garten-pur

Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: Dietmar am 20. Februar 2009, 19:56:05

Titel: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 20. Februar 2009, 19:56:05
Bitte in diesen Thread nur solche Beiträge posten, die zum Thema des Threads passen.

Ansonsten bitte in den passenden Thementhread wechseln.

Zurück zur Übersicht: Wein- und Tafeltrauben
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 21. Februar 2009, 21:33:59
Hallo zusammen,
ich seh, da waren einige von Euch ganz fleißig :-*
Die letzte Rebenlieferung soll sich bald auf die Socken machen, etwas von der Witterung abhängig...
Ich habe noch im alten Thread gelesen, daß Euch die Sorte Galachad nicht aus dem Kopf geht ;)
Wir bekommen wahrscheinlich als Entschädigung für die lange Wartezeit eine, wenn alles klappt.
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 21. Februar 2009, 21:36:39
bei der gelegenheit: mein herzliches dankeschön an dietmar, der sich mit der organisation der threads viel arbeit gemacht hat.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Christina am 21. Februar 2009, 21:43:45
wunderbar!

Aber entweder bin ich zu blöd oderirgendwas stimmt nicht, Wenn ich auf den Schnitt u. Erziehungslink klicke komme ich nur wieder zu Übersicht ???
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 21. Februar 2009, 23:32:55
@aurikel

Bei mir klappt der Link im Hauptthread.

Wenn Du allerdings im Thementhread auf meinen Link "Wein- und Tafeltrauben" klickst, kommst Du wieder in den Hauptthread, also in das Inhaltsverzeichnis.

@max

Ich fürchte, ich habe Dich und andere Moderatoren (auch hinter den Kulissen) mächtig genervt, aber ich wollte das nicht, sondern die Sache voran bringen.

Der ganz große Wurf ist uns leider nicht gelungen, aber ich denke, mit dieser Lösung wurde das Maximale herausgeholt, wozu ich als Software-Laie fähig war.

Bei uns gibt es das Sprichwort:

"Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Schuppendach!"
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: pinat am 22. Februar 2009, 09:41:48
Hallo,

ich habe bisher einen Weinstock am Haus, die Sorte Solara. Mit Solara bin ich zufrieden, ich möchte mir in diesem Frühjahr noch 4 weitere Sorten kaufen.
Sie sollten pilzresistent sein, ich möchte neben meiner bisherigen blauen Sorte auch helle und rosa. Und meine Kinder wollen möglichst wenige Kerne.
Klimazone 6b. Was könnt Ihr empfehlen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 22. Februar 2009, 10:43:53
@pinat
Wenn Du leckere neue Sorten ausprobieren willst, dann nimm Arkadia oder Frumoasa alba als helle Sorten. Als blaue Sorte ist nach wie vor Muscat bleu zu empfehlen - oder die kernlose Venus. Als rosafarbene kernlose Sorte empfehle ich wieder mal die Vanessa - für Kinder absolut ideal!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Februar 2009, 13:41:39
Esther ist eine kernarme, widerstandsfähige sehr zeitige sorte mit schönem roten herbstlaub. die trauben sind sehr lecker.
weitere blaue tafeltrauben sind Galanth und Muscat Garnier. der geschmack ist ähnlich wie bei Muscat Bleu, jedoch mit geringerer neigung zum verrieseln.

die kernlosen, hellen trauben von Primus und Millenium (Botrus) wurden im forum positiv bewertet. Juliana, Druschba, Palatina...mit kernen.

eine sehr wohlschmeckende, kernlose, rosa sorte ist Suffolk Red, allerdings mit neigung zum verrieseln.
Nelly, Ganita, Decora...mit kernen.

schau am besten mal in die linksammlung Weinbau: Bezugsquellen und Links . dort findest du die angebote einiger rebschulen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: pinat am 22. Februar 2009, 17:53:03
Vielen Dank an Werner und Siebenstein für die Empfehlungen.
Ein wenig sollte ich vielleicht auch drauf schauen, dass nicht alle zur gleichen Zeit reifen. Jetzt werde ich mal bei den Anbietern nach den von Euch vorgeschlagenen Sorten suchen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Marsch_Düne am 22. Februar 2009, 21:01:59
Hallo Weinbauern und Winzer,

ich habe mit dem Garten auch Augustella und Nero übernommen.
Scheinen irgendwie Standartsorten zu sein.
Aber was habe ich am Ende eines normalen, feuchten, norddeutschen Sommers groß zu erwarten?
Außer Mehltau? ;D
Würdet ihr die Sorten lassen? Schließlich sind sie schon da.
Oder wird das eh nichts?

Gruß
Marsch_Düne
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Februar 2009, 23:31:01
Nero besitzt eine hohe resistenz. nachteilig könnte der sehr zeitige austrieb (spätfrostgefahr) und die etwas dichtbeerigen trauben sein.
ich würde der sorte wenigstens ein jahr beobachtung und ernte zugestehen.
der pilzdruck lag 2008 m.e. über dem durchschnitt der letzten jahre. ::)
wenn der weinstock vom vorgänger im schnitt vernachlässigt wurde wäre mindestens eine spritzung mit psm angebracht.

der Gelbe Augusteller (von Botrus) ist auch widerstandsfähig gegenüber mehltau.
die trauben schmecken nach muskat und sind fruchtig, knackig.
es ist je nach herkunft möglich, daß bei dir eine andere sorte steht, die auch ab august reift. die namen sind teilweise mehrfach vergeben worden und nicht immer eindeutig! (Äugstler z.b....)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mime7 am 23. Februar 2009, 08:39:23
Vielen Dank an Werner und Siebenstein für die Empfehlungen.
Ein wenig sollte ich vielleicht auch drauf schauen, dass nicht alle zur gleichen Zeit reifen. Jetzt werde ich mal bei den Anbietern nach den von Euch vorgeschlagenen Sorten suchen.

Hallo,
Himrod ist sehr früh, widerstandsfähig, weiss, kernlos und wird von meinen Kindern geliebt. Allerdings eher kleinfrüchtig.
New York etwas später, auch weiss widerstandsfähig und kernlos.
Auch Venus mögen sie ganz gern, deutlich nach New York, rot, widerstandsfähig und kernlos.

Gruss.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: pinat am 23. Februar 2009, 18:12:06
Danke mime7!
Werde wohl mehr als 4 Pflanzstandorte brauchen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Marsch_Düne am 24. Februar 2009, 19:10:05
Hallo Werner987,

Danke für Deine Auskünfte.
Dann werde ich es mit den beiden Sorten erstmal versuchen.

Gruß
Marsch_Düne
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 27. Februar 2009, 18:28:03
Im Herbst soll es in Deutschland (Franken) wieder ein paar neue Sorten geben, z.B. Piroschka, Husajne chalgi, Karoleva, Strashinski, Wostorg, Muramez, Chevchenko ... . Von einigen Sorten habe ich das schon gewusst bzw. kannte die Absicht, aber von anderen nicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 28. Februar 2009, 13:05:30
@ all

ich habe gute nachrichten was tompa angeht. ab spätsommer/herbst werden wieder welche von mir oder hahm zu beziehn sein!

außerdem noch: Prima, Muscat d`hambourg und karmel aber überall nur kleine mengen. natürlich auch wieder helena und viele andere!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 28. Februar 2009, 20:31:26
Ich habe gerade mal versucht, meinen Link zu wirtualna winnica anzuklicken, aber es kam eine Fehlermeldung: unbekannte Datenbasis

--> Also entweder gibt es diese Rebschule nicht mehr oder diese hat ihre Adresse geändert. Mit google habe ich die neue Adresse auch nicht gefunden oder bei den vielen gefundenen Seiten übersehen.

Wer weiß etwas genaueres?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 10. März 2009, 20:46:20
Für eine kleine Analyse bitte Euch um Mitteilung Eurer Anbauerfahrungen zu folgenden Sorten:

- Muskat Bleu
- Solaris
- Juliane/Lora
- Arkadia

Speziell geht es um folgende Informationen:

1. Reife 2008 und/oder 2007 im Freiland
2. Erfahrungen zur Frostfestigkeit von Muskat Bleu und Solaris

Bitte teilt mir dazu Eure Klimazone und das Mikroklima (z.B. freistehend, an Südmauer ...) mit.

Die Informationen sind für einen baltischen Winzer bestimmt. Selbstverständlich teile ich Euch auch die Ergebnisse der Umfrage mit.

Ich bitte Euch um rege Mitwirkung!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dreizehn am 12. März 2009, 15:46:53
Zu Solaris kann ich etwas sagen.

Meine Spaliere stehen frei im Garten, Stockabstand 1,2 m, Zeilenabstand 1,8 m, Stammhöhe 0,7 m, 1 Flachbogen
(Versuchsanbau, Anbaujahr 2001/02, Vertrag mit Weinbauinstitut Freiburg).
Lage: 52°N, 08°E.
Frostfestigkeit: bisher keine Ausfälle.

Jahre/Lesetermine/Mostgewicht °Oe/Mostsäure ‰
03/13.09./98/7,5
04/–/–/–
05/23.09./112/8,0
06/25.09./109/7,5
07/16.09./90/8,0
08/26.09./94/7,5

Grüße, Dreizehn
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Novalis68 am 14. März 2009, 02:04:23
Für eine kleine Analyse bitte Euch um Mitteilung Eurer Anbauerfahrungen zu folgenden Sorten:

- Muskat Bleu
- Solaris

Speziell geht es um folgende Informationen:

1. Reife 2008 und/oder 2007 im Freiland
2. Erfahrungen zur Frostfestigkeit von Muskat Bleu und Solaris

Ich bitte Euch um rege Mitwirkung!

HALLO Dietmar!

Freut mich Dich wieder hier zu lesen! Zu der Frage:

Die Solaris habe ich schon etwas länger. "Dreizehn" kennt
sich aber besser mit der Solaris aus. Allerdings scheine ich
einer rauheren Gegend zu wohnen, denn wenn Dreizehn
schon reife Trauben hat, (er hat auf einem anderen Forum
schon viele schöne Fotos veröffentlicht) sind meine noch
meist grün.

Daher könnte es aber auch interessant sein. Also es
kann es sein, das sich der frühe Reifezeitpunkt der Solaris
regional -je nach Klima/Sonneneinstahlung-um einige
Wochen verschiebt. Im September noch nicht ganz reif.
Die Reben stehen auf 51° Grad. Trotz rauhen Klima,
hatte ich keine Solarisausfälle nach dem Winter.
Robuster als andere Reben.

Muscat bleu - extrem verrieselungsanfällig bei mir.
Ob das fürs Baltikum die richtige Rebe ist?
Aber durchaus sehr frosthart. Sehr (Mehltau) robust.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Pewe am 15. März 2009, 21:24:34
Weiß grad nicht, ob ich mit meiner Frage hier richtig bin - wenn nicht, bitte verschieben - also:

Letzten Herbst hab ich einige Reben gepflanzt und jetzt werd ich unruhig, weil ich noch nix sehe. Wann, bitte schön, treiben die denn so im allgemeinen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 15. März 2009, 23:45:48
die frage hätte besser in Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln gepasst.
2008 haben meine tafeltrauben ab ende april ausgetrieben. je nach mikroklima können deine reben auch 14 tage vorher oder nachher austreiben. dieses jahr ist ein etwas späterer termin annehmbar wenn sich das wetter nicht grundlegend ändert.
möglicherweise kann dir ein trauben-fan aus deiner gegend genaueres mitteilen.

als erstes anzeichen der überwindung der winterruhe ist das bluten der reben an den schnittstellen zu beobachten.
danach sieht man ein anschwellen der knospen. du wirst also noch etwas geduld aufbringen müssen.
falls es jungreben sind wäre ein rückschnitt auf zapfen (2 augen) sinnvoll gewesen. dann kannst du in diesem jahr einen schönen geraden stamm erziehen.
welche sorten hast du denn angepflanzt?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Pewe am 16. März 2009, 06:53:10
Gepflanzt habe ich: Isabella, Muscat bleu, Triumpf de Alsace, Vineland 68021, Olimpiada, Salome, Arkadia, Juliana
Ich meine gelesen zu haben, erst in diesem Jahr auf besagte 2 Augen schneiden zu müssen - falsch gelesen oder missverstanden?
Also erst Ende April, das ist aber noch lang. Gut, dass ich so geduldig bin. 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 16. März 2009, 16:51:10
 antwort

vlt. ist einer der moderatoren so nett, die beiträge ab Antwort #20 in den richtigen thread zu verschieben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Pewe am 16. März 2009, 19:12:57
Danke
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 21. März 2009, 17:57:55
Hallo Leute,
ich melde mich mal wieder :D
Warte immer noch auf die eine Lieferung von der Rebschule...
So langsam werde ich ungeduldig und habe dem geschrieben, daß wir pflanzen möchten. Werde wohl mal anrufen müssen und ihm etwas auf die Füße treten müssen. Sorry für die Verzögerung :-X
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 23. März 2009, 19:53:53
Hallo zusammen,
habe eine gute Nachricht, die letzte Lieferung aus Polen ist eingetroffen :D
Sind etwa 100 Reben, Näheres dann per PN heute oder morgen. Muß da erstmal eine Gesamtübersicht machen
LG Lisa
PS. Ihr glaubt gar nicht, was mir für ein Riesenstein vom Herzen gefallen ist ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 24. März 2009, 18:59:39
hab heute gehört, dass meine alle mit angekommen sind! ENDLICH!!!

es sind alle arbeiten im garten soweit gemacht, geschnitten, angebunden und teilweise schwarze folie zur probe ausgelegt. es wurde eine neue reihe mit 7 sorten angelegt und alle nicht lohnenswerten sorten aussortiert ABER:

wohin mit den vielen reben! hab meinen platz deutlich überschätzt. 6 bekomm ich noch sehr gut unter ( wandplatz, ost und süd) aber der rest muss wohl geparkt werden.

nun noch olympia, amandin, belorosowie, patrizia, st.artin und und und ::)


der winter hat mir auch nicht den "gefallen" getan etwas aufzuräumen wie es bei dietmar der fall war, alle haben ohne schäden überlebt. der ertrinken mir mehr augen beim bluten als der frost geschadet hat. selbst die als empfindlich geltenden big blue, narancizu und nehelescol haben keinerli schäden
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Novalis68 am 27. März 2009, 01:36:47
hab heute gehört, dass meine alle mit angekommen sind! ENDLICH!!!

es sind alle arbeiten im garten soweit gemacht, geschnitten, angebunden und teilweise schwarze folie zur probe ausgelegt. es wurde eine neue reihe mit 7 sorten angelegt und alle nicht lohnenswerten sorten aussortiert ABER:

wohin mit den vielen reben! hab meinen platz deutlich überschätzt. 6 bekomm ich noch sehr gut unter ( wandplatz, ost und süd) aber der rest muss wohl geparkt werden.

nun noch olympia, amandin, belorosowie, patrizia, st.artin und und und ::)


der winter hat mir auch nicht den "gefallen" getan etwas aufzuräumen wie es bei dietmar der fall war, alle haben ohne schäden überlebt. der ertrinken mir mehr augen beim bluten als der frost geschadet hat. selbst die als empfindlich geltenden big blue, narancizu und nehelescol haben keinerli schäden

Hallo Traubenfreund!
Es freut das auch Du wieder hier schreibst. Sag bitte, kannst
Du mir etwas helfen? Du hattest letztes Jahr geschrieben, das
Du die Sorte "TRULLO" besitzt.
Kannst Du bitte uns etwas über die Eigenschaften dieser
Sorte schreiben?
Verriesseln?
Sehen die Trauben eigentlich real auch so schwarz-
glänzend und sehr appetittlich aus,wie auf den Botrus Seiten?
Wie ist denn der Geschmack?

Danke für Deine Antwort.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 27. März 2009, 17:15:25
denn wer kennt schon olympia, panonnia, csaba, muskattrollinger tompa, baco usw........

die ersten 3 sorten hatte ich bereits getestet.
Olympia war etwas zeitiger als Königin der Weingärten,
(Schatz von)Pannonia etwas später reif,
beide mit ähnlich gutem muskatgeschmack wie KdW.

in den jahren des anbaus dieser 2 tafeltrauben traten nach warmen perioden im april regelmäßig spätfröste im mai auf (1989 - 1995). durch den sehr zeitigen austrieb dieser sorten wurde oft der blütenansatz vernichtet. die beiaugen waren kaum fruchtbar.
wenn ich sie erst in den letzten jahren angepflanzt hätte wären diese negativen auswirkungen evt. nicht so dominant gewesen.

über Baco habe ich allerdings noch nichts gelesen, hört sich irgendwie spanisch an.
kläre uns doch mal auf, trauben-freund.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 04. April 2009, 08:34:58
@novalis

trullo wächst bei mir gesund und aufrecht, blätter färben früh knallig rot ein mit guter holzreife.

der wuchs ist bei mir etwas schwach was aber am boden liegt und nicht an der sorte. ich hab sie vor paar tagen woanders stehen sehen da war sie sehr kräftig. spritze nicht und werde dies auch dieses jahr nicht machen bei den resistenten.

die einzelnen beeren letztes jahr waren schnell von den vögeln gefressen. sie färbten aber früh ein und verrieseln war kein problem! ein paar konnte ich noch verkosten ( 60 oechsle). schmeckten knackig süß, etwas weniger nach "gerbstoff" wie nero wenn dir das was sagt. waren auch farblich recht dunkel aber natürlich nicht so wie auf der abbildung, aber das ist ja immer so.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 05. April 2009, 21:35:41
Hier mal die Sortenliste (keine Gewähr auf Vollständigkeit :-) ):
Muromiec, Minskij rosowyj, Kiszmisz zaporozkij, Reliance, Korinka russkaja, Thornton, Wiktoria-5, Wostorg, Galbiena nou, JHD, Interlaken, Swenson red, Rusbol uluszczennij, Piesnia, Zoluszka, Solnoczka, FVR 7-9, Wostorg Krasnyj, Bielyj Kokl, Izjuminka, Fantasia, Tomajskij, Timur, Szachtior, Talisman, V 25/20 (Regina),
Donara, Muskat krasnyj, Altaj, Diemietra, Dienal, Kuban, Nadjezda Azos, Nadjezda Ukrainska, Podarok zaporozu, Kiszmisz 342, TP-25, Rozowyj Timur, Europlewien, Donara, EA-43, Odesskij Souvenir, Bulgaria ustoicziwaja, King rubi ustoicziwij, Moskiewski Cziernyj, Muskat senkwicki, Pola, Czicza ustoicziwaja, Atlant zaporozkij, Sfinks, Wiking, Arocznyj, Biezewyj, Ajwaz, Kryzownikowyj, Dunaw-2, Liwia, Alyj-2, Kiszmisz Luczistij, Sjuita, Pamiati Zurawiela, Rozowoje Cudo.
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 07. April 2009, 20:29:35
Danke für die Liste; ich denke die meisten Sorten dürften hier in Deutschland gänzlich unbekannt sein. Ich bin schon gespannt auf die Traubenbeschreibungen in den nächsten Jahren.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 07. April 2009, 23:13:24
außer der wuchsstärke und der pilzwiderstandsfähigkeit werden wir in diesem jahr noch nicht viel über dieses üppige sortiment erfahren. für 2010 sind bei gutem standort und optimaler pflege die ersten traubenbeschreibungen zu erwarten.
das heißt durchhalten und schön neugierig bleiben. :-\
zumindest 4 dieser sorten wurden schon vor der großen einkaufsaktion gepflanzt.

das knospenschwellen ist jetzt bereits an allen meinen "alten" sorten sichtbar.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 08. April 2009, 20:36:02
Ich habe eine gute Nachricht. Etwa 1/3 meiner Reben bildet zumindest knapp über der Veredelungsstelle Knospen. Ich muss diese also ganz zurückschneiden und werde dieses Jahr bei den meisten nichts ernten können. Bis vor kurzem sahen sie noch wie tot aus. Zusammen mit den polnischen Reben leben jetzt ca. 50 % der Stöcke. Vielleicht kommen noch ein paar dazu. Nur Arkadia und Juliane sehen noch hoffnungslos aus. Von Kodrianka kommt wenigstens eine. Auch von meiner schon älteren und kräftigen NYM ist noch nichts zu sehen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 08. April 2009, 20:55:19
Also, bei meinen Reben schwellen die Knospen ebenfalls , bei Muscat bleu muß ich wohl noch warten.

Bei mir im Wintergarten trieb die Königliche Esther bereits am 21.03 aus. Letztes Jahr war es bereits am 08.03. Im Schnitt aber immer um den 15.03. Die Triebe sind bereits gut 20 cm lang. Gescheine gibt es massenhaft. Über Ostern werde ich überflüssige Triebe ausbrechen.

Im Gewächshaus fängt die Rebe jetzt an grüne Knospen zu bekommen. Derzeit pflanze ich dort noch Kodrianka, Italia, zwei selbstgezogene und werde Ende April noch Pölöskei Muskatali dort pflanzen. Wahrscheinlich ist alles hoffnungslos zu eng, dann werde ich wohl tüchtig schneiden müssen. Ein Steckling von Vinland muß auch noch dazwischen.

Die Natur holt den Rückstand durch den kalten Winter schleunigst wieder ein, wobei wir nicht unter -10° gekommen sind.

Hoffentlich bleiben/werden die Ostertage wieder warm.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flash am 08. April 2009, 21:40:08
Hallo, ich habe dieses Jahr Prima, McGregor und Bianca gepflanzt. Hat jemand mit diesen Sorten schon Erfahrungen?

LG Flash
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 08. April 2009, 22:21:04
Hier im Norden (Ost) schwellen die Knospen auch.
Die Spitzenreiter sind Arolanka, Rondo, eine unbekannte vom Baumarkt Grabbeltisch, dann kommt Isa alle anderen folgen relativ gleichmäßig ohne große sichbare Unterschiede. Tot stellen sich noch Tonia und eine Olimpiada-beide erst im August gepflanzt. Hier verfestigt sich der Eindruck, dass Herbstpflanzung ungünstig bei etwas härterem Winter ist. Wir hatten allerdings gerade mal 2 Nächte mit -13°C. 8)

VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 09. April 2009, 07:41:10
@flash

mc gregor ist ebenfalls dieses jahr gepflanzt worden, man wird in 2 jahren mehr wissen.......

mit "PRIMA" habe ich wirklich im wahrsten sinne des wortes prima erfahrungen gemacht. trägt sehr gut, ca. 500-700g trauben mit so 5-6g beeren, früh, tiefblau süß knackig.

nur kein sonderliches geschmackswunder und ausdünnen notwendig aber mehr fällt mir an schwächen nicht ein.

wenn du suche benutzt findest du 1-2 bilder, die ich online gestellt habe.

bianca ist lange genug bekannt, gibt diverse erfahrungen, bitte suche benutzen.



auch bei mir alles kräftig am schwellen!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flash am 09. April 2009, 21:55:02
Hi, @Traubenfreund mein Fehler meine Traube heißt Primavera nicht Prima.
Wenn ich Suche benütze kommt z.B. bei Bianca alles Mögliche von Auberginen bis Rosen, wenn ich Wein- oder Tafeltraube dazuschreibe kommt nichts. Die anderen werden in div. Beiträgen mal erwähnt aber irgendetwas definitives zu diesen Sorten finde ich nicht.
Was mache ich falsch?

Flash
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 10. April 2009, 10:03:23
http://reben.de/fs_tafel_shop_gelb.htm

http://www.mydatacation.de/www.rebschule-schmidt.de/deu/dd_Produkte/index.cfm?did=20030516150312914271000000&tabelle=artikel&abtid=&thshopid=


http://botrus.net/index.php?option=com_content&task=view&id=9&Itemid=33

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.bernhard-fiedler.at/weblog/wp-content/uploads/2007/06/bianca1-29-6-07.JPG&imgrefurl=http://www.bernhard-fiedler.at/weblog/%3Fm%3D200706&usg=__pQVJ25Dn20HY_zWS7HcFvm2_mBo=&h=1890&w=1023&sz=78&hl=de&start=1&um=1&tbnid=L5XepuqicD1qrM:&tbnh=150&tbnw=81&prev=/images%3Fq%3Dbianca%2Breben%26hl%3Dde%26sa%3DN%26um%3D1


http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product/58/156/Weintraube-Bianca.html


http://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_(Rebsorte)


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Robert_Wien am 11. April 2009, 10:57:09
Hi, @Traubenfreund mein Fehler meine Traube heißt Primavera nicht Prima.
Wenn ich Suche benütze kommt z.B. bei Bianca alles Mögliche von Auberginen bis Rosen, wenn ich Wein- oder Tafeltraube dazuschreibe kommt nichts. Die anderen werden in div. Beiträgen mal erwähnt aber irgendetwas definitives zu diesen Sorten finde ich nicht.
Was mache ich falsch?

Flash

Bei der Suche eingeben "Bianca reben" oder "Bianca Rebsorte" und es kommen Treffer.

Viele Grüße aus Wien
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 11. April 2009, 15:43:46
@flammeri

Wenn ich mich richtig erinnere, hast Du in der Vergangenheit mal 2 Listen von Reifezeiten verschiedener Sorte ins Forum gestellt.

Ich konnte diese beiden Listen (für verschiedene Jahre) nicht wiederfinden.

Weißt Du noch, wie ich diese Listen finden kann?

Wenn ja, werde ich diese Listen in Links hinterlegen, damit alle darauf Zugriff haben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 11. April 2009, 16:08:44
@flash

über Bianca wirst du im forum unter tafeltrauben kaum etwas finden.
für diesen zweck sind andere sorten besser geeignet.
sie ist eher als keltertraube empfehlenswert.

siehe:
 Tafeltrauben 2008/29 und /118, /122
 Tafelreben anbauen/3
 Welche Keltertraube für Niedersachsen/1

Primavera wurde bisher auch noch nicht ausführlich beschrieben:

 Tafeltrauben 2008/9 und /10, /11, /46


@Dietmar, hier hat flammeri die reifezeiten früher (ost)sorten eingestellt:

http://forum.garten-pur.de/Obst-Forum-25/Wein-2008-23363_840A.htm#top
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 11. April 2009, 19:41:39
@werner 987

vielen Dank!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flash am 11. April 2009, 21:58:00
Ja, das ist doch schon mal was, vielen Dank!
Zur Bianca bin ich nämlich aus Versehen gekommen, hatte eine Jaohannisbeere mit dem Namen bestellt und die Weinrebe bekommen, naja. die anderen habe ich wegen der frühen Reifezeit ausgewählt.
Ich hätte gerne noch Frumoasa alba und Juliana. Haltet ihr das für eine gute Wahl? Ein Plätzchen unter Dach hätte ich noch, die andere müsste ans Freispalier. Welche wohin? Sonst noch irgendeine `must have´?

LG Flash
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 11. April 2009, 23:51:08
Frumoasa alba - mittelspät reifend

Juliana - früh bis mittelfrüh reifend

die sorten wurden hier im forum positiv bewertet, Frumoasa alba mit etwas mehr muskatgeschmack.
das mikroklima an deinem standort kann ich nicht beurteilen, es kann von der allgemeinen klimazone abweichen.
zwecks sicherer ausreife würde ich für die Frumoasa den standort mit überdachung wählen.
einige unserer trauben-fans können dir schon mehr informationen geben (eigene ernte, verkostung).

empfehlenswerte tafeltrauben gibt es mehr, als platz im garten vorhanden ist! ;D
man sollte sich vorher gedanken machen, ob widerstandsfähige sorten gewünscht werden.
reifezeit, geschmachsrichtung, wuchsstärke, farbe und traubenoptik sind weitere kriterien.
evt. findest du einige anregungen in Tafeltrauben 2008.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 13. April 2009, 10:19:16
zur reifezeit vermag ich (noch) nichts zu sagen

die neuen ost-sorten scheinen aber alle sehr zeitig auszutreiben, kommt mir also so vor als wären sie weniger geeignet für spätfrostgefährdete lagen.

wer dieses problem kennt sollte eher zu fanny, lilla oder m. bleu greifen.

bald werde ich sagen können welche der sorten tragen wird, jeden tag traumwetter. ca. 7 tage vorsprung zum mittel, 14 tage im vergleich zum vorjahr.

Tompa schon wieder mehr gescheine als sonst was zu erkennnen trotz zapfenschnitt ;D

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 13. April 2009, 15:59:01
bei diesem herrlichen frühlingswetter schreitet die entwicklung der reben sichtbar voran.
gegenüber dem kühleren april 2008 haben sie jetzt bereits einen vorsprung.
am weitesten ist Olympiada (ES 12).
an Pamiat Negrula sind schon die ersten blütenansätze erkennbar. ;D



Pamiat Negrula


@Dietmar

im rebenangebot von Bogoniowice gibt es auch einige reifeangaben:

http://winnice.net/pub/Winniczka%20BOGONIOWICE%20-%20oferta%20odmian%202008.xls

die informationen im anhang fand ich auf einer russischen seite:
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flash am 14. April 2009, 21:22:21
Gescheine??????? Meine bereits vorhandene Traube ist gerade mal beim Knospenschwellen.
Das ganze Obst ist bei mir 3 Wochen später dran als sonst. Jetzt blühen die Pfirsiche gleichzeitig mit Zwetschge und Kirsche. Hast du deine Trauben im Gewächshaus Traubenfreund oder wie geht das sonst bei 600m?

Durch den letztjährigen Traubenthread bin ich übrigens auf meine Wunschkandidaten Frumoasa und Juliana gekommen.

LG Flash
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 16. April 2009, 21:20:27
Meine Reben zeigen mitllerweile draußen fast alle grüne Knospen; so weit wie auf dem Foto bei Werner ist bei mir nur die Königliche Esther.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 18. April 2009, 14:04:29
meine freistehende Esther hat anscheinend etwas winterfrost abbekommen.
die basalen augen treiben schneller als die vom stamm entfernteren aus. normalerweise starten die äußeren knospen zeitiger.
Frumoasa Alba war 2008 nicht genügend ausgereift, knospenschwellen vorrangig im unteren bereich.
verzögerter austrieb ist auch an Fanny zu beobachten, wahrscheinlich durch überertrag 2008 hervorgerufen.
bei Arkadia sind bisher einige augen im mittleren stammbereich sitzengeblieben, vlt. im eigenen blutungssaft ertrunken. (die meisten reben konnte ich vorher erfolgreich versiegeln.)
an den anderen rebsorten sind keine winterschäden erkennbar. :)
wie sieht es bei euch aus? ???



Esther 18.04.2009

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dreizehn am 18. April 2009, 17:58:59
Wir sind zwar in diesem Thread bei den Tafeltrauben (und in sofern ist mein Beitrag hier nicht ganz richtig) - erschwerend kommt hinzu, dass ich der "Rotnasenfraktion" angehöre, wie Dietmar gern schreibt - vielleicht interessiert euch aber trotzdem, wie weit die Reben in meinem Garten sind.

Solaris:
(http://img293.imageshack.us/img293/4009/img1662r.th.jpg)


VB 91-26-4:
(http://img293.imageshack.us/img293/1158/img1663.th.jpg)

Der Austrieb ist in diesem Jahr, wie schon geschrieben, sehr früh. Viel zu früh nach meinem Geschmack - die Eisheiligen sind erst in gut 4 Wochen vorbei! Jetzt noch Nachtföste... Ich mag gar nicht daran denken.

Grüße, Dreizehn
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: zwerggarten am 18. April 2009, 20:12:22
http://reben.de/fs_tafel_shop_gelb.htm

http://www.mydatacation.de/www.rebschule-schmidt.de/deu/dd_Produkte/index.cfm?did=20030516150312914271000000&tabelle=artikel&abtid=&thshopid=


http://botrus.net/index.php?option=com_content&task=view&id=9&Itemid=33

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.bernhard-fiedler.at/weblog/wp-content/uploads/2007/06/bianca1-29-6-07.JPG&imgrefurl=http://www.bernhard-fiedler.at/weblog/%3Fm%3D200706&usg=__pQVJ25Dn20HY_zWS7HcFvm2_mBo=&h=1890&w=1023&sz=78&hl=de&start=1&um=1&tbnid=L5XepuqicD1qrM:&tbnh=150&tbnw=81&prev=/images%3Fq%3Dbianca%2Breben%26hl%3Dde%26sa%3DN%26um%3D1

http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product/58/156/Weintraube-Bianca.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Bianca_(Rebsorte)

einer dieser links zerschießt das layout... :P
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: zwerggarten am 18. April 2009, 20:18:18
ansonsten kann ich nur anmerken, dass auch in berlin alle reben (jedenfalls alle meine) am austreiben sind - null frostschaden trotz tiefem winterfrost. :D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: paulche am 20. April 2009, 22:41:36
Habe jetzt die Sorte Maxi Blue erworben. Es soll sich um einen Mischling zwischen einem Sibierischen Wilden echten Wein u. einer Europäischen Tafeltraube handeln. Die Beeren sollen 5 cm groß und die Trauben entsprechend riesig werden. Könnt ihr das bestätigen.
Handelt es sich um eine gegen Krankheiten unempfindliche Robustrebe?
Was haltet ihr überhaupt von Robustreben, z.B. den Mischlingen mit den Amerikanischen Reben?

Ich habe schon eine mehrere Jahre alte Robustrebe. Die bringt super Erträge. Sie ist Pflegeleicht, d.h. ich ernte u. sammel das Laub weg u. kürze die Triebe jedes Jahr um mehrere Meter.
Die Beeren sind groß u. schmecken schön fruchtig. Ich kann etwa 1 Monat lang ernten - den ganzen September. Bisher habe ich die Trauben immer frisch gegessen. Langsam muß ich mich mal mit dem Gedanken befassen Wein zu machen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 21. April 2009, 11:08:18
Siebenstein hatte 2008 einige fotos eingestellt, die ich jetzt zusammenführte.
anhand der abbildungen mit hand lässt sich ein handfester, handlicher vergleich besser handhaben.
ich hoffe, daß Siebenstein keine einwände gegen die veröffentlichung seiner bilder hat, die im original unter Tafeltrauben 2008/73 zu finden sind.



Siebenstein 4 Traubensorten


laut beschreibung sind die trauben 5 cm groß - grober tippfehler oder suggestion?
trauben und beeren sind optisch sehr ansprechend, zumal es sich um den erstertrag handelt.
größere früchte sind also in den folgejahren möglich.

viele der neueren Robustareben = interspezifische kreuzungen = pilzwiderstandsfähige reben können geschmacklich mit den reinen europäerreben mithalten. :)
in den anfänglichen züchtungen dominierte oft der foxgeschmack, der von den meisten menschen als unangenehm empfunden wird.
diese trauben haben teilweise gallertartiges fruchfleisch - igitt. :P
aber wie die geschmäcker verschieden sind gibt es auch diesbezügliche liebhaber. :o ;D
der foxton wird auch mit erdbeer-, himbeer-, labrusca- oder tessinergeschmack umschrieben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 21. April 2009, 18:29:53
Da hab' ich klar nichts dagegen! Im Gegenteil, ich fühle mich geehrt, wenn meine Fotos interessant für euch sind ;). Die Fotos von Arkadia und Frumoasa sind wie gesagt Ersterträge und noch rel. klein. Bin schon gespannt auf die diesjährigen Trauben!
Hoffentlich kommt kein Spätfrost mehr - sonst ist alles dahin!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 21. April 2009, 19:00:24
Jetzt hab ich mal ne Frage: Ich habe draußen 2x Königliche Esther. Die eine ist veredelt und ein schwacher Träger, die andere ist ein gewachsener Steckling und trägt jedes Jahr zufriedenstellend. Dieses Jahr habe ich die veredelte "Sorte" ziemlich stark zurückgeschnitten und kann schon jetzt beobachten, daß aus fast jeder Knospe ein Geschein wächst. Wie es die letzten Jahre war weiß ich nicht sicher. Auch weiß ich, daß die Anlage für die Gescheine schon im Vorjahr gebildet wird. Was kann ich tun, damit dieses Jahr viele der Gescheine zu Trauben werden? Handelt es sich um das Phänomen Verrieseln? Kann ich darauf Einfluß nehmen? Wenn es aber Verrieseln ist, warum trägt der Steckling besser? Beide Reben sind etwa 5 Jahre alt. Sind Stecklinge eventuell bessere Träger?

Bei Regent stelle ich fest, daß die Stecklinge etwa 10 Tage früher sind als die veredelten Reben.

Hat die Veredelung neben all den Vorteilen wo möglich auch Nachteile?

Bin auf Eure Antworten und Erfahrungen gespannt.

Euer Apfelfreund
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. April 2009, 15:55:12
befruchtung, verrieseln

die blütenblätter von weinreben sind im gegensatz zu anderen pflanzen zu einem "käppchen" vereint.
dieses käppchen springt bei temperaturen von mindestens 15° C ab - die befruchtung war erfolgreich.

bei kaltem, feuchten oder sehr windigem wetter bleibt das käppchen sitzen und vertrocknet (verrieselt). die befruchtung unterbleibt - kein beerenansatz, oder es bilden sich je nach sorte kernlose, kleine "jungfern-beeren".
die betroffenen trauben sind oft sehr locker.
an unterentwickelten gescheinen, die dünner als die nornalen aussehen, wird der beerenansatz auch bei optimalem blühwetter nicht befriedigen.
ein entspitzen der triebe vor der blüte kann die befruchtungsrate erhöhen, die behandlung der entstehenden geiztriebe wird jedoch aufwändiger.

phosphor ist für die fruchtbarkeit von pflanzen (allgemein) zwingend notwendig.
stickstoff-überschuß oder zu stark wachsende unterlagen fördern das vegetative wachstum.
winzer wählen die unterlage je nach bodenverhältnissen, wuchs der edelsorte, affinität, erziehungsform...aus.

in sandigen böden kann ein bor-mangel vorliegen. ohne diesem spurenelement unterbleibt die befruchtung der gescheine.

zu der thematik ertragsmenge an steckholz oder veredelung gibt es sicher unterschiedliche meinungen und erfahrungen.
an einer meiner sorten trifft deine aussage zu:
original: an südwand 2005 gepflanzt
kopie: an ostwand 2005 als lückenbüßer, großzügiger bodenaustausch - stärkerer wuchs, ab 2006 jeweils doppelter ertrag gegenüber veredelter rebe. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 22. April 2009, 20:00:03
Hallo Werner,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht zu den Einflußfaktoren Temperatur, Bodenqualität, Unterlage und Düngung!!

In meinem Fall ist es so, daß die beschriebenen Reben alle im Umkreis von etwa 10m sich befinden. Alle Parameter sind gleich, bis auf die Unterlage.

Toll bzw. interessant finde ich, daß Du mit der Orignialrebe die gleichen Erfahrungen gemacht hast!! Vielleicht sind noch andere Packeis-Gletscher-Sibirienwinzer oder auch nur normale Winzer dabei, die von denselben oder auch anderen Erfahrungen berichten können.

By the way, ist die Orignialrebe bei Dir richtig reif geworden? Wann im Vergleich zu Muscat bleu?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. April 2009, 23:07:13
die reifezeit meiner beiden vergleichsreben war annähernd gleich.
den höheren ertrag und stärkeren wuchs der wurzelechten rebe führe ich auf den besseren boden zurück.
zusätzlich könnte sich an der veredelten rebe auf dem eigentlich besseren standort die bodenmüdigkeit nachteilig auswirken (dort wuchs vor 30 jahren schon eine rebe).

die von mir beschriebene sorte reift nach M.Garnier, M.Bleu habe ich nicht gepflanzt.
wachsen deine beiden Esther gleichstark?

meine Katharina ist sehr wüchsig, scheint aber etwas blühfaul zu sein.
2008 hatte ich eine kleine kostprobe, dieses jahr ist noch kein geschein erkennbar.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 24. April 2009, 12:58:49
@apfelfreund

ich schätze die vollreife von original ca. 6-7 wochen später ein als m.bleu. (.bleu mitte sept., original ende okt)

ein kleiner zwischenbericht zu den neuen sorten:

folgende sorten wurden sommer 2007 gepflanzt, 2008 auf 2 augen gekürzt und werden dieses jahr tragen:

kiezca-1, dienal, frumoasa, arkadia, juliana, kodrianka

alle waren mit ausnahme von kodrianka sehr zeitig dran beim austrieb, fast 1 woche vor den "normalen" sorten. wuchs bisher bei allen recht aufrecht und stark. resistenz scheint bei allen gut was das laub angeht. in wie weit das auf früchte zutrifft kann ich nicht sagen. geiztriebbildung sehr schwach (horror bei .b. suffolk oder madeleine royale). holzreife gut, ob das bei richtig dickem holz auch so ist werde ich sehn, im moment schon 20-30 cm triebe und schön kräftig!!

fruchtansatz sehr unterschiedlich. bis auf frumoasa, die selbst aus dem stamm triebe mit gescheinen treibt, würde ich sagen nicht besonders gut. ich werde das risiko im nächsten jahr nicht eingehn und sicherheitshalber lang anschneiden. kein vergleich zu trad. tafeltrauben die enormen ansatz haben, v.a. muscat d`hambourg hat im schnitt 2 volle gescheine an den zapfen und 3 am bogen!

um wirklich gute aussagen über geschmack machen zu können werde ich auf 0,5-1traube/ trieb runtergehn und die trauben gut auslichten.

an der frz. front werden folgende erstmals tragen:

danlas, lival, amandin, candin, perdin, sulima, carla, perlaut, pied de perdrix und und und
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. April 2009, 15:42:03
anscheinend liegt ein mißverständnis vor:
die tafelrebe Original besitze ich nicht!
ich habe lediglich im pflanzjahr von Festivee (=veredelt) gleichzeitig ein steckholz gesetzt (kopie vom original).
sortennamen werden von mir in der regel groß geschrieben. ;)

zwischenbilanz meiner im vorjahr gepflanzten reben:

Frumoasa Alba (april 2008) gescheine im unteren stammbereich sichtbar, oben einige sitzengebliebene augen
Pamiat Negrula (april 2008) reichlich gescheine auf ganzer länge - ausdünnen ist angesagt
Juliana (juni 2008) ungenügende holzreife, deshalb 2009 wieder auf zapfen zurückgeschnitten
Arkadia (juni 2008) die meisten augen treiben aus, schwache gescheine erkennbar - abwarten

M.Hamburg wieder mit tollem blütenansatz - typischer fall zum ausdünnen. :)
Mitschurinski wie immer mit reichlich gescheinen - ab und an ist auch ein blatt zu sehen. ;D
bei Naranczizu habe ich zwecks ertragsteigerung erneut jeweils 2 bogreben übereinandergelegt. 8)

den echten winter haben meine reben relativ unbeschadet überstanden, von mir aus kann jetzt der sommer kommen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Manfred am 24. April 2009, 16:02:53
kiezca-1, dienal, frumoasa, arkadia, juliana, kodrianka

Hallo,

hast du die im Folienhaus oder im Freien stehen?
Bei meinen im Freiland sind über den Winter fast alle Ruten 1/3 zurückgefrohren. Habe erst im Frühjahr auf 2 Augen geschnitten. Seit ca. 1 Woche zeigen sich die ersten Blätter.
Bin schon schwer gespannt, wie sie sich dieses Jahr schlagen.

VG,
Manfred
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 25. April 2009, 13:02:06
@manfred

ich habe sie damals alle ins GH, es war ja noch nichts bekannt von den sorten und ich wusste nicht in wie weit ich den angaben der rebschule trauen kann.
heute würde ich juliana an die hauswand pflanzen und arkadia evtl als ersatz für fanny pflanzen.

ertrag wird nicht viel sein aber es wird reichen um sich einen ersten eindruck machen zu können. ich warte meist 2 jahre im vollertrag ab bevor ich sorten beurteile.

königin der weingärten schon wieder mit miesen fruchtansatz trotz langen anschnitts, idealer holzreife und gesundheit.

scheinbar passt mein boden der sorte nicht oder das klima ist nicht gemäßigt genug, hab keine erklärung dafür.
hab auch schon 2 rebschulen gefragt, die wissen auch keinen rat.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 25. April 2009, 14:13:17
wachsen deine beiden Esther gleichstark?



Auch bei der Esther kann ich sagen, daß der Steckling etwa eine Woche weiter ist.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. April 2009, 16:07:30
königin der weingärten schon wieder mit miesen fruchtansatz trotz langen anschnitts, idealer holzreife und gesundheit.

scheinbar passt mein boden der sorte nicht oder das klima ist nicht gemäßigt genug, hab keine erklärung dafür.
hab auch schon 2 rebschulen gefragt, die wissen auch keinen rat.

viele der älteren ungarischen rebsorten benötigen fruchtbaren boden für einen akzeptablen ertrag.
mein Kossuth z.b. bildete jedes jahr mehr gescheine als der meines nachbarn aus. standort und sandboden sind ähnlich. ich investiere mehr zeit vor der pflanzung:

-großzügiger bodenaustausch mit reichlich kompost
-etwas holzasche erhöht die bindigkeit (enthält auch spurenelemente)
-vorratsdüngung in 50-70 cm tiefe (phosphor, kalium, magnesium, kalk)

diese vorarbeit bringt mir toperträge, die sonst in reinem sandboden undenkbar wären.
ich dünne später lieber die trauben aus, als länger auf den ertrag zu warten.
andere böden verlangen andere maßnahmen...wer tiefgründigen mutterboden hat kann sich die arbeit ersparen.
nach möglichkeit versuche ich, schattenwurf durch andere gehölze zu minimieren.
im juni sollte die sonne auf die reben "knallen", weil dann die gescheinsanlagen für das nächste jahr vorgebildet werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 25. April 2009, 18:04:32
Rebensüchtiger an Rebensüchtige,

mein erstes Posting in diesem Forum. Komme aus dem bayerischen Alpenvorland (bisher keine Frostschäden) und bin seit 5 Jahren den Reben verfallen.

Etwas neidisch verfolge ich den Wachstumsstand bei anderen. Bei mir ist der längste Trieb direkt am Haus gerade mal 15 cm, etwas weiter weg sieht man gerade mal die ersten Blätter. Gescheine kann man dort höchstens erahnen.

Mein Problem wie bei vielen: der Platz. Aber einige, vor allem Blaue, habe ich doch untergebracht, nämlich:

Früher Blauburgunder: 5 Jahre, was Feines, leider ziemlich Stiellähme-anfällig, aber sonst gesund
Regent: 3 Jahre, schön gleichmäßige Traube, für meinen Geschmack etwas dickschalig und zu wenig Aroma
Muscat bleu: 2 Jahre, verrieseln (was sonst), leider erst ein paar Beeren
Mitschurinski: 1 Jahr, soll an Hochstamm-Birnbaum hochwachsen, wenige Beeren, aber die richtig gut
Festivee: 1 Jahr, noch keine Trauben
Galanth: 1 Jahr, ein paar sehr süße und sehr kleine Trauben, von Muskatgeschmack noch nichts gemerkt
Mir: 1 Jahr, noch keine Trauben, soll an Apfel-Hochstamm raufranken
Muskat Garnier: neu, obwohl laut Veitshöchheim eigentlich eine Muscat bleu (nur anderer Klon?)
Druschba: neu, werde ich wohl am Pfahl erziehen
(Quellen: Rebschulen Schmidt, Steinmann und Jäger, Manfred Hahm, eine Bio-Baumschule)

Ich hätte noch gern was Rotes, vielleicht Helena (Alternativen?). Mal sehen, ob ich noch einen Platz finde.

Ein paar Fragen zum Schluss:
1) Hat wer einen Link mit mehr Info zu Mir? Ziemlich blöd zu googeln...
2) Hat jemand Erfahrungen mit der Sorte Blauer Bernburger (http://www.baumschule-nordmann.de)? Die verschicken leider nichts, und bevor ich hinfahre ...
3) Viele von Euch scheinen erst im Februar/März zu schneiden. Warum? Ich habe schon mehrmals im November und Dezember geschnitten (frostfrei), dann fast kein Bluten im Frühjahr und noch nie Ausfälle. Klar, wenn mal was erfrieren sollte, habe ich verloren. Aber ich zähle im Zweifel auf schlafende Augen.
4) Wie haltet Ihr es mit Zapfen/Strecker/Bogen? Ich weiß, bestimmte Sorten sind erst weiter oben fruchtbar. Ist das bei manchen meiner Sorten der Fall (habe bei Muscat bleu irgendwie das Gefühl, Basalknosppen eher kümmerlich)? Ich denke mir: im Zweifel lieber Zapfen (allenfalls Strecker - beides mit Ersatzzapfen), damit nicht zu viel dran hängt. Bögen dann nur bei bewusst klein gehaltenem Rebstock.
5) Wie vorgehen beim Erziehen junger Reben? Lieber 3-5 Triebe belassen wegen der Assimilate und dann beim Winterschnitt nur einen übrig lassen? Oder gleich nur einen oder zwei hochziehen, damit diese kräftig genug werden und die anderen komplett wegschneiden? Oder einen lang lassen und die anderen nach dem x-ten Blatt abknipsen?

Danke schon mal für Eure Antworten.

Botaniker
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 25. April 2009, 19:39:54
Hallo Botaniker,

ich begrüße Dich in unserem Forum.

Hier etwas zu Mir in etwas gewöhnungsbedürftigem Deutsch:
 hier

anmerkung:
link repariert
max
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 25. April 2009, 19:52:32
- blauer bernburger steht auch bei mir auf der "wanted" liste. ich kenne nur die infos die es auf deren homepage gibt.

- spätes schneiden um spätere schäden besser abfedern zu können. was machst du wenn dir das bisschen, was man beim schnitt übrig bleibt erfriert?? ich werde künftig sogar ersatz-tragrute anschneiden und erst im april/mai entfernen!!!schlafende augen sind kaum fruchtbar, bei manchen vielen nicht

muscat bleu trägt bei mir seit 2 jahren am zapfen fast genauso gut wie lang, wohl auch eine altersfrage. ich entferne aber oft die trauben am zapfen um bessere tragruten fürs kommende jahr zu bekommen. muscat garnier wohl ein etwas ichterer klon. bilder hab ich letztes jahr im august/september ins netz gestellt, musst nur suche benutzen

erziehung im ersten jahr: man lässt im normalfall einen trieb wachsen und kappt im sommerschnitt ca. 20-30 cm über gewünschte kopfhöhe um holzreife zu fördern. einen zweiten trieb belässt man als reserve und schneidet ihn bei ca. 30-50cm länge, muss aber nicht sein. kannst ach nur einen lassen.

@dietmar

"url ungültig"
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 25. April 2009, 20:31:38
jetzt funktioniert der link wieder.
@68
ist der "frühe blauburgunder" identisch mit der keltersorte "frühburgunder"?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. April 2009, 22:31:56
wachsen deine beiden Esther gleichstark?

Auch bei der Esther kann ich sagen, daß der Steckling etwa eine Woche weiter ist.

mit der frage wollte ich herausfinden, ob die reben unterschiedlich stark wachsen.
wenn die veredelte rebe schneller wächst könnte das auf eine unpassende unterlage hindeuten.
5 BB wächst sehr stark und verzögert die reife (gegenüber der SO4).

deine entscheidung, Katharina freistehend anzupflanzen, finde ich mutig.
meine Katharina war 2008 spät reifend (nach M.Hamburg). ::)


@Botaniker

zu 3)
die gefährdung durch winterfröste ist je nach klimazone und mikroklima unterschiedlich.
bewährter zeitpunkt an meinem standort:
ich schneide meistens auch nach dem laubfall, evt. feinschnitt (bis) mitte februar, 2009 ausnahmsweise am 1.märz.
zu 4)
in der regel wende ich den bogrebenschnitt an - garantierter ertrag und größere trauben (Mitschurinski meist auf zapfen),
überzählige triebe werden ausgebrochen, trauben auf ein vernünftiges maß reduziert um den rebstock nicht zu überlasten
zu 5)
die anzahl der triebe, die ich im 2. jahr belasse, richtet sich nach der wuchsstärke im 1. jahr.
wenn im winter ein stamm angeschnitten werden konnte sind das dann meist 3, max. 5 lotten, die nicht im frühjahr ausgebrochen werden.
zu viele triebe ergeben schwaches, kurzes holz.
zu wenige triebe wachsen mastig - lange internodien, dicke markröhren, schlechte holzreife und frosthärte, geringere fruchtbarkeit.

M.Garnier ist m.e. ein von M.Bleu ausgelesener klon, der weniger zum verrieseln neigt. die kerne sind weniger störend.
zum besseren vergleich beider sorten stellte ich die 2 tabellen der tafeltraubenauswertung 2005 aus Veitshöchheim direkt nebeneinander:
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 26. April 2009, 13:45:29
@Dietmar, max, trauben-freund, Werner

danke für die gute Aufnahme und die Antworten.

@Dietmar
Nette Übersetzung zu Mir. Aber man kann sich was drunter vorstellen. Mal schauen, ob es zu einem Gescheine kommt. Fürchte es bleibt dieses Jahr beim Stockaufbau.

@trauben-freund
Mal schauen, ob aus meinen M.bleu-Zapfen was wird...

@max
Früher Blauburgunder=Frühburgunder? Wenn ich das wüsste. Gekauft bei http://www.brenninger.de/angebot/weinreben.htm. Steht leider auch nicht viel drin. Reifezeit August (syn. Augustclevner?), Trauben insgesamt klein. Soll ja angeblich auch weniger Ertrag bringen als klassischer (Später) Blauburgunder. Vielleicht helfen Dir die Bilder:


Früher Blauburgunder I




Früher Blauburgunder II



@Werner
Wie gesagt, mit dem Schnitt nach dem Laubfall hatte ich bisher auch nie Probleme. Nachschnitt ggf. kurz vor Austrieb, wenn man sieht, dass was erfroren ist.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 26. April 2009, 23:03:17
Früher Blauburgunder ist wahrscheinlich ein synonyme zu Blauer Frühburgunder.

http://www.ernestopauli.ch/wein/Wein-Lexikon/FruehburgunderRebsorte.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChburgunder

anhand der sortenmerkmale des Blauen Frühburgunder lassen sich vlt. letzte zweifel zerstreuen:
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 26. April 2009, 23:10:07
der frühburgunder wird in kleinflächig an der ahr angebaut mit teilweise spektalulären flüssigen ergebnissen - allerdings auch spektakulär teuer.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 27. April 2009, 08:50:51
... und nochmal was zu Frühburgunder:

http://www.lwg.bayern.de/weinbau/sorten_klone_unterlagen/29284/linkurl_14.pdf

Leider noch keinen getrunken.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 27. April 2009, 11:19:37
In Württemberg eine immer schon angebaute Rebsorte des Spezialsortiments. Begehrte Weine, gute Preise, aber wegen der vergleichsweise sehr niedrigen Erträge nie Massenrebsorte geworden. Man kann nur hoffen, dass sich die staatlichen Rebvermehrer nicht drauf stürzen, sonst passiert dasselbe wie mit dem Lemberger: Wenige ertragsoptimierte Klone werden über Jahrzehnte vermehrt und lautstark propagiert und wenn dann die Qualität der Ergebnisse so weit abgesunken ist dass die Weine uninteressante Allerwelts-Sossen geworden sind, jammert man rum, sucht verzweifelt in sehr alten Rebbergen und Osteuropa nach den Varietäten, die man 50 Jahre lang verlacht und gerodet hat.

Als Tafeltraube ist sie uninteressant.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 27. April 2009, 23:05:45
Nochmal zum "Blauen Bernburger"
Es ist eine Vitis labrusca. Siehe hier:http://www.baumschulenordmann.de/B-Blauer%20Bernburger%20Seiten/Wein_Jahrgang/Vinifikation_Blauer_Bernburger_Wein.html

Wenn die Story um den "Blauen Bernburger" sauber recheriert ist, wäre das eine der ersten (1777!) Vitis labrusca, die in Deutschland angebaut worden ist.

VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 02. Mai 2009, 12:15:42
Bei uns im Raiffeisenmarkt gibts Reben, die alle mit "blauer Eugen" beschriftet sind. Dazu finde ich nichts. Was kann das sein?

Sie sehen nicht aus wie aus dem Grosshandel, eher was lokales. Wurzeln nur in Plastiksäckchen verpackt, frisch veredelt mit sehr kleinem Edelreis.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 02. Mai 2009, 13:13:53
Blauer Eugen?? So ein Schmarrn - doofer gehts ja kaum! Garantiert wieder so ein bescheuerter Fantasiename.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. Mai 2009, 13:54:56
unter den kelterreben gibt es hervorragende sorten, die nur in wenigen weinregionen zu finden sind.
sie kommen nur mit den dortigen klimabedingungen und bodentypen zurecht.

eine gute tafeltraube wird auch in gebieten angebaut, in denen die umweltbedingungen nicht optimal sind. insbesondere warme hausmauern oder überdachung begünstigen das mikroklima und tragen zur verbreitung bei.
das beste beispiel ist "polarwinzer" trauben-freund, der auch unter widringen bedingungen tafeltrauben aus Amerika, Frankreich bis Russland anbaut.

deshalb würde ich den wert von lokalen tafelrebensorten (Blauer Eugen?) nicht überschätzen.
manchmal muß ein phantasienamen herhalten, um altbekannte sorten besser vermarkten zu können.
viele der neuen wertvolleren tafeltrauben werden erfolgreich in ganz Deutschland kultiviert.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 02. Mai 2009, 17:39:42
manchmal muß ein phantasienamen herhalten, um altbekannte sorten besser vermarkten zu können.

Manchmal muss ein Fantasienamen herhalten, um geschützte Sorten illegal zu vermehren!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lucelli am 04. Mai 2009, 08:47:29
Hallo!

Kurz eine Frage an alle Mitbesteller von "flammeris" Rebensendung aus Polen. Welche Erfahrungen habt ihr mit den Austriebsraten der gelieferten Setzlinge gemacht?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 04. Mai 2009, 16:04:10
@Lucelli

willkommen im forum der trauben-fans!

die austriebsrate meiner reben beträgt 100 %, was flammeri`s bestellung betrifft.
deine frage hatte ich schon gestern vorfristig in "Wein- und Tafeltrauben - Sonstiges" beantwortet. ;D
der erfolg ist auch insofern beachtlich, weil viele reben monatelang in einer "herberge" zwischengelagert wurden.
die ergebnisse anderer mitbesteller würden mich auch interessieren, einige haben bestimmt später als ich gepflanzt.

zur verbesserung der orientierung legten wir im februar einen übersichtsthread an, der auf die jeweiligen einzelthemen im rebenanbau verweist...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 04. Mai 2009, 16:41:22
anwuchsrate 8 von 9 , dachte schon reliance wäre tot aber zeigt seit 2 tagen leben(knospenschwellen).

nur wostorg zickt noch, mal schauen was aus der noch wird. ich bin noch guter hoffnung.

bei galbena nou anzeichen von einzelnen blüten, man darf auch kostprobe hoffen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 04. Mai 2009, 20:31:05
Bei mir sind 5 von 6 angewachsen. Einige legen los wie gedopt - andere wachsen eher verhalten. Bin aber ganz zufrieden!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 05. Mai 2009, 12:39:21
Hallo! Bin neu hier und hab mich gestern die halbe Nacht durch den 08er thread geackert! Hat mir gefallen und deshalb heut gleich registriert:
Bin aus Tirol, ca 650 üM (klimazone schätz ich mal 6a oder b?), liebe wein in jedem aggregatzustand und hab a bissl wein im garten stehen(lidi, gutedel). Möchte nun eine große Südwand mit 2 reben bepflanzen (w und r) und deshalb die erfahrung des forums nutzen und um tipps für geeignete sorten bitten.
resistent sollten sie sein - gspritzt wird nix.
In den örtlichen gartencentern sind vor allem die reben eines bekannten schweizer züchters zu erhalten. über andere bezugsquellen bin ich dankbar.

gruß und dank
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 05. Mai 2009, 13:10:57
@monfortino

willkommen im forum! immer schön neue mitglieder zu begrüßen

frage : w+r = du möchtest eine helle und eine rote sorte??

die reben welchen züchters sind das denn???auer??

in österreich gibt es ein paar rebschulen (gangl, tschida usw...)




Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 05. Mai 2009, 13:26:02
Bei Scheiblhofer http://www.scheiblhofer.at gibts auch Tafeltrauben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 05. Mai 2009, 13:26:53
Häää? Wieso fehlt jetzt da das "f"??
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 05. Mai 2009, 14:42:59
Bei mir treiben alle 20.Muramec und Wostorg sehr schwach.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 05. Mai 2009, 17:14:03
@ trauben-freund:
hallo. ja, sollte hell und dunkel sein.
und auf zapfen fruchten, sollte er auch!
danke!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 05. Mai 2009, 22:13:28
Pockenmilben

darf ich gleich noch eine frage nachschießen?
 bei den letztjährig gepflanzten romolus-reben traten in den letzten tagen pockenmilben befall auf. zumindest entnehme ich das dem "rebendoktor". (?) was mach tman dagegen?

vielen dank
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 05. Mai 2009, 22:34:46
Hallo zusammen,
von meinen wenigen ein einziger Ausfall, veredelter Rusbol, eindeutig tot :(
Habe bei Reliance auch gedacht, das wäre es, aber es regt sich was. Scheint ein Spätstarter zu sein. Timur ist am weitesten, trotz kühler Zwischenlagerung. Mußte aber nach der langen Hitzeperiode vorzeitig pflanzen, obwohl ich eigentlich bis Mitte Mai warten wollte...
Jetzt hoffe ich, daß die Eisheiligen spurlos an mir vorbeiziehen ::)
Ich stolziere nur um die Neuerwerbungen rum ;D, kann immer noch kaum glauben, daß alles so gut geklappt hat.
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 07. Mai 2009, 16:51:53
Mal eine Frage: Hat wer von Euch Erfahrungen mit der Sorte "Blauer Gänsfüßer". Die - spärlich - verfügbaren Beschreibungen klingen recht eindrucksvoll. Eindrucksvoll deshalb, weil das Ding teuflich wachsen muss.

Ist laut http://www.wein-plus.de/glossar/Argant.htm ein Synonym zu Argant, Erlenbacher, etc. Keinen der Begriffe finde ich im Forum. Auf http://www.winzersprache.de/onlinewb/index.php3?id=3544&c= gibt es ein paar Bilder.

Da die Sorte heute noch in der Pfalz vorkommt - Anbau z.B. auf dem Johannitergut in der Pfalz -, habe ich auf Bezugsmöglichkeiten im Internet gehofft. Bevor ich dort anrufe: Kennt wer Bezugsquellen?

Botaniker
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 07. Mai 2009, 20:30:46
der Blaue Gänsfüßer ist eine spätsorte und anfällig für oidium und pero.
er ist auch noch in Württemberg anzutreffen.
falls die sorte an deinem standort reift würde ich dir eher den Blauen Trollinger empfehlen, weil er süßer wird.
die beeren sind süßsauer (sehr lecker) und größer als bei B.G.

der B.T. mit trauben bis über 1 kg wächst sehr stark - nach 17 jahren war der stamm dick wie ein handgelenk.
wegen der ausgeprägten oidium-empfindlichkeit und teilweise ungenügender reife habe ich ihn gerodet (kl.zone 7a, südwand).

wenn dich meine zeilen nicht abgeschreckt haben kannst du dein glück bei den rebschulen in der Pfalz versuchen, siehe anhang. ;)

http://www.hassloch-aktuell.de/html.php/modul/Article/op/read/nid/1072/rub/1
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 07. Mai 2009, 20:53:11
@93,
ich unternehme nichts dagegen. bei sehr starkem befall kann man im wollestadium der knospen mit netzschwefel behandeln. später hat eine behandlung keinen erfolg mehr.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: frida am 07. Mai 2009, 21:23:59
Darf ich auch mal Eure Fachkenntnis bemühen? Was fehlt der Rebe außer vermutlich Eisen (auch andere Pflanzen sind bei mir chlorotisch, vermutlich weil mein PH-Wert zu hoch ist dank Kalkstickstofforgien der Vorgänger ::) ) - aber mir scheint es, als wäre da noch ein Mangel?



wein_krank.jpg

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 07. Mai 2009, 21:29:05
manchmal geht das von alleine weg, wenn es wärmer ist. (schlechtwetterchlorose)
wenn nicht, kannst du dich hier kundig machen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 09. Mai 2009, 21:12:46
Kennt jemand die Sorte Sulima? Angeblich eine weiße, pilzfeste und kernlose Traube. Wer kann mir was zu dieser Sorte sagen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 09. Mai 2009, 23:26:23
Hallo Siebenstein,
ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit dieser Sorte.
Sie befindet sich im Angebot von http://www.boarmies.fr
Dort gibt es auch eine kurze Beschreibung.
VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 10. Mai 2009, 10:28:43
die sorte steht bei mir im garten, ist eine verdelet*sultanina (tomphson seedless) kreuzung und hat von ersterer eine gewisse resistenz.

sehr schöne traube (optik) und beeren etwa palatina-größe praktisch kernlos und sehr guter traubengeschmack, etwa wie sultanina nur etwas aromatischer.wird bei mir tragen dieses jahr. wie gut die resistenz ausgeprägt ist konnte mir der mann der rebschule boarmies icht sagen da er alle spritzt. mir gefiel die sorte sehr gut

reife ca. 10 tage nach dem gutedel, ungefähr 3 wochen nach muscat bleu.

eine richtige schautraube!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. Mai 2009, 11:08:17
die widerstandsfähigkeit von Sulima gegenüber mehltau scheint nicht besonders hoch zu sein.
einen direkten vergleich mit anderen getesteten sorten finden wir dort:

http://www.bioaktuell.ch/de/pflanzenbau/obstbau/obstbau-tafeltrauben/tafeltrauben-sortenwahl.html

www.liebegg.ch/pdf/1216124612-bericht_tafeltrauben_2007.pdf
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 10. Mai 2009, 11:55:22
Vielen Dank für die Infos. Ich hab von Schmidt 2 Wurzelreben dieser Sorte bekommen. Bin mal gespannt - v. a. weil Sulima ja kernlos bzw. kernarm sein soll.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 10. Mai 2009, 12:16:38
@ siebenstein

ja, das ist sie. im elsaß im letzten herbst konnte ich keine kerne feststellen. ledeglich bei "danuta" , die trauben von ca. 1kg bringt waren ab und zu rudimentäre zu finden. was traubenFORM und geschmack angeht finde ich aber die ca. 400-700g schweren sulima ein gutes stück besser. säure und süße deutlich höher und auch frühreifer.

braucht wohl etwas längeren anschnitt für tolle trauben, ab 4. auge aufwärts würde ich sagen


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. Mai 2009, 16:39:32
@jakob

hast du deine 20 Muramec und Wostorg bei flammeri bestellt oder von Schmidt veredeln lassen?
wenn das so weiter geht machen die großmärkte deiner umgebung pleite. ;)
wie ist läuft dein versuch an der einen sorte, wo eine von 2 reben gedüngt wurde.
haben sich unterschiede in der frosthärte ergeben?

meine mehrjährigen reben sind in diesem jahr sehr weit fortgeschritten.
Festivee, Naranczizu und Katharina haben den größten zuwachs. einige triebe sind bereits einen 3/4 m lang.
wie sieht es bei euch aus? ???
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 11. Mai 2009, 00:17:24
@Werner687
Nein,ich habe 20 verschidene Sorten von Flammeri bekomen.
Bei meinem experement mit 2 "Georg";ungedünd,alle triebe gleichmesig entwikelt,bei 1-1,2 meter höhe abgeschniten und alle tribe von unten bis auf 2 obere ausgebrochen.Die 2 mal gedünte pflanze mit "blaukorn" zweite mal im Juli,von 11 augen,3 augen kaput gewesen,2 augen sehr stark waksend und die restlichen sehr schwach 3-4 mm.auch ausgebrochen bis auf 2 Triebe,im Herbst wierd man sehen,welche pflanze bessere trauben macht.
Ich habe jezt eine Rebschule bei mir in der nehe(ca 15 km von meinem Arbetsplatz entfernt) endeckt.Der wird mir veredeln,was ich brauche.bewurzeln kann ich schon selber.
Mein Külschrank ist voll mit Edelreisern (sp..burgunder,risling,hamburg..muskat,muskat blau) am ende Mai anfang Juni,werde ich,schwarz auf grün veredeln probiren,auf Dornfelder.Ca..60-80 triebe habe ich dafür.
Wenn im Osten klapt,warum hier nicht?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 11. Mai 2009, 16:15:01
@jakob:
die Seite zur Veredelung finde ich interessant:
http://vinograd7.ru/docs/vinogradari/surganov/letnievraschep.htm
In der Gesamtübersicht findet man andere Seiten mit Tipps zur Veredelung:
http://vinograd7.ru/docs/glavnie/gv1.htm
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 11. Mai 2009, 20:38:04
Auch hier findet sich viel Wissenswertes über die Rebenveredelung außerhalb des üblichen Standards:

https://www.fibl-shop.org/shop/pdf/mb-1400-rebenveredelung.pdf

VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 11. Mai 2009, 22:28:47
Danke Leute,fürs info.
Das ist sehr wichtig für mich,dan kann ich neue sorten dereckt auf Kardon veredeln.Neben jede unveredelte pflanze aus Polen,habe ich ein Risling auf 5BB gepflanzt um nechstes oder übernechstes Jahr gleich umzuveredeln.4 Unterlagen habe ich auch gepflanzt 5C,CO4,5BB,CR2.
Im Garten 2m zwischen den Reien und 3m zwischen den Pflanzen.Auf dem Weinberg,2m zwischen Reien und 2,5 zwischen den Pflanzen.
Gestern war Hagel,fast alle Triebe sind abgebrochen.Und rest wurde zerfezt.Sehr schade.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: susanne22 am 12. Mai 2009, 12:51:31
Hallo,

hoffe hier richtig zu sein .. ist ja arg umständlich mit den Extraunterforum zum Wein ::)
Ich habe in einem neu übernommen Garten einige Weinreben. Die Sorte ist mir leider nicht bekannt, vielleicht könnt ihr mir hier im Herbst anhand von Fotos bei der Bestimmung helfen?

Aber meine aktuelle Frage: Die meisten Reben haben sehr viele Fruchtansätze. Muss ich da einige ausbrechen ähnlich wie bei den Äpfeln? So nach dem Motto: lieber weniger, dafür aber schmackhaftere? Oder soll ich alles dran lassen?

Und die Blätter? BEi den Weinbauern sieht man ja meist, dass die alle/viele Blätter abrupfen. Wohl damit die Früchte mehr Sonne bekommen.

Freue mich über jeden Tipp!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 12. Mai 2009, 17:07:35
Hallo,
hoffe hier richtig zu sein .. ist ja arg umständlich mit den Extraunterforum zum Wein ::)

...du bist hier fast richtig. ;) eine bessere lösung als das unterforum ist z.z. nicht möglich, weil sich nur wenige gartenfreunde für reben interessieren.

meine antwort findest du unter Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
sie passt dort besser hinein.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 12. Mai 2009, 19:24:58
Ich hab' mir das ehrlichgesagt auch schon des öfteren überlegt, ob das jetzt mit den Unterforen im Vergleich zu den Vorjahren unbedingt besser ist! Ich finds eher nicht so gut. Warum kann man das nicht alles wieder in ein einziges Forum zusammenschmeissen. Die Interessierten lesen es ja sowieso!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 17. Mai 2009, 19:34:06
Ich hab diese beiden im Herbst neu gepflanzt, und auch die Garant.

@Thilly

Garant besitzt eine sehr hohe pilzfestigkeit, ist starkwachsend mit mittlerem ertrag.
trauben und beeren sind nur mittelgroß - keine vorzeigetrauben.
geschmacklich ist die sorte überzeugend, knackig, süß, aromatisch mit muskatton.
die kernarme, weiße Glenora (gleiche beerengröße) kann man dagegen vergessen.

zu deinem bild:
so ein weinspalier bringt gleich etwas südlichen flair in den garten. 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 17. Mai 2009, 19:55:21
@ werner

keine solchen worte, lasse wenig auf verdelet kommen, aromatisch fruchtig mit lockeren trauben, sehr ertragssicher wenn auch nur für warme klimate. nicht umsonst habe ich verdelt* sultanina = sulima als eine meiner favoriten auserkoren.

ABER: an kalten standorten viel säure mit nur mittleren trauben und eher kleinen beeren!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 17. Mai 2009, 22:05:02
wie kommst du darauf, daß ich deine Verdelet madig machen will?
in Deutschland sind Glenora und Verdelet eindeutig verschiedene tafeltraubensorten.
ich denke hier liegt kein irrtum vor: ;)

http://www.lwg.bayern.de/weinbau/fachrecht/17662/linkurl_0_11_0_3.pdf

http://news.reseau-concept.net/pls/news/p_entree?i_sid=&i_type_edition_id=21252&i_section_id=21265&i_lang=33
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 18. Mai 2009, 08:21:18
Eigentlich ist Glenora eine blaue, kernlose Sorte aus den USA. Ich weiß aber daß die Verdelet auch unter dem Namen Glenora vertrieben wird. Warum und wieso das so ist - keine Ahnung. Man kann also davon ausgehen, daß Verdelet und "Glenora" hierzulande identisch ist!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 18. Mai 2009, 15:15:36
@siebenstein

so ist auch mein wissensstand
lubera vertreibt sie als "white sky".......ist schade dass manche sorten unter vielen synonymen vertrieben werden, am ende hat keiner mehr einen überblick

thema EIN THREAD

die im moment laufende lösung finde ich auch schlechter als vorher. wenn dann hätte man eine neue kategorie gebraucht aber so verläuft sich alles noch mehr

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 18. Mai 2009, 15:43:46
Eigentlich ist Glenora eine blaue, kernlose Sorte aus den USA. Ich weiß aber daß die Verdelet auch unter dem Namen Glenora vertrieben wird. Warum und wieso das so ist - keine Ahnung. Man kann also davon ausgehen, daß Verdelet und "Glenora" hierzulande identisch ist!

...na prima, es gibt ja noch viel zu wenig doppelnamen.
die blaue Glenora ist in Deutschland kaum zu bekommen.
die LWG Bayern, aus der mein erster link (mit Glenora und Verdelet) stammt, verweist bei der weissen Glenora eindeutig auf rebschule Schmidt, bei Verdelet auf rebschule steinmann, siehe:

http://www.lwg.bayern.de/gartenbau/obstbau/27968/linkurl_1.pdf

da könnte mal jemand der LWG einen tipp geben.
es ist schon möglich, daß Glenora in anderen klimaten und böden besser abschneidet.
an meinem standort (vollsonnige Südwand) fand ich sie nur mittelmäßig, was fruchtgröße und geschmack anbelangt, farbe weiss-gelblich. sie ist die einzige sorte, bei der vereinzelte beeren pero-befall hatten. auch deshalb rutschte sie in meiner bewertung ab.
vlt. haben andere mehr erfolg mit der sorte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verdelet (angegeb. reifezeit ist nicht tafeltraubenüblich)

@trauben-freund

der name Verdelet Musquee deutet auf einen anderen geschmack (sorte) hin!?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 18. Mai 2009, 17:09:57
@werner

ja, olivette musque hat einen ausgeprägten muskatgeschmack, sehr resistent mit ovalen beeren und mittleren-großen trauben. reife identisch wie olivette blanc=verdelet=glenora=seibel 9110
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 18. Mai 2009, 19:38:58
lubera vertreibt sie als "white sky"

Das ist in gewisser Hinsicht natürlich schon etwas verwirrend. Auch New York Muscat als "Blue sky" auszugeben - warum nur??? Häberli hat das auch mal ne zeitlang gemacht - ich glaube aber, jetzt nicht mehr.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 18. Mai 2009, 19:41:15
die blaue Glenora ist in Deutschland kaum zu bekommen.
Da kannste mal bei Schmidt fragen. Ich hab letztes Jahr eine von ihm bekommen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 18. Mai 2009, 21:55:03
wie beschreibt denn Schmidt die blaue Glenora?

sie wurde vor einigen jahren in Deutschland zusammen mit anderen sorten getestet.
ich hatte die daten damals in excel konvertiert...vlt. gibt es neuere ergebnisse.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 19. Mai 2009, 20:16:02
Schmidt beschreibt sie scheinbar noch gar nicht. Ich hab sie aber schon bei ihm in der Vermehrungsanlage gesehen. Ziemlich kleine, lockerbeerige Trauben mit mittelgroßen Beeren. Geschmack ziemlich neutral - ähnlich Suffolk red. Venus ist auf jedenfall besser und schöner.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. Mai 2009, 18:30:37
@Dietmar

im vergangenen jahr wurde von Siebenstein der wunsch geäußert, nie die frosthärte von reben austesten zu müssen. du hattest diesbezüglich etwas weniger glück.
es mag nicht angenehm sein, in offenen wunden zu bohren.
für viele "polarwinzer" wäre es trotzdem aufschlussreich zu erfahren, welche rebsorten den sibirischen winter an deinem standort nicht verkraftet haben.

andere betroffene trauben-fans sollten mit ihre informationen beitragen, frostgefährdete sorten zu erkennen. zukünftige empfehlungen für grenzlagen des rebenanbaus können sich dann auf praktische erfahrungen stützen. der nächste richtige winter kommt bestimmt...irgendwann.
über spätfrostschäden wurde in diesem jahr noch nicht berichtet...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 24. Mai 2009, 19:19:07
problemlos winter überstanden:

ALLE BIS AUF:

phillipp
ignea
oudevi
ora
suffolk
moldowa
königin der weingärten




alle andern haben mehr oder wenige normal ausgetrieben und zeigten keinerlei probleme.

spätfrost gab es wieder mal 0 wie seit 10 jahren oder wielang ich das auch mache.

noir hatif als erste sorte die blüht

p.s.: alle ost-sorten absolut ohne schäden trotz sehr dünner triebe
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 24. Mai 2009, 20:13:27
Meine Sorten: siehe #68
Frostschäden: keine, außer dass vielleicht mal die oberste Knospe nicht ausgetrieben hat.
Spätfrost: keiner
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 24. Mai 2009, 22:19:18
Zu meinen Rebschäden:

a) durch Frost:

Ohne größere Schäden haben überstanden:
- New York Muskat
- Glenora (wollte ich eigentlich roden, da nur extrem kleine Trauben und Beeren, dafür schmackhaft)
- Festivee

Alle anderen sind bis auf wenige cm über der Veredelung zurück gefroren. sind aber z.T. sehr verspätet wieder ausgetrieben, so dass sich die Totalverluste entgegen ersten Erwartungen in Grenzen halten. Bei einigen Sorten, z.B. Lakemont, ist nicht ganz klar, ob die Unterlage oder der Edelreis ausgetrieben haben. Die Triebe kommen genau aus der Veredelungsstelle. Da die Blattform von Lakemont sehr amerikanisch ist, kann ich das z.Z. noch nicht klar unterscheiden. Ähnlich ist das mit Aron. Es kann also sein, dass diese beiden Reben auch als Verlust abgeschrieben werden müssen.
Sonstige Überlebens-Bilanz, aber bis kurz über Veredelung zurück gefroren::
- Primavera 100 %
- Arolanka 100 %
- Jacobsberger 100%
- Palatina 100 %
- Rhea: 80 %
- Muskat Bleu: 100 %
- Original: 100 %
- Frumoase Albe: 66,6 %
- Arkadia: 100 %
- Juliane/Lora: 66,6 %
- Kodrianka: 100 %
- Calastra 100 %

b) polnische Reben:

Von den von mir bestellten Reben sind alle angewachsen, aber die Wuchskraft einer FVR 7-9 ist im Moment noch sehr schwach. Auch die anderen beiden FVR 7-9 sind nur halb so groß wie andere Reben.

Von den 4 zusätzlich erworbenen Reben sind 2 Stück nichts geworden:

Rusbol Uluszcz. und Kryzownikowyj, aber das ist nicht so schlimm, denn 2 der 4 zusätzlichen Reben waren kostenlos.

Mit einer Traubenernte sieht es dieses Jahr wegen der Frostschäden nicht so gut aus. Wahrscheinlich gibt es nur New York Muskat, Glenora, 1 Traube Calastra und Muskat Bleu. Letztere hat sich trotz des Rückfrierens knapp über die Veredelung gut erholt und ca. 6 Gescheine entwickelt.

Bei anderen mediterranen Pflanzen habe ich 2 von 4 Freilandpalmen verloren. Die beiden kleineren haben überlebt, weil ich diese quasi mit Schnee bedecken konnte. Meine Feige Pastiliere sah zunächst tot aus, aber hat Mitte/Ende Mai verspätet unten wieder ausgetrieben. Meine Mittelmeerzypresse schien es zunächst überstanden zu haben, ist dann aber trotzden noch eingegangen. Meine 2 Bananen, der Blauregen Macrobotries und alle meiner vielen Freilandkakteen bzw. -agaven haben es überstanden, wobei letztere unter der schützenden Schneedecke waren.

Alles in allem bin ich viel besser davon gekommen, als es zunächst den Anschein hatte, denn die Reben und die Feige haben, im Vergleich zu Euch zwar sehr verspätet, aber doch noch ausgetrieben. Anfang Mai sah es noch viel schlechter aus.

Richtig leid tut es mir nur um die Mittelmeerzypresse und die beiden Trachys, weil diese schon recht alt und groß waren und eine Ersatzpflanzung viele Jahre bis zu dieser Größe braucht.

In Anbetracht der weit unter -32 °C und ca. 1 Woche bei unter -20 °C hätte es viel schlimmer ausgehen können. Ein Glück, dass ca. 20 ... 30 cm Schnee lag.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. Mai 2009, 20:45:22
Alles in allem bin ich viel besser davon gekommen, als es zunächst den Anschein hatte, denn die Reben und die Feige haben, im Vergleich zu Euch zwar sehr verspätet, aber doch noch ausgetrieben. Anfang Mai sah es noch viel schlechter aus.

dann war meine empfehlung, etwa 3 wochen später als der normale austrieb auf schlafende augen zu warten, nicht umsonst. ;)
es freut mich, daß du keine großen verluste beklagen mußt. schnee bietet einen recht guten schutz und kann, wenn nur etwas vorhanden, leicht an die reben geschippt werden.
das habe ich oft in kalten wintern getan, auch um den austrieb geringfügig zu verzögern.

meine älteren rebstöcke blieben vom winter (-17 grad) unbeeindruckt, bei Lidi trieben wie im vorjahr die endknospen bevorzugt aus.
über die 2008 gepflanzten reben berichtete ich bereits auf seite 5.
von den diesjährigen ostsorten wachsen Solnoczka und Rosowoje Cudo momentan am besten.

Gunnesch, Garant und M.Hamburg beginnen zu blühen.



M.Hamburg 25.05.2009


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 25. Mai 2009, 23:40:37
Rusbol Uluszcz bei mir,zeigt auch lebenszeichen.
Solaris blüht schon seit 3 Tagen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 26. Mai 2009, 10:06:05
find die blühzeiten der letzten jahre wahnsinn!!

in den sachbüchern steht immer was von mitte juni bis anfang juli. meine an der südwand werden aller frühestens in 2 wochen blühen und das auch nur wenn es halbwegs warm bleibt. aber es ist ja eine kaltphase vorhergesagt .

die im freien stehn haben sich jetzt erst vom hagel halbwegs erholt, schon blöd wenn gleich beim austrieb das bisschen grün was zur verfügung steht weg ist.

dafür ist narancizu an ostwand außergewöhnlich gut entwickelt dieses jahr, trauben dieser größe kannte ich bisher von der sorte gar nicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 28. Mai 2009, 16:30:30
anmerkung zur sorte ELVIRA

hab noch nie eine so fruchtbare sorte gesehn!! bis zu 5 volle trauben pro trieb und das im halbschatten. vllt. pflanz ich sogar eine zum spaß ins GW , die trägt ja fast bis zum obersten draht hoch :o

im moment kalt und regen bei 13° und das zur vollblüte, über zu kompakte trauben werde ich wohl nicht jammern dieses jahr :-\


kleiner anhang:

evtl für manche noch interessant, eine beschreibung einiger traditioneller tafeltraubensorten mit SAT-Werten, hab ich bisher noch nicht gesehn.

italia und red globe mit 3050 und 155-170 dni.... :o

http://vinifera.md/forum/viewtopic.php?f=2&t=5

http://www.vinifera.md/files/Studii/struguri.pdf
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 01. Juni 2009, 17:25:29
Bei Regent hat heute in Wandnähe die Blüte begonnen. Wenn ich mich recht erinnere, gut eine Woche früher als im letzten Jahr.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 02. Juni 2009, 12:18:08
Eine Frage an die alten Hasen,

möchte bei einer Garage an der Nordseite einen Waagerecht-Kordon am oberen Ende knapp unter der Kante entlangziehen. Muss die Traube leider aus der schattigen Nordseite hochziehen. So ziemlich das kälteste Eck am Haus.

Wenn der Trieb dann mal oben wäre, bekäme er Sonne von oben, von Osten und bei hochstehender Sonne im Juni/Juli auch von Westen.

Bin auf der Suche nach einer roten oder blauben Sorte (möglichst mit Bukett), die das mit sich machen lässt. Bitte keine robuste Americano mit Foxton. Vielleicht eine Russin?

Danke, Botaniker
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 02. Juni 2009, 14:11:38
rote bukett-sorten

helena, ganita, rosetta, voegtle

blaue bukettsorten

schwierig, gibt es eigentlich nicht.

typ. nach trauben mit kräftigen geschmack ist z.b. nero

zu russ. sorten werden dir die wenigsten schon was sagen können, da gibt es v.a. helle sorten (wenn auch nicht russisch):

frumoasa, arkadia usw.....

blau im moment nur kodrianka erhältlich aber warte doch noch ca. 1-2 monate dann werden murometz ( oder so) und viele mehr rauskommen

blaue bukettsorte mit fantastischem aroma muskattrollinger aber eben nicht resistent
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 02. Juni 2009, 18:31:21
@Traubenfreund

Danke für die Tipps. Muskattrollinger wünschte ich mir schon lang, allein mir fehlen die klimatischen Bedingungen hierfür. Und in ein Gewächshaus möchte ich nicht investieren.

Was heißt "rauskommen"? Gibt es die dann bei den gewerblichen Anbietern, oder läuft das über die Community der Hobby-Rebenanbauer?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. Juni 2009, 20:29:48
@Botaniker

das ziehen einer rebe an der nordwand kann langwierig werden. :P
ich würde sie 1-2 jahre im topf vorkultivieren. der topf kann in dieser zeit an einen warmen platz im garten eingegraben werden. wenn sie genügend power und langes, gut ausgereiftes holz hat verbessern sich die chancen, den zukünftigen standort zu meistern. ::)

ich kenne dein mikroklima nicht und würde eher frühe sorten empfehlen.
ob auch mittelfrühe weintrauben ausreifen kannst du im vergleich mit den bereits vorhandenen reben herausfinden.
über die russischen tafeltrauben liegen kaum praktische erfahrungen vor.
zumindest über Mitschurinski habe ich mal gelesen, daß sie auch an nordwestwänden trägt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 02. Juni 2009, 21:09:48
eine sorte, die man an nord/west-wänden probiern kann ist einerseits arolanka und dann noch piros delaware
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 02. Juni 2009, 21:32:34
... nur leider ist Arolanka eine Weiße. Die Piros Delaware hat eine V.labrusca im Erbgut. Schmeckt man die?

An eine Topferziehung hatte ich auch schon gedacht. Mal kucken.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 02. Juni 2009, 21:41:54
Zu Piros Delaware: Laut http://www.weinritter-steiermark.at/uploads/weinwissen/Uhudler.pdf "schwacher Foxton" beim Wein, darüber hinaus "äußerst anspruchsvoll auf die Bodenqualität, aber sehr empfindlich gegen Winterfrost". Lieber nicht...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Susanne am 03. Juni 2009, 08:01:39

Im Herbst steht bei mir die Erneuerung der Pergola an. Bei der Gelegenheit möchte ich einige der vielen Rankpflanzen austauschen, auch den "Boskoops Glorie", der mir heute nicht mehr so gefällt wie vor fünfzehn Jahren.
Die Auswahl des neuen Weins stellt mich vor Probleme. Er soll hier am Niederrhein gesund und wüchsig sein, einen Muskatgeschmack haben, und (das ist das Problem) er soll Blätter haben, die sich durch Form und Konsistenz für gefüllte Weinblätter eignen. Also weder zu tief gelappt noch zu ledrig.
Der Standort ist sonnig, der Boden entsetzlich fruchtbar und die Drainage gut.
Könnt ihr mir bei der Sortensuche behilflich sein?

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 03. Juni 2009, 20:23:00
@susanne

Ich habe mal Frühburgunder-Blätter gefüllt. Ziemlich weich und nicht tief gelappt. Geschmack war top. Leider schmeckt die Traube überhaupt nicht nach Muskat, außerdem ist die Sorte nicht wirklich als Tafeltraube geeignet (viel Laub, wenig Ertrag, teilweise krankheitsanfällig).

Mal was anderes: hat irgendjemand mal daran gedacht (oder auch umgesetzt), Weinreben ins Freie zu pflanzen? Irgendein warmer Waldrand, an einer Scheune oder sonstwo in die Pampa. Als ehemaliger Waldbewohner sollte es ihr doch gefallen, an Bäumen hochwachsen zu können. Klar, dass da Begehrlichkeiten bei anderen entstehen und schnitttechnisch ein gewisser Sonderaufwand entsteht, aber was ist dagegen zu sagen, dass andere auch ihre Freude haben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 03. Juni 2009, 20:28:14
ob moderne rebsorten das aushalten? vielleicht pilzresistente sorten - die klassischen keltersorten eher nicht. man kann das bei brachgefallenen weinbergen gut sehen, daß zwar die unterlagen und manchmal auch die sorten im gebüsch und dem gras vor sich hinkriechen, un das jahrelang nach aufgabe des weinbaus, aber in einen baum habe ich noch nie eine emporklettern sehen.

@susanne,
ich habe nur sehr begrenzte erfahrung mit dem füllen der blätter von resistenten sorten. ergebnis: fad, ledrig.
rieslingblätter schmecken klasse, die blätter sidn aber ungespritzt nur kurzfristig verfügbar.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 03. Juni 2009, 20:32:08
@botaniker

mit einer großbeerigen, resistenten blauen muskattraube mit weichem wenig eingeschnittenen laub kann ich nicht dienen, das ist UNMÖGLICH.

fast alle resistenten sorten haben recht hartes laub.

eine blaue muskattraube mit wenig eingeschnitten usw..... aber nicht resistent ist z.b. hatif de marseille aber kleine beeren.

an resistenten sorten gibt es im moment nur muscat bleu

nicht resistent:

muscat d`hambourg
muskattrollinger
frontignan noir
hatif de maseille
carla
schöne boznerin
usw............
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Susanne am 03. Juni 2009, 20:58:55

Danke für eure Antworten!
Ich hätte das etwas präzisieren sollen - die Blätter wollte ich nur im Frühling ernten, wenn sie noch vergleichsweise zart sind. Ich habe in Kreta gesehen, daß man die Triebe der Weinstöcke ständig eingekürzt, damit die Trauben größer werden. Dadurch wachsen auch bis in den Sommer neue, zarte Blätter nach. Das geht natürlich nicht bei einem Wein, der auf der Pergola herumturnt... also ist es mir wichtig, daß die ersten Blätter auch wirklich zart und wenig gelappt sind.

Es muß auch nicht unbedingt ein blautraubiger Wein sein, nur weil schon vorher ein blauer da stand... wenn es die Auswahl verbessert, sind mir auch andere Farben recht.



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 03. Juni 2009, 21:04:00
dann müßtest du allerdings eine nicht-resistente sorte anpflanzen. laut traubenfreund sind wohl fast alle resistenten sorten ledrigblättrig.
burgundersorten sind etwas rundlaubiger.
mit der von dir erwähnten kretischen methode kann man natürlich auch bei gesprittzten reben bis in den sommer hinein ungespritzte blätter entnehmen. man muß einfach nur den neuzuwachs ernten.
aber ob du das machen würdest mit dem spritzen...?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 06. Juni 2009, 10:51:36
Eine Festivee hat kaum gebuchtete Blätter und, obwohl resistent, zur Zeit auch noch ziemlich weiche. Meine Rebe ist allerdings noch klein, und ich weiß nicht, wie das wird, wenn sie mal erwachsen ist.

Ich weiß nicht, ob es von Nachteil ist, dass die Blätter ziemlich behaart sind. Aber die Haare sollten sich doch eigentlich verkochen. ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 06. Juni 2009, 16:41:49
glänzende blätter wie viele der anderen resistenten rebsorten hat Festivee nicht.
der helle haarfilz ist nur an den blattunterseiten der jüngsten blätter zu sehen und verliert sich bald. blattform und -größe wären ideal zum einwickeln geeignet.
die konsistenz im kochvergleich mit anderen rebsortenblättern kann ich aber nicht beurteilen. (http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/p075.gif)



Festivee Blatt 10. Juli 2008

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 07. Juni 2009, 20:14:58
festivee hat trotzdem ein sehr derbes und hartes blatt finde ich.



heute habe ich eine seite vom folientunnel geöffnet; damit haben einige sorten das erste mal in ihrem leben regen erleben dürfen ;D

mireille, hatif und einige andere schon gut verblüht, gescheine biegen sich gerade nach unten. andere noch mitten in der blüte aber ich konnte nicht mehr länger warten da triebe zu lang wurden und der folientunnel kaum mehr treibhaus-effekt zeigte. war schon ein wunder dass ich die triebe überhaupt noch rausbekommen habe, hab sie nämlich um 90° gedreht und lass sie nun wirklich außerhalb des GW wachsen! wer mich im herbst besucht wird sehn was das für ein aufwand war. musste u.a. die tragruten mit den bis zu 1,5m langen trieben durch die im 20cm abstand stehenden nylonschnüre bekommen die an den metallstangen gepannt snd.


talizman (kiezca-1) weit weniger anfällig fürs verrieseln wie z.b. early muscat oder muscat frontignan die mir beide sehr locker sen werden dieses jahr, oft nur wenige beeren/traube.

frumoasa wächst wie verückt und blüht gerade bzw. ist fast fertig. triebe schön rötlich we das stielgerüst mit großem formschönen blatt. dazu noch toller geschmack. wenn sie nur bisschen früher wäre aber das wird man auch dieses jahr sehn
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Susanne am 07. Juni 2009, 20:46:30


Man nimmt immer nur die jungen Blätter... mit so einem Riesenlappen würden die Dolmadaki zu groß.
Ich werde mir die Festivee doch mal ansehen. Danke für eure Beiträge!

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 07. Juni 2009, 22:12:22
war schon ein wunder dass ich die triebe überhaupt noch rausbekommen habe, hab sie nämlich um 90° gedreht und lass sie nun wirklich außerhalb des GW wachsen!

dann hast du außerhalb vom GW noch extra pfähle gesetzt und draht gespannt!?

(http://www.ellen-design.de/regenwolke.gif)

seit dem 26. mai ist die witterung hier ungewöhnlich kühl, täglich mit kurzen regenfällen. :o
die temperaturen liegen aber meist über 15 grad, große einbußen wegen verrieseln befürchte ich nicht. wenn das so weiter geht wird die gesamtblütezeit länger als 3 wochen dauern. ::)
Frumoasa Alba ist die einzige sorte, die noch keine blüte zeigt. ihr standort ist nicht so optimal wie der bei anderen reben. vlt. erwischt sie ein paar sonnige tage. ;D

ich bin in versuchung, das diesjährige wetter als ungewöhnlich einzustufen.
wie sieht es denn anderswo mit dem bisherigen rebjahr aus? ???
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 08. Juni 2009, 20:53:05
Hallo Werner,

draußen beginnt meine Königliche Esther an der Hauswand zu blühen. Alle anderen freistehenden Sorten blühen noch nicht, wie in jedem Jahr.

Im Gewächshaus ist eine Rebe mit Kilofrüchten unbekannter Sorte seit 1 Woche mit der Blüte durch.

Im Wintergarten färben sich die Trauben der K.Esther gerade.

Nun verrate uns oder auch nur mir doch mal, wo Du die tolle Regenwolke geschossen hast. Beim Kopieren bewegt sie sich bei mir nicht in Word.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 09. Juni 2009, 11:14:52
mieses regenwetter bei uns seit gestern nacht, keinen tag mehr über 20° seit einer woche oder so.

nur bei kiezca-1 ist leichtes beerenwachstum zu erkennen, die anderen stehen still.

für nächste woche deutlich wärmer gemeldet, zeit wirds.

