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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Lehm am 24. November 2008, 14:58:22

Titel: Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 24. November 2008, 14:58:22
Oca, Yam, Stachs, Klette, um nur einige zu nennen.
Wer kennt weitere Gemüse, die hier unbekannt oder nur als Rarität erhältlich sind? Woran könnte das liegen?
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Anne Rosmarin am 24. November 2008, 15:00:43
-niedriger Ertrag
-Schnecken und Wühlmausfraß
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Garten-anna am 24. November 2008, 15:12:36
Knollige Kapuziner Kresse ist bei uns als Nahrungsmittel wenig bekannt.
Topinambur wächst gut in unseren Gärten. Ich bevorzuge die runde Knolle, vermehrt sich auch nicht so stark.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 24. November 2008, 15:16:30
Hobbygärtner sind ja noch vergleichsweise aufgeschlossen und neugierig, Unbekanntes anzubauen. Aber ich frage mich auch, warum solche Gemüse kaum im Laden liegen, und wenn doch, kaum gekauft werden.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Garten-anna am 24. November 2008, 15:38:43
Ja, da hast du wohl recht. Wie war das noch mal mit dem Bauern?
Außerdem liegt es wohl daran, daß die Alten das ihnen Überlieferte zubereiten und die Jungen erst gar nicht bis zum Gemüsestand kommen, sondern in die Kühltheke greifen.


Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: aurora am 24. November 2008, 15:40:39
ich arbeite einmal die woche am markt für obst und gemüse. es ist unglaublich wie wenig manche leute über gemüse wissen. geschweige denn, was man daraus so alles machen kann.

wenn ich nur daran denke wie lange es ging, leute davon zu überzeugen, dass superschmelz kohlrabi zart ist und nicht holzig.


man kann aber viele menschen sensibilisieren.

selten und wie ich finde absolut top: apios americana

aber mal anders gefragt, kauft man sich auf anhieb nen z.b. käse nur weil jemand nen tip dazu gibt oder sagt dass dieser sehr gut ist.

was der bauer nicht kennt ..isst er nit
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: fairy am 24. November 2008, 15:47:53
Ich bin seit diesem Jahr absoluter Fan der Inka-Gurke (Cyclanthera pedata). Sie wird ab sofort jedes Jahr angebaut !
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: charlie am 24. November 2008, 16:01:04
ich sehs anders.

unbekannt heute,
bekannt morgen.

ich kann mich noch sehr gut an die zeit erinnern, als die ersten zucchini aufgetreten sind. oder shitake. oder kaktusfeigen oder avocado. bei uns im ne**o-markt neulich gesehn: lilaschwarze möhren. sehn echt ihbä aus.

mein schwager sagt übrigens heute noch: sutschini
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: uliginosa am 24. November 2008, 16:06:12
Meine Schwiegereltern bauen seit Jahrzehnten Gemüse an.

Letztes Jahr hatten sie das erste Mal Mangold. Im Herbst wurde er kompostiert, weil sie nicht wußten, wie sie ihn zubereiten sollen.

(Sie wohnen nicht hier in der Nähe, sie haben kein Internet, aber Telefon!)

Zu Weihnachten schenke ich ihnen meine drei Lieblingsmangoldrezepte und ein neues Tütchen mit Samen! ;D
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Landfrau am 24. November 2008, 16:11:41
Wir essen unsere Kindheit - Geschmack wird früh geprägt, im positiven wie im negativen.

Ich liebe den Geschmack von krossem Räucherspeck....und Dr. Oe - VAnillepudding, der ist mir 10mal lieber als solcher aus Biomilch, Stärke und echter VAnille. Beides hat Oma oft und gern zubereitet in der Küche.

Mit gemüsen ist das ähnlich, Möhren, Bohnen, Kohlrabi - wunderbare Erinnerungen......, die ich in der Küche gern wieder aufleben lasse.
Mit Artischocken, Auberginen, Dicken Bohnen werd ich nicht ganz so warm, zwar anbaue, koche und esse ich die auch, aber so richtig wohl wird mir ums Herz bei vertrautem Geschmack.

Und ich entdecke gerade für mich den Begriff Heimat neu. Es muss nicht immer "alles von überall her" auf den Teller. Aus Steckrüben und roten Beeten mache ich köstlichen Eintopf, aus Linsen mit Majoran ein wärmendes Winteressen.

Vielleicht ist es ein gesunder Instinkt im Menschen, der ihn Nahrungsmittel bevorzugen lässt, die jetzt und gerade in der eigenen Region verfügbar sind?

Landfrau

Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Scilla am 24. November 2008, 16:19:15
Schade drum uliginosa - in den hiesigen Schrebergärten wird jedes Jahr massig angebautes und nicht konsumiertes Gemüse kompostiert :-\



Ich habe mir für nächstes Jahr Samen von lilaschwarzen Möhren, einer alten Sorte, gekauft und bin extrem gespannt, wie sie aussehen und schmecken werden 8) :D

Pro Specie Rara ist eine gute Sache .
Es muss ja nicht unbedingt das blaue Püree sein aus den gleichfarbigen Kartoffeln 8) ;D


 
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: uliginosa am 24. November 2008, 16:36:01
Schade drum uliginosa - in den hiesigen Schrebergärten wird jedes Jahr massig angebautes und nicht konsumiertes Gemüse kompostiert :-\

Kaum zu verstehen, nach der Mühe, die der Anbau macht!

Ich habe mir für nächstes Jahr Samen von lilaschwarzen Möhren, einer alten Sorte, gekauft und bin extrem gespannt, wie sie aussehen und schmecken werden 8) :D

Pro Specie Rara ist eine gute Sache .
Es muss ja nicht unbedingt das blaue Püree sein aus den gleichfarbigen Kartoffeln 8) ;D
Zitat

Die normalen Möhren schmecken mir besser!

Das Püree wird leider nicht blau oder lila, sondern eher grau!
Aber als lila Schicht im Kartoffelgratin macht sich z.B. Vitelotte gut!
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Scilla am 24. November 2008, 17:01:01
Vitelotte - danke, muss ich mir merken !

