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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: neinties am 18. April 2009, 14:33:16

Titel: Einzug von Insekten in Vogelnistkästen verhindern?!
Beitrag von: neinties am 18. April 2009, 14:33:16
Kann mir jemand einige Tips geben, wie ich am besten dem Missbrauch meiner Nisthilfen durch Wespen o.ä. Ungeziefer vorbeugen sollte?

Bereits unzählige Male habe ich angefangene Wespennester der Deutschen Wespe entfernt. Sie lernen es leider nicht und fangen dort immer wieder an, ihr Nest zu bauen. Eines habe ich sogar (wie vermutet) im Blaumeisenkasten entdeckt, den ich daraufhin untersucht habe, nachdem sich trotz mehrfachen Besuches einer Blaumeise in den letzten Wochen nichts mehr getan hat. >:( ::)

Auch beobachte ich derzeit einige Exemplare, die sich sitzend an einem alten Kohlmeisenkasten rhythmisch hin- und herbewegen, ein sicheres Zeichen dafür, dass ihnen das verwitterte Oberflächenholz, was sie an dieser Stelle abtragen, als Grundstoff für den Nestbau dient.

Wespen haben für mich keinen Nutzen und ein Wespennest im Garten ist das letzte, was ich brauche. Die Anzahl Stechmücken, die eine Wespe eventuell vernichtet, übertrifft eine Meise doch um ein Vielfaches.

Auch stehen die Gemeine und die Deutsche Wespe im Gegensatz zu Hornissen, Wildbienen oder anderen Wespenarten nicht unter Naturschutz und dürfen demzufolge zahlreich vernichtet werden, auch wenn viele Berichte im Internet darüber widersprüchlich sind.

Sicherlich lässt sich bereits mit einfachen Mitteln (Einreiben der Balken) dagegen vorgehen.


Titel editiert. LG Nina
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: Karin L. am 18. April 2009, 21:42:15
Bau doch die Nistkästen ab, dann bist du die Wespen los.
Oder häng ein Schild an: Nur für Meisen

Diese Einteilung der Natur in Gut und Böse finde ich, gelinde gesagt, zum Kotzen.

Karin
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: Susanne am 18. April 2009, 23:05:45
Zitat
Auch stehen die Gemeine und die Deutsche Wespe im Gegensatz zu Hornissen, Wildbienen oder anderen Wespenarten nicht unter Naturschutz und dürfen demzufolge zahlreich vernichtet werden...

Ich verstehe deine Logik nicht. Weil ein Tier nicht geschützt ist, sollte man es ausrotten? Warum, damit es irgendwann auf die rote Liste kommt? Das ist krank.

Wespen vernichten große Mengen an Blattläusen und anderen Schädlingen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: max. am 18. April 2009, 23:37:22
vielleicht könnte man ja den ball etwas flacher spielen.
"zum kotzen" und "krank" ist es ja nicht gleich, wenn jemand seine vogelnistkästen nicht von vespula germanica bewohnt sehen möchte, die garantiert nicht von ausrottung bedroht sind.
wer also -statt grundsatzerklärungen- tips zur abschreckung von wespen hat- bitte melden.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: Querkopf am 19. April 2009, 00:08:36
Hallo, Max,

gute Idee mit dem flacheren Ball ;). Unangenehm ist's nämlich schon, wenn im Garten Vespula germanica oder V. vulgaris Nester bauen...

Vor zwei Jahren haben sie das bei uns im Gartenboden getan, direkt am Hauptgartenweg; Koexistenz war mühsam, seitens der Wespen auch keineswegs friedlich (wir waren froh, dass niemand im Haushalt Allergiker ist). Im vorigen Jahr haben sie die Truhe auf der Terrasse gewählt, in der wir unsere Gartenmöbelpolster aufbewahren. Einflugschneise quer übern Gartentisch. Da ging kein Zusammenleben, die Tierchen mussten weichen - wir haben einen einschlägig geschulten Imker zu Rate gezogen, der sie umgesiedelt hat.