@werner

frumoasa war bei mir einer der frühesten , steht im andern GW welches ca.
1-1,5 stunden weniger sonne bekommt und deshalb blüte ca. 1 woche später.

bei mir blüht ignea ca. seit 1 woche und wird das auch noch bestimmt 2 wochen tun wenns so weiter geht. wirklich sehr komisches wetter.

positiv einzig und allein alle an der hauswand stehenden reben, kein hagelschaden, guter ansatz und gesund.



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. Juni 2009, 09:12:25
P.S.: wem ich reben besorgen sollte und diese gerne abholen möchte/kann der muss sich jetzt melden weil ich sie bald abhole !!!!


ansonsten wird es ca. mitte september da vorher kein versand möglich
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 14. Juni 2009, 19:48:06
Nun verrate uns oder auch nur mir doch mal, wo Du die tolle Regenwolke geschossen hast. Beim Kopieren bewegt sie sich bei mir nicht in Word.

ot
animierte gifs werden zumindest bis zu word 2003 nicht unterstützt.
beim import durch word wird lediglich das erste bild der animation als bitmap (bmp) abgespeichert.
du kannst aber eine webseite in word anlegen (dok1.htm) und dann die wolke importieren und speichern.
nach doppelklick auf die datei öffnet sich der brownser (z.b. internet explorer) und die wolke tropft. /ot

wenn deine Esther bereits im WG färbt gibt es im juli was zum naschen. 8)


@trauben-freund

meine Frumoasa Alba steht am holzschuppen und bekommt nur 6 stunden sonne ab.
seit dem letzten posting inklusive heute regnete es an 3 tagen nicht. die tagestemperaturen liegen jetzt meistens über 20 grad. einige sorten sind noch mitten in der blüte. ich bin gespannt wenn das letzte käppchen springen wird. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 19. Juni 2009, 12:13:10
könnt ihr mir evtl infos zu folgenden sorten geben, insbesondere ob es sich um phantasie-namen handelt:

karina

tina

black pearl

paradiestraube (blau,gelb+rot)

gelbe venus

rote ortenauer



zudem wüsste ich gerne ob die sorte gelbe wachauerin identisch mit perlette ist??


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 19. Juni 2009, 15:03:00
Das ist sehr schlim mit den Nahmen.
Maxi blau = (richtig) Osenij Tschornij (Übersetzung) schwarz im Herbst.
Pamat Negrula =(richtig) Pamjati Negrulja (Übersetzung) ein Denkmal für Negrul
Belaruso = (richtig) Belorozowij (Übersetzung) Weißrosa
Irinka,Lora = (richtig) Flora (Übersetzung) nur ein Nahme
Rozowoe Cudo= Rozowoe (richtig)Tschudo (Übersetzung) Rosa wunder
Kiezca-1(richtig,Kescha-1) = Talisman (Übersetzung) Amulet
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 19. Juni 2009, 16:34:36
@ Traubenfreund: "Venus gelb" gab's vor ein paar Jahren mal bei A & S.
Ich hab mir damals natürlich gleich eine bestellt *bereu!!* Was wars??? Eine Muscat bleu!!! Gnädigerweise hab ich dann eine Gutschrift von A & S bekommen. Paradiestraube (blau) hab ich auch vor vielen Jahren mal irgendwo eine bestellt - ich glaub bei Pötschke. Das war dann eine Isabella.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 21. Juni 2009, 17:40:09
Paradiestraube (blau) hab ich auch vor vielen Jahren mal irgendwo eine bestellt - ich glaub bei Pötschke. Das war dann eine Isabella.

auf ein paradies, wo nur diese traube angeboten wird, kann ich verzichten. :P ;D
wegen der beliebten neubenennung bekannter sorten bekommt man leicht ein kuckucksei ins nest gelegt.
gsd gibt es einige seiten, auf denen die reben unter dem originalnamen beschrieben werden.


Black Pearl könnte unter "Cherna Perla" zu finden sein.


der Rote Ortenauer wird von der obstbaumschule Kiefer angeboten.


die Gelbe Wachauerin wird in einem anderen forum genau wie die Perlette als kernlose genannt.

http://www.hausgarten.net/gartenforum/obst-und-gemuesegarten/18969-weintrauben.html

die gärtnerei Hick vertreibt aber eine "Wachauer Bergweinrebe", wo dieser hinweis fehlt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 21. Juni 2009, 17:58:45
gsd gibt es einige seiten, auf denen die reben unter dem originalnamen beschrieben werden.

gsd??
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 21. Juni 2009, 18:34:25
gsd - gott sei dank ;)

die sorte Tina wird gerade über Ebay feilgeboten. auf die dortige beschreibung kann man verzichten.

in Spanien wird eine hochwertige keltertraube unter dem namen Tempranillo angebaut, syn.: "Tina del pais".
je mehr man sucht, desto mehr neue fragen werden aufgeworfen. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 21. Juni 2009, 18:40:05
@siebenstein

vielleicht hilft ein stoßgebet um herauszufinden was dieses kürzel bedeutet

@werner


auf diese seiten bin ich auch gestoßen, schlauer macht mich das ganze nicht, nur immer mehr fragen tun sich dabei auf

deshalb auch meine anfrage , um mal etwas klarheit in die sache zu bringen



wer es noch nicht weiss, Lira (schmidt) = Lidi

Dentel= Perlette



vllt. kann mir jemand bei der sorte rosolio von häberli helfen




kürzlich fand ich auf ebay luglienca oder so ähnlich , nach etwas suche fand ich den namen gelbe seidentraube als synonym, wiederum eine andere suche brachte mich bei äugstler auch zur seidentraube. da würde wohl nur der anbau von je 3 stöcken nebeneinander abhilfe schaffen, ich brauch in feld in main-nähe ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 27. Juni 2009, 14:29:49
Hat jemand Anbauerfahrungen mit einer Don Muskat? Habe die bei http://home.online.no/~l-bentel/Sorter-eng.html gesehen und bin über http://www.winorosl.strefa.pl/ draufgekommen.

Ein Teil von Euch hat doch vor einiger Zeit polnische Reben bestellt. Vielleicht war die ja dabei.

Auch andere Sorten machen zumindest optisch und von der Beschreibung her einen guten Eindruck.

Servus
Botaniker
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 28. Juni 2009, 21:56:05
Paradiestraube (blau) hab ich auch vor vielen Jahren mal irgendwo eine bestellt - ich glaub bei Pötschke. Das war dann eine Isabella.

Die Paradiestraube habe ich mal im Baumarkt gekauft. Sie trägt reichlich und schmeckt relativ gut. Schön zu wissen, daß es wohl die Sorte Isabella ist. Ich finde sie toll.

Im Übrigen blühen bei mir an der Nordseeküste derzeit die meisten freistehenden Reben. Wie jedes Jahr um diese Zeit. Nur Katharina braucht wohl noch ein bißchen. Hoffentlich wird sie reif, sie hat diesen Jahr das erste Mal Gescheine.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 29. Juni 2009, 18:56:21
die blühdauer meiner reben beträgt in diesem jahr 5 wochen, sie begann am 25.05. und ist jetzt abgeschlossen. :o
ausschlaggebend war die lange, kühle witterung ab ende mai an meinem standort.
der winterfrost könnte außerdem einige jungreben beeinträchtigt haben.
verrieselungen gibt es besonders bei Georg.
Festivee und M.Garnier (beide ostwand), Mitschurinski, Karoleva und Fanny sind weniger betroffen.

an sorten, die schon in der wärmeren anfangsphase blühten, sind keine ausfälle zu erkennen.
ich habe bewußt auf blütefördernde maßnahmen verzichtet, um die sorten besser einschätzen zu können.
so ein kühler juni ist hier zwar recht selten. aber für die zukunft ist es besser, wenn man seine mimosen kennt. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 29. Juni 2009, 19:09:23
der blüteverlauf war wohl in diesem jahr allgemein sehr lang. bei meinen rieslingen gab es vor einer woche gleichzeitig gescheine in der abgehenden blüte, und welche, bei denen die beerchen mehr als schrotkorngroß waren- und das z.t. an einem stock. wenn sich das im lauf des jahres nicht ausgleicht, muß man dieses jahr auf jeden fall in mehreren gängen lesen. verrieselt war übrigens nichts.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 29. Juni 2009, 21:55:38
Start der Blüte war bei mir mit Muscat Bleu (Südwand) Mitschurinski, Rondo, Solaris (Freiland) am 01.06.09, dann folgte durch die kühle Witterungsphase bis ca. 23.06.09 ein absoluter Stillstand. Mit heutigem Tage sind obengenannte vollständig durchgebblüht. Da die Blüte sich so lang hinzog sind auch bei mir die Beeren am selben Stock sehr unterschiedlich entwickelt.
Zur Zeit mehr oder weniger in der Vollblüte Kodrianka, Frumoasa Alba, Juliana, Isa, Mireille, Helena (Freiland).

Im Moment sind die blühenden Gescheine vom Rapsglanzkäfer heimgesucht. Gibt es Erfahrungen, ob die Rapsglanzkäfer den Ansatz negativ beeinflussen?

Im Frühjahr habe ich eine Reihe mit schwarzem Unkrautfließ ausgerüstet. Daneben steht eine Reihe mit identischen Sorten.
Offentsichtlich ist die Reihe mit dem Fließ besser entwickelt.
Ob das durch die eventuellen höheren Temperaturen hervorgerufen wurde oder/und durch die bessere Feuchtigkeitshaltung des Bodens kann ich nicht beurteilen.
Vielleicht erweitere ich den Versuch und hänge in jede Reihe einen Temperaturlogger. Ich berichte bei Gelegenheit.
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 30. Juni 2009, 17:09:57
Im Frühjahr habe ich eine Reihe mit schwarzem Unkrautfließ ausgerüstet. Daneben steht eine Reihe mit identischen Sorten.
Offentsichtlich ist die Reihe mit dem Fließ besser entwickelt.
Ob das durch die eventuellen höheren Temperaturen hervorgerufen wurde oder/und durch die bessere Feuchtigkeitshaltung des Bodens kann ich nicht beurteilen.

wenn es bei dir bloß halb so oft wie hier geregnet hat, würde ich glatt auf temperaturerhöhung tippen.
die verwendung einiger temperaturlogger würde deinen versuch wissenschaftlich aufwerten. 8)

rapsglanzkäfer sind mir an den gescheinen der reben bisher nicht aufgefallen.
sie tummeln sich z.z. an einem zierstrauch, der am abblühen ist.
die älteren käfer sind auf raps spezialisiert und können dort durch anfressen der fruchtknoten schäden verursachen. im jugendstadium fressen sie nur den pollen auch anderer pflanzenarten.
wenn du ein gelbes t-shirt anziehst kannst du die käfer weglocken. ;)
laut dieser quelle wurden keine folgeschäden an reben bemerkt:

http://www.umwelt.sachsen.de/de/wu/Landwirtschaft/lfl/inhalt/12432.htm
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 30. Juni 2009, 22:22:41

die verwendung einiger temperaturlogger würde deinen versuch wissenschaftlich aufwerten. 8)

Da mein Hobby sich noch nicht kostenneutral zur Haushaltskasse verhält ;)(nie wird), Wird es wohl nur auf zwei Stück hinauslaufen. Bleibt also ein Indiz.

Zum Blühbeginn der neuen osteuropäischen Sorten:
Reihenfolge: 1. Frumoasa Alba(F), 2. Kodrianka(F), 3. Juliana(F)

Neue französische Sorte: Isa(F) leider stark verrieselt.

Der Juni war hier einfach zu kalt.

VG
Giaco

PS: Südwand=(W), Folientunnel=(H), Freistehend=(F)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. Juli 2009, 16:20:44
meine haushaltskasse wird von august bis november regelmäßig entlastet, weil ich in dieser zeit kein obst kaufen brauche. den löwenanteil bestreiten die tafeltrauben.
im 3. oder 4. standjahr sind meine kosten für die rebstöcke, düngung und pflanzenschutz abgegolten.
das selbst angebaute, vollreife tafeltrauben besser als die regelmäßig gespritzte supermarktware schmecken möchte ich nur nebenbei erwähnen.
ein weinspalier ist eine langfristige investition und kann optisch oder funktionell überzeugen.
im sommer möchte ich den kühlenden effekt des laubes an der hauswand nicht missen. eine schnaufende, stromfressende klimaanlage ist nicht unbedingt das ei des Kolumbus.
freistehende reben haben auch ihren reiz.
es ist immer wieder erstaunlich, für welchen überflüssigen kram man sein geld auch ausgiebt. :P ;D

Zum Blühbeginn der neuen osteuropäischen Sorten:
Reihenfolge: 1. Frumoasa Alba(F), 2. Kodrianka(F), 3. Juliana(F)

die erfahrungsbasis über die neuen ostsorten wird langsam aber sicher breiter. :D
Juliana (ostwand) habe ich auf zapfen zurückschneiden müssen (schwaches holz). bei Frumoasa Alba und Pamiat Negrula (beide SW holz) werde ich auch eine kostprobe bekommen. PN blühte vor FA.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 19. Juli 2009, 16:46:32
aktuelles wetter: platzregen :P
an Esther und Mitschurinski beginnen vereinzelte beeren zu färben.
Esther zeigt dieses jahr erstmals verrieselungsschäden, die an kleinbleibenden beeren erkennbar sind. kurz nach der blüte war davon nichts zu bemerken.

die reben aus Polen kommen noch relativ gut voran, wobei sich deutliche unterschiede ergeben. der tägliche zuwachs beträgt 1,5 - 5 cm.
reben ohne temperaturerhöhende südwand oder bodenpflasterung sind benachteiligt.
die schwächste rebe hat hier probleme mit der bodenmüdigkeit, obwohl sie gut besonnt wird.
(vor 30 jahren befand sich dort die erste rebe meiner eltern.)

trieblängen der neu gepflanzten tafeltrauben am 15. juli in cm:
50, 78, 125, 130, 205, 245.

wie ist es den anderen reben aus der bestellgemeinschaft "flammeri" ergangen?
gibt es neue erfahrungen in "klimaverbessernde maßnahmen"?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. Juli 2009, 21:44:28
@werner987

Ich habe 2 Reihen mit schwarzem Vlies ausgelegt und eine mit Stroh. Unterschiede im Wuchs gibt es dieses Jahr keine. Das liegt aber wahrscheinlich an der fehlenden Sonne. Seit Wochen ist es zumeist bewölkt und es regnet jeden Tag. Ohne Sonne gibt es eben keine Temperaturerhöhung.

Wie Pflanzen immer im Dunkeln, wachsen die Reben relativ spillrig und schießen in die Höhe. Aber bis über die Wolken kommen sie dennoch nicht. ;D

Positiv ist auf jedem Fall, dass durch das Vlies keinerlei Unkraut mehr wächst. Dadurch erspare ich mir viel Arbeit und insbesondere das ständige Bücken.

Aber es gibt ein Problem, mit dem ich nicht gerechnet habe. Mein Kater hat irgendein Problem mit dem schwarzen Vlies. Entweder bauen sich die Mäuse darunter ihre Baue oder der Vlies eignet sich einfach gut zum Krallenschärfen. Jedenfalls hat mein Kater an vielen Stellen Löcher herein gerissen.

Die polnischen Reben wachsen recht gut, nur 2 Stück waren gleich gar nicht gestartet, darunter Rusbol Ul., aber mit dieser Sorte scheint es einigen so ergangen zu sein.

Der Wuchs ist auch recht unterschiedlich. Insbesondere die FVR 7-9 wächst etwas zurückhaltender. Dafür hängt schon eine kleine Traube dran. Auch die Kischmisch Zapor. wächst etwas zaghaft. Die Pieszna war zunächst auch etwas langsam, aber mittlerweile legt sie etwas zu.

Aber dieses Jahr ist das Wetter ohnehin etwas komisch und deshalb das alles kein Maßstab.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 19. Juli 2009, 23:34:41
Ja Katzen lieben das schwarze Fließ. >:(

Mittlerweile wird es offensichtlich, das die Abdeckung des Bodens mit Fließ den Reben gut tut. Ob es an der Temperaturerhöhung liegt, wird es die Auswertung der Temperaturlogger zeigen.

Von den neuen osteuropäischen Reben ist ein Exot Spitzenreiter im Wachstum: Schachtior (und Bilderbuchpflanze) Izjuminka und Tomajski kämpfen ums Überleben, verabschiedet hat sich Timur.
Für die beiden Sorgenkinder habe ich mittlereweile eine Intensivstation a la Jacob eingerichtet.

Juliana, Frumoasa Alba und Kodrianka entwickeln sich gut.
Juliana (1 mit Geschein, 2 auf 2 Augen zurückgeschnitten) zeigt dieses Jahr keine Krankheitsanzeichen. Das kurative Spritzen bringt doch was!

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 20. Juli 2009, 17:16:27
Aber dieses Jahr ist das Wetter ohnehin etwas komisch und deshalb das alles kein Maßstab.

ich habe eigentlich nicht erwartet, daß die temperaturen in allen regionen unterdurchschnittlich waren/sind.
erkennbare defizite wurden von trauben-freund, Dietmar, Giaco und mir gemeldet.
irgendwo muß es doch trauben-fans mit "normalem" witterungsverlauf geben.

Ja Katzen lieben das schwarze Fließ. >:(

raschelde oder knisternde materialien wie papier oder folie ziehen katzen magisch an.
zum krallenschärfen haben meine katzen Catalpa und das Mitschurinski-bäumchen auserkohren. der extra für diesen zweck gekaufte kratzbaum wird gnadenlos ignoriert - katzen sind unbestechliche warentester.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 22. Juli 2009, 10:51:58
die einst gerad für unsere regionen gepriesenen frühen ost-sorten zeigen sich bei mir alles andere als früh. seit einigen tagen färben wie schon erwähnt prima, noir hatif und karmel, auch mireille und madeleine royale werden weich. heute habe ich leichten rosa schimmer bei cardinal entdeckt. noch KEINE meiner ost-sorten wird weich. auch die als früh geltenden Lora und Dienal nicht. frumoasa steht genau neben cardinal und ist noch hart.

die beeren be frumoasa sind aber größer als bei cardinal :o

kiezca-1 ist auch sehr groß dafür, dass sie noch hart ist.

die sorten, dich mich vom aussehen am meisten überzeugen dieses jahr sind dienal und oval. beide mit spitzovalen beeren, schön locker und gesund. wenn sie noch schmecken und reif werden bin ich sehr zufrieden. außerdem ist stefanie , was größe angeht sehr gut. schätze die trauben aug fast 30cm , auf jeden fall größer als fanny
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Juli 2009, 18:24:30
in diesem verrückten jahr ist außer dem regen auf garnichts verlass.
an meinem standort mit außergewöhnlich langer blütezeit zeigte sich der einfluss der jeweiligen, unterschiedlichen temperaturen auf die befruchtung. einige sorten sind in der kalten blühphase mehr oder weniger stark verrieselt.

an Naranczizu, Fanny, Katharina, Garant, Lidi, Pamiat Negrula und Gunesch gab es keine beeinträchtigung.
Naranczizu ist sogar dichtbeeriger als üblich - ein trieb setzte 3 trauben an - sehr bemerkenswert an dieser blühfaulen sorte! :o
die trauben von Frumoasa Alba sind etwas locker, aber mit großen beeren, obwohl sie nach (theoretischen) sonnenstunden nicht optimal steht. ich bin gespannt, wie sie schmecken wird. ::)


@trauben-freund

stelle doch mal eine sortenbeschreibung für Stefanie ein.
ich habe keine lust über google herauszufinden, wieviel mädels auf den namen Stefanie hören. ;)

ps:
wenn sich viele leute beteiligen könnte vlt. über das anlegen einer datenbank über osteuropäische tafeltrauben nachgedacht werden.
dann kann man die sorten wirklichkeitsnah einordnen und leichter einzuschätzen, welche polnischen rebschulen die beste pflanzqualität liefern, bzw. welche sorten empfindlicher sind. für meinen persönlichen gebrauch habe ich bereits eine kleine excel-liste über wachstumsraten erstellt.

edit: Stefanie
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. Juli 2009, 15:24:13
irgend jemand muß doch die sorte Stefanie schon länger kennen!? ???

wer sich für standort- und bodeneinflüsse auf das rebenwachstum interessiert kann vergleiche aus der nachfolgenden tabelle ziehen. der einfluss der bodenmüdigkeit auf sandigem untergrund ist erheblich. auf besseren böden werden die auswirkungen z.t. deutlich geringer auffallen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 25. Juli 2009, 17:23:47
also kurz zu stefanie ( bild hole ich nach, ist aber auch links bei mir als avatar zu sehn):
der wuchs ist wirklich enorm, vergleichbar höchstens noch mit suffolk oder calastra. fruchtbarkeit gut aber wohl schwach tragend bei zapfenschnitt. reife soll etwa mit dem gutedel sein, evtl leicht früher. resistenz sehr gut. geschmack fruchtig süß aber ohne aroma. knackig!

die trauben zeigen sich bei mir mit wenig ausgeprägten schultern und sehr lang, etwa 25-30cm. beeren etwas größer als muskat bleu. farbe intensiv gelb bis ins orange gehend!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. August 2009, 11:12:25
von der optik ist Stefanie schon bemerkenswert.
habe leider im moment keine passende stelle, wo sie sich ausbreiten könnte.

die meisten trauben der freistehenden Esther sind bereits durchgefärbt. sie sind ziemlich unterschiedlich verrieselt. in diesem jahr wird sie wohl ausnahmsweise eher oder gleichzeitig mit der ebenfalls betroffenen Mitschurinski reifen.
an einigen hauswänden der näheren umgebung traten keine verrieselungen an Mitschurinski auf.
ich kann mich nicht erinnern, jemals eine unbefriedigende befruchtung an mehreren sorten beobachtet zu haben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 13. August 2009, 19:10:38
habe heute die erste leckere, reife traube geerntet - Esther. :)
Mitschurinski wird in 2-3 tagen reifen.
bei Festivee sind schon einige trauben vollkommen blau gefärbt.
in den vollen trauben der Naranczizu tummeln sich wespen, allmählicher farbumschlag nach gelb.
Lidi glänzt mit wuchtigen trauben, einige bereits mit roten beeren.
momentan sieht es so aus als ob einige sorten vorzeitig reifen wollten...in diesem jahr waren sie noch keinem hitzestress ausgesetzt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 13. August 2009, 20:07:32
Einzelne Beeren bei M.Bleu(W) genießbar. Rondo(F), Mitschurinski(F) vollständig durchgefärbt. Juliana(F) wird weich und beginnender Farbumschlag von grün zu gelb(F) :), Knochenhart bzw. noch keine Färbung F.Alba(F), Kodrianka(F), ISA(F).
Beim Nachbarn Frühe Malingre(W) wird weich und Farbumschlag von Grün auf Gelb, Phoenix(W) noch hart und grün.
Keinerlei Anzeichen von Oidium. Tonia(W) hat Peroflecken, aber kein substantielles Problem.
Sieger beim Zuwachs von den neuen osteuropäischen Sorten:
Schachtior(W) 2,90m;Verlierer: Iszuminka(F) noch am Leben 4 Blätter.
VG
Giaco

PS: Südwand=(W), Folientunnel=(H), Freistehend=(F)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 13. August 2009, 23:21:27
M.Garnier ist hier an der ostwand noch knallhart, färbt aber schon geraume zeit.
voriges jahr vergingen einige wochen bis die blauen trauben vollreif waren.

der geschmack der sorte Rondo wird bestimmt auch Novalis68 interessieren.
es ging damals um unbekannte trauben mit kirscharoma, die unter dem namen Cherry verkauft wurden...

das wachstum meiner neuen osteuropäer ist bis auf Zoluszka (ca.1 m - bodenmüdigkeit) sehr zufriedenstellend. das zukünftige wein-bäumchen Piesnia hat fast bleistiftdicke in 2 m höhe erreicht, prinzipiell braucht der trieb nur noch gut verholzen.
ich hoffe, daß auch andere flammeri-besteller diese positiven erfahrungen teilen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 16. August 2009, 21:21:58
3 Tage später:
F.Alba(F) wird weich, Farbumschlag von grün auf gelb.
Bei Kodrianka(F) beginnt sich die erste Beere einzufärben.

Aktuelle Traubengewichte:
F.Alba(F) 380 g
Juliana(F) 470 g 8)
Kodrianka(F) 320 g

Phoenix(W) wird ebenfalls weich.

VG
Giaco

PS: Südwand=(W), Folientunnel=(H), Freistehend=(F)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 20. August 2009, 07:24:30
Kennt jemand sorten,Toni,Sweety-kernlos,Pauly rot?
Sind das neue sorten oder neue Nahmen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 20. August 2009, 19:44:08
Tonia und Sweety werden von Häb..li vertrieben. M. Kimmig veredelt die reben für H..erli Deutschland. für Tonia kenne ich kein synonyme, sie ist relativ pilzanfällig.
der originalname von Sweety lautet Venus, eine sehr resistente sorte.
Pauly - ist mir nicht bekannt.

habe vor einigen tagen in Grano die sorte Rondo gekostet. die dünnschaligen beeren schmeckten nach sauerkirschen, waren allerdings noch nicht ganz reif. auch wegen dem hohen ertrag, der guten resistenz und frostfestigkeit scheint sie als tafeltraube interessant zu sein.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 20. August 2009, 21:56:33
Hallo Jacob,

Die Tonia habe ich das zweite Jahr an der Südwand stehen. Eine erhöhte Anfälligkeit gegen Pilzkrankheiten konnte ich bis jetzt nicht feststellen. Sie hat mein Standardprogramm an Vorsorge bekommen: 1xNetzschwefel 1xPilzfrei Ectivo 1xKupfer+hömopatische Spritzungen mit Molke.
Tonia(W) hat Peroflecken, aber kein substantielles Problem.
Da ich sie als Kordon ziehen will und sie im vorigen Jahr die Endhöhe noch nicht erreicht hatte, habe ich alle Gescheine ausgebrochen, so dass ich zu den Trauben nichts sagen kann
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 21. August 2009, 03:56:26
Danke Werner987.Venus habe ich lezte Woche schon beim Schmidt gekauft.Tonia hat er nicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 21. August 2009, 16:50:32
@jakob

evt. kannst du dort Tonia im 2 l - container bekommen:

Michael Kimmig (in Obersülzen)
telefon: 06359/919130
email: Michael.Kimmig@t-online.de

mit etwas glück kannst du auch kostengünstige wurzelreben "abstauben", allerdings nur von mitte märz bis mai.
laut dieser seite stammt Tonia aus osteuropa und wird dort bestimmt unter einem anderen namen gehandelt.

in diesem eigenartigen jahr spielen die reifezeiten verrückt!
heute habe ich mir die erste reife traube von Naranczizu (SW) schmecken lassen.
in den letzten 20 jahren sind Naranczizu und Mitschurinski hier nie gleichzeitig reif geworden! bei vielen mittelspäten sorten beginnen die beeren zu färben (auch Katharina und Georg). daher sind meine reifeangaben für dieses jahr mit vorsicht zu genießen.

[td]

Naranczizu 21.08.09

[/td]
[td]

Naranczizu & M.Hamburg_21.08.09

[/td]
[/table]
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 22. August 2009, 00:52:05
@Werner789.
ist Tonja wirklich kernlos?wie im beschreibung steht.
Kernlose sorte mit risigen,owalen Beeren.Das wäre,der Hammer.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. August 2009, 11:09:50
größenangaben auf webseiten sind relativ zu sehen.
realistischer sind die werte, die das beerengewicht oder die abmessungen in mm nennen.

die beeren kernloser tafeltrauben sind in der regel ziemlich klein.
in dem sortiment der kernlosen sorten hat Tonia tatsächlich sehr große beeren. :D
aber wenn man sie mit den kernhaltigen tafeltrauben vergleicht sind sie nur mittelgroß. :-\

http://www.lwg.bayern.de/gartenbau/obstbau/27960/
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 29. August 2009, 21:11:40
Hallo!
Aufgrund des heißen und trockenen Wetters der letzten Woche ist die Reife der Trauben auch hier im Norden zügig vorangeschritten.
M.Bleu(W) vollständig reif, kann als Tafeltraube geerntet werden. Rondo(F), Mitschurinski(F) einzelne Beeren reif. Rondo hat wirklich einen deutlichen Geschmack nach Sauerkirschen
Solaris kurz vor Vollreife, schmeckt nicht nur süß, sondern irgendwie nach Muskat.
Auch von ISA(F) und Mireille(F) konnte ich schon einzelne Beeren naschen. Das traumhafte Aroma der beiden Sorten kann man schon ahnen :P.
Juliana(F)


Juliana am 29.08.09 630 gr



Juliana am 29.08.09 im Überzieher (TG-Sc



Juliana am 29.08.09

Erste Beeren habe ich gekostet: Neutraler süßer Geschmack, feste Beerenhaut, Kerne nicht zu spüren

F.Alba(F) ist weich, aber noch überwiegend grün.
Kodrianka(F) ist vollständig durchgefärbt, aber knochenhart

Frühe Malingre(W) beim Nachbarn ist nun reif.

VG
Giaco

PS: Südwand=(W), Folientunnel=(H), Freistehend=(F)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 29. August 2009, 23:36:48
schöne trauben, Giaco!

ich werde erst 2010 eine kostprobe von Juliana haben.
wie sieht es eigentlich mit der reife der sorten Wostorg(weiss), Murometz und anderer neuheiten aus?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 30. August 2009, 18:26:34
seit dem 25. august kann ich jeden tag trauben von Mitschurinski, Esther und Naranczizu ernten.
einzelne beeren von Garant und Lidi habe ich bereits genascht, Festivee mit der ersten reifen traube.
Lidi war eigentlich rodungskandidat, weil die beeren anfangs (2007) klein und mit sehr harten kernen bestückt waren.
an Frumoasa Alba (SW-holz, teilw. beschattung) färben sich die ersten beeren gelblich.
die trauben von Georg sind fast komplett blau.

ganz so locker wie anfangs befürchtet sind die trauben vom Mitschurinski-bäumchen nicht geworden.
Esther war auch teilweise verrieselt. die zwischenräume wurden erfreulicherweise mit etwas größeren beeren kaschiert.

[td]

Mitschurinski 22.08.09

[/td]
[td]

Lidi 30.08.09

[/td]
[td]

Esther 30.08.09

[/td]
[/table]
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 30. August 2009, 20:27:53
@werner987

Was macht eigentlich dein Mitsch.-Bäumchen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 30. August 2009, 22:20:30
@Dietmar

das obere, linke foto stammt vom Mitschurinski-bäumchen! :)
stürmische winde haben das bäumchen in diesem jahr ab und zu durchgeschüttelt.
auf einem "ganzkörperbild" sind die versteckten trauben nicht erkennbar.
die verfressenen vögel haben die trauben bisher noch nicht entdeckt. ;D
wie erkennbar, sind einige blätter mit pero befallen. ich habe Mitschurinski nie gegen f. mehltau gespritzt, weil die trauben nicht geschädigt werden. in diesem feuchten frühsommer behandelte ich ausnahmsweise die traubenzonen 2 mal mit verd. milch.

im vertrauen, daß auch andere trauben-fans bilder ihrer weinreben einstellen, habe ich das bäumchen schnell im dunkeln abgelichtet:



Mitschurinski-Bäumchen 30.08.09

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 30. August 2009, 22:30:59
@werner987

Mein Problem: Ich habe im Frühjahr auch ein Bäumchen (von Dir dazu animiert) gesetzt. Nun nervt mich meine Frau dauernd, dass sie sich nicht vorstellen kann, dass daraus mal ein Bäumchen wird.

Die Bilder, die ich von früher von Dir habe, lassen kaum etwas erkennen. Das jetzige Bild ist überzeugender für meine Frau und ich habe diesbezüglich hoffentlich Ruhe. Danke!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Zimtstange am 01. September 2009, 23:35:44
TEIL 1:
Hallo, ich bin ein absoluter Anfänger. Ich habe einen südlich ausgerichteten Balkon und möchte eine süße, kernlose Traube im Kübel zu züchten. Ich war vorgestern im gartencenter und habe mich beraten lassen und der Angestellter da war komplett ahnungslos, weil er mir zum Thema passender Kübel gesagt hat: ah, der Weinstock ist ja recht anspruchslos, der Kübel sollte so an die 30 liter haben, die Höhe ist nicht so wichtig, Hauptsache das Volumen passt. Daraufhin habe ich einen Kübel aus terracotta erworben, der schwache 30 cm groß ist, 50cm lang und 30cm breit. Zuhause kamen mir dann doch Zweifel und habe im Inet nachgeschaut und oh herr je, Wein ist ein Tiefwurzler. Der gekaufte Kübel ist somit für mein Vorhaben komplett unbrauchbar. :(
Jetzt aber stellt sich die frage:
1)wie hoch und groß sollte der Kübel sein?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Zimtstange am 01. September 2009, 23:39:38
TEIL2:

Frage 2) Rosen sind auch Tiefwurzler und es wird empfohlen einen min. 50cm hohen Topf zu nehmen. Eine meine Bekannte, die auch Rosen am Balkon hat, und diese schon seit Jahren in 40cm hohen Topf züchtet meinte dazu: "Ich habe bei meinen Rosen noch nie einePfahlwurzel gesehen. Liegt vielleicht daran, dass sie stetts umsorgt werden und deswegen keine tiefen Wurzeln schlagen, um ans Wasser und Nährstoffe heranzukommen". Das klingt natürlich logisch. Könnte es sein, dass sich Weinstock im Kübel ähnlich verhällt?

PS: hat jemand eine Ahnung, wieviel Gewicht so ein Balkon tragen kann? Ist es nicht gefährlich so große Blumentöpfe auf den Balkon zu stellen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 03. September 2009, 16:24:20
willkommen im forum!

kübelkultur mit weinreben habe ich selbst noch nicht probiert.
Laurie, Allium, erdbeere, wazoo, und Tapir kennen sich damit aus.

zur statik:
dein kübel fasst knapp 45 l, im befüllten zustand wird er also nicht mehr als 100 kg wiegen.
eine sich bewegende person mit 70 kg gewicht übt eine dynamische belastung auf den balkon aus und ist im vorliegenden fall etwa mit der des kübels vergleichbar.

die auf den ansatz eines freitragenden balkons (an der fassade) wirkenden kräfte ergeben sich aus der eigenmasse (des balkons) und der darauf befindlichen personen und gegenstände und dem jeweiligen mittenabstand zur gebäudemauer (kraft * hebelarm).
wenn der kübel nahe der gebäudewand aufgestellt wird ist also die belastung entsprechend gering und vernachlässigbar.
ein an der vorderseite des balkons befindlicher kübel übt dagegen ein mehrfaches dieser kraft aus. im verhältnis zum eigengewicht des balkons wird sie trotzdem nur wenige prozente am gesamtgewicht beitragen.
es ist viel gefährlicher, wenn sich statt dessen 2 personen über die balkonbrüstung lehnen. ;)

für kübelbepflanzung sollten möglichst keine stark wachsenden rebsorten verwendet werden.
bis sich ein erfahrungsträger (siehe oben) meldet kann ich dir folgende seite empfehlen:

http://www.fassadengruen.de/uw/weinreben/uw/weinstock/uw/topfrebe/topfrebe.htm
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 06. September 2009, 21:18:06
nach einer langen schönwetterperiode ist es seit 2 tagen kühl und regnerisch.
es scheint fast so, als ob außer Giaco und mir niemand reife trauben erntet...

am 1. september habe ich an den diesjährigen neuerwerbungen (außer bei Zoluszka) die triebspitzen gekappt, um die holzreife zu fördern. bis ende august ließ das wachstum nicht nach.
für den fall, daß sich jemand für die zuwachsraten interessiert, habe ich eine grafik erstellt:
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 06. September 2009, 21:26:14
Zitat
...es scheint fast so, als ob außer Giaco und mir niemand reife trauben erntet...
na klar doch. an resistenten tafeltrauben sind bei mir erntereif: "birstaler muskat, muscat bleu, mühlbert und einige unbenamte sorten unterschiedlicher fruchtqualität.
in den nächsten tagen sind zwei weitere sorten schlachtreif.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 06. September 2009, 22:11:30
Nach einer Woche Abwesenheit konnte ich folgende Reifeentwicklung feststellen.

M.Bleu (W) tot reif==>nächsten Tage in die Maische
Solaris(F) auch reif für die Presse.
Rondo(F), Mitschurinski(F), Venus(F) reif; obwohl Kerne noch nicht ganz braun. (auch Venus hat einzelne Kerne)

Kodrianka(F) ist weich, dies meint auch eine vorwitzige Amsel.
F.Alba(F) ist immer noch teilweise grün in der Farbe, aber weich.

Juliana(F) sollte heute die erste Traube geschlachtet werden, aber der Geschmackskontrast zu M.Bleu lies mich sie doch an der Rebe belassen.

Isa(F), Mireille(F) deutlich aromatischer, aber immer noch nur einzelne Beeren.

VG
Giaco


PS: Südwand=(W), Folientunnel=(H), Freistehend=(F)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 06. September 2009, 22:34:00
Alle Vitis vinifera fans bitte weghören 8).

Ich hatte beruflich in der Nähe von Bernburg zu tun, so gönnte ich mir einen Besuch bei der Baumschule Nordmann, um mir einen Stock "Blauer Bernburger" eine Vitis labrusca hybride zu holen. Herr Nordmann erläuterte mir ausführlich die Story um den "Blauen Bernburger". (Siehe auch die Website http://www.baumschulenordmann.de/B-Blauer%20Bernburger%20Seiten/Presse/Historie_07.html)
Meine Vermutung es handle sich um eine Isabella, mußte ich sofort beim Augenschein eines ausgewachsenen Stockes revidieren. Interessant war das in der Nähe von Bernburg weitere frühe Vitis labrusca hybriden in der Vergangenheit angebaut worden sind. Herr Nordmann hat eine rote etwas früher reifere Rebe gefunden und wird diese für die Vermarktung als lokale Spezialität vermehren.
Er (bzw. der Verein Weinbaufreunde) läßt die gefunden Reben von Instituten überprüfen, um ihre Herkunft zu dokumentieren.
Zu guter letzt vermachte mir Herr Nordmann eine Flasche Wein vom "Blauen Bernburger". Typischer Erdbeergeruch und eine vielfältig fruchtiger Geschmack waren mein erster Eindruck.
Frauen mögen solchen Wein besonders.

VG
Giaco



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 06. September 2009, 22:54:44
Man sollte Bernburg weintechnisch als Exklave nach Austerlitsch auslagern. Die mögen dort den Uhudler. ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 08. September 2009, 19:52:45
Ein freundliches "Grüß Gott" an alle Tafeltraubenfans.
Ich bin absolute Anfängerin, aber trotzdem bin ich ihnen schon verfallen, den Reben ;D
War vor kurzem im Gartencenter, kam an getopftem Wein vorbei,der in großen Kübeln stand und schöne Trauben dran hatte.
Wollte gar keinen Wein kaufen!
Phillip, ein echter Blickfang, hat mich eines besseren belehrt...
Also kurzerhand eine einjärige Phillip mitgenommen und daheim an ein Spalier am Haus (SO, mehr Ost) gepflanzt.
Abends im Internet gesucht und Euch hier gefunden.
Gelesen , gelesen, gelesen...
Das wars dann :D
Am nächsten Tag durch den Garten getigert auf der Suche nach einem Platz für Tafelreben.
Hab auch einen gefunden!!!
Eine 2,5m hohe,6m lange Stützmauer aus Betonsteinen nach Süden ausgerichtet.
Erst mal alles davor gerodet und meinen Mann überzeugt, daß ich unbedingt ein Spalier brauche!
Jetzt wachsen da Vanessa, Lakemont, und Palatina, die ich in drei Waagrechtkordons erziehen möchte.
Anschließend habe ich mich durch 135 Seiten Tafeltraubenseiten durchgekämpft und von einem Mitschuriski- Bäumchen gelesen 8)
Seit dem frage ich mich, ob das mit einer Königlichen Ester zu machen wäre? Ich hätte halt gern ein Bäumchen das leckere Früchte hat und schönes rotes Herbstlaub. (Hat Phillip eigentlich rotes Herbstlaub?)
Außerdem plagt mich die Überlegung, ob Phillip bei mir (50 km nördlich von München) überhaupt reif wird, als ich hier gelesen habe, daß die doch etwas später reift.

VlG Urmel
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 08. September 2009, 21:16:01
@Siebenstein und andere Erfahrungsträger

Welche Erfahrungen gibt es zu Wostorg und Murametz, die nicht in den üblichen Sortenbeschreibungen stehen?

Zum Beispiel:

- störende Kerne (störend wie bei Muskat Bleu oder eher wenig störend wie Juliane)?
- Empfindlichkeit bezüglich Verrieseln und Chlorose?
- eigene Erfahrungen, die von den Sortenbeschreibungen abweichen
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 08. September 2009, 21:41:43
@Urmele
 
herzlich willkommen!

warnung: du bist hier bei den tafeltrauben-freaks gelandet.
eine bekannte nebenwirkung der threadbesucher ist die okkupation sonniger gartenbereiche mit weinreben!
wenn du die 135 seiten durchgeackert hast kannst du erahnen, was auf dich zukommt. ;)

die Esther trägt bei mir auch mit kurzem schnitt (zapfen), dürfte also als wein-bäumchen geeignet sein.
als pflanzort für Phillip hätte ich eine südwand gewählt, weil die sorte relativ spät reift. trauben-freund kann dir sicher mehr dazu sagen. er ist auch in klimazone 6b ansässig - mit ähnlicher höhenlage.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 08. September 2009, 23:12:46
Danke für die schnelle Antwort.
Die Nebenwirkung bemerke ich schon sehr stark! Bisher war mir völlig egal welcher Teil im Garten wann Sonne hat, seit einigen Wochen wird auf die Uhr geschaut wann die Sonne rumkommt und wie lange sie bleibt ;) Halte auch schon Ausschau nach neuen Standorten - noch lächelt meine bessere Hälfte nachsichtig...
Ich trau mich nicht die Phillip nochmal auszubuddeln und sie mit einer von der Südmauer zu tauschen.
Sie hatte im August von 9-15 Uhr Sonne und ist dort sehr geschützt.
An der Mauer ist es nicht so schön. Zwar länger Sonne und die Mauer wird schön warm, aber sie sind der Witterung stärker ausgesetzt.
Na ja, ich hätte halt erst lesen und dann pflanzen sollen. Jetzt wart ich einfach mal ab und hoffe auf ein wunderbar warmes 2010!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 08. September 2009, 23:20:45
@ Urmele
Hallo und Willkommen!
Trau dich den Phillip umzusetzen! Wenn nicht jetzt, so doch nach dem Blattfall.
Länger Sonne + Wärme durch die Mauer sind was die Reife betrifft, durch nichts zu ersetzen.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 08. September 2009, 23:33:38
Dann werd ich es wohl doch wagen.
Und wer von den drei an der Südwand sollte den Platz mit Phillip tauschen?
Vanessa, Lakemont oder Palatina?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 09. September 2009, 00:04:15
@Urmele

Ich würde Vanessa oder Palatina nehmen. Die sind beide früher als Lakemont.

Welche von den beiden ist Dir wichtiger? Meiner Meinung ist das Aroma einer vollreifen Palatina eine Hochgenuß.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 09. September 2009, 09:31:20
also phillipp ist bei mir noch grün, gerade nachgeschaut!!

nur so zum vergleich, muscat bleu hat am selben standort gut 80 oechsle, mireille geht stramm richtung 100 .

ich finde palatina auch besser aber gebe gleichen tipp, die dir wichtigeren sorten an die wand.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 09. September 2009, 14:19:56
@dietmar:
kann nur aus der Erfahrung von einem Frühjahr berichten. Ist zumindest bei mir auch chlorotisch gewesen nach der feuchten Witterung. Jetzt aber nicht mehr, wächst trotz Spitzenkappung fleißig. Und das ist die einzige Sorte, die als Erstes und problemlos bereits gut verholzt ist.
Jemand hat im Thread Tafeltrauben 2008 von ihr als Muramic o.ä. berichtet, finds aber nicht...

@all:
ich weiß, daß ich als Anfänger keine große Ahnung habe, aber wenn die Holzreife weiter so geht, dann mache ich mir um die meisten Sorten echt Sorgen...
Bei dem guten Wachstum habe ich gedacht, daß ich bei der einen oder anderen Rebe bereits einen Stamm anschneiden kann. So wie es ausschaut, werde ich froh sein, wenn die ersten Augen zumindest den Winter überleben :-\
Und bei den frosthärtesten Amerikanerkreuzungen wie Venus, Vanessa und Reliance
tut sich gar nichts, trotz unterschiedlicher Standorte (z.T.auch trocken und magerer Boden).
Naja, ich kanns ja eh nicht ändern ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 09. September 2009, 19:58:54
Tja, dann wird wohl Vanessa Platz tauschen müssen...
@Trauben-Freund
Hat ein Bäumchen freistehend in unserer Klimazone überhaupt eine Chance? Da wäre ein schöner sonniger Platz, mitten im Garten geschützt von Nord und Ostwind, aber halt absolut freistehend. Ich dachte dabei an die Königliche Ester, hab hier gelesen daß sie sehr früh ist, köstlich schmeckt und sich im Herbst auch noch mit buntem Laub schmückt. Oder besser eine andere Sorte?
Wann wird eigentlich Muskat Hambourg reif?
Ich lese immer wie köstlich manche Trauben schmecken, aber wenn ich dann auf die Reifezeit schaue wünsch ich mich immer an die Mosel oder so.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 09. September 2009, 22:02:30
Ich möchte eine rote kernlose, süße Traube pflanzen. Dass die kernlosen kleine(re) Beeren haben, habe ich schon gelesen.
Ich habe jetzt Vanessa und Kischmisch ausgesucht. Die Vanessa steht hier ein paar Strassen weiter, ich konnte sie heute probieren - ich finde sie ganz nett. Und die Kinder (=Zielgruppe) fanden sie toll.

Wie ist denn die Kischmisch? Süß? Die Beeren noch kleiner als Vanessa?
Welche ist robuster? Wir wohnen in der Nähe von Hamburg, also nicht so wirklich Weinbauklima.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 09. September 2009, 22:26:59
Hallo bei den Traubenverrückten,

Wie so oft, statt einer Antwort erstmal Fragen:
Muß die Traube unbedingt rosa (rot) sein?
Hast du die Möglichkeit an eine Wand zu pflanzen?
In welche Himmelsrichtung wäre eine eventuelle Wand ausgerichtet?
Kann sie windgeschützt stehen?

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 09. September 2009, 23:24:01
windgeschützt, süd-west, backsteinwand.
Ich habe ja schon den Gelben Augusteller, Muskat Nay, Reform und Pamiat Negrula. Daher wollte ich noch eine rosa Traube, und kernlos, damit die Kinder nicht meutern.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 10. September 2009, 00:18:37
@mutabilis

Ich würde dir vorrangig Vanessa empfehlen, da sie wirklich keinen Pflanzenschutz braucht.

Bei Wind verrieselt sie allerdings gerne. (Bei meinem Nachbarn sieht sie noch struppiger aus als M. Bleu, der bei mir hier im Norden auch immer teilweise verrieselt.)
Es sollen mehrere Varianten von Vanessa im Umlauf sein. Es gibt darunter welche, die wirklich nur kleine Beeren ausbilden.
Da Kinder den fruchtigen Geschmack lieben, wird ihr blumiger Walderdbeergeschmack nicht stören.

Kischmisch lychistyi habe ich leider noch nicht in Ertrag.
Er hat größere Beeren wie Vanessa. Seine Widerstandfähigkeit gegen Pilzkrankheiten befindet sich auf dem Niveau europäischer Trauben, d.h. Du müßtest spritzen.
Geschmacklich sagt er mir mehr zu wie Vanessa, aber ich gehöre ganz bestimmt nicht zur Zielgruppe.
Nächstes Jahr kann ich aus eigener Erfahrung mehr sagen.
Weitere Infos:
http://translate.google.com/translate?client=tmpg&hl=en&u=http://vinograd.info/sorta/bessemyannye/kishmish-lychistyi.html&langpair=ru|de

Meine Kinder lieben übrigens Himrod abgöttisch.

VG
Giaco

PS. Um den Erfahrungsschatz im Forum zu erweitern, setze ruhig einen Kishmisch. Gerade in unserem wintermilden Klima ist vieles anders. 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 10. September 2009, 00:59:51
@mutabilis
Ich habe Muskat Niy und Kischmisch 2m von einander sitzen.
Bei 3 spritzungen,beim Kischmisch die helfte von den blätern ist kaput.Bei Muskat Niy kein einziger Blat überhaubt kaput ist.
Das ist grosse unterschid.
Dafür Piroschka steht wie 1A,super gesund.Ob die sorte schmeckt? Kernlös soll sie sein und rosa auch.

@Flammeri.
Natürlich,kann man was machen.Jch mache es so.
Alle spitzen endkapen(auch geize),Geize nicht ausbrechen,untere Bläter ausbrachen(alle bläter die 45-50 tage alt sind,kanst du ausbrehen),mit Kalium düngen(ich dünge Patentkali) und troken halten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 10. September 2009, 14:32:02
@jakob:
Spitzen habe ich etwa Ende August gekappt, die unteren Blätter paar Tage später abgeschnitten (rausreißen habe ich mich nicht getraut, weil ich Angst hatte, daß ich die Augen dabei beschädige). Patenkali auch schon gestreut.
Nur trocken halten ist nicht...
Sicher ist Holzreife sortenabhängig, aber daß ausgerechnet die frostharten (angeblich) Sorten so schwierig sind, hätte ich nicht gedacht.
z.B. bei Venus (steht pfurztrocken unter Dachvorsprung) bereits verfärbte Blätter aber null Ansatz von Verholzung.
Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder :-\
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 10. September 2009, 14:35:23
Vielen Dank für die Seite. Die Kischmisch bei Schmidt sieht aber anders aus ???
Aber da steht auch, dass die Pilzfestigkeit "eher gering" ist.

Hmmm, vielleicht doch Himrod. *grübel* Ich trau mich nicht so an den Foxton...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Thilly am 10. September 2009, 14:55:44
Hallo,

wir haben im Herbst zeitgleich eine Garant, eine Philipp und eine Vanessa gesetzt.
Philipp hat sogar schon ein kleines Träubchen entwickelt, an der sich ein paar Trauben gerade blau färben. Garant ist am mächtigsten gewachsen, aber die Vanessa hat nur ein paar Blättchen entwickelt und ist kaum gewachsen.
Ist das bei ihr normal im ersten Jahr??....scheint ein zartes Seelchen zu sein!?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 10. September 2009, 15:39:30
@urmele

ja ein bäumchen ist auch bei uns gut machbar, hatte 4 jahre lang ein mitschurinski-bäumchen im vollertrag, reifte IMMER sicher aus. esther habe ich auch schon als bäumchen gesehn, klappt sehr gut.

@jakob

die blätter nach ca.50 tage zu entfernen halte ich für keine gute idee. zwar stimmt es dass die leistung nachlässt aber sie bringen immer noch zucker für die trauben. und wenn sie dann färben oder später abfallen heißt dass nur dass sie nun reservestoffe an das alte holz bzw. wurzeln liefern. müsste nachschaun aber glaube nach 4 wochen nachdem das blatt ausgewachsen ist bringt es die höchste leistung.

gestern am tafeltraubentag gab es bei der verkostung trauben aus dem gelände stutel. dieses jahr hat es wohl alle mehr oder weniger stark erwischt mit verrieseln, pilzdruck usw....

kischmisch deutlich kleiner als im vorjahr, kodrianka mit einigen sehr großen aber auch vielen kleinen beeren, ontario sehr klein.


thema Juliana: in deutschland wird die sorte ja von dornauer vertrieben, laut schmidt hat dornauer sie juliana getauft weil es Flora/Lora schon gab aber es soll sich um Lora handeln.

kischmisch hat keinerlei resistenz!

am positivsten fiel gestern arkadia und frumoasa auf, Einset, Himrod, Vanessa, Thersa uvm waren bei der verkostung nicht dabei


hr. braun selbst hat ca. 10 sorten im anbau:

venus, arkadia, palatina, nero, birstaler, fanny, m.bleu.+ ein paar die noch nicht im ertrag stehn
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 10. September 2009, 15:47:37
Vielen Dank für die Seite. Die Kischmisch bei Schmidt sieht aber anders aus ???
Aber da steht auch, dass die Pilzfestigkeit "eher gering" ist.

Kischmisch bedeutet meines Wissens nur "kernlos". Es gibt ein Vielzahl von "Kischmisch ......"- Sorten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 10. September 2009, 16:12:42
Ahhh, ok. Welche Probleme machen denn Pilze *dummfrag*? Fällt nur das Laub frühzeitig ab, oder schädigt das auf Dauer den Stock?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 10. September 2009, 16:28:54
oidium und peronopora verursachen (je nach befall) von schlechter holzreife über abfallende blätter bis hin zu schlechterer fruchtbarkeit und ertragsausfall alles mögliche......

bei mir führte oidium bei flame seedless zu einem 100% ertragsausfall ( wäre wohl so 2kg ertrag gewesn , an wand, vollertrag)

pero hat danlas voll erwischt und ebenfalls meine komplette ernte zerstört


vorteil bei solch schlimmen jahren. man kennt nun die schwächen der einzelnen sorten ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. September 2009, 16:37:12
Wann wird eigentlich Muskat Hambourg reif?
Ich lese immer wie köstlich manche Trauben schmecken, aber wenn ich dann auf die Reifezeit schaue wünsch ich mich immer an die Mosel oder so.

...mittelspät bis spät.

in der geschmacksqualität erreicht m.e. Naranczizu fast dieses höchstniveau.
der orangengeschmack wird mit zunehmender reife noch mit einem muskatton aufgepeppt.
andere hervorragende, knackige gourmet-sorten sind Garant, Muscat Garnier und Fleur Charlotte. Fleur Charlotte gefällt mir geschmacklich noch besser als die mittelspäte Pölöskei Muscat.

für traubengenießer in weniger guten lagen kann ich diese frühsorten empfehlen, die hier zum jetzigen zeitpunkt reif sind. nur Naranczizu und Fleur Charlotte habe ich wegen hohem pilzdruck 2 mal vorbeugend gegen echten mehltau gespritzt (verd. milch).

wegen relativ geringer fruchtbarkeit sollte man bei Naranczizu mehr fruchtholz belassen.
entgegen offizieller beschreibungen haben Garant und Muscat Garnier nur mittlere beerengrößen. das wollte ich erwähnen, damit niemand falschen hoffnungen erliegt.

die relativ schnelle steifigkeit der jungtriebe und die nur mittelgroßen blätter der Esther lassen eine geringe windbeeinträchtigung erwarten, auch ein grund, sich für diese sorte als freistehende weinrebe zu entscheiden.


zum pilzbefall:
zeitig auftretender pilzbefall schädigt die blätter. es werden weniger reservestoffe eingelagert - die frosthärte sinkt. bei alljährlichem auftreten vor der holzreife leidet die fruchtbarkeit. befallene trauben können die ernte zunichte machen.

zur holzreife von jungreben:
außer der haupttriebspitze kappe ich auch die der geiztriebe. wenn die jungen blätter ungefähr ein drittel der blattfläche ausgewachsener blätter erreicht haben produzieren sie mehr nährstoffe, als sie selbst verbrauchen.

mit dem entfernen von 50 tage alten blättern stehen der rebe weniger assimilate zur verfügung. die wurzel liefert nur mineralien und kann allein die holzreife nicht bewirken.
deshalb würde ich davon abraten.

eine spritzung mit Cu-mittel wirkt zum jetzigen zeitpunkt wachstumsabschließend und ist m.e. besser geeignet. der verzicht auf kupfer zwecks raubmilbenschonung ist ein argument in weinbaugebieten, wo sich eine stabile nützlingspopulation aufbauen kann. für "polarwinzer" unter anderen klimabedingungen mit nur wenigen reben halte ich dieses ansinnen für etwas übertrieben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 10. September 2009, 16:47:20
Vielen Dank für Eure Antworten. Habt mir sehr geholfen.
Habe mir vorhin eine Ester bei Steinmann bestellt.

Weil ich aber manchmal bissel doof bin hab ich vergessen auf dem Überweisungsträger die Kontonummer einzutragen und finde nirgends auf der HP die Bankverbindung. Telefonisch war auch niemand zu erreichen. Hat vielleicht einer von Euch die Kontonummer von Steinmann? Alle anderen Daten hatte ich aufgeschrieben.
Wäre nett, danke ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 10. September 2009, 21:18:05
@siebenstein

Welche Erfahrungen hast Du mit Wostorg gemacht, z.B. Verrieseln, störende Kerne, Beerenhaut, Pilzfestigkeit, Abweichungen von den Sortenbeschreibungen ...?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 10. September 2009, 22:34:25
zur holzreife von jungreben:

eine spritzung mit Cu-mittel wirkt zum jetzigen zeitpunkt wachstumsabschließend und ist m.e. besser geeignet. der verzicht auf kupfer zwecks raubmilbenschonung ist ein argument in weinbaugebieten, wo sich eine stabile nützlingspopulation aufbauen kann. für "polarwinzer" unter anderen klimabedingungen mit nur wenigen reben halte ich dieses ansinnen für etwas übertrieben.

Mittlerweile bin ich verzweifelt genug auf evtl. Nützlinge zu verzichten ;D
Die brauche ich ja nicht, wenn im Winter alles erfriert 8)
Habe ein 50% Kupfermittel in Pulverform zu Hause. Welche Konzentration müßte ich nehmen.

Übrigens wie rechnet man gerade bei Pulvern die Menge in % um, weil ich ja in Litern spritzen muß.
Ist 1 gr (z.B. bei 100% Kupferinhalt) in 1 Liter aufgelöst = 1 % oder 10 % Lösung.
Das kapiere ich irgendwie nicht. Das Runterbrechen bei z.B. 50% Kupfer kriege ich dann schon hin.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 10. September 2009, 22:48:13
@ flammeri
1 L = 1000 gr ==> dann 10 gr von 1000 gr = 1 %

Für eine 16 % Lösung zum Beispiel, müßtest du 160 gr in einem Liter Wasser auflösen. Setzt natürlich voraus, das die Konzentration in Gewichtsprozenten angeben ist.

VLG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. September 2009, 23:17:50
ältere Cu-mittel können bei feuchter witterung ähnliche erscheinungen wie die anwendung von schwefelmitteln bei trockenheißem wetter (verbrennungen) auslösen! die neueren kupferspritzmittel kann ich in dieser hinsicht nicht einschätzen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 11. September 2009, 10:02:28
Meine Katharina färbt immer noch nicht. Wie sieht es bei Euch aus? Wie lange dauert es vom Färben bis zur Genußreife?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 11. September 2009, 11:29:20
man rechnet so 2 wochen nach dem kompletten durchfärben bis zur genussreife, bei manchen mehr (muscat bleu)

wasser hat doch eine dichte von fast genau 1g/cm^3 je nach temperatur. die angaben bei den pulvern ist ja gramm sodass du da recht einfach rechnen kannst. anders sähe es bei Volumenangaben aus ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 11. September 2009, 13:46:50
Danke Euch für die kleine Mathenachhilfe :-*
Das was ich bereits ausprobiert habe, habe ich als Tipps aus dem polnischen Weinforum.
Zu Kupfer habe ich da nichts gefunden, also kann ich mich wohl auf den Beipackzettel verlassen (0,5-ige Lösung).
Da dürfte zumindest nichts passieren und trotzdem etwas wirken oder ???
Zu dem Mittel habe ich zumindest keine Einschränkugen gefunden.
Also danke Euch nochmals
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Pewe am 11. September 2009, 15:05:07
@Dietmar

das obere, linke foto stammt vom Mitschurinski-bäumchen! :)
stürmische winde haben das bäumchen in diesem jahr ab und zu durchgeschüttelt.
auf einem "ganzkörperbild" sind die versteckten trauben nicht erkennbar.
die verfressenen vögel haben die trauben bisher noch nicht entdeckt. ;D
wie erkennbar, sind einige blätter mit pero befallen. ich habe Mitschurinski nie gegen f. mehltau gespritzt, weil die trauben nicht geschädigt werden. in diesem feuchten frühsommer behandelte ich ausnahmsweise die traubenzonen 2 mal mit verd. milch.

im vertrauen, daß auch andere trauben-fans bilder ihrer weinreben einstellen, habe ich das bäumchen schnell im dunkeln abgelichtet:



Mitschurinski-Bäumchen 30.08.09



So was habe ich noch nie gesehen. Finde ich toll. Bitte - wie kriegt man das hin?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 11. September 2009, 16:55:02
mit einem bäumchen kann man es so versuchen. ;)

Meine Katharina färbt immer noch nicht. Wie sieht es bei Euch aus? Wie lange dauert es vom Färben bis zur Genußreife?

deine entscheidung, Katharina freistehend anzupflanzen, finde ich mutig.
meine Katharina war 2008 spät reifend (nach M.Hamburg). ::)

bei spätsorten dauert es meist etwas länger, bis nach der färbung der beeren die trauben reifen. der farbumschlag meiner Katharina begann am 21. august. heute sind genau 3 wochen vergangen - um die ersten reifen beeren ist ein kampf zwischen mensch und hornissen ausgebrochen. ein traubenschutz lohnte sich wegen der wenigen, teilweise mit stiellähme durchsetzten trauben nicht. mit der ersten vollreifen traube rechne ich in einer woche.
M.Hamburg reift in diesem jahr später als Katharina.
wegen deinem maritimen klima mit spät einsetzenden frösten besteht noch hoffnung, daß deine Katharina ausreifen kann.

gewinner:
Festivee schmeckt heuer aromatischer als sonst - trotz anfänglichem pilzbefall.

verlierer:
Gunnesch mit unbefriedigem geschmack, irgend ein fremdton - und hornissenplage.
erinnert mich an Phoenix, den ich vor fast 20 jahren rodete.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 12. September 2009, 10:15:47
Hallo,

wer kennt die "Japanische Isabella"?

http://www.hick-wachau.at/web/index.php?option=com_content&view=article&id=37%3Aweinstoecke-sortenliste&catid=11%3Aextras&Itemid=10&9ae7886f1e5ae72ffa79fa87a5c76f44=a005de55ba98106824dca89c7fcc56b1

Sandor
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 13. September 2009, 14:53:54
@sandor

das geschmacksempfinden der Japaner unterscheidet sich von dem der meisten mitteleuropäer.
bei den auf größe und einzelbeerenverkauf gezüchteten traubensorten kann es überraschungen geben. die "Japanische Isabella" sieht ähnlich wie Kyoho aus. beim beißen auf die dickschaligen beeren der Kyoho muß man aufpassen, daß das gallertartige fruchtfleisch nicht aus dem mund flutscht. :o ;D
das ergebnis einer verkostung aus dem jahre 2005 habe ich angehängt.


wie sieht es eigentlich mit der reife der sorten Wostorg(weiss), Murometz und anderer neuheiten aus?

@Siebenstein und andere Erfahrungsträger

Welche Erfahrungen gibt es zu Wostorg und Murametz, die nicht in den üblichen Sortenbeschreibungen stehen?

Zum Beispiel:

- störende Kerne (störend wie bei Muskat Bleu oder eher wenig störend wie Juliane)?
- Empfindlichkeit bezüglich Verrieseln und Chlorose?
- eigene Erfahrungen, die von den Sortenbeschreibungen abweichen

das sind einige der letzten ungelösten rätsel unserer zeit.
wenn eine jungrebe nach dem ersten ertrag ein jahr "pause" einlegt wäre das kein beinbruch.
meine in diesem jahr vergleichsweise mikrige Esther-trauben habe ich auch gezeigt.
mache es nicht so spannend, Siebenstein. ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: grisuhu am 14. September 2009, 19:43:45
Hallo Gartenfreunde,

ich baue gerade ein Rankgitter (5m breit, ca. 2m hoch, Baustahlmatte verzinkt), welches als Sichtschutz bepflanzt werden soll. Im Kletterpflanzenforum wurde u.a. Wein empfohlen, finde ich aufgrund der Trauben auch reizvoll. Folgende Rahmenbedingungen sind gegeben:

1. Das Rankgitter steht frei in Nord-Süd-Richtung, die Sichtseite ist die Westseite. Den ein oder anderen Windstoß muss der Wein also abkönnen.

2. Standort ist NRW, eher Ostwestfalen. Die Pflanzen müssen winterhart sein.

3. Die Pflanzen sollen möglichst früh im Jahr möglichst blickdicht wachsen.

4. Wenn möglich, wäre mir eine kernlose Sorte am liebsten. Sie soll nur zum sofortigen Verzehr nicht zur Weinherstellung dienen.

a) Was könnte man für diese Situation empfehlen?
b) Wie viele Pflanzen sind auf 5m Breite sinnvoll?
c) Sollte man 2 verschiedene Sorten mit unterschiedlicher Reifezeit pflanzen?
d) Worauf muss man beim Kauf achten? Reichen 10 €-Pflanzen einer Baumschule als Onlineversand aus?

Beim Überfliegen des Threads habe ich gemerkt, dass hier sehr viele Experten posten, ich dagegen bin absoluter Beginner! Daher bin ich für Eure Tipps besonders dankbar!

Liebe Grüße
Grisuhu
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 14. September 2009, 21:11:11
@Grisuhu
Willkommen bei den Traubenfans.

Kurz aus der Hüfte geschossen würde ich Dir:

Himrod, hell sehr früh
Vanessa, rosa früh
Venus, blau noch früh bis mittel

empfehlen.

Alle 3 sind überwiegend kernlos und bis auf Himrod sehr tolerant gegen Pilzkrankheiten. Alle 3 können aromatisch von Himbeere bis Erdbeere schmecken.

Sie sind bei jedem guten Fachhändler (Rebveredler) (z.B. http://www.rebschule-schmidt.de/) zu bekommen.

Damit wären es 3 Reben auf 5 m bei 2m Höhe, das könnte gut gehen.

Sollte die beinahe Kernlosigkeit nicht das k.o. Kriterium sein, erweitern sich die Möglichkeiten für Dich enorm. ;D

Vielleicht wartest Du die Wortmeldungen des geneigten Stammpublikums ab

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 14. September 2009, 22:05:31
das gilt jetzt nicht nur für grisuhu

ich habe so langsam die schnauze voll von den kernlosen sorten. ich kann als kernlos UND resistent im moment wirklich nur himrod und vanessa mit einschränkung empfehlen wobei die auch oidium - schwächen zeigt.

bei den kernlosen NICHT RESISTENTEN gibt es ein paar möglichkeiten:

centennial
tonia
 
beide sehr groß für kernlose und toller geschmack,sehr fruchtig mit leichtem muskat

dann folgen die sehr empfindlichen flame, sultanina und beauty.


nun zu den sorten die ich dieses jahr am liebsten gegessen habe bzw. die inzwischen nicht mehr am stock sind bis auf eine traube um besuche kosten zu lassen und der weinverarbeitung entgangen sind:


big blue

arkadia

schöne boznerin

mireille

isa

sulima

tonia

muskattrollinger



aus prima, narancizu und garnier mache ich wein aber trotzdem tolle esstrauben, hambourg wird mir wohl nicht reif


die polnische dienal optisch sehr schön, gelb mit roten bäckchen aber neutral und recht weich, talizman wird nicht so richtig süß und kein muskat aber sehr groß, galbena nou fiel den vögeln zum opfer......


fanny wieder groß und optisch top, ignea wird wohl gerade noch reif, schön rosa mit etwas dickeren haut (keine wespen) aber richtig nach traube schmeckend und von der farbe das beste was ich im sortiment habe ( siehe fotos von 2008)

p.s.: druschba geschmacklich auch hervorragend aber schale recht dick und beerenfleisch an americaner erinnernd
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 14. September 2009, 22:22:37
Zitat
...ich habe so langsam die schnauze voll von den kernlosen sorten....
warum jemand unbedingt kernlose sorten möchte, verstehe ich sowieso nicht. genauso wenig die obsession mit möglichst großbeerigen sorten oder solchen mit riesigen trauben.
daß die supermarktsorten kernlos, großbeerig und großtraubig sind, hat vielleicht die erwartungshaltung der traubengärtner beeinflusst. nahvollziehbar aber schade.
guter geschmack, dazu dünne beerenhaut und genügend restsäure bei vollreife, um die süße abzufedern: das ist m.e. viel wichtiger als kernlosigkeit, beeren-und traubengröße.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: grisuhu am 15. September 2009, 06:43:42
Hi,
welche nicht kernlose Sorte wäre denn sehr lecker, robust und blickdicht? Die Traubenfarbe spielt eigentlich keine Rolle.

Danke weiterhin!

Gruß
Grisuhu
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 15. September 2009, 08:17:30
ich finde venus sehr lecker, hat große blätter und ist robust

die ist aber weit vom typischen traubengeschmack weg! wer den möchte ist mit palatina z.b. gut bedient, auch den gelben augusteller finde ich immer besser
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 15. September 2009, 15:48:50
Ich glaube, mich erinnern zu können, daß Vanessa gern verrieselt. Bei windoffenen Lagen könnte das zum Problem werden...
Zu den kernlosen Sorten eine kurze Bemerkung. Mir ists eigentlich wurscht, ob Kerne drin sind oder nicht usw., Hauptsache lecker :D
Aber wenn man/frau für die kleinen Biester namens Kinder jeden Kern aus den Beeren auspulen muß, wie ich es für meine kleine Tochter mache, weil sie die sonst mit einer halben Traube wieder ausspucken (und das Ganze dann äußerst selten auf dem Teller landet ::)) der weiß, weshalb man lieber kernlose Sorten bevorzugt...
Selbst mein 10-jähriger sagt schonmal zu Sorten mit Kernen, es wären ihm lieber die ohne...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 15. September 2009, 18:49:50
warum jemand unbedingt kernlose sorten möchte, verstehe ich sowieso nicht. genauso wenig die obsession mit möglichst großbeerigen sorten oder solchen mit riesigen trauben.

das sind modetrends der wohlstandsgesellschaft.
die beeren sollen kernlos sein. auf den hohen gesundheitlichen wert der traubenkerne will man aber auch nicht verzichten und kauft separat traubenkernöl ein! ;D
kleinere kinder haben zugegebenermaßen probleme mit den kernen.

als kernarme, zeitige sorte finde ich die Esther sehr gut - ohne fremdton und andere anbauliche nachteile, mit denen viele kernlose tafeltrauben herumzicken.

großbeerige traubensorten bieten einige praktische vorteile. sie werden seltener von den vögeln geplündert. der verzehr ist weniger zeitintensiv. selbstverständlich sollten sie gut schmecken und keine zähe schale haben.

trauben-freund weiß, daß ich auf riesige trauben keinen allzu großen wert lege.
es ist schön, wenn man einige große vorzeigetrauben hat und es sich lohnt, diese extra einzupacken. aber auch bei ungeschützten bolliden besteht die gefahr, das sie unbemerkt von innen faulen.

ich habe am wochenende in der nähe Lilla und Palatina verkostet, beide geschmacklich hervorragend, Lilla noch einen tick besser. der stolze besitzer hatte anfangs bedenken, was die reife der empfohlenen sorten betrifft. die reben bekommen an der westwand nur im sommer einige stunden sonne ab. der innenhof mit bodenversiegelung bietet dann aber ein ungarisches kleinklima.

Lidi ist bei mir jetzt vollreif mit dunkelvioletten beeren. das zucker - säure - verhältnis ist sehr ausgeglichen, neutraler geschmack. die hornissen suchen die sorte schon längere zeit auf.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 15. September 2009, 20:52:47
Bin noch ein echter Grünschnabel was Reben anbelangt und hätte einige Fragen:
Mitte August habe ich mehrere Containerreben ( Lakemont, Palatina, Vanessa und Philipp) im Gartencenter gekauft.
Zuhause wurden sie liebevoll eingepflanzt und ich dachte eigentlich, daß die Pflanzen schon mit dem Wachstum abgeschlossen hätten und sich langsam auf den Herbst/Winter vorbereiten.
Stattdessen haben alle vier noch einmal kräftig aus den oberen Knospen ausgetrieben! :o
Bei dreien kann man schön verfolgen wie der Haupttrieb langsam von unten her ausreift. Nur die Philipp ist noch auf der ganzen Länge grasgrün.
Ist das normal, das die Reben nochmal so durchtreiben?
Einfach wachsen lassen oder abschneiden?
Was passiert, wenn der Philipp nicht ausreift? Die Triebspitze hab ich schon abgezwickt. Hilft es wenn man die Veredelungsstelle anhäufelt, oder erfrieren grüne Triebe immer?
VlG Urmele
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 15. September 2009, 21:45:34
solange es warm und frostfrei ist wachsen die reben.
im winter erfrieren die grünen triebe.
wenn bei Philipp bis mitte oktober nicht zu erwarten ist, daß das holz an den untersten augen ausreift, kannst du ihn über den winter herausnehmen und in einen größeren topf setzen. die pflanzung war nur kurz vorher, deshalb werden sich keine langen neuwurzeln gebildet haben.
du wolltest ja sowieso den Philipp an die besser geeignete südwand umpflanzen. ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 15. September 2009, 23:16:17
Simmt, dann wird er im kalten Keller überwintert und im Fruhjahr an den neuen Platz gepflanzt.
Danke Werner987
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: grisuhu am 16. September 2009, 14:43:12
Hallo noch mal!
Auf der Suche nach meiner Kletterpflanze erscheint mir Wein sehr reizvoll. Leider lese ich sehr oft, dass Wespen zum einen angezogen werden und zum anderen die Ernte gerne auffressen.

Wie sind da eure Erfahrungen bzw. Lösungen?

Gruß
Grisuhu
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 16. September 2009, 19:29:37
@grisuhu
Für alles um das Thema Wein gibt es hier verschiedene threads.

Deine Frage könntest Du z.B. hier:

Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung

besser loswerden.

Wenn Du in diesem thread auf Seite 10 gehst:

http://forum.garten-pur.de/index.php?board=25;action=display;threadid=29996;start=135

findest Du eine Reihe von Beiträgen zum Thema: Wie gehe ich mit meiner Wespe um? ;)

Solltest Du weitere Fragen zu diesem Thema haben gerne wieder dort.

VLG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Paulownia am 19. September 2009, 21:05:38
So, ich habe micht heute auch getrau(b)t:

5 Pflanzen sind es geworden, kommen an einen Südhang.

Über Palatina und Vanessa habe ich hier ja schon was gelesen.

Glenora, Solara und Venus. Könnt ihr mir zu denen noch etwas sagen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 19. September 2009, 22:42:15
Interessant,
Solara, Glenora und Vanessa hatte ich 2005 bei Baldur bestellt. Blaue, weiße und rote Tafeltrauben. Pilzfest mit fast kernlosen sehr großen Beeren und Trauben wurde versprochen. Solara und Glenora wurden bei Baldur bald durch Venus und Lakemont ersetzt, deshalb meine Verwunderung. Bei uns auf 650 m (Tallage) wird die Solara an der Südwand jetzt reif. Glenora ist auf der Westseite vor Ende Oktober kaum genießbar. Solara und Glenora sind sehr Pilzfest. Vanessa ist bei uns extrem befallen ohne Abwehrreaktion. Zudem brachte Vanessa nur einmal Ertrag (immer verrieselt). Solara und Glenora haben meiner Meinung nach kleine Beeren mit mehreren großen Kernen (soviel zu den Aussagen von Baldur). Da die Pflanzen kleines Geld kosten teste ich derzeit Venus, Tonia, Einsett, Juliana, Kodrianka, Primus und Millenium im Kübel. Die besten versuche ich dann auf meine 3 alten Reben aufzuveredeln. Vorab kann ich sagen dass alle Ölflecken haben (falscher Mehltau). Nur Venus und Einsett grenzen die Blattbereiche ab und lassen sie vertrocknen. Versuche morgen mal Bilder ein zu stellen.

Grüße Hermann
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Paulownia am 20. September 2009, 19:02:36
Also ich bin jetzt kein Traubenexperte,

die Pflanzen habe ich nicht bei Baldur bestellt, sondern in einem Obstbaubetrieb gekauft.
Für meine Angaben in Bezug auf Standort und besonderst der frühen Reife usw wurden mir diese Sorten empfohlen. Ob kernlos oder nicht war jetzt für mich nicht ausschlaggebend.
Wenn ich Dich jetzt richtig verstehe bist Du mit Glenora, Solara und Venus nicht zufrieden?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 20. September 2009, 20:25:40
viele beschreibungen in gartenkatalogen sind auf das ziel gerichtet, den kauffaulen kunden mittels grafischer tricks und vollmundiger werbung von der notwendigkeit zu überzeugen, daß er diese und jene tolle sorte unbedingt haben sollte. spätestens nach der 1. oder 2. ernte wird der käufer unsanft von der realität eingeholt, denn vorhandene nachteile wurden bewußt in der sortenbeschreibung "unter den tisch fallen gelassen".

die weisse Glenora wird auch unter dem namen Verdelet gehandelt. die frosthärte ist sehr hoch. über die fruchtqualität gibt es unterschiedliche aussagen im forum.
Kodrianka scheint öfters zu verrieseln als anfangs angenommen...

die LWG Bayern hat vor kurzem eine bewertung der tafeltrauben aus dem jahr 2008 eingestellt:

http://www.lwg.bayern.de/gartenbau/obstbau/36307/
http://www.lwg.bayern.de/gartenbau/obstbau/36786/


@allgaeu

persönliche bilder erlauben eine praxisnahe beurteilung von sorten und sind hier gern gesehen.
wenn du hier eine eigene galerie einrichtest können sie bis 100 kb groß sein.
beim "anhängen" ist nur ein bild mit max. 80 kb möglich.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 20. September 2009, 21:51:59


Tafeltrauben Beerenvergleich



Hallo Paulownia,
bis auf Vanessa bin ich von keine Sorte stark entäuscht. Jede hat Ihre Stärken und Schwächen. Hatte halt von Solara und Glenora was anderes erwartet wie versprochen. Was den Geschmack betrifft: Frag 30 Leute und Du bekommst 30 verschieden Antworten. Ich habe die Erfahrung gemacht dass ein sonniger Standort das Aroma erheblich verbessern kann. Mir schmeckt die Venus, die Einsett uns die Tonia am besten. Himrod mag ich nicht. Die Kinder mögen die Einsett mit Abstand am liebsten. Sie essen die Himrod gerne. Dagegen lassen sie die aromatischen Venus, Muscat Blue und Tonia eher liegen. Solara und Glenora werden zu Saft verarbeitet. Was die Pflanzengesundheit betrifft sind Venus und Einsett sehr widerstandsfähig. Sie müssen bei uns nicht gespritzt werden. Solara und Glenora sollten auch ohne Spritzmittel auskommen, haben aber leichten Befall. Juliana, Kodrianka, Millenium, Primus, Suffolk-Red und Himrod sind bei uns etwas stärker von Falschem Mehltau befallen. Könnten aber in trockenen Jahren ohne Spritzung klar kommen ansonsten reichen ein oder zwei Spritzungen. Tonia und dieses Jahr besonders Vanessa sind heuer massiv verpilzt. Konnte auch nur an diesen den Echten Mehltau feststellen. Besonders an den Trieben. Ihr müsst aber berücksichtigen dass sich diese Aussagen nur auf meinen Standort beziehen. Es kann einige Kilometer weiter oder einem anderen Jahr ganz anders aussehen. In der Gallerie auf Seite 48 findet man mein Album Allgaeu Trauben. Hab da einige Bilder eingestellt.

Grüsse Hermann
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Paulownia am 21. September 2009, 08:06:46
Danke für die Erläuterung.

Jetzt bin ich ja doch etwas beruhigt und zuversichtig, daß die Trauben bei mir gut kommen werden und auch Geschmacklich nicht ganz die Nieten sind.
Immerhin war mein Hang mal ein Weinberg :)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 21. September 2009, 21:56:27
Zur Ehrenrettung von Vanessa muss ich sagen, dass ich sie dieses Jahr im Juni stark zurückgeschnitten hatte um den aufveredelten Venus und Einsett mehr Triebkraft zu geben. Danach hat der ganze Stock nochmals stark getrieben. Dies, der dichte Bewuchs zusammen mit einer Minikiwi an der Pergola und das feuchte Wetter haben den Pilzdruck wahrscheinlich erhöht. Geschmacklich ist sie ganz ok. Ein Tipp: In dem Jahr mit gutem Ertrag hatte ich Ihr zur Blüte 400 Liter Regenwasser und etwas Volldünger zukommenlassen. Meiner Erfahrung nach gibt es bei den Piwi Trauben erhebliche Unterschiede in der Pilzfestigkeit. In Stutel wurde ab 2008 auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Mich würde interessieren ob die dort angebauten Sorten auch auf Krankheiten geprüft werden. Diese Ergebnisse wären ebenso interessant wie jene der Verkostungen.

Grüsse Hermann


Traubenbilder

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. September 2009, 18:39:42
@allgaeu

deine bilder zeigen auf, daß man auch in weniger günstigen klimaten tafeltrauben erfolgreich kultivieren kann.
die darstellungen in größenverhältnissen (lineal, hand) sind besonders aufschlußreich.

Mich würde interessieren ob die dort angebauten Sorten auch auf Krankheiten geprüft werden. Diese Ergebnisse wären ebenso interessant wie jene der Verkostungen.

ich bin ziemlich sicher, daß in Stutel die unterschiedliche krankheitsanfälligkeit der reben dokumentiert wird. es ist anzunehmen, daß die ergebnisse einigen rebschulen und obstanbauern zur verfügung stehen. diese informationen wären auch für unser forum wertvoll.
wer einen heißen draht zu den "eingeweihten" hat kann gerne posten.

im thread Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln wurden schon einige veredelungsvarianten besprochen. wenn du möchtest kannst du dort deine eigenen erfahrungen mitteilen.


heute habe ich die erste traube von Katharina (SW) geerntet.
an Georg, Fanny, Karoleva(weiss) und M.Hamburg konnte ich bereits einige reife einzelbeeren kosten (alle Südwand).
man könnte meinen, die anderen trauben-fans sitzen neben ihren reben und schlagen sich gerade die bäuche voll - no time to answer.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. September 2009, 22:33:03
Wer hat von Euch eine Original im Freiland stehen und wann wird diese bei Euch in der Regel reif?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 23. September 2009, 02:27:05
30-35 tage späther wie Wostorg. mite oder ende September.
Überlastet,wird erst ende Oktober reif.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 23. September 2009, 17:53:27
Heute sind meine bestellten Pflanzen angekommen :D
Eine Naranczizu und eine Druschba.
Sehen bissel blass aus, wohl länger im Gewächshaus gestanden.
Aber jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
Hier lese ich immer, daß der Trieb etwa so stark sein sollte wie ein Bleistift.
Die Triebe meiner Beiden (jeweils ein Trieb) erinnern mich eher an eine Kugelschreibergroßraummine...
Heißt das jetzt, daß ich die Reben im Februar tatsächlich auf 2 Augen zurückschneiden muß? ???
Weia :'(
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 23. September 2009, 19:41:26
Hallo Urmele,

Du kannst sie auf 2 Augen zurückschneiden. Vorausgesetzt sie wurzeln gut ein, werden sie dir mit starken nächstjährigen Trieben danken. Vielleicht erledigt auch der kommende Winter dein Problem und läßt nur zwei Augen übrig von den "Kugelschreibergroßraumminen"-starken Trieben.
 
Viele Wege führen also nach Rom!

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 23. September 2009, 19:48:52
@Urmele

wie Giaco bereits schrieb - müssen musst du nicht, aber es ist sinnvoller, den trieb im winter auf zapfen zu schneiden. ;)
die wenigen reservestoffe einer jungrebe reichen oft nicht aus, im frühjahr mehreren trieben einen guten start zu ermöglichen.
das wurzelsystem der containerpflanzen ist für diesen kraftakt zu schwach ausgebildet.

wenn du statt dessen nur einen trieb (nach rückschnitt) wachsen lässt vermeidest du stagnierendes wachstum und erhältst 2010 einen kräftigen stamm, der eine weitere problemlose erziehung ermöglicht. du wirst überrascht sein, wie schnell der abgeschnittene halbe meter holz durch einen kräftigen grüntrieb ersetzt und überwachsen wird. :D
auf diese weise schaffst du wichtige voraussetzungen, viel freude am wuchs deiner neuen reben zu haben.
an mehrjährige reben in großen containern kann meist ein stamm angeschnitten (belassen) werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 23. September 2009, 22:09:03
Freu mich immer so schnell Antwort von Euch zu bekommen!
Vielen Dank dafür und auch daß gleich immer noch ein Stück "Trost" mitgeliefert wird :-*

Ertappe mich in letzter Zeit öfters dabei abends die neue (Wein-)Mauer mit der Hand auf Restwärme vom Tag zu überprüfen. 8)
Wie warm oder kalt diese Mauer istund wie lange die Sonne draufscheint war mir fast 30 Jahre völlig egal ;D

Könnte es sein, daß man ein klein wenig wunderlich wird wenn man den Reben verfällt?

vlG Urmele
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 24. September 2009, 08:46:59
Habe soeben diese herrliche Seite gefunden. Es werden wohl mehr Kelter- als Tafeltraubensorten sein, trotzdem finde ich die Beschreibungen und vor allem die Synonyme der Trauben hoch interessant. Zum Beispiel Muskat Hambourg auf Seite 12.

http://www.pflanzen-im-web.de/pflanzen/pflanzen-suche/Obstgehoelze/index.php?seite=12&q=trauben

Sandor
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 24. September 2009, 16:57:24
Könnte es sein, daß man ein klein wenig wunderlich wird wenn man den Reben verfällt?

vlG Urmele
Hallo Urmele,
vielen gehts wohl ähnlich wie Dir, mir zumindest ;D
Kaum eine Obstart hat soviel Suchtpotential, finde ich. Vielleicht liegt daran, daß es unseren Gärten ein Stück Urlaubsflair verleiht (wovon man ja nie genug haben kann 8))
und dazu noch unterschiedliche Verwertungsmöglichkeiten bietet.
LG Lisa

Vielleicht interessieren Euch die nachfolgenden Reifeangaben im polnischen Forum (Südostpolen):
Golubok /13.09.2009/15.2 Bx-----/19.09.2009/16.5 Bx
Ontario /13.09.2009/15.8 Bx-----/19/0.2009/17.2 Bx
Kodrianka /13.09.2009/18.4 Bx-----/19.09.2009/20 Bx
Nero /13.09.2009/22 Bx-----/19.09.2009/22.2 Bx
Alden /13.09.2009/14 Bx-----/19.09.2009/16 Bx
Agat Donski /13.09.2009/10.4 Bx-----/19.09.2009/12 Bx
Arkadia /13.09.2009/13 Bx-----/19.09.2009/15 Bx
Wostorg /13.09.2009/18.8 Bx-----------------------------------
Aloszenkin /13.09.2009/19.5Bx---------------------------------
Podarok Zaporoza /13.09.2009/12 Bx-----/19.09.2009/12.5 Bx
Lora /13.09.2009/15.2 Bx-----/19.09.2009/16 Bx
V25/20 /13.09.2009/14 Bx-----/19.09.2009/17 Bx
V-68021 /13.09.2009/20 Bx-----/19.09.2009/21 Bx
Seyvel /13.09.2009/16.8 Bx-----/19.09.2009/18 Bx
Solnoczka /13.09.2009/15 Bx----/19.09.2009/22-24 Bx
Svenson Red /13.09.2009/15.8 Bx-----/19.09.2009/19 Bx
Skarb Panonii /13.09.2009/15.8 Bx-----/19.09.2009/17.5 Bx
Rondo /13.09.2009/18.5 Bx-----/19.09.2009/19.5 Bx
Frumasa Al. /13.09.2009/15.4 Bx-------------------------------
Bianka /13.09.2009/19.4 Bx-----/19.09.2009/19.5-20.2 Bx
Sibera /13.09.2009/18 Bx-----/19.09.2009/18.5 Bx
Jupiter /-------------------------/19.09.2009/12.5 Bx

LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 25. September 2009, 22:00:50
Werner987 hat mich aufgefordert über meine Veredlungsversuche zu berichten. In der Rubrick Veredelungen werde ich von meinen Erfahrungen berichten. Habe auch wieder ein paar Bilder in mein Album (Galerie Seite 48) hierzu hochgeladen.

Grüße Hermann



Angedeutete Pergola

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 28. September 2009, 19:30:56
im folgenden drei keltersorten, die ich gestern in meiner nähe probiert habe und die mir extrem gut schmeckten. fast so gut wie hochreife rieslingtrauben und besser als die meisten tafeltrauben, die ich kenne.
wer über emntsprechenden standort verfügt, kann sie ja mal ausprobieren. (keine der drei ist pilzfest)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 28. September 2009, 19:31:36
hier die zweite: etwas großtraubiger:
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 28. September 2009, 19:32:19
und die fast aufdringlich duftende und schmeckende, dritte sorte
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 28. September 2009, 21:19:17
fast so gut wie hochreife rieslingtrauben und besser als die meisten tafeltrauben, die ich kenne.
wer über emntsprechenden standort verfügt, kann sie ja mal ausprobieren. (keine der drei ist pilzfest)

Jeep! Wahr gesprochen! 8)

Ich liebe Gefürztraminer zu essen; obwohl und vielleicht weil er schon fast parfümig ist. Habe ihn sonst immer in Sachsen kosten können. Da stammt auch mein Stock her.
Mal sehen ob ihn hier oben reif bekomme. Steht hier in der Reihe mit Siegerrebe und Helena.
Mit der Anfälligkeit hielt es sich in Grenzen==> normales prophylaktische Programm, wie für Tafeltrauben auch.

Es gibt wirklich leckere Trauben, ob es wirklich die geschmacksarmen supermarktfähigen Sorten sein müssen ???

VG
Giaco


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 30. September 2009, 19:46:03
viele keltertrauben sind sehr schmackhaft - Siegerrebe, Müller-Thurgau und Ortega hatte ich selbst schon angebaut.
neben den obligatorischen spritzungen gegen mehltau ist meist ein schutz gegen botrytis notwendig. die beeren dieser dichtbeerigen trauben quetschen sich oft gegenseitig ab.

wenn man nicht aufpasst faulen verletzte beeren im inneren der traube. eine luftige erziehung ist dringend anzuraten.
wie der name Riesling andeutet sind dessen trauben oft lockerer und weniger gefährdet.

an meiner Fanny, Georg und M.Hamburg setzt die reife ein.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 01. Oktober 2009, 17:11:15
Zitat
...wenn man nicht aufpasst faulen verletzte beeren im inneren der traube. eine luftige erziehung ist dringend anzuraten...

man kann zusätzlich zur luftigen erziehung die trauben nach der blüte (schrotkorngröße) halbieren. sie wachsen dann lockerer. noch besser: die trauben kurz nach der blüte, noch vor dem schrotkornstadium mit den fingern etwas abstreifen.
in vielen weinbergen, wo das nicht gemacht wird, ist auch der riesling dieses jahr recht kompakt und entsprechend fäulnisgefährdet.
die herkunft des wortes "riesling" ist übrigens ungeklärt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 01. Oktober 2009, 17:27:16
die grenzen sind da ja irgendwo fließend....... ich persönlich esse ja auch die siegerrebe oder schönburger, muskateller usw.... sehr gern

amandin hat mich auch positiv überrascht. ist nun reif an der südwand und sehr aromatisch mit deutlich muskat, etwas dicke haut aber nicht störend , schützt vor wespen

evita ist die geschmacklich beste wolf-sorte aber auch die kleinbeerigste


letztes wochenende war ich zu besuch am geilweilerhof und hab mich durchgekostet............. viele viele schöne sorten die mir gänzlich unbekannt waren und ich auch vom namen noch nie gehört habe.


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 03. Oktober 2009, 20:19:09
Seit heute hege ich finstere Mordgedanken!!!
Da hat mir eine Wühlmaus über Nacht vier von fünf meiner neugepflanzten Reben unterhalb der Veredelungsstelle einfach abgebissen :( :-[
Das hinterhältige Biest hat sich eingeschlichen ohne einen Erdhügel zu hinterlassen! Sonst hatt ichs vielleicht noch rechtzeitig gemerkt.
Die überlebende Rebe habe ich jetzt bis zum Wurzelballen freigelegt und einen Schutz aus Hasengitterdraht drumrum gebastelt.
Ich hoffe daß das die Maus abhalten kann!
Hat jemand sonst noch eine Idee? Mit fangen in Fallen hatte ich noch nie Erfolg, die Biester sind einfach zu schlau!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Oktober 2009, 00:53:57
Das ist asiat" Hadgi Murat"
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Oktober 2009, 01:01:20
Asiat:Rizamat (Fater vom Julian)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Oktober 2009, 01:06:39
75%Asiat: Kishmish Lutschistij
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Oktober 2009, 01:26:03
Nadezhda AZOC (Maldova-Kardinal)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Oktober 2009, 01:34:03
Red Glob in Japan.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 05. Oktober 2009, 22:30:05
Tafeltrauben mit dem Namen Viktoria gibt es wie Sand am Meer. Hat jemand eine Sortenbeschreibung bzw. einen Link dafür für die italienische Viktoria?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 10. Oktober 2009, 12:48:04
Ich hatte ja mal im Frühjahr berichtet, dass in diesem Ausnahmewinter praktisch alle Reben bis kurz über die Veredelungsstelle zurück gefroren waren, so dass ich dieses Jahr kaum etwas ernten konnte.

An einigen wenigen Reben war wenigstens eine kleine Traube dran.

Gegenwärtig habe ich noch eine winzige Traube an der Original, die ja sehr spät reift, und eine an der Palatina. Die letztere ist ebenfalls noch nicht reif. Das machts mich doch etwas stutzig. Sind nun die Angaben zur Reifezeit von den Rebschulen falsch oder liegt die späte Reife am starken Zurückfrieren? Oder könnte es sein, dass die Rebschule die Sorte verwechselt hat? Wann sind Eure Palatina reif gworden?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 10. Oktober 2009, 18:19:10
Obwohl erst 2008 gepflanzt, waren Arkadia und Suzi erst letzte Woche mit je 2 kleinen Trauben vollreif. Bei Palatina habe ich noch keinen Ertrag.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. Oktober 2009, 18:45:21
@Dietmar

die Palatina ist bei einem bekannten gleichzeitig mit Lilla gereift - mitte september. die reben befinden sich dort auf einem geschützten innenhof.

in 7 km entfernung am Granoer weinberg hatte ich gesehen, daß die entwicklung der Palatina längst nicht mit der ebenfalls angepflanzten Lilla schritt hielt.
dort gab es (wie bei dir auch) winterfrostschäden an einigen rebsorten. Palatina scheint nach starker frosteinwirkung deutlich später zu reifen...wenn das holz teilweise geschädigt wurde.

Frumoasa Alba und Karoleva sind jetzt erntereif. beide sorten erinnern mich geschmacklich an die Königin der Weingärten, die ich damals nur wegen regelmäßig auftretenden spätfrostschäden rodete. die 2 neuen sind in dieser hinsicht weniger gefährdet und außerdem mehltautolerant.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 10. Oktober 2009, 20:06:26
ich würde auch gern mehr über dieses jahr mehr berichten können aber das hätte schlichtweg so gut wie keine aussagekraft. geschmacklich am besten schöne boznerin, schmeckte wie muscat bleu nur mit dünnerer schale und knackiger.


sulima frühreifer als fanny , zeigte sich robust, schmeckte wie sultanina bei beerengröße etwa wie die sultanina die man zur zeit im supermarkt kriegt.konsistenz ebenfalls gleich.

viktoria wurde bei mir reif aber vögel haben sie mir weggefressen. sehr sehr lockerbeerig trotz kaum verrieselung und tropfenförmige beerenform. ich habe die , die man überall auf dem markt kaufen kann. sehr fruchtiger geschmack, kein muskat, wenig säure.

frumoasa blieb bei mir trotz gesundem laub bei 55-60 oechsle stecken und schmeckt entsprechend, keine ahnung was da los war. an gleichem standort erreichten andere sorten bei gleicher reifezeit weitaus höhere zuckergehalte.



die extremen spätsorten theresa, moldowa, oudevi, pölösky und black frontignan wurden nicht reif. muscat hambourg zwar essbar aber keine vollreife. hier ebenfalls vogelfraß.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 11. Oktober 2009, 11:03:36
Hallo zusammen,
die von uns, die im Süden und Osten Reben anbauen, werden wohl nächste Woche auch Frost bekommen so wie ich auch. Für mich ein Glückfall, daß es erst so spät Frost gibt.
Ich weiß nicht obs am Kupfer liegt oder was anderem, zumindest verholzen die Reben recht schnell. Trotzdem werden die meisten nicht mehr den ganzen Jahreszuwachs schaffen.
Jetzt meine Frage als Anfänger: Wann soll ich diese anhäufen? Das was nicht verholzt ist abscheiden?
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 11. Oktober 2009, 15:02:58
nach dem ersten frost kannst du die reben anhäufeln, solange der boden noch offen und nicht gefroren ist.
besonders bei ungenügend ausgereiftem holz sollte man diesen schutz nicht zu zeitig aufbringen, um fäulnis zu vermeiden.
nach dem blattfall sind grün gebliebene triebe nutzlos, da sie im winter erfrieren. sie können abgeschnitten werden.
unter der abdeckung (erdkontakt) sollten zum jetzigen zeitpunkt keine frischen schnitte erfolgen!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 11. Oktober 2009, 19:14:02
@Werner:
Vielen Dank für die Tipps. Ich werde eh nur den unteren Stammbereich anhäufeln, den Rest müßte dann der Schnee abdecken, also so ca. 1,50 bis 2,00 m 8)
Übrigens habe ich nach langer Suche zur Wirkung des Kupfers gefunden, daß er die Zellwände stärkt und im Weinbau die Frosthärte verbessern soll.
Geschadet hat er zumindest nicht :-*
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Oktober 2009, 19:14:06
früher wurden in frostlagen oft oberirdische rebteile in nadelholzreisig eingebunden (habe ich irgendwo mal gelesen).
die wahrscheinlichkeit, 2 sehr strenge winter in folge zu bekommen, ist allerdings nicht besonders hoch. bei wenigen reben ist im ernstfall schnell ein schutz angebracht. reichlich schnee ist ein noch besserer kälte-isolator.

die blätter meiner weinreben sind bis jetzt noch nicht erfroren.

