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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: we-went-to-goe am 22. Juni 2009, 11:15:44
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Hallo allerseits,
wir hatten schon Sichtungskontakt und stehen ja vor der Neugestaltung des frisch uebernommenen Gartens ( respektive das dauert zwar, aber die Planungsphase ist ja laenger und auch solche Ueberlegungen muessen mit einbezogen werden).
Die Fragen richten sich somit an die, die ebenfalls mit dem Waschbaer leben muessen - das sind ja zumindest im suedlichen Niedersachsen doch schon einige.
Ich habe auch Kontakt gehabt mit dem Herrn der entsprechenden Internetseite bezueglich der Frage, wie z.B. mit Vogelhaeuschen zu verfahren ist. Zur Zeit haengen sie nun an Draht abwaerts gelassen an den Baeumen. Allerdings schwankt das bei Sturm doch ganz ordentlich.
Meine Tochter haette gerne einen Teich - wie sind da Eure Erfahrungen? Lohnt das ueberhaupt oder sollten wir das Projekt streichen? Ebenso ist die Frage der Terrassenueberdachung. Man kann ja mit nicht erklimmbaren Seilen arbeiten. Stell sich die Frage, ob sie auf den Aufstieg bei einer stark bestachelten Rose wie z.B. Kir Royal verzichten? Waere das vielleicht auch eine Moeglichkeit sie vom Carport runter zu halten?
Und nicht Gartenbereich, aber vielleicht hat ja einer von Euch schon mal die moeglichen Dachsicherungen im Betrieb gehabt und kann dazu was schreiben: Was ist denn besser? Strom oder die 4 (!) Regenrinnen allein am Haus plus die Pfeiler und Regenrinne vom Carport mit Klettersperre schuetzen. Dazu kommt die Schwierigkeit, dass das Haus ueberwiegend aussenisoliert ist - nur der Vorbau hat Klinker, den die Tierchen wohl ebenfalls als Aufstieg benutzen koennen. Der Hintergrund ist schlicht, dass wir an den Dachschraegen Flecken haben, von denen wir nicht gaenzlich sagen koennen, wo sie herkommen. Nun kommt ein suendhaft teures Warmdach - da will ich die Viecher keinesfalls mehr auf dem Dachboden haben.
fragende Gruesse
Sabine
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Hat keiner einen Waschbaer - klammheimlich und im Dunkeln, sprich, durchgewuehlte Teiche, aufgerissene gelbe Saecke, Babyhaende im Schlamm ect?
Im GT gab`s heute gerade erst einen Artikel dazu....
noch hoffende Gruesse
Sabine
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GsD nicht - aber mein Mitgefühl ist Dir sicher, auch wenn es nix hilft.
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;) das ist auch schon nicht schlecht! Und zudem... wer weiss ob Du nicht von der - hoffentlich noch beginnenden - Diskussion profitierst ;D Die Lueneburger Heide ist ja nicht soooooo weit weg. Das schafft der Waschbaer Luemmel bestimmt auch ueber kurz oder lang.
Ah, bliebe noch zu ergaenzen, dass mein Nachbar "billiges Parfum" in die gelben Saecke sprueht. Das wuerde zuverlaessig helfen!
Es braucht zuweilen eben List und Tuecke....
grinsende Gruesse
Sabine
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Ich fürchte nur, die gelben Säcke sind das kleinste Problem mit den Viechern :(
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da hast Du zweifelsohne Recht! Aber wer weiss.... vielleicht kommen ja noch weitere gute Tipps ;) ;)
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GsD, ich gärtnere weit weg.
Bei der Dokumentation, die ich im Fernsehen gesehen habe, waren etliche Betroffene arg in Rage.
Nur eine Interviewte nicht.
Ein Jahr später hat sie über die niedlichen, possierlichen Tierchen geschimpft wie ein Rohrspatz.
(Die Betroffenen waren durch die Bank ratlos.)
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Zausel, die gibt es auch in unserer Region.
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Noch keine Babyhände in meiner Badewanne.
Der Film hieß irgendwie so ähnlich wie Kassel- Stadt der Waschbären.
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also ich jammere dafuer schon mal prophylaktisch ;)
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Ist auch besser so, Sabine.
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schubs....
na vielleicht doch mal Einschaetzungen, ob so eine mordsmaessig stachelige Kletterrose den Aufstieg aufs Dach nicht erschweren koennte? Schon, oder? Der Carport ist so daemlich ans Haus geklatscht.... das scheint mir als erstes mal irgendwie gesichert werden zu muessen!
Liebe Gruesse
Sabine
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Hallo Sabine,
wir haben hier immer mal sporadisch Waschbären. Einmal war einer in der Garage, einmal in der Mülltonne und einmal kam einer sogar durch die Katzenklappe ins Haus. Aber genauso wie sie da sind, sind sie auch wieder für lange Zeit verschwunden. Wir machen nichts.
Viele Grüße aus dem mittelhessischen Bergland.
Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
Gott sei Dank habe ich keine Katzenklappe :-X Bin Hundebesitzer.
Leider ist es wohl so ( ich kann das Buch "die Waschbaeren kommen" nur empfehlen), dass einmal heimgesuchte Haeuser ( also uebernachtungsbedingt, nicht Zufallsgaeste durch die Katzenklappe) geruchlich markiert sind, und somit verschiedenen Waschbaeren als Quartier dienen bzw. vorbei ziehenden signalisieren, dass es dort toll ist.
Es ist wohl auch eine Frage der Besiedelungsdichte. Die darf man hier schon als hoch ansehen ( toter Waschbaer am Strassenrand genauso, wie dass der Jaeger bereits mehrfachst Sichtung hatte, plus eindeutigen Spuren).
Was ich zudem mit Besorgnis sehe, ist die "Auswilderung" von Waschbaeren Jungen, die derzeit vermehrt in Göttingen aufgegriffen werden. Stadtbaeren - haben andere Eigenschaften als Wildwaschbaeren.
Weiss eigentlich wer, ob es sinnvoll waere, die betreffenden Tiere zu kastrieren? Schiessen, toeten ect. - ist nonsense, und wer will das. Dadurch wird nur eine hoehere Vermehrungsrate provoziert. Wildparkplaetze sind bereits vergeben. Mir wuerde so was vorschweben wie Katzenkastrationen im Sueden.... Reviere besetzt, Nachwuchsrate sinkt... ob das Sinn machen taete?
Liebe Gruesse
Sabine
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Schiessen, toeten ect. - ist nonsense, und wer will das.
Da gibt es schon welche. Auch ich habe nichts dagegen.
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...Weiss eigentlich wer, ob es sinnvoll waere, die betreffenden Tiere zu kastrieren? Schiessen, toeten ect. - ist nonsense, und wer will das. Dadurch wird nur eine hoehere Vermehrungsrate provoziert. Wildparkplaetze sind bereits vergeben. Mir wuerde so was vorschweben wie Katzenkastrationen im Sueden.... Reviere besetzt, Nachwuchsrate sinkt... ob das Sinn machen taete?
Liebe Gruesse
Sabine
Waschbären haben m. W. keine Reviere. Insofern ist die Kastrierei nonsense.
Aber durch die aktuellen Gesetze und fehlende aktive Jäger wird man dem Waschbär durch jagdliche Massnahmen nicht herr.
In den meisten Ländern ist der Fang zwar nach Lehrgang im eigenen Garten zulässig aber die meisten hoffen ja auf die heile Welt und die friedliche Regulierung. Also Fallenlehrgang machen oder hoffen.
Kletterrosen werden vermutlich eher als Kletterhilfen verwendet.
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Abschuss nutzt nicht. Die Faehen reagieren mit erhoehter Vermehrungsrate. Keine Reviere - mag richtig sein. Aber die Nahrung fehlt, wenn bereits welche im Raum XY sitzen, oder?
