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Pflanzenwelt => Pflanzenvermehrung => Thema gestartet von: Debütant am 31. März 2009, 03:06:15

Titel: verschiedene Denkschulen bei Samengewinnung, Aussaat und Pikieren
Beitrag von: Debütant am 31. März 2009, 03:06:15
Liebe Leute,
was ich von Euch erfahren habe:

Samengewinnung:
1.   Man reinigt die Samen und trocknet sie.
2.   Man fermentiert die Samen (etwa bei Tomaten): Man lässt die Samen im eigenen Saft, etwas Wasser zusetzen, fermentieren. Nach ein paar Tagen bildet sich Schimmel an der Oberfläche. Danach Samen reinigen und trocken.

Ich habe beides probiert. Beim Pikieren erschien mir, dass die nichtfermentieren Sämlinge bessere Wurzeln hatten. Aber ich weiß nicht, wie es weitergeht. Frühestens im Herbst der Bericht darüber.

Aussaat:
1.   Man legt die Samen in die Erde. Bei mir keimten sie genau so.
2.   Die Samen werden in Schwarz- oder Kamillentee eingeweicht, danach in die Erde gelegt.

Damit habe ich keine Erfahrung. Aber ich weiß, dass Bioweinbauern ihre Kulturen mit Tee bespritzen, damit die Pflanzen so etwas wie eine Grundresistenz gegen Schädlinge erhalten.

Pikieren:
1.   Man pikiert, sobald die Keimblätter da sind.
2.   Man pikiert, wenn zusätzlich zu den Keimblättern, echte Blätter da sind.

Mir fiel bei meinen Tomaten auf: Warte ich auf die echten Blätter, wären die Stengel zwischen Wurzel und Keimblätter zu lang (?).

LG


Titel: Re:verschiedene Denkschulen bei Samengewinnung, Aussaat und Pikieren
Beitrag von: Galeo am 31. März 2009, 07:25:14
Das macht aber nix, weil man die Pflanzen (Tomaten, Paprika) bis zu den Keimblättern wieder einpflanzt. An den eingebuddelten Stengeln bilden sie zusätzliche Wurzeln.
Habe ich hier im Forum gelernt und erfolgreich praktiziert.
LG galeo
Titel: Re:verschiedene Denkschulen bei Samengewinnung, Aussaat und Pikieren
Beitrag von: Susanna am 31. März 2009, 08:17:32
Das hast schön zusammen gefaßt! ;)

Und jeder machts so wie ers für richtig hält.
Da könnte man sich ewig drüber unterhalten. :-*

Pfiade
Susanna
Titel: Re:verschiedene Denkschulen bei Samengewinnung, Aussaat und Pikieren
Beitrag von: Galeo am 31. März 2009, 08:21:08
@Susanna:
Zitat
Und jeder machts so wie ers für richtig hält.
Nun bin ich neugierig, wie machst Du es?
LG Galeo
Titel: Re:verschiedene Denkschulen bei Samengewinnung, Aussaat und Pikieren
Beitrag von: Susanna am 31. März 2009, 08:34:07
Ich habe letztes Jahr in kamillentee eingeweicht.
Sie kamen alle gut.

Dieses Jahr habe ich in normales Wasser aus der Leitung eingeweicht, sie kamen genausogut.

Die Jahre zuvor habe ich die tomaten gar nicht eingeweicht, auch nicht die Chilis, sie kamen allesamt, nur etwas langsamer.

Fazit: Nichts ist wirklich richtig, nichts ist wirklich falsch.
Ich denke einfach, da müssen mehr Faktoren zusammenkommen um einen richtigen Mißerfolg zu erleiden.

zu kalt, zu warm, falsche Erde, zu naß, zu trocken,usw...

Mal schaun wie ichs nächstes Jahr mache ;)
Susanna
Titel: Re:verschiedene Denkschulen bei Samengewinnung, Aussaat und Pikieren
Beitrag von: Debütant am 01. April 2009, 02:38:23
Fazit: Nichts ist wirklich richtig, nichts ist wirklich falsch.
Ich denke einfach, da müssen mehr Faktoren zusammenkommen um einen richtigen Mißerfolg zu erleiden.Susanna

Da pflanzt uns jetzt aber: Ich als Debütant will Erfolge, will nach dem Säen ernten.
Aber Du hast recht: learning by doing. Ich kenne und frage auch zwei ausgebildete Gärtner, die ungefähr zur selben Zeit dieselbe Schule besuchten. Der eine sagt, Tomaten braucht man nicht an die Sonne gewöhnen. Der zweite sagt: so früh wie möglich an die Sonne gewöhnen. Okay, ich habs für mich gelernt: da muss ich selber durch. Weil ich führe keine Gärtnerei, ich kann den Pflanzen keine optimalen Bedingungen bieten.
Grüsse, liebe Susanna

Es gibt kein Gesetz. Oder vor dem Gesetz steht kein Türhüter!