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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Elfriede am 04. September 2004, 07:54:44
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Hallo!
Dieser Strauch bzw. Baum hat sehr schöne Beeren. Nun meine Frage: braucht man davon zwei Exemplare im Garten, damit er den Fruchtschmuck bekommt?
LG
Elfriede
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Ein wahrlich faszinierendes, bei uns ausreichend hartes Gehölz (WHZ 6). Es hat nicht nur einen tollen Habitus, ausgefallenes Laub und hübsche Beeren, sondern vor allem eine an Reptilien-Panzer erinnernde Borke. Schon die jungen Sträucher/Bäumchen haben Dornen, die sich mit zunehmendem Alter in diese ausdrucksstarke Form verändern. Dies ist sehr schön auf der Aufnahme zu sehen, die im BoGa der Uni Graz entstand.
Dort konnte ich bei dem kleinen Baum auch Früchte beobachten, ohne ein zweites Exemplar zu erspähen. Die Literaturrecherche ergab, dass es in der Gattung sowohl Pflanzen mit zwittrigen Blüten, als auch zweihäusige gibt. Keine einhäusigen also!
Zanthoxylum americanum ist sicher zweihäusig. Ich konnte zwar zu Z. simulans auch solche Hinweise finden, aber genauso oft wurde auf unscheinbare Blüten, gefolgt von attraktivem Fruchtschmuck verwiesen, ohne diese Problematik anzusprechen. Vielleicht ist die Zwittrigkeit unter der sonst zweihäusigen Art weit verbreitet .... ???
Ich bleibe jedenfalls drann, ... interessiert mich auch selbst. ;)
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... und hier ein Detail von meinem Schützling im abendlichen Gegenlicht. Jedenfalls winterhart, es frieren lediglich die Triebspitzen zurück!
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Danke Bernhard für deine ausführlichen Zeilen. Nun muß mein Pflänzchen nur noch wachsen :D.
LG
Elfriede
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Ein wahrlich schönes Gehölz! Steht ganz oben auf meiner Liste. Bei Z. simulans konnte ich an jedem im Sommer gesehenen Exemplar Früchte beobachten.
Grüsse,
Sepp
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Danke, dieses Gehölz wird mir immer sympatischer ;D.
LG
elfriede
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vor ein paar wochen im boga graz! jetzt müssten sie schon erröten :-[ ;)
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Zur Eingangsfrage: hm, viele Quellen zur Sex-Verteilung ;D bei Zanthoxylum konnte ich aus Zeitmangel noch nicht befragen. So viel mal: die Grundtendenz deutet auf Zweihäusigkeit der gesamten Gattung hin, also Weible und Männle auf getrennten Pflanzen.
Möglicherweise könnte, um die allein stehend fruchtenden Zanthoxylum-Damen zu erklären, auch Dreihäusigkeit bzw. Polygamie auftreten, also vereinzelte männliche/zwittrige Blüten auf dem Weibchen und umgekehrt. Dafür konnte ich bisher aber keinerlei Beleg finden!
Alternative Erklärungen deuten also eher auf einen übersehenen männlichen Partner hin (muss ja nicht in Sichtweite stehen), Apomixis (halte ich für ebenso unwahrscheinlich wie Dreihäusigkeit und Polygamie) oder auch den Heiligen Geist ;D.
Liebe Grüße
Andreas
P.S.: Szechuanpfeffer klingt doch viieel runder als "Täuschendes Gelbholz"... ;)
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... ich konnte aber in der Literatur stellen finden, die zwitter in der gattung für möglich halten .... schon der andreas bärtels erwähnt: "Blüten polygam oder 1-geschlechtig und 2-häusig verteilt, ..." ???
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Meine beinahe sicher diesen vor Jahren im Arboretum Kalmthout (B) gesehen zu haben zum Verkauf. Habe aber dann leider einen Viburnum (mit gelbem Blatt) genommen , der nur kränkelte.