Pamiat Negrula ist seit mitte oktober reif.
an Naranczizu, Festivee, Katharina und Garant hängen noch ein paar trauben, die ich jetzt ernten muß. einzelne beeren dieser sorten beginnen zu faulen oder haben grüne schimmelflecken.

Pamiat Negrula, Georg, Muscat Garnier!!! und Muscat Hamburg sind noch sehr knackig und gesund. 8)
diese trauben werden am längsten auf den rebstöcken bleiben.


@Apfelfreund

ist deine freistehende Katharina noch reif geworden?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. Oktober 2009, 21:47:25
@werner987

Offensichtlich wohnst Du viel südlicher als ich. ;D ;D ;D

Bei uns waren in den letzten 5 Jahren 3 extrem kalte Winter und 2 sehr milde. Mit der Wahrscheinlichkeit ist es also so eine Sache.

Seit 5 Jahren war der erste größere Frost im Herbst mit jedem Jahr zeitiger - meist schon Mitte bis Ende September. Dieses Jahr war das erste seit langem, in dem es im September keinen merklichen Frost gab. Dafür war der Kälteeinbruch im Oktober der kälteste seit 41 Jahren.
Bananen, Tomaten, Bohnen und Dalien sind erfroren und etwa 50 % der Blätter von den Reben liegen unten. Vom Rest ist die Hälfte zwar noch dran, aber tot.

So starken Frost, dass die Reben die Blätter verlieren, gab es sonst erst einen Monat später.

Globale Erwärmung - schön wärs. Die Sommer werden nur trockener und kürzer statt wärmer.

Oder Sachsen ist der Schlechtwettermagnet für Deutschland und dem Rest von Deutschland geht es deshalb wettermäßig ganz gut.

Wenn das so weiter geht, werde ich mich auch von den mittelfrühen Sorten trennen müssen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 22. Oktober 2009, 22:26:07
Hatte mich so gefreut, Die Jungpflanzen machten 3-4m Triebe mit kräftigen Augen. Viele Veredelungen sind angewachsen mit bis zu Daumendicken Ruten. Hab in Gedanken schon die Trauben im nächsten Jahr gesehen. Von den Jungreben war nur Kodrianka und Millenium ca. einen halben Meter verholzt. Die Triebe der Juliana und Primus sowie der allermeisten Veredelungen waren erst gelb als der Frost kam. Die Temperatursumme im Allgäu ist halt geringer. Aber auch das ungewöhnlich warme Wetter lies die Pflanzen bis zuletzt wachsen. Denke dass 80 bis 90 % der diesjährigen Ruten den Winter nicht überleben. In ungünstigen Regionen ist der Tafeltraubenanbau halt risikoreicher.

Grüße Hermann



Erstlingstraube von Juliane



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. Oktober 2009, 22:49:13
Gib nicht zu früh auf! Im letzten Winter waren wegen Temperaturen unter -32 Grad praktisch alle meine Reben bis auf eine oder 2 Knospen zurück gefroren. Zunächst sahen fast alle tot aus und die anderen haben im Frühjahr über das Austreiben berichtet und bei mir passierte zunächst nichts. Einen Teil hatte ich erst im vorigen Herbst gepflanzt, so dass keine Vegetationszeit mehr zum Verholzen war. Alle zurück gefrorenen Reben schlugen erst ca. 1 Monat später aus als bei den anderen Traubenfreunden mit gleicher Klimazone. Eine Juliane ist erst Mitte / Ende Mai wieder ausgetrieben.

Hauptsache Du bekommst genug Schnee und nicht nur trockene Kälte. Dann stehen die Chancen besser als Null.

Falls doch Reben erfrieren, dann tausche Dich mal mit unseren Polarwinzern aus (trauben-freund, flammeri). Vielleicht können die ein paar gute Tips geben.

Wenn man in Schweden und Finnland Trauben anbauen kann, dann auch bei Dir.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Oktober 2009, 22:52:34
Die Triebe der Juliana und Primus sowie der allermeisten Veredelungen waren erst gelb als der Frost kam.

wenn mindestens 1 auge den winter übersteht gibt es noch hoffnung.

Offensichtlich wohnst Du viel südlicher als ich. ;D ;D ;D

nicht unbedingt. dein standort liegt aber viel näher zum südpol, wo es bekanntlich saukalt wird. ;) ;D

Bei uns waren in den letzten 5 Jahren 3 extrem kalte Winter und 2 sehr milde. Mit der Wahrscheinlichkeit ist es also so eine Sache.

ich bezweifle aber, daß deine tiefsttemperaturen auch 2007 und 2008 wie 2009 (in folge) um die -30 grad lagen. ::)

sooo spät scheint Solnoczka nicht zu reifen, wenn man die brix-werte des forum in Südostpolen vergleicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. Oktober 2009, 23:01:30
@werner987

Mit dem Südpol hast Du recht. Vielleicht wandern bei mir bald Pinguine ein - es sei denn, denen ist es im Winter hier zu kalt. ;D

Vielleicht gebe ich meiner Solnoczka doch noch ein Jahr eine Chance. Ich werde sie mal samt Topf einbuddeln. Vielleicht gibt es im Frühjahr ein freies Plätzchen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. Oktober 2009, 23:14:01
Zitat
ich bezweifle aber, daß deine tiefsttemperaturen auch 2007 und 2008 wie 2009 (in folge) um die -30 grad lagen.

Auch in milden Wintern gibt es mal ein paar Nächte mit -15 - -20 Grad. In den Extremwintern waren es mindestens eine Woche nachts unter -20 °C und monatelang Dauerfrost. Und viel Schnee, der schützt, hatten wir nur letztes Jahr. Die unter -30°C waren zumindest bisher ein einmaliges Ereignis in der Dresdner Gegend in den letzten 800 Jahren. Schließlich haben wir hier Klimazone 7a und nur ein paar Kilometer weiter im Elbtal 7b (letzten Winter -27 °C).

In einem der beiden milden Wintern begann das Frühjahr schon Mitte Januar - in langen und strengen Wintern erst Mitte / Ende April.

Eine mögliche Erklärung für die vielen strengen Winter in letzter Zeit gibt es - während es bei Dir meist nicht so schlimm war.

Es liegt sicherlich an der Unmenge Windräder in den ehemaligen Tagebaugebieten in Brandenburg. Die propellern die ganze Polarluft zu uns. ;D ;D ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 22. Oktober 2009, 23:25:31
Zitat
...Die unter -30°C waren zumindest bisher ein einmaliges Ereignis in der Dresdner Gegend in den letzten 800 Jahren...
woher weiß man das so genau?
regelmäßige klimaaufzeichnungen gab es damals doch sicher nicht,
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Oktober 2009, 23:30:55
Es liegt sicherlich an der Unmenge Windräder in den ehemaligen Tagebaugebieten in Brandenburg. Die propellern die ganze Polarluft zu uns. ;D ;D ;D

gute nachricht:
das tut mir aber leid.

schlechte nachricht:
in diesem jahr wurden hier in ortsnähe 8 windräder aufgestellt - keine guten aussichten für dich. :'(

an den kältesten tagen hatte ich etwas glück, weil hier z.z. hochnebel vorherschte.
diese "dicke suppe" reduzierte die wärmeabstrahlung des bodens.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. Oktober 2009, 23:36:21
@max
Etwa so lange wird hier ziemlich genau über den Weinbau Buch geführt und es gab noch nie ähnliche großflächige Frostschäden in dieser Größenordnung. Weinbau war hier in erster Linie eine Sache des Adels (als Eigentümer der Weingüter) und da sie immer durstig waren und die Sachsen immer sehr viele Feste feierten, war der Weinbedarf sehr hoch. Deshalb verlangten sie von ihren Verwaltern genaue Abrechnungen.

Auch ansonsten gab es in Sachsen seit mehreren Jahrhunderten Wetteraufzeichnungen, zumindest zum Pegelstand vieler Flüsse und Gebirgsbäche.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 22. Oktober 2009, 23:39:44
daß solche frostschäden ausgeblieben sind, könnte aber vielleicht auch daran liegen, daß damals andere, frosthärtere sorten als heute angebaut worden sind.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 23. Oktober 2009, 18:29:20
Werner 987 schrieb:
wenn mindestens 1 auge den winter übersteht gibt es noch hoffnung.

Danke für den Trost. Denke dass am alten Holz auch noch ein paar schlafende Augen sind. So dass kein Stock sofort abgeschrieben werden muss. Was ist aber mit den schönen Trieben von diesem Jahr, die zwar jetzt braun sind aber eher matschig als holzig.

 :-[ :-[

Tonia auf Solara

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 24. Oktober 2009, 17:28:57
@max

Zitat
daß solche frostschäden ausgeblieben sind, könnte aber vielleicht auch daran liegen, daß damals andere, frosthärtere sorten als heute angebaut worden sind.

Zumindest teilweise stimmt das. Das betrifft solche Sorten wie Regent, Müller-Thurgau und insbesondere Dornfelder. Auch die Freiburger Sorten sind nicht allzu frostfest.

Bei uns werden aber auch viele alte Sorten angebaut. Und früher wurden neue Sorten über längere Zeiträume eingeführt, so dass man rechtzeitig merkte, wenn eine Sorte nicht so frostfest ist. Das Schadensrisiko war dann nicht so groß.

Zudem wurde früher oft nicht sortenrein angebaut - sondern mehrere Sorten gemischt, wie das in Franken früher auch üblich war. Das minderte auch das Ausfallrisiko.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 24. Oktober 2009, 19:35:32
Von den in diesem Frühjahr neugepflanzten osteuropäischen Reben zeigt nur Szachtior eine gute Holzreife.

Da wir bis jetzt noch keinen Frost hatten, wachsen die anderen noch weiter.
Selbst das Spritzen von Kupfer im September hat zumindest für mich nicht sichtbar die Holzreife beschleunigt.

Ich habe den Eindruck, dass die Ausreifung des Holzes erst mit höherem Alter des Stockes sich verbessert.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. Oktober 2009, 20:17:05
für die holzreife waren die bedingungen in diesem jahr nicht optimal.
von mai bis september lagen zumindest bei mir relativ gleichmäßige temperaturen vor.
über den sommer brauche ich nicht zu reden, denn es gab hier keinen!

die vegetative entwicklung der reben ist aber an bestimmte klimareize gekoppelt, sie haben keine "innere Uhr".
die temperaturunterschiede waren nicht sehr prägnant, an denen sich die reben orientieren konnten.
das erklärt auch m.e. den späten wachstumsabschluß in diesem jahr.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 24. Oktober 2009, 20:27:24
@werner987

Zitat
über den sommer brauche ich nicht zu reden, denn es gab hier keinen!

Das ist ausgleichende Gerechtigkeit. Wer keinen richtigen Winter hatte, kriegt auch keinen richtigen Sommer. ;D

Bei uns war es bis Mitte Juli kalt und es gab Dauerregen, aber danach war es bis Ende September sommerlich, wenn auch nur ca. 1 Woche mit Temperaturen deutlich über 30 Grad.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. Oktober 2009, 15:19:38
@werner987

Zitat
über den sommer brauche ich nicht zu reden, denn es gab hier keinen!

Das ist ausgleichende Gerechtigkeit. Wer keinen richtigen Winter hatte, kriegt auch keinen richtigen Sommer. ;D

und wer nicht betet kommt nicht in den himmel. :'(
ungewöhnliche witterung erfordert ungewöhnliche maßnahmen. wer die richtige strategie anwendet wird Thor`s hammer weniger spüren. ::)
trotz diverser widrigkeiten bin ich mit meiner ernte in diesem jahr zufrieden (von mitte august bis mindestens ende oktober).
was will man noch mehr außer einer superfrühen sorte, die bereits im juli reift? - eine spätsorte, die sich bis zum juni des folgejahres lagern lässt. ;D ;D ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 25. Oktober 2009, 17:49:51
@werner

so seh ich das auch , vielfalt ist die lösung. frühsorten müssen meist recht schnell abgeerntet werden aber mit den geeigneten sorten fängt ende juli teilweise schon die ernte an. selbst in diesem bereich gibt es sehr gut schmeckende sorten aber eben nicht supergeschmack, resistenz und beeren in größe von kirschen. wer das will kann ja sogar schon darauf zurückgreifen, nur dass die reife erst im september beginnt ( frumoasa).

mit der ernte bin ich aber keineswegs zufrieden, viele ausfälle aber das liegt eben am grenzbereich des anbaus bei mir. dafür waren andere sorten sehr gut (narancizu, prima, mireille und und und)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Zuccalmaglio am 26. Oktober 2009, 00:23:49
Können die Weinpflanzenerfahrenen mir etwas über Himrod (weiß) und Sweety (blau) sagen? Beide heute im Gartencenter gesehen und als kernlos deklariert. Sind die einigermaßen pilzfest? Foxton?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Witali am 26. Oktober 2009, 19:45:40
@werner987

So lange eine Superfrühe Sorte nicht gibt ,,,die im Juli reift,,,

müsstest du mal im Kübel vor Kultivieren

stellst einfach ende Februar/anfang März a. Fenster im Keller bei ca. 15grad und dann etwa April i. GH

ich habe Osella und Mitschurinski anfang Juli gegessen (d. Jahr gr.GH )

Garant hab ich auch v.Kultiviert und nach d. Blüte rausgestellt

also draußen ohne Überdachung am 25 Juli w. die Beeren vollreif

  ich werde in d. nächsten Jahren mit Olimpiada,Wostorg und Muramez Probieren ob es noch früher geht ( natürlich im Kübel )

ich habe auch mit Tomaten d.Jahr probiert

4 gleiche Tomaten Pflanzen im Kübel a 10 liter ( Siberia Sorte s.früh)

1 Pflanze hab ich im kleinem GH gestellt ( Temp. war ca. 30-50 Grad )
1 im großem GH ( 20-35 Grad )
1 am Haus Südwand
1 frei im Garten

 in kl. GH waren die ersten Tomaten am 10 Juni reif
 im gr. GH am 10 Juli exakt 4 Wochen später
 am haus ende Juli und im Garten anfang August

  hätte ich die Weintrauben im kl. GH gestellt w. die Beeren ende Juni reif. ( ich wuste einfach nicht d. die Trauben so viel Hitze vertragen
können, jetzt weiß ich d. die Trauben mehr abkönnen als d. Tomaten,Paprika,Gurken oder Aubergine....)


  schöne Grüße Witali



und wer nicht betet kommt nicht in den himmel. :'(
ungewöhnliche witterung erfordert ungewöhnliche maßnahmen. wer die richtige strategie anwendet wird Thor`s hammer weniger spüren. ::)
trotz diverser widrigkeiten bin ich mit meiner ernte in diesem jahr zufrieden (von mitte august bis mindestens ende oktober).
was will man noch mehr außer einer superfrühen sorte, die bereits im juli reift? - eine spätsorte, die sich bis zum juni des folgejahres lagern lässt. ;D ;D ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Witali am 26. Oktober 2009, 20:09:23

  Sweety = Venus Hab mir bei Häberli gekauft und muss sagen

d. es fehlkauf war für mich ( geschmaklich gesehen )

Himrod und Vanessa genau so

es gibt einfach viel bessere Sorten und warum kernlos?

Garant z.b. fand ich einfach einmalig ( Deutsche wertzüchtung !!!)







link=board=25;threadid=29993;start=300#msg1003063 date=1256513029]
Können die Weinpflanzenerfahrenen mir etwas über Himrod (weiß) und Sweety (blau) sagen? Beide heute im Gartencenter gesehen und als kernlos deklariert. Sind die einigermaßen pilzfest? Foxton?
Zitat
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Gurke am 26. Oktober 2009, 20:21:54
Venus gefiel mir diesjahr wieder nicht (recht kleine Beeren mit 1-3 Kernen) im ersten Jahr dachte ich das ändert sich noch.
Kann es sein das ich eine Fehllieferung erwischt habe?

Die Mir hat mir wesentlich besser gefallen, große Beeren und fast kernlos.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 26. Oktober 2009, 20:24:41
die kombination: "großbeerig und kernlos" ist häufig eine garantie für minderen geschmack bei trauben
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Gurke am 26. Oktober 2009, 22:54:35
Den Kommentar mit der 'Mir' hab ich nur angefügt weil in der Sortenbeschreibung nix von kernlos (-arm) stand.

Es ging mir mehr um die Frage wer hat Erfahrungen mit Venus und ist sie wirklich kernlos? Meine hatte bisher immer mehrere feste Kerne pro Beere.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mime7 am 27. Oktober 2009, 08:23:34
Können die Weinpflanzenerfahrenen mir etwas über Himrod (weiß) und Sweety (blau) sagen? Beide heute im Gartencenter gesehen und als kernlos deklariert. Sind die einigermaßen pilzfest? Foxton?
Himrod hat geht geschmacklich Richtung Gummibärchen. Die ist sehr früh und wird insbesondere von meinen Kindern geliebt.
Krankheiten: ziemlich gesund bei mir, ohne Sprizen einzelne Blätter befallen. Auf die Ernte hat das aber keinen Einfluss.

Sweety(Venus) hat für mich keinen erennbaren Foxton. Ist etwas anfälliger als Himrod, aber auch kein Problem. Schmeckt mir ganz gut, ich bekomme aber kaum welche, weil die die Kinder wegessen..

Kernlose Trauben sind bei meinen Kindern die einzigen, die sie essen. Für die Erwachsenen habe ich besser schmeckende Sorten, allerdings mit Kernen.
Auch einige Gäste bevorzugen die Kernlosen Sorten.

Gruss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 27. Oktober 2009, 21:37:26
@Witali

Garant ist schon eine geschmacklich tolle sorte, deshalb hatte ich sie auch einige seiten zuvor empfohlen. :D
eine kleine traube war regengeschützt und darf noch ein weilchen hängen. die beerenfarbe ist schwach rosa.

so ein GH oder WG sind perfekte voraussetzungen, die ernte zu verfrühen.
leider habe ich keinen passenden stellplatz, was nicht heißt, daß ich mich mit dem thema gedanklich nicht beschäftigt hätte. ;)
meine variante würde so aussehen:

an der nordseite eine massive wand incl. tür.
ost- süd- und westseite isolierverglasung (oder doppelstegplatten) mit pultdach.
bepflanzung der außenwand mit kletterhortensie o.ä. wenn man im winter gemüse anbauen wollte könnte man mit (buntblättrigem) efeu noch eine bessere wärmedämmung in der kalten jahreszeit erzielen. an die innenseite der wand kämen die tafeltrauben, befestigung mit spanndrähten.
mit dieser anordnung stehen sich gemüse und reben nicht gegenseitig im weg...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 27. Oktober 2009, 21:59:39
@werner
 Zu Deinem Gewächshaus: Bis auf die Tür in der massiven Wand genau meine bisher (noch) nicht realisierte Vorstellung. (Grundidee von "Permagewächshaus") Bisher stehen Muscat d´Addo und einige Unterlagen im Folientunnel. Ich bin froher Hoffnung, dass mein privater Finanzminister für nächstes Jahr grünes Licht gibt.
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 27. Oktober 2009, 22:03:49
@giaco

Zitat
Ich bin froher Hoffnung, dass mein privater Finanzminister für nächstes Jahr grünes Licht gibt.

Es sei denn, Deine Finanzministerin hat mal wieder nichts anzuziehen bzw. braucht mal wieder ganz ganz dringend neue Schuhe, Handtaschen usw.. ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 27. Oktober 2009, 22:24:51
@ Dietmar
Die Prioritäten setzt, der das meiste Geld hat!! 8)
Das bin ich nicht ;).
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 27. Oktober 2009, 22:26:10
der weg kann steinig (teuer) sein, wenn man ein ziel vor augen hat... ::)
manchmal kann man die finanzbeamten mit diesem bunten grünzeug - äähh blumen bestechen. ;D
ich wünsche gutes gelingen!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 01. November 2009, 17:08:27
in der nacht zum samstag war hier der erste, stärkere frost.
die wasserleitung zum garten habe ich entleert, was ich in vielen jahren schon mitte oktober erledigen mußte. ::)
heute ist ein großteil der rebblätter abgefallen. einige übersehene trauben kamen bei Lidi und Mitschurinski zum vorschein.
vermutlich werde ich die trauben von Georg am längsten hängen lassen, sie sehen topfit aus. 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 06. November 2009, 00:22:57
Meine Katharina ist nicht ganz reif geworden. Was mich aber nicht so stört. Es wird mildere Herbsté geben und außerdem kann ich mit dem Schnitt wohl auch noch was rausholen. Außerdem ist die Pflanze erst im dritten Jahr.

Aber: der Geschmack der Trauben war übel. Ein ganz strenger Beigeschmack. Ich befürchte es ist der Foxgeschmack. Wie ist es bei Euch gewesen? Foxton oder nicht? Geht der Foxton mit zunehmender Reife weg?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 06. November 2009, 16:53:16
tafeltrauben mit foxton finde ich persönlich nicht lecker :P, da geht mir`s wie dem teufel mit dem weihwasser. ;D
da ich Katharina (beerengewicht 5 gr) bereits das 2. jahr geerntet habe ist deine frage im prinzip beantwortet. sie besitzt einen typischen traubengeschmack (vinifera). etwas aromatischer finde ich die mittelfrühe Lidi (beerengewicht 4 gr).
Katharina ist bei mir stiellähmeempfindlich, was am vergleichsbild (traube ohne spitze) sichtbar ist.



Lidi und Katharina 06.11.09


besonders in den beerenschalen von blauen, unreifen trauben sind hohe anteile von tannin (gerbsäure) enthalten, die einen astringierenden, bitteren geschmack verursachen. ob das auch für Katharina zutrifft habe ich gsd noch nicht probieren müssen.

nach wie vor halte ich den freistehenden anbau dieser sorte in norddeutschland für sehr riskant. selbst bei starker traubenausdünnung ist nur eine reifeverfrühung von ca. 10 tagen zu erwarten. das umpflanzen einer 3-jährigen rebe an einen geeigneteren standort (südwand o. überdachung) ist relativ unkompliziert. wegen platzmangel grub ich im frühjahr eine 20 jahre alte Mitschurinski-rebe aus, die ich einem bekannten gab. dank rigorosen rückschnittes mit sehr wenig belassenem einjährigen holz fruchtete sie im gleichen jahr.
vielleicht kannst du auch eine standortveredelung in erwägung ziehen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 06. Dezember 2009, 21:18:32
Klimawandel und Sortenwahl

Neben den Forstleuten sind die Winzer bzw. Rebenfreunde angehalten, sich bei der Sortenwahl frei jeder Ideologie langfristig festzulegen, denn Reben werden 35 Jahre (ertragsstarke Phase) und älter.

Noch nicht jeder hat mitbekommen, dass bezüglich globaler Erwärmung ein großer Enthüllungsskandal stattgefunden hat. Die führenden Klimaforscher der Welt haben in großem Maßstab die Klimadaten gefälscht und Schreckensprognosen erstellt, für die es keine wissenschaftliche Grundlage gibt. Wer in letzter Zeit aufmerksam seriöse Zeitungen gelesen hat, dem ist aufgefallen, dass entsprechend der Salamitaktik Position für Position der Klimaforscher aufgegeben wird und das ganze Kartenhaus immer schneller zusammenbricht. Politik und hörige Klimaforscher blasen noch einmal zum letzten Gefecht, damit der Klimagipfel in Kopenhagen nicht als großer Reinfall endet.

Mittlerweile geben einige seriösere Klimaforscher zu, dass die leichte globale Erwärmung (ca. 0,7 Grad in 100 Jahren) seit 1998 zum Stehen gekommen ist. Andere geben schon zu, dass es in den letzten 2 ... 3 Jahren global kälter geworden ist.

Schlussfolgerungen:
1. Der Klimawandel ist zum größten Teil nicht menschgemacht.
2. Der Klimawandel schreitet langfristig gesehen nur sehr langsam voran.
3. Der Klimawandel ist eine geopolitische Strategie, um noch viel größeres Unheil für die Menschheit abzuwenden. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch politisch nicht oppertun, die wahren Gefahren zu benennen. Außerdem würde die breite Information zu den wahren Gefährdungen keine ausreichende Verhaltensänderung von Staaten, Wirtschaft und Einzelpersonen herbei führen. Mit dem Schreckgespenst der globalen Erwärmung soll ein Kollaps großer Teile der Welt um eine bis 2 Generationen verzögert werden. Wenn es so weiter geht, kann dieser Kollaps nicht mehr verhindert werden, aber man kann etwas Zeit gewinnen.

Für uns Traubenfreunde bedeutet das, dass eine Erwartung wärmerer Zeiten für später reifende Sorten bzw. Sorten mit größerem SAT-Bedarf Selbstbetrug ist. Wir sollten bei den Sorten bleiben, die zum bisherigen Klima passen und nicht auf Sorten orientieren, die auf eine drastische Erwärmung spekulieren.
Es wird also nichts mit Riesling im Fichtelgebirge oder im Allgäu.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 06. Dezember 2009, 22:22:02
Zitat
...frei jeder Ideologie ...

eine gute idee! aber halte dich doch bitte zuerst auch selbst daran.
zu folgender behauptung würden viele hier gern mehr wissen, scheint es doch um nichts geringeres als den weltuntergang zu gehen. nenne doch endlich mal roß und reiter, anstatt verschwörungstheoretisch zu orakeln, aber am besten im passenden thread.

Zitat
Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch politisch nicht oppertun, die wahren Gefahren zu benennen. Außerdem würde die breite Information zu den wahren Gefährdungen keine ausreichende Verhaltensänderung von Staaten, Wirtschaft und Einzelpersonen herbei führen. Mit dem Schreckgespenst der globalen Erwärmung soll ein Kollaps großer Teile der Welt um eine bis 2 Generationen verzögert werden. Wenn es so weiter geht, kann dieser Kollaps nicht mehr verhindert werden, aber man kann etwas Zeit gewinnen.


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Thomas am 07. Dezember 2009, 00:24:24
Da bin ich auch neugierig.

Liebe Grüße
Thomas
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Biotekt am 07. Dezember 2009, 00:58:41
Da bin ich auch neugierig.

Ich nicht.
Selbst wenn es sich um ein Hirngespinst handeln würde, könnte die "Erfindung" eines (vorgeschobenen) Klimawandels nur dann Sinn machen, wenn das "schreckliche Übel, das so schlimm ist, dass man es geheim halten muss", mit den gleichen Strategien bekämpft werden kann, die man zur Abfederung des Klimawandels anstrebt.
Diese bestehen im wesentlichen in der Vermeidung von CO2-Freisetzung und korrespondieren ganz zufällig hervorragend mit der altbackenen Erkenntnis, das die einfach erschließbaren (bezahlbaren) fossilen Energieträger langsam (bzw. zunehmend schneller) zur Neige gehen. Darüber redet man in D mindestens seit 1972 ausgiebig öffentlich - nur glauben es einige immer noch nicht, bzw. haben es wohl vergessen.

Mir persönlich ist es egal, ob ich mich zwecks Vermeidung einer Energiekrise und ihrer globalen Folgen oder zur Minderung einer Erderwärmung mit wahrscheinlich ähnlichen Folgeproblemen halbwegs vernünftig verhalte.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 07. Dezember 2009, 19:11:40
die schonung der begrenzten rohstoffreserven halte ich für dringend notwendig. die politische auswahl der methoden, dieses ziel zu erreichen, bleibt umstritten.
eine umfrage würde sicher ergeben, daß die mehrzahl der rebenfreunde mit ungünstigen standorten (polarwinzer) eine klimaerwärmung begrüßen. in den weinbaugebieten käme es oft zu gegenteiliger meinung, weil eine abnahme der qualität hochwertiger sorten wie Riesling zu befürchten wäre. der jetzige rotweintrend kann u.u wieder kippen.
m.e. ist das klima z.z. unschlüssig, ob es der von der IPCC berechneten temperaturkurve folgen soll. (http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/p075.gif)
wie bereits Dietmar andeutete, würde ich die aussagen regierungsfreundlicher medien hinterfragen und keinen poker in der sortenwahl betreiben. Klimawandel

an meinem standort hat die tafelrebe Georg momentan die besten aussichten, den traubenherbst zu verlängern.
die beerenhaut verkraftete die bisherigen witterungseinflüsse sehr gut. die anderen sorten mußte ich bis anfang november ernten, weil vermehrt grünschimmel auftrat. an der heute geernteten traube (Georg) habe ich keinen spürbaren geschmacksverlust festgestellt. auch im vergleich zu Pamiat Negrula schnitt sie in dieser hinsicht etwas besser ab, worauf ich mich aufgrund des erstertrages von P.N. aber nicht festlegen möchte.

aktualisierter link (quelle wurde nach gartenmenschen verschoben)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 07. Dezember 2009, 21:58:13
@max

Was hältst Du für den passenden Thread?

Übrigens ist meine Ansicht keine Verschwörungstheorie. Alles lässt sich mit Fakten, die frei zugänglich sind, nachvollziehen. Allerdings ist dieses Thema sehr komplex und vielschichtig. Es gibt keine "einfache" Wahrheit dazu, die in ein paar Sätzen formuliert werden kann. Aber wer ist bereit, sich die Mühe zu machen, tiefer in die Problematik einzudringen und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen?

Ich weiß, das klingt alles etwas orakelhaft, aber nur eine grobe Zusammenfassung ohne detaillierte Beweise braucht schon mindestens einige A4-Seiten. Dafür ist dieses Forum nicht der richtige Ort. Falls jemand echtes Interesse hat, darüber zu diskutieren, dann sollte man das in einem extra Kreis tun.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 11. Dezember 2009, 15:30:25
Meine Frage:

Ossenij Cernij (Hahm) und Osenniy Tschörnniy (Trauben-Garten) -
ist das ein und dieselbe Sorte?

Danke für Antworten
Sandor
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Witali am 11. Dezember 2009, 21:16:41
Meine Frage:

Ossenij Cernij (Hahm) und Osenniy Tschörnniy (Trauben-Garten) -
ist das ein und dieselbe Sorte?

Danke für Antworten
Sandor

 Osennij Tschörnij ist nur richtig geschrieben (gibt nur eine Sorte)

ließ die beschreibung unter:

http://vine.com.ua/sorta/stolovye/osennii-chernyi.html
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 11. Dezember 2009, 22:01:55
es ist die gleiche sorte. auf der web-adresse heißt sie so:
Osennii Chernyi = Herbst Schwarz = Maxi Blue hat m.e. nur eine wortverwandte sorte - Osennii Rozovyi = Herbst Rosa.
das kyrillische alphabet ist nicht mit dem lateinischen identisch - die übersetzung bleibt eine ermessensfrage. ;)

es wäre interessant zu erfahren, ob auch bei anderen trauben-fans noch intakte trauben am rebstock hängen. wenn ja - welche sorten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 12. Dezember 2009, 18:32:35
FVR-7-9,(Talisman 1)(Talisman-Frumosa Alba), habe ich am 1Dezember geerntet,die Beeren waren genau so knakig und süss wie im September.(ein geheim tipp)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 12. Dezember 2009, 21:12:35
@jakob

das hört sich schon einmal gut an. demnach ist die sorte weniger empfindlich.
wenn ich glück habe werde ich im kommenden jahr eine kostprobe von FVR-7-9 bekommen.

in der polnischen beschreibung steht bei geschmack: muskat mit "besonderen aromen".
kannst du das etwas mehr dazu sagen - oder einen vergleich mit ähnlich schmeckenden sorten anstellen?
waren deine trauben mitteldicht oder gab es auch verrieselungen? FVR-7-9 soll angeblich besser als Talisman befruchtet werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 13. Dezember 2009, 10:33:38
Was macht Ihr eigentlich so als Winterschutz, bzw wann macht Ihr was?
Bin ja noch blutiger Anfänger bei den Reben.
Nachdem bei uns der erste Schnee liegt und dann die Temperaturen erfahrungsgemäß in den Keller gehen hab ich heute alle meine Reben (alles Neupflanzungen) schön in Luftpolsterfolie eingepackt und bis über die Veredelungsstelle angehäufelt.( mir sind dabei fast die Finger abgefroren!)
Und nach Weihnachten kriegen sie auch noch das Grün vom Christbaum als Schattierung.
Jetzt hoffe ich nur, daß das gut war und ich nicht ganze Pilzkulturen züchte unter der Folie.
Ich hab einfach Angst, daß mir die jungen Reben erfrieren wenns Nachts auf einmal -10°C oder weniger hat.
Wann müssen die Reben wieder ausgepackt werden?
März-April, oder schon früher?

Danke für Eure Hilfe
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Witali am 13. Dezember 2009, 22:38:56
werner987@

Russischer Alphabet besteht aus 33 Buchstaben deswegen

kann man nicht alle Sorten/Wörter 100% richtig übersetzen.

Weil ich meine Muttersprache (russisch) noch gut verstehe

kann ich auf der seite vine.com.ua einiges dazu lernen.


  bei mir sind leider keine Trauben dran nicht mal die Blätter (hahah)

aber im Zukunft würde ich auch sehr gerne Trauben essen (im Dezember)

bin leider noch nicht soweit, aber in zwei Jahren.

Eine Frage an Euch: Welche Sorten lassen sich am besten Lagern?

 auser Sorten: Angela, Glenora (hell) Solara und Ontario






Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 14. Dezember 2009, 17:16:23
Nachdem bei uns der erste Schnee liegt und dann die Temperaturen erfahrungsgemäß in den Keller gehen hab ich heute alle meine Reben (alles Neupflanzungen) schön in Luftpolsterfolie eingepackt und bis über die Veredelungsstelle angehäufelt.( mir sind dabei fast die Finger abgefroren!)
Und nach Weihnachten kriegen sie auch noch das Grün vom Christbaum als Schattierung.

nadelholzreisig ist sehr gut als winterschutz für jungreben geeignet.
bei luftdichter verpackung (folie) kann schnell schimmel auftreten. solange minustemperaturen vorherrschen ist die gefahr gering. wenn zwischendurch höhere plusgrade kommen sollten halte ich das abnehmen der folie für sicherer.
reisig oder andere luftdurchlässige eindeckungen würde ich erst entfernen, wenn die tagestemperaturen ca. 1 woche bei +10 grad liegen. den genauen zeitpunkt kann man wegen ungewisser witterung nicht bestimmen, schätzungsweise vlt. anfang april an deinem standort.

bei mir sind leider keine Trauben dran nicht mal die Blätter (hahah)

also mit blättern kann ich auch beim besten willen nicht aushelfen. ;)



Georg 14.12.09



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 15. Dezember 2009, 23:18:57
@jakob

das hört sich schon einmal gut an. demnach ist die sorte weniger empfindlich.
wenn ich glück habe werde ich im kommenden jahr eine kostprobe von FVR-7-9 bekommen.

in der polnischen beschreibung steht bei geschmack: muskat mit "besonderen aromen".
kannst du das etwas mehr dazu sagen - oder einen vergleich mit ähnlich schmeckenden sorten anstellen?
waren deine trauben mitteldicht oder gab es auch verrieselungen? FVR-7-9 soll angeblich besser als Talisman befruchtet werden.



@Werner987
Das ganse ist ein Retzel für mich.Die sorte ist ja dieses Jahr von Polen und wo wir fast 1 monat spähter bekommen haben bis man ausgesezt hat und so.Dann war schon Mai,dann bis die angewaksen sind.....und,und,und.
Die Grone war mit 12-15 Beeren 0% veriselüng.Warum?Wie wurde die befruchtet?Alle weinberge shon lengst alle mit Beeren.
Und was ist Muskat? Birstaler Muskat und Muskat Blau habe ich schon gegesen,so schmekt FVR-7-9 nicht,oder vielleiht nicht so intensiw,hat aber was angenemes im geschmak.
Aber die Beeren so Gross wie beim Super Markt.
Der Trieb ist Jezt 7mm dick und 2m verholzt,wird nicht geschniten.Habe schon auf Kordon gelegt,im Früjahr wenn die 22 Augen aufgehen werden nur 3-4 die stärksten,alle von oberen und ungraden Triben(1Auge auf 2mm stärke) belassen und rest wird ausgebrohen.Und auf gar kein fall mehr wie nur 1 Grone auf alle 3-4 Tribe gelasen. Spolier habe schon auf 2,50M erchöht.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: rasty am 17. Dezember 2009, 20:27:39
Meine Frage:

Ossenij Cernij (Hahm) und Osenniy Tschörnniy (Trauben-Garten) -
ist das ein und dieselbe Sorte?

Danke für Antworten
Sandor

Lieber Sandor,
Trauben-Garten ist meine Homepage, die ich relativ unter Zeitdruck gestaltet habe. Wie immer, wenn es schnell gehen soll ist der Fehlerteufel nicht weit. Sollten Sie wieder auf Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Orthografie stossen, so scheuen Sie sich bitte nicht, mich darauf aufmerksam zu machen. Mein Dank wäre Ihnen gewiss! Die Schreibweise ei den in Rede stehenden Sorten habe ich geändert. Phonetisch muss die Endung wie zum Beispiel bei Lukas Podolski oder Dostojewski behandelt werden. Die richtige Übersetzung lautet Herbstliches Schwarz.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 19. Dezember 2009, 20:47:04
Wie kalt ist es bei Euch grade?
Bin echt froh, daß ich meine Reben vor einigen Tagen noch gut geschützt habe.
Hier hats grade eisige -22°C *bibber* und eine leichte Schneedecke.
Außerdem ist draußen der Christbaum in seinem Wasserkübel festgefroren.
Winter ist einfach nicht meine Jahreszeit ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. Dezember 2009, 21:33:43
@Urmele

Z.Z. -18 °C am Stadtrand von Dresden (Klimazone 7a). Wahrscheinlich wird diese Nacht eine der kältesten vor Weihnachten seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen . Solch tiefe Temperaturen gab es sonst in manchen Jahren erst im Januar.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 19. Dezember 2009, 22:13:41
Solche Minusgrade kenne ich hier auch eher im Januar/Februar. Vor Weihnachten war es all die Jahre auch eher mild.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. Dezember 2009, 22:36:23
Da es draußen immer kälter wird, tröstet man uns weiter mit dem Märchen von der globalen Erwärmung. Komischerweise ist noch nie irgendeine dieser Prognosen eingetreten, auch nicht ansatzweise. Hinter der These der globalen Erwärmung steckt eine harte geopolitische Strategie. Im Prinzip kann ich diesen "Stellvertreterkrieg" verstehen. Wenn ich den Bildungs- und Kulturverfall in der ganzen Gesellschaft und insbesondere in den Medien in Deutschland betrachte, dann ist das Schreckgespenst von der globalen Erwärmung die einzige Möglichkeit, die Menschen zu Verhaltensänderungen zu veranlassen, die überlebenswichtig sind.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 19. Dezember 2009, 22:45:14
aber bei allen bedenken:
bitte nicht dauernd wetter mit klima verwechseln.
das gehört zum allerkleinsten einmaleins der meteorologie, dem auch der klimaskeptiker rechnung tragen sollte.

aber nochmal die erinnerung:
dies ist ein fachthread zu tafeltrauben. klimagespräche bitte im entsprechenden thread bei den gartenmenschen weiterführen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 20. Dezember 2009, 11:17:05
Nachdem im Oktober die Reben und Kiwis bei uns vor der Holzreife vom Frost überrascht wurden, kommt nun die kälteste Nacht im Dezember seit Messbeginn. Und der Winter ist noch nicht vorbei. Wir hatten -20,4 Grad. Angewachsene Veredelungen können einen Freuen. Wie nachhaltig der Erfolg ist zeigt sich erst nächstes Jahr.



Temperatur-20-12-09.JPG



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Wiesentheo am 20. Dezember 2009, 11:49:02
Jetzt möchte ich noch Mal was fragen.
Im Herbst riet man mir zu warten.
Durch eine bauliche Veränderung ist eine daumenstarker Abzweig (großer Männerdaumen) im Wege.Man riet mir,den einzurollen und zu warten mit dem abschneiden.
Ist jetzt der richtige Zeitpunkt,oder ist es zu kalt.

Frank
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 20. Dezember 2009, 18:37:45
das schneiden von reben oder obstbäumen ist bei tiefen minustemperaturen nicht empfehlenswert.
gehärtete stahlklingen können brechen, das holz kann aufreißen.
der schnitt eines einzelnen störenden astes sollte jetzt aber kein problem darstellen. ich würde ihn dann ca. 3 cm länger lassen und bei wärmeren wetter auf die gewünschte endlänge schneiden.

die letzten trauben der rebsorte Georg habe ich heute geerntet. ein paar einzelne beeren waren durch frosteinwirkung geplatzt (gestern früh -15 grad, momentan -12 grad).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 21. Dezember 2009, 20:06:00
Hast Du da bei der Ernte überhaut noch Trauben zu essen?
Oder sind das kleine Traubeneiskugeln zum lutschen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 21. Dezember 2009, 22:47:26
Zitat
Oder sind das kleine Traubeneiskugeln zum lutschen?

Ich weiß nicht, wie das bei Werner987 am Rand der Streusandbüchse und kurz vor Sibirien ist. Ich kenne das so:

Zunächst passiert bei Frost gar nichts, da der Zucker wie Frostschutzmittel wirkt. Wird der Frost stärker, kristallisiert ein Teil des Wassers aus dem Traubensaft aus und bildet Eiskristalle. Dadurch erhöht sich die Konzentration des restlichen Traubensaftes und damit auch der Zuckergehalt. Reife Trauben frieren praktisch nie ganz durch, da mit jedem weiteren Auskristallisieren von Wasser der Zuckergehalt des Restsaftes weiter steigt und damit steigt auch die Frostschutzwirkung bzw. sinkt die Gefriertemperatur.

Beim Eiswein presst man die teilweise gefrorenen Beeren aus, ohne das Eis aufzuschmelzen. Dadurch gewinnt man höher konzentrierten Saft bzw. Most als aus normalen Beeren. Im Most aus gefrorenen Beeren ist meist soviel Zucker, dass dieser von der Weinhefe nicht vollständig in Alkohol umgewandelt werden kann. Bevor der Zucker alle ist, stirbt die Weinhefe an akuter Alkoholvergiftung, quasi am Komasaufen. Man erhält so ohne den Trick mit der Süßstoffreserve süße, aromatische und alkoholreiche "Eisweine".

Wenn es lange genug sehr frostig ist, dann verdampft das Eis nach und nach. Das nennt sich Sublimation. Ein anderes Beispiel für Sublimation ist das Wäschetrocknen bei Minusgraden. Gefrorene Wäsche trocknet schneller als nasse Wasche knapp über 0 °C. Technisch nutzt man die Sublimation z.B. beim Gefriertrocknen.

Nach langen starken Frösten werden die Beeren rosinenartig.

Im sonnigen Süden (Italien, Spanien ...) haben die vollreifen Weintrauben auch einen hohen Zuckergehalt, aber diesen Trauben fehlt oft die Weinsäure und oftmals auch das Aroma. Der Most ist dort oft mehr oder weniger Zuckerwasser. Das verleitet die Keltereien dazu, den Säuregehalt mit billiger Salzsäure oder bestenfalls mit Zitronensäure aufzupeppen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 21. Dezember 2009, 23:20:40
zum eiswein:
am letzten samstag wurde in meiner gegend ein riesling-eiswein mit 274 oe gelesen. lage: heppenheimer maiberg (früher schloßberg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 21. Dezember 2009, 23:45:15
@max

Das dürfte in Deiner Gegend bemerkenswert sein, da es bei Dir kaum echte Winter wie in meiner Gegend gibt und selbst hier klappt es mit der Eisweinlese nicht jedes Jahr.

Mit dem Ochsengehalt tendiert der gekelterte Eiswein gegen Likör. :)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 22. Dezember 2009, 00:06:19
mich würde das mal interessieren, wie diese zuckerbomben überhaupt zum gären gebracht werden.
zur lage "heppenheimer schloßberg": der liegt deutlich höher als die umliegenden weinberge und wird entsprechend kälter. dort gibt es jedes jahr eisweine (glaube ich jeenfalls).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Dezember 2009, 00:09:11
Oder sind das kleine Traubeneiskugeln zum lutschen?

als ich die gefrorenen trauben schwungvoll auf den küchentisch legte hat es tatsächlich geklappert. ;D
obwohl ich auch gern speiseeis esse habe ich die geduld aufgebracht mit der verkostung zu warten, bis die trauben aufgetaut waren. ;)
sie schmeckten etwas aromatischer als zum regulären erntetermin.
im gegensatz zu Rotem Gutedel(gerodet), den ich sonst bis dezember am stock hängen ließ, waren die beeren von Georg nicht teilweise eingetrocknet.
durch den anbau verschiedener rebsorten hat man bei günstigem mikroklima die möglichkeit, trauben in der zeit von august bis november zu ernten. ausnahmen bestätigen die regel. wer dann noch ein GW o.ä. hat kann im juli bereits die ersten reifen trauben genießen.

mit 274 Oe dürfte der traubensaft eine recht hohe viskosität haben.
zum trinken eines hochkonzentrierten eisweines sind gläser mit breiter öffnung zu empfehlen, damit der wein schnell genug nachfließt. 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 22. Dezember 2009, 00:17:10
ich habe noch nie einen getrunken. interessant ist, daß diese weine auch noch sehr alkoholarm sind, dafür oft sehr säurereich und - natürlich - extrem süß.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 23. Dezember 2009, 10:32:25
Danke Euch allen!
Ist ja hochinteressant! Jetzt habe ich wieder viel gelernt.
Heißt das , daß man Trauben bedenkenlos hängen lassen kann wenn der erste Frost angekündigt ist und sie verderben nicht, werden im Gegenteil, sogar süsser und verlieren dabei nur etwas an Wasser?
So quasi natürliche Vorratshaltung direkt am Stock?
Funktioniert das auch, wenn die Früchte nicht ganz ausgereift sind?

Rein theoretisch gesehen tun sich gerade ungeahnte Möglichkeiten für mich und meine nicht ganz so optimale Lage auf. Aber ob das auch praktisch funktioniert?
Ich fange bereits an, nach den mittelspäten Sorten zu schielen....
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 23. Dezember 2009, 16:42:12
Heißt das , daß man Trauben bedenkenlos hängen lassen kann wenn der erste Frost angekündigt ist und sie verderben nicht, werden im Gegenteil, sogar süsser und verlieren dabei nur etwas an Wasser?
So quasi natürliche Vorratshaltung direkt am Stock?

die rebsorte muß eine hohe botrytiswiderstansfähigkeit besitzen, damit die trauben nicht vorzeitig faulen/verschimmeln. PSM würde ich nicht empfehlen, weil sich der abbau der wirkstoffe bei niedrigen temperaturen verzögert.
unreife trauben sind auch nicht geeignet, weil ihnen das frostschutzmittel = zucker fehlt. die sorte soll spät, aber sicher ausreifen.
tafeltrauben mit schnellem säureabbau schmecken später nur noch fade...
der diffusionswiderstand der beerenhaut sollte möglichst hoch sein, ansonsten erzeugt man (kernhaltige) rosinen.
es ist günstig, wenn die reben einen regengeschützten standort haben (vordach o.ä.).
gegen vogelfraß können netze dienen. bei mir schieben outdoorgeprüfte gartentiger wache (der schichtwechsel muß noch geübt werden). ;)
wenn du das alles beachtest stehen die chancen gut, den weinherbst zu verlängern.

nach meiner erfahrung kommen folgende sorten in dieser reihenfolge in betracht: Georg, R.Gutedel, Muscat Bleu/Garnier.
jakob hatte am 1. dezember FVR-7-9 geerntet.
vlt. meldet sich noch jemand, der über positive ergebnisse mit anderen traubensorten berichten kann.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 23. Dezember 2009, 18:59:01
Vor etwa einem Jahr haben wir noch auf unsere Rebenbestellungen aus Polen gewartet. Bei einigen Traubenfreunden ist der Garten jetzt bis auf den letzten geeigneten Quadratmeter aufgerebt und viele denken erst einmal nicht mehr an neue Reben.

Bei mir ist auch jede geeignete Stelle im Garten aufgerebt, allerdings spiele ich mit dem Gedanken, einige spätere Sorten zu roden, da diese in den vergangenen Jahren immer später oder gar nicht reif wurden. Entgegen der Schockpropaganda von der globalen Erwärmung ist es bei uns in den letzten Jahren im Durchschnitt etwas kälter geworden (wie auch weltweit) und insbesondere die Vegetationszeit, vor allem im Herbst, ist um ca. 1 Monat kürzer geworden als vor mehr als 10 Jahren.

Gemäß dem 11-jährigen Sonnenzyklus wird es in etwa 3 Jahren wieder etwas wärmer. Nun stehe ich vor der Entscheidung, die später reifenden Sorten gegen sehr zeitige Sorten, z.B. Wostorg, zu ersetzen oder die Sache noch 3 Jahre auszusitzen, in der Hoffnung, dass das Klima wie in der Vergangenheit der Sonnenaktivität folgt.

Bei mir stehen alle Sorten zur Disposition, die ähnlich Muskat Bleu oder später reifen. Muskat Bleu war dieses Jahr erst Anfang/Mitte Oktober reif und kurz danach war der erste tiefe Kälteeinbruch wie der gerade Überstandene.

Welche langfristigen Anbaustrategien verfolgt Ihr bzw. welche Neuanpflanzungen plant Ihr für 2010?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 23. Dezember 2009, 19:35:14
Liebe Traubenverrückte,

hättet Ihr nicht auch Lust Eure Sorten mit in die Datenbank Obstsorten einzubringen? Wir haben eine Exceltabelle mit unseren Sorten gefüllt, über die ein Kontakt zu dem Besitzer direkt möglich ist. Excel bietet den Vorteil, daß man die Tabelle nach Sorten, also Reben, Äpfel Birnen usw sortieren kann und somit ein geordneter Zustand nach den gewünschten Kriterien der Liste sofort möglich ist. Die Teilnahme ist frei und jeder braucht nur das einzutragen, was er möchte bzw weiß.

Wir sind derzeit bei etwa 3000 Obststandorten mit 35 Teilnehmern aus überwiegend Deutschland, aber auch den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Wir sind eine tolle Truppe, die sich gegenseitig mit Infos und auch Reisern versorgt.

Euer Apfelfreund
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 27. Dezember 2009, 20:35:06
Welche langfristigen Anbaustrategien verfolgt Ihr bzw. welche Neuanpflanzungen plant Ihr für 2010?

langfristig werde ich vlt. versuchen, die erntespitze im september zu vermeiden und statt dessen mehr sehr frühe und späte sorten zu fördern.
alternativ käme eine andere verwertung der tafeltrauben in betracht. die meisten sind relativ neu, was eine bewertung für andere zwecke als den frischverzehr erschwert. die ideale vorgehensweise wird sich erst im laufe der zeit ergeben.
im frühjahr sind natürlich wieder einige neupflanzungen vorgesehen. wenn die sonne scheint, soll sie nicht nur der natürlichen bräunung der haut dienen. ;) ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 02. Januar 2010, 18:47:04
Vor ein paar Tagen flatterte wieder ein Katalog von A + S ins Haus. Highlights sind kernarme !!! Muskat Bleu und Erdbeeren (Humi), die laut Abbildung so groß wie eine Kinderfaust werden.
(Humi ist eine sehr kleinbeerige Sorte.)

Ergo: Der Recyclingkreislauf wurde sehr schnell geschlossen. Schade um die Bäume, die für diesen Katalog sterben mussten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 03. Januar 2010, 01:30:12
Ditmar,die A+S haben vorher sorte Georg probirt :ound dannach Muskat Blau wie kernlos empfunden. ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 03. Januar 2010, 16:05:50
ot
habe meinem kranken rechner erst wieder auf die beine helfen müssen...\ot :P

eine störende kernhaltigkeit von Georg kann ich an meinem standort (2tes ertragsjahr) nicht bestätigen.
vlt. solltest du der sorte noch eine chance einräumen.
Lidi war bei mir im ersten ertragsjahr absoluter rodungskandidat - steinharte kerne mit relativ kleinen beeren.
in den letzten 2 jahren hatte sie große beeren und weiche kerne...

meine meinung zu diesen quietschbunten katalogen kennt ihr bereits.
der glaube kann berge und euros versetzen, beeinflußt aber die weinreben nicht im geringsten! ;D ;D ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Januar 2010, 21:18:14
Werner987
Ungewönlich war,das nur 1 riesen Kern und 3 normale inendrin waren.
Und der war so riesig das man sich anstrengen sollte ihn zuschlüken.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 16. Januar 2010, 14:18:01
Vor einigen Wochen hatte ich mal eine Traube Italia gekauft, an der noch ein ca. 10 cm langes Teil der Rute war. Dieses Stöckchen habe ich mal in Erde gesteckt und nun erscheinen die ersten kleinen Blätter.

Wer kann mir einiges zur Sorte Italia sagen (Sortenbeschreibung, Frostfestigkeit, Reife im Vergleich zu z.B. Muskat Bleu oder anderen Standardsorten)?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 16. Januar 2010, 16:48:18
Hallo Dietmar,

schön, dass es einer wieder mal bis ins Forum geschafft hat.

Re:Tafeltrauben 2008
« Antwort #1116 am: 08.09.2008 - 20:21:23 Uhr

hier hat Traubenfreund schon darüber geschrieben.

Wenn ich noch ein paar Daten aus meinem "schlauen" Buch nennen darf:

Der Züchter der Italia Traube ist A. Pirovano aus Rom.
Es ist eine Kreuzung aus Bicane x Muscat Hamburg (1911). Reife spät (Sept.-Nov.), Trauben groß, locker - Beeren elliptisch - sehr groß - Haut dick. Gute Transporteignung, mildes Muskataroma und fleischige Beeren.
Synon. Idéal (Frankfreich), Muscat d`Italie (Marokko, Tunesien), Pirovano 65.

Gruß Sandor
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 16. Januar 2010, 20:42:43
@sandor

Vielen Dank!

Eine späte Sorte ist leider nichts für meinen Standort. Bei mir kommt alles etwas später, meist ca. 4 Wochen, z.B. 2009 Muskat Bleu Anfang Oktober.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 16. Januar 2010, 20:48:29
@sandor

Der Link in diesem Beitrag von Traubenfreund funktioniert bei mir leider nicht.
Wie ich Traubenfreund kenne, hat er die Italia im Gewächshaus bzw. unter Plane. Das geht bei mir leider nicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 18. Januar 2010, 22:17:58
Ich finde es nicht in Ordnung, dass der Thread "Rotfleischiges Kernobst" die roten Tafel- bzw. Weintrauben außer acht lässt. Die sind schließlich auch rot und Kerne haben die auch mehr als genug. ;D ;D ;D

Das musste schließlich mal gesagt werden. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Gurke am 19. Januar 2010, 08:32:08
dann beteilige dich doch dort mal mit einem schönen Beitrag über deine Schätze ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 23. Januar 2010, 11:12:59
Ich hatte schon in früheren Beiträgen davon berichtet, dass ich wegen der Klimaabkühlung darüber nachdenke, meine Traubensorten nach und nach umzustellen. Die Reifezeiten haben sich in den letzten Jahren immer mehr verschoben.

Ich werde also die späteren Sorten durch frühe bzw. sehr frühe Sorten ersetzen. Neben den Reiefezeiten muss ich aber auch wegen den in den letzten Jahren sehr tiefen Wintertemperaturen ein starkes Augenmerk auf die Winterfestigkeit und die Blühempfindlichkeit und die Blühzeiträume werfen.

Allerdings möchte ich keine Reben mit Foxton einführen.

Mich interessieren also Eure Erfahrungen bei sehr frühen Sorten bezüglich Winterfestigkeit, Blühempfindlichkeit (Verrieseln) und Blütezeitraum. Hat jemand schon diesbezügliche Erfahrungen
mit neueren Sorten wie z.B. Murometz und Wostorg?

Hat jemand in osteuropäischen Foren diesbezügliche Informationen gefunden? Dort gibt es diese Sorten ja schon länger.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 23. Januar 2010, 17:01:13
Kennt sich einer mit der Sorte Kyoho aus? Ich habe Holz von einer "Japaner-Rebe" bekommen und vermute eben, dass es sich um Kyoho handelt. Mir wurde mitgeteilt, dass diese Sorte sehr schlecht angeht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 23. Januar 2010, 18:45:42
Siebenstein hat die sorte Kyoho seit etwa 5 jahren im anbau.


Hat jemand schon diesbezügliche Erfahrungen mit neueren Sorten wie z.B. Murometz und Wostorg?
Hat jemand in osteuropäischen Foren diesbezügliche Informationen gefunden?

Siebenstein.
im Ukrainischen forum wurden diese sorten besprochen.
die google-übersetzung ist noch verbesserungswürdig.
mit "Begeisterung, Ecstasy, Delight" wird jeweils die Wostorg (-familie) umschrieben.

 Wostorg-Sorten

 Murometz
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Renegat58 am 23. Januar 2010, 20:06:51
@ Sandor

Muß durchaus nicht die Kyoho sein. Kann auch die Japanische Isabella oder eine andere in Japan angebaute Rebsorte sein (Bitte scrollen), wie z.B. Pione, Akikuin. In Japans Hauptanbaugebiet hats 2000 mm Niederschlag im Jahr. Die Widerstandfähigkeit der Jap. Traubenzüchtungen kommt von ihren amerikanischen Verwandten und manch andere Eigenschaft auch ;) ;D ;D ;D.

Schlußendlich wäre es schon hilfreich zu wissen, mit was für einen Steckling Du es zu tun hast.

Servus
der Renegat
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 23. Januar 2010, 21:03:19
werner987

Danke!

Nur sollten die Russen bzw. Ukrainer ein besseres Russisch sprechen, damit der google-translater verständlicher übersetzen kann. ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 23. Januar 2010, 21:54:52
@Renegat58

willkommen bei den trauben-fans!
wie es aussieht hast du dich mit dem unterforum vertraut gemacht.
aus der sicht eines newcomers läßt sich oftmals gut beurteilen, wie man ein weinbauforum ansprechender gestalten könnte. die einrichtung einer kathegorie auf der startseite, die sich ausschließlich mit reben beschäftigt, war leider nicht möglich. :-\
für nützliche ideen zwecks verbesserungen wurde der thread Wein- und Tafeltrauben - Sonstiges
eingerichtet.

Die Widerstandfähigkeit der Jap. Traubenzüchtungen kommt von ihren amerikanischen Verwandten und manch andere Eigenschaft auch ;) ;D ;D ;D.

du sagst es. die geschmäcker sind bekanntlich verschieden... ;D
ich nehme an, daß du bereits über ein eigenes rebsortiment verfügst.

Nur sollten die Russen bzw. Ukrainer ein besseres Russisch sprechen, damit der google-translater verständlicher übersetzen kann. ;D


wui ne ponimajete? - don´t worry - be happy! :'( ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 23. Januar 2010, 22:36:12
Zitat
wui ne ponimajete? - don´t worry - be happy!

Trotz des übersetzten Kauderwelschs kann man sich bei mehreren Artikeln einen Gesamteindruck machen. Glücklicherweise sind die ukrainischen Foren und die uns bekannte Internetseite recht rege. Nur den Beschreibungen der Rebschulen darf man wie bei uns nicht vorbehaltlos trauen. Schließlich wollen die recht viel verkaufen, deshalb sind deren Beschreibungen geschönt.

Zur Not verstehe ich den groben Inhalt auch ohne google-translater.

Nur mit den polnischen Foren komme ich nicht so gut klar. Da ist flammeri klar im Vorteil. Zumeist finde ich diese erst gar nicht und wenn doch, gibt es viele entscheidenden Begriffe in keinem Wörterbuch, auch nicht in internet-translatern und internet-Wörterbüchern. Dabei interessieren mich die polnischen Erfahrungen mehr, da das Klima in Polen unserem ähnlicher ist als am Schwarzem Meer.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Renegat58 am 23. Januar 2010, 22:51:58
@Werner
Danke für die nette Begrüßung.
Ich lese schon länger mit und fühle mich so hier nicht fremd.

@Dietmar
Da sind auch Belorussen, Polen und Deutsche im ukrainischen Forum.
Vielleicht hilft Dir auch diese belorussische Site .
Zugegeben ist schon machmal kompliziert mit google zu lesen.

Servus
der Renegat
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 24. Januar 2010, 15:11:08
@renegat58

Ich habe die Seite in die Link-Sammlung aufgenommen. Einige Sorten kenne ich schon, manche habe ich sogar. Es gibt aber viele Sorten, die neu für mich sind.

Informativ sind die Reifezeiten, denn was in Belorussland reift, reift auch bei mir.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. Januar 2010, 16:26:19
auf der seite werden tatsächlich einige neuheiten vorgestellt. 8)
neben Galahad halte ich besonders die sorte Liepajas Dzintars für interessant.
die bemühungen vor einem jahr, die mit einigen positiven eigenschaften ausgestattete frühsorte Galahad zu beschaffen, waren gescheitert.
hat schon jemand in diesem jahr versucht, diese oder andere vielversprechende, neue sorten aufzutreiben? ???
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 24. Januar 2010, 17:01:12
@werner987

Mit Galahad liebäugele ich auch schon seit 2 Jahren, Aber diese Reben waren bisher sehr knapp und teuer. Jetzt kommen diese hoffentlich langsam in den normalen Verkauf.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. Januar 2010, 17:41:40
Ich habe die Seite in die Link-Sammlung aufgenommen.

schau mal in die Linksammlung Obst
dort hat Giaco einige neue einträge hinzugefügt. :D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 30. Januar 2010, 18:11:36
Antes hat vier kernlose Tafeltrauben im Angebot, wobei J. Wolf Sortenschutz hat. Warum bietet er sie nicht selbst an? Er hat sie bis jetzt nicht in seinem Programm. Dies sind Anja, Moritz, Heike und Nicole.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 30. Januar 2010, 19:32:06
seit meinem letzten virtuellen besuch bei Antes hat sich einiges getan.
mit relativen größenangaben (mittel, groß) insbesonders bei kernlosen tafeltrauben ist man vor überraschungen nicht gefeiht. ::)
eine diagnose vor ort (oder in Stutel?) wäre hilfreich.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 31. Januar 2010, 15:14:25
Zu den Sorten:
Galahad ist jetzt in Polen angekommen. Ob er sich wirklich bewährt, wird man dann sehen. Nicht nur die frühe Reife ist wichtig sondern auch krankheitsresistenz.
@Werner: irgendwo meine ich gelesen zu haben, daß Liepaja Dzintars eine Foxton hat. Vielleicht habe ich mich auch verlesen, finde es nämlich nicht mehr.
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 31. Januar 2010, 18:01:40
die pilzfestigkeit der sorte Galahad wird bei vine.com.ua so beschrieben:
pero 2,5 punkte, oidium 3 punkte, fäulnisresistent.
2,5 punkte werden im Ukr./Russ. forum als (fast) gut bezeichnet.
es kann natürlich sein, daß die sorte an anderen standorten weniger positiv auffällt.

achso:
die dortige punkte-skala wird mit 1 - 5   angegeben.
1 ist praktisch resistent
5 nur mit einsatz der größten keule gesund zu erhalten.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 31. Januar 2010, 20:47:41
Galahad wird nach dem Notensystem, wie von Werner erläutert,
von Herrn Pavlie aus Lemberg mit 1 bewertet.
Seine Verkaufsliste ist, da sie auch bei uns bekannte Sorten wie Muscat Bleu (Note 1), Solaris (Note2), Rondo (Note3), Riesling(Note4) enthält, zu Vergleichszwecken nutzbar.

Liepajas Dzintars (Note3) 90 Tage zur Reife, SAT 1900 Dürfte damit sogar in Sächsisch-Sibirien im Rahmen der allgemeinen Klimaabkühlung reif werden ;)
Hier ist sie zu bestellen. (EU machts möglich)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 01. Februar 2010, 17:39:58
@giaco85

Ich kenne diese Rebschule und seinen Besitzer persönlich. Ich war im Frühjahr letzten Jahres dort vorbei gefahren. Der Besitzer ist sehr engagiert.

Allerdings werden Reben im Baltikum vorwiegend in Gewächshäusern angebaut, da dort die Saison etwa 2 Monate kürzer ist. Sehr zeitige und blühfeste Sorten können dort auch an Südwänden reifen.

Allerdings liefert er die Reben ungepfropft.

Der Kontakt in per email in englischer Sprache möglich. Er kann zwar kein Englisch, aber seine Schwester übersetzt.

Man kann auch in Russisch kommunizieren, denn der Besitzer ist Russe.

Lieferzeitraum: zumeist erst ab August, eventl. ab Mitte/End Juli. Eher gibt es nichts.
Titel: Weinreben Anbau brauche Hilfe
Beitrag von: Sam23 am 25. Februar 2010, 11:59:46
Aaaalso........
mein Projekt Pergola nimmt so langsam gestalt an und jetzt gehts an die Bestellung der Weinrebe. Dazu mal ein paar Frage:
Wann kann ich mit den ersten Früchten rechnen?? Was kann ich machen/bestellen damit es früher als 2 Jahre geht??? Oder ist das normal von der Wartezeit her???? Habe die Empfehlung zur Arcadia und Venus bekommen, hat vielleicht jemand damit Erfahrungsberichte??
Danke für eine Antwort im Voraus.
LG
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Günther am 25. Februar 2010, 12:06:51
Mit Glück und guten gekauften Stöcken kanns schon im ersten Jahr früchte geben - ein Faß Wein darfst Du halt nicht erwarten....
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 25. Februar 2010, 20:05:45
@ Sam23: Mit Arkadia und Venus habe ich gute Erfahrung gemacht. Venus ist derzeit die beste kernlose Sorte, die es bei uns zu kaufen gibt - schöne Traube, rel. große Beeren und angnehm weiche Beerenhaut. Arkadia ist eine sehr große, kernarme Traube. Schmeckt lecker - muss aber bei Vollreife schnell geerntet werden. Wenn Du jetzt eine einjährige Pflanze kaufst, kanns evtl. schon im kommenden Jahr eine kleine Ernte geben. Aber eben ohne Garantie. Deine Geduld wird aber belohnt werden!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Damax am 02. März 2010, 21:20:37
 Wennst vielleicht in Würzburg bist, ist's leicht. Die LWG VeitsHöchHeim
macht ua viel mit Speisetrauben - f a n t a s t i s c h !
  tschüsssiii, damax
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Buchsini am 14. März 2010, 16:33:52
Hallo,

wir haben an unserer Terrasse den Blauregen weg gemacht wegen Umbaumaßnahmen.
Wenn alles fertig ist, soll eine Tafeltraube dort angebaut werden.
Ich habe mich jetzt für eine neue Sorte, Arkadia - kernarm, entschieden.
Hat zufällig jemand Erfahrungen damit gemacht und ist die Sorte für das Rheinland geeignet?

LG
Buchsini
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 14. März 2010, 18:58:20
@Buchsini

Das kommt natürlich auf den konkreten Standort an. Wenn zuvor Blauregen dort stand, dann ist es hoffentlich eine Süd- bis Westseite ohne allzu viel Abschattung.

Dies vorausgesetzt, wirst Du mit Arkadia vom Klima her keinen Ärger haben. Arkadia ist eine recht zeitige Sorte, so dass sie auch bei nicht ganz optimalen Bedingungen ausreift.

Meine Arkadia haben den vorletzten Winter mit deutlich unter -32 °C alle überlebt, wenn auch mit einigen Blessuren. Solche harten Winter gibt es im Rheinland bisher noch nicht. Bei mir waren die Trauben bei Arkadia im vergangenen Jahr etwa Mitte September reif. In Weinbaugebieten war dies deutlich zeitiger.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 14. März 2010, 19:06:48
Kennt jemand die Sorte "Matish Janish"?? Habe heute zufällig eine Rebe dieser Sorte bekommen. Hab aber keine Ahnung, was das ist. Angeblich soll sie rosèfarben sein.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Buchsini am 14. März 2010, 19:47:12
Hallo Dietmar,

ja, es ist Südseite.
Dann ist ja fast alles paletti....jetzt muss ich noch wissen bis wann ich die Traube noch pflanzen kann und wie ich den Boden aufbereiten muss damit der Wein auch wachsen und gedeihen kann.

LG
Buchsini

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 14. März 2010, 21:48:04
@Buchsini

Wenn es möglich ist, würde ich den Boden ca. 0,5 ... 0,6 m tief auflockern bzw. eine entsprechende schmale Grube ausheben.

Beim Substrat hat jeder sein eigenes Rezept.
Beispiel:
Gartenerde + 30 % reifer! Humus + eine Hand voll Gartenkalk mit Magnesiumkarbonat

Nur Blumenerde auf Torfbasis ist nicht geeignet, da Torf zwar den Boden auflockert (positiv), aber Torf praktisch nährstofflos ist und der enthaltene Mineraldünger nach einem Jahr verbraucht ist. Man kann aber Blumenerde oder Torf zu etwa 30 % zusetzen, wenn kein reifer Kompost vorhanden. Wenn Lavastreu oder Perligran vorhanden, dann kann dieses auch bis 30 bzw. 10 % zugesetzt werden. Wichtig ist, dass die Rebe bei Regen nicht in stauender Nässe steht.

Reben sind Tiefwurzler, d.h. in etwa 3 Jahren wachsen die Wurzeln bis etwa 1,5 m tief. Ab diesem Zeitraum brauchen die Reben auch bei Trockenheit nicht mehr gegossen werden. Das gilt natürlich nur, wenn dies auch möglich ist, d.h. wenn zumindest breitere Spalten zwischen den Steinen unter dem Pflanzloch vorhanden sind.

Pflanzzeit:

Arkadia gibt es als getopfte Reben. Diese können in der frostfreien Zeit gepflanzt werden. Falls möglich, ist aber die Pflanzung im Frühjahr besser (April/Mai). Gelegentliche Nachtfröste sind nicht kritisch - es kann also vor den Eisheiligen gepflanzt werden. Dabei darauf achten, dass die Veredelungsstelle etwa 5 ... 10 cm über dem Boden ist. Ansonsten bringt der Edelreis Wurzeln und fällt von der Unterlage ab.

Empfehlung: Falls Du das erste Mal Reben anbaust, unbedingt über Erziehung und Rebschnitt kundig machen. Ohne Erziehung wird nichts. Viel Erfolg!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Buchsini am 14. März 2010, 22:23:54
Hallo Dietmar,

danke für die Info. Das hilft mir schon sehr gut weiter. Und wegen dem richtigen Schnitt muss ich in der Tat auch noch nachfragen. Aber das hat jetzt erst noch etwas Zeit.
Da wir wieder an die Mosel fahren dieses Jahr kann ich bei der Gelegenheit auch einen Winzer fragen.

LG
Buchsini
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. März 2010, 22:22:13
Kennt jemand die Sorte "Matish Janish"?? Habe heute zufällig eine Rebe dieser Sorte bekommen. Hab aber keine Ahnung, was das ist. Angeblich soll sie rosèfarben sein.

Hallo Siebsteien,

So verballhornt man Namen ;D Versuche es mal hier :D
VG
Schiako ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 18. März 2010, 22:33:37
offenbar das gleiche wie muskat ottonel, falls das weiterhilft.
(das namenschaos bei den muskat-sorten ist zum haareraufen)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. März 2010, 22:56:25
@max
Naja nicht ganz muskat ottonel, ist nur der Vater ;)===> (Chasselas Violett x Muscat Ottonel)
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 18. März 2010, 23:01:48
stimmt.
hab nicht genau hingeguckt und das krezungs-x übersehen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 19. März 2010, 09:51:18
Danke für Eure Antworten. Froh bin ich über den Inhalt allerdings nicht :(.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 20. März 2010, 19:18:31
matish janish erinnnert mich vom namen an eine ebenfalls mir bekannte rote sorte mit muskatgeschmack. wird auch in deutschland vertrieben und möchte deshalb nichts falsches hier behaupten.


@giaco:

bitte stell mal bilder ein wenn die sorte blätter hat und achte auf rotes holz wenn es unreif ist und spitzige, stark gezahnte kaum gelappte, etwa durchschnittlich große blätter die wie reine europäer ausschauen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 21. März 2010, 09:10:58
matish janish erinnnert mich vom namen an eine ebenfalls mir bekannte rote sorte mit muskatgeschmack. wird auch in deutschland vertrieben

Was is denn das für eine Sorte? Ich hab noch mal bei meinem "Lieferanten" nachgefragt. Die Sorte ist angeblich sehr groß (ähnl. Arkadia) rosèfarben und soll zudem noch sehr gut schmecken.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 23. März 2010, 22:00:06
@siebenstein

ich werf da nicht gern mit vermutungen um mich. mir ist aber inzwischen wohl bekannt wie durch wortneuschöpfungen bzw. neuer namensgebung die verkäufe angeblich neuer sorten angeheizt werden. wieso ich das nicht mache ist mir ein rätsel, gute alte sorte, neuer name der gut klingt und schon hat man einen verkaufsschlger.


ein paar beispiele

sweety
piroschka
boskoops glorie hell
venus hell
paradiestraube
rosamunde
dea

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lucelli am 24. März 2010, 07:52:47
@ trauben-freund

Kannst du uns verraten, welche bekannten alten Sorten sich hinter Piroschka, Rosamunde und Dea verbergen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Windsbraut am 24. März 2010, 08:36:04
Ich habe für unsere Süd-West-Pergola an einem Südhang im Siebengebirge/Rheinland jetzt die Sorte Frumoasa Alba bestellt, weil sie in vielen Foren (auch hier) als sehr frostharte und vor allem sehr leckere Sorte empfohlen wird. So sonnig unsere Lage auch ist, so sehr scheinen wir doch in einem Winter-Kälteloch zu wohnen - wir wohnen mitten im Siebengebirge in einem kleinen Tal in 140 m Höhe, und erfahrungsgemäß ist es bei uns immer einige Grade kälter als auf den höheren Lagen. In den letzten beiden Wintern hatten wir mehrfach Temperaturen unter minus 22 Grad.

Hat jemand von euch Erfahrung mit der Sorte und kann eventuell besondere Tips geben?

Danke schon mal!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 24. März 2010, 21:49:24
Hallo Stefanie,

bei mir steht Frumoasa Alba im 4. Jahr (3. Jahr am jetzigen Platz). Ihr haben bei guter Holzreife insgesamt 4 Nächte zwischen -20/-22 °C nichts ausgemacht. Sie ist bei mir freistehend um den 20. September genußreif gewesen. Mein persönlicher Liebling von den neuen osteuropäischen Sorten, die bereits im Ertrag sind. Die Familie und auch die Freunde stehen mehr auf die Arkardia und Ihre Schwestern.
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Windsbraut am 25. März 2010, 12:07:24
Dankeschön - das hört sich ja schon mal gut an!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 25. März 2010, 16:20:38
Ich halte Frumoasa alba geschmacklich für eine der besten Sorten. Aber richtig reif muss sie sein!! Optisch ist sie auch sehr ansprechend.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Windsbraut am 25. März 2010, 16:22:36
Schön - ja, genau das hatte ich gehört. Die Geschmacksbeschreibung gefiel mir, die nicht zu frühe Reife, und frosthart und pilzresistent soll sie ja auch sein.

Na, dann freu' ich mich mal. Und hoffe, dass ich die Erziehung und den Schnitt in den nächsten Jahren richtig hinkriege..........
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. März 2010, 17:00:53
Frumoasa Alba hatte ich 2008 gepflanzt. 2009 konnte ich bereits ein paar trauben ernten.
die sorte scheint sehr fruchtbar zu sein, deshalb dünnte ich einige trauben aus.
ich bin gespannt, wie sie den diesjährigen winter überstanden hat - tiefsttemperatur -27 grad.
auf Wirtualna Winnica wurde die frosthärte mit -25 grad angegeben:
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 25. März 2010, 22:09:43
@Siebenstein
Auf der Suche nach "Matish Janish" habe ich die Datenbank VIVC vom Geilweilerhof geprüft. Gib mal dort MATHIAS IANOS ein. Du kommst Deiner geheimnisvollen Rebe ziemlich nah. Dies mal sind die Kreuzungspartner MUSCAT OF ALEXANDRIA X CHASSELAS ROUGE. Ich nehme an der Originallieferant kommt aus Ungarn / Österreich.?
Es bleibt wie immer spannend hier.
VG
Giaco
 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 25. März 2010, 23:36:00
@giaco

na da siehst du mal, die hab ich am geilweilerhof gar nicht gesehn, mal schaun ob sie mir im nächsten jahr auffällt. roter gutedel* m. alexandria, klingt gar nicht schlecht. ich muss in diesem jahr mehr als 1.5 tage für den geilweilerhof einplanen, die amerikaner kann man sích dort fast sparen bis auf 10 sorten. dafür müsste man bei den 400-500 interessanten einfach ruhig und konzentriert durchgehn.


@stefanie

frumoasa trägt auch bei mir gut und holzreife mit die beste aller bei mir stehenden sorten. früh und frostfest. pilzfestigkeit sehr gut.

negativ: die fruchtqualität lässt dann schnell nach wenn reife erreicht ist. sprich, kurzes erntefenster.


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Windsbraut am 26. März 2010, 11:48:40
@stefanie

frumoasa trägt auch bei mir gut und holzreife mit die beste aller bei mir stehenden sorten. früh und frostfest. pilzfestigkeit sehr gut.

negativ: die fruchtqualität lässt dann schnell nach wenn reife erreicht ist. sprich, kurzes erntefenster.

Na, dann muss die gesamte, auch entfernteste Verwandtschaft mitessen .... Und bis zur Rekordernte dauert's ja sicher noch ein Weilchen........
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: MauerBlümchen am 26. März 2010, 15:33:50
Salue!

Wir suchen für die Berankung eines Sitzplatzes ( Südostausrichtung, Lehmboden. Weinbauklima 7b) eine blaue Traube :

-möglichst mehltauresistent, robust, die möglichst ohne Chemiespritzaufwand auskommt,

 -eine Traube, die nicht nur gut schmeckt , sondern auch noch gut aussieht, vielleicht sogar mit rot färbendem, schönem Herbstlaub...

Was könnt Ihr empfehlen?
Gruss aus Südbaden

P.S.: Zu Muscat bleu steht hier im Thread, dass sie verrieslungsanfällig ist?!


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 26. März 2010, 18:04:50
Muscat Garnier ist ein verwandter von Muscat Bleu mit weniger neigung zum verrieseln und kleineren kernen.
beide sorten haben gelbes herbstlaub, was bei blauen trauben eher ungewöhnlich ist.

schau dir doch einmal das umfangreiche rebenangebot von Schmidt und Steinmann an.
dann kannst du gezielt nach erfahrungen dich interessierender sorten fragen.
die geschmäcker sind bekanntlich verschieden - neutral, muskat oder fox.

http://www.rebschule-schmidt.de/
http://www.reben.de/
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 26. März 2010, 18:34:58
Bei den genannten Rebschulen bin ich öfters mal zu Besuch auf deren Seiten. Einfach nur so zum schmökern und schauen wie meine Trauben (hoffentlich) auch mal aussehen.
Was mir dabei auffällt ist, dass schon ziemlich viele Sorten ausverkauft sind.
Wann im Jahr stellen denn Rebschulen ihr neues Sortiment ins Netz?
lG Urmel
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 26. März 2010, 18:59:11
Hallo Urmele,

Nach meiner Erfahrung pauschal gesagt: wenn das Laub gefallen ist,
also irgendwann zwischen September und November.
Falls Du etwas spezielles suchst, lohnt es sich auch früher anzurufen und sich beraten zulassen.

Um die Sortenempfehlung zu erleichtern, schreibt ruhig noch was über Eure Geschmacksvorlieben. Sind Kerne ein Problem? Wann sollen die Trauben ungefähr reif sein?

LG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: MauerBlümchen am 28. März 2010, 13:08:29
ad Werner: Vielen Dank für die guten Links: habe inzwischen einige Favoriten gefunden und beschlossen, nicht nur eine, sondern mehrere Sorten von früh- bis spätreifend zu kombinieren.

Ja, Urmele: vorallem die Trauben mit Besonderheiten wie kernlose Venus oder farbknallige Piroschka sind natürlich am schnellsten vergriffen. Aber auch alle mit sehr guter Pilzresistenz wie die Ganita, Galanth, Osella: alle drei vom Freiburger Weininstitut, wohin ich morgen gehe: vielleicht gibt es ja dort noch einige Exemplare. Werde berichten.

ad Giaco: Kernlos, -arm ( womöglich auf Kosten des Geschmackes) ist für mich nicht erste Priorität. Uns interessieren vorallem auch die Trauben, Geschmäcker, die es sonst so im Supermarkthandelundco nicht gibt.

Fast alle Trauben werden als frühreifend beschrieben. Da wir es hier lange warm und sonnig haben, suche ich noch nach spätreifenden, lange anhängenden roten Trauben. Gibt es hierzu vielleicht noch eine Empfehlung?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 28. März 2010, 15:16:14
Die 3 von Dir angeführten Sorten sind nicht mehr erste Wahl.

Ich empfehle:
- Arkadia, Juliana, Kodrianka (blau), Palatina und Wostorg von den frühen bis mittelfrühen Sorten
- Frumoase Alba von den mittleren und
- Straschinski (blau) und Rhea (rot) von den späteren Sorten

Piroschka ist nicht sehr pilzfest.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 28. März 2010, 15:17:16
das Freiburger weininstitut befaßt sich vorrangig mit der züchtung neuer keltertrauben.
ab und zu entsteht dabei eine sorte, die auch als tafeltraube geeignet ist. ::)

die größenangaben der trauben und beeren beziehen sich auf das verhältnis zu anderen keltertraubensorten. man sollte sich daher nicht wundern, wenn die beeren und trauben nur eine mittlere größe in bezug auf andere tafeltrauben haben. :-\ geschmacklich finde ich die Freiburger sorten gut (Garant = weiß = sehr gut).

als ultimative späte, sehr resistente, blaue tafeltraube habe ich z.z. Georg, fruchtig süß.
die letzten trauben erntete ich am 20.12.2009 (seite 24). 8)
eine hohe widerstandsfähigkeit hat Festivee, mittelfrüh mit etwas größeren beeren und trauben, großen blättern und schönem rotem herbstlaub. Ontario wurde auch im forum wegen dem roten herbstlaub hervorgehoben, beide mit leicht geleeähnlichem fruchtfleisch.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 28. März 2010, 20:59:39
@dietmar:

kann deine liste nicht so stehn lassen wenn es geschmacksvielfalt geht:

was hältst du davon:

früh: venus(fruchtig/erdbeerig), triumph d`alsace(blaubeeren), himrod (gummibeerfen)
mittel: arkadia (ananas), pölösky (muskat), tonia( traube, leicht muskat)
spät: theresa ( rein traube), moldowa(fruchtig)


hab nur resisitente aufgezählt bis auf tonia. bei nicht resistenten würde man natürlich noch weiter greifen können aber hat ja keinen wert im hobbygarten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 28. März 2010, 21:05:01
Geschmack ist eben Geschmackssache. Frage 5 Leute, und Du bekommst mindestens 6 Meinungen. ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 31. März 2010, 18:50:06
Knopst es schon?

Mittlerweile sprießen auch in meinen randsibirischen Lagen bei ca. 10% der Rebsorten die Knospen, aber leider nur solche "ferner-liefen"-Sorten, die ich zum Teil roden will, z.B. Original. Bei den restlichen Sorten rührt sich noch nichts, so dass man noch nicht erkennen kann, wie die Reben den Winter überstanden haben..
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 31. März 2010, 20:21:57
das knospenschwellen ist ca. an einem drittel meiner reben erkennbar.
es sieht z.z. uneinheitlich aus, die vorher mit schnee bedeckten unteren bereiche haben vorlauf, oberhalb lässt sich noch keine eindeutige aussage treffen.
ich hoffe, daß sich die reben mit dem knospenaufbruch noch zeit lassen. mit erneutem kälteeinbruch im april wäre der blütenansatz bereits ausgetriebener augen hinfällig. :o
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 02. April 2010, 17:34:33
Hallo,

ich möchte gerne mal wissen, wie die Trauben der Unterlagen 5BB, SO4, 125AA und Binova aussehen oder schmecken?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 03. April 2010, 19:55:50
die fruchteigenschaften der unterlagen dürften qualitätsmäßig unter den Uhudler-sorten liegen, ansonsten würde man sie auch als direktträger-reben anbieten.
für die selektion der unterlagen waren andere eigenschaften wie reblauswiderstand, wuchsstärke, anpassung an verschiedene bodentypen, blühfestigkeit und affinität zu edelsorten maßgebend.

rebschulen in Deutschland importieren ihre unterlagen meist aus Frankreich oder Italien.
vlt. kannst du in dortigen foren mehr über die unterlagen erfahren.
meine Solnoczka ist auf Cr2 veredelt. wer kennt sich mit dieser osteuropäischen unterlage aus?

ich wünsche allen schöne feiertage. :D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 03. April 2010, 22:21:00
Hallo Werner,
hier steht was dazu: http://www.winnica.golesz.pl/ABC-zakladania-winnicy.html.
CR2=Craciunel 2 ist eine tschechische Unterlage V.Berlandieri x V. Riparia und wird für schwere, tonige Böden empfohlen. Wächst stark und verträgt gut vorübegenden Wasserüberschuß. Auf schwachen Böden wächst sie schwächer.
Verträgt bis 15%Kalk. Trotz starkem Wachstum verlängert nicht die Vegetationsdauer der aufgepfropften Sorte. Widerstand gegen Reblaus und Frost hoch.
Gut für schwächer wachsende Sorten, erhöht die Fruchtbarkeit, hat selbst eine mittlere Vegetationsdauer.
Das so im Großen und Ganzen das Wichtigste, vergleichbar mit 125 AA nur einen Deut besser, was die Fruchtbarkeit und Vegetationsperiode betrifft.
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 03. April 2010, 22:22:31
ich möchte gerne mal wissen, wie die Trauben der Unterlagen 5BB, SO4, 125AA und Binova aussehen oder schmecken?

Wir haben eine Menge wildgefallener Weinberge in der Gegend, in denen immer wieder die Unterlagen durchgetrieben haben, während das Edelreis wegen Dauermehltaubefall verdorrt.

Welche Unterlagen jeweils genau verwendet werden, weiss man natürlich nicht, aber die daraus wachsenden Reben zeigen eine erstaunliche Vielfalt. Die meisten tragen blaue Beeren, erbsengross, extrem lockerbeerige Trauben, grosse Kerne, sauer. Weisse Beeren sind in der Regel grösser und kompakter, aber der Geschmack grässlich blumig, weder als Saft noch als Gelee zu gebrauchen. Im Mund etwas schleimig, ebenfalls viele Kerne. Aber alle Reben sind kerngesund, ich habe noch kein Jahr erlebt, in dem irgendeine echten oder falschen Mehltau gehabt hätte oder Ausfälle wegen Frost.

An einer Stelle gibts eine wildwachsende Rebe, bei der ich mir überlege, sie zu vermehren. Ebenfalls kerngesund, wächst 10m hoch in einen Baum hinein, trägt jährlich -zig Kilo blaue kompakte Trauben, die als Saft wirklich gut sind. Voller Traubengeschmack, kein Foxton. Vielleicht ein Zufallssämling aus einer Unterlagsrebe und einer vinifera-Sorte. Entdecken sie die Vögel zu früh, ist sie innerhalb eines Tages komplett abgefressen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 03. April 2010, 23:54:05
@flammeri

danke für deine information über die CR2-unterlage.
anscheinend hat die unterlage noch nicht gemerkt, daß sie auf karnickelsand wurzelt. ;) ;D
(die große pflanzgrube wurde allerdings mit reichlich kompost aufgebessert.)
immerhin ist die Solnoczka auf CR2 im pflanzjahr über 4 m gewachsen.


@cydorian

ich finde es schade, wenn weinberge verfallen und sich selbst überlassen werden.
ein wertvolles kulturgut geht verloren...viele trauben-freunde würden sich freuen, einen kleinen weinberg zu besitzen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. April 2010, 11:33:09
@Werner.
Ich habe CR2 in der reihe sitzen,zusammen mit C5 und 5BB.
Das Laub ist heller wie bei der 5BB,C5 und die Bläter riesen groß.
Im Herbst als lezter,erst mite bis ende November das Laub vberloren.
Jezt im Früjahr, die Augen von 5BB und 5C schon lange geplazt und sind ca auf 3-4mm geschwolen und bei der CR-2 bewegt sich noch garnichts.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 04. April 2010, 18:05:54
ich finde es schade, wenn weinberge verfallen und sich selbst überlassen werden.
ein wertvolles kulturgut geht verloren...viele trauben-freunde würden sich freuen, einen kleinen weinberg zu besitzen.

Die Realität des Winzerdaseins in den hiesigen kleinteiligen Hanglagen mit Trockenmauern sieht anders aus. Das ist eine knallharte Sache, die viele schon aus Gesundheitsgründen nicht machen können. "Alles ausser Winzer", so ein häufiger Satz. Im Nachbarort waren es mal 70 Hektar Rebflächen, heute noch 0,5 Hektar.

Der Hobbyspass hört ganz schnell auf, wenn man ein paar Ar bewirtschaftet und Trauben für Centbeträge pro kg verkaufen muss, um Maschinen und Spritzmittel wenigstens teilweise zu finanzieren, ab jetzt bis in den Oktober ständig mit einem Kleintraktor oder Allradfahrzeug plus Gerät im Anhänger die Feldwege raufkeucht, um zu arbeiten. Im Winter Schnitt und Trockenmauern aufschichten, ein Job der einem das Kreuz bricht. Das ist eine andere Kategorie wie wenig krankheitsanfällige Tafeltrauben für sich und die Bekanntschaft anzubauen, vielleicht sogar noch in der Nähe der eigenen Wohnung. Ich hab hier schon mehrmals Weinberge geschenkt angeboten bekommen. Kann ich nicht machen, denn ich kenne den Aufwand und den kann fast keiner leisten.

Wer etwas verkaufen will bzw. muss, bekommt es auch noch mit einer Bürokratie und Kontrollwut zu tun, die ihresgleichen sucht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 04. April 2010, 23:12:14
die erzeugung konventioneller keltertrauben ist aufwändig. der markt wird mit billigem importwein überschwemmt.
selbst wer das entsprechende know-how mitbringt braucht eine gehörige portion idealismus. da gebe ich dir vollkommen recht.

ich hatte auch eher an pilzwiderstandsfähige kelter- oder tafeltrauben mit überschaubarer fläche gedacht. ;)
für den regionalen vertrieb von tafeltrauben sehe ich durchaus chancen, höhere erlöse sind möglich.
der gesetzliche rahmen für den anbau der tafeltrauben wurde in Deutschland leider erst vor wenigen jahren geschaffen.
mein letzter kauf von importtafeltrauben im obsthandel bestätigte erneut, daß sie geschmacklich nicht mit hier erzeugter ware mithalten können :P...die optik ist halt nicht alles.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 04. April 2010, 23:42:06
für den regionalen vertrieb von tafeltrauben sehe ich durchaus chancen, höhere erlöse sind möglich.

In der Praxis ist es schwierig. Sieh dir mal die Grosshandelspreise von Tafeltrauben an. Glaubst du, die rücken dir die eine Kommastelle nach rechts, wenn du mit guter Ware ankommst? Kannst du gleichmässig hohe Mengen liefern? Hast du die Logistik und die Zeit für Lieferungen in Läden oder Grossmärkte? Kannst du mit dem Einzelhandel verhandeln? Oder willst du wochen/monatelang in der Erntesaision ab frühmorgens einen Marktstand aufbauen, um selbst zu vermarkten, nachmittags dann ernten, nachts den Papierkram erledigen und an Abrechnungen sitzen? Wenn du erfolgreich bist, bist du auch flexibel genug um mit steigender Konkurrenz und veränderten Anforderungen zurechtzukommen? Die "early adopter" sind selten die, die das Geschäft machen. Im Gegenteil, das sind die, für ihre Ertlingserfahrungen und Eisbrecherdienste teuer bezahlen.

Eine Anlage aufziehen ist kein Problem, wenn man die Investitionskosten tragen kann. Sich dann zu halten, Umsatz und Gewinne zu generieren von dem man leben kann oder so effizient zu arbeiten, dass man es im Nebenerwerb betreiben kann, wer das schafft vor dem habe ich höchsten Respekt.

Aus Geniessersicht ist die Sache klar: Das Zeug im Laden, "Italia", "Thompson Seedless", "Red Globe", "Barlinka"... meistens aromaarmer Schrott im Vergleich zum eigenen Anbau. Also müsste doch gute Ware Marktchancen haben. Wenns nur so einfach wäre... diverse verzweifelte Winzer versuchen ja auch längst, mit Tafeltrauben wieder mehr Boden unter den Füssen zu bekommen. Anbauerfahrung, Technik, Fläche und betriebswirtschaftliche Ahnung sind da ja schon vorhanden. Fakt ist, dass sie in dem knallharten Preiswettbewerb des deutschen Einzelhandeln keinen Fuss in irgendeine Tür bekommen. Das läuft ganz anders wie in der Schweiz, wo die heimischen Tafeltrauben ein Erfolg geworden sind. Es bleiben die Hofläden und andere Brosamen: http://www.zabergaeu-tafeltrauben.de/index.html
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. April 2010, 23:49:06
@cydorian
Ich brauche für 20 ar kein Traktor noch.Es reicht ein AS-mäher,SOLO spritze,5l sprüer,das krigt mann bei Ebay für ca 800 Euro.
Firma SPIESS-URANIA bittet spritzplan für TAFELtrauben und bittet spritzmitel in kleinen mengen.
Ich sehe das nicht so dramatisch.
Muss aber zustimen das weintrauben pro kilo zwischen 55 und 87 Cents ligen.Dafür tafeltrauben bis 3 euro pro kg.
In der Schweiz wird Muskat blau sehr erfolgreich angebaut.Warum bei euch nicht oder bei uns nicht?
Wenn Sie 10ar anlegen als Bio-trauben,nach fünf jahren werden begeisterte Menschen ihnen schon nachmachen.
Die meiste menschen bei uns die versucht haben auf tafeltrauben umzustegen,haben nur wenig erfolg gechabt.Zuwenig information gehabt für erziung an Obsttrauben.
In der nechsten 10 jahren werden immer mehr menschen obsttrauben erzihung verstehen und machen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 05. April 2010, 08:55:14
Für welche Trauben gelten deine Preise? 2005 wurden für Tafeltrauben im Grossmarkt 70 bis 90ct bezahlt, ansonsten schwanken sie um den Mittelwert von 1,2 EUR. Beste Qualität bringt 30ct pro kg mehr, ebenso Biotrauben. Anbau mit T-Erziehung und Tropfbewässerung, häufigste Sorten Fanny und Muscat bleu.