Graues Kartoffelpüree würde ich jedoch nicht unbedingt essen wollen :o :-\ ;)

Neben den dunklen Möhren werde ich auch die normalen orangefarbenen ansäen ; nachdem sich bei mir Nantaise nicht wirklich bewährt hat ,werde ich zu der m.M. nach für eher schweren Boden besser geeigneten Sorte Senator F1 greifen .

Zum kompostierten Gemüse ; wahrscheinlich haben sich die betreffenden Gemüsegärtner einfach völlig in der Menge verschätzt ... ::)

Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 24. November 2008, 17:10:39
Ich meinte ja nicht Ocras, sondern die Ocas, diese kartoffelähnlichen aus Peru, sind im Erntethread schön abgebildet. Besonders auf einheimisches Gemüse bin und war ich jetzt nicht fixiert, bloss hab ich mich etwa bei Tomaten und gewissen Artischocken gefragt, ob da unser Klima taugt, und das könnte ja auch ein Grund sein, warum gewisse Gemüse hier nicht populär sind und auch nicht werden. Stachys hingegen gedeihen hier bestens und sind nach Meinung vieler sehr schmackhaft, bleiben aber doch Rarität. Warum bloss?

(dies ist die Antwort auf ein leider gelöschtes Posting; muss unbedingt zitieren in Zukunft)
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 24. November 2008, 17:20:40
oh ja, lehm:

klaer uns mal auf ueber diese ganzen Oxalidaceae , dei da genannt wurden auf.

wer, wenn nicht du kann es es :D
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Hänschen am 24. November 2008, 19:45:51
Ich nehme an, dass sich die meisten Hobby-Gärtner aus Platz- und Zeitgründen entscheiden müssen, ob sie gängige oder unbekannte Gemüse in sinnvollen Mengen anbauen, d.h. die Mengen sollen sich ja für eine Verwertung lohnen (eine Reihe violette Kartoffeln oder eine Stange mit Bohnen aus den Anden zähle ich zu den Experimenten). Ich bevorzuge heimische 08/15-Gemüsesorten, die es auch überall zu kaufen gibt; der Gartenspaß ist dennoch riesengroß (wenn da nicht die weißen Fliegen und und und ... wären - das betrifft aber auch die unbekannten Gemüse).
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: frida am 24. November 2008, 23:24:01
Stachys hingegen gedeihen hier bestens und sind nach Meinung vieler sehr schmackhaft, bleiben aber doch Rarität. Warum bloss?


Wenn Du ein paarmal Stachys für einen Mehrpersonenhaushalt zubereitet hast, wirst Du eine Antwort wissen. Fummelkram. Und auch viele Singles sind der Ansicht, dass sie sich einen solchen Aufwand nicht wert sein müssten. Richtig gekocht wird eher, wenn Besuch kommt - und dann sind sie zu fummelig.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: brennnessel am 25. November 2008, 04:56:12
Ich habe schon viel "exotisches" Gemüse ausprobiert und bin mit wenigen Ausnahmen, die ich behalten will, mit der Zeit doch wieder auf das Althergebrachte gekommen.
Entweder gedeiht so manches hier nicht richtig, braucht mir zu lange zu viel Platz oder es hat uns nicht besonders geschmeckt (z.B. Gemüsemalve, Topinambur,....)

Der unkomplizierte und uns sehr gut schmeckende Knollenziest gehört zu den wenigen Ausnahmen, die einen festen Platz in meinem Garten behalten. In unserer sandigen Erde kann ich ihn auch ohne viel Schrubben aus der Erde genommen essen.

Es machte mir viel Spaß, das alles einmal ausprobieren zu können, aber jetzt weiß ich auch, warum sich so manches durchgesetzt und noch immer seinen festen Platz in den hiesigen Gärten hat!

LG Lisl


Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Crispa † am 25. November 2008, 06:38:47
Der Meinung von Lisl kann ich mich nur anschließen:

Was gut ist setzt sich auch durch!
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 25. November 2008, 09:50:10
Einverstanden, was den Hobbygarten betrifft.

Aber bleiben wir bei den Stachys: die müsste ein professioneller Gemüsebauer doch längst als Nische erkannt haben. Und dann könnte man die auch in Convenienceprodukten absetzen, z.B. Stachys fixfertig für die Mikrowelle. Gibts aber nicht. Oder Süsslupinen als Snack, nördlich der Alpen praktisch nicht zu finden.

Ein wenig habe ich schon den Verdacht, dass der Gemüsemarkt eine sehr konservative Angelegenheit ist. Warum gibts bei uns keine Cima di Rapa, wirklich keine Kunst hier anzubauen für einen Profi.

Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: sarastro am 25. November 2008, 09:57:00
Hat auch viel mit Tradition zu tun. Schwarzwurzeln oder Wirsing sind hier kaum ein Thema, in Norddeutschland sehr wohl. Und mit: "wat de Büer net kennt, dat fret di net."
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 25. November 2008, 10:29:55
Ja, denk ich auch.

Nur: Überall werden Traditionen aufgebrochen, zumal, wenn ein neues Geschäft möglich wird. Könnte es sein, dass mit Gemüse nur wenig Geld zu verdienen ist? Die EU fördert Fleisch und Milch, aber wie siehts mit Gemüse aus? Viele brach liegende Flächen könnten bei richtiger Subventionierung mit Stachys oder was weiss ich bebaut werden. Wir Hobbygärtner haben da so etwas wie eine Pionierrolle inne, dass ihr euch dem bewusst seid!
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: WernerK am 25. November 2008, 10:55:28
Aber bleiben wir bei den Stachys: die müsste ein professioneller Gemüsebauer doch längst als Nische erkannt haben. Und dann könnte man die auch in Convenienceprodukten absetzen, z.B. Stachys fixfertig für die Mikrowelle. Gibts aber nicht.

auch im Gemüseanbau muß ein Ertrag erwirtschaftet werden, das erscheint mir mit den von dir genannten Gemüsesorten eher schwierig.
Stachys benötigen geeignete Böden und dann sollte der Ertrag auch in einem vernünftigen Rahmen liegen und der Reinigungs- und Verpackungsaufwand angemessen sein. All das halte ich bei Stachys für schwierig zu erreichen, zumal es da wohl auch (noch) keine industrielle Verarbeitungsmöglichkeit gibt.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 25. November 2008, 11:11:59
Möglich, aber wenn man denkt, was sonst so alles angeboten wird: Artischocken sind ja nun auch alles andere als leicht anzubauen, und als Convenience sind die Herzen recht teuer. Ich habe den Verdacht, dass eher zutrifft, was sarastro gesagt hat, also dass der Bauer eben nicht gerne an Traditionen rüttelt, bestimmt nicht, solange ihm die durch Subventionen noch mehr oder weniger fürstlich entschädigt werden.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: uliginosa am 25. November 2008, 11:22:22
Gewohnheit, Bequehmlichkeit und etwas Mode.

