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Garten- und Umwelt => Gartenbuch => Thema gestartet von: Thilly am 10. November 2009, 14:14:12
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Hallo,
für meine Nichte suche ich nach einem guten Nachschlagewerk für einen neu anzulegenden Garten :) Momentan noch Brachland, alles ist möglich, aber nach Hauskauf und Renovierung nicht viel Geld dafür übrig.
Habt ihr da Büchertipps für mich, wo man gute Ideen findet und immer mal wieder nachschlagen kann, wie Blumen, Sträucher, Bäume gesetzt, behandelt, gepflegt und geschnitten werden?
So`n Allrounder ;) ;D aber nicht zuuuuu fachlich und speziell, weil es deren erster Garten ist und da noch nicht viel Vorkenntnisse vorhanden sind :)
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:'( ;)28x aufgerufen und keiner hat einen Tipp???? :-\
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Geduld, Geduld ;)
Ich habe gerade Bücher an einen Gartenneuling verliehen - Kreuters Biogarten, von Christopher Lloyd Blumengarten und von Penelope Hobhouse Pflanzen in ihren Lebensbereichen.
Alle drei werden gerade abwechselnd verschlungen. Ein weiterer Schottergarten mit Alibi-Buchskugel dürfte verhindert sein. 8) ;D
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Vielleicht das?
Das habe ich mir 2006 allerdings neu für nur 12,95 Euronen gekauft. ???
Ich habe den Amazon-Partnerlink ergänzt. Kostet euch nicht mehr, aber hilft das Forum zu finanzieren. Liebe Grüße Nina
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Vielleicht bin als gelernter Gärtner zu anspruchsvoll. Das ideale Buch für einen Gartenanfänger, das alle Fragen der Gartenneuanlage beantwortet, gibt es meiner Meinung nach nicht.
Wenn junge Häuslebauer zu mir als Kunden kommen, gebe ich ihnen leihweise einen Stapel alter "Mein schöner Garten"-Sonderhefte zu unterschiedlichen Themen mit, damit sie einen Eindruck darüber bekommen, welche Gartensituationen möglich sind und was die die Pflanzenwelt alles bietet.
Genauso wichtig sind jedoch auch ganz praktische Grundfragestellungen, die kaum ein Gartenbuch beantworten kann:
Wie groß ist mein Grundstück? Was ist dort überhaupt möglich?
Wieviel Zeit kann und möchte ich für meinen Garten kann und möchte ich aufwenden?
Habe ich Kinder oder möchte noch welche bekommen? Muss ich für bestimmte Wünsche (z.B. Gartenteich) Zwischenlösungen finden?
Die Kosten für einen Garten sind sicher nicht die wichtigste Fragestellung, da man nicht alles sofort verwirklichen muß und auch preiswerte Zwischenlösungen gefunden werden können.
Und Fragen zu Pflanzen, ihren Ansprüchen und ihrer Pflege sollte jeder gute Gärtner beantworten können.
Gruß
troll
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Auch als gelernter Nicht-Gärtner ;) kann ich Trolls Aussage bestätigen. Ich hab einen 1,20 m breiten, 2 m hohen Vitrinenschrank randvoll mit Gartenbüchern. Ein Kompendium bezüglich der Gartengestaltung, das mich zufriedengestellt hätte, ist nicht dabei. Klar, aus der Vielzahl lässt sich viel erlernen und nachlesen.
Mein allerallererstes Gartenbuch war vom Dumont-Verlag "Garten-Enzyklopädie", angefixt wurde ich durch meinen zweiten Kauf: Penelope Hobhouse: "Der Garten", danach war ich für immer verloren 8).
Meiner persönlichen Meinung nach ist ein schönes Gartenbuch mit tollen Bildern schon eine Motivation sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, ein guter Gartenfachbetrieb hilft dann im zweiten Schritt sicher weiter, die ein oder andere eigene Idee zu realisieren oder besser zu verwerfen.