Aber war da nicht was mit Zahnweh kurieren? Oder ist das ein anderer Zantho.
Ich bereue es sehr ihn nicht gekauft zu haben, wir wären sicherlich gute Freunde geworden. :'( :'(
Hey, Bernhard schönes Bild und das Wasserzeichen ist auch sehr gelungen!! 8)
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Aber war da nicht was mit Zahnweh kurieren? Oder ist das ein anderer Zantho.
das was du meinst ist zanthoxylum americanum!
Hey, Bernhard schönes Bild und das Wasserzeichen ist auch sehr gelungen!!
danke! die w.zeichen kreation ist von nina. das blatt aus meinem garten ;)
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Zanthoxylum simulans ist uebrigens ein schnellwachsendes Gehoelz. Hier ist ein Saemling, der im letzten Jahr als Samen sein neues Leben begann. Ist ordentlich gewachsen in diesem Sommer, fast moechte man sagen: gewuchert. :o

Zanthoxylum simulans
Ich bin gespannt, wie er sich weiter entwickln wird! :)
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erzählst uns eh, Caracol !?
lg, brigitte
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Hallo,
kann jemand Bestimmungsmerkmale nennen mit denen man Z. americanum und Z. simulans unterscheiden kann?
Grüße
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Hallo,
ich lese zu Z. simulans überall, dass sie völlig winterhart ist. Es muss jetzt mehr als 5 Jahre her sein, dass sie in meinen Garten eingezogen ist. Bisher hat sie es keinen einzigen Winter (und da waren auch milde dabei) geschafft, ihr Holz am Leben zu halten. :(
Sie schafft es mit dem Austrieb jedes Jahr auf einen knappen Meter, friert aber konsequent zurück. Habe ich ein besonders verweichlichtes Exemplar? Und macht es unter diesen Umständen überhaupt Sinn, sie im Garten ausgepflanzt zu lassen?
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Ich hab ein Exemplar, selbst herangezogen aus Saat (aus dem Botanischen Garten in Brooklyn). Es ist ist jetzt etwa 2 m hoch, fruchtet spärlich, und ist noch nie auch nur einen Zentimeter zurückgefroren, auch als Sämling im Topf nicht.
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auch wir haben 7b, wie wollemia, und meine zwei sämlinge (über das forum bekommen) frieren nicht zurück. Standzeit drei jahre.
ergänzt: höhe nach letztem winter knapp 1,2m, sie stehen im winter im schutz höherer, relativ dichtverzweigter gehölze.
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Dann verstehe ich nicht, was mit meiner los ist. ???
Sie hat einen relativ trockenen vollsonnigen Standort. Kann das eine Rolle spielen?
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chris_wb
bist Du dir sicher das es Z. simulans ist?
Kann wollemia und riesenweib nur zustimmen, was die Winterhärte betrifft. Bei 150 Pflanzen durch Sämlinge vermehrt hier kein Ausfall in 7 b im Winter 2006/2007 bei -15 Grad über eine halbe Woche.
Z. piperinum wird aus dem englischen übersetzten Literur nur bis -15 Grad als winterhart bezeichnet.
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Naja, sicher bin ich mir nicht, ich habe sie als diese aus einer recht zuverlässigen Baumschule gekauft und mir nie Gedanken darüber gemacht. Anbei mal einige Fotos. Bessere kriege ich bei dem Wetter im Moment nicht hin.
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Blatt
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Trieb
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Soweit anhand der Fotos zu beurteilen, gleicht deine Pflanze meiner, die ich als. Z. simulans betrachte. Werd nachher mal einen genaueren Blick draufwerfen.
Hillier's gibt an, dass Z. simulans 7 - 11 Paare von Blättchen aufweist, Z. piperitum 11 - 19.
Nach der Flora of China dürfen es bei Z. simulans 5 - 15 sein.