Wir essen, was uns in der Kindheit geschmeckt hat, wenn die Mütter nun wenig Möglichkeiten oder wenig Fantasie und Experimentierfreude hatten, ist das die erste Einschränkung.
(Meine Kinder müssen alles kosten! :P ;D)

An neuen Gerichten setzen sich am die durch, die (z.B. als Fertiggerichte) leicht zuzubereiten sind und die gerade in sind oder beworben werden oder im Restaurant geschmeckt haben.

Irgendwelche erdigen Knollen gehören da jedenfalls nicht dazu!

(Wo bekommt man denn Stachys wie heißt er weiter, klingt ja interessant! ;) )

 
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Yorvik am 25. November 2008, 12:12:11


Nur: Überall werden Traditionen aufgebrochen, zumal, wenn ein neues Geschäft möglich wird. Könnte es sein, dass mit Gemüse nur wenig Geld zu verdienen ist? Die EU fördert Fleisch und Milch, aber wie siehts mit Gemüse aus? Viele brach liegende Flächen könnten bei richtiger Subventionierung mit Stachys oder was weiss ich bebaut werden.

Hallo Lehm,

ich beschäftige mich schon sehr lange mit der Einführung neuer Gemüse. Der Mut zu neuen Produkten bei Gärtnern ist schon da, es wird viel mehr neues ausprobiert, als sich viele Leute vorstellen können.

Eine Einführung neuer Gemüse, die für viele Konsumenten sichtbar ist, ist jedoch extrem schwierig.

Das fängt mit der Sicherheit der verwendeten Sorten an (Ertrag, Resistenzen). Nach der Produktion muss eine vernünftige Form der Verpackung gefunden werden.

Dann kann der Verkauf im Kleinen beginnen auf Wochenmärkten, Restaurants e.t.c. In diesem Stadium bleiben viele neue Produkte dann hängen und schaffen den Weg nicht in Großküchen, Supermärkte oder Discounter und damit zu der breiten Kosumentenmasse. Neben einem riesigen Risiko für den Gärtner in dieser Phase bleibt eines der größten Probleme die Kommunikation mit dem Verbraucher. Selbstbedienung ist das größte Hindernis für neue Produkte. Kaum ein Gärtner kann dies durch Marketing (Poster, Produktzettel oder TV/Rundfunkwerbung) auffangen. Ohne diese Kommunikation lassen sich neue Produkte oft nur über den Preis verkaufen, was dann in der Regel deren Ende ist.

Nicht sehr optimistisch, aber sehr real.



Wir Hobbygärtner haben da so etwas wie eine Pionierrolle inne, dass ihr euch dem bewusst seid!


In sehr begrenzten Umfang schon, das Problem der neuen Hobbyprodukte ist die Übertragbarkeit in den Erwerbsgartenbau.

l.g.

Yorvik
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: harald and maude am 25. November 2008, 12:18:21

... vielleicht ist auch Zeitmangel ein Grund. Es muß schnell gehen und wie man Kartoffeln kocht, weiß mann/frau eben und alles andere wird zum Probieren auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.
Schade - gut, daß es bei uns meist nicht eilt :D
Wir haben in Afrika die Süßkartoffel für uns "entdeckt" und experimentieren fleißig damit rum. Köstlich (meist)
Gruß aus dem saukalten Bayern
Maude
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: adam am 25. November 2008, 13:12:46
Cima di Rapa ist problemlos erhältlich.

Im Migros im Gemüsekühler gleich neben dem Mangold.

Samen beim Coop.

Ich bin kein Profi, mir gelingt er im Garten auch nach mehreren Versuchen nicht, aber allgemein hatte ich bisher mit den Kohlgewächsen nur mässig Glück.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Manfred am 25. November 2008, 16:29:40
Ich hab auch schon einiges versucht. Bisher ist so gut wie alles wieder rausgeflogen. Wächst in unserem Klima hier nicht richtig, zu wenig Ertrag, schmeckt nicht.
Mag schon sein, dass die eine oder andere Pflanze das Potential hat, nach viel Züchtungsarbeit ein Erfolg zu werden. Ich habe aber nicht die Ambitionen, diese Arbeit zu leisten.

Meine Yakons hab ich dieses Jahr wieder verschenkt. Denen ist es hier zu kalt. Letztes Jahr war der Ertrag OK, aber die Knollen fad. Dieses Jahr Ertrag gleich Null. Die Vegetationszeit war wohl zu kurz.

Die Stachys fand ich roh ebenfalls fad. Wie wässrige Radies. Gekocht habe ich sie noch nicht. Die bekommen nächstes Jahr noch eine Chance.

Oxalis tuberosus hat mich positiv überrascht. Nicht wegen des Geschmacks (den habe ich mangels Masse und zu vieler Knollen-Versprechen meinerseits noch nicht kosten können) sondern wegen der sehr guten Bodengare durch das erstaunliche Wurzelwerk. Das könnte eine hervorragende Gründdüngungspflanze geben. Wenn ich mal mehr davon habe, werde ich einige Versuche in der Hinsicht anstellen.

Topis finde ich so lala. Mal ein paar Scheibchen in den Salat oder in die Pfanne, dann ist aber gut.

Was bleiben wird, ist der Helgoländer Wildkohl. Gibt früh im Jahr ein kräftiges Kohlgemüse und macht fast keine Arbeit.

Für nächstes Jahr habe ich Artischocken auf dem Wunschzettel. Nachdem ich bei Ewald Ernst gelesen habe, dass die seit Jahrhunderten in Deutschland angebaut, dann aber fast wieder vergessen wurden, will ich mich auch hier in er Kälte daran versuchen. Meine Idee ist, sie in ca. 25 Liter Drahtkörbe zu pflanzen. Die Körbe will ich im Sommer im Garten eingegraben und im Kartoffelkeller überwintert.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 25. November 2008, 16:39:36
Zitat
Meine Yakons hab ich dieses Jahr wieder verschenkt. Denen ist es hier zu kalt. Letztes Jahr war der Ertrag OK, aber die Knollen fad. Dieses Jahr Ertrag gleich Null. Die Vegetationszeit war wohl zu kurz.