... wer also - statt grundsatzerklärungen - tips zur abschreckung von wespen hat- bitte melden. ...
Genau danach haben wir den Fachmann auch gefragt. Seine Auskunft: Wespen-Abschreckung sei nicht möglich. Jedenfalls nicht, wenn der Nestbau bereits begonnen habe; die Königin bleibe nämlich dem einmal gewählten Ort treu, auch wenn sich Widrigkeiten ergäben. Man könne die Flieger dann nur noch umsiedeln oder - im Notfall, falls das Nest jemanden gefährde und eine Umsiedlung nicht möglich sei (z.B. wegen extremer Dachlage des Nestes o.ä.) - meucheln.

Spezialisten fürs Umsiedeln von Wespen, Hornissen & Co. findet man über die örtlichen NABU-Gruppen oder auch hier.

Schöne Grüße
Querkopf

P.S. "Unser" Umsiedler hat übrigens grinsend erzählt, dass er als neue Heimat für Insektennester gar nicht ungern Vogelnistkästen benutzt ;D.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: neinties am 19. April 2009, 00:22:07
Ich bin auch kein Freund des menschlichen "Gott-Spielens" und des Richtens über die Natur.

Der Mensch sollte seine Fähigkeiten nicht überschätzen, wenn er durch sein Eingreifen das ökologische Gleichgewicht gefährdet.

Die beiden Wespenarten sind jedoch üble Parasiten, nicht vom Aussterben bedroht, und wenn man im Voraus verhindern kann, dass sie die teuren, mit viel Aufwand und Liebe angebrachten Vogelnistkästen (merke: VOGELnistkästen, nicht: Wespenbrutkästen) beziehen und zweckentfremden, warum nicht?

Um die Blattläuse kümmern sich gewöhnlich die Blaumeisen, die allerdings nicht im Garten brüten können, wenn der Kasten durch die Gemeine Wespe besetzt ist!
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: Querkopf am 19. April 2009, 00:37:30
Hallo, Neinties,

... Die beiden Wespenarten sind jedoch üble Parasiten...
nö, Parasiten sind sie nicht. Bloß lästig (für Menschen) ;).

KarinL hatte irgendwann mal gepostet, man könne Wespen mit ätherischen Ölen verscheuchen. Wäre doch mal einen Versuch wert. (Was Meisen dazu meinen, weiß ich freilich nicht ;).)

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: thogoer am 19. April 2009, 07:53:40
Ein Paar Nistkästen mehr aufhängen und alle haben Platz. Unter einer mit weissem Segeltuch überdachten Pergola konnte ich beobachten wie Wespen die zahlreichen Fliegen fingen. Auch die Bremsen sammelten sich unter dem Tuch und wurden gefangen.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: cimicifuga am 19. April 2009, 13:44:10
Ein Paar Nistkästen mehr aufhängen und alle haben Platz.
das würde ich auch befürworten :D

auch ohne das aufhängen von nistkästen sind wohl vorhandene höhlen bei vielen tieren beliebt, nicht nur bei meisen und staren. das war schon immer so und wird sich auch kaum ändern, nur weil es einem vielleicht nicht gefällt.

also: hänge viele kästen auf, dann haben auch die meisen was davon (denn die sind im gegensatz zu wespen auch bereit, sich bei störung ein ersatzquartier zu suchen ;) )
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: riesenweib am 19. April 2009, 16:21:00
...dass sie die teuren, mit viel Aufwand und Liebe angebrachten Vogelnistkästen ...
liegt etwa da der hase im peffer 8)

nach langjährige beobachtung von wespen und hornissen meine ich raten zu können: versuche hornissen anzusiedeln, dann gibt es sofort weniger wespen.

lg, brigitte
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: neinties am 19. April 2009, 17:09:34
Ist das nicht ein Teufelskreis?

Man siedelt Wespen an, um Stechmücken vorzubeugen. Wenn die Wespen zu häufig werden, siedelt man wiederum Hornissen an. Aber wer kontrolliert dann, dass nicht die Hornissen Überhand nehmen?

Es verhält sich einfach so: Unser Garten bietet diverse Landschaften, so wie es optimal ist, um möglichst vielen Vogelarten ein Zuhause zu bieten.

Leider kann ich unmöglich alles mit Nistkästen zubauen, weil sich dann die Vögel gegenseitig bekämpfen würden. Es ist einfach nicht genug Nahrung vorhanden, also müssen die Wespen im Zweifelsfall weichen.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: Susanne am 19. April 2009, 17:19:50
Ist das nicht ein Teufelskreis?

Man siedelt Wespen an, um Stechmücken vorzubeugen. Wenn die Wespen zu häufig werden, siedelt man wiederum Hornissen an. Aber wer kontrolliert dann, dass nicht die Hornissen Überhand nehmen?

Es verhält sich einfach so: Unser Garten bietet diverse Landschaften, so wie es optimal ist, um möglichst vielen Vogelarten ein Zuhause zu bieten.

Leider kann ich unmöglich alles mit Nistkästen zubauen, weil sich dann die Vögel gegenseitig bekämpfen würden. Es ist einfach nicht genug Nahrung vorhanden, also müssen die Wespen im Zweifelsfall weichen.

Ich würde die Kontrolle der Natur überlassen. Bislang haben Eingriffe und Kontrollversuche des Menschen wenig gebracht, und dein Dilemma ist ein typisches Beispiel dafür.
Im Grunde kannst du nur Kost und Logis anbieten und hoffen, daß sich ein Gleichgewicht einstellt...


Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: Zausel am 19. April 2009, 17:28:03
[td]
Ist das nicht ein Teufelskreis?
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So weit, wie ich das beurteilen kann, ist in diesem Fall der Mensch der Eindringling.[/td][/table]
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: cimicifuga am 19. April 2009, 19:57:03

Man siedelt Wespen an, um Stechmücken vorzubeugen. Wenn die Wespen zu häufig werden, siedelt man wiederum Hornissen an. Aber wer kontrolliert dann, dass nicht die Hornissen Überhand nehmen?

Leider kann ich unmöglich alles mit Nistkästen zubauen, weil sich dann die Vögel gegenseitig bekämpfen würden.

1) hornissen nehmen nicht überhand. und selbst wenn du 3 hornissennester im garten haben solltest, so kann dir das relativ schnurz sein, da hornissen dem menschen nicht lästig werden (vorausgesetzt sie nisten nicht gerade in deinem geräteschuppen o.ä.)

2) vögel (auch meisen) haben reviere, innerhalb derer sie keine anderen gleichartigen dulden. also wenn du 3 nistkästen in den baum hängst werden dort nicht 3 meisenfamilien einziehen. aber wenigstens eine! und das willst du doch, oder?

also ehrlich, zuerst hast du angst, dass wegen der wespen zu wenig vögel da sind, aber mehr nistkästen willst du auch nicht, weil dann sind es zu viele vögel? ???

vielleicht wirst du dir mal klar, was du eigentlich genau willst :P
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: riesenweib am 19. April 2009, 22:31:15
Ist das nicht ein Teufelskreis?...

keine ahnung, ich persönlich habe noch nie insekten oder tiere im garten angesiedelt. Die kommen und gehen wie sie wollen, einmal sind die mehr, dann die. Allerdings hat auch bald 50 jahre nie jemand viel herumgepfuscht mit gift, oder kammerjägern o.ä. Das einzige was ich tue ist viel buschwerk pflanzen, dadurch brüten auch die vögel gerne hier.

edit: gegen ameisen im haus wehren wir uns schon auch.

lg, brigitte
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: neinties am 19. April 2009, 23:12:53
aber mehr nistkästen willst du auch nicht, weil dann sind es zu viele vögel? ???

Habe ich das irgendwo geschrieben?

Darum geht es doch gar nicht!

Vögel dürfen es für meinen Geschmack gerne noch mehr sein, nur

1. ist hier kein Platz mehr vorhanden um weitere Nistkästen zu installieren!
2. habe ich derzeit kein Geld / Baumaterial für weitere Nistkästen, denn nicht jeder Gartenbesitzer ist Millionär!
3. je mehr Kästen hängen, umso größer ist doch auch die Gefahr, dass diese ebenfalls durch Wespen zweckentfremdet werden, wenn ihnen bereits bei geringer Anzahl Kästen diese äußerst gut gefallen!
4. befinden wir uns mitten in der Brutsaison.
5. hängt hier für jede Vogelart ein Kasten, also nur verschiedene, angepasst auf die Ernährungsweise der jeweiligen Art um Nahrungskonkurrenz zu vermeiden und so brüten eben Haussperlinge und Singdrossel auf einem Meter Abstand zueinander, ohne dass es Probleme gibt!
6. gibt es in jedem Garten mehr Vögel, als dort aufgrund der durchschnittlichen Anzahl von 1-2 Kästen tatsächlich nisten und bei einem größeren Angebot an Nistkästen (z.B. 8 bis 12) demzufolge auch mehr Vögel auf engerem Raum!
7. wäre es wenig sinnvoll, mehr Kästen aufzuhängen, als tatsächlich bewohnt werden können oder baust du auch drei Einfamilienhäuser und hoffst, eins davon verkaufen zu können, während die anderen leer stehen bleiben?

Es geht einfach darum, welche Hausmittel es gibt, um Wespen davon abzuhalten, in Vogelkästen ihr Nest zu errichten. :D:)

Was ich also will sind Vögel, aber keine Wespen. ;)

Ich denke, wenn man die Wahl hat, zu entscheiden, ob man lieber die Deutsche Wespe in seinem Blaumeisenkasten begrüßen möchte oder die Blaumeise, für die der Kasten ja eigentlich einmal angebracht wurde, fällt die Entscheidung nicht schwer. Es wäre wohl auch niemand glücklich, wenn Ratten in die Hundehütte einziehen.

Und damit, dass man im Voraus durch bestimmte Düfte oder Pflanzen verhindert, dass die Wespe dort einzieht, bringt man noch lange nicht das gesamte Ökosystem durcheinander.
Hier wird ja keine Tierart vernichtet, andersherum ist die Blaumeise noch nicht so häufig, dass sie bei erfolgreicher Brut gefährlich für andere Tiere werden könnte.

Ich kann mir z.B. vorstellen, dass man mit Nelkenöl oder Lavendel gut lästige Wespen abschrecken kann. Bei Mücken hilft das ja auch.
Hat denn niemand Erfahrung damit? Meine Angst ist nämlich, dass dies auch den Blaumeisen nicht behagt.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: Shamaa am 20. April 2009, 00:21:53
Wenn neben der Terrasse im Rasen, wo Kinder barfuß spielen, ein Wespennest im Boden ist, dann lasse ich das entfernen.
Ich nehme mir eine Wertung heraus und die Kinder gewinnen.

Eine Abschreckungsmöglichkeit habe ich nicht gefunden. Niemand, auch der NABU nicht, konnte mir weiter helfen.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: riesenweib am 20. April 2009, 08:15:51
neinties, warum müssen es eigentlich nistkästen sein? Wie schon geschrieben, im dichten buschwerk bei uns brüten vögel sehr gerne, haben viel stnadortauswahl und keine wespen als mitbewohner.

lg, brigitte
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: birgit.s am 20. April 2009, 09:35:41
Der NABU schreibt auf seinen Seiten, dass Zitronen- und Nelkenöl zur Abwehr von Wespen eingesetzt werden können.

NABU Oberhausen

Ich glaube nicht das Meisen sich von dem Geruch abhalten lassen, nehmen diese einen Nistkasten nicht an, was häufig vorkommt, hat das meistens andere Gründe. Wir hängen grundsätzlich für die bei uns vorkommenden Arten mehrere Nistkästen auf, warum der eine Kasten in einem Jahr angenommen wird oder nicht, ist für den Menschen nicht immer ersichtlich und kann im nächsten Jahr schon wieder anders sein. Die Tiere teilen halt nicht immer die Vorstellung von Menschen ;)

Wenn eine Wespenkönigin allerdings einen Nistkasten einmal als Neststandort ausgesucht hat, wird sie diesen nicht wieder aufgeben, sie kann es auch garnicht das läßt ihr Verhaltensmuster nicht zu und Wespen treiben wie Hornissen auch keine Filialbildung oder ziehen mit dem Staat um, das einmal begonne Nest ist ihr ein und alles.

Allerdings sollte man immer bedenken das die Natur nicht immer in einer Einbahnstraße denkt, biete ich Höhlenbrütern Nistkästen an, muß ich damit rechnen das alle Höhlenbewohner egal ob Vogel, Insekt oder Säugetier dieses Angebot annehmen.

Nur ein Beispiel: In einem unserer Schweglernistkästen ist ein Eichhörnchen eingezogen ::) was mich total fassungslos machte, wie gesehen habe wie sich dieses Tier zusammenfalten mußte um dort rein zu kommen (zeigte mir aber auch das das Eichhörnchen diese Nester sicher ausnehmen können). Es muß dann irgenwann ausgezogen sein und ich wollte den Kasten im Frühjahr als ich sicher war das er unbewohnt ist reinigen. Als ich auf der Leiter stand flogt eine Baumhummelkönigin an mir vorbei in den Kasten, also war dieser wieder bewohnt und Baumhummel sind auch nicht immer sehr umgänglich.

Das Problem mit den Nistplatz suchenden Wespenköniginnen ist übrigens bald vorbei, denn die Zahl der Königinnen die mit dem Nestbau noch nicht begonnen haben, wird täglich geringer und die Vögel fangen dann in einiger Zeit mit der 2 und 3 Brut an. Bei uns habe ich gestern nur eine suchende Wespenkönigin gesehen und eine suchende Hornissenkönigin :D suchende Hummelköniginnen gibt es bei uns schon nicht mehr.

Noch etwas, es kann sein das Du nächtes Jahr dieses Problem überhaupt nicht hast. Denn viele Insektenköniginnen suchen einen Nistplatz der ihrem Geburtsort ähnelt. Vielleicht war in Eurer Nähe im letzten Jahr ein Wespennest in einem Vogelkasten und es sind deshalb viele Jungköniginnen die gerne in Nistkästen suchen.

Gruß Birgit
 


Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: neinties am 20. April 2009, 09:38:29
Hallo,

die Nistkästen habe ich als Ergänzung zur natürlichen Landschaft angebracht um mehr Platz zu bieten :)

Einige Arten nehmen diese Nisthilfen gerne an. Aber natürlich wird am liebsten am Gebäude oder in den Hecken genistet, da die Vögel dort geschützt sind.

Allerdings haben sich so auch viele verlassene Nester angesiedelt, mit deren Entfernung ich mich zugegeben etwas schwer tue. Sie dienen, wie ich gelesen habe, einigen Arten als Schutz bei Nacht oder im Winter, alte Amselnester werden sogar von einigen kleineren Singvögeln zur Aufzucht ihrer eigenen Jungen genutzt.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: riesenweib am 20. April 2009, 09:42:02
... mit deren Entfernung ich mich zugegeben etwas schwer tue....

 ??? warum möchtest Du denn alte nester entfernen, neinties ?
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: neinties am 20. April 2009, 10:55:18
Tja, da sitze ich in einer Zwickmühle.

Einerseits bauen die Vögel dort, wo es ihnen am besten gefällt und wo sie optimale Lebensbedingungen vorfinden. Wenn ich im Herbst ein verlassenes Nest entferne, besteht die Chance, dass im nächsten Frühjahr erneut ein Vogel an dieser für ihn günstigen Stelle baut.

Wenn sich dort allerdings ein altes Nest befindet, muss er ausweichen - eventuell auf einen anderen Garten, was sehr schade wäre.

Allerdings bieten gerade Amselnester den kleineren Arten einen Unterschlupf bei rauhem Wetter.

Also was tun?

Ich habe mich entschieden, verlassene Nester vom Vorjahr nur dann zu entfernen, wenn sie
a) verwittert sind
b) zerstört sind
c) definitiv nicht mehr benutzt werden
d) an gefährlichen Stellen stehen, die für Marder u.a. Räuber leicht zugänglich sind

Alles was noch brauchbar ist, bleibt dort, wo es ist. Das gilt selbstverständlich nur für Brüter, die ihr altes Nest nicht wieder benutzen. Tauben oder Rabenvögel z.B. ergänzen ja ihren alten Bau im Frühjahr und nutzen ihn erneut.
Titel: Einzug von Insekten in Vogelnistkästen verhindern?!
Beitrag von: Nina am 20. April 2009, 11:03:58
Mit den alten Nestern machst Du Dir aber viel Arbeit. Ich würde in diesem Fall der Natur einfach ihren Lauf lassen.
Titel: Re:Missbrauch von Vogelnistkästen durch Insekten verhindern?!
Beitrag von: Nini am 20. April 2009, 12:28:56
Zitat
Ich denke, wenn man die Wahl hat, zu entscheiden...
Zitat


Vielleicht liegt gerade hier das Problem?
Kinder und Tiere - die machen was sie wollen ;). Denen ist es doch schnurz, wofür die kleinen, hübschen Holzkisten gedacht sind, die wir in den Garten hängen.

Ich finde es toll, dass du dir so viele Gedanken und so viel Mühe machst, um für die verschiedenen Vögel optimale Bedingungen zu schaffen. Aber egal wie groß dein Garten auch sein mag, er ist ja kein abgeschlossenes Ökosystem. Mach` doch einfach mal nichts und beobachte, wie sich alles fügt. Vielleicht überraschend und anders als du es geplant hast - aber sicherlich beeindruckend.

LG, Kirstin

Titel: Re:Einzug von Insekten in Vogelnistkästen verhindern?!
Beitrag von: riesenweib am 20. April 2009, 12:49:47
...Mach` doch einfach mal nichts und beobachte, wie sich alles fügt....
das ist aber eine sache von mehreren jahren. Halt nichts für ungeduldige. Aber es ist sehr sehr spannend. Immer anders, nie langweilig.
Titel: Re:Einzug von Insekten in Vogelnistkästen verhindern?!
Beitrag von: neinties am 20. April 2009, 20:56:06
Es war die beste Entscheidung meines Lebens, das angefangene (im Übrigen unfertige! - also keine Panik...) Wespennest zu entfernen!

Heute war Musterhausbesichtigung für das Ehepaar Kohlmeise - bereits nach wenigen Minuten war der Mietvertrag unterschrieben und Frau Meise fing schon mal an, einzuräumen.

Der Deal mit den Blaumeisen ist ja vor einiger Zeit geplatzt, vermutlich eben wegen den brummenden schwarz-gelben Hausbesetzern. Wer möchte schon bei der Aufzucht seines Nachwuchses ständig von stacheligen Zeitgenossen gestört werden?

"Er" turnte derweil laut singend in den umgebenden Bäumen und Büschen herum, während seine Frau sich abrackerte beim Einzug. Typisch fauler Mann ;D

Das sind doch viel angenehmere Nachbarn als die Großfamilie Wespe. ;) Auf dass sie sich hier wohl fühlen und zahlreiche Kinder in die Welt setzen :)