Die "Flora of China" führt Z. piperitum nicht auf, obwohl sie nach anderen Angaben im Norden Chinas vorkommen und heimisch sein soll. Sollte letzteres stimmen, dürfte Z. piperitum in Mitteleuropa recht winterhart sein.
Das Teil, das Esveld als Z. piperitum zeigt, dürfte auch so um die 11 Blättchen aufweisen.
Scheint eine ziemliche Verwirrung zu geben. Das wird auch aus diesem Artikel deutlich. Dort steht auch etwas zur Unterscheidung der Arten Z. piperitum, simulans und schinifolium.
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Mein Garten beherbergt auch ein Gehölz dieser Gattung - ich habe es vor zwei oder drei Jahren in Maikammer gekauft. Es wurde mir als Szechuanpfeffer angeboten - evt. Zanthoxylum piperitum.
Es erweist sich hier als extrem winterhart und hat selbst den letzten Winter mit Temperaturen von - 25° sehr gut überstanden. Er ist unglaublich wüchsig, ich musste ihn schon mehrfach einkürzen - er treibt in einem Jahr neue Triebe, welche über einen Meter lang werden. Bei der geringsten Berührung der Blätter verströmt dieses Gewächs schon seinen aromatischen Geruch. Früchte hat er in meinem Garten noch keine getragen, was ich darauf zurückführe, dass es wohl doch nicht sonnig genug ist.
Da der Zierwert in meinen Augen nicht so überragend ist, wird er im nächsten Frühjahr in den vollsonnigen Zweitgarten samt Lagerstroemia (hier auch vollkommen winterhart) umziehen.
Ein Bekannter hat dieses Gehölz auch in seinem sonnigen Garten im Weinbauklima und brachte mir im Frühsommer eine ganze Tüte der hocharomatischen Früchte. Er hat übrigens keine zweite Pflanze im Garten stehen.
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Ich vermute, dass du auch Z. simulans hast. Die Art wird ziemlich groß, entweder ein Großstrauch oder baumförmig. Da wirst du weiter fleißig schneiden müssen, um das zu verhindern.
Interessant finde ich die eigenartigen Höcker, die sich aus den Dornen an älteren Trieben entwickeln - siehe Bernhards Post #1 in diesem Thread. Manche fühlen sich an Dinosaurierhaut erinnert.
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Meines Wissens ähneln sich die Zanthoxylum-Arten sehr.
So daß eine zweifelsfreie Bestimmung schwierig sein dürfte.
Ein Fall für chin. Botaniker ;D
Chris,
kann durchaus sein, das Du keinen simulans hast.
Wer weiß.
Ich habe aus eigener Nachzucht 2005 zwei kleine Z.americanum (Herkunft:Stuttgart-Hohenheim) ausgepflanzt. Im ersten Winter sind sie komplett zurückgefroren. Danach sind sie zu gut 2 m hohen Sträuchern herangewachsen, haben auch 2-3x gefruchtet, sind aber im letzten Winter bis auf 20 über dem Boden zurückgefroren. Merkwürdig.

Zanthoxylum americanum - Juli2009
Einen kleinen Z.simulans - so es einer ist - habe ich letztes Jahr ausgepflanzt (stammte aus einem Privat-Tausch). Dieser ist auch zurückgefroren, hat im Frühjahr aber wieder problemlos ausgetrieben.
Bin gespannt ob ich in den kommenden Jahren Unterschiede zwischen den Sträuchern sehen kann.
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Ich habe sowohl Z. simulans als auch Z. piperitum.
Beide bei mir total unkompliziert.
Der Z. simulans ist nun ca. 5 Jahre alt, wächst jedes Jahr knapp 50 cm, hat die letzten Jahre regelmäßig gefruchtet (die roten Früchte haben ein Wahnsinns-Aroma) und ist auch im letzten strengen Winter nicht ein bißchen zurückgefroren.
