine Bibernellrose habe ich vor zwei Wochen an einen ähnlichen Standort gepflanzt.
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Susanne am 05. November 2008, 19:01:04

Chaenomeles macht sich an solchen Stellen gut. Es gibt niedrige Sorten, die flächig wachsen.
Eine andere Möglichkeit wäre ein Wein. Wir sind so daran gewöhnt, Wein immer an Hauswänden und Spalieren zu ziehen, daß seine bodendeckenden Fähigkeiten völlig übersehen werden.
Schön sähe auch ein Vitis coignetiae aus, davon gibt es verschiedene Sorten mit toller Herbstfärbung. In dem Fall würde ich ein Krokusmeer drunter pflanzen, damit es auch im Frühjahr was zu gucken gibt.
Wenn dir nach Rosen ist - in Düsseldorf gibt es eine sonnige Böschung, die mit flach wachsenden Bodendeckerrosen völlig bedeckt ist. Die Rosen sind tatsächlich so dicht, daß kein Unkraut mehr durch kommt. Das funktioniert nicht mit jeder Sorte.




Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: wallu am 05. November 2008, 19:57:59
Felsenbirnen und Scheinquitten habe ich schon an anderen, ähnlich schwierigen Stellen im Garten. Auch Schlehen zur Genüge als Begrenzung in der Steuobstwiese...

Aber Strauchpfingstrosen, das klingt interessant. Das muß ich mal genauer nachlesen, was die aushalten. Auch das mit Vitis coignetiae als Kletterpflanze dazwischen könnte einen Versuch wert sein. Das Ganze soll ja einen natürlichen Eindruck haben, nur nicht allzu zu verwildert.

Eines habe ich noch vergessen zu erwähnen. Der Hang ist trotz des steinigen Bodens wühlmausverseucht.
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Santolina1 am 05. November 2008, 20:01:17
@ wallu

Genau das gleiche Problem habe ich, nur ist die Böschung mind. 30m lang und 3 m hoch und sehr steil. Es wachsen Brombeeren, Disteln, Ahornsämlinge (tw. bereits einen Meter hoch) und jede Menge anderes Unkraut. Ich habe versucht diese auszugraben - keine Chance. Die Böschung ist sehr steinig und man kann sehr schwer ein Loch graben und etwas einsetzen. Lage: sonnig und trocken und ein Teil halbschattig

Mein Ansatz: da man schwer ein Loch graben kann - Samen ausstreuen. Heuer werde ich noch Königskerzen und Malven und verschiedene Gräser ausstreuen.
Ausläufer von "pflegeleichten" Rosen wie Gallica, Wildrosen und Rugosa habe ich bereits gepflanzt. Zum Abdecken größerer Flächen sind bereits Steckhölzer von Ramblern gemacht ("Pillar Roses"), die einige Meter so richtig schön über die Böschung "hängen". Ableger von Weigelia und verschiedene Cornus ebenfalls, die kommen im Frühjahr in die Erde. Chaenomeles ist ein guter Tipp, Buddlejas (werded ich jetzt noch stecken), Berberitzen, Mahonien, Deutzien, Corylus halten den Boden aus. Stauden gibt es jede Menge, die sich dann auch von selbst aussäen.

Als Bodendecker sind geplant: verschiedene sehr wuchsfreudige Geraniums, Anemone sylvestris, Ceratostigma plumbaginoides etc.

Für das Unkraut habe ich mir bereits Round Up besorgt aber ich glaube ich bin jetzt schon zu spät. Für die Brombeeren und die Ahornsämlinge bräuchte ich auch noch einen heißen Tipp.

Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Staudo am 05. November 2008, 20:04:38
Wenn Du für das erste versuchst, den Wühlmäusen das Fressen der Brombeeren beizubringen?


Mein Tipp wie üblich: zuerst einmal alles absägen/abschneiden/abmähen. Dann könntest Du die frischen Brombeertriebe und sämtlichen anderen Aufwuchs ab Mai mit Roundup spritzen. Die Brombeeren werden diese Behandlung mehrmals nötig haben. Im Herbst nächsten Jahres dürfte der Hang vegetationsfrei sein.
Alternativ könntest Du die abgemähte Fläche mit alter Teppich-Auslegeware abdecken. Das sieht grässlich aus und erstickt die Brombeeren.