Der Anbau ist schon vor zehn Jahren freigegeben worden und seither wird auch viel dafür getrommelt, in die Tafeltraubenproduktion eibzusteigen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 05. April 2010, 21:58:00
@cydorian
Du hast natürlich recht,was preise betrift.
Wir haben im Dorf ein Winzer,der ca 25ha Weinberg hat.Unter 7 Euro verkauft er keine flasche Wein.
Sogar 70% seines ganses Weines,verkaft er an einen Kunden,obwol im Supermarkt(Aldi,Lidl) bekommt man in Tetrapak 1,5l pack für 0,99Euro.

Wir müssen wirklich versuchen,die sorten zufinden,die besser aussehen und besser schmeken wie im Supermarkt.Dann werden unsere weinberge widerbelebt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 10. April 2010, 20:32:22
Hallo zusammen,
jetzt brauche ich noch mal Eure Hilfe. Da ich keinen guten Platz mehr habe, muß ich alles nutzen, daher möchte ich 2 Reben an einen Rosenbogen setzen. Nur weiß ich nicht, ob sie sich eignen. Kurzum könnt ihr mir schreiben, welche nicht ganz so wüchsig sind und am Zapfen fruchten. Es suchen noch einen Platz: Einset seedless, Himrot, Canadice, Century und Beauty seedless.
Vielen Dank im voraus Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 10. April 2010, 20:48:24
@flammeri

wo hast du denn beauty seedless her?!

himrod sollte lang geschnitten werden!

century trägt am zapfen sehr gut , würde sagen sogar besser als lang. schneid sie nur noch kurz, so 7-9 augen pro stock, der hat 1m um sich auszudehnen.


einset und canadice tragen auch kurz (in veitshöchheim gesehn). bei mir mit viel glück erste beeren, letztes jahr gepflanzt. gerade einset überzeugt durch aromavielfalt. manchmal reiner erdbeerton, dann wieder kaum und sehr aromatisch, manche sagen es geht sogar richtung vanille.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 11. April 2010, 17:10:41
@traubenfreund:
Danke Dir für die Infos. Alles andere per PN.
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 18. April 2010, 15:22:46
Die osteuropäischen Sorten außer Rhea sowie NYM, Glenora und Callastra lassen die Knospen schwellen. Bei den anderen Sorten tut sich noch nichts.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 19. April 2010, 19:54:04
@dietmar

da bin ich mal froh, dass es nicht nur mir so geht und ich wieder (neidisch) auf die so weit fortgeschrittenen vom klima bevorteilten schaue. die woche soll es aber frost geben, deswegen ist es vllt. gar nicht so schlecht, dass die reben (erst) beim schwellen sind. heute 20°C, wenns noch paar solche tage hat wird wohl auch bei mir langsam das grün im weingarten einziehn.

hardle, NYM, Venus und esther am weitesten, andere noch im tiefschlaf




hab mal meine liste komplettiert aber nur mit sortennamen, keine neuen beschreibungen
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 20. April 2010, 19:18:22
Jetzt wirds spannend!
Am weitesten ist bei mir die Naranczisu, da gehen die Knospen schon auf.
An allen anderen sind die Knospen schon dick geschwollen, sogar an den dreien, welche mit eine Wühlmaus kurz nach der Pflanzung dicht oberhalb der Wurzeln abgebissen hatte. Die hatte ich dann einfach auf gut Glück in Töpfe gesteckt (war noch ungefähr 10 cm Stengel von der Unterlage dran) und den Austrieb auf 2 Augen zurückgeschnitten.
Nur beim Phillip ist noch gar nichts zu sehen, weiß noch nicht mal, ob er den Winter überstanden hat.
Ich kanns kum noch erwarten, immerhin ist es das erste Mal, dass in meinem Garten Trauben wachsen!
Hoffentlich wirds nicht mehr zu kalt, vielleicht gibts sogar schon ein paar Beeren zum kosten.... :D

Übrigens, die Maus hat das Attentat nicht überlebt, da kenn ich keinen Spass >:(
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 20. April 2010, 21:00:15
Übrigens, die Maus hat das Attentat nicht überlebt, da kenn ich keinen Spass >:(

also meine katzen mögen mäuse :D.....zum fressen gern. ;D
vlt. überwachsen die abgefressenen stellen mit kallus.
eine katze nutzt die reben als klettergerüst, um sich am fenster lautstark bemerkbar zu machen.
dabei brach eine bogrebe. es ist erstaunlich, wie schnell der heilungsprozeß verläuft.
voraussetzung ist eine stelle mit intakter rinde und einer verbliebenen holzbrücke.

hier in "west-sibirien" sind einige knospen von Naranczizu im wollestadium.
Gunnesch und Lidi haben bbch 12 erreicht, gefolgt von Olympiada mit bbch 10.

mein Catalpa Bignonioides zeigt noch keine entwarnung. :-\
wenn er austreibt ist die nachtfrostgefahr gebannt.
die genannten rebsorten wachsen allerdings im schutz der südwand.

[td]

Gunnesch 20.04.2010

[/td]
[td]

Lidi 20.04.2010

[/td]
[/table]
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 21. April 2010, 06:10:02
Oh, sind Deine schon schön :D
--------------------------------------------------------------------------------
Zitat von: Werner987

also meine katzen mögen mäuse :D.....zum fressen gern. ;D
hier in "west-sibirien" sind einige knospen von Naranczizu im wollestadium.
[quote

Die mag unser Dicker auch er lauert ihnen sehr geduldig auf und manchmal "spendiert" er mir großzügig eine...
Nur Wühlmäuse sind ja feige, die trauen sich nie raus.

Hihi, wenn Du in Westsibirien gärtnerst, sinds bei mir die Nordalpen...
Hoffe einfach auf unser Mikroklima und dass es keine so kalten Nächte mehr gibt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 21. April 2010, 21:15:07
@werner987

Du musst in einer warmen Ecke von Sibirien wohnen. Bei mir ist noch keine Rebe auch nur annähernd so weit.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 21. April 2010, 23:34:58
@Dietmar

ein gepflasterter hof mit windschutz ermöglicht höhere temperaturen als in der umgebung.
allerdings funktioniert das nur zuverlässig bei wolkenfreiem, sonnigen himmel.

im vergleich der monatstemperaturen im gartenjahr hatte ich 2010 manchmal die rote laterne (messung in 1,50 höhe im schatten). neben den wintern sind die kontinentalen sommer in Sibirien auch nicht zu unterschätzen. ;) ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 23. April 2010, 13:27:09
@werner

dein vegetationsvorsprung ist der wahnsinn :o war gestern in einem fränkischen weinbaugebiet, da waren die reben nicht annähernd soweit, bestimmt 7 tage hinterher. wind zerstört übrigens die besten mikro-klimata. müsste nachschaun aber schon bei wenigen km/h ist der effekt des hitzestaus wieder dahin.


@all

wie sieht es bei euch mit frostschäden nach dieser sehr kalten nacht aus?? manchmal hat es auch seine vorteile nicht ganz soweit zu sein! wenn alles gut läuft rechne ich bei einigen mit dem öffnen des 1. blattes so mitte/ende nächster woche.



habe bei mir alles geschnitten/gebogen und den boden umgestochen incl. düngung mit entec. das weinjahr kann von mir aus kommen :) frostschäden deutlich reduziert im vergleich zum vorjahr. fast alle ruten treiben gleichmäßig.



wer eine ebene fläche hat könnte mal schrägerziehung richtung süden und entsprechend dem sonnenstand ausprobiern, soz. einen steilhang simuliern. soll sehr viel bringen!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Landfrau am 23. April 2010, 15:21:54
Hi Traubenfreund,

schön, von dir zu lesen!

Als ich vorhin durch unsere Rebenanlage ging, kamen mir soviel Zweifel, ob die wohl noch treiben oder ob der Winter doch zu kalt war.
Voriges JAhr haben einige - durch den Umpflanzschock, erst im Juni getrieben und wurden demnach nicht sehr kräftig. Bin ziemlich besorgt.

Die Frumoasa alba und Muscat d'Hamburg an der Stallwand aber treiben prächtig.

Noch mal vielen Dank, du hast uns letztlich angeregt, das Thema zu intensivieren!

Bleibt zu hoffen, dass der kalte Winter ein Einzelfall war, in puncto Pflanzenauswahl haben wir ja ziemlich auf Klimaerwärmuing gepokert.

Landfrau
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 23. April 2010, 21:09:11
Der Winter wird wohl kein Einzelfall sein, denn lt. den Solarforschern wird sich die globale Abkühlung der letzten Jahre weiter fortsetzen. Erst in 20 ... 50 Jahren rechnet man wieder mit einer Normalisierung der Sonnenaktivität.

Bei mir in Dresden ist diese Abkühlung sein ca. 5 ... 6 Jahren deutlich zu spüren und jetzt hat diese auch die westlichen Bundesländer erreicht, die bisher durch die Meeresnähe kaum betroffen waren.

Ich kann nur empfehlen, sich mehr auf frühe und sehr frühe Rebsorten mit hoher Winterfestigkeit zu konzentrieren. Falls die erwartete Abkühlung doch nicht so krass ausfällt, ist es bei solch einer Sortenwahl kein Verlust.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 23. April 2010, 21:26:51
@dietmar

lasst euch bitte nicht von der allgemeinen panik-mache anstecken.

wir steuern auf eine eiszeit zu, das ist ganz normal. von dieser auswirkung werden wir alle nicht mehr betroffen sein!

die globale erwärmung ist ebenfalls tatsache aber schreitet weit weniger schnell voran wie das in den medien breit getreten wird.es gibt xxx klimamodelle (habe ich gesehn und bewertet). realistisch ist ein moderater anstieg im mitteleuropäischen raum mit weniger als 1°C bis 2050.

was zutrifft: die ausschläge nach oben und unten werden häufiger eintreten! im kontinentalen bereich deutlicher spürbar als küstennah. in den südalpen gab es extrem viel schnee mit tiefen temperaturen bis anfang april. nur der zentrale alpenrtaum blieb relativ schneearm.

der austrieb ist bei mir wieder verfrüht, der winter war zu kalt und durchschnittlich schneereich. redet mal mit den "alten". fragt mal ob es april mit bis zu 25° gab ( wie für nächste woche gemeldet). ich bekomme bei mir müller thurgau jährlich mit 65-70 oechsle aufwärts reif, solaris mit 85oechsle und mehr, das ist im prinzip reiner wahnsinn! ich rede vom freiland, ungeschützt. hatte palatina unter folie bis 125 oechsle.


alle keltertrauben, die im moment stehn sind für das jeweilige gebiet genügend frostfest. ob das cabernet sauvignon, merlot usw. ist kann ich nicht sagen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 23. April 2010, 22:03:54
was zutrifft: die ausschläge nach oben und unten werden häufiger eintreten! im kontinentalen bereich deutlicher spürbar als küstennah.

...kein wunder, wenn man z.b. den weltweiten baumbestand mit dem vor 50 jahren vergleicht.
Deutschland ist relativ gesehen noch eine positive ausnahme. in der nähe von waldgebieten ist die temperaturausgleichende wirkung spürbar, genau wie an großen wasserflächen.
nach meiner überzeugung sollte man sich mit der auswahl der reben an das jetzige, reale klima halten.

heute früh habe ich -3 grad, am nachmittag +16 grad (im schatten) gemessen.
an den südwänden verhinderte das mauerwerk ein bedrohliches absinken der temperatur.
die anderen reben sind weniger weit in der entwicklung - vorläufige entwarnung.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 23. April 2010, 22:31:03
@werner

deine worte in.....

ich spreche nicht von extrembedingungen wie bei mir.

die nähere zukunft wird keine bedrohlichen temperaturen in den weinbaugebieten bringen, davon bin ich überzeugt. wer sorten pflanzt, die es bei uns noch nie gab wird vllt überraschungen erleben. ich spreche nur von den seit langen jahren stehenden sorten!!

im gegenteil. rotweinanteil nimmt zu, merlot, cabernet sauvignon und co im vormarsch.die weißweine haben imho trotzdem in -D- uneingeschränkte möglichkeiten. ein guter riesling ist mir viel lieber als ein durchschnitts- pinot.

scheurebe.....exotisch, vielfältig
silvaner.....bodenständig, fränkisch
muskateller..... blumig, anregend


wüsste nicht, wo es sonst so eine vielfalt gibt (könnte liste beliebig erweitern)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 25. April 2010, 22:23:53
Hier auf 54° Nord ist der Frühling endlich angekommen:



25.04.10 Das erste Rebenblatt-Mars-



Abgänge gab es trotz Anhäufeln und Schnee: Olimpiada, Alden, Himrod alle auf SO4

An allen sonstigen eingewachsenen Reben keinerlei Ausfälle am Tragholz. Selbst Juliana mit schlechter Holzreife treibt gut.

Trotz nahender Eiszeit steigen die SAT-Werte noch ;).

VG
Giaco



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. April 2010, 23:25:22
nach 2 nächten mit -3 grad habe ich heute früh +3 grad gemessen, höchstwert +21 grad.
demnach wird die klimaerwärmung wetterbesserung bestätigt. ;)

solche abgänge wie mit Olimpiada und Alden sind natürlich ärgerlich, besonders weil diese sorten als frosthart beschrieben werden.
trotz tiefsttemperatur von -27 grad hatte ich etwas mehr glück - einige augenschäden oberhalb der schneedecke (von durchschnittlich 60 cm ab januar) meist an jungreben.

im osten geht die sonne auf, im norden treiben die reben aus.
wie weit sind die reben im süden und im westen?
in den klassischen weinbaugebieten könnte man doch eigentlich eher mit dem austrieb rechnen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mime7 am 26. April 2010, 09:48:19
im osten geht die sonne auf, im norden treiben die reben aus.
wie weit sind die reben im süden und im westen?
in den klassischen weinbaugebieten könnte man doch eigentlich eher mit dem austrieb rechnen.
Hallo, ich kann nur für den Süden antworten:
bei mir (Nähe Bodensee) haben die meisten Sorten 3-5 cm lange Austriebe.
Spitzenreiter ist eine Venus, sie hat einen Austrieb, der bereits 35 cm lang ist, ein Geschein ist bereits gut zu sehen.
Alle anderen Austriebe dessselben Rebstockes sind aber erst bei 5-10cm.

Gruss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 26. April 2010, 19:41:01
Das ist meine Naranczizu gestern.
Bissel groß, sorry ich kann das nicht mit den kleinen Bildern :-[
(http://i41.tinypic.com/30kzr07.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 26. April 2010, 21:38:47
Bei ca. 75 % der Reben erwachen mittlerweile die Knospen. Aber noch kein einziges Blättchen hat sich bisher entfaltet, noch kein Trieb ist gewachsen. Dresden muss doch eine furchtbar kalte Ecke sein, nur gestern waren es mal 25 °C.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lizzy am 27. April 2010, 17:13:34
Mal ein Hallo in die Runde.
Ich habe mir letztes Jahr eine unbekannte Edelrebe genannt "Krimrebe" und angeblich aus Russland, gesetzt. Sie ist schwachwachsend, gelbgrün und kernlos. Ich hatte sie nicht geschützt und sie sah bis vor kurzem ziemlich vertrocknet aus. Jetzt schwellen einige Knospen, aber die oberen 3 Augen sind erfroren. sie treibt relativ spät aus, verliert aber schon ziemlich früh wieder die Blätter, so dass ich dachte, dass mit der Rebe etwas nicht stimmt. Anscheinend hat die eine kurze Vegetationperiode, was ja für eine gute Frosthärte sprechen würde. Kennt jemand diese Rebe ? Gibt es die vielleicht unter einem anderen Synonym ?
Anfang April habe ich noch eine "Vanessa" gesetzt und eine blaue Mitschurinski. Vanessa treibt schon kräftig aus, die ersten Knospen entfalten sich.

Gruss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 27. April 2010, 18:10:57
Noch weiter südlich (wie es kaum noch weiter geht ;D ) sind fast alle Reben im Wollestadium, BBGH 7 (so etwa), außer Timur, entweder schläft er noch oder ich kann mich von ihm verabschieden.
Korinka Russkaja auch recht spät dran, das scheinen die russischen Sorten eigen zu haben.
Ansonsten bete ich jede Nacht, daß kein Frost mehr kommt, weil die Argutas alle schon ausgetrieben sind. Wir hatten mehrere Tage um 20° also kein Wunder, wenn nichts mehr warten will ::)
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 27. April 2010, 19:55:42
an allen meinen 2009 an die südwand gepflanzten reben zeigen sich die ersten blättchen (ca. bbch 12), einige augen scheinen nicht auszutreiben. die freistehenden und die an der ostwand sind lange nicht so weit.
der einfluß des jeweiligen mikroklimas ist bemerkenswert - hauswand und windschutz schaffen für die reben günstige startbedingungen. mit einem gut gewählten standort lassen sich auch in weniger bevorzugten gebieten erfolgreich trauben anbauen.


@Lizzy

auf der suche nach der Krimrebe bin ich auf "Krim Kleinod" ( Krim-Pearl) gestoßen, eine sehr interessante sorte, leider nicht kernlos.
extrem frühe reife (85-90 tage), muskatgeschmack, wahrscheinlich nicht resistent, 1-2 kerne pro beere.

evt. könnte "Krim Ai Rosinen" (Lignan weiß) passen.
eine genaue bestimmung ist schwierig, weil hunderte rebsorten in Rußland und der Ukraine angeboten werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 27. April 2010, 20:06:13
Zitat
...einige augen scheinen nicht auszutreiben...

bei mir ebenso. sie werden auch nicht mehr austreiben, denn der rhombenspanner hat wieder zugeschlagen, ein neuankömmling. vielleicht ist erja noch nicht bis zu euch vorgedrungen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lizzy am 27. April 2010, 20:18:57
Hallo Werner987,

Krim Pearl könnte schon hinkommen, da meine auch starkes Muskataroma haben soll. wer weiss ob die Sorte überhaupt verzeichnet ist, ich habe sie von M. H. aus Mecklenburg Vorp.
Werde mal demnächst Fotos einstellen.

Gruss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 27. April 2010, 20:59:10
@Lizzy

halt uns auf dem laufendem, vlt. kannst du noch einige details der sorte von deinem lieferanten erfahren.
ich habe manchmal den eindruck, daß einige rebveredler aussichtsreiche rebsorten mittels forumbeiträgen erkennen und später selbst anbieten.


@max.

2009 war die mitte der augen einer rebsorte ausgefressen.
könnte das der rhombenspanner gewesen sein?



Auge ausgefressen.jpg


fraßschäden habe ich in diesem jahr an den knospen noch nicht entdeckt. nach dem austrieb gab es in machen jahren ärger mit erdraupen.
ähnlich dem rhombenspanner aussehende frostspanner-raupen finden sich ab und zu in den obstbäumen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 29. April 2010, 19:00:39
knospenschaden ist bei mir esther, war das erste jahr wo ich sie mal lang anschneiden konnte. wird wohl auch nix mit ernte.

jetzt kann ich auch frostschäden besser abschätzen. wieder mal verzögerter austrieb am langen holz, zapfen teilweise deutlich voraus. bei manchen auch ein schwellen und dann eindörren. aber sehr unterschiedlich. manche sorten super gleichmäßig austreibend, andere immernoch wie im schlaf. ist nun der 2te winter wo das so ist.

die osteuropäer allgemein besser vom zustand. soweit alle durchgekommen. am schlechtesten schneiden immer lilla, moldowa,olimpiada, birstaler und reform ab. dagegen mitschurinski, arkadia, solaris und alle gutedel-sorten perfekt.

reben mit sehr gleichmäßigem austrieb an meinem standort sind:
Festivee (auch OW), Gunnesch, Katharina, Georg und Olimpiada, alle südwand.

Mitschurinski (freistehend = fst) ist diese jahr etwas verspätet, kommt aber konstant.
an Esther (fst) werden evt. einige augen nicht austreiben.

die 2008 gepflanzten reben haben teilweise augenschäden:
Juliana (OW), Arkadia (SW), Frumoasa Alba (SW holz)
Pamiat Negrula (SW holz) scheint der frost nicht besonders geschadet zu haben.

von der flammeri-lieferung 2009 ist das ergebnis durchwachsen.
an einigen sind bereits gescheinsansätze zu sehen. 8)
bei Wostorg Krasnyi (OW) treiben langsam die augen im unteren stammbereich, ebenfalls bei Piesnia.
bleistiftstärke in 2 m höhe hat in dem kalten winter nichts genützt - die Pesnia (fst) ist als neues wein-bäumchen vorgesehen. schade um den gerade erzogenen stamm, da werde ich wohl im mai/juni tricksen müssen. :-\
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 01. Mai 2010, 10:46:47
Ist das die kernlose Glenora von Schmitti?

http://www.starkbros.com/access?action=product&productID=0811&collection=0
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 01. Mai 2010, 11:06:12
Hallo Sandor,

Ja, es ist diese hier .
Hat schoenes rotes Herbstlaub.
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 01. Mai 2010, 13:52:11
Ich habe mir gestern die gelbe Glenora gekauft. Zu meinem Erstaunen zeigt jeder Austrieb bereits ein Geschein.
Ist das normal oder trägt die Glenora so viel?

(http://s1.directupload.net/images/100501/zg2h6s2w.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 01. Mai 2010, 13:52:35
*gelöscht*
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 01. Mai 2010, 14:30:50
Glenora hell - kennt die Datenbank vom Geilweilerhof nicht.

Ist das ein Marketingname ??? oder ist das eine Sorte?

Weiß dazu jemand was?

VG
Giaco

Sorry, hätte einfach eine wenig recherchieren sollen: Es ist die gute alte Verdelet
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 01. Mai 2010, 14:49:31
glenora ist identisch mit verdelet bzw. olivette , trägt ordentlich

würde maximal 1-1,5 trauben stehen lassen und jetzt ausbrechen entsprechend dem stockaufbau.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 01. Mai 2010, 15:19:07
dem stimme ich zu.
Glenora (hell) hat auch an meinem standort gut gefruchtet.
an sandors rebe würde ich max. die oberen 3 triebe belassen, damit sich diese gut entwickeln können.
die pflanzung (erst) vornehmen, wenn die frostgefahr vorbei ist. an einem tag mit bewölktem himmel können sich die blätter am besten auf die neue umgebung einstellen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lizzy am 01. Mai 2010, 20:43:29
Wenn ihr jemandem als erfahrener Rebenbauer etwas empfehlen müsstet,

was ist eure liebste blaue Rebe ?

-was Geschmack angeht
-Winterhärte und Gesundheit
-darf Kerne haben
-soll gut tragen

ich bin auf der Suche, aber das Angebot ist überwältigend.

wenn dazu etwas schon gepostet wurde, bitte gebt mir einen Tipp, wo es steht ;)

Gruss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 01. Mai 2010, 21:03:42
resistent Venus+Muscat Garnier

europäer: Muscat Hambourg+ Carla!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 01. Mai 2010, 21:39:34
von meinen resistenten, blauen sorten tragen zuverlässig:

Muscat Garnier
Festivee
Georg

Muscat Hamburg ist die sorte mit dem besten geschmack - leider nicht resistent.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lizzy am 01. Mai 2010, 22:05:41
Venus könnte mir gefallen. Ist der Foxton von Venus denn erträglich ? Bei der Vanessa soll er ja ausgeprägt sein.
Festivee und Georg gefallen mir ebenfalls.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mime7 am 03. Mai 2010, 08:43:25
Venus könnte mir gefallen. Ist der Foxton von Venus denn erträglich ?
Hallo,
Das empfinden für Foxton ist sehr unterschiedlich, daher wirst du das endgültig selbst beurteilen müssen.
Ich finde den Foxton der Venus erträglich und esse die auch gern. Andere Reben mit strärkerem Foxton mag ich nicht.
Wenn ich die Wahl habe, esse ich aber lieber z.B. Muscat Bleu und lasse die Venus den Kindern.

Für mich also: Foxton gut erträglich, Lieblingssorte wirds aber nicht.

Gruss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Mai 2010, 01:28:48
Sandor.
Ich würde es so machen.
Nach dem pflanzen nur 1 Austrib belasen(den sterksten),alle gescheine abschneiden und austrib nach dem 3-5 Blat endspitzen.Aus dem stärksten geiz Rute weiter bilden.
Ein Trieb so lange wie möglich zihen,alle geize ausbrechen.
Nechstes Jahr,kannst Du pro 1m ausgereiftes(verholztes) triebes,der die stärke mind 6mm ereicht hat,0,5 kg trauben belassen kanst.
Also,wenn 6m ausgereifte trieb hin bekommst,darfst 3 kg trauben belasen.

Wenn Du jezt 3 triebe lassen würdest und 1-1,5 geschein,nach dem rauspflanzen wird der Stock PH schok bekommen(wurzeln),da wird die wurzelentwiklung noch ein mal um 14 tage verzögern.Der stock wird sich selbst aufessen und wird sich vieleicht nie richtig ercholen.
Das ist nur meine meinung.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 04. Mai 2010, 09:48:33
@ jakob

"nach dem 3.bis 5. blatt entspitzen"? wann machst du denn das im jahr??

"den stärksten belassen"

das heißt du ziehst dir den obersten geiztrieb als tragrute fürs folgejahr? brichst du alle weiteren geiztriebe aus oder nimmst du den zweiten als ersatzzapfen her womit du dann einen fertigen stockaufbau ein jahr früher hättest??

angenommen du hast eine wurzelrebe und die wächst richtig kräftig.....schneidest du die dann auch auf stammhöhe und formierst im gleichen jahr durch geize tragrute und zapfen??

klingt ja nicht schlecht! Ich probier das mal aus mit paar reben die frostschäden haben sonst dauerts wieder 2 jahre bis ich einen vollertrag habe
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Mai 2010, 12:35:08
trauben-freund

"nach dem 3.bis 5. blatt entspitzen"? wann machst du denn das im jahr??
ja,das kann auch 2 oder 10 blat sein.Mein ziel ist die pflanze auszutricksen.Bei endspitzen ist die Planze nur wenig verlezt,die muss jezt die Geize aktewiren,für die geize hat die Pflanze aber zuwenig wurzeln,die stopt das wachstum oben und sezt Hormone frei für wurzelteilung,die neue wurzeln erchöhen den druck in der pflanze und dann kommen die Geize in "fahrt".
Und ich breche die geize wieder aus,wo ich die nich brauche.
Ende vom Lied;ich habe sehr starke Wurzeln,holzreife super und muss nicht so viel weg schneiden für nechstes jahr.

Und die belastung vom Stock,das ist gans grosses Thema für sich.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 04. Mai 2010, 16:33:17
@ jakob

ich habe ja bei mir paar reben die haben oben erfrorene augen und treiben auf halber höhe aus. bei denen schneide ich mal bei stammhöhe und nutze die geize als tragrute fürs folgejahr! bin gespannt wie sich die dann nächstes jahr entwickeln und vor allem wie gut sie am geiztrieb tragen werden.


stockbelastung ist ganz einfach mittels schnittholz wiegen möglich aber das kostet mir zuviel zeit.


ich habe übrigens noch 2 tompa mihaly, 1 kossuth, 1 chevchenko und 1 sugraone bei mir rumstehn nur so nebenbei ;) mir ist ein abnehmer abgesprungen

thema blaue lieblingstraube:

mich stört z.b. die sehr feste haut bei muscat bleu.galanth ist da schon leicht besser , ich hoffe bei patrizia wird das noch besser wobei ich keinen ertrag erwarte, muss mal nachschaun ob was dran ist. ich esse da venus lieber aber jedem das seine. finde auch himrod, vanessa und NY muscat geschmacklich gut, viel besser als eine 0815 traube vom supermarkt. aber eine gute muskattraube ist durch nichts zu ersetzen (Isa, narancizu, exalta und co......)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 04. Mai 2010, 22:31:50
"nach dem 3.bis 5. blatt entspitzen"? wann machst du denn das im jahr??
ja,das kann auch 2 oder 10 blat sein.Mein ziel ist die pflanze auszutricksen.Bei endspitzen ist die Planze nur wenig verlezt,die muss jezt die Geize aktewiren,für die geize hat die Pflanze aber zuwenig wurzeln,die stopt das wachstum oben und sezt Hormone frei für wurzelteilung,die neue wurzeln erchöhen den druck in der pflanze und dann kommen die Geize in "fahrt".

man erkennt, daß sich jakob intensiver mit der materie beschäftigt hat. :D
ein großteil der assimilate (fotosynthese) fließt in richtung wurzel. ein teil wird nach oben transportiert, um die wachsende triebspitze mit nährstoffen zu versorgen.
wenn man die spitze des haupttriebes kappt entsteht ein überangebot von assimilaten. diese kommen auch den wurzeln zugute, denn sortenabhängig vergeht eine gewisse zeit, bevor die geize zum austrieb bereit sind. die blattgröße, gescheine/trauben profitieren ebenfalls von dieser maßnahme.

diesen zusammenhang nutzte ich bisher indirekt, um fruchtbarkeit und traubenernährung zu optimieren. periodisches abknipsen des haupttriebes und der geize nach dem 1. oder 2. blatt, falls ich es nicht verpasse - ein junges blatt ab 1/3 der fläche (ca. 1/2 der länge) eines ausgewachsenen produziert mehr assimilate als es selbst aufbraucht.

die verwendung von geiztrieben als tragholz für das kommende jahr ergab sich bei mir meist durch verbiss durch schädlinge oder unwetter. nichtsdestotrotz waren diese triebe meist fruchtbar, wenn es bis zum juni passierte.
eine bewußte, ausschließliche nutzung von geiztrieben habe ich noch nicht getestet, klingt aber durchaus interessant. ::)
hier ein beispiel für eine ähnliche anwendung - nur bei sehr gutem wuchs zu empfehlen:

http://forum.garten-pur.de/index.php?board=25;action=display;threadid=23363;start=450

ob sandor die nerven hat, alle gescheine abzuknipsen, weiss ich nicht.
mir persönlich würde es schwerfallen, auf eine erste kostprobe zu verzichten, wenn man die sorte noch nicht kennt und die sorte am optimalen standort reichlich pflege erhält. ich bin immer bemüht, anhand der vitalität des rebstockes den ertrag vorzugeben. eine allgemeingültige aussage ist aufgrund unterschiedlicher böden/mikroklima schwer zu treffen.

bei verwandten hatte ich in lehmigen sandboden eine Fleur Charlotte gepflanzt, an der ich im gleichen jahr eine traube belies.
die rebe wuchs dort sehr gut und trug im folgejahr sehr schöne auf 5 reduzierte trauben...ohne die traube im vorjahr hätten vlt. 8 - 10 trauben reifen können. neugier versus hauptertragsbeginn. ;) ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 05. Mai 2010, 01:08:24
trauben-freund
Geize sind nur ersatz triebe.
Und trauben abwiegen braucht man auch nicht.
Leztes jahr habe ich auf meinem Dornfelder eine Traube pro Rute belasen,alle waren ca 500g nur 3-4 stück waren bis 700g.
Jezt weiss ich,dass Dornfelder 400-500g tragen kann.
Und dieses Jahr lasse ich 2Trauben pro Rute das sind 900-1100g pro Rute,dafür brauche ich 33 Bläter pro Rute mindestens,ohne geize geht das nicht,das sind 11haupt Bläter und 22 Geizbläter.Die stöcke habe ich 5 jahre lang dafür vorbereitet,nie überlastet.
Bei den neuen,lasse ich dises jahr nur 1 Traube auf 3-6 Trieben,dann weiss ich im Herbst was bie Trauben wiegen.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 08. Mai 2010, 17:01:14
Jetzt sieht man die Winterschäden schon deutlicher:

große Schäden (Ruten haben sich im Ganzen von braun auf grau verfärbt, ohne schwellende Knospen):
- Kodrianka
- Juliane
- Arolanka
- eine der Rhea
- eine der Jacobsberger

mittlere Schäden (Ruten teilweise tot):
- FVR 7-9
- Original (wird sowieso gerodet)
- Muskat Letni

Der Rest hat zumindest schwellende Knospen oder schon ein Blatt

Die Reben mit den großen Schäden sind nicht tot, aber die Ruten sind bis zum Stamm zurück gefroren.

In Anbetracht dessen, dass es im vergangenen Jahr auch schon so war, werde ich diese Reben eben Roden müssen, denn offensichtlich kommen diese Sorten mit den immer härter werdenden Wintern bei uns nicht mehr zurecht.

Mich würde interessieren, wie bei Flammeri die Reben den Winter überstanden haben.

Auch bei anderen mediterranen Pflanzen habe ich mindestens 2 Totalverluste:
- eine Feige
- eine Trachy Fortunei
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 08. Mai 2010, 18:14:41
die LWG Bayern meldete 2009 auch frostschäden an diesen sorten.
meine Juliane und FVR 7-9 haben in diesem jahr trotz optimalen standorts (windschutz von 2 seiten) augenschäden.

"Eine sehr gute Winterfrosthärte wiesen u.a. 'Muscat bleu', Birstaler Muskat, Ontario, Fanny, Frumosa Alba, Drusba, Lakemont (= New York), Osella, Venus auf. Leichte bis geringe Knospenschäden traten auf bei Angela, Palatina, Pölöskei Muskataly. Mittelstarke Beeinträchtigungen erfuhren Knospen von Juliana, Tonia, Rhea, Karoleva, die sich durch einen guten Austrieb der Beiaugen jedoch nicht negativ auf Ertrag und Qualität der Trauben auswirkte. Lediglich bei Primus und Millennium waren vereinzelt auch Rebstöcke ganz abgestorben."

"Bei der Verkostung im Rahmen des 1. Fränkischen Tafeltraubentages (09.09.2009) im Betrieb Armin Braun, Garstadt (> 1 ha Tafeltrauben; Großteil vorbildlich mit Regenschutz kultiviert) fanden aromareiche, süße Sorten wie Muscat bleu, Ontario, Drusba, Palatina, Birstaler Muskat, Venus sowie Sorten mit besonderer Optik (Größe der Trauben und der Beeren) wie Arkadia, Katherina die meiste Zustimmung."


bisher wurde von offizieller seite nicht mehr über die verkostung 2009 berichtet...ich hoffe, daß wir die genauen ergebnisse noch erfahren.

quelle:
www.lwg.bayern.de/gartenbau/linkurl_2.pdf
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 12. Mai 2010, 16:47:39
Hallo zusammen,
bei mir haben alle Reben den Winter überstanden, obwohl ich lange gedacht habe, Timur wäre tot... Jetzt rührt er sich wieder.
Ich habe eh alles auf 2 Augen runtergeschnitten, weil die Holzreife und der Zuwachs letztes Jahr nicht besonders waren. Am besten hat Venus und Kiszmisz Zaporoskij den Winter überstanden, da sind so gut wie keine Augen erfroren.
Unterm Strich ist bei mir keine einzige Pflanze kaputtgegangen auch nicht von den neu gepflanzten.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 14. Mai 2010, 12:50:04
@ jakob

ich habe ja bei mir paar reben die haben oben erfrorene augen und treiben auf halber höhe aus. bei denen schneide ich mal bei stammhöhe und nutze die geize als tragrute fürs folgejahr! bin gespannt wie sich die dann nächstes jahr entwickeln und vor allem wie gut sie am geiztrieb tragen werden.


stockbelastung ist ganz einfach mittels schnittholz wiegen möglich aber das kostet mir zuviel zeit.


ich habe übrigens noch 2 tompa mihaly , 1 kossuth, 1 chevchenko und 1 sugraone bei mir rumstehn nur so nebenbei ;) mir ist ein abnehmer abgesprungen

thema blaue lieblingstraube:

mich stört z.b. die sehr feste haut bei muscat bleu.galanth ist da schon leicht besser , ich hoffe bei patrizia wird das noch besser wobei ich keinen ertrag erwarte, muss mal nachschaun ob was dran ist. ich esse da venus lieber aber jedem das seine. finde auch himrod, vanessa und NY muscat geschmacklich gut, viel besser als eine 0815 traube vom supermarkt. aber eine gute muskattraube ist durch nichts zu ersetzen (Isa, narancizu, exalta und co......)

@ Trauben-Freund:

Falls du die Tompa Mihaly noch hast, würde ich gerne eine nehmen, da meine den Winter nicht überlebt hat.

Gruß Sandor
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 15. Mai 2010, 11:34:39
der monat mai zeigte sich bisher mit seiner kalten schulter, die temperaturen vom april wurden meistens nicht erreicht.
die freistehende reben stagnieren in ihrer entwicklung.
am wandspalier zeigen die reben einen deutlichen vorsprung, der wärmegewinn durch mauerwerk/pflaster ist unverkennbar.
von 3 bis 60 cm langen austrieben sind je nach standort alle zwischengrößen vorhanden, ein sehr ungewöhnliches ereignis. positiv ist zu bemerken, daß hier keine schädigenden maifröste aufgetreten sind, was nicht für alle regionen zutrifft. bleibt zu hoffen, daß bald die gewohnten durchschnittstemperaturen erreicht werden. ::)
wie sieht es bei euch aus?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 15. Mai 2010, 13:32:18
mit einem wort: ÜBEL!

max. trieblänge so 5-10cm
bei manchen sorten weiterhin wollestadium, wie du schon sagtest stagnation

bei temperaturen von tagsüber maximal 10°C und nachts meist um 3°C kein wunder.
sollte kein jahrhundertsommer kommen muss ich mit über 80% trauben rechnen, die nicht ausreifen. ich versuche mit maximaler ausdünnung etwas gegen zu steuern aber was will man machen wenn das wetter überhaupt nicht mitspielt. auch nächste woche nicht besser gemeldet, evtl zum ende des monats langsamer temperaturanstieg ;D

schlechtestes jahr seit ich mit trauben zu tun habe. rückstand etwa gute 2, evtl fast 3 wochen
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 15. Mai 2010, 15:08:43
Bei uns super, kein Frost mehr zu den Eisheiligen 8)
Nein, im Ernst, alles hat einen Vorsprung zum letzten Jahr um ca. 1 Woche.
Ansonsten leider bescheiden, tagsüber max. 10° nachts um 5°. Ich habe es schon lange nicht erlebt, daß es eine Woche fast durchregnet, normalerweise haben wir immer wieder Pausen dazwischen, daß man spazieren gehen kann.
Da ich seit einer Woche kaum draußen war, kann ich nur sagen, daß der Zuwachs bei den Reben max. 10 cm beträgt, Timur gerade aus dem Wollestadium raus.
Für meine Verhältnisse ist eigentlich viel...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 16. Mai 2010, 17:09:20
@flammeri

Meine Reben sind auch noch nicht weiter. Bei mir sind das aber ca. 3 Wochen hinter einem durchschnittlichen Jahr zurück. Das ist auch kein Wunder, denn in diesem Jahr waren alle Monate kälter als im Durchschnitt, allein der Mai zwischen 2 Grad (im Süden) und 5 Grad in NRW und bei mir eher in der Nähe von NRW oder noch mehr.

Inzwischen wird immer deutlicher, welche Reben bei mir am meisten gelitten haben: Arkadia, Juliane und Kodrianka. Ich hätte gedacht, dass diese Sorten in Anbetracht ihrer östlichen Herkunft winterfester wären.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 16. Mai 2010, 19:49:28
@Dietmar:
Wenn man sich die Eltern anschaut, wundern mich die Frostschäden nicht:
Arkadia: http://www.winogrona.org/index.php?title=Arkadia
Kodrianka: http://www.winogrona.org/index.php?title=Kodrianka
usw. zu 90% V.Vinifera.
Auf die Frostgradangaben in den Beschreibungen kann man sich sehr gut verlassen,
die sind sozusagen praxisnah durchgetestet ;D
Bei uns in Deutschland immer mehr von Bedeutung ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 17. Mai 2010, 19:38:59
@flammeri

Deine Links sind erschreckend. Ich finde auch einige meiner anderen Sorten wieder und meine Erfahrungen decken sich in etwa mit den Angaben.

Als ich damals diese Reben anbaute, wusste man noch nichts vom großen Betrug der globalen Erwärmung und achtete noch nicht so auf die Frostfestigkeit. In Wirklichkeit schreitet eine globale und regionale Abkühlung voran und wird laut Solarforscher noch einige Jahrzehnte anhalten. Bei mir ist es um etwa 2 Klimazonen kälter geworden.

In der Konsequenz werde ich nach und nach etwa 2/3 meiner Reben ersetzen müssen - wahrscheinlich eher schneller, denn alle Arkadia, Juliane (Lora) und Kodrianka sind neben weiteren mausetot bis scheintot.

Deine Recherchen und Erfahrungen zur Frostfestigkeit werden für mich und weitere immer wichtiger.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 17. Mai 2010, 21:12:25
@Dietmar:
oder man profitiert von den Erfahrungen anderer, wie z.B. welche Reben noch aus Ersatzaugen fruchtbar sind (z.B. Kiszmisz zaporoskij). Da ist der Spätfrost kein so großes Gespenst 8)
Und z.B. in welcher Form führe ich die Reben. Bei der Pilzfestigkeit neuer Rebsorten kann man es wagen näher an den Boden zu gehen. In Polen hat sich ein niedriger schräger Kordon bewährt, den man immer erneuert, daß er noch zu Boden gebogen werden kann und mit Erde über den Winter zugedeckt wird. Ganze Weingebiete werden so angelegt und funktionieren mit den frostempfindlicheren Sorten auch.
Wie hier z.B. weiter unten bei"Schnur skosny":

http://www.winogrona.org/index.php?title=Ci%C4%99cie_Winoro%C5%9Bli-Formy_ci%C4%99cia#Sznur_Sko.C5.9Bny_-_Sposoby_Ci.C4.99cia_Typu_Royat_i_Casenave
Naja, wir werden sehen wie es weitergeht
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 17. Mai 2010, 22:05:17
nochmal.........ich glaube nicht daran, dass deutsche weinbaugebiete von der " abkühlung" betroffen sind. ich unterhalte mich auch ab und zu mit den "alten" hier und die bestätigen nur, dass es mal wieder ein winter wie "früher " war. wir waren verwöhnt von den milden wintern , nicht mehr und nicht weniger. panikmache ist beiderseits nicht angebracht.
fruchtbare beiaugen bringen mir wenig da sie meist nicht ausreifen , sprich, nur für frühlagen mit gutem klima geeignet, nicht für absolute grenzlagen. ich habe NIE spätfrost. sie müssen nur anfang/mitte september reif sein, später wird das wetter zu nass. setze große hoffnung in delrho, prima, voegtle, oval, sieger und co. bisher immer reif, wenig frostschäden, toller geschmack....

meine neuen sorten arkadia, kodrianka, juliana usw.... schneiden alle durchweg positiv ab was frosthärte angeht. so gut wie keine augenschäden. dagegen folgende sorten sowohl mit totalen knospen als auch beiaugen-schäden:
flame, helena, century, suzy, mir

sehr starke schäden ( etwa 80% der augen und beiaugen)
palatina, lilla, moldowa, suffolk, birstaler



ohne jeglichen schaden:
venus, swenson, hardle, italia, voegtle, perdin, sulima, chasselas 1921 und paar andere


was aber auffällt: amerikaner und reine europäer sind weniger betroffen. nur intersp. und weitgehend als empfindliche bekannte sorten sind betroffen. wenn ALLES klappt leg ich mir ende 2011, anfang 2012 einen schaugarten an und mache aus dem hausgarten einen kleinen versuchsweinberg mit 1-2 sorten und weinausbau. solaris und ischia springen da natürlich sofort ins blickfeld aber auch foch und reinbold sind interessant.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 18. Mai 2010, 14:09:23

fruchtbare beiaugen bringen mir wenig da sie meist nicht ausreifen , sprich, nur für frühlagen mit gutem klima geeignet, nicht für absolute grenzlagen. ich habe NIE spätfrost.

Mir bringen die auch nichts, aber für frühe Lagen mit Spätfrostgefahr sicher interessant.
Das Alpenklima verändert sich nachweislich, die Temperaturen steigen, das spiegelt sich im Vorkommen bestimmter Gebirgspflanzen.
Insgesamt wird es deutschlandweit eher kontinentaler, d.h. wärmere Sommer und eher kältere Winter. Kann man sicher nicht auf jedes Gebiet übertragen und da ist vieles noch lange nicht spruchreif.
Will da aber keine neue Diskussion entfachen, wir werden sehen.
Aber eigene Erfahrungen mit den Sorten kann einem keiner nehmen, da es häufig auf das Mikroklima ankommt.LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 18. Mai 2010, 19:17:38
Werden Reben mit den Jahren widerstandsfähiger gegen den Frost?
Von meinen ist mir ja GsD keine ganz erfroren. Allerdings hatte ich im Herbst auch ziemlichen Aufwand betrieben. Außer dem Anhäufeln der Veredelungsstelle hatte ich den Trieb in Noppenfolie eingepackt und das Ganze noch mit Tannenzweigen abgedeckt.
Trotzdem sind einige Triebe zurückgefroren.
So einwintern kann man ja die Reben nicht mehr wenn sie größer werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 18. Mai 2010, 19:40:22
Zitat
...So einwintern kann man ja die Reben nicht mehr wenn sie größer werden...

das kann man schon, und in den kalten wintern des 19. jahrhunderts wurde das auch vielerorts gemacht:
die stämmchen wurden nur ca. 30 cm hoch gezogen und diese dann nach der lese bis zum kopf und den streckern angehäufelt.
das könnte man evtl. noch heute tun, wo es nötig ist.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 18. Mai 2010, 19:49:48
Werden Reben mit den Jahren widerstandsfähiger gegen den Frost?

wenn die reben älter sind können sie mehr reservestoffe im altholz eingelagern.
im winter werden diese bei bedarf in zucker (frostschutzmittel) umgewandelt.
wichtig ist jedoch eine gute holzreife des 1-jährigen holzes für den ertrag des folgejahres. ::)
im zweifelsfalle sollte man lieber etwas mehr gescheine/trauben ausdünnen. :-\
zu viele trauben belasten den nährstoffhaushalt und verzögern die ausreifung des holzes.

zusätzlich kann man in winterkalten gebieten anwenden, was max geschildert hat.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. Mai 2010, 21:45:11
Zitat
meine neuen sorten arkadia, kodrianka, juliana usw.... schneiden alle durchweg positiv ab was frosthärte angeht.

Gerade diese 3 Sorten haben von allen meinen Sorten die weitaus größten Schäden. Von jeder dieser 3 Sorten habe ich 3 Stück. Von den Juliane und Arkadia sind alle mausetot. Die Ruten haben sich von braun in grau verfärbt - keine Knospe, kein Blatt. Vielleicht schlägt noch einmal der Stamm aus. Ich frage mich aber, ob es bei diesen Sorten noch Sinn macht, wenn jedes Jahr alles abfriert.

Von den Kodrianka haben wenigstens ein paar Knospen überlebt.

Palatina, Primavera, Aron, Arolanka und Jacobsberger sehen auch sehr schlecht aus, aber nicht so extrem wie Juliane und Arkadia. Bei einigen gibt es wenigstens noch einige angeschwollene Knospen, wenn auch noch kein Blatt.

Zitat
nochmal.........ich glaube nicht daran, dass deutsche weinbaugebiete von der " abkühlung" betroffen sind.
Dein Glaube in alle Ehren, schließlich haben wir Religionsfreiheit. Die Tatsachen sind aber anders. Bei uns hat es in den letzten 5 Jahren eine Abkühlung um 2 Klimazonen gegeben. Und ich wohne nicht weit vom sächsischen Weinbaugebiet. Langsam rückt die Klimaabkühlung gen Westen. Das Einzige, was hilft, wäre eine Wiederaktivierung der Sonnenaktivität auf den normalen Stand.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 19. Mai 2010, 23:00:43
Selbst bei mir im warmen Westen gab es überdurchschnittliche Frostschäden an meinen Reben. Deine Argumentation mit der Abkühlung hat mich dann dazu gebracht, mal Statistiken zu wälzen, ist ja alles online. Für Dresden finde ich da zum Beispiel folgende Jahresdurchschnittstemperaturen von Januar bis Dezember, in Klammern die nächtliche Tiefsttemperatur im Januardurchschnitt:

2009: 9,7°C (-4,6°)
2008: 10,4°C (1,9°)
2007: 10,6°C (2,7°)
2006: 10,1°C (-5,8°C)
2005: 9,5°C (0,4°C)
2004: 9,4°C (-3,6°C)
2003: 9,8°C (-3,2°C)
2002: 10,0°C (-1,5°C)
2001: 9,3°C (-0,7°C)
Januar 1967 bis Dezember 2000: 9,3°C

Meine Region im Südwesten Deutschlands:
ab 2009 rückwärts: 10,8° 11,1° 11,2° 10,8° 10,1° 10,2° 11° 10,9° 10,4° 1990-2000: 10,2°
Januartiefstdurchschnitt: -4,2 2,2 3,9 -3,8 und so weiter.

Kurz und gut, ich kann daraus keine Abkühlung ablesen, auch nicht bei den Frosttagen oder Eistagen. 2010 war bisher kühl, das ist richtig, aber das liegt alles absolut im Durchschnitt, die Gesamt-Jahrestemperaturen seit 2001 ohne Ausnahme höher wie der frühere Durchschnitt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: avz am 20. Mai 2010, 18:36:48
hier mal bsp untersch austriebzeitpunktes (aufgenommen 10.mai, standort niederbayern):

königliche esther:


P1010122 - Kopie.JPG



und phoenix:


P1010123 - Kopie~0.JPG



letztes jahr waren die unterschiede nicht so groß. naja, aber wachsen tun die unglaublich... freu mich schon auf die ernte. hab im winter sogar eistrauebn kosten können. der geschmack ist jamal der hammer.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 20. Mai 2010, 18:44:31
Zitat
...So einwintern kann man ja die Reben nicht mehr wenn sie größer werden...

das kann man schon, und in den kalten wintern des 19. jahrhunderts wurde das auch vielerorts gemacht:
die stämmchen wurden nur ca. 30 cm hoch gezogen und diese dann nach der lese bis zum kopf und den streckern angehäufelt.
das könnte man evtl. noch heute tun, wo es nötig ist.

Besonders schön sieht das ja nicht aus, so Niedrigreben.
Meine Reben wurden nicht nur wegen der Früchte gepflanzt, sondern auch weil der Stamm mit der Zeit höher, dicker und knorriger werden soll.
Ich strebe an meiner Mauer 1,5m hohe Senkrechtkordons mit vier Abgängen an. Bis sie so weit sind werden wohl noch einige Jahre vergehen.
Momentan sehen die Reben gut aus, sie wachsen langsam, aber sie wachsen.
An zweien ( Palatina, Druschba ) sind sogar kleine Gescheine zu sehen!
Darf ich davon was dranlassen für eine Kostprobe im Herbst?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: bristlecone am 21. Mai 2010, 10:19:04
Die folgenden Posts zum Thema "Klimawandel: Ja oder nein oder alles erlogen" sind wie frühere zu dem Thema im Thread "Klimaänderung in den Köpfen angekommen?" zu finden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 21. Mai 2010, 15:25:27
Momentan sehen die Reben gut aus, sie wachsen langsam, aber sie wachsen.
An zweien ( Palatina, Druschba ) sind sogar kleine Gescheine zu sehen!
Darf ich davon was dranlassen für eine Kostprobe im Herbst?

ich habe leider keine glaskugel aus der ich die wetterdaten für den zukünftigen sommer herauslesen kann. :-\
einen spätstart können reben in einem warmen sommmer und einem schönen langen herbst aufholen.
ein geschein pro rebe halte ich für deinen standort vertretbar. (bei winzern unüblich, dort soll in der späteren 1. lese ein mindestertrag gesichert werden.)
wenn die witterung und das wachstum nicht mitspielen kann man notfalls auch später die trauben zwecks sicherer holzreife entfernen, was hoffentlich nicht notwendig sein wird.


beobachtungen an meinem standort:
nasses wetter mit kühlen temperaturen - der rasen und unkräuter sprießen üppig.
scheinbar ist alles in ordnung, aber warum wachsen die weinreben nicht wie gewohnt? ???
was brauchen die weinreben:

1. wurzelverfügbare nährsalze
2. ausreichend wasser - aber keine staunässe
3. CO2 (für photosynthese)
4. licht
5. optimale temperatur

nehmen wir einmal an, das die punkte 1 bis 3 sichergestellt sind.

faktor licht:
an klaren sommertagen sind bestrahlungsstärken bis 1000 Watt/m2 zu erwarten.
die assilmilation verläuft bereits ab 350 Watt/m2 optimal. dieser wert wird bereits bei bedecktem himmel an unbeschatteten blättern erreicht. ::)

bleibt noch die temperatur:
das stärkste wachstum ist im temperaturbereich von 25 - 30 grad möglich.
nach dem unter "licht" gesagtem scheinen lufttemperaturen von beispielsweise 20 grad bei bedecktem himmel günstiger als 15 grad bei wolkenlosem, sonnigen himmel.
das trifft aber nur zu wenn es sehr windig ist und die in wärme umgewandelte strahlungsenergie abgeführt wird.
bei unbewegter luft wird bleibt sie jedoch im rebenbestand. die blätter können sich hierbei um ca. 10 grad über der umgebungsluft erwärmen (in diesem beispiel 25 grad). :)

fazit:
15 grad mit sonnenschein und windstille sind vorteilhafter, ebenso ist mit erhöhten bodentemperaturen zu rechnen, worauf weinreben sehr positiv reagieren. :D
die langjährigen, durchschnittlichen sonnenstunden im monat mai sind an meinem standort bisher nicht erreicht worden, auch die lufttemperatur war zu niedrig.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 29. Mai 2010, 23:24:05
Hallo Werner 987! Stehst Du noch im Trocknen?

............................

Heute ist die letzte Tulpe verblüht (4 bis 6 Wochen später als sonst). Dafür haben sich einige Reben doch noch dazu entschieden, ein paar Knospen an den Ruten schwellen zu lassen, insbesondere Jacobsberger, Aron, Arolanka und Palatina. Das erste Blatt dieser Reben ist jetzt schon etwa 2 cm groß.

Nur Juliane und Arkadia sind bis auf ein paar Blättchen am Stamm mausetot.

Bei vielen Sorten sehen die Blätter sehr schwächlich und teilweise verkrüppelt aus und das permanent nasskalte Wetter scheint auch den Pilzbefall stark zu befördern. Ich hatte dieses Jahr kaum Spritzen können, denn entweder regnete es oder es war ziemlich windig - und viel zu Spritzen gab es ohnehin nicht. Wenn morgen schönes Wetter ist, werde ich mal eine härtere chemische Keule heraus holen müssen, damit wenigstens etwas den Pilzbefall überlebt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 30. Mai 2010, 15:39:58
Hallo Werner 987! Stehst Du noch im Trocknen?

............................

Heute ist die letzte Tulpe verblüht (4 bis 6 Wochen später als sonst).

was hält dich davon ab, klartext zu schreiben? begründete kritik nehme ich gern an.
der obere teil meines beitrages war an Urmele gerichtet. der regionale witterungsverlauf ist nicht Deutschlandweit übertragbar.
klimavorhersagen betreffen eine langfristige zukunft. die auswahl der reben nach kriterien, die in 50 jahren zutreffen könnten, halte ich für belanglos. nach dieser zeit sind die jetzigen reben bereits längst in rente gegangen. für neuanschaffungen orientiere ich mich am witterungsverlauf der letzten jahre.

die tulpen haben sich auch hier im gegensatz zu den vorjahren recht spät entfaltet. sie sind an ihrem wärmebegünstigten standort vor etwa 14 tagen abgeblüht.
zum vergleich eine aufnahme der vollblüte am 22.04.2008:



Tulpen 22.04.2008


außerhalb der weinbaugebiete ist der rebenanbau mit größeren risiken behaftet.
wer sich nicht auf das wetter verlassen will kann mit geeigneten maßnahmen etwas gegensteuern.
in diesem zusammenhang fand ich es für hilfreich, meine erfahrungen (ca. 25 jahre) mitzuteilen. die zahlenwerte beruhen auf fachliteratur. mit einem IR-thermometer lässt sich die erwärmung der rebblätter über das niveau der lufttemperatur nachweisen (bei windstille + sonnenschein).
den rückstand meiner freistehenden reben führe ich in erster linie auf fehlende sonnenscheinstunden zurück, verbunden mit der daraus resultierenden mangelnden bodenerwärmung.

für deinen standort ergibt sich m.e. eine verkettung ungünstiger umstände:

extremwinter 2008/2009 - verspäteter austrieb über schlafende augen -> mangelnde holzreife -> unzureichende reservestoffeinlagerung, geringe frosthärte -> langer winter 2009/2010, nasses und kaltes frühjahr.
die sonnenscheinstunden in deiner gegend kann ich nicht einschätzen, noch weniger als hier werden es kaum gewesen sein. die teilweise beschattung bringt zusätzliche probleme.
deine frustation ist verständlich, andere forenbesucher sind jedoch nicht für den witterungsverlauf verantwortlich!
ich habe einigen aufwand betrieben, meine standortbedingungen zu optimieren. eine audienz beim pabst kommt für mich nicht infrage. ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 30. Mai 2010, 17:28:15
Hier mal ein Bild von meiner "Südlage"
(http://www.imgbox.de/users/urmele/thumbnails/Suedwand_t.gif)
Nochmal von der anderen Seite
(http://www.imgbox.de/users/urmele/thumbnails/Weinmauer_t.gif)
Die bis jetzt "Schönste" Druschba
(http://www.imgbox.de/users/urmele/thumbnails/Druzba_3005_10__t.gif)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 30. Mai 2010, 18:26:45
Ein Freund kaufte eine Weinrebe der Sorte Venus. Auf dem Schild war eine gelbe Traube abgebildet, ich finde im Internet aber nur blaue Trauben.

Hat jemand von Euch die gelbe und wie ist die? Geschmack, Anfälligkeiten Reife usw.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 30. Mai 2010, 20:46:52
@Apfelfreund

Ich habe sie nicht, aber folgende Informationen:

Venus [Venuša] (KATTA KURGAN X CHIBRID BEZSEMEN V-6 23/34) kermlose, weiße, slovakische Tafeltraube. Reife: zweite Hälfte Oktober in der Slovakei (Modra),Gewicht: Beeren 4 g und die Traube 400 g, Bewertung des Geschmacks: 8,62 Punkte [von 9 oder 10 ?]
Holzreife: sehr gut, aber anfällig für Frost

Züchterin: D. Pospisilova
Výskumná a šlachtitelská stanica vinárska a vinohradnícka Modra

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 30. Mai 2010, 20:52:27
@Apfelfreund:
ich kann mich erinnern, daß es vor etwa 2 Jahren bei der Baumschule Horstmann eine weiße Venus (mit Foto) gab. Einige Zeit, nachdem ich denen geschrieben habe, daß die Venus blau ist, boten sie die richtige an. Da Fotos bekanntlich nichts aussagen (das alte Foto sah aus wie Lakemont), hat vielleicht jemand die Sorte da bestellt oder man könnte nachfragen. Vielleicht hilfts weiter...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 30. Mai 2010, 21:02:55
Danke!!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 30. Mai 2010, 21:43:07
eine weiße venus wird es wohl nicht geben, ist nur die frage was wirklich dahinter steckt.bei den amerikanern ist das am blatt nur äußerst schwer erkennbar, vermutungen will ich auch nicht anstellen. es gibt soooo viele amerikaner die man noch gar nicht kennt. es ist ein leichtes so eine rauszuholen und sie als sonstwas zu titulieren.

es gibt ja auch eine helle boskoops glorie ( bzw. es gibt sie nicht wirklich) oder "sweety" ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 30. Mai 2010, 23:17:53
Venus [Venuša] (KATTA KURGAN X CHIBRID BEZSEMEN V-6 23/34) kermlose, weiße, slovakische Tafeltraube. Reife: zweite Hälfte Oktober in der Slovakei (Modra),Gewicht: Beeren 4 g und die Traube 400 g, Bewertung des Geschmacks: 8,62 Punkte [von 9 oder 10 ?]
Holzreife: sehr gut, aber anfällig für Frost

diese info fand ich auch.
reife etwa mit Alphonse Lavallée - sehr spät. im norden ist nur ein anbau im GW oder WG erfolgversprechend.
die sorte ist sehr fruchtbar und benötigt warme böden und temperaturen.
jungtriebe sind windempfindlich.
die trauben eignen sich zur lagerung und werden für obstsalate verwendet.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 06. Juni 2010, 18:26:26
Nach dem bis jetzt die Original noch nicht ausgetrieben hat, die ich letztes Jahr am Eingang pflanzte, möchte ich nun diese durch eine frühe, reichlich tragende, kurz anzuschneidende Tafeltraube ersetzen. Farbe ist unwichtig, Kerne gehen auch und Geschmack sollte Muskat oder Süße sein.
Was haltet ihr evtl. von Seyval blanc, Solaris, New York Muskat und ob diese die Kriterien erfüllen?
Weitere Vorschläge sind erwünscht und erwartet ??? ::)

Sandor
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 06. Juni 2010, 19:21:14
zu seyval: trägt kurz und auch reichlich aber eher mittel reifend, viele kerne, für wein sicherlich nicht schlecht da recht hohe säure

solaris: früh, sehr süß (vogelschutz!!!wespenfraß), trägt ebenfalls kurz angeschnitten aber viele große kerne für die recht kleinen beeren

NYM: mittelfrüh, ebenfalls zapfen fruchtbar. nicht soo süß aber aromatisch. mir schmeckt sie gut.große beeren an lockeren trauben

wenn sie NICHT resistent sein muss empfehle ich Prima. sehr süß, früh, kerne stören nicht, großtraubig und beerig ( gutes pfund) und trägt massig.



resistent und äußerst unproblematisch: Nelly , wenns doch aromatischer sein soll Garant

sehr süß, früh und groß ist auch wostorg, kann aber nicht sagen inwieweit fruchtbar an zapfen.

perdin ist äußerst schmackhaft und früh, trägt auch teilweise 4 trauben/trieb, am zapfen mind. 2 und ein schönes kleines blatt.einziger nachteil sind die nur mittleren trauben und beeren aber dafür hängt sie dermaßen voll mir den gelben trauben!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 18. Juni 2010, 09:21:28
Wer von Euch hat Weinreben im Gewächshaus? Welche Erfahrungen habt Ihr? Habt Ihr besondere Tipps? Abstand, Sorten, Reife, Düngung, Krankheiten,größe des Gewächshauses,Unterpflanzung, wo wohnt Ihr.....

Habt Ihr Bilder von Euren schönsten Trauben?

Laßt Euch doch mal zu diesem Thema hier aus.

Ich habe derzeit 6 Reben im Gewächshaus hier in der Nähe der Nordseeküste. PöLöskei Muskatali, Italia, Kodrianka und drei unbekannte Sorten. Getragen hat bisher nur eine unbekannte, mit Trauben von z.T. über einem Kilo. Diese Rebe binde ich mit einem Bogen. Letztes Jahr habe ich aus Gier 2 Bögen gebunden und doppelt so viele Trauiben gehabt, die aber alle nur halb so schwer waren. Die anderen Sorten sind noch jung und werden dieses und nächstes Jahr das erste Mal tragen. Ich dünge im Frühjahr mit etwas Kompost aus dem Kompostwerk. Der Pflanzabstand beträgt etwa 1m, was hart an der Grenze ist. Dazwischen quetsche ich noch Tomaten und Paprika. Ich denke, wenn die anderen Reben älter sind, wird alles zu eng für hochwachsende Tomaten. Leider kenne ich keine kleinwachsende Tomatensorten.

Krankheiten habe ich noch keine gehabt, also habe ich auch noch nicht gespritzt. Ich versuche so viel wie möglich zu lüften bei möglichst wenig Wärmeverlust. So versuche ich die Kondenswasserbildung zu minimieren.Ich gieße die Tomaten manchmal morgens. Die eine unbekannte Rebe wird bei mir ab Mitte September reif, an der Mosel war sie draußen Mitte Oktober noch nicht reif.


Das Bild ist von 2008
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: andreasNB am 18. Juni 2010, 11:16:25
Im Folientunnel, 5 Stück, aller 4 m eine.
Tür und Seitenlüftung sind von Frühjahr bis Herbst immer offen. Bei der Größe interessiert der Wärme"verlust" nicht.
Bei einem kleinen Gewächshaus vielleicht zu beachten, aber ich würde mir da wohl trotzdem keine Gedanken machen und ständig lüften.
Vorrangige Aufgabe der Weinstöcke ist die Beschattung und Anhebung der Luftfeuchtigkeit. Funktioniert sehr gut.
Allerdings "wuchern" sie zum Teil sehr stark und das viele Laub, welches ab Herbst anfällt, ist auch nicht zu verachten.
Spritzen tue und muß ich auch nicht. Gedüngt wird nicht.
Bis auf die Siegerrebe stammen alle von der www.rebschule-schmidt.de
Mit der Auswahl der Sorten wollte ich möglichst unterschiedliche Trauben pflanzen, um jedem Geschmack gerecht zu werden. Wenn man hier aber erst einmal etwas mitliest, merkt man das es wohl noch so einiges mehr gibt ;D

Wenn es um die Trauben geht, würde ich im Hobbybereich für Gewächshäuser immer die empfindlicheren und besonderen wählen. Schließlich hat man im Garten abseits der Weinbaugebiete - und gerade an der Nordsee ;) - meist keinen besseren Platz zur Verfügung.
Wer so eng pflanzt wie Du, muß halt viel schneiden und hat nur wenige Trauben je Stock. Einfacher ist wohl sich auf 1-2 Stöcke zu beschränken.
Ich ziehe mir den Wein in Spalierform und schneide jedes Jahr quasi nur die langen Triebe im Sommer runter und im Frühjahr (Februar) noch mal "sauber" nach. Mache da keine Wissenschaft draus 8)

PöLöskei Muskatali
Wunderbare Traube! Letztes Jahr leider übervoll und ich hatte nicht ausgedünnt ::)
War schon fast zu süß und ist lagerfähig.
Kam dieses Jahr nur zögerlich wieder und mit zur Zeit nur wenig Gescheinen - zum Glück.

New York
wurde mir von den Wühlis gerodet. Hab dieses Frühjahr ein bewurzeltes Steckholz nachgepflanzt. Schaun wir mal.

Glenora weiß
Ein absoluter Wucherer.
Muß dieses Jahr wirklich mal ausdünnen. Vielleicht werden die Beeren ja dann größer.

Muscat bleu
Gibt es da noch was zu sagen ?

Siegerrebe
Steht gleich am Eingang.
Vorletztes Jahr waren die Wespen dran, im letzten übervoll, dieses Jahr ist ausdünnen angesagt.
Sie ist wurzelecht und wuchert ...
Ich habe sie bei einem Kakteensammler aus Berlin mitgenommen, welcher zwei Reben in seinem Gewächshaus als Kordon - besser Girlanden - aus oben genannten Gründen zieht. Und was bei ihm funktionert, so dachte ich mir ...

Dann habe ich letzten Herbst noch ein Schleppdach (Wellpolyester) an die Hütte gesetzt und da steht glaub ich 'Kischmisch' seit letztem Jahr. Weis es jetzt aber nicht genau.
Vielleicht kommen dort in 1-2 Jahren noch 1-2 Weinstöcke dazu, denn es ist vom Kleinklima (trocken/warm/luftig) durchaus mit dem GWH/Folientunnel zu vergleichen

VG
Andreas
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 18. Juni 2010, 22:55:14
Habe auch einige Reben im Glashaus, ist halt in meiner Lage die sicherste Methode spät reife Sorten zu kultivieren. Mein Stockabstand ist auch so um 1m. Das GW steht Nord- Südrichtung hat die Maße 4,70m länge 3,60m breit und nur ein Punktfundament.
Habe an den außen Seiten den Wein in der Mitte immer so um die 30 Paprika, hatte auch schon mal Melonen.
Die früheste Sorte ist Himrod je nach Jahr Mitte bis Ende Juli reif, die letzte ist der Trollinger Mitte bis Ende September.
Weitere Sorten sind Königin der Weingä., Alphonso Lavalee, Kardinal, Flame Seedlees, Theresa, Mir, Schatz von Panonia, Sophi, Juliana, Kodrianka, eine unbekannte gekauft als Franziska.
Der Vorteil vom GW ist die zeitige Reife der Trauben, Mehltau kommt nur dort vor wo die Dachfenster sind und dort auch nur gering.
Nachteil ist der zeitige Austrieb, eine kalte Nacht wo man nicht mit Teelichtern oder der gleichen reagiert und die Triebe sind schwarz, hab das aber recht gut im Griff. Ein weiterer Nachteil sind die großen Scheiben die wirken bei Sonnenschein wie Lupen ich streiche meine Dachschrägen immer mit geleimter Wandfarbe, wenn die Zeit kommt wo die Trauben anfangen zu Reifen ist dann schon ein Teil der Farbe ab, mach ich schon seit Jahren so und hat sich bei mir Bewährt.
Viele Grüße
Hab ich bald vergessen Tür und die 2 Dachfenster habe ich die ganzen Sommermonate geöffnet, sonst wird es zu heiss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lizzy am 19. Juni 2010, 16:41:19
Hallo,


kennt jemand die Sorte Kischmisch ? Die Traube sieht sehr gut aus, sie soll aber nicht gerade pilztolerant sein.
Ist sie trotzdem zu empfehlen und wenn, wie könnte man Pilzbefall vorbeugen ?

Gruss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 20. Juni 2010, 02:24:05
@Lizzy
Nicht mit NPK Dünger düngen,nicht überlasten mit Trieben,nicht überlasten mit Trauben,jede 2 Trieb (nach austrib) ausbrechen,damit Laubwand nicht so dicht wird,alle 3-4 wochen mit mikroelementen spritzen.
Muss gleich sagen;Onhe NPK dünger,verlierst Du 2 oder 3 jahre,für 1 Jahr mit dem Dünger.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lizzy am 20. Juni 2010, 13:28:19
Erst mal Danke Jakob, aber
was meinst du mit 2 - 3 Jahre ? den Ertrag ?

Gruss
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 20. Juni 2010, 19:07:41
@lizzy

damit meint er die zeit, die verloren geht bis man den stock in die endgültige form aufgebaut hat.

@all

ich werde ende august zu "boarmies" fahren und dort reben mitnehmen. da das ladevolumen sehr begrenzt ist und ich an jakob und giaco schon zusagen vergeben habe ihnen was mitzubringen gehe ich nach der devise " wer zuerst den mund aufmacht"......


schätze ich kann noch so 5-10 unterbringen.


zum stand meiner reben: mit viel glück blühen manche noch im juni ::)

das sagt alles oder........ muss wohl froh sein wenn ich dann für nächstes jahr ordentliches holz habe. darauf konzentriere ich mich auch und werde konzequent früh schneiden (sommerschnitt) und ertrag stark reduzieren. nur an den hauswänden sieht es etwas besser aus, da mach ich mir noch hoffnung auf reife trauben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 21. Juni 2010, 21:43:24

zum stand meiner reben: mit viel glück blühen manche noch im juni ::)

das sagt alles oder........ muss wohl froh sein wenn ich dann für nächstes jahr ordentliches holz habe. darauf konzentriere ich mich auch und werde konzequent früh schneiden (sommerschnitt) und ertrag stark reduzieren. nur an den hauswänden sieht es etwas besser aus, da mach ich mir noch hoffnung auf reife trauben.

Auch hier im Norden wird es wohl reife Trauben nur an der Hauswand geben:


[td][

Muscat Bleu an der Hauswand Süden

[/td]
[/table]

[td]

Codreanka Freistehend

[/td]
[td]

Arolanka Frei

[/td]
[/table]

Mit viel Glück wird es bei konsequenter Ausdünnung der Gescheine hier und da eine Kostprobe von reifen Trauben geben.
Trotz feuchten Wetters keine Krankheitserscheinungen zu erkennen ;D


VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 21. Juni 2010, 21:53:28
@giaco

das erste bild ist doch nicht muscat bleu......

könnte wetten es ist mitschurinski!!

bei mir sehen swenson, goldperle und narancizu ähnlich aus. unser wetter hat sich wohl insgesamt nicht viel getan. das einzig gute:
durch die vielen toten augen habe ich bei fast jeder sorte recht starke triebe.selbst ischia treibt ungewöhnlich stark.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 21. Juni 2010, 23:48:23
@Traubenfreund

Nach meinem Dafürhalten hättest Du die Wette mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren. Habe noch 2 Mitschurinski [1xSchmidt und 1xWerner(DDR-Genetik)] stehen. Diese haben eine deutlich andere Blattform.
Hinzu kommt das Schild vom Händler ;).
Ich werde mich mal mit Deinem Wettangebot beschäftigen.

(http://www.smilies.4-user.de/include/Essen/grill_smilies_220.gif)

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Juni 2010, 20:28:20
die gescheine aus bild 1 (#525) sind denen von Mitschurinski schon sehr ähnlich.
das stielgerüst von meinem Muscat Garnier (fast identisch mit M.Bleu) sieht eher grünlich aus ... nährstoffverhältnis, bodenbeschaffenheit und strahlungsintensität können das erscheinungsbild beeinflussen. ich wette, daß ich wegen dem aussehen der gescheine keine wette eingehen würde. ;)
die ersten blüten meiner geschützt freistehenden Mitschurinski öffnen sich:



Mitschurinski 22.06.2010



blühbeginn der schnellsten sorten im rückblick:

2008   01. juni
2009   25. mai
2010   12. juni


wer kann mir bilder von grüntrieben der Druschba zeigen?
mich interessiert besonders die blattform - kann man diese z.b. mit Galanth verwechseln?
meine unbekannte topfrebe möchte gern ihren namen wissen, damit sie sich ein passendes plätzchen suchen kann. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 22. Juni 2010, 21:23:43
@Werner 987

Im Post 509, das letzte Bild ist eine Druschba. Allerdings nur eine Jungrebe.
Hoffe es ist eine Hilfe.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 22. Juni 2010, 23:29:52
@Werner

[td]

Duzhba_1

[/td]
[td]

Druzhba_2

[/td]
[/table]

Hier schnell mal ein Foto von Druschba.

Es ist schon eine große Ähnlichkeit zu Galanth:
[td]

Galanth_1

[/td]
[td]

Galanth_2

[/td]
[td]

Galanth_3

[/td]
[/table]

@Traubenfreund
Ich bin mir nun unsicher geworden, ob ich da eine Mitschurinski oder M.bleu stehen habe.


VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 23. Juni 2010, 13:33:03
Ich bin sehr froh, dass ich dank der Trauben-Threads hier nur sehr frühe Trauben gepflanzt habe - bei mir blüht nämlich noch nichts. Gut, Gelber Augusteller und Reform habe die Zeit im Topf übel genommen und noch gar keine Blüten angesetzt, aber Himrod und Muskat Nay stehen in den Startlöchern. Wir hatten aber wirklich mieses Wetter, immer ein paar Tage schön, dann wieder doppelt so lange kalt und gerne auch nass.
Ich hoffe, dass es jetzt mal etwas konstant warm bleibt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 23. Juni 2010, 18:03:51
so schlecht das wetter bei uns auch war, seit 5 tagen kein niederschlag und fast durchweg sonnig :D und die aussichten sind ja auch nicht übel. ich hoffe es bleibt mal 2 wochen so dann sähe es schon wieder etwas besser aus.

schön sind die spaliere aber dennoch nicht. viele lücken wegen frostschaden, dann extrem mastig wachsende triebe und kümmertriebe en masse. hab versucht etwas regulierend durchs ausbrechen einzugreifen aber was will man machen wenn kein auge überlebt hat und von unten nur paar wasserschosse kommen.


eine freude ist aber garant und voegtle. 0 schaden und gleichmäßiger austrieb!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 23. Juni 2010, 18:43:53
danke an Giaco und Urmele für die bilder! :D
beide sorten sind stark gezahnt, Galanth anscheinend mit mehr kleinen zwischenzähnen.
dreilappige blätter treten nach den fotos eher bei Galanth als bei Druschba auf.
aufgrund dieser merkmale halte ich Galanth für die zu bestimmende sorte am zutreffendsten.
zur kontrolle stelle ich aufnahmen der jungrebe ein:

[td]

Blatt

[/td]
[td]

Triebspitze

[/td]
[td]

Trieb nach unten

[/td]
[/table]


@mutabilis

in den letzten jahren bis 2008 wurden wir etwas vom wetter verwöhnt.
prognosen sind mit vorsicht zu genießen - sie stellen eine langfristige möglichkeit der klimaänderung dar.
für die auswahl der rebsorten halte ich nach wie vor die reellen wetterdaten (der letzten jahre) für entscheidend.
wer sich danach richtet minimiert enttäuschungen mit unreifen trauben.
in kalten jahren wie diesem sollte man nicht zögern, nach der blüte beherzt zur schere zu greifen, um die begrenzte zuckerproduktion auf weniger trauben aufzuteilen.
den wünschen für einen warmen sommer schließe ich mich gern an - auf daß besonders die späteren tafeltrauben den rückstand aufholen mögen.


@trauben-freund

hier ist seit einiger zeit steppenklima angesagt, teilweise mit recht kühlen nächten.
im juni gab es noch keinen regen, nur ein paar vereinzelte tropfen. :o
Garant, Mitschurinski und Festivee haben den kalten winter (bis -27 grad) völlig unbeschadet überstanden.
m.e. hattest du einige rebsorten bei Schweizer geordert - ich bin auf deine ersten ergebnisse gespannt. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 23. Juni 2010, 22:09:36
Nur vielleicht ein kurzer Einwurf von mir zu Sortenbestimmung.
Habe gelesen, daß man Blätter zum Vergleich am besten so ab dem 5. nimmt, dann sind sie eher sortentypisch ausgeprägt. Stimmt das?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 23. Juni 2010, 22:34:47
als ich bei schmidt war und kein etikett an den reben waren hat er v.a. auf die triebspitzen geachtet!

ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich bei werner nicht um druchba handelt. blätter von druschba sind länglicher und nicht so breit, dazu heller und grober gezahnt, auch insgesamt etwas gewellter
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 23. Juni 2010, 23:26:58
@giaco

das erste bild ist doch nicht muscat bleu......

könnte wetten es ist mitschurinski!!

So sehen die Blätter im Detail aus.
[td]

Muscat bleu

[/td]
[td]

Blatt Mitschurinski

[/td]
[/table]

Vielleicht kann noch jemand Bilder von beiden Sorten beisteuern.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 24. Juni 2010, 14:55:04
sooooo

hab mal 3 bilder gemacht, da bin ich mir auch absolut sicher, dass es die richtigen sorten sind, sehen auch recht typisch aus, nur mitschurinski wächst extrem üppig und wenig gelappt, dafür mit verdrehter blüte und rotem stielgerüst:

wo wir gerade dabei sind noch paar andere


druschba



mitschurinski


galanth


muscat bleu

mitschurinski
vllt. etwas typischer


Ratet mal!?


nun 2 der imho schönsten blattformen, zuimndest von denen in meinem sortiment

Centennial


karmel


muscat bleu hat übrigens ein kerzen-gerades stielgerüst, grün und fast keine schulter-ausbildung.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. Juni 2010, 22:48:28
die blattform der Mitschurinski von trauben-freund kann ich bestätigen.
auch das blatt von M.Bleu ist für meinen M.Garnier typisch.



Muscat Garnier 17.Mai 2008



Ratet mal!?

ist das eine Freiburger züchtung?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 27. Juni 2010, 07:58:26
Die ersten Gescheine blühen.
In Krems war 2007 die Rebblüte des grünen Veltliners vom 27 Mai bis 6. Juni. Dieses Jahr vom 18. Juni bis 26. Juni. Ähnlich 2006. 1991 blühte der Wein vom 2. bis 10 Juli. Bei hoher Sonneneinstrahlung und Temperatur im Sommer und Herbst kann der Rückstand durchaus aufgeholt werden (heute ist Siebenschläfer). Für Höhenlagen wie bei uns (650 m) kommen eigentlich nur frühe und winterharte Sorten in Frage. Der Stock der Juliana von der ich letztes Jahr so eine schöne Traube hatte ist eingegangen. Als Veredelung auf Solara an der Hauswand blieb mir die Sorte erhalten. Sehr vital zeigt sich bei uns dieses Jahr Venus und Millenium. Venus und Juliana wachsen beide auf dem selben Stock (Solara).


Rebblüte der letzten Jahre




Erstlingstraube von Juliane



Venus 30.05.2010



Juliane 30.05.2010


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Maiglöckchen am 29. Juni 2010, 12:47:31
Hallo,

kann mir jemand sagen, ob meine "Königliche Esther", die bis jetzt noch kein einziges Blatt getrieben hat, noch Chancen hat, wieder lebendig zu werden?

Sie steht hier im 2. Jahr und hat wohl sehr unter dem strengen Winter gelitten.

Allerdings - wenn ich ein wenig schneide, sehen die Triebe innen schon noch lebendig aus - nicht vertrocknet.

Was soll ich tun?

Liebe Grüße
Maiglöckchen
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 30. Juni 2010, 23:12:07
Ich bin keine Expertin, aber ich hatte vor einigen Jahren einen Muscat Bleu, der nicht wieder austrieb. Die Triebe sahen grün aus, beim Abschneiden, aber sie waren völlig trocken, und er hat auch nicht wieder ausgetrieben.
Ich glaube nicht, dass Dein Wein jetzt noch austreibt. :-[
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 01. Juli 2010, 00:47:06
@flammeri
Du wolltest mal wissen,wie man Trauben zum verisseln bringt?
Ich habe es mit Solaris geschaft.
Leztes Jahr nur 3 triebe gelassen,die sind am Herbst ca 12mm-14mm stark geworden und ca 2,5m ausgereift.
Dieses Jahr habe ich die oberste Rute weg geschniten und 2 untere auf volle länge belasen.Das sind 52 augen.Brutale überlastung mit den trieben.
Bei ca 20-30 cm höhe,habe alle obersteTriebe endspitzt und die unteren bis zum geschein abgeschniten,damit habe ich pro Trieb eigene 2-3 Gescheine zum füttern und 2-3 gescheine von den unteren trieben neben an zum fütern.Das sind ca 500-600g traubengewicht pro 1 Trieb.
Jezt sind die Beren ca Erbsen gross und die Gescheine von einem viertel bis einem dritel veriselt.
Jezt habe ich zum 2 mal endspitzt um wachstum von trieben einzudämen und wachstum von Gescheinen zu fördern.
Alle Geize werden nach einem Blat endspizt.
Leztes Jahr war Solaris am 25 Juli schon reif.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 01. Juli 2010, 07:27:11
den verrieselungseffekt kann man auch auf viel einfachere weise
bewirken:

- während der blüte einige blätter in der traubenzone entfernen. oder

- nach der blüte, wenn die beerchen schrotkorngroß sind, die
  trauben zwischen daumen und zeigenfinger sanft abstreifen. oder

- nach der blüte, wenn die beeren erbsengroß sind, die trauben
  dritteln bis halbieren.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 01. Juli 2010, 12:01:58
Max,was kann einfacher sein die Ruten erst im Juni auf 6 st(im Früjahr sind das die Augen) zuschneiden und nicht erst in Februar?
Das endspitzen und alle anderen massnahmen haben mit veriselüng gar nicht mehr zutun.
Das ist ein versich, ein Weinstock auf 10 kg trauben gewicht zubelasten,eben in bereich Tafeltrauben zubringen.
Und das ziel ist,Dass jedes jahr onhe schaden für die pflanze und auch früreifend im August zumbeispiel und nicht erst im Oktober.
Die Menschen die sich mit problematik von Tafeltrauben befasen verstehen was ich meine,oder werden später mich verstehen.
Auch für Wienzer wird interesant wenn die Trauben 2-4 Wochen früher reif werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 01. Juli 2010, 18:40:40
Zitat
...Das ist ein versich, ein Weinstock auf 10 kg trauben gewicht zubelasten...

falls denn diese 10 kg früchte von 6 trieben stammen, würde mich mal interessieren, ob die dann noch schmecken. wo sind die blätter, die diese riesenmenge ja ernähren müssen?
im qualitätsweinbau würde man eher ein fünftel bis zehntel dieser menge erzeugen wollen.
auch für tafeltrauben sollte doch gelten, daß zu viel ertrag immer auf kosten der qualität geht.
ob eine weitere ernteverfrühung für winzer interessant ist? vielleicht für die produzenten von federweißem. aber eigentlich brauchen ja die trauben eine möglichst lange reifezeit am stock, um ihr aroma zu entwickeln. auch wenn die endgültige süße schon erreicht ist, verstärkt sich noch der geschmack der beeren.
das gilt zumindest für keltertrauben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 02. Juli 2010, 01:11:43
Max.
Nicht auf 6 trieben 10 kg,sondern auf 52 trieben.
Wenn du auf 6 schneidest bekomst du nur ein zeintel davon.
Manche sorten verlieren sogar geschmak,wenn die zulange am Stock hengen.
Geschmak von keltertrauben ist wichtig erst nach dem gerung.Oder?
Und wenn die keltertrauben werden schmecken so wie die tafeltrauben,dann werden im Supermarkt nicht Wiktoria(Wiwa-Aika) oder Tomson siedles angeboten,sondern Risling mit Spätburgunder oder Dornfelder.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 02. Juli 2010, 08:39:51
jetzt habe ich das kapiert. danke.
es erinnert ich an ein neues erziehungssystem im weinbau, minimalschnitt genannt, das durch die vielen triebe auch zur gewünschten auflockerung des traubengerüsts führt.
zur eignung der keltertrauben als tafeltrauben:
vom geschmack her wären ausgereifte keltertrauben den im supermarkt angebotenen tafeltrauben haushoch überlegen. aber die leute stören sich an den vielen kernen.
gut geeignet wären z.b. müller-thurgau oder sylvaner. rieslingtrauben wären vielleicht zu teuer.
wunderbar schmecken auch trauben von gewürztraminer und muskateller, wären aber vielleicht auch zu teuer.
aber das hauptproblem sind sicher die kleinbeerigkeit und die kerne.

 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 02. Juli 2010, 21:30:27
eine entblätterung führt durch den blattverlust und dadurch bedingten stress zu verrieselungen (wenn kurz nach blüte gemacht) im bereich von ca. 20%. ob das bei tafeltrauben sinnvoll ist, keine ahnung. bei keltertrauben ist das praxis bei dirchtbeerigen sorten!

keltertrauben schmecken alles andere als schlecht. ich mag sieger, dornfelder, silvaner, morio usw... sehr gern. nur wer kauft kleine silvaner trauben mit mehr kernen als fruchtfleisch wenn er die riesen beeren a la victoria und italia sieht, egal ob 50 oechsle und geschmacklos
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 03. Juli 2010, 00:20:21
Trauben-freund.
Ich glaube nicht das das Wiessen über die wientrauben schon am ende steht.Und unsere Winzer in Deuchland glauben daran.
Manche sogar,stehen vor dem Stock,essen im August reife Dornfelder und glauben nicht.
Max
Nicht minimalschnitt sondern maximalschnit, Die obere Triebe(von de Rute 1,3,5,7, usw) sind jezt ca 70-90 cm und die untere ( graden 2,4,6 usw) ca 15-25 cm lang.Dagegen alle anderen, schon 250 cm ereicht haben.


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Käfermama am 04. Juli 2010, 08:10:43
Hallo Ihr Lieben,

leider muss ich mich als absoluten Neuling in Sachen Weinanbau outen. Letztes Jahr habe ich mir zwei Reben gegönnt, die laut Händler in großen Kübeln auf der Terrasse gedeihen können. Kann das überhaupt funktionieren? Die Reben sehen zwar sehr schön aus, die Blätter sind sehr dekorativ! Meine Kinder warten sehnsüchtig auf die ersten Früchte. Glaubt Ihr, das wird was?

Käfermama
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 04. Juli 2010, 12:27:27
@jakob

minimalschnitt heißt bei uns sehr viele triebe stehen lassen und kaum mit schere das wachstum der rebe zu beeinflussen.....das beinhaltet auch wenig bis keine laubarbeit usw...

du schneidest doch eine rute auf maximale länge und lässt 1-2 zapfen oder??

das liegt aber auch daran, dass viele winzer nach der devise "bewährtes beibehalten" vorgehen und sich gegen neuerungen wehren. erst seit einigen jahren oder so mitte der 90er wo es zahlreiche lebensmittelskandale gab besinnt man sich auf qualität/ökologie/nachhaltigkeit/usw... und da müssen auch neue methoden her um das zu erzielen. auch neue generationen winzer/oenologen bringen ein neues denken in die weinberge und keller.

mit den richtigen methoden lassen sich sicher noch bessere tafeltrauben bzw. frühere/spätere sorten bei uns anbauen sodass der deutsche markt mal in der saison mit einheimischen tafeltrauben abgedeckt ist.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 04. Juli 2010, 23:59:19
trauben-frund
Irgend-wann kommst du einfach vorbei und ich zeige dir meine viele Exsperemente.
Jezt grade mache auch einen.Bearbeite exstra eine Reihe von Weinberg (grau burgunder)was mir nicht gehört,um unterschide mit restlichen reihen zusehen(als kontrolle).
Ich hab mal ein Winzer(25 ga) gefragt;Wenn ich laubhöhe erhöhe um 100%,ob ich dann das dopelte ertrag in selbe qualitet bekommen kann?
Der sagte "nein,die laubhöhe wird zu viel kraft kosten und da durch wird qalitet auch schlechter".
Also,ich denke,"unnötige laubhöhe "frist" qalitet weg!!!",zweites,60 tage alte Blätter mehr verbrauchen als geben.brauchen wir die? dritens,wenn 11 bläter und 22 geizbläter sind in der lage 1 kg traubengewicht zu praduzieren,warum brauche ich so viel laubhöhe für den spätburgunder,wenn die 2 Geschene pro Rute wiegen ca 200g,jede 100g?
Ich gehe zum 10jaren alten Stock und sehe ein Bild.
Vom Kopf des Stocks,eine Rute mit 6-8 augen gelegt in richtung bergrunter.Einfach nur klassiker.
Und jezt sehe ich das,was ich nie war genomen habe.
Am Kopf des Stocks,wachsen minimum 5-7 Ruten OHNE Trauben.Im Früjahr brauchen wir nur eine Rute,+ 1 reserwe.Warum fressen 5 restliche unser qalitet weg?
2.Aus 6-8 augen sind jezt kräftige Ruten geworden mit ca 10-12 Bläter.Super,optimal,past genau 300g pro Rute!!!! A...nicht, die Geize habe ich vergesen.
Also teoretisch bekommen wir bis zum Herbst so viele Bläter.
Erster Geiz(von unten) wird 9 Bläter haben,zweites 8,drites 7,viertes 6,fünftes 5,sekstes 4,siebtes 3,achtes 2 und neuntes 1.Zusamen sind das 45 Geizbläter +10 normale Bläter,das sind 55 Bläter pro eine Rute mit 200g traubengewicht.
Wir haben zuzamen jezt 12 Ruten,mal 50 Bläter,das sind 600 Bläter auf 1200g ertrag.Warum soviel qalitet verliren?
Du sagst bestimt"die Bläter sind ja sehr klein"
Ja...,grade wegendem,weil der Stock total überlastet ist,mit den Trieben.

Bei dem Winzer,mache ich jezt eine Reihe um unterschid auch bei keltertrauben zusehen.
Ich kann,als hobby Winzer bis 30 -50 ar,"leere"Triebe entfernen,ich kann alle Geize endpitzen(nicht endvernen) vor jede spritzung und was noch gut ist,ich kann jede 2 trieb,ab die oberste Grone,weg schneiden.
Dann habe ich 2 tribe an kopf(für nechstes jahr) und aus 6 lasse ich 3 volle Triebe und 3 triebe schneide ich auf ein viertel (ertrag blebt an diesen Stumpfen)
Zusamen sind das 5 Triebe mit ca 10 bläter und 2 geize pro Blat,die fütern 1200g ertrag.Das sind 30 bläter pro rute und mal 5 sind 150 bläter.
Und das ist nur ein viertel laubmasse davon was grosswinzer am stock hat.
Kannst du dir das vorstelen,wenn das, dieTafeltrauben wären?
Pro Rute nicht 200g,a 2 mal 1000g wie Bostorg,das müssen 12000g=12kg sein.Aber unser Stock ist schon mit 600 bläter überlastet und der soll uns noch 12 kg trauben produzieren??????.Aus dem grund sind die meisten traubenfreunde mit den tafeltrauben unglüklich.
Und das ist der unterschid zwischen keltertrauben und tafeltrauben.
Wenn die meisten menschen ihre Pflanzen mit den trieben überlasten,bei den tafeltrauben kommt noch überlastung mit ertrag dazu.


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 08. Juli 2010, 17:43:26
@jakob

das ist alles zu theorethisch!! jeder rebstock entwickelt sich anders. ich habe jetzt etliche stöcke unterschiedlicher sorten gesehn (nur keltertrauben). manche stehen nach 20 jahren noch in voller wuchskraft und tollem ertrag da, andere haben nur noch dünne triebe mit deutlich reuziertem wuchs. bedingungen identisch ( düngung, anschnitt, rebschutz, standort). darunter mal einer mit esca, paar eisenchlorose usw....

ich glaube immer mehr die pflanzen regulieren sich mit den jahren selbst. ich verstehe auch nicht warum eine gesunde laubwand als belastung gesehn wird. eine rebe mit gleichmäßig gutem wuchs, jährlich gleichem anschnitt mit genügend mikro und makronährstoffen und regelmäßiger grünarbeit sieht gesund aus und ist es auch.die alten blätter befinden sich unten und werden sowieso beim entblättern entfernt. geize bleiben im weinbau heutzutage und werden mit dem laubschneider auch eingekürzt. würde man so wie du es beschreibst vorgehn erhält man auch keine tolle qualität weil es zu dickeren aufgeblähten beeren kommt durch zuviel des "guten". immer weiter reduziern führt zu alkoholgraden die man auch nicht möchte. ist nicht so einfach tolle qualität bei idealen oechslegraden zu erzielen. gerade deswegen ist es ja so interessant.

thema kopf/anschnitt


im hobby-wingert kann man evtl gezielt jede rebe in augenschein nehmen und triebe ausbrechen. im profi-bereich ist die zeit gar nicht vorhanden und wenn es gemacht wird sind/wären weine durch die arbeitsstunden unbezahlbar. anschnitt und biegen im winter/frühjahr. mai/juni ausbrechen und 1-2 mal die triebe in die drähte legen(dabei ab und zu grob stock putzen und vereinzelt triebe ausbrechen). entblättern und ausdünnen und das wars normalerweise bis zur lese. reicht auch !das ist nicht ideal aber wirtschaftlich.qualitäten im spitzenbereich lassen sich auch privat erzeugen aber an der technik beim ausbau fehlt es um daraus spitzenweine zu machen


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 08. Juli 2010, 18:54:42
Zitat
...aber an der technik beim ausbau fehlt es um daraus spitzenweine zu machen...
es gibt sehr wohl spitzenweine, die weitgehend ohne diese technik auskommen, also vor allem ohne tempereaturgesteuerte, reduktive, kalte gärung, edelstahlgebinde etc.etc.
nur schmecken diese weine etwas anders und sind eher auf langlebigkeit angelegt als die derzeit angesagten, sehr fruchtbetonten weine.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. Juli 2010, 15:25:51
Wenn die meisten menschen ihre Pflanzen mit den trieben überlasten, bei den tafeltrauben kommt noch überlastung mit ertrag dazu.

das ist ein problem, mit dem sich neulinge im weinanbau stärker vertraut machen sollten.
höchsterträge sind nur unter optimalen bedingungen (mikroklima, intensiver düngung, guter bodenbeschaffenheit, passender unterlage...) möglich. einen hohen eintrag chemischer dünger halte ich für bedenklich, da die nährstoffverwertung von rebwurzeln relativ gering ist (auswaschungen) und pilzerkrankungen gefördert werden. das gilt besonders für ungünstige klimate.

in einigen kommerziellen weinbaubetrieben sind mitunter alle reben im frühjahr exakt mit gleicher bogenlänge angeschnitten. auf das individuelle wachstum der einzelreben wird kaum geachtet. so sieht man mastiges rebholz in unmittelbarer nähe zu unterentwickelten, dünnen trieben.
richtig erfolgreich wird nur derjenige sein, der die anschnittlänge an das wuchsverhalten der einzelrebe anpasst.
ein mathematisches modell für den angestrebten ertrag stößt hierbei auf natürliche und witterungsbedingte widerstände. ;)
eine weitere, positive entwicklung im rebenanbau ist nur realisierbar, wenn man neue wege beschreitet.
neue erkenntnisse sind besonders für standorte mit gleichen umweltbedingungen nützlich, in anderen gebieten können veränderte schnittmethoden mitunter kontraproduktiv sein...


