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Pflanzenwelt => Kräuter, Duft- und Aromapflanzen => Thema gestartet von: Ralf am 13. April 2009, 11:45:17
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Hallo zusammen,
besonders bei Rosmarin findet man Angebote von "winterharten" Sorten wie Arp, Veitshöchheim, Französischer usw. Hat jemand Erfahrung mit diesen Sorten, haben sie diesen Winter tatsächlich - wenn ja wo - ausgepflanzt überlebt?
VG Ralf
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viele viele gartenrosmarine haben die neue saison wohl leider nicht überlebt...auch bei den sogenannten "winterharten" sorten ist das so....gründe dafür sind beispielsweise, dass rosmarin meist nicht erfriert, sondern vertrocknet, da er bei sonne aus dem tiefgerfrorenem boden keine feuchtigkeit ziehen kann: die pflanze stirbt also trotz der großen winterhärte...auch bei den winterharten rosmarinen empfehlen viele anbieter sie die ersten ca 3 jahre ins winterquartier mitzunehmen und nicht ab dem ersten jahr draußen zu überwinteren: es heißt, dass die winterhärte bei rosmarin mit den jahren steigt...vielleicht hängt dass mit dem oben genannten gründen auch zusammen, denn das wurzelwerk erreicht dann ggf tiefen, wo der boden noch nicht gefroren ist
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bei einer freundin im garten ist ein rosmarin eingegangen, der älter war und schon einige winter überlebt hatte. diesen hat er nicht überstanden.
sie hatte den eindruck, daß ältere pflanzen heuer eher probleme hatten als junge. bei ihrem purpursalbei ist es ähnlich: er scheint tot. das, was sie mir davon im letzten herbst abgestochen hatte, zeigt frohes leben in meinem garten.
mein junger rosmarin dort ist auch hinüber... ich werde keinen mehr setzen. oder?
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im frostfrei gehaltenem GWH +-0
immer beerntbar..
im Freien .. geschützt bei durchlässigem Boden ebenso
(lebensdauer hier allerdings 3-4 Jahre, warum auch immer ).
Freitagsfish war etwas schneller...
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rosmarin im garten anzupflenzen lohnt sich eigentlich schon, finde ich: die pflanzen sind zudem sooo teuer oder auch so selten nicht ;)
(ein verlustwinter wie in diesem jahr ist eher selten, meine ich mal kühn)
frischer rosmarin eben für die küche geschnitten: herrlich ;) genau so mag ich es beim vorbeigehen eben mit den händen an den zweigen entlangfahren und dann zu riechen: wer kann dazu schon nein sagen?
;)
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ja, du hast recht, roro, er ist unentbehrlich, hach!
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Ich habe im letzten Sommer eine Rosmarinversuchspflanzung gemacht und 6 Sorten in je drei Exemplaren ausgepflanzt. Eine Pflanze hat noch ein paar grüne Stängelchen, die war tief genug im Schnee. Das sind schon reine Kälteschäden.
Bei Thymian und Salbei sind jüngere Pflanzen generell härter als alte. Wir hatten ein paar Tausend Töpfe stehen, da gab es fast keine Ausfälle.
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mein ca. 12 Jahre alter Rosmarin hat diesen Winter leider nicht überlebt, :'( wir hatten wenig Schnee, aber länger als zwei Wochen zweistellige Minusgrade in der Nacht (bis -18°).
Ich werde trotzdem wieder einen auspflanzen, denn solche Winter haben wir selten, und ich hoffe, dass wieder ein Rosmarin so alt wird. :)
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Winterharter Rosmarin und andere ?
meiner war ein anderer :(
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Auch im wintermilden Holland sind die Rosmarine offenbar erfroren, ich habe noch niemanden getroffen, dessen Rosmarin überlebt hat.
Ich halte Rosmarin seit vielen Jahren in einem großen Kübel, er erfriert fast immer. Es sind immer GC-Pflanzen, meistens kaufe ich möglichst große Pflanzen, die dann entsprechend teuer sind :-\ Aber Rosmarin ist unverzichtbar, eines der meistverwendeten Kräuter bei mir.
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gerade in der osterzeit mit lamm und tomate, nicht wahr? :D dazu ein frischer zweig rosmarin ;)
nun, also entweder kann man also den rosmarin ins kalthaus mitnehmen oder aber jedes jahr hoffen, dass er "es geschafft hat" ::)
bei mir im garten kann ich leider gar keinen rosmarin halten, weil er mir im feuchten, schweren boden schlicht verfault...selbst versuche auf der terrasse waren wenig erfolgreich....aber auf dem urnengrab meiner gbroßmutter gedieh er aufs prächtigste: sie war auch pflanzennärrin und so empfand ich als eine art gruß von ihr ;) viellieht für manche komisch, aber fürt mich halt so "in ordnung" ;)
leider sprengte der rosmarin sämtliche größenvorgaben und wanderte in den garten meiner eltern, wo auch er dieses jahr verschied ::)...daneben habe ich schon eine neue pflanze gesetzt...auch aus dem gc :D
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Hier in Hollfeld bei Bayreuth, hab ich in einem Garten den einzigen Rosmarin der Gegend gesehen der nicht erfroren ist. Zwei Handbreit hoch und letzten Sommer in den Garten gesetzt. Hielt aber schon zwei Jahre im Blumentopf aus.
Irgend so ein Gartencenterteil und steht nicht mal an der Hauswand.
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Ich hatte letztes Jahr 2 Rosmarin gepflanzt.
Einen 'Arp' und einen Typ 'Gartencenter'. Sie standen ungeschützt an einem Südhang ca. 10 cm auseinander. Kahlfröste von bis zu Minus 18 Grad (auf der Terrasse gemessen) waren hier über ca. 2 Tage am Stück, wohlgemerkt ohne Schnee bei voller Sonne. Ansonsten hatten wir den Winter im Schnitt -10 bis -12 Grad.
Der 'Arp' ist wie bereits das Jahr zuvor (da waren es ca.-10) ratzeputz erforen.
Der No name aus dem Gartencenter hat es ohne Winterschäden überlebt.
Die Blätter von ihm sind nadelförmig und fast silbrig. Meine Kräutergärtnerei tippt auf 'Sutberry Blue'. Jedenfalls hat sie schon einen Steckling bei mir bestellt, da auch der Sutberry Blue bei ihr leichte Frostschäden hatte.
Nach Euren Schilderungen habe ich wohl ein besonderes starkes Pflänzchen erwischt :D.
Ach ja, Beide hatten eine Größe von ca 15 cm, also durchaus Jungpflanzen.
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Hallo, Ralf,
'Arp' steht hier seit dem Frühjahr 2006 ausgepflanzt vor einer Hangstützmauer, von selbiger vor Nordwind geschützt. Seinen allerersten Winter bei mir hatte er - ganz vorschriftsmäßig ;) - im eingepackten Topf auf der noch geschützteren Terrasse verbracht und so den pflanzenunfreundlichen Auf- und Ab-Winter 2005/06 schadlos überstanden. Am jetzigen Platz war er dann bis zum vorigen Herbst auf mehr als einen Meter Höhe gewachsen. Einziger Winterschutz: dicke Laubschicht "umme Füße".
Ob der Strauch auch den aktuellen Winter überlebt hat, ist noch ungewiss. Alles an ihm, was übers Mäuerchen (ca. 1 m hoch) hinausguckte, ist braun und mausetot. Darunter bietet sich ein gemischtes Bild, einige weitere Triebe sind abgestorben, andere nach wie vor komplett grün (sie haben Würze geliefert für den Osterbraten ;)...), wieder andere haben ihr "Laub" verloren, sind aber im Anschnitt noch lebendig. Ich warte ab...
Ein Vorgänger-Rosmarin, No-Name-Sorte aus dem Gartencenter, hat an einem windigeren, minder geschützten Fleck 10 Jahre überstanden, ein fülliges Ein-Meter-zwanzig-Prachtstück - bis der Winter 2001/02 mit minus 22 Grad kam :'(. So kalt war es hier im Winter 2008/09 längst nicht. Allerdings gab es wochenlang Minustemperaturen. Und nur sehr wenig Schnee.
Ein ca. 40 cm hoher Salbei - direkt vor dem Rosmarin platziert und wie dieser 4 Jahre alt - ist sang- und klanglos erfroren.
Schöne Grüße
Querkopf
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Unserer gehörte leider auch Sorte "andere". Ein schöner großer Busch.
Wobei ich diesen Winter auch hier noch von keinem gehört habe, dessen ausgepflanzte Rosmarin überlebt hätten.
Aber wir gehören auch zur rauheren Ecke.
Meine Mutter erzählt immer, das der Großvater einen richtigen großen uralten Rosmarin hatte der alles überlebte ohne Schutz. Der überlebte aber wohl nicht lange den Tod des Großvaters, weil er (der Rosmarin) den neuen Gartenplänen dann im Weg war.
Jetzt haben wir uns bei Gaissmayer einen kleinen Arp und einen kleinen Weihenstephan geholt. Einer wird ausgepflanzt und einer kommt ins Winterquartier. Schau mer mal.
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mein arp (2007 im herbst gepflanzt) sieht ziemlich erbärmlich aus, stand aber auch ungeschützt frei im kräuterbeet in voller wintersonne. an zwei ästen gibt es auch nach sonniger karwoche und ostern noch grüngraue nadelblättchen - das lässt mich noch hoffen! ein neusaustrieb ist aber noch nirgends sichtbar. :-[
neugepflanzt an anderer stelle habe ich zwei veitshöchstheimer, mal sehen, wie die sich im winter bewähren...
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Diesen Winter hat es fast überall auch die bewährten harten Sorten erwischt. Ich konnte beobachten, das Rosmarine, auch weniger harte, mit einem Wärmespeicher in Form von Steinen oder einem gefüllten Wasserfass im Rücken den Winter unbeeindruckt überstanden.
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das ist interessant - insbesondere der hinweis auf das wasserfass. vielleicht sollte ich mein hässliches wasserschöpffass mit rosmarin umpflanzen - allerdings wäre das eher eine halbschattige lage... ::)
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Rosmarin - jetzt fällt mir wieder ein, wonach ich noch suchen wollte .... ::) :-X
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Nach meinem 0815-Rosmarin brauch ich gar nicht mehr zu suchen. Er ist erfroren und ich habe ihn entsorgt.
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Diesen Winter hat es fast überall auch die bewährten harten Sorten erwischt. Ich konnte beobachten, das Rosmarine, auch weniger harte, mit einem Wärmespeicher in Form von Steinen oder einem gefüllten Wasserfass im Rücken den Winter unbeeindruckt überstanden.
So ist es. Mein Rosmarin, vor 4 Jahren im Kräutertöpfchen gekauft, hat sich inzwischen zu einem ansehnlichen Exemplar entwickelt. Er steht an einer SW-Hauswand im Drainagebereich. So machte ihm Kälte und Nässe in Klimazone 6b (!) bisher nichts aus - außer einigen braunen Zweigspitzen.
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hm, da bringt ihr mich auf die idee einen versuch mit rosmarin nocheinmal zu starten: in die steinige schicht unter/ neben den großem lavendelstrauch am teichrand ;D.
...müsste auch optisch gut aussehen eigentlich :D
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;D
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Ein Kollege berichtete mir jetzt von seinem Rosmarin aus Frankreich, der ausgepflanzt im Aachener Raum überlebt hat.
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Mein alter Rosmarinstrauch im Kübel wird frostfrei überwintert, aber der Veitshöchheim - Rosmarin hat diesen Winter unbeschadet überstanden, aber hier an der See ist der Frost ja auch selten so stark.
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Mein Rosmarin hat wohl auch überlebt trotz einiger Tage bei -15 Grad nachts (im Rheintal). Sieht jedenfalls so aus. Aber er hat ordentlich Federn gelassen..unten ist er ziemlich nackig, alle Nadeln abgefallen, oben ist er frischgrün.
Was es für eine Sorte ist - keine Ahnung. Der war schon vor 11 Jahren da, als ich hier einzog.
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Was ihn gerettet hat – keine Ahnung.
Ob es das Alter war (geschätzte 15 Jahre) oder daß er mit 1.20 m Abstand neben dem Stamm der Magnolie wächst und deren herunergefallenes Laub den Boden den ganzen Winter über schützt -who knows.
Ich laß auch die Magnolien-Blätter, die den Herbst über von selbst zwischen die Rosmarin-Zweige fallen bis zum Frühjahr darin.
Hier auf dem Foto sind zwei verholzte Triebe direkt über dem Boden zu sehen. Der dickste hat stolze 17 cm Umfang.
(Auf dem Boden liegen gerade die abgefallenen Magnolien-Blütenblätter)
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Grad im Moment fängt er spärlich zu Blühen an. Vor dem Frost hatte er viele kleine Blütenknospen - die meisten sind abgefallen.
Aber ich hab Glück gehabt - er hat überlebt. :D :D
Die Fotos sind alle von heute
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Wir hatten hier einen ungewöhnlich kalten und langen und noch dazu schneefreien Winter.
Meine im Frühling 2008 gepflanzten beiden "Arp"-Rosmarine haben überlebt und sehen auch sehr grün aus. Nur einige Zentimeter der Zweigspitzen sind braun geworden.
Die Arp-Stecklinge, die ich im Sommer 2008 einfach in die Erde gesteckt habe und die dann wie die Hölle gewachsen sind, haben sich noch nicht entschieden, ob sie nicht doch lieber das Pflanzen-Nirvana aufsuchen.
Einen 08/15-Rosmarin aus dem Baumarkt, den wir jahrelang in der dunklen und viel zu warmen Werkstatt überwintert hatten und dem es dort gar nicht gefiel, habe ich im Herbst - viel zu spät, ich weiß - ausgepflanzt. Hab mir gedacht, wenn er's schafft, gut, wenn nicht, dann nicht. Drinnen überwintern war auch eine Quälerei für ihn.
Nun beginnt er wieder durchzutreiben und hat sogar ein paar Blüten. Aber so richtig gut sieht er (noch?) nicht aus.
Liebe Grüße, amrita