Und falls man gar kein Feeling für sowas hat, dann die Planung besser einmalig einem Fachbetrieb überlassen, dann helfen auch keine Bücher, fürchte ich.
LG
graugrün
Amazon-Link ergänzt. LG Nina
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aber nicht zuuuuu fachlich und speziell
Die Gartenbücher vom GU Verlag wären da vielleicht was. Hobbygärtnerniveau, aber auch nicht zu oberflächlich, z.B. "Gartenspass für Einsteiger" von Wolfgang Hensel, da werden viele Arbeiten in Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklärt und es ist wirklich kompakt und übersichtlich. Oder "Gärten gestalten" von Herta Simon, da werden Planung und Gestaltung etwas ausführlicher besprochen. Das Staudenbuch von GU finde ich für Laien auch sehr brauchbar, vor allem weil zu den Stauden immer passende Partnerpflanzen empfohlen werden: "Gartenblumen" von Kiermeier, Hertle und Nickig. Aber es ist eben ein reines Staudenbuch. Vielleicht dürfen es doch 2 oder 3 etwas speziellere Bücher sein. Diese "Garten-Enzyklopädien" in denen von allem ein bischen drinsteht, sind ja oft sehr unübersichtlich. Und zur Not kann man ja auch bei pur nachfragen. ;)
Amazon-Link ergänzt. LG Nina
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@graugrün: Die Enzyklopädie von Dumont war auch eines meiner ersten Gartenbücher und ist immer noch häufig in Gebrauch. Ich hab es mal einer Bekannten geliehen, die war nach dem ersten Durchblättern schon völlig fertig weil sie gedacht hat, daß man alles wissen muß, was da drinsteht, um einen Garten bewirtschaften zu können.
Dieses Buch wiegt übrigens knappe 3 Kilogramm. :o
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@ mame:
wenn ich so zurückdenke an meine einsteigerzeit, dann muss ich sagen, dass ich aus der dumont-enzyklopädie eigentlich viel gelernt habe, wie gings dir dabei?
stauden- und gehölzbücher gibt es ja schon tolle. aber so geniale gestaltungsbücher, die suchte ich bislang auch vergebens. das ist ja auch eine so individuelle sache, da gäbs gar nicht papier genug zum drauf drucken, um jeden fall abzudecken.
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@ mame:
wenn ich so zurückdenke an meine einsteigerzeit, dann muss ich sagen, dass ich aus der dumont-enzyklopädie eigentlich viel gelernt habe, wie gings dir dabei?
Für mich war vor allem das Kapitel zur Pflanzenvermehrung interessant. Und das mit den Alpinhäusern.
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aber so geniale gestaltungsbücher, die suchte ich bislang auch vergebens.
Mein Lieblings-Gestaltungsbuch ist "Der gestaltete Garten" von Johanna Jahns. Obwohl mir die gezeigten Gärten überwiegend nicht so gut gefallen, finde ich dieses Buch genial. Das Thema wird ganz anders aufgerollt, als sonst üblich und man merkt, daß die Autorin wirklich selber Gärten anlegt (was ja leider bei Gartenbuchautoren nicht selbstverständlich ist).
Amazon-Link ergänzt. LG Nina
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Hallo Mame,
in welche Richtung geht denn die Gartengestaltung von dem Buch?
Kennt jemand das Buch von Mayerhofer, Mayerhofer, "Was pflanze ich wo im Garten"?
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Ein Buch, das sehr gute praktische Anleitungen in vielen gärtnerischen Fragen gibt, ist dies hier. Es fiel mir bei meinem Onkel in die Finger, ist ein alter Schinken aus der DDR, und ich hatte es vor allem aufgeschlagen, weil es so schön altmodisch und entwickelt sozialistisch wirkte - eigentlich wollte ich mich bloß darüber amüsieren. ;) Dann merkte ich aber, wie gut und fundiert die Hinweise darin waren, und musste es haben!