@Käfermama

habe selbst keine eigenen erfahrungen mit kübelreben.
einige hinweise für deren kultivierung findest du hier.


vlt. wäre ein moderator so nett, die beiträge von #542 bis einschließlich #555 nach
Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln zu verschieben. dort passen die beiträge m.e. themengerechter hin.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Käfermama am 10. Juli 2010, 21:49:56
@werner987

Vielen Dank für den Tipp!!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. Juli 2010, 16:41:31
@jakob

qualität ist ja nicht gleich zu setzen mit oechsle!!! das ist der grund denkfehler auch vieler winzer. dagegen lassen sich spitzenweine aus moderaten oechslegraden machen. die kunst ist es anhand von beobachtungen was wuchs/wetter/geschmack/uvm eingriffe an laubwand, boden, lese vorzunehmen. da heißt es wohl erfahrung,erfahrung und noch mehr erfahrung von nöten.

was du schreibst mit belastung der rebstöcke durch zu viel laub und ertrag kann ich deshalb nur bedingt zustimmen. im gepflegten wingert gilt es eher wie oben beschrieben "kleinere" eingriffe zu machen und die sehr gezielt was zeitpunkt und ausmaß angeht.

und bei der diskussion sind typische sortenunterschiede/unterlage und klima noch gar nicht mal erwähnt worden. gibt xxxx möglickeiten/varianten sodass es kein allheilmittel geben kann.......zum glück, sonst gäbe es nur noch spitzenweine.


@max

ich denke da v.a. an die temperaturgesteuerte gärung und ausbau in stahltanks/holz/barrique. das sind schon größere finanzielle brocken die ein hobby-winzer kaum heben kann
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 12. Juli 2010, 18:20:32
die herausforderung im weinbau ist eher, die trauben nicht zu süß werden zu lassen, ihnen aber trotzdem möglichst viel zeit am stock zu belassen, um ihren geschmack voll zu entwickeln.
eine schwierige balance. inzwischen arbeiten einige weingüter wieder mit relativ niedrigen laubwänden.
wenn dann aber wider erwarten der herbst sonnenarm wird, geht der schuß nach hinten los...
und wird zu früh und zu kurz geschnitten, werden die beeren zu groß und drücken sich ab. botrytis ist die folge...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. Juli 2010, 21:48:56
@ max

genau das meine ich ja. zu viel oechsle bei zu wenig physiologischer reife. die sorten brauchen ihre zeit egal was der zuckergehalt sagt. der ideale lesezeitpunkt lässt sich aber feststellen und das nicht am zuckergehalt, keine sorge.

im moment muss man eingreifen. der zuwachs ist enorm. die abläufe gehen wie im zeitraffer. das klingt zwar gut aber bringt viele sorgen und arbeit. wird das wetter kühler kommen jetzt noch geize. später ist das wirklich schwierig aber auch mir 85° lassen sich gute weine machen.

ich wär im moment nicht gern winzer. hoher infektionsdruck, teils heftige gewittrige niederschläge-> beeren werden sehr schnell dick-> ausdünnen/halbieren ja oder nein??

habe "bei mir" eine extrem niedrige laubwand entdeckt. muss mal rausfinden zu wem die gehört und fragen weshalb. stamm ca. 20-30cm hoch. laub so 80cm. der stock geht mr auf jeden fall etwa bis bauchnabel und bin ja nicht groß. aber gut gepfelgt. gassen unkrautfrei, früh gegipfelt, wirkt sehr sauber.auch gesund und wüchsig.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 12. Juli 2010, 22:17:12
Zitat
...ich wär im moment nicht gern winzer...

ich bin auch SEHR froh, daß das für mich nur ein steckenpferd ist.
besipiel:
-abgehende blüte bis erbsengröße:zehn tage. d.h. viel zu wenig zeit zum trauben halbieren und entblättern im profibetrieb, wenn man es händisch machen will/muß.
-es gibt auch schon recht viel oidiumbefall (rheingau)
-in zwei wochen sind die triebe zwei meter über den obersten draht gewachsen. wann gipfeln? zu früh,schwellen die beeren zu stark. zu
spät, brechen die ranken ab.


ps.zu deiner niedrigen laubwand:
wenn du rausfindest, warum- dann teil das doch bitte mit.
im rheingau hab ich einige wenige, ältere weinberge mit 30-cm stämmchen gesehen.
im 19. jhdt. hat man das gemacht, weil man im spätherbst die stämmchen zwecks frostschutz mit erde abgedeckt hat.
aber warum manche das in heutigen weinbergen machen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 13. Juli 2010, 18:07:41
@max

auch hier kurz vor traubenschluß, vor 14 tage abgehende blüte. gestern 20-45l/m^2 niederschlag nach 4 wochen ertsmals überhaupt niederschlag-> erosion in weinbergen mit "schlechter" bodenbearbeitung ( keine begrünung, nur oberflächige starke umwälzung). wer diese sachen ( die du auch angesprochen hast) in den griff bekommt hat gute aussichten auf ein gutes jahr aber es muss alles schnell und gezielt erfolgen.

ich versuch mal den winzer in die finger zu bekommen mit der laubwand/erziehung und berichte dann. ernte und andere arbeiten nur im knien möglich, kein spaß im herbst oder auch bei anderen arbeiten.gibt hier gut 12-15 winzer auf 2 dörfer und fast jeder kommt in frage.

oidium nicht sooo schlimm aber ausnahmen gibt es immer ( portugieser) oder pero (regent+domina, auch schwarzriesling zum teil). gewitter haben zu leichten hagelschaden geführt aber das trocknet wohl schnell ein und wirkt eher positiv. von pero geht jetzt größte gefahr aus.

darf gar nicht dran denken wie es zu hause nach 14 tage ohne aufsicht ausschaut........rechne mit dem schlimmsten (viel bruch, oidium)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 13. Juli 2010, 21:16:51
wegen dem hier vorherrschenden steppenklima geht die entwicklung der reben zügig voran.
vor ca. 14 tagen sind die letzten gescheine abgeblüht.
einige beeren haben fast erbsengröße erreicht. 8)

von einigen der im vorjahr gepflanzten "flammeri-reben" werde ich eine kostprobe erhalten - Piesnia, Rosowoje Cudo und FVR 7-9.
die 2008 erworbene Juliana hat vermutlich wegen dem starken winterfrost keine früchte angesetzt, Pamiat Negrula immerhin mit 3 trauben.
die freistehende Esther war nach dem winter etwas zögerlich ausgetrieben, hat aber jetzt etwas aufgeholt.
Garant an der ungeheizten garage mit sehr gleichmäßigem austrieb - der fruchtansatz könnte besser sein.
mit den anderen rebsorten bin ich recht zufrieden. Fanny, Festivee und Muscat Mamburg habe ich kräftig ausgedünnt.
gegen die lästigen pockenmilben werde ich 2011 einschreiten. ansonsten bisher kein krankheitsbefall (2x verd. milch gespritzt).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 27. Juli 2010, 01:04:21
Wer kann mir sagen, was für Sorte ist da? Arkadia oder Juliane?
(http://i057.radikal.ru/1007/3a/eb230bd14ae6t.jpg)
(http://s51.radikal.ru/i133/1007/ca/87ee6c63e3fat.jpg)(http://s55.radikal.ru/i148/1007/0d/4abca83b2a99t.jpg)(http://s44.radikal.ru/i105/1007/b8/61e3fcae6234t.jpg)(http://s004.radikal.ru/i206/1007/8c/00a2f6edd666t.jpg) (http://s40.radikal.ru/i089/1007/2a/e5647752787dt.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: wanda26 am 27. Juli 2010, 11:38:55
Hi,
ich habe die Sorte "Blauer Muskateller" neu gepflanzt. Zu den Eigenschaften war leider nicht viel zu erfahren.
Kennt die jemand von Euch? Wann wird die etwa reifen?
lg wanda
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 27. Juli 2010, 21:33:03
Wer kann mir sagen, was für Sorte ist da? Arkadia oder Juliane?

Das kann man so nicht unterscheiden. Juliana ist im Laub immer etwas heller als Arkadia. Ansonsten liegt der Unterschied lediglich in der leicht unterschiedlichen Reifezeit.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 27. Juli 2010, 21:34:05
Hi,
ich habe die Sorte "Blauer Muskateller" neu gepflanzt. Zu den Eigenschaften war leider nicht viel zu erfahren.
Kennt die jemand von Euch?

Kimmig z.B. verkauft Muscat bleu als Blauer Muskateller. Über Muscat bleu kannst Du im Internet jede Mange nachlesen. Man kann Muscat bleu lange ernten - etwa von Anfang bis Ende September.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 27. Juli 2010, 23:08:24
Siebenstein.
Und Beerenform ist nicht unterschiedlich?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 27. Juli 2010, 23:32:49
Hallo Vilu,

Wenn ich auch nicht angesprochen bin, hier zwei Bilder von den Trauben:

[td]

Arkadia 07.09.08

[/td]
[td]

Juliana 07.09.08

[/td]
[/table]

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 28. Juli 2010, 09:12:00
Siebenstein.
Und Beerenform ist nicht unterschiedlich?

Kaum bzw. nicht auffallend.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 28. Juli 2010, 14:09:21
 Giaco85
Siebenstein
Danke für Antwort.Tatsechlich, nicht grosse Unterschied. Wahrscheinlich,haben sie auch bei Schmidt beiden Sorten gekauft. Ich habe nur Juliane im Herbst 2008 gepflanzt. Im Sommer 2009 kleine Traube 7 Beerchen im mitte August wahren Reuf,owale Form und haben sehr gut geschmeckt. Trieben wahren klein 70,80 sm. Dies Jahr Trieben 2m und 1,5 m und wieder eine kleine Traube, aber Beeren jetzt haben Herzform.? Was können sie sagen wegen Geschmack und Resistenz beiden Sorten .Und ich möchte noch Blätter vergleichen, villeicht könnten sie Photo machen, bitte. Jetzt habe ichh Probleme mit Königliche Ester. Oidium! Ich habe Systhane (bisschen) gefunden. 2 Wochen vor, gespritzt und weis nicht was weiter machen. Ich habe noch 12 Sorten von Tafeltrauben, und 12 guten Sorten aus Russland, aber ganz kleinen erste Jahr. Bis dann.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 28. Juli 2010, 17:16:34
@vilu

herzform= arkadia; geschmack sehr süßlwicht nach ananas, beerenfarbe deutlich gelber als juliana

juliana hat eine gleichmäßig ovale form; geschmack leicht muskatiert

ich tippe, dass deine sorte arkadia ist!


oidium ist praktisch nicht mehr in den griff zu bekommen wenn einmal ausgebrochen. man kann versuchen den schaden in grenzen zu halten und sich an 10-14 tägige spritzabstände bei den hochwirksamen mitteln zu halten, netzschwefel je nach wetter bis auf 5-7 tage runter.


wenn es sich nur um beerenbefall handelt kannst du es mit der "waschmethode" versuchen. hierzu werden seifen verwendet allerdings nicht für behandlung des laubs geeignet. hier kann kieselsol oder wasserglas eingesetzt werden. aufwandmengen, versch. seifen usw... bitte selbst suchen wenn du diese methode in betracht ziehst
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 28. Juli 2010, 18:09:10
trauben-freund

Danke für Antwort. Ja, Beeren befal. Ich spritze Heute mit Swefel, zwahr Beeren fast alle gefärbt sind und manche weich. Wahrtezeit habe nicht gefunden. Und nahe zur Reife dann mit Seife villeicht?
Wie Alt ist Ihre Juliane, wieviel Trieben hat und Trauben und wie füllt sich bei diese Wetter?
Bis dann.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 28. Juli 2010, 21:44:52
juliana hat eine gleichmäßig ovale form; geschmack leicht muskat

Hier eine Juliana von Schmidt-Reben


Juliana am 29.08.09


Nicht so ganz oval, aben mit gutem Muskat-Geschmack.

(http://gifwelt.info/wp-content/uploads/trauben-005.gif)

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 28. Juli 2010, 21:58:42
habe "bei mir" eine extrem niedrige laubwand entdeckt. muss mal rausfinden zu wem die gehört und fragen weshalb. stamm ca. 20-30cm hoch. laub so 80cm. der stock geht mr auf jeden fall etwa bis bauchnabel und bin ja nicht groß. aber gut gepfelgt. gassen unkrautfrei, früh gegipfelt, wirkt sehr sauber.auch gesund und wüchsig.

wenn die niedrige erziehungsform nicht den winterschutz erleichtern soll kommt m.e. nur ein zweck in betracht.
aus der bodennähe ergibt sich eine höhere wärmeabstrahlung an die reben (gassen sind unkrautfrei).
somit kann man den wärmebedarf der für den standort eigentlich ungeeigneten rebsorten besser abdecken.


@vilu

die trauben deiner eingestellten bilder zeigen eine hohe übereinstimmung mit meiner Arkadia, siehe unten.
zu den trauben von Juliana kann ich noch nichts sagen, der stamm war im winter zurückgefroren.
die form der reifen früchte beider sorten ist ziemlich ähnlich:

http://www.lwg.bayern.de/gartenbau/obstbau/27960/

[td]

Arkadia 28.07.2010

[/td]
[td]

Arkadia Beeren 28.07.2010

[/td]
[/table]
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: wanda26 am 29. Juli 2010, 09:28:21
Hi,
danke Siebenstein!
Da habe ich wohl - ohne es zu wissen - genau die richtige Sorte erwischt :-)

lg wanda
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 29. Juli 2010, 17:53:36
Giaco85
Du hatest recht gechabt!
Juliana ist nicht die Lora,weil Lora hat kein muskat geschmak.

Kischmisch vom Schmidt zur 90% nicht Kischmisch Litschistiy,die Beerenform ist anders,wie beim Rusbol oder seinem "Sohn" kischmisch Zaporogskij.
Überascht auch von Viktoria (grosse Beeren) und Himrod (grosse gronen),beide werden schon weich in 2-3 wochen rechne mit der erste ernte.

Es gibt natürlich noch ein paar überaschungen und enteuschungen,möchte hier aber kein Buch schreiben. ;D ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 29. Juli 2010, 21:33:47
Giaco85
Werner987

Danke für Bilder. Ja, meine ist beschtimmt Arkadia.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 07. August 2010, 08:55:48
Veitshöchheimer Tafeltraubentag ist am Mittwoch, 15. September 2010 um 13.30 Uhr im Stutel. Da könnt ihr ja eure diversen Julianas, Floras und Arkadias mal zum anschauen und verkosten mitbringen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 07. August 2010, 18:33:43
Bevor ich nach Stutel gehe, schaue ich am 11. oder 12. September bei Steinmann vorbei.

War das schon immer so, dass man sich zum Tafeltrauben-Tag anmelden muss? Der Rebschnitt-Kurs war früher auch kostenlos.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 07. August 2010, 19:59:16
Der Termin mitten in der Woche ist für entfernt wohnende Traubenfans sicherlich nicht optimal. Ich weiß deshalb noch nicht, ob ich kommen kann.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 07. August 2010, 20:02:02
Hat jemand gehört, welche neue Sorten in Stutel vorgestellt werden sollen?

Wisst Ihr von neuen Sorten, die es ab Herbst in dt. Rebschulen geben soll?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 08. August 2010, 11:43:39
Habe mir verg. Woche beim Rebveredler im Nachbarort eine King ruby (kernlose, rote Sorte) geholt. Die ist aber nach Auskunft von Schmidt nicht pilzfest. Er hat in kleinen Mengen noch einige neue Sorten rumstehen. Die gibts aber scheinbar nur auf Anfrage und (noch) nicht im Online-Shop.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 08. August 2010, 12:52:43
Hallo! Als eifriger und begeisterter "Mitleser" im Forum hätte ich heute eine Frage an die Experten:
Ich suche zwei - drei Reben, die verlässlich am Zapfen tragen: Farbe egal, Kerne stören nicht wirklich, kein Foxton, wenig Neigung zum Verrieseln.
Meine Ideen waren: galanth, nelly, osella oder ontario, mitschurinski, frumoasa. Hat wer diesbezügliche Eerfahrungen? Oder andere Tipps?

Klima: Tiroler Gebirgsklima :(
aber Gutedel, Lidi, Esther, M Bleu zB. reifen schön ab, MB ist zB schon durchgefärbt...

für die antworten dankt
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 10. August 2010, 12:28:47
darf ich gleich noch eine frage nachschießen:

hat festivee einen foxton?

danke!
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 10. August 2010, 16:36:44
hat festivee einen foxton?

Nein.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 10. August 2010, 19:08:31
Wer kennt die folgenden Sorten bzw. hat Links zu den Sortenbeschreibungen:

- Ganame
- Rosowij Tschudo,
- Janisch matisch ?

Es kann sein, dass die Transkription nicht ganz exakt ist.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 10. August 2010, 21:48:01
Hallo Dietmar,

- Janisch matisch ? ===> 18.03.2010 im selben Thread siehe hier oder gib mal bei http://www.vivc.de/index.php MATHIASZ JANOSNE als Suchbegriff ein.

- Rosowij Tschudo hier auf Position 124

Gib mal noch zusätzliche Informationen zu "GANAME"

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. August 2010, 22:12:05
- Rosowij Tschudo hier auf Position 124

Rosowoje Cudo - oder wie auch immer passt bestens in mein beuteschema - muskatgeschmack mit spitzovalen beeren. 8)
falls wir bei dem jetzigen hochwasser nicht absaufen werde ich über meine erste ernte im herbst berichten. ;)


@monfortino

viele rebsorten tragen am zapfen. mit steigendem alter verliert sich der vegetative drang - die fruchtbarkeitszone verschiebt sich in den basalen bereich, wobei die größeren trauben meist auf den oberen augen gebildet werden (bogrebe).
langer ertragsschnitt ist oft an starkwachsenden sorten notwendig.
Mitschurinski und Frumoasa Alba fruchten bereits als jungreben am zapfen, Festivee etwas später.

Osella und Festivee hatte ich an fast identischem standort (ostwand).
Osella mit sehr attraktivem laub und mittleren beeren und teilweise sehr lockeren trauben und gutem geschmack.
ertragsmäßig konnte sie nicht wie Festivee überzeugen.
das laub von Festivee ist sehr gesund, die trauben sollte man vorbeugend gegen oidium-befall schützen.
2007 hatte ich ein vergleichsbild des ersten ertrages beider sorten eingestellt:
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 10. August 2010, 22:59:36
@Werner987
Wie sieht bei dir FVR 7-9 aus ??? Bei mir ist Der total veriselt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. August 2010, 23:17:55
die ersten trauben sind nicht allzu groß, aber nicht verrieselt (südwand).
in unmittelbarer nähe der FVR 7-9 befinden sich Georg, Festivee, Naranczizu und M.Hamburg als mögliche pollenspender.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 11. August 2010, 10:41:07
Vielen Dank zu den Sorten-Infos.

Zu "Ganame" habe ich keine weiteren Infos. Den Namen habe ich von Hr. Schmidt, der geringe Mengen dieser 3 Sorten hat.

Zu meinen FVR 7-9:

Der Wuchs ist recht zurückhaltend bis schwach - etwa vergleichbar mit Muskat Letni und Festivee. Alle meine anderen Sorten haben einen deutlich intensiveren Wuchs. Das kann aber auch an der Unterlage liegen. Die Trauben sind teilweise verrieselt, aber es gibt einen Anteil von ca. 50 % große Beeren mit aktuell ca. 15 mm Durchmesser. In Anbetracht der recht späten Reife ist das ziemlich groß. Alle anderen Sorten haben z.Z. kleinere Beeren.

Als Bestäuber steht direkt daneben Kischmisch Zaporoschje. Das soll angeblich neben Arkadia ein guter Bestäuber sein.

Etwas entfernt stehen Arkadia, Frumoase Alba, Kodrianka, Rhea und andere. Amerikanische Sorten sollen sich als Bestäuber nicht eignen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 11. August 2010, 11:29:06
@werner987: vielen dank für die antworten! dieses forum ist ein segen!

wenn du (auch allen anderen) mir aus dem folgenden quintettin bezug auf geschmack zwei empfehlen müsstest, welche wären das dann : festivee ontario osella nero kodrianka ???

danke!
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 11. August 2010, 13:46:02
@monofortino

von denen auf jeden fall nero und ontario was geschmack angeht. die schwächen der sorten kennst du soweit??


ich werde nach mehrwöchiger abstinenz wohl dieses wochenende auch mal wieder meine tafeltrauben begutachten können. sehr gespannt bin ich auf delrho, perlaut, voegtle und garant. den rest hab ich bis auf wenige sowieso schon abgeschrieben. was nicht richtig reif wird, wird wohl versuchsweise zu chutney oder marmelade verarbeitet. für einen vernünftigen weinansatz habe ich kein ausreichend reifes und mengenmäßig lohnenswertes lesegut.

also über die wenigen vollreifen trauben freuen und sie direkt naschen.


alles was letztes jahr gepflanzt wurde trägt noch nicht also nur alte bekannte bei mir aber dafür konzentrier ich mich auf die zahlreichen neuheiten bei den rebschulen und geilweilerhof.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 11. August 2010, 14:03:53
@ traubenfreund: danke für den tipp. und nachdem so deutlich nachgefragt hast: nein, die schwächen kenn ich nicht (hab in blau nur esther und m.bleu) würde mich aber freuen sie zu erfahren.

danke und gruß aus tirol!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 11. August 2010, 16:34:38
@Dietmar: In den 80-Jahren gab es in der DDR eine aus der damaligen Sowjetunion stammende Rebe unter dem Namen Ganame. Erwähnt z.B. in "Obstbau" (Friedrich). Der Sortenname ist allerdings heute in Russland nicht bekannt. Möglicherweise wurde falsch übersetzt...
Ich habe 2 Ganame als große Rebstöcke (etwa 30-jährig) in klimatisch günstiger Lage (Südhang, Mauer).
Meine Erfahrungen: zuverlässig- nie Frostschäden, immer gute Erträge (Massenträger), weitgehend resistent, lediglich sehr anfällig für Traubenwickler, sehr wüchsig,
Beeren grün-gelb-rosa, nach deutscher Definition groß (5g), Geschmack wohlschmeckend-normal-fruchtig (ohne Muskat),Traube locker,Reifezeit mittel bis spät.
Meine Einschätzung: für mittlere bis gute Lagen auch heute sehr empfehlenswert.Unter Deinen Bedingungen sicherlich nicht geeignet.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 11. August 2010, 20:54:10
@Eugen

Die Sorte Ganame will die Rebschule Schmidt in ihr Programm aufnehmen, falls diese ausreichend nachgefragt wird. Irgendwoher muss Herr Schmidt diesen Namen und die zugehörigen Edelreiser her haben. Wenn diese in Russland und Osteuropa nicht mehr verkauft wird (ich habe sie auch nicht in Rebschulen und Foren gefunden), dann hat Hr. Schmidt mal irgendwo Edelreiser von einem alten Rebstock in Ostdeutschland bekommen.

Bei anderen Obstarten findet man auch manchmal einen Baum einer nahezu ausgestorbenen bzw. vergessenen Sorte und züchtet dann diese wieder nach. Diese alten Sorten sind nicht so fotogen und groß, aber oft aromatischer als z.B. die süß-wässrigen Riesenäpfel.


Die Klimawandeldiskussion geht hier weiter. LG Nina
Titel: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 12. August 2010, 00:18:18
Bei mir im Garten.
Milenium ist nicht gans kernlos.
Primus ist nicht gans kernlös.
Kishmich zaporozskij und kischmisch vom Schmidt,sind eine die selbe sorte.
Suvenir(aus dem garten katalog) und Odesskij suvenir eine die selbe Sorte.
Elegant swerchranij ist schon reif(die Samen sind schon braun)
Treumpf de Elsase ist auch reif.
Husain Halgi ist auch schon süss mit wenig seure.
Bostorg (kost probe) ist auch süss mit wenig seure.
Himrod süss mit viel seure noch,aber kernlos.
Rondo schon von den Vögeln verfresen,süss.
Ein geheim tip für alle muskat geniser ist die Liwia.



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. August 2010, 10:20:07
@monfortino


sowohl festivee als auch ontario zeigten sich bei mir und auch an anderen standorten als leicht bis mittel anfällig für oidium. pero und frost sehr gut

nero ist oft sehr dicht (traube). man kann gut mit abstreifen nach der blüte entgegenwirken. halbieren würde ich nicht weil die traube nicht besonders lang ist aber recht breit.


kodrianka hat sich als anfällig gegen oidium erwiesen und neigt dann bei gut 60 oechsle dazu in grauschimmel überzugehen wenn die beeren vorgeschädigt waren. dazu viele jungfernfrüchtige beeren bei suboptimaler blüte.

osella mit dicker beerenhaut was nicht immer schlecht ist aber die vielen großen kerne stören die meisten weil die beeren nur mittel-groß sind.

das sind ledeglich die negativen aspekte der sorten, gibt auch über alle genügend positives!!
Titel: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 12. August 2010, 12:17:59
Janisch matisch, erinnert mich an Mathias Janosne diese wiederum scheint Identisch mit Piroschka zu sein.
Mathias Lanosne hat gleich nach der Blüte rote Beeren, hatte sie mal im GW aber zu gunsten anderer gerodet.
Das Holz hatte ich mal von der Versuchstadion Radebeul so Anfang der 90er bezogen.
Ganama sagt mir nicht viel, gab aber mal zu Ostzeiten eine Gnama, die war ebenfalls rot reifezeit mit Gutedel, stand mal in einer Gartenzeitung ein Beitrag von Dr. Angelis(?) wo diese Sorte erwähnt wurde.

Die Versuchstadion Geilweilerhof hat eine Gendatenbank dort stehen etliche 1000 Sorten, da gibt es betimmt noch tolle Sachen die einen Anbau wert sind.
Viele Grüße
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 12. August 2010, 14:50:07
@ trauben-freund
vielen dank für die infos. bin immer wieder begeistert, wie kompetent hier geholfen wird!

eine (letzte) frage hab ich noch: was hältst du von galanth, karmel perrier oder murometz?

Der Hintergrund meiner fragerei:
Ich bin nämlich auf der suche nach einer blauen rebe für den top-platz am haus. (südwand) viel sonne. als weiße hab ich mich (fast) für frumoasa entschieden, aber bei rot schwank ich noch sehr, deshalb die ganze fragerei...

danke für die mühe
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. August 2010, 20:21:43
@monofortino

karmel hab ich quasi eingeführt in deutschland, perrier genauso.

von den 4 aufgezählten würde ich ohne zu überlegen sofort perrier pflanzen wenn der standort es zulässt!! wirklich guter beerig fruchtiger geschmack, lockerbeerig, schöne beerenform und schöne schlanke große (wenn auch nicht riesige) trauben.

karmel ist ein frühreifer massenträger ohne foxton aber "nur" süß. murometz hab ich aber noch keine erfahrung.

galanth ist ein verrieselfester muscat bleu mit etwas weniger muskatton dafür etwas süßer und leicht frühreifer.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 15. August 2010, 20:39:10
Hier ein Stand der Reife im Nordosten:

M.Bleu(W), Galanth(F)fast vollständig durchgefärbt.

Rondo(F), Mitschurinski(F) zu 50 % durchgefärbt.

Knochenhart bzw. noch kein Farbumschlag F.Alba(F), ISA(F), Rosowoje Tschudo(F), Wostorg Muskatnie(F)

Kodrianka(F), Früh Burgunder(F), Tomaisky(F) beginnende Färbung

Solaris (F), Arolanka(F) einzelne Beeren werden weich, Farbumschlag von grün auf gelb

Beim Nachbarn Frühe Malingre(W) beginnt weich zu werden, einzelne Beeren geplatzt ,Phoenix(W) noch hart und grün, keine geplatzten Beeren!

Keinerlei Anzeichen von Oidium.
Tonia(W) hat wie jedes Jahr Peroflecken, aber kein substantielles Problem.

VG
Giaco

PS: Südwand=(W), Freistehend=(F)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 15. August 2010, 20:41:11
Zitat
...einzelne Beeren geplatzt ...

warum platzen denn beeren? ist das sorten-oder wetterabhängig?
mir ist dasvollkommen neu.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 15. August 2010, 20:48:23
@Max
Dies ist Dir neu ;) ;D ;D.

Es ist wohl beides die Ursache. Wir haben seit Mitte der letzten Woche starke Niederschläge bei relativ hohen Temperaturen gehabt. Was eine starke Zunahme der Grösse der Beeren verursacht hat. Die Frühe Malingre bildet noch dazu sehr dichte Trauben aus, so dass sich die Beeren gegenseitig abdrücken.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 15. August 2010, 20:55:38
das ist mir tatsächlich neu. aber mit tafelsorten hab ich auch recht wenig erfahrung.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: caro. am 15. August 2010, 21:02:12
Phoenix(W) noch hart und grün, keine geplatzten Beeren!


meine sind wie verrückt aufgeplatzt...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 15. August 2010, 21:04:07
aber diese sorte ist doch nicht dichtbeerig?
zeig doch mal ein bild davon, bitte.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: caro. am 15. August 2010, 21:27:02
aber diese sorte ist doch nicht dichtbeerig?
zeig doch mal ein bild davon, bitte.


...

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 15. August 2010, 21:41:27
so dicht, daß sie sich beim größerwerden abdrücken, sind die beeren auf dem foto aber nicht. es muß also an etwas anderem liegen.
jetzt sind die tafeltraubeneperten dran...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 15. August 2010, 22:24:09
Hier ein Vergleich:

- 04.08.10 vor dem großen Regen


Frühe Malingre 04.08.10




Phoenis 04.08.10



VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: caro. am 15. August 2010, 22:46:36
Warum ist denn nun meine Phoenix aufgeplatzt?
So dichtbeerig ist sie doch gar nicht...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: caro. am 15. August 2010, 23:00:47
hier ist meine Phoenix im Jahr 2009, hier ist alles gut gewesen...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 15. August 2010, 23:02:55
@carola

Diese Diskussion gab es dazu vor 2 Jahren. Bitte ein wenig scrollen.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: caro. am 15. August 2010, 23:05:05
danke.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 15. August 2010, 23:10:36
Heute habe ich auch meine fotografirt,alle pflanzen tragen zum ersten mal, manche haben bis zu 7m lange ruten gehabt im ersten jahr.
Bei allen wurde boden umgeschichtet(ca 1M²),obere 30cm nach unten und untere 30cm nach oben gemacht und zwishen den schichten mit Nitrofoska Perfekt gedünt.
Das mache ich nicht wider,liber warte ich 2-3 Jahre lenger.Ein kubik meter erde auscheben pro pflanze.....,das kostet kraft bei 50-70 pflanzen.
Husain Schalgi wurde im September 2009 beim Schmidt im conteiner gekauft,ab erste Juni bis ende Juli dieses Jahres,drei mal' in der Woche je 15 liter Giskane wasser gegosen (warmes) mit Hünermist,auf 200L Wasser 100g Hünerwürstchen aus Reiffeisen-markt.
Ein beweis das es auch mit naturdünger klapt.Ohne dünger wäre gie pflanze nicht in der lage so risige traube durch füttern.Am ende Mai müsste ich endscheiden alles weg schneiden oder exsperement wagen (mit Hünerwürstchen)
Es hat geklapt die Beeren sind rechtzeitig reif (Kinder essen schon) und der Trieb hockt schon auf dem Apfelbaum(ca 4m lang)
@Giago85
Schau mal Foto,es lont sich doch im Herbst einplanzen.

(http://s005.radikal.ru/i212/1008/ac/c7064bcbcc1bt.jpg)

(http://s006.radikal.ru/i214/1008/f3/9ff53f7d76c0t.jpg)

(http://s46.radikal.ru/i111/1008/55/46fb0e118ae1t.jpg)

(http://s56.radikal.ru/i153/1008/e7/e04a76754eaat.jpg)

(http://s59.radikal.ru/i166/1008/47/957301af1583t.jpg)

(http://s52.radikal.ru/i137/1008/c5/47b6ddd72fe9t.jpg)

(http://s58.radikal.ru/i161/1008/e1/84563a44eab9t.jpg)

(http://s58.radikal.ru/i162/1008/3a/627f5e527670t.jpg)

(http://s47.radikal.ru/i116/1008/bc/8bd9358d531dt.jpg)

(http://s48.radikal.ru/i119/1008/c6/efbcf5be955et.jpg)

(http://s43.radikal.ru/i099/1008/69/95d6d7c97f15t.jpg)

(http://i077.radikal.ru/1008/79/68011263c1e0t.jpg)

(http://s56.radikal.ru/i152/1008/33/edd875d3cd88t.jpg)

(http://s004.radikal.ru/i206/1008/d8/e8ca0156f51ft.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 15. August 2010, 23:19:34
Bitte noch mehr! :D :D :D

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 16. August 2010, 00:42:17
Noch mehr??? ;D
Mach auch mal paar fotos. :D :D :D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 16. August 2010, 21:34:35
Welche Sorten sind denn das?

Bei mir tragen nur 2 - Himrod und Muskat Nay, und beide sind noch lange nicht so weit, dass sie sich schon färben würden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 16. August 2010, 21:55:32
Jacob sitzt fast am Rebenäquator. Im Norden ist es aber auch schön. Hier auf 54° Nord hat nur Mitschurinski, und M.Bleu an der Südwand durchgefärbt.

@ Jocob
So kann ich denn auch nicht mit so geilen Fotos mithalten. :(.
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 16. August 2010, 22:47:50
Ach, ich bin ja schon froh, dass sie überhaupt tragen. Und ich bin wieder mal froh, dass ich keine spätreifenden Sorten gepflanzt habe ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 17. August 2010, 01:20:16
@mutabilis
Erstes foto ist ja auch Himrod.Auf allen fotos sind nahmen drauf geshriben(unten).

@Giago
Mach mal ein paar slechte Fotos. ;D

Es gibt noch ein paar sorten.

(http://s56.radikal.ru/i151/1008/06/51b67fdafe94t.jpg)

(http://s40.radikal.ru/i089/1008/ac/dccc31d4949ct.jpg)

(http://s56.radikal.ru/i153/1008/c4/ad94fdb3037ct.jpg)

(http://i056.radikal.ru/1008/22/b02a059b2c01t.jpg)

(http://s006.radikal.ru/i213/1008/9e/56380c1f1307t.jpg)
wird früher reif als Solaris und Himrod,mit muskat aroma

(http://s41.radikal.ru/i092/1008/e9/6ff773b08b2ct.jpg)
nechstes jahr ist hier ein platz wider frei

(http://i077.radikal.ru/1008/f1/4ae14f74ab1at.jpg)

(http://s006.radikal.ru/i215/1008/67/145285304125t.jpg)
husain schalgi kletert shon auf ein Apfelbaum,bis mite Nowember kann er noch ein paar meter lenger werden

(http://i056.radikal.ru/1008/4b/a5dca89f2da3t.jpg)
und dieses elend,bei 12mm Rute.Noch ein platz wird im früjahr frei.

(http://s004.radikal.ru/i206/1008/d7/802a16245376t.jpg)
Pesnia auf 5BB,erster herbst,7 Gronen,spürt keine belastung,nechstes jahr wird ertrag verdopelt.

(http://s45.radikal.ru/i107/1008/0c/195d0020ceact.jpg)

(http://s46.radikal.ru/i114/1008/65/b51dce9c785ft.jpg)
Kleine beeren grosse knochen,weg mit dem!!!

(http://s39.radikal.ru/i086/1008/84/dfc1599de588t.jpg)
foto exstra für WERNER gemacht.
Das ist ein Kardon mit matematische berechnung.Alle 5 Ruten sind aus oberen ungraden zahlen gebliben 1,3,5,7,9,...usw,dannach die 5 stärksten belassen und rest ausgebrochen worden.Kardon ist jezt ca 2,5m lang.Angenomen hate ich in an der Hauswand.von rechts nach links gesehen;1rute auf 2 draht nach rechts,2rute auf 2 draht nach links bis zu die rute 4 ,3 rute auf 2 draht rechts bis zu die rute1,4rute auf 2draht bis zu unendlichkeit und die 5 rute auf ERSTER DRAHT links für Kardon verlengerung anbinden.
Das ist die sorte Himrod auf CO4 (Schmidt)

(http://s48.radikal.ru/i120/1008/bd/8cf42f4c45c2t.jpg)

(http://s60.radikal.ru/i168/1008/29/bab1eb2d6d14t.jpg)

(http://s48.radikal.ru/i120/1008/74/b14b9ecbc69ft.jpg)


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 17. August 2010, 17:52:48
Huppla, das kommt, wenn man mit dem IPod surft....
Ja, meine Himrod ist deutlich kleiner, aber auch erst letzten Herbst gepflanzt...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 17. August 2010, 20:42:39
Bei allen wurde boden umgeschichtet(ca 1M²),obere 30cm nach unten und untere 30cm nach oben gemacht und zwishen den schichten mit Nitrofoska Perfekt gedünt.
Das mache ich nicht wider,liber warte ich 2-3 Jahre lenger.Ein kubik meter erde auscheben pro pflanze.....,das kostet kraft bei 50-70 pflanzen.

es gibt leute, die für krafttraining geld ausgeben.
für die trauben-fans ist deine kostensparende methode, den körper fit zu halten, hilfreicher. ;) ;D
ansonsten hätten wir jetzt sicher nicht deine hervorragenden fotos (neue kamera!) der trauben genießen können. ::)

(http://s39.radikal.ru/i086/1008/84/dfc1599de588t.jpg)
foto exstra für WERNER gemacht.
Das ist ein Kardon mit matematische berechnung.Alle 5 Ruten sind aus oberen ungraden zahlen gebliben 1,3,5,7,9,...usw,dannach die 5 stärksten belassen und rest ausgebrochen worden.Kardon ist jezt ca 2,5m lang.

wenn man genügend fläche zur verfügung hat und in einem weinbaugebiet wohnt mag die rechnung aufgehen, jede 2. rute auszubrechen. in meiner gegend mit kontinentalem klima und "richtigen" wintern ist oft plan B angesagt, auf frostschäden selektiv zu reagieren und den ertrag zu gewährleisten.

am hausspalier muß man sich zwecks ausreichender belüftung auch an der blattgröße, blattabstand, geiztriebneigung und fruchtbarkeit der jeweiligen sorte orientieren.
an Naranczizu belasse ich jeden grüntrieb, der fruchtet.
Festivee mit seinen großen blättern würde zu einem undurchdringlichen urwald wenn nicht genügend fruchtruten entfernt werden...

aktueller stand:
Mitschurinski(F) und Esther(F) durchgefärbt, wegen 2 starken regenfällen einige platzende beeren und wespenanflug.
M.Garnier(OW), Festivee(OW,SW) und Lidi(SW) teilweise gefärbt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: andreasNB am 17. August 2010, 21:59:38
Habe zwar keine so besonderen Sorten und sie sind auch nicht so vorbildlich geschnitten, aber es geht gut voran mit der Reife.
Von vorn nach hinten: Siegerrebe, Muskat Bleu, Glenora weiß


Wein2010


Den Kordon auf Brusthöhe, rechter Hand und nicht mehr im Bild, hab ich zwar kurz nach der Blüte ausgelichtet. Aber dann fehlte mir die Muse weiterzumachen. Ein Eimer war voll und ich hätte noch mindestens 2 weitere schneiden können.
Nun habe ich den Salat und mußte Glenora abstützen. Durch das Gewicht der Trauben hatten sich die Triebe derart durchgebogen...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 18. August 2010, 13:09:58
@ Werner
Die Kamera ist leider schon alt. ;D
Neu ist speicherplatz wo ich alle fotos onhe die zuverkleinern speichern kann. http://www.radikal.ru/ 8) 8)
Es war für mich immer super komplizirt,die Fotos zu verkleinern für den Forum. ???
Tafeltrauben brauchen so viel wie nur möglich altholz,nicht älter aber wie 10 jahre.
Die wurzeln dagegen,so alt wie nur möglich.
Ich bin mir fast sicher,das wenn mann alle 10 jahre ein kräftiger trieb möglichst unten am veredelungsstele zur Stam machen würde,dann wird der Stock auch in 50 jahren volle oder sogar bessere leistung bringen.
Ich mache nicht nur Kordon,auch andere erzihungen probiere ich aus.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. August 2010, 09:36:49
@jakob

Die Bilder sind phantastisch. Meine Reben stehen nicht so gut im Futter, was die Trauben betrifft. Manche haben seit Jahren nicht oder kaum getragen und sind Rodekandidaten. Vanessa sah bei mir jahrelang auch so aus und war deshalb wohl die erste Rebe, die ich jemals gerodet habe.
FVR 7-9 sieht bei mir auch so aus. Etwa die Hälfte der Beeren ist sehr groß und der Rest sehr klein. In russischen Foren war die Bestäubung von FVR 7-9 positiver beschrieben worden als bei mir in den letzten beiden Jahren. FVR 7-9 bekommt bei mir noch 2 Jahre Gnadenfrist, um sich zu bewähren.

Sehr gut stehen bei mir auch Pieszna und Frumoase Alba.

Gerade noch gut tragen Kodrianka, Arkadia, Juliane und Rhea (tragen erstmals, obwohl schon 4 Jahre alt), soweit nicht erfroren. Von diesen Sorten ist diesen Winter mindestens je eine Rebe erfroren (Totalverlust).

Keine Frostverluste (Totalverluste) an Reben und noch gute Traubenansätze: Muskat Bleu, Callastra, Glenora, Lakemont (seit 6 Jahren das erste mal). Kischmisch Zapor. und NYM.

Deine Sjuta sieht nicht so gut aus und so fürchte ich um meine, denn in meinem schlechteren Weinbauklima fällt die Ernte sicherlich immer geringer aus als bei Dir. Aber meine Sjuta ist noch zu neu und hat noch nicht getragen.

Ansonsten ist die Entwicklung meiner Reben ca. 4 Wochen gegenüber Deinen zurück.

An anderer Stelle berichtete ich schon über meine engsten Rodekandidaten, da diese seit mehreren Jahren nicht oder kaum tragen: Aron, Arolanka, Jacobsberger, Palatina, Festivee (steht aber ungünstig) und Primavera. Bis dieses Jahr zählten auch Rhea und Lakemont dazu, aber diese haben dieses Jahr durchgestartet.

Jahrelang hatte ich Probleme, die vielen neuen Sorten unterzubringen. Durch die recht hohen Frostverluste und die sich nicht bewährten Sorten, die ich roden werde, kann ich gar nicht so schnell sinnvollen Ersatz finden, noch dazu, weil ich im Gegensatz zu früher stärker auf Frostfestigkeit und frühe bis sehr frühe Reife achten muss. Aber auch Sorten, die formell diese Kriterien erfüllen, bewähren sich bei mir nicht immer, z.B. Arolanka. Offensichtlich spielt die Bestäubungsrobustheit auch eine größere Rolle.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 19. August 2010, 19:07:11
 ??? Ich mal wieder ::)

Hab ja schon mal erzählt, dass meine Königliche Esther ihr erstes Träubchen hat, welches ich hüte wie meinen Augapfel 8)
Mittlerweilen sind die Beeren alle ganz dunkelviolett und nicht mehr so hart.
Aber wie krieg ich jetzt raus, wann sie richtig reif sind?
Vorzeitig abmachen will ich sie ja auch nicht .... Großes Problem :-\ ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 19. August 2010, 19:27:04
Aber wie krieg ich jetzt raus, wann sie richtig reif sind?

...indem du sie kostest. wenn sie reif sind schmecken sie süß und lecker - und nach einer weiteren woche noch besser.
falls du die wespen nicht aufmerksam machen möchtest kannst du einzelne beeren am beerenstiel durchschneiden.

Piesznia, Rosowoje Cudo, Frumoasa Alba, Festivee, Georg, Fanny und M.Hamburg haben reichlich früchte angesetzt, obwohl der vorjährige sommer hier recht nass und kühl war.
nicht zu vergessen - die eigentlich etwas blühfaule Naranczizu - wobei eine wühlmaus wichtige vorarbeit leistete.
die diesjährige heiße sommerphase wird (bei ausreichender wasserversorgung) 2011 für einen sehr guten blütenansatz sorgen.

die untypischen blätter rechts gehören zum M.Hamburg - der hiesige platzmangel erfordert teilweise "mischkultur":



Naranczizu.19.08.2010

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 19. August 2010, 20:13:11
Danke, so wird sie Beere fur Beere mit der Schere gekostet, bis nix mehr da ist ;D ;D ;D

So schöne Trauben wie Du möcht ich auch mal haben, dann muß ich nicht mehr Beerchen zählen!
Da arbeite ich dran!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 21. August 2010, 18:35:08
Mach mal ein paar schlechte Fotos. ;D

...wenn keiner mag werde ich mal mit gutem beispiel vorangehen. ::)
Olimpiada hat zugegebenermaßen einen ungünstigen standort, sie steht in wurzelkonkurrenz zum birnbaum, ca. einen halben meter entfernt. nachdem sie im vorigen jahr keinen fruchtansatz zeigte war ich 2010 über die erste traube hocherfreut. die traube war anfangs doppelt so groß! :'( ;)
die 2. beere war nach dem regen geplatzt. um den ertrag nicht zu gefährden (wespen) habe ich sie entfernt.
ich hoffe, daß jemand über positive erfahrungen mit dieser sorte berichten kann.



Olimpiada

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 21. August 2010, 19:24:15
Solche gibts bei mir auch
Die Reben stehen alle im ersten Jahr
Naranczisu, die Beerchen sind noch steinhart

(http://www.imgbox.de/users/urmele/Trauben_200810/thumbnails/DSCF1382_t.gif)

Phillip, ob sie überhaupt reif werden?
(http://www.imgbox.de/users/urmele/Trauben_200810/thumbnails/Phillip_2008_10__t.gif)
(http://www.imgbox.de/users/urmele/Trauben_200810/thumbnails/Phillip_2008_10__t.gif)

und mein Schmuckstück die Königliche hab immer noch nicht gekostet, wollte die Sonnentage noch abwarten 8)
(http://www.imgbox.de/users/urmele/Trauben_200810/thumbnails/K_Esther_20_08_10__t.gif)
(http://www.imgbox.de/users/urmele/Trauben_200810/thumbnails/Koenigliche_Esther_2008_10__t.gif)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 21. August 2010, 22:53:02
Phillip, ob sie überhaupt reif werden?

...bei stark reduziertem ertrag vielleicht.
an meinem standort habe ich mit der ebenfalls mittelspäten sorte Georg wahrscheinlich das ende der fahnenstange erreicht.

für Esther und Naranczizu stehen deine aussichten gut, ab 2011 regelmäßig größere, vollreife trauben zu ernten.
Naranczizu ist ein besonderer leckerbissen. je nach vorliebe kann man zur reife den orangengeschmack wählen, der bei leichter überreife zunehmend muskathaltiger wird. 8)

auch Esther hat bei vollreife ein gewisses suchtpotential, was sich mit dem verschlingen der ganzen traube nach anfänglichem probieren äußert. ;D die wespen interressieren sich bereits für die sorte obwohl die trauben noch etwas sonne gebrauchen können (ein sehr dunkles blau ist optimal).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 22. August 2010, 22:42:03
Hier schlechte und gute Bilder:

[td]

Arolanka 20.08.10

[/td]
[td][

Arolanka 20.08.10

[/td]
[/table]
Arolanka das erste Mal Trauben. (Noch keine Wespen)

[td]

Codreanka 20.08.10

[/td]
[td][

Codreanka 20.08.10

[/td]
[/table]
In diesem Jahr ziemlich zottelig, d.h. ungleichmässig befruchtet.




F. Alba 20.08.10


Wird sie reif werden? Ungleichmässig befruchtet.



Galanth_22.08.10


Erstlingstraube mit kleinen Beeren. Die Wespen haben sie schon entdeckt.



Tomayski


Auch ein Erstling, ob er dass Rennen gegen Codreanka gewinnt?



Ich liebe euch alle (Wespen)!



Heute konnte ich die ersten Solaris Trauben schlachten. Geschmack gut nach Muskat und die Finger kleben schon, obwohl die Kerne noch hellbraun sind.

VG
Giaco





Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 23. August 2010, 00:10:07
@Ditmar
Kanst Du noch ein Kischmisch Zaporozskij neben dem FVR-7-9 einplanzen?
Ich habe gelesen das Der, beste besteuber ist und bei gans schwirigen sorten zogar auf der Stock veredelt wird.

@Giago85
Super fotos!! Die Beeren sehen gans gesund aus,onhe punkten und verfärbungen.
Liegt das an deine neue Kamera oder Fotoschop? ::) ??? ;D
Ich wuste nicht das Du Tomajskij hast.
Wie ist er so?Hast Du den schon reif probiert?
Wo bleiben fotos von Arkadia,Lora und Juliana?

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 23. August 2010, 12:53:20
@jakob

Ich habe eine Kischmisch Zaporozskij zwischen 2 FVR 7-9.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 24. August 2010, 20:57:50
Wer von den Polarwinzern bzw. ostdeutschen Winzern hat Wostorg und Galbena Nou im Freien stehen? Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich Winterfestigkeit gemacht?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 25. August 2010, 14:35:19
@ Dietmar

Vostorg muskanij und Galbena nou haben den Winter ohne Probleme überstanden. Sie sind allerdings erst im vorigen Frühjahr gepflanzt worden. Ich erwartete also noch nicht einmal ein Probierträubchen, so dass ich sie nicht so genau auf erfrorene Augen untersucht habe.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 25. August 2010, 14:44:09
@ Dietmar
zu Winterhärte Galbena Nou und Wostorg,
habe beide Reben Frühjahr/Sommer 2009 gepflanzt,
freier Stand, allerdings relativ günstige Lage (Südhang).
leichter Winterschutz (Stamm auf 0.3m Höhe), Ergebnis keinerlei Frostschaden.
Diesjährig kleinere Erträge bei beiden.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 25. August 2010, 20:16:18
Ich trage mich mit dem Gedanken, einige Rebstöcke wegen Frostschäden größerer Art (Totalschäden) bzw. hartnäckigen 5-jährigen Nichttragens durch andere Sorten zu ersetzen, z.B. eine Juliane, Aron, Arolanka (alle tot), Primavera, Palatina, Jacobsberger und Lakemont (Murks bei meinem Klima).
Ein paar der neuen Reben könnten Galbena Nou und Wostorg sein. Angeblich liegt die Frostfestigkeit (mein entscheidendes Kriterium neben der frühen Reife) bei -25 °C und das ist immerhin ca. 5 Grad besser als die o.g. Rodekandidaten, die entweder ganz tot oder zum 5. Mal traubenmäßig nur sehr kümmerlich sind.

2 tote Rebstöcke habe ich schon ersetzt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 25. August 2010, 21:16:20
@dietmar
nach eigenen langjährigen Erfahrungen halte ich beispielsweise für gut winterfest (aber meine Lage ist klimatisch nicht so extrem, obwohl nur wenige km von Deiner Position entfernt) :
Birstaler Muskat, Irsay Oliver,Orangentraube, Palatina, Perdin, Rondo, Suzi, Pölöskei Muskat.
Diese Sorten sind alle gut beschaffbar und nach meiner Meinung vom Geschmack absolute Spitze.
Nachteile sind leider kleine/mittelgroße Beeren und nicht immer Spitzenerträge.
Man muß natürlich selbst entscheiden, wo man Prioritäten setzen will.
 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. August 2010, 23:04:48
in 3 km entfernung von meinem standort betreue ich bei verwandten einige reben, die wintertemperaturen dort sind mindestens ebenso niedrig.
von den 4 bekannten sorten hatten Gutedel und Pölöskei augenschäden und heuer nur wenig trauben angesetzt.
Mitschurinski und Fleur Charlotte :D (ähnlich Palatina) tragen wie immer zuverlässig.

die nasse witterung in den letzten wochen setzte den blättern der freistehenden Mitschurinski zu - pero und außerdem pockenmilbenbefall.
heute war die 1. traube reif, teilweise auf die reduzierte intakte blattmasse zurückzuführen, der bisher späteste termin in 21 jahren. :o

die ernte der spätsorten wird sich aber vermutlich wenig verzögern, einzelne beeren von M.Hamburg, Georg und Pamiat Negrula beginnen mit dem farbumschlag. Festivee ist bereits durchgefärbt.
das Mitschurinski-bäumchen wurde bei dem stürmischem wetter tüchtig durchgeschüttelt, hier ein blick aus der froschperspektive:



Mitschurinski-B. 25.08.2010

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 26. August 2010, 14:32:39
Hat Rhea eigentlich einen Muskatton?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 27. August 2010, 02:52:41
Ich hab noch ein paar fotos für die einsteiger ;D.


(http://i065.radikal.ru/1008/09/ca3fa996517at.jpg)

(http://s60.radikal.ru/i169/1008/d7/426035d3e796t.jpg)

(http://s46.radikal.ru/i111/1008/c4/f161707c16cet.jpg)

(http://s56.radikal.ru/i152/1008/92/07f9191345c8t.jpg)

(http://s003.radikal.ru/i204/1008/07/1cd39814b5d4t.jpg)

(http://i058.radikal.ru/1008/1f/101f00fa9450t.jpg)

(http://s52.radikal.ru/i137/1008/6a/d01fffb3d4e2t.jpg)

(http://s52.radikal.ru/i137/1008/6d/5edf882e11a9t.jpg)

(http://s004.radikal.ru/i206/1008/35/e6a9a72653e3t.jpg)

(http://s006.radikal.ru/i214/1008/da/6a942503f6dft.jpg)

(http://s09.radikal.ru/i182/1008/7e/ba180a532166t.jpg)

(http://s006.radikal.ru/i214/1008/e6/2841a06858dct.jpg)

(http://s11.radikal.ru/i183/1008/19/a150ef043c48t.jpg)

(http://s004.radikal.ru/i205/1008/92/7a1bd13bb467t.jpg)

(http://s59.radikal.ru/i165/1008/39/a99d9f60b486t.jpg)

(http://s60.radikal.ru/i169/1008/9d/bb30417afa57t.jpg)

(http://s004.radikal.ru/i207/1008/a4/261330692ab5t.jpg)

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 27. August 2010, 13:29:08
Ist das unterste der Gelbe Augusteller? Wie ist der denn geschmacklich? (Ich hoffe, dass meiner nächstes Jahr nun endlich mal blüht ::) )
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 27. August 2010, 14:38:28
@Jacob

Die Bilder sind phantastisch!

Algemeine Frage:
Ist der gelbe Augusteller identisch mit Palatina? Wenn nicht, wie ist die Frostfestigkeit?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 27. August 2010, 22:39:52
Ob sie gleich sind weiss ich nicht, aber er hat hier freistehend den letzten Winter unbeschadet überstanden, wir hatten -18/-20 Grad.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 28. August 2010, 01:58:59
@mutabilis
Ja,das ist der gelber Augusteller.
Die Grone war doppel so gross gewesen und ich müsste die helfte von oben ausbrechen.
Hat feiner muskat buket und harte aber kleine"knochen" und im vergleich mit MIR,Olimpiada oder Druzba keine beschedigte Blätter.

@Ditmar
Lebt dein Muskat Letnij noch?
Bei mir auf 5BB,ist der sehr stark veriselt.
Der erste war bei mir Elegant Swerchranij fertig,noch früher wie Solaris,war aber unterlastet gewesen,auf 3 triebe nur eine mitlere Grone.
Die sorte kann sehr viel Zucker speichern und hat kein muskat aroma.
Canadice kann auch sehr viel zucker speichern.
Maglesina schmeckt meiner Familie auch sehr gut.
Erdbertraube hat wirklich erdberton,ist aber noch nicht reif zur Zeit.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 28. August 2010, 10:39:21
@Jacob

Meine Muskat Letnij lebt noch, ist aber recht zart, d.h. der Wuchs ist sehr zaghaft. Deshalb hatte ich sie beim Rebschnitt bis auf 2 Augen über der Veredelungsstelle zurück geschnitten, aber auch jetzt ist das "Stämmchen" oberhalb der Veredelungsstelle nur bleistiftstark.
Insgesamt ist der Mitteltrieb etwa 2,5 m hoch.

Geblüht hat sie noch nicht und trägt deshalb auch noch nicht.
Titel: Probleme bei der Sortenwahl
Beitrag von: Mathilda1 am 28. August 2010, 14:01:43
lese jetzt schon seit ein paar stunden im weintraubenforum und werde nicht recht schlau.
ich würde gern 2-3 möglichst pilzresistente reben pflanzen(in bayern)
bei meiner gärtnerei gibts bianca, concord, glenora, romulus, solara und palatina

würdet ihr eine dieser sorten empfehlen?
vielen dank im voraus
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 28. August 2010, 14:41:48
Hallo Mathilda,

Wenn Du nicht auf das Sortiment Deines Gärtners angewiesen bist schau mal bei www.rebschule-schmidt.de rein. Hier findest Du ein wirklich breites passendes Sortiment.

Ich kann nichts genaues empfehlen, so lange ich nichts über Deine konkreten klimatischen Bedingungen und über Deinen Boden weiß.
Bitte schreibe auch über Deine Vorlieben: helle oder dunkelfarbige Trauben, mit oder ohne Kerne, neutraler, muskatierter oder vielfältig fruchtiger Geschmack, vorwiegend zum Essen oder auch zum Wein keltern.

VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mathilda1 am 28. August 2010, 15:56:58
Danke für die schnelle Antwort!

ich wohne im oberpfälzer seenland, richtig warm ist es nicht aber warm genug schätze ich. der boden ist eine sand lehmmischung, eher sauer von der bodenreaktion. ich hätte gern eine blaue und eine weiße traube, muß aber nicht sein. ob kerne oder nicht ist mir egal.
geschmacklich - muskat wär gut, muß aber nicht sein, mir ist wirklich wichtig daß es nicht eine dieser sorten ist, die zwar in italien toll, aber bei uns zb nie anständig ausreift und deswegen jedes zweite jahr ziemlich sauer ausfällt
es sollten nur tafeltrauben sein(ich hab zuviele rosen im garten als daß ich im großen stil wein keltern könnte :-))
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 28. August 2010, 23:30:02
Die Bilder von Jakob sind sehr interessant. Hab auch ein paar Bilder gemacht. Die Traubenbilder von Juliana, Venus und Solara stammen vom selben Weinstock an der Hauswand. Venus zeigte die beste Kältetoleranz im Frühjahr. Juliana die schlechteste und blühte erst als die anderen Trauben bereits Erbsen große Beeren hatten.


Juliana Traube



Solara Trauben



Venus Trauben


Die ersten Beeren von Solara sind schon weich. Venus müsste eigentlich auch schon weiter sein. Ob Juliana reif wird ist fraglich.

Übrigens hat es vergangene Nacht mal wieder 50 mm geregnet. Seit 20. Juli haben wir über 400 mm Niederschlag gemessen. Die trocken heiße Witterung bis 20.07.10 hat dem Odiumpilz gefallen, danach freute sich der Peronosporapilz. Im Freiland zeigen sich bei mir gewaltige Unterschiede in der Gesundheit. Die Lage hat sich seit Anfang August zum Teil erheblich verschlechtert. Während Venus und Himrod kaum- Solara, Glenora und Einsett Seedless wenig Krankheitsbefall zeigen sind dagegen Vanessa, Primus, Kodrianka, Millenium und vor allem Juliana extrem verpilzt. Der kräftige rund 3m lange Trieb von Juliana (auf Glenora veredelt) wirft derzeit alle Blätter ab und die Triebspitzen sind grau (Odium).



Juliana Trieb



Vanessa Trieb mit Perobefall



Millenium Trieb Pero


Bezüglich der Anfrage von Mathilda kann ich nur sagen dass die vom Gärtner angebotenen Sorten zu den Robusteren gehören. Haben aber alle gewisse Vor- und Nachteile. Meine Favoriten sind mittlerweile Venus (blau), Einsett Seedless(rot) und Himrod(hell). Sie sind sehr gesund und kernlos. Haben aber alle den Foxton Geschmack. Die Einen empfinden ihn als angenehmes fruchtiges Erdbeer- Himbeeraroma. Die Anderen schmecken ihn als Urinaroma. Ansonsten zeigen sich die helle Glenora und die blaue Solara sehr robust. Sie haben halt kleine Beeren mit großen Kernen. Am Mittwoch den 15.09.2010 ist Tafeltraubentag in Veitshöchheim. Da kann mann die Sorten verkosten.
An Jakob hätte ich noch eine Frage. Er hat in einem Thread mal angedeutet dass man mit entsprechender Schnittführung die Traubenreife verfrühen kann. Jakob vieleicht kannst Du das mal erläutern.
Grüsse Hermann
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 29. August 2010, 00:44:03
@allgaeu
Es ist mir schwer das zu beschreiben,das habe ich schon ein paar mal versucht hier und das hat nicht so.... geklapt, leider. :'(
Um das Thema zuverstehen muss man auch,ein gewieser Grundwiessen haben.
Es spilt alles eine rolle.
zb.standplatz,düngung(kompost,mist),überlastung mit ertrag,unkontrolirte Trieb und Geiz wachstum,falsche winterschnit und natürlich krankheiten.
Wen wirklich interesse hast,kannst mich anrufen.

Hast du schon ertrag beim Milenium gehabt?
Mein Milenium ist ein "freund"von Botrytis.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 29. August 2010, 11:37:52
Hallo Mathilda,

Ich würde Dir bei den Blauen Trauben Königliche Esther und Venus empfehlen.
Königliche Esther als sehr frühe und unkomplizierte und Venus später, dafür (meistens) kernlos und noch unempfindlicher gegen Krankheiten.
Gut zurecht kommen solltest Du auch mit Mitschurinski, Muscat Bleu und New York.

Bei den Weißen Trauben würde ich Solaris und dann von den neuen Sorten Wostorg und Arkadia empfehlen. Solaris wird früh reif, produziert sehr süße Trauben mit einem guten muskatierten Geschmack, ist aber eigentlich keine Tafeltraube. Wostorg ist auch sehr früh und hat gegenüber Solaris große Beeren. Arkadia ist etwas später und ist in Jahren ohne großen Befallsdruck krankheitsfrei zu halten.

Zum Sortiment deines Gärtners: Bianca wird bei mir nicht immer reif. Concord (Traube mit artspezifischen fruchtigen Geschmack!) ist auch bei mir viel zu spät.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mathilda1 am 29. August 2010, 11:55:29
ich glaube ich werde bei der erwähnten rebschule bestellen..
mir wurde einmal garant und galanth empfohlen, was haltet ihr von denen(hab sie bei schmid gesehn)?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 29. August 2010, 12:23:15
Hallo Mathilda,

Ich persönlich bin von Galanth bisher (erst 2. Jahr) noch nicht sehr begeistert. Kleine Beeren im Vergleich zur Vatersorte Muscat Bleu. Kein oder nur mit viel Phantasie wahrnehmbarer Muscatgeschmack. Bei mir ist Galanth gerade mal (29.08.) durchgefärbt. Auf Peronosporabefall hat die Pfanze mit Blattnekrosen reagiert.

Mit Garant habe ich keine eigenen Erfahrungen.

Übrigens, beide entstammen der Kreuzung Solaris x Muscat Bleu.

Königliche Esther hat Rebschule Steinmann http://www.reben.de/tafeltrauben/ im Angebot.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 29. August 2010, 12:36:35
Hallo Mathilda,
ich habe selber zwar nur Erfahrung mit 10 Sorten im eigenen Anbau. Kenne allerdings weitere 20 vom Geschmack durch Verkostungen. Derzeit kann man das Angebot in 3 Gruppen einteilen.
1. sehr Robust aber mit Foxton
Beste Sorten: Venus, New York Muscat, Himrod, Einset Seedless
weitere: Isabella, Concord, Booskops Glorie
2. Robust ohne Foxton
Beste Sorten: Muscat Bleu, Garant, Galant, Solaris
weitere Phoenix, Regent, Bianca, Solara, Glenora
3. Ohne Foxton aber anfällig
Beste Sorten: Palatina, Frumosa Alba, Königliche Ester und viele weitere
Die Sorten dieser Gruppe schmecken am besten. Die Genannten sind verhältnismäsig robust. Sollten aber ein minimal Spritzprogramm erhalten
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 29. August 2010, 16:41:12
In der Pause zwischen 2 Regengüssen bin ich mal zur Inspektion in meiner Weinplantage gewesen. Durch den tagelangen vielen Regen ist der Boden glibberig wie Pudding geworden.

Muscat Bleu ist inzwischen durchgefärbt, aber noch nicht reif. Kodrianka und NYM sind zwar angebleut, aber noch mit deutlichem Grünanteil. Ich habe mal einige zeitige Sorten gekostet, z.B. Pieszna, aber alles ist noch quietschsauer. Dafür ist jetzt mein Magen botrytisfrei, denn die Wartezeit ist noch nicht ganz herum. Ich schätze mal, es wird noch mindestens 2 Wochen dauern, bis die ersten Sorten reif bzw. genießbar sind, bei dem jetzigen Wetter eher deutlich mehr.

Allerdings müsste dazu auch mal ein bißchen die Sonne scheinen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 29. August 2010, 20:36:58
@Mathilda1

geschmacklich liegt die tafel/keltertraube Garant auf platz 3, wenn ich die mir bekannten sorten einschätze.
neben dem vorzüglichen muskataroma ist auch die hohe pilzfestigkeit (m.e. höher als M.Bleu) zu nennen.
die mittleren beeren haben bei vollreife einen leicht rötlichen farbton.


... dass man mit entsprechender Schnittführung die Traubenreife verfrühen kann.
eine antwort findest du hier.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 29. August 2010, 22:24:23
Jakob und Werner,
danke für die Infos. Millenium hat dieses Jahr keine Gescheine angesetzt genauso wie Primus und Kodrianka. Während bei Primus und Kodrianka nur 2 Augen austrieben waren es bei Millenium fast alle. Hab aber nur die 2 Stärksten wachsen lassen. Letztes Jahr hatte ich eine tolle Erstlingstraube.


Millenium Traube (kernlos)

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 30. August 2010, 12:01:35
Hallo!

Bin gerade dabei eine bestellung bei Herrn Hahm zuzammenzustellen und nach tirol versenden zu lassen. dazu hätte ich folgende fragen:

kennt jemand die sorten "carmen" (soll sehr früh sein, was mir gelegen käme) oder "chevchenko"?

wie robust sind "isa" und "kardinal"?

hab irgendwo gelesen dass "lira" angeblich "lidi" ist. stimmt das?

vielen dank! ( hoffe immer, dass ich irgendwann auch antworten kann und nicht immer nur fragen stellen muss >:()
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 31. August 2010, 19:26:46
@allgaeu
Hast Du mein kardon gesehen(fotos)?
Wenn Du auch so einen machst,dann kanns Du bei minus graden(ab-16) dein Stock einfach auf den Boden legen(egal wie alt der ist) und mit Zweigen abdekken,oder mit was anderem,oder wenn Schnee hast, mit dem Schnee zuschaufeln.
Dann hast Du jedes Jahr deine Trauben .

@monfortino
Kaufe noch beim Schmidt,Muramez,Wostorg und Straschenskij,wenn robuste haben willst.


 
 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 31. August 2010, 23:03:35
@jakob: danke für die antwort! wostorg werde ich bestellen bei hahm, schmidt versendet nicht nach Österreich, daher gibts keine murometz und strachinski ist ja ziemlich spät reifend...

 hat jemand erfahrung mit perle von zala?

gruß und dank
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: avz am 01. September 2010, 07:59:08
@allgaeu
Hast Du mein kardon gesehen(fotos)?
Wenn Du auch so einen machst,dann kanns Du bei minus graden(ab-16) dein Stock einfach auf den Boden legen(egal wie alt der ist) und mit Zweigen abdekken,oder mit was anderem,oder wenn Schnee hast, mit dem Schnee zuschaufeln.
Dann hast Du jedes Jahr deine Trauben .

ist der weinstock so flexibel??????? kann ich mir gar nicht vorstellen, wie das aussieht... ??? 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 03. September 2010, 20:20:35
ist der weinstock so flexibel??????? kann ich mir gar nicht vorstellen, wie das aussieht... ??? 8)

wenn man diese schrägerziehung des stammes, wie von jakob gezeigt, anwendet - kann der gesamte rebstock zum winter niedergelegt werden: 8)

(http://s39.radikal.ru/i086/1008/84/dfc1599de588t.jpg)

reifebeginn:
Esther(F), Lidi(SW), Naranczizu(SW), Arkadia(SW).
M.Garnier ist bereits abgeerntet, wobei auch vögel >:( beteiligt waren.

der diesjährige august war der regenreichste seit beginn regelmäßiger wetteraufzeichnungen im jahr 1881. :o
"157 Liter Regen pro Quadratmeter waren mehr als das Doppelte des Monatsmittels von 77 Litern."
besonders die freistehenden reben sind pero-gefährdet.
mein M.-bäumchen hat bereits viele blätter durch die krankheit verloren.



Mitschurinski-B. 03.09.2010

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 03. September 2010, 21:12:01
@werner

Heute habe ich mal je eine Beere von Arkadia (freistehend) und Muskat Bleu (SW) getestet. Der Geschmack liegt irgendwie zwischen Essig und Essig Essenz.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 03. September 2010, 21:51:19
meine paar trauben die mir hoffnung gemacht haben sind alle schon von den wespen weggefressen worden, hatte keine zeit für schutznetze. nun ess ich mich mir müller-thurgau, bacchus und dornfelder vom wingert satt. es wird zeit für einen schaugarten in einer warmen lage. dieses jahr ist eines zum vergessen. nur nicht lange nachtrauern und es gilt das motto schlimmer kanns nicht werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 04. September 2010, 13:19:41
hallo,

steck mitten in der anlage meiner "rebnlage" und hab ne frage:

wieviele reben kann man auf einem 3,5 m spalier unterbringen? sind 3 zuviel?
 und gleich noch eine

kann man jetzt im herbst gepflanzte reben im frühjahr nochmal an einen anderen standort umpflanzen?

gruß und dank
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 04. September 2010, 13:40:38
Hallo Herbert,

Ich bin gerade im Versuch mit 3 Rebstöcken auf 3,60 (alle 1,2 m je einen). Der Versuch sie klar getrennt in 3 Ebenen zu erziehen, haben die Stöcke durch ihre Wüchsigkeit zunichte gemacht. Es wird aber sicher für kleine Menge Trauben pro Stock reichen. Die Rebsorten sind Tonia, Shakhter, Alden.

Je höher hinaus, Du kannst und willst, je mehr Möglichkeiten hast Du.

VG
Giaco



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 04. September 2010, 14:10:06
Liebe Traubenfreunde, vor 3 Jahren habt Ihr mich mit dem Traubenfieber angesteckt. Damals kamen die osteuropäischen Sorten auf den Markt. Nachdem Ihr diese Sorten bereits kaufted, habe ich nachgelegt. Dazu gehören bei mir Kodrianka, Juliana ( bei einem Freund) und Arkadia als auch Pöloskei Muskataly. Bis auf die bei mir vernachlässigte Arkadia sind diese Sorten ins Gewächshaus gewandert. Kodrianka trägt dieses Jahr das erste Mal eine Naschtraube. Die Beeren sind recht groß, die Traube schätze ich auf 250 g. Die anderen Reben haben dieses Jahr auf den angeschnittenen Stamm prächtige Triebe gebildet, die ich nächstes Jahr auf Ertrag schneiden werde.

Nun meine eigentliche Frage: Wie groß sind denn die Trauben dieser Sorten bei Euch? Da Ihr ein Jahr weiter als ich im Anbau seit, müßte bei Euch doch schon Ertrag sein. Es wurden ja immer Trauben von über einem Kilo versprochen. Ist das wirklich so? Auf dem Foto von Jakob habe ich schon eine sehr ansehnliche Juliana entdeckt.

Schreibt doch mal oder sendet noch besser ein paar aussagekräftige Fotos.


Ansonsten sind bei mir dieses Jahr die Trauben draußen wirklich gro0. Selbst die eigentlich langweile Regent hat Trauben von etwa 200 - 300 g gebildet. Ebenso die Köniliche Esther draußen. Die Boskop Glory hat wahre Schautrauben produziert. Sie färben gerade.

Euer Apfelfreund
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 04. September 2010, 15:02:02
Heute habe ich die ersten Rodekandidaten gerodet und geshreddert:
Aron, Arolanka, Primavera und Jacobsberger. Bei meiner kürzlich plötzlich eingegangenen Rebe habe ich großzügig das Erdreich ausgetauscht. Nun müssen nur noch die neuen Reben kommen (Wostorg, Galbena Nou). Allerdings werde ich den Abstand zwischen den Reben wieder etwas vergrößern. 1,25 m waren etwas zu eng.

Die nächsten Rodekandidaten (Jacobsberger, Palatina, Lakemont) folgen, wenn Ersatz in Aussicht ist.

Obwohl meine Beeren noch quietschsauer sind, hat die Wespeninvasion schon begonnen. Nach dem Kaffeetricken hänge ich deshalb ein paar Wespenfallen auf.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 04. September 2010, 17:07:50
@ giaco: hab die 3,50 natürlich in der länge zur Verfügung, ich glaub du sprichst von 3,60 in der höhe oder hab ich deine antwort missverstanden?
aber dietmar scheint die frage schon beantwortet zu haben
lg
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 04. September 2010, 17:35:18
Giaco meint sicherlich die erziehung der einzelreben in jeweils unterschiedlich hohen etagen.
dafür muß nach oben ausreichend platz vorhanden sein (z.b. wandspalier).
der abstand der einzelnen etagen (kordons, bogreben) sollte mindestens 1 m betragen, besser etwas mehr.
für normale drahterziehung (freistehend) ist der platz für 3 reben auf dauer zu eng. gegebenenfalls kann man später die am wenig befriedigendste sorte roden.

Bei meiner kürzlich plötzlich eingegangenen Rebe habe ich großzügig das Erdreich ausgetauscht.

konntest du die ursache für das ableben deiner rebe herausfinden?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 04. September 2010, 20:16:02
Ich konnte die Ursache des Ablebens nicht finden.
Letztlich gab es mindestens 3 Möglichkeiten:

a) Rebläuse an den Wurzeln: Die herkömmlichen Unterlagen verlieren nach und nach ihre Beständigkeit gegenüber den Rebläusen, so dass in den nächsten ca. 10 Jahren wahrscheinlich ein Generationswechsel stattfinden wird. Die neue Generation von Unterlagen gibt es schon. Bei gepfropften Reben ist der Befall trotzdem noch nicht so groß, dass die direkte Schädigung die Rebe abtötet, aber an den Saugstellen können schädliche Bodenpilze eindringen. Ich habe keine Rebläuse gefunden und die typischen Verdickungen an den Wurzeln (Saugstellen) gab es auch nicht, so dass diese Möglichkeit ausscheidet.

b) Ich habe verschiedene Experten in der LWG Bayern und in Weinsberg befragt und diese sehen 2 Möglichkeiten. Die eine wurde auch hier im Forum angesprochen.: schädliche Bodenpilze.
Ich habe die Wurzeln an verschiedenen Stellen durchgeschnitten, aber ich fand zum Glück keine durch Pilze geschädigten Stellen. Ganz sicher ist das aber nicht festzustellen, so dass ich vorbeugend den Boden ausgetauscht habe.

c) Die 3. und wahrscheinlichste Ursache ist ein Spätschaden aus dem Winter. Zunächst treibt die geschädigte Rebe mit Hilfe ihrer eingelagerten Reserven aus, obwohl die Wurzeln nur noch einen Bruchteil ihrer Leistungsfähigkeit haben. Sind diese internen Reserven erschöpft, stirbt die Rebe mit mehreren Monaten Verspätung plötzlich ab.
Zitat von Hr. Engelhart von der LWG: "Es sterben ebenfalls plötzlich einzelne Stöcke ab, ohne jeden ersichtlichen Grund. Das ist eine Art Apoplexie (Herzinfarkt) bei Rebstöcken. Die Sorte Palatina und Juliana sind auch davon betroffen. Gerne passiert so was nach Frostereignissen... wahrscheinlich sind ein Teil der Leitungsbahnen im Stamm geschädigt und im Sommer irgendwann kommt der Zusammenbruch... "
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 04. September 2010, 20:27:23
Zum Platzbedarf von Reben:

Dieser ist von verschiedenen Faktoren abhängig. z.B. von der Wüchsigkeit und vom Erziehungssystem. Meine Erziehung ist vorwiegend Drahtrahmen mit einer (langen) Bogrebe. Die Bogrebe reicht bis zur nächsten Rebe und besitzt ca. 6 Augen. Für mich waren da die 1,25 m Abstand zu kurz. Die 1,25 m hatte ich in etwa von den sächsischen Weinbergen abkopiert. Dort hatte ich an verschiedenen Weinbergen 1,3 bis 1,4 m Abstand bei Drahtrahmenerziehung gemessen. Allerdings war das Wein und keine Tafeltrauben. Die 1,25 m kamen bei mir dadurch zustande, weil ich damals noch eine Rebe "unterbringen" musste. Die anderen Reihen haben dagegen einen etwas größeren Abstand (1,3 ... 1,4 m).

Da ich jetzt eine ganze Reihe rode, weil sich alle diese Sorten bei mir nicht bewährt haben, kann ich nun die Abstände zwischen den Reben neu festlegen.

Wenig Erfahrungen habe ich mit Schnitt auf Zapfen bzw. Kordonerziehung. Die habe ich nur an der Pergola und etwas laienhaft. Hier müssten die Erfahrungsträger dieser Erziehung etwas dazu sagen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 04. September 2010, 21:02:11
der abstand zwischen der reben bemisst sich ja auch nach der länge der internodien, die sorten- aber auch ernährungsbedingt sind, und natürlich nach der bogenlänge, die abhängt vom abstand von bogen- zum heftdraht.
im qualitätsweinbau gibt es seit ein paar jahren einen trend zu sehr kurzen stockabständen von weniger als einem meter ( natürlich bei entsprechender traubenreduktion). also etwa eine, höchstens zwei trauben pro trieb.
hintergedanke: die reben durch konkurrenz zu den nachbarpflanzen zum tiefwurzeln zu zwingen. sie sollen dadurch besser mit wasserstress in trockenperioden zurechtkommen. außerdem soll es die weine nachhaltiger machen. was daran stimmt, wird sich in den nächsten jahren zeigen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 04. September 2010, 23:07:30

Ich meine, an einem Wandspalier auf 1,20 m je eine Rebe (3 auf 3,60 m). Ich versuchte diese auf unterschiedlichenen Ebenen (3) als Kordon zu erziehen. Der Abstand betrug etwa 1 m. Noch ist der Versuch nicht beendet. 8)

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 06. September 2010, 17:24:48
hat sich erledigt
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 06. September 2010, 19:04:10
Heute früh war der erste diesjährige Frühfrost. Eine Reihe von Wiesen war weiß vor Raureif. Ich wohne nicht etwa im Gebirge, sondern am Rand eines Weinbaugebietes.

Vor 2 bis 3 Jahrzehnten war der erste Frost erst Mitte bis eher Ende Oktober. In den letzten Jahren kam der erste Frost zwischen 14. und 20. September. Der 6. September ist neuer Negativrekord.

Die Tomaten und Freilandbananen sahen heute früh etwas dauerlich aus, aber haben gerade noch so überlebt. Ob das die nächste Nacht auch so ist, steht in den Sternen oder im Kaffeesatz. Die Vegetationsperiode für frostempfindliche Pflanzen hat sich bei uns um 4 ... 6 Wochen verkürzt.

Die globale Erwärmung lässt wieder grüßen. Erwärmung ist, wenn die Anzeige im Thermometer niedriger wird. Schließlich war die Oktoberrevolution auch nicht im Oktober, sondern im November. Das Oktoberfest ist auch nicht im Oktober und ebenso nicht im November, sondern dieses Mal schon im September. Nichts stimmt mehr!

Die Reben haben den leichten Frost gut überstanden, aber seit einigen Tagen ist die Durchschnittstemperatur kaum noch über 10 Grad (nachts 3 ... 4 Grad, Tags ca. 15 Grad) gestiegen. Bei der Berechnung der SAT-Werte werden nur die Tage berücksichtigt, an denen die Durchschnittstemperatur größer als 10 °C ist. Ansonsten wachsen die Reben bzw. reifen die Trauben nicht.

Wenn das so weiter geht, werden nicht einmal die zeitigen Sorten halbwegs reif.

Heute Abend sagte ein gieriger Vogel "Ätsch" zu meinen im Winde wehenden Reflexstreifen. Kurz darauf sagte mein Katzer "Ätsch". Geflügel mit Traubenaroma ist schließlich auch nicht zu verachten. Allerdings muss es sich um ein sehr saures Traubenaroma gehandelt haben, also um eine Art "Sauerbraten". Mein Kater wurde ausgiebig gelobt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: avz am 06. September 2010, 20:25:36
 ;D man braucht halt ne katze wenn man obst im garten hat... ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 06. September 2010, 21:48:22
@avz

Leider will mein Katzer keine Nacktschnecken und Wespen erlegen. Er ist eben ein Feinschmecker. ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 08. September 2010, 02:06:29
@jakob: danke für die antwort! wostorg werde ich bestellen bei hahm, schmidt versendet nicht nach Österreich, daher gibts keine murometz und strachinski ist ja ziemlich spät reifend...

 hat jemand erfahrung mit perle von zala?

gruß und dank
herbert


Muramez ist früher wie perle von zala und pilzresistenter.
Ich habe perle von zala seit 3 jahren tragend,nur die pilzresistenz ist okay.
"Mir" ist viel besser auch Muskat blau,Muramez,Juliana.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 10. September 2010, 22:10:24
Heute war schönes Wetter mit etwas Wärme und Sonnenschein und so habe ich gleich mal eine sensitive Zuckerkontrolle vorgenommen.
Ergebnis: Zucker = 0, Säure=100%
Na ja, so schnell geht es eben auch nicht. Nun sind noch mal 2 schöne Tage angesagt. Meine Reben können jedes Grad und jede Minute Sonnenschein dringend gebrauchen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 11. September 2010, 03:08:07
@Dietmar
Du sollst mal Canadice bi dir probiren,kleine beeren aber süss wie der Snickers und das bei mir schon anfang August. :o :o
 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 11. September 2010, 14:30:48
Die globale Erwärmung lässt wieder grüßen. Erwärmung ist, wenn die Anzeige im Thermometer niedriger wird.

in kühlen jahren wie diesen ist die heizperiode länger - verbunden mit einer höheren CO2-emission.
aus der allgemeinen klimatheorie lässt sich dadurch eine stärkere auswirkung auf das klima ableiten.
ein häufiges auftreten relativ kalter jahre würde die klimaerwärmung beschleunigen.
demnach wären ein paar (zukünftige) warme jahre gut geeignet, die auswirkungen des anthropogenen einflusses auf den klimawandel zu mildern. ;) ;D

Heute war schönes Wetter mit etwas Wärme und Sonnenschein und so habe ich gleich mal eine sensitive Zuckerkontrolle vorgenommen.
Ergebnis: Zucker = 0, Säure=100%

dem kann ich nicht vorbehaltlich zustimmen.
deine wespen erkennen wenn mindestens 1% zucker in den beeren vorhanden sind, im zweifelsfall werden benachbarte beeren angeknabbert. ::)
an meinem standort wurden die wespen bereits durch aufgeplatzte beeren infolge ergiebiger regenfälle angelockt.
ein verwandter von mir hatte im august 203 l niederschlag in meiner region gemessen, der langjährige durchschnitt beträgt 77 l in Deutschland! :o
besonders stark sind Piesnia, Lidi und Gunnesch vom aufplatzen betroffen. von Gunnesch werde ich mich trennen, wespenfrass und unbefriedigender geschmack sind meine beweggründe.
FVR-7-9 und Rosowoje Cudo sind bisher unverletzt und momentan meine aussichtsreichsten neuerwerbungen, Frumoasa Alba auch erneut unanfällig.

Festivee habe ich schon etwas länger. spritzungen mit verd. milch waren gegen oidium erfolgreich. gegen pero wurde nicht behandelt - führte aufgrund der feuchten witterung aber nur zu blattbefall an regenexponierten stellen.
der säureabbau läuft dieses jahr schleppend voran, kann aber geschmacksarmen sorten (ausnahme Jakobsberger) einen gewissen kick verleihen.



Festivee 11.09.2010

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 11. September 2010, 19:54:56
Ich hatte auch ein paar Wespen bei ihrem schändlichen Tun beobachtet und deshalb Mitte der Woche Wespenfallen aufgehängt. Mittlerweile sind diese im Inneren schwarz vor Insekten, aber leider viel mehr Fliegen als Wespen. Von Flüssigkeit ist nichts mehr zu sehen. Morgen muss ich die Fallen reinigen und neu beladen.

Heute habe ich die letzte der 3 Jacobsberger gerodet und dafür und an weiteren Rodestellen 3 Wostorg und eine Galbena Nou gepflanzt.

Morgen werde ich wohl noch einmal mit Milch und Phosfik spritzen. Leider hilft das nicht gegen Botrytis, was ich dieses Jahr erstmals in nennenswertem Umfang habe, und Mittel gegen Botrytis getraue ich mich jetzt wegen der Wartezeit nicht mehr anzuwenden.

Nächstes Jahr werde ich wohl wieder etwas "disziplinierter" Spritzen, insbesondere bis Anfang August. Zuviel Bio und Gottvertrauen in die Pilzfestigkeit hatten beim diesjährigen verkorksten Wetter ihre Spuren hinterlassen. Auch Festivee hat es dieses Jahr etwas erwischt, insbesondere mit Oidium.

Heute habe ich mal eine Muskat Bleu gekostet. Der Säuregehalt ist deutlich gesunken, aber die Süße ist noch rudimentär. In den vergangenen Jahren war Muskat Bleu immer stark verrieselt, aber trotz des miesen Wetters dieses Jahr zum ersten Mal nicht.
Aber die Beeren sind nicht viel größer als bei einer kernlosen Sorte, z.B. Kischmisch Zapor. Die ohnehin kleinen Beeren haben dafür 4 große Kerne und eine ledrige Haut. Obwohl mir die reifen Muskat Bleu-Beeren recht gut schmecken, bleibt die Rebe auf der Warteliste zum Roden. Aber letztlich hat meine Muskat Bleu kaum Fruchtfleisch und das Essen beschränkt sich auf ein Ablutschen der Kerne.

Eine der frostfestesten Sorten, die ich habe, wahrscheinlich sogar die härteste, ist Glenora weiß. Auch deren Geschmack ist nicht schlecht. Die Trauben sind aber wieder recht klein und die Beeren nur knapp über 5 mm. Was die Beerengröße betrifft, heben sich alle meine osteuropäischen Sorten deutlich von den hiesigen ab - mindestens doppelt so groß. Wären dieses Jahr die Frostschäden nicht so groß gewesen, hätte ich beide Sorten schon dieses Jahr ersetzt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 11. September 2010, 20:02:39
@Jakob

Leider nützen mir Deine Erfahrungen weniger, da Dein Klima viel wärmer ist als bei mir.

Mich würden aber die Erfahrungen der "Polarwinzer" mit Canadice interessieren, wenn möglich mit Bildern ihrer eigenen Ernte.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 11. September 2010, 20:30:11
Zitat
Mich würden aber die Erfahrungen der "Polarwinzer" mit Canadice interessieren, wenn möglich mit Bildern ihrer eigenen Ernte.

Hier steht, dass sie ab Mitte September bis Oktober reif ist...

Ansonsten kann ich nicht viel berichten. Nach extrem späten Austrieb, irrer Hitze und dann wieder völlig verregnet gab es Totalausfall wegen echtem Mehltau. Zum ersten Mal, seit ich Reben habe.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 11. September 2010, 21:28:21
dieses jahr ist schon eine echte prüfung! :P
sehr später austrieb, oidium im frühsommer (trockenheit), pero ab sommer (dauernässe) und die jetzige botrytisgefahr an dichtbeerigen, schlecht abtrocknenden trauben...

@Dietmar

die zeitigste mir bekannte tafeltraube ist die Perle von Csaba, nicht verwechseln mit der Perle von Zala!
sie reift ca. 1 woche vor Mitschurinski. der köstliche muskatgeschmack zieht auch wespen an.
die sorte ist allerdings oidium-anfällig und neigt bei freiem stand zum aufplatzen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 12. September 2010, 15:22:16
25 °C und strahlender Sonnenschein - da oechselt es hoffentlich nur so vor sich hin. Meine Reben können es dringend gebrauchen und haben viel nachzuholen. Leider wars das mal wieder mit dem schönen Wetter.

@Jakob
Du hast doch Canadic und Kischmisch Zapor. und kannst beide Sorten unmittelbar miteinander vergleichen. Wie sind Deine Erfahrungen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 12. September 2010, 21:59:42
@ alle

Kennt jemand die Sorte "Rebana"

[td](http://s55.radikal.ru/i149/1009/da/2c89af5fc403t.jpg)[/td]
[td](http://s43.radikal.ru/i099/1009/fc/8abb9e83649ft.jpg)[/td]
[/table]

Trotz des schlechten Sommers gute Zuckerakkumulation und ein umwerfender fruchtiger Geschmack.

Ich konnte bisher dazu nirgendwo etwas finden.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 13. September 2010, 07:21:36
Ich hab' im Frühjahr eine Rebana gepflanzt. Woher diese ursprünglich kommt, konnte ich auch nicht rausfinden. Beschrieben wurde mir die Sorte folgendermaßen: rosè, "Erdbeeraroma", kernlos, sehr robust, kleine Beeren. Meines Wissens stehen - oder standen - einige Exemplate im Stutel. Selbst probiert hab ich sie noch nicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 14. September 2010, 20:12:14
@Siebenstein

beriche doch einmal über die anbauerfahrungen mit deinem umfangreichen sortiment.
welche sorten haben die wetterkapriolen diese jahres am besten verkraftet?
wie lange ist die reifezeit verzögert?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 15. September 2010, 21:20:19
Wer von Euch hat die Sorten Muromez und Sfinks?

Wie sind Eure Erfahrungen zu Wuchs, Pilzfestigkeit und Frostfestigkeit? (Mich interessieren eigene Erfahrungen und keine Sortenbeschreibungen - die kenne ich)

Haben diese Sorten schon Früchte angesetzt? Wenn ja, wie sind Empfindlichkeit bezüglich Verrieseln und Trauben- u. Beerengröße tatsächlich? Wie ist Euer Eindruck zum Geschmack?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 15. September 2010, 22:25:41
@Giago85
Ich wuste nicht das Du Tomajskij hast.
Wie ist er so?Hast Du den schon reif probiert?

@Jacob
Ich habe heute die ersten Beeren vom 2 jährigen Tomajskij probiert. Im Vergleich zu Codreanka deutlich mehr Zucker eingelagert. Keinerlei Adstringens. Guter fruchtiger Geschmack nach reifen Süßkirschen. (Damit ist nicht der typische fruchtige Geschmack der amerikanischen Gene gemeint ;)) Die Farbe ist nicht so blau, wie bei Codreanka.
Dies ist allerdings die Erstlingstraube gewesen.
Keinerlei Probleme mit Echtem und Falschem Mehltau (2 x synthetische Mittel + 5 x Molke). 1 Beere pro Traube geplatzt. Keine Wespen. Größe der Beeren auf dem Niveau von Codreanka, stumpf oval,
Fast keine unbefruchteten Beeren. Kerne 1 - 2 pro Beere, etwas härter, wie bei Codreanka. Traube halb so groß wie Codreanka.
Darf bleiben!!!

VG
Giaco


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 16. September 2010, 17:17:17
@Dietmar:
Muromietz hat bei mir den Winter gut überstanden, Wuchs eher schwach(wurzelecht) und Fruchtansatz auch bei kurzem Schnitt. Da die Rebe keinen starken Wuchs hatte, habe ich den Fruchtansatz entfernt. Die Blüte selbst scheint recht robust zu sein...Noch was:
Auffallend frühe Holzreife und früher Vegetationsabschluß.
Zu Pilzfestigkeit kann ich noch nichts sagen, weil alle meine Reben ohne irgendwelchen Schutz ausnahmslos gesund waren.
Nächstes Jahr lasse ich die Trauben dran, dann werde ich sehen, was bei mir wirklich reif wird...
@alle:
Eine Rebe und zwar Korinka russkaja hat sich bei mir als Monster entpuppt. Ohne Schnitt hätte sie bestimmt 6 m ohne Mühe geknackt. Gottseidank habe ich daneben noch nichts stehen...Da die Sorte eher kleine Trauben und Beeren hat, kann ich nicht mit großer Fruchtbelastung rechnen und versuchen durch den Schnitt zu regulieren. Welcher Schnitt ist besonders wuchshemmend?
 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 16. September 2010, 19:49:18
Gestern war wieder Talfeltraubentag in Stutel. Hab mich mal wieder auf den langen Weg gemacht. Muss sagen es war sehr interessant. Neben dem größten Sortenversuch für Tafeltrauben Deutschlands konnte man auch viele andere Kulturen wie Säulenäpfel, Zwetschgen, Kiwis, Clematis etc. begutachten. Nach einem knackigen Winter und rekordverdächtigen Sommerniederschlägen kamen die Schwächen vieler Reben zum Vorschein. Die Bezeichnung pilzfest oder frosthart in den Beschreibungen der Rebschulen müssen nun bei mehreren Sorten in Frage gestellt werden. Juliana, Primus oder Millenium sind wohl Rodekandidaten. In Sachen Gesundheit sind die Muscat Bleu und Nachkommen hervorstechend. Danach kommen die Foxton -Sorten. Rebana und Mars haben im Geschmack und der Blattgesundheit sehr viel Ähnlichkeit mit Venus. Kommen an diese aber nicht heran (Optik). Drusba scheint eine der besten Gelben zu sein. Wostorg hatte auch relativ gesundes Laub (allerdings noch keine Trauben).
Auf die Ergebnisse der Verkostung bin ich gespannt. Ich fand die meisten Sorten zu säuerlich (knapp reif). Neben Süsse fehlte oft auch das Aroma vor allem bei den Großbeerigen. Kodrianka und Arkadia waren sehr fade und wässrig. Optisch allerdings ne Wucht. Am besten schmeckten mir dieses Jahr Drusba, Garant und Galant. Süss und aromatisch. Die Exalta von einem Erwerbsanbauer war geschacklich auch sehr gut.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 16. September 2010, 20:12:20
Zitat
...Ich fand die meisten Sorten zu säuerlich (knapp reif)....

dieses jahr sind allerdings wohl überall in dt. die meisten sorten deutlich zu sauer und weder süß noch aromatisch genug.
woher soll denn auch süße und geschmack kommen bei diesem wetter?

bei manchen meiner eigenen tafeltraubensorten bin ich aber ganz froh, daß sie dieses jahr ein wenig mehr säure haben als üblich, denn diese fehlt tafeltrauben meiner meinung nach oft. in guten jahren schmecken sie dann nur noch pappsüß.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 16. September 2010, 21:58:06
Ich konnte leider nicht zum Tafeltraubentag kommen. Vielleicht können die Teilnehmer noch etwas ausführlicher ihre Eindrücke schildern und auch etwas zu neuen Sorten sagen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 16. September 2010, 22:55:21
Leider konnte ich am gestrigen Tafeltraubentag nicht teilnehmen. Ich hatte am vorigen Donnerstag Gelegenheit in Stutel vorbeizuschauen.

Dort sind mir auch die vielen Totalausfälle von Primus, Millenium und Juliana aufgefallen.

[td](http://s58.radikal.ru/i160/1009/f4/4f939a1bb52bt.jpg)[/td]
[td](http://s59.radikal.ru/i163/1009/48/6c172554284ft.jpg)[/td]
[/table]

Auf dem ersten Bild müßten innerhalb der Pfosten je 3 Millenium bzw. Prima stehen.
Das zweite Bild zeigt eigentlich eine doppel Reihe Juliana mit je 2 Stöcken innerhalb der Pfosten.

Es ist aber die Frage unbeantwortet, ob die mangelnde Frostfestigkeit der Sorten oder/und vielleicht auch ein Versagen der Unterlage S04 nach den vergangenen beiden Wintern (2009 - 20,3 °C, 2010 -18,5 °C) die Ursache für den Abgang ist.
Im polnischen Forum und auf polnischen Seiten wird vor der mangelnden Frostfestigkeit der Unterlage SO4 in kontinentalen Wintern gewarnt.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 16. September 2010, 23:19:47
Vergleicht man Arkadia mit Juliana, ist Juliana die bessere Arkadia ;).
Beide hatten aufgrund der Dichte der Trauben gut mit Botrytis zu tun.
Juliana hatte einen fruchtigen Geschmack (Muskat). Arkadia war leider nur ein wenig süß, ansonsten wässrig.