@manfred: kann ich nicht nachvollziehen. die yakon-knollen sind derart problemlos beim anbau. und beim kochen sind sie noch problemloser als die topinambur-knollen. und schmecken, wenn man sie lange genug im boden laesst, einfach super... *plus*



ot: du und ein artichoke-fan? ich bin schon "scharf" auf deine erfahrungsberichte. *grins* ende ot.



Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 25. November 2008, 16:47:27
Neben einem riesigen Risiko für den Gärtner in dieser Phase bleibt eines der größten Probleme die Kommunikation mit dem Verbraucher. Selbstbedienung ist das größte Hindernis für neue Produkte. Kaum ein Gärtner kann dies durch Marketing (Poster, Produktzettel oder TV/Rundfunkwerbung) auffangen. Ohne diese Kommunikation lassen sich neue Produkte oft nur über den Preis verkaufen, was dann in der Regel deren Ende ist.

Vielen Dank für deine Einschätzung.
Ich denke bloss, dass solche Schwierigkeiten an sich lösbar wären, wenn man bedenkt, was für ein Aufwand betrieben wird, um tierische Produkte an den Verbraucher zu bringen (Milch in Form von Latte Macchiato, Innereien in lustigen Würstchen usw.). Ich denke, Gemüse ist halt auch einfach nicht so populär beim Verbraucher, insgesamt. Rosenkohl z.B., so zart knospig er ist und auch angeprisen werden kann, ist für viele mit Kindheitstraumata belegt. Wie soll dann eine Oca, die einem Kleinkind wie eine übergrosse Raupe erscheinen mag und von mutti womöglich an dieser widerlichen weissen Sosse angemacht wird, sich durchsetzen?
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 25. November 2008, 16:56:51
zu den erfahrungen (fuer und wieder) moechte ich aber mehr wissen. *grins*
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 25. November 2008, 17:02:44
Ich auch. Das ist an und für sich der Zweck dieses Threads.

Nehmen wir Tomaten ;D : In den letzten Jahren findet der geneigte Verbraucher auch im Supermarkt Zebras. Ein Teil hält die grünen Streifen wohl für mangelnde Reife und verzichtet.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: sarastro am 25. November 2008, 17:08:51
Ich denke auch, dass Gemüse in den verschiedenen Ländern unterschiedlich wertgeschätzt wird. In Italien und der Türkei hat Gemüse traditionell einen sehr hohen Stellenwert und da kann die Industrie höchstwahrscheinlich nur schwer mit Hollandtomaten aufwarten. Da kostet eben gutes Gemüse etwas, da wäre alles andere eine Beleidigung. Bei uns jedoch redet man sich darauf aus, man könne es sich es nicht leisten und "frisst" lieber das Glashauszeugs im Winter, was völlig wertlos ist. Ich kann mich noch a
an die Zeiten erinnern, wir wohnten dicht an der Schweizer Grenze und kauften viel drüben ein. Da hatten sie ein fremdländisches Gemüseangebot, da konnten sich die Deutschen dahinter verstecken! Okra, Auberginen, Avokados, das war bei uns noch gänzlich unbekannt. Erst im Laufe der vielen Jahre wurde das Angebot auch bei uns ausgeweitet. Und Linsen sind in Oberösterreich immer noch Exoten!
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Manfred am 25. November 2008, 18:24:20
@manfred: kann ich nicht nachvollziehen. die yakon-knollen sind derart problemlos beim anbau. und beim kochen sind sie noch problemloser als die topinambur-knollen. und schmecken, wenn man sie lange genug im boden laesst, einfach super... *plus*

Hier nicht. Wie gesagt: Bei mir ist die Vegetationsphase um Wochen zu kurz für Yakon. Könnte höchstens im Gewächshaus was werden. Nach den ersten Bodenfrösten sind sie hier noch fad wie Wasser. Durch Lagern wird es leider auch nicht besser.
Mein Neid ist mit denen, bei denen die Dinger ausreifen und ihre volle Süße entwicklen. ;)
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 25. November 2008, 18:31:40
nun ja, manfred, das vorige jahr war optimal fuer die yakons.

in diesem jahr hadere ich auch ein wenig. that's life ;)
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Yorvik am 25. November 2008, 19:08:58

Vielen Dank für deine Einschätzung.
Ich denke bloss, dass solche Schwierigkeiten an sich lösbar wären, wenn man bedenkt, was für ein Aufwand betrieben wird, um tierische Produkte an den Verbraucher zu bringen (Milch in Form von Latte Macchiato, Innereien in lustigen Würstchen usw.). Ich denke, Gemüse ist halt auch einfach nicht so populär beim Verbraucher, insgesamt. Rosenkohl z.B., so zart knospig er ist und auch angeprisen werden kann, ist für viele mit Kindheitstraumata belegt. Wie soll dann eine Oca, die einem Kleinkind wie eine übergrosse Raupe erscheinen mag und von mutti womöglich an dieser widerlichen weissen Sosse angemacht wird, sich durchsetzen?

Lehm, schau dir die Firmen an. Auch die größten Gärtner, welche Gemüse produzieren sind im Vergleich zu den wirklich große der Lebensmittelindustrie (Nestle, Unilever, e.t.c) kleine Lichter. Es ist schlichtweg eine Frage der Finanzkraft, ein Produkt einzuführen.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Staudo am 25. November 2008, 19:27:13
Wie schwer es ist, Neues am Markt zu platzieren, sieht man schon in diesem Forum, wo neue Gemüse-, Obst- und Rosensorten mit großem Misstrauen bedacht werden und alles Alte irgendwie besser zu sein scheint. 8)
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Cim am 25. November 2008, 21:02:26
Oft traut sich der "normale" Gärtner an vieles nicht heran, oder läßt sich eher von Hochglanzbedurckten Katalgen beeindrucken. Gute bunte Bilder sind immer ein wirksames Verkausargument....