Über Anlegen von Beeten, Säen, Vermehren, Pflanzen, Schnitt bis zu baulichen Geschichten, Werkzeuge, Bodenarten, Düngung usw. fast alles drin - nur die Hinweise zum Vergiften von Schädlingen würde ich nicht befolgen.
Gestalterisch gibt es allerdings nichts her.
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Danke, Nina ;) sowas kann ich nämlich nicht ::)
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Natürlich gibt's nicht das allesumfassende Buch, dann wäre es auch recht unbequem zum lesen ;D
Deshalb habe ich auch 2m (neben 3m Zeitschriften), dabei finde ich empfehlenswert:
- Gartenlust von Theresa Dirtl und Oliver Lehmann (LW Verlag): mit Unterstützung der Niederöst.Initiative "Natur im Garten", also naturnahe Gestaltung
- Gärten gestalten von Herta Simon (G/U)
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Was erwartet Ihr eigentlich von einem guten Buch für Gartenneueinsteiger?
Bücher von Penelope Hobhouse, Beth Chatto und anderen sind auch für mich immer noch Inspiration, wenn es um Pflanzenkombinationen geht.
Woran es meiner Meinung nach mangelt ist die Übertragbarkeit der dort vorgestellten Garten- und Parkanlagen auf Maßstäbe, die einem das 600 qm große Reihenhausgrundstück aufzwingt.
Aber auch die junge Familie als Käufer einer Altimmobilie mit löchriger Thujahecke und riesiger Nordmannstanne im Vorgarten wird überfordert sein, die dort vorgestellten Beispielgärten für ihr Grundstück zu modifizieren.
Gruß
troll
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Also, ich persönlich finde, die meisten Gartengestaltungsbücher und Zeitschriftenartikel sind schon auf die 600 m²- Gartenvariante zugeschnitten.
Klar, Hobhouse und Co. dienen wirklich für die meisten von uns nur als Inspiration, wer kann sowas schon umsetzen.
Dennoch lernt man daraus viel über Texturen, Strukturen, Pflanzkombinationen und Stimmungen und das wiederum ist übertragbar auf nahezu jede Gartengröße.
Ein Gestaltungs-Buch für Anfänger, die einen großen Garten haben, das suche ich seit längerem vergebens, so wächst man aus dem Anfängerstadium heraus mittels "learning by doing" und "try and error". 8)
LG
graugrün
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Aber auch die junge Familie als Käufer einer Altimmobilie mit löchriger Thujahecke und riesiger Nordmannstanne im Vorgarten wird überfordert sein, die dort vorgestellten Beispielgärten für ihr Grundstück zu modifizieren.
Es geht ja mM nicht um Beispielgärten, die 1:1 übertragen werden können, es geht eher darum, Alternativen zur herkömmlichen Nordmanntanne/Thujenhecke und zur Pflanzenauswahl im Baumarkt aufzuzeigen, zu zeigen, dass es viel, viel mehr Möglichkeiten gibt.
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Woran es meiner Meinung nach mangelt ist die Übertragbarkeit der dort vorgestellten Garten- und Parkanlagen auf Maßstäbe, die einem das 600 qm große Reihenhausgrundstück aufzwingt.
Aber auch die junge Familie als Käufer einer Altimmobilie mit löchriger Thujahecke und riesiger Nordmannstanne im Vorgarten wird überfordert sein, die dort vorgestellten Beispielgärten für ihr Grundstück zu modifizieren.
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Nicht ganz umsonst gibt es Garten- und Landschaftsarchitekten ;), für kleinere Gärten sollte ein kompetenter(!) Galabauer ausreichen.
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Nicht ganz umsonst gibt es Garten- und Landschaftsarchitekten ;), für kleinere Gärten sollte ein kompetenter(!) Galabauer ausreichen.
ja, aaaaber dafür ist meist das Geld nach einem Hauskauf zu knapp, zumindest bei meiner Nichte.