[td]Juliana(http://s60.radikal.ru/i168/1009/28/d35b94c61a9et.jpg)[/td]
[td]Arkadia(http://s002.radikal.ru/i199/1009/2f/f9da47849b8at.jpg)[/td]
[/table]

VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 16. September 2010, 23:39:49
Sehr schön anzusehen, aber noch quietsch sauer Frumoasa Alba.
Durch ihre Lockerbeerigkeit war sie nicht von Botrytis befallen.

[td](http://s46.radikal.ru/i113/1009/55/8d65e91d3150t.jpg)[/td]
[td](http://s42.radikal.ru/i097/1009/ec/8e9974168b03t.jpg)[/td]
[td](http://s004.radikal.ru/i207/1009/56/51f973a35bf7t.jpg)[/td]
[/table]

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 17. September 2010, 08:26:26
@giaco85

... sehr schöne Bilder.

Eine Juliana und eine Kodrianka sind bei mir auch erfroren, aber auch andere Sorten wie je eine Rhea, Aron, Jacobsberger und Arolanka.

Kürzlich konnte ich in einem Gartenmarkt nicht widerstehen und habe für wenig Geld eine Primus gekauft aber bei den Erfahrungen in Stutel weiß ich nicht, ob es sich lohnt, diese einzupflanzen. Bei mir war es in den letzten Jahren immer noch etwas kälter als in Stutel.

Ich staune, dass in Stutel die Reife einiger Sorten noch so weit zurück liegt, denn bisher war es bei mir immer etwa 3 ... 4 Wochen später reif als in Stutel. Nun muss ich befürchten, dass bei mir dieses Jahr auch viele nichtspäte Sorten nicht ausreifen.

Übrigens hat kürzlich ein führender Wissenschaftler des Wegener-Institutes aufgrund der Klimaforschungen in der Arktis behauptet, dass es künftig wegen der globalen Erwärmung (Kniefall vor der Politik) auf der Nordhalbkugel im Winter kälter wird (Realität, Verschiebung der jetzt noch häufigen Westwindwetterlagen zu Nordwindwetterlagen) und trotzdem das Polareis weiter zurück geht (Kniefall vor der Politik, Kampf um Fördermittel). Bisher galt das Wegener-Institut als vergleichsweise seriös (im Vergleich zu allen anderen Öko-Instituten), aber offenbar müssen auch die in Anbetracht leerer Kassen den Kampf um Fördermittel immer härter führen und dabei einen wachsenden Spagat zwischen Politikgefälligkeit und Realität machen. Wenn man den politischen Kniefall mal weglässt, dann ist dies der 2. führende Klimaforscher Deutschlands, der eine Klimaabkühlung in Europa prognostiziert.

Wenn das so wird, dann war 2010 wetter- und klimamäßig weniger die Ausnahme, sondern mehr ein Auftakt zu einer neuen, von uns ungeliebten "Normalität".

Insbesondere die Traubenfreunde in Nicht-Weinbaugebieten sollten dies bei Neupflanzungen sicherheitshalber berücksichtigen. Wenn die Abkühlung dann doch nicht ganz so intensiv ausfällt wie prognostiziert, ist es keine Katastrophe, wenn man sehr frostfeste und zeitige Sorten angebaut hat.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 17. September 2010, 16:58:49
Für alle, die nicht im Stutel waren!
Wieder einmal sehr gut besucht. Gleich bei der ersten Führung erklärte Herr Engelhart, dass Primus und Millenium Spätfrost mit -4°C abbekommen hätten und deshalb so kahl dastehen. Zudem wird die LWG in Zukunft mehr Wert auf lockerbeerige Trauben legen als auf Kompakte, da diese doch eine erhebliche Botritis-Anfälligkeit im Traubeninneren zeigen. Als ,,positives'' Jahr bezeichnete er 2010, da doch die LWG dadurch sehr gut selektionieren könne. Was auch nicht immer gegeben wäre.

(http://s13.directupload.net/images/100917/b93wdlqv.jpg)

Die Sorten Jana und Leon kannte ich noch nicht, schmecken aber nicht schlecht.
Wolf hatte wieder einen eigenen Tisch. Nach der Frage warum die kernlosen Sorten Anja, Moritz, Nicole und Heike bei Antes zu kaufen sind und nicht bei ihm als Sorteninhaber, verwies er mich auf seine neue Liste. Allerdings habe ich diese vergessen.

(http://s13.directupload.net/images/100917/7i2dcvxt.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/9hbri2nt.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/aaedgv3b.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/42wehph4.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/h44ci92y.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/4bab7qwg.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/og4bezyh.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/kgbzh4qd.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/njtyfa8d.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/838dkp46.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/sfnc7bpn.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/4gr3928q.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/utl4z5o6.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/zde22ukt.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/6dr79ip6.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/qttfhtcb.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/gbsfzie8.jpg)

(http://s13.directupload.net/images/100917/ljdv7ggs.jpg)

@ Allgeu:

im Gegensatz zu dir hat Kodrianka und Arkadia mir sehr gut geschmeckt, obwohl sie ihre wirkliche Reife noch nicht hatten, wie fast alle.

@ Giaco85:

Die Rebana steht m.E. schon mind. 3 Jahre in Stutel. Vielleicht hast du sie bei deinem letzten Besuch in der LWG übersehen. Millenium und Primus stehen aber noch dort.

Neue Erziehungssysteme wurden vorgestellt. Die LWG will von der üblichen Spaliererziehung weggehen, da die Tafeltrauben in den untersten Draht einwachsen und schlecht zu ernten sind.

@ Ditmar:

An neuen Sorten waren gepflanzt (von Namenstafeln abgeschrieben):

- Muskat Letni, Matish Yanish, Augusta, Victoria, Jupiter, Timur, Galbena Nou, Roswij Tchudo, Nadesha Asos, Liwia, Felicka, Solotoi Don., HS 08-1 (?), Jliczewskyi, Arocznyi, Ajwaz, Christine, Splendid, Timpuriu, Muskat Timpuriu, Cornichon (gab es auch bei Hahm), Tamina, Napoca, Xenia, Select, Interlaken, Grace, Cerschenko (nicht Chevchenko!), Mars, Rebana, Saturn
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 18. September 2010, 08:43:52
@sandor

Vielen Dank für Deine Fotos und Infos über den Tafeltraubentag. Die Aussage von Hr. Engelhart, dass das miese Weinjahr positiv ist, um die verschiedenen Sorten zu bewerten und zu selektieren, finde ich interessant. Diesen Gedanken sollten wir zum Jahresende aufnehmen und unsere Erfahrungen austauschen, welche Sorten wie mit den schwierigen Bedingungen fertig geworden sind. Jetzt ist es dafür noch zu früh.

Wenn ich es irgendwie einrichten kann, muss ich nächstes Jahr wieder zum Tafeltraubentag oder wenigstens zum Besuch nach Stutel kommen, um die vielen neuen Sorten persönlich in Augenschein zu nehmen. Einige wenige davon habe ich bereits, von manchen habe ich nur gelesen und von einigen Sorten habe ich noch nie bzw. nichts Näheres gehört.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 18. September 2010, 13:38:09
@Besucher des Tafeltraubentages

Welchen Zustand hatten die Reben vom Typ Timur in der Plantage und wie schmeckte diese Sorte?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 18. September 2010, 16:46:56
Korinka russkaja hat sich bei mir als Monster entpuppt. Ohne Schnitt hätte sie bestimmt 6 m ohne Mühe geknackt. Gottseidank habe ich daneben noch nichts stehen...Da die Sorte eher kleine Trauben und Beeren hat, kann ich nicht mit großer Fruchtbelastung rechnen und versuchen durch den Schnitt zu regulieren. Welcher Schnitt ist besonders wuchshemmend?

deine frage hast du eigentlich schon selbst beantwortet.
an einer langen bogrebe (1-jähriges holz auf 2-jährigem holz) ist die fruchtbarkeit der augen am höchsten, dh. es werden mehr und größere gescheine ausgebildet.
wenn die rebe merkt, daß es anstrengend ist, nebenbei die trauben zuversorgen, wird sie ihr hemmungsloses wachstum "überdenken". ::)
zu viel fruchtbehang führt allerdings zu späterer reife!


Ich fand die meisten Sorten zu säuerlich (knapp reif). Neben Süsse fehlte oft auch das Aroma vor allem bei den Großbeerigen. Kodrianka und Arkadia waren sehr fade und wässrig.

meine Arkadia schmeckt verhältnismäßig gut, allerdings ist sie an der südwand regengeschützt.
der verregnete august war wegen unzureichender photosynthese nicht für optimale zuckereinlagerung und aromenbildung geeignet, der september bisher nicht viel besser. zufrieden sind anscheinend nur die wespen, die die teilweise ziemlich wässrige zuckerlösung einiger traubensorten genüsslich aufschlürfen.

in diesem jahr sind die unterschiede zwischen freiland und anbau an massiver hauswand (regengeschützt) hervorstechend.
verspätete, wässrige trauben an freistehenden reben, etwas verspätetete, jedoch aromaintensivere trauben am hausspalier.
ein schlechteres weinjahr habe ich noch nicht erlebt, inbesondere auch durch den pero-druck. die holzreife einiger sorten ist gefährdet. nächstes jahr kann es nur besser werden. :)

solche ko-jahre liefern aber auch wertvolle hinweise, welche traubensorten jenseits der weinbaugebiete auf dauer erfolgversprechend sind. für eine abschließende bewertung des potentials der reben in "normalen" jahren sind sie weniger geeignet. investitionen in rebsorten, die sich an prognosen der klimaerwärmung in den medien orientieren, halte ich für sehr optimistisch. das erkennen realer wetterbedingungen ist m.e. zielführender als im präferierten mainstream mitzuschwimmen. ;)

am nützlichsten für mich sind persönliche erfahrungen der rebenfreunde und aussagen über das verhalten neuerer sorten in Stutel. hinweise auf negative eigenschaften einiger tafelreben sind nur selten in den beschreibungen von rebschulen zu finden.
ein dankeschön an alle berichterstatter! ich hoffe, daß noch weitere beiträge folgen.
für eine bessere seitenlesbarkeit (layout) bitte auf die größe der bilddateien achten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. September 2010, 19:40:56
@ Giaco85:

Die Rebana steht m.E. schon mind. 3 Jahre in Stutel. Vielleicht hast du sie bei deinem letzten Besuch in der LWG übersehen. Millenium und Primus stehen aber noch dort.

@sandor
Rebana ist im Februar 2008 gepflanzt worden. Ich habe sie dieses Jahr das erste Mal in Ertrag gesehen.

Millenium und Primus stehen freilich noch dort, aber die Reihe ist durch die Totalausfälle durch die 2 letzten Winter deutlich gelichtet:
[td](http://s58.radikal.ru/i160/1009/f4/4f939a1bb52bt.jpg)[/td]
[/table]

Vielen Dank für Deine Fotos, welche das Format des Threads leider etwas zerschiessen.


Die Reihe Millenium und Primus wurde durch biologische Pflanzenschutzmittel geschützt:
[td]
(http://s004.radikal.ru/i208/1009/a8/0da55d68ff6at.jpg)[/td]
[td]
(http://s52.radikal.ru/i137/1009/f2/05c2e2f4f986t.jpg)[/td]
[td]
(http://s39.radikal.ru/i084/1009/86/4bd6d6586669t.jpg)[/td]
[td]
(http://s53.radikal.ru/i140/1009/ba/cdde13cb8fc5t.jpg)[/td]
[/table]

Dies ist keine Wertung des biologischen Pflanzenschutzes. Ich kenne die Details nicht und glaube auch an mein Molkespritzen.
Beide Sorten waren arg von Botrytis gebeutelt.


Bei diesem Besuch in Stutel waren Tonia und Evita für mich die positive Überrasschungen:

[td]
(http://s47.radikal.ru/i116/1009/b4/8e368b3fa855t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s55.radikal.ru/i147/1009/e3/e987f4b72708t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s002.radikal.ru/i197/1009/6c/ae459f98da6bt.jpg)
[/td]
[/table]

Tonia, obwohl vielleicht noch nicht ganz reif, hatte einen guten ganz leicht muskatierten Geschmack. Die Haut störte beim Essen nicht. Ich habe keine Kerne gefunden. Die Stöcke machten einen gesunden Eindruck, keine Anzeichen von Chlorose oder Befall von falschen Mehltau. Tonia scheint unempfindlicher zu sein, als ihr nachgesagt wird.
Dies deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen.

[td]
(http://s001.radikal.ru/i194/1009/da/117c651ed120t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s002.radikal.ru/i199/1009/fd/088ff4ffe38bt.jpg)
[/td]
[td]
(http://s48.radikal.ru/i119/1009/e8/7c01258be42et.jpg)
[/td]
[/table]

In der Vergangenheit hatte ich immer das Pech kaum ausgereifte Wolf-Sorten gegessen zu haben, so dass ich reichlich Vorurteile aufgebaut hatte, wie wässrige Trauben, kaum Aroma.
Evita hat einen gut ausgeprägten Muskatgeschmack, wenig relativ weiche Kerne (1 pro Beere). Die Haut ist nicht störend. Die Beeren sind mittelgroß von einer guten Farbe. Geschmacklich vergleichbar mit Druschba. Hatte etwas mehr Säure. Mich hat diese Bekanntschaft sehr gefreut!

Von einer weiteren Wolf-Sorte Stephanie hier nur ein paar Bilder. Sie war mir noch nicht reif genug und der Kontrast zur Evita zu groß, um sie zu beurteilen.

[td]
(http://s40.radikal.ru/i088/1009/4e/abfb6bcdcd21t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s42.radikal.ru/i098/1009/d0/deb100b6f6a2t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s48.radikal.ru/i120/1009/b3/47447b407dbft.jpg)
[/td]
[/table]

Das erste Mal konnte ich im direktem Vergleich Venus und Mars probieren.
Venus war ziemlich adstringierend zu diesem Zeitpunkt. Ich habe auch in vereinzelten Beeren Kernansätze gefunden. Mars hatte für mich das bessere Aroma und ich empfand die leichte slip-skin nicht als störend. Kerne habe ich bei Mars nicht gefunden. Ich hatte den Eindruck, dass Mars deutlich reifer als Venus war.
Der Ertrag scheint offensichtlich bei Venus höher zu sein. Beide waren von guter Gesundheit.

[td]
(http://s43.radikal.ru/i101/1009/ff/afa241395c9at.jpg)
[/td]
[td]
(http://s41.radikal.ru/i091/1009/55/be08bbd7fe09t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s52.radikal.ru/i137/1009/e1/137a08ea6ebft.jpg)
[/td]
[td]
(http://s60.radikal.ru/i170/1009/a8/3d381d0baf6at.jpg)
[/td]
[/table]

Zwei weitere gute blaue Amerikaner waren für mich Alden und Muskat NAY. Gute fruchtige Aromen, man kann mehr davon essen. Von Alden gibt es keine Bilder. Er war eingenetzt zum Schutz vor Wespen und Vögeln.

[td]
(http://s002.radikal.ru/i197/1009/0b/7a86f196823ft.jpg)
[/td]
[td]
(http://s59.radikal.ru/i163/1009/ff/da9869f30e8at.jpg)
[/td]
[td]
(http://s04.radikal.ru/i177/1009/e1/c7f32355c1e7t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s47.radikal.ru/i116/1009/b7/f39f34c674f0t.jpg)
[/td]
[/table]

Unter den blauen Trauben hat mich Vera begeistert. Erst 2009 gepflanzt konnte ich von den Erstlingstrauben kosten. Guter muskatierter Geschmack. Die Kerne waren nicht störend.

[td]
(http://i064.radikal.ru/1009/f8/94190137b6e3t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s57.radikal.ru/i157/1009/b6/684673ccce9dt.jpg)
[/td]
[td]
(http://s53.radikal.ru/i140/1009/76/40a13ea8aef0t.jpg)
[/td]
[/table]

Bei den roten Trauben habe ich mich für Kischmisch xxx und Vineland 68021 interessiert. Beide sind gute Esstrauben. Ich habe in beiden keine Kerne gefunden. Kischmisch schien gesund zu sein. Vineland 68021 ist auch gesund.

[td]
(http://s50.radikal.ru/i128/1009/79/a4de670e8bd9t.jpg)
[/td]
[td]
(http://i056.radikal.ru/1009/01/2184d1f07a9ft.jpg)
[/td]
[td]
(http://s005.radikal.ru/i211/1009/ca/590e496b0850t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s54.radikal.ru/i143/1009/d3/3544823e64a7t.jpg)
[/td]
[/table]

Dann gab es noch ein paar kodierte Sorten zu sehen:

[td]
(http://i081.radikal.ru/1009/e5/e7933429d277t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s53.radikal.ru/i141/1009/22/6baa08d5eb86t.jpg)
[/td]
[td]
(http://i060.radikal.ru/1009/2f/cc335755493dt.jpg)
[/td]
[/table]

Die kodierten Sorten waren nach Geschmack und Optik als Trauben mit amerikanischen Genanteil zu identifizieren.

Geschmacklich am intensivsten habe ich Garant, Alden, Saturn und Druschba empfunden. Auch Rebana und die kodierten Sorten haben einen hervorstechenden intensiven Gschmack.

VG
Giaco












Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 18. September 2010, 21:27:00
Sandor und Giaco,

ich kann mich an den schönen Bildern gar nicht satt sehen; vielen anderen wird es genauso gehen!!
Danke für die verschiedenen Farben der Trauben, die Ihr hier hereingestellt habt. Die individuellen Beurteilungen finde ich sehr ausführlich und hilfreich!

Danke für die Beiträge!!

Euer Apfelfreund
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 18. September 2010, 22:18:30
Die Tonia zeigt bei mir die stärkste Empfindlichkeit gegenüber Pero. Unterm Vordach aber ist sie relativ gesund. In Stutel sind sehr viele Sorten bereits Überdacht. Allgemein hat der Anbau unter Dach zwei große Vorteile.

1. Die Blätter werden nicht nass wodurch es so gut wie keinen Perobefall gibt.

2. Kontaktspritzmittel wie Milch oder Schwefel werden nicht dauernd abgewaschen weshalb Odium (mag eigentlich trocken, warm und windstill) hervorragend in Schach gehalten werden kann. Eventuell auch weniger Botritis.

Fürs Freiland heisst dies Piwi Sorte oder üppiges Spritzprogramm. Wobei viele neuere Sorten als pilzfest angepriesen werden es aber gar nicht sind.

Zum Geschmackserlebnis von Kodrianka und Arkadia kann ich sagen, dass man sie sehr gut essen kann (fleischig, knackig) wie Arolanka, Katharina, Sophie, Stephanie etc.. Im Vergleich zu den Kleinbeerigen wie Drusba und Garant liegen bei Würze und Süsse welten. Dies fällt beim direkten Vergleich wie beim Tafeltraubentag viel stärker auf. Mir ist die Venus manchmal fast zu intensiv aromatisch (wenn noch nicht ganz ausgereift darf man die Beerenhaut nicht kauen weil astringierend). Andere sagen traumhaft. Für mich kann eine Traube eben nicht süß genug sein. Auch mag ich zum Teil den Erdbeergeschmack (Einsett Seedless) sehr gerne. Für richtig reife Sultaninen (nicht die grasigen vom Discounter) lasse ich alles stehen. Eine goldgelbe Italia mit Muskat ein Traum. Von kleinen Beeren mit 90% Kernanteil esse ich selbst bei gutem Geschmack sicher kein Kilo. Bilder von schönen Trauben wie von Sandor und Giaco da kann einem schon mal Wasser im Mund zusammen laufen.



Millenium Traube (kernlos)

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. September 2010, 23:28:21
Wer von Euch hat die Sorten Muromez und Sfinks?

Wie sind Eure Erfahrungen zu Wuchs, Pilzfestigkeit und Frostfestigkeit? (Mich interessieren eigene Erfahrungen und keine Sortenbeschreibungen - die kenne ich)

Haben diese Sorten schon Früchte angesetzt? Wenn ja, wie sind Empfindlichkeit bezüglich Verrieseln und Trauben- u. Beerengröße tatsächlich? Wie ist Euer Eindruck zum Geschmack?

@ Dietmar
Sphinx befindet sich bei mir gerade im Kindergarten.
Eine gute frühe Holzreife und keine auffälige Krankheitsempfindlichkeit kann ich schon feststellen.

(http://s001.radikal.ru/i195/1009/9b/58abbf125c53t.jpg)

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 18. September 2010, 23:38:23
@Giaco

mit #708 hast du einen sehr informativen beitrag geliefert!!! :D 8) wo ist der daumen-hoch-smilie?

anhand einer tafelrebe möchte ich auf vorhandene mißverständnisse hindeuten:
Hahm-Hartmann beschreibt den geschmack der sorte Vera mit würzig.
wenn ich darunter die muskatierte geschmacksrichtung erahnt hätte könnte ich jetzt vlt. schon eigene bilder dieser sorte presentieren. :'(
diese mangelnde information hatte mich von der bestellung dieser "etwas späteren Festivee-ähnlichen sorte" abgehalten.

wie ist die konsistenz der beeren von Vera (evt. im vergleich zu Festivee)?
auf den bildern wirkt die sorte sehr gesund.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 18. September 2010, 23:40:19
Mir ist aufgefallen, dass die Reben von Wolf recht gesund aussehen, z.B. Sophia, Evita und Stephanie. Standen diese frei oder unter Dach?

Bisher galten Wolfs Reben als etwas wässrig. Wie war es dieses Mal im Vergleich zu den anderen Sorten. Waren diese 3 Sorten schon richtig reif?

Auf den Bildern ist die Beerengröße schwer einschätzbar. Wie war die Beerengröße bei diesen 3 Sorten?

Gesamteindruck: Würdet bzw. werdet Ihr eine von den 3 Sorten selbst anbauen?

Hat Hr. Engelhart oder ein anderer von der LWG etwas dazu gesagt, ob alle Traubensorten gleich gespritzt wurden?

Ihr seid sicher mal durch die Plantage gegangen. Mich interessieren jetzt die nicht überdachten Sorten. Welche von den nicht überdachten Sorten machten den besten Eindruck, insbesondere gesundheitlich?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 19. September 2010, 00:00:52
Zitat von: Werner987 link=board=25;threadid=29993;start=705#msg1218356 date=128484590
[quote
wie ist die konsistenz der beeren von Vera (evt. im vergleich zu Festivee)?
auf den bildern wirkt die sorte sehr gesund.

Ich habe beide nicht im direktem Vergleich gegessen. Vera war knackig, nichtadstringierend. Die Knackigkeit war nicht ganz so ausgeprägt, wie bei Codreanka. Wenn sie die Resistenz von M.Bleu hat, ist sie für mich die bessere M.Bleu. Der Muskatgeschmack von Vera hat tatsächlich eine würzige Nuance.

VG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 19. September 2010, 00:15:23
Mir ist aufgefallen, dass die Reben von Wolf recht gesund aussehen, z.B. Sophia, Evita und Stephanie. Standen diese frei oder unter Dach?
Bisher galten Wolfs Reben als etwas wässrig. Wie war es dieses Mal im Vergleich zu den anderen Sorten. Waren diese 3 Sorten schon richtig reif?
Auf den Bildern ist die Beerengröße schwer einschätzbar. Wie war die Beerengröße bei diesen 3 Sorten?
Gesamteindruck: Würdet bzw. werdet Ihr eine von den 3 Sorten selbst anbauen?
Hat Hr. Engelhart oder ein anderer von der LWG etwas dazu gesagt, ob alle Traubensorten gleich gespritzt wurden?
Ihr seid sicher mal durch die Plantage gegangen. Mich interessieren jetzt die nicht überdachten Sorten. Welche von den nicht überdachten Sorten machten den besten Eindruck, insbesondere gesundheitlich?

Evita würde ich versuchen anzubauen. Evita erschien mir reif. Die Beerengrösse war auf dem Niveau von Garant. Ich bin der Meinung Evita war nicht überdacht. Die anderen Wolf-Sorten würde ich bei mir nicht anbauen. Ich hätte Bedenken, dass sie nicht regelmäßig ausreifen würden.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. September 2010, 00:16:26
Die Sortenbeschreibung von Vera in Winograd klingt nicht schlecht, ist aber nur "vorläufig":
http://vinograd.info/sorta/stolovye/vera.html

--> klingt besser als die von Hr. Schmi.., insbesondere Reifezeit, Pilzfestigkeit und Frostfestigkeit
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. September 2010, 00:21:08
Nun ja, da bleibe ich bei meiner Abstinenz gegenüber Wolfs Reben. Mir war schon vor Jahren aufgefallen, dass Hr. Wolf recht späte Sorten hat. Ich hatte ihn vor Jahren mal danach gefragt und hat mir bestätigt, dass sein Schwerpunkt mehr spätere Sorten sind.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 19. September 2010, 00:39:21
die von Hahm-Hartmann angegebene reifezeit von Vera passt nicht besonders gut zu der von vinograd.info angegebenen (105 - 110 tage). 2 unterschiedliche namensgleiche sorten wären m.e. ohne weitere prüfung nicht auszuschließen.

das fruchtfleisch von Festivee ist leicht geleeartig. trifft das auch auf Vera zu?
Festivee (SW und OW) beginnt hier allmählich zu reifen. Vera könnte an meinem standort vlt. als potentielle lagertraube in betracht kommen.
kann schon jemand über persönliche erfahrungen im anbau von Vera berichten?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. September 2010, 09:07:09
Stand die Vera in Stutel frei oder war sie überdacht?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 19. September 2010, 09:24:02
@Dietmar
Vera stand frei. Evita übrigens auch, da habe ich mich gestern nacht getäuscht.
VG
Giavo
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. September 2010, 09:34:38
@giaco85

Ich habe den Text der osteuropäischen Vera noch einmal genauer gelesen. Nicht nur die Reifezeit stimmt nicht, sondern auch die Farbe. Die osteuropäische Vera ist hell bis bernsteinfarben und nicht blau. Ich habe mal Hr. Schmidt angemailt und nach der Herkunft gefragt. Mal sehen, ob der etwas weiß.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 19. September 2010, 09:37:22
Sorte Vera
Die Kapeljuschnij-Vera ist bernsteingelb, die Schmidt/Hahm-Vera ist violett-blau.
Es sind also unterschiedliche Sorten. Die Herkunft der blauen Vera ist mir unbekannt.
Ich habe die blaue Vera im Herbst 2009 gepflanzt. Im Frühjahr war sie leicht frostgeschädigt. Nach Rückschnitt jetzt sehr kräftig gewachsen, Holzreife scheint gut zu werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 19. September 2010, 12:46:18
Ich habe leztes Jahr mit dem Herr Schmidt geredet.Er meint,Vera hat die grössten Beeren von allen amerikanern sorten und hat labruska geschmack.
Ich habe Vera gleich mitgenomen in der hoffnung eine labruska sorte zufinden,mit grösse und konsestenz wie zb.Juliana oder Arkadia.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 19. September 2010, 17:16:01
Ich habe so etwas schon befürchtet, denn die Blattform ist sehr amerikanisch.

Labrusca, nasses Fuchsfell oder wie man das Aroma noch umschreibt, ist für manche sicherlich sehr lecker, aber ist nichts für mich.

Adieu Vera!

Hat jemand JHD schon im Ertrag? Wie ist die Befruchtung ausgefallen? Verrieselt? Was gibt es sonst noch für Erfahrungen mit JHD?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 20. September 2010, 14:10:18
Ich hatte mit Herrn Engelhart von der LWG Bayern Kontakt aufgenommen und den Vorschlag unterbreitet, dass nicht nur die Verkostungsergebnisse des diesjährigen Tafeltraubentages veröffentlicht werden, sondern auch die Anbauerfahrungen mit verschiedenen Sorten, die bei den schlechten Witterungsbedingungen dieses Jahres gemacht wurden, z.B. Oidium, Pero, Botrytis, Frostschäden, Verrieseln, Ertrag, Trauben- und Beerengröße, Reife usw., denn bei solchen schlechten Witterungsbedingungen unterscheiden sich die verschiedenen Sorten stärker voneinander als in guten Weinjahren, d.h. es lassen sich Spreu und Weizen besser unterscheiden. Motto: Die Sorten, die dieses Jahr gut abschneiden, stehen auch in allen anderen Jahren gut.

Antwort:

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ihre Anregungen nehmen wir gerne zur Kenntnis, die Rückmeldung aus der Praxis ist ganz wichtig für unsere Arbeit.
Unsere Internetseite "Tafeltrauben" wird zur Zeit überarbeitet und soll wahrscheinlich im Dezember diesen Jahres ins web gestellt werden.
Wenn Sie möchten, kann die Tafeltrauben-Community mir eine Liste mit den Sorten senden, welche sie besonders interessieren. So arbeitet auch "PIWI-International", wo ich ebenfalls Mitglied bin.

Freundliche Grüße aus Veitshöchheim

Josef Engelhart

......................................

Ich denke, wir sollten dieses Angebot annehmen und bitte Euch, mir die Euch besonders interessierenden Sorten mitzuteilen, damit ich Herrn Engelhart in ca. 2 bis 3 Wochen eine Liste zukommen lassen kann.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. September 2010, 19:15:43
Durch die letzten sonnigen Tage hat es einen Reifeschub gegeben. Plötzlich waren Pieszna, Kodrianka, Kischmisch Zapor., Arkadia und Muskat Bleu reif. Allerdings gibt es dieses Jahr (für mich das erste Mal) erhebliche Botrytis-Probleme, obwohl ich wegen dem schlechten Wetter vorbeugend mit Teldor gespritzt hatte. Allerdings liegt das nun schon fast 6 Wochen zurück. Hätte ich gewußt, dass die zeitigen Sorten so spät reifen, hätte ich noch einmal gespritzt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lucelli am 23. September 2010, 08:32:37
Hallo zusammen,
habe vor ein paar Wochen eine Wildrebe oder verwilderte Tafelrebe auf Rekultivierungsfläche einer Kiesgrube entdeckt. Im Umkreis von ca. 1,5 km keine Ansiedlung. Ist bereits ca. 5 m eine Birke hochgewachsen und trägt bis in die Spitze tiefschwarze Trauben und erscheint vom Blattwerk völlig gesund ohne Mehltau. Dem Blattwerk zufolge und nach Konsistenz der Traube wahrscheinlich kein Amerikaner. War noch nicht völlig reif, sonst hätten sich sicher schon die Vögel bedient, aber man konnte sie schon essen. Beeren sehen genauso aus wie bei der " Königlichen Esther", bereits tiefschwarz, glänzend und kugelrund mit mittlerer Größe, Reifezeitpunkt eher früh. Traube ist vom Umfang eher klein bis mittel (schwer abschätzbar, da keine Schnittmaßnahme stattgefunden hat ). Das Blattwerk ist allerdings nach optischem Vergleich mit meiner heimischen Sorte nicht identisch mit " Königlicher Esther". Hat vielleicht hier im Forum jemand eine Idee um welche Sorte es sich tendenziell handeln könnte ?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 23. September 2010, 22:47:32
Léon Millot, Regent und Maréchal Foch sind mittelfrühe, "resistente" sorten.
möglicherweise haben die pilzsporen die einsame rebe auf der rekultivierungsfläche noch nicht "entdeckt".
Früher Blauer Ungar oder Früher Blauer Burgunder kämen dann z.b. in frage.

Allerdings gibt es dieses Jahr (für mich das erste Mal) erhebliche Botrytis-Probleme, obwohl ich wegen dem schlechten Wetter vorbeugend mit Teldor gespritzt hatte.

die ungewöhnlich häufigen niederschläge im august waren nicht vorhersehbar.
botrytis-befall fand ich aber fast ausschließlich an vorher geplatzten oder angefressenen beeren, dichbeerige sorten habe ich kaum.

Piesnia, Garant und Festivee sind reif.
gegenüber den beiden anderen sorten hat Piesnia (freistehend) probleme wie geplatzten beeren und stiellähme, beerengewicht 6 g (Arkadia 7 g).
Garant (über 2 g) wie immer mit tollem muskataroma.
Festivee (6 g) an der hauswand wie üblich reichtragend (spritzungen waren erfolgreich), etwas mehr säure als sonst beeinträchtigt nicht den geschmacklichen gesamteindruck.
FVR-7-9 mit seinen sehr großen beeren lasse ich noch etwas reifen, Rosowoje Cudo benötigt ebenfalls noch einige sonnige tage.

das schreiben von Josef Engelhart klingt sehr interessant, näher auf gewünschte sorten einzugehen. :D
ich hoffe, daß dieses erstmalige angebot ausgiebig genutzt wird.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 24. September 2010, 18:13:30
Hallo
Danke für die guten Bilder vom Tafeltraubentag.
Die in der Verkostung vorgestellten Sorten Jana und Leon stammen von mir und stehen im Gewächshaus.Bei Jana handelt es sich um eine Kernlose Traube mit für kernlose Sorten sehr großen Beeren.Jana war zum Zeitpunkt der Verkostung ein bischen überreif. Ich habe sie nur für die Verkostung länger hängen lassen.Geschmaklich ist Jana im Vergleich entschieden besser wie Tonia.Leon ist kernarm und war noch nicht vollreif,die Farbe bei Vollreife ist goldgelb.Sie schmeckte trotzdem schon sehr gut. Leon ist eine Sorte die spät reift und lange hängen bleiben kann.(großes Erntefenster) Ob beide Sorten Pilzfest sind muß sich erst in den folgen Jahren zeigen. Im vergleich zu Tonia sind keine Unterschiede festzustellen.Zu den beiden sehr interessanten Sorten kann ich erst im nächsten Jahr mehr sagen, aber es sieht vielversprechend aus.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 24. September 2010, 20:10:03
@ BriTrau:
Sind für Jana weitere Daten bekannt: Herkunft/Züchter, Eltern? Wäre Freilandanbau in günstiger Lage denkbar (Frosthärte)?
@ Werner 987:
zu Rosowi Tschudo: habe 04/09 gepflanzt (1 Rebe) und dieses Jahr erste Kostprobe. Im Frühjahr reichlich Gescheine. Zur Blüte war hier leider extrem kühles, nasses Wetter. Dadurch stark verrieselt. Restbeeren in allen Größen, werden eben erst leicht rosa.
Habe eigentlich günstige Anbaubedingungen (Weinbergslage). Bin etwas überrascht, dass der Reifegrad bei Dir offensichtlich um einiges weiter ist? Mich würden Beerengröße und Erntezeit (Vollreife) bei Dir interessieren.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. September 2010, 23:24:18
@ BriTrau

Sind für Jana weitere Daten bekannt: Herkunft/Züchter, Eltern? Wäre Freilandanbau in günstiger Lage denkbar (Frosthärte)?

das sind schon mal die richtigen fragen, willkommen im forum!
in diesem jahr dürfte der anbau unter glas besondere vorteile bieten, was die reife und geschmack betrifft.
kernlose sorten haben ja oft ihre zipperlein - geringe frosthärte und beerengröße, verrieseln...
es wäre zu begrüßen, wenn endlich mal kernlose, unempfindliche sorten ohne foxton auf den markt kämen.
zwecks beurteilung ist ein freilandanbau besser geeignet - freiwillige tester vor!
vlt. kannst du einigen traubenfreunden pflanzen/holz zur verfügung stellen, bilder oder angaben zum beerengewicht sind auch hilfreich. halte uns mit den 2 neuen sorten auf dem laufenden...


@Eugen

meine Rosowoje Cudo ist noch nicht reif, eine wespe hatte aber bereits interesse gezeigt.
die rebe steht windgeschützt, das pfaster in der nähe speichert die wärme.
die trauben sind deshalb nur minimal verrieselt. die ersten beeren haben einen leichten rosa hauch, beerengewicht vermutlich 4 - 5 g. inwieweit sich die beeren in diesem feuchten jahr einfärben bleibt abzuwarten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 27. September 2010, 18:01:02
Hallo
Bei Jana und Leon handelt es sich um Versuchssorten, die erst in diesem Winter ihre Frosthärte beweisen müssen. Beide Sorten werden in diesem Winter an verschiedenen Standorten stehen. Auch die Pilzfestigkeit muss sich erst noch im nächsten Jahr bewähren.
Unter Glas hat sich in diesem Jahr gezeigt was letzendlich etwas taugt und was nicht. Fumosa Alba hat nicht durchgehalten, zu Erntebeginn waren ein Teil der Beeren mit Oidium befallen, wärend eine direkt daneben stehende Arkadia und Juliana keine Probleme machten. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer geeigneten Blauen Sorte, Muskat Blue ist zu klein,und eine Kodrianka platzt im Gewächshaus sehr schnell. Wer hat Erfahrungen mit geeigneten Sorten gemacht?
Ein Anbau unter Glas ist völlig anders als im Freiland oder Foliendach. Was bei mir gut funktioniert geht noch lange nicht draußen und umgekehrt geht es genauso.
Wenn " Jana " sich bewährt, hätten wir endlich mal eine kernlose,
gutaussehende Traube mit großen knackigen Beeren und sehr guten Geschmack.
 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 27. September 2010, 20:40:32
Kannst Du mal Fotos von Jana und Leon hier reinstellen? Ich habs leider nicht zum Ttt geschafft und bin schon etwas neugierig auf die beiden neuen Sorten. Werden Jana und Leon im Stutel aufgepflanzt?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 29. September 2010, 13:17:49
Erste Erfahrungen mit einigen osteuropäischen Tafelreben, die in Deutschland selten angebaut werden

Allgemeines:
Pflanzzeit 04/2009 als Wurzelreben, Freiland, Südhang, windexponiert.
alle Reben zeigen kräftigem Wuchs,
keine Winterschäden trotz langer Kälteperiode außer bei JHD (einige Knospen geschädigt, wurde rückgeschnitten),
Pilzfestigkeit (mit moderatem Spritzen) bei allen Reben gut,
Trauben hängen mit Schutz (Beutel) bis zur Vollreife,
durch die wetterbedingt verspätete Reife ist Geschmack nur bei den frühen Sorten zu beurteilen.

Sortenspezische Angaben :
JHD, Kardinal ASOS, Liwia und Viking tragen noch nicht. Bei den anderen Reben entsprechen Beerengewicht und Traubengröße im 2. Standjahr sicherlich nicht den endgültigen Werten. Die extreme Witterung ( mehrfach mehrtägiger Dauerregen) bietet gute Testmöglichkeiten bezüglich Platzfestigkeit.
Nadeshda ASOS:
Sehr dekorative nahezu schwarze Trauben mit sehr großen Beeren, innen hellfleischig, noch nicht vollreif, Traube locker, Beerengröße gleichmäßig,
die Mehrzahl der Beeren ist witterungsbedingt geplatzt.
Arotschnij:
Sehr dekoratives Aussehen durch kräftiges leuchtendes Rot auf der Sonnenseite, Beeren mittel bis groß, Traube etwas kompakter, Geschmack Durchschnitt: fruchtig und süß, Fleisch fest, platzfest, wird eben vollreif
anfällig für Heuwurm,
Galbena Nou:
Beste Sorte im Test, große,runde grün-gelbe Beeren, Spitzenklasse im Geschmack: würzig, kräftig Muskat, süß, Traube locker, keine Platzer, reift früh
Rosowij Tschudo
hatte kräftig angesetzt, aber durch ungünstiges Wetter während der Blüte stark verrieselt , Beeren sehr unterschiedlich in Größe: mittel bis sehr groß, wird jetzt erst leicht rosa, noch nicht reif, keine Platzer,
Victoria (Russland)
Schön aussehende Traube mit kräftig dunkelroten großen Beeren, Traube locker, aber auch hier ein Großteil der Beeren geplatzt, etwas verrieselt, Reife zeitig, Geschmack würzig, fruchtig, süß.
Karmakod
Ist eine rote Kodrianka mit analogen Eigenschaften: gut aussehende große Beeren in Kodriankaform, Traube eher locker, Beerengröße etwas unterschiedlich, früh reifend, aber leider auch viel geplatzte Beeren.
Solotoi Don
Große Beeren werden eben gelb, Reifezeit mittel, etwas kompakt, kaum Platzer.

Welche Erfahrungen haben andere Weinfreunde gemacht?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Starking007 am 29. September 2010, 20:53:40
Ich habe gestern in VH die Trauben verkostet.

Die ausgewerteten Protokolle erhalte ich erst noch.

Tonia war nun reif. Sehr gut in Geschmack und Konsistenz.
Keine Kerne in den großen bis sehr großen Beeren (ungleiche Beerengrößen).
Große, lockere Trauben. Durchaus auch aromatisch.
Wuchs: Sehr stark, großes, locker stehendes Laub, aus meiner Sicht nicht optimal für Begrünungszwecke. Laub nun unansehlich, voller schwarzer Pünktchen (Mehltauabwehr) und teils schon braun, nix Herbstfärbung kein "goldener Abgang".
Ich würde die nehmen!
Und die hingen auch draussen noch ansehnlich!

Palatina wäre sonst super, hat aber des öfteren wegen Frostschäden enttäuscht, so auch bei mir an der Terrasse.

Der Rest an Sorten war ok., Muskat Bleu immer noch hervorragend, trotz Kerne und Haut. Das lange Erntefenster.

Katharina war optisch der Knaller, sonst nicht so.

Kischmisch war schön, wenn auch etwas klein an großen Trauben und pappsüß.

Dieses Jahr Reifezeiten verspätet und unregelmäßig.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 30. September 2010, 17:05:23
  1 Platz für Flora
2.Juliana
3.Viktoria(russ) (geplazt)
4.Livia
5.Mir
6.Sinelosij
7.Elegant swerhrannij
8.Serafimowskij (geplazt)
9.Piroschka
10.Himrod
11.Kischmisch lutschistij (geplazt)
12.Canadice
13.Maglisina
14.Irinka
15 Muskat Zaporozkij
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 30. September 2010, 21:38:02
@ Jacob
Kannst Du etwas zur Sorte Sinelosij sagen (wie russisch geschrieben)?
Was ist in Deiner Liste berücksichtigt: nur Geschmack oder Gesamturteil wie z.B. im Stutel?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 03. Oktober 2010, 16:11:18
Ich möchte Euch an meinen Beitrag 725 erinnern, in dem es darum ging, für welche Sorten Ihr Anbauerfahrungen der LWG Bayern wünscht. Ich möchte die Liste abschließen und an Hr. Engelhart schicken.

Also - bitte Eure Wünsche offen oder als PM an mich senden!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 05. Oktober 2010, 04:39:52
@ Jacob
Kannst Du etwas zur Sorte Sinelosij sagen (wie russisch geschrieben)?
Was ist in Deiner Liste berücksichtigt: nur Geschmack oder Gesamturteil wie z.B. im Stutel?

Eugen schau mal hin.
http://vinograd7.ru/forum/viewtopic.php?f=73&t=1940
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 08. Oktober 2010, 19:22:25
Galbena Nou:
Beste Sorte im Test, große,runde grün-gelbe Beeren, Spitzenklasse im Geschmack: würzig, kräftig Muskat, süß, Traube locker, keine Platzer, reift früh
Rosowij Tschudo
hatte kräftig angesetzt, aber durch ungünstiges Wetter während der Blüte stark verrieselt , Beeren sehr unterschiedlich in Größe: mittel bis sehr groß, wird jetzt erst leicht rosa, noch nicht reif, keine Platzer,
Victoria (Russland)
Schön aussehende Traube mit kräftig dunkelroten großen Beeren, Traube locker, aber auch hier ein Großteil der Beeren geplatzt, etwas verrieselt, Reife zeitig, Geschmack würzig, fruchtig, süß.

Galbena Nou:
ich kann mich nicht mehr genau an einen beitrag im Ukrainischen forum erinnern, reifen die beeren in der traube gleichmäßig?

Rosowoje Tschudo:
einige beeren sind nach dem dauerregen geplatzt, noch nicht reif.

Victoria (Russland):
war eigentlich favorietisiert für meine zukünftige pflanzung, aber platzende beeren ziehen die wespen magisch an...schade.

Pamiat Negrula ist reif. reifebeginn von Fanny und Katharina. K. wieder mit stiellähme (habe die Mg-düngung verpasst). Georg und Frumoasa Alba kommen dem reifetermin näher. die späteste sorte in diesem jahr ist M.Hamburg - hier wird es sehr knapp.

geschmacklich am besten sind heuer(abgesehen von M.Hamburg) unter den blauen sorten Festivee und Pamiat Negrula.
unter den hellen sorten sind Naranczizu und Garant führend, die außerdem lange am stock verbleiben können.
die größten beeren habe ich an Arkadia, FVR 7-9, Frumoasa Alba, Festivee und Piesnia festgestellt.

Gunnesch ist kandidat für die rodung. bei vollreife verschwindet der fremdton. leider sind zu diesem zeitpunkt keine verwertbaren trauben mehr vorhanden - wespen und platzende beeren.
erstmals seit 20 jahren war die freistehende Mitschurinski geschmacklich enttäuschend - wässrig und fuchsig.
als gewinner in diesem ungünstigen jahr haben sich Festivee und Naranczizu erwiesen.

[td]

Fanny 03.10.

[/td]
[td]

Festivee 03.10.

[/td]
[td]

FVR 7-9 03.10.

[/td]
[td]

Georg 03.10.

[/td]
[/table]

[td]

M.Hamburg 03.10.

[/td]
[td]

Naranczizu 03.10.

[/td]
[td]

Pamiat Negrula 03.10.

[/td]
[td]

Rosowoje Tschudo 03.10.

[/td]
[/table]

Ich möchte Euch an meinen Beitrag 725 erinnern, in dem es darum ging, für welche Sorten Ihr Anbauerfahrungen der LWG Bayern wünscht. Ich möchte die Liste abschließen und an Hr. Engelhart schicken.

die Wolf-sorten Stefanie, Christina, Anja, Moritz, Nicole und Heike würden mich interessieren, weiterhin Wostorg, Galbena Nou und Vera.
der foxton wird ja unterschiedlich wahrgenommen oder vermutet - was sagen die experten diesbezüglich zu Vera.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 08. Oktober 2010, 21:49:14
@werner987

Deine Trauben sehen für dieses Jahr gar nicht schlecht aus. Wie war Dein Spritzprogramm?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 08. Oktober 2010, 23:13:12
je nach anfälligkeit habe ich 2 - 4 mal verd. milch angewendet. an Georg und Garant wurde nur die traubenzone 1 mal gespritzt.
behandlungen gegen pero nehme ich schon seit jahren nicht mehr vor. in diesem jahr wären sie zweckmäßig gewesen, besonders Mitschurinski war betroffen. die jungreben spritzte ich 2 mal mit braunalgenextrakt (stärkungsmittel mit leichter pero-nebenwirkung).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: avz am 09. Oktober 2010, 17:52:45
was für ein mischungsverhältniss benutzt du mit der milch? hilft das wirklich und wie/warum? wann, wogegen und was (blätter/trauben) spritzt du?

ich hab zwar jeweils eine regent, phoenix und königliche esther, aber lasse sie nur an der hauswand wachsen. leichte ansätze von mehltau sind immer mal wieder zu erkennen.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 09. Oktober 2010, 19:07:47
@werner987

Für Dein Spritzprogramm sehen Deine Trauben sehr gut aus. Bedingt durch das verregnete Wetter hatte ich dieses Jahr massive Pilzprobleme aller Art, insbesondere Botrytis, Große Mengen Wespen und ein paar Amseln haben kräftig geholfen. Dabei habe ich bis auf Rhea nur pilzfeste Sorten und gerade Rhea steht noch ganz gut.

Dabei habe ich etwas "engagierter" als Du gespritzt, aber für dieses Wetter eben zu zurückhaltend. Gegen Botrytis habe ich zweimal mit Teldor gespritzt, aber die Wirkung war enttäuschend. Nächstes Jahr nehme ich Switch.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 09. Oktober 2010, 20:54:48
Ich kann Dietmar nur zustimmen: für Tafelreben war in meiner Ortslage (Sachsen) dieses Jahr das ungünstigste seit denkbarer Zeit. Vor allem der letzte einwöchige Dauerregen führte mehr oder weniger zum Platzen der meisten reifen Trauben (die zeitigen Sorten waren zum Glück schon ohne Probleme geerntet).
Von den Betroffenen waren Druschba, Galbena Nou, Kings Ruby, Jakobsberger, Festivee, Birstaler Muskat, Pölöskeier Muskat noch akzeptabel, ebenso Spätsorten wie Trollinger, Ganame, Rosowi Tschudo, Angela, Moldawa, Sophie. Hervorragend ohne jede Schäden Original (Original ist aktuell noch nicht rosa, aber trotzdem schon essbar süss).
Stark betroffen waren auch bisher immer stabile Sorten wie Gutedel (!), Orangentraube, Century, Ontario, Pamiat Negrula...
Total versagt haben durchweg alle Franzosen.
Ich bin am Überlegen, zukünftig bei ähnlichen Situationen behelfsmäßig Regenschutz einzusetzen. Hat jemand Erfahrungen?
@ Werner987
Das beste Mittel gegen Vögel und Wespen ist immer noch das Anbringen von Beuteln, das Hängenbleiben bis Vollreife ermöglicht. Bei mir am Waldrand für besonders wertvolle Trauben unentbehrlich. Ich nähe die Beutel selbst aus Fenstergaze (Glasfaser).
Galbena Nou ist bei mir übrigens gleichmäßig ausgereift, Beerengröße (erste Ernte) etwa 5g, einschl. einiger weniger kleinen Beeren.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Bernd K. am 12. Oktober 2010, 23:11:14
Hallo Zusammen,

bin neu in diesem Forum und wohne in Karlsruhe. Hervorragend getragen - trotz schlechtem Wetter und ohne jegliche Spritzung - hat bei mir dieses Jahr wieder Festivee. Auch gesund blieb Suffolk red, allerdings bleiben bei mir immer die Beeren sehr klein. Ein Totalausfall war dieses Jahr Suzi (nicht ausgereift).

Gruß

Bernd
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 13. Oktober 2010, 08:35:41
Hallo! Wer mir eine PM mit seiner email-Adresse schickt, erhält von mir eine vorläufige Auswertung des Tafeltraubentages 2010.
Welches Dateiformat wünscht Ihr: xlsx, xls oder pdf? Bei der Konvertierung kann es zu geringfügigen Qualitätseinbußen gekommen sein.

Ich bitte die Empfänger der Auswertung, diese Daten nicht zu veröffentlichen bzw. weiter zu verbreiten, da ich der LWG nicht ins Gehege kommen will. Die LWG veröffentlicht die Auswertung voraussichtlich im Dezember auf neu gestalteten Tafeltraubenseiten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 13. Oktober 2010, 21:36:55
@kemoli

Du hast Deine email-Adresse vergessen. Ohne diese kann ich Dir die Datei nicht zusenden.

____________________________________________________

Sollte jemand Probleme haben, die Datei zu öffnen, bitte Rückinfo.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: kemoli am 13. Oktober 2010, 21:56:19
Dietmar
habe meine email adresse geschickt,danke
finde diesen forum wirklich toll...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 14. Oktober 2010, 08:11:13
@kemoli

Ich begrüße Dich in diesem Forum und hoffe, dass Du viel Freude hast und auch eigene Beiträge postest.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 15. Oktober 2010, 00:24:58
 Wer kann mir helfen? Im dieses Jahr fast alle meinen Reben stehen mit Oidium und Pero anfälig. Was für Mittel kann ich verwenden schon im Herbst? Ich habe merere Mittels gekauft und benutzt bis zu Mitte Juli , dann mit Wartezeit unmöglich. Meine Einjärige - Garold, Krasotka, Blestjastschij, Ksenija,Tason,Anjuta,Wodograj, Gurman, Liwija - noch nicht krank, nur ganz seltene Blätter nicht in Ordnung. Mit welche effektiwe Mittel kann ich spritzen, um Kleinen nicht zu beschädigen( noch nicht gut verholzt) und dabei Krankheiten zu beseitigen. Und was im Früling muss ich machen, dass gesund sie austreiben? Ich spritze mit Cupfer for dem Knospenausbruch. Gibt s noch Mittel mit Eisen, aber weis nicht wo finden. Danke voraus.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 15. Oktober 2010, 12:01:19
Fragen an die Gewächshauswinzer:

1. Irgendwie kommen mir die angebotenen Gewächshäuser für den Tafeltraubenanbau zu niedrig vor (Seitenhöhe meist nur um die 1,6 m). Welcher Gewächshaustyp wäre geeignet? Anbieter? Internetadresse? Glas oder Kunststoffscheiben?

2. Welche Erziehungsform ist für das Gewächshaus sinnvoll?

3. Was muss man sonst noch bei der Wahl bzw. dem Kauf eines Gewächshauses für den Tafeltraubenanbau beachten?

4. Gibt es Besonderheiten zum Anbauregime zu beachten?

5. Um wieviel Wochen verkürzt sich in etwa die Reife? (wichtig für Sortenwahl)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 15. Oktober 2010, 16:27:07
Hallo Dietmar,

ich glaube, bei diesen Gewächshaus-Typen könntest Du dich austoben

http://www.poppen-gmbh.de/produkte.php

http://www.kammlott.info/46.0.html

http://www.gamoni.de/gewaechshaeuser/gewaechshaeuser-rion/rion-pl40-prestige-serie-alles-inklusive.html

http://www.gewaechshaus-goermann.de/vario-i.html

Gruß Sandor

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 15. Oktober 2010, 19:18:19
Hallo Dietmar
Tafeltrauben im Gewächshaus anbauen ist völlig anders als im Freien oder mit einer Überdachung. Ich betreibe den anbau seit 6 Jahren auf 2000 qm und muss immer noch neue Erfahrungen machen.In jedem Jahr treten neue oder alte Probleme auf,sei es wie im letzten Jahr die wespenplage oder in diesem Jahr der verspätete Oidium befall.Du solltest auf keinen Fall das Gewächshaus zu niedrig bauen, seitliche Höhe der Rinnen mindestens 2,20 mtr.Wenn alles zu klein ist und das Haus zu niedrig bekommst du nur Probleme mit Pilzkrankheiten,da helfen auch die PWI Sorten nicht.Sehr wichtig ist vor allem die Sortenwahl.Ich bin bis heute ständig am ausprobieren.Zur Zeit stelle ich auf Tonia, Jana, Leon, Red Globe um.Arkadia und Juliana werde ich belassen. Meine Hauptertragssorte ist im Moment Laekemont. Du kannst dir ja mal den Anbau in Holland im Internet ansehen da mit du überhaupt einen Eindruck von Tafeltraubenanbau im Gewächshaus bekommst.Wenn Du noch Fragen hast bitte melden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 15. Oktober 2010, 19:31:23
Hallo,

hier noch ein Bild der Sorte "JANA".

Viele Grüße

BriTrau
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 15. Oktober 2010, 19:38:42
Hallo,

und hier noch ein Bild der Siegertraube "TONIA" des Tafeltraubentages in Veitshöchheim.

Viele Grüße

BriTrau


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 15. Oktober 2010, 20:15:13
@britrau

Tolle Bilder!

Zitat
Du kannst dir ja mal den Anbau in Holland im Internet ansehen

Hast Du gute Links?

Zur Wespenplage:

Obwohl kalt und nass, hatte ich dieses Jahr eine enorme Wespen- und Hornissenplage, verbunden zusammen mit dem nassen Wetter mit Botrytis als Folge. Ich hatte viele Wespenfallen aufgehangen, die in kürzester Zeit voll waren. Trotzdem bevorzugten viele Wespen die meist noch unreifen Trauben, anstatt das süße Lockmittel. Ich hatte auch Ärger mit Vögeln (Amseln), die fast alle kleinen Beeren wegpickten, die nicht schnabelgerechten großen Beeeren jedoch hängen ließen.

Ich dachte, der Vogel- und Wespenplage könnte man mit einem Gewächshaus Herr werden, wenn dieses wespendicht ausgeführt ist und alle Belüftungsöffnungen mit Gaze verschlossen sind?

Der Hauptgrund für das Gewächshaus ist jedoch die Klimaabkühlung der letzten 5 Jahre. Viele Sorten werden bei mir nicht mehr reif, nur noch frühe und sehr frühe und das, obwohl ich am Rande eines Weinbaugebietes wohne. Zudem sind die Winter deutlich kälter geworden, so dass immer wieder Reben ganz erfrieren oder zumindest bis zur Veredelungsstelle zurück, selbst relativ harte osteuropäische Sorten. Mit dem Gewächshaus verbindet sich die Hoffnung, dass ich zumindest Temperaturen unter -15 °C vermeiden kann.

Ich habe noch eine ausgefallene Frage: Reben bekommen doch sehr tiefe Wurzeln, z.B. ab dem 3. Pflanzjahr. Das Grundwasser bei mir ist je nach Jahreszeit ca. 1,5 ... 2,5 m tief. Muss man da bei älteren Reben überhaupt noch bewässern?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 15. Oktober 2010, 20:18:04
@britrau

Sehe ich das auf dem Bild richtig - Du praktizierst im Gewächshaus eine T-Erziehung?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Zwiebelchen am 15. Oktober 2010, 20:36:14
Ich benötige mal Eure Fachkompetenz.
Wir sind letztes Jahr nach Schwaben gezogen. An der Veranda wachsen 2 Weinstöcke, sicher schon so an die 10 Jahre. Sie tragen eine Unmenge von blauen Trauben. Wir wohnen 500 m hoch also nicht mehr im Weinanbaugebiet. Die ersten Trauben sind unter dem Verandadach schon Mitte August reif. Die Trauben sind dunkelblau mit hellem Fruchtfleisch, sehr dünnschalig und mit wenig Kernen. Der Wein wird nicht gespritzt und auch wenig zurückgeschnitten und soll nach Aussagen der Vermieter jedes Jahr so kräftig tragen.
Laut den Beschreibungen habe ich an die Sorte Königliche Esther gedacht. Kann sie es sein oder gibt es andere Vorschläge?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 15. Oktober 2010, 20:36:43
Hallo Dietmar
Der Anbau meiner Trauben ist in Pergolarform. Eine Rebe deckt jeweils 9 qm. = 3x 3 mtr. alles andere wäre zu dicht, hier noch mal der hinweis auf Holand, zu finden unter Westlandse Druif bei Googl.


MfG Britrau
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 15. Oktober 2010, 21:47:02
@britrau

Ich habe mir gerade diese Internetseiten angesehen. Ich bin richtig neidisch. Aber Holland hat eben viel mildere Winter als Dresden - eigentlich gar keine richtigen Winter. Da ist auch die Heizung von Gewächshäusern viel billiger und die Vegetationsperiode viel länger.

Und Erfahrungen im Gewächshausanbau hat Holland unheimlich viel. Schließlich kommt ein großer Teil unseres Gemüseangebotes von dort. Es muss auch viele Baumschulen und sonstige Zuchtbetriebe geben, da vieles in unseren Gartenmärkten ebenfalls aus Holland kommt. Leider ist das meiste davon unseren Wintern nicht gewachsen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 16. Oktober 2010, 19:44:02
Ein kurzer Rückblick auf das Weinjahr:

Mein Frühburgunder hatte das erste Mal (steht schon 7 Jahre) Oidium. Aber gleich so heftig, dass ca. 90% der Ernte verloren waren. Vom Rest haben sich die Wespen 8% geholt. Selbst den zwischenzeitlich angebrachten Schlauchverband haben sie durchgefressen. Die 2% waren sehr gut.

Der Oidium-Druck war so groß, dass meine benachbarte Muscat bleu und meine Festivee massiv befallen wurden. Die letzten Muscats sind gar nicht mehr reif geworden. Hab's einfach zu spät bemerkt. Werde es nächstes Jahr mal mit verdünnter Milch versuchen, weil sicher auch eine Menge Sporen überwintern.

Überhaupt Wespen. Hier habe ich die Theorie, dass die dieses Jahr deshalb so schlimm waren, weil es ohnehin ein schlechtes Obstjahr war. D.h. die mutmaßlich gleiche Menge Wespen wie im Vorjahr musste sich auf weniger Ost verteilen. Das Ergebnis haben wir gesehen. Sogar grüne Trauben bei den Blauen wurden nicht verschont.

Druschba hat noch nicht getragen, aber ohnehin ziemlich gekümmert. Scheint eine Mimose zu sein. Helena hat ein paar Träubchen gehabt - wunderbar. Gänsfüßer, Venus und Karmel waren noch im ersten Jahr. Wachstum war gut, hatten halt leider noch keine Trauben. Vielleicht kann ich nächstes Jahr berichten. Mir ist im dritten Jahr an einem nicht optimalen Standort (Bauschutt im Untergrund) und hat schöne lange Triebe ausgebildet. Das wird nächstes Jahr bestimmt was.

Galanth war top. Drei Trauben, alle gesund. Kann es sein, dass der (zarte) Muskat-Geschmack bei Vollreife verschwindet?

Mitschurinski war zuverlässig und auch geschmacklich sehr gut. Wird wohl zu einem meiner Lieblinge.

Im Frühjahr habe ich mir einen Blauen Bernburger abgeholt. Leider war er weit runter gefroren. Er hat zwar an der Veredelungsstelle noch ausgetrieben, aber bin mir nicht sicher, ob es sich um die Unterlage oder die Sorte handelt.

Sehr gut angesetzt hatte Regent, er bekam aber dann ebenfalls Oidium, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. Es dauert lange und man muss Geduld haben, bis die Traube wirklich schmeckt, dann wird sie aber schön süß. Nur die etwas zähe Haut stört. Leider aber die Wespen nicht.

Nächstes Jahr kann es eigentlich nur besser werden. Jetzt hoffe ich auf einen nicht zu scharfen Winter. Zwar sagt eine Langfirstprognosen auf donnerwetter.de eher das Gegenteil ("Russische Meteorologen erwarten sogar einen extrem kalten Winter"), aber ich verlass mich mal auf jene, die da sagen, dass diese Langfristprognosen viel zu unsicher sind. Wir werden sehen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: kemoli am 16. Oktober 2010, 21:55:09
habe die erdbeertraube seit 11 jahren,wieder gesund wie immer,venus erste mal
getragen,anfang september reif,gelber augusteller und bianca ende august,georg erste mal ertrag,mitte september reif,romulus und perle von zala nicht reif geworden,pölöskei ende september,nelly mitte september,

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 16. Oktober 2010, 21:59:51
@botaniker
Zitat
...Mein Frühburgunder hatte das erste Mal (steht schon 7 Jahre) Oidium....

heißt das, daß die sorte bei dir ohne jeden oidiumschutz so lange befallsfrei war?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: kemoli am 17. Oktober 2010, 12:58:09
erdbeertraube seit 11 jahren ohne oidiumschutz kein befall
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: kemoli am 17. Oktober 2010, 13:04:52
könnte mir einer sagen,wo ich die kernlose "TONIA" kaufen kann?DANKE....
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 17. Oktober 2010, 13:07:21
Hier bekommst du sie:

http://www.kimmig-reben.de/
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 17. Oktober 2010, 13:56:17
@max

ja, genau deshalb habe ich übersehen, dass ich bei den ersten Symptomen schneller reagieren hätte müssen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 17. Oktober 2010, 22:49:10
gegen 22.00 uhr habe ich 1 grad wärme draußen gemessen.
über nacht werden die blätter der ungeschützt stehenden reben vermutlich erfrieren - der himmel ist wolkenfrei.

Georg ist hier ab dem 15. oktober genußreif geworden - kerngesund. :D
an Frumoasa Alba und Garant breitet sich botrytis aus - zeit zum ernten. F.A. fehlt noch ein quentchen süße, ggf. werde ich sie an einen besseren standort umsiedeln müssen.
nachdem bereits im vergangenen jahr die reife von M.Hamburg gerade noch erreicht wurde sieht es momentan bescheiden aus. ich kann nur hoffen, daß die blätter im schutz der hauswand noch einige zeit ihre arbeit verrichten können.
ohne qualitätsverlust hängen noch einige trauben von Festivee und Naranczizu an den rebstöcken. 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 22. Oktober 2010, 09:16:03
Wer hat Reben: Velika, Elma, Eva, Afrodita? Und wenn sie schon tragen, könnten sie bitte Geschmack beschreiben und Resistenz?
Danke.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. Oktober 2010, 22:08:36
Nun ist die Saison praktisch vorbei. Es war ein mieses Tafeltraubenjahr. Ein langer, kalter Winter, ein verregnetes Frühjahr, ein Hitzeperiode und dann eine lange verregnete und kühle Witterung ab Sommermitte.

Pero, Oidium und insbesondere Botrytis, unterstützt durch Platzen der Beeren und Wespen - die Welt der Tafeltrauben ist durcheinander gekommen. Manche Sorten konnten dem konzentrierten Übel halbwegs trotzen, aber manche Sorten, von denen man es nicht erwartete, haben dieses Jahr total versagt.

Meiner Meinung nach ist es an der Zeit, unsere Erfahrungen auszutauschen.
 Welche Sorten kamen wie mit den Widrigkeiten zurecht? Welche Maßnahmen leitet Ihr aus den gemachten Erfahrungen für das nächste Jahr ab?

Ich schlage vor, dabei auf die Anbauweise, z.B. Freistehend, Überdachung, Gewächshaus usw. einzugehen.

Ja, ich war überrascht zu hören, dass es auch Probleme im Gewächshaus gab. Manche Sorten eignen sich fürs Gewächshaus und manche machen große Probleme, z.B. Platzen der Beeren.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 23. Oktober 2010, 12:18:13
Ich hab ja nicht so viele Trauben. Ort ist Norddeutschland.
- Himrod, am Gartenschuppen (= nicht überdacht, aber Wand im Rücken): Gesund, Trauben wurden reif, allerdings sehr spät
- Muskat Nay, freistehend. Gesund, gut getragen, wurde aber nicht reif, Trauben groß, sauer.
- Gelber Augusteller, freistehend, gesund, hat aber nicht geblüht.
- Reform, Hauswand, gesund, hat nicht geblüht
- Pamiat Negrula: Pergola, gesund, hat nicht geblüht

Also: vom Blatt sind alle gesund geblieben, sind gut gewachsen. Die meisten haben aber nicht getragen. Die bekommen noch eine Gnadenfrist, aber wenn sie nächstes Jahr immer noch nicht blühen, fliegen sie raus.
Muskat Nay hat jetzt das 3. Jahr getragen, die letzten Jahre konnte ich nicht probieren, weil mein Sohn schneller war, dieses Jahr sind sie sauer und schmecken überhaupt nicht. Muskat war nicht zu schmecken. Die Beeren sind recht groß, haben aber auch große Kerne. Wenn sie mir nächstes Jahr nicht schmecken, muss sie auch gehen.
Ich habe jahrelang Päppelpflanzen, Pflanzen, die mir nicht gefallen, usw. behalten - inzwischen habe ich die Nase voll.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: neckartaler am 23. Oktober 2010, 18:13:48
Erst mal Hallo und ein Lob an das Forum - wirklich toll.

Ich plane im Frühjahr eine Neupflanzung von Tafeltrauben (Südwand, Pergola/Galerie, wahrscheinlich 2 weiß, 2 blau). Nun habe ich zwar schon öfters gelesen, daß Muscat Garnier die bessere Muscat bleu sein soll, nur finde ich keine Bezugsquelle für die Rebe. Kann mir jemand sagen, wo ich die kaufen kann?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 23. Oktober 2010, 18:44:56

Meiner Meinung nach ist es an der Zeit, unsere Erfahrungen auszutauschen.
 Welche Sorten kamen wie mit den Widrigkeiten zurecht? Welche Maßnahmen leitet Ihr aus den gemachten Erfahrungen für das nächste Jahr ab?

Ich schlage vor, dabei auf die Anbauweise, z.B. Freistehend, Überdachung, Gewächshaus usw. einzugehen.


also:
Standort: Nordtirol

Muskat Bleu: Südwand, rel geschützt: gesund in jeder hinsicht, ernte 10.9. perfekte reife
Esther: freistehend, gesund, Ernte: 24.9., perfekt reif und aromatisch, herrlich
Gutedel weiß: nicht gespritzt wie schon in den letzten 12 Jahren, heuer Totalausfall, Oidium, Pero ohne Ende, werd ich ganz zurückschneiden und doch ein Minimalprogramm fahren im nächsten Jahr
Lidi: freistehend, nicht ausgereift, abgerntet heute, kaum Süße, schade

hab heuer einige spätere sorten gepflanzt (Frumoasa, pölösky muskotaly, juliana) und weiß nicht ob ichs bereuen soll...aber es kann ja nicht jedes jahr so sein wie das heurige
gruß aus tirol
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 23. Oktober 2010, 20:30:01
Nun habe ich zwar schon öfters gelesen, daß Muscat Garnier die bessere Muscat bleu sein soll, nur finde ich keine Bezugsquelle für die Rebe. Kann mir jemand sagen, wo ich die kaufen kann?

willkommen im forum!
meinen M.Garnier hatte ich von dort bezogen:

Hermann Jäger
Rheinstr. 16
55437 Ockenheim
Tel.: 06725-2330
email-Adresse (des Sohnes): jaegerwein@web.de


hab heuer einige spätere sorten gepflanzt (Frumoasa, pölösky muskotaly, juliana) und weiß nicht ob ichs bereuen soll...aber es kann ja nicht jedes jahr so sein wie das heurige
gruß aus tirol
herbert

der golfstrom ist ein bedeutender klimafaktor in europa, momentan hat er sich um ca. 30% abgeschwächt.
es könnte erneut ein kalter winter bevorstehen. Österreich liegt aber etwas weiter vom einflußgebiet dieser warmen meeresströmung entfernt als Deutschland...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 24. Oktober 2010, 02:08:51
@mutabilis
Wenn schon Himrod sehr spät reif wird bei dir, dann wird Pamiat Negrula im Dezember reif. ;D
Besser wird Wostorg sein,oder Muramez.
Wostorg für kalte klima,sommer deutlich besser.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 24. Oktober 2010, 09:50:13
Na, ich hoffe, der nächste Sommer wird besser.
Eigentlich sind wir klimatisch nicht sooo benachteiligt. Aber der Sommer dieses Jahr fand 3 Wochen im Juli statt. Danach hatten wir Temperaturen bis max. 24 Grad (im August!), meist dümpelte es bei 20 Grad herum mit sehr wenig Sonne, oft Regen. Es war ein mieses Jahr für alle beteiligten.
(die Rosen haben kaum nachgeblüht, stehen schon lange nackt da, die Stauden haben sich in kürzester Zeit im Juli verausgabt, waren dann nur noch grün und jetzt im Herbst blüht es auch nicht üppig. Die Dahlien sind nicht in die Puschen gekommen, Gladiolen kamen erst Anfang September, und erntetechnisch war es ja auch nicht spektakulär.)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 24. Oktober 2010, 19:23:39
mit richtigem pflanzenschutz, laubarbeiten zur rechten zeit, förderung der lockerbeerigkeit und etwas glück konnte man auch in diesem jahr gesunde trauben erzeugen, wenn auch in geringer menge.
hier sind meine von gestern früh, kurz vor der lese.
trauben:reif aber hohe säure, fast keine botrytis, mittlere süße.
ergibt evtl. einen wein mit langer reifezeit.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: caro. am 24. Oktober 2010, 21:58:37
Ich habe noch eine frühreifende Sorte die nicht abgeerntet ist an einer Ostwand.
Sauer sind die Träubchen jetzt nicht mehr - reif aber auch nicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 24. Oktober 2010, 22:09:18
Hat jemand von euch die Sorte Attila, wenn ja würde gern ein paar Edelreißer haben übernehme auch die Versandkosten.
Viele Grüße Matthias
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 02. November 2010, 17:37:35
Hallo

Wer hat schon mal mit Pflanzenstärkungsmitteln gearbeitet u.a. mit "Phosfik"
und hat Ehrfahrungen damit gemacht. Mich würde auch die Aufwandmenge sehr interessieren?

Grüße aus dem Münsterland und es wird alles nur besser!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 02. November 2010, 20:32:17
Phosphit soll 0,75 %ig gespritzt werden, d.h. 37,5 ml pro 5 l Wasser.

Ph. ist ein nicht übermäßig starkes Mittel gegen Pero.

Geeignet bzw. positiv:

- geringer Befallsdruck
- relativ trockenes Wetter
- keine Wartezeit, also einsetzbar, wenn andere Mittel nicht mehr möglich sind
- Piwis
- ca. 1 Woche Schutz an Stellen, die tatsächlich gesprüht wurden. Trocken gebliebene Stellen sind nicht geschützt
- geeignet für unter Dach und im Gewächshaus, da dort der Befallsdruck für Pero niedrig ist und kein Regen abspült

Problematisch:

- bei nicht-Piwis und hohem Befallsdruck (zu schwach)
- Regen spült Schutzschicht ab, d.h. nach stärkeren Regen muss erneut gespritzt werden - daher nicht geeignet für längere Regenperioden
- ist nicht systemisch
- weniger geeignet in niederschlagsreichen Gebieten


Ich setze deshalb Phosfit nur im Monat vor dem Reifetermin ein, wenn nichts anderes mehr geht. Dann ist Ph. und Molke besser als gar nichts. Ph. wirkt zwar bei jungen Blättern besser, also in der ersten Vegetationshälfte, aber da ist es für meine Erfahrungen zu schwach im Vergleich zu richtigen Spritzmitteln, die man da noch einsetzen kann.

Wer rein biologisch anbauen will, kann zuerst "Kupfer" einsetzen und in der letzten Zeit Phosfit.

Meines Wissens nach kann Phosfit mit Molke gemischt werden, auch mit Netzschwefel und Blattdüngern. In manchen Beiträgen liest man aber, dass Ph. nicht zusammen mit synthetischen Fungiziten ausgebracht werden soll, da es chem. Reaktionen geben könnte.

Molke gegen Oidium scheint nicht so leicht durch Regen abgewaschen zu werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 06. November 2010, 22:29:32
neben phosphit gibt es auch andere stärkungssmittel, die phosphorige säure (Phosphonsäure) enthalten.
die anwendung bis erbsengröße der beeren scheint erfolgversprechend, weil der wirkstoff in der hauptwachstumsphase über den saftstrom auch in die triebspitze transportiert wird.
mit nachlassendem wachstum (ältere blätter) sinkt anscheinend das aufnahmevermögen für phosphorige säure.

http://www.landwirtschaft-bw.info/servlet/PB/-s/i0ecm71fpv769p403lh54hs25mg0tns/menu/1167355/index.html
http://www.laimburg.it/de/pflanzenschutz/569.asp?redas=yes&somepubl_action=300&somepubl_image_id=183549

interessant wäre eine kostengünstige bezugsquelle, vlt. kennt jemand eine solche.
phosphorige säure wird in China in rauhen mengen hergestellt... ;)

http://www.ecvv.com/product/1825539.html
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 07. November 2010, 10:54:51
Hat jemand von euch die Sorte Attila, wenn ja würde gern ein paar Edelreißer haben übernehme auch die Versandkosten.
Viele Grüße Matthias

gestern hatte ich in einem benachbartem thread auf hood.de verlinkt und heute intensiver die seite betrachtet.
dort wird neben vielen anderen raritäten auch Attila angeboten.

"Lauras-Pflanzenvertrieb" ist vermutlich mit "PflanzenSpezl" identisch, auch unter eBay present...
die preise sind recht günstig - vlt. kann jemand seine erfahrungen mit diesem pflanzenversender mitteilen.

http://www.hood.de/auction/40088294/weinrebe-attila-vitis-vinifera-.htm
http://www.hood.de/browse/8113/obst.htm
http://pflanzenspezl.de/pflanzen/weinreben--24/sorten.html
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 08. November 2010, 17:19:51
@ Werner
Danke für den link, habe mir eine auf das Frühjahr bestellt.
Viele Grüße
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 11. November 2010, 10:14:52
Einige Sorten sind aktuell noch gut zu geniessen. Dazu gehört Ganame. Normalreife Mitte September, kann ohne Nachteile hängen, bis stärkere Fröste kommen. Voraussetzung ist Schutz gegen Vogelfrass (Netze oder Beutel).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 11. November 2010, 10:23:19
noch einmal Ganame
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Felix am 12. November 2010, 17:06:06
Hallo Werner987,

Pflanzenspezl ist übrigens nicht mit Lauras Pflanzenversand identisch. Es handelt sich lediglich um einen Großkunden der bei Pflanzenspezl bezieht.

Viele Grüße

Felix
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 12. November 2010, 23:05:09
@Felix

danke für deinen hinweis!
da die quelle jedoch in beiden fällen die selbe ist kann man mit vergleichbarem pflanzenmaterial rechnen.
habe eben die werbung von PflanzenSpezl in garten-pur entdeckt - vermute daher gute qualität.


@Eugen

Ganame wurde von dir mit weitgehend resistent beschrieben.
in diesem verkorksten weinjahr waren die reben besonders krankheitsgefährdet.
die anfälligkeit im vergleiche zu anderen sorten, der standort (freistehend oder geschützt) und dein evt. spritzprogramm wären für trauben-fans sicher interessant.
ich hoffe, wir können einige stille mitleser dazu bewegen, über ihre eigenen, guterhaltenen traubensorten zu berichten. ;)

an meinen rebstöcken hängen auch noch trauben - Georg, Festivee, halbreife M.Hamburg.
eine kleine traube von FVR 7-9 unterziehe ich ebenfalls einem haltbarkeitstest.
am 23. oktober waren bei mir noch folgende sorten verfügbar:



Weinlese 23.10.2010

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 25. November 2010, 18:52:12
Hallo Tafeltraubenfreunde

Wer hat schon mal "Magdalena" vertrieben von Ahrenz u. Sieberts ist blau und kernlos ausprobiert.


Gruß aus dem Münsterland Britrau
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 05. Dezember 2010, 09:22:26
Herr Engelhart von der LWG Bayern war so nett, mir und damit uns die diesjährigen Erfahrungen am Standort Stutel mit verschiedenen Tafeltraubensorten mitzuteilen. Dafür recht herzlichen Dank!
In diesem Jahr waren ja extreme Witterungsbedingungen. Er wies darauf hin, dass schon kleine Änderungen des Mikroklimas zu einer anderen Pilzanfälligkeit führen können. Es wäre nett, wenn Ihr Eure eigenen Erfahrungen mitteilt (inklusive Anbauweise und Spritzprogramm).

Hier die Erfahrungen aus Stutel bei Würzburg:

zum Tafeltraubenanbau in Veitshöchheim kann ich Ihnen folgende Erfahrungen berichten.

Der kalte und feuchte Mai, sowie der extrem nasse August (mit über 200 mm Niederschlag) hat dem noch recht jungen Tafeltraubenanbau die Grenzen aufgezeigt.
Seit 2 Jahren praktizieren wir Bio-Pflanzenschutz und wollen ihn auch in Zukunft beibehalten, weil wir nur mit Bio-Tafeltrauben sehr gute Marktchancen in Deutschland haben.

Im Freilandanbau haben sich Muscat Bleu und Venus als beste blaue Sorten bewährt. Bei den weißen Sorten sind die besten Sorten Birstaler Muskat und Fanny. Palatina hat sich wegen Spätfrostschaden verabschiedet. Drusba ist ein neuer Hoffnungsträger, die Sorte muß aber noch mehrere Jahre geprüft werden.

In der Überdachung (= geschützter Anbau), funktionierten folgende Sorten ausreichend gut: Tonia, Kischmisch, Evita, Franziska, Sophie, Ontario, Arkadia.

Nun zu Ihrer Sortenliste:
MARAMITZ: uninteressant, frühreif, frostempfindlich, pilzanfällig
KISCHMISCH: wir haben nur Kischmisch lutzisti, kernlos, rosa Beeren, Anbau nur unter Dach als Premium-Tafeltraube.
WOSTORG: uninteressant, frühreif, verrieselt, pilzwiderstandsfähig.
MUSKAT LETNI: wird noch geprüft, pilzanfällig, mittelfrüh, Muskatgeschmack
STEPHANIE: nach unserer Erfahrung keine Verbesserung zu Fanny, wird noch geprüft.
CHRISTINA: neue Sorte von Wolf, wurde 2010 gepflanzt und wird noch geprüft
VERA: blau, mittelspät, pilzwiderstandsfähig, wird noch geprüft.

Interessante Neuheiten:
EVITA: von Wolf, kernarm, unter Dach i.O., wird noch im Freiland getestet
SOPHIE: von Wolf, feste Schale, Reife kurz vor Fanny, wird noch geprüft
FRANZISKA: von Wolf, später reif als Fanny, wird noch geprüft
DRUSBA: mittelfrüh, pilzwiderstandsfähig, Muskatgeschmack, wird noch geprüft.
ONTARIO: hat größere Beeren als die Schwestersorte Festivee, pilzwiderstandsfähig, möglicherweise eine neutrale Alternative zu Muscat Bleu, wird noch geprüft.
ILLICZEWSKYI: blaue kernlose Sorte, pilzanfällig, Anbau nur unter Dach, wird noch geprüft.

Zum Wespenproblem:
Wespenfallen funktionieren nur unzureichend und "ATTRAFALL" wird nicht mehr vertrieben. Seit 2010 setzen wir Wespennetze ein von "Agroflor", und installieren jetzt ein neues Schutzsystem zum Aufrollen: "whailex".
Wespennetze halten auch einen Teil der Niederschläge ab und die Pflanzenschutzmittel kommen durch die Maschen. Die mit Wespenschutznetze eingehüllten Muscat Bleu waren die schönsten! Schöner noch als die unter der Überdachung.

Zum Thema Klimadaten:
Seit 33 Jahren arbeite ich in der Rebenzüchtung und halte eine Sortenanbauempfehlung auf Grund von Klimadaten für unpraktisch. Die Durchschnittsdaten der Klimaforschung sagt nichts über die Extreme im Mikroklima! Im Jahr 2000 hatten wir den ersten massiven Pero-Befall bei Regent... es war eine Tallage. Der gleiche Regent 200m entfernt in einer Berglage hatte nur wenig Pero. D.h. die Pilzwiderstandsfähigkeit ist abhängig von der Sorte und vom Mikroklima!
Mit spätreifen Sorten muß man Erfahrung sammeln im Versuchsanbau... Fanny funktioniert nur im Weinbauklima. Frumoasa Alba reift auch bei uns nicht jedes Jahr aus. Sorten wie Original oder Straschiynski funktionieren bei uns nur im Folienhaus.

Bei unserem Tafeltraubentag im September 2011 wollen wir ein Tafeltraubenforum anbieten, wo sich die Anbauer austauschen können und wo wichtige Themen diskutiert werden können. Dazu lade ich Sie herzlich ein.

Viele Grüße aus Veitshöchheim

Josef Engelhart


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 08. Dezember 2010, 20:09:34
@Dietmar

danke für die mitteilung deiner von herrn Engelhart erhaltenen informationen! :D

die genannten erfahrungen sind eine wertvolle entscheidungshilfe. schade daß nicht noch mehr eigenschaften der sorten erläutert wurden - das wäre im rahmen einer e-mail allerdings ziemlich aufwändig gewesen.
auf das dortige, zukünftige traubenforum bin ich gespannt. bisher liegt der schwerpunkt von fachforen mehr auf keltertrauben.
so wie es ausschaut, werden erfahrungsberichte von rebenfreunden über neue sorten auch weiterhin interessant bleiben.
wie bereits früher betont ist nicht das klima allgemein, sondern das spezifische mikroklima vor ort entscheidend für die wahl und das gedeihen der traubensorten. außerhalb der weinbaugebiete sollte man den reben nach möglichkeit den wärmsten, verfügbaren platz auf dem grundstück zuweisen.

2010 gab es ein beachtliches manko an sonnenscheinstunden (viel bewölkung und regen), wodurch der vorteil des strahlungsgewinns an günstigen bzw. optimierten standorten nicht entsprechend deutlich wurde.
wer dieses jahr pech hatte sollte nicht gleich die flinte ins korn werfen.

der haltbarkeitstest meiner tafeltrauben wurde anfang dezember vermutlich von einigen amseln beendet.
in anbetracht der kalten witterung gönne ich ihnen den schmaus.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 08. Dezember 2010, 21:19:11
@Dietmar

Sehr interessante Informationen, die Du uns da zugänglich machst. Danke dafür.

@alle
Hat jemand Informationen zur Sorte:
ILLICZEWSKYI: blaue kernlose Sorte, pilzanfällig, Anbau nur unter Dach, wird noch geprüft.

Ich bin immer noch auf der Suche nach blauen kernlosen Sorten ohne amerikanischen Genanteil, möglichst frühreif.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 08. Dezember 2010, 22:07:14
auf einer Ukrainischen seite ist die sorte ILLICZEWSKYI beschrieben.
kernlosigkeit wird dort nicht erwähnt. ???

http://vinograd.info/sorta/vinnye/ilichevskii-rannii.html
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 08. Dezember 2010, 22:41:14
@Werner

Genau das ist die Frage. Auch hier wird mit keinem Wort die Kernlosigkeit erwähnt.
Kernlosigkeit wird auch hier nicht dokumentiert.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 09. Dezember 2010, 11:10:13
Ильичевский ранний:

habe diese von einem Freund aus Zgorzelec.
Bisherige Erfahrung: Trauben sind süß und schmackhaft, mittelgroß.Wächst sehr kräftig, ist robust und bringt gute Erträge. Beerenfarbe fast schwarz. Sie kann noch als zeitig angesehen werden. Ist stark anfällig für Vögel und Wespen.
Ich würde sie aber nicht als Tafelrebe ansehen: die Beeren sind klein und haben große Kerne.
Ich werde sie auf grund dieser Nachteile entfernen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 09. Dezember 2010, 11:12:01
Vorangehender Beitrag betrifft Illitschewski Ranni (offenbar wird kyrillisch nicht akzeptiert)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 26. Dezember 2010, 16:04:10
Hallo liebe Traubenverrückte,

in welchem Abstand werden Dornfelder und Regent im Freiland reif? Wer ist zuerst reif? Könnt Ihr was über Erfahrungen mit Anfälligkeiten der beiden Sorten gegen Mehltau sagen

Bin gespannt...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 29. Dezember 2010, 21:30:02
habe mich bei herrn Moelle aus Grano/Niederlausitz - rebenanbau am südhang - erkundigt:

die reife ist annähernd gleich. Regent kann etwas länger hängen (weniger botrytis) und ist auch widerstandsfähiger gegen mehltaubefall.
für eine sichere ausreife auf freistehenden reben sollte dein mikroklima entsprechend günstig sein.
lesetermine der letzten 3 jahre:

Dornfelder: 13.10.08   24.09.09   08.10.2010   
Regent: 10.10.08   29.09.09   11.10.2010

im zweifelsfall - beide sorten sollen zusammen einen guten cuvée ergeben. ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 31. Dezember 2010, 19:47:46
Habe Regent an einer Trennwand, Richtung Osten, etwas windgeschützt. Ist essbar etwa gegen Ende September, Anfang Oktober. Kann aber durchaus etwas länger hängen bleiben und wird eigentlich immer besser.

Mehltau: In den letzten 5 Jahren kein Problem, dieses Jahr zum ersten Mal Mehltaubefall. In folgender Liste http://forum.garten-pur.de/attachments/sortenliste4.txt (weiß aktuell nicht mehr, von wem die ist) wird von Schwäche auf Oidium gesprochen.

Auf ein gutes neues Rebenjahr 2011 - mit etwas weniger Feuchtigkeit und etwas mehr Wärme!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 01. Januar 2011, 12:17:17
dornfelder-regent

dornfelder hat v.a. schwächen was oidium angeht zum zeitpunkt abgehende blüte bis erbsengröße. das laub ist davon aber fast nie betroffen ( bei regelmäßiger sprizung).bei vollreife ist dann zeitige ernte angesagt weil die beerenhaut aufbricht und grauschimmel rasch um sich greift.

regent ist eher vom falschen mehltau gefährdet, da v.a. die gescheine! ansonsten recht pilzfest und stabiler zum lesezeitpunkt.

reife imho identisch.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 02. Januar 2011, 18:43:36
Ich danke Euch für die Antworten!!

Bei mir ist Regent ziemlich unproblematisch, ich finde die Traube und den Geschmack nur nicht so überragend. Auch der Ertrag ist eher mittel.
Dornfelder hingegen habe ich so in Erinnerung von der Weinlese an der Mosel, daß dort fast mehr blau als grün an der Pflanze zu sehen war, also super ertragreich. Der Geschack war auch besser als Regent. Zur Weinproduktion eignet er sich wohl auch besser. Die Farbe ist auch dunkler.

Wenn der Erntezeitpunkt etwa gleich ist, kann ich Dornfelder bei mir auch anbauen. Anscheinend muß ich nur mehr auch Pilzbefall achten.

Danke!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 02. Januar 2011, 19:29:47
@apfelfreund

dornfelder ist eine gute tafeltraube und auch weinbau-technisch regent überlegen .ich esse dornfelder auch sehr gern und bei guter ertragsregulierung ergibt er auch noch einen dichten schmackhaften wein.

regent hat einen etwas mir nicht favorsiierten eigengeschmack der v.a. unter 90 oechsle geerntet rauskommt.regent ist unkompliziert aber rankt sich kaum in drahtgerüst was mehrfaches heften oder einen etwas hängenden/liegenden wuchs nach sich zieht(verdichtungen).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Brocken am 06. Januar 2011, 13:12:49
Hallo Traubenfreunde,

wir wollen auf unsere Obstwiese einige Reben pflanzen- es ist ein Südhang, allerdings auf freiem Feld ohne Windschutz, 120 m ü. NN, Klimazone 7a, Harzvorland, Lehmboden.
Gibt es robuste geeignete Sorten, deren Anbau sich unter den Bedingungen lohnen würde?
Wir möchten Tafeltrauben pflanzen- möglichst verschieden Reifezeiten, mehr helle als dunkle Traube.
Vielleicht kann ja der eine oder andere Sorten empfehlen. Wir sind für jeden Tipp dankbar.
Vielen Dank

Brocken
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 08. Januar 2011, 17:43:56
die rebschulen Schmidt und Steinmann haben ein umfangreiches angebot an tafeltrauben, dort erhältst du einen ersten überblick.
die folgende polnische seite hat mächtig aufgerüstet, was sortenbeschreibungen anbelangt:

http://www.winorosl.pl/opisy-odmian-winorosli.html

für die auswahl der reifegruppe kann dir vlt. ein rebenfreund mit ähnlichen klimatischen verhältnissen auskunft geben, siehe Wein- und Tafeltrauben - Sonstiges.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 08. Januar 2011, 18:48:59
@werner987

Hast Du mal heraus gekriegt, welche Sorten bei winorosl tatsächlich im Angebot sind?

Wer weiß, was sich hinter dem Login (ganz unten) verbirgt?

Ich fand keine Möglichkeit zur Registrierung.

Ich habe mal die Beschreibung der Tafeltrauben grob durchgelesen. Mir fiel auf, dass die Pilzfestigkeit deutlich zurückhaltender bewertet wird als bei anderen Sortenbeschreibungen.

Auch die SAT-Werte sind z.T. recht hoch angegeben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 08. Januar 2011, 21:02:50
Ich habe mal die Beschreibung der Tafeltrauben grob durchgelesen. Mir fiel auf, dass die Pilzfestigkeit deutlich zurückhaltender bewertet wird als bei anderen Sortenbeschreibungen.

bei besonders optimistische einschätzungen von rebsorten neige ich dazu, meine eigenen grauen zellen zu benutzen. :o
denn sehr positive beschreibungen nützen i.d.r. mehr dem verkäufer als dem kunden.

die verfügbaren sorten in winorosl.pl interessieren mich auch.
 deshalb habe ich eine anfrage in googl-polnisch gemailt. ich bin gespannt ob ich eine antwort bekomme. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 08. Januar 2011, 22:24:26
Hallo Brocken,
Harz und Allgäu zählen nicht zu den klassischen Weingegenden.

Folgende Sorten wachsen oder wuchsen bei mir im Allgäu:
Solara, Glenora, Vanessa, Tonia, Venus, Einsett Seedless, Himrod, Juliana, Kodrianka, Primus und Millenium.



Tafeltrauben Beerenvergleich



Trotz mehrerer Spritzungen mit Pilzfrei Ectivo hatten 2010 alle Sorten vor allem mit dem falschen Mehltau zu kämpfen. Juliana und Tonia haben die meisten Blätter im August verloren. Massiv trat auch Stiellähme auf. Mal sehen was über den Winter kommt. Die Schulnoten für die Krankheitsanfälligkeit der Osteuropäischen Rebschulen sind nach meiner Erfahrung genauer als die optimistischen Einschätzungen vieler deutschen Anbieter.

Ich kann beobachten dass die Sorten mit amerikanischen Genen (Vitis Labrusca Hybriden) am widerstandsfähigsten sind. Sie besitzen allerdings den Foxton Geschmack (Erdbeergeschmack). Den mögen nicht alle Menschen. Venus, Einsett Seedless und Himrod dürften auch ohne Chemie auskommen. Dazuhin schmecken uns die 3 auch noch am besten.



Venus Trauben



Es gibt auch Hybriden bei denen der Foxton herausgezüchtet wurde. Als erstes ist hier die sehr robuste Muscat Bleu zu nennen. Solaris, Osella, Garant und Galant sind dazuhin noch frühreif, was in kühlen Jahren vorteilhaft ist.
http://www.wein-plus.de/glossar/index.html?Suchwort=muscat+bleu
http://www.wein-plus.de/glossar/Seyve-Villard.htm
http://www.wein-plus.de/glossar/index.html?Suchwort=solaris

Reben kosten kleines Geld. Probier einfach mehrere Sorten mal aus.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 23. Januar 2011, 11:33:22
Für Interessenten von Informationen zu Tafelreben aus Russland und Ukraine:
Nunmehr ist es möglich, das Informationsblatt "Datschnik" aus der Ukraine zu bestellen (bekannt durch die Rebsorte Jubilej Chersonskowo Datschnika/ JHD oder auch JuChD). Voraussetzung ist natürlich, Russisch lesen zu können.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 30. Januar 2011, 14:43:21
Die erste osteuropäischen Rebsorten sind in Frankreich angekommen. Bei Baumaux gibt es jetzt u.a. Kiesza-1 (Talizman). Bisher gab es höchstens mal einige ungarische Sorten.

@Eugen

Gibt es die Zeitschrift auch als Internetversion? Guggel und Konsorten können etwas besser Russisch als die meisten Traubenfreunde.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 30. Januar 2011, 17:35:33
Auch die Rebschule Boarmies, Elsaß, Frankreich http://www.boarmies.fr/
hat Talisman im Angebot. ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Ayamo am 01. Februar 2011, 22:17:35
Hat einer von Euch bei winorosl.pl angerufen?
Da ich selbst die Kodrianka, die für dieses Jahr auf der Pflanzliste stand, nicht mehr bekommen habe, hat eine (polnische) Freundin für mich dort angefragt. Der nette Herr Piontek sagte, da hätte schon vor kurzem ein Deutscher angerufen, man hätte sich aber nicht verstanden...
Daher gebe ich hier mal den Inhalt seiner Email-Antwort wieder:

AW: "Pamietam jego telefon ale nie moglis'my sie; dogadac'. Mam w kolekcji odmiany Kodrianka, Kodrianka 218 i Kodrianka Krasnaja, ..." ;D

Er hat nicht nur Kodrianka, sondern auch Kodrianka 218 und Kodrianka Krasnaja in seiner Sammlung. Man möge doch bitte auch die Sorten Arocznyj, Nadeshda Azos, Konsul in Erwägung ziehen, die geschmacklich ebenbürtig, aber robuster seien.

Er produziert in Containern 11x11x12, und zwar Stecklinge mit 2-4 Augen. Keine Veredelungen! er weiß, dass das in Deutschland ein Problem sein kann.

Außerdem ist der Anzucht- und Verkaufszyklus in Polen bzw. bei seinen Kunden anders: Hauptverkaufssaison ist Spätsommer/Herbst, die wollen kosten. Dh. im Frühling weiß er zwar, ob alle Stecklinge über den Winter gekommen sind, aber die Auswahl ist geringer.
Wer sich entscheidet, etwas zu bestellen, soll sich Anfang März wieder bei ihm melden.
Versand: ab 8 Stecklingen. Kräftige Stecklinge werden aus den Töpfen genommen und in Kunststofffolie eingewickelt auch in andere EU-Länder versandt. Bislang alles angewachsen.

Tja, selber bin ich jetzt am Schwanken. Vielleicht ist ein Urlaub im Herbst in der Gegend das Beste... ???