Bevor der Hang nicht richtig frei von Wurzelunkräutern und Brombeertrieben ist, würde ich nichts pflanzen.
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Santolina1 am 05. November 2008, 20:08:29
@ Staudenmanig

Das sind ja gute News - Round up wirkt bei Brombeeren - und ebenfalls bei den Ahornsämlingen?
Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Santolina1 am 05. November 2008, 20:12:06
Felsenbirnen und Scheinquitten habe ich schon an anderen, ähnlich schwierigen Stellen im Garten. Auch Schlehen zur Genüge als Begrenzung in der Steuobstwiese...

Aber Strauchpfingstrosen, das klingt interessant. Das muß ich mal genauer nachlesen, was die aushalten. Auch das mit Vitis coignetiae als Kletterpflanze dazwischen könnte einen Versuch wert sein. Das Ganze soll ja einen natürlichen Eindruck haben, nur nicht allzu zu verwildert.

Eines habe ich noch vergessen zu erwähnen. Der Hang ist trotz des steinigen Bodens wühlmausverseucht.

wallu, dann musst du wohl Wühlmauskörbchen basteln >:

Strauchpfingstrosen halten das aus, die stehen auf der anderen Seite der Böschung auf unserem Grundstück. Verschiedene Euphorbien mögen auch trockenen, steinigen Boden und Iris ...
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Staudo am 05. November 2008, 20:13:15
Ahornsämlinge vertragen wiederholtes Abschneiden im Laufe des Sommers schlecht - unbedingt bis Anfang September durchhalten. Die einzeln mit Roundup zu behandeln ist genauso aufwändig. Hier würde ich mir die Chemie sparen.

Ich habe es gerade in diesem Jahr probiert. Stockausschläge von Ahorn reagieren auf Roundup mit Krüppelwuchs, gehen von einer einmaligen Behandlung aber nicht ein. Ich nehme künfitg wieder die Motorsense.


Brombeeren haben so viel Reserven, dass die Gift-Variante überlegenswert ist. Auch hier muss mehrmals gespritzt werden.
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Santolina1 am 05. November 2008, 20:25:15
Ahornsämlinge vertragen wiederholtes Abschneiden im Laufe des Sommers schlecht - unbedingt bis Anfang September durchhalten.

Da fällt mir jetzt ein Stein vom Herzen - super, wenn es so funktioniert. Motorsense geht nicht gut, weil es mir einfach zu steil ist.
Titel: Re:Roden und Beflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Inge am 06. November 2008, 00:15:05
Meine Wühlmäuse lieben Strauchpfingstrosen!
Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: wallu am 06. November 2008, 08:31:12
Guten Morgen zusammen!

Da sind ja viele nützliche Tipps zusammengekommen.

# Das mit den Brombeeren habe ich mir schon gedacht (bzw. befürchtet), daß die vor nächsten Herbst nicht wegzukriegen sind. Die Fläche abdecken --> ist zu groß dafür, und den Anblick will ich unserem Nachbar auf der anderen Straßenseite nicht zumuten. Anfängerfrage: Wo kann man ein Herbizid wie Roundup kaufen? Gibt´s das frei verkäuflich?

# Das Pflanzen in Wühlmauskörben gehört bei mir zum Standard und ist somit kein Problem. Das Ausheben der Pflanzlöcher wird sicher schwierig, ist aber machbar. Für einen Start in guter Erde kann also gesorgt werden. Welche etwas weniger geläufigen Gehölze könnte man denn pflanzen? Die üblichen Verdächtigen wie Buddleia, Mahonie & Co habe ich alle schon an anderer Stelle, und als Pflanzensammler möchte ich immer gerne Neues ausprobieren....
Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: fars am 06. November 2008, 08:36:40
Habe nicht alles durchgelesen, dennoch:

Gerade an Böschungen sollte eine Buddleia-Art nicht vergessen werden: Buddleia alternifolia. Ihr überhängender, langmähniger Wuchs macht sie einem besonders schönen Gehölz
Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Santolina1 am 06. November 2008, 12:49:13
Guten Morgen zusammen!

Da sind ja viele nützliche Tipps zusammengekommen.

# Das mit den Brombeeren habe ich mir schon gedacht (bzw. befürchtet), daß die vor nächsten Herbst nicht wegzukriegen sind. Die Fläche abdecken --> ist zu groß dafür, und den Anblick will ich unserem Nachbar auf der anderen Straßenseite nicht zumuten. Anfängerfrage: Wo kann man ein Herbizid wie Roundup kaufen? Gibt´s das frei verkäuflich?


@ wallu
Das gibt es bei uns in Österreich frei verkäuflich in jedem Baumarkt

Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Santolina1 am 06. November 2008, 13:04:49
wallu, offensichtlich haben wir beide das gleiche vor.

Buddleja alternifolia steht schon auf der Liste, ebenfalls Lespedeza thunbergii.

Von Baptisia australis existieren auch schon Sämlinge. Ich muss heute abend nachsehen was ich mir noch alles notiert hatte ...
Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: altrosa am 06. November 2008, 14:34:03
mit überhängendem Wuchs: Rosa moyesii, auch bei Bienen sehr beliebt. Bei der Anwendung von Roundup empfehlen Fachleute, die Pflanzen im Frühling zurückzuschneiden und die Neuaustriebe im Spätsommer/Herbst zu behandeln.
Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Querkopf am 06. November 2008, 22:04:48
Hallo, Wallu,

an einer ebenfalls knochentrockenen Böschung beinahe gleichen Formats und gleicher Steilheit - allerdings zum Teil leicht beschattet - kämpfe ich wie du mit Brombeerdickicht (dazu mit Brennnesseln, Giersch, Winde, Geum, aber das sind im Vergleich zu den Brombeeren Kinkerlitzchen ::)...). An einigen Stellen habe ich sie ausgegraben; war elend mühsam, hat aber geklappt. Anderswo säbele ich sie immer wieder ab, buddele nur hie und da mal was aus. Das ist ein Wettlauf. Im vorigen Jahr hatte dabei ich die Nase vorn, ich habe oft geschnitten. Dieses Jahr hatte ich zu wenig Zeit, das haben die Brombeeren zum Aufholen genutzt >:(. Ich hoffe, dass ich den Kampf gewinne, wenn ich drei, vier Jahre konsequent alle sechs Wochen schneide, aber sicher bin ich da natürlich nicht - raten kann ich dir also leider nicht.

Herbizide kommen bei uns nicht in Frage. Denn besagte Böschung gehört gar nicht uns :-X, sondern dem benachbarten Forst - und da der rechtlich nicht verpflichtet ist, was zu tun gegen über Zäune marschierendes Wucherzeugs (und auch nix tut), habe ich klammheimlich zur Selbsthilfe gegriffen. Wegen der Wald-Zugehörigkeit sind ausschließlich heimische Gewächse übern Zaun gehüpft ;). Vorwiegend ein Mix von Wildrosen, nämlich
- Rosa arvensis
- Rosa canina
- Rosa glauca
- Rosa majalis
- Rosa rubiginosa
- Rosa scabriuscula
- Rosa spinosissima
- Rosa villosa

Sie haben alle in etwa die Größe, die du dir wünschst (R. arvensis, die Kriechrose, legt sich allerdings z. T. bodendeckend flach). R. glauca, die Blaue Hechtrose, und R. majalis, die Zimtrose, finde ich besonders schön, man sieht sie zudem nicht oft. Von R. spinosissima (=pimpinellifolia) gibt es aparte Hybriden, die ebenso robust sind wie die Art. 'Stanwell Perpetual' ist vielleicht die reizvollste darunter: öfterblühend, wie der Name sagt, duftend, und sie hängt sehr graziös über.

Außer Rosen sind an die Böschung irgendwie ;D Ulex europaeus, Berberis vulgaris, Euonymus europaeus und Lonicera xylosteum geraten - nix Besonderes, aber für einen Extremstandort vielleicht doch erwägenswert?

Beim Gehölze-Pflanzen an der Böschung habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, an der tieferliegenden Böschungsseite jeweils Mini-Erdwälle aufzuschütten. Die halten das (Gieß-)Wasser fest und erleichtern so den Pflanzen das Anwachsen.