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Hallo Mame,
in welche Richtung geht denn die Gartengestaltung von dem Buch?
Das von J.Jahns? Da geht es nicht um einen bestimmten Stil, aber viele der abgebildeten Gärten wurden von der Autorin angelegt und die hat eben einen sehr eigenen Stil. Sie arbeitet viel mit Mosaiken und die Pflasterarbeiten sind sehr künstlerisch. Manche dieser Gärten wirken auf mich etwas überladen (obwohl ich die Perfektion mit der das ausgeführt ist, sehr bewundere).
Aber: Der Genialität dieses Buches tut das keinen Abbruch. Frau Jahns spricht von den "4 Ebenen der Gartengestaltung", nämlich: Die Elemente, die Raumaufteilung, die Formensprache und die Oberflächen. Das letzte Kapitel widmet sich dann der Verbindung dieser 4 Ebenen. Also nicht die übliche "Zaun-Terrasse-Rasen-Pflanzung-Teich-alles-der-Reihe-nach-Abhandlung" sondern viel komplexer und ganzheitlicher. Es ist aber kurz und knapp und auch für Laien sehr verständlich. Bei den anderen Büchern vermisse ich oft entscheidende praktische Hinweise - die ich zwar als gelernte Landschaftsgärtnerin selber nicht brauche, aber der Laie eben schon, nicht nur für die eventuelle eigene Umsetzung, sondern allein zum besseren Verständnis des Themas. In diesem Buch steht wirklich alles Wichtige drin und vieles, was in anderen Büchern gerne vergessen wird. Blöderweise fällt mir gerade kein konkretes Beispiel ein.. :-[
Infos zum Buch findest Du auch auf der Homepage der Autorin.
Es ist wirklich um Welten besser, als alles, was ich bisher zu dem Thema gelesen habe.
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Ich habe noch einmal darüber nachgedacht, woher mein Unbehagen gegenüber Büchern als substantielle Planungshilfe bei der Neuanlage bzw. radikalen Umgestaltung alter Gärten kommt.
Es liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass in keinem Buch, das ich kenne, vermittelt wird, dass ein Garten nie ein fertiges Produkt sein kann.
Für mich ist ein Garten ein ständiges Projekt, das sich mit der Gartenleidenschaft und den Erfahrungen der Gartenbesitzer entwickeln muss und ständig verändern wird.
Ich kann diesen Prozess in besonderer Weise an einem Garten beobachten, den ich vor gut 15 Jahren mit und für Freunde auf einem Neubaugrundstück angelegt habe und der sich inzwischen zu einer Oase entwickelt hat.
Dies liegt nicht etwa an meiner "genialen" Planung, die letztlich nicht mehr als eine Grundausstattung war, bei der ich zunächst Angst hatte, dass die Bepflanzung meinen Freunden durch großzügige Pflanzabstände von Gehölzen bei eher kleinen Verkaufsgrößen als zu dürftig erscheinen könnte und die Kosten für Staudenpflanzungen und Bodendecker vergleichsweise zu hoch sein könnten.
Inzwischen sind die geplanten Hecken, Bäume und Ziersträucher herangewachsen. Die Grundzüge unserer gemeinsamen Planung sind zwar immer noch erkennbar.
Der Garten trägt aber inzwischen die eindeutige Handschrift der Gartenbesitzerin, die sich in den Jahren von einem Gartenneuling zu einer versierten Gartenliebhaberin entwickelt hat, die ihre Inspirationen sicher nicht allein nur aus Büchern holt, sondern vor allem auch an "learing by doing" und "try and error" gewachsen ist.
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dass ein Garten nie ein fertiges Produkt sein kann.
Diese Tatsache ist für viele Garten-Anfänger besonders abschreckend. ;D
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Leider sehen viele Gartenpläne von Gartenarchitekten und Arbeiten von Garten- und Landschaftsbauern so aus.