Allerdings schmecken viele Raritäten auch sehr gewöhnungsbedürftig, oder sind wirklich zu aufwändig im Anbau. Meine Ocas belegen das Beet von April bis Dezember und dienen eigentlich eher zum Tauschen und Erhalten. Und um zu Ernten, muß ich sie auch noch abdecken und kann sie nicht einfach wachsen lassen :o

Knollenziest ist in der Tat nicht leicht zu schrubben, obwohl sich der Aufwand aus meiner Sicht lohnt. Meine Yamswurzeln taugen eher als Beilage oder zum Trocknen und Pulvern. Die Afrikanische Yamswurzel hingegen ist ertragreicher und in einigen Geschäften zu kaufen. Eine leckere Speise, die auch meiner Familie schmeckt.

Knollenbildende Kapuzinerkresse habe ich bisher noch nicht probiert, soll jedoch sehr eigen im Geschmack sein.

Topinambur ist geschmacklich auch nicht der Hit, finde ich, trotzdem hat sie durch ihren problemlosen Wuchs auch gerade "schlechteren" Zeiten den Menschen beigestanden und sie ernährt. Und wenn man sich Mühe gibt, kann man sie auch mal essen. Z.B. mit Sauerkraut und Kartoffeln.

Violette Möhren finde ich hingegen richtig gut und Carotin haltiger sind die auch noch.

Doch warum sollte jemand eine Rarität anbauen, wenn Sie nicht einmal besonders schmeckt, oder mit Aufwand verbunden ist und nicht einmal die Mengen an Ertrag liefert, die ich als herkömmlicher Gemüseanbauer erwarte ??? Entweder hat der Gärtner, der das macht einen Knall ::)und setzt sich einfach für Ideale ein, oder bevorzugt das Besondere, oder das Produkt wird besonders gut vermarktet. 8)

Marketing ist auch, wie oben schon erwähnt ein wichtiges Argument für Raritäten. Als Beispiel das Bamberger Hörnchen, oder farbige Stangenbohnen, die sogar schon in klassichen Gärten auftauchen.....

Aber andererseits, hätten die Oca Knollen, Yamswurzeln, Knollenziest, Peru-Portulak, Apios,.....für mich diesen Reiz, wenn Sie nicht so selten angebaut werden würden? Ich schätze, dann würde ich mir andere "Raritäten" suchen. In Peru würde ich vielleicht Kohl und Petersilie anbauen....... ;D

Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 26. November 2008, 09:54:42
Aber andererseits, hätten die Oca Knollen, Yamswurzeln, Knollenziest, Peru-Portulak, Apios,.....für mich diesen Reiz, wenn Sie nicht so selten angebaut werden würden? Ich schätze, dann würde ich mir andere "Raritäten" suchen. In Peru würde ich vielleicht Kohl und Petersilie anbauen....... ;D

 ;D Stimmt. Ich würd mir auch was noch Selteneres suchen.

@Staudenmanig. Richtig. Ich muss mich da auch ein wenig an der Nase nehmen, der Salanova war mir anfangs sehr supekt... ::)

Wenn man so durch Supermärkte und Restaurants geht, fällt halt auch auf, dass Gemüse zwar eine Rolle spielt, aber eben keine Hauptrolle. Fleisch, Frittiertes, Mayosaucen und Süssigkeiten haben es da schon leichter. Nicht selten muss ich mich ja selbst zwingen, Gemüse statt was vermeintlich Leckereres zu essen. Komisch eigentlich, wo wir vor ein paar Tausend Jahren neben ab und zu Fleisch v.a. Pflanzenteile gegessen haben.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Marion am 26. November 2008, 10:32:41
Neben einem riesigen Risiko für den Gärtner in dieser Phase bleibt eines der größten Probleme die Kommunikation mit dem Verbraucher. Selbstbedienung ist das größte Hindernis für neue Produkte.

Welch interessanter Aspekt! Auch das inzwischen fast gänzlich wegrationalisierte Verkaufspersonal in Discountern (alsbald dürfen wir hier den Singular verwenden) fördert die Uniformisierung des Gemüseangebotes. Daran habe ich ja noch gar nicht gedacht.

Von "Verkauf" oder "Beratung" kann bei den zwei Persönchen, die dort überhaupt noch arbeiten nicht die Rede sein. Die Kompetenz der "Verkauferinnen" beschränkt sich auf das Ein- und Umräumen der Regale. Kürzlich fragte ich nach banalen Quitten. Die Dame schaute mich an wie eine Parkuhr, der Abteilungsleiter, ich ließ nicht locker, hatte sein Rätsel fürs Wochenende.


Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Marion am 26. November 2008, 10:37:16
Wie soll dann eine Oca, die einem Kleinkind wie eine übergrosse Raupe erscheinen mag und von mutti womöglich an dieser widerlichen weissen Sosse angemacht wird, sich durchsetzen?

Lehm, könntest du bitte deine Gehässigkeiten unterlassen? Diese perfiden kleinen Sätze, so ganz nebenbei, die sind's.

Zumal genau diese "Muttis" diejenigen sind, die überhaupt noch kochen - und Gemüse putzen. Ja, Lehm, eigentlich sind gerade "die Muttis" deine Klientel, die Zielgruppe für dein Anliegen.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: sarastro am 26. November 2008, 10:55:22
Tut mir leid, aber da muss ich Lehm schon Recht geben.
Ist ja von ihm nicht gehässig gemeint, entspricht aber leider durchaus den Tatsachen. Der Mensch kauft nun mal nach dem Auge, denn sonst würde er viel mehr Knollenziest, Topinambur und Okra konsumieren. Und dass Okra appetitlich aussehen sollen? Sie heißen in Indien nicht umsonst "Ladyfingers". ;D ;D

Und wenn du Quitten willst, solltest du zu einem Balkanshop gehen und nicht zum Megadiskounter. Denn Quitten werden dort sehr geschätzt, es ist beispielsweise die Nationalfrucht der Serben.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Marion am 26. November 2008, 11:01:54
Und wenn du Quitten willst, solltest du zu einem Balkanshop gehen und nicht zum Megadiskounter.