Der Z. piperitum ist deutlich kleiner geblieben, wächst pro Jahr vielleicht 10 - 15 cm, hat wesentlich feinere Blätter, die beim Reiben ein Aroma von "Litamin Badezusatz" verströmen (anders kann ich es nicht beschreiben.... EXTREM zitronig!). Geblüht hat er auch schon aber noch keine Früchte angesetzt.
Auch bei dieser Art ist bislang kaum etwas zurückgefroren.
Ach ja, bezogen hatte ich die Pflanzen derzeit von Gärtnerei Ruehlemann.
Gruß an alle
von Tom
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Hallo, ich schreibe demnächst mal die Unterschiede von Z. simulans, Z. piperitum und Z. americanum. Doch hier etwas anders: wer kennt denn eine Geschichte (die Verwendung in China) hierzu ? Sehr interessantes gibt es da zu berichten. Zu lesen ist hin und wieder, das es der Setchuan Pfeffer ist, und so verwende ich ihn auch, getrochnet und dann ab in die Mühle. doch dem ist nicht so. Wer schon einmal auf frischen oder auch angetrockneten Beeren gekaut hat wird es wissen und sich erinnern: in China stehen in der Provinz Setchuan immer einige Beeren auf der Tafel. Und wenn das Essen dann doch zu scharf gewürzt war, wird schnell eine Beere zerkaut und die Geschmacksnerven sind betäubt für ein kleine Weile. Gruß von franklina, der sich freut das diese Pflanzen jetzt so langsam im Mode kommen. Übrigens noch keine schäden im winter bis zur Größe von 150-200 im Co bis 40 l .
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Plants for a Future schreibt
...Seed - cooked. It is ground into a powder and used as a condiment, a pepper substitute[...The fruit can also be used... It is often heated in order to bring out its full flavour and can be mixed with salt for use as a table condiment...The ground and dry-roasted fruit is an ingredient of the Chinese 'five spice powder'... The bark and leaves are used as a spice...Young leaves - raw or cooked. They are used in soups or as a flavouring in salads....
quelle
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Einmal mehr erweisen sich die Gernot Katzers Gewürzseiten als interessante Quelle:
Zu "Sichuanpfeffer (Zanthoxylum piperitum, simulans, bungeanum, rhetsa, acanthopodium) und andere Arten" heißt es u.A.:
"Die meisten Arten schmecken beißend scharf, wobei die Schärfe manchmal einige Zeit zur Entwicklung braucht, am Ende aber ein eigenartiges Gefühl auf der Zunge hinterläßt, fast wie nach einer Lokalanästhesie."
"Die nordamerikanische Art Z. americanum trägt den Namen toothache tree ‘Zahnwehbaum’. Tatsächlich hat ein Kauen der alkamidreichen Pflanzenteile, vor allem der unreifen Früchte, aber auch des jungen Holzes, einen stark betäubenden Effekt, der Zahnschmerz vorübergehend vertreiben kann."
"Sichuanpfeffer hat einen zwar nicht besonders scharfen, aber dafür etwas aromatisch-brennenden Geschmack und hinterläßt im Mund ein eigenartiges Gefühl der Taubheit... Daher kann man auch mit Sichuanpfeffer keine Speise wirklich 'scharf' würzen. Eine ähnliche betäubende Wirkung bei gleichzeitig ausgeprägter Schärfe haben die Parakresse, der tasmanische Pfeffer und, in geringerer Form, die Blätter des Wasserpfeffers."
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Zeigt doch bitte mal ein paar Bilder von euren Exemplaren. Ab welchem Alter oder Größe verwachsen sich die Dornen in der Rinde so schön?
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ich werde morgen versuchen ein bild zu machen, ich habe 2007 von einem lieben forumsmitglied zwei, wenn ich mich recht entsinne 1jährige, sämlinge bekommen, die flott zugelegt haben. Es stehen schon kräftige dornen ab, verwachsen wie bei einem alten exemplar im Wiener Boga ist aber noch nix.
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Ich habe gerade mal nachgeschaut. Meine Pflanze wird jetzt 6 Jahre alt, stand aber die ersten drei in einem kleinen Topf und ist recht langsam gewachsen.
Am Stamm verdicken sich die Dornenansätze, die Dornenspitzen sind noch dran und pieksen.
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Wie groß ist denn dein 6 Jahre altes Exemplar?
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Gerade mal knapp 2 m und eine noch recht dünne Bohnenstange.
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sehr interessant, da wir ja ähnliche bodenverhältnisse haben. Der grössere strauch ist über 2,2 meter, und entwickelt gerade breite schultern (=kräftige seitenäste), wiewohl er noch jugendlich dünn, um nicht zusagen dürr ist (kleinfingerdick). Der kleinere ist knapp 1,8m hoch und noch weniger verzweigt.
Dafür verdicken sich die dornen erst grad mal ganz stammnah im kleinem unfang, schauen aus wie drangepickt.
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Habt ihr denn auch mal die Wirkung des "Pfeffers" getestet?
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Mein Exemplar hat erneut der Winter hingerafft.... :( Nun wird's gerodet.
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chris, schade :-\
@Nina, meine sträucher brauchen noch bis sie blühen und fruchten. Ich bin schon sehr gespannt, werde auf alle fälle eine verkostung starten.
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Habt ihr denn auch mal die Wirkung des "Pfeffers" getestet?
Ja, habe ich. Ein eindrückliches Geschmackserlebnis, nicht wirklich scharf. Schwer zu beschreiben, aber nicht unbedingt eine Geschmacksrichtung, zu der mir auf Anhieb ein Gericht einfällt.
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Wir sind nun auch stolze Besitzer eines Zanthoxylum simulans. :D
Er fängt jetzt erst auszutreiben und ich bin gespannt, wie er dann aussieht.
Da er schon etwas größer ist hoffe ich auf Blüten bzw Früchte.
Die Stacheln sind jedenfalls verdammt unangenehm! :P
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;D
bekommt hier eine schöne gelbe herbstfärbung, hab ich aber wohl eh schon geschrieben...
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Doppelt hält besser. ;)
Ich habe gerade mal unseren genauer untersucht. Ich glaube da sind tatsächlich schon Blütenknübbelchen.
Ich Warda stand ja irgendetwas von unangenehmen Geruch... ich bin gespannt. ;)
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ich auch, berichte bitte. Unsere werden wohl heuer noch nicht blühen.
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Ich freue mich schon auf die "Pfeffer"ernte! :D
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Hallo Nina,
wie verwendest du den " Pfeffer " ?
Danke und viele Grüße
Wolfgang
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In Gernot Katzers Gewürzseiten findet man Einiges zu Inhaltsstoffen und Verwendung von Zanthoxylumfrüchten.
Einige dieser Inhaltsstoffe kommen demnach auch in der südamerikanischen Parakresse vor.
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wie verwendest du den " Pfeffer " ?
Hallo Wolfgang,
der Baum ist ein Neuzugang, deshalb habe ich noch keine Erfahrung mit dem Gewürz. Ich bin aber schon sehr neugierig darauf! :D
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@ danke für den link, Wollemia
Muss ich mir in Ruhe zu Gemüte führen.
@ Nina,
meiner hat auch noch keine Früchte, insofern habe ich noch Zeit die verwendung herauszubekommen.
Viele Grüße
Wolfgang
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Hat jemand mal versucht Sechuanpfeffer aus dem entprechenden Gewürz (Asia-Markt) zu säen? Ich verwende den Sichuanpfeffer gern an asiatischen Speisen.
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Ihr könntet ja mal die Blätter versuchen. Sie sollen in der japanischen Küche unter dem Namen Kinome verwendet werden.