Echt? Die ziehen sich mit ihren "Haenden" keine Schiefer ein? Ich wuenscht, ich haett Waschbaerenhaende ;) Das taete die Arbeit an den Rosen sehr erleichtern!
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Tja, da muss der Verfolger immer einen Tick schneller sein als die Vermehrung. Allerdings muss man sich dabei von der Vorstellung trennen, dass Tiere, die dem menschlichen Kindchenschema nahekommen auch kleine Menschen sind.
Hier gibt es einen Nutriafänger im Auftrag des Naturschutzes. Er ist immer auf der Flucht vor Tierliebhabern ...
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Abschuss ists eh nicht, sondern Fallenfang. Und der hat schon immer geholfen, soferns genug machen.
Aber wie Staudo schon sagte: Bei der derzeitigen heilen Welt Mentalität und bloss nix selber um die Ecke bringen wird man mit den Waschbären leben müssen.
Und Nahrung fehlt nie, weils genug gibt die meinen sie müssen füttern. Siehe Wildschweine in Berlin oder anderen Großstädten. Auch der Müll enthält für Waschbären sehr viel fressbares.
Bevor denen das Fressen ausgeht, sind deine Nerven schon lange kaputt.
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auch wenn Du ihn wegfaengst - produziert die Faehe nur mehr Nachwuchs. Und bleibt eben - wenn nicht Abschuss- die Frage - wohin mit den Gefangenen? Fangen und meucheln - pardon, ist Schuss schneller. Fangen und wohin? Die Tierparks sind voll. Fangen und auswildern wie jetzt in GÖ - ist kritisch, insbesondere, wenn Du Stadtbaeren mit anderen Eigenschaften ( aufs oeffnen von Kompostern, Muelltonnen und gelben Saecken so spezialisiert wie auf die Unterkunft Dach oder Kamin) in die "Wildnis" entlaesst.
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Töten.
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auf die Gefahr mich zu wiederholen - geht ein Jungtier in die ewigen Jagdgruende, setzt die Faehe einen zweiten Zyklus in Gang. Sprich, locker einen Satz mit 5 Jungtieren, den zweiten im Jahr. Zudem - pardon, darf in Stadtgebieten wie Kassel und Göttingen nicht geschossen werden. Ja, Du kannst fangen und dann toeten - wuerde indes behaupten - und ich finde die Tiere weder putzig noch meinem Kindchen Schema entsprechend - dass das dem Tierschutzgesetz widerspricht. In der Stadt fangen und aussen entlassen - hatten wir schon als Thema.
Draussen bum baeng - faende ich schnell und artgerecht. Aber eben nutzlos. Weil setzt nur erhoehte Vermehrungsrate in Gang.
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Das ist ein Artikel von heute. ::)
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Der Marderhund ist auch nicht mehr weit von Göttingen (oder wahrscheinlich schon da). Im Eichsfeld (Nachbarkreis) ist er schon angekommen. Hier gibt es im Übrigen schätzungsweise 5000 Waschbären, die größte Population in Thüringen. Die Jäger sind fleißig am Abschießen, nützt aber nichts (wurde ja schon mehrfach erklärt, warum).
Ich wohne im Eichsfeld am Stadtrand, gleich angrenzend an Wald und Flur. In den letzten sechs Jahren habe ich hier mal einen einzigen Waschbären gesehen, der wohl auf der Durchreise war.
Wie ich mich vorbereitet habe auf die Invasion? Ich habe auf dem Schornstein ein Dohlengitter, damit sie dort nicht einsteigen können. Ich habe den Film über Kassel ebenfalls gesehen und wollte dann auf keinen Fall, dass sie sich mal im Kamin einnisten. Für die Fallrohre gibt es wohl irgendwelche Drahtteile mit pieksenden Spitzen nach unten, wo die Bärchen dann wenig Lust haben, dran hochzuklettern.
LG
Natalie
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mein erstes Exemplar dieser Spezies sah ich dagegen in Bayern - auch tot am Strassenrand.
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Hier mal was zum Lesen:
http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1106274/WfsM2004_1.pdf