Einen schönen Abend,
Ayamo
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 09. Februar 2011, 10:58:38
Hallo,
ich schau hier auch mal rein :D
Habe mit einem Studium berufsbegleitend angefangen, deswegen nicht mehr ganz soviel Zeit 8)
Aber das Frühjahr naht und ich bin gespannt, wie es dieses Jahr bei den Reben weitergeht.
Bei Verständigungsproblemen bin ich gern behilflich, der Satz bedeutet: Er erinnert sich an den Anruf, aber man konnt sich nicht verständigen. Er hat noch im Angebot...
Ich würde nicht allzu lange mit der Bestellung warten, sonst it vieles vergriffen.
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: thogoer am 14. Februar 2011, 22:50:44
Hallo zusammen, ist der der Erdbeerton und der Foxton dasselbe? Vielen Dank.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: fips am 14. Februar 2011, 23:30:10
Zwar habe ich überhaupt keine Ahnung von Weinbau, aber dieser Artikel könnte wohl deine Frage beantworten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 03. März 2011, 03:50:23
Kodrianka 218 ist ein Klon von Kodrianka,angeblich im 4-6 jahr verisselt weniger als kodrianka.
Kodrianka krasnaja(rot) ist eine kreuzung.....
Nadezhda AZOC ist festfleischiger .
Konsul ist gleich Straschenskij.
Schmecken die alle wirklich wie Kodreanka?
Der Mann soll besser Garold, Galahad, Liwia, Lora, Sinelozij, Ljubimyj, Viktorija schicken.Das sind die sorten für Deutschland.
Sinelozij zumbeispiel war bei mir leztes jahr früher wie der Himrod und Solaris.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 03. März 2011, 10:16:43
Jarob, wann genau Sinelosyi war reif? Und wie gross sind Beeren?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 05. März 2011, 01:17:12
Vilu,mann sind das fragen....
Wenn der Solaris in Sibirien in Nowember reif wird,dann wird Sinelozij in Oktober reif.
Die grösse der Beeren ist auch relatiw,was ist gross und was ist klein?
Beerengrösse bei mir,so wie beim Wostorg oder Muramez.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 05. März 2011, 20:02:48
Hier die vorläufigen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter den Tafelrebenliebhabern in Russland/Ukraine.
Interessant für alle, die sich in Deutschland eine Rebe aus dieser Region zulegen wollen, ohne sich mit der Auswahl aus einer Vielzahl weiterer Sorten befassen zu müssen.

1.Arkadia
2.Troika von Krainov (die Sorten Victor, Preopraschenie, Jub. Nowotscherkasska)
3.Kischmisch Lutschisti
4.Lora
5.Liwia
6.Kodrianka
7.Talisman
8.Nadesda ASOS
9.Original
10.Straschenski
11.Superextra
12.Wostorg

Die Mehrzahl dieser Sorten ist inzwischen in deutschen Rebschulen erhältlich (siehe Bezugsquellen und Links Weinbau in diesem Forum).
Die oben angeführten Sorten sind alle längerfristig im Anbau und die Datenlage zu ihrer Einschätzung dürfte sicher sein, ebenso sollte es von Extremlagen abgesehen keine klimatischen Probleme in Deutschland geben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 05. März 2011, 21:39:18
Arkadia, Lora und Kodrianka haben schon außerhalb des Elbtales massive Probleme mit der Winterfestigkeit. In etwas wärmeren Regionen sind diese Sorten sicherlich gut geeignet. Ich werde jedenfalls nicht noch einmal Reben setzen, die nur ca. -20 °C aushalten.
Original wurde in den letzten Jahren trotz Standort an einer Mauer nie reif. Wostorg hat bei mir noch nicht getragen, noch zu jung.

Von Talizman habe ich eine Weiterentwicklung - FVR 7-9, die aber bei mir recht wuchsschwach ist. Vielleicht wird es noch.

Straschenski ist für meinen Standort wie Original zu spät reif.

Bei den anderen Sorten habe ich keine eigenen Erfahrungen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 05. März 2011, 21:52:46
Ich habe gerade den Rest der Sorten recherchiert: zu wenig winterfest oder/und zu spät reifend für meinen Standort. Für wärmere Lagen sicher nicht schlecht. Diese Kischmisch hat jedoch keine erhöhte Pilzfestigkeit - gibt besseres.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: vilu am 06. März 2011, 00:27:06
Hallo, Jakob. Hattest du in 2010 schon Trauben von Wostorg? Und wie hat Geschmack gefahlen?
Ich erwarte dieses Jahr Wostors erste Traube , auch von Liwia, Garold, Anjuta, Tason, Blestjaschij, Krasotka.
Und versuche gerade Edelreis von manche weiteren Sorten bewurzeln.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 12. März 2011, 01:35:40
Hallo vilu,
Wostorg ist ein klassiker,gehört in jeden Traubengarten genau wie der Muskat Blau auch.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. März 2011, 15:07:17
@ all

gute nachricht bei mir......... ich plane dieses jahr einen schaugarten anzulegen, lage weinstraße in der nähe neustadt an der weinstraße......... reife kein problem. es soll von ultrafrüh bis spät alles dabei sein was an sorten in einen schaugarten gehört. bin schon eifrig am sorten sammeln. geplant sind ca. 300 sorten mit je 2 stöcken wenn es geht aber alles noch offen. natürlich soll diese fläche besichtigbar sein und jedem interessierten offen stehen mit kostproben und veredlugen auf wunsch!! für sorten-spenden usw. bin ich äußerst dankbar. evtl mit eigenen wein als entschädigung, traubentag oder sowas auch wenn es zeitlich bei mir geht. auch die rufe nach einem forum für traubenanbau/tafeltrauben usw. kann ich evtl ab oktober/november angehen.


des weiteren bekomme ich die blattner sorten miela, lhea und tramina im mai nach viel mühe und noch mehr telefonaten. :) :D


@dietmar

kischmisch ist geschmacklich und optisch eine top sorte, ich schätze sie sehr und wüsste nicht was da an resistenten kernlosen sorten rankommt..........


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 12. März 2011, 17:43:10
@trauben-freund

Bist Du umgezogen oder pendelst Du wöchentlich ein paar Hundert km dorthin?

Kischmisch L. hat seine Vorzüge. Deshalb wird diese Sorte oft als Kreuzungspartner eingesetzt. Aber eine Pilzfestigkeit ist überhaupt nicht vorhanden und ohne harte chemische Keule geht da gar nichts. Wenn ich daran denke, welche Probleme letztes Jahr sogar die Piwis hatten ...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 12. März 2011, 19:27:59
Hey Traubenfreund, das sind tolle Nachrichten! Bitte berichte weiterhin über Dein Projekt, gerne an mich auch per PM, da ich nicht mehr so oft hier bin und jeden Beitrag mitbekomme.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 13. März 2011, 07:55:54
@ apfelfreund

kann ich machen!


ich wohne dann auch dort zwecks studium:)

@dietmar

bei mir hat sich patrizia und amelie als sehr frostfest erwiesen, keine augenschäden bei den jungpflanzen. auch von sirame habe ich ähnliches gehört. galanth und garant sowie mitschurinski und piros delaware hatten auch so gut wie nie irgendwelche augenschäden. delrho hat trotz keinerlei resistenz weniger befall als phönix oder regent bei nullspritzung und tolle frosthärte. dazu ist sie so frühreif wie esther mit besseren geschmack. auch goldperle ist frühreif und hart sowie 100% resistent. sogar die jungen geizblätter bleiben in normale jahren pero-frei was dann auch zu einer leistungsfähigen laubwand führt, die sowieso sehr locker und luftig ist. voegtle war auch noch nie ein auge tot bei toller resistenz und hoher fruchtbarkeit. auch oval und candin hinterließen bisher einen guten esamteindruck

was sich als eher frostanfällig rausstellte

esther, palatina, mir, primus, phillip, madeleine royale, suzy, suffolk (augen), reform, olimpiada, arolanka

hoffe das hilft ein bisschen
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 13. März 2011, 13:31:31
@ trauben-freund
Da kann man ja nur Gratulieren,vom Polarwinzer zur Luxuslage.
Darf man erfahren wie groß dein Weinberg ist?
Da wirst du die nächsten Wochen so einiges zu tun haben, Drahtrahmen bauen für die Pflanzung alles vorbereiten und dich um Sorten kümmern.
Jedenfalls glaube ich brauchst du dir keine Gedanken mehr machen was die reife Zeit betrifft.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 13. März 2011, 14:31:48
@trauben-freund

Da bist Du nun für das Fichtelgebirge (endgültig) verloren, denn wenn Du erst mal mit einem Weinberg in toller Lage angeschmeckert bist, glaube ich nicht so richtig, dass Du wieder zurück kommst. ;)

Von einigen Deiner empfohlenen Sorten habe ich grobe Sortenbeschreibungen gefunden, z.B. bei der Rebschule Meier von den Eidgenossen, von manchen Sorten aber nichts. Es wäre sehr nett, wenn Du zu den empfohlenen Sorten einen Vergleich der tastsächlichen Eigenschaften (und nicht nur der Werbung) zu einer Referenzsorte machen könntest, z.B. zu Muskat Bleu oder Arkadia, z.B. bezüglich Reife, Trauben- und Beerengröße, Kernen, Geschmack Pilzfestigkeit, Wespenanfälligkeit und vor allem Frostfestigkeit, die an meinem Standort besonders wichtig ist, wenn möglich letztere mit °C-Angabe. Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass angeblich sehr frostfeste Sorten dieses Attribut für Weinbaulagen erhalten haben, nicht aber für richtige Winter.

Außerdem traue ich den Sortenbeschreibungen der Rebschulen nur bedingt, z.B. was Trauben- und Beerengröße betrifft, da jeder seine Reben etwas positiver beschreibt, als was diese später halten können.

--------------------------------

Ich habe gestern auch meinen Rebschnitt durchgeführt. Dabei musste ich feststellen, dass wahrscheinlich 20 ... 25 % der Rebstöcke wieder Totalschaden haben. Das liegt wahrscheinlich nicht an der Tiefstemperatur in diesem Winter, der zwar lang, aber nicht so kalt wie die vorherigen 5 Winter war. Ich gebe eher dem nasskalten Spätsommer und Herbst die Schuld, weil dadurch die Holzreife nicht so gut war. Betroffen sind die altbekannten nicht so frostfesten Sorten, von denen auch in den Vorjahren einige Reben eingingen, z.B. Juliane und Kodrianka. Aber auch Festivee und eine der FVR 7-9 hatten eine sehr schlechte Holzreife. Endgültiges kann man aber jetzt noch nicht sagen.

Bei der Gelegenheit habe ich auch meine Lakemont gerodet, von der ich in den letzten 5 ... 6 Jahren noch nie etwas geerntet habe.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 13. März 2011, 17:15:17
@ Dietmar
Eine tatsächliche Reifetabelle mit verlässlichen Daten ist so gut wie unmöglich. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle wie Bodenbeschaffenheit, Behang, höhe der Laubwand, alter der Rebe, Unterlage!!! usw. Selbst bei meinen Bescheidenen Sorten gibt es Jahr zu Jahr große Reife unterschiede und wenn der Wein zeitig blüht erntet man meisstens spät. Ich habe mich damit abgefunden das nicht jedes Jahr ein Weinjahr ist.
Es soll ja auch Hobby bleiben.



 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 14. März 2011, 14:32:49
Mein Hauptproblem ist die Frostfestigkeit, die auch eng mit der Holzreife zusammen hängt. Leider sind fast alle der attraktiven Sorten für meine Lage seit etwa 5 Jahren nicht mehr winterfest genug. Vorher war das kein Problem. Wenn Sorten als sehr frostfest beschrieben werden, so doch aus der Sicht der Rebschulen in klimatisch begünstigten Bundesländern. Was dort sehr frostfest ist, reicht hier nicht einmal für einen relativ milden Winter.

Mal sehen, ob ich die Baugenehmigung für ein Gewächshaus durch bekomme. Hier in Sachsen ist man da viel kleinlicher als in Thüringen, wo mehrfach so große Gewächshäuser noch genehmigungsfrei sind.

Irgendwie beneide ich trauben-freund.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 14. März 2011, 20:09:02
Kenn mich zwar nicht mit den Auflagen in Sachsen aus nur gibt es immer kleine Tricks wie man trotzdem ein GW bauen kann.
Hatte mich vor Jahren hier auf der unteren Baubehörde auch befragt, damals waren 20qm Erlaubt mit Gewerbeschein mehr wurde auch gleich Informiert wenn das mit der Vermarktung nicht klappt hat das GW Bestandsschutz was will man mehr.

Ich habe die Erfahrung gemacht wenn man die Reben 2-3 mal über den Winter gebracht hat, ist die Frosthärte wesentlich Besser. Allerding lege ich die Stöcke weder runter und bedecke sie mit Erde noch packe ich sie ein was nichts wird, wird halt nichts.

Da du ja begeisterter Weinferund bist kann ich dir nur wieder Empfehlen Opfere mal einen Tag und Schau dir mal ein paar Anlagen an, den Kontakt kann ich knüpfen das ist kein Thema.
Ich finde immer wieder was man mit eigenen Augen sieht hinterläßt einen bleibenden Eindruck und zu guter letzt bist du vielleicht schon den einen oder anderen beim Tafeltraubentag 09 über den Weg gelaufen.

Ja trauben-freund kann man jetzt schon beneiden, aber ich gönn es ihm.


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 14. März 2011, 21:34:38
Warmes Klima hat auch seine Nachteile. Ich habe z.B. grosse Probleme mit Trockenheit, starken Raupenfrass, frühen Austrieb und dann nachfolgend doch wieder Frostschäden.

Dass "Vitis amurensis" und viele Reben mit solchen Erbgutanteilen extrem frosthart ist (-35°C), weisst du sicher, Mitschurinski oder Esther gehört auch dazu. Und vermutlich auch die Tricks wie Reben über den Winter niederlegen, die man früher angewendet hat.

Zum Trost: Gegen tropisches Klima kannst du bei Reben noch weniger machen. Da gehen nur sehr wenige Sorten wie z.B. Isabella und ähnliche mies schmeckende Sachen. Gegen Kälte kann man immer was machen, aber gegen Hitze kaum....
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 15. März 2011, 22:56:28
@greizer

In Sachsen sind nur 15 Kubikmeter umbauter Raum genehmigungsfrei. Das sind je nach Höhe etwa 5 ... 6 m² Grundfläche. Da kann man 2 ... 4 Tomatenpflanzen reinsetzen, mehr nicht. :'( In sächsischen Baumärkten gibt es deshalb nur noch solche Minigewächshäuser.

Das Baurecht in Sachsen zählt zu den strengsten in Deutschland. Vor allem wird es auch durchgesetzt und ein Handeln mit der Behörde ist praktisch unmöglich. Dabei ist es leider so, dass die Kommunen das sächsische Baurecht eher noch deutlich verschärfen, zumindest in Dresden.

Unsere Behörden sind nicht so schlampig wie in manchen anderen Bundesländern. Deshalb hat Sachsen neben Bayern die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung - eben eiserne Disziplin, auch wenns weh tut.

Schwarzbauten oder Übertretungen von Baugenehmigungen werden in der Regel gnadenlos abgerissen, auch wenn der Bau schon zu DDR-Zeiten erfolgte und die Behörden dem Bau sogar zugestimmt hatten, aber eben keine formelle Baugenehmigung vorliegt. Eine nachträgliche Genehmigung ist aussichtslos.

Eine Gewerbeanmeldung für ein Gewächshaus geht gleich gar nicht, da ich in der Stadt und in einem reinen Wohngebiet wohne. Da wird kein Gewerbe außer Ärzte, leise !! Gaststätten, Ladengeschäfte (nur örtliche Versorgung) u.ä. geduldet. Ein gewerbliches Gewächshaus vermiest eben den Feierabendblick. Außerdem dürfte ich Sonn- und Feiertags nicht in einem Gewerbe-Gewächshaus arbeiten. Das Sonntagsarbeitsverbot wird ebenfalls sehr restriktiv durchgesetzt. Die Mindeststrafe soll 1000,- Euros betragen.

Bis vor kurzem durfte man sonntags nicht einmal leise Arbeiten im Garten oder am Haus/Grundstück ausführen, da sich sächsische Mitbürger durch sonntägliche Arbeitswut belästigt fühlen sollen. Mit Geräusch verbundene Gartenarbeiten wie Rasen mähen sind Sonn- und Feiertags ganz verboten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 16. März 2011, 17:59:56
Wollt ihr euch alle mal bisschen aufregen???
Dann guckt ihr hier:http://heimwerken-garten.1-2-3.tv/Garten/Pflanzen/Setzlinge/3er+Set+Weinrebe+Vanessa/?productDetails=505622
Klickt auf den Pfeil "letzte Auktion". Und los gehts!!!
Selbst als bekennender Vanessa-Fan kann man das kaum ertragen!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 16. März 2011, 22:34:43
Jeder Verkäufer preist seine Ware an und was die Wahrheit ist, liegt im Auge des Betrachters. Vielleicht waren die Beeren deshalb so groß, weil durch eine Lupe betrachtet. Auch die Gattungsbezeichnung ist nicht ganz korrekt. Aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein. Schließlich gibt es im Internet 14 Tage Umtauschrecht und da kann man sicherlich rechtzeitig feststellen, welche Eigenschaften diese Sorte wirklich hat. ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Hummelchen am 18. März 2011, 16:32:26
@Siebenstein: Wie gut, dass Weintrauben keine Ohren haben, sonst wären sie sicher auf der Stelle eingegangen, bei so einem Schreihals von Verkäufer. ;D

Aber ich hätte da eine Frage. Seit Jahresanfang wohne ich 7 km von der Ostsee entfernt und hätte gern einen Weinstock. Lacht jetzt einer? :o
Am liebsten eine Muskatellertraube, zumindest sollte sie so schmecken. Ihr wißt schon, diese grünen, großen süßen Trauben mit Kernchen, die man auf dem Markt im Herbst kauft. Ich kann einen vollsonnigen geschützten Platz bieten, allerdings nix, was einem Weinbauklima auch nur im entferntesten nahe kommt. Gibt es eine Sorte, von mir aus auch rose oder rot, die es bei mir aushält?
 


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 18. März 2011, 22:11:14
@Hummalchen
Probiere mal Muskat Blau.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 20. März 2011, 10:21:20
@Dietmar
Ich Glaube so richtig weiter kommst du mit deinen GW Bau nur mit der unteren Bau Behörde. Nur wenn du dort auf einen sturen Bürokrat triffst ist es mit deinen Traum aus.
Wie sieht es den mit mit, ich sag mal einen Tomatendach aus braucht ihr in Dresden da auch eine Genehmigung?
Ich Denke da nämlich an die Fotos die ich dir von meinen Freund aus dem Erzgebierge mal gesendet habe denn der hat damit recht gute Ergebnisse.

Einige Sachen die du so geschrieben hast sind nicht ganz Richtig so zB. haben GW aus der DDR Zeit bestands Schutz steht jedenfalls im Einigungsvertrag und mit Sonn und Feiertagsarbeit ist es auch nicht ganz so, das geht in Landwirtschaftlichen Betrieben einfach nicht und selbst die Automobilindustrie macht bei Bedarf rollende Schicht.
Glaube mir da ich selber bei einen Zulieferer arbeite das wird einfach gemeldet und dann geht es rund um die Uhr ob Ostern Pfingsten und Weihnachten interessiert keinen der Kunde ist König, wenn das Land Sachsen da was dagegen machen würde sind die über Nacht weg hunderttausende Arbeitslos und die Steuereinahmen würden auch weg fallen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 20. März 2011, 14:32:02
@greizer
Unsere Behörden können ganz schön stur sein. In einem Nachbarort sollen mehrere Einfamilienhäuser aus DDR-Zeiten abgerissen werden, weil die zu nahe am und z.T. im Wald stehen - trotz Einigungsvertrag. 20 Jahre wurden diese in der BRD geduldet und es wurde vor ein paar Jahren sogar eine Straße gebaut. Nach dem Krieg standen dort noch größere Bungalows, die damals wegen den großen Zerstörungen in Dresden in Eigeninitiative zu festem Wohnraum ausgebaut wurden. Jahrzehnte wurde daran in der DDR kein Anstoß genommen.

In Dresden selbst gab und gibt es z.T. noch Schrebergärten von 1000 m² (Hellersiedlung, ziemlich unfruchtbarer Sandboden). Trotz Bestandsschutz müssen jetzt zu große Gartenhäuser abgerissen und die Gärten geteilt werden. Sonst verliert die Sparte ihren Status als Kleingartenanlage und die Pachtpreise werden mehr als verzehnfacht (Eigentümer: Stadt).

Rein formel ist es so, dass für eine Überdachung meiner Reben dann eine Baugenehmigung in Sachsen erforderlich ist, wenn der (fiktive) umbaute Raum größer als 15 m³ ist. Gibt es mehrere Reihen wie bei mir, zählt der nicht überdachte Zwischenraum mit. Und da läge ich weit über den zugelassenen 15 m³.

Mit der Sonntagsarbeit ist man hier auch strenger als anderswo. Nur ausgewählte Betriebe erhalten eine Sondergenehmigung. Bis vor einiger Zeit durfte ich in meinem Garten Sonn- und Feiertags nicht mal umgraben oder sonst wie gärtnern. Ich bekam deshalb schon mehrere Ermahnungen. Mittlerweile wird es scheinbar geduldet, aber Rasen mähen wird nach wie vor verfolgt.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: wollemia am 20. März 2011, 14:42:37
Mit der Sonntagsarbeit ist man hier auch strenger als anderswo. Nur ausgewählte Betriebe erhalten eine Sondergenehmigung. Bis vor einiger Zeit durfte ich in meinem Garten Sonn- und Feiertags nicht mal umgraben oder sonst wie gärtnern. Ich bekam deshalb schon mehrere Ermahnungen. Mittlerweile wird es scheinbar geduldet, aber Rasen mähen wird nach wie vor verfolgt.

OT:

Ich wüsste nicht, auf welcher gesetzlichen Grundlage private Gartenarbeit - ohne Lärmbelästigung durch Rasenmäher oder andere motorbetriebene Geräte - an Sonn- und Feiertagen im juristischen Sinne verboten sein sollte.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 20. März 2011, 15:01:47
Das Verbot der Sonntagsarbeit wird eben regional unterschiedlich interpretiert. Mir wurde damals gesagt, dass es die Sonntagsruhe der anderen Bürger optisch !!! beeinträchtigt, wenn auf dem Nachbargrundstück gearbeitet wird.

Wenn der Garten verwildert, bekomme ich auch sofort eine Mahnung, weil es das Gesamtbild des Stadtteiles beeinträchtigt. Auf meine Frage, wann ich denn als Werktätiger den Garten in Ordnung halten solle, wenn dies Sonntags verboten sei, wurde mir empfohlen, einen Gärtner anzustellen, der das werktags machen könne.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 20. März 2011, 16:02:09
Du solltest dir den Text der Verordnungen trotzdem sehr genau ansehen. Bei uns sind z.B. nur "bauliche Veränderungen" relevant. Eine Tomatenhaube fällt genausowenig darunter wie ein Foliendach über Tomaten oder Reben, weil das keine Änderung ist, sondern nur ein temporärer Schutz, ähnlich einem aufgespannten Sonnenschirm auf der Hausterasse.

Zudem kenne ich viele Gerichtsverfahren, wo die Gemeinde mit ihren Vorschriften und Sachbarbeiterlein vor Gericht jämmerlich baden gegangen ist. Wenn du den Mut hast, kannst du es auch auf Richterebene durchziehen.

Bei den Rasenmähern: Für die Durchsetzung so eines Verbots wäre ich ausgesprochen froh. Leider ist Treibstoff für Gartengeräte immer noch um mehrere Kommastellen zu billig, die schrankenlose Dauerbeschallung und Verstinkerung mit Zweitaktmotoren rund um die Wohnung an sieben Tagen die Woche durch Motormäherfetischisten empfinde ich als Terror. Irgendwann muss doch mal eine Minute im kurzen Sommer sein, an denen man die Vögel zwitschern hören kann, an den Blumen riechen kann ohne dass das von Lärm und Gestank eines Explosionsmotors überbrandet wird?! Mäht eure kindischen paar Quadratmeter Moosrasen doch mit der Sense, dann brauchts keine Vorschriften.

Für Wein gibts ja noch andere Möglichkeiten. An Dachüberstanden, Garagen, Holzschuppen, Nachbargebäuden lässt sich vielleicht auch eine Überstand mit Folienschutz machen. Oder man kauft sich ein Grundstück vor der Stadt. Wir haben das hier massenhaft, ehemalige Weinberge. Da ist aber wirklich schweisstreibende Arbeit angesagt, wie sie unsere Vorfahren machen mussten. Die Erschliesslungswege sind schmal, man muss zu Fuss raufsteigen und kann nicht mit dem Benzinstinker mittenrein, worauf die Leute heutzutage bekanntlich glauben, ein Recht darauf zu haben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 20. März 2011, 21:32:07
Irgenwie macht mich das jetzt Wutig. Keine Frage Dresden ist eine außer gewöhnlich schöne Stadt! Nur muß ich ehrlich sagen wenn so eine Stadt wegen einen blöden Brückenbau auf den Titel Weltkulturerbe verzichtet dann soll sie ihre Bürger nicht mit so Blöden Verordnungen wie Sonntags nicht umgraben belasten.
Klar es ist kein Thema das Sonntags kein Rasen gemäht wird, mich stört es auch wenn bei uns auf dem Kuhdorf irgend ein Spastie seinen Benzienrasenmäher anwirft was soll das auch!
Nur wenn man in seinen Beet mit den Spaten oder Hacke rum macht so hört das keiner auf seinen Liegestuhl, das nächste wird sein das ihr mit dem Atmen aufhören sollt das könnten die Nachbarn in Polen oder Chechien beim Mittagsschlaf stören.
Dietmar gebe bloß nicht auf immer weiter Fragen was möglich ist da kann doch nicht jeder Beamte so stur sein.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Querkopf am 20. März 2011, 22:01:19
Hallo, Dietmar,

(OT:)
Mit der Sonntagsarbeit ist man hier auch strenger als anderswo. ... Bis vor einiger Zeit durfte ich in meinem Garten sonn- und feiertags nicht mal umgraben oder sonst wie gärtnern. Ich bekam deshalb schon mehrere Ermahnungen. Mittlerweile wird es scheinbar geduldet, aber Rasen mähen wird nach wie vor verfolgt.
OT:
Ich wüsste nicht, auf welcher gesetzlichen Grundlage private Gartenarbeit - ohne Lärmbelästigung durch Rasenmäher oder andere motorbetriebene Geräte - an Sonn- und Feiertagen im juristischen Sinne verboten sein sollte.
Das Verbot der Sonntagsarbeit wird eben regional unterschiedlich interpretiert. Mir wurde damals gesagt, dass es die Sonntagsruhe der anderen Bürger optisch !!! beeinträchtigt, wenn auf dem Nachbargrundstück gearbeitet wird. ...
da hat dir jemand Märchen erzählt. Privates Gärtnern ohne Motor-Radau kann dir wirklich niemand verbieten. Privates Gärtnern dient doch schließlich der persönlichen Erholung, nicht anders als Spazierengehen oder Sport - "Arbeit" ist definitiv was anderes ;D... (Ob du am Ende deines Gartentages womöglich kreuzlahm und groggy bist, spielt für die Bewertung überhaupt kein Klavier. Sportler sind nach dem Wettkampf ja auch, im Wortsinn, abgekämpft...)
(Ende OT)

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: anja1411 am 23. März 2011, 08:59:15
Hallo, ich habe es nicht mehr ausgehalten. Ich wollte schon immer Wein haben und nun im neuen Garten eine schöne große Südwand.. Gestern habe ich Vanessa und Philipp bestellt. War das eine gute Wahl? Soll ich die Erde mit ordentlich Kompost schonmal vorbereiten?
LG Anja
Titel: Vanessa + Phillip
Beitrag von: Giaco85 am 23. März 2011, 20:13:18
Hallo Anja,
Hier ist die Einschätzung von Traubenfreund aus 2009 zu Vanessa und Phillip.

LG
Giaco

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: anja1411 am 23. März 2011, 21:40:56
@Giaco
Danke. Das klingt ja nicht optimal. Da ich nun schon bestellt habe, lass ich mich überraschen.
LG Anja
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Nahila am 23. März 2011, 23:18:59
Hallo allerseits,

im neuen Garten wird zur Zeit viel geplant (und hoffentlich auch bald mal gepflanzt) und natürlich sollen auch Trauben her. Nun brummt mir allerdings schon der Schädel vom vielen recherchieren und ich hab immernoch keine Ahnung welche Sorte(n) wohl geeignet wären :-\

Ich hätte gerne weiße Tafeltrauben, kernlos und natürlich lecker ;D Für uns müssen sie nicht übermäßig süß sein, lieber saftig-knackig. Ertrag ist eher nebensächlich, wir essen zu zweit nicht soo viel Obst und Platz für mehrere Stöcke/Sorten ist vorhanden. Halbwegs gesund wäre natürlich auch schön, mit irgendwas spritzen würde ich nur sehr ungern. edit: grün, weiß, gelb, das ist für mich bei Trauben alles das gleiche irgendwie; sie soll halt nicht blau oder rot sein :-X

Falls jemand eine (oder mehrere) zutreffenden Sorten empfehlen könnte, wäre ich sehr dankbar :D

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 23. März 2011, 23:36:31
Hallo Nahila
Himrod,onhe körner,weiß,Venus(blau).
Mit körner,Solaris(weiß),Muskat Blau(blau)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. März 2011, 23:07:28
kernlose tafeltrauben sind oft empfindlicher gegenüber winterfrost und verrieseln.
kernhaltige beeren werden größer. (die beeren gekaufter kernloser Trauben sind meist mittels pflanzenhormonen gestreckt worden.)

die sorten von rebzüchter Wolf haben im allgemeinen eine hohe pilzfestigkeit.
in der rebveredelung Antes werden 2 dieser hellen, kernlosen rebsorten angeboten (Anja, Nicole).
Stefanie (ebenfalls von Wolf) ist kernarm mit optisch schönen trauben.

http://www.traubenshow.de/index.php?option=com_content&view=category&id=224&Itemid=334


unter den "resistenten" kernlosen sorten scheinen auch Primus und Millennium relativ vielversprechend zu sein:

http://www.botrus.net/index.php?option=com_content&task=view&id=63&Itemid=164
Titel: Venus - Schnitt
Beitrag von: monfortino am 26. März 2011, 21:33:32
Hallo!

Hab im letzten Jahr ne Venus gepflanzt und bin grad beim Schneiden. Die Frage: Trägt Venus am Zapfen (hab an diesem Platz eigentlich einen Kordon mir Zapfenschnitt vorgesehen) oder nur am langen Holz?

danke!
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 27. März 2011, 08:46:53
@Nahila
Als helle kernlose relativ unempfindliche Tafeltraube kommt auch Tonia hobrevt in frage. Siehe auch hier.

@Herbert
Du kannst Venus auf Zapfen schneiden. Sie trägt aber am langen Holz etwas mehr.

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 30. März 2011, 16:15:03
Hallo zusammen,
ich seh, da waren einige von Euch ganz fleißig :-*
Die letzte Rebenlieferung soll sich bald auf die Socken machen, etwas von der Witterung abhängig...
Ich habe noch im alten Thread gelesen, daß Euch die Sorte Galachad nicht aus dem Kopf geht ;)
Wir bekommen wahrscheinlich als Entschädigung für die lange Wartezeit eine, wenn alles klappt.
LG Lisa

Wer hat diese Galahad damals bekommen? Gibt es schon Edelreiser?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 30. März 2011, 19:52:38
Wie sieht es bei euch aus, ich war heute recht erschrocken das bei Venus (im feien) und Mir im GW die Knospen schon im Wollstadium sind. So zeitig war es im Freiland noch nie bei uns, kann jetzt nur hoffen das es sich jetzt noch etwas hin zieht und die nicht so zeitig ins Blattgrün kommen denn im Mai gibt es bei uns oft noch kalte Nächte.
Im GW mache ich mir keine Sorgen da kann man mit Teelichtern oder Grabkerzen Frostfrei halten das hat schon öfters funktioniert.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. April 2011, 18:54:00
an den südwänden beginnen an einige sorten die knospen zu schwellen.
das entspricht etwa dem entwicklungsstand von 2009. 2010 war diese stadium trotz des kalten winters knapp 1 woche früher zu beobachten.

maifröste sind hier in den letzten jahren selten aufgetreten. dafür ist zunehmend mit zeitigerem herbstfrost zu rechnen. naja, regionale unterschiede wird es immer geben.
mit dem austrieb muß ich i.d.r. bereits im april rechnen.
etwas sorgen bereitet mir die holzreife einiger jungreben, die aufgrund des verregneten sommers nicht optimal war. ich hoffe, daß wir in diesem jahr mehr glück mit dem wetter haben werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 02. April 2011, 19:27:10
Heute sieht man bei Himrod deutliches Knospen schwellen, ab Montag soll es ja wieder kühler werden und solange die nur im Wollstadium sind mache ich mir keine Sorgen.

Herbstfröste machen mir keine Sorgen, die Sorten im freien sind bis dahin abgeertet und im GW war die letzten Jahre höchstens noch Reste vom Trollinger die aber meistens noch genießbar waren.

Ich pflanze keine Reben mehr im Herbst dazu waren mir die Verluste durch die Winter 08/09 und 09/10 zu groß. Den letzten Nachschub den ich mir bei Hahm geholt habe ist Ende Oktober im Gemüse Beet Beerdigt worden nur die Spitzen haben noch raus geschaut. Letzte Woche habe ich sie ausgegraben zurückgeschnitten und gepflanzt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 03. April 2011, 10:22:05
@Greizer

Jetzt verstehe ich, warum der größte sächsische Winzer nach Thüringen expandiert. Die paar Hundert Kilometer nach Westen machen eben klimamäßig schon etwas aus. Vor allem die Winter sind nicht ganz so kalt und lang und die ersten stärkeren Herbstfröste anscheinend nicht so zeitig wie hier (bei uns Mitte September).

Wegen Deines letzten Beitrages habe ich mal bei meinen Reben nachgesehen. Bei meinen Reben schwellen noch keine Knospen, noch absolut tote Hose. Nur einige Schnittstellen bluten etwas. Zum Ausgleich und Trost habe ich den ersten richtig warmen Tag zum Angrillen genutzt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 03. April 2011, 11:49:07
@ Dietmar
Glaube nicht das der Winzer wegen den Klima nach Thüringen kommt, liegt wohl eher daran das er hier noch Flächen zum Anbau bekommt.
In meiner Region wird der wohl nie Reben anbauen.

Das sich bei dir noch nichts tut ist doch nicht so schlimm ist ja eigentlich noch recht früh im Jahr. Außerdem wenn ich im freien schreibe so sind die ja doch Überdacht und die Ecke wo meine kleine Anlage steht ist schon sehr geschützt, im Prinzip kann da nur Südwind ran Nord und Ostseite sind durch Laube und Geräteschuppen verbaut.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 03. April 2011, 13:31:04
auch bei mir an der südwand ( oberfranken) italia, schöne boznerin und venus als auch esther an ostwand mit schwellenden knospen. bin damit sehr sehr früh dran wobei ich seit 10 jahren hier keine spätfröste mehr hatte also hoff ich mal alles geht gut.

ansonsten alles am bluten.

ein paar tricks gibt es ja um den austrieb etwas zu verzögern. so kann man gezielt dickere triebe anschneiden denn die treiben paar tage später oder auch auf kordon umstellen wenn es die basale fruchtbarkeit zulässt bzw. erhöhte botrytis bei z.b. burgunder-sorten. die verzögerung wird schnell ausgeglichen. des weiteren bringt eine bodenbegrünung langsamere erwärmung.

auch mit folien und netzen laufen versuche........

@werner

2010 lag um diese zeit bei mir noch gut schnee ;D
ich beobachte in weinbaugebieten einfach deutlich ausgeglicheneres klima. viel wärmere nächte bei vegetationsvorsprung bereits jetzt . im hochsommer ist der unterschied geringer um dann september und oktober noch extremer zu tage zu treten. und umso mehr man nach südwest kommt desto besser ist das zu erkennen. selbst höhenunterschiede fallen dann nicht mehr sooo ins gewicht. bei mir sind 100-150m der unterschied zwischen evtl esther an südwand und palatina freistehend sicher reif.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 03. April 2011, 13:43:17
hallo!
hab noch ein paar plätzchen für reben und hätte gern ein paar frühe gepflanzt:

wer hat erfahrungen mit carmen, chevchenko ,reform, maske in blau bzw ferenc?
diese sorten wären bei Hr. Hahm erhältlich und der versendet auch nach österreich


danke!
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 03. April 2011, 14:04:48
kenn ich außer chevchenko (noch zu neu)

reform leider recht auf oidium anfällig und kleine trauben, geringer ertrag

carmen mit dichten trauben in guten jahren ansonsten echt gut

maske in blau uneingeschränkt zu empfehlen außer bei spätfrost-lagen

ferenc etwas schwach im aroma aber große trauben. etwa gut 10-14 tage nach obigen sorten reif
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: monfortino am 03. April 2011, 18:31:29
hallo trauben-freund!

vielen dank für die infos, dein erfahrungsschatz ist bemerkenswert!
bei der durchsicht der hahm-liste hab ich noch rondo, salome und irinka als frühe sorten gefunden. die anderen hab ich bereits.

hast du zu diesen sorten auch noch infos?
danke!
herbert
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 06. April 2011, 22:12:29
Hallo zusammen, bei mir auch alles sehr früh. Einige Reben auch schon im Wollestadium, allem voran auch Venus, Timur, Vanessa und Muromiec. Kiwipflanzen am austreiben, Maibeeren schon fast verblüht ( übrigens mit Blüten übersät) Das wird ein Harakiri, wenns nochmal fröstet, was sehr wahrscheinlich ist :-X
Ach, ich freue mich trotzdem schon auf den Sommer 8)
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 08. April 2011, 22:44:17
Hallo Traubenfreunde,

hat jemand eventuell für mich Reiser von der Sorte Original und Arkadia? Antwort über PM

Hat jemand Erfahrungen mit der Sorte Zagrava aus der Ukraine? Vielleicht sogar Reiser?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 09. April 2011, 00:09:24
Apfelfrend,
Hat jemand in der Ukraine noch Zagrawa ? ;D
Viel besser sind Galachad,Garold,Welika,Super Extra,Liwia,Lora....usw.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 09. April 2011, 19:15:16
Was ist denn so schlecht an Zagrava? Auf Fotos sehen die Trauben jedenfalls traumhaft aus... 8)

Links zu Fotos der oben genannten Trauben interessieren mich schon auch noch. Sind das denn große Trauben? Ich fahr auf GROß ab.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Felix am 09. April 2011, 21:14:06
Hi,

ich will mal in die Runde fragen was ihr von den Hybridreben Isabella bzw. Noah haltet?
Wie schmecken euch die Beeren? Mögt ihr den fox-taste?
Hattet Ihr schon jemals Probleme mit Mehltau, etc?

Persönlich finde ich den Geschmack sehr gut, allerdings muss man wissen, dass es sich um keine normalen Trauben handelt. Beide Sorten hatten bei mir noch nie Mehltau oder eine andere Krankheit.

Viele Grüße

Felix
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 12. April 2011, 15:58:25
Apfelfreund.
Zagrawa änlich wie Origenal,nur alles schlechter.......Zagrawa= Müll
Grösse von beeren ligt nicht nur an eine sorte.....auch Winzer muss was drauf haben. ::)
Probiere doch Juliana,Arkadia,Liwia,das sind doch grossbeerigen sorten.



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Valentin2 am 22. April 2011, 14:01:17
Apfelfrend,
Hat jemand in der Ukraine noch Zagrawa ? ;D
Viel besser sind Galachad,Garold,Welika,Super Extra,Liwia,Lora....usw.
[/quhhote]

Hallo Jakob !

Könntest Du mir bitte einen Tip geben wo ich näheres über Welika erfahren kann ??? ,Danke.
Titel: Welika
Beitrag von: Giaco85 am 22. April 2011, 17:52:58
Hallo Valentin2,

 Hier und natürlich auch hier findest Du etwas über Welika.
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 22. April 2011, 21:13:26
Hallo Jakob, heute habe ich mir Original bestellt.

@alle
Heute habe ich bei mir im Gewächshaus festgestellt, daß alle Triebe der Sorte Sorte Kodrianka nach dem dritten Blatt sich verzweigen. Die Gescheine scheinen mächtig zu werden, auch an der Verzweigung. Ich habe die Rebe jetzt 3 Jahre und einen Bogen und einen Zapfen gelassen, alles andere abgeschnitten. Könnt Ihr das mit der Verzweigung bestätigen? Wie waren die Trauben bei Euch von Kodrianka letztes Jahr? Werden die wirklich so riesig?

Endlich ist es so richtig warm und alles explodiert!! 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 24. April 2011, 12:39:52
Hallo Apfelfreund

Kodrianka im Treibhaus ist mit vorsicht zu genießen. In den letzten 2 Jahren hatte ich sehr viel Platzer.

Ich werde es in diesem Jahr noch einmal probieren, ansonsten ist die Rebe nicht zu gebrauchen und ich muss mich nach was anderem umsehen.

Vielleicht ist Magdalena kernlos von A.S. eine Alternative, wird sich in diesem Jahr zeigen.

Ich denke bei dem guten Wetter werden die ersten Reben in 14 Tagen blühen. Jana macht sich sehr gut und ist von allen Reben die schnellste.



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lubi am 24. April 2011, 22:45:07
Hallo Weinfreunde,

Ich weiß nicht ob ich hier im richtigen Thread bin, aber ich fange einfach mal an.
Ich habe vor ca. 8 Jahren eine blaue Isabella an mein Haus gepflanzt.
Das Spalier von 6x7m hatte sie im nu erobert. Dabei trägt sie jedes Jahr so überreich das ich von der Ernte immer erschlagen werde.
Der Geschmack ist wunderbar und erinnert an Brombeeren mit pfeffriger Note.
Das sieht meine Beste ganz anders. Ihr ist die Schale zu hart und dann auch noch Kerne...
Der Weinstock ist als waagerechter Kordon erzogen, also nach beiden Seiten etwa 3,5m bei 6,0m Höhe.
Meine Idee ist einen zweiten Weinstock direkt neben die 'Isabella' zu pflanzen und auch als waagerechten Kordon zu erziehen.
Wobei dann nach und nach eine Hälfte der 'Isabella' weichen muß.
Gekauft ist bereits 'Lakemont', weiß und kernlos.

Vertragen sich die zwei nebeneinander?
Wann kann ich den untersten, waagerechten Trieb der 'Isabella', der immerhin besenstieldick ist entfernen, ohne große Bluterei ?


Gruß
Lubi
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2011, 14:33:51
Im Weinberg wachsen doch auch viele gleich nebeneinander.
Oder wie nah willste denn rangehen?

Mindestens nen halben Meter würd ich schon weggehen. Ist zwar nicht ideal, wird aber wohl gehen, wenn genug Erde nach unten vorhanden ist.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lubi am 25. April 2011, 15:21:24
Hallo,

Ich dachte das zwei verschiedene Sorten sich eventuell nicht vertragen könnten.
Bin gerade am pflanzen, dann werde ich mal schauen ob die sich vertragen.
Ich müsste nur den untersten waagerechten Trieb des alten Weinstocks entfernen. Da wird der wohl höllisch bluten. Bis zum Winter kann ich nicht warten weil ich den neuen ja auch irgendwo anbinden muss.

Gruß
Lubi
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2011, 15:25:00
Ich würde ihn JETZT auf KEINEN Fall entfernen.
Ich bin jetzt nicht so der Fachmann, aber momentan geht der ganze Saft ins Holz.
Ich würde bis Herbst warten.

Es gibt hier genug Experten, die das besser wissen. Abschneiden kannst du immer noch.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lubi am 25. April 2011, 15:33:55
Ich denke Du hast recht. Ich werde den alten dann nur entlauben.
Natürlich nur da wo der neue wächst.
Wenn der neue genau so hoch wird wie die 'Isabella' müssen dann nach und nach fast 20 Seitenarme weichen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2011, 15:39:56
Ich denke Du hast recht. Ich werde den alten dann nur entlauben.
Natürlich nur da wo der neue wächst.
Wenn der neue genau so hoch wird wie die 'Isabella' müssen dann nach und nach fast 20 Seitenarme weichen.

Er wird nur so hoch, wie du ihn lässt ;)

Ich habe eine genaue Formierung nach Kordon etc. bei mir längst aufgegeben. Bei mir ist es etwas mehr "kreativ" ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lubi am 25. April 2011, 15:51:23
Die Hälfte der 'Isabella' kann schon weg. Wenn ich sehe was da schon wieder an Geschein kommt...

Gruß
Lubi
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. April 2011, 16:15:40
man kann durchaus verschiedene rebsorten nebeneinander pflanzen - die vertragen sich. ;)
je nach bodenqualität und durchwurzelung sind nachbauschäden nach dem roden älterer weinstöcke möglich (bodenmüdigkeit). vor der pflanzung deiner neue rebe würde ich kleinere und mittlere wurzeln der alten rebe entfernen, wenn diese im bereich des neuen pflanzlochs sichtbar sind. ein pflanzabstand von 1m oder mehr ist günstig.
die beigabe von gut ausgereiftem kompost und/oder gartenboden fördert das anwachsen der jungrebe.

i.d.r. sind die rebsorten zwittrig - sie bestäuben sich selbst.
rein weibliche sorten wie z.b. einige neuzüchtungen aus osteuropa benötigen fremdbestäuber (Talisman, Lora....)

den störenden kordonarm der Isabella kannst du im herbst nach dem laubfall abschneiden.
meistens ist der saftdruck im juli auch nicht mehr so stark weil sich die rebe bereits "ausgetobt" hat.
die grüntiebe der Isabella würde ich im bereich der Lakemont zwischenzeitlich ausbrechen, dann kann noch auf der restfläche des kordonarms geerntet werden. 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lubi am 25. April 2011, 17:54:00
Prima, so wird's gemacht.
Ich danke euch. :)

Gruß
Lubi
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 25. April 2011, 21:29:05
Hallo Traubenfreunde,
ich wollte bei meinen Reben schonmal Probetrauben dranlassen, zumindest bei denen, die ordentlichen Zuwachs hatten. Dürfte ja ok sein oder? Venus hat an allen 3 belassenen Knospen jeweils 2 Gescheine, muß da wohl ausdünnen, auch wenns weh tut oder? Die wird wohl in den nachsten 2 Wochen schon blühen...
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. April 2011, 23:14:04
wann sind die bereffenden reben gepflanzt worden?
2 gescheine pro trieb beanspruchen eine jungrebe sehr stark, das jeweils obere geschein würde ich bald entfernen.
mit dem endgültigen ausdünnen kannst du bis nach der blüte warten, wenn der traubenansatz deutlich sichtbar ist (befruchtung).
zu diesem zeitpunkt ist auch erkennbar, welchen starkwachsenden trieben eine traube zugemutet werden kann.

Venus..... Die wird wohl in den nachsten 2 Wochen schon blühen...

aber hallo!
bist du nach Spanien umgezogen? :o :o :o
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 25. April 2011, 23:24:27
Hihi,
naja Spanien nicht gerade 8) Aber wir haben seit 6 Wochen tagsüber häufig über 20 Grad und die Venus ist bei mir an der Haussüdseite und kriegt die volle Sonne ab. Abgesehen davon haben wir alles gepflastert, das scheint viel Wärme abzuspeichern... Bin selbst überrascht, aber das liegt wohl an dem außergewöhnlichen Frühjahr, war nur grob geschätzt, habe mal so nach dieser Skala geschaut. Gepflanzt im Herbst vorletzten Jahres, Zuwachs war gut 3 Meter und gut daumendick. ich lasse mal eins oder zwei mal dran und gucke mal wie es weiter geht.
Danke Dir.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. April 2011, 23:42:05
die Venus ist bei mir an der Haussüdseite und kriegt die volle Sonne ab. Abgesehen davon haben wir alles gepflastert, das scheint viel Wärme abzuspeichern...

das hatte ich schon mehrmals versucht, einigen ungläubigen zu vermitteln:
wer steinreich ist kann auch in ungünstigeren regionen weinreben erfolgreich kultivieren. ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 26. April 2011, 00:11:57
 ;D
Ach, was würde ich geben für ein paar Kilometer voller Südmauern...Aber ich gebe ja nicht so schnell bei, mein nächster Versuch ist eine Maulbeere Illinois, mal sehen, ob sie wirklich so frosthart ist 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 30. April 2011, 09:10:19
Liebe Traubenverrückte,

Vor einigen Jahren habe ich die Sorte Fanny und Lilla nebeneinander gepflanzt. Nun weiß ich nicht mehr wer was ist. ???

Beide Sorten treiben gerade aus und unterscheiden sich farblich etwas von einander. Die Blätter der einen Rebe sind eher weiß-grün und die gerade sichtbaren Gescheine haben rote Punkte. Die andere Rebe hat eher grün-rötlich schimmerndes Laub.

Habt Ihr einen Tipp?

Euer Apfelfreund
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 30. April 2011, 10:21:49
rötlich schimmernd ist lilla. hat später auch größere blätter.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 30. April 2011, 22:00:33
 Traubenfreund, danke für die Info!!


Heute habe ich das erste Mal meine Königliche Esther im Wintergarten gespritzt. Dort beginnt bereits die Blüte!! ::) Letztes Jahr im Oktober hatte ich auf den Blättern Oidium, deshalb wollte ich dieses Jahr kein Risikop eingehen und habe gespritzt. Normaler Weise komme ich ohne zu Spritzen aus.

Draußen sind die Triebe im Freien etwa 5cm lang, an der Wand auch länger. Im Gewächshaus sind Kodrianka, Italia und andere etwa 20 - 30 cm lang. Dieses Jahr ist dank der vielen Sonne alles früher als letztes Jahr.
Die andauernde Trockenheit ist noch auszuhalten, der Boden ist immer noch feucht. Trotzdem könnte ein warmer Regen, natürlich nur nachts ;D, nicht schaden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 02. Mai 2011, 17:51:05
Nach 4 Wochen Urlaub in Süditalien bin ich zurück im saukalten Deutschland, quasi knapp unter dem Polarkreis ;D. Als ich vor 4 Wochen dort in Süditalien (ca. 2000 km südlicher als hier) ankam, wurde gerade der letzte Blumenkohl für den Export nach Dänemark vom Feld geerntet. Das sagte mir der Fahrer des abholenden LKW, der ein Landsmann von mir war. Entsprechend weit war dort schon der Wein, wobei es sich um vorwiegend Rotwein-Sorten handelte. Wir nutzten die Gelegenheit, jeweils die regionalen Sorten zu testen.

Bei Ankunft war es ca. 30 Grad in der Luft und 16 bis 18 Grad im Wasser (Ionisches Meer). Später waren es nur noch 20 bis 25 Grad in der Luft. Gegen diese "Kälte" helfen den bibbernden Itakern dicke Pullover bzw. Strickjacken plus dicke gesteppte Daunenjacken und - mäntel mit Pelzkragen und Winterstiefel. Wir Germanen fielen sofort auf, weil wir trotz dünner Sommerhosen, Sandalen und kurzärmligen T-Shirt geschwitzt haben. Übrigens ist das sonnenverwöhnte Italien der weltweit größte Markt für gesteppte Daunenjacken.

In Süditalien ist mir aufgefallen, dass es in allen möglichen Orten Ansichtskarten gab, die diese Orte im verschneiten Zustand zeigen. Es handelt sich dabei um Orte, die nicht im Gebirge, sondern an der Küste liegen. Früher sanken dort die Temperaturen im Winter nicht unter 10 Grad Plus! Als Sensation wurden nun diese Ansichtskarten angeboten und vielerorts wurden im Flachland Verkehrsschilder aufgebaut, die bei Schnee Winterreifen und z.T. sogar Schneeketten forden - im Tiefland an der Südspitze Italiens! Ich hatte dort mal einen deutsprechenden Italiener dazu befragt und der sagte, dass die Winter deutlich kälter geworden sind und zumindest tageweise der Schnee liegen bleibt. Einen Winterdienst gibt es dort natürlich nicht, so dass bei Schnee der Verkehr zusammen bricht. Die Oliven, die Reben und die Apfelsinen/Zitronen haben die leichten Fröste meist gut überstanden, aber die im Freien stehenden Gummibäume und viele nicht frostfeste Palmen wurden dezimiert, so dass teilweise nur noch die Stämme vorhanden waren. Der Golfstrom kann in Süditalien wohl kaum die Ursache sein.

Nach der gestrigen Rückkehr inspizierte ich meine Plantage. Das Unkraut ist wunderbar gewachsen - man sollte eigentlich lieber Unkraut anbauen, da ist der Erfolg garantiert. Bei den Reben haben 2 (an der Hauswand) schon ein Blatt pro Trieb. Etwa 50 % der Reben zeigen schwellende Knospen und der Rest ist tot oder erweckt erst später.

Obwohl der Winter nicht ganz so kalt war wie die vorherigen, aber dafür mit längerem Dauerfrost, sind wieder einige Verluste zu beklagen, z.B. 3 Trachys, 3 winterfeste Agaven und eine noch unbekannte Anzahl Reben. Auch bei den knospenden Reben sind die Ruten tot. Der Austrieb erfolgte direkt über der Veredelungsstelle.

Schuld an den Rebenschäden ist wahrscheinlich der nasskalte Sommer und Herbst vergangenes Jahr, so dass das Holz nicht ausreifte. Auch die Jahresdurchschnittstemperatur war 2010 laut DWD deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 03. Mai 2011, 11:31:05
Hallo Dietmar,
mein Standort ist nur wenige km von Dir entfernt.
Meine Erfahrungen zum letzten Winter:
Keine Totalverluste, aber eine hohe Anzahl Knospenschäden bei Jungpflanzen, die im Frühjahr 2010 gesetzt wurden. Erfahrungsgemäss werden bei gesunden Wurzeln kräftige neue Triebe erzeugt, die oft schon erste Trauben bringen und im Folgejahr vollen Ersatz bieten.
Ich denke an folgende Ursachen: schlechte Holzreife und Gesundheitszustand wegen sehr feuchten Herbstwetters und vor allem hohe Minustemperaturen direkt über der Schneedecke im Knospenbereich.
Bei älteren Reben gibt es bei mir keine solchen Schäden, die Reserven der Pflanzen sind größer.
Ich schütze Jungreben vor Totalausfällen durch einen ringförmigen Schutz mit Torfmull (etwa d=30cm, h= 30cm, gehalten durch perforiertes Plasteband). Das halte ich schon deshalb für erforderlich, da viele Wurzelreben aus Osteuropa einen relativ kurzen Wurzelhals haben und sich nicht sehr tief in der Erde befinden . Das mag in der südlichen Ukraine ausreichen, kann aber hier zu frostbedingten Totalausfällen führen. Auf diese Weise hebe ich bisher auch empfindliche Sorten über den Winter gebracht.
Wenn die aktuellen kalten Tage gut überstanden werden, kann es ein gutes Jahr werden. Fruchtansätze sind sehr reichlich und zeitig. Aber noch warten im Freiland viele Hürden, Wetter beim Blühen und und...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 05. Mai 2011, 12:02:21
Puh die letzten 2 Nächte waren ganz schon kalt aber wir hatten noch Glück keine Schäden an den Reben und den Kiwis.

Zu den Winterschäden, einziger Totalausfall ist Primus im freien mal sehen ob da noch ein Nebenauge aus der Basis treibt.
Bei einige Sorten sind nicht alle Augen ausgetrieben kann zu einen an den recht ungünstigen Wetter vom letzten Jahr sein oder aber der doch recht Starke Befall von Odium den ich letztes Jahr hatte. Auf jedenfall werde ich dieses Jahr ein intensives Spritzprogram durch ziehen.
Hatte dieses Jahr das erste mal Fraßschäden an Knospen, letztes Jahr waren es die Stachelbeeren und dieses Himrod und Muscat Bleu aber es treiben reichlich Nebenaugen so habe ich Holz für nächstes Jahr sicher.
Fraglich ist es für mich nur waren es Kellerasseln oder Käfer die den Schaden verursachten? Werde nächstes Jahr Gelbtafeln aufhängen und die Stamme mit einen Leimring versehen das hat bei den Stachelbeeren jedenfalls geholfen.
Viele Grüße
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 06. Mai 2011, 10:48:38
@Eugen

Die Entfernung ist zwar minimal, aber Du bist im wärmeren Elbtal und ich bin außerhalb. Das macht ein paar Grad aus
Ich hatte meine Reben dieses mal auch angehäufelt, ca. 30 cm hoch mit Kompost.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Staudo am 14. Mai 2011, 10:04:11
Für eine Wand in voller Südlage benötige ich robuste, gesunde, lockerbeerige und sehr winterharte Reben. Die 'Muscat Bleu' entspricht in etwa meinen Vorstellungen. Was gibt es ähnliches? Der Geschmack ist übrigens zweitrangig.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Staudo am 14. Mai 2011, 10:13:50
Ich sehe gerade, es gibt Unmasse Sorten.

Verfügbar wären in der nächsten Baumschule (falsch geschriebene Sorten bitte ich zu entschuldigen ;) )

Angelina
Phoenix (die nicht, hatte ich schon mal und habe sie wieder gerodet)
Isabella normal, früh und weiß (?)
Palatina
Muscat Bleu (die nehme ich auf alle Fälle)
Bianca
Elvira
Hero
Regent
Concorde
Boscop Glorie
Romulus
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Mai 2011, 10:26:28
Der Geschmack ist neben Gesundheit erstrangig ;)

Super ist Frumoasa alba. Riesige lockere Beeren mit Muskatgeschmack. Tief geschlitzte Blätter, fast wie Feige.

Superdekorativ (kreischrote Herbstfärbung, riesige Blätter, toller Laubaustrieb, lila Trauben) ist " New York Muscat". Die schmeckt auch super, hat aber minimal Foxton. Ich mag den normal nicht, aber NYM schmeckt klasse. Aber eben auch tolle "Zierpflanze".

Ich sehe gerade, die gibts nicht in deiner Gärtnerei. Es lohnt sich aber, sie zu bestellen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Staudo am 14. Mai 2011, 10:52:09
Der Geschmack ist neben Gesundheit erstrangig ;)

Das kommt immer darauf an, wer ernten wird. Aller Voraussicht nach werden das Unbekannte sein. Die Reben stehen im öffentlichen Grün und sehr gut zugänglich.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Arachne am 14. Mai 2011, 11:53:50
Diese Beschreibungen haben mir seinerzeit sehr geholfen.

Wieviele Reben sollen denn die Wand hinter dem grünen Osterei schmücken?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 14. Mai 2011, 12:11:21
möglicherweise könnte man mit aufgespannten netzen zur erntezeit die hemmschwelle erhöhen, sich an fremden eigentum zu vergreifen. sorten wie Isabella und Concorde dürften wegen dem foxton auf weniger interesse stoßen, wenn man die regel, daß geklautes immer besser als selbst angebautes obst schmeckt, außer acht lässt. ;)

als wohlschmeckende sorte möchte ich noch Festivee erwähnen, die noch vor Frumoasa Alba reift. die sorte ist auch sehr großfrüchtig, frosthart und unkompliziert. sie schmückt sich im herbt wie auch Ontario(blau) mit rotem herbstlaub.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Querkopf am 14. Mai 2011, 12:29:04
Hallo, Staudo,

Für eine Wand in voller Südlage benötige ich robuste, gesunde, lockerbeerige und sehr winterharte Reben. Die 'Muscat Bleu' entspricht in etwa meinen Vorstellungen. ...
für eine gut besonnte Terrassenwand haben wir uns 'Theresa' ausgeguckt. Die Überlegung: Sie reift recht spät; das mindert das Interesse der Wespen an den Früchten (nicht ganz unwichtig direkt am Sitzplatz ;)). Die (wenigen) Trauben, die wir bisher hatten, schmeckten gut. Die Pflanze hat die beiden vorigen Winter klaglos weggesteckt.

An der Wand gegenüber steht 'Muscat bleu', früher dran; macht sich auch hervorragend.

Ob sich das auf eure - kältere - Ecke übertragen lässt, weiß ich natürlich nicht.

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Staudo am 14. Mai 2011, 12:39:30
Wieviele Reben sollen denn die Wand hinter dem grünen Osterei schmücken?

4 Stück. Ich möchte zwei weiße und zwei rote nehmen. Vielen Dank für den Link. Regent scheint sich auch ganz gut zu machen.


@ Werner: Ich habe nichts dagegen, wenn sich Besucher dort bedienen und naschen. Wer mit einem Beutel anrückt, bekommt natürlich den zustehenden Rüffel.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Arachne am 14. Mai 2011, 14:55:04
Wenn das Aussehen wichtig ist, dann wäre die Farbe des Herbstlaubs bei der Auswahl bedenkenswert.

Z.B. gehen im Herbst die Blätter beim Muskat bleu einfach unauffällig dahin, die Königliche Esther zeigt vor dem Blattfall einen schönen Farbwechsel.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 15. Mai 2011, 15:18:51
Königliche Esther ist auch mein großer Favorit. Früh reif, kaum Kerne, kein Mehltau, hübsches Herbstlaub. Der Ertrag ist mäßig, aber super lecker.

Ansonsten ist Boskoop Glory auch schön. Die Trauben sind groß und lila-dunkelblau. Geschmacklich ganz ok und sehr reich tragend. Große Blätter, etwas später reif als K.Esther. Sehr stark wachsend! Die großen Blätter eignen sich sehr gut für gefüllte Weinblätter.

Muskat bleu ist sehr lecker, aber bei mir Mitte Oktober erst reif und damit die letzte freistehend reifende Traube. Das Herbstlaub ist trotz blauer Beeren nur gelb. Die Rebe trägt sehr reich. Leider haben die großen Trauben in den Beeren große Kerne.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 15. Mai 2011, 18:01:43
laubfärbung von Esther und Festivee im herbst:

[td]

Esther

[/td]
[td]

Festivee

[/td]
[/table]
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Staudo am 15. Mai 2011, 20:53:28
Ich will den Aufwand nicht übertreiben.

Ich würde von den blauen 'Muscat Bleu' und 'Boscoop Glory' nehmen, bei den weißen 'Bianca' und 'Isabella weiß'. Ich hoffe damit vor allem recht robuste Sorten aus den zur Verfügung stehenden gewählt zu haben. Oder?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 15. Mai 2011, 22:29:04
Bianca ist eine keltertraube. die trauben und beeren sind nur mittelgroß.
sie treibt zeitig aus und ist spätfrostgefährdet. bei kühlem blühwetter verrieselt sie.

als weiße tafeltrauben würde ich Frumoasa Alba (mittelspät) oder Wostorg (sehr früh) empfehlen.
amerikanerreben wie Isabella weiß sind sehr robust und haben einen kräftigen foxton.

Muscat Bleu ist frosthärter als Boskoops Glory. in den beschreibungen vieler sorten wird etwas gemogelt. ;) beide rebsorten haben mittlere trauben und beeren. Muscat Bleu kann bei ungünstigem wetter verrieseln.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 15. Mai 2011, 22:36:04
Zitat
...Bianca ist eine keltertraube...

noch nie davon gehört, was nicht viel sagen will...
weißt du, wo sie angebaut wird? und wird der wein dann als "bianca" verkauft oder ohne sortennamen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 15. Mai 2011, 22:47:49
Bianca wurde in Ungarn gezüchtet und wird dort auch gekeltert.
die sorte ist relativ anspruchlos und erfährt deshalb auch in GB eine gewisse verbreitung.
der hohe zuckergehalt ist mit ansprechender säure gepaart.
mehr kann ich aus meiner erinnerung nicht beitragen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 15. Mai 2011, 22:54:25
danke dir.
zm thema, aber etwas ot:
manchmal finde ich die unterscheidung tafeltraube/ keltertraube etwas künstlich, wenn es um die geschmackliche bewertung geht.
mir persönlich ist da die größe der beeren schnuppe, auch kerne stören mich nicht. hauptsache die sorte hat neben süße auch genügend säure und aroma.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 15. Mai 2011, 22:55:02
Zur Frostfestigkeit der Boskoops Glory kann ich nur sagen, daß die Rebe unseren Allgäuer Winter ohne geringste Schäden überstanden hat. Bis jetzt sehr gesunder starker Wuchs, mit die beste Holzreife und dieses Jahr die ersten Trauben, allerdings komisch angesetzt. Mehrere Gescheine, zum Teil ganz kleine auf einer Rute ???
Ist eigentlich nur eine Rettungsaktion gewesen ::) für ein Discounterpflänzchen, das sich erstaulich gut entwickelt hat...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 15. Mai 2011, 23:35:21
manchmal finde ich die unterscheidung tafeltraube/ keltertraube etwas künstlich, wenn es um die geschmackliche bewertung geht.
mir persönlich ist da die größe der beeren schnuppe, auch kerne stören mich nicht. hauptsache die sorte hat neben süße auch genügend säure und aroma.

die unterscheidung von kelter- und tafeltrauben liegt zum großteil in der optik begründet.
meistens werden tafeltrauben wegen des geringeren zucker- und säuregehaltes nicht zum keltern geeignet sein.

tafeltrauben sind auf der "tafel" von der trauben- und beerengröße ansprechender. i.d.r. sind auch die kerne weniger störend.
die geschmacklichen eigenschaften bilden hier nicht das kriterium.
es ist je nach sorte durchaus möglich, daß keltertrauben im geschmack tafeltrauben übertreffen.
deshalb werden bei geeigneter größe einige keltertrauben auch als tafeltrauben vermarktet.
für tafeltrauben ist wegen dem meist höheren ertrag (schwerere trauben) dem ausdünnen mehr beachtung zu schenken.
dann werden auch die tafeltrauben geschmacklich überzeugen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 15. Mai 2011, 23:48:20
Zitat
...tafeltrauben sind auf der "tafel" von der trauben- und beerengröße ansprechender...

das ist natürlich ansichtssache, aber wenn ich mir die tafeltrauben auf den hiesigen märkten anschaue mit ihren von jahr zu jahr größer werdenden, fast pflaumengroßen beeren, finde ich das fast widerwärtig.
ich assoziiere eher intensivmast als traubengeschmack.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Staudo am 16. Mai 2011, 07:37:38
ich assoziiere eher intensivmast als traubengeschmack.

Warum sollen vom Discounterobst nur Äpfel und Erdbeeren nach Futterrübe schmecken? Trauben können das auch.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 16. Mai 2011, 17:55:32
wenn ich mir die tafeltrauben auf den hiesigen märkten anschaue mit ihren von jahr zu jahr größer werdenden, fast pflaumengroßen beeren, finde ich das fast widerwärtig.
ich assoziiere eher intensivmast als traubengeschmack.

intensivmast trifft den nagel auf den kopf.
die tafeltrauben in den supermärkten stammen aus klimabegünstigten regionen wo die reben stark wie unkraut wachsen.
es wird reichlich chemisch gedüngt. 12 - 20 spritzungen und der einsatz von konservierungsstoffen sorgen dafür, daß die verbraucher keinen optischen makel entdecken. zusätzlich wird mit pflanzenhormonen wie gibberellin nachgeholfen, die beeren größenmäßig zu strecken. otto normalverbraucher interessiert die vorgehensweise zur erzeugung der trauben nicht - sie müssen nur dem auge gefällig präsentiert werden, je größer desto besser.
das hierunter das aroma der trauben leidet ist kein wunder. man könnte sie mit wassergefüllten kalebassen vergleichen. ;)

es geht aber auch anders, wie tausende privatanbauer von tafeltrauben beweisen.
interessant wäre zu erfahren ob dich evt. einige selbstgepflanzte tafeltraubensorten nicht geschmacklich überzeugt haben, max.
wenn du reine europäerreben bevorzugst kann ich dir beispielsweise Garant empfehlen. (an Staudo - in vergleichsweise offener lage hat Garant die letzten 3 winter unbeschadet überstanden)
diese sorte hat einen mittelhohen ertrag und ist genauso pilzfest wie Muscat Bleu. geschmacklich ist sie keltertrauben wie Müller Thurgau oder Orthega mindestens ebenbürtig.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 16. Mai 2011, 19:37:50
Zitat
...interessant wäre zu erfahren ob dich evt. einige selbstgepflanzte tafeltraubensorten nicht geschmacklich überzeugt haben, max....

die meisten meiner tafelsorten haben letztes jahr zum ersten mal getragen. nun war 2010 ein sehr ungünstiges jahr für reben, das weißt du ja. erschwerend kam hinzu, daß ich einige spätreifende sorten habe und die waren durch die bank wenig aromatisch. kein wunder bei dem witterungsverlauf.
dieses jahr sollte alles anders werden, was sich leider bewahrheitet hat, nur anders als ich dachte: mir hat der spätfrost anfang mai fast alle 24 reben so geschädigt, daß nur von wenigen reben einen ertag geben wird. die meisten hatten schon weit entwickelte gescheine, die der frost zerbröselt hat.

Zitat
...wenn du reine europäerreben bevorzugst...
generell schon. aber das liegt an mangelnder kenntnis der alternativen. ich mag sehr gerne vollreife rieslingtrauben, so ab 95 oe. auch sylvaner und muskateller und gewürztraminer finde ich gut.
letztere beiden machen aber sehr schnell satt, da etwas aufdringlich.
aber auch manche der eher penetranten direktträger mag ich sehr. aber das ist eigentlich eine ganz andere frucht und trägt nur zufällig den namen "traube".

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 16. Mai 2011, 21:51:59
so, melde mich auch mal wieder.........

vom einen extrem ins andere. nachdem ich jahrelang immer nach sonne und wärme vergebens gehofft habe in meiner region zeigen eine verpflanzten stöcke nun in der pfalz teilweise welke blätter! es regnet einfach nicht, höchstens mal 5 minuten kurze schauer die gar nichts bringen. dazu anhaltend sommerlich warm bis auf die letzten 2 tage. ich kann auch nichts mehr pflanzen weil ich keine bewässerungsmöglichkeit habe und der boden staubt. zuvor hat es alle tieferen lagen schwer mit dem spätfrost vor 1 1/2 wochen getroffen, man spricht von um die 5000ha geschädigter fläche in der pfalz.

zu hause sind nur 3 oder 4 stöcke betroffen die sich im aufbau befanden und recht tief/niedrig waren. alle anderen sehen gut aus. v.a. venus, esther und delrho zeigen sehr gute ansätze. aber auch garant, narancizu und swenson red haben dem winter getrotzt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: paulche am 19. Mai 2011, 22:01:48
Welches sind die am frühesten tragenden Reben? Reifen die schon im August o. gibt es auch schon im Juli reifende Weintrauben? Haben solche Reben Probleme mit Spätfrost an den Blüten?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 20. Mai 2011, 16:13:16
Klar gibt es im Juli reifende Trauben,nur nicht in Deutschland ;D August ist aber für manche Lagen wohl kein Problem, Traubenfreund hat mal eine Liste zusammengestellt, ich finds gerade nicht. Mit Spätfrost haben alle Reben Probleme, da sind nicht nur die Blüten, sondern die kompletten Triebe kaputt. Es ist aber schon sortenabhängig, wann eine Rebe im Frühjahr startet.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 22. Mai 2011, 17:25:56
in der sortenliste von trauben-freund (ich weiss nicht ob sie aktuell ist) werden Ischia und Arolanka als früheste sorten genannt.
unter glas/folie können frühsorten ab juli reifen.

zwischen der reifezeit und dem austriebszeitpunkt besteht kein direkter zusammenhang.
meine am frühesten reifende sorte ist Mitschurinski. die ersten trauben sind meistens zwischen 10. und 15. august reif. 2010 war die reife wegen der nassen witterung ungewöhnlich spät. vor einigen jahren konnte ich ausnahmsweise am 30. juli die erste traube ernten. der standort ist freistehend geschützt mit erhöhten bodentemperaturen (pflaster).
die Perle von Csaba reifte knapp eine woche zeitiger als Mitschurinski. die leicht platzenden, sehr wohlschmeckenden beeren zogen regelmäßig wespen an. deshalb rodete ich die sorte. unter glas oder regenschutz könnte man diesen nachteil evt. beheben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 24. Mai 2011, 19:42:57
Ich habe 4 Rebsorten, die ich erst in Töpfen hatte und die jetzt den dritten Frühling im Garten ausgepflanzt verbringen. Die eine, Muskat Nay, hat von Anfang an geblüht und getragen. Gelber Augusteller und Pamiat Negrula sind dieses Jahr voller Blütenstände. Nur Reform macht gar nichts (blütentechnisch).
Ist Reform so gut, dass man ihr noch ein Jahr geben sollte, oder sollte man roden und eine bessere Sorte pflanzen (und wenn ja, welche)?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 24. Mai 2011, 20:53:49
Vielleicht zu kurzer Schnitt, ich habe Reform auch im Topf stehen, der kommt auch noch ins Freiland, soll früh und gut sein.

A propos, ich habe noch einige Reben außer Reform hier dank großzügiger Spende, die ich nur teilweise noch im Freien unterbringen kann ::)
Folgende Sorten wollte bzw. muß ich in Töpfen mit jeweils etwa 50-60 Liter unterbringen und brauche Infos, ob sie nicht zu starkwüchsig sind und auf welchen Schnitt ich mich einstellen soll: Perle v. Csaba, Primus, Bella Rosso, Favorit, Augusta Luise, Hildegardistraube, Kodrianka, Druschba, gelber Augusteller, Carmen. Century und Himrod kommen noch ins Freie. Vielleicht könnte jemand generell mal eine öffentliche Liste einstellen wie Traubenfreund mit jeweiligen Hinweisen zu Schnitt, Fruchtbarkeit u.ä. und diese in der Hauptübersicht dranhängen :-*
Dann müßte man nicht immer nachfragen und nerven 8)
LG Lisa
OT: ich habe mal hochgerechnet, wieviel Sorten ich dann beieinander habe und bin auf 25 gekommen :o das wird mir hier im Hochland wohl keiner nachmachen können ;D ob sie allerdings reif werden, wage ich zu bezweifeln :-\
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 24. Mai 2011, 21:27:42
Ich habe eigentlich immer lang angeschnitten. Hmmm...
Hast Du denn Reform? Ist sie lecker? (Ich habe nur die blumigen Anpreisungen der Händler, aber danach ist ja praktisch jede Frucht eine Aromaexplosion...)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 24. Mai 2011, 22:09:16
Ich habe Reform vom Bekannten bekommen, der ihn wirklich gut findet, zumindest was die Reife angeht. Bei mir wird sie/er erst nächstes Jahr fruchten, so Gott will...
In Polen wird er nicht als besonders gut beschrieben, aber mit hohem Zuckergehalt und leicht orangigem Geschmack, sehr süß.
Da heißt es, daß auch mittelkurzer Anschnitt mi 3-5 Augen ausreicht...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 25. Mai 2011, 05:31:28
Vielleicht könnte jemand generell mal eine öffentliche Liste einstellen wie Traubenfreund mit jeweiligen Hinweisen zu Schnitt, Fruchtbarkeit u.ä. und diese in der Hauptübersicht dranhängen :-*
Dann müßte man nicht immer nachfragen und nerven 8)
LG Lisa

Oh ja! Das wäre ganz prima :D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 25. Mai 2011, 10:07:25
Och, na dann bekommt er noch ein Gnadenjahr....
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 02. Juni 2011, 21:45:47
Die ersten Gescheine haben angefangen zu blühen. In unserer Lage extrem Früh.
Die längsten Triebe haben fast 2m.


Millennium 14_04_2011-1.jpg



Venus 11-04-14-2.jpg


Bilder vom 11. und 14.04.2011

Keine Frostschäden. Bis -3 Grad mussten sie aushalten.



Juliane 30.05.2010



Bild vom 30.05.2010
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 04. Juni 2011, 10:06:30
Bei mir blüht Venus auch, hätte ich voll übersehen.
Na dann bin ich mal gespannt, wie das Jahr wird.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 04. Juni 2011, 22:55:01
Draußen blüht bei mir noch nichts, im Gewächshaus blühen bzw sind mit der Blüte gerade durch die Sorten Italia, Kodrianka, Poloskei Muskataly und die Großtraubige von der Mosel, im Wintergarten hat die Königliche Esther erbsengroße Beeren, ich habe sogar schon eine entdeckt, die anfängt zu färben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 05. Juni 2011, 01:41:32
Ich habe Reform.(Schmidt)
Dieses Jahr wird zum zweiten mal tragen.
Im moment hat schon erbsengrosse Beeren.
Ziemlich pilzfest(bei mir),früh,gut für die Anfenger,ertrag braucht man nicht normiren.
Für mich natürlich ist ER nichts,bleibt nur so lange bis ich wider plaz brauche.
Himrod,Canadice,Solaris für mich sind wesentlich besser.


Hat jemand Mascke in Blau oder Alina ?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 05. Juni 2011, 10:04:46
Kennt jemand von euch die Sorte Onyx?

Im GW hat alles geblüht, teilweise sind es schon Erbsen große Beeren.
Im freien blüht es seit ein paar Tagen, das Wetter paßt ja so kann ich auf ein sehr gutes Jahr hoffen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 05. Juni 2011, 23:20:50
am 28. Mai begann an meinem standort die rebblüte.
in den meisten jahren liegt dieser zeitpunkt hier in der ersten bis zweiten juni - dekade.
2010 dauerte die blüte etwa 6 wochen. ich schätze, daß bei der aktuellen witterung die blüte aller vorhandenen sorten innerhalb von 3 wochen abgeschlossen sein wird.

heute regnete es erstmalig seit april, knapp 10 mm.
die wasserversorgung ist mit dem eigenen brunnen allerdings kein problem.
nach mäßigen winter- und spätfrostschäden sind die aussichten für ein erfolgreiches weinjahr momemtan vielversprechend. 8) zeigertriebe (oidium) konnte ich noch nicht entdecken.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 08. Juni 2011, 22:13:55
Ich staune immer wieder, wann bei Euch schon die Blüte begann. Bei mir sind nur 3 Reben halbwegs in normalen Entwicklungsstadium, je eine Muskat Bleu, Pieszna und Original. Hier stehen die Gescheine kurz vor der Blüte. Am extremsten zurück sind einige Stöcke, die zunächst tot schienen und nun doch ein oder zwei kleine Blätter ausgetrieben haben, z.B. Arkadia. Der Rest ist irgendwo dazwischen, etwa 6 Reben von 30 sind tot.
Titel: Re:Welika
Beitrag von: Valentin2 am 13. Juni 2011, 17:12:31
Hallo Valentin2,

 Hier und natürlich auch hier findest Du etwas über Welika.
VG
Giaco
Hallo Giaco!
Mit etwas Verspähtung,vielen Dank für Deine schnelle Hilfe,in etwa drei Jahren werde ich vieleicht Welika aus meinem Garten verkosten können .

Hallo Greizer!
Onyx soll zwar sehr gut schmecken,aber die restlichen Eigenschaften sind leider nicht so tolle:Resistenz fast null,Reifezeit Ende September oder spähter,und braucht auch noch viel Wärme dazu.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 13. Juni 2011, 17:27:06
Hallo Valentin2
So was in der Art habe ich auch im net gefunden, Reife Ende Septemper, Trauben blau und so um die 300g.
Die stand jedenfalls in einen Gartencenter in Tchechien und ein Bekannter wollte sich erst näher kundig machen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 14. Juni 2011, 23:37:31
Hallo Valentin2
Ich habe Velika und bekomme dieses Jahr eine kostprobe.
Auch Elegant swerchranij,Izuminka und Tason (alle frühsorten),tragen dieses Jahr.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Valentin2 am 17. Juni 2011, 15:46:51
Hallo Valentin2
Ich habe Velika und bekomme dieses Jahr eine kostprobe.
Auch Elegant swerchranij,Izuminka und Tason (alle frühsorten),tragen dieses Jahr.

Hallo Jakob!
Du bist,was die Sorten betrifft,mir weit voraus muss ich sagen.Von den neuen Sorten aus dem russischen oder ukrainischem Raum habe ich noch nichts,wird aber noch kommen.Welika und einige andere bulgarische Sorten kammen dises Jahr neu in meinen Garten.Im Herbst hoffe ich noch einige Sorten zu ergattern,die auf meiner Fahndungsliste stehen,darauf steht ganz oben die Tanjuscha,kennst Du die?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. Juni 2011, 16:58:35
Liebe Traubenverrückten, bei mir im Gewächshaus trägt Kodrianka dieses Jahr das erste Mal, wenn man mal von einer Naschtraube letztes Jahr absieht. Die Pflanze ist im dritten oder vierten Jahr. Der Ansatz ist gewaltig. Nun sind einige Trauben sehr weit fortgeschritten und andere nicht. Die Beerengröße ist bei den Trauben mit den kleinen Beeren etwa schrotkorngroß, bei den Trauben mit den fortgeschrittenen Beeren sind die Beeren gut bohnengroß. Bitte sagt mir nicht, daß ich die Trauben, die kleine Beeren haben, abschneiden muß :'(
Diese Trauben sind nämlich auch sehr groß. Tendenziell sind die Beeren der Trauben im unteren Bereich der Rebe klein und oben groß. Holt die Pflanze das noch auf, wenn ich immer brav gieße und mit ihnen rede ??? Innerhalb der Traube sind die Beeren gleichmäßig groß.

Ich habe einen Bogen gebunden und einen Zapfen stehen lassen für das nächste Jahr.

in diesem jahr habe ich auch reichlich "nachzügler", vermutlich auf den zeitigen wintereinbruch/spätfrost zurückzuführen. die wegen dem ausgeprägten spitzenwachstum der reben am besten ernährten triebe (oben) werden aber immer einen vorsprung aufweisen wenn das einjährige holz nicht durch frost geschädigt wurde.
die am stärksten (von den freistehenden reben) geschädigte Piesnia hält jetzt ein trostpflaster in form von blühenden gescheinen bereit. bei den anderen rebsorten war die hauptblüte um den 15. juni beendet - es gab dort auch spätblüher.

Kodrianka wird im GH keine probleme mit der reife haben.
angesichts des möglichen traubengewichts von 1 kg würde ich aber so weit ausdünnen, daß reservestoffeinlagerung und der ertrag im folgenden jahr nicht gefährdet werden. die beeren werden bei optimaler ernährung größer, d.h. das gesamtgewicht der geernteten trauben wird sich bei reduzierter traubenanzahl nur unwesentlich verringern.
bei jungreben kann es nützlich sein, den gesamtertrag mittels der anzahl und dem nominalgewicht der trauben zwecks ausdünnung abzuschätzen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 24. Juni 2011, 23:03:31
@werner 987

Du hattest mal geschrieben, dass Garant recht frostfest ist. Wie war das bei Dir in den letzten Jahren? Wie weit waren die Ruten gewöhnlich zurück gefroren?

Wie ist die Frostfestigkeit im Vergleich zu Frumoase Alba, Arkadia, Kodrianka bzw.Muskat Bleu?

Neigt Garant zum Verrieseln oder gibt es Besonderheiten zu beachten?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 25. Juni 2011, 07:41:28
@dietmar

garant zeigte bei mir in diesem jahr 0 augenschäden.habe sie auch als dauer-kordon und den kordon dieses jahr um 1m verlängert, kein problem. muskat bleu mit leichten schäden, ebenso wieder olimpiada und reflex.

sie ist schon recht locker aber auf konstanten niveau. richtige ertragsausfälle hab ich noch nicht erlebt. der ertrag ist aber nicht gerade üppig bei mir und die laubwand bei normalen anschnitt extrem luftig. ich kann wohl gut 50% mehr augen stehen lassen damit man auch mal gut erntet.

blüte ist bei mir fast vorbei. der großteil ist im bereich abgehende blüte. venus und goldperle wie immer sehr früh dran und leicht über schrotkorngröße raus. perlaut wirft langsam die käppchen ab.



dafür hab ich dieses jahr tramina erhalten. bei lhea und miela muss ich erstmal noch geduld haben.

mir ist es zumindest gelungen tramina zu bekommen von den blattner-sorten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. Juni 2011, 10:43:48
die frostfestigkeit von Garant würde ich ähnlich hoch wie die von Frumoase Alba und M.Garnier einschätzen.
M.Bleu habe ich nicht, der steht bei einem nachbarn, dürfte aber (fast) identische frosthärte wie M.Garnier besitzen.

am holz von Garant gab es m.e. noch keine frostschäden. nur vereinzelte augen sind heuer nicht ausgetrieben, wobei ich allerdings die ursache nicht verifiziert hatte.
Garant neigt nicht zum verrieseln. die trauben sind etwas dichter als bei M.Garnier, aber trotzdem lockerbeerig.
bezüglich widerstandsfähigkeit gegen oidium und vor allem pero verdient diese sorte die bezeichnung "resistent", was man von einigen anderen nicht sagen kann. (ja - es gibt auch resistente amerikaner - wenn man das fuchsaroma mag)
geschmacklich gehört sie zu meinen top 3. die beerengröße wird deiner Glenora entsprechen, vlt. etwas dicker.
wie bereits von trauben-freund angedeutet sind bei Garant keine hohen erträge zu erwarten. in nährstoffarmen böden erhöht eine vorratsdüngung mit P, K, Mg in ca. 60 cm tiefe und ausgereifter kompost die fruchtbarkeit.

wer kann bereits über persönliche erfahrungen mit der sorte Patrizia berichten?

http://www.bioaktuell.ch/de/pflanzenbau/obstbau/obstbau-tafeltrauben/tafeltrauben-sortenwahl.html
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 25. Juni 2011, 11:21:38
Hallo zusammen,
hier mal ein Zwischenstand aus dem Polarkreis ;D
Im freien stehende Boskoop Glory und Korinka russkaja haben die Blüte abgeschlossen, bei allen anderen dieses Jahr noch keine Gescheine drangelassen.
Venus an der Wand hat oben erbsengroße Beeren, unten etwas kleiner, juhuu, die wird definitiv reif trotz meiner Bedenken.
Vom lieben Forumsmitglied habe ich noch dieses Jahr Trollhaugen, Preis und Sommerset seedless bekommen, die entwickeln sich gut, da bin ich auf die Reife gespannt.
Habe ich schon erwähnt, daß Geduld nicht meine Stärke ist? 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. Juni 2011, 16:53:01
Habe ich schon erwähnt, daß Geduld nicht meine Stärke ist? 8)

 (http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/a015.gif)
...ich würde sagen...
(http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/p075.gif)

...das gibt sich, wenn die jungreben größer und zahlreicher werden.
dann kann die kontrolle und z.b. das heften der grüntriebe in arbeit ausarten. ;) ;D
für einen angehenden polarwinzer sind deine voraussetzungen schon fast zu gut. :o

erbsengroße beeren konnte ich an einigen trauben von Arkadia, Festivee, Fanny, Naranczizu, Katharina und Mitschurinski entdecken.
in diesem jahr werde ich erstmals kostproben von Wostorg Krasnyi, Galanth, Solnoczka und Juliana erhalten. 8)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 25. Juni 2011, 21:46:53
@ all

vergessen zu schreiben............hab 2 tramina mehr genommen wenn jd. im forum interesse hat......
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Valentin2 am 28. Juni 2011, 15:24:20
@ all

vergessen zu schreiben............hab 2 tramina mehr genommen wenn jd. im forum interesse hat......
Hallo TRaubenfreund!
Melde mich hiermit als Interessent für eine tramina,über die ich dann gerne auch die vorhandenen Informationen hätte.
Im Herbst bekomme ich einige der Babrikov Sorten ,falls Interesse besteht könnten wir einfach tauschen,wenn nicht warte
ich auf deinen vorschlag.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 28. Juni 2011, 22:45:47
meine reben bluehen noch ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Valentin2 am 07. Juli 2011, 21:43:58
@ all

vergessen zu schreiben............hab 2 tramina mehr genommen wenn jd. im forum interesse hat......
[Hallo TRaubenfreund!
Was für ein Glück das Du mir nicht geanwortet hast ,bin nähmlich an Tramina nicht mehr interesiert.
Gruss Valentin2./quote]
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 12. Juli 2011, 00:04:56
Walentin2
Was für ein Glück für DICH ist das Du nicht mehr interesirt bist.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 12. Juli 2011, 18:54:56
Habe heute festgestellt, daß Kodrianka im Gewächsahaus beginnt zu färben. Wie schauts bei Euch? Darf ich damit rechen, daß ich in 6 Wochen meine ersten Kodriankas essen kann?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. Juli 2011, 19:09:33
@apfelfreund

venus ist bei mir an ostwand bei erbsengröße, perlaut gerade mal verblüht

im weingut färbt muscat bleu im hof seit 3 wochen, keltertrauben kurz davor im wingert.

daheim schaut alles erstaulich gut aus, trauben so groß wie noch nie! keinerlei mehltaubefall, hab 2 mal gegen oidium und 1 mal gegen pero gespritzt aber nur mycosin vin. was mir aufgefallen ist, ist phomopsis bei swenson red und aurora aber das ist nicht dramatisch.

erstmals wird hardle, canadice und goethe bei mir tragen.

habe alles wenn möglich auf halbbogen geschnitten. macht sich viel besser bei tafeltrauben aber dann ist ausdünnen erforderlich. ontario mit bis zu 3 wirklich großen trauben pro trieb von 20cm und größer.

enttäuschend nur dass arkadia und noir hatif vom winterfrost erwischt wurden und ich einen neuen stamm aufbauen muss aber wenn ich da andere anlagen sehe ist das eher ein luxusproblem.

was ich sonst gemacht habe
eigentlich nicht viel

entblättern ( nur geiztriebe im traubenbereich) kurz nach blüte
gipfeln kurz nach blüte
bei großtraubigen sorten etwa auf 1,2 trauben pro trieb ausdünnen zur oder ganz kurz nach blüte

ansonsten jede 3te traube entfernen
bei stöcken unter 3 jahre ausdünnen auf maximal 1 traube/trieb
kümmertriebe usw. wurden nach letzten spätfrost entfernt
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 12. Juli 2011, 19:20:06
Zitat
...entblättern ( nur geiztriebe im traubenbereich) kurz nach blüte
gipfeln kurz nach blüte...

wieso gibt es bei dir so früh schon geiztriebe?
so früh schon gipfeln? werden da die trauben nicht zu kompakt?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. Juli 2011, 19:40:38
daheim hab ich nur noch reine tafeltrauben, die sind mir eher schon zu locker!
kompakt wäre gut, druschba und hardle sehr "zottelig"
im wingert wurde nix gegipfelt, da ist dieses jahr noch sanierung angesagt

geiztriebe gibt es immer reichlich aber ist wohl eher sortenabhängig als nährstoff-bedingt.

delrho,venus und boznerin praktisch 0 geize, osella und swenson wie hölle, teilweise bleistift-dick

vergessen zu sagen: robuste sorten hab ich komplett ausgelassen mit spritzung (garant,galanth,delaware uvm.)
nur reine europäer und bekannt anfällige sorten wurden überhaupt gespritzt!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 12. Juli 2011, 21:17:35
Früh gipfeln ergibt kompaktere Trauben? Ist ja interessant. Gibt es dafür eine Erklärung?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 12. Juli 2011, 21:25:29
wenn man das vegetative wachstum früh bremst wird das generative gefördert

das gilt zumindest im sommer

im winter führt starker schnitt zu starkem vegetativen wachstum

liegt in der natur der pflanze, kein trick
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 13. Juli 2011, 20:44:46
Im Obstbau kenne ich wohl das Gesetz, daß ein Sommerschitt den Fruchtansatz im nächsten Jahr erhöht und ein Winterschnitt den Trieb fördert, aber wie gesagt in der nächsten Saison.

Kann ich also beim Wein den Ertrag innerhalb einer Saison beeinflussen? Also früh gipfeln und im gleichen Jahr gut ernten? Oder werden die Augen im gegipfelten Trieb so gewandelt, daß dort im nächsten Jahr die besseren Trauben wachsen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 14. Juli 2011, 09:45:12
der ertrag für das folgende jahr wird größtenteils von der witterung beeinflusst. ist das wetter warm und ausreichend feucht dann entwickeln sich in den winterknospen die gescheine besser. deshalb sind meist bei längeren anschnitt die hinteren knospen fruchtbarer und bringen größere trauben, denn die entwickeln sich im juni/juli bei höheren temperaturen als die basalen im april/mai.

natürlich hängt das auch stark von der sorte ab aber obiges stimmt schon

winterschnitt fördert das vegetative wachstum, sommerschnitt bremst es. man kann nicht früh gipfeln um im folgenden jahr größere trauben zu bekommen, das klappt nicht.

wenn man wirklich in die beeren/traubengröße eingreifen will geht das nur über deutlich höhere temperaturen ( da ist nunmal der standort der begrenzende faktor) und / oder gibberelin (GIBB3).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 14. Juli 2011, 15:55:43
@ traubenfreund, danke für die interessanten Zusammenhänge!!!

Daraus lerne ich, daß bei warmem Wetter im Mai ich den Rebstock etwas kürzer anschneiden kann, als bei einem kalten Mai.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 14. Juli 2011, 17:11:20
@ traubenfreund, danke für die interessanten Zusammenhänge!!!

Daraus lerne ich, daß bei warmem Wetter im Mai ich den Rebstock etwas kürzer anschneiden kann, als bei einem kalten Mai.
Man schneidet im Mai nicht ??? Ich habe es so verstanden, daß die Vorjahresknospen weiter aufm Trieb bessere Trauben im nächsten Jahr bringen und somit ein langer Anschnitt im Vorfrühling günstiger ist.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 14. Juli 2011, 18:45:12
Sorry Flammeri, ich habe mich mißverständlich ausgedrückt: Ich meine, wenn es im Mai sehr warm ist, dann werden die Knospen, die in dem Mai gebildet werden sich gut für Trauben im nächsten Jahr eignen. Daß heißt wiederum, daß man die Knospen, die später gebildet werden, im nächsten Jahr getrost abschneiden kann. Man kann also im nächsten Jahr den Anschnitt kürzer wählen, als wenn es im vorigen Mai kalt war.

 :P ??? :D :D :D :D :D :D ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 15. Juli 2011, 00:02:42
Ach jetzt ist der Groschen gefallen ;D Interessanter Ansatz...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: trauben-freund am 16. Juli 2011, 12:18:55
@flammeri

für uns und für tafeltrauben allgemein spielt das eigentlich kaum eine rolle. wir versuchen ja große trauben zu erzeugen und da ist langer anschnitt immer anzustreben. ausnahmen sind nur bei an hauswand gezogenen stöcken die so groß sind, dass man einfach zapfenschnitt macht oder kardinal habe ich die jahre bewusst auf zapfen geschnitten weil sie sonst immer so große schultern hatte und sie von innen heraus faulte. gleiches gilt evtl auch für kodrianka.

ich schneide auch meine reben an der hauswand lang an weil man wirklich viel viel größere trauben bekommt. bei garant und ontario seh ich es besonders stark dieses jahr. da sieht man schon von weitem wie die trauben weniger und kleiner werden zur basis hin. bei narancizu ebenso. schneid sie über mein komplettes fenster hinweg. dacht früher die sorte trägt ja fast nichts. jetzt reduzier ich seit 2 jahren den ertrag.

auch bei keltertrauben sieht man selten zapfenschnitt. hab nur eine anlage dieses jahr auf zapfen geschnitten und das war umkehrerziehung. interessant evtl bei cabernet sauvignon, die basal gut trägt und sehr dicke beerenhaut hat. das sind wohl die 2 wichtigsten kriterien.ansonsten nur in ausnahmefällen
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 16. Juli 2011, 18:22:11
Okay, überzeugt, war ja auch nur eine von mir schnell aufgestellte Theorie :D

@ Traubenfreund, schön, daß wir alle von Deiner großen Erfahrung schöpfen können und Du auch jederzeit bereit bist diese weiterzugeben!!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Windsbraut am 17. Juli 2011, 22:30:23
Meine Frumoasa alba, im 2. Standjahr (1jährig gekauft, also jetzt 3 Jahre alt), hat dieses Jahr nicht geblüht.

Sie sieht völlig ok aus; ich hatte ihr die oberen zwei Seitentriebe (so in 50 cm Höhe) belassen und waagerecht nach rechts und links am Spalier gezogen. Sie sind gut belaubt und haben viele kurze senkrecht nach oben wachsende Triebe - aber keine einzige Blüte.................

Woran kann das liegen?

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 18. Juli 2011, 19:47:50
Stefanie, hab Geduld, die Rebe ist noch zu jung.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Windsbraut am 18. Juli 2011, 19:51:41
Stefanie, hab Geduld, die Rebe ist noch zu jung.