Eva: Soweit ich weiß, wird als Gewürz die Samenschale ohne die Samen verwendet. Außerdem wird die noch auf 60 - 70 ° C erhitzt. Klingt wenig erfolgversprechend. Erinner mich im Herbst dran, dann kann ich dir ein paar Samen von Z. simulans schicken, wenn du möchtest. Ob ein einzeln stehendes Exemplar fertile Samen ansetzt, weiß ich aber nicht.
Vielleicht kriegt man bei uns als Chinesischen Pfeffer fälschlich auch immer mal wieder Schinus molle, den so genannten Peruanischen Pfeffer. Schinus molle sieht man im Mittelmeerklima oft als Zier- und Straßenbaum, bei uns ist er nicht winterhart.
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das aussäen funktioniert offenbar, ich habe meine beiden als sämlinge hier übers forum (von rusianto :-* ) erhalten. Ich weiss aber nicht, ob sie früchte vom markt ausgesät hat, oder welche anderer herkunft.
Die blätter schmecken übrigens auch sehr aromatisch-scharf.
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Ja, ein sehr spezieller Geschmack und fremdartig.
Bin auch gerade raus geflitzt um mal zu probieren. ;)
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ich glaub, ich schmuggle ein paar in den salat heute ???.
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Ein Stammbild von unserem Sichuanpfeffer. :D Es wird wohl noch eine weile dauern, bis er so aufregend aussieht, wie auf dem Bild am anfang dieses Threads. :P
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neid, meine sind auch davon noch weg ;)
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dieses wochenende hatte ich :o, der sichuanpfeffer hat geblüht und früchte
(http://farm7.static.flickr.com/6049/6348621114_48f52d2078_m.jpg)
zuerst unverfänglich würzig, geht dann die post ab (die schwarzen samen schmecken übrigens allenfalls nussig, alles geschmackerleben ist im rosa fruchtfleisch konzentriert): zuerst dezent scharf, dann sehr scharf, betäubt fast die lippen. Seeehr lang im abgang, zum schluss mit süsser note.
lg, brigitte
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Ja, das ist total schräg! ;D
Die schwarzen glänzenden Kerne kann man glaube ich komplett ignorieren.
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Ja, als Gewürz wird wohl nur die rote Schale verwendet (siehe auch oben im Link zu G. Katzers Gewürzseiten).
Ich finde den Geschmack sehr schwierig zu beschreiben. Riesenweib hat es es schon gut getroffen, auch diese eigenartige oberflächlich betäubende Wirkung, es sind aber noch mehr Noten dabei.
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Der Geschmack ist meiner Meinung nach an Fremdheit kaum zu übertreffen.
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Ja, irgendwie eukalyptig-kampfrig. Kürzlich habe ich das Zeug als Gewürz gekauft und erforsche momentan Dutzeende Möglichkeiten, wie man es nicht kombinieren sollte.
Es schmeckt gut.
Das Laub soll man auch nutzen können.
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ja, geht in salat, z.b., oder in wraps.
eine deutlich säuerliche note ist nach den ersten sekunden dann auch dabei, hat mich allerdings weniger überrascht als der süssliche abgang.
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Ist bei euch schon irgendetwas Lebendes zu sehen? :-\
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Gestern habe ich im Garten mal an der Rinde des hiesigen Exemplars gekratzt: Die ist grün, ganz normal. Von Austrieb aber wie bei den meisten anderen Gehölzen noch keine Spur.
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Ist bei euch schon irgendetwas Lebendes zu sehen? :-\
Den harten letzten Winter hat dieses Gehölz ohne irgendeinen Schaden überstanden. Deshalb mache ich mir jetzt nicht die geringsten Sorgen. Aber auch hier ist vom Austrieb noch nichts zu sehen.
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Das beruhigt mich sehr! Danke euch! :D
Irgendwie sah mir mein Exemplar besonders unlebendig aus. ;)
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Inzwischen sollte es austreiben.
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Ja, mein Gehölz zeigt schon einen kräftigen Austrieb.
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Ja, mein Gehölz zeigt schon einen kräftigen Austrieb.