Himmel, bloß kein Missverständnis. Sarastro, ich wusste haargenau, dass es im Discounter keine Quitten gibt. Nur selten besuche ich diese Hallen und wenn, dann frage ich immer nach hiesigem oder regionalem Gemüse, das sie mit Sicherheit nicht führen. Nur so, zum Trietzen. Quitten gibt es auf dem Wochenmarkt.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 26. November 2008, 11:29:59
Jedenfalls schön, Marion, dich hier anzutreffen ;).

Klitzekleine Anspielungen musst du mir genehmigen, bin ja immer bemüht, jeden Anflug von Langeweile im Keim zu ersticken. Da kanns auch mal eines deiner Idealbilder treffen, wobei ich jetzt nicht gedacht hätte, dass du an weisser Sosse anrichtest... ;D

Absichtlich im Supermarkt nach was fragen, was der garantiert nicht hat, ist ja auch nicht ganz astrein, ich mein, die armen MitarbeiterInnen dort werden ja eh schon schlecht bezahlt.

Sinnvoller wäre es wohl, mal der Nestlé-Marketinabteilung ein Brieflein zu schreiben und anzuregen, statt diesem mit Nahrungsfasern und Frankensteinbakterien angereicherten Verdauungsjoghurt für die dauerentzündeteten Mägen superschlanker Modelhausmamis functional Food mit Stachys zu entwickeln, natürlich aus Bioanbau. ;)
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Marion am 26. November 2008, 12:52:25

Absichtlich im Supermarkt nach was fragen, was der garantiert nicht hat, ist ja auch nicht ganz astrein, ich mein, die armen MitarbeiterInnen dort werden ja eh schon schlecht bezahlt.

Ah was. Die Szenerien sind freundlich bis amüsant und etwas (mehr is nicht drin) informativ, ein kurzes, willkommenes Intermezzo.
Das ist Aufklärungsarbeit an der Basis. ;D Nebenberuflich und en passant.

Zitat
Sinnvoller wäre es wohl, mal der Nestlé-Marketinabteilung ein Brieflein zu schreiben und anzuregen,

Langweilig.
Tretmühle: Der Verbraucher entscheidet.

Zitat
statt diesem mit Nahrungsfasern und Frankensteinbakterien angereicherten Verdauungsjoghurt für die dauerentzündeteten Mägen superschlanker Modelhausmamis functional Food mit Stachys zu entwickeln, natürlich aus Bioanbau. ;)

Nie denkst du an diese durchtrainierten Adonistypen mit fettglanzpoliertem Bizeps. Oder an meinen kinderlosen Nachbarn, der oberbusy in die Sauna rast, während ich Gemüse schnipple.

Das ist nicht fair.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Marion am 26. November 2008, 13:01:49
Zum Aspekt Zeit.

Daß dieses Wurzelgemüse, vielbeinige Haferwurzeln oder so 8), zeitintensiver in der Zubereitung sind, ist klar .... Das Argument allein scheint mir etwas kurzgriffig.

Ist diese investierte Zeit nicht auch eine Frage der Wertschätzung? Ob ich es nett, schön, gemütlich ... nicht zuletzt auch sinnvoll finde, nun dazusitzen und zu schnippeln?

Ich seh gerade meine Mutter mit meiner Großmutter zusammen am Küchentisch sitzen, stundenlang, ganz selbstverständlich. Sie plaudern und schnippeln. Das hat ihnen gefallen, doch, die machten das gerne.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: fars am 26. November 2008, 13:04:25
Statt dessen wollen Frauen heute Karriere machen.
Kaum zu verstehen.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: donaldine am 26. November 2008, 13:09:15

Ich seh gerade meine Mutter mit meiner Großmutter zusammen am Küchentisch sitzen, stundenlang, ganz selbstverständlich. Sie plaudern und schnippeln. Das hat ihnen gefallen, doch, die machten das gerne.

Hmm, hatten die keinen PC ? ;D ;D ;D
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: sarastro am 26. November 2008, 13:11:28
...no women, no cry.... :o
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: donaldine am 26. November 2008, 13:15:14
...no women, no cry.... :o

Wie meinen?
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 26. November 2008, 15:52:22
ich finde das ist ein guter zeitpunkt, um das thema nicht allzusehr ausufern zu lassen ;) :D
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 26. November 2008, 15:58:19
Hast du denn auch eine Meinung zum Thema?
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 26. November 2008, 16:22:06
ja. denn ich habe in den letzten jahren recht viele sachen ausprobiert. aber z.z. fehlt mir ein bisschen die zeit, genau darauf einzugehen. ;)

es ging mir nur schlicht und einfach darum, mal darauf hinzuweisen, dass z.b. der vergleich hinkt, dass unsre grossmuetter nur deshalb froehlich in der kueche geschnippelt haben, weil sie keinen pc hatten. und das tendiert zu den gartenmenschen :-X. muss ja nicht sein ::) 8)



Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 26. November 2008, 16:28:11
ja. denn ich habe in den letzten jahren recht viele sachen ausprobiert. aber z.z. fehlt mir ein bisschen die zeit, genau darauf einzugehen. ;)

Na gut, dann können wir uns bestimmt auf ein interessantes Posting freuen. Eilt ja nicht.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 27. November 2008, 15:48:03
ich habe in den letzten jahren einige unuebliche oder exotische gemuesesorten ausprobiert. meist bleibt vor allem das in erinnerung, was entweder sehr schlecht gelungen ist. oder das, was positiv ueberrascht hat.

ich fang mal mit den nachtschattengewaechsen an. neben diversen tomaten- und paprika-sorten waren es u.a. diese

physalis andenbeeren (physalis edulis) hatten bei zwei versuchen eine sehr lange entwicklungszeit. der ertrag war deshalb in beiden faellen recht bescheiden. ein neuer versuch mit der sorte yantar (die recht zuegig reifen soll) steht fuer 2009 an. ananaskirschen (physalis ) sind vom reifezeitpunkt beim freilandanbau recht gut moeglich. allerdings ist es ein ganz schoenes gepopel bei den kleinen dingern.

jaltomaten werden problemlos reif. jedoch ist der geschmack nur in sonnen verwoehnten jahren akzeptabel. das gleiche gilt fuer verschiedene sorten schwarzbeeren.

tzimbalo () wurde 2008 nicht reif. diese pepino-verwandte braucht offensichtlich sehr viel sonne. gleiches gilt fuer den essbaren eibisch okra. 2007 und 2008 waren die ertraege sehr ueberschaubar geblieben.

tomatillos (pysalis ixocarpa) reifen unter unseren klimatischen verhaeltnissen problemlos heran, bleiben jedoch recht fad im geschmack und verunkrauten im naechsten jahr den standort. das gilt uebrigens auch fuer die meisten der vorher erwaehnten arten.

meine erfahrungen mit haferwurzeln liegen einige jahre zurueck. jedoch bin ich im folgejahr wieder zur gaengigen schwarzwurzel zurueckgekehrt. diese gemuese funktioniert und schmeckt einfach besser.

zuckerwurzeln (sium sisarum) bringen nur geringe ertraege – sind aber geschmacklich recht interessant gewesen. gleiches gilt fuer erdmandeln (cyperus esculentus).
nachtkerzen bringen bei aussaat nur verzwieselte wurzeln.

artischocken 2007 top, 2008 flop.

speisechrysanthemen, neuseelaender spinat, algiersalat, mangold, erdbeerspinat, gemuesebaum (toona sinensis) – fazit: relativ problemlose kultur. sind aber eher fuer veggies interessant.

yakons moechte ich nicht mehr missen. die bringen im gegensatz zu den stachies auch nennenswerte ertraege und sind ausserdem eine schöne alternative zum topinambur.

noch nicht wirklich gelungen ist mir die kultur von auberginen (2009 werden 3 frueh reifende sorten ausprobiert) und bissap koor (aussaat mit den tomaten ist offensichtlich zu spaet).

ausserdem habe ich diverse bohnensorten ausprobiert. positiv ueberrascht war ich 2008 von den vigna-bohnen. sojabohnen (2007) schmecken auch als gruenkernbohnen recht gut.

linsen bringen nur sinn, wenn man grosse flaechen zur verfuegung hat.

das sollte nur ein kurzer ueberblick sein. weil ichs lehm versprochen hatte. ;)

Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Lehm am 27. November 2008, 16:02:52
Vielen Dank, tomatengarten, das war jetzt wirklich lieb von dir und sehr interessant.
Ich habe nur einen kleinen bruchteil deiner Erfahrung, und mit den Physalis (Andenbeeren) gings mir gleich, oft ist einfach die Vegetationsperiode zu kurz, und drinnen gibts nur das halbe Aroma.

Bei den Haferwurzeln bin ich wegen des deutlich milderen Geschmacks anderer Meinung, gebe aber zu, dass es die oft verzweigte Wurzelform natürlich nicht mit den perfekt geraden Schwarzwurzeln aufnehmen kann. Weil diese hier aber sogar in bioqualität in bald jedem Laden liegen, bleibe ich bei den Haferwurzeln, die man nirgends findet. Erdmandeln sind mir dieses Jahr nicht gelungen, und Zuckerwurzeln habe ich noch nicht ausprobiert. Klette war ein Erfolg, die Wurzel ist aber recht pikant.

Stachies geben leider bei mir wirklich keine üppigen Ernten, dafür leckere.

Agretti, die du ja auch versucht hast, waren mickrig (bei dem Wetter), die kauf ich lieber im Laden.

Heute war ich übrigens in einem spezialisiserten Gemüseladen und habe dort schöne Cime die rapa, Caledonia, farbige Rübchen und einiges mehr gekauft. Immerhin ein Trost, im kleinen Rahmen sind heute sehr viele Gemüse erhältlich.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: adam am 27. November 2008, 19:14:48
darf ich mal was fragen Tomatengarten ?

Mangold zählt bei dir zu den Exoten ?

Hier ist das etwas ganz Gewöhnliches.

Wenn ihn jemand nicht anbaut, dann weil er ihn nicht mag, aber nicht weil er ihn nicht kennt, wage ich jetzt mal zu behaupten.

Ich weiss wohl, dass unser Krautstiel andernorts Swiss Chard heisst, aber hat der sich noch nicht wirklich bis zu dir verbreitet ?

Ich bin übrigens ganz und gar nicht Vegetarier, mag den Mangold aber sehr gern :)

Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Cim am 29. November 2008, 16:00:01
Heute habe ich Ulluco, Peru-Portulak (Aredera Species) und Mashua (tropaeolum tuberosum) geerntet. Ich habe mich sehr über meine erste Ernte der Mashua gefreut, da ich bisher wirklich oft Pech hatte. Für den Verzehr ist sie mir dieses Jahr noch zu schade, ich möchte erst einmal ein paar Knollen über den Winter bringen.
Ulluco ist einfach wunderschön. Die Knollen fühlen sich so schön glatt an und sind hübsch marmoriert. Ausserdem, wer kann schon von sich behaupten, immer Novemder bei Schnee Knollen aus zu buddeln?
Der Peru-Portulak ist dieses Jahr sehr mickerig geworden. Übrigen, wenn die Leute wissen, dass dass eine tolle Zimmerpflanze ist, die Meerschweinchen Futter produziert. Steifert das Interesse an dieser Pflanze enorm ;D
Ich habe meine Ernte in meinem Gartentagebuch dokumentiert. Ich denke da wird auch deutlich, dass oft Erfahrungswerte fehlen, wie mit den Pflanzen umzugehen ist. Und nicht jeder hat die Geduld, es Jahr für Jahr wieder zu versuchen ;)
zum meinem Gartentagebuch vom 29.11.2008

Übrigens, meinen Mangold (five colours und Rainbow Chard)habe ich heute angehäufelt. Ich möchte nächstes Jahr gerne Samen.

Heute habe ich übrigens gerade eine Bestellung für die YamBohne und roten Quinoa aufgegeben. ;D Vorfreude ist die größte Freude - eine meiner Motivation für Raritäten. Werden diese Pflänzchen wohl etwas? Wie werden die, schmecken die? Ich hatte schon immer das Bedürfnis, Neues auszuprobieren. Wenn ich mich jedoch bei mir im Alltag umsehe, wollen die meisten Menschen bloß nicht soviel mit Neuerungen zu tun haben. Raritäten bedeuten aber immer irgentdwie etwas "Neues" auszuprobieren. Und sei es nur etwas "Altes" wieder zu "Erneuern". Bei andern Menschen fällt mir oft die Einstellung auf "Bloß nicht auffallen, oder gar von der Norm abweichen..." Für diesen Menschenschlag sind Raritäten auch eher nichts. Bleiben also nur die Menschen übrig, die das Besondere mögen und dann auch noch Gärtnern - Schwupp - und schon bin ich im Garten Pur Forum gelandet ;D ;D

LG Cim
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 30. November 2008, 19:03:01
@cim: das finde ich gut: :D

Zitat
Bleiben also nur die Menschen übrig, die das Besondere mögen und dann auch noch Gärtnern - Schwupp - und schon bin ich im Garten Pur Forum gelandet
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Cim am 01. Dezember 2008, 19:20:37
passt doch auch ....... übrigens habe ich heute Oca geerntet. Leider viel zu früh, aber ich traue dem Wetter nicht und die mußten aus der Erde raus, also habe ich dieses jahr nur wenig große ernten können. :-\ Für die Vermehrung im nächsten Jahr reichen die Kleinen allemal ;)
Soviel also zur Mühe :-\
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: robert lycopin am 02. Dezember 2008, 20:35:34
Oca, Yam, Stachs, Klette, um nur einige zu nennen.
Wer kennt weitere Gemüse, die hier unbekannt oder nur als Rarität erhältlich sind? Woran könnte das liegen?
Hallo von robert
möchte da noch die Cyclantha pedata die Korila oder auch Scheibengurke nennen
denn sie schmeckt vorzüglich und liebt "nass-kalte Sommer" ,klettert bis zu 5m
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: boreas am 02. Dezember 2008, 21:31:17
oh,ja, ich hab die in mexiko kennen gelernt. ist ideal zum fuellen. weiss jemand, wo ich samen beziehen kann?

ich habs heuer mit rapunzelglockenblume versucht. die eigentliche rapunyel aus dem maerchen, auch schinkenwurz genannt. schmeckt koestlich. aehnlich wie oenothera biennis, die man bei uns eher als zierpflanze kennt.
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Cim am 03. Dezember 2008, 10:58:55
Nach der Inka Gurke mußte ich doch gleich mal googeln...
Hört sich spannend an. Und die wächst im Freiland??? Die soll gut bei hohem Cholesterin sein.

Ich versuche auch seit 2 Jahren Maca zu kultivieren, leider habe ich damit irgendwie Probleme. Dieses Jahr ist mein Saatgut einfach nicht aufgegangen, letztes Jahr gab es keine Wurzeln. Ich werde es weiter versuchen. (wieder ein Grund, für manche Leut....)

@boreas: vielleicht hilft es, robert schöne Augen zu machen ;) ;D Ich glaube, ich finde die auch recht spannend.....
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: boreas am 05. Dezember 2008, 18:19:49
ach, es gibt also noch jemanden, der sich mit der maca abplagt, dabei soll die doch so einfach zu kultivieren sein.
ich versuche es auch schon das zweite jahr und es will mir nicht gelingen.

koennte es sein, dass es am saatgut liegt, dass ich ueber eine bestimmte deutsche gaertnerei bezogen habe, welche sich auf kraeuter-und duftpflanzen spezialisiert hat und mit der ich wegen der schlechten qualitaet und der impertinenten kundenbetreuung noch das eine oder andere huehnchen zu rupfen habe?
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: tomatengarten am 06. Dezember 2008, 08:21:38
@boreas: die kultur von maca ist recht unproblematisch. allerdings darfst du keine allzu grossen knollen erwarten. das frisch geschnittene kraut schmeckt kresseartig, aber weniger aufdringlich. die saatgutgewinnung ist recht unproblematisch

mal schauen, ob ich noch etwas vom vorjahr habe. wobei ich nicht weiss, wie lange maca-saatgut haltbar ist. aber ein versuch sollte es wert sein.
den rest koennten wir per pm klaeren ;)
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Cim am 06. Dezember 2008, 08:58:52
Bei mir steht Maca schon auf dem Tauschzettel für Herrn Bohl. Ich hatte auch einfach keinen Keimerfolg, wieso auch immer ???
Am Anbieter lag es bei mir wohl nicht, denn ich hatte auch schon gute Ware bekommen.

Und mit dem "unproblematische Pflanze" ist das immer so eine Sache bei mir. Es gibt Gewächse, da steht bei, wächst problemlos....und bei mir will se einfach nicht. Ich glaube 4 Jahre habe ich gebraucht, bis ich Apios Americana zum Wachsen gebracht habe, dabei soll sie problemlos sein.
Manchmal gibt es eben Anlaufschwierigkeiten mit diesen Gewächsen. Das kann sogar mit Kartoffeln passieren.... :o

Da fällt mir ein:

"Wat de Buur nich kennt freet he nich" (Ich hoffe, das ist richtig geschrieben).

Mein Vater hat dieses Jahr die Kartoffel "Blaue Neuseeländer" serviert bekommen. Gefällt ihm nicht wirklich, weil sie so blau aussieht. Das Einzige, was MICH an der Kartoffel stört, man findet sie so schlecht beim Ausgraben :o ::)
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: uliginosa am 06. Dezember 2008, 10:59:45
Das stimmt! Das gilt auch für Blaue Schweden und Vitelotte: dunkle Kartoffel in dunkler Erde, schwer zu sehen im Gegensatz zu einer gewöhnlichen hellen Kartoffel. 8)
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: brennnessel am 06. Dezember 2008, 11:04:47
Schlecht zu sehen sind bei diesen Sorten auch Faulstellen!
Titel: Re:Unbekannte Gemüse: woran liegt es, dass sie sich hier nicht durchsetzen?
Beitrag von: Cim am 11. Dezember 2008, 12:16:45
heute ist nun meine YamBohne - Pachyrhizus ahipa oder Ajipa endlich eingetroffen.
Die sind extra aus Bolivien geschickt, zusammen mit rotem Quinoa (wobei es den glaube ich auch in Deutschland gibt).....Jetzt beginnt bei mir gerade die Vorfreude auf das neue Gartenjahr und ich kann es kaum erwarten, mit dem expwrimentieren loszulegen.....
Das ist der Reiz des Neuen, der mich schwach macht. Ich liebe Veränderungen. Hätt ich nicht Familie, würde ich mir auch alle 2 -5 Jahre einen neuen Job suchen........
Noch ein Charakterzug, der "Raritätensammler" auszeichnet ;D