Oh, wirklich? Das kam mir gar nicht in den Sinn, weil sie im letzten Jahr an nur einem kurzen Trieb an mehreren Stellen bereits geblüht hat - die Blüten hatte ich ihr aber bis auf eine Traube entfernt. Und diese eine hat auch gefruchtet (habe aber auch davon ein Drittel weggeschnitten, um die Rebe nicht zu entkräften - aber wir wollten probieren .... ;))
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Botaniker am 19. Juli 2011, 20:54:50
@trauben-freund

Wie sieht das dann mit der Schnitttechnik aus: Machst Du einen Bogen bzw. Strecker und dazu einen Ersatzzapfen für das Folgejahr?
Titel: Geduld mit Frumoasa Alba
Beitrag von: Giaco85 am 19. Juli 2011, 22:27:20
@Stefanie,

Lass die Rebe erstmal ankommen. Sie baut in diesem Jahr ihr Wurzelsystem auf. Unter guten Bedingungen wird sie dann nächstes Jahr wieder blühen und vielleicht auch fruchten. Ich habe den Fall, den du für Frumoasa Alba beschreibst, bei Venus, Mireille, Isa und einigen anderen erlebt. Bis her haben alle spätestens im 3. Standjahr geblüht und zumindest Probiertrauben geliefert.
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lucelli am 20. Juli 2011, 11:44:17
@ alle Ostrebenspezialisten

Habe kurz eine Frage an alle Kenner und Spezialisten für die Tafelreben aus dem Osten. Vor 2 Jahren habe ich mir eine "Kischmisch" - Rebe von der Rebschule Sch**dt bestellt, die übrigens heuer wunderbar bestockt ist. Kennt jemand zufälligerweise die genaue Sortenbezeichnung dieser kernlosen Sorte der Rebschule Sch**dt ?

Vielen Dank im voraus
Lucelli
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 20. Juli 2011, 16:03:49
Hallo Lucelli,

Hier findest Du die Antwort. Die Sorte wird hier vorgestellt.


VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 20. Juli 2011, 17:28:23
Giaco85

Gut das du das defunden hast "Hier ".

Ich muss leider jezt ,wo beide sorten neben einander zum 3 mal tragen die aussage zurück nähmen,dass Kischmisch(Schmidt) und Kischmisch Zaporozhskij eine und die selbe sorte ist.
Ist auch nicht Ruzbol, auch nicht Kischmisch Lutschistyj,ich vermute das ist Kischmisch Rosowyj,wird aber bei mir erst nechstes jahr tragen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 20. Juli 2011, 18:11:05
Ich vermute dahinter Kiszmisz 342, den ich letztes Jahr bekommen habe. Vielleicht hat er bei mir nächstes Jahr Trauben, dann kann man vergleichen.
Wobei, wenn man sich das Foto von Kiszmisz rosowyj anschaut...:
http://vinograd.info/gallery/vine-104.html
Titel: Kischmisch
Beitrag von: Giaco85 am 20. Juli 2011, 21:58:41
Der auf der Versuchsfläche der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Stutel angebaute Kischmisch ist auch nicht näher bezeichnet.

In 2010 schaute er so aus:
[td]
(http://s50.radikal.ru/i128/1009/79/a4de670e8bd9t.jpg)
[/td]
[td]
(http://i056.radikal.ru/1009/01/2184d1f07a9ft.jpg)
[/td]
[/table]

Kischmisch=Kischmischi, bjessjemjannyje sorta winograda=kernlose Trauben ;)

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 21. Juli 2011, 14:57:09
zur Diskussion Kischmisch Schmidt:
auf dem Bild links Kimi Lutschesti vom 12.7.2011 (Foto aus dem Ukraineforum)
rechts Kimi Schmidt vom 21.7. 2011 (Foto aus meinem Weinberg).
Kommentar: Beerenform ist ähnlich länglich, Entwicklungsstand in Ismailia etwas weiter, aber vergleichbar.
Kimi rosowo ist nicht sehr wahrscheinlich (sehr späte Reife, hohe Klimaforderungen), Kimi 342 kommt aus Farbgründen nicht in Betracht. warum Sollte Kimi Schmidt nicht Kimi Lutschesti sein?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lucelli am 24. Juli 2011, 11:03:26
Hallo zusammen,
da ich seit längerem eine gute kernlose blaue Tafeltraube suche, ist mir das Angebot vom * & S Versand mit der geschützten Sorte " Magdalena " ins Auge gestochen. Kann jemand im Forum etwas über diese Sorte berichten ( will mich auf keinen Fall auf die Aussagen im Katalog verlassen)? Ist die Sorte Magdalena als Sorte geschützt oder nur der Marketingname "Magdalena" und es steckt eine altbekannte Sorte dahinter ? Leider habe ich im Internet keine weiterführenden Informationen gefunden.

Lucelli
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 24. Juli 2011, 11:39:40
Meines Wissens ist genannte "Magdalena" nicht sortengeschützt. Auf den Seiten vom Bundessortenamt in Hannover ist sie jedenfalls nicht eingetragen und auch nicht zur Eintragung vorgesehen. Auch beim europ. Sortenamt (CPVO) ist sie nicht genannt. Ich denke mal, das ist - wie so oft praktiziert - eine "alte" Sorte mit neuem Namen.
Ich hab' mir letztes Jahr eine bestellt und gepflanzt. Vom Laub her ist sie mir nicht bekannt. Also weder Venus noch Glenora blau - welche ich als blaue kernlose Sorten kenne.
Wenn ich Zeit habe, kann ich mal ein Foto von einem Blatt hier einstellen. Meiner Meinung nach ein typisches "Europäerblatt".
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 24. Juli 2011, 18:04:58
Hallo Traubenfreunde
Auch ich bin auf der Suche nach einer kernlosen blauen Sorte auf Magdalena gestoßen.
Habe natürlich bei A.u.S. die Sorte im Katalog gesehen.Da bei mir die Trauben im Gewächshaus stehen konnte ich
bei 3 Reben im ersten Jahr Trauben sehen. Welch ein Wunder von den 5 bestellten Reben sind mit Sicherheit 3 Reben
 3 Sorten. Nach meiner Reklamation wurden mir 5 neue Reben im Herbst zugesagt, vielleicht ist es dann eine Sorte?
Magdalena soll angeblich aus Ungarn stammen. Hier sollte sich jeder einen Reim auf den Kauf von Reben bei einem
Versandhandel bilden.
Im übrigen macht sich "Jana" fantastisch, supertolle Trauben mit dicken kernlosen Beeren, einfach ein Traum.
Bei Reife werde ich Bilder einstellen. Bilder vom letzten Jahr hatte ich eingestellt.
Im Moment laufen Spritzversuche mit BIO - Mitteln, nach Auswertung, durch die Landw.-Kammer und der Firme Biolchim
werde ich berichten.
Ansonsten schlage ich mich mit Wespen herum und Ernte die ersten Arkadias, Tonia kommt in der nächsten Woche zur Ernte.

Gruß an alle Traubenfreunde Britrau
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Lucelli am 25. Juli 2011, 11:21:13
@ BriTrau
Hab von dieser Sorte "Jana" noch nie etwas gehört.
Ist die hochgelobte Sorte blauer oder gelber Natur? Großbeerige kernlose Sorten sind von mir immer gesucht. Welche Rebschule vertreibt die Sorte "Jana " oder ist der Anbau noch in der Erprobungsphase ?

Lucelli

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 25. Juli 2011, 16:27:18
Ich hab' letztes Jahr ne Jana (weiß, kernlos) bei Schmidt in Obernbreit bekommen. Vielleicht hat er wieder welche.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 25. Juli 2011, 20:36:00
Hallo Siebenstein
Wenn du im letzen Jahr eine "Jana " von Schmidt bekommen hast, wie hat sie den Winter im freien überstanden?
Ich baue "Jana" nur im Gewächshaus an. Schmidt bekommt in diesem Winter wieder Edelreiser von mir, ich denke da wird im
nächsten Jahr etwas zu bekommen sein.

Britrau
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 25. Juli 2011, 22:09:41
Hallo Britrau,
habe eine Jana im Freiland, gepflanzt Herst 2010. Hat Winter mit leichtem Schutz (Erde angehäufelt) normal überstanden. Austrieb vergleichsweise langsam, jetzt etwa 1,40m hoch.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 26. Juli 2011, 07:36:34
Den Winter hat Jana gut überstanden. Beim Spätfrost am 4. Mai ist sie allerdings ebenso erfroren wie alle anderen Sorten. Hat aber auch wieder gut ausgetrieben. Trauben gibts dieses Jahr keine.
Titel: Neue Rebsorten bei Rebschule Schmidt
Beitrag von: Giaco85 am 03. August 2011, 22:36:15
@ alle

Rebschule-Schmidt
hat seine Neuen Reben im Sortiment vorgestellt.

Diesmal auch einige Sorten Amerikanischen Ursprungs bzw. mit amerikanischem Blut - Etwas auch für Liebhaber ;).

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 05. August 2011, 10:12:56
Ich habe gerade eine Einladungs-mail zum Tafeltraubentag erhalten. Im Internet ist die Einladung auch schon:
http://www.lwg.bayern.de/termine/veranstaltung_link_0_204.pdf
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2011, 22:33:08
Schwärm: Diese Sorte begeistert am laufenden Band. Tolle Blätter, rote Stiele, sehr dekorativ.
Sitzt erst im 3ten Jahr und jetzt das:

Tata! Frumoasa Alba, die ersten Träubchen wachsen heran ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 08. August 2011, 00:59:05
Diese Lora (auf 5BB)sizt auch 3 jahren schon.
(http://s54.radikal.ru/i145/1108/55/977b8dcd1db8t.jpg)
(http://s004.radikal.ru/i208/1108/d6/90130e4eb0eet.jpg)

Kischmisch (Schmidt)

(http://s60.radikal.ru/i168/1108/1d/16e680bd82a6t.jpg)
(http://s61.radikal.ru/i172/1108/4c/9f8732e2c106t.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 08. August 2011, 01:07:41
Suwenier(Baldur)

(http://s44.radikal.ru/i105/1108/2a/5a98f3921a5dt.jpg)

Juliana (Schmidt)

(http://s45.radikal.ru/i108/1108/b9/0994bcdc6f9ft.jpg)

Arkadia (schmidt)

(http://s46.radikal.ru/i114/1108/43/89b8c3187ec4t.jpg)

Irinka (Schmidt)

(http://s52.radikal.ru/i138/1108/5c/0b48937c207et.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 08. August 2011, 01:18:01
Isabela (Schmidt)

(http://s39.radikal.ru/i085/1108/06/776d9daf89e1t.jpg)

Veredelung am 03.06.11.Tason auf Risling .

(http://s004.radikal.ru/i205/1108/fa/ecba5f4c2e13t.jpg)

(http://s50.radikal.ru/i129/1108/66/b61bc042bcd6t.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 08. August 2011, 20:50:25
Glückwunsch Jakob! Deine Trauben schauen ja echt toll aus. Ist die Kischmisch immer so groß oder ist das eher die Ausnahme?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 09. August 2011, 00:07:00
Das ist eine ausnahme natürlich,der Stock hat leztes jahr nur eine Traube gechabt.
Ist aber keine gute sorte zum essen und ist nicht so früh wie es für Duetschland seien soll.
Himrod,Canadice auch kernlos zumbeispiel,schon zuckersüss.
Olimpiada,Kischmisch 342 und Eligant Swerchrannij schon mite Juli gegesen(nur dieses Jahr,südseite, Weinberg).
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 10. August 2011, 19:56:00
Olimpiada,Kischmisch 342 und Eligant Swerchrannij schon mite Juli gegesen(nur dieses Jahr,südseite, Weinberg).

wenn du bereits mitte juli reife trauben von freistehenden reben ernten konntest ist deine weinbaulage außerordentlich gut. ::)
bis ende juni hatten meine trauben einen zeitlichen vorsprung. die danach einsetzende "regenzeit" ließ ihn wieder zusammenschmelzen.

deine chip-veredlung scheint recht stabil verwachsen zu sein. als kritikpunkt zur chipveredlung wurde bisweilen die geringe mechanische belastbarkeit genannt.

aktuell beginnt Galanth zu reifen. Mitschurinski und Esther sind vermutlich eine woche später so weit.
bemerkenswerter fortschritt in der reife ist bei Festivee und M.Garnier zu beobachten.
ich habe momentan den eindruck, daß wegen der warmen witterung im 1.halbjahr die spätsorten zeitiger reifen werden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 10. August 2011, 20:19:32
Bei mir sieht es ganz gut aus. Vor allen im GW ist ernte Zeit, Mir ist schon letzte Woche geerntet worden zur Zeit Sophie, Himrod und Cardinal. Juliana und Panonia brauchen noch ein paar Tage und er Trollinger ist schon fast ganz blau.

Tonia unter Überdachung
 (http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0120fpvuyin73w.jpg)
Kischmisch (Schmidt)
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0121seox6dy108.jpg)
Juliana im GW
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict01250m7n8ltz4p.jpg)
Schatz von Panonia im GW
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0126mg4j7qxehn.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: flammeri am 13. August 2011, 12:32:30
Hallo zusammen,
nach dem Sommer, wo wir kaum Temp. über 15 Grad hatten und es sogar oben geschneit hat, bin ich geradezu überrascht, daß Venus an der Wand blau wird ::) Und wenn der Sommer noch 3 Monate dauert, dann schaffen es auch die freistehenden :-X
Dieses Jahr ist zwar nicht aussagekräftig, aber es ist schon deprimierend.
Immerhin alle Pflanzen gesund, für die Pilzkrankheiten war es wohl auch zu kalt...
LG Lisa
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 13. August 2011, 19:36:28
Es wein(t) auch bei mir.

Obwohl ich nur etwas schnippele, nicht spritze und meinen Wein eigentlich auch sonst wenig beachte, ernte ich immer üppig von Muscat Bleu.
Sie werden im August schon blau, schmecken Ende August gut und hängen bis Ende Oktober ohne zu faulen und werden immer leckerer. :-*
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 13. August 2011, 19:38:09
Erste Ernte von Frumoasa Alba. Sie sind schon auf gelblich umgefärbt, schmecken noch etwas säuerlich. Ist aber auch noch viel zu früh.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 13. August 2011, 19:40:47
Romulus wuchert, verliert Beeren von der brüchigen Traube und schmeckt mir so lala. Die Haut ist sauer, rest pappsüß, keine Kerne.

Naja, Trauben brauchen für den Geschmack wohl Kerne. Mir schmecken die "mit" jedenfalls deutlich besser.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 13. August 2011, 19:43:50
Meine beste Deko-Traube: New York Muscat

Wenn sie richtig reif sind, sind sie superlecker. Ich hab nichts nach "Fuchs" geschmeckt ;)

Der Stock braucht noch etwas, bis die Wurzeln in der Tiefe besseren Boden finden. Aber es hängt was dran.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 13. August 2011, 22:43:20
die maßstäblichen traubenfotos von Jakob, Greizer und Mediterraneus finde ich sehr aufschlußreich. :D
Juliana trägt bei mir die 1. traube. von der beerenform könnte man Juliana und Arkadia für eineiige zwillinge halten. ::)
ich hoffe, daß die sonne noch mal herauskommt. im vergangenen jahr mit verregnetem sommer und herbst ließen sich die geschmacklichen eigenschaften einiger sorten kaum einschätzen.
die sorte Naranszizu werden beide nur in der optik bezwingen können.

[td]

Naranszizu

[/td]
[td]

Arkadia

[/td]
[td]

Juliana

[/td]
[/table]
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 13. August 2011, 23:05:38
Schöne Bilder von euren Trauben.
Obwohl bei uns hier die Sonne zu wünschen übrig läßt reifen die Trauben schon recht zeitig. Selbst Venus an der Westseite schmeckt schon.
@ Werner meine Juliana hat einen deutlichen Muscat Geschmack.
@an alle wer fährt zum Tafeltraubentag nach Veithöchsheim, ich habe den Tag Urlaub bekommen und werde dort sein.
Gruß Matthias
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 14. August 2011, 02:41:48
Werner
Die Fottos waren schon 3 wochen alt,jezt sind die friesche von heute.

Kischmisch Lutschistyj
(http://s50.radikal.ru/i128/1108/aa/1bc09b6d3aa0t.jpg)

Juliana
(http://s53.radikal.ru/i141/1108/3e/0aa7e26d4d28t.jpg)

Wostorg Krasnyj(rot)
(http://s51.radikal.ru/i133/1108/d4/7302ea6a8254t.jpg)

Arkadia
(http://s43.radikal.ru/i101/1108/f1/f1e81e487b0at.jpg)

Lora
(http://s011.radikal.ru/i315/1108/44/b154f657b9dft.jpg)

Flamingo
(http://s45.radikal.ru/i110/1108/38/cd122d752d0dt.jpg)

WIKING
(http://s53.radikal.ru/i142/1108/99/c4b72bedeff8t.jpg)

BIG Traube
(http://s004.radikal.ru/i206/1108/61/190bbb354ab5t.jpg)

Süita
(http://s58.radikal.ru/i161/1108/28/bcef7d9c0ca8t.jpg)


Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 14. August 2011, 10:16:55
Jakob, boah sind die echt ?!! :-X

Wann ist denn der Tafeltraubentag in Vhh? Muss man sich da anmelden? Wäre ja interessant
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: sandor am 14. August 2011, 11:13:32
Anmelden muss man sich nicht, kannst ja mal hier schauen

http://www.lwg.bayern.de/termine/veranstaltung_link_0_204.pdf

[size=0]Grüße aus dem Main-Dreieck[/size]


@ Greizer

Ich bin auf jeden Fall dort, wie jedes Jahr
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 14. August 2011, 11:53:42
Anmelden muss man sich nicht, kannst ja mal hier schauen

http://www.lwg.bayern.de/termine/veranstaltung_link_0_204.pdf

[size=0]Grüße aus dem Main-Dreieck[/size]


@ Greizer

Ich bin auf jeden Fall dort, wie jedes Jahr

Danke sandor! Klingt gut. Muss ich nur noch frei bekommen :(
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 14. August 2011, 18:26:50
@ sandor
Na dann werden wir uns unbekannter weise über den Weg laufen ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 14. August 2011, 18:27:59
@ Jakob
Da kann man ja echt Neidisch werden.
Tolle Bilder Danke dafür.
Gruß Matthias
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 14. August 2011, 19:14:28
@Jakob

bei dir ist die klimaerwärmung anscheinend angekommen.
Wostorg Krasnyi zeigt hier noch keine färbung.

vom aussehen gefallen mir Wiking, Süita und Big am besten. ist das auf dem foto die Big Blue von H. Jäger?
wie sind diese 3 sorten im geschmack?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 15. August 2011, 22:50:06
Die bilder sind echt,kein Photoschop.
Der Weinberg ist zwischen Karlsruhe und Bruchsal (A5).Viele sorten sind schon reif,viele noch nicht,manche schon überreif.Wenn jemand vorbei kommen möchte bitte bei PN anfragen.

@Werner

Ja, das ist Big Blue von H. Jäger,sieht gut aus ist aber nicht so gut,nicht für menschen mit begrenztem platz,am geschmack auch nichts besonderes.
Sjuita braucht ein beschtäuber sonst veriselt stark,das geschmack ist schon interesanter wie beim Big Blue,fleisch ist auch fester wie beim big blue.
Viking ist eine überaschung,knakig,fruchtig,süss,früh und ist kein massentreger,denke Der wird alles austragen,gut für die anfenger.

Wostorg Krasnyj ist noch sauer.Muskat Letnij kannman schon essen.

Wer schon Muskat Blau hat braucht Gahlant und Garant nicht,auch Rondo" kann das Wasser nicht reichen"
Wer mag Labruska geschmack,soll Boskop Glori ausprobieren ist schon zuckersüss(sehr früh) und vom geschmack ist was besonderes ,mit wenig labruska.
Izabella,Erdbeertraube....und co.... haben keine Schonse.
Wer mag Frumosa Albe,kann noch Augustella,Muskat Odesskij,Muskat Letnij ausprobieren.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 17. August 2011, 22:05:08
Die bilder sind echt,kein Photoschop.

da bin ich sicher, das berühmte katalog-obst-blau von photoshop ;D ist bei dir nicht zu finden.

es ist auch nichts neues, daß perfekte optik oft mit geschmacklichen einbußen erkauft wird.
wenn dies für Viking nicht gilt wird die sorte für mich interessanter.
mit welchen bekannten sorten ist ihre reifezeit gleichzusetzen?

Wer schon Muskat Blau hat braucht Gahlant und Garant nicht,auch Rondo" kann das Wasser nicht reichen"

was mir momentan an Galanth gefällt:
sie reift noch vor meinen anderen frühsorten, ca. 1 woche. ::)
ich werde mal schauen ob deren vorsprung vor den anderen tafeltrauben auch in den nächsten jahren bleibt.
falls ich eine bessere, unempfindliche tafelrebe mit ebenso zeitiger reife finde wird sie ersetzt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 18. August 2011, 15:23:26
Ist Muskat Nay eigentlich gleich Muskat New York?
Ich habe eine Nay, die mich aber nicht wirklich begeistert...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. August 2011, 22:02:31
Hallo Mutabilis,

In 2008 schreibt Siebenstein zu Deiner Frage folgendes: 8)

 Hier kannst Du wichtige internationale Kreuzungen von Trauben finden. Unter NY findest Du auch folgendes:

NY 12696   Steuben   Wayne   Sheridan   blue

Ziehst Du den "Stille Post" Effekt in Betracht hast Du ganz schnell

NY 12697 = New York Muscat
NY 12696 = Muccat Nay

Ist alles aber nur Spekulation. ;D

Eine ähnliche Spekulation äußerte auch Werner 987

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 18. August 2011, 22:51:32
ich frage einfach auch, weil botrus muskat new york schreibt, im text dann aber von nay.
na, eigentlich egal - im herbst fliegt er...

danke fuer den link, habe nochmal nachgelesen. die dicke beerenhaut und der pfeffrige foxton sind auch genau der grund, warum ich den muskat nay nicht mag.

da brauche ich dann wohl einen neuen kandidaten...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 18. August 2011, 22:58:20
Zitat
...im herbst fliegt er...

spannender als roden wäre vielleicht eine umveredlung auf eine
bessere sorte.
es ist ein spiel, bei dem jeder gewinnt:
die pflanze darf weiterleben, überdies noch mit besseren früchten.
du lernst etwas, das (noch kaum) jemand kann.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. August 2011, 23:02:42
@ max
Du nimmst mir die Buchstaben aus der Tastatur ;).

@mutabilis

Was würdest Du Dir denn statt dessen für eine Rebsorte wünschen?

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 18. August 2011, 23:03:08
jaaaa hmmmmm weiss nicht. dafuer fehlen mir "wie" und "womit" :-\
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. August 2011, 23:05:25
Nun ja, wo ein Wille ist sind viele Wege.

In welcher Richtung geht denn Deine Traumtraube?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 18. August 2011, 23:09:22
Durch sorten klicke ich mich schon seit monaten...
ich mag den muskatgeschmack, habe aber auch einen augusteller, der dieses jahr das erste mal traegt. sonst waere knackig und fruchtig-suess schoen.
 sehr frueh muesste sie sein, denn die sommer sind hier meist kuehl und kurz. ich habe noch himrod, reform und pamiat negrula, noch eine blaue oder rote traube waere nett, aber da gefallen mir keine so recht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. August 2011, 23:13:08
@mutabilis

Darf es eine mit Kernen oder muß sie kernlos sein? Würdest Du eine 2 - 3 malige Spritzung mit Pflanzenschutzmittel in der Saison auf Dich nehmen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 18. August 2011, 23:20:33
kernlos muss nicht sein, die himrod ist fuer die kinder, das ist einfacher als das gequengel wenn doch ein kern drin ist. die jana klingt aber ganz interessant.
ich habe bisher noch nie gespritzt (die trauben), habe aber kein grundsaetzliches problem damit.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 18. August 2011, 23:34:49
Naja, in einem Garten mit Kindern muss spritzen ja nicht unbedingt sein (und in einem anderen Garten auch nicht, wenn sichs vermeiden lässt), vor allem weil es ja genug Traubensorten gibt, die ohne Tütelei auskommen.

(Ich weiß, der wahre Traubenfreund wiederspricht da ;) )
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. August 2011, 23:37:27
Ich bekomme auf 54° Nord neben vielen anderen bisher jedes Jahr reif:

Juliana, Rebschule Schmidt
Arolanka,Rebschule Steinmann


Mitschurinski, Rebschule Schmidt
Galanth, Rebschule Schmidt
Königliche Esther, Rebschule Steinmann

Umveredlung wäre sicher die eleganteste Methode.

Die genannten sind tolerant, so dass Du notfalls ohne Pflanzenschutz auskommen könntest.

VG
Giaco




Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 18. August 2011, 23:47:21
@Mediterraneus

Kommt sicher darauf an, womit man Pflanzenschutz betreibt. Von Allergien oder Vergiftungen durch Pflanzenschutzmaßnahmen mit Calciumhydrogencarbonat oder Molke ist mir bisher nichts bekannt. 8)

VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 18. August 2011, 23:49:22
Molke müffelt immer so an der Hauswand :-X
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 19. August 2011, 10:50:26
Naja, die Rebe steht aber frei, und auch eher etwas ungünstig. Ich glaube, da warte ich lieber, ob die Reform nun endlich mal etwas macht und wenn, ob sie gefällt. Sonst probiere ich ein Umveredeln lieber an der aus, die hat einen super Platz (eine Gemeinheit, dass das Miststück nicht blühen will...)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 19. August 2011, 19:24:12
Reform und Reflex sind beide nicht der brüller, da gibt es selbst für Polarwinzer besseres. Ansonsten beide lang anschneiden.
Da ich selbst in ungünstiger Lage wohne bekomme ich aber an der Hauswand selbst ohne Überdachung Fanny ohne Probleme reif.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 19. August 2011, 21:43:25
mich wundert, daß niemand die meiner meinung nach unkomplizierte sorte Festivee empfielt.
die kanadische züchtung reift mittelfrüh, deutlich zeitiger als die mittelspäten sorten Pamiat Negrula, Frumoasa Alba, Fanny und Gutedel.

die tiefblauen trauben werden nur selten von wespen angefressen. einzelne beeren sind bereits süß und eßbar (SW).
mit den großen blätter erinnert sie stark an Amerikaner-reben, aber die früchte haben keinen foxton. ::)
das ansprechende rote herbstlaub habe ich bereits gefühlte 10 mal erwähnt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 19. August 2011, 21:45:40
sehr frueh muesste sie sein, denn die sommer sind hier meist kuehl und kurz. ich habe noch himrod, reform und pamiat negrula, noch eine blaue oder rote traube waere nett, aber da gefallen mir keine so recht.

Bei mir wird gerade "Venus" reif (blau ist sie schon länger), die müsste demzufolge auch in kalten Klima noch ausreifen. Die Pilzfestigkeit ist gut, fast mehltaufrei obwohl ich an diese Stelle mit anderen angeblich unanfälligen Sorten Probleme habe. Kernlos, wenn dich das nicht stört :-) Geschmack klasse, fruchtig, nach Erdbeere, aber nicht überparfümiert. Die Beste meiner "kernlosen" und auch besser als das Gros der Kernigen. Ein kleiner Minuspunkt ist für mich die Konsistenz der Beeren, die ist mir etwas zu wenig knackig und fleischig, mehr zäh und weich.

Sehr schöne Herbstfärbung hat sie auch. Passt auch an eine Pergola. Verrieselte bisher nicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Giaco85 am 19. August 2011, 22:08:40
Hier auf 54 ° N hat Venus freistehend noch nicht mal angefangen zu färben :(.
Sie ist deutlich anfälliger gegen Pilzkrankheiten als Mars, Mitschurinski, Kodrianka z.B.
Leider ist sie auch nicht jedes Jahr völlig kernfrei. Wird aber reif!

Ich bin auf Mars gespannt, der leider erst nächstes Jahr tragen wird, aber in Veitshöchstheim (Stutel) im vorigen Jahr deutlich früher als Venus war.

Hier oben wird man freistehend nur mit sehr frühen und frühen Sorten richtig glücklich, alles andere ist Zufall. :(
VG
Giaco
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 28. August 2011, 00:37:09
Bei der Rebschule Schmidt gibt es eine blaue Sorte mit dem Namen Salome.

Wer hat zu dieser eigene Erfahrungen oder kennt eine unabhängige Sortenbeschreibung?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 28. August 2011, 07:22:44
Vor drei Jahren habe ich Phillip an die Hauswand gepflanzt (S/O). Gewachsen ist er prächtig, und dieses Jahr hat er zum ersten Mal Trauben. Leider sind die noch grasgrün und zeigen nicht den Hauch einer Färbung :(
Besteht überhaupt eine Chance das da noch was reif wird?
Frumoasa (S) Naranczizu (S) sind gerade so geniesbar (einzelne Beeren gekostet)und Königliche Ester (freistehend) hat schon lange umgefärbt und ist schon süß
Den Phillip hatte ich damals im Gartenmarkt wegen der Igelform der Trauben gekauft.
Von Reifezeiten hatte ich nicht die blasseste Ahnung und habe geglaubt was auf dem Ettikett stand, "Reifezeit Mitte September".
Das gilt wahrscheinlich nur für Weinbaugegenden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 28. August 2011, 14:02:51
""Reifezeit Mitte September".
Das gilt wahrscheinlich nur für Weinbaugegenden. "

Richtig! Außerhalb der Weinbaugebiete reift alles ein paar Wochen später.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: rosenayla am 28. August 2011, 15:38:03
Ich hoffe, ich bin hier richtig, wenn ich um Rat erssuche, welche Traubensorte ich pflanzen kann.
Durch den Thread habe ich mich bereits durchgewühlt, aber irgendwie vollkommen den Überblick verloren.
Foglende Situation: Wir hätten gerne an der Pergola an unserer Terasse zwei Traubensorten zum Naschen. Die Pflanzstelle liegt nicht direkt an der Hauswand, ist Süd-Ost und hat somit Volle Sonne, Früh morgens leicht durch einen Baum beschattet und ganz spät am Abend kommt der Hausschatten rum. Wir liegen auf 400m Klimazone 6b. Gerade die letzten Winter war es bitter kalt, so dass ich mich frage, ob das Trauben überhaupt schaffen. Achja, unser Boden ist lehmig.
Weiteres Problem: Meine Kinder essen gerne Traube, aber leider nur ohne Kerne, so dass zumindest eine Sorte hell und kernlos sein müsste. Und bereits an dieser Stelle habe ich bei der Suche die Übersicht verloren. Und aufgrund der Kinder möchte ich nichts spritzen.
Könnt ihr mir da weiter helfen oder zumindest eine Seite nenne, wo die Sorteneigenschaften übersichtlich aufgeführt sind (und nicht geschönt, ich habe das Gefühl, dass da oft gemogelt wird)?
Gepflanzt wird doch im Herbst, oder?

Vielen Dank
Ayla
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 28. August 2011, 19:34:57
@ Dietmar
Salome habe ich frei stehend ist jetzt reif gleich daneben steht eine Mitschurinski also habe ich eine gute vergleichs Sorte. Salome hat dichte Trauben die Geschultert sind eher wie eine Keltertraube sie ist eher reif wie Mitschurinski und ihre Beeren sind kleiner ohne Muskatgeschmack.
Für den Standort wo ich sie stehen habe ok unter der Überdachung oder im GW würde sie gerodet werden.
Gruß Matthias
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 28. August 2011, 19:49:55
@ rosenayla
Da deine Höhenlange und Bodenverhältnisse mit meinen fast gleich sind
kann ich nur sehr früh reife Sorten entfehlen wenn sie noch kernlos sein sollen fällt mir nur Himrod und Venus ein sind beide reif bei mir allerding weißen sie einen leichten Foxgeschmack auf speziel Venus.
Mit Pfanzenschutz Maßnahmen ist es immer so eine Sache um ganz ehrlich zu sein von meinen Piwisorten hat jede schon Odium gehabt und letztes Jahr ganz schlimm.
Gruß Matthias
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: rosenayla am 29. August 2011, 16:58:55
@ rosenayla
Da deine Höhenlange und Bodenverhältnisse mit meinen fast gleich sind
kann ich nur sehr früh reife Sorten entfehlen wenn sie noch kernlos sein sollen fällt mir nur Himrod und Venus ein sind beide reif bei mir allerding weißen sie einen leichten Foxgeschmack auf speziel Venus.
Mit Pfanzenschutz Maßnahmen ist es immer so eine Sache um ganz ehrlich zu sein von meinen Piwisorten hat jede schon Odium gehabt und letztes Jahr ganz schlimm.
Gruß Matthias

Uiuiui, ich merke schon, bei Trauben gibt es viele Dinge, die ich nicht weiß. Was ist ein Foxgeschmack?
Ich brauche auch nur eine kernlose, die andere darf ruhig Kerne haben. Und es muss auch nicht der hohe Ertrag sein, ein paar Trauben zum Naschen reichen eigentlich.
Als zweite wäre auch noch ne helle oder eine rosa schön.
Nur sie sollten halt irgendwie ausreifen.

LG
Ayla
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 29. August 2011, 18:00:59
Den Foxgeschmack kann man leider nicht gut beschreiben. Ich habe einmal Wein aus den Trauben getrunken und er war äh-bäh. Andere mögen es. Ich habe eine Himrod, die leider erst ein paar Beeren hatte, und die haben meine Kinder gefuttert. Himrod soll aber geschmacklich akzeptabel sein. Besser damit anzufangen, bevor man sich eine mit starkem Foxton anschafft.

Die "paar Träubchen zum naschen" - jaaaaa, klar, aber wenn der Nachbar richtig erntet und man selber nur so ein paar poplige Minitrauben hat, ist das auch blöd. Und wenn die Beeren mini sind, ist das auch unbefriedigend. Daher würde ich eine sehr frühe/frühe Traube nehmen, mit großen Beeren. So eine suche ich auch, von daher habe ich keine Empfehlung. Ich klicke mich immer bei Schmidt durch und schaue dann hier nach, was darüber geschriben wird.

(Jana, hell, kernlos, ein paar Seiten zurück erwähnt, habe ich leider nicht gefunden, die klang ja auch ganz interessant)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: cydorian am 29. August 2011, 18:11:03
Venus hat einen angenehmen Erdbeerton, der bei Vollreife wieder verschwindet, übrig bleibt ein leichter Muskatgeschmack. Für mich momentan die leckerste der Kernlosen. Man kann sich raussuchen, ob mit Erdbeer oder ohne, je nach dem wann man erntet.

"Foxgeschmack" ist für mich was stärkeres und anderes. Sowas wie Campbell oder Magliasina. Die duften schon von weitem danach.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 29. August 2011, 18:55:23

(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0128owtc038e9j.jpg)
 Hier mal Salome, Bilder sprechen ja mehr.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 29. August 2011, 19:04:43
Hmm das ist die Frage wo fängt Foxgeschmack an?
Campel Erly hatte ich auch mal die fand ich echt bääh.
Canadis (rosa kernlos) habe ich im erst Ertrag die schmeckt noch intensiver wie Venus ist fast voll reif könnte mich mit dem Geschmack noch abfinden.
Venus find ich lecker und vor allen bei mir brauchbar was reife und Frostfestigkeit angeht. Nicht schlecht ist bei mir auch Königliche Ehster (blau mit Kernen).

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 29. August 2011, 19:31:44
Vor drei Jahren habe ich Phillip an die Hauswand gepflanzt (S/O). Gewachsen ist er prächtig, und dieses Jahr hat er zum ersten Mal Trauben. Leider sind die noch grasgrün und zeigen nicht den Hauch einer Färbung :(
Besteht überhaupt eine Chance das da noch was reif wird?

Giaco und ich haben dich damals nicht grundlos gewarnt.
du wolltest (oder solltest) doch den bereits gepflanzten Phillip an die wärmste stelle umsetzen um die chance zu erhöhen, daß er ausreift. ???

das ausdünnen von trauben wird jetzt nichts mehr bringen.
evt. kannst du die reife etwas beschleunigen indem du die älteren blätter aus der traubenzone entfernst wodurch die trauben mehr sonne abbekommen.
die gefahr von sonnenbrand ist jetzt nicht mehr so groß. bei intensivem sonnenwetter ist es aber sicherer, das auslichten etappenweise vorzunehmen.
fall du noch nicht gegipfelt hast wird es höchste zeit, die triebspitzen abzuschneiden. die vorhandenen nährstoffe sollen jetzt der traubenreife dienen und nicht in weiteres wachstum investiert werden. die langsam abnehmende sonnenstrahlung wird besser genutzt wenn sich die grüntriebe nicht gegenseitig beschatten.


(Jana, hell, kernlos, ein paar Seiten zurück erwähnt, habe ich leider nicht gefunden, die klang ja auch ganz interessant)

ich hoffe, daß Jana und die andere GH-sorte auch "draußen" intensiver getestet werden, damit sie besser einschätzbar werden.
Primus und Millenium von Botrus und Tonia H. von Häberli sind weitere helle, kernlose sorten mit guter fruchtqualität.
ohne einen exzellenten standort wird man bei diesen kernlosen tafeltrauben kaum auf PSM verzichten können.
die kleinen kerne in der robusten sorte Esther fallen mir übrigens kaum auf.

die sorteneigenschaften werden hier im forum schon realistischer dargestellt als in den vielen bunten katalogen.
folgende seite ist ebenfalls empfehlenswert:

http://www.lwg.bayern.de/gartenbau/obstbau/41952/
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 29. August 2011, 20:32:26
@ werner
die sorteneigenschaften werden hier im forum schon realistischer dargestellt als in den vielen bunten katalogen.
folgende seite ist ebenfalls empfehlenswert:
Da sprichts du mir doch aus den Herzen!

primus und Millenium von Botrus und Tonia H. von Häberli sind weitere helle, kernlose sorten mit guter fruchtqualität.
ohne einen exzellenten standort wird man bei diesen kernlosen tafeltrauben kaum auf PSM verzichten können.

Stimmt bei Primus und Tonia. Übrigens Primus und Festive haben den letzten Winter nicht geschafft obwohl wir hier kaum über -10C° hatten.

Am Besten ist es immer wenn man die Möglichkeit hat bei einen Gartenfreund zu verkosten und vor allen zu schauen. Gerade bei Randlagen ist es Interessant zu sehen was Gleichgesinnte so machen um ein Kleinklima für Wein zu schaffen.
Angefangen von Glas und Foliengewächshäusern bis hin zu Pergolen die mit Lichtwellbahnen verkleidet sind um die Reifezeit zu verkürzen.
Ich habe über die vielen Jahre die mich die Weinrebe fastzieniert mir so einige Sachen angesehen. Habe da Hobbywinzer kennen gelernt die bis in 600m Höhe die tolsten Sachen anbauen. Um einige Orte zu erwähnen Hof, Treuen, Auerbach/ Vogt., Lengenfeld/Erz. und ein jeder auf sein Garten zugemessen einen habe ich auch mal die Gartenzeitung auf den Hals gehetzt und im Januar 1990 war auch ein Artikel in dieser. Der war letzen Samstag bei mir und sein Mit bringsel war eine Traube der Sorte Strachinskie voll reif versteht sich und das in einer Lage von 450m über den Meeresspiegel einfach stark finde ich.

 
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 29. August 2011, 22:04:43
... einen habe ich auch mal die Gartenzeitung auf den Hals gehetzt und im Januar 1990 war auch ein Artikel in dieser.

aus etwa diesem zeitfenster ist mir noch ein gewisser Dr. A****i ein begriff.


Übrigens Primus und Festive haben den letzten Winter nicht geschafft obwohl wir hier kaum über -10C° hatten.

im vergangenen dezember waren hier -17 grad, gegen ende januar -16 grad, zwischendurch "normale" temperaturen.
Festivee hat auch den vorletzten winter mit -27 grad tiefstwert ohne schäden überstanden. ::)
die 2 vorhandenen standorte an süd- und ostwand sind windgeschützt. der vorherrschende boden besteht aus karnickelsand.
in meiner gegend waren 2010 die bedingungen für die holzreife freistehender reben außerordentlich schlecht (dauerregen). :P

bist du sicher, daß kein wurzelnässeproblem für den abgang deiner reben verantwortlich ist?
welche bodenart liegt bei dir vor?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 30. August 2011, 11:46:07
Ich überlege auch, ob ich meinem freistehenden Augusteller eine Laube mit Dach geben sollte. Allerdings möchte ich erstmal probieren, ob mir der wirklich gut schmeckt. Die Muskay Nay war ja leider auch nicht das wahre (für mich).

Ich finde es seht schwer, aus der Vielfalt eine Traube auszuwählen, gerade wenn man nicht die Möglichkeit hat, sie mal zu probieren bzw. zu sehen, wie sie hier in der Gegend so gedeiht.
Eine Freundin hat 3 Trauben im Garten, hat sie so übernommen, weiss nicht, welche das sind, und die tragen zwar sehr reichlich, die Beeren sind aber sehr klein mit sehr großes Kernen. Die würde ich mir nicht veredeln lassen...

Und gerade in den letzten Jahren hat sich ja einiges getan, da gibt es inzwischen ja deutlich bessere als vor 10 oder 20 Jahren, wo man hier in der örtlichen Gärtnerei nur Boskoops Glorie und Witte van der Laan bekam.
Aber mir ist es doch etwas teuer und zeitaufwändig, mich durch das Rebsortiment zu testen (was ich de facto aber ja mache). Daher wäge ich seit Mooooonaten ab, welche ich denn nochmal versuchen möchte.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: mutabilis am 30. August 2011, 13:11:43
Ach so, meine Auswahl bis jetzt: Wostorg, Olimpiada, Chevchenko, Murometz, Lira

Kann man bei Reben eigentlich auch "Mehrsortenbäume" veredeln?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 30. August 2011, 14:07:20
Ich bin unlängst mal durch den Stutel (Versuchsgarten der bayer. Landesanstalt für Wein- und Gartenbau) marschiert, und hab mir die Trauben angeguggt. (Manche auch probiert ;) )

Es ist ja wahnsinn, was es da so noch alles gibt. Bißchen kenn ich mich ja aus, hab Frumoasa alba, Muscat Bleu, Arkadia, Romulus und New York Muskat daheim.
Aber sowas wie "Transylvanica" :o
Geile Farbe, Riesentrauben, lecker!

Total überrascht war ich von der kernlosen "Kischmisch", mmmhh!

Und natürlich Frumoasa alba, die ich von zuhause kenne, ist mit die beste weiße gewesen.
Bald ist ja auch der Tafeltraubentag.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 30. August 2011, 19:56:01
Sorry der Beitrag in der Gartenzeitung den ich erwähnte stand 1999 /1 drin wie kam ich bloß auf 1990.
@Werner
Die Beiträge des Herrn Dr. An...... aus dazu mal Leipzig sagen mir noch was.
Die Festive hatte es bei mir nie geschafft einen Stamm zu bringen hatte sie 2x wegen zu schwachen Wachstums runter geschnitten ohne Erfolg. Ist eigentlich normal das die veredelten Reben 1 Jahr länger brauchen bis man einen Stamm anschneiden kann.
Die größten Rückschläge hatte ich immer bei Herbstpflanzungen da haben sich schon so etliche Jungreben über den Winter verabschiedet.
Wenn ich mir jetzt im Herbst was neues zulege mache ich im Beet ein Loch und grabe die Reben komplett aber ohne Topf ein dort ist sie über Winter gut aufgehoben.
Der Boden bei uns ist übrigens Tonschiefer.
Gruß Matthias
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 30. August 2011, 20:49:28
Die Festive hatte es bei mir nie geschafft einen Stamm zu bringen hatte sie 2x wegen zu schwachen Wachstums runter geschnitten ohne Erfolg. Ist eigentlich normal das die veredelten Reben 1 Jahr länger brauchen bis man einen Stamm anschneiden kann.

zumindest bei Festivee kann ich selbst bestätigen, daß die wurzelechte rebe schneller gestartet ist.
das steckholz hatte ich von der veredelten rebe im pflanzjahr entnommen.
ob eine geringe affinität zur unterlage oder die unterlage selbst (SO4) der auslöser war kann ich nicht sagen.

http://forum.garten-pur.de/index.php?board=25;action=display;threadid=29993;start=45

fakt ist, daß in nichtweinbaugebieten erhebliche unterschiede in der reife (auch holzreife) zwischen freistehenden und den am den schutz von mauerwerk gepflanzten reben bestehen.

zu deinem boden:
tonhaltiger boden erwärmt sich im frühjahr nur langsam.
wenn es im sommer/herbst 2010 bei dir nur annähernd so viel wie bei mir geregnet hat kann ich mir vorstellen, daß der gasaustausch der rebwurzeln nicht gewährleistet war.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 01. September 2011, 00:23:51
Ich bin unlängst mal durch den Stutel (Versuchsgarten der bayer. Landesanstalt für Wein- und Gartenbau) marschiert, und hab mir die Trauben angeguggt. (Manche auch probiert ;) )
Haben wir heut auch gemacht, einfach so als Tagesausflug zum Urlaubsausklang. Wir wollten mal vorher sehen und schmecken was wir uns ausgesucht hatten und vielleicht auf dem dem Heimweg bei Herrn Schmidt vorbei fahren und die Wunschreben gleich mitnehmen.(War leider keiner da, alle "im Weinberg" wie die Nachbarin sagte.)
Schon beeindruckend was es im Stutel alles für Sorten zu sehen gibt.
Von der überall hochgelobten Muskat Bleu waren wir allerdings enttäuscht, die hat uns überhaupt nicht geschmeckt!
Piroschka und Venus waren um so besser und Druzba einfach lecker!
Unsere Wunschliste haben wir jedenfalls völlig umgeschmissen.
Leider gab es dort keine Rebe mit starkem Foxton, hätt ich zu gerne mal gekostet weil ich mir nichts drunter vorstellen kann.

@Werner987
Eure Warnung habe ich mir damals schon zu Herzen genommen (bin für jeden Tip dankbar)!
Der Phillipp hat schon ein schönes Plätzchen bekommen, windgeschützt an der Hauswand, von ca 8-15Uhr Sonne so sie denn scheint, zu Füßen schwarze Schottersteine die sich immer schön erwärmen und Dank des Dachüberstandes bleibt er auch bei Regen trocken.
War wohl ein Fehlkauf, auf das schöne Bild reingefallen und von Reben keine Ahnung.
Heute im Stutel hab ich gesehen, dass sich dort beim Phillipp gerade mal die ersten Beeren umfärben. Da wird das wohl bei uns nix werden. Die würden hier wahrscheinlich erst Ende Oktober reif wenn der Frost sie ließe.
Über kurz oder lang wird dort eine andere früher reifende Rebe gepflanzt werden.
Gesehen haben wir heute mehr als Platz bei uns hätten...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 01. September 2011, 15:49:04
@urmele

Vor einigen Jahren gab es in Stutel die Sorte Alden: Blau, große Beeren und Trauben, intensiver Geschmack nach schwarzen Johannisbeeren, späte Reife. Ungewöhnliche Geschmacksrichtung für Foxton.

Entweder diese Reben waren schon wieder gerodet oder noch nicht reif. Als spätere Sorte wäre diese Sorte eher etwas für Weinbaugebiete oder das Gewächshaus. Die vineland 68021 müsste noch stehen, denn die stand letztes Jahr zur Verkostung.

In der Rebschule Schmidt gibt es viele Foxton-Sorten, aber ich stehe eher nicht darauf. Sorten mit schwächeren Foxton sind die blaue Sorte Venus und die nach Gummibärchen schmeckende weiße kernlose Sorte Himrod.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 01. September 2011, 19:55:26
Also Venus hat mir sehr gut geschmeckt.
Eine Sorte (Name sofort verdrängt 8)) hat widerlich süss geschmeckt (so ähnlich wie "Red Bull " riecht, habs nie selber probiert :-X).
Würde halt gerne wissen wie so eine echte Labrusca (Uva Fragola) schmeckt ohne gleich selbst eine zu pflanzen.
Vineland 68021 ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen, es gibt dort soo viele Sorten....
Haben uns jetzt Piroschka, Venus, Husajne Chalgi und Ganita bestellt.
Piroschka und Venus hatten wir nie in der Auswahl bis wir sie gekostet hatten! Mmmh
Dafür wurde Muscat Bleu von der Liste gestrichen. Es gab sie von mehreren Rebschulen und sie waren alle gleich; zähe, dicke Haut, große Kerne und ein Muskataroma konnte ich nicht schmecken. Tochter fand sie geschmacklich gut aber auch: Haut und Kerne....
Worauf wir uns aber richtig freuen ist Druzba, sie steht bei uns jetzt im 2. Jahr und wir hoffen dass sie nächstes Jahr trägt. Ein Aroma- unbeschreiblich!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 01. September 2011, 20:26:48
@Urmele
Ich wolte dises Jahr auch zum Tafeltraubentag hin fahren,konte paar sorten mit foxton für die probe mit bringen.
Erdbeertraube wird zum 14.09 noch OK sein,Maglisina und Izabela schon jezt völlig überreift.
@alle
Ich habe eine Frage aus dem Ukraineschem Forum bekommen.
Hat schon jemand sorte Ganita? oder gehabt?
http://vinograd.info/sorta/stolovye/ganita.html
Laut beschreibung pilz resistent, sehr grosse Trauben,grosse und mitllgrosse beeren.
Die Frage ist,ob das wirklich so ist?

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 01. September 2011, 22:13:59
@Jakob
Das ist sehr nett von Dir, aber leider kann ich am Tafeltraubentag nicht kommen. Da muß ich arbeiten. Schade.
Wir waren gestern in Stutel, jetzt ist der Urlaub zu Ende.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 01. September 2011, 23:47:32
Frumoasa (S) Naranczizu (S) sind gerade so geniesbar (einzelne Beeren gekostet)

zwischen gerade so genießbar und genuss können welten liegen. ::)
die sorte Naranczizu bietet 2 verschiedene geschmacksrichtungen an:

zur knappen reife schmeckt sie intensiv nach orange.
mit zunehmender reife/überreife setzt sich der muskatton durch, der zuckergehalt nimmt zu.
 
wer sich selbst auf die finger klopfen kann kann evt. auch warten bis die beeren leicht schrumpfen. wenn man die trauben dann isst vergißt man ganz schnell, daß sorten wie M.Bleu eigentlich auch geerntet werden sollen. ;)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 01. September 2011, 23:54:39
ich hab im garten beide sorten. was mir an beiden nicht behagt - und das gilt für alle tafelsorten, die ich bisher hatte: sie haben bei vollreife deutlich zu wenig säure, schmecken also eher richtung fadsüß. da hilft auch der muskatton wenig, den ich sehr mag.
m.e. wird bei der züchtung von tafeltrauben zu sehr auf werte wie beerengröße/robustheit/kernlosigkeit gelegt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. September 2011, 00:12:23
über mangelnde säure kann ich bei Naranczizu nicht klagen. da sehe ich nur die möglichkeit, einfach zeitiger zu ernten.
es ist anzunehmen das von dieser alten sorte schon verschiedene typen/klone in umlauf sind, deren eigenschaften nicht identisch sind.
ich denke aber, daß das unterschiedliche klima am jeweiligen standort einen dominanten einfluss hat.
Frumoasa haben z.b. schon einige als etwas säuerlich beurteilt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 02. September 2011, 00:19:35
gibt es für "naranczizu" evtl. synonyme oder versch. schreibweisen?
ich hab schon öfter informationen dazu gesucht und habe im ganzen weiten internet nur die garten-pur einträge gefunden...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. September 2011, 00:30:42
die sorte wird an die hundert ähnliche bezeichnungen haben.
teilweise wurde sie mit der Orangentraube gleichgesetzt.

an meinem standort gibt es z.b. diese tendenz, was den säuregehalt angeht:

trockenes warmes wetter bis juni fördert den säuregehalt.
wenn ungefähr ab juli kühles wetter folgt wird die säuremenge zur reife weniger als üblich abgebaut.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. September 2011, 00:43:37
vlt. hast du den säurearmen typ "Orangetraube" erwischt.
die angaben für Narancsizü sind wie hier sehr widersprüchlich:

http://www.wein-plus.de/glossar/Orangetraube.htm

http://www.wein-plus.de/glossar/Narancsiz%C3%BC.htm
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 02. September 2011, 13:37:01
Hallo Tafeltraubenfreunde, dieses Jahr habe ich mir ein großes Gewächshaus gebaut. Dort sollen überwiegend Trauben wachsen. Im Frühjahr habe ich mir zwei Wunschsorten gekauft und zwei weitere selber nachgezogen. Sie stehen jeweils in einem 5-7l Topf und drei davon haben bereits einen Trieb von gut 3m gemacht. Ich werde die Reben draußen pflanzen und durch die Mauer, ich habe extra Öffnungen gelassen, nach innen leiten. Jetzt die Frage: Wann soll ich sie pflanzen? Schon jetzt, da es ja Containerware ist, oder erst, wenn die Blätter gefallen sind, um die Verholzung abzuwarten und nicht zu unterbrechen, oder erst im März/April, um sie bis dahin noch vor Frost schützen zu können? ???

Die vierte Rebe hat nur einen Trieb von 60cm gemacht. Sie wird so gerade durch die Maueröffnung passen, wann soll ich die denn pflanzen?

Soll ich jetzt schon Kompost mit in den Boden einarbeiten, oder den erst im Frühjahr geben? Jetzt sollen die Reben ja nicht mehr so viel wachsen, aber vielleicht lagern sie so noch Reservestoffe ein, um dann im Frühjahr so richtig loslegen zu können.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 02. September 2011, 19:50:44
@ Werner
Orangentraube und Narancsizü sind 2 verschiedene Sorten das ist eindeutig, das sich der Name Orangentraube für Narancsizü so durchsetzte liegt wohl auch an einen alten Beitrag in der DDR Gartenzeitung wo über einen Versuchsanbau von Tafeltrauben in der Region bei Werder geschrieben wurde. In diesen Beitrag wurde auf Grund ihres Geschmacks Narancsizü als Orangentraube bezeichnet.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 02. September 2011, 21:12:49
@Greizer

momentan kann ich nichts ausschließen.
Narancsizü ist der ungarische name für Orange. ::)
interessant wäre vlt. zu erfahren ob in den wärmeren weinbaugebieten wie bei Max generell die tafeltrauben die säure sehr stark abbauen.
wer hat ähnliche erfahrungen wie Max gesammelt? Siebenstein?
möglicherweise begünstigen höhere temperaturschwankungen (tag - nacht) in den kontinentalen klimaten den säureanteil.
m.w. liegt bei Max sandboden vor (bei mir ebenfalls).


@Apfelfreund

beim austopfen junger reben aus größeren behältern (5 - 7 l) wird vermutlich reichlich erde aus dem wurzelbereich bröseln.
im belaubten zustand benötigen die pflanzen festen wurzelkontakt mit dem boden (nährstoffnachschub). deshalb würde ich erst nach dem laubfall pflanzen. an der nordsee sind eigentlich keine sehr kalten winter zu erwarten, entscheidend ist das mikroklima vor ort.
temperaturen bis - 15 grad stecken im herbst gepflanzte reben locker weg.

wichtiger ist, daß sie z.b. bauphysikalisch bedingt nicht im winter ersaufen (dachtraufen, fallrohre....).
die vierte (kleinere) rebe würde ich erst pflanzen wenn der gut verholzte stamm bis ins GH reicht. (ein durchfädeln von grüntrieben durch das loch zum GH ist suboptimal wenn die rebe gepflanzt ist und nur die unteren augen austreiben.

wichtiger als den zeitpunkt für das einbringen von kompost finde ich seine gute reife, inbesondere bei tieferem einarbeiten. frischer kompost kann gase und säuren freisetzen, die den wurzeln schaden. wer richtig große pflanzgruben aushebt muß mit setzungen des bodens rechnen - im idealfall also erst später pflanzen. (falls sandiger boden vorliegt und entsprechend tief gegraben wird kann vorratsdünger zur erhöhung der fruchtbarkeit ausgebracht werden.)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 02. September 2011, 21:53:57
@ Werner, mir wurde mal gesagt der Name bedeutet soviel wie Orangengeschmack jedenfalls viel mir auf das erst seit der Veröffentlichung des Beitrages der Name Orangentraube verwendet wurde, zu der Zeit gab es so viele Sorten die im nichts verschwunden sind so ua. Juli Perle, Gnama,Olimpia, Kossuht,Schatz von Panonia, Kocis Irma um einige zu nennen andere fanden eine Renesance wie Druschba, Mir und in gewissen Sinne Belorossowie und Mathias Janose wenn auch unter anderen Namen.

@ Apfelfreund, ich habe kein Fundament für das GW aber mein Weinfreund . der zieht seine Reben auch im Eimer vor und pflanzt sie meist im Sommer (Juli-August). Er hat immer ein Jahr Vorsprung zu mir, ich meine ich muss nochmal zurück schneiden und er schneidet schon einen Stamm an.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 02. September 2011, 21:54:48
Werner, danke für Deine Gedanken!

Ich werde die Reben lieber noch nicht jetzt pflanzen, sondern wie Du vorschlägst erst ab November. Die Reben sind dann zur Ruhe gekommen und ein ausanderbrechen des Wurzelballens wird sich nicht so tragisch auswirken. Die Winter bringen hier selten unter -10°, auch kann man den Wurzelbereich durch Laub isolieren. Kompost werde ich etwas dem Boden beimengen, der Rest wird dann im zeitigen Frühjahr oberirdisch mit in den Boden eingearbeitet. Die kleine Rebe pflanze ich nach dem Austrieb im Frühjahr, der Wurzelballen wird dann auch fester sein.

Gut, wenn man die Gedanken anderer mit in seine Entscheidungen mit einbeziehen kann!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 02. September 2011, 23:08:25
@ #1056
Zitat
...die angaben für Narancsizü sind wie hier sehr widersprüchlich:
...

das kann man wohl sagen.

was im ersten link steht,klingt zwar faszinierend, aber ich glaube davon kein wort. der abstand zwischen den früchten der wildrebe v.vinifera sylvatica und der sorte naranczisu ist wohl doch ein bißchen zu groß.
bronner hat ein buch über die wildreben am oberrhein geschrieben. es gibt aber wohl keine neuauflage und kein reprint davon. seine anderen -äußerst lesenswerten- bücher über die deutschen weinanbaugebiete sind preiswert als reprint erhältlich.
(fraktur-gescannt. die bildtafeln fehlen. trotzdem: klasse!)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Urmele am 02. September 2011, 23:12:13
@ Werner
Orangentraube und Narancsizü sind 2 verschiedene Sorten das ist eindeutig, das sich der Name Orangentraube für Narancsizü so durchsetzte liegt wohl auch an einen alten Beitrag in der DDR Gartenzeitung wo über einen Versuchsanbau von Tafeltrauben in der Region bei Werder geschrieben wurde. In diesen Beitrag wurde auf Grund ihres Geschmacks Narancsizü als Orangentraube bezeichnet.


Dann wäre die Orangentraube von Botrus was ganz anderes als die Narancsizü von Herrn Hahm?
Oder bin ich jetzt völlig auf dem Holzweg?

Edith hat ein Fehlerchen entfernt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Valentin2 am 03. September 2011, 13:12:50
@Urmele
Ich wolte dises Jahr auch zum Tafeltraubentag hin fahren,konte paar sorten mit foxton für die probe mit bringen.
Erdbeertraube wird zum 14.09 noch OK sein,Maglisina und Izabela schon jezt völlig überreift.
@alle
Ich habe eine Frage aus dem Ukraineschem Forum bekommen.
Hat schon jemand sorte Ganita? oder gehabt?
http://vinograd.info/sorta/stolovye/ganita.html
Laut beschreibung pilz resistent, sehr grosse Trauben,grosse und mitllgrosse beeren.
Die Frage ist,ob das wirklich so ist?

Hallo!
Habe Ganita,mittlere Trauben,mittlere Beeren,Geschmack angenehm,sehr süss,ertragreich,eine vorbeugende Behandlung,kein Pilzbefall.Das Bild von vinograd.info ist sehr gut,Trauben sehen haargenau so aus.Ausserdem ist sie recht früh,bei mir seit drei Wochen reif.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: BriTrau am 03. September 2011, 14:39:09
Hallo Tafeltraubenfreunde

Bilder von Jana und Tonia sind übrigens auf Seite 51 zu sehen, ich denke die Bilder sagen alles.
Bessere Trauben im kernlosen Bereich gibt es zur Zeit nach meinem Wissen nicht.
Beide stehen natürlich im Gewächshaus in Münster Westfalen.
Auch sollte jedem klar sein ohne Spritzen geht so etwas nicht. Die Versuche mit dem Pflanzenstärkungsmittel
" Fosfik " waren sehr positiv. Selbst eine Kodrianka die sonst jedes Jahr Platzer hatte war in diesem Jahr einwandfrei.
Übrigens wenn jedes Jahr so ein Wespenjahr wäre würde ich keine Trauben mehr im Gewächshaus anbauen.
Diesen Ärger muss man sich nicht antun, man ist dagegen völlig machtlos.
Jana gibt es im nächsten Jahr bei Schmidt und Tonia bei Häberli.

Gruß aus dem Münsterland Britrau
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 03. September 2011, 15:48:21
Ich habe heute morgen bei einem Bekannten wieder mal von Druschba genascht. Einfach ein herrliches Muskataroma. Die Sorte gefällt mir immer besser. Die Pflanze war absolut gesund - obwohl nur einmal nach der Blüte gespritzt. Angeblich ist sie ja vergleichbar unempfindlich wie Muscat bleu.
@ BriTrau: Wenn Jana (und auch Tonia) pilzfest wären, wären das bestimmt zwei Supersorten. Soviel ich weiß, gibts bei Schmidt schon dieses Jahr ein paar Jana-Reben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 03. September 2011, 15:50:45
Dieses Jahr reifen einige Sorten etwas früher als sonst, aber in einer anderen Reihenfolge. Einige Sorten sind zwar mehr als reif, aber trotzdem nicht allzu süß.
So ist zum Beispiel dieses Jahr Muskat Bleu 4 Wochen eher reif als sonst, aber Kodrianka, die sonst mindestens 2 Wochen früher kommt, ist noch nicht vollständig durchgefärbt.
Wespen sind dieses Jahr wieder reichlich, nur von Muskat Bleu haben sie weitgehend abgelassen, wahrscheinlich weil die Beerenhaut recht dick ist.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 03. September 2011, 19:34:03
Hallo Britau, in meinem kleinen Gewächshaus trägt die Kodrianka dieses Jahr das erste Mal. Vor einigen Wochen hast Du davon abgeraten Kodrianka zu pflanzen, ich war schon traurig, denn die Trauben sehen gigantisch aus. So etwas habe ich ja noch nie gesehen! Um so happier bin ich, daß mit dem Mittel Fosfik wohl eine Lösung gegen die Beerenplatzer in Sicht ist, denn auch meine Kodrianka hat diese Platzer und dort faulen die Trauben. Noch kann ich die geplatzten Beeren herauspulen, auf Dauer macht das aber keinen Spaß. Also, Fosfik ist vielleicht die Lösung. Ich habe noch nicht gegoogled, aber wie wirkt denn das Mittel? Warum platzen denn die Beeren? Wo bekommt man das Mittel und wie teuer ist es denn und wie wendet man es an, also wie oft, Konzentration usw. ???

Hier habe ich was gefunden, Nachtrag...http://www.biolchim.de/produkte/phosfik.html
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 04. September 2011, 18:54:29
Kennt jemand die Rebsorte Tadschikistanskij ???
Hier die sagenhaften Bilder, die mich wieder ganz kirre machen, Traubengewicht bis 3kg, das ist genau das Richtige Gewicht für den jüngsten Sohn meines Vaters... ;D ;D ;D

http://www.trauben-garten.de/details.php?Regnummer=035

Weiß vielleicht jemand noch, wo ich die Sorte ergattern kann? ;D ;D

Wenn man den Bildern trauen darf, ist sogar die Partnerin mit dem Hobby ganz glücklich :D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 05. September 2011, 00:32:31
@Apfelfreund
Phosfik nimst, zu jeder spritzung auser blatdünger 50-70ml auf 10L.

Wenn die beeren platzen,dünger onhe Stickstof geben(auch natur nicht),soll sich auserhalb selbst suchen.

Wurzeln brauchen auch wärme(boden temperatur),das ist der grund warum man steile süd-seiten sucht.
Im Gewechshaus bodentemperatur höher wie drausen,aus dem grund werde Ich zumbeispiel,alle sorten im gewechshaus setzen.

Hadschi Murat (Tatgikistanskij) ist Asiat,gewont 40-45°C im Schaten,bringt solche leistungen nur als einzelstock,zmb Pergola oder der ganse Hof.
Bis zu 70 augen werden belassen,hat Power wie ein Baum.
Unveredelt wird denke zu kalt für die Wurzeln,für 3kg Traube braucht man minimum ca 100 Blätter,also auf 4-5 triebe nur eine Traube.

Wir mussen besser in richtung Polen gucken...,Ich habe noch nicht 3kg traube in Polen wachsen sehen.

Ich will den auch, veredelt am südhang ausprobieren.



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 05. September 2011, 17:17:30
Jakob, danke für Deine Antwort!!

Das Wachstum der Tadschikikanski ist demnach ja wohl gigantisch; vielleicht sollte ich wirklich was anderes suche. Die Beerenplatzer habe ich bei Kodrianka, die wächst bei mir im Gewächshaus, der Boden sollte also warm genug sein, auch wenn dort viel Schatten ist. Ich denke, daß ich zuviele Trauben an der Rebe ließ und die Rebe überfordert ist, das heißt das sie zu wenig Dünger hat.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 06. September 2011, 00:11:08
Jakob, danke für Deine Antwort!!

daß ich zuviele Trauben an der Rebe ließ und die Rebe überfordert ist, das heißt das sie zu wenig Dünger hat.

@Apfelfreund
Du hast recht,ich denke auch dass; "sie zu wenig Dünger hat.",vor allem Kalium und Phosfor.
Ich habe aber über Stickstof gechrieben.
Du brauchst mir nicht glauben............,bei mir platzen die Beeren bei Kodrianka dieses Jahr nicht.
Platzen aber bei Juliana,weil ich genau wie du, überlastet habe, das die Triebe stehen gebliben sind und ich wolte Power geben.
Ich habe dann kreftig im radius 2-3 M mit stickstof gedünt und mit wasser gegossen in 3-4 tagen.
Mit der Trieben wachstum hat es geklapt,preis dafür waren geplazte Beeren.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 06. September 2011, 19:31:51
Hallo Jakob, gerne glaube ich Dir, daß Stickstoff die Beeren zum Platzen bringt! Interessant, daß Du sogar den Beweis mit Juliana gemacht hast. Anscheinend ist Phosphor ganz wichtig, so auch Magnesium, Calzium, wie es Britau auch schreibt mit seinem Mittel Phosfix!

Wieder was dazugelernt!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 06. September 2011, 23:23:33
@Apfelfreund
Nicht nur Stickstoff,auch die Sorte selbst,auch Unterlage die auf Stickstoff stark reagirt,auch Wassergehalt im Boden und...und...und.
Wir können aber am besten nur mit Wasser und oder Stickstoff versuchen zu regulieren.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 06. September 2011, 23:48:43
in diesem jahr sind hier bedeutend weniger beeren geplatzte beeren als 2010 zu beklagen.
einige reben bekamen heuer kompost, bzw. etwas stickstoffhaltigen dünger. ich habe kein Phosfik verwendet.
an meinem standort kann ich davon ausgehen, daß das diesjährige wetter für das erfreuliche ergebnis verantwortlich ist. ::)

die beiträge von BriTrau und jakob lassen darauf schließen, daß Phosfik 2010 jeweils das 1. mal eingesetzt wurde.
der positive einfluß von Phosfik auf die platzfestigkeit wird sich in den nächsten jahren bestätigen müssen bevor man entgültige aussagen dazu treffen kann.
zumindest ist die gute nebenwirkung dieses stärkungsmittels gegen pero erwiesen und macht es für die überprüfung auf weitere einsatzmöglichkeiten interessant.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 10. September 2011, 17:16:05
Früher war mal Muskat Garnier als weniger verrieselungsempfindliche Sorte als Muskat Bleu (spezieller Klon) im Gespräch. Haben sich diese Versprechen in der Praxis erfüllt? Wer hat beide Sorten und kann diese vergleichen?

Ist Muskat Garnier überhaupt noch irgendwo im Angebot?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 11. September 2011, 11:46:38
Hallo Dietmar,
habe Muskat bleu (Schmidt 1999) und Muskat Garnier (Jäger 2008) benachbart unter gleichen Bedingungen im Freiland vor Trockenmauer (nicht windgeschützt, aber in gutem Mikroklima)
Vergleich:
beide keine Kälte-Schäden im Winter und Frühjahr,
beide gespritzt, kein Pilzbefall, kein Wespenbefall, bisher kein Beeren-Platzen.
dieses Jahr beide Reben nicht verieselt,
Erträge bei beiden Reben sehr hoch (ältere Muskat bleu hat mehr Raum und demzufolge wesentlich mehr Trauben),
Muskat bleu war einige Tage früher reif ,
die Trauben von Muskat bleu sind allerdings deutlich größer, ebenso die Beeren,
im Geschmack keine Unterschiede.
Insgesamt ist Muskat bleu bei mir in diesem Jahr deutlich attraktiver.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: silesier am 11. September 2011, 16:24:29
Danke uech allen für gute Info.
Ich lese diese Forum,staune und lerne gleichzeitig.
Im meinem Garten im Zentrum von Rüsselshei-OPEL,
habe ich 30 Sorten,davon viele von Hr.Jäger.
Musc.bl. im 2 Jahr unter Pergola mit risen Wachstum
Nach 5m gekürzt ,4 mal gespr.jezt im Herbstfall.
Mein Musc.NY schon vor 1Monat aufgegesen.
War locker und süss.
Im Stadt ist Plege und Erziehung anders als im Wingert.

LEHRNEN BIS ENDE

eueren Silesier
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: max. am 11. September 2011, 17:24:17
das ist mir neu, daß m. bleu pflanzenschutz braucht.
bei mir bekommt er keinen und ist gesund. er verrieselt auch nicht.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 11. September 2011, 20:17:04
Welche Trauben und Beerengewichte erreicht Ihr mit Fanny und Lilla bei Euch, wenn die Reben freistehen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 11. September 2011, 22:05:59
M.Garnier sprizte ich nur zum austrieb mit. der aufwand ist zu diesem zeitpunkt minimal, ansonsten würde ich darauf verzichten.
der ertrag ist nicht besonders hoch weil die trauben locker und relativ leicht sind. bei massenträgern wie Mitschurinski und Festivee ist der ertrag 2 - 3 mal größer. vor allem Fanny und Piesnia müssen stark ausgedünnt werden.

ein vorteil von M.Garnier ist, daß die reifen trauben länger hängengelassen werden können. sie sind allerdings auch bei wespen und vögeln beliebt.
wie bei M.Bleu ist für feine zungen ein leichter fremdton spürbar weshalb ich Garant (als sorte mit gleicher pilzresistenz und muskatton) bevorzuge.
das beerengewicht von M.Garnier beträgt 3 g (OstWand), Fanny 5 - 7 g (SW).



M.Garnier Beerengewicht 2011



Fanny ist an meinem standort nicht für den freien stand geeignet (der geschmack und reife wären unbefriedigend).
ich betreue einige reben bei verwandten. die dortige Lilla ist regengeschützt, in wandnähe und bekommt sehr viel wärmerückstrahlung vom gepflasterten hof ab, beerengewicht ca. 4 - 5 g.

ich reiche die frage von Apfelfreund weiter.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 11. September 2011, 22:52:28
Hallo max.
Muscat bleu benötigt sicherlich unter normalen Bedingungen kaum Spritzungen. Meine Situation ist aber so, dass ich eine große Anzahl verschiedener Sorten kultiviere, um sie auf vorhandenen Klima- und Terroirverhältnissen zum Ertrag zu bringen. Resistenzen sind da zweitrangig. Zur Vereinfachung der Arbeitsabläufe wird unabhängig von Erfordernissen aktuell durchgehend gespritzt, da sich im Bestand auch eine größere Zahl exotischer Sorten befinden, die nicht ohne zusätzlichen Schutz auskommen. Ich sehe es als Herausforderung an, diese Reben zur Ernte zu bringen. Diese Sorten sind interessant z.B. durch extreme Größen und Formen von Beeren und Trauben. Das ist halt ein Hobby ...
In diesem Jahr waren übrigens die Bedingungen relativ gut, so dass einige Erfolge erreicht wurden.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: silesier am 11. September 2011, 23:23:42
Ich gratuliere dem welche muss die Trauben nicht spritzen oder gantz wenig.
Ich versuchte auch ÖKO vorzugehen,aber das hatt nicht funktioniert.
Im einem geschlossenem, gemischtem Garten mit Nachbarn welche
pflgen ihre Trauen,Zipressen,Efeu und Nussbeume nicht,
ist ÖKO Haltung unmöglich. Sogar meine Nachbar mit Rumän.Musc.Hybryden
haben keine Glück. Ich fahre Fahrad durch die Gegend um Rüsselsheim
und überall den selber Stand. Nur die jeniege mit Jahrenlagen Spritz-erfahrung
haben bei uns gesunde Trauben.
Übrigens, seid 2 Jahren suche ich im Umkreis so einen wie ich.

Trauben verrü...

SILESIER
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 15. September 2011, 11:20:08
Für alle die nicht zum Tafeltraubentag fahren konnten ein paar Bilder von neuen Sorten.
Es sind fast nur Ersterträge die noch kein wirkliches Bild geben.
Beauty Seedles
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict01366iyasnkxb8.jpg)
Iliczewskiy
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict01409or402zdji.jpg)
Rubanka
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0146fnt8l62yxh.jpg)
Transilvania
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict01481gwvjp463f.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 15. September 2011, 11:20:44
Augusta
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0151vclshjz1yp.jpg)
Rote Viktioria
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict01538b6rc3to9j.jpg)
Aroczny
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict015575l34seq8i.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 15. September 2011, 11:21:14
King Ruby
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0157txbpeud3jg.jpg)
Splendid
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0160ocf8jpd572.jpg)
Napoca
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict01685nwp913dqm.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 15. September 2011, 11:29:02
Xenia
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0170pufv9706tz.jpg)
Grace
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict01729601bxr3hn.jpg)
Danuta
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0174rtv4zkwqcm.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 15. September 2011, 11:35:12
Außer die Rote Viktoria war keine zur Verkostung.

In der Anlage stehen Natish Yanish und Piroschka letztere ist eindeutig Mathias Janosne erstere ist nicht Identisch.

Als Gast hatte Jakob einige seiner rießen Trauben mit gebracht aber dazu soll er doch Bitte selber schreiben.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 15. September 2011, 14:46:13
Greizer, danke für die schönen Bilder! Wenn Du hast, poste meinetwegen gerne noch mehr, vielleicht hast Du noch ein Bild von dem gesamten Probentisch?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Siebenstein am 15. September 2011, 17:58:32
Warum ist King Ruby im Stutel gelb? Normalerweiße ist die doch rot, oder?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Eugen † am 15. September 2011, 19:52:56
Siebenstein,
King Ruby und Arotschni waren so ausgeschildert, sind es aber nicht...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 16. September 2011, 00:00:01
Um keine Verwechslung hier rein zu schreiben habe ich die Sortenschilder Fotografiert und dann die Traube.
Apfelfreund den Tisch mit den Verkostungssorten habe ich nicht Fotografiert ersten außer die rote Viktoria nicht neues jedenfalls für mich und dann standen ja auch viele Besucher dort.
Aber ich habe Jakobs rießen Trauben Fotografiert die auf einen Extra Tisch präsentiert worden.
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0129fv6p4m89xs.jpg)
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0132r5a1ubne36.jpg)
Nathis Yanish
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0134stwz47r3au.jpg)
HS 08-1
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0138rs84jakw0g.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 16. September 2011, 00:00:44
Muskat Letui
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0142rluzs4im97.jpg)
Ajwaz
(http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/pict0144adixtuyoq3.jpg)
Piroschka
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0162wzdr2onb6c.jpg)

Timpuriu
(http://www.fotos-hochladen.net/uploads/pict0164gpm3xovzch.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 16. September 2011, 00:07:29
So mehr Fotos habe ich nicht als Anmerkung kann ich nur sagen Grace und Muskat Letui (Letni?) waren noch nicht reif.
Gut fand ich Augusta groß und Muskatgeschmack, Transilvania und die rote Viktoria.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 16. September 2011, 03:51:17
Für mich war es auch eine grosse überaschung das alles.
Leider habe ich mein fotoaparat fergesen un habe kein einziges bild gemacht.
Schmidt und der Hahm haben überhaubt nichts presentirt.Warum?Keine interesse?
Wo sind trauben von euch gebliben?Wir haben doch vor 2-3 jahren was bekommen.

Die Netze mit kurbel sind pure Fantasie.....,eine gute idee nur für die Landesanstalt,weil im freiland wird gleich "zap-zarap" gemacht.
Bewässerung in Deutschland?Bei 3,5M Reihenabstand?Kein Stickstof düngug.Warum?
Bestimt auch Kalium wie für die keltertrauben dosirt.
Kein wunder das viele traubensorten wässerig wie keltertrauben sind.

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Greizer am 16. September 2011, 12:20:59
Jakob was soll ich Trauben mitbringen die eh dort angebaut werden?
An der Sammelbestellung war ich nicht beteidigt und glaube mir wenn ich brauchbare Sorten so wie die deinen die dort nicht in der Anlage stehen hätte ich die auch mitgebracht doch leider habe ich nicht solche beziehungen wie einzelne von euch und so muss man halt warten was deutsche Rebschulen einen so anbieten.
Gruß Matthias
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 16. September 2011, 23:45:37
Mattihas!!! Ab jezt hast Du "beziehungen" wenn du interesse hast.
Die sorten die Ich hatte hat der Schmidt auch,wenn er nicht ausrückt werde ich für dich finden bei den anderen Rebschulen in der Pfalz oder bei uns in Baden.

Interesse für Besenwierschaft ist gewaltig,in der Nachbarschaft wird gebetelt solche Trauben zuverkaufen.
Auch Deitscherebschulen haben potenzial,zumbeispiel Dea oder Kischmisch.
(http://i050.radikal.ru/1109/f4/aa3de81e3f74t.jpg)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 17. September 2011, 02:43:18
Da sind noch ein paar sorten die Tafeltraubentag nicht überlebt haben ;D

http://www.radikal.ru/users/jakobi/jahr-20112
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Elro am 17. September 2011, 22:25:32
Das ist ja der Hammer, all die schönen Trauben.
Die würde ich gerne mal live sehen.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Aella am 18. September 2011, 12:24:51
Mattihas!!! Ab jezt hast Du "beziehungen" wenn du interesse hast.
Die sorten die Ich hatte hat der Schmidt auch,wenn er nicht ausrückt werde ich für dich finden bei den anderen Rebschulen in der Pfalz oder bei uns in Baden.

Interesse für Besenwierschaft ist gewaltig,in der Nachbarschaft wird gebetelt solche Trauben zuverkaufen.
Auch Deitscherebschulen haben potenzial,zumbeispiel Dea oder Kischmisch.
(http://i050.radikal.ru/1109/f4/aa3de81e3f74t.jpg)

jakob, wie ist denn der name der sorte auf dem foto? sorry, falls er schon genannt wurde, ich konnte aber auf den letzten seiten dazu nichts finden. dea und kischmisch scheinen es laut google bildersuche auch nicht zu sein.
ist die sorte kernlos?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 19. September 2011, 01:45:09
Ja,auf dem foto ist eine kernlose sorte, die heist Kischmisch und gekauft habe ich die vor 3 jahren bei der Rebschule Schmidt.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 20. September 2011, 16:16:58
@jakob

Ist Deine Sorte Temur identisch mit Timur?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: anton7 am 20. September 2011, 21:54:14
Hallo, ich hoffe die Frage ist hier richtig, sonst bitte verschieben:

welche Traubensorte(n) würden mit folgenden Bedingungen zurecht kommen können
(Fox-Ton ist auch OK):

- frei stehendes Spalier/Pergola auf der Nordseite (weitgehend windgeschützt)
- "Halbschatten" (Halber Tag Schatten, halber Tag Sonne)
- schwerer, lehmiger Boden
- Mehltau bei anderen Pflanzen zu beobachten

Falls mehrere Sorten in Frage kommen, so wäre eine kernlose bzw. kernarme, blaue oder rote Sorte mit attraktiver Herbstlaubfärbung vorzuziehen.

Hättet ihr auch Tipps wo ich ukrainische/russische Sorten herbekommen kann?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 20. September 2011, 22:08:48
Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich Reifezeiten im Vergleich zur Referenzsorte Muskat Bleu zu:
- Ontario
- Straschinski?
- Original

--> wieviel Tage davor bzw. danach reif?

Welche geschmacklichen Erfahrungen und zur Winterfestigkeit habt Ihr zu Vera?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 20. September 2011, 22:15:28
@anton7

Kernlose Sorten sind im Allgemeinen deutlich wärmebedürftiger als Sorten mit Kernen - sind also für Nordseiten nicht so geeignet.

Um Dir einen Ratschlag geben zu können, wären ein paar zusätzliche Angaben von Dir sinnvoll:
- USAD-Klimazone
- ungefährer Wohnort
- Höhe über NN
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 21. September 2011, 00:24:24
@jakob

Ist Deine Sorte Temur identisch mit Timur?

ja
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 21. September 2011, 00:27:51

Hättet ihr auch Tipps wo ich ukrainische/russische Sorten herbekommen kann?

http://www.trauben-garten.de/
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: anton7 am 21. September 2011, 09:23:05
Um Dir einen Ratschlag geben zu können, wären ein paar zusätzliche Angaben von Dir sinnvoll:
- USAD-Klimazone
- ungefährer Wohnort
- Höhe über NN

ok, nach Recherche hab ich euch nun die Daten:

- Klimazone 7a
- Wohnort ist 71686 Remseck
- Für die Höhe habe ich leider nur vage Angaben zwischen 203 und 299m über NN gefunden. Da wir aber eher oben liegen vermute ich eine Höhe von 250 - 299m über NN.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 21. September 2011, 17:58:20


Hättet ihr auch Tipps wo ich ukrainische/russische Sorten herbekommen kann?
Zitat

http://www.trauben-garten.de/
Zitat

Verkaufen die auch Reben? Ich habe die Frau schon mal angeschrieben, aber keine Antwort erhalten.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 21. September 2011, 21:04:35
Hallo, ich hoffe die Frage ist hier richtig, sonst bitte verschieben:

welche Traubensorte(n) würden mit folgenden Bedingungen zurecht kommen können
(Fox-Ton ist auch OK):

Hallo Anton,
wichtig sind mehltaufeste (Freiland) und frühe Sorten wegen der Beeren- und vor allem der Holzreife (Winterhärte).

Remseck unterhalb von Stuttgart ist eigentlich eine Weinbau-Lage.

Früh, kernlos und robust ist die Sorte Himrod, (evtl. auch Mars).
Etwas später sind Venus und Einsett Seedles. Alle mit Foxton aber uns und den Nachbarn schmecken sie sehr gut (müsste bei den Sorten Erdbeerton heißen).

Ohne Foxton aber mit Kernen sind zu empfehlen:
Solaris, Drusba(Top Geschmack), Osella und Galanth.
Sehr robust und aromatisch ist die Muscat Bleu allerdings etwas später als genannte.

Es gibt mit Primus noch eine sehr frühe kernlose Sorte. Bei mir zeigte sie in 2010 aber starken Mehltaubefall.
Hier gibts weitere Infos:
http://www.rebschule-schmidt.de/

http://www.traubenshow.de/index.php?option=com_content&view=category&id=224&Itemid=334






Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: allgaeu am 21. September 2011, 21:09:00
Zitat

Verkaufen die auch Reben? Ich habe die Frau schon mal angeschrieben, aber keine Antwort erhalten.
Zitat

Hatte mal mit Frau Reichl telefoniert. Auf der Seite gibt sie nur ihre Erfahrungen weiter. Sie verkauft nichts.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 22. September 2011, 02:31:24
Um Dir einen Ratschlag geben zu können, wären ein paar zusätzliche Angaben von Dir sinnvoll:
- USAD-Klimazone
- ungefährer Wohnort
- Höhe über NN

ok, nach Recherche hab ich euch nun die Daten:



- Klimazone 7a
- Wohnort ist 71686 Remseck
- Für die Höhe habe ich leider nur vage Angaben zwischen 203 und 299m über NN gefunden. Da wir aber eher oben liegen vermute ich eine Höhe von 250 - 299m über NN.

anton7
Du wohnst 100km von mir weg.Du kanst fast alles pflanzen.Guck mal hier http://www.radikal.ru/users/jakobi/jahr-20112
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Dietmar am 22. September 2011, 09:45:48
@jakob

Was hast Du für Geschmackserfahrungen mit Timur?

Angeblich soll insbesondere die Beerenhaut einen grasigen Geschmack haben, der sich erst bei Vollreife verliert.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 22. September 2011, 14:00:42
Was haltet ihr von New York Muscat?

Alte Sorte von 1926. Ich habe sie eigentlich wegen des dekorativen silbrigen Laubaustriebes und der kreischendroten Herbstfärbung (die im August schon anfing) vor 2 Jahren gesetzt. Sie soll sehr frosthart und pilzfest sein.
Gestern hab ich die großen Trauben mal probiert, eigentlich nicht viel erwartet, aber die schmecken klasse! Super knackig, süß, fruchtig. Die Haut ist bei nicht ganz reifen Beeren leicht bitter, aber das merkt man kaum und gibt teilweise einen interessanten herbsüßen Geschmack. Ich bin voll begeistert. ;D
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Laura-Carmen am 22. September 2011, 14:55:37
Hat jemand von euch die Sorte Attila, wenn ja würde gern ein paar Edelreißer haben übernehme auch die Versandkosten.
Viele Grüße Matthias
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Laura-Carmen am 22. September 2011, 14:59:03

Hallo Greizer ich hätte die Attila um sechs Euro im ebay-shop.
Liebe Grüsse Laura



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Laura-Carmen am 22. September 2011, 15:02:44
Hallo Felix!

Es ist richtig ich bin nicht mit Pflanzenspezl identisch wir sind mehr oder weniger
Obstbaumverkäufer aber es ist richtig ich kaufe für meinen privaten Bedarf auch
bei Pflanzenspezl ein. Hat sehr tolle Ware. Liebe Grüsse Laura Isfan
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 23. September 2011, 18:42:02
@Dietmar
Ja,stimt so und ist nicht meine Traube wie auch Muramec,obwohl meine Frau ist begeistert.Ist früh und speichert viel Zucker, ohne muskat.

@Mediterraneus
Wenn dir New York Muscat so gut schmeckt, dann werden dir auch Alina und Boskop Glori noch mehr schmecken.
Die alle 3 sorten haben Muskat und Labruska(Fox) geschmack zusammen drin.
Reifen tut zu erst die Boskop Glori dann New York Muscat und dann Alina.



Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 23. September 2011, 23:21:31
Jakob, der Geschmack war ja nur der positive Nebeneffekt (für den Geschmack habe ich Frumoasa Alba) ;D

New York Muscat ist einfach nur hübsch, hat schon rote Blätter seit August, und es wird immer bunter
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Mediterraneus am 23. September 2011, 23:23:33
Und auch die Trauben finde ich nicht schlecht. Schauen ganz passabel aus, so ohne spritzen. Sie sind außergewöhnlich fest und süß. (Ich weiß immer noch nicht, wie Foxton schmeckt, ist das das bittere der Haut?)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Apfelfreund am 24. September 2011, 09:40:12
Zitat

Verkaufen die auch Reben? Ich habe die Frau schon mal angeschrieben, aber keine Antwort erhalten.
Zitat

Hatte mal mit Frau Reichl telefoniert. Auf der Seite gibt sie nur ihre Erfahrungen weiter. Sie verkauft nichts.

Danke Allgäu!!
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: anton7 am 24. September 2011, 13:06:25
Besten Dank für die Antworten. Anbei neue Fragen. :-)

1. Gäbe es eine Möglichkeit in Umkreis von Remseck (sagen wir bis 100km) mehrere Traubensorten zu verkosten? Hab' nur Tafelverkostungen in Bayern gefunden.

2. Spalier wird 2m hoch sein und ca. 3,5m lang. Soll da eine Rebe hin oder reicht der Platz auch für zwei?

3. Hab' jetzt eine Liste an Sorten ohne Geschmackstest anhand von Beschreibungen im Internet bzw. in diesem Forum erstellt. Falls jemand mit den Sorten Erfharungen hat(te), würde ich mich über die Angaben freuen, welche die pflegeleichtesten sind - schneiden ist OK, aber spritzen / Wespen fangen / abdecken will ich definitiv nicht.

Esther (Herbstfärbung+kernarm)
New York Muscat (Herbstfärbung)
Venus
Einset Seedless
Trullo oder Nero (Herbstfärbung)
Wostorg
Nelly
(Triumph de Alsace)
(Garant)
(Ganita)
(Isabella)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: jakob am 24. September 2011, 20:37:58
@anton7
Wenn du ein mal nach Bayern zum Tafelverkostungen kommst,garantiere ich dir,dannach machst du alles"schneiden ist OK, aber spritzen / Wespen fangen / abdecken will ich definitiv nicht." :o ???
Das were das mindeste das du noch shneiden tust.Sonst kenne ich keine sorte die sich selbst schneidet. ;D
Aber bis dahin mach mal Triumpf de Elsase und Izabella,der erste absolut pilzfest die zweite fressen nicht einmal die Vögel.
2 sorten für Leute die gar nichts machen wolen oder können.
Es gibt leider in Umkreis von Remseck keine möglichkeit (sagen wir bis 100km) mehrere Traubensorten zu verkosten.
Es gibt eine in 106km.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 24. September 2011, 20:45:07
@anton7

ein 100 km entfernter standort hat in mitteleuropa für die vergleichbarkeit von klimaten wenig aussagekraft, da maritime und kontinentale einflüsse eine rolle spielen können. das mikroklima kann bereits in 100 m entfernung vom bezugspunkt entsprechend günstiger oder kühler sein.

schwerer boden erwärmt sich im frühjahr nur langsam, insbesondere bei (teilweiser) beschattung in nordlagen. an solchen standorten trocknen die reben nach niederschlägen schlechter ab, was den infektionsdruck mit pilzkrankheiten - vor allem pero und botrytis - erhöht. der grauschimmel kann bei entsprechender nässe zum herbst innerhalb kurzer zeit komplette trauben befallen. dickschalige rebsorten sind meist weniger empfindlich für botrytis und wespenbefall.

Mitschurinski, Festivee und M.Bleu/Garnier sind z.b. unempfindlich für botrytis.
Festivee und besonders Mitschurinski würden unter deinen bedingungen aber bestimmt spritzungen gegen pero benötigen.
die freilandanbauer können dir sicher noch einige andere robuste sorten empfehlen, vlt. auch welche ohne foxton.
in nordlagen werden die schatten schnell länger, weshalb ich nur frühe oder mit etwas glück mittelfrühe sorten pflanzen würde.


jakob hatte bereits im vergangenen jahr seine schautrauben gezeigt.
wenn man solche vorzeigetrauben wie jakob produzieren möchte muß einiges stimmen:

-klimatisch günstiger standort
-ausreichend platz zum testen vieler sorten
-bodenvorbereitung
-aneignung umfangreichen wissens
-pflanzenschutz
-intensive pflege/schnitt der reben
-düngung nach bedarf
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: anton7 am 24. September 2011, 21:57:22
@Werner987
mir ist schon klar, dass der Wuchs und auch der Geschmack je nach Standort variiert. Wenn ich aber jetzt direkt nur namenlose Trauben aus Supermarkt habe, so habe ich Schwierigkeit den Geschmack einzuordnen.

Zu Muscat B / Mitschurinski gibt es einige Beiträge im Netz - mich hat die Angabe "kleine Trauben, große Kerne und harte Schale" abgeschreckt. Kerne sind zwar kein KO-Kriterium, aber die Kombi aus allen drei werden meine (kleinen) Kinder nicht essen.

@Jakob
Verstehe ich dich richtig, dass man dich besuchen und die Trauben sehen / kosten könnte? Das wäre mir schon wert vor der Pflanzung...
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. September 2011, 09:56:33
es ist durchaus sinnvoll, den geschmack verschiedener tafeltraubensorten zu testen um persönliche vorlieben festzustellen und eine vorauswahl zu treffen.
wenn man aber gänzlich auf spritzungen verzichten möchte werden besonders an ungünstigen standorten nur solche sorten bestehen können, die eine sehr hohe widerstandsfähigkeit gegen pilzkrankheiten haben.
auch in weinbaugebieten werden vor allem südhänge für den anbau von reben genutzt.
in nordlage mit teilweiser beschattung und schwerem boden werden aber nur rebsorten ausreifen (genügend zucker einlagern), die eine möglichst geringe temperatursumme (SAT-wert) benötigen.

ich halte nichts davon, ungeeignete anspruchsvolle sorten zu pflanzen, die dann bei ertragsbeginn versagen.
die frage ist letztendlich ob man eine optimistische oder realistische empfehlung erhalten möchte. ::)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: anton7 am 25. September 2011, 10:41:07
@Werner987

Kommt ausschließlich Muscat Bleu für meine Lage in Frage?

Oder ist die Isabella / Triumph de Alsace, wie Jakob vorschlug, auch OK?

Gibt es evtl. noch weitere Sorten, die in Frage kämen?
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. September 2011, 14:17:11
für schwierige standorte empfehle ich nur sorten, deren eigenschaften mir bekannt sind.
es ist durchaus möglich, daß auch andere tafeltrauben gut geeignet sind. vlt. kann dir jemand mit ähnlichen anbaubedingungen weitere sorten nennen.

als freistehende, windgeschützte sorte hat sich bei mir z.b. auch die K.Esther bewährt - die jährliche niederschlagsmenge liegt hier allerdings meist unter 600 mm. die trauben sind dichbeerig, was die anfälligkeit für botrytis in regenreichen gebieten erhöhen kann. kühles blühwetter führt zum verrieseln der trauben. eine leichte verrieselung fördert die beerengröße, die trauben werden dann lockerer und bleiben länger gesund - wenn sie nicht von den vögeln entdeckt werden. ;)

an meiner Esther hängen jetzt noch 2 fast unversehrte trauben. über diese sorte mit zeitiger laubeinfärbung wurde hier im forum schon oft geschrieben, hier ein foto aus 2009:



Esther

Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: anton7 am 25. September 2011, 17:45:22
K.Esther - was bedeutet K vor Esther? Esther ohne K habe ich gefunden, liest sich sehr gut - kernam und Herbstfärbung. Hab' in meiner Liste jetzt an den ersten Platz gesetzt.

Zwei Reben auf 3,5m langem Spalier wären OK? Oder lieber nur eine? Die erste hätte einen zwar nciht vollsonnigen Platz, aber schon mehr als nur "halbschatten", die zweite Pflanzstelle würde im halbschatten und etwas eingezwengt zwischen Betonplatten liegen.

Kann man eine Herbstpflanzung riskieren oder besser im neuen Jahr?

Forumsgalerie funktioniert in Firefox nicht, dürfte aber den Forumsbetreibern wohl bekannt sein.
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Werner987 am 25. September 2011, 19:07:46
in den rebschulen wird die sorte meist als "Königliche Esther" bezeichnet, im forum reicht "Esther" aus.
eine starkwachsende rebe kann in ca. 5 jahren ein 3,5 m langes spalier ausfüllen.
ich würde 2 sorten pflanzen. falls die sorten/der boden nach etlichen jahren zu wüchsig sind kann man die überzeugendere sorte belassen.
in winterkühlen lagen sollte man die pflanzung im frühjahr vornehmen.

ot
mit meinem firefox funktioniert die galerie, ich benutze aber nicht die neueste version.
/ot
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: Starking007 am 25. September 2011, 20:24:25
K. Esther ist in allen Dingen ok., allerdings kommt sie m.E. geschmacklich nicht an Muscat Bleu heran!

PS: Heute aus der Rebschule:
Venus
Arkadia
Festivee
New York Muscat

Raue Oberpfalz, 447m.
(ich mag "Katzenseichler" = Foxton = Amerikanergeschmack = Himbeeraroma, jeder empfindet das anders)
Titel: Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Beitrag von: