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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Sena am 24. Januar 2009, 20:03:29
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ich brauche euren Rat:
vor 4 Jahren habe ich in einer Gartenecke einen Naschgarten angelegt, mitten in den Rasen. Was mit den jungen Pflanzen noch gut ging, nämlich das Rasenmähen, wird jetzt zur Plage, da die Bäumchen und Sträucher doch schon erfreulich "sperrig" geworden sind.
Außerdem wird der noch nie sehr gepflegte Rasen durch die zunehmende Beschattung immer moosiger.
was mir vorschwebt, ist folgendes: ein gepflasterter, gewundener Weg, als Hauptachse, da, wo ich sehr oft gehe.
http://www.heidt-landschaftsbau.de/images/geschwungener_weg.jpg gefällt mir schon recht gut, und einzelne Trittsteinplatten, damit Sträucher leichter gepflegt und beerntet werden können. Als Bodendecker neben dem Weg und zwischen den Trittsteinen, hätte ich gerne etwas ruhiges, rasenähnliches. Römische Kamille?? wer hat damit Erfahrung, wg Winterhärte. Lichtbedarf und Pflegeaufwand? Der Boden ist Lehm in Ofensetzerqualität mit einer dünnen Humusauflage. Das Gelände ist ein leichter Südhang.
Was gibt es sonst noch an Möglichkeiten für einen sattgrünen, wintergrünen, pflegeleichten und winterharten Bodendecker, der gelegentliches Betreten verkraftet?( Eierlegende Wollmilchsau, meine Söhne sagen, da geht nur Beton, grün angestrichen :-[ :-[)
Was fällt euch dazu ein?
Sena
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meiner einer versucht gerade einmal kriechendes bergbohnenkraut in etwa auf solche eigenung zu testen...mehr verspreche ich mir hiervon selber habe ich das dunkle cotula/leptinella im garten in den beeten allerdings nur, aber teste gerade andere sorten wie potentilina mal auf trittfestigkeit und ähnliches...kann aber noch nichts sagen, da erst im herbst gepflanzt
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kriechendes günsel (ajuga reptans) verträgt gelegentliches draufsteigen auch ohne probleme. auch die rotlaubigen sorten (man bräuchte für dieses vorhaben wohl eine starkwachsende sorte - jungle beauty oder sowas)
leptinella auf schwerem lehm? na, ich weiß nicht so recht ;)
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Die Kamille ist mit schweren Lehm nicht so gluecklich- bei mir zieht sie sehr sandig vor.
Je nach Schattenlage:
Grossbluetiges Vinca in Sorten kanns, ist Dir aber vielleicht zu popelig?
Waldsteinia kanns auch, ist mir ein bischen zu popelig.
Potentilla Nuuk kann Lehm, fuehlt sich hart an, aber trittfest?
Schoene, kleinblaettrige, schwachwachsende und untenbleibende (wichtig!) Efeusorten, wie ist es damit?
Eine Tuete Alyssum maritimum- waechst, deckt, blueht & duftet, versamt sich, wenns gefaellt, laesst sich aber auch einfach rausziehen. Gibt Sorten in weiss, violett, rosa. Duftet nach Honig!
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@roro
ja, die kommt meinen Vorstellungen schon recht nahe, nur daß überall sonnig angegeben wird, macht mich noch ein bißchen skeptisch. http://www.plantshop.de/ideas/bilder/imagesL//1036.jpg
gefällt mir auch gut und ist als Staffelpreis um einiges billiger. Wie dicht hast du gepflanzt?
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;) bei m ir im garten mit halbschatten und schwerem lehm habe ich versuche mit leptinella/cotula gestartet in den beeten...well, hier würde sie nie zur trittsicheren rasenersatzvariante herhalten können ;D höchstens, wenn ich das ganze mit bildern aufpeppe und strategisch spiegel platziere...lach, aber überrascht habe ich ihren überlebenswillen bestaunt sich mit ungünstigen situationen zu arrangieren...sonne schient ihr stichwort zu sein...in sonnige lage in der köklner innenstadt auf recht schweren boden gesetzt breitet sie sich bisher ;) vielversprechend aus...bin mal gespannt und berichte gerne
wie sieht es mit der kriechenden poleiminze aus? ist sie "einigermassen" trittfest?
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Danke für Eure Vorschläge
Vinca hab in einem anderen Gartenteil, sieht immer ein bißchen unordentlich aus, Waldsteinie ist auch nicht so mein Fall, eher schon kriechender Günsel.
Trittfest ist relativ, solang ich alleine bin, kann ich ganz gut mit Trittsteinen, nur zur Erntezeit hab ich plötzlich so viele Helfer, und die passen nicht auf, auf was sie stehen...
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vermutlich bin ich kein "guter" gärtner :-[ ;): in vielen dingen bin ich extrem lässig, in anderen von unglaublicher empfindlichkeit, was die wahl meiner pflanzen angeht, bzw dem,w as ich von ihnen erwarte/ihnen zumute 8)
meist teste ich in solchen fällen mit ca. 5 pflanzen einfach einmal an einer stelle aus, ob es funktioniert...danach entscheide ich mich dann, ob ich weiter experimentiere, einen größer angelegten versuch starte oder ersteinmal etwas anderes versuche...in dem beschriebenen fall habe ich ajuga, leptinella, kriechenden thymian und gelbblättrige erdbeere an verschiedenen stellen in der nähe von gehwegen, trittsteinen als lockere einzelgruppen gepflanzt...nun schaue ich ma, wie sich das ganze entwickelt ::)
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Wie wär's mit Muehlenbeckia? Niedrig wachsend, trittfest, problemlos, nur die Winterhärte lässt ein wenig zu wünschen übrig.
Ich habe im Garten seit einigen Jahren noch einen ganz seltenen Bodendecker. Ungewollt aus den Resten einer verwelkten Zimmerpflanze im Garten auferstanden, hat er sich innerhalb von 3 Jahren schon 2m² erobert. Im Winter friert zwar das Meiste zurück, die Reste treiben im Frühjahr sehr schnell wieder aus. Auch jetzt nach der extremen Frostperiode sind schon wieder grüne Blätter zu erkennen.