Schöne Grüße
Querkopf

P.S. Wie ist das an deiner Böschung mit der Gefahr von Erdabschwemmungen? Wenn die gegeben wäre, ist - Brombeeren hin oder her - zeitweiliges "Nacktmachen" des Bodens wahrscheinlich keine gute Idee.
Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Santolin am 09. November 2008, 14:36:08
Das interessiert mich ja auch sehr. Mein Hang ist ähnlich, ich kann alle Vorschläge sehr gut gebrauchen!
@Querkopf: die Hoffnung stirbt zuletzt.....ich kämpfe jetzt seit 6 Jahren mit deiner Taktik, gemessen an dem ursprünglichen Brombeeraufkommen ist mein Garten jetzt praktisch "Brombeerfrei", in Wirklichkeit gibt es immer wieder Zeiten, in denen ich laut nach Round up schreie, habe es bis jetzt allerdings noch nicht gekauft. Am fiesesten sind die 3 -4 m langen dünnen Brombeerruten, die sich irgendwohin schlängeln und dann am Ende einen Wurzelballen in die Erde krallen. :o
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit - ja,ja 8) - Efeu gemacht. Natürlich musste ich da auch mehrere Jahre Disteln und anderes jäten, aber mittlerweile ist es schön dicht und hält das meiste ab, blüht wunderschön....Nur Brombeeren lassen sich natürlich nicht abhalten, aber sind deutlich weniger geworden und lassen sich in einem halbstündigen Gang auf ca. 20 m Länge entfernen. Größere Busche und Bäume, die gleichzeitig mit dem Efeu gepflanzt wurden, behaupten sich gut und durch das Efeu wird auch der Boden vor Verdunstung geschützt am sonnigen Hang. Was ich niemals an einen Hang pflanzen würde sind Pflanzen mit Stacheln. Es ist schon schlimm genug, mit abgeknickten Füßen im Hang zu stehen, ohne dass man sich dann auch noch Stacheln einreißt, hängenbleibt, beim einsammeln des gejäteten in irgendetwas stacheliges greift.....
Es sei denn, natürlich, man greift den Vorschlag von fars auf, und terrassiert. Da sind dann Rosen natürlich eine Wucht.
Titel: Re:Roden und Bepflanzen einer steinigen Böschung
Beitrag von: Querkopf am 09. November 2008, 19:44:53
Hallo, Santolin,

... ich kämpfe jetzt seit 6 Jahren mit deiner Taktik, gemessen an dem ursprünglichen Brombeeraufkommen ist mein Garten jetzt praktisch "Brombeerfrei", in Wirklichkeit gibt es immer wieder Zeiten, in denen ich laut nach Round up schreie...
ups, das sind ja liebliche Aussichten ::)... Allerdings grabe ich beim Schneiden immer hier und da Wurzeln aus, ich denke, das könnte à la longue was bringen. Auf der anderen Seite des Zauns - dort gab's vergleichbares Dickicht - habe ich tief und gründlich gebuddelt (elende Plackerei!), da war nach zwei, drei Jahren Ruhe.

...Was ich niemals an einen Hang pflanzen würde, sind Pflanzen mit Stacheln. Es ist schon schlimm genug, mit abgeknickten Füßen im Hang zu stehen, ohne dass man sich dann auch noch Stacheln einreißt, hängenbleibt, beim einsammeln des gejäteten in irgendetwas stacheliges greift...
Ja, an der Warnung ist grundsätzlich was dran. Kommt aber drauf an, was man im Einzelfall braucht und will. Bei "meiner" Böschung geht's primär drum, per Bepflanzung (mit heimischen Gewächsen! - da ist die Auswahl nicht so groß) den Boden festzuhalten. Gejätet im gärtnerischen Sinne des Wortes wird nicht, nur mal al fresco geschnitten. Leicht verstrubbelter "Wild"-Charakter ist wg. Waldrand erwünscht. Und Pieksigkeit schadet nix, weil der öffentliche Weg unterhalb der Böschung eine Gassigeher-Rennstrecke ist; das Stachelzeug hält fremde Hunde ganz gut von unserem zzt. nur locker im Schloss sitzenden Gartenpförtchen ab. Und wenn ich auf der Böschung arbeiten will, trage ich halt lange Hosenbeine, lange Ärmel, ellbogenlange Lederhandschuhe - "Vermummung" ;) ist wegen der Brombeeren sowieso Pflicht.

Einen Tipp hatte ich aber vergessen:
@Wallu: Wenn du nicht terrassieren willst oder kannst, dann lege dir zumindest Pfade an, auf denen du bei Pflegearbeiten halbwegs bequem, ohne Rutscherei oder Zwischen-Pflanzen-Durchschlängeln, den Hang rauf und runter kommst. Zum Beispiel kleine Treppen, die du (notfalls provisorisch) mit Ziegeln, Steinplatten o.ä. befestigst. Wie mühsam es ist, sich an einem steilen Hang zu bewegen, hatte ich bei "meiner" Böschung nicht bedacht; den Treppchen-Bau werde ich jetzt nachholen (müssen).

Schöne Grüße
Querkopf