Bei meinem rotlaubigem leider noch nicht. Aber ich geb die Hoffnung nicht auf. Der war letztes Jahr auch recht spät dran.
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Inzwischen sollte es austreiben.
Ja, auch bei mir ist alles am Leben! :D
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Bei mir auch :)
Vg wolfgang
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Mal keine küchentechnische Frage:
Wir haben Z.simulans (laut Etikett...), aus einer österreichischen Baumschule, wächst heftig. Soll er prinzipiell auch.
Die Frage wäre: Wann und wie schneiden?
Nach Gefühl und Ästhetik, oder gibt's da spezielle Hinweise?
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Schneiden: möglichst wenig, nur um den Aufbau zu unterstützen.
Das kannst du prinzipiell fast jederzeit machen, ich würde durchaus jetzt drangehen.
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Merci !
OT: Botaniker sind halt bezüglich Latein/Griechisch recht unbeschleckt. Z anthoxylum schriebe sich korrekt mit X, vom griechischen xanthos = gelb. Siehe auch die - korrekte - Xanthippe. 8)
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bei wem habt ihr Euren gekauft, Günther?
Habe meine hier von einem lieben forumsmitglied, vor vielen jahren, bekommen.
lg, brigitte
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Szt. in Seitenstetten. Ybbser Kräutergarten. Aus biologischem Anbau...
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ah beim meister eder :D
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Mittlerweile gibt's auch einen neuen Tread (Z. piperitum), der aber geschlossen ist.
Seit ca. 2 Wochen habe ich einen Z. simulans (von M.H.). Bei meinen Nachforschungen bin ich einmal dem Hinweis begegnet, er brauche sauren Boden.
Verträgt er meinen Kalk oder muss ich ihn ins Moorbeet setzen?
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Also meiner steht in humusarmer, basischer Erde (Lösslehm), zeigt keine Spur von Chlorosen, wächst und blüht und fruchtet.
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Danke!
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Kann mir jemand sagen, ab welchem Alter sie ca. fruchten?
Ich werde eine Pflanze verschenken (Pfeffer für die nächsten 50 Jahre, ein Geburtstagsgeschenk ;)) und würde gern weitergeben, wann etwa mit Früchten zu rechnen ist.
Ich habe heute eine hübsche Pflanze bekommen, ca, 80 cm hoch aber geblüht hat sie dieses Jahr nicht, ist wohl noch zu jung.
(Für uns werde ich wohl auch einen besorgen nachdem mein Mann meinte, so einen Pfeffer könnte er auch gebrauchen. :D)
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Unser Exemplar begann schon als sehr kleine und junge Pflanze regelmäßig zu fruchten. Jetzt beginnen einelne Beeren bereits sich dunkel zu färben.
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Imser Bäumchen halte ich durch regelmäßigen Rückschnitt auf ca. 4 m. Ob es sich um Z. simulans oder um Z. piperitum handelt, weiß ich immer noch nicht.
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Die
Stacheln Dornen am Stamm habe ich zur Entschärfung abgefeilt. ;D
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Z.simulans: 2008 gepflanzt , 120 cm groß, 2011 erste Pfefferkörner.
VG Wolfgang
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Für alle Ungeduldigen: Ich habe dieses Jahr bei der Baumschulle Egge** die größere Version im Container bestellt. An der gelieferten Pflanze hingen bereits Früchte, die sich mittlerweile deutlich ins rötliche verfärben.
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Die Stacheln am Stamm habe ich zur Entschärfung abgefeilt. ;D
;D Kann man als Tipp auch gut mitnehmen und weitergeben! ;)
Es wurmt mich, dass ich das für das Geschenk zu wenig beachtet habe wegen der Früchte. Aber gut zu lesen, dass er wohl einfach noch ein paar Jahre braucht.
Nun überlege ich, noch einen mit Früchten zu besorgen, dann behalte ich den anderen für uns. Danke!