Bbk10.jpg
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Mühlenbeckia wird für Sonne empfohlen, mein Standort wird zunehmend schattiger, sonst würde sie mir gut gefallen.
Außerdem kommt sie bei mir auch mit der Winterhärte wahrscheinlich an die Grenze, denn Temperaturen wie in diesem Winter überall in Deutschland sind hier nicht selten. Kahlfrost bei 20° unter Null kommt hier im Schnitt jedes 3. Jahr.
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Ich habe im Garten seit einigen Jahren noch einen ganz seltenen Bodendecker.
so, jetzt reichts! ich werde im frühjahr jetzt auch mal einen bubikopf versuchen. mal sehen wie der bei mir durchkommt. höre immer wieder dass er knapp winterhart sei, aber versuch macht klug ;D
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Du darfst aber nicht vergessen, dass ich direkt in der Rheinebene wohne, ein Winter wie dieses Jahr ist hier extrem selten.
Aber versuchs einfach mal mit einem Töpfchen. Nur nicht zu spät pflanzen, damit die Pflanze sich den Sommer und Herbst über akklimatisieren kann. Evtl. mit Vlies ein wenig Winterschutz geben.
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Wenn das eh ein Naschgarten ist, würde ich Erdbeeren nehmen. Wenn man sie verwildern läßt, werden sie sehr schnell dicht, tragen aber trotzdem noch. Allerdings nicht mehr so viel wie im gepflegten Einzelstand. Gelegentliches Drüberlaufen stecken sie weg.
so, jetzt reichts! ich werde im frühjahr jetzt auch mal einen bubikopf versuchen. mal sehen wie der bei mir durchkommt. höre immer wieder dass er knapp winterhart sei, aber versuch macht klug
Mein Bubikopf ist oberflächlich zerfroren, aber die darunterliegende Schicht lebt noch.
Mühlenbeckias sind oberhalb der Schneedecke erfroren, darunter planen sie die Übernahme des Gartens.
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mir gehts wie Cimicifuga,
ich hab langsam das Gefühl, hier ganz alleine am Nordpol zu leben, dabei ist es noch nicht mal Bayrisch Sibirien :'( :'( :'(
aber mühlenbeckia hab ich hier im Haus, die kommt auch mal nach draußen in den Garten!!!
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....muß auch mal meinen senf dazugeben.....
habe gute erfahrungen mit hedera -efeu gemacht der verträgt auch mal eine schubkarre.....
oder in der nähe der hundehütte wächst polsterknöterich also mühlenbeckia auch matrazenwein genannt, da liegen ab und zu meine hunde drauf, und er nimmt trotzdem keinen schaden....
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Wie wärs denn mit Isotoma fluviatilis?
Zur Winterhärte finde ich zwar keine Angaben, aber meine hat diesen Winter scheinbar überstanden. Wir hatten es zeitweise kälter, als -12° und deine Standortbeschreibung sollte ihr sehr zusagen!
Im Übrigen wächst sie recht schnell, kann dir allenfalls irgendwann zu viel werden ;)

Isotoma fluviatilis

Isotoma Teppich
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Hatten wir schon Lysimacha nummularia?
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ich glaube, ich muß noch ergänzen, daß es hier im Sommer oft lange sehr trocken ist, wir sind hier eine der niederschlagärmsten Gegend in Deutschland, d.h. trotz lehmigem Untergrund ist es durch die Hanglage eher trocken.
Ich werde, wie Roro, mal Teststückchen anlegen, Efeu und Kriechender Günzel gehen sicher, Mühlenbeckia wird probiert und Fiederblatt (gefällt mir am besten).
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Wie wäre es mit Aubrietea, Iberis sempervirens oder Polsterphlox. Diese halten Trockenheit gut aus, etwas Schotter zur Lockerung in den Lehm einarbeiten, wäre sicher gut.
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Thymian und Satureja repandra gehen auch ...
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war nicht von halbschattig die rede? :-X
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Das Gelände ist ein leichter Südhang.
Das regelt sich übers Gefälle.
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Ich würde auch Efeu, Walderdbeere und Günsel kombinieren, gibt einen schönen Teppich.
Thymian verfault bei mir regelmäßig, auch in Hanglage...
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probier doch auch den Knöterich Bistorta affinis
wächst gut auf Lehm, in Sonne wie auch im Shatten und macht rasch große Pölster. Blüte den ganzen Sommer bis in den Herbst von rot bis rosa-weiß wechselnd und quasi unkaputtbar. absolut frosthart